WAGENER, Markus (Sterndellweg 6, Netphen, 57250, DE)
DIEHL, Christian (Hüttenweg 3, Hilchenbach, 57271, DE)
WAGENER, Markus (Sterndellweg 6, Netphen, 57250, DE)
| Patentansprüche 1 . Einrichtung zum vorzugsweise mindestens paarweisen, insbesondere satzweisen, Handhaben und/oder Transportieren von Stützwalzen (6a, 6b) und/oder Arbeitswalzen (4a, 4b) eines Walzgerüsts zwischen dem in einer Walzhalle angeordneten Walzgerüst und einer Walzenwerkstatt sowie in der Walzenwerkstatt, umfassend eine quer zur Walzrichtung des Walzgerüsts vom Walzgerüst in die Walzenwerkstatt verlaufende Walzenwechsel- grübe (1 ) mit Verfahreinrichtungen für mindestens ein Paar oder einen Satz ausgebauter Stütz- oder Arbeitswalzen (6a, 6b; 4a, 4b) und ein in der Walzenwerkstatt quer zur Walzenwechselgrube (1 ) und diese querend sowie in oder gegen die Walzrichtung des Walzgerüsts verfahrbares Walzenwechselgerüst (8), dadurch gekennzeichnet, dass das Walzenwechselgerüst (8) zwei in Walzrichtung des Walzgerüsts beabstandet zueinander angeordnete, querschnittlich insbesondere U- förmig ausgebildete Walzenaufnahmebereiche (13, 14) aufweist, die jeweils sowohl Auflageflächen (15, 16) für die Aufnahme von Arbeitswalzen (4a, 4b) als auch Auflageflächen (17, 18) für die Aufnahme von Stützwalzen (6a, 6b) umfassen. 2. Einrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenaufnahmebereiche (13, 14) derart beabstandet sind, dass in diesen gleich- zeitig jeweils ein Paar oder ein Satz übereinander angeordneter Arbeitsund/oder Stützwalzen (4a, 4b; 6a, 6b) nebeneinander anordenbar ist. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Walzenaufnahmebereich (13, 14) einen auf dem Arbeitswalzenwechselni- veau (20) des Walzgerüsts angeordneten oberen Auflage- oder Verfahrbe- reich (15, 16) und einen darunter auf dem Stützwalzenwechselniveau (19) des Walzgerüsts und dem Verfahrniveau der Walzenwechselgrube (1 ) angeordneten unteren Auflage- oder Verfahrbereich (17, 18) aufweist und jeweils ein Walzenaufnahmebereich (13, 14) in Be- und/oder Verfahrposition zur Walzenwechselgrube (1 ) bringbar ist. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine in der Walzenwechselgrube (1 ) verfahrbar angeordnete Lokomotive (2) bei in der Be- oder Verfahrposition befindlichem Walzenaufnahmebereich (13, 14) in den Walzenaufnahmebereich verfahrbar oder an einen darin angeordneten Stütz- oder Arbeitswalzensatz (6a, 6b; 4a, 4b) ankoppelbar ist. 5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzenwechselgerüst (8) auf dem Boden einer Grube (7) verfahrbar gelagert ist. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenniveau der Grube (7) unterhalb des Bodenniveaus der Walzenwechselgrube (1 ) ausgebildet ist. 7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Walzenwechselgrube (1 ) einen den Stützwalzendurchmesser aufnehmenden Verfahrquerschnitt aufweist. |
Die Erfindung richtet sich auf eine Einrichtung zum vorzugsweise mindestens paarweise, insbesondere satzweisen, Handhaben und/oder Transportieren von Stützwalzen und/oder Arbeitswalzen eines Walzgerüstes zwischen dem in einer Walzhalle angeordneten Walzgerüst und einer Walzenwerkstatt sowie in der Walzenwerkstatt, umfassend eine quer zur Walzrichtung des Walzgerüsts vom Walzengerüst in die Walzenwerkstatt verlaufende Walzenwechselgrube mit Verfahreinrichtungen für mindestens ein Paar oder einen Satz ausgebauter Stütz- oder Arbeitswalzen und ein in der Walzenwerkstatt quer zur Walzenwechselgrube und diese querend sowie in oder gegen die Walzrichtung des Walzgerüstes verfahrbares Walzenwechselgerüst. Walzgerüste für das Walzen von Stahlbrammen oder Stahlblechen weisen beispielsweise einen aus einem Paar Arbeitswalzen bestehenden Arbeitswalzensatz und jeweils eine oberhalb und eine unterhalb einer Arbeitswalze angeordnete Stützwalze auf. Wenn die Arbeitswalzen und/oder die Stützwalzen verschlissen sind, müssen diese ausgetauscht werden. Hierzu sind verschiedene Einrichtungen bekannt, mittels welcher die aus dem Walzgerüst herausgefahrenen Stützwalzen oder Arbeitswalzen aus der Walzhalle in die Walzenwerkstatt sowie in der Walzenwerkstatt verfahren werden. Ebenso werden mittels solcher Einrichtungen in der Walzenwerkstatt aufgearbeitete Walzensätze wieder dem jeweiligen Walzengerüst als geschliffener Neu-Walzensatz zugeführt.
