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Title:
DEVICE FOR HARDENING MATERIAL HARDENABLE BY ELECTROMAGNETIC RADIATION ACTION, IN PARTICULAR UV-VARNISH OR THERMOHARDENING VARNISH, IN PARTICULAR FOR COATING AN OBJECT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/012816
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a device (10) for hardening an UV varnish and thermohardening varnish or the similar for coating an object, in particular a motor car body (12) comprising at least one emitter (48, 48'') generating electromagnetic radiation. The inventive device is provided with a conveying system (14, 16) which conveys the object (12) closely to the emitter (48, 48'') and, afterwards removes it. Said conveying system comprises an overhead travelling carriage (16) which is translatory displaceable along at least one guideway (14) suspended above at least one emitter (48, 48''). Two suspension supports (66) extending downwards and making it possible to suspend the object (12) are arranged successively in a longitudinal direction (85) on a chassis (50) of the travelling carriage (16). The length of said suspension supports is individually modifiable with the aid of a motor.

Inventors:
Swoboda, Werner (Gaussstr. 7, Böblingen, 71032, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/007696
Publication Date:
February 10, 2005
Filing Date:
July 13, 2004
Export Citation:
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Assignee:
EISENMANN MASCHINENBAU GMBH & CO. KG (Tübinger Strasse 81, Böblingen, 71032, DE)
Swoboda, Werner (Gaussstr. 7, Böblingen, 71032, DE)
International Classes:
B65G49/04; F26B3/28; F26B15/10; F26B21/14; (IPC1-7): F26B15/10; F26B3/28; F26B21/14; B65G49/04
Domestic Patent References:
WO2002095311A12002-11-28
Foreign References:
US4772374A1988-09-20
DE4033333A11992-02-06
Attorney, Agent or Firm:
Ostertag, Ulrich (Ostertag & Partner, Eibenweg 10, Stuttgart, 70597, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. l.
2. Vorrichtung zur Aushärtung einer aus einem Material, das unter elektromagnetischer Strahlung aushärtet, insbesondere aus einem WLack oder aus einem thermisch aushärtenden Lack bestehenden Beschichtung eines Gegens tandes, insbesondere einer Fahrzeugkarosserie (12), mit a) mindestens einem elektromagnetische Strahlung erzeu genden Strahler (48 ; 48') ; b) einem Fördersystem (14,16), welches den Gegenstand (12) in die Nähe des Strahlers (48 ; 48') und von diesem wieder weg führt ; dadurch gekennzeichnet, daß das Fördersystem einen Hängewagen (16) umfaßt, der an mindestens einem Fahrweg (14) hängend über den mindestens einen Strahler (48 ; 48') hinweg translatorisch verfahrbar ist, und daß an einem Fahrgestell (50) des Hängewagens (16) in Längsrichtung (85) hintereinander mindestens zwei sich nach unten erstreckende Hängeträger (66) zur hängen den Aufnahme des Gegenstandes (12) angeordnet sind, deren Länge unabhängig voneinander motorisch veränderbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Hängeträger (66) zwei moto risch unabhängig voneinander aufrollbare Bänder (70) oder Ketten umfaßt, die zu beiden Seiten des Gegenstandes (12) an einer den Gegenstand (12) aufnehmenden Tragstruktur (74) angreifen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da durch gekennzeichnet, daß das Fördersystem mehrere Hängewagen (16) umfaßt, die jeweils ein eigenes Antriebs aggregat (58) für eine translatorische Bewegung entlang des Fahrweges (14) aufweisen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen unterhalb des Fahrwegs (14) angeordneten und nach oben offenen Behälter (38) aufweist, in dessen Innenraum der Gegenstand (12) unter einer Vergrößerung der Länge der Hängeträger (66) einführbar ist und dessen Innenraum von dem mindestens einen Strahler (48 ; 48') mit elektromagnetischer Strah lung beaufschlagbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Strahler (48) in eine Wand oder den Boden (44) des Behälters (38) eingebaut ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den gegenüberliegenden, parallel zur Transla tionsbewegung der Gegenstände (12) verlaufenden Seiten wänden (39) und in mindestens einer der beiden senkrecht zur Translationsbewegung der Gegenstände verlaufenden Stirnwände (41) oder in den Boden (44) des Behälters (38) mindestens ein Strahler (48) eingebaut ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an allen Wänden (39,41) und in dem Boden (44) des Behälters (38) eine Vielzahl von Strahlern (48) ange ordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Strahler (48') in einer Uförmigen Anordnung mit zwei im wesentlichen vertikalen Schenkeln und einer im wesentlichen horizonta len Basis vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung der Strahler (48') an den im we sentlichen vertikalen Schenkeln an den Verlauf der Sei tenflächen des Gegenstandes (12) angepaßt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn zeichnet, daß die Anordnung der Strahler (48') an der im wesentlichen horizontalen Basis an den Verlauf der nach unten weisenden Oberfläche des Gegenstandes (12) an gepaßt ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, da durch gekennzeichnet, daß dem Innenraum des Behäl ters (38) ein Schutzgas zuführbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich net, daß das Schutzgas schwerer als Luft, insbeson dere Kohlendioxid, ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge kennzeichnet, daß in unmittelbarer Nähe des mindes tens einen Strahlers (48, 48') ein Einlaß für das Schutz gas ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einem Strah ler (48 ; 48') auf der dem Gegenstand (12) abgewandten Seite ein beweglicher Reflektor zugeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, da durch gekennzeichnet, daß der Behälter (38) an min destens einer Innenfläche mit einer reflektierenden Schicht (78) versehen ist.
17. Vorrichtung, nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich net, daß die Schicht (78) uneben ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, da durch gekennzeichnet, daß die Schicht aus einer Alu miniumfolie (78) besteht.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Kabinengehäuse (28) aufweist, das ein unkontrolliertes Austreten von Ga sen und von elektromagnetischer Strahlung unterbindet.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich net, daß am Einund Auslaß des Kabinengehäuses (28) jeweils eine Schleuse (34,36) für den Hängewagen (16) vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch ge kennzeichnet, daß eine Einrichtung (42) zur Entfer nung von Sauerstoff aus der innerhalb des Kabinengehäuses (28) befindlichen Atmosphäre vorgesehen ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeich net, daß die Einrichtung (42) zur Entfernung von Sauerstoff einen Katalysator (45) zur katalytischen Bin dung des Sauerstoffs aufweist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch ge kennzeichnet, daß die Einrichtung (42) zur Entfer nung von Sauerstoff ein Filter zur Absorption von Sauer stoff aufweist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, da durch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (42) zur Entfernung von Sauerstoff ein Filter zur Adsorption von Sauerstoff aufweist.
25. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Entfernung des Lösemittels aus dem Material der Beschichtung eine Vor wärmzone (18) aufweist.
26. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Angelierung von pulverförmigen Material eine Vorwärmzone (18) aufweist.
27. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Steuerung (90) umfaßt, durch welche die Länge der Hänge träger (66) automatisch an die Vertikalabmessungen des Gegenstandes (12) anpaßbar ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeich net, daß durch die Steuerung (90) die Länge der Hän geträger (66) derart veränderbar ist, daß während einer Förderbewegung des Gegenstands (12) an dem mindestens ei nen Strahler (48 ; 48') vorbei die pro Flächeneinheit auf das Material auftreffende Menge an elektromagnetischer Strahlung und deren Intensität jeweils vorgebbare, zur Aushärtung erforderliche Schwellenwerte nicht unter schreitet.
29. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeich net, daß durch die Steuerung (90) die Länge der Hän geträger (66) derart veränderbar ist, daß während einer Förderbewegung des Gegenstands (12) an dem mindestens ei nen Strahler (48 ; 48') vorbei der Abstand in Vertikal richtung zwischen dem Gegenstand (12) und dem mindestens einen Strahler (48 ; 48') zumindest annähernd konstant bleibt.
30. Vorrichtung nach Anspruch 27 oder 28, dadurch ge kennzeichnet, daß die Steuerung (90) einen Speicher (92) zum Speichern von Raumformdaten des Gegenstandes (12) umfaßt.
31. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine dem mindestens einen Strahler (48 ; 48') in Förderrichtung (46) vorgelagerte Meßstation (94) umfaßt, durch die Raum formdaten des Gegenstandes (12) erfaßbar sind.
32. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeich net, daß die Meßstation (94) mindestens eine Licht schranke umfaßt.
33. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeich net, daß die Meßstation (96) mindestens einen opti schen Abtaster (96) umfaßt, durch den der Gegenstand (12) zumindest in einer Richtung scannerartig abtastbar ist.
34. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeich net, daß der optische Abtaster (96) eine Infrarot lichtquelle umfaßt.
35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 33, da durch gekennzeichnet, daß die Meßstation eine Video kamera und eine Einrichtung zur digitalen Bilderkennung umfaßt.
36. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Vervollständi gung der Aushärtung eine Nachwärmungszone (22) aufweist.
37. Vorrichtung nach den Ansprüchen 11 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der einlaßseitigen Schleuse (34) ein Einlaß für Schutzgas derart angeordnet ist, daß ein in dem Gegenstand (12) vorhandener Hohlraum mit einem Schutzgas durchspült wird.
38. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektromagnetische Strahlung WLicht ist.
39. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektromagnetische Strahlung IRStrahlung ist.
Description:
Vorrichtung zur Aushärtung einer aus einem Material, das unter elektromagnetischer Strahlung aushärtet, insbesondere aus einem W-Lack, oder aus einem thermisch aushärtenden Lack, bestehenden Beschichtung eines Gegenstandes Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aushärtung einer aus einem Material, das unter elektromagnetischer Strahlung aushärtet, insbesondere aus einem W-Lack oder aus einem thermisch aushärtenden Lack, bestehenden Be- schichtung eines Gegenstandes, insbesondere einer Fahr- zeugkarosserie, mit a) mindestens einem elektromagnetische Strahlung erzeu- genden Strahler ; b) einem Fördersystem, welches den Gegenstand in die Nä- he des Strahlers und von diesem wieder wegführt.

