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Title:
DEVICE FOR HANDLING VALUE DOCUMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/086157
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (10) for handling value documents, said device having at least one cash box (14a) for receiving value documents and at least one separating module (16a) for removing value documents from the cash box (14a). The separating module (16a) is disposed separately from the cash box (14a) and comprises at least one transporting element (30a to 30c, 34 to 38) for transporting value documents. In a first operating state, the transporting element (30a to 30c, 34 to 38) is rotatable in a first rotational direction in order to remove at least one value document from the cash box (14a) using a drive unit. In a second operating state, the transporting element (30a to 30c, 34 to 38) is rotatable in a second rotational direction opposite the first rotational direction in order to return a value document which is present in a dispensing area into the cash box (14a) using the drive unit. The separating module (16a) further has at least one returning element (50) which is rotatable from a first position into a second position in the second operating state in order to return the value document which is present in the dispensing area using the drive unit.

Inventors:
HEIMANN, Peter (Freiheit 2, Salzkotten, 33154, DE)
GEESMEIER, Andreas (Rosenstraße 41a, Bad Wünnenberg, 33181, DE)
DÜSTERHUS, Richard (Dirksfeld 45, Paderborn, 33106, DE)
Application Number:
EP2011/050462
Publication Date:
July 21, 2011
Filing Date:
January 14, 2011
Export Citation:
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Assignee:
WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH (Heinz-Nixdorf-Ring 1, Paderborn, 33106, DE)
HEIMANN, Peter (Freiheit 2, Salzkotten, 33154, DE)
GEESMEIER, Andreas (Rosenstraße 41a, Bad Wünnenberg, 33181, DE)
DÜSTERHUS, Richard (Dirksfeld 45, Paderborn, 33106, DE)
International Classes:
G07D11/00; G07F19/00
Attorney, Agent or Firm:
SCHAUMBURG, THOENES, THURN, LANDSKRON, ECKERT (Postfach 86 07 48, München, 81634, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen,

mit mindestens einer Geldkassette (14a) zur Aufnahme von Wertscheinen, und

mit mindestens einem Vereinzelungsmodul (16a) zur Entnahme von Wertscheinen aus der Geldkassette (14a) ,

wobei das Vereinzelungsmodul (16a) getrennt von der Geldkassette (14a) angeordnet ist,

das Vereinzelungsmodul (16a) mindestens ein Transportelement (38) zum Transport von Wertscheinen umfasst,

in einem ersten Betriebszustand das Transportelement (38) zur Entnahme mindestens eines Wertscheins aus der Geldkassette (14a) mit Hilfe einer Antriebseinheit in eine erste Drehrichtung drehbar ist, und

in einem zweiten Betriebszustand zum Rücktransport eines in einem Ausgabebereich vorhandenen Wertscheins in die Geldkassette (14a) das Transportelement (38) mit Hilfe der Antriebseinheit in eine der ersten Drehrichtung entgegengerichtete zweite Drehrichtung drehbar ist ,

dadurch gekennzeichnet, dass das Vereinzelungsmodul (16a) mindestens ein Rücktransportelement (50) um- fasst, das im zweiten Betriebszustand mit Hilfe der Antriebseinheit zum Rücktransport des im Ausgabebereich vorhandenen Wertscheins von einer ersten Position in eine zweite Position drehbar ist.

2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransportelement (50) mindestens ein Flügelrad umfasst.

3. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransport - element (50) im ersten Betriebszustand in der ersten Position angeordnet ist, dass das Rücktransportelement (50) im zweiten Betriebszustand von der ersten Position in die zweite Drehrichtung in die zweite Position drehbar ist, und dass das Rücktransportelement (50) beim Drehen von der ersten Position in die zweite Position einen im Ausgabebereich vorhandenen Wertschein kontaktiert und in einen Aufbewahrungsbereich der Geldkassette (14a) zurücktransportiert.

4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransportelement (50) automatisch von der ersten in die zweite Position bewegt wird.

5. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransportelement (50) beim Übergang vom zweiten in den ersten Betriebszustand mit Hilfe der Antriebseinheit von der zweiten Position in die erste Position drehbar ist.

6. Vorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransportelement (50) beim Übergang vom zweiten in den ersten Betriebszustand mit Hilfe der Antriebseinheit automatisch von der zweiten Position in die erste Position gedreht wird.

7. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransportelement (50) zwischen der ersten und der zweiten Position um einen Winkel im Bereich zwischen 120° und 240°, vorzugsweise im Bereich zwischen 160° und 200°, gedreht ist .

8. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit eine zentrale Antriebseinheit der Vorrichtung (10) ist, die getrennt vom Vereinzelungsmodul (16a) angeordnet ist.

9. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Geldkassette (14a) eine erste Geldkassette und das Vereinzelungsmodul (16a) ein erstes Vereinzelungsmodul ist, dass die Vorrichtung (10) mindestens eine zweite Geldkassette (14b) und mindestens ein zweites Vereinzlungsmodul (16b) umfasst, dass das zweite Vereinzelungsmodul (16b) baugleich mit dem ersten Vereinzelungsmodul (16a) ist, und dass zumindest das Rücktransportelement (50) des zweiten Vereinzelungsmoduls (16b) von der Antriebseinheit angetrieben ist .

10. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransport - element (50) über eine Schlingfederkupplung (58) mit der Antriebseinheit verbunden ist.

11. Vorrichtung (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlingfederkupplung (58) eine Schlingfeder (60) umfasst, die auf einer von der Antriebseinheit antreibbaren Welle (18) angeordnet ist, dass ein die Wicklung (62) der Schlingfeder (60) bildender Draht einen ersten Endbereich (64) und einen dem ersten Endbereich (64) entgegengesetzten zweiten Endbereich (66) hat, dass der erste Endbereich (64) mit einem von der Welle (18) abstehenden ersten Kon- taktbereich (78) in Wirkung steht und der zweite Endbereich (66) mit einem von der Welle (18) abstehenden zweiten Kontaktbereich (72) in Wirkung steht, dass in der ersten Position des Rücktransportelements (50) der erste Kontaktbereich (78) einen ortsfesten ersten Anschlag (74) kontaktiert, so dass die Wicklung (62) der Schlingfeder (60) geöffnet wird und die Welle (18) relativ zur Schlingfeder (60) in die erste Richtung drehbar ist, und dass in der zweiten Position des Rücktransportelements (50) der zweite Kontaktbereich (72) einen ortsfesten zweiten Anschlag (84) kontaktiert, so dass die Wicklung (62) der Schlingfeder (60) geöffnet wird und die Welle (18) relativ zur Schlingfeder (60) in die zweite Richtung drehbar ist.

