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Title:
DEVICE FOR GUIDING A MEDICAL PROBE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/052625
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for guiding a medical probe for body cavities, comprising devices for rinsing and for sucking off rinsing liquids, and a housing. Said housing has connections for the rinsing and aspiration tubes and a guiding channel for inserting and fixing the probe. The inventive device comprises an upper module (I), a lower module (II) and an inner module (III) which are assembled to form an operating handle. Said modules can be detached from each other. The inner module (III) consists of two flexible hoses (4) for rinsing and for sucking off rinsing liquids, each hose having a connecting piece (5) at the proximal end and a bent bridging piece (6) at the distal end, and is configured as a disposable part. Sliders (10) are provided on the upper module (I) for regulating the rate of flow in the hoses. The lower module (II) has a longitudinal channel (9) which accommodates a probe-receiving element (36). Said probe-receiving element can be adjusted by moving it longitudinally from the proximal end, and has a longitudinal cavity (52) through which the probe (43) is passed. Another, manually operated slide is provided on the upper module (I) for moving the probe-receiving element (36) and the longitudinal channel (9) is open at the distal end to the aspiration channel (7) of the bent bridging piece (6), a seal being created in relation to the probe-receiving element (36).

Inventors:
SELIG MANFRED (DE)
ULLRICH RUDOLF (DE)
LINDER ALBERT (DE)
Application Number:
PCT/EP1998/002866
Publication Date:
November 26, 1998
Filing Date:
May 14, 1998
Export Citation:
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Assignee:
KARLSRUHE FORSCHZENT (DE)
SELIG MANFRED (DE)
ULLRICH RUDOLF (DE)
LINDER ALBERT (DE)
International Classes:
A61M1/00; A61M25/08; A61B1/12; (IPC1-7): A61M1/00
Domestic Patent References:
WO1994022358A11994-10-13
Foreign References:
US5295956A1994-03-22
US5359991A1994-11-01
US5191881A1993-03-09
FR2626760A11989-08-11
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Claims:
Patentansprüche :
1. Vorrichtung zum Führen einer medizinischen Sonde für Kör perhöhlen mit Einrichtungen zum Spülen und Absaugen von Spülflüssigkeiten und einem Gehäuse, welches Anschlüsse für die Spülund Saugleitungen sowie einen Führungskanal für die darin verschiebund feststellbare Sonde aufweist, ge kennzeichnet durch die folgenden Merkmale : a) die Vorrichtung ist aus einem oberen (I), einem unteren (II) und einem inneren Modul (III) zu einem Handgriff zusammengesetzt, wobei die Moduln voneinander trennbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die wei teren Merkmale : b) der innere Modul (III) besteht aus zwei flexiblen Schlauchleitungen (4) für Spülen und Saugen mit je einem Anschlußstück (5) am proximalen und einem abgewinkelten Übergangsstück (6) am distalen Ende der Leitungen (4) und ist als Wegwerfteil ausgebildet, c) auf dem oberen Modul (I) sind handbetätigbare Schieber (10) zur Regelung des Durchflusses in den Schlauchlei tungen (4) des inneren Moduls (III) vorhanden, d) der untere Modul (II) weist einen Längskanal (9) auf, der in sich eine von der proximalen Seite her längsver schieblich verstellund festlegbare Sondenaufnahme (36) aufnimmt, durch deren Längsbohrung (52) die Sonde (43) geführt ist, wobei e) auf dem oberen Modul (I) ein weiterer, handbetätigbarer Schieber zum Verschieben der Sondenaufnahme (36) vorhan den ist und der Längskanal (9) am distalen Ende zu dem Saugkanal (7) des abgewinkelten Übergangsstückes (6) un ter Abdichtung gegen die Sondenaufnahme (36) geöffnet ist, f) der Längskanal (9) mündet dabei in einem Innenrohr (35), welches koaxial um die Sonde (43) angeordnet sowie im distalen Ende des unteren Moduls (II) befestigt ist und das Sauglumen (24) in sich aufnimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die wei teren Merkmale : g) das Übergangsstück (6) weist im Inneren zwei gegeneinan der getrennt abgedichtete, an die Schläuche (4) ange schlossene Übertrittskanäle (7,30) auf, die an zwei ge trennte Kanäle eines zweilumigen Schaftes (8) um die Sonde (43) führen, h) der Schaft (8) besteht aus einen Außenmantel (28) und einem Innenrohr (35), innerhalb welchem die Sonde (43) liegt, wobei die beiden Zwischenräume zwischen den drei Elementen (28,35,43) die beiden Kanäle des zweilumigen Schaftes (8) bilden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, gekennzeich net durch die weiteren Merkmale : g) das Übergangsstück (6) weist im Inneren nur einen, an die Schläuche (4) angeschlossene Übertrittskanal auf, der zu einem einlumigen Schaft um die Sonde (43) führt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeich net durch die weiteren Merkmale : h) an den Schiebern (10) sitzen hinter einem Verbindungs stück (16) Steuerkurven (11,20), die auf Rollen (15) drücken, die ihrerseits einen auf einer Achse (13) schwenkbaren Anlenkhebel (14) mit einer Gleitkante (12) gegen die Schläuche (4) drücken und damit deren Quer schnitt durch Zusammenquetschen von einer vollen bis zu der ganz geschlossenen Öffnung verengen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, gekennzeich net durch die weiteren Merkmale : i) an dem Verbindungstück (16) greifen zwischen den Steuer kurven (11,20) und den Mengenschiebern (10) seitlich Rasterungsstifte (25) ein, so daß der Schiebeweg durch diese Rasterung in einzelne Abschnitte unterteilt ist.
Description:
Vorrichtung zum Führen einer medizinischen Sonde Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen einer medizinischen Sonde für Körperhöhlen mit Einrichtungen zum Spülen und Absaugen von Spülflüssigkeiten und einem Ge- häuse, welches Anschlüsse für die Spül-und Saugleitungen so- wie einen Führungskanal für die darin verschieb-und fest- stellbare Sonde aufweist.