Unter W-Licht aushärtende Lacke werden bisher hauptsäch- lich zur Lackierung von empfindlichen Gegenständen, bei- spielsweise Holz oder Kunststoff, eingesetzt. Dort kommt besonders der Vorteil dieser Lacke zum Tragen, daß sie bei sehr niedrigen Temperaturen polymerisiert werden kön- nen. Hierdurch wird das Material der Gegenstände vor Zer- setzung oder Ausgasung bewahrt. Die Aushärtung von Be- schichtungsmaterialien unter UV-Licht besitzt jedoch noch weitere Vorteile, welche dieses Beschichtungsverfahren

nunmehr auch für die Anwendung in anderen Gebieten inte- ressant macht. Dabei handelt es sich insbesondere um die kurze Aushärtzeit, die sich insbesondere bei solchen Be- schichtungsverfahren, die im kontinuierlichen Durchlauf arbeiten, unmittelbar in einer Verkürzung der Anlagenlän- ge niederschlägt. Dies ist mit enormen Kosteneinsparungen verbunden. Gleichzeitig kann die Einrichtung, mit welcher die in den Innenraum der Vorrichtung einzubringenden Gase konditioniert werden, verkleinert werden, was ebenfalls zu Kosteneinsparungen beiträgt. Schließlich ist die nied- rige Betriebstemperatur auch bei solchen Gegenständen, die an und für sich höhere Aushärttemperaturen vertragen könnten, aus Gründen der Einsparung von Energie, und zwar insbesondere thermischer Energie, von Vorteil.

Viele der Gegenstände, die man gerne mit UV-härtenden Ma- terialien beschichten würde, so z. B. Fahrzeugkarosserien, weisen eine stark unebene, oft dreidimensional gekrümmte Oberfläche auf, so daß es schwierig ist, diese Gegenstän- de in den Strahlungsbereich eines W-Strahlers so einzu- bringen, daß alle Oberflächenbereiche etwa denselben Ab- stand von dem W-Strahler aufweisen und die W-Strahlung etwa unter einem rechten Winkel auf den jeweiligen Ober- flächenbereich des Gegenstandes auftrifft.

Bekannte Vorrichtungen der eingangs genannten Art, wie sie bisher in der Holz-und Druckindustrie eingesetzt werden, sind hierfür ungeeignet, da hier der oder die W- Strahler unbeweglich angeordnet waren und die Gegenstände

von dem Fördersystem in eine mehr oder weniger fixen Ori- entierung an dem oder den W-Strahlern vorbeigeführt wur- den.

In jüngster Zeit wurden zudem Lacke entwickelt, die bei Wärmeeinwirkung in einer Inertgasatmosphäre unter Ausbil- dung sehr harter Oberflächen aushärten. Die Wärme kann dabei auf unterschiedliche Weise, so etwa durch Konvekti- on oder durch Infrarot-Strahler, zugeführt werden. Im letzteren Falle stellen'sich ähnliche Probleme, wie sie oben für den Einsatz von Strahlern beschrieben sind. Ins- besondere sollten also alle Oberflächenbereiche des zu lackierenden Gegenstandes in etwa dem gleichen Abstand an dem Infrarot-Strahler vorbeigeführt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrich- tung der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß auch Beschichtungen auf kompliziert geformten, stark un- ebenen Gegenständen, insbesondere Fahrzeugkarosserien, mit gutem Ergebnis ausgehärtet werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Fördersystem einen Hängewagen umfaßt, der an mindes- tens einem Fahrweg hängend über den mindestens einen Strahler hinweg translatorisch verfahrbar ist, und daß an einem Fahrgestell des Hängewagens in Längsrichtung hin- tereinander zwei sich nach unten erstreckende Hängeträger zur hängenden Aufnahme des Gegenstandes angeordnet sind,

deren Länge unabhängig voneinander motorisch veränderbar ist.

