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Title:
DEVICE HAVING A GUILLOTINE DEVICE FOR CUTTING TO LENGTH FOR MANUFACTURING A PACKAGING MATERIAL PRODUCT FROM A FIBRE STARTING MATERIAL AND METHOD FOR MANUFACTURING A PACKAGING MATERIAL PRODUCT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/120579
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for manufacturing a packaging material product made of a fibre starting material, such as a single-layer or multi-layer paper web or a corrugated board web, in particular made of recycled paper, comprising: a device for cutting to length for severing the packaging material product from a continuous length of packaging material, such as a corrugated board web or a three-dimensional continuous length of paper-cushioning formed in the device from the fibre starting material; a pair of feed wheels arranged upstream, in terms of flow, of the device for cutting to length in the conveying direction for conveying the continuous length of packaging material, and a pair of conveying wheels arranged downstream, in terms of flow, of the device for cutting to length in the conveying direction for conveying away the continuous length of packaging material, wherein a blade of the device for cutting to length is guided such that, during the cutting action, it cuts through the continuous length of packaging material in a translatory manner transversely to the conveying direction.

Inventors:
SCHWARBERG MARCO (DE)
SCHALK BASTIAN (DE)
KREBS VITALI (DE)
Application Number:
EP2019/084653
Publication Date:
June 18, 2020
Filing Date:
December 11, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SPRICK GMBH BIELEFELDER PAPIER & WELLPAPPENWERKE & CO (DE)
International Classes:
B31D5/00
Foreign References:
US20070117703A12007-05-24
US6168560B12001-01-02
US5123889A1992-06-23
US6033354A2000-03-07
US6468197B12002-10-22
Attorney, Agent or Firm:
SCHMID, Nils (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung (601) zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses (609) aus einem Faserausgangsmaterial, wie einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn oder einer Wellpappenbahn, insbesondere aus Recyclingpapier, umfassend:

eine Ablängvorrichtung (603) zum Abtrennen des

Verpackungsmaterialerzeugnisses (609) von einem Verpackungsmaterialstrang, wie einer Wellpappenbahn oder einem in der Vorrichtung (601) aus dem

Faserausgangsmaterial umgeformten, dreidimensionalen Papierpolsterstrang (611); ein der Ablängvorrichtung (603) in Förderrichtung (F) flussaufwärts angeordnetes Zuförderradpaar (613) zum Fördern des Verpackungsmaterialstrangs (611); und ein der Ablängvorrichtung (603) in Förderrichtung (F) flussabwärts angeordnetes Abförderradpaar (615) zum Abfördern des Verpackungsmaterialstrangs (611);

wobei

eine Schneide (605) der Ablängvorrichtung (603) derart geführt ist, dass sie im Schnitteingriff den Verpackungsmaterialstrang (611) quer zur Förderrichtung (F) translatorisch durchtrennt.

2. Vorrichtung (601) nach Anspruch 1, wobei

die Schneide (605) derart geführt ist, dass sie den Verpackungsmaterialstrang (611) translatorisch durchfährt und/oder quer zur Förderrichtung, vorzugsweise orthogonal zur Förderrichtung, durchfährt und/oder horizontal durchfährt.

3. Vorrichtung (601) nach Anspruch 1 oder 2, wobei

die Schneide (605) derart geführt ist, dass sie einen sich zumindest auf

Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung (603) in Förderrichtung (F) erstreckenden Förderkanal, der insbesondere durch eine Begrenzungswandung (617) begrenzt ist, translatorisch durchfährt und/oder quer zur Förderrichtung, vorzugsweise orthogonal zur Förderrichtung, durchfährt und/oder horizontal durchfährt.

4. Vorrichtung (601) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Schneide (605) mehrere, vorzugsweise zwischen 2 und 10, besonders bevorzugt zwischen 4 und 8, Schneidzacken (663) aufweist, wobei die Schneidzacken (663) vorzugsweise als in Schneidrichtung (S) spitz zulaufende Dreiecke ausgebildet sind, die sich vorzugsweise pyramidenförmig insbesondere in der zur Förderrichtung (F) entgegengesetzten Richtung verjüngen, und/oder wobei die Schneidzacken (663) vorzugsweise aneinander anschließen.

5. Vorrichtung (601) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Schneide (605) über einen Drehantrieb, insbesondere über einen Drehelektromotor, angetrieben wird, wobei die Drehbewegung des Elektromotors über einen

Umwandlungsgetriebe, wie einen Kniehebel, in eine translatorische Bewegung umgewandelt wird.

6. Vorrichtung (601), insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche, zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses (609) aus einem

Faserausgangsmaterial, wie einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn oder einer Wellpappenbahn, insbesondere aus Recyclingpapier, umfassend:

eine Ablängvorrichtung (603) zum Abtrennen des

Verpackungsmaterialerzeugnisses (609) von einem Verpackungsmaterialstrang, wie einer Wellpappenbahn oder einem in der Vorrichtung (601) aus dem

Faserausgangsmaterial umgeformten, dreidimensionalen Papierpolsterstrang (611); ein der Ablängvorrichtung (603) in Förderrichtung (F) flussaufwärts angeordnetes Zuförderradpaar (613) zum Fördern des Verpackungsmaterialstrangs (611);

ein der Ablängvorrichtung (603) in Förderrichtung (F) flussabwärts angeordnetes Abförderradpaar (615) zum Abfördern des Verpackungsmaterialstrangs (611);

einen sich zumindest auf Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung (603) in Förderrichtung (F) erstreckenden Förderkanal, der durch eine

Begrenzungswandung (617) begrenzt ist; und

einen in der Begrenzungswandung (617) ausgebildeten Spalt (629), der derart ausgestaltet ist, dass eine Schneide der Ablängvorrichtung (603) kontaktfrei in den Spalt (629) ein- und ausfahren kann.

7. Vorrichtung (601) nach Anspruch 6, wobei der Förderkanal (619) in Förderrichtung (F) flussaufwärts des Spaltes (629) von einem flussaufwärtigen Wandungsabschnitt (621) begrenzt ist, der eine den Spalt (629) in Förderrichtung (F) flussaufwärts begrenzende flussaufwärtige Konterkante (623) aufweist.

8. Vorrichtung (601) nach Anspruch 7, wobei die Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt (629) in Förderrichtung (F) von der flussaufwärtigen Konterkante (623) beabstandet ist, vorzugsweise um 0,1 mm bis 50 mm, 0,5 mm bis 30 mm oder 1,0 mm bis 15 mm beabstandet ist, wobei vorzugsweise der Abstand (a) zwischen Schneide und der flussaufwärtigen Konterkante (623) in Förderrichtung (F) beim Ein- und Ausfahren in den Spalt (629), besonders bevorzugt über den gesamten Verfahrweg von einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung, konstant ist.

9. Vorrichtung (601) nach Anspruch 7 oder 8, wobei

die Schneide (605) beim Ein- und Ausfahren in den Spalt (629) insbesondere in Schnittrichtung (S) über die flussaufwärtige Konterkante (623) hinaus fährt, vorzugsweise um 0,1 mm bis 200 mm, 0,5 mm bis 100 mm oder 5,0 mm bis 50 mm über die flussaufwärtige Konterkante (623) hinaus fährt.

io. Vorrichtung (601) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei der Förderkanal (619) in Förderrichtung (F) flussabwärts des Spaltes (629) von einem flussabwärtigen Wandungsabschnitt (625) begrenzt ist, der eine den Spalt (629) in Förderrichtung (F) flussabwärts begrenzende flussabwärtige Konterkante (627) aufweist.

11 Vorrichtung (601) nach Anspruch 10, wobei die Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt (629) in Förderrichtung (F) von der flussabwärtigen Konterkante (627) beabstandet ist, vorzugsweise um 0,1 mm bis 200 mm, 0,5 mm bis 100 mm oder 5,0 mm bis 50 mm beabstandet ist, wobei vorzugsweise der Abstand (b) zwischen Schneide und der flussabwärtigen Konterkante (627) in Förderrichtung (F) beim Ein- und Ausfahren in den Spalt (629), besonders bevorzugt über den gesamten Verfahrweg von einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung, konstant ist.

12. Vorrichtung (601) nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Schneide (605) beim Ein- und Ausfahren in den Spalt (629) insbesondere in Schnittrichtung (S) über die flussabwärtige Konterkante (627) hinaus fährt, vorzugsweise um 0,1 mm bis 150 mm, 0,5 mm bis 70 mm oder 5,0 mm bis 30 mm über die flussabwärtige Konterkante (627) hinaus fährt.

13. Vorrichtung (601) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei

die flussabwärtige Konterkante (627) gegenüber der flussaufwärtigen Konterkante (623) in Schneidrichtung (S) versetzt ist, vorzugsweise um 0,1 mm bis 200 mm, 0,1 mm bis 100 mm, 0,1 mm bis 50 mm, 0,5 mm bis 30 mm oder 5 mm bis 10 mm versetzt ist und/oder derart versetzt ist, dass der Verpackungsmaterialstrang und/oder das Verpackungsmaterialerzeugnis beim Abtrennen des

Verpackungsmaterialerzeugnisses kontaktfrei gegenüber dem flussabwärtigen Wandungsabschnitt (625), insbesondere der flussabwärtigen Konterkante (627), verbleiben.

14. Vorrichtung (601) nach einem der Ansprüche 6 bis 13, wobei die Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt (629) aus dem Förderkanal (619) herausfährt, vorzugsweise derart aus dem Förderkanal (619) herausfährt, dass beim Abtrennen entstehender Staub und/oder Schnipsel aus dem Förderkanal (619)

herausgeschleudert werden, und/oder die Schneide in einer Schneidendstellung um 0,1 bis 150 mm, 0,5 bis 70 mm, oder 5,0 bis 30 mm aus dem Förderkanal (619) herausragt.

15. Vorrichtung (601) nach einem der Ansprüche 6 bis 14, wobei

der Spalt (629) derart in die Begrenzungswandung (617) eingebracht ist, insbesondere die Begrenzungswandung derart ausgestaltet ist (617), dass die Schneide vor dem Einfahren in den Spalt (629) in Schnitteingriff mit dem

Verpackungsmaterialstrang (611) kommt, vorzugsweise das

Verpackungsmaterialerzeugnis abgetrennt wird bevor die Schneide (605) in den Spalt (629) einfährt.

16. Vorrichtung (601) nach einem der Ansprüche 6 bis 15, die einen in der

Begrenzungswandung (617) ausgebildeten Rückzugsspalt (633) umfasst, der derart ausgestaltet ist, dass die Schneide, insbesondere kontaktfrei, in den Förderkanal (619) ein- und ausfahren kann, wobei der Rückzugsspalt (633) vorzugsweise an einem dem Spalt (629) in Schneidrichtung (S) gegenüberliegenden Abschnitt der Begrenzungswandung (617) ausgebildet ist, wobei der Rückzugsspalt (633) und/oder der gegenüberliegende Abschnitt der Begrenzungswandung (617) vorzugsweise wie der Spalt (629) und/ oder die den Spalt (629) umgebenden Wandungsabschnitte (621, 625) ausgebildet ist.

17. Vorrichtung (601) nach Anspruch 16, wobei der Rückzugsspalt (633) und der Spalt (629) derart in der Begrenzungswandung (617) ausgebildet sind, dass die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung über den Rückzugsspalt (633) in den Förderkanal (619) einfahren und, insbesondere an einer in Schneidrichtung (S)gegenüberliegenden Seite des Förderkanals (619), über den Spalt (629) aus dem Förderkanal (619) ausfahren kann und/oder dass

die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidstartstellung in eine

Schneidendstellung zuerst über den Rückzugspalt (633) in den Förderkanal (619) einfährt, in dem Förderkanal (619) in Schneideingriff mit dem

Verpackungsmaterialstrang gerät und über den Spalt (629) aus dem Förderkanal (619) ausfährt und/oder dass

die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidendstellung in eine

Schneidstartstellung über den Rückzugsspalt (633) aus dem Förderkanal (619) ausfahren kann.

18. Vorrichtung (601) nach Anspruch 16 oder 17, wobei die Schneide über den

Rückzugsspalt (633) vollständig aus dem an die Schneide in Förderrichtung (F) anschließenden Förderkanalabschnitt ausgefahren werden kann.

19. Vorrichtung (601) nach einem der Ansprüche 16 bis 18, wobei sich der

Rückzugsspalt (633) quer, vorzugsweise orthogonal, zur Förderrichtung (F) und/oder zur Schneidrichtung (S)erstreckt.

20. Vorrichtung (601) nach einem der Ansprüche 6 bis 19, wobei sich der Spalt (629) quer, vorzugsweise orthogonal, zur Förderrichtung (F) und/oder zur

Schneidrichtung (S)erstreckt.

21. Vorrichtung (601) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das

Zuförderradpaar (613), das Abförderradpaar (615) und die Ablängvorrichtung (603) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der Verpackungsmaterialstrang (611) insbesondere beim Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses (609) unter Spannung steht.

22. Vorrichtung (601) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

wobei dem Zuförderradpaar (613) und dem Abförderradpaar (615) jeweils ein eigener Antrieb (635, 643) zum voneinander unabhängigen Antreiben und/oder Abbremsen zumindest eines Rades des jeweiligen Radpaares (613, 615) zugeordnet ist,

wobei die Antriebe (635, 643) derart unabhängig voneinander, insbesondere über eine übergeordnete Steuereinheit, angetrieben und/oder abgebremst werden, dass das Zuförderradpaar (613) und das Abförderradpaar (615) den

Verpackungsmaterialstrang (611) vor dem Abtrennen des

Verpackungsmaterialerzeugnisses (609) spannen.

23. Vorrichtung (601) nach Anspruch 1, wobei das Zuförderradpaar (613) und/oder das Abförderradpaar (615)

den Verpackungsmaterialstrang (611) zwischen zwei Förderrädern erfasst und entlang oder entgegen der Förderrichtung (F) und/oder entlang oder entgegen einer durch eine gemeinsame Tangente an einem jeweiligen Außenumfang der Förderräder definierten Durchführrichtung fördert.

24. Vorrichtung (601) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

wobei die Förderräder des Zuförderradpaars (613) und/oder das Abförderradpaars

(615) gegeneinander verspannt sind, vorzugsweise mit einer Kraft von wenigstens 1 Newton 50 Newton, 100 Newton oder 150 Newton, von wenigstens 250 Newton, 350 Newton oder 450 Newton, oder von wenigstens 550 Newton, 700 Newton oder 900 Newton, und/oder

der Radachsabstand (AA, ZA) der Förderräder zueinander jeweils eines Radpaares (613, 615) derart unterdimensioniert ist, dass die Förderräder gegeneinander elastisch vorgespannt sind.

25. Vorrichtung (601) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

wobei die Radachsen wenigstens eines, vorzugsweise beider, Förderradpaars (613, 615) jeweils

parallel zueinander verlaufen und/ oder

quer, vorzugsweise orthogonal, zur Förderrichtung (F) oder einer durch eine gemeinsame Tangente (TAZ, TAA) an einem jeweiligen Außenumfang der

Förderräder definierten Durchführrichtung verlaufen und/oder

entlang einer Ebene verlaufen, die sich quer, vorzugweise orthogonal, zur

Förderrichtung (F) oder einer durch eine gemeinsame Tangente (TAZ, TAA) an einem jeweiligen Außenumfang der Förderräder definierten Durchführrichtung erstreckt.

26. Vorrichtung (601) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

wobei die Förderradpaare (613, 615) insbesondere zueinander fluchtend entlang einer Ebene ausgerichtet sind, welche eine Radachse eines Förderradpaares (613, 615), vorzugsweise jeweils beide Radachsen beider Förderradpaare (613, 615), als Normalvektor aufweist.

27. Vorrichtung (601) nach einem der vorstehenden Ansprüche,

wobei wenigstens ein Rad wenigstens eines Förderradpaares (613, 615) einen elastisch deformierbaren Abrollbereich umfasst, wobei das Rad vorzugsweise durch einen Elastomerkörper, wie einen PU-Schaumkörper, gebildet ist oder eine entsprechende Außenbeschichtung aufweist.

28. Verfahren zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses (609) aus einem Faserausgangsmaterial, wie einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn oder einer Wellpappenbahn, insbesondere aus Recyclingpapier, wobei

das Verfahren mit einer Vorrichtung (601) nach einem der Ansprüche 1 bis 27 durchgeführt wird.

29 Verpackungsmaterial, wie ein Papierpolstermaterialstrang oder ein

Wellpappenbahnabschnitt, wobei das Verpackungsmaterial durch eine Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 27 hergestellt ist und/oder gemäß einem

Verfahren nach Anspruch 28 hergestellt ist.