Eine solche gattungsgemäße Einrichtung ist aus der EP 1 954 416 B1 bekannt. Diese bekannte Einrichtung umfasst eine quer zur Walzrichtung des Walzgerüsts vom Walzengerüst in die Walzenwerkstatt verlaufende Walzenwechselgrube auf. In dieser Walzenwechselgrube ist eine auf Schienen geführte Ver- fahreinrichtung in Form einer hydraulisch angetriebenen Lokomotive angeordnet. An diese Lokomotive ist einerseits ein aus dem zugeordneten Walzenge- rüst ausgebauter Arbeitswalzensatz ankuppelbar und im angekuppelten Zustand aus der Walzhalle in die Walzenwerkstatt und später gewünschtenfalls wieder zurück in die Walzhalle zum Walzengerüst verfahrbar. Andererseits ist an diese Verfahreinrichtung auch ein Stützwalzensatz des Walzgerüstes ankuppelbar und längs der Walzenwechselgrube von der Walzhalle in die Wal- zenwerkstatt und gewünschtenfalls wieder zurück verfahrbar. Um Gerüstwechselzeiten vermindern zu können, ist aus diesem Dokument darüber hinaus ein in Richtung quer zur Walzenwechselgrube sowie in oder gegen die Walzrichtung des Walzgerüstes verfahrbares Walzenwechselgerüst bekannt, welches mehrere Sätze an Arbeitswalzen aufnehmen kann. Dadurch wird es möglich, an dem jeweiligen Walzengerüst sowohl einen Satz neuer Arbeitswalzen noch während des Betriebes des Walzgerüstes bereitzustellen als auch einen ausgebauten Arbeitswalzensatz unmittelbar nach seinem Ausbau in der Walzenwerkstatt zu parken. Auf dieses Weise ist es möglich, die Walzenwechselgrube zunächst für den Ausbau von Arbeitswalzen zu nutzen, dann aber unmittelbar für den Aus- und Einbau eines Stützwalzensatzes zur Verfügung zu stellen.
Nachteilig bei diesem Stand der Technik ist es, dass die Stützwalzen ausschließlich auf den gleichen Fahrbahnen, nämlich denen der Walzenwechselgrube, ein- und ausgefahren werden. Dies bedeutet, dass eine aus dem Walz- gerüst herausgefahrene Stützwalze oder ein aus dem Walzengerüst herausgefahrener Stützwalzensatz zunächst mit Hilfe einer Hubvorrichtung, beispielsweise eines Hallenkranes, von der Fahrbahn der Verfahreinrichtung entfernt werden muss, damit die Fahrbahn für die Aufnahme neuer Stützwalzen oder eines neuen Stützwalzensatzes vorbereitet ist. Dieses Anheben und Absenken von Stützwalzen oder Stützwalzensätzen während des Stützwalzenwechsels ist ar- beits- und zeitintensiv. Dies führt zu längeren Stützwalzenwechselzeiten, was die Produktivität der Walzanlage negativ beeinflusst.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die es ermöglicht, die für einen Stützwalzenwechsel benötigte Zeit zu verringern und den Stützwalzenwechsel zu vereinfachen. Bei einer Einrichtung der eingangs näher bezeichneten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Walzenwechselgerüst zwei in Walzrichtung des Walzgerüsts beabstandet zueinander angeordnete, querschnittlich insbesondere U-förmig ausgebildete Walzenaufnahmebereiche aufweist, die jeweils sowohl Auflageflächen für die Aufnahme von Arbeitswalzen als auch Auflageflächen für die Aufnahme von Stützwalzen umfassen.
