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Title:
DEVICE FOR HEATING A PORTION OF A CABIN FLOOR IN AN AIRCRAFT CABIN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/075795
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an arrangement for heating a portion of the cabin floor (1) in an aircraft cabin, said cabin floor (1) having an accessible upper face (O) and a lower face (U) which lies opposite the upper face. The arrangement comprises a fuel cell (2) and a discharge device (3) which is connected or can be connected to the fuel cell. A fluid which is heated by the waste heat of the fuel cell (2) is discharged from the fuel cell (2) and conducted to a cavity (4) which adjoins the lower face of the cabin floor (1) or which can be found in the cabin floor such that the portion of the cabin floor (1) is heated.

Inventors:
KNEPPLE RONNY (DE)
STEPH BERND (DE)
TRAN TRONG (DE)
Application Number:
EP2012/004684
Publication Date:
May 30, 2013
Filing Date:
November 10, 2012
Export Citation:
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Assignee:
DIEHL AEROSPACE GMBH (Alte Nußdorfer Straße 23, Überlingen, 88662, DE)
International Classes:
B64D13/08; B64D11/04
Domestic Patent References:
WO2005063570A12005-07-14
WO2011003723A22011-01-13
Foreign References:
DE102005054883A12007-05-24
DE102005054883A12007-05-24
Attorney, Agent or Firm:
DIEHL PATENTABTEILUNG (Stephanstrasse 49, Nürnberg, 90478, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Anordnung zum Beheizen eines Abschnitts des Kabinenbodens (1) in einer Flugzeugkabine, wobei der Kabinenboden (1) eine begehbare Oberseite (O) und eine der Oberseite (O) gegenüberliegende Unterseite (U) aufweist, umfassend eine Brennstoffzelle (2) und mit dieser verbunden oder verbindbar eine Abführvorrichtung (3), mit der ein durch Abwärme der Brennstoffzelle (2) erwärmtes Fluid von der Brennstoffzelle (2) abgeführt und einem an die Unterseite (U) des Kabinenbodens (1) angrenzenden oder im Kabinenboden (1) befindlichen Hohlraum (4) zugeführt wird, so dass der Abschnitt des Kabinenbodens (1) erwärmt wird.

2. Anordnung nach Anspruch 1 , wobei der Abschnitt des Kabinenbodens (1) den Boden einer Bordküche bildet.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Brennstoffzelle (2) auf dem Abschnitt des Kabinenbodens (1 ) abgestützt ist.

4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Fluid Luft ist.

5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hohlraum (4) durch zumindest einen in den Kabinenboden (1) integrierten Kanal (12) gebildet wird.

6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kanal (12) mean- derförmig ausgebildet ist.

7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hohlraum (4) durch einen an die Unterseite (U) des Kabinenbodens (1) angrenzenden Notrutschen- Stauraum gebildet wird.

8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Brennstoffzelle (2) in einem Trolley (5) herkömmlicher Bemaßung aufgenommen ist, welcher auswechselbar in einem dafür vorgesehenen Einschubabschnitt der Bordküche aufgenommen ist.

9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abführvorrichtung (3) einen ersten (3A) und einen zweiten Abschnitt (3B) aufweist.

10. Anordnung nach Anspruch 9, wobei der erste Abschnitt (3A) fest mit der Brennstoffzelle (2) und der zweite Abschnitt (3B) fest mit dem Kabinenboden (1) verbunden ist.

11. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei die Abführvorrichtung (3) eine Kupplung (6) zum lösbaren Verbinden des ersten (3A) mit dem zweiten Abschnitt (3B) aufweist.

12. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abführvorrichtung (3) mit einem Gebläse (7) zur Förderung des Fluids versehen ist.

13. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abführvorrichtung (3) einen Heißluftkanal (16) zum Abführen der durch die Abwärme der Brennstoffzelle (2) erhitzten Luft zu einem ersten Küchengerät (K1) und einen Warmluftkanal (17) zum Ableiten der erwärmten Luft vom ersten Küchengerät (K1) zum Hohlraum (4) aufweist.

14. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abführvorrichtung (3) eine erste Leitung (L1) zum Abführen der erwärmten Luft vom ersten Küchengerät (K1) zu einem zweiten Küchengerät (K2) aufweist.

15. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abführvorrichtung (3) zumindest eine weitere Leitung zum Leiten der erwärmten Luft jeweils von einem vorhergehenden Küchengerät zu einem weiteren Küchengerät aufweist.

16. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Ansaugstutzen (10) zur Versorgung der Brennstoffzelle (2) mit Kabinenluft vorgesehen ist.

Description:
Diehl Aerospace GmbH

Vorrichtung zum Beheizen eines Abschnitts eines Kabinenbodens in einer Flugzeugkabine

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beheizen eines Abschnitts eines Kabinenbodens in einer Flugzeugkabine.

In Passagierflugzeugen befinden sich Bordküchen meist in der Nähe von Türen. Unterhalb von Bordküchen befinden sich in der Regel Stauräume für Notrutschen. Die Türen und die Stauräume bilden jeweils eine Kältebrücke. Infolge dessen ist der Kabinenboden insbesondere im Bereich einer Bordküche während des Flugbetriebs kalt.

Aus der DE 10 2005 054 883 A1 ist es bekannt, die Abwärme einer Brennstoffzelle für die Zubereitung von Heißgetränken zu nutzen. Überschüssige Abwärme wird über einen Außenkühler an die Umgebung abgeführt.

Weiterhin ist es bekannt, die Stauräume der Notrutschen elektrisch zu beheizen. Die Energie dafür wird mittels Generatoren erzeugt, die durch die Haupt- bzw. Hilfstriebwerke angetrieben werden. Das hat den Nachteil, dass Heizelemente nahe der Notrutschen installiert werden müssen. Die Heizelemente erfordern eine aufwändige Verkabelung. Zudem erhöht sich der Treibstoffverbrauch der Haupt- bzw. Hilfstriebwerke.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es soll insbesondere eine Vorrichtung angegeben werden, mit der einfach und effizient ein Abschnitt eines Kabinenbodens einer Flugzeugkabine beheizt werden kann. Insbesondere soll die Vorrichtung unabhängig vom Bordnetz betreibbar sein.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 16. Nach Maßgabe der Erfindung umfasst eine Vorrichtung zum Beheizen eines Abschnitts des Kabinenbodens in einer Flugzeugkabine eine Brennstoffzelle und eine Abführvorrichtung. Der Kabinenboden weist eine begehbare Oberseite und eine der Oberseite gegenüberliegende Unterseite auf. Mit der Abführvorrichtung wird ein durch Abwärme der Brennstoffzelle erwärmtes Fluid von der Brennstoffzelle abgeführt und einem an die

Unterseite des Kabinenbodens angrenzenden oder im Kabinenboden befindlichen Hohlraum zugeführt, so dass der Abschnitt des Kabinenbodens erwärmt wird. Damit kann der zu erwärmende Abschnitt des Kabinenbodens vorteilhafterweise unabhängig vom Bordnetz beheizt werden. Die beim Betrieb einer Brennstoffzelle anfallende Abwärme wird erfindungsgemäß mittels der Abführvorrichtung zielgerichtet dem zu erwärmenden Abschnitt des Kabinenbodens zugeführt. Die vorgeschlagene Beheizung des Kabinenbo- denabschnitts ist besonders effizient.