Vorrichtung (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlingfeder (60) , wenn sie am ersten Anschlag (74) anliegt, beim Drehen der Welle (18) in die zweite Richtung aufgrund der zwischen der Wicklung (62) und der Welle (18) wirkenden Reibung mit der Welle (18) mitgedreht wird, bis der zweite Kontaktbereich (72) am zweiten Anschlag (84) anliegt, und/oder dass die Schlingfeder (60) , wenn sie am zweiten Anschlag (84) anliegt, beim Drehen der Welle (18) in die erste Richtung aufgrund der zwischen der Wicklung (62) und der Welle (18) wirkenden Reibung mit der Welle

(18) mitgedreht wird, bis der erste Kontaktbereich

(78) am ersten Anschlag (74) anliegt. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (18) eine erst Welle ist, dass die Schlingfeder (60) mit einem eine erste Zahnung (86) aufweisenden ersten Verbindungsele ment (76) drehfest verbunden ist, dass die erste Zahnung (86) des ersten Verbindungselementes (76) mit ei ner zweiten Zahnung eines drehfest auf einer zweiten Welle (20) angeordneten zweiten Verbindungselements (88) in Eingriff ist, dass auf der zweiten Welle (20) ein eine dritte Zahnung aufweisendes drittes Verbindungselement (90) drehfest angeordnet ist, dass das Rücktransportelement (50) eine vierte Zahnung (92) aufweist, und dass die dritte Zahnung und die vierte Zahnung (92) miteinander in Eingriff sind.

Vorrichtung (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransportelement (50) drehbar auf einer mit Hilfe der Antriebseinheit antreibbaren dritten Welle (24) gelagert ist.

Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rücktransport - element (50) ein erstes Rücktransportelement ist, und dass die Vorrichtung (10) mindestens ein, vorzugsweise baugleich zum ersten Rücktransportelement (50) ausgebildetes, zweites Rücktransportelement (52) umfasst.

Description:
Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen, die mindestens eine Geldkassette zur Aufnahme von Wertscheinen und mindestens ein Vereinzelungsmodul zur Entnahme von Wertscheinen aus dieser Geldkassette umfasst. Das Vereinzelungsmodul ist getrennt von der Geldkassette angeordnet, so dass die Geldkassette der Vorrichtung entnommen werden kann, wobei das Vereinzelungsmodul in der Vorrichtung verbleibt. Das Vereinzelungsmodul umfasst mindestens ein Transportelement zum Transport der Wertscheine, wobei dieses zur Entnahme mindestens eines Wertscheins aus der Geldkassette in einem ersten Betriebszustand mit Hilfe einer Antriebseinheit in eine erste Drehrichtung drehbar ist und zum Rücktransport eines in einem Ausgabebereich vorhandenen Wertscheins in die Geldkassette mit Hilfe der Antriebseinheit in eine der ersten Drehrichtung

entgegengerichtete zweite Drehrichtung drehbar ist.

Bei der Vorrichtung handelt es sich insbesondere um einen Auszahlungsgeldautomaten, bei dem in mindestens einer Geldkassette des Geldautomaten aufgenommene Wertscheine einer Bedienperson ausgezahlt werden können. Bei solchen reinen Auszahlungsgeldautomaten können keine Geldscheine eingezahlt werden. Bei bekannten Auszahlungsgeldautomaten werden spezielle Geldkassetten verwendet, die nur für den Gebrauch in reinen Auszahlungsgeldautomaten vorgesehen sind. Die Geldkassette umfasst einen Rückzugsbügel, mit dessen Hilfe ein im Ausgabebereich vorhandener Wertschein vor der Ent- nähme der Geldkassette aus dem Geldautomaten zurück in den Auf ewahrungsbereich der Geldkassette transportiert wird, so dass dieser bei der Entnahme der Geldkassette nicht herausfallen kann. Bei den bekannten Auszahlungsgeldautomaten, bei denen spezielle Geldkassetten verwendet werden, wird dieser Rückzugsbügel durch eine translatorische Bewegung verfahren. Dadurch wird ein den im Ausgabebereich vorhandener Wertschein zurück in die Geldkassette transportiert .

In neuen Auszahlungsgeldautomaten hingegen werden die gleichen Geldkassetten eingesetzt , die auch in Recyclinggeldautomaten eingesetzt werden. Als Recyclinggeldautomaten werden Geldautomaten bezeichnet, in die sowohl Wertscheine ein- als auch ausgezahlt werden können. Durch eine solche universelle verwendbare Geldkassette wird insbesondere ein Cash-Cycle-Management zweiter Ordnung ermöglicht, bei dem Geldkassetten direkt zwischen Geldautomaten ausgetauscht werden ohne dass diese zuvor einem Cash-Center zugeführt werden, in dem die Geldkassette entleert und neu befüllt werden. Diese Geldkassetten umfassen jeweils eine Rückzugsklappe, die zum Rücktransport im Ausgabebereich vorhandener Wertscheine in die Geldkassette rotatorisch bewegt wird. Nachteilig an der rotatorischen Bewegung ist, dass hierdurch nicht zuverlässig gewährleistet werden kann, dass ein in dem Ausgabebereich vorhandener Wertschein zuverlässig wieder in den Aufbewahrungsbereich der Geldkassette zurücktransportiert wird. Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen anzugeben, die einfach und kostengünstig aufgebaut ist und bei der ein im Ausgabebereich vorhandener Wertschein zuverlässig der Geldkassette zuführbar ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben .

Durch das Vorsehen eines Rücktransportelementes, dass im zweiten Betriebszustand in von einer ersten Position und eine zweite Position drehbar ist, wird erreicht, dass ein im Ausgabebereich der Geldkassette vorhandener Wertschein durch den Kontakt mit dem Rücktransportelement beim Drehen des Rücktransportelementes von der ersten in die zweite Position zurück in den Aufbewahrungsbereich der Geldkassette transportiert wird. Somit ist sichergestellt, dass dieser Wertschein bei der Entnahme der Geldkassette aus der Vorrichtung nicht hinausfallen kann und ordnungsgemäß dem im Aufbewahrungsbereich vorhandenen Wertscheinstapel zugeführt wird, so dass die Geldkassette beim Einsetzen in dieselbe oder einer anderen Vorrichtung zur Handhabung von Wert- scheinen ordnungsgemäß betrieben werden kann und ihr Wert- scheine entnommen und/oder zugeführt werden können. Das Rücktransportelement ist insbesondere zusätzlich zu der Rückzugsklappe der Geldkassette vorgesehen. Es ist besonders vorteilhaft, wenn das Rücktransportelement mit Hilfe derselben Antriebseinheit von der ersten in die zweite Po- sition gedreht wird, mit deren Hilfe auch das Transportelement des Vereinzelungsmoduls angetrieben wird. Die Antriebseinheit umfasst insbesondere einen Elektro- und/oder Schrittmotor. Die Antriebseinheit wird zum Drehen des

Transportelementes in die erste Drehrichtung in einer ersten Antriebsrichtung und zum Drehen des Transportelementes in die zweite Drehrichtung in eine zweite Antriebsrichtung betrieben. Die Antriebseinheit wird zum Drehen des Rücktransportelementes von der ersten Position in die zweite Position vorzugsweise ebenfalls in die zweite Antriebsrichtung betrieben. Insbesondere wird das Rücktransportelement beim Drehen von der ersten Position in die zweite Position in die zweite Richtung gedreht .

Das Rücktransportelement umfasst vorzugsweise mindestens ein Flügelrad. Das Flügelrad wiederum hat insbesondere mindestens einen Flügel, mit dessen Hilfe es beim Drehen von der ersten Position in die zweite Position den in dem Ausgabebereich vorhandenen mindestens einen Wertschein kontaktiert und diesen zurück in den Aufbewahrungsbereich der Geldkassette transportiert. Der Flügel des Flügelrades ist insbesondere starr ausgebildet und wird auch als Paddel bezeichnet. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Flügelräder angeordnet, so dass der Wertschein über seine Länge gleichmäßig zurück in die Geldkassette transportiert wird.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Rücktransportelement im ersten Betriebszustand in einer ersten Position angeordnet, in der Wertscheine aus der Geldkassette entnommen werden können, ohne dass diese beim Transport von dem Rücktransportelement kontaktiert werden. Somit ist sichergestellt, dass die Wertscheine bei der Entnahme aus der Geldkassette durch das Vereinzelungsmodul nicht durch das Rücktransportelement behindert werden, wodurch eventuell Wertscheinstaus entstehen könnten. Das Rücktransportelement wird im zweiten Betriebszustand von der ersten Position in die zweite Drehrichtung in die zweite Position gedreht, wobei es den im Ausgabebereich vorhandenen Wertschein kontaktiert und in den Aufbewahrungsbereich der Geldkassette zurücktransportiert.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn das Rücktransportelement automatisch von der ersten in die zweite Position bewegt wird. Das Rücktransportelement wird insbesondere dann automatisch von der ersten in die zweite Position bewegt, wenn vom ersten Betriebszustand in den zweiten Betriebszustand umgeschaltet wird. Durch das automatische Bewegen des Rücktransportelementes von der ersten in die zweite Position wird sichergestellt, dass im Ausgabebereich vorhandene Wertscheine vor der Entnahme der Geldkassette aus der Vorrichtung zuverlässig in den Aufbewahrungsbereich zurücktransportiert werden.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Rücktransportelement beim Übergang vom zweiten in den ersten Betriebszustand mit Hilfe der Antriebseinheit von der zweiten Position in die erste Position drehbar ist. Hiermit wird sichergestellt, dass im ersten Betriebszustand wiederum Wertscheine aus der Geldkassette mit Hilfe des Vereinzelungsmoduls entnommen werden können, ohne dass diese beim Transport durch das in der zweiten Position angeordnete Rücktransportelement behindert werden könnten. Es ist besonders vorteilhaft, wenn das Rücktransportelement beim Übergang vom zweiten in den ersten Betriebszustand automatisch von der zweiten in die erste Position gedreht wird, so dass die Anordnung des Rücktransportelementes in der ersten Position im ersten Betriebszustand sichergestellt ist.

Das Rücktransportelement ist zwischen der ersten und der zweiten Position insbesondere um einen Winkel im Bereich zwischen 120° und 240°, vorzugsweise im Bereich zwischen 160° und 200° gedreht. Hierdurch wird sichergestellt, dass ein im Ausgabebereich vorhandener Wertschein über eine ausreichend lange Strecke geführt wird und somit sicher und zuverlässig dem Aufbewahrungsbereich zugeführt wird.

Die Antriebseinheit ist insbesondere eine zentrale Antriebseinheit der Vorrichtung, die getrennt vom Vereinzelungsmodul angeordnet ist. Mit Hilfe dieser Antriebseinheit werden insbesondere eine Vielzahl der für die Auszahlung von Wertscheinen benötigten Transportelemente, vorzugsweise alle Transportelemente der Vorrichtung, angetrieben. Durch das Antreiben des Transportelementes des Vereinzelungsmoduls durch eine Zentralantriebseinheit der Vorrichtung wird erreicht, dass das Vereinzelungsmodul keine eigene Antriebseinheit zum Transport von Wertscheinen umfassen muss, so dass der Aufbau vereinfacht wird, weniger Bauraum benötigt wird und Kosten eingespart werden. Bei einer bevorzugen Ausführungsform der Erfindung ist die Geldkassette eine erste Geldkassette und das Vereinzelungsmodul ein erstes Vereinzelungsmodul . Die Vorrichtung um- fasst mindestens eine zweite Geldkassette und mindestens ein zweites Vereinzelungsmodul, vorzugsweise mehrere weitere Geldkassetten und mehrere weitere Vereinzelungsmodule, wobei jeder Geldkassette ein Vereinzelungsmodul zugeordnet ist und die Vereinzelungsmodule insbesondere baugleich ausgebildet sind. Jedes der Vereinzelungsmodule hat zumindest ein Rücktransportelement, das ebenfalls von der Antriebseinheit angetrieben ist.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Rücktransportelement über eine Schlingfederkupplung mit der Antriebseinheit verbunden. Über diese Schlingfederkupplung wird sichergestellt, dass sich das Rücktransportelement nur im zweiten Betriebszustand zum Rücktransport des im Ausgabebereich vorhandenen Wertscheins von der ersten in die zweite Position bewegt und sich nur beim Übergang vom zweiten in den ersten Betriebszustand von der zweiten in die erste Position bewegt und sich ansonsten das Transportelement, und eventuell weitere vorhandene Transportelemente zum Transport der Wertscheine, unabhängig vom Rücktransportelement bewegen können, ohne dass sie das Rücktransportelement mitbewegt .