Erfindungsgemäß ist also vorgesehen, dass die Einrichtung zum Handhaben/Hantieren und/oder Transportieren von ausgebauten Stützwalzen und/oder Arbeitswalzen eines Walzgerüstes ein quer zum Walzgerüst und zur Walzenwechselgrube verschiebbares oder verfahrbares Walzenwechselgerüst oder eine Querverschiebeplattform aufweist, so dass dieser Teil der Wechsel- Einrichtung oder diese Walzenwechselvorrichtung nicht nur die Arbeitswalzen, sondern auch oder zusätzlich die Stützwalzen quer verschieben kann . Hier- durch wird eine Reduzierung der Stützwalzenwechselzeiten sowie eine Vereinfachung des Stützwalzenwechsels an Walzgerüsten erreicht.
In vorteilhafter Weise zeichnet sich die Erfindung hierbei in Weiterbildung dadurch aus, dass die Walzenaufnahmebereiche derart beabstandet sind, dass in diesen gleichzeitig jeweils ein Paar oder ein Satz übereinander angeordneter Arbeits- und/oder Stützwalzen nebeneinander anordenbar ist. Damit ist es möglich, ein lediglich zwei Walzenaufnahmebereiche aufweisendes Walzenwechselgerüst vorzusehen, in welches dann wahlweise nebeneinander jeweils zwei Sätze Arbeitswalzen oder zwei Sätze Stützwalzen oder aber ein Satz Stützwal- zen und ein Satz Arbeitswalzen anordenbar sind. Aufgrund dieser Flexibilität ist es für die Durchführung eines Walzenwechsels ausreichend, ein lediglich zwei Aufnahmebereiche aufweisendes Walzenwechselgerüst oder eine zwei Aufnahmebereiche aufweisende Querverschiebeplattform vorzusehen, was einen überschaubaren Konstruktions- und Investitionsaufwand mit sich bringt. Da sich die Arbeitswalzen und die Stützwalzen in der Regel im Durchmesser unterscheiden, ist es für die Ausbildung einer erfindungsgemäßen Einrichtung weiterhin zweckmäßig und vorteilhaft, dass die Walzenaufnahmebereiche derart beabstandet sind, dass in diesen gleichzeitig jeweils ein Paar oder Satz ü- bereinander angeordneter Arbeits- und/oder Stützwalzen nebeneinander anor- denbar ist, was die Erfindung ebenfalls vorsieht. Um sowohl Stützwalzen als auch Arbeitswalzen aufnehmen zu können, zeichnet sich die Erfindung weiterhin dadurch aus, dass jeder Walzenaufnahmebereich einen auf dem Arbeits- walzenwechselniveau des Walzgerüsts angeordneten oberen Auflage- oder Verfahrbereich und einen darunter auf dem Stützwalzenwechselniveau des Walzgerüsts und dem Verfahrniveau der Walzenwechselgrube angeordneten unteren Auflage- oder Verfahrbereich aufweist und jeweils ein Walzenaufnahmebereich in Be- und/oder Verfahrposition zur Walzenwechselgrube bringbar ist. Mit dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist es möglich, beispielsweise auf dem oberen Auflage- oder Verfahrbereich eines Walzenaufnahmebereiches einen Satz Arbeitswalzen zu platzieren und diesen Walzenaufnahmebereich dann in eine Be- und/oder Verfahrposition zur Walzenwechselgrube zu verfahren oder zu verschieben, in welcher Position dann eine Lokomotive diesen Walzenaufnahmebereich befahren kann oder zumindest an den Arbeitswalzensatz ankuppeln kann. Ebenso ist es möglich, auf dem unteren Aufgabe- oder Ver- fahrbereich einen Stützwalzensatz zu platzieren und diesen Walzenaufnahmebereich in eine Verfahrposition mit der Walzenwechselgrube zu bringen, so dass eine in der Walzenwechselgrube verfahrbare Lokomotive an den Stützwalzensatz ankoppeln und diesen aus dem Walzenwechselgerüst heraus und längs der Walzenwechselgrube zum Walzgerüst ziehen kann. Zu diesem Zwe- cke zeichnet sich die Erfindung weiterhin dadurch aus, dass eine in der Walzenwechselgrube verfahrbar angeordnete Lokomotive bei in der Be- oder Verfahrposition befindlichem Walzenaufnahmebereich in den Walzenaufnahmebereich verfahrbar oder an einen darin angeordneten Stütz- oder Arbeitswalzensatz ankoppelbar ist. Mittels der Lokomotive kann ein jeweiliger Stützwalzen- oder Arbeitswalzensatz oder können Stütz- oder Arbeitswalzen zwischen zugeordnetem Walzgerüst und der Walzenwerkstatt hin und her geschoben werden. Um die notwendige Querverschiebbarkeit oder Querverfahrbarkeit des Wal- zenwechselgerüsts zu gewährleisten, sieht die Erfindung weiterhin vor, dass das Walzenwechselgerüst auf dem Boden einer Grube verfahrbar gelagert ist. Hierbei ist es, insbesondere um eine Verfahrbarkeit in und aus der Walzenwechselgrube zu ermöglichen, weiterhin zweckmäßig, wenn das Bodenniveau der Grube unterhalb des Bodenniveaus der Walzenwechselgrube ausgebildet ist. Die ein Verfahren des Walzenwechselgerüsts ermöglichenden Räder können dann unterhalb des Bodenniveaus der Walzenwechselgrube positioniert sein, so dass dabei von der Walzenwechselgrube aus der untere Auflage- oder Verfahrbereich der Walzenaufnahmebereiche dennoch gut zugänglich bleibt.