Erfindungsgemäß wird ein Fördersystem mit einem Hängewa- gen eingesetzt, wie es an und für sich bisher schon für die Tauchlackierung von Fahrzeugkarosserien oder anderen Gegenständen eingesetzt wird. Mit der vorliegenden Erfin- dung wurde erkannt, daß sich mit einem Hängewagen ein Ge- genstand um eine quer zum Fahrweg verlaufende Achse schwenken läßt, wenn die Länge der Hängeträger ungleich- mäßig und insbesondere gegenläufig zueinander motorisch verändert wird. Dies erlaubt es beispielsweise, bei Über- lagerung einer solchen Schwenkbewegung um eine Querachse mit einer Translation des Hängewagens entlang des Fahrwe- ges den Abstand zwischen einem unterhalb des Hängewagens angeordneten Strahler und einer nach unten weisenden Oberfläche des Gegenstandes in etwa konstant zu halten.

Auf diese Weise wird der angehängte Gegenstand gleichmä- ßig einer Lichtmenge und einer Lichtintensität ausge- setzt, wie sie zur Aushärtung des Materials erforderlich sind. Eine vollständige Aushärtung tritt nämlich nur ein, wenn die elektromagnetische Strahlung einerseits mit ei- ner über einem Schwellenwert liegenden Intensität auf die Beschichtung auftrifft und andererseits diese Intensität auch über einen bestimmten Zeitraum hinweg aufrecht er- halten wird. Bei zu geringer Intensität kommt eine Poly- merisationsreaktion nicht in Gang oder läuft nur unvoll- ständig ab ; bei zu kurzer Bestrahlung wird-selbst bei

ausreichender Intensität-ebenfalls nur eine unvollstän- dige Aushärtung erzielt.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß mindestens einer der Hän- geträger zwei motorisch unabhängig voneinander aufrollba- re Bänder oder Ketten umfaßt, die zu beiden Seiten des Gegenstandes an einer den Gegenstand aufnehmenden Trag- struktur angreifen. Die den Gegenstand aufnehmende Trag- struktur wird auf diese Weise an drei oder, wenn beide Hängeträger in dieser Weise ausgeführt sind, an vier Punkten an dem Fahrgestell des Hängewagens aufgehängt.

Durch unabhängige Längenveränderung der Bänder oder Ket- ten läßt sich die Tragstruktur mit dem darauf befestigten Gegenstand nicht nur um eine quer zum Fahrweg verlaufende Achse, sondern auch um eine längs zum Fahrweg verlaufende Achse schwenken. Dies wiederum erlaubt es, auch Seiten- flächen des Gegenstandes so gegenüber seitlichen Strah- lern auszurichten, daß auch dort alle Oberflächenbereiche im Einwirkungsbereich der von diesen Strahlern erzeugten elektromagnetischen Strahlung gleichmäßig und vollständig ausgehärtet werden.

Bevorzugt ist es ferner, wenn das Fördersystem mehrere Hängewagen umfaßt, die jeweils ein eigenes Antriebsaggre- gat für eine translatorische Bewegung entlang des Fahrwe- ges aufweisen. Auf diese Weise können die Hängewagen un- abhängig voneinander die Gegenstände transportieren und an dem mindestens einen Strahler vorbeiführen. Der Fahr-

weg kann dabei z. B. eine Schiene, zwei Schienen oder auch eine Rollenbahn umfassen, wie dies an sich im Zusam- menhang mit derartigen Fördersystemen im Stand der Tech- nik bekannt ist.

Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform der Erfin- dung, bei welcher die Vorrichtung einen unterhalb des Fahrweges angeordneten und nach oben offenen Behälter aufweist, in dessen Innenraum der Gegenstand unter einer Vergrößerung der Länge der Hängeträger einführbar ist und dessen Innenraum von dem mindestens einen Strahler mit elektromagnetischer Strahlung beaufschlagbar ist. Dieser Behälter sorgt dafür, daß in seitlicher Richtung keine elektromagnetische Strahlung und keine Gase entweichen können, was aus Gesundheitsgründen für das Bedienungsper- sonal zu vermeiden ist. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung entfalten die Hängewagen, die zum Ein-und Aus- tauchen von Gegenständen in Flüssigkeitsbehälter kon- struiert sind, ihre Vorteile besonders gut. Insbesondere das Herablassen in einen Behälter läßt sich mit derarti- gen Hängewagen sehr einfach bewerkstelligen, da auch grö- ßere Höhenunterschiede ohne weiteres überbrückt werden können. Der Behälter kann dabei als eigenständiges Teil oder auch als ein entsprechend ausgekleideter Bodenbe- reich eines Kabinengehäuses o. ä. ausgebildet sein.

Die Anordnung der Strahler an oder im Behälter kann un- terschiedlich sein :

So ist es möglich, daß mindestens ein Strahler in eine Wand oder in den Boden des Behälters eingebaut ist. Bei dreidimensional gekrümmten Oberflächen von zu behandeln- den Gegenständen wird dabei diejenige Lösung bevorzugt, bei welcher in den gegenüberliegenden, parallel zur Translationsbewegung der Gegenstände verlaufenden Seiten- wänden und in mindestens einer der beiden senkrecht zur Translationsbewegung der Gegenstände verlaufenden Stirn- wände sowie in den Boden des Behälters mindestens ein Strahler eingebaut ist. Dann lassen sich alle Seiten bzw.

Oberflächenbereiche des Gegenstandes von elektromagneti- scher Strahlung problemlos erreichen.

Am universellsten einsetzbar ist selbstverständlich die- jenige Ausführungsform der Erfindung, bei welcher an al- len Wänden und im Boden des Behälters eine Vielzahl von Strahlern angeordnet ist.

Bei den obigen Ausführungsformen, bei denen die Strahler in den Wänden oder in dem Boden des Behälters angeordnet sind, bilden die Strahler im wesentlichen Flächenstrah- ler.

Es können jedoch auch vorteilhaft Strahler eingesetzt werden, die als linienhafte Strahler ausgestaltet sind.

In diesem Falle ist insbesondere eine Ausführungsform der Erfindung vorteilhaft, bei welcher mehrere Strahler in einer U-förmigen Anordnung mit zwei im wesentlichen ver- tikalen Schenkeln und einer im wesentlichen horizontalen

Basis vorgesehen sind. Der zu behandelnde Gegenstand wird hier zwischen den vertikalen Schenkeln des Portalgerüsts sozusagen"hindurchgefädelt".