Description:
Vorrichtung mit Guillotine-Ablängvorrichtung zum Fertigen eines

Verpackungsmaterialerzeugnisses aus einem Faserausgangsmaterial und Verfahren zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses aus einem Faserausgangsmaterial, wie einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn oder einer Wellpappenbahn, insbesondere aus Recyclingpapier. Außerdem betrifft die Erfindung Verfahren zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses. Gattungsgemäße Vorrichtungen werden beispielsweise in Logistikzentren als ortsveränderliche, mobile Einheit aufgestellt, um beim Verpacken eines Gegenstands längenkonfektionierte

Verpackungsmaterialerzeugnisse bereitzustellen. Unter Verpackungsmaterialstrang kann insbesondere ein Papierpolsterstrang gemeint sein, der aus einer im Vergleich zum Papierpolsterstrang raumsparenden ein- oder mehrlagigen Papierbahn, insbesondere aus Recyclingpapier, in Form einer Materialbahnrolle oder eines zick zack-gefalteten Verpackungsmaterialstapels, der auch als Leporello-Stapel bezeichnet wird, gewonnen wird. Zur Fertigung des Papierpolsterstrangs wird die Papierbahn von einer Rolle oder einem Leporello-Stapel abgezogen und derart umgeformt, dass sich Lufteinschlüsse bilden, die eine Dämpfung zwischen dem zu verpackenden Gegenstand und der Außenverpackung bewirken. Unter Verpackungsmaterialerzeugnis kann insbesondere ein Papierpolstererzeugnis, insbesondere einer bestimmten Länge, verstanden werden, dass von einem Papierpolsterstrang abgetrennt wurde. Unter Verpackungsmaterialstrang kann aber auch insbesondere eine Wellpappenbahn verstanden werden. Im Fall der Wellpappenbahn kann das Verpackungsmaterialerzeugnis ein Wellpappenbahnabschnitt sein, das von der Wellpappenbahn abgetrennt wurde. Wellpappenbahnabschnitte werden aus Nachhaltigkeitsgründen bevorzugt ebenfalls aus Recyclingpapier hergestellt.

Eine Vorrichtung zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses ist beispielsweise aus DE 697 35 564 T2 bekannt. Darin wird eine Papierbahn über eine Umformstation in einen dreidimensionalen Verpackungsmaterialstrang umgeformt und dem Verpackungsmaterialstrang über ein Deformationsradpaar eine gewisse Formstabilität gegeben. Anschließend werden mit einer Scherenschnittanordnung Verpackungsmaterialerzeugnisse von dem Deformationsradpaar abgetrennt, die anschließend über eine Sicherheitsausgaberutsche aus der Vorrichtung abgeführt werden. Für die Abförderung der Verpackungsmaterialerzeugnisse können in der Sicherheitsrutsche Förderräder vorgesehen sein.

Nachteilig an solchen Vorrichtungen ist, dass die Scherenschnittanordnung zum einen verschleißanfällig ist und zum anderen die Bildung von Schneidschipsein bedingt. Ferner hat sich gezeigt, dass der Verpackungsmaterialstrang und das Verpackungsmaterialerzeugnis zwischen den kooperierenden Schneiden der Scherenschnittanordnung eingeklemmt werden und dadurch ein Verstopfen der Vorrichtung hervorrufen kann. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Verschleiß der Scherenschnittanordnung hohe Austauschraten der Schneiden erfordert, um ein zuverlässiges Abtrennen des Verpackungsmaterials zu gewährleisten.

Um diesen Problemen von bekannten Vorrichtungen zu begegnen, schlägt DE 10 2014 016 874 Ai eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Fertigen eines

Verpackungsmaterialerzeugnisses vor. Diese umfasst einen Rotationsschneider und jeweils ein dem Rotationsschneider vorgelagertes und nachgelagertes Förderradpaar. Zur Erhöhung der Präzision beim Abtrennen des Polstermaterials und zur Reduzierung des Verschleißes an dem Rotationsschneider wird vorgeschlagen die zwei Förderradpaare derart aufeinander abzustimmen, dass das Polstermaterial vor dem Schnitt unter Spannung steht. Dies wird insbesondere durch unterschiedliche Fördergeschwindigkeiten der zwei Förderradpaare oder durch temporäres Erhöhen des Abstandes zwischen beiden Förderradpaaren erreicht. Ferner konnte insbesondere durch eine höhere Fördergeschwindigkeit des dem Rotationsschneider in Förderrichtung nachgelagerten Förderradpaares und durch einen Rotationsschneider mit Abstreifvorrichtung das Risiko reduziert werden, dass Verstopfungen in der Vorrichtung auftreten.

Nachteilig an der gattungsgemäßen Vorrichtung ist die Komplexität derselben. Zum einen bringt die Verwendung eines Rotationsschneiders mit Abstreifvorrichtung große Herstellungs- und Wartungskosten mit sich. Zum anderen birgt das bekannte Konzept einen erhöhten Entwicklungsaufwand bei der Entwicklung neuer Vorrichtungen für bestimmte Papiermateriahen und bestimmte Formen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses. So müssen die Kinematik und die zwischen Schneide und Abstreifer beim Abtrennen auftretenden Kräfte bereits bei der Auslegung der Vorrichtung berücksichtigt werden. Ferner bieten die rotierenden Teile des Abstreifers und des Rotationsschneiders einerseits Staubfangflächen und sind andererseits anfällig für Blockaden durch Staubablagerung. Auch der elastische Abstreifer droht bei zu viel Staubablagerung porös zu werden oder an Elastizität einzubüßen, was sich negativ auf die Staubildungsgefahr auswirken kann. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass, sofern trotz der vorgeschlagenen Maßnahmen, Papierstau auftritt, dieser nur durch manuellen Eingriff einer Bedienperson beseitigt werden kann, was zum einen die für die Staubeseitigung erforderliche Zeit erhöhen kann und zum anderen erhöhte Anforderungen an Sicherheitsvorschriften für die Vorrichtung mit sich bringt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden, insbesondere eine Vorrichtung zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses aus einem Faserausgangsmaterial und ein Verfahren zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses bereitzustellen, wobei der Entwicklungs-, Fertigungs- und/oder Wartungsaufwand für die Vorrichtung reduziert werden und das Risiko der Staubildung und/oder der Staubablagerung in der Vorrichtung nicht erhöht, insbesondere reduziert, werden soll und/oder die Staubeseitigung erleichtert, insbesondere sicherer gemacht, werden soll.

Diese Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche.

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst die Vorrichtung zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses aus einem Faserausgangsmaterial, wie einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn oder einer Wellpappenbahn, insbesondere aus Recyclingpapier, eine Ablängvorrichtung zum Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses von einem Verpackungsmaterialstrang, wie einer Wellpappenbahn oder einem in der Vorrichtung aus dem Faserausgangsmaterial umgeformten, dreidimensionalen Papierpolsterstrang . Ferner ist erfindungsgemäß ein der Ablängvorrichtung in Förderrichtung flussaufwärts angeordnetes Zuförderradpaar zum Fördern des Verpackungsmaterialstrangs und ein der Ablängvorrichtung in Förderrichtung flussabwärts angeordnetes Abförderradpaar zum Abfördern des Verpackungsmaterialstrangs vorgesehen. Gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Schneide der Ablängvorrichtung derart geführt, dass sie im Schnitteingriff den Verpackungsmaterialstrang quer zur Förderrichtung translatorisch durchtrennt. Das Verpackungsmaterialerzeugnis ist insbesondere aus Recyclingpapier hergestellt. Recyclingpapier sind insbesondere Papiermaterialien mit einem geringen Anteil (weniger als 50%) an frischfaserhaltigem Papiermaterial. Insbesondere Papiermaterialien, die 70% bis 100% Altpapier enthalten, sind bevorzugt. Das Recyclingpapier im Sinne dieser Erfindung soll Papiermaterial sein, das einen Zugfestigkeitsindex längs zur Maschinenlaufrichtung von höchstens 90 Nm/g aufweisen kann, vorzugsweise eine Zugfestigkeit von 15 Nm/g bis 60 Nm/g und einen Zugfestigkeitsindex quer zur Maschinenlaufrichtung von höchstens 60 Nm/g aufweisen kann, vorzugsweise eine Zugfestigkeit von 5 Nm/g bis 40 Nm/g . Zur Bestimmung der Zugfestigkeit bzw. des Zugfestigkeitsindex kann eine Norm DIN EN ISO 1924-2 oder DIN EN ISO 1924-3 herangezogen werden. Zudem oder alternativ kann eine Recyclingpapiereigenschaft oder Altpapiereigenschaft durch den sogenannten Berstwiderstand charakterisiert werden. Ein Material in diesem Sinne ist Recyclingpapier mit einem Berstindex von höchstens 3,0 kPa*m A 2/g, vorzugsweise mit einem Berstindex von 0,8 kPa*m A 2/g bis 2,5 kPa*m A 2/g. Zur Bestimmung des Berstindex wird die Norm DIN EN ISO 2758 herangezogen. Weiterhin weist das Verpackungsmaterial eine flächenbezogene Masse von insbesondere 40 g/m A 2 bis max. 140 g/m A 2 auf. Das Faserausgangsmaterial kann insbesondere eine ein- oder mehrlagige Papierbahn oder eine Wellpappenbahn sein. Ferner kann das Faserausgangsmaterial als Materialbahnrolle oder als zick-zack-gefalteter Verpackungsmaterialstapel vorhegen, der auch als Leporello-Stapel bezeichnet wird.

Insbesondere betrifft die im Zusammenhang mit dem ersten und/oder zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung beschriebene Vorrichtung eine Polstermaterialerzeugungsvorrichtung. Unter einer

Polstermaterialerzeugungsvorrichtung ist insbesondere ein Vorrichtung zu verstehen, bei der aus einer ein- oder mehrlagigen Bahn von Ausgangsmaterial, insbesondere aus einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn, ein dreidimensionaler Polsterstrang, insbesondere ein dreidimensionaler Papierpolsterstrang, erzeugt wird.

Vorzugsweise ist die Vorrichtung eine Vorrichtung zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses in Form eines dreidimensionalen Papierpolstererzeugnisses. Dabei wird vorzugsweise eine ein- oder mehrlagige Papierbahn in einen Papierpolsterstrang umgeformt und anschließend über die Ablängvorrichtung das Papierpolstererzeugnis von dem Papierpolsterstrang abgetrennt. Für die Umformung in den Papierpolsterstrang ist vorzugsweise eine Umformvorrichtung vorgesehen, die vorzugsweise in Förderrichtung flussaufwärts des Zuförderradpaares angeordnet ist. Die Umformvorrichtung kann beispielsweise ein trichterförmiger Wandungsabschnitt der Vorrichtung sein, der sich in Förderrichtung zum Zuförderradpaar hin verjüngt. Alternativ oder zusätzlich kann eine separate Umformvorrichtung, wie ein Umformtrichter in Förderrichtung stromaufwärts des Zuförderradpaars an die Vorrichtung und/oder an den trichterförmigen Wandungsabschnitt der Vorrichtung angebracht sein. Alternativ oder zusätzlich kann eine Umformvorrichtung in Förderrichtung stromabwärts der Ablängvorrichtung vorgesehen sein. Eine derartige stromabwärts der Ablängvorrichtung angeordnete Umformvorrichtung kann beispielsweise durch einen trichterförmigen Wandungsabschnitt der Vorrichtung ausgebildet sein, der sich in Förderrichtung verjüngt. Vorzugsweise ist eine stromabwärts der Ablängvorrichtung angeordnete Umformvorrichtung zwischen der Ablängvorrichtung und dem Abförderradpaar angeordnet, schließt insbesondere in Förderrichtung an das Abförderradpaar an.

Ferner umfasst die Ablängvorrichtung vorzugsweise eine Führung, die die Schneide derart führt, dass sie den Materialpolsterstrang im Schnitteingriff, translatorisch durchtrennt. Unter dem Schnitt eingriff ist insbesondere der Zeitpunkt zu verstehen, indem die Schneide in den Materialstrang eintaucht. Besonders bevorzugt taucht die Schneide im Schnitteingriff über ihre gesamte Tiefe in den Materialstrang ein. Darunter ist insbesondere zu verstehen, dass die Schneide in der Tiefe gerade verläuft, insbesondere die Spitze der Schneide sich in der Tiefe auf einer Schneidrichtungshöhe erstreckt. Durch das eintauchen der Schneide über ihre gesamte Tiefe im Schnitteingriff kann insbesondere gewährleistet werden, dass der Verpackungsmaterialstrang möglichst gleichmäßig, insbesondere zeitgleich, über die in Tiefenrichtung gesamte Erstreckung des Verpackungsmaterialstrangs durchtrennt wird. Dadurch wird insbesondere das Reißen des Papierpolsterstrangs beim Abtrennen reduziert, vorzugsweise vermieden.

Unter Tiefenrichtung ist insbesondere die Richtung zu verstehen, die quer, insbesondere orthogonal, zur Schneidrichtung und zur Förderrichtung verläuft.

Reißen tritt insbesondere dann auf, wenn der Materialstrang vor dem Durchtrennen mit einer Spannung beaufschlagt wird. So kann beispielsweise das Trennen allein durch Aufbringen einer hohen Spannung realisiert werden, aufgrund derer der Materialstrang reißend durchtrennt wird. Allerdings entsteht beim Reißen gegenüber dem Schneiden mit einer Schneide vermehrt Staub, den es insbesondere aus sicherheitstechnischen Gründen und Wartungsgründen zu vermeiden gilt. Aber auch beim Schneiden mit einer Schneide kann der Verpackungsmaterialstrang zu einem gewissen Maß reißen. Beispielsweise tritt Reißen auf, wenn der Verpackungsmaterialstrang vor dem Abtrennen unter Spannung gesetzt wird und die Schneide, wie beispielsweise beim Scherenschnitt, in der über eine Seite in den Materialstrang eintaucht und das Material über den Schneidvorgang in Tiefenrichtung durchtrennt. Ab einem gewissen Fortschritt der Durchtrennung, insbesondere in Tiefenrichtung, kann die Spannung in dem Verpackungsmaterialstrang zum Reißen des noch nicht geschnittenen Abschnitts führen. Dadurch, dass die Schneide in Tiefenrichtung möglichst im Schnitteingriff über die gesamte Tiefe des Materialstrangs in diesen eintaucht, kann daher insbesondere die Staubbildung reduziert werden.

Durch das translatorische Durchtrennen des Verpackungsmaterialstrangs im Schnitt eingriff quer zur Förderrichtung wird der Materialstrang quer zur Förderrichtung insbesondere mit einer Schneidekraft beaufschlagt. Diese Schneidkraft kann vorzugsweise, insbesondere vor dem eigentlichen Durchtrennen, ein Spannen des Verpackungsmaterialstrangs zwischen den Förderradpaaren bewirken. Insbesondere bei der Ausführung, in der die Schneide derart ausgebildet und/ oder geführt ist, dass sie gleichmäßig, insbesondere zeitgleich, über die gesamte Tiefe des Papierpolsterstrangs eindringt, kann die vor dem eigentlich Durchtrennen auf den Papierpolsterstrang aufgebrachte Schneidkraft erhöht und somit insbesondere die Spannung des Verpackungsmaterialstrangs erhöht werden. Gegenüber Rotationsschneidern oder scherenartig kooperierenden Schneiden weist eine translatorisch geführte Schneide quer zur Förderrichtung den Vorteil auf, dass auch die aufgebrachte Kraft quer zur Förderrichtung, vorzugsweise orthogonal zur Förderrichtung, auf den Verpackungsmaterialstrangs wirkt und diesen zwischen den Förderradpaaren spannt.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schneide derart geführt, dass sie den Verpackungsmaterialstrang translatorisch durchfährt und/oder quer zur Förderrichtung, vorzugsweise orthogonal zur Förderrichtung durchfährt und/oder horizontal durchfährt.

Alternativ oder zusätzlich ist die Schneide derart geführt, dass sie einen sich zumindest auf Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung in Förderrichtung erstreckenden Förderkanal, der insbesondere durch eine Begrenzungswandung begrenzt ist, translatorisch durchfährt und/oder quer zur Förderrichtung, vorzugsweise orthogonal zur Förderrichtung durchfährt und/oder horizontal durchfährt. Der Förderkanal und bevorzugte Ausführungsformen dessen sind insbesondere im Zusammenhang mit dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung detailliert beschrieben.

Es hat sich als besonders bevorzugt herausgestellt, dass die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung rein translatorisch verfährt.