Die Schlingfederkupplung umfasst insbesondere eine Schlingfeder, die auf einer von der Antriebseinheit antreibbaren Welle angeordnet ist und die einen eine Wicklung bildenden Draht umfasst, der einen ersten Endbereich und einen dem ersten Endbereich entgegengesetzten zweiten Endbereich hat. Der erste Endbereich ist über einen von der Welle abstehenden ersten Kontaktbereich mit einem ortsfesten ersten Anschlag in Eingriff bringbar und der zweite Endbereich ist über einen von der Welle abstehenden zweiten Kontaktbereich mit einem ortsfesten zweiten Anschlag in Eingriff bringbar. In der ersten Position des Rücktransportelementes kontaktiert der Kontaktbereich den ortsfesten ersten Anschlag, so dass die Wicklung der Schlingfeder geöffnet wird und die Welle relativ zur Schlingfeder in die erste Richtung drehbar ist. In der zweiten Position des Rücktransportelementes kontaktiert der zweite Kontaktbereich den zweiten Anschlag, so dass die Wicklung der Schlingfeder geöffnet wird und die Welle relativ zur Schlingfeder in die zweite Richtung drehbar ist. Hierdurch wird erreicht, dass über die Schlingfederkupplung das Rücktransportelement nur so lange gedreht wird, bis es von der ersten Position in die zweite Position gedreht ist beziehungsweise umgekehrt nur so lange gedreht wird, bis es von der zweiten Position in die erste Position gedreht ist. Durch die Schlingfederkupplung wird dies durch einen einfachen und kostengünstigen Aufbau erzielt.

Der erste Endbereich und der erste Kontaktbereich sowie der zweite Endbereich und der zweite Kontaktbereich können insbesondere einstückig ausgebildet sein, vorzugsweise indem der erste Endbereich von der Feder abstehend ist und in der ersten Position den ersten Anschlag kontaktiert. Ebenso können der zweite Endbereich und der zweite Kontaktbereich einstückig ausgebildet sein, insbesondere indem der zweite Endbereich von der Welle absteht. Alternativ kann der erste Kontaktbereich durch ein auf den ersten Endbereich aufgesetztes Element ausgebildet sein, welches drehfest mit der Schlingfeder und starr mit dem ersten Endbereich verbunden ist und welches in der ersten Position den ersten Anschlag kontaktiert. Ebenso kann der zweite Endbereich der Schlingfeder mit einem auf ihm aufgesetzten zweiten Element starr verbunden sein, welches in der zweiten Position den zweiten Anschlag kontaktiert und drehfest mit der Schlingfeder verbunden ist. Unter Öffnen der Wicklung wird insbesondere verstanden, dass keine Reibung mehr zwischen der Wicklung und der Welle besteht, beziehungsweise die Reibung so gering ist, dass die Welle relativ zur Schlingfeder gedreht werden kann.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Schlingfeder, wenn sie am ersten Anschlag anliegt, beim Drehen der Welle in die zweite Richtung aufgrund der zwischen der Wicklung und der Welle wirkenden Reibung mit der Welle mitgedreht wird, bis der zweite Kontaktbereich am zweiten Anschlag anliegt, und/oder wenn die Schlingfeder, wenn sie am zweiten Anschlag anliegt, beim Drehen der Welle in die erste Richtung aufgrund der zwischen der Wicklung und der Welle wirkenden Reibung mit der Welle mitgedreht wird, bis der erste Kontaktbereich am ersten Anschlag anliegt. Auf diese Weise wird erreicht, dass das Rücktransportelement beim Übergang vom zweiten in den ersten Betriebszustand automatisch von der ersten in die zweite Position bewegt wird und beim zweiten Betriebszustand automatisch von der ersten in die zweite Position bewegt wird. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Welle eine erste Welle und die Schlingfeder ist drehfest mit einem eine ersten Zahnung aufweisenden ersten Verbindungselement verbunden. Die erste Zahnung des ersten Verbindungselementes ist mit einer zweiten Zahnung eines drehfest auf einer zweiten Welle angeordneten zweiten Verbindungselementes in Eingriff. Ferner ist auf der zweiten Welle ein eine dritte Zahnung aufweisendes drittes Verbindungselement drehfest angeordnet, wobei die dritte Zahnung mit einer vierten Zahnung des Rücktransportelementes in Eingriff ist. Die dritte Welle ist insbesondere mit Hilfe der Antriebseinheit antreibbar, wobei das Rücktransport- element drehbar auf der dritten Welle gelagert ist. Hierdurch wird erreicht, dass das Rücktransportelement nicht automatisch bei einem Drehen der dritten Welle mitgedreht wird. Durch die gesamte zuvor beschriebene Ausführungsform wird erreicht, dass sowohl die Schlingfeder als auch das Rücktransportelement auf Wellen angeordnet sein können, auf denen auch Transportelemente zum Transport der Wertscheine, insbesondere Transportrollen, angeordnet sind, die drehfest mit den entsprechenden Welle verbunden sind. Durch die zweite Welle ist eine Zwischenwelle ausgebildet, die über die Kupplung mit der Schlingfeder das Rücktransportelement nur dann zwischen der ersten und der zweiten Position verdreht, wenn dies auch notwendig ist.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Rücktransportelement ein erstes Rücktransportelement ist und wenn die Vorrichtung mindestens ein, vorzugsweise baugleich ausgebildetes, zweites Rücktransportelement umfasst. Hierdurch wird erreicht, dass die Wertscheine gleichmäßig zurücktransportiert werden und ein Verkanten und/oder Kippen der Wert- scheine und somit eventuelle Wertscheinstaus vermieden werden .

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, die die Erfindung in Zusammenhang mit den beigefügten Figuren anhand von Ausführungs- beispielen näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines Auszahlungsgeldautomaten mit eingesetzten Geldkassetten;

Figur 2 eine schematische Darstellung des Auszahlungsgeldautomaten nach Figur 1 mit entnommenen Geldkassetten;

Figur 3 eine schematische perspektivische Darstellung eines Vereinzelungsmoduls des Auszahlungsgeldautomaten nach den Figuren 1 und 2 ; eine schematische perspektivische Darstellung des Vereinzelungsmoduls nach der Figur 3 in einem ersten Betriebszustand;

eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts des Vereinzelungsmoduls nach den Figuren 3 und 4 im ersten Betriebszustand;

eine schematische perspektivische Darstellung des Vereinzelungsmoduls nach den Figuren 3 bis 5 in einem zweiten Betriebszustand;

eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts des Vereinzelungsmoduls nach den Figuren 4 bis 6 mit Blick auf eine Schlingfederkupplung im ersten Betriebszustand;

eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts des Vereinzelungsmoduls nach den Figuren 3 bis 7 im ersten Betriebszustand mit Blick auf die Schlingfeder der Schlingfederkupplung ;

eine schematische perspektivische Darstellung der Schlingfeder nach Figur 8; Figur 10 eine schematische perspektivische Darstellung eines Aufsatzes;

Figur 11 eine schematische perspektivische Darstellung eines Verbindungselementes der Schlingfederkupplung ;

Figur 12 eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts des Vereinzelungsmoduls nach den Figuren 3 bis 8 im zweiten Betriebszustand mit Blick auf die Schlingfeder der Schlingfederkupplung ; und

Figur 13 eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts des Vereinzelungsmoduls im zweiten Betriebszustand mit Blick auf die Schlingfederkupplung .