Die Erfindung befasst sich mit der Führung von Sonden, z. B.

Laser-, Koagulations-, Argon-oder Klebesonden und anderen, bei gleichzeitigem Spülen und Saugen von Spülflüssigkeiten durch oder an dem Schaft der Sonde. Dabei führt erst die ge- meinsame Anwendung der Sonden mit Spülung und Saugen zu den bestmöglichen Arbeitsergebnissen. Zum Beispiel verhindert das Spülen beim bipolaren Koagulieren weitgehend eine Karbonisie- rung. Auch kann ein Laserstrahl auf einem Wasserstrahl geführt werden. Dazu sollte jedoch die Möglichkeit vorhanden sein, die Regelung der Spülung zusammen mit der Sondenführung an der Sondenhalterung selbst vornehmen zu können.

Aus der WO 94/05200 ist eine Vorrichtung der eingangs erwähn- ten Art bekannt. Die Mengenregelung der Spül-und der Saug- flüssigkeit erfolgt dabei jedoch außerhalb der Vorrichtung in einer getrennten Pumpapparatur. Direkt mit der Vorrichtung selbst ist keine Regelung möglich, so daß die gleichzeitige Betätigung aller Funktionen relativ umständlich ist. Desweite- ren muß die gesamte kontaminierte Vorrichtung nach einmaligem Gebrauch entweder aufwendig gereinigt und desinfiziert oder als Ganzes weggeworfen werden.

Eine reine Spülvorrichtung für chirurgische Zwecke ist aus der EP 642 800 bekannt, bei welcher ein das Spülmedium führender elastischer Schlauch durch nicht arretierbare Drucktaster ab- klemmbar ist. Die Vorrichtung kann jedoch nicht ohne weiteres mit den obengenannten Instrumenten kombiniert werden, opera- tive Maßnahmen sind mit ihr nicht möglich und auch nicht beab- sichtigt.

Ausgehend von diesem Stand der Technik hat die vorliegende Er- findung zur Aufgabe, eine Vorrichtung der erwähnten Art zu schaffen, mit der sich die Mengenregelung des Saug-und des Spülvorganges auf einfache Weise an der Vorrichtung selbst durchführen lässt. Dabei sollte die Anzahl der kontaminierten Teile möglichst gering bleiben um den Reinigungsaufwand zu re- duzieren.