Besonders bevorzugt durchtrennt und/oder durchfährt die Schneide den Verpackungsmaterialstrang und/oder den Förderkanal quer, vorzugsweise orthogonal, zu dem sich zwischen den Förderradpaaren erstreckenden Verpackungsmaterialstrang.

Ferner hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, die Ablängvorrichtung frei einer Gegenschneide auszuführen. Dadurch können insbesondere die Entwicklungskosten und die Wartungskosten für die Vorrichtung reduziert werden, da das Zusammenwirken von Schneide und Gegenschneide in der Regel das Einhalten von engen Toleranzen erfordert. Dies erhöht auch die Anforderungen an die Führung der Schneide und/ oder der Gegenschneide zueinander, sodass durch das gegenschneidfreie abtrennen abermals die Herstellungs- und Wartungskosten reduziert werden können. Ferner kann durch den Einsatz einer Gegenschneide der Verschleiß der Schneiden verstärkt werden. Darüber hinaus kann es insbesondere aufgrund des engen Zusammenwirkens zwischen Schneide und Gegenschneide zu vermehrten Auftreten von Verpackungsmaterialverstopfungen kommen. Durch das translatorische Durchtrennen des Verpackungsmaterialstrangs quer zur Förderrichtung kann insbesondere die Gegenschneide durch Spannen des Verpackungsmaterialstrangs kompensiert werden. Da das Spannen des Verpackungsmaterialstrangs insbesondere das Abtrennen unterstützt, sinken insbesondere die Anforderungen an die Qualität der Schneide. So können insbesondere günstigere Schneiden, beispielsweise geringerer Härte, eingesetzt werden, insbesondere ohne die Standzeiten der Schneide zu verringern, sodass die Fertigungs- und Wartungskosten für die Vorrichtung reduziert sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Schneide mehrere, vorzugsweise zwischen zwei und zehn, besonders vier und acht Schneidzacken auf, wobei die Schneidzacken vorzugsweise als in Schneidrichtung spitz zulaufende Dreiecke ausgebildet sind, die sich vorzugsweise pyramidenförmig insbesondere in der zur Förderrichtung entgegengesetzten Richtung verjüngen. Alternativ oder zusätzlich schließen die Schneidzacken in einer zur Förderrichtung und zur Schneidrichtung quer orientierten, insbesondere orthogonal orientierten, Richtung, insbesondre in Tiefenrichtung, aneinander an.

Mit dem über die Zeit zwangsläufig eintretenden Verschleiß der Schneide kann sich insbesondere das Verhältnis zwischen Schneiden und Reißen beim Abtrennen des Verpackungsmaterialzeugnisses hin zum Reißen verschieben, was insbesondere die Staubbildung fördern kann. Ein Vorteil der Verwendung von Schneidzacken liegt insbesondere darin, dass durch die in Schneidrichtung spitz zulaufende Form der Zacken auch bei eine abgestumpften Schneide noch ein Eindringen in den Verpackungsmaterialstrangs gewährleistet werden kann. Dadurch kann insbesondere vermieden werden, dass zum aufrechterhalten des Abtrennens die Spannung in dem Verpackungsmaterialstrangs übermäßig erhöht werden muss, sodass eine übermäßige Staubbildung vermieden werden kann. Die Verwendung von Schneidzacken ermöglicht insbesondere einerseits, dass ein Eintauchen in den Verpackungsmaterialstrangs über die gesamte der Tiefe im Schnitteingriff realisiert werden kann, und somit insbesondere bei neuen, scharfen Schneiden ein möglichst staubfreies Abtrennen ermöglicht wird. Andererseits ermöglichen die Schneidzacken gegenüber einer glatten Schneide, dass auch bei abgestuften Schneiden noch ein Eindringen in den Papierpolsterstrang und dadurch ein möglichst staubfreies Schneiden ermöglicht wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Schneide über einen Drehantrieb, insbesondere über einen Drehelektromotor, angetrieben, wobei die Drehbewegung des Elektromotors über ein Umwandlungsgetriebe, wie ein Kniehebel in einer translatorischen Bewegung umgewandelt wird.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst eine Vorrichtung zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses aus einem Faserausgangsmaterial, wie einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn oder einer Wellpappenbahn, insbesondere aus Recyclingpapier, eine Ablängvorrichtung zum Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses von einem

Verpackungsmaterialstrang, wie einer Wellpappenbahn oder einem in der Vorrichtung aus dem Faserausgangsmaterial umgeformten, dreidimensionalen Papierpolsterstrang. Ferner umfasst die Vorrichtung ein der Ablängvorrichtung in Förderrichtung flussaufwärts angeordnetes Zuförderradpaar zum Fördern des Verpackungsmaterialstrangs und ein der Ablängvorrichtung in Förderrichtung flussabwärts angeordnetes Abförderradpaar zum Abfördern des Verpackungsmaterialstrangs. Gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst die Vorrichtung einen sich zumindest auf Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung in Förderrichtung erstreckenden Förderkanal, der durch eine Begrenzungswandung begrenzt ist. Außerdem umfasst die Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung einen in der Begrenzungswandung ausgebildeten Spalt, der derart ausgestaltet ist, dass eine Schneide der Ablängvorrichtung kontaktfrei in den Spalt ein- und ausfahren kann. Unter einem kontaktfreien Ein- und Ausfahren in den Spalt ist insbesondere zu verstehen, dass die Schneide kontaktfrei gegenüber den den Spalt in Förderrichtung begrenzenden Konterkanten verbleibt.

Es sei klar, dass sämtliche im Zusammenhang mit dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung genannten Ausgestaltungen mit dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung kombiniert werden können und sämtliche der zuvor und nachfolgend im Zusammenhang mit dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung genannten Ausführungsformen mit dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung kombiniert werden können.

Vorzugsweise ist der Spalt auf Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der Spalt derart ausgebildet, dass die Schneide den Verpackungsmaterialstrang im Schnitteingriff translatorische Durchtrennen, insbesondere rein translatorisches aus einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung Verfahren, kann und kontaktfrei in den Spalt ein- und ausfahren kann, insbesondere die Schneidespitze der Schneide den Förderkanal kontaktfrei verlassen kann.

Der Spalt ist insbesondere eine längliche Öffnung. Darunter ist insbesondere zu verstehen, dass die Erstreckung des Spaltes in eine Spaltlängsrichtung deutlich größer ist als in die anderen Richtungen. Die Spaltlängsrichtung entspricht insbesondere der Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich der Spalt in Tiefenrichtung um wenigstens 200 %, 300%, 400% oder 500 % der Spalterstreckung in Schneidrichtung und in Förderrichtung. Insbesondere erstreckt sich der Spalt in Tiefenrichtung über wenigstens 60 %, 80 %, 90% oder 95%, insbesondere wenigstens 100%, der Erstreckung des Förderkanals, der Schneide, des flussaufwärtigen Wandungsabschnitts und/oder des flussabwärtigen Wandungsabschnitt in Tiefenrichtung. In Förderrichtung erstreckt sich der Spalt insbesondere zwischen der flussaufwärtigen und der flussabwärtigen Konterkante. In Schneidrichtung erstreckt sich der Spalt insbesondere zwischen der dem Förderkanal zugewandten Begrenzungsfläche der Begrenzungswandung, insbesondere der Begrenzungsfläche des stromaufwärtigen Wandungsabschnitts, der den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzt, und der dem Förderkanal abgewandten Fläche, insbesondere Außenfläche, der Begrenzungswandung, insbesondere der dem Förderkanal abgewandten Fläche des stromabwärtigen Wandungsabschnitts, der den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzt. Insbesondere erstreckt sich der Spalt in Schneidrichtung und/oder in Förderrichtung um höchsten 50%, 30%, 20 % oder 10 % der Erstreckung des Spaltes in Tiefenrichtung. Unter dem Einfahren der Schneide in den Spalt ist insbesondere ein Verfahren der Schneide in Schneidrichtung über die dem Förderkanal zugewandte Begrenzungsfläche der Begrenzungswandung, insbesondere des den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzenden flussaufwärtigen Wandungsabschnitts, hinaus zu verstehen. Unter dem Ausfahren der Schneide aus dem Spalt ist insbesondere ein Verfahren der Schneide in Schneidrichtung über die dem Förderkanal abgewandte Außenfläche der Begrenzungswandung, insbesondere des den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzenden flussabwärtigen Wandungsabschnitts, hinaus zu verstehen. Insbesondere durch den Versatz der stromabwärtigen Konterkante zu der stromaufwärtigen Konterkante in Schneidrichtung kann die Spalterstreckung in Schneidrichtung vergrößert werden. Ein Verfahren der Schneide aus dem Förderkanal heraus wird insbesondere dann erreicht, wenn die Schneide, insbesondere die Schneidspitze, über die den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzende Begrenzungswand, insbesondere die dem Förderkanal in Schneidrichtung zugewandte Begrenzungsfläche der flussaufwärtigen und/oder flussabwärtigen Begrenzungswandung, hinaus verfährt.

Unter Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung ist insbesondere die Höhe in Förderrichtung gemeint, auf der die Schneide, insbesondere die Schneidspitze, der Ablängvorrichtung sich im Schnitteingriff mit dem Verpackungsmaterialstrang befindet. Vorzugsweise verfährt die Schneide auf der Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung rein translatorisch in Schneidrichtung, wobei die Schneidrichtung vorzugweise quer, insbesondere orthogonal, zur Förderrichtung verläuft. Der Förderkanal auf Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung erstreckt sich in Förderrichtung insbesondere stromabwärts und stromaufwärts der Schneide, besonders bevorzugt wenigstens bis zu den Förderradpaaren. Dabei wird der Förderkanal insbesondere von der Begrenzungswandung begrenzt. Vorzugsweise umschließt die Begrenzungswandung den Förderkanal stromaufwärts und/oder stromabwärts der Ablängvorrichtung umfänglich. Darunter ist insbesondere zu verstehen, dass der Förderkanal in Förderrichtung offen und in Schneidrichtung sowie in der Tiefe der Vorrichtung von der Begrenzungswandung begrenzt, insbesondere umschlossen ist. Beispielsweise kann die Begrenzungswandung sich in Schneidrichtung und/oder in Tiefenrichtung gegenüberliegende Wandungsabschnitte aufweisen, die den Förderkanal begrenzen. Der Förderkanal muss jedoch nicht zwangsläufig von der Begrenzungswandung umschlossen werden. Er kann beispielsweise auch durch zwei sich gegenüberliegende, insbesondere parallel zueinander verlaufende, Wandungen in Schneidrichtung oder in Tiefenrichtung, gebildet sein, während der Förderkanal in der jeweils anderen Richtung offen ist. Besonders bevorzugt wird der Förderkanal von sich gegenüberliegenden, vorzugsweise sich parallel zueinander erstreckenden, oberen und unteren Wandungsabschnitten begrenzt, die den Förderkanal in Tiefenrichtung begrenzen. Besonders bevorzugt erstrecken sich die oberen und unteren Wandungsabschnitte in Förderrichtung zwischen den Förderradpaaren, insbesondere wenigstens von dem Zuförderradpaar bis zu dem Abförderradpaar. Vorzugsweise wird die Schneide insbesondere auf Höhe der Ablängvorrichtung in Förderrichtung über die oberen und unteren Wandungsabschnitte geführt, insbesondere beim Verfahren aus einer Schneidstartstellung eine Schneidendstellung.

Insbesondere umfasst die Begrenzungswandung einen flussaufwärtigen Wandungsabschnitt. Insbesondere ist der Förderkanal in Förderrichtung flussaufwärts des Spaltes von dem flussaufwärtigen Wandungsabschnitt begrenzt, der eine den Spalt in Förderrichtung flussaufwärts begrenzende flussaufwärtige Konterkante aufweist. Insbesondere begrenzt der flussaufwärtigen Wandungsabschnitt den Förderkanal in Schneidrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussaufwärtige Wandungsabschnitt ausgehend vom Spalt in die zur Förderrichtung entgegengesetzte Richtung und in Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussaufwärtige Wandungsabschnitt ausgehend vom Spalt in die zur Förderrichtung entgegengesetzte Richtung um wenigstens 40 %, 60 %, 80 % oder 100 % des Abstandes zwischen dem Spalt und einer, insbesondere beider, Rotationsachse des Zuförderradpaares in Förderrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussaufwärtige Wandungsabschnitt in Tiefenrichtung um wenigstens 100 %, 120 %, 140 %, 160 % 180 % oder 200 % der Erstreckung des Zuförderradpaares in Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussaufwärtige Wandungsabschnitt in Tiefenrichtung um wenigstens 60 %, 80 %, 100 %, 120 % oder 140 % der Erstreckung des Verpackungsmaterialstranges in Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussaufwärtige Wandungsabschnitt in Tiefenrichtung und in zur Förderrichtung entgegensetzten Richtung derart, dass ein Austritt des Verpackungsmaterialstranges in Schneidrichtung aus dem Förderkanal heraus zwischen dem Spalt und dem Zuförderradpaar verhindert wird. Insbesondere begrenzt der flussaufwärtige Wandungsabschnitt den Förderkanal in Schneidrichtung derart, dass ein Verfangen des Verpackungsmaterialstranges mit den Rotationsachsen des Zuförderradpaares verhindert wird. Insbesondere sind die Rotationsachsen des Zuförderradpaares außerhalb des Förderkanals angeordnet. Insbesondere erstreckt sich der flussaufwärtige Wandungsabschnitt, der den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzt, in Tiefenrichtung und in die zur Schneidrichtung entgegengesetzte Richtung vollflächig. Beispielsweise kann der flussaufwärtige Wandungsabschnitt sich als durchgehende Wandung flächig über wenigstens 40%, 60%, 80% oder 100 % der Breite des Förderkanals in Tiefenrichtung und ausgehend vom Spalt in die zur Förderrichtung entgegengesetzte Richtung über wenigstens 40%, 60%, 80% oder 100 % des Abstandes zwischen dem Spalt und den Rotationsachsen des Zuförderradpaares erstrecken.

Insbesondere umfasst die Begrenzungswandung zwei einander in Schneidrichtung gegenüberliegende flussaufwärtige Wandungsabschnitte. Insbesondere ist ein erster der zwei flussaufwärtigen Wandungsabschnitte gemäß einem oder mehreren der zuvor beschriebenen Merkmale ausgestaltet. Insbesondere begrenzt der zweite der zwei flussaufwärtige Wandungsabschnitte den Förderkanal in die zur Schneidrichtung entgegengesetzte Richtung. Insbesondere ist der zweite flussaufwärtige Wandungsabschnitt gemäß einem oder mehreren der zuvor beschriebenen Merkmale des flussaufwärtigen Wandungsabschnitts ausgestaltet. Insbesondere sind die zwei flussaufwärtigen Wandungsabschnitte in Schneidrichtung um wenigstens 100%, 120% oder 150% und/oder um höchstens 400%, 300%, 250% oder 200 % der Erstreckung des Verpackungsmaterialstrangs in Schneidrichtung voneinander beabstandet. Insbesondere erstrecken sich die zwei flussaufwärtigen Wandungsabschnitte in Schneidrichtung zwischen den Rotationsachsen des Zuförderradpaares.