Die Anordnung der Strahler an den im wesentlichen verti- kalen Schenkeln kann an den Verlauf der Seitenflächen des Gegenstandes angepaßt sein. Damit kann auch bei gekrümm- ten Seitenflächen des Gegenstandes eine gleichmäßige und vollständige Aushärtung der Beschichtung auf den Seiten- flächen des Gegenstandes erzielt werden.

Wenn die nach unten weisende Oberfläche des Gegenstandes stark gekrümmt ist, so kann es vorteilhaft sein, die An- ordnung der Strahler an der im wesentlichen horizontalen Basis an den Verlauf der nach unten weisenden Oberfläche des Gegenstandes anzupassen. Eine solche segmentartige Anordnung der Strahler an der horizontalen Basis ermög- licht es, den Gegenstand so an der Anordnung der Strahler vorbeizuführen, daß deren Abstand von der nach unten wei- senden Oberfläche des Gegenstandes weitgehend konstant bleibt.

Besonders bevorzugt ist es, wenn dem Innenraum des Behäl- ters ein Schutzgas zuführbar ist. Das Schutzgas hat pri- mär die Funktion, die Anwesenheit von Sauerstoff im Strahlungsbereich der Strahler zu verhindern, da Sauer- stoff insbesondere unter dem Einfluß von UV-Licht in schädliches Ozon umgewandelt werden kann und außerdem den Ablauf der Polymerisationsreaktion beeinträchtigt.

Das Schutzgas sollte schwerer als Luft sein, wie dies beispielsweise bei Kohlendioxid der Fall ist, damit das Schutzgas aus dem oben offenen Behälter nur langsam ent- weicht. Der Behälter wird somit von dem schweren Schutz- gas ähnlich wie von einer Flüssigkeit ausgefüllt.

Vorzugsweise ist in unmittelbarer Nähe des mindestens ei- nen Strahlers ein Einlaß für das Schutzgas. Auf diese Weise kann das Schutzgas gleichzeitig eine kühlende Wir- kung auf den mindestens einen Strahler ausüben.

Weiter ist es bevorzugt, wenn mindestens einem Strahler auf der dem Gegenstand abgewandten Seite ein beweglicher Reflektor zugeordnet ist. Mit Hilfe des beweglichen Re- flektors kann die Richtung der von dem mindestens einen Strahler erzeugten elektromagnetischen Strahlung gezielt beeinflußt werden. Dies erlaubt es, den zur Verfügung stehenden Wirkbereich der elektromagnetischen Strahlung zu vergrößern.

Der Behälter kann an mindestens einer Innenfläche mit ei- ner reflektierenden Schicht versehen sein. Hierdurch kön- nen Strahler mit geringerer Leistung eingesetzt werden.

Die Reflektionswirkung wird dadurch verstärkt, daß die reflektierende Schicht uneben ist. Die Reflektionen er- folgen unter diesen Umständen unter sehr verschiedenen Winkeln, so daß der Innenraum des Behälters sehr gleich-

mäßig mit elektromagnetischer Strahlung unterschiedlichs- ter Propagationsrichtungen ausgefüllt ist.

Die Schicht kann beispielsweise aus einer Aluminiumfolie bestehen. Diese hat ein sehr gutes Reflektionsvermögen für elektromagnetische Strahlung und ist zudem sehr preiswert. Unebenheiten können auf einfache Weise dadurch erzeugt werden, indem die Aluminiumfolie zerknittert wird.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung sollte ein Kabinengehäu- se aufweisen, das ein unkontrolliertes Austreten von Ga- sen und von elektromagnetischer Strahlung, insbesondere von W-Licht, unterbindet. Beides wäre für das Bedie- nungspersonal gesundheitsgefährdend.

Am Ein-und am Auslaß zum Kabinengehäuse kann jeweils ei- ne Schleuse für den Hängewagen vorgesehen sein. Diese Schleusen verhindern, daß beim Einfahren und Ausfahren des Hängewagens in das Kabinengehäuse oder aus diesem größere Luftmengen aus der Außenatmosphäre in das Kabi- nengehäuse gelangen. Außerdem schützen die Schleusen Be- dienpersonen vor gesundheitsgefährdender elektromagneti- scher Strahlung.

Da sich jedoch auch mit Schleusen das Eindringen von Luft, insbesondere von Sauerstoff in den Innenraum des Kabinengehäuses nicht vollständig unterdrücken läßt, ist zweckmäßigerweise eine Einrichtung zur Entfernung des

Sauerstoffes aus der innerhalb des Kabinengehäuses be- findlichen Atmosphäre vorgesehen. Diese Einrichtung kann einen Katalysator zur katalytischen Bindung des Sauer- stoffes, ein Filter zur Absorption oder auch ein Filter zur Adsorption von Sauerstoff umfassen.

Wenn das Beschichtungsmaterial zunächst noch verhältnis- mäßig viel Lösemittel enthält, wie dies beispielsweise bei wasserbasierten Lacken der Fall ist, kann die Vor- richtung zur Entfernung des Lösemittels aus dem Material der Beschichtung eine Vorwärmzone aufweisen.

Wenn dagegen pulverförmige Materialien verarbeitet werden sollen, kann die Vorrichtung zur Angelierung dieses pul- verförmigen Materials eine entsprechende Vorwärmzone be- sitzen.

Im Prinzip ist eine manuelle Steuerung des Hängewagens möglich, wenn eine Bedienperson den Bestrahlungsvorgang visuell überwachen kann und die entsprechenden Hub-und Absenkbewegungen in Abhängigkeit von der Außenkontur des bestrahlten Gegenstandes steuert.

Vorzugsweise umfaßt die Vorrichtung jedoch eine Steue- rung, durch die die Länge der Hängeträger automatisch an die Vertikalabmessungen des Gegenstandes anpaßbar ist.

Dies bedeutet, daß dort, wo der Gegenstand besonders hoch ist, die Länge der Hängeträger verkürzt wird, damit der Abstand zu einem unterhalb des Hängewagens angeordneten

Strahler im wesentlichen konstant bleibt. Dort hingegen, wo der Gegenstand flacher ist, wird die Länge der Hänge- träger vergrößert, wodurch der Gegenstand abgesenkt und näher an den Strahler herangeführt wird.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausgestal- tung ist durch die Steuerung die Länge der Hängeträger derart veränderbar, daß während einer Förderbewegung des Gegenstands an dem mindestens einen Strahler vorbei die pro Flächeneinheit auf das Material auftreffende Menge an elektromagnetischer Strahlung und deren Intensität je- weils vorgebbare, zur Aushärtung erforderliche Schwellen- werte nicht unterschreiten. Auf diese Weise ist gewähr- leistet, daß sämtliche nach unten weisenden Oberflächen- bereiche des Gegenstandes der gleichen Strahlungsintensi- tät und in etwa der gleichen Strahlungsmenge, d. h. der gleichen Bestrahlung im photometrischen Sinne, ausgesetzt werden.