In Figur 1 ist eine schematische Darstellung einer als Auszahlungsgeldautomat 10 ausgebildeten Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen mit eingesetzten Geldkassetten 14a bis 14d dargestellt. Alternativ kann es sich bei der Vorrichtung 10 auch um eine automatische Tresorkasse und/oder ein automatisches Kassensystem handeln. Ebenso kann die Vorrichtung 10 anstelle eines Auszahlungsgeldautomaten, bei dem ausschließlich Wertscheine ausgezahlt werden können, auch als Recycling-Geldautomat ausgebildet sein, bei dem sowohl Wertscheine ein- als auch ausgezahlt werden können. Insbesondere können bei solchen Recycling-Geldautomaten eingezahlte Wertscheine wieder ausgezahlt werden.

Der Auszahlungsgeldautomat 10 umfasst einen Tresor 12, in dem die vier Geldkassetten 14a bis 14d aufgenommen sind. Jeder Geldkassette 14a bis 14d ist ein Vereinzelungsmodul 16a bis 16d zugeordnet, mit dessen Hilfe die in der Geldkassette 14a bis 14d aufgenommenen Wertscheine entnommen werden können und über einen Transportpfad 19 durch einen Übergabeschlitz 22 des Tresores 12 einem Ausgabefach 21 zur Ausgabe der Wertscheine an eine Bedienperson des Auszahlungsgeldautomaten 10 zugeführt werden können. Die Vereinzelungsmodule 16a bis 16d sind ortsfest in dem Tresor 12 angeordnet und werden nicht zusammen mit den Geldkassetten 14a bis 14d entnommen. Dadurch wird erreicht, dass die Geldkassetten 14a bis 14d keine eigenen Vereinzelungsmodule enthalten müssen, und somit auf aufwendige komplexe Mechanik in den Geldkassetten 14a bis 14d verzichtet werden kann und die Geldkassetten 14a bis 14d dadurch einfach aufgebaut sind und relativ zu ihrer Größe einen großen Aufbewahrungs- bereich zur Aufbewahrung der Wertscheine haben.

In Figur 2 ist eine schematische Darstellung des Auszahlungsgeldautomaten 10 nach Figur 1 bei entnommenen Geldkassetten 14a bis 14d gezeigt. Elemente mit gleichem Aufbau oder gleicher Funktion haben dieselben Bezugszeichen. Bei den Geldkassetten 14a bis 14d handelt es sich insbesondere um Geldkassetten, die nicht nur in Auszahlungsgeldautomaten 10, sondern auch in Recycling-Geldautomaten eingesetzt werden können. Auf diese Weise wird nur eine universell einsetzbare Kassettenart benötigt, wodurch der logistische Aufwand verringert wird und insbesondere ein Cash Cycle Management mit zweiter Ordnung vereinfacht wird und effizienter durchführbar ist. Unter einem Cash Cycle Management mit zweiter Ordnung wird verstanden, wenn Geldkassetten 14a bis 14d einem Geldautomaten 10 entnommen und einem anderen Geldautomaten zugeführt werden, ohne dass die Geldkassetten 14a bis 14d vorher einem Cash Center zugeführt werden und die Wertscheine entnommen werden und die Geldkassetten 14a bis 14d neu bestückt werden. Insbesondere können die Geldkassetten 14a bis 14d zwischen ein- und auszahlungslastigen Geldautomaten ausgetauscht werden.

In Figur 3 ist eine schematische perspektivische Darstellung eines Vereinzelungsmoduls 16a gezeigt. Die anderen drei Vereinzelungsmodule 16b bis 16d sind vorzugsweise baugleich mit dem ersten Vereinzelungsmodul 16a, so dass im Folgenden nur der Aufbau des ersten Vereinzelungsmoduls 16a beschrieben wird und das erste Vereinzelungsmodul 16a allgemein als Vereinzelungsmodul bezeichnet wird. Die Ausführungen gelten entsprechend für die anderen drei Vereinzelungsmodule 16b bis 16d.

Das Vereinzelungsmodul 16a umfasst eine Vielzahl von Wellen, von denen eine erste mit dem Bezugszeichen 18, eine zweite mit dem Bezugszeichen 20, eine dritte mit dem Be- zugszeichen 24, eine vierte mit dem Bezugszeichen 26 und eine fünfte mit dem Bezugszeichen 28 bezeichnet ist. Auf der fünften Welle 28 sind drei Transportrollen 30a bis 30c drehfest angeordnet. Die fünfte Welle 28 ist über ein Zahnrad 32 mit Hilfe einer zentralen Antriebseinheit des Auszahlungsgeldautomaten 10 antreibbar. Bei der zentralen Antriebseinheit handelt es sich insbesondere um einen Elektromotor, insbesondere einen Schrittmotor, der zum Antrieb der Transportelemente aller Vereinzelungsmodule 16a bis 16d des Auszahlungsautomaten 10 und/oder zum Antrieb der entlang des Transportpfades 19 angeordneten Transportelemente zum Transport der Wertscheine zum Ausgabefach 21 dient. Durch das Vorsehen nur einer einzigen zentralen Antriebseinheit, mit dessen Hilfe alle Transportelemente bewegt werden können, wird der Aufbau des Auszahlungsgeldautomaten 10 vereinfacht und die Kosten werden reduziert. Wird die fünfte Welle 28 mit Hilfe der zentralen Antriebseinheit in Richtung des Pfeiles PI gedreht, so werden auch die Transportrollen 30a bis 30c in Richtung des Pfeiles PI gedreht. Die Transportrollen 30a bis 30c kontaktieren einen an der dem Vereinzelungsmodul 16a zugewandten Stirnseite eines in der Geldkassette 14a im Aufbewahrungsbereich aufgenommenen Wertscheinstapels angeordneten Wertschein und transportieren diesen durch den Kontakt zu seiner Oberfläche in Richtung der ersten, zweiten und vierten Welle 18, 20, 26. Der Vorgang wird auch als Abziehen des Wertscheins bezeichnet. Auf der vierten Welle 26 sind ebenfalls eine Vielzahl von Transportelementen, insbesondere Transportrollen, angeordnet, die drehfest mit der vierten Welle 26 verbunden sind. Eines dieser Transportelemente ist beispielhaft mit dem Bezugszeichen 34 bezeichnet. Die vierte Welle 26 ist ebenfalls mit Hilfe der zentralen Antriebseinheit antreibbar. Auch auf der dritten Welle 24 und der ersten Welle 18 sind jeweils mehrere Transportelemente angeordnet, die mit den Bezugszeichen 36 bzw. 38 bezeichnet sind.