Schließlich zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass die Walzenwechselgrube einen den Stützwalzendurchmesser aufnehmenden Verfahrquerschnitt aufweist. Aufgrund dieser Dimensionierung ist es möglich, in und längs der Walzenwechselgrube einen Stützwalzensatz aus der Walzhalle in die Walzenwerkstatt sowie zurück zu verfahren oder zu verschieben/transportieren.
Die Erfindung ist nachstehend anhand einer Zeichnung beispielhaft näher erläu- tert. Diese zeigt in
Fig. 1 eine Querschnittsansicht eines in einer Grube angeordneten Walzenwechselgerüsts, Fig. 1 a eine Querschnittsansicht der senkrecht zum Walzenwechselgerüst angeordneten Walzenwechselgrube mit darin angeordneter Lokomotive,
Fig. 2 das Walzenwechselgerüst in Querschnittsdarstellung mit eingesetztem neuem Stützwalzensatz in Verfahrposition zur Walzenwechselgrube, Fig. 3 in Querschnittsdarstellung das Walzenwechselgerüst mit eingesetztem neuem Stützwalzensatz in einem Walzenaufnahmebereich und den anderen Walzenaufnahmebereich mit eingesetztem altem Arbeitswalzensatz in Verfahrposition zur Walzenwechselgrube,
Fig. 4 in Querschnittsdarstellung einen Walzenaufnahmebereich mit eingesetztem neuem Stützwalzensatz und einen Walzenaufnahmebereich mit eingefahrenem altem Stützwalzensatz Fig. 5 in Querschnittsdarstellung einen Walzenaufnahmebereich mit eingesetztem alten Stützwalzensatz und den anderen Walzenaufnahmebereich mit eingesetztem neuem Arbeitswalzensatz in Verfahrposition und in Fig. 6 in Querschnittsdarstellung den Walzenaufnahmebereich mit eingesetztem altem Stützwalzensatz in Demontageposition.
In nicht dargestellter Art und Weise befindet sich in einer Walzhalle eine min- destens ein Walzgerüst aufweisende Walzanlage oder Walzstraße. Dieses mindestens eine Walzgerüst weist einen Satz Arbeitswalzen und einen Satz Stützwalzen auf. Von diesem Walzgerüst geht quer und senkrecht zur Walzrichtung der Walzanlage bzw. des Walzgerüstes eine von der Walzhalle mit dem Walzgerüst in eine Walzenwerkstatt führende Walzenwechselgrube 1 aus, de- ren walzenwerkstattseitiger Endbereich in Fig. 1 a im Querschnitt dargestellt ist. In der Walzenwechselgrube 1 ist eine hydraulisch bewegte Lokomotive 2 in üblicher Weise längsverschiebbar angeordnet, wobei die Verschiebungsbewegung beispielsweise mittels eines Schub- und Zugzylinders mit angeschlossener Schub- und Zugstange erfolgt. Die Lokomotive 2 weist sowohl ein Kupplungs- oder Ankopplungselement 3 zur Ankopplung der Lokomotive 2 an einen aus dem Walzgerüst heraus geschobenen oder in diesen hinein zu schiebenden Arbeitswalzensatz 4a, 4b als auch weitere Kupplungs- oder An- kopplungselemente 5a, 5b auf, welche an einen aus dem Walzgerüst heraus gefahrenen Stützwalzensatz 6a oder an einen in das Walzgerüst einzufahrenden Stützwalzensatz 6b ankuppelbar sind. Wie aus dem linken Teilbild der Figur 1 a, aber insbesondere aus der Figur 1 ersichtlich ist, ist in der Walzenwerkstatt eine Grube 7 ausgebildet, auf deren Boden ein Walzenwechselgerüst 8 quer zur Walzenwechselgrube 1 und diese querend verfahrbar ist. Hierzu ist das Walzenwechselgerüst 8 unterseitig mit Laufrädern 9 versehen, die auf auf dem Boden der Grube 7 angeordneten Schienen 10 rollen. Auf diesen Schienen 10 ist das Walzenwechselgerüst 8 mit Hilfe einer angekoppelten Zug- und Druckstange 1 1 , die mittels eines Hydraulikzylinders 12 bewegbar ist, verfahrbar. In der Grube 7 ist das Walzenwechselgerüst 8 von einer in Figur 1 dargestellten rechten Position in eine in Figur 2 dargestellte linke Position hin und her und damit sowohl in als auch gegen die Walzrichtung des Walzgerüstes verfahrbar.