Weiter ist es bei dieser Ausgestaltung der Erfindung be- vorzugt, wenn durch die Steuerung die Länge der Hängeträ- gers derart veränderbar ist, daß während einer Förderbe- wegung des Gegenstands an dem mindestens einen Strahler vorbei der Abstand in Vertikalrichtung zwischen dem Ge- genstand und dem mindestens einen Strahler zumindest an- nähernd konstant bleibt. Liegt dieser konstante Wert nur geringfügig über dem für die Aushärtung erforderlichen Schwellenwert, so wird eine stärkere"Überbelichtung",

die z. B. zu einem Verspröden oder einer Verfärbung füh- ren kann, vermieden.

Bevorzugt ist in diesem Zusammenhang ferner, daß die Steuerung einen Speicher zum Speichern von Raumformdaten des Gegenstandes umfaßt. Diese Raumformdaten können der Steuerung beispielsweise von einer übergeordneten Daten- verarbeitungsanlage bereitgestellt werden.

Alternativ oder auch aus Kontrollgründen zusätzlich hier- zu kann die Vorrichtung eine dem mindestens einen Strah- ler in Förderrichtung-ggf. auch unmittelbar-vorgela- gerte Meßstation umfassen, durch die Raumformdaten des Gegenstandes erfaßbar sind. Diese Daten können dann zur Bewegungsführung des Gegenstandes vor dem oder den Strah- lern verwendet werden.

In einer besonders einfachen Ausführung umfaßt die Meßstation lediglich eine oder mehrere Lichtschranken, die vorzugsweise in unmittelbarer Nähe des mindestens ei- nen Strahlers angeordnet sind und mit der Steuerung zu- sammenwirken. Unterbricht der zu bestrahlende Gegenstand eine. Lichtschranke, so wird in Echtzeit eine entsprechen- de Ausweichbewegung des Gegenstands veranlaßt.

Eine genauere Erfassung der Raumform ist möglich, wenn die Meßstation mindestens einen optischen Abtaster auf- weist, der beispielsweise eine Infrarotlichtquelle ent-

halten kann, durch den der Gegenstand in mindestens einer Richtung scannerartig abtastbar ist.

Eine andere Möglichkeit, die Raumform präzise zu erfas- sen, bietet die digitale Bildverarbeitung und-erkennung von Videobildern des Gegenstandes. Die Meßstation weist dann eine Videokamera und eine Einrichtung zur digitalen Bilderkennung auf.

Ausgangsseitig kann die Vorrichtung zur Vervollständigung der Aushärtung eine Nachwärmzone aufweisen.

Bei Gegenständen mit Hohlräumen kann es zweckmäßig sein, einen weiteren Einlaß für Schutzgas innerhalb der ein- gangsseitigen Schleuse derart anzuordnen, daß die Hohl- räume mit Schutzgas durchspült werden, wodurch darin ent- haltene Luft verdrängt wird.

Die elektromagnetische Strahlung ist vorzugsweise UV- Licht oder Infrarotstrahlung.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbei- spiele anhand der Zeichnung. Darin zeigen : Figur 1 eine Aushärtvorrichtung zur Aushärtung von UV- Lacken in einem stark vereinfachten und nicht maßstäblichen Längsschnitt ;

Figur 2 eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in der Figur 1 gezeigten Aushärtevorrichtung ; Figur 3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III durch einen Teil der in der Figur 1 gezeigten Vorrichtung ; Figur 4 ein anderes Ausführungsbeispiel für eine Aus- härtvorrichtung in einer der Figur 2 entspre- chenden Darstellung ; Figur 5 das Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 4 in ei- ner der Figur 3 entsprechenden Darstellung.

In der Figur 1 ist eine Vorrichtung zur Aushärtung von UV-Lacken in einem stark vereinfachten und nicht maßstäb- lichen Längsschnitt gezeigt und insgesamt mit 10 bezeich- net. Die beispielhaft dargestellte Aushärtvorrichtung 10 ist Teil einer Lackieranlage, die dazu vorgesehen ist, eine Mehrschichtlackierung auf vormontierte Fahrzeugka- rosserien 12 aufzubringen. Die Aushärtvorrichtung 10 um- faßt ein an sich bekanntes Hängebahn-Fördersystem für die Fahrzeugkarosserien 12, das eine oben liegende Schiene 14 und daran angehängte Hängewagen 16 umfaßt. Mit Hilfe die- ses Hängebahn-Fördersystems werden die Fahrzeugkarosse- rien 12 der Aushärtvorrichtung 10 zugeführt und durch die einzelnen Stationen der Aushärtvorrichtung 10 transpor- tiert. Bei diesen Stationen handelt es sich um eine Vor-

wärmzone 18, eine Bestrahlungsvorrichtung 20 sowie eine Nachwärmzone 22.

Die Vorwärmzone 18 und die Nachwärmzone 22 enthalten je- weils mit 24 bzw. 26 angedeutete und als Heißluftheizun- gen ausgeführte Heizeinrichtungen. Alternativ kommt eine Beheizung durch IR-Strahler oder mit Hilfe eines Magnetrons zur Erzeugung von Mikrowellen in Frage. Die Vorwärmzone 18 kann je nach Art des Beschichtungsmaterial unterschiedliche Funktionen ausführen. Handelt es sich bei diesem Material um lösemittelbasierte Stoffe, bei- spielsweise um Wasserlack, werden hier die Lösemittel weitestgehend entfernt. Handelt es sich um Pulvermateri- al, so dient die Vorwärmzone 18 dazu, das Pulver anzuge- lieren und auf diese Weise bereit zur Polymerisation zu machen.

Die Bestrahlungsvorrichtung 20 umfaßt ein Kabinengehäuse 28, das so ausgeführt ist, daß weder ein Gasaustausch mit der Umgebung noch ein Austreten von UV-Licht möglich ist.

Um die Vorgänge in einem Innenraum 30 des Kabinengehäuses 28 von außen beobachten zu können, sind an den Seitenwän- den des Kabinengehäuses 28 Fenster 32 eingelassen, die für sichtbares Licht durchlässig, für UV-Licht jedoch un- durchlässig sind.

Um einen Austausch von Gasen mit der Umgebung zu unter- binden, weist die Bestrahlungsvorrichtung 20 eine Ein- laßschleuse 34 und eine Auslaßschleuse 36 auf, die die

Hängewagen 16 mit den daran befestigten Fahrzeugkarosse- rien 12 beim Hineinfahren in den Innenraum 30 bzw. beim Herausfahren daraus passieren müssen. Die Einlaßschleuse 34 und die Auslaßschleuse 36 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils als Doppelschleusen mit zwei beweglichen Rolltoren 341,342 bzw. 361,362 ausgebildet.