Der mit Hilfe der Transportrollen 30a bis 30c abgezogene Wertschein wird in einen zwischen den Transportelementen 34, 36, 38 ausgebildeten Ausgabebereich transportiert, der häufig auch als Ausgabespalt bezeichnet wird. Durch ein Drehen der vierten Welle 26 in Richtung des Pfeiles P2 und ein Drehen der ersten Welle 18 in Richtung des Pfeiles P3 wird der Wertschein weiter transportiert und somit dem Transportpfad 19 zugeführt. Anschließend kann ein weiterer Wertschein von dem Wertscheinstapel der Geldkassette 14a abgezogen werden und durch den Ausgabespalt hindurch transportiert werden.

Zur sicheren Führung der Wertscheine beim Transport durch den Ausgabespalt sind mehrere Führungselemente vorgesehen, von denen eines beispielhaft mit dem Bezugszeichen 40 bezeichnet ist. In den folgenden Figuren sind diese Führungselemente 40 zur übersichtlicheren Darstellung der auf den ersten drei Wellen 18 bis 24 angeordneten Bauteile ausgeblendet .

Die Drehrichtung der zentralen Antriebseinheit und somit die Drehrichtung der Wellen 18 bis 28 ist umkehrbar. Durch das Umkehren der Drehrichtung werden auch die auf den Wellen 18 bis 28 angeordneten Transportelemente 30a bis 30c, 34 bis 38 in die entgegengesetzte Drehrichtung gedreht, so dass ein im Ausgabespalt angeordneter Wertschein zurück in die Geldkassette 14a transportiert wird und wieder dem im Aufbewahrungsbereich vorhandenen Wertscheinstapel zugeführt wird. Dieses Umkehren der Drehrichtung der zentralen Antriebseinheit und somit der Transportelemente 30a bis 30c, 34 bis 38 wird insbesondere durchgeführt, bevor die Geldkassette 14a aus dem Tresor 12 entnommen wird, so dass kein Wertschein bei der Entnahme der Geldkassette 14a hinausfallen kann.

Ferner hat das Vereinzelungsmodul 16a einen Rückhaltebügel 42, auf dem ein Kamm 44 fest angeordnet ist. Der Rückhaltebügel 42 ist mit Hilfe eines Hubmagneten 46 in Richtung des Doppelpfeiles P4 um eine Drehachse schwenkbar, d.h.

rotatorisch bewegbar, und dient dazu, dass bei der Entnahme eines Wertscheins aus der Geldkassette 14a ein in der Stapelreihenfolge auf den zu entnehmenden Wertschein folgender mitabgezogener Wertschein gegen die als Gegenlaufrollen dienenden Transportelemente 36 gedrückt wird. Hierdurch wird der mitabgezogene Wertschein wieder zurück in die Geldkassette 14a transportiert und nicht zusammen mit dem zu entnehmenden Wertschein dem Transportpfad 18 zugeführt. Auf diese Weise werden Mehrfachabzüge verhindert. Der Kamm 44 ist insbesondere derart ausgebildet, dass es mehrere Führungsfinger umfasst, von denen einer beispielhaft mit dem Bezugszeichen 48 bezeichnet ist, und wobei diese Führungsfinger 48 in einer abgeschwenkten Position zwischen den Transportelementen 34 der vierten Welle 26 angeordnet sind . Figur 4 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung des Vereinzelungsmoduls 16a in einem ersten Betriebszustand. Der erste Betriebszustand ist derjenige Betriebszustand, bei dem mit Hilfe des Vereinzelungsmoduls 16a Wertscheine aus der Geldkassette 14a entnommen werden können. Im ersten Betriebszustand wird die fünfte Welle 28 mit Hilfe des Antriebseinheit in die Richtung des Pfeiles PI angetrieben, die vierte Welle 26 wird in Richtung des Pfeiles P2 angetrieben und die erste Welle 18 in Richtung des Pfeiles P3. So wird erreicht, dass ein zu entnehmbarer Wertschein über den Kontakt mit den Transportelementen 30a bis 30c, 34, 38 durch den Ausgabespalt hindurch zum Transportpfad 19 transportiert wird und somit an eine Bedienperson des Auszahlungsgeldautomaten 10 über das Ausgabefach 21 ausgezahlt werden kann.

Auf der dritten Welle 24 sind zwei Rücktransportelemente 50, 52 angeordnet, wobei diese drehbar auf der dritten Welle 24 angeordnet sind. Die Rücktransportelemente 50, 52 sind in dem in Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiel als Flügelräder ausgebildet, die jeweils einen Flügel 54, 56 umfassen, mit dessen Hilfe der im Ausgabespalt angeordnete Wertschein vor der Entnahme der Geldkassette 14a zurück in den Aufbewahrungsbereich der Geldkassette 14a transportiert werden kann. Somit wird ein im Ausgabespalt angeordneter Wertschein nicht nur durch eine nicht dargestellte Rückzugsklappe der Geldkassette 14a zurück in den Aufbewahrungsbereich transportiert, sondern wird hierbei ebenfalls durch die Rücktransportelemente 50, 52 geführt, so dass eine sichere Führung und ein sicheres Ablegen des Wertscheins in dem Aufbewahrungsbereich sichergestellt ist. Dadurch wird ein ordnungsgemäßes Stapeln der Wertscheine in der Geldkassette 14a erreicht, so dass die Geldkassette 14a ohne vorher überprüft werden zu müssen, einem anderen oder dem gleichen Geldautomaten 10 zugeführt werden kann.

In dem in Figur 4 gezeigten ersten Betriebszustand sind die Rücktransportelemente 50, 52 in einer ersten Position angeordnet, bei der die Flügel 54, 56 derart angeordnet sind, dass sie nicht in den Ausgabespalt hineinragen und einen zur Auszahlung durch den Ausgabespalt transportierten Wertschein nicht kontaktieren und somit auch nicht behindern.

