| WO/2011/084294 | HOSE TENSIONER FOR A ROCK DRILL SYSTEM |
| JP07189583 | BORING METHOD AND DEVICE |
| JP10068285 | ANGLE DETECTING MECHANISM FOR GUIDE ROTARY |
| 1. | Einrichtung zum Führen und Spannen von Versorgungsleitungen für entlang einer geradlinigen Führung bewegbaren Arbeitswerkzeugen, z.B. von Versorgungsschläuchen eines hydraulischen Bohrhammers auf einer Vorschublafette, wobei der Vorschub des Arbeitswerkzeuges mittels einer umlaufenden über ein Kettenrad angetriebenen Transportkette erfolgt und die Versorgungsleitung(en) zwischen den Anschlüssen an der feststehenden Führung und den Anschlüssen an dem Arbeitswerkzeug über eine um 180° umlenkende Spannrolle geführt sind, die in Vorschubrichtung hinter dem Arbeitsswerkzeug gleichzeitig mit diesen in die gleiche Richtung jedoch mit halber Vorschubgeschwindigkeit bewegbar ist, wobei die Spannrolle an der Führung für das Arbeitswerkzeug quer zu ihrer Drehachse verschiebbar gefühlt ist, und wobei für den Antrieb der Spannrollenbewegung ein in die Transportkette eingreifendes Zahnritzel vorgesehen ist, das an der gegenüberliegenden Seite mit einer feststehenden Kette in Wirkverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (23) des in die Transportkette (4) eingreifenden Zahnritzels (22) ein weiteres Transportrad (14) für den Vorschub der Spannrolle (8) angebracht ist, das mit einer feststehenden Kette, einer Zahnstange einem feststehenden Zugseil oder dgl. in Wirkverbindung steht. |
| 2. | Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehende Kette, die Zahnstange, das feststehende Zugseil oder dgl. (10) in Vorschubrichtung elastisch nachgebend befestigt ist. |
| 3. | Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannrolle (8) an einem Schlitten (9) drehbar gelagert ist, an dem auch die Welle (23) mit dem Zahnritzel (22) und dem Transportrad (14) drehbar gelagert ist, wobei an dem Schlitten (9) in gleicher Ebene wie das Transportrad (14) angeordnete Umlenkrollen (15/16) gelagert sind, um welche die feststehende Kette (10) oder das feststehende Zugseil vor bzw. nach dem Transportrad (14) herumgeführt ist. |
| 4. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß, wie an sich bekannt, die Spannrolle (8') durch mehrere entlang eines Kreises, dessen Mittelpunkt mit der Achse (8) der Spannrolle (8) zusammenfällt, angeordnete Walzen (20) mit zur Drehachse (8') der Spannrolle (8) parallelen Drehachsen (21) gebildet ist, und daß dem Außenumfang der Spannrolle (8) bzw. den Walzen (20) Gegenhaltewalzen (17; 18) zugeordnet sind. |
| 5. | Einrichtung nach Ansprach 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannrolle (8) bzw. die Walzen (20) und/oder die Gegenhaltewalzen (17;18) am Außenmantel mit umlaufenden Nuten (25;26) für das wenigstens teilweise Aufnehmen der Versorgungsleitung versehen sind. |
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Führen und Spannen von Versorgungsleitungen für entlang einer geradlinigen Führung bewegbaren Arbeitswerkzeugen z.B. von Versorgungsleitungen eines hydraulischen Bohrhammers auf einer Vorschublafette, wobei der Vorschub des Arbeitswerkzeuges mittels einer umlaufenden über ein Kettenrad angetriebenen Transportkette erfolgt und die Versorgungsleitung(en) zwischen den Anschlüssen an der feststehenden Führung und den Anschlüssen an dem Arbeitswerkzeug über eine um 180° umlenkende Spannrolle geführt sind, die in Vorschubrichtung hinter dem Arbeitswerkzeug gleichzeitig mit diesem in die gleiche Richtung jedoch mit halber Vorschub geschwindigkeit bewegbar ist, wobei die Spannrolle an der Führung für das Arbeitswerkzeug quer zu ihrer Drehachse verschiebbar geführt ist, und wobei für den Antrieb der Spannrollenbewegung ein in die Transportkette eingreifendes Zahnritzel vorgesehen ist, das an der gegenüberliegenden Seite mit einer feststehenden Kette in Wirkverbindung steht.