Wegen der obenliegenden Schiene 14 werden die Rolltore 341,342 und 361,362 von unten aufgerollt, um einen Durchtrittsschlitz für die Schiene 14 möglichst kurz zu halten.

In dem Innenraum 30 des Kabinengehäuses 28 ist ein wan- nenartiger Behälter 38 angeordnet, der mit einem Schutz- gas befüllbar ist, das in einem Gasbehälter 40 gespei- chert und über eine in den Boden des Behälters 38 münden- de Leitung 42 einleitbar ist. Im dargestellten Ausfüh- rungsbeispiel handelt es sich bei dem Schutzgas um Koh- lendioxid, da dieses im gasförmigen Zustand schwerer als Luft ist und sich somit in dem oben offenen Behälter 38 ähnlich wie eine Flüssigkeit verhält. Die Menge des über die Leitung 42 zugeführten Schutzgases steht mit der Men- ge des Schutzgases, das unter anderem über die Einlaß- und Auslaßschleusen 34 bzw. 36 entweicht, in einem dyna- mischen Gleichgewicht.

Der im wesentlichen quaderförmige Behälter 38 weist an seiner Bodenfläche 44, seinen parallel zu der mit 46 be- zeichneten Förderrichtung des Fördersystems verlaufenden Seitenwänden 39 und auch an seinen hierzu senkrechten

Stirnwänden 41 eine Vielzahl von W-Strahlern 48 auf, die W-Licht in das Innere des Behälters 38 richten. Der Übersicht halber sind die W-Strahler, die auf der für den Betrachter erkennbaren Seitenwand 39 angeordnet sind, nur teilweise dargestellt. Die Lichtaustrittsflächen der UV-Strahler 48 sind durch ein IR-Filter abgedeckt, so daß die von den UV-Strahlern 48 erzeugte Wärmestrahlung nur zu einem geringen Teil in das Innere des Behälters 38 ge- langen kann.

Anstelle einer zentralen Leitung 42 für das Einleiten von Schutzgas kann auch eine Vielzahl von Leitungen vorgese- hen sein, die unmittelbar neben den UV-Strahlern 48 an den Wänden des Behälters 38 münden. Das Schutzgas umspült dann die im Betrieb heiß werdenden Teile der UV-Strahler 48. Außerdem kann Schutzgas gezielt auf darin in den Be- hälter eingetauchte Fahrzeugkarosserien 12 gerichtet wer- den, um unerwünschte sauerstoffhaltige Restgase zu ver- drängen, die unter dem Einfluß von UV-Licht zur Ozonbil- dung führen und die Polymerisatiönsreaktion beeinträchti- gen können.

Der Innenraum 30 ist mit einem Regenerationskreislauf 42 verbunden, der die Aufgabe hat, Sauerstoff, der über die Fahrzeugkarosserien 12 in den Innenraum 30 eingebracht wird oder beim Öffnen der Einlaßschleuse 34 oder der Aus- laßschleuse 36 eindringt, aus der in dem Innenraum 30 herrschenden Atmosphäre zu entfernen. Hierzu wird dem In- nenraum 30 über eine Leitung 43 ständig Gas entnommen und

beispielsweise über einen Katalysator 45 geführt, der den Sauerstoff katalytisch bindet. Ein Teil dieses Gases wird über eine Leitung 47 wieder in den Innenraum 30 des Kabi- nengehäuses 28 zurückgegeben, während ein anderer Teil über eine Leitung 49 in die Außenatmosphäre entlassen wird.

Einzelheiten des Hängebahn-Fördersystems sowie des Behäl- ters 38 werden im folgenden anhand der Figuren 2 und 3 erläutert, die einen Ausschnitt aus dem Innenraum 30 des Kabinengehäuses 28 in einem vergrößerten Längs-bzw.

Querschnitt zeigen.

In der Figur 2 ist erkennbar, daß die Schiene 14 des Hän- gebahn-Fördersystems über Verankerungen 16 an einer nicht näher dargestellten Deckenstruktur befestigt ist. Der Hängewagen 16 umfaßt ein Fahrgestell 50, das seinerseits aus einer Plattform 52 und daran befestigten und sich nach oben erstreckenden Laufwerksgruppen 54a, 54b be- steht. Die Laufwerksgruppen 54a, 54b, die besonders gut in der Querschnittsdarstellung der Figur 3 erkennbar sind, enthalten jeweils ein Laufrad 56, das von oben auf einen waagerechten Schenkel 57 der im Querschnitt im we- sentlichen C-förmigen Schiene 14 abrollen kann. Das Lauf- rad 56 ist von einem Antriebsaggregat 58 in Form eines Elektromotors antreibbar. Ein ungewolltes Verkippen des Hängewagens 16 um eine Längsachse wird durch Führungsrol- len 60. verhindert, die einen am unteren Schenkel 57 der Schiene 14 ausgebildeten Ansatz 62 umschließen. Zur

Stromversorgung des Antriebsaggregats 58 ist an der Plattform 52 des Fahrgestellt 50 ein Akkumulator 64 vor- gesehen. Alternativ hierzu kann die Stromversorgung auch über in die Schiene 14 eingelassene Kontaktschienen er- folgen.

Von der Plattform 52 hängen in Längsrichtung vorne und hinten jeweils ein Paar von Hängeträgern herab, von denen in der Figur 2 nur dem Betrachter zugewandte Hängeträger 66a, 66b erkennbar sind. In der Figur 3 ist ein weiterer Hängeträger 66c erkennbar. Jeder Hängeträger 66 umfaßt ein eine motorisch antreibbare Rolle 68, sowie ein darauf aufrollbares Band 70, das aus einem W-beständigen Mate- rial besteht, und einen daran angebrachten Befestigungs- bügel 72. Der Befestigungsbügel 72 untergreift eine Trag- struktur 74, an dem die Fahrzeugkarosserie 12 befestigt ist. Bei dieser Tragstruktur 74 kann es sich beispiels- weise um einen sog. Skid-Träger handeln, der zum Trans- port von Fahrzeugkarosserien 12 auf Rollenbahnen verwen- det wird. In den Figuren ist die Tragstuktur 74 etwas beabstandet von den Befestigungsbügeln 72 gezeichnet, um deutlich zu machen, daß die Verbindung zwischen dem Be- festigungsbügel 72 und der Tragstruktur 74 ohne weiteres lösbar ist.