In Figur 5 ist eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts des Vereinzelungsmoduls 16a im ersten Betriebszustand gezeigt. Hierbei ist die Blickrichtung so gewählt, dass die Position der Flügel 54, 56 der Rücktransportelemente 50, 52 im ersten Betriebszustand sichtbar ist. Die Flügel 54, 56 sind insbesondere annähernd L- förmig und starr ausgeführt, so dass die Wertscheine zuverlässig und sicher durch sie geführt werden. Die Flügel 54, 56 der Rücktransportelemente 50, 52 werden auch als Paddel bezeichnet .

In Figur 6 ist eine schematische perspektivische Darstellung des Vereinzelungsmoduls 16a in einem zweiten Betriebszustand dargestellt. Der zweite Betriebszustand ist derjenige Betriebszustand, bei dem die Drehrichtung der zentralen Antriebseinheit umgekehrt ist und somit ein im Ausgabespalt angeordneter Wertschein vor der Entnahme der Geldkas- sette 14a in die Geldkassette 14a zurücktransportiert wird. Wie bereits erwähnt, wird zum Rücktransport des Wertscheins die Drehrichtung der zentralen Antriebseinheit umgekehrt, so dass sich die fünfte Welle 28 entgegen der Drehrichtung des Pfeiles PI, die vierte Welle 26 entgegen der Drehrichtung des Pfeiles P2 und die erste Welle 18 entgegen der Drehrichtung des Pfeiles P3 gedreht werden. Somit werden auch die auf den Wellen 18, 26, 28 angeordneten Transport - elemente 30a bis 30c, 34, 38 verglichen mit dem ersten Betriebszustand in die entgegengesetzte Richtung gedreht, so dass ein im Ausgabespalt angeordneter Wertschein zurück in die Geldkassette 14a transportiert wird. Ferner werden die Rücktransportelemente 50, 52 von der ersten Position in eine in Figur 6 gezeigte zweite Position gedreht. Die Flügel 54, 56 der Rücktransportelemente 50, 52 kontaktieren bei diesem Drehen den im Ausgabespalt angeordneten Wertschein und drücken diesen zusammen mit der Rückzugsklappe der Geldkassette 14a zurück in den Aufbewahrungsbereich der Geldkassette 14a.

Das Drehen der Rückzugselemente 50, 52 von der ersten Position in die zweite Position erfolgt mit Hilfe der zentralen Antriebseinheit, so dass hierfür keine separate Antriebseinheit notwendig ist und Bauraum und Kosten eingespart werden. Hierzu ist die zentrale Antriebseinheit mit den Rücktransportelementen 50, 52 über eine in den folgenden Figuren noch näher beschriebene Schlingfederkupplung 58 verbunden, die dazu dient, dass die Rücktransportelemente 50, 52 im zweiten Betriebszustand von der ersten Position in die zweite Position gedreht werden und beim Übergang vom zweiten in den ersten Betriebszustand in umgekehrte Rieh- tung wieder von der zweiten Position in die erste Position gedreht werden. Insbesondere wird durch die Schlingfederkupplung 58 erreicht, dass die Rücktransportelemente 50, 52 nur so weit gedreht werden, dass sie von der ersten in die zweite bzw. von der zweiten in die erste Position gedreht werden und nicht über die Positionen hinaus gedreht werden. Hierdurch wird erreicht, dass für die Flügel 54, 56 der Rücktransportelemente 50, 52 trotz ihrer starren Ausbildung nur wenig Bauraum benötigt wird, da lediglich in einem begrenzten Drehbereich Platz für die Flügel 54, 56 vorgesehen sein muss. Die Flügel 54, 56 werden zwischen der ersten und der zweiten Position insbesondere um einen Winkel im Bereich von 160° bis 200° gedreht.

In Figur 7 ist eine schematische perspektivische Darstellung der Schlingfederkupplung 58 im ersten Betriebszustand gezeigt. Wie Figur 8 zu entnehmen ist, umfasst die Schlingfederkupplung 58 eine Schlingfeder 60, die auf der ersten Welle 18 angeordnet ist. Die Schlingfeder 60 umfasst einen Draht 62, der zu einer Wicklung gewickelt ist. Die beiden Endbereiche 64, 66 des Drahtes 62 stehen von der Welle 18 ab.

In Figur 9 ist eine schematische perspektivische Darstellung der Schlingfeder 60 gezeigt. Ferner umfasst die

Schlingfederkupplung 58 einen Aufsatz 68, der in Figur 10 detailliert dargestellt ist und derart auf der Schlingfeder 60 und der ersten Welle 18 aufgesetzt ist, dass der zweite Endbereich 66 der Schlingfeder 60 mit einer Aussparung 70 des Aufsatzes 68 in Eingriff steht, sodass der Aufsatz 68 und die Schlingfeder 60 drehfest zueinander angeordnet sind. Der Aufsatz 68 weist eine Erhebung 72 auf.

Ferner umfasst die Schlingfederkupplung 58 ein Verbindungselement 76, das in Figur 11 detailliert dargestellt ist. Das Verbindungselement 76 weist eine Aussparung 79 auf, die mit dem ersten Endbereich 64 der Schlingfeder 60 in Eingriff steht, sodass die Schlingfeder 60 drehfest zum Verbindungselement 76 angeordnet ist. Das Verbindungselement 76 weist zwei Erhebungen 78, 80 auf, wobei die erste Erhebung 78 im ersten Betriebszustand an einen ortsfest angeordneten ersten Anschlag 74 des Vereinzelungsmoduls 16a anliegt. Die zweite Erhebung 80 hebt im ersten Betriebszustand einen Hebel 82 eines Sensors zur Ermittlung der Stellung der Schlingfederkupplung an. Wie bereits zuvor erwähnt, wird die erste Welle 18 bei dem in Figur 7 gezeigten ersten Betriebszustand in Richtung des Pfeils P3 angetrieben. Durch den Kontakt zwischen dem ersten Anschlag 74 und der ersten Erhebung 78 des Verbindungselements 76 wird über den Eingriff zwischen dem Verbindungselement 78 und dem ersten Endbereich 66 die Wicklung 62 der Schlingfeder 60 geöffnet, sodass sich die erste Welle 18 relativ zur

Schlingfeder 60 in Richtung des Pfeils P3 drehen kann, wohingegen die Schlingfeder 60 nicht mitgedreht wird.