Zur Lösung der Aufgabe schlägt die vorliegende Erfindung die Merkmale vor, die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 an- geführt sind. Weitere vorteilhafte Merkmale sind im kennzeich- nenden Teil der Unteransprüche angeführt.

Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden und anhand der Figuren 1 bis 8 näher erläutert. Es zeigen : die Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erste Ausführung der Vorrichtung, die Fig. 2 bis 6 die Schnitte A-A, B-B, C-C, D-D und E-E der Fig. 1, die Fig. 7 die Ansicht in Richtung X auf die Fig. 1 und die Fig. 8 eine zweite Ausführung der Vorrichtung.

Die Figuren zeigen eine Vorrichtung zum Führen der medizini- schen Sonde 43 für Körperhöhlen, welche Einrichtungen zum Spü- len und Absaugen von Spülflüssigkeiten an der Sonde aufweist und die ein Gehäuse besitzt, an welchem Anschlüsse für die Spül-und Saugleitungen der Spülflüssigkeiten vorhanden sind.

Gemäß der Fig. 1 ist die Vorrichtung aus einem oberen I, einem unteren II und einem inneren Modul III zu einem einheitlichen Handgriff 1 aus isolierendem Material zusammengesetzt, wobei die einzelnen Moduln voneinander getrennt werden können bzw. der Handgriff 1 zur Reinigung und zum Austausch von Teilen auseinandergenommen werden kann. Dabei besteht der innere Mo- dul III aus den zwei flexiblen Schläuchen 4 gleichen oder ver- schiedenen Durchmessers für Spülen und Saugen mit je einem An- schlußstück 5 am proximalen und einem abgewinkelten Übergangs- stück 6 am distalen Ende der Leitungen 4 und ist als Wegwerf- oder Einmalteil ausgebildet. Dadurch ergibt sich nach dem Trennen der Module I und II die Möglichkeit, den Modul III als leicht austauschbare Schlaucheinheit so einzulegen daß sich nach dem Verbinden des Gehäuseoberteiles 2 vom Modul I mit dem Gehäuseunterteil 3 des Modules II ein geschlossener Handgriff ergibt, in dem die Schläuche 4 des Moduls III formschlüssig so gelagert sind, daß sich ihre axiale Lage beim Einwirken einer äußeren Kraft nicht verändert.

Zur Regelung des Durchflusses in den Schlauchleitungen des in- neren Moduls sind auf dem oberen Modul I zwei außenliegende, handbetätigbare und längsbewegliche Mengenschieber 10 angeord- net, die über einen später beschriebenen Mechanismus den Quer- schnitt der Schläuche 4 zur Mengensteuerung des Spül-und des Saugvorganges verengen oder erweitern können und deren Betäti- gung mit Daumenschub erfolgt.

Der untere Modul II ist von einen Längskanal 9 durchsetzt, in den eine von der proximalen Seite her längsverschieblich ver- stell-und festlegbare zylinderförmige Sondenaufnahme 36 mit einer inneren Längsbohrung 52 eingeschoben ist. Die Fig. 1 zeigt die Sondenaufnahme 36 in ihrer hinteren Position, das heisst im zurückgezogenen Zustand. Im vorgeschobenen Zustand liegt sie an einem Querstift 44 an, der im vorderen Teil 32 des Kanales 9 sitzt und dessen Funktion später erläutert wird.

Zum Verschieben der Sondenaufnahme 36 im Längskanal 9 ist auf dem Oberteil 2 des oberen Moduls I ein weiterer, handbetätig- ter mittlerer Schieber 46 vorhanden. Der Längskanal 9 ist an seinem distalen Ende zu dem Übertritts-und Saugkanal 7 des abgewinkelten Übergangsstückes 6 gegen die Sondenaufnahme 36 in Form des kontaminierten Raumes 38 geöffnet. Dieser ist je- doch durch die zwischen der über das Gewinde 41 in das distale Ende der Sondenaufnahme 36 eingedrehten Hohlschraube 45 und dem Längskanal 9 angeordnete, einstellbare Dichtung 37 gegen sein nach außen geöffnetes proximales Ende 53 abgedichtet.