Bei der Brennstoffzelle kann es sich um einen beliebigen Brennstoffzellentyp, insbeson- dere um eine Protonenaustauschmembran-Brennstoffzelle (PEM- Brennstoffzelle), handeln. Der Brennstoffzelle kann ein Methanol-Reformer vorgeschaltet sein, so dass Methanol als Energieträger genutzt werden kann. In diesem Fall muss zum Betrieb der Brennstoffzelle vorteilhafterweise kein explosiver Wasserstoff im Flugzeug mitgeführt werden. Weiterhin kann es sich bei der Brennstoffzelle um eine Hochtemperatur- Brennstoffzelle (HT-Brennstoffzelle) handeln, welcher eine Niedertemperatur-

Brennstoffzelle (NT-Brennstoffzelle) vorgeschaltet ist. Auf diese Weise entsteht ein kaskadiertes System, bei welchem die Abluft der NT-Brennstoffzelle als Zuluft für die HT- Brennstoffzelle genutzt werden kann. Es ist auch vorstellbar, dass einer HT- Brennstoffzelle zumindest eine weitere HT-Brennstoffzelle und/oder zumindest eine NT- Brennstoffzelle vorgeschaltet sind.

Der Abschnitt des Kabinenbodens kann den Boden einer Bordküche bilden. Damit können die Arbeitsbedingungen für die Flugbegleiter verbessert werden. Die Brennstoffzelle kann auf dem Abschnitt des Kabinenbodens abgestützt sein. In diesem Fall kann die Abführvorrichtung besonders kompakt ausgestaltet werden.

Das Fluid kann Luft sein. Luft ist ungefährlich und in der Flugzeugkabine verfügbar. Der Hohlraum kann durch zumindest einen in den Kabinenboden integrierten Kanal gebildet sein. Stromabwärts der Abführvorrichtung kann sich der Kanal in mehrere Kanäle verzweigen. Insbesondere können die Kanäle parallel zueinander verlaufen. Der Kanal kann auch meanderförmig ausgebildet sein. Der Kanal kann dabei insbesondere durch zumindest einen Schlauch gebildet sein. Der Hohlraum kann durch einen an die Unterseite des Kabinenbodens angrenzenden Notrutschen-Stauraum gebildet sein. Es kann z.B. durch die Abwärme der Brennstoffzelle erwärmte Luft in den Notrutschen-Stauraum eingeleitet werden. Somit können die Notrutschen oberhalb einer für den störungsfreien Betrieb erforderlichen Mindesttemperatur gehalten werden. Der Kabinenboden kann bei einer geeigneten Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität so ausgestaltet sein, dass die in den Notrutschen-Stauraum eingeleitete erwärmte Luft zugleich ein Beheizen des an den Notrutschen-Stauraum angrenzenden Kabinenbodens bewirkt. Es ist aber auch möglich, sowohl den Hohlraum im Notrutschen- Stauraum als auch die in den Kabinenboden integrierten Kanäle direkt zu beheizen. Dazu kann ein Teil der durch die Abwärme der Brennstoffzelle erwärmten Luft in in den Kabinenboden integrierte Kanäle eingeleitet werden, während ein anderer Teil in den Notrutschen-Stauraum eingeleitet wird. Es ist aber auch möglich, dass durch die Abwärme der Brennstoffzelle erwärmte Luft zuerst in in den Kabinenboden integrierte Kanäle eingeleitet wird, wobei sie an der Unterseite des Kabinenbodens austritt und von dort aus in den Notrutschen-Stauraum eintritt und diesen erwärmt.

Die Brennstoffzelle kann in einem Trolley herkömmlicher Bemaßung aufgenommen sein, welcher auswechselbar in einem dafür vorgesehenen Einschubabschnitt der Bordküche aufgenommen ist. Ein derartiger Trolley kann schnell und einfach gegen einen anderen Trolley ausgewechselt werden.

Es kann sich zumindest ein Tank im gleichen Trolley wie die Brennstoffzelle befinden. Der Tank kann für Brennstoffe, wie beispielsweise Ethanol, Methanol, Wasserstoff oder für Sauerstoff vorgesehen sein. Es ist aber auch vorstellbar, dass sich die Brennstoffzelle und zumindest ein Tank in zwei verschiedenen Trolleys befinden, welche durch eine Brennstoffleitung miteinander verbunden werden können.