Bei einer bekannten Ausbildung wird die Spannrolle über einen Seilzug nach Art eines Flaschenzuges mit loser Seilrolle geführt, wobei die lose Rolle die Bewegung der Spannrolle steuert. Eine solche Ausbildung hat den Nachteil, daß Seilzüge störanfällig sind, insbesondere in Hinblick auf die beachtlichen rauhen Beanspruchungen im Bereich derartiger Werkzeuge. Außerdem ist eine Seilzugsteuerung lediglich in einer Richtung eine Zwangssteuerung, wogegen in der anderen Richtung Mittel zum Rückziehen bzw. zum Gespannthalten des Seilzuges vorgesehen sein müssen.
Gemäß der aus US 3973634 hervorgehenden Ausbildung der eingangs genannten Art greift das in die Transportkette eingreifende Zahnritzel mit seinem dem Bereich des Eingriffs in die Transportkette gegenüberliegenden Bereich in die feststehende Kette ein, wodurch die gesamte Belastung von jeweils wenigen in Eingriff befindlichen Zähnen des Zahnritzels aufgenommen werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welcher eine in beiden Richtungen zwangsgesteuerte Bewegung der Spannrolle gegeben ist, wobei zudem der Antrieb im wesentlichen geschützt angeordnet und wenig störanfällig sein soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß auf der Welle des in die Transportkette eingreifenden Zahnritzels ein weiteres Transportrad für den Vorschub der
Spannrolle angebracht ist, das mit einer feststehenden Kette, einer Zahnstange einem feststellenden Zugseil oder dgl. in Wirkverbindung steht. Damit wird eine synchrone Zwangsbewegung der Spannrolle entlang der Führung für das Arbeitswerkzeug erzielt, wobei diese Art von Antrieb nicht störungsanfällig ist. Vorteilhafterweise kann die feststehende Kette, die Zahnstange, das feststehende
Zugseil oder dergleichen in Vorschubrichtung elastisch nachgiebig befestigt sein, wodurch Veränderungen durch Abnützung oder durch Wärmedehnung oder ähnlichem ausgeglichen werden können. Dabei kann die Spannrolle an einem Schlitten drehbar gelagert sein, an dem auch die Welle mit dem Zahπritzel und dem Transportrad drehbar gelagert ist, wobei an dem Schlitten in gleicher Ebene wie das Transportrad angeordnete Umlenkrollen gelagert sind, um die die feststehende Kette oder das feststehende Zugseil vor bzw. nach dem Transportrad herumgeführt ist. Damit wird sichergestellt, daß immer ein zuverlässiger Eingriff bzw. ein zuverlässiges Umschlingen des Transportrades durch die feststehende Kette bzw. das feststehende Zugseil erreicht ist. Um den Rollwiderstand entlang der Spannrolle möglichst gering zu halten, kann, wie an sich bekannt, die Spannrolle durch mehrere entlang eines Kreises, dessen Mittelpunkt mit der Achse der Spannrolle zusammenfällt, angeordnete Walzen mit zur Drehachse der Spannrolle parallelen Drehachsen gebildet sein, wobei dem Außenumfang der Spannrolle bzw. den Walzen Gegenhaltewalzen zugeordnet sein können. Dadurch liegen die Versorgungsleitungen bzw. die Versorgungsschläuche nur entlang der Rollen an der Spannrolle an, wobei die Walzen durch ihre Drehbarkeit den Rollwiderstand bzw. eine allfällige Relativbewegung zwischen Spannrolle und Versorgungsschläuchen ausgleichen, wobei ein Abfallen der Versorgungsleitungen von der Spannrolle bzw. den Walzen der Spannrolle verhindert ist. Zusätzlich können die Spannrolle bzw. Walzen und / oder Gegenhaltewalzen am Außenmantel mit umlaufenden Nuten für das wenigstens teilweise Aufnehmen der Versorgungsleitungen versehen sein, was auch ein seitliches Verschieben der Versorgungsleitungen an der Spannrolle verhindert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Verbindungsgegenstandes dargestellt. Figur 1 zeigt eine Seitenansicht der gesamten Bohreinrichtung.
Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die Ausbildung gemäß Figur 1. Figur 3 ist eine Seitenansicht des die Spannrolle und auch den Werkzeugvorschub tragenden Teils der Vorschublaffette.
Figur 4 ist eine Draufsicht auf den in Figur 3 wiedergegebenen Teil des Erfindungsgegenstandes.
Figur 5 zeigt in größerem Maßstab einen Schnitt nach Linie VV der Figur 3.
Figur 6 zeigt in größerem Maßstab eine Seitenansicht der Spannrolle samt Antrieb des Vorschubs der Spannrolle.
Figur 7 zeigt den die Spannrolle tragenden Schlitten sowie den zugehörigen Antrieb im Schaubild.
Figur S ist eine Vorderansicht des in Figur 7 dargestellten Einzelteiles.
Figur 9 gibt eine Seitenansicht desselben wieder. Mit 1 ist eine Führung bezeichnet, an welcher das Arbeitswerkzeug 2 über einen
Schlitten 3 entlang bewegbar ist. Für diese Bewegung ist eine Transportkette 4 vorgesehen, welche als umlaufende Kette ausgebildet ist, deren Enden am Schlitten 3 befestigt sind. Diese umlaufende Transportkette ist über eine Antrieb 5 mit einem Zahnritzel und einer Umlenkrolle 6 herumgeführt. Die Führung 1 ist über eine herkömmliche Aufhängung an einem Baggerarm anbringbar. hi nicht dargestellter Weise sind zwischen einer Halterung 7 und dem
Arbeitswerkzeug 2 Versorgungsleitungen vorgesehen, über welche das Arbeitswerkzeug mit
Hydraulikflüssigkeit, Energie und dergleichen versorgt wird. Auch Steuerleitungen können zwischen der Halterung 7 und dem Arbeitswerkzeug 2 vorgesehen sein. An diese Halterung sind nach dem Kuppeln an einen Baggerausleger die Versorgungsanspeisungen vom Bagger her angeschlossen. Damit diese Leitungen nicht frei durchhängen ist eine Spannrolle 8 vorgesehen, um welche die Versorgungsleitungen herumgeführt sind. Da bei Vorschub des
Arbeitswerkzeuges die Spannrolle 8 wie eine lose Rolle an einem Flaschenzug wirkt, muß sie mit der halben Vorschubgeschwindigkeit des Arbeitswerkzeuges in gleicher Richtung synchron mit dem Arbeitswerkzeug bewegbar sein.
Dazu ist die Spannrolle 8 an einem Schlitten 9 um eine Welle 8' drehbar befestigt, wobei der Schlitten 9 auf der gleichen Führung 1 wie der Schlitten 3 des Arbeitswerkzeuges 2 verschiebbar ist. Für den Vorschub des Schlittens 9 mit der Spannrolle 8 ist eine feststehende Kette 10 vorgesehen, die über Aufhängungen 11 und 12 an der Führung 1 feststellend aufgehängt sind. In den Aufhängungen 11, 12 sind Federn vorgesehen, damit allfällig auftretendes Spiel ausgeglichen werden kann und auch das Spannen der Versorgungsleitungen über die Federn elastisch erfolgen kann. Auch wirken die Federn als
Dämpfung beim Schlittenvorschub, und zwar insbesondere beim Rückzug in die obere Endstellung (Anschlag).