In die Längsbohrung 52 der Sondenaufnahme 36 ist die Sonde 43 längsverschieblich vom proximalen Ende her mit unterschiedli- cher Festhaltekraft eingesteckt. Dabei erfolgt das Festklemmen und Dichten der Sonde 43 in der Bohrung 52 auf besondere Weise mittels einer Verspanneinrichtung 39 durch Drehen des am pro- ximalen Ende der Sondenaufnahme 36 angebrachten Drehgriffes 54 im ausgebauten oder im in den Längskanal 9 eingeschobenen Zu- stand. Die Verspanneinrichtung 39 ist zur Verhinderung der Kontamination der Längsbohrung 52 am distalen Ende der Sonden- aufnahme 36 angeordnet und besteht im wesentlichen aus einem ringförmigen und elastischen Einlegeteil 41 mit einer Aufnah- mebohrung 42, das in die Hohlschraube 45 um die Sonde 43 ein- gelegt ist. Bei einer Drehung von dieser gegenüber der Sonden- aufnahme 36 durch das Gewinde 40 wird das Einlegeteil 41 gegen das Distanzstück 55 in der Sondenaufnahme 36 gepreßt und seine Aufnahmebohrung 42 um die Sonde 43 je nach Drehrichtung ver- engt oder erweitert. Dadurch ist die Sonde 43 in der Bohrung 52 entweder frei verschiebbar oder kraftschlüssig mit der Son- denaufnahme 36 verbunden. Dieses Verengen und Aufweiten der Aufnahmebohrung 42 ist auch bei ganz eingeschobener Sondenauf- nahme 36 dadurch möglich, daß die Hohlschraube 45 an dem Quer- stift 44 zur Anlage kommt und sie am Drehen hindert, während die Sondenaufnahme 36 am Drehgriff 54 verdreht wird und gegen das Einlegeteil 41 eine axiale, dieses verengende Bewegung er- zeugt.

Wie bereits erwähnt, ist zum Verschieben der Sondenaufnahme 36 im Längskanal 9 auf dem Oberteil 2 des oberen Moduls I ein Schieber 46 vorhanden. Der Schieber 46 sitzt auf einem gefe- derten Stift 47, der durch einen Schlitz 56 im Oberteil 2 zwi- schen den Schlauchleitungen 4 nach unten ragt und dessen un- teres Ende federnd in eine Umfangsnut 48 der Sondenaufnahme 36 eingreift. Dadurch lässt sich diese durch den Schieber 46 vor- und zurückbewegen und bei Hochziehen des Stiftes aus der Um- fangsnut 48 ganz aus dem Längskanal 9 herausziehen. Da die Hohlschraube 45 an ihrem vorderen Ende mit Schrägflächen 49 versehen ist, wird der gefederte Stift 47 beim Einschieben der Sondenaufnahme in den Längskanal 9 zurückgeschoben bevor er in die Nut 48 einrastet. Durch das Vorhandensein einer umlaufen- den Nut 48 lässt sich die Sondenaufnahme 36 im eingebauten Zu- stand auch um ihre Achse drehen, was z. B. bei Koagulationsson- den für die Einnahme der richtigen Position wichtig ist.

Parallel zum Längskanal 9 und senkrecht zum Stift 47 ist im Oberteil 2 ein Bolzen 50 mit Rasterungen 51 längsverschieblich gelagert, an welchem der Stift 47 befestigt ist und der mit dem Schieber 46 über Stift 47 zusammen mit diesem hin und her bewegt wird. In die Rasterungen 51 des Bolzens 50 rastet ein federnder Stift 22 ein (siehe die Fig. 3), so daß die Sonden- aufnahme 36 in mehreren Raststellungen positioniert werden kann, so daß eine eingespannte Sonde 43 reproduzierbar in die richtige Arbeitsstellung gebracht werden kann.