Aufgrund dieser Aufhängung der Tragstruktur 74 an den vier Eckpunkten mit Hilfe der Befestigungsbügel 72 kann die Fahrzeugkarosserie 12 in der mit einem Pfeil 76 ange- deuteten Richtung in der Höhe verfahren, aber auch in der

Längsrichtung der Fahrzeugkarosserie 12 und in dessen Querrichtung geschwenkt werden. Hierzu ist es lediglich erforderlich, die Antriebsaggregate für die Rollen 68 un- terschiedlich anzusteuern, um auf diese Weise die Länge der Bänder 70 unabhängig zu verändern.

In dem unterhalb der Fahrzeugkarosserie 12 erkennbaren Behälter 38 sind die in die Bodenfläche 44, die Seiten- wände 39 und in Stirnwände 41 des Behälters 38 eingelas- senen W-Strahler 48 erkennbar. Die flächig dargestellten UV-Strahler 48 können z. B. ein oder mehrere röhrenförmi- ge Leuchtmittel oder aber auch eine Vielzahl von annä- hernd punktförmigen Lichtquellen enthalten. Sämtliche In- nenflächen des Behälters 38 sind dort, wo sie nicht von Austrittsflächen der W-Strahler 48 belegt sind, durch eine reflektierende Aluminiumfolie 78 abgedeckt, die zu- sätzlich beispielsweise durch Knittern oder durch sonsti- ge unregelmäßige Erhebungen uneben gemacht wurde.

Die oben beschriebene Aushärtvorrichtung 10 arbeitet wie folgt : Im Betrieb sind die W-Strahler 48 in Funktion, so daß der gesamte Innenraum des Behälters 38 mit UV-Licht durchflutet ist, das durch die an den Innenflächen des Behälters 38 angebrachte zerknitterte Aluminiumfolie 78 zusätzlich in die unterschiedlichsten Richtungen reflek- tiert und auf diese Weise vergleichmäßigt wird. Die UV- Strahler 48 sind durch das über die Leitung 42 zugeführte

gasförmige Kohlendioxid gekühlt. Das auf diese Weise nur unwesentlich vorgewärmte Kohlendioxidgas tritt in den Be- hälter 38 ein und füllt diesen von unten nach oben auf.

Das an der Oberseite aus dem Behälter 38 austretende Koh- lendioxid, das in geringfügigem Ausmaße mit Ausgasungen aus dem auf der Fahrzeugkarosserie 12 aushärtenden Lack sowie Ozon gemischt sein kann, gelangt in den Innenraum 30 des Kabinengehäuses 28 und wird von dort über den Aus- laß 43 abgesaugt. Eine Absaugung kann auch unmittelbar an dem oberen Rand der Wandungen des Behälters 38 erfolgen.

Es sei angenommen, daß in einer vorgeschalteten Beschich- tungseinrichtung der Lackieranlage bereits mehrere Lack- schichten aufgetragen worden sind. Bei der obersten Lack- schicht handelt es sich um einen Klarlack, der als Pulver auf die bereits vorhandenen Lackschichten aufgebracht ist. Unter dem Einfluß von UV-Licht polymerisiert der Klarlack und härtet auf diese Weise aus. Voraussetzung hierfür ist, daß der pulverförmige Lack zuvor in einen quasi-flüssigen, gelartigen Zustand überführt wird. Hier- für dient die Vorwärmzone 18, in der eine darin ange- brachte Fahrzeugkarosserie 12 auf eine Temperatur von et- wa 90 °C erhitzt wird. Bei dieser Erweichungstemperatur geht das Pulver in den erwähnten gelartigen Zustand über.

Von der Vorwärmzone 18 wird der Hängewagen 16 mit daran angehängter Fahrzeugkarosserie 12 der Einlaßschleuse 34 zugeführt. Durch sukzessives Öffnen und Schließen der Rollentore 341,342 der Einlaßschleuse 34 wird der Hänge-

wagen 16 mit der Fahrzeugkarosserie 12 in den Innenraum 30 des Kabinengehäuses 28 eingebracht, ohne daß größere Mengen des darin enthaltenen Schutzgases nach außen drin- gen können.

Sobald der Hängewagen 16 mit der daran aufgehängten Fahr- zeugkarosserie 12 die in den Figuren 2 oder 3 gezeigte Position oberhalb des Behälters 38 erreicht hat, wird durch Abrollen der Bänder 70 von den Rollen 68 die Fahr- zeugkarosserie 12 in den Behälter 38 hinabgelassen. Nun erfolgt die eigentliche Aushärtung des nunmehr gelartigen Klarlacks unter Einwirkung des von den UV-Strahlern 48 erzeugten UV-Lichts. Da das Schutzgas die ursprünglich in dem Innenraum 30 vorhandene Luft verdrängt, wird verhin- dert, daß das W-Licht den molekularen Luftsauerstoff in Ozon umwandelt, was die Polymerisationsreaktion beein- trächtigen würde.

Damit insbesondere auch die Frontklappe 80 sowie die Heckklappe 82 der Fahrzeugkarosserie 12 die für eine Aus- härtung erforderliche Menge an UV-Licht erhält (die Lichtmenge oder-dosis wird in der Photometrie als Be- strahlung mit der Einheit Ws/rr oder J/cm2 bezeichnet), wird die in dem Behälter 38 eingetauchte Fahrzeugkarosse- rie 12 so um eine Querachse 83 (siehe Figur 3) der Fahr- zeugkarosserie 12 geschwenkt, daß auch die Frontklappe 80 und anschließend die Heckklappe 82 ausreichend nahe an den in die Bodenfläche 44 des Behälters 38 eingelassenen W-Strahlern 48 positioniert werden. Hierzu können die

Antriebsaggregate für die Rollen 68 z. B. so angesteuert werden, daß die vorderen und hinteren Paare von Bändern 70 gegenläufig verkürzt bzw. verlängert werden.

Da auch die Seitenflächen der Fahrzeugkarosserie 12 stark gewölbt sind, wie dies insbesondere in der Querschnitts- darstellung der Figur 3 erkennbar ist, werden zusätzlich auch die zu beiden Längsseiten der Fahrzeugkarosserie 12 angeordneten Paare von Bändern 70 so in ihrer Länge ver- ändert, daß die Fahrzeugkarosserie 12 eine Schwenkbewe- gung um ihre Längsachse 85 (siehe Figur 2) ausführt. Auf diese Weise können alle Bereiche der Seitenflächen der Fahrzeugkarosserie 12 ausreichend nahe an die in den Sei- tenwänden 39 des Behälters 38 eingelassenen UV-Strahler 48 gebracht werden.