Ein Trolley mit leerem Tank bzw. mit einer wartungsbedürftigen Brennstoffzelle kann durch einen anderen Trolley mit vollem Tank bzw. mit einer gewarteten Brennstoffzelle ausgewechselt werden. Das Füllen des Tanks sowie die Wartung der wartungsbedürftigen Brennstoffzelle können außerhalb des Flugzeugs vorgenommen werden. Betanken und Wartung brauchen also nicht während des Aufenthalts des Flugzeugs an einem Flughafen zu erfolgen. Weiterhin braucht keine Rücksicht auf die Wartungsintervalle der festinstallierten Kabinentechnik genommen werden.

Die Abführvorrichtung kann einen ersten und einen zweiten Abschnitt aufweisen. Der erste Abschnitt kann fest mit der Brennstoffzelle verbunden sein. Der zweite Abschnitt kann fest mit dem Kabinenboden verbunden sein. Die Abführvorrichtung kann weiterhin eine Kupplung zum lösbaren Verbinden des ersten und des zweiten Abschnitts aufweisen. Durch die Kupplung können der erste und der zweite Abschnitt miteinander verbunden werden. Insbesondere kann die Kupplung beim Einrasten des die Brennstoffzelle aufnehmenden Trolleys in eine Halteposition automatisch die Brennstoffzelle mit dem zweiten Abschnitt der Abführvorrichtung verbinden. Das erleichtert die Handhabung.

Die Abführvorrichtung kann mit einem Gebläse zur Förderung des Fluids versehen sein. Somit kann sichergestellt werden, dass das Fluid ständig von der Brennstoffzelle zum Hohlraum transportiert wird.

Die Abführvorrichtung kann einen Heißluftkanal zum Abführen der durch die Abwärme der Brennstoffzelle erhitzten Luft zu einem ersten Küchengerät und einen Warmluftkanal zum Ableiten der erwärmten Luft vom ersten Küchengerät zum Hohlraum aufweisen. Die Abführvorrichtung kann weiterhin eine erste Leitung zum Abführen der erwärmten Luft vom ersten Küchengerät zu einem zweiten Küchengerät aufweisen. Die Abführvorrichtung kann zumindest eine weitere Leitung zum Leiten der erwärmten Luft jeweils von einem vorhergehenden Küchengerät zu einem weiteren Küchengerät aufweisen. Die Küchengeräte in der Bordküche besitzen zum Teil unterschiedliche Arbeitstemperaturen. Daher werden die Küchengeräte vorteilhafterweise in absteigender Reihenfolge ihrer Arbeitstemperaturen mit erwärmter Luft versorgt. Küchengeräte können Hybride sein, die ihre Energie aus mehreren Quellen beziehen können, insbesondere aus elektrischer und thermischer Energie. Die intelligente Nutzung der Abwärme ermöglicht eine hohe Energieeffizienz für die Verwendung einer Brennstoffzelle in der Bordküche eines Flugzeugs.

Zur Versorgung der Brennstoffzelle mit Kabinenluft kann ein Ansaugstutzen vorgesehen ein. Es ist aber auch möglich, die Luft, welche die Küchengeräte und/oder den Hohlraum durchströmt hat, erneut der Brennstoffzelle zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise kann ein zumindest weitgehend geschlossener Kreislauf gebildet werden.

Nachfolgend werden Ausgestaltungen der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Teilschnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 2A eine schematische Längsschnittdarstellung eines erfindungsgemäßen

Abschnitts des Kabinenbodens gemäß C-C in Fig. 3A, Fig. 2B eine schematische Längsschnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Abschnitts des Kabinenbodens gemäß D-D' in Fig. 3B,

Fig. 3A eine schematische Querschnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Abschnitts des Kabinenbodens gemäß A-A' in Fig. 2A,

Fig. 3B eine schematische Querschnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Abschnitts des Kabinenbodens gemäß B-B' in Fig. 2B und

Fig. 4 ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung der Versorgung von Küchengeräten mit erhitzter Luft.

Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Anordnung zum Beheizen eines Abschnitts des Kabinenbodens 1 in einer Flugzeugkabine. Der Kabinenboden 1 weist eine begehbare Oberseite O und eine der Oberseite O gegenüberliegende Unterseite U auf. Die erfindungsgemäße Anordnung umfasst eine Brennstoffzelle 2 und eine Abführvorrichtung 3 mit einem ersten 3A und einem zweiten Abschnitt 3B. Der erste Abschnitt 3A ist fest mit der Brennstoffzelle 2 und der zweite Abschnitt 3B fest mit dem Kabinenboden 1 verbunden. Der erste Abschnitt 3A weist ein erstes Kupplungsteil 6A und der zweite Abschnitt 3B ein zweites Kupplungsteil 6B auf. Das erste Kupplungsteil 6A und das zweite Kupplungsteil 6B bilden eine Kupplung 6, welche den ersten 3A und den zweiten Abschnitt 3B lösbar verbindet.

Die Brennstoffzelle 2 und der erste Abschnitt 3A sind in einem Trolley 5 aufgenommen. Der Trolley 5 weist die gleichen Außenabmessungen auf wie ein Bordküchen-Trolley, der in einem Flugzeug zur Aufnahme von Speisen, Getränken, Abfall, etc. eingesetzt wird. Das erste Kupplungsteil 6A ist im Bereich eines beliebigen Teils einer äußeren Verkleidung des Trolleys 5 angeordnet, insbesondere an einer Hinterseite des Trolleys 5. Das erste Kupplungsteil 6A kann auch an einer rechten bzw. linken Seite des Trolleys 5 oder an einer Unterseite bzw. Oberseite des Trolleys 5 vorgesehen sein. Das erste Kupplungsteil 6A kann insbesondere so ausgestaltet sein, dass es nicht aus der äußeren Verkleidung des Trolleys 5 hervorsteht. Der Trolley 5 ist auswechselbar in einem dafür vorgesehenen Einschubabschnitt der Bordküche aufgenommen. Im Einschubabschnitt der Bordküche befindet sich fest installiert der zweite Abschnitt 3B der Abführvorrichtung 3 mit dem zweiten Kupplungsteil 6B.

In der Ausgestaltung nach Fig. 1 weist der Trolley 5 weiterhin eine Zuführvorrichtung 9 zur Zufuhr von Kabinenluft zur Brennstoffzelle 2 auf. Die Zuführvorrichtung 9 weist an ihrem ersten Ende einen Ansaugstutzen 10 auf. An ihrem zweiten Ende ist die Zuführvorrichtung 9 fest mit der Brennstoffzelle 2 verbunden.

Die Abführvorrichtung 3 ist mit einem Gebläse 7 zur Förderung von heißer Abluft aus der Brennstoffzelle 2 in einen Hohlraum 4 versehen. Der Hohlraum 4 grenzt in der Ausgestaltung nach Fig. 1 an die Unterseite U des zu beheizenden Abschnitts des Kabinenbodens 1 an. Zusätzlich ist im Hohlraum 4 eine Notrutsche 8 aufgenommen.

Der Hohlraum 4 kann sich aber auch im Kabinenboden 1 befinden. Fig. 2A zeigt eine schematische Längsschnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Abschnitts des Kabinenbodens 1. Der Hohlraum 4 wird dabei durch in den Kabinenboden 1 integrierte Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f gebildet. Dazu weist der Kabinenboden 1 einen mit dem zweiten Abschnitt 3B der Abführvorrichtung 3 verbundenen Kanaleinlass 11 auf. Vom Kanaleinlass 11 geht ein Kanal 12 aus. Der Kanal 12 verzweigt in einzelne Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f. Die einzelnen Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f münden in einen Kanalauslass 13.