Insbesondere wird der Förderkanal in Förderrichtung zwischen den Rotationsachsen des Zuförderradpaares und dem Spalt von den zwei flussaufwärtigen Wandungsabschnitten begrenzt. Insbesondere erstrecken sich zwei flussaufwärtige Wandungsabschnitte in Förderrichtung und in Tiefenrichtung derart flächig, dass Sie einen Austritt des Verpackungsmaterialstrangs aus dem Förderkanal verhindern. Der Förderkanal wird insbesondere durch den Raum gebildet, den der Verpackungsmaterialstrang bei der Fertigung des Verpackungsmaterialerzeugnisses zwischen dem Zuförderradpaar und dem Abförderradpaar durchfährt. Der Förderkanal erstreckt sich in Schneidrichtung und in Tiefenrichtung insbesondere über wenigstens 100%, 120%, 140% oder 160% der Erstreckung des Verpackungsmaterialstrangs in Schneidrichtung und in Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich der Förderkanal in Schneidrichtung maximal über die Erstreckung der Zuförderradpaare, vorzugsweise über weniger als 100%, 90% oder 80% der Erstreckung beider Förderräder des Zuförderradpaares in Schneidrichtung.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Förderkanal zusätzlich durch zwei sich in Tiefenrichtung gegenüberliegende flussaufwärtige obere und untere Wandungsabschnitte begrenzt. Die oberen und unteren Wandungsabschnitte können insbesondere Führungsflächen für die Schneide bereitstellen. Ferner können die oberen und unteren Wandungsabschnitte als Montagewandungen zur Befestigung des Zuförderradpaares eingesetzt werden. Insbesondere begrenzen der obere und der untere flussaufwärtige Wandungsabschnitt den Förderkanal in Tiefenrichtung. Die flussaufwärtigen oberen und unteren Wandungsabschnitte können insbesondere in Tiefenrichtung an den flussaufwärtigen Wandungsabschnitt, insbesondere an beide flussaufwärtige Wandungsabschnitte, anschließen, die den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzen. Insbesondere kann der Förderkanal durch drei flussaufwärtige Wandungsabschnitte begrenzt werden, die flussaufwärts des Spaltes eine U-förmige Begrenzungswandung bilden, insbesondere durch einen den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzenden Wandungsabschnitt und zwei den Förderkanal in Tiefenrichtung begrenzenden Wandungsabschnitte. Besonders bevorzugt wird der Förderkanal durch vier flussaufwärtige Wandungsabschnitte begrenzt, die flussaufwärts des Spaltes einen im Wesentlichen geschlossenen Profilquerschnitt bilden. Insbesondere bilden die vier flussaufwärtigen Wandungsabschnitte flussaufwärts des Spaltes eine eckige, insbesondere rechteckige, flussaufwärtige Begrenzungswandung, die den Förderkanal flussaufwärts des Spaltes in Schneidrichtung und in Tiefenrichtung im Wesentlichen umschließt. Unter im Wesentlichen ist in diesem Zusammenhang insbesondere zu verstehen, dass die Begrenzungswandung den Förderkanal zwischen dem Zuförderradpaar und dem Spalt in Tiefenrichtung und in Schneidrichtung zu wenigstens 70%, 80%, 90% oder 95% umschließt. Besonders bevorzugt ist der Förderkanal zwischen dem Zuförderradpaar und dem Spalt in Tiefenrichtung und in Schneidrichtung zu 100 % von der flussaufwärtigen Begrenzungswandung umschlossen. Vorzugsweise ist der Spalt, insbesondere in den zur Schneidrichtung orthogonalen Richtungen, derart ausgestaltet, dass der Verpackungsmaterialstrang und/oder das Verpackungsmaterialerzeugnis sich nicht in dem Spalt verklemmen. Um dies zu verhindern haben sich die nachfolgend beschriebene Ausgestaltungen des Spaltes als vorteilhaft erwiesen. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Förderkanal in Förderrichtung flussaufwärts des Spaltes von einem flussaufwärtigen Wandungsabschnitt begrenzt, der eine den Spalt in Förderrichtung flussaufwärts begrenzende flussaufwärtige Konterkante aufweist.

Die flussaufwärtige Konterkante unterscheidet sich insbesondere dadurch von einer Gegenschneide, dass diese beim ein und Ausfahren der Schneide in den Spalt einen Mindestabstand, von wenigstens 0,1 mm, 0,3 mm, 0,5 mm, 0,7 mm, 1,0 mm, 2 mm, 3 mm oder 5 mm aufweist. Je nach Spannung, unter der der Verpackungsmaterialstrang beim Schneiden steht, und/oder Schärfe der Schneide und/oder Ausgestaltung des Förderkanals unterscheidet sich die Konterkante vorzugsweise dadurch von einer Gegenschneide, dass der Verpackungsmaterialstrang beim Abtrennen des Verpackungsmaterialzeugnisses kontaktfrei gegenüber der stromaufwärtigen Konterkante ist. Insbesondere bei stumpfen Schneiden kann die stromaufwärtige Konterkante jedoch vorzugsweise auch eine das Abtrennen unterstützende Anlagekante bilden. Alternativ oder zusätzlich ist der Abstand in Förderrichtung und in zur Förderrichtung entgegengesetzten Richtung zwischen der Schneide und der flussaufwärtigen und/oder der flussabwärtigen Konterkante derart gewählt, dass an der Schneide haftende Schneidreste beim Widereinfahren der Schneide in den Spalt, insbesondere in den Förderkanal, an der flussaufwärtigen und/oder der flussabwärtigen Konterkante abgestriffen werden. Insbesondere dadurch kann die Ansammlung von Schneidresten in dem Förderkanal weiter reduziert werden.

Unter einer Kante ist insbesondere eine Linie zu verstehen, die durch zwei aneinanderstoßende Ebenen gebildet wird. Insbesondere erstreckt sich eine Kante im Wesentlichen in eine Kantenrichtung, nämlich in Richtung der theoretischen zweidimensionalen Linie, die durch die zwei aneinanderstoßenden Ebenen gebildet wird. Insbesondere kann eine Kante eine abgerundete Übergangsfläche zwischen den zwei aneinanderstoßenden Ebenen sein. Unter einer Konterkante ist insbesondere eine Kante oder ein Abschnitt einer Kante zu verstehen, die beim Ein- und Ausfahren der Schneide in den Spalt kontaktfrei gegenüber der Schneide verbleibt. Die Richtung (Kantenrichtung), in die sich die flussaufwärtige Konterkante erstreckt ist insbesondere die Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich die flussaufwärtige Konterkante in Tiefenrichtung um wenigstens 40%, 60%, 80 %, 90% oder 95%, insbesondere um wenigstens 100%, des Förderkanals. Insbesondere erstreckt sich die flussaufwärtige Konterkante über die gesamte Erstreckung des flussaufwärtigen Wandungsabschnittes in Tiefenrichtung, der den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzt. Insbesondere wird die flussaufwärtige Konterkante durch eine dem Förderkanal zugewandte Begrenzungsfläche des flussaufwärtigen Wandungsabschnitts, der den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzt, und durch die dem Spalt zugewandte Stirnfläche des flussaufwärtigen Wandungsabschnitts, der den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzt, gebildet. Insbesondere erstreckt sich die dem Spalt zugewandte Stirnfläche des flussaufwärtigen Wandungsabschnitts und die dem Förderkanal zugewandte Begrenzungsfläche des flussaufwärtigen Wandungsabschnitts in Tiefenrichtung um wenigstens 40%, 60%, 80 %, 90% oder 95%, insbesondere um wenigstens 100%, des Förderkanals und/oder um wenigstens 40%, 60%, 80 %, 90% oder 95%, insbesondere um wenigstens 100%, der Erstreckung der Schneide in Tiefenrichtung.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung ist die Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt in Förderrichtung von der flussaufwärtigen Konterkante beabstandet. Vorzugsweise beträgt der Abstand 0,1 mm bis 50 mm, 0,5 mm bis 30 mm oder 1,0 mm bis 15 mm. Besonders bevorzugt ist der Abstand zwischen Schneide und der flussaufwärtigen Konterkante in Förderrichtung beim Ein- und Ausfahren in den Spalt, insbesondere über den gesamten Verfahrweg von einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung, konstant.

Ferner ist es bevorzugt, dass die Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt insbesondere in Schnittrichtung über die flussaufwärtige Konterkante hinausfährt. Dabei fährt die Schneide vorzugsweise um 0,1 bis 200 mm, 0,5 bis 100 mm oder 5,0 bis 50 mm über die flussaufwärtige Konterkante hinaus.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung ist der Förderkanal in Förderrichtung flussabwärts des Spaltes von einem flussabwärtigen Wandungsabschnitt begrenzt. Der flussabwärtige Wandungsabschnitt weist vorzugsweise eine den Spalt in Förderrichtung flussabwärts begrenzende flussabwärtige Konterkante auf.

Insbesondere umfasst die Begrenzungswandung einen flussabwärtigen Wandungsabschnitt. Insbesondere ist der Förderkanal in Förderrichtung flussabwärts des Spaltes von dem flussabwärtigen Wandungsabschnitt begrenzt, der eine den Spalt in Förderrichtung flussabwärts begrenzende flussabwärtige Konterkante aufweist. Insbesondere begrenzt der flussabwärtige Wandungsabschnitt den Förderkanal in Schneidrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussabwärtige Wandungsabschnitt ausgehend vom Spalt in Förderrichtung und in Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussabwärtige Wandungsabschnitt ausgehend vom Spalt in Förderrichtung um wenigstens 40 %, 60 %, 80 % oder 100 % des Abstandes zwischen dem Spalt und einer, insbesondere beider, Rotationsachse des Abförderradpaares in Förderrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussabwärtige Wandungsabschnitt in Tiefenrichtung um wenigstens 100 %, 120 %, 140 %, 160 % 180 % oder 200 % der Erstreckung des Abförderradpaars in Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussabwärtige Wandungsabschnitt in Tiefenrichtung um wenigstens 60 %, 80 %, 100 %, 120 % oder 140 % der Erstreckung des Verpackungsmaterialstranges in Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich der flussabwärtige Wandungsabschnitt in Tiefenrichtung und in Förderrichtung derart, dass ein Austritt des Verpackungsmaterialstranges in Schneidrichtung aus dem Förderkanal heraus zwischen dem Spalt und dem Abförderradpaar verhindert wird. Insbesondere begrenzt der flussabwärtige Wandungsabschnitt den Förderkanal in Schneidrichtung derart, dass ein Verfangen des Verpackungsmaterialstranges mit den Rotationsachsen des Abförderradpaares verhindert wird. Insbesondere sind die Rotationsachsen des Abförderradpaares außerhalb des Förderkanals angeordnet. Insbesondere erstreckt sich der flussabwärtige Wandungsabschnitt, der den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzt, in Tiefenrichtung und in die zur Schneidrichtung entgegengesetzte Richtung vollflächig. Beispielsweise kann der flussabwärtige Wandungsabschnitt sich als durchgehende Wandung flächig über wenigstens 40%, 60%, 80% oder 100 % der Breite des Förderkanals in Tiefenrichtung und ausgehend vom Spalt in Förderrichtung über wenigstens 40%, 60%, 80% oder 100 % des Abstandes zwischen dem Spalt und den Rotationsachsen des Zuförderradpaares erstrecken.

Insbesondere umfasst die Begrenzungswandung zwei einander in Schneidrichtung gegenüberliegende flussabwärtige Wandungsabschnitte. Insbesondere ist ein erster der zwei flussabwärtigen Wandungsabschnitte gemäß einem oder mehreren der zuvor beschriebenen Merkmale ausgestaltet. Insbesondere begrenzt der zweite der zwei flussabwärtigen Wandungsabschnitte den Förderkanal in die zur Schneidrichtung entgegengesetzte Richtung. Insbesondere ist der zweite flussabwärtige Wandungsabschnitt gemäß einem oder mehreren der zuvor beschriebenen Merkmale des flussabwärtigen Wandungsabschnitts ausgestaltet. Insbesondere sind die zwei flussabwärtigen Wandungsabschnitte in Schneidrichtung um wenigstens 100%, 120% oder 150% und/oder um höchstens 400%, 300%, 250% oder 200 % der Erstreckung des Verpackungsmaterialstrangs in Schneidrichtung voneinander beabstandet. Insbesondere erstrecken sich die zwei flussabwärtigen Wandungsabschnitte in Schneidrichtung zwischen den Rotationsachsen des Abförderradpaares. Insbesondere wird der Förderkanal in Förderrichtung zwischen den Rotationsachsen des Abförderradpaares und dem Spalt von den zwei flussabwärtigen Wandungsabschnitten begrenzt. Insbesondere erstrecken sich zwei flussabwärtige Wandungsabschnitte in Förderrichtung und in Tiefenrichtung derart flächig, dass Sie einen Austritt des Verpackungsmaterialstrangs aus dem Förderkanal verhindern. Insbesondere erstreckt sich der Förderkanal in Schneidrichtung maximal über die Erstreckung des Abförderradpaares, vorzugsweise über weniger als 100%, 90% oder 80% der Erstreckung beider Förderräder des Abförderradpaares in Schneidrichtung.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Förderkanal zusätzlich durch zwei sich in Tiefenrichtung gegenüberliegende flussabwärtige obere und untere Wandungsabschnitte begrenzt. Die oberen und unteren Wandungsabschnitte können insbesondere Führungsflächen für die Schneide bereitstellen. Ferner können die oberen und unteren Wandungsabschnitte als Montagewandungen zur Befestigung des Abförderradpaares eingesetzt werden. Insbesondere begrenzen der obere und der untere flussabwärtige Wandungsabschnitt den Förderkanal in Tiefenrichtung. Die flussabwärtigen oberen und unteren Wandungsabschnitte können insbesondere in Tiefenrichtung an den flussabwärtigen Wandungsabschnitt, insbesondere an beide flussabwärtige Wandungsabschnitte, anschließen, die den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzen.

Insbesondere können die flussabwärtigen oberen und unteren Wandungsabschnitte ineinander übergehen. Insbesondere können die flussabwärtigen oberen und unteren Wandungsabschnitte auf Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung spaltfrei in die flussaufwärtigen oberen und unteren Wandungsabschnitte übergehen. Insbesondere können sich jeweils obere und untere Wandungsabschnitte als durchgehende Wandung von den Zuförderradpaaren bis zu dem Abförderradpaar erstrecken und dabei die flussaufwärtigen und die flussabwärtigen oberen und unteren Wandungsabschnitte ausbilden. Insbesondere können die flussaufwärtigen und die flussabwärtigen Wandungsabschnitte in Tiefenrichtung versatzfrei ineinander übergehen. Insbesondere können die flussaufwärtigen und die flussabwärtigen oberen und/oder unteren Wandungsabschnitte jeweils einstückig ausgebildet sein.

Insbesondere kann der Förderkanal durch drei flussabwärtige Wandungsabschnitte begrenzt werden, die flussabwärts des Spaltes eine U-förmige Begrenzungswandung bilden, insbesondere durch einen den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzenden Wandungsabschnitt und zwei den Förderkanal in Tiefenrichtung begrenzende Wandungsabschnitte. Besonders bevorzugt wird der Förderkanal durch vier flussabwärtige Wandungsabschnitte begrenzt, die flussabwärts des Spaltes einen im Wesentlichen geschlossenen Profilquerschnitt bilden. Insbesondere bilden die vier flussabwärtigen Wandungsabschnitte flussabwärts des Spaltes eine eckige, insbesondere rechteckige, flussabwärtige Begrenzungswandung, die den Förderkanal flussabwärts des Spaltes in Schneidrichtung und in Tiefenrichtung im Wesentlichen umschließen. Unter im Wesentlichen ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass die Begrenzungswandung den Förderkanal zwischen dem Abförderradpaar und dem Spalt in Tiefenrichtung und in Schneidrichtung zu wenigstens 70%, 80%, 90% oder 95% umschließt. Besonders bevorzugt ist der Förderkanal zwischen dem Abförderradpaar und dem Spalt in Tiefenrichtung und in Schneidrichtung zu 100 % von der flussabwärtigen Begrenzungswandung umschlossen.

Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt in Förderrichtung von der flussabwärtigen Konterkante beabstandet ist. Besonders bevorzugt beträgt der Abstand 0,1 mm bis 200 mm, 0,5 mm bis 100 mm oder 5,0 mm bis 50 mm. Besonders bevorzugt ist der Abstand zwischen Schneide und der flussaufwärtigen Konterkante in Förderrichtung beim Ein- und Ausfahren in den Spalt konstant, insbesondere über den gesamten Verfahrweg von einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung.

In einer vorteilhaften Ausführungsform fährt die Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt in Schnittrichtung über die flussabwärtige Konterkante hinaus. Dabei fährt die Schneide vorzugsweise um 0,1 bis 150 mm, 0,5 bis 70 mm oder 5,0 bis 30 mm über die flussabwärtige Konterkante hinaus.

Die Richtung (Kantenrichtung), in die sich die flussabwärtige Konterkante erstreckt ist insbesondere die Tiefenrichtung. Insbesondere erstreckt sich die flussabwärtige Konterkante in Tiefenrichtung um wenigstens 40%, 60%, 80 %, 90% oder 95%, insbesondere um wenigstens 100%, des Förderkanals. Insbesondere erstreckt sich die flussabwärtige Konterkante über die gesamte Erstreckung des flussabwärtigen Wandungsabschnittes in Tiefenrichtung, der den Förderkanal in Schneidrichtung begrenzt. Insbesondere wird die flussabwärtige Konterkante durch eine dem Förderkanal zugewandte Begrenzungsfläche des flussabwärtigen Wandungsabschnitts und durch die dem Spalt zugewandte Stirnfläche des flussabwärtigen Wandungsabschnitts gebildet. Insbesondere erstreckt sich die dem Spalt zugewandte Stirnfläche des flussabwärtigen Wandungsabschnitts und die dem Förderkanal zugewandte Begrenzungsfläche des flussabwärtigen Wandungsabschnitts in Tiefenrichtung um wenigstens 40%, 60%, 80 %, 90% oder 95%, insbesondere um wenigstens 100%, des Förderkanals und/oder um wenigstens 40%, 60%, 80 %, 90% oder 95%, insbesondere um wenigstens 100%, der Erstreckung der Schneide in Tiefenrichtung.

Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass die flussabwärtige Konterkante gegenüber der flussaufwärtigen Konterkante in Schneidrichtung versetzt ist. Vorzugsweise beträgt der Versatz 0,1 mm bis 200 mm, 0,1 mm bis 100 mm, 0,1 mm bis 50 mm, 0,5 mm bis 30 mm oder 5 mm bis 10 mm. Alternativ oder zusätzlich sind die flussabwärtige Konterkante und die flussaufwärtige Konterkante derart zueinander versetzt, dass der Verpackungsmaterialstrang und/oder das Verpackungsmaterialerzeugnis beim Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses kontaktfrei gegenüber dem flussabwärtigen Wandungsabschnitt, insbesondere der flussabwärtigen Konterkante, verbleiben.

Es hat sich als besonders bevorzugt herausgestellt, wenn die Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt aus dem Förderkanal herausfährt. Dabei fährt die Schneide vorzugsweise derart aus dem Förderkanal heraus, dass beim Abtrennen entstehender Staub und/oder Schnipsel aus dem Förderkanal herausgeschleudert werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Schneide in eine Schneidendstellung um 0,1 bis 150 mm, 0,5 bis 70 mm oder 5,0 bis 30 mm aus dem Förderkanal herausragen. Darunter ist insbesondere zu verstehen, dass das Ende der Schneide in Schneidrichtung, insbesondere die Schneidspitze um 0,1 bis 150 mm, 0,5 bis 70 mm oder 5,0 bis 30 mm aus dem Förderkanal herausragt. Dieser Abstand wird insbesondere zwischen dem Ende der Schneide in Schneidrichtung, insbesondere der Schneidspitze, und der dem Förderkanal zugewandten Begrenzungsfläche der flussabwärtigen Begrenzungswandung, insbesondere der flussabwärtigen Konterkante, gemessen. Alternativ oder zusätzlich kann die Schneide in einer Schneidendstellung in Schnittrichtung um 0,1 mm bis 200 mm, 0,5 mm bis 100 mm oder 5,0 mm bis 50 mm über die flussaufwärtige Konterkante hinausragen.

Mit der zuvor beschriebenen Ausgestaltung des Spaltes kann insbesondere bewirkt werden, dass beim Abtrennen entstehender Staub und Schnipsel größtenteils aus dem Förderkanal herausgefördert werden und gleichzeitig an der Schneide haftende Schneidreste und Schnipsel beim Wiedereinfahren in den Spalt, insbesondere in den Förderkanal, an der Begrenzungswandung, insbesondere an wenigstens einer Konterkante, abgestriffen werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Spalt derart in der Begrenzungswandung eingebracht, ist die Begrenzungswandung insbesondere derart ausgestaltet, dass die Schneide vor dem Einfahren in den Spalt im Schnitteingriff mit dem Verpackungsmaterialstrang kommt. Besonders bevorzugt wird das Verpackungsmaterialerzeugnis von dem Verpackungsmaterialstrang abgetrennt bevor die Schneide in den Spalt einführt. Dadurch kann insbesondere das Risiko reduziert werden, dass das Verpackungsmaterialerzeugnis oder der Verpackungsmaterialstrangs in den Spalt eingeklemmt werden. Dies kann insbesondere dadurch realisiert werden, dass der Förderkanal in Schneidrichtung derart ausgestaltet ist, dass der Verpackungsmaterialstrang zwischen den Förderradpaaren in einem Abstand zur Begrenzungswandung, insbesondere zum Spalt gehalten wird. Alternativ oder zusätzlich kann der Verpackungsmaterialstrang vor dem Abtrennen gespannt werden, sodass der Verpackungsmaterialstrang unter Einfluss der durch die Schneide auf den Verpackungsmaterialstrangs ausgeübten Kraft in Schneidrichtung höchstens bis kurz vor den Spalt gedrückt wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst die Vorrichtung einen in der Begrenzungswandung ausgebildeten Rückzugsspalt, der derart ausgestaltet ist, dass die Schneide, insbesondere kontaktfrei, in den Förderkanal ein- und ausfahren kann. Vorzugsweise ist der Rückzugsspalt an einem den Spalt in Schneidrichtung gegenüberliegenden Abschnitt der Begrenzungswandung ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der Rückzugsspalt und/ oder der gegenüberliegende Abschnitt der Begrenzungswandung wie der Spalt und/oder wie die den Spalt umgebenden Wandungsabschnitte ausgebildet. Vorzugsweise ist die Schneide derart geführt, dass die Schneide, insbesondere die Schneidespitze, in einer Schneidstartstellung, die die Schneide insbesondere vor dem Abtrennen des Papierpolstererzeugnisses einnimmt, außerhalb des Förderkanals angeordnet ist.

Dabei erstreckt sich vorzugsweise die Schneidespitze in der zur Schneidrichtung entgegengesetzten Richtung oberhalb einer den Rückzugsspalt stromaufwärts begrenzenden Konterkante des stromaufwärtigen Abschnitts der Begrenzungswandung. Dadurch kann insbesondere gewährleistet werden, dass der Papierpolsterstrang beim Fördern und Abfördern nicht an der Schneide hängenbleibt. Unter der Ausbildung des Rückzugsspalt und der den Rückzugsspalt begrenzenden Abschnitte der Begrenzungswandung wie bei dem Spalt ist insbesondere zu verstehen, dass die zuvor beschriebenen Abstände der Schneide zu den flussaufwärtigen und flussabwärtigen Konterkante des Spaltes beim Ein- und Ausfahren in den Spalt und/oder in den Förderkanal vorzugsweise auch im Hinblick auf den Rückzugsspalt eingehalten werden.

Besonders bevorzugt ist der Rückzugsspalt und der Spalt derart in der Begrenzungswandung ausgebildet, dass die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung über den Rückzugsspalt in den Förderkanal einfahren und insbesondere an einer in Schneidrichtung gegenüberliegenden Seite des Förderkanals, über den Spalt aus dem Förderkanal ausfahren kann. Alternativ oder zusätzlich sind der Rückzugsspalt und der Spalt derart in der Begrenzungswandung ausgebildet, dass die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung zuerst über den Rückzugsspalt in den Förderkanal einfährt, in dem Förderkanal in Schneideingriff mit dem Verpackungsmaterialstrang gerät und über den Spalt aus dem Förderkanal ausfährt. Ferner sind der Rückzugsspalt und der Spalt alternativ oder zusätzlich derart in der Begrenzungswandung ausgebildet, dass die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidendstellung in eine Schneidstartstellung über den Rückzugsspalt aus dem Förderkanal ausfahren kann.

Dafür sind der Rückzugsspalt und der Spalt vorzugsweise einander gegenüberliegend, insbesondere zueinander in Schneidrichtung fluchtend, ausgebildet. Besonders bevorzugt erstrecken sich der Spalt und der Rückzugsspalt parallel zueinander und/oder bilden eine sich quer zur Förderrichtung, insbesondere orthogonal zur Förderrichtung, erstreckenden die Begrenzungswandung insbesondere in Schneidrichtung und in zur Schneidrichtung entgegengesetzten Richtung unterbrechenden Durchgangsspalt. Vorzugsweise verfährt die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung kontaktfrei in den Durchgangsspalt ein und aus.

Bei der Ausbildung des Spaltes und/oder des Rückzugsspalt es ist es besonders vorteilhaft, wenn dieser sowohl stromaufwärts als auch stromabwärts der Schneide durch jeweils eine Konterkante begrenzt wird. Ein Vorteil der beidseitig des Spaltes und/oder des Rückzugsspaltes ausgebildeten Konterkanten ist insbesondere das an der Schneide haftende Schneidereste und/oder Schneidschnipsel beim Wiedereinfahren in den Spalt und/oder in den Rückzugsspalt abgestriffen werden können. Vorzugsweise kann die Schneide über den Rückzugsspalt vollständig aus dem an die Schneide in Förderrichtung anschließenden Förderkanalabschnitt ausgefahren werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich der Rückzugsspalt quer, vorzugsweise orthogonal, zur Förderrichtung und/oder zur Schneidrichtung.

In einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich der Spalt quer, vorzugsweise orthogonal, zur Förderrichtung und/oder zur Schneidrichtung.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind das Zuförderradpaar, das Abförderradpaar und die Ablängvorrichtung derart aufeinander abgestimmt, dass der Verpackungsmaterialstrang insbesondere beim Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses unter Spannung steht. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden, dass der Verpackungsmaterialstrang beim Fördern zwischen den Förderradpaaren durchgängig unter Spannung steht. Beispielsweise kann dies dadurch realisiert werden, dass das Abförderradpaar den Papierpolsterstrang eine größere Fördergeschwindigkeit mitteilt, als das Zuförderradpaar. Allerdings kann diese Ausführungsform insbesondere zu erhöhtem Schlupf dadurch zu erhöhter Staubbildung führen, weswegen sie nicht bevorzugt ist.

Bevorzugt ist es hingegen dem Zuförderradpaar und dem Abförderradpaar jeweils einen eigenen Antrieb zum voneinander unabhängigen Antreiben und/oder Abbremsen zumindest eines Förderrades des jeweiligen Förderradpaares zuzuordnen. Vorzugsweise werden die Antriebe derart unabhängig voneinander, insbesondere über eine übergeordnete Steuereinheit, angetrieben und/oder abgebremst, dass das Zuförderradpaar und das Abförderradpaar den Verpackungsmaterialstrang vor dem Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses spannen. Dies kann Beispielsweise dadurch realisiert werden, dass das Abförderradpaar den Verpackungsmaterialstrang vor dem Abtrennen stärker antreibt als das Zuförderradpaar. Das stärkere Antreiben kann beispielsweise in einer größeren Fördergeschwindigkeit liegen, die das Abförderradpaar dem Verpackungsmaterialstrang mitteilt. Alternativ oder zusätzlich kann das stärkere Antreiben in einer größeren Förderkraft, die dem Verpackungsmaterialstrang mitgeteilt wird und/oder in einer größeren Drehbewegung wenigstens eines angetriebenen Abförderrades des Abförderradpaars gegenüber der Drehbewegung wenigstens eines angetriebenen Zuförderrades des Zuförderradpaars liegen. Besonders bevorzugt werden die Förderradpaare abgebremst, insbesondere angehalten bevor der Verpackungsmaterialstrang gespannt wird. Dadurch kann insbesondere übermäßiger Schlupf und die damit einhergehende Staubbildung vermieden werden.

Die Verwendung von Förderradpaare ist insbesondere deswegen für die vorliegende Erfindung von Vorteil, weil dadurch die Reibung zwischen dem Verpackungsmaterialstrangs und der Fördereinrichtung reduziert, insbesondere Schlupf reduziert werden kann, und dadurch insbesondere die Staubbildung beim Fertigen von Verpackungsmaterialerzeugnissen reduziert werden kann.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erfasst das Zuförderradpaar und/oder das Abförderradpaar den Verpackungsmaterialstrang zwischen zwei Förderrädern und fördert den Verpackungsmaterialstrang entlang oder entgegen der Förderrichtung. Alternativ oder zusätzlich fördert das Zuförderradpaar und/oder das Abförderradpaar den Verpackungsmaterialstrang entlang oder entgegen einer durch eine gemeinsame Tangente an einem jeweiligen Außenumfang der Förderräder definierten Durchführrichtung.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die Förderräder des Zuförderradpaars und/oder des Abförderradpaars gegeneinander verspannt. Vorzugsweise sind die Förderräder des Zuförderradpaars und/oder des Abförderradpaars mit einer Kraft von wenigstens l Newton, 50 Newton, 100 Newton oder 150 Newton, von wenigstens 250 Newton, 350 Newton oder 450 Newton oder von wenigstens 550 Newton, 700 Newton oder 900 Newton gegeneinander verspannt. Alternativ oder zusätzlich ist der Radachsabstand der Förderräder zueinander jeweils eines Radpaares derart unterdimensioniert, dass die Räder gegeneinander elastisch vorgespannt sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform verlaufen die Radachsen wenigstens eines, vorzugsweise beide Förderradpaare jeweils parallel zueinander. Alternativ oder zusätzlich verlaufen die Radachsen wenigstens eines, vorzugsweise beider Förderradpaare, jeweils quer, vorzugsweise orthogonal, zur Förderrichtung oder einer durch eine gemeinsame Tangente an einem jeweiligen Außenumfang der Förderräder definierten Durchführrichtung und/oder entlang eine Ebene, die sich quer, vorzugsweise orthogonal, zur Förderrichtung oder eine durch eine gemeinsame Tangente in einen jeweiligen Außenumfang der Förderräder definierten Durchführrichtung erstreckt. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Förderradpaare insbesondere zueinander fluchtend entlang einer Ebene ausgerichtet, welche eine Radachse eines Förderradpaares, vorzugsweise jeweils beide Radachsen beider Förderradpaare, als Normal vektor aufweist.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst wenigstens ein Rad wenigstens eines Vorderradpaares einen elastisch deformierbaren Abholbereich, wobei das Rad vorzugsweise durch einen Elastomerkörper, wie einen PU-Schaumkörper, gebildet ist oder eine entsprechende Außenbeschichtung aufweist.

Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses aus einem Faserausgangsmaterial, wie einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn oder einer Wellpappenbahn, insbesondere aus Recyclingpapier, wobei das Verfahren mit einer Vorrichtung gemäß wenigstens einer der zuvor oder nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen durchgeführt wird.

Ein dritter Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verpackungsmaterial, wie ein Papierpolstermaterialstrang oder ein Wellpappenbahnabschnitt, das durch, insbesondere mittels, eine Vorrichtung gemäß dem ersten und/oder zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung hergestellt ist. Alternativ oder zusätzlich betrifft der dritte Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verpackungsmaterial, das gemäß dem zuvor beschriebenen Verfahren hergestellt ist.

Wenn im Zusammenhang der vorliegenden Erfindung von Faserausausgangsmaterial gesprochen wird handelt es sich insbesondere um eine bevorzugte Ausführungsform bzw. um ein bevorzugtes Einsatzgebiet der vorliegenden Erfindung. Vorzugsweise kann sowohl eine Vorrichtung gemäß dem ersten und/oder zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung als auch das zuvor beschriebene Verfahren zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses aus Ausgangsmaterial im Allgemeinen, also aus Faserausgangsmaterial, aus faserfreiem Ausgangsmaterial, wie Kunststoff, und/oder aus Verbundmaterial, wie Kombinationen aus Faserausgangsmaterial und faserfreiem Ausgangsmaterial, eingesetzt werden.

Das zuvor beschriebene Verfahren kann insbesondere derart ausgelegt sein, dass es mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß dem ersten und/oder zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden kann. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß dem ersten und/oder zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann insbesondere derart strukturiert sein, dass das zuvor beschriebene Verfahren ausgeführt werden kann.

Weitere Vorteile, Effekte und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden aus den weiter unten abgebildeten Figuren ersichtlich. Darin zeigt:

Fig. l eine Ansicht von unten in eine erfindungsgemäße Vorrichtung, wobei die untere und obere Begrenzungswandung zur Veranschaulichung der einzelnen Bestandteile entfernt ist und die Schneide sich in einer Schneidstartstellung befindet;

Fig. 2 die Vorrichtung aus Fig. l, wobei sich die Schneide in einer

Schneidmittelstellung befindet;

Fig. 3A die Vorrichtung aus Fig. l, wobei sich die Schneide in einer

Schneidendstellung befindet;

Fig. 3B einen vergrößerter Ausschnitt des Bereiches A aus Fig. 3A; und

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung aus Fig. 1.

Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Fertigen von

Verpackungsmaterial;

Fig. 6 eine schematische Darstellung der Förderung eines

Verpackungsmaterialstrangs zwischen zwei Förderradpaaren;

Fig. 7 eine schematische Darstellung des Spannens eines

Verpackungsmaterialstrangs zwischen zwei Förderradpaaren;

Fig. 8 eine schematische Darstellung des Abtrennens eines

Verpackungsmaterialerzeugnisses von einem

Verpackungsmaterialstrang durch Verfahren einer Schneide zwischen zwei Förderradpaaren;

Fig. 9 eine schematische Darstellung des Verpackungsmaterialerzeugnisses und des Verpackungsmaterialstrangs unmittelbar nach dem Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses; Fig. l zeigt eine Ansicht von unten auf eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung 6oi zum Fertigen von Verpackungsmaterialerzeugnissen, bei der eine untere und obere Begrenzungswandung, insbesondere des Förderkanals 619, ausgeblendet ist, um die einzelnen Bestandteile der Vorrichtung 601 zu zeigen. Fig. 1 zeigt die Vorrichtung 601 mit der Schneide 605 einer Ablängvorrichtung 603 in einer bevorzugten Schneidstartstellung. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung aus Fig. 1 mit der Schneide 605 in einer Mittelstellung zwischen einer bevorzugten Schneidstartstellung und einer bevorzugten Schneidendstellung. Fig. 3A zeigt die Vorrichtung 601 aus Fig. 1 mit der Schneide 605 in einer bevorzugten Schneidendstellung. Fig. 3B zeigt eine vergrößerte Ansicht des Bereichs A aus Fig. 3A. Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht von Fig. 3A

Die Vorrichtung 601 umfasst eine Ablängvorrichtung 603 zum Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses (in den Figuren 1 bis 4 nicht dargestellt) von einem dreidimensionalen Verpackungsmaterialstrang 611, wie einem in der Vorrichtung 601 aus einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn umgeformten Papierpolsterstrang. In Förderrichtung flussaufwärts F der Ablängvorrichtung 603 ist ein Zuförderradpaar 613 zum Fördern des Verpackungsmaterialstrangs (in den Figuren 1 bis 4 nicht dargestellt) angeordnet. In Förderrichtung F flussabwärts der Ablängvorrichtung 603 ist ein Abförderradpaar 615 zum Abfördern des Verpackungsmaterialstrangs angeordnet. Das Zuförderradpaar 613 wird von einem Antrieb 635, insbesondere in Form eines Elektromotors, angetrieben. Der Abtrieb des Antriebs 635 des Zuförderradpaars 613 ist über ein Getriebe 637, insbesondere ein Schneckengetriebe, mit dem Zuförderradpaar 613, insbesondere mit einer Antriebswelle 639 eines Zuförderrades, insbesondere des angetriebenen Zuförderrades 641, gekoppelt.

Mit Förderrichtung F ist vorzugsweise die Richtung gemeint, in die der Verpackungsmaterialstrang 611 von dem Zuförderradpaar 613 zu dem Abförderradpaar 615 gefördert wird. In der hier dargestellten bevorzugten Ausführungsform wird der Verpackungsmaterialstrang 611 direkt, d.h. ohne Umlenkung desselben, von dem Zuförderradpaar 613 zum dem Abförderradpaar 615 gefördert. Es sei jedoch klar, dass in einer weniger bevorzugten Ausführungsform der Verpackungsmaterialstrang 611 zwischen den Förderradpaaren 613, 615 auch umgelenkt werden kann. Im weiteren Sinn ist daher unter Förderrichtung F die Richtung zu verstehen, in die der Verpackungsmaterialstrang 611 flussaufwärts und flussabwärts der Fördereinrichtung, insbesondere der Schneide 605, gefördert wird. Beispielsweise wäre bei mehreren Umlenkvorrichtungen zwischen den Förderradpaaren 613, 615 die Förderrichtung F durch die Richtung definiert, in die der Verpackungsmaterialstrang 611 von der der Schneide 605 stromaufwärts nahestehen und der der Schneide 605 stromabwärts nahestehenden Umlenkvorrichtung gefördert wird. Bei den vorherigen und den nachfolgenden Angaben zur Anordnung in Förderrichtung F flussaufwärts und flussabwärts der Ablängvorrichtung bzw. der Schneide 605 ist vorzugsweise stets der Zustand des Schneidens zu berücksichtigen, in dem die Schneide 605im Schnitteingriff mit dem Verpackungsmaterialstrang 611 gerät. Bei der bevorzugten Ausführungsform, bei der die Schneide 605 translatorisch verfährt, kann somit eine sich entlang der Schneidrichtung S erstreckende Gerade als Referenz für die flussaufwärtige und flussabwärtige Anordnung von Bauteilen angesehen werden. Bei Ausführungsformen, bei denen die Schneide nur im Schnitteingriff translatorisch verfährt oder auch entgegen dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung rein rotatorisch verfährt, ist für die Beurteilung der stromaufwärtigen und stromabwärtigen Positionierung von Bauteilen zur Schneide 605 eine sich zum Zeitpunkt des Schnitteingriffes in Schnittrichtung S erstreckende Linie zu berücksichtigen. Die Schnittrichtung S ist die Richtung, in die die Schneide 605 im Schnitteingriff mit dem Verpackungsmaterialstrang 611 in diesen eindringt. Bei einer, entgegen dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung, rein rotatorisch geführten Schneide 605 wäre demnach die Tangente im Schnitteingriff als Schneidrichtung S zu berücksichtigen.

Das Abförderradpaar wird über einen eigenen Antrieb 643, insbesondere Elektromotor, angetrieben. Der Abtrieb des Antriebs 643 ist über ein Getriebe 645 mit dem Abtriebsradpaar 615, insbesondere mit einer Antriebswelle 647 eines angetriebenen Abförderrades 649, gekoppelt.

Die Ablängvorrichtung 603 wird über einen Antrieb 651, insbesondere in Form eines Elektromotors, angetrieben. In den Fig.i bis 3 erstreckt sich der Elektromotor 651 der Ablängvorrichtung 603 in die Zeichenebene und in Schneidrichtung S. Der Abtrieb des Antriebs 651 der Ablängvorrichtung 603 ist über ein Getriebe 653, insbesondere ein ablängvorrichtungseigenes Getriebe, mit der Ablängvorrichtung 603 gekoppelt. In der hier dargestellten Ausführungsform umfasst das Getriebe 653 der Ablängvorrichtung 603 ein Übersetzungsgetriebe 655, zum Übersetzen oder Untersetzen der Abtriebsbewegung des Antriebs 651. Ferner umfasst das ablängvorrichtungseigene Getriebe 653 ein Umwandlungsgetriebe 657 zum Umwandeln einer Drehbewegung in eine translatorische Bewegung, insbesondere in Schneidrichtung S. Vorzugsweise weist die Schneide 605 mehrere Schneidzacken 663 auf. Vorzugsweise weist die Schneide 605 sieben Schneidzacken 663 auf. Die Schneidzacken schließen insbesondere in einer Richtung quer zur Förderrichtung F, insbesondere orthogonal dazu, und quer zur Schneidrichtung S, insbesondere orthogonal dazu aneinander an. Dabei können sich die Zacken über die gesamte Tiefe T der Schneide 605 erstrecken. Die Tiefe T der Papierpolstererzeugnismaschine ist in den Zeichnungen die aus der Zeichenebene herauszeigende Richtung. Die Tiefe T verläuft vorzugsweise quer, insbesondere orthogonal, zur Schneidrichtung S und zur Förderrichtung F.

Besonders bevorzugt erstrecken sich die Zacken 663 im Wesentlichen über die gesamte Tiefe T des Förderkanals 619. Unter der gesamten Tiefe T ist nicht zu verstehen, dass die Schneide 605 entlang der nicht dargestellten oberen und unteren Begrenzungswandung schleifen. Vielmehr ist vorzugsweise im Übergangsbereich zwischen der oberen und unteren Begrenzungswandung und der Schneide ein entsprechender Spalt vorgesehen, sodass die Schneide 605 gegenüber der oberen und unteren Begrenzungswandung kontaktfrei verfährt. Schneidzacken 663 sind vorzugsweise als in Schneidrichtung S spitz zulaufende Dreiecke ausgebildet, die sich vorzugsweise pyramidenförmig in Förderrichtung F über die Dicke der Schneide verjüngen. Die in der Tiefe T an die obere und untere Begrenzungswandung anschließenden Schneidzacken gehen in der zur Schneidrichtung S entgegengesetzten Richtung insbesondere fluchtend in einen Montageabschnitt 665 der Schneide 605 über. Die Schneide 605 ist, insbesondere über den Montageabschnitt 665 mit einem Schlitten 667 der Ablängvorrichtung 603 verbunden, insbesondere verschraubt. Für die Befestigung der Schneide 605 an dem Schlitten 667 sind vorzugsweise Bohrungen 669 im Montageabschnitt 665 der Schneide 605 vorgesehen. Über die Bohrungen 669 ist die Schneide vorzugsweise mit Schrauben oder Nieten mit dem Schlitten 667 der Schneide verbunden. Der Schlitten fährt insbesondere in Schneidrichtung S.

Das Umwandlungsgetriebe 657 der Ablängvorrichtung 603 umfasst vorzugsweise zwei drehbeweglich, insbesondere um eine sich in Förderrichtung F erstreckende Drehachse Di, miteinander verbundene Gelenksabschnitte 671, 673. Die Gelenksabschnitte 671, 673 sind jeweils vorzugsweise über ein Ende miteinander verbunden. Ein Gelenksabschnitt 673 ist in Förderrichtung dem Schlitten 667 zugewandt. Der andere Antrieb 651 ist insbesondere dem Übersetzungsgetriebe 655 des Antriebs 651 zugewandt. Der dem Schlitten 667 zugewandte Gelenksabschnitt 673 ist an seinem der Drehachse Di abgewandten Ende über eine, sich insbesondere in Förderrichtung F erstreckende Drehachse D2 beweglich an den Schlitten 667 angelenkt. Der dem Antrieb 651, insbesondere dem Übersetzungsgetriebe 655 zugewandte Gelenksabschnitt 671 ist über eine sich insbesondere in Förderrichtung F erstreckende Drehachse D3 an das Übersetzungsgetriebe 655 angelenkt. Ferner weist die Ablängvorrichtung 603 vorzugsweise eine Führung 675 in Schneidrichtung S auf. Die Führung umfasst vorzugsweise einen sich insbesondere in Schneidrichtung S erstreckenden Zylinder 677 und einen in Schneidrichtung S entlang des Zylinders 677 verfahrbaren Schlittenschuh 679. Der Schlittenschuh 679 ist vorzugsweise fest mit dem Schlitten 667 verbunden. Besonders bevorzugt ist die Führung der Schneide 605 in Förderrichtung F stromabwärts der Schneide 605 und das Getriebe 653, insbesondere das Umwandlungsgetriebe 657, in Förderrichtung F stromaufwärts des Schneide 605 angeordnet. In der dargestellten Ausführungsform ist zwischen der Drehachse D3 und dem Antrieb 651 ein Übersetzungsgetriebe 655 zum Übersetzen der Antriebsdrehbewegung vorgesehen. Vorzugsweise ist das Übersetzungsgetriebe 655 ein Schneckengetriebe. Ferner kann das Getriebe 655 zusätzlich dazu ausgelegt sein, die Drehachse des Antriebs 651 zu versetzen, insbesondere um 90° auf die Drehachse D3 zu versetzen.

Vorzugsweise ist eines der Zuförderräder des Zuförderradpaars nicht direkt von dem Antrieb 635 angetrieben. Das nicht direkt angetriebene Zuförderrad 301 wird vorzugsweise indirekt über das angetriebene Zuförderrad 641 angetrieben. Besonders bevorzugt wird dies dadurch erreicht, dass das unangetriebene Zuförderrad 301 gegen das angetriebene Zuförderrad 641 vorgespannt ist. Wie insbesondere in den Figuren 1 bis 3a zu sehen ist, wird die Vorspannung insbesondere durch Unterdimensionierung des Abstandes der Radachsen 303, 305 zueinander realisiert. Durch die Unterdimensionierung des Zuförderradachsabstandes ZA werden die Förderräder elastisch gegeneinander vorgespannt. Zur Einstellung des Zuförderradachsabstandes ZA kann vorzugsweise wenigstens eines der Zuförderräder 641, 301 relativ zu dem anderen Zuförderrad bewegt bzw. mit diesem verspannt werden. Vorzugsweise ist dafür eine Spannvorrichtung 307 vorgesehen, mit der eines der Zuförderräder 641, 301 über Wandungsabschnitte der Vorrichtung 601 mit dem anderen Zuförderrad 301, 641 verspannt werden. Die Spannvorrichtung umfasst vorzugsweise ein das Zuförderrad 301 mit der nicht dargestellten unteren und oberen Begrenzungswandung verbindende Radaufnahme 309 und wenigstens ein, vorzugsweise zwei, die Radwelle 311 des Zuförderrades 301 mit der Radaufnahme 309 verbindendes Befestigungsmittel 313, wie eine Schraube 313 (nur bei dem Abförderradpaar 615 gezeigt). Wie in Figur 1 dargestellt, ist die Spannvorrichtung 307 vorzugsweise an dem nicht angetriebenen Zuförderrad 301 angebracht. Somit kann der Zuförderradachsabstand ZA, beispielsweise durch Betätigen des Befestigungsmittels 313 angepasst werden, während das angetriebene Zuförderrad 641 gegenüber dem Antrieb 635 in einer konstanten Stellung verbleibt. Somit kann insbesondere die Spannung zwischen den Zuförderrädern, insbesondere in Abhängigkeit des zu verarbeitenden Faserausgangsmaterials oder der gewünschten

Verpackungsmaterialerzeugnisgeometrie angepasst werden, insbesondere ohne den Entwicklungsaufwand der Vorrichtung 601 wesentlich zu erhöhen.

Alternativ oder zusätzlich sind die Abförderräder 649, 315 gegeneinander verspannt. Besonders bevorzugt wird die Spannung zwischen den Abförderrädern 315, 649 über einen unterdimensionierten Abförderradachsabstand AA zwischen der Radachse 317 des angetriebenen Abförderrades 649 und der Radachse 319 des unangetriebenen Abförderrades 315 eingestellt. Der Abförderradachsabstand AA kann wie für das Zuförderradpaar 613 beschrieben über eine Spannvorrichtung 321 eingestellt werden. Die Spannvorrichtung 321 des Abförderradpaares 615 weist vorzugsweise ebenfalls eine Radaufnahme 323 auf, mit der die Abtriebswelle 325 eines Abtriebsrades 315, 649 an der Vorrichtung 601 befestigt wird und ein Verbindungsmittel 313 zum Verbinden der Radwelle 325 mit der Radaufnahme 323 der Spannvorrichtung 321.

Unter einem unterdimensionierten Radachsabstand ist insbesondere zu verstehen, dass der Abstand der Radachsen 303, 305, 317, 319 eines Radpaares kleiner ist, als die Summe der Radien beider Räder, insbesondere im demontierten Zustand. Dies kann insbesondere durch eine gewisse Elastizität der Förderräder gewährleistet werden. Daher ist es bevorzugt, die Förderräder aus einem Elastomerkörper, wie einem PU- Schaumkörper auszubilden oder diese mit einem elastisch deformierbaren Abrollbereich an deren Außenumfang zu versehen. Die Elastizität der Förderräder kann ferner dadurch erhöht werden, dass mehrere, insbesondere zwischen sechs und vierzehn, Ausnehmungen 327, insbesondere in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilte Ausnehmungen 327, eingebracht sind. Um eine weitestgehend drehstellungsunabhängige Elastizität der Förderräder zu gewährleisten, sind die Ausnehmungen 327 vorzugsweise in Umfangsrichtung gleichmäßig in die Förderräder eingebracht.

Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung 601 zeigt den Zustand, in dem sich kein Verpackungsmaterialstrang 611 im Eingriff mit den Förderradpaaren 613, 615 beündet. In diesem Zustand kontaktieren sich die Räder der Förderradpaare vorzugsweise durch die gegenseitige Verspannung in einer insbesondere kreisförmigen oder ellipsenförmigen Kontaktfläche. Sind die Förderradpaare 613, 615 hingegen im Eingriff mit dem Verpackungsmaterialstrang, so sind die jeweiligen Förderräder vorzugsweise durch den Verpackungsmaterialstrang voneinander getrennt. In einer weniger bevorzugten Ausführungsform tangieren die Förderräder sich lediglich oder sind voneinander beabstandet, sodass eine Kraftübertragung zwischen den Förderrädern eines Förderradpaars 613, 615 erst entsteht, wenn der

Verpackungsmaterialstrang 611 mit dem jeweiligen Förderradpaar in Eingriff ist. Vorzugsweise sind die Radachsen 317, 319 des Abförderradpaars und/oder die Radachsen 303, 305 des Zuförderradpaars derart zueinander ausgerichtet, dass die Tangente TAZ des Zuförderradpaars und/oder die Tangente des Abförderradpaars TAA parallel zur Förderrichtung F verlaufen. Unter Tangente soll in diesem Zusammenhang insbesondere nicht ausschließlich verstanden werden, dass sich die Förderräder lediglich tangieren, vielmehr soll auch bei der bevorzugten Ausführungsform, bei der eine Kontaktfläche zwischen den Förderrädern entsteht, eine sich in Förderrichtung zwischen dem ersten Kontaktpunkt und dem letzten Kontaktpunkt erstreckende Linie als Tangente angesehen werden.