Nach Abschluß des Aushärtvorgangs in dem Behälter 38 wird die Fahrzeugkarosserie 12 wieder angehoben, indem die Bänder 70 gleichmäßig verkürzt werden. Der Hängewagen 16 mit der Fahrzeugkarosserie 12 wird dann über die Aus- laßschleuse 36 der Nachwärmzone 22 zugeführt, in der eine Temperatur von etwa 105 °C herrscht. Dort verweilt die Fahrzeugkarosserie 12 etwa fünf bis zehn Minuten lang, in denen die Polymerisationsreaktion vollständig zum Ab- schluß kommt. Die Zeit und Temperatur kann dabei je nach Beschichtungsmaterial variieren.

Zur Steuerung dieser Vorgänge ist eine zentrale Steuerung vorgesehen, die in der Figur 1 mit 90 angedeutet ist. Die

Steuerung 90 steuert über ein Bussystem die einzelnen Stellmotoren innerhalb der Aushärtevorrichtung 10 und insbesondere der Hängewagen 16. Da derartige Steuerungen für Hängewagen vom Prinzip her im Stand der Technik be- kannt sind, wird auf die Darstellung von Einzelheiten zu dem Bussystem etc. verzichtet.

In der Steuerung 90 sind in einem Speicher 92 Raumformda- ten der Fahrzeugkarosserie 12 hinterlegt, die erforder- lich sind, um die Fahrzeugkarosserie 12 in dem Behälter 38 in der vorstehend beschriebenen Weise entlang der Längsachse 85 und der Querachse 83 zu verschwenken. Diese Raumformdaten können z. B. von einer übergeordneten Da- tenbearbeitungsanlage abgerufen werden, in der für sämt- liche die Aushärtvorrichtung 10 durchlaufende Fahrzeugka- rosserien 12 einschlägige Daten wie Art und Farbe der La- ckierung sowie Karosserietyp-und form hinterlegt sind.

Es ist dann lediglich ein Lesegerät erforderlich, welches den Typ der in die Bestrahlungsvorrichtung 20 einlaufen- den Fahrzeugkarosserie 12 erkennt, so daß die diesem Typ zugeordneten Raumformdaten abgerufen werden können.

Alternativ oder zu Kontrollzwecken zusätzlich hierzu ist es möglich, die notwendigen Raumformdaten auch mit einer Meßeinrichtung 94 zu ermitteln, die innerhalb der Ein- laßschleuse 34 angeordnet ist (siehe Figur 1). Die Me- ßeinrichtung 94 weist ein U-förmiges Gerüst auf, an dem eine Vielzahl optischer Abtaster 96 mit Infrarotlicht- quellen sowohl in vertikaler Richtung als auch quer zur

Förderrichtung 46 befestigt sind. Die optischen Abtaster 96 erfassen scannerartig die Außenkontur der Fahrzeugka- rosserie 12 bei deren Durchtritt durch die Meßeinrichtung 94.

Die Meßeinrichtung kann alternativ oder, wie in der Figur 1 gezeigt, auch zusätzlich hierzu eine Videokamera 97 mit einer dieser zugeordneten Bilderkennungseinrichtung 99 aufweisen. Die Videokamera 79 erzeugt von der Fahrzeugka- rosserie ein digitales Bild, aus dem in der Bilderken- nungseinrichtung durch an sich bekannte Algorithmen die Raumform der Fahrzeugkarosserie abgeleitet wird.

Die Figuren 4 und 5 zeigen ein alternatives Ausführungs- beispiel für den Behälter 38 und die darin angeordneten W-Strahler 48 in an die Figuren 2 und 3 angelehnten Dar- stellungen. Das alternative Ausführungsbeispiel unter- scheidet sich von dem vorstehend beschriebenen lediglich dadurch, daß UV-Strahler 48 nicht über die gesamte Innen- fläche des Behälters 38 verteilt sind, wie dies bei dem in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel der Fall ist. Statt dessen befindet sich-hier in einem in Längsrichtung verlängerten Behälter 38'eine U-förmige Anordnung von insgesamt sechs linienhaften W-Strahlern 48', die paarweise gelenkig miteinander verbunden sind und über hydraulische Verstellelemente 100 an den Quer- schnitt der Fahrzeugkarosserie 12 angepaßt werden können.

Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Fahrzeugkarosse- rie 12 zunächst ebenfalls in vertikaler Richtung in den Behälter 38'hineingelassen. AnschlieSend wird der Hänge- wagen 16 in der Förderrichtung 46 in eine langsame Bewe- gung in Förderrichtung 46 gesetzt, so daß die an dem Hän- gewagen 16 aufgehängte Fahrzeugkarosserie 12 zwischen der Anordnung der W-Strahler 48'hindurchgeführt wird. Falls sich die Querschnittskontur der Fahrzeugkarosserie 12 in deren Längsrichtung signifikant verändert, können die W- Strahler 48'durch Betätigen der Verstellelemente 100 entsprechend nachgeführt werden.

Alternativ oder zusätzlich zu dieser Art des Ausgleichs besteht jedoch auch hier die Möglichkeit, durch die oben beschriebenen Schwenkbewegungen der Fahrzeugkarosserie 12 um die Längsachse 85 auch die Seitenflächen der Fahrzeug- karosserie 12 optimal gegenüber den W-Strahlern 48'zu positionieren. Das von den W-Strahlern 48'erzeugte UV- Licht kann dann etwa unter einem rechten Winkel auf den betreffenden Oberflächenbereich auftreffen.

Bei Bedarf kann die Translationsbewegung des Hängewagens 16 dabei auch unterbrochen oder umgekehrt werden, so daß einzelne Oberflächenbereiche auf der Fahrzeugkarosserie 12 länger bestrahlt werden als andere.

Bei dem in den Figuren 4 und 5 gezeigten Ausführungsbei- spiel kann die Meßstation 96 auch in Förderrichtung 46 unmittelbar vor den UV-Strahlern 48'angeordnet sein. Um-

faßt die Meßstation 96 in diesem Fall etwa eine oder meh- re Lichtschranken, so kann, wenn die Fahrzeugkarosserie 12 in den Erfassungsbereich einer Lichtschranke gelangt, in Echtzeit eine entsprechende Ausweichbewegung der Fahr- zeugkarosserie 12 durch Verändern der Länge der Bänder 70 veranlaßt werden.

Die obigen Ausführungsbeispiele werden zum Aushärten von Lacken unter W-Licht eingesetzt. Sie lassen sich aber auch bei solchen Lacken verwenden, die unter Wärmeeinwir- kung, insbesondere in einer Inertgasatmosphäre, also bei- spielsweise in einer C02-oder Stickstoffatmosphäre, aus- härten. Es brauchen dann im wesentlichen nur die be- schriebenen UV-Strahler durch IR-Strahler ersetzt zu wer- den. Andere mit dem Wechsel der elektromagnetischen Strahlung verbundene konstruktive Anpassungen sind dem Fachmann bekannt und brauchen hier nicht näher erläutert zu werden.