Fig. 2B zeigt eine schematische Längsschnittdarstellung eines weiteren erfindungsgemäßen Abschnitts des Kabinenbodens 1. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Kanal 12 meanderförmig ausgebildet. Dazu kann der Kabinenboden 1 einen Schlauch 14 und eine Bodenstruktur 15 umfassen. Der Schlauch 14 kann an der Unterseite der Bodenstruktur 15 befestigt sein. Alternativ kann der Schlauch 14 aber auch im Inneren des Kabinenbodens 1 verlaufen.

Fig. 3A zeigt eine schematische Querschnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Abschnitts des Kabinenbodens 1 gemäß A-A' in Fig. 2A. In den Kabinenboden 1 sind einzelne Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f integriert, welche miteinander verbunden sind und den Hohlraum 4 bilden. Fig. 3B zeigt eine schematische Querschnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Abschnitts des Kabinenbodens 1 gemäß B-B' in Fig. 2B. Der Kabinenboden 1 umfasst hier einen Schlauch 14 und eine Bodenstruktur 15. Der Schlauch 14 ist dabei an der Unterseite der Bodenstruktur 15 befestigt.

Fig. 4 zeigt den Weg der erhitzten Luft in der Form eines Flussdiagramms. In der Bordküche eingesetzte Küchengeräte K1 , K2, K3 können Hybridgeräte sein, welche sowohl mit elektrischer Energie als auch mit thermischer Energie versorgt werden können. Die durch die Abwärme der Brennstoffzelle 2 erhitzte Luft kann daher auch für die Versorgung von Küchengeräten verwendet werden. Die Abführvorrichtung 3 umfasst gemäß Fig. 4 zumindest weitgehend eine Heißluftleitung 16, eine erste Leitung L1 , eine zweite Leitung L2 und eine Warmluftleitung 17. Im Folgenden wird die Funktion der erfindungsgemäßen Anordnung näher erläutert. Mit der Abführvorrichtung 3 wird durch Abwärme der Brennstoffzelle 2 erhitzte Luft mit Hilfe des Gebläses 7 von der Brennstoffzelle 2 abgeführt und einem an die Unterseite U des Kabinenbodens 1 angrenzenden oder im Kabinenboden 1 befindlichen Hohlraum 4 zugeführt. Die dem Hohlraum 4 zugeführte Luft gibt ihre Wärme an den Abschnitt des Kabinenbodens 1 ab. Der Kabinenboden 1 speichert die Wärme und leitet sie an seine Oberseite O. Dazu enthält der Kabinenboden 1 sowohl Bestandteile mit einer hohen Wärmekapazität als auch Bestandteile mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit. Der Kabinenboden 1 kann dazu eine Struktur als Aluminium aufweisen. Aluminium besitzt eine hohe Wärmekapazität und leitet gut Wärme.

Das Gebläse 7 saugt die durch die Brennstoffzelle 2 erwärmte Luft an und bläst sie über eine weitere im zweiten Abschnitt 3B der Abführvorrichtung 3 vorgesehenen Leitung in den Hohlraum 4.

Durch den Ansaugstutzen 10 kann Kabinenluft zur Versorgung der Brennstoffzelle 2 angesaugt werden. Darüberhinaus ist es auch möglich, die Zuführvorrichtung 9 so auszugestalten, dass die durch die Abführvorrichtung 3 in den Hohlraum 4 geleitete Luft nach Durchlaufen des Hohlraums 4 wieder aus dem Hohlraum 4 abgesaugt und zur Versorgung der Brennstoffzelle 2 wiederverwendet wird. Es kann also ein Luftkreislauf vorgesehen werden. Dabei ist ein geschlossener Luftkreislauf denkbar. Dem Luftkreislauf kann aber auch zusätzlich Kabinenluft oder in einem Tank aufgenommener Sauerstoff zugeführt werden.