In weniger bevorzugten Ausführungsformen können die Radachsen 303, 305, 317, 319 jeweils eines Radpaares 615, 613 derart zueinander versetzt sein, dass die Tangente TAZ des Zuförderradpaars und/oder die Tangente TAA des Abförderradpaars gegenüber der Förderrichtung F geneigt sind. Besonders bevorzugt sind die Radachsen jeweils eines Zuförderradpaars derart zueinander angeordnet, dass die Tangenten TAZ und TAA parallel zueinander verlaufen und besonders bevorzugt identisch sind. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass die Radachsen 303, 305, 317, 319 jeweils eines Radpaares 613, 615 insbesondere in Schneidrichtung S übereinander angeordnet sind.

In Förderrichtung F auf Höhe der Ablängvorrichtung 603 erstreckt sich ein Förderkanal 619, der durch eine Begrenzungswandung 617 begrenzt ist. Vorzugsweise erstreckt sich der Förderkanal 619 in Förderrichtung stromaufwärts und stromabwärts der Ablängvorrichtung bis zu dem Zuförderradpaar 613 und dem Abförderradpaar 615, vorzugsweise über die Förderradpaare hinaus. In der Begrenzungswandung 617 ist ein Spalt 629 derart ausgestaltet, dass die Schneide 605 kontaktfrei in den Spalt 629 ein- und ausfahren kann.

Vor dem Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses 609 von dem Verpackungsmaterialstrang 611 erstreckt sich der Verpackungsmaterialstrang 611 zwischen den Förderradpaaren 613, 615. Wie im Vergleich der Figuren 1 bis 3 zu sehen, durchfährt die Schneide 605 den Förderkanal 619 vorzugsweise rein translatorisch. Insbesondere verfährt die Schneide 605 dabei quer, vorzugsweise orthogonal zur Förderrichtung. Vorzugsweise ist die Vorrichtung derart orientiert, dass die Schneide 605 den Förderkanal 619 horizontal durchfährt. Unter Durchfahren ist dabei insbesondere zu verstehen, dass die Schneide beim Verfahren aus der Schneidstartstellung in die Schneidendstellung in Schneidrichtung S von einer Seite in den Förderkanal 619 einfährt und über die gegenüberliegende Seite in Schneidrichtung S aus dem Förderkanal 619 ausfährt. Das Einfahren in den Förderkanal 619 erfolgt insbesondere über einen Rückzugsspalt 633, der in der Begrenzungswandung 617 eingebracht ist. Das Ausfahren aus dem Förderkanal 619 erfolgt insbesondere über einen Spalt 629, der in der Begrenzungswandung 617 eingebracht ist. Die Ausgestaltungen des Spaltes 629 und des Rückzugsspaltes 633 sind im Detail im Zusammenhang mit der schematischen Darstellung in Fig. 5 beschrieben.

Vorzugsweise sind der Spalt 629 und der Rückzugsspalt 633 in Schneidrichtung S zueinander fluchtend ausgebildet, so dass die Schneide 605 translatorisch, insbesondere rein translatorisch, in den Förderkanal 619 ein- und ausfahren kann. Die Konterkanten 623, 623', 627, 627' sind vorzugsweise derart auf die Führung der Schneide 605 angepasst, dass die Schneide 605 kontaktfrei in den Förderkanal 619 ein- und ausfahren kann. Wie insbesondere in den Fig. 3a und 3b ersichtlich, kann der Abstand a der den Spalt 629 in Förderrichtung F flussaufwärts begrenzenden Konterkante 623 zu der Schneide 605 in Förderrichtung F kleiner ausgelegt sein als der Abstand a‘ zwischen der den Rückzugsspalt 633 in Förderrichtung flussaufwärts begrenzenden Konterkante 623' und der Schneide 605 in Förderrichtung. Durch einen möglichst kleinen Abstand a zwischen der stromaufwärtigen Konterkante 623 und der Schneide 605 in Förderrichtung F beim Einfahren in den Spalt 629 kann die Funktion der Konterkante 623 als das Abtrennen unterstützende Anlagekante verstärkt werden. Eine zu kleine Ausgestaltung des Abstandes a kann jedoch auch das Risiko erhöhen, dass der Verpackungsmaterialstrang 611 in den Spalt 629 eingeklemmt wird und dadurch eine Verpackungsmaterialverstopfung entsteht. Die zuvor genannten bevorzugten Bemaßungen des Abstandes a stellen daher einen bevorzugten Kompromiss zwischen diesen zwei Effekten dar. Demgegenüber kommt der dem Rückzugsspalt 633 stromaufwärts begrenzenden Konterkante 623' zumindest nicht die gleiche den Abtrennvorgang unterstützende Wirkung zu, so dass der Abstand a‘ in Förderrichtung größer ausgelegt werden kann. Die Konterkante 623' bewirkt insbesondere ein Abstreifen von an der Schneide 605 anhaftenden Schnipsel oder des Verpackungsmaterialstrangs 611.

Wie zuvor beschrieben, wird der Förderkanal 619 in Förderrichtung F flussaufwärts des Spaltes 605 durch einen flussaufwärtigen Wandungsabschnitt 621 und flussabwärts des Spaltes 629 durch einen flussabwärtigen Wandungsabschnitt 625 begrenzt. Wenn zuvor oder nachfolgend von einem Durchfahren des Förderkanals 619 in Schneidrichtung S die Rede ist, ist darunter insbesondere zu verstehen, dass die Schneide den durch den flussaufwärtigen Wandungsabschnitt 621 begrenzten Abschnitt des Förderkanals 619 durchfährt. Insbesondere soll sich die Schneide in der Schneidstartstellung in Schneidrichtung S außerhalb des Förderkanals 619 befinden, um beim Fördern des Verpackungsmaterialstrangs 611 zwischen den Förderradpaaren 613, 615 ein Hängenbleiben an der Schneide 605, insbesondere an der Schneidspitze 631 zu vermeiden.

Wie insbesondere in Fig. 3B zu erkennen, soll die Schneidspitze 631 der Schneide 605 insbesondere in der Schneidendstellung deutlich, insbesondere um den Abstand d zwischen der Schneidspitze 631 und der den Spalt 629 flussaufwärts begrenzenden Konterkante 623 hinausragen. Vorzugsweise ist der Abstand d größer als ein Abstand c zwischen der den Spalt 629 begrenzenden Konterkanten 623 und 627, so dass die Spitze 631 der Schneide 605 in der Schneidendstellung auch über die Konterkante 627, insbesondere um den Abstand e, hinausfährt. Durch das Herausfahren der Schneidspitze 631 aus dem Förderkanal 619 wird insbesondere gewährleistet, dass beim Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses 609 von dem

Verpackungsmaterialstrang 611 entstehender Staub und Schneidschnipsel aus dem Förderkanal 619 herausgefördert werden, insbesondere herausgeschleudert werden und/oder beim Wiedereinfahren in den Förderkanal an den Konterkanten 623, 627 abgestriffen werden, so dass diese nicht wieder in den Förderkanal 619 eintreten. Die zuvor beschriebenen bevorzugten Abmaße der Abstände d, e, a und b stellen daher einen vorteilhaften Kompromiss zwischen den Vorteilen der Staub- und

Schnipselabführung und der Unterstützung des Abtrennens durch die Konterkante 623 und dem Risiko der Bildung von Verstopfungen sowie des Verschleißes der Schneide 605 dar.

Der Abstand c zwischen der stromaufwärtigen Konterkante 623 und der stromabwärtigen Konterkante 627, dient insbesondere dazu, dass der Verpackungsmaterialstrang 611 beim Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses 619 gegebenenfalls in Kontakt mit dem in Förderrichtung F flussaufwärtigen Wandungsabschnitt 621 kommt, jedoch kontaktfrei gegenüber dem in Förderrichtung flussabwärts des Spaltes 629 angeordneten Wandungsabschnitt 625 verbleibt. Dadurch kann insbesondere das Risiko reduziert werden, dass der Verpackungsmaterialstrang 611 oder das Verpackungsmaterialerzeugnis 609 in den Spalt 629 gezogen wird und dadurch eine Verstopfung hervorruft. Gleiches gilt für den Abstand c‘ zwischen den den Rückzugsspalt 633 begrenzenden Konterkanten 623' und 62/. Insgesamt ist es vorteilhaft, wenn der der Schneide 605 in Förderrichtung F stromabwärts ausgebildete Abschnitt des Förderkanals 619 gegenüber dem stromaufwärts der Schneide 605 ausgebildeten Abschnitt des Förderkanals 619 in Schneidrichtung geweitet ist.

Vorzugsweise weist die Begrenzungswandung 617 in Förderrichtung F stromaufwärts des Zuförderradpaars 613 und/oder des Abförderradpaars 615 einen trichterförmigen Abschnitt 659, 661 auf, der sich in Förderrichtung F verjüngt. Vorzugsweise tritt die Verjüngung des trichterförmigen Abschnitts 659, 661 in Schneidrichtung S auf. Alternativ oder zusätzlich kann die Verjüngung in eine zur Förderrichtung und zur Schneidrichtung orthogonale Richtung ausgebildet sein. Der trichterförmige Abschnitt 659, 661 kann rund oder eckig sein. In der hier dargestellten Ausführungsform ist der trichterförmige Abschnitt eckig und weist lediglich eine Verjüngung in Schneidrichtung S auf. Die Verjüngung des Förderkanals 619 ist vorzugsweise in dem Bereich des Förderkanals 619 ausgebildet, in dem der Verpackungsmaterialstrang 611 mit dem Zuförderradpaar 613 und/oder dem Abförderradpaar 615 in Eingriff kommt. Durch die Verjüngung des Förderkanals 619 kann einerseits der Umformgrad von der im Wesentlichen zweidimensionalen Papierbahn in dem dreidimensionalen Verpackungsmaterialstrang erhöht werden und der Eingriff mit den Förderradpaaren 613, 615 erleichtert werden.

Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung 601 zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses 609 (in Fig. 5 nicht dargestellt) aus einem Faserausgangsmaterial, insbesondere aus einem in der Vorrichtung aus einer ein- oder mehrlagigen Papierbahn geformten Papierpolsterstrang (in Fig. 5 nicht dargesteht). Die Vorrichtung weist eine Schneide 605 einer Ablängvorrichtung zum Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses 609 von einem Verpackungsmaterialstrang 611 auf. Flussaufwärts der Schneide 605 in Förderrichtung F ist ein Zuförderradpaar 613 zum Fördern des Verpackungsmaterialstrangs 611 angeordnet. Ferner ist in Förderrichtung F flussabwärts der Schneide 605 ein Abförderradpaar 615 zum Abfördern des Verpackungsmaterialstrangs 611 angeordnet. Die in Fig. 5 dargestellte Position der Schneide 605 ist eine schematische Darstellung der bevorzugten Schneidendstellung. Vorzugsweise verfährt die Schneide 605 rein translatorisch von einer Schneidstartstellung in Schnittrichtung S in die Schneidendstellung. Besonders bevorzugt ist dabei die Schneidrichtung S quer bzw. orthogonal zur Förderrichtung F. Die Schneide kann auch derart geführt sein, dass sie zumindest den Verpackungsmaterialstrang 611 beim Trennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses 609 translatorisch, insbesondere in Schneidrichtung S, durchfährt. Die Schneide 605 kann auch wenigstens derart geführt werden, dass sie im Schnitteingriff den Verpackungsmaterialstrang 611 quer zur Förderrichtung translatorisch durchtrennt. Dabei muss die Schneide nicht zwangsläufig translatorisch durch den gesamten Verpackungsmaterialstrang 611 verfahren, sondern kann insbesondre auch lediglich im Schnitteingriff mit dem Verpackungsmaterialstrang 611 translatorisch verfahren. Es ist bevorzugt, dass die Schnittrichtung S quer, besonders bevorzugt orthogonal, zur Förderrichtung F verläuft und/oder horizontal verläuft.

Die Vorrichtung 601 weist einen Förderkanal 619 auf, der durch eine Begrenzungswandung 617 begrenzt ist. Besonders bevorzugt erstreckt sich der Förderkanal 619 in Förderrichtung F wenigstens zwischen den zwei Förderradpaaren 613, 615. In einer weniger bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich der Förderkanal zumindest auf Förderrichtungshöhe der Ablängvorrichtung bzw. der Schneide 605. Dabei kommt es insbesondere darauf an, den Förderkanal 619 insbesondere unmittelbar stromaufwärts und stromabwärts der Schneide 605 zu begrenzen. Der Förderkanal 619 ist durch eine Begrenzungswandung 617 begrenzt. In der Begrenzungswandung 617 ist ein Spalt 629 derart ausgestaltet, dass die Schneide 605 kontaktfrei in den Spalt 627 ein- und ausfahren kann. In Förderrichtung F flussaufwärts des Spaltes 629 ist der Förderkanal durch einen Wandungsabschnitt 621 begrenzt, der eine den Spalt in Förderrichtung F flussaufwärts begrenzende flussaufwärtige Konterkante 623 aufweist. In Förderrichtung flussabwärts des Spaltes 629 ist der Förderkanal 619 durch einen flussabwärtigen Wandungsabschnitt 625 begrenzt, der eine den Spalt 629 in Förderrichtung F flussabwärts begrenzende flussabwärtige Konterkante 627 aufweist.

Vorzugsweise ist die Schneide 605 beim Ein- und Ausfahren in den Spalt 629 in Förderrichtung F von der flussabwärtigen Konterkante 627 und von der flussaufwärtigen Konterkante 623 beabstandet. In Fig. 5 ist die besonders bevorzugte Ausführungsform dargestellt, bei der die Schneide 605 beim Verfahren aus der Schneidstartstellung in die Schneidendstellung rein translatorisch und orthogonal zur Förderrichtung F verfährt, dargestellt, so dass die Abstände der Konterkanten 623, 627 zur Schneide 605 in Förderrichtung F konstant sind. In weniger vorteilhaften Ausführungsformen kann die Schneide jedoch auch in einem stumpfen oder spitzen Winkel quer zur Förderrichtung F verfahren oder teilweise rotatorisch verfahren. Bei solchen Ausführungsformen ist zur Ermittlung des Abstandes zwischen Schneide und Konterkante die Position der Schneide 605 beim Ein- und Ausfahren in den Spalt relevant. Sofern die Konterkanten 623 und 627 in Schneidrichtung S auf gleicher Höhe liegen, ist die Position der Schneide beim Ein- und Ausfahren in den Spalt identisch. Sind die Konterkanten 623, 627 jedoch wie in Fig. 5 dargestellt in Schneidrichtung zueinander versetzt, ist das Einfahren in den Spalt 629 durch die Position der Schneide 605 definiert, in der die Schneide beim Verfahren aus einer Schneidstartstellung in eine Schneidendstellung mit der Schneidspitze 631 die Höhe der ersten Konterkante, hier der flussaufwärtigen Konterkante 623, erreicht. Das Ausfahren aus dem Spalt 629 ist wiederum durch die Position der Schneide 605 bestimmt, bei der die Schneidspitze 631 beim Verfahren aus der Schneidstartstellung in die Schneidendstellung die Höhe der zweiten Konterkante, hier der flussabwärtigen Konterkante 627, erreicht.

Gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung fährt die Schneide sowohl kontaktfrei in den Spalt ein als auch kontaktfrei aus dem Spalt 629 wieder heraus. Der Abstand der flussaufwärtigen Konterkante 623 zu der Schneide 605 beim Ein- und Ausfahren aus dem Spalt ist in Fig. 5 mit der Bezugsziffer a eingezeichnet. Der Abstand der flussabwärtigen Konterkanten 627 zur Schneide beim Ein- und Ausfahren aus dem Spalt 629 ist in Fig. 5 mit der Bezugsziffer b eingezeichnet. Der bevorzugte Abstand zwischen der stromaufwärtigen Konterkante 623 und der stromabwärtigen Konterkante 627 in Schneidrichtung ist in Fig. 5 mit der Bezugsziffer c dargestellt. Der Abstand über den die Schneide 605 beim Einfahren in den Spalt in Schnittrichtung S über die flussaufwärtige Konterkante 623 hinausfährt, ist in Fig. 5 mit der Bezugsziffer d eingezeichnet. Der Abstand, um den die Schneide 605 beim Ein- und Ausfahren, insbesondere in der Schneidendstellung über die flussabwärtige Konterkante 627 hinausfährt, ist in Fig. 5 mit der Bezugsziffer e eingezeichnet.