Wird nun zum Rücktransport eines im Ausgabespalt angeordneten Wertscheins die Drehrichtung der zentralen Antriebseinheit und somit die Drehrichtung der ersten Welle 18 umgekehrt, so verliert die erste Erhebung 78 des Verbindungselements 76 den Kontakt zum ersten Anschlag 74, sodass die Wicklung 62 der Schlingfeder 60 nicht mehr geöffnet wird. Aufgrund der zwischen der Wicklung 62 der Schlingfeder 60 und der ersten Welle 18 wirkenden Reibung wird die Schlingfeder 60 nun in der Richtung des Pfeils P3 mit der ersten Welle 18 mitgedreht, bis die Erhebung 72 des Aufsatzes 68 an einem ebenfalls ortsfest angeordneten zweiten Anschlag 84 des Vereinzelungsmoduls 16a anliegt.

In Figur 12 ist die Stellung der Schlingfeder 60 gezeigt, wenn die Erhebung 72 an dem Anschlag 84 anliegt. Durch den Kontakt zwischen der Erhebung 72 und dem Anschlag 84 wird über die drehfeste Verbindung des Aufsatzes 68 mit dem zweiten Endbereich 66 der Schlingfeder 60 die Wicklung 62 der Schlingfeder 60 wiederum geöffnet, sodass sich die erste Welle 18 relativ zur Schlingfeder 60 entgegen der Richtung des Pfeils P3 drehen kann und die Schlingfeder 60 nicht mehr mittransportiert wird.

Das erste Verbindungselement 76 weist eine Zahnung 86 auf, die mit einem drehfest auf der zweiten Welle 20 angeordneten Zahnrad 88 kämmt. Wird nun die Schlingfeder 60 im zweiten Betriebszustand durch die Umkehrung der Drehrichtung der zentralen Antriebseinheit und somit der ersten Welle 18 beim Übergang vom ersten Betriebszustand in den zweiten Betriebszustand entgegen der Richtung des Pfeils P3 gedreht, so wird das Zahnrad 88 in Richtung des Pfeils P6 gedreht. Auf der zweiten Welle 20 ist ein weiteres Zahnrad 90 drehfest angeordnet, das mit einer Zahnung 92 des ersten Rücktransportelements 50 kämmt. Wird die zweite Welle 20 über das Zahnrad 88 in Richtung des Pfeils P6 gedreht, so wird auch das Zahnrad 90 in Richtung des Pfeils P6 gedreht und das Rücktransportelement 50 wird in Richtung des Pfeils P7 gedreht. Hierdurch wird erreicht, dass das Rücktransport - element 50 von der ersten Position in die zweite Position gedreht wird und ein im Ausgabespalt angeordneter Wert- schein zurück in den Aufbewahrungsbereich der Geldkassette 14a transportiert wird.

In Figur 13 ist eine schematische perspektivische Darstellung des Vereinzelungsmoduls 16a im zweiten Betriebszustand mit Blick auf die Schlingfederkupplung 58 gezeigt. Hierbei ist das Rücktransportelement 50 in der zweiten Position angeordnet. Ferner ist in Figur 13 ersichtlich, dass die Erhebung 72 des Aufsatzes 68 an dem Anschlag 84 anliegt. Die zweite Erhebung 80 des Verbindungselements 76 hebt im zweiten Betriebszustand den Hebel 82 des Sensors nicht mehr an, so dass der Sensor nun detektieren kann, dass die Schlingfederkupplung 58 derart angeordnet ist, dass das Rücktransportelement 50 in der zweiten Position angeordnet ist. Wird nun die Drehrichtung der Antriebseinheit wieder umgekehrt wird, so dass die erste Welle 18 in Richtung des Pfeils P3 angetrieben wird, so verliert die Erhebung 72 des Aufsatzes 68 den Kontakt zum zweiten Anschlag 84, sodass die Schlingfeder 60 aufgrund der zwischen ihr und der ersten Welle 18 wirkenden Reibung ebenfalls mit der ersten Welle 18 in Richtung des Pfeils P3 bewegt wird, sodass die Schlingfeder 60 so lange mittransportiert wird, bis der Erhebung 78 des Verbindungselements 76 wieder an dem ersten Anschlag 74 anliegt und somit die Wicklung 62 der Schlingfeder 60 wieder geöffnet wird. Hierdurch wird erreicht, dass die Rücktrans- portelemente 50, 52 wieder von der zweiten in die erste Position bewegt werden.

Durch das drehbare Anordnen der Rückzugselemente 50, 52 auf der dritten Welle 24 wird erreicht, dass diese nur über den Kontakt zu den auf der zweiten Welle 20 angeordneten Zahnräder 90 gedreht werden, wohingegen die dritte Welle 24 und die auf ihr angeordneten Transportelemente 36 gedreht werden können, ohne dass hierbei die Rücktransportelemente 50, 52 mitgedreht werden. Hierdurch wird erreicht, dass für die Rücktransportelemente 50, 52 keine separate Welle benötigt wird, sodass Bauraum und Kosten eingespart werden.

Bei alternativen Ausführungsformen der Erfindung können auch mehr als zwei Rücktransportelemente 50, 52 oder nur ein Rücktransportelement 50, 52 vorgesehen sein. Ebenso können die Rücktransportelemente 50, 52 bei alternativen Ausführungsformen mehr als einen Flügel 54, 56 umfassen. Ebenso können die Flügel 54, 56 flexibel ausgebildet sein.

Ferner ist es alternativ möglich, das die Endbereiche 64, 66 der Schlingfeder 60 direkt an den Anschlägen 74, 84 anliegen, so dass in der jeweiligen Position die gewünschte Öffnen der Wicklung 62 bewirkt wird, ohne dass ein Aufsatz 68 erforderlich ist. In diesem Fall muss das Verbindungselement 76 lediglich als Zahnrad ausgeführt sein, welches mit dem Zahnrad 88 kämmt. Bezugszeichenliste

Auszahlungsgeldautomat Tresor

Geldkassette

Vereinzelungsmodul

Transportpfad

Ausgabefach

Übergabeschlitz

Welle

Transportrollen

Transportelement Führungselement

Rückhaltebügel

Kamm

Hubmagnet

Führungsf inger

Rücktransportelement Flügel

Schlingfederkupplung Schlingfeder

Wicklung

, 66 Endbereich

Aufsatz

, 79 Aussparung

, 78, 80 Erhebung

, 84 Anschlag

Verbindungselement

Hebel

, 92 Zahnung

, 90 Zahnrad

bis Ρ7 Richtung