Wie bereits erwähnt, sind zur Regelung des Durchflusses in den Schlauchleitungen 4 des inneren Moduls III auf dem Oberteil 2 zwei längsbewegliche Mengenschieber 10 angeordnet, die den Querschnitt der Schläuche 4 zur Mengensteuerung des Spül-und des Saugvorganges verengen oder erweitern sollen und die pa- rallel zur Schlauchlängsachse 21 auf der Oberseite 17 des Oberteiles 2 längsverschieblich sind. Dabei kann der Handgriff durch die symmetrische Anordnung der drei Schieber 10,46 glei- chermaßen von Rechts-und Linkshändern benutzt werden, alle drei Schieber können ohne Umgreifen zur Einhandbedienung mit einer Griffhand betätigt werden. Jeder Schieber 10 wirkt dabei in gleicher Weise auf einen der beiden Schläuche 4, entweder auf den kleineren mit dem Spüllumen 23 oder auf den größeren mit dem Sauglumen 24 ein, indem, wie in zwei Ausführungen ge- mäß den Figuren 1 und 8 dargestellt, Rollen 15 über mit den Mengenschiebern 10 verbundene Steuerkurven 11 und 20 jeweils einen auf einer Achse 13 schwenkbaren Anlenkhebel 14 mit einer Gleitkante 12 gegen die Schläuche 4 drücken und damit deren Querschnitt durch Zusammenquetschen von einer vollen bis zu der ganz geschlossenen Öffnung verengen. Die Neigung der Steu- erkurven 11 und 20 in Richtung auf die geschlossene Stellung ist besitzt einen kleineren Neigungswinkel, so daß sich eine sehr feinfühlige Einstellung des Schlauchinnenquerschnittes ergibt. An dem Verbindungstück 16 zwischen den Steuerkurven 11,20 und den Mengenschiebern 10 greifen seitlich Rasterungs- stifte 25 ein, so daß der Schiebeweg durch diese Rasterung in einzelne Abschnitte unterteilt ist, wodurch sich eine genau reproduzierbar einstellbare Saug-und Spülleistung ergibt. Da- bei ist die Schieberposition selbsthaltend, so daß kein ermü- dendes Halten der Schieber mehr erforderlich ist.

Die Ausführungen in den Figuren 1 und 8 unterscheiden sich da- bei dadurch, daß die Steuerkurven 11 und 20 spiegelbildlich zueinander angeordnet sind, das heisst, bei der Ausführung nach der Figur 1 mit der Steuerkurve 20 wird der Schlauchquer- schnitt beim Zurückziehen des Mengenschiebers 10 verengt bzw. geschlossen und bei Vorschieben geöffnet. Bei der Ausführung nach der Fig. 8 mit der Steuerkurve 11 wird der Schlauchquer- schnitt jedoch beim Vorschieben geschlossen und beim Zurück- ziehen geöffnet. Anstelle der Anlenkhebel 14 mit den Gleitkan- ten 12 können auch nach einer nicht in den Figuren dargestell- ten Ausführung Anpreßrollen die Schläuche direkt gegen eine schräge Sperrfläche drücken und damit deren Querschnitt verän- dern.

Das distale Ende des Handgriffs ist mit einem Anschluß 26 zum dichten Befestigen von verschiedenen, gegeneinander austausch- baren Hohlschäften ausgestattet. Bei der in der Fig. 1 darge- stellten Ausführung handelt es sich dabei um den Außenmantel 28, in welchem koaxial ein Innenrohr 35 verläuft. Dadurch ent- steht insgesamt ein zweilumiger Hohlschaft 8, wobei, wie be- reits erwähnt, das größere Sauglumen 24 zwischen Sonde 43 und Innenrohr 35 und das kleinere Spüllumen 23 zwischen Innenrohr 35 und Außenmantel 28 gebildet wird. In dieses Innenrohr 35 wird von der proximalen Seite her die Sonde 43 eingeschoben.

Dabei mündet der Längskanal 9 in dem Innenrohr 35, welches im distalen Ende des unteren Moduls II befestigt ist, ist diesem gegenüber, wie bereits früher ausgeführt, durch die Dichtung 37 abgedichtet.