Das Walzenwechselgerüst 8 weist zwei querschnittlich im Wesentlichen U- förmig ausgebildete Walzenaufnahmebereiche 13, 14 auf, die so weit voneinander beabstandet sind, dass von ihnen sowohl Stützwalzensätze als auch Ar- beitswalzensätze zur gleichen Zeit aufgenommen und gehalten werden können. Jeder Walzenaufnahmebereich 13, 14 weist einen auf dem Arbeitswalzenwech- selniveau 20 des Walzgerüstes angeordneten oberen Auflage- oder Verfahrbe- reich 15, 16 auf, der jeweils aus auf gegenüberliegenden Randbereichen des jeweiligen Walzenaufnahmebereiches 13, 14 angeordneten, in Richtung der Walzenwechselgrube 1 ausgerichteten Schienenstränge besteht. Auf diesen Schienensträngen bzw. oberen Auflage- oder Verfahrbereichen 15, 16 sind Arbeitswalzensätze 4a, 4b verfahrbar aufsetzbar. Insofern bilden diese oberen Auflage- oder Verfahrbereiche 15, 16 Auflageflächen für die Aufnahme von Arbeitswalzen oder Arbeitswalzensätzen 4a, 4b. Weiterhin weisen die Walzenauf- nahmebereiche 13, 14 unterhalb der oberen Auflage- oder Verfahrbereiche 15, 16 angeordnete und ausgebildete untere Auflage- oder Verfahrbereiche 17, 18 auf, die auf dem Stützwalzenwechselniveau 19 des Walzengerüstes sowie auf Höhe des von diesem Stützwalzenwechselniveau 19 gebildeten Verfahrniveaus der Walzenwechselgrube 1 und damit der darin verfahrenen Lokomotive 2 angeordnet sind. Damit sind die unteren Auflage- oder Verfahrbereiche 17, 18, die Auflageflächen für die Aufnahme von Stützwalzen oder Stützwalzensätzen 6a, 6b ausbilden, in eine Be- und/oder Verfahrposition zur Walzenwechselgrube 1 bringbar, in welcher der jeweils der Walzenwechselgrube 1 zugeordnete Walzenaufnahmebereich 13, 14 von der Lokomotive 2 befahrbar ist, wie dies in Figur 1 dargestellt ist. In dieser dargestellten Position ist die Lokomotive 2 in den im Bild rechten Walzenaufnahmebereich 14 eingefahren und fährt auf diese Weise den über das Kupplungs- oder Ankopplungselement 3 angekoppelten neuen Arbeitswalzensatz 4b von dem Walzenwechselgerüst 8 zu dem Walzgerüst. Wie aus den Figuren 1 und 1 a ersichtlich ist, befindet sich das Bodenniveau der Grube 7 unterhalb des Bodenniveaus der Walzenwechselgrube 1 . Wie in den weiteren Figuren 3-6 dargestellt ist, sollen in dem Walzenwechselgerüst 8 Stützwalzensätze 6a, 6b handhabbar positioniert werden, die mittels der Lokomotive 2 in jeweils einen der Aufnahmebereiche 13, 14 eingefahren und/oder aus einem der Walzenaufnahmebereiche 13, 14 ausgefahren werden. Zu dem Walzgerüst hin oder von den Walzgerüst weg werden die Stützwalzensätze 6a, 6b in der Walzenwechselgrube 1 ebenso wie die Arbeitswalzensätze 4a, 4b mittels der Lokomotive 2 verfahren, weshalb die Walzenwechselgrube 1 einen den Stützwalzendurchmesser aufnehmenden Verfahrquerschnitt aufweist.