Die Vorrichtung 601 kann zusätzlich einen in der Begrenzungswandung 617 ausgebildeten Rückzugsspalt 633 aufweisen, der derart ausgestaltet ist, dass die Schneide, insbesondere kontaktfrei, in den Förderkanal 619 ein- und ausfahren kann. Der Rückzugsspalt 633 ist vorzugsweise an einem dem Spalt in Schneidrichtung S gegenüberliegenden Abschnitt der Begrenzungswandung 617 ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der Rückzugsspalt 633 und/oder der dem Spalt 629 gegenüberliegende Abschnitt der Begrenzungswandung 617 wie der Spalt 629 und/oder wie die den Spalt umgebenden Wandungsabschnitte ausgebildet. Darunter ist insbesondere zu verstehen, dass der Förderkanal 619 in Förderrichtung F flussaufwärts des Rückzugsspaltes 633 von einem flussaufwärtigen Wandungsabschnitt 621' begrenzt ist, der eine dem Rückzugsspalt 633 in Förderrichtung flussaufwärts begrenzende flussaufwärtige Konterkante 623' aufweist.

Alternativ oder zusätzlich ist darunter zu verstehen, dass der Förderkanal 619 in Förderrichtung F flussabwärts des Rückzugsspaltes 633 von einem flussab wärtigen Wandungsabschnitt 625' begrenzt ist, der eine den Rückzugsspalt 633 in Förderrichtung F flussabwärts begrenzende flussabwärtige Konterkante 62/ aufweist.

Vorzugsweise ist die Schneide 605 beim Ein- und Ausfahren in den Spalt in Förderrichtung F von der flussaufwärtigen Konterkante 623' beabstandet und/oder in Förderrichtung F von der flussabwärtigen Konterkante 62/ beabstandet.

Ferner ist alternativ oder zusätzlich darunter zu verstehen, dass die flussabwärtige Konterkante 627' und flussaufwärtige Konterkante 623' in Schneidrichtung voneinander beabstandet sind, insbesondere die flussabwärtige Konterkante 62/ von der Schneidspitze 631 in eine Schneidendstellung in Schneidrichtung S weiter beabstandet ist als die flussaufwärtige Konterkante 623“. Der Abstand zwischen der flussaufwärtigen Konterkante 623' und der flussabwärtigen Konterkante 62/ in Schneidrichtung ist in Fig. 5 unter Bezugszeichen c‘ eingezeichnet. Der Abstand zwischen der Schneide 605 beim Ein- und Ausführen in den Rückzugsspalt 633 zur flussaufwärtigen Konterkante 623 ist in Fig. 5 mit der Bezugsziffer a‘ eingezeichnet. Der Abstand zwischen der flussabwärtigen Konterkante 62/ und der Schneide 605 beim Ein- und Ausfahren in den Rückzugsspalt 633 ist in Fig. 5 mit der Bezugsziffer b‘ eingezeichnet.

Die vorstehend und folgend beschriebenen Ausgestaltungsformen der Wandungsschnitte, der Konterkanten und der Abstände zwischen den Wandungsabschnitten, insbesondere den Konterkanten und der Schneide im Bereich des Spaltes 629 stellen Ausgestaltungen der entsprechenden Bauteile im Bereich des Rückzugsspaltes 633 und umgekehrt dar. Bei Abständen, die in Schnittrichtung S angegeben sind, ist, wie aus Fig. 5 ersichtlich, jedoch darauf zu achten, dass die Position der stromaufwärtigen und stromabwärtigen Konterkanten 623', 627' jeweils in die entgegengesetzte Richtung auszuführen sind, wie die Abstände der Konterkanten 623, 627 in Schneidrichtung S.

Die Figuren 6 bis 9 zeigen schematisch den Ablauf eines bevorzugten Verfahrens zum Fertigen eines Verpackungsmaterialerzeugnisses 609. In Figur 6 ist das Fördern des Verpackungsmaterialstrangs zwischen zwei Fördervorrichtungen in Form von Förderradpaaren 613, 615 dargestellt. Darin wird der Verpackungsmaterialstrang 611 über ein Zuförderradpaar 613 einer Ablängvorrichtung 603 zugeführt. In den Figuren 6 bis 9 ist lediglich eine Schneide 605 der Ablängvorrichtung 603 in Form eines Pfeils angedeutet. Wie in Figur 6 zu sehen, wird der Verpackungsmaterialstrang 611 in Förderrichtung F über die Schneide 605 der Ablängvorrichtung hinaus bis zu einer Abfördervorrichtung gefördert. Die Abfördervorrichtung ist hier in der zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsform eines Abförderradpaares 615 dargestellt. Vorzugsweise wird der Verpackungsmaterialstrang 611 soweit in Förderrichtung gefördert, bis er in Eingriff mit dem Abförderradpaar 615 gerät. Beim Fördern des Verpackungsmaterialstrangs 611 werden das Zuförderradpaar und das Abförderradpaar jeweils mit einer Zuförderdrehzahl n zu und einer Abförderdrehzahl n ab angetrieben. Durch das unabhängige Antreiben des Zuförderradpaars 613 und des Abförderradpaars 615, können die Drehzahlen n zu und n ab sowohl in ihrer Höhe als auch im Verhältnis zueinander beliebig eingestellt werden. Je nach Material des Verpackungsmaterialstrangs kann es von Vorteil sein, die Drehzahl n zu und n ab derart aufeinander abzustimmen, dass der Verpackungsmaterialstrang 611 bereits beim Fördern unter Spannung steht.

Die Figuren 6 bis 9 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform eines Verfahrens zur Fertigung von Verpackungsmaterialerzeugnissen. Dieses Verfahren betrifft die Fertigung eines Verpackungsmaterialerzeugnisses 609, bei dem ein Verpackungsmaterialstrang 611 über eine Zufördervorrichtung 613, einer Ablängvorrichtung zugeführt, das Verpackungsmaterialerzeugnis 609 mit der Ablängvorrichtung 603 von dem Verpackungsmaterialstrang 611 abgetrennt und das Verpackungsmaterialerzeugnis 609 über die Abfördervorrichtung 615 abgefördert wird. Dabei wird die Zufördervorrichtung 613 und die Abfördervorrichtung 615 vor dem Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses 609, wie insbesondere in Zusammenhang mit Fig. 7 beschrieben, derart unabhängig voneinander angetrieben und/oder abgebremst, dass der Verpackungsmaterialstrang 611 zwischen den Fördervorrichtungen 613, 615 gespannt wird. Fig. 7 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des Spannens des Verpackungsmaterialstrangs 6n, bei dem das Zuförderradpaar 613 abgebremst, insbesondere angehalten, wird und das Abförderradpaar 615 über einen vorbestimmten Winkel f ist, ab angetrieben wird. Vorzugsweise ist der vorbestimmte Winkel f ist, ab, um den das angetriebene Abförderrad 649 gedreht, wird kleiner als ein Soll-Winkel f S oii,ab, mit dem das Abförderradpaar 615, insbesondere das angetriebene Abförderrad 649, angetrieben wird. Die Differenz zwischen dem vorbestimmten Winkel f i st, ab und dem Soll-Winkel f S oii,ab entsteht insbesondere dadurch, dass das Zuförderradpaar 613 derart abgebremst, insbesondere angehalten, wird, dass die Räder 641, 301 des Zuförderradpaars der Drehbewegung der Räder 649, 315 des Abförderradpaares zumindest nicht vollständig folgen. Wie in Fig. 7 zu sehen ist, können die Räder des Zuförderradpaars 613 durch die über den Verpackungsmaterialstrang 611 auf das Zuförderradpaar 613 übertragende Spannung ebenfalls gedreht, insbesondere um einen Winkel f i S t, zu gedreht werden. Jedoch werden die Antriebsräder 641, 301 derart abgebremst, bzw. angehalten, dass der vorbestimmte Winkel f i S t, zu der Zuförderräder kleiner ist als der vorbestimmte Winkel f i st, ab der Abförderräder, sodass eine Spannung in dem Verpackungsmaterialstrang 611 entsteht. Das Abbremsen kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass ein das Zuförderradpaar 613 antreibender Antrieb dem Zuförderradpaar 613 ein in zur Förderrichtung F entgegengesetztes Bremsmoment mitteilt. Alternativ oder zusätzlich kann das Abbremsen des Zuförderradpaars 613 auch durch Anhalten des Zuförderradpaars 613 erfolgen. Beispielsweise können die Zuförderräder 301, 641 des Zuförderradpaars derart gegeneinander verspannt sein, dass selbst bei einem zum Zeitpunkt des Spannens nicht angetriebenen Zuförderradpaar ein Widerstand gegen eine Drehbewegung der Zuförderräder besteht, sodass die Zuförderräder 641, 301 sich nicht über den gesamten Weg mitbewegen, den das Abförderradpaar 615 vorgibt.

Alternativ zu der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform kann die Spannung des Verpackungsmaterialstrangs 611 auch durch Abbremsen, insbesondere Anhalten, des Abförderradpaares 615 und durch Antreiben des Zuförderradpaars 613 in die zur Förderrichtung F entgegengesetzte Richtung in analoger Weise erfolgen. Darüber hinaus kann das Spannen auch durch Antreiben beider Zuförderradpaare mit unterschiedlicher Geschwindigkeit erfolgen, oder durch Antreiben der Förderradpaare in unterschiedliche Richtungen, insbesondere des Zuförderradpaars in zur Förderrichtung F entgegengesetzter Richtung und des Abförderradpaares 615 in Förderrichtung F. Figur 8 zeigt das Abtrennen des Verpackungsmaterialerzeugnisses 609 von dem Verpackungsmaterialstrang 611. Gezeigt ist die Stellung, in der die Schneide 605 bereits in den Verpackungsmaterialstrang 611 eingedrungen ist, diesen jedoch noch nicht vollständig durchtrennt hat. Beim Eindringen der Schneide in den Verpackungsmaterialstrang teilt die Schneide 605 dem Verpackungsmaterialstrang 611 eine Kraft in Schneidrichtung S mit, die den Förderrädern des Zuförderradpaars 613 und des Abförderradpaares 615 ein Drehmoment mitteilt. Je nach Schärfe der Schneide 605, ggf. Abbremsmoment des angehaltenen bzw. angebremsten Förderradpaars und/oder der Kraft, mit der die Förderradpaare ggf. gegeneinander verspannt sind, kann das Einfahren der Schneide 605 in den Verpackungsmaterialstrang 611 ebenfalls eine Drehbewegung des Zuförderradpaars um einen Differenzwinkel Df s, zu und/oder des Abförderradpaares 615 um einen Differenzwinkel Df s,ab bewirken. Wie durch den Vergleich durch Fig. 7 und Fig. 8 deutlich wird, kann das Abtrennen dadurch eine Vergrößerung der Differenz zwischen den Soll-Winkeln Df s, zu , Df s,ab und den vorbestimmten Ist-Winkeln f i St , zu und f ist, ab bewirken.

Figur 9 zeigt einen bevorzugten Zustand nach dem Abtrennvorgang, in dem der Verpackungsmaterialstrang 611 und das Verpackungsmaterialerzeugnis 609 sich vorzugsweise mittig in dem Förderkanal, insbesondere außerhalb des Spaltes 629 behnden. Dieser Zustand kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass die Soll- Winkel f soii, zu und f S oii,ab sich in Folge des Abtrennens des Verpackungsmaterialerzeugnisses einstehen und dabei das

Verpackungsmaterialerzeugnis 609 in Förderrichtung F und/oder den Verpackungsmaterialstrang 611 in zur Förderrichtung F entgegengesetzten Richtung fördern, insbesondere aus dem Spalt 629 herausziehen. Somit kann durch Abstimmung der vorbestimmten Winkel f i S t, zu und f ist, ab das Zuförderradpaar 613 und das Abförderradpaar 615 und der Soll-Winkel f S oii, zu und f S oii,ab der Förderradpaare 613, 615 ein, insbesondere automatisch erfolgender, Mechanismus zur Vermeidung von Verpackungsmaterialverstopfungen in ein Verfahren und/oder in eine Vorrichtung zur Fertigung von Verpackungsmaterial integriert werden. Insbesondere durch das unabhängige Antreiben der Förderradpaare, kann dieser Mechanismus je nach dem zu verarbeitenden Faserausgangsmaterial und dem gewünschten zu erzeugenden Verpackungsmaterialerzeugnis durch Anpassen der Soll-Winkel und ggf. der Abbremsmomente individuell eingestellt werden. Die in der vorstehenden Beschreibung, den Figuren und den Ansprüchen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Realisierung der Erfindung in den verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.

Bezugszeichenliste

301 unangetriebenes Zuförderraad

303 Radachse des unangetriebenen Zuförderrades

305 Radachse des angetriebenen Zuförderrades

307 Spannvorrichtung des Zuförderradpaars

309 Radaufnahme der Spannvorrichtung 307

311 Radwelle des unangetriebenen Zuförderrades 301

313 Verbindungsmittel der Spannvorrichtung

315 unangetriebenes Abförderrad

317 Radachse des angetriebenen Abförderrades

319 Radachse des unangetriebenen Abförderrades

321 Spannvorrichtung des Abförderradpaars

323 Radaufnahme der Spannvorrichtung 321

325 Radwelle des unangetriebenen ab Förderrades

327 Ausnehmung in Förderrad

601 Vorrichtung

603 Ablängvorrichtung

605 Schneide

609 Verpackungsmaterialererzeugnis

611 Verpackungsmaterialstrang

613 Zuförderradpaar

615 Abförderradpaar

617 Begrenzungswandung

619 Förderkanal

621, 621' flussaufwärtiger Wandungsabschnitt

623,623' flussaufwärtige Konterkante

625,625' flussabwärtiger Wandungsabschnitt

627,627' flussabwärtige Konterkante

629 Spalt

631 Schneidspitze

633 Rückzugsspalt

635 Antrieb, Elektromotor des Zuförderradpaars 637 Getriebe des Zuförderradpaars

639 Antriebswelle des angetriebenen Zuförderradpaars

641 angetriebenes Zuförderrad

643 Antrieb, Elektromotor des Abförderradpaars

645 Getriebe des Abförderradpaars

647 Antriebswelle des angetriebenen Abförderradpaars

649 angetriebenes Abförderrad

651 Antrieb, Elektromotor der Ablängvorrichtung

653 Getriebe der Ablängvorrichtung

655 Übersetzungsgetriebe

657 Umwandlungsgetriebe

659 trichterförmiger Abschnitt des Zuförderradpaars

661 trichterförmiger Abschnitt des Abförderradpaars

663 Schneidzacken

665 Montageabschnitt der Schneide

667 Schlitten der Schneide

669 Bohrungen in Schneide

671 Gelenksabschnitt (dem Übersetzungsgetriebe 655 zugewandt)

673 Gelenksabschnitt (dem Schlitten 667 zugewandt)

675 Führung der Schneide in Schneidrichtung

677 Führungszylinder

679 Schlittenschuh

T Tiefe der Papierpolstererzeugnismaschine

F Förderrichtung

S Schneidrichtung

AA Abförderradachsabstand

ZA Zuförderradachsabstand

TAZ Tangente des Zuförderradpaars

TAA Tangente des Abförderradpaars

Di Drehachse zwischen den zwei Gelenksabschnitten 671 und 673

D2 Drehachse zwischen dem Gelenksabschnitt 673 und dem Schlitten 667

D3 Drehachse zwischen dem Gelenksabschnitt 6 71 und dem

Übersetzungsgetriebe 655

a, a‘ Abstand zwischen flussaufwärtiger Konterkante und Schneide in

Schneidrichtung b, b‘ Abstand zwischen flussabwärtiger Konterkante und Schneide in Schneidrichtung

c, c‘ Abstand zwischen flussabwärtige Konterkante und flussaufwärtige

Konterkante in Schneidrichtung

d Abstand zwischen Schneidespitze und flussaufwärtige Konterkante in

Schneidendstellung der Schneide

e Abstand zwischen Schneidespitze und flussabwärtige Konterkante in

Schneidendstellung der Schneide.

n zu Zuförderdrehzahl

n ab Abförderdrehzahl

f ist, zu vorbestimmte Winkel des Zuförderradpaars

f ist, ab vorbestimmte Winkel des Abförderradpaars

f soll, zu Soll Winkel des Zuförderradpaars

f soll, ab Soll Winkel des Abförderradpaars

Df S,zu Differenzwinkel durch den Schneidvorgang am Zuförderradpaar Df s,ab Differenzwinkel durch den Schneidvorgang am Abförderradpaar t Beginn des Fertigungsverfahrens

t 2 Beginn des spannen

t 3 Beginn des Abtrennens

Schnitteingriff