Für den Vorschub des Schlittens 9 ist eine Vorschubeinrichtung 13 vorgesehen, welche ein Antriebsritzel 14 aufweist, um welches die feststehende Kette 10 mittels der Umlenkrollen 15, 16 herum gefuhrt ist und zwar mit einem Umschlingungswinkel von über 180°.
Für den Antrieb des Antriebritzels 14 ist auf einer Welle 23 ein Zahnritzel 22 vorgesehen, welches in die Transportkette 4 eingreift. Die Antriebswelle 23 ist dabei im Schlitten 9 drehbar gelagert, wobei das Antriebsritzel 14 und das Zahnritzel 22 drehschlüssig auf der Welle 23 befestigt sind.
Die Spannrolle 8 ist im vorliegenden Ausfuhrungsbeispiel durch eine Mehrzahl von Walzen 20 gebildet, deren Achsen 21 parallel zur Achse 8' der Spannrolle 8 verlaufen, wobei die Walzen 20 auf diesen Achsen 21 frei drehbar sind. Dem durch die Walzen 20 gebildeten Außenumfang der Spannrolle 8 sind Gegenhaltewalzen 17,18 zugeordnet, welche über einen gemeinsamen Träger 19 ebenfalls am Schlitten 9 angebracht sind. Die Gegenhaltewalzen 17,18 sind ebenfalls frei drehbar gelagert.
Sowohl die Walzen 20 der Spannrolle 8 als auch die Gegenhaltewalzen 17, 18 weisen an ihrem Außenumfang Nuten auf, welche an den Walzen 20 mit 25 und an den Gegenhaltewalzen mit 26 bezeichnet sind. Diese Nuten 25, 26 sind so dimensioniert, daß sie gemeinsam die entsprechenden Versorgungsleitungen aufnehmen können, wobei aufgrund der Nutenausbildung ein seitliches Abgleiten der Versorgungsleitungen an den Walzen 20 bzw. der Spannrolle 8 verhindert ist, und zwar selbst dann, wenn aus irgendwelchen Gründen ein Durchhängen der Versorgungsleitungen auftritt.
Der Antrieb des Schlittens 9 erfolgt dabei derart, daß bei einem Vorschub des Arbeitswerkzeuges 2 in Richtung zur Umlenkrolle 6 der Transportkette 4 die Transportkette über den Antrieb 5 so gezogen wird, daß das obere Trum der Transportkette 4 den Schlitten 3 in Richtung zur Umlenkrolle 6 zieht. Durch diese Bewegung der Transportkette 4 entlang der Führung 1 wird das Zahnritzel 22, das von oben her in die Transportkette 4, eingreift um seine Achse 23 gedreht, und zwar derart, daß sich das Antriebsritzel 14 in Figur 6 gesehen entgegen dem Uhrzeigersinn dreht. Dieser gesamte Antrieb zwischen Transportkette 4, Zahnritzel 22, Welle 23, Antriebsritzel 14 und feststehender Kette 10 wirkt quasi als „lose Rolle" eines Flaschenzuges, sodaß der Vorschub des Schlittens 9 mit der halben Geschwindigkeit des Vorschubes des Schlittens 3 für das Arbeitswerkzeug 2 erfolgt. Damit
bildet dann die am Schlitten 9 befestigte Spannrolle S die „lose Rolle" die Versorgungsleitungen.
Bei dem Zurückbewegen des Arbeitswerkzeuges 2 läuft der Antrieb des Schlittens 9 in entgegengesetzter Richtung ab, das heißt, daß der Schlitten 9 mit halber Geschwindigkeit wie der Schlitten 3 in seine Ausgangslage zurückbewegt wird.