Das eingangs erwähnte Übergangsstück 6 des inneren Moduls III weist im Inneren zwei gegeneinander getrennt abgedichtete, an die Lumina 23 und 24 der Schläuche 4 angeschlossene Über- trittskanäle 7 und 30 auf, die an die zwei getrennten Kanäle des zweilumigen Hohlschaftes 8 um die Sonde 43 führen, wie aus der Fig. 2 ersichtlich. Bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausführung weist das Übergangsstück 6 im Inneren nur einen, an die Schläuche 4 angeschlossene Übertrittskanal auf, der zu ei- nem einlumigen Schaft um die Sonde 43 führt. Der dargestellte zweilumige Hohlschaft 8 ist in der Weise an die Über- trittskanäle 7 und 30 angeschlossen, daß das kleinere Spüllu- men 23 in den Ringkanal 27 eines dicht mit dem Außenmantel 28 des Schaftes 8 verbundenen Endstückes 29 mündet, von wo aus durch den Übertrittskanal 30 die Verbindung zu dem kleineren der Schläuche 4 mit dem Spüllumen 23 hergestellt wird. Das größere, zentral gelegene Lumen 35 im Hohlschaft 8 mündet, wie bereits erwähnt, am Schaftende 31 in dem Längskanal 9, von wo aus durch den Übertrittskanal 7 die Verbindung zu dem größeren Sauglumen 24 der Schläuche 4 hergestellt ist. Die Abdichtung des Ringkanales 27 gegenüber dem Unterteil 3 erfolgt durch zwei Dichtungen 18 und 19, welche mit Hilfe einer Mutter 34 im Gewinde 33 in Achsrichtung des Schaftes 8 angedrückt werden.

Das Innenrohr 35, durch welches die beiden Lumina im Schaft gebildet werden, kann zur Reinigung aus dem Außenmantel 28 entfernt werden. Die proximalere Dichtung 19 dichtet zusätz- lich zu der vorstehend beschriebenen Funktion das Innenrohr 35 gegenüber dem Unterteil 3 ab. Der Anschluß 26 ist so gestal- tet, daß sich auch gebogene Schäfte in die günstigste Arbeits- position drehen und mit der Mutter 34 in jeder beliebigen Stellung festklemmen lassen.

Zusammengefasst bildet die Vorrichtung ein Instrument mit ei- nem zerlegbaren Griffgehäuse aus den Moduln I und II mit der Sondenaufnahme 36 und dem Anschluß 26 zum Ankuppeln verschie- dener Schäfte und der austauschbaren Schlaucheinheit in Form des Moduls III. Dabei ist der Handgriff auf Dauernutzung aus- gelegt. Teile, die schwer zugängliche Hohlräume aufweisen, werden als leicht wechselbare Einmalartikel ausgebildet. Da- durch wird der Reinigungsaufwand erheblich reduziert. Mit dem Instrument lässt sich der Durchfluß für Saugen und Spülen sehr feinfühlig steuern, wobei bewegliche Teile der Saugersteuerung nicht mit dem kontaminierten Absauggut in Kontakt kommen. Da- durch ist ihre Funktion immer gesichert. Die Durchflußmenge ist selbsthaltend. Durch die Bestückung mit unterschiedlichen Schlauchquerschnitten, die Austauschbarkeit der Schäfte und die Aufnahmemöglichkeit verschiedener Sonden und Werkzeuge ist ein sehr breites Anwendungsspektrum des Instrumentes gegeben.

Bezuqszeichenliste : 1 Handgriff 2 Oberteil 3 Unterteil 4 Schlauchleitungen 5 Anschlußstück 6 Übergangsstück 7 Übertritts-, Saugkanal 8 zweilumiger Hohlschaft 9 Längskanal 10 Mengenschieber 11 Steuerkurve 12 Gleitkante 13 Achse 14 Anlenkhebel 15 Rolle 16 Verbindungsstück 17 Oberseite 18 Dichtung 19 Dichtung 20 Steuerkurve 21 Schlauchlängsachse 22 Stift 23 kleineres Lumen (spülen) 24 größeres Lumen (saugen) 25 Rasterungsstifte 26 Anschluß 27 Ringkanal 28 Außenmantel 29 Endstück 30 Übertrittskanal 31 Schaftende 32 vorderer Teil 33 Gewinde 34 Mutter 35 Innenrohr 36 Sondenaufnahme 37 Dichtung 38 kontaminierter Raum 39 Verspanneinrichtung 40 Gewinde 41 Einlegeteil 42 Aufnahmebohrung 43 Sonde 44 Querstift 45 Hohlschraube 46 mittlerer Schieber 47 gefederter Stift 48 Umfangsnut 49 Schrägflächen 50 Bolzen 51 Rasterungen 52 Längsbohrung 53 proximales Ende 54 Drehgriff 55 Distanzstück 56 Schlitz