Die Figur 2 zeigt das Walzenwechselgerüst 8 mit einem in den Walzenaufnahmebereich 14 eingesetzten neuen Stützwalzensatz 6b, der in dieser Position in der Walzenwerkstatt montiert wird . Das Walzenwechselgerüst 8, auch als Wechselplattform oder Querverschiebeplattform bezeichnet, befindet sich in einer Position, in welcher der Walzenaufnahmebereich 14 in fluchtender Deckung zur Walzenwechselgrube 1 positioniert ist, so dass das Walzenwechselgerüst 8 in einer Be- und/oder Verfahrposition zur Walzenwechselgrube 1 posi- tioniert ist. In dieser Position könnte der Stützwalzensatz 6b nun an die Lokomotive angekoppelt und von dieser längs der Walzenwechselgrube 1 zum Walzgerüst gezogen werden. Sollte während der Montage des Stützwalzensatzes 6b ein Arbeitswalzen-Walzenwechsel erforderlich sein, so wird das Walzenwechselgerüst 8 in die in Figur 3 dargestellte Position verschoben. In dieser Position befindet sich der neue Stützwalzensatz 6b nun in einer Warteposition und ist der Walzenaufnahmebereich 13 in einer Be- und/oder Verfahrposition zur Walzenwechselgrube 1 positioniert. Von der Lokomotive 2 wird dann der auszutauschende, alte Arbeitswalzensatz 4a vom Walzgerüst kommend in den Aufnahmebereich 13 bzw. den oberen Auflage- oder Verfahrbereich 15 eingefahren. In dieser Position wird der Arbeitswalzensatz 4a dann vom Hallenkran der Walzenwerkstatt vom Walzenwechselgerüst 8 abgenommen. Außerdem ist es in der in Figur 3 dargestellten Warteposition des neuen Stützwalzensatzes 6b möglich, den auszutauschenden, alten Stützwalzensatz 6a längs der Walzenwechselgrube 1 vom Walzgerüst kommend in den Walzenaufnahmebereich 1 3 des Walzenwechselgerüstes 8 einzufahren. Nach Positionierung des alten Stützwalzensatzes 6a in dem Walzengerüst 8 wird dieses nun in die in Figur 4 dargestellte Position querverschoben. Nun ist es möglich, den neuen Stützwalzensatz 6b längs der nun mit dem Walzenaufnahmebereich 14 fluchtenden Walzenwechselgrube zum Walzgerüst in die Walzhalle zu verfahren.
Bei einem Arbeitswalzensatzwechsel wird anschließend, wie dies in Figur 5 dar- gestellt ist, auf den oberen Auflage- oder Verfahrbereich 16 des Walzenaufnahmebereiches 14 ein neuer Arbeitswalzensatz 4b mit dem Kran abgesetzt. Dieser neue Arbeitswalzensatz 4b wird dann mittels der in Figur 5 nicht dargestellten Lokomotive ebenfalls zum Walzgerüst verschoben und kann dann in das Walzgerüst eingesetzt werden.
Anschließend wird das Walzenwechselgerüst 8 in die in Figur 6 dargestellte Position verfahren, in der es dann möglich ist, den alten Stützwalzensatz 6b in der Walzenwerkstatt zu demontieren . Sollte während der Demontage des Stützwalzensatzes 6b wiederum ein Arbeitswalzen-Walzenwechsel erforderlich sein, wird das Walzenwechselgerüst 8 wiederum querverschoben, so dass dann der Aufnahmebereich 14 mit der Walzenwechselgrube 1 in Be- und/oder Verfahrposition fluchtend zur Deckung gebracht ist. Der dann von der Lokomotive 2 auf den oberen Auflage- oder Verfahrbereich 16 des Walzenaufnahmebereiches 14 verfahrene Arbeitswalzensatz (alter Arbeitswalzensatz 4a) wird mit dem Kran abgehoben. Auf demselben Wege wird mit dem Walzenwerkstatthal- lenkran danach ein neuer Arbeitswalzensatz 4a auf den oberen Auflage- oder Verfahrbereich 16 des Walzenaufnahmebereiches 14 aufgesetzt, so dass dieser mittels der Lokomotive 2 längs der Walzenwechselgrube 1 zum Walzgerüst verfahren werden kann. Anschließend kann der alte Stützwalzensatz 6b in der in Figur 5 gezeigten Position demontiert werden oder auch wieder in die in Figur 6 dargestellte Position verschoben und dort weiter demontiert werden.