Die Wartung der Brennstoffzelle 2 sowie das Auffüllen des Brennstoffs eines (nicht dargestellten) im Trolley 5 vorgesehenen Tanks erfolgt nach dem Entfernen des Trolleys 5 aus dem Flugzeug. Beim Einschieben des Trolleys 5 rastet das erste Kupplungsteil 6A automatisch in das im Einschubabschnitt vorgesehene zweite Kupplungsteil 6B ein. Auch das Trennen des ersten Kupplungsteils 6A vom zweiten Kupplungsteil 6B zum Entfernen des Trolleys 5 vom Einschubabschnitt kann automatisch erfolgen.

Gemäß den Figuren 2A, 2B, 3A und 3B können Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f bzw. ein Schlauch 14 den Hohlraum 4 bilden. Die durch die Brennstoffzelle 2 erwärmte Luft wird dann durch die Abführvorrichtung 3 gemäß Fig. 2A in den Kanaleinlass 1 1 eingeleitet und verteilt sich über die einzelnen Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f. Alternativ wird sie gemäß Fig. 2B in den Schlauch 14 eingeleitet und durchläuft den

Schlauch 14. Beim Durchlaufen der Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f bzw. des Schlauchs 14 gibt die Luft Wärme an den Kabinenboden 1 ab. Die Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f und/oder der Schlauch 14 können mit einem an die Unterseite U des Kabinenbodens angrenzenden Notrutschen-Stauraum kommunizieren, so dass deren Inneres und der Notrutschen-Stauraum den Hohlraum 4 bilden und die Luft nach Durchlaufen der Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f und/oder des

Schlauchs 14 in den Notrutschen-Stauraum strömt. Die Luft kann nach dem Durchlaufen der Kanäle 12a, 12b, 12c, 12d , 12e, 12f und/oder des Schlauchs 14 bzw. nach dem Durchströmen durch den Notrutschen-Stauraum in eine Zuführvorrichtung 9 geleitet werden, welche die Luft wieder der Brennstoffzelle 2 zuführt, oder zur Kabinenluft entlassen werden.

Im Folgenden wird die Funktion der Abführvorrichtung 3 gemäß Fig. 4 beschrieben. Die durch die Abwärme der Brennstoffzelle 2 erhitzte Luft gelangt durch die Heißluftleitung 16 in ein erstes Küchengerät K1 , vom ersten Küchengerät K1 durch die erste Lei- tung L1 zu einem zweiten Küchengerät K2, vom zweiten Küchengerät K2 durch die zweite Leitung L2 zu einem dritten Küchengerät K3 und schließlich durch die Warmluftleitung 17 zum Kabinenboden 1. Die erhitze Luft gibt dabei jeweils Wärme ab, kühlt sich also sukzessive ab. Bei den Küchengeräten kann es sich beispielsweise um einen Ofen, Warmwasserboiler, etc. handeln. Die Küchengeräte besitzen in der Regel unterschiedli- che Arbeitstemperaturen. Daher ist es vorteilhaft, die Reihenfolge der Küchengeräte so zu wählen, dass die Arbeitstemperatur eines später versorgten Küchengeräts die Arbeitstemperatur eines zuvor versorgten Küchengeräts nicht übersteigt. In der veranschaulichten Ausgestaltung besitzt das erste Küchengerät K1 die höchste Arbeitstemperatur, das zweite Küchengerät K2 die zweithöchste Arbeitstemperatur und das dritte Kü- chengerät K3 die dritthöchste Arbeitstemperatur.

Im Folgenden werden weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung beschrieben. Indem der Kabinenboden 1 Wärme speichern kann, ist die Temperatur an der Oberseite O des zu beheizenden Abschnitts des Kabinenbodens 1 unabhängig von der jeweils aktuellen Wärmeerzeugung der Brennstoffzelle 2. Üblichen Schwankungen in der Wärmeerzeugung der Brennstoffzelle 2 haben daher keinen merklichen Einfluss auf die Temperatur an der Oberseite O des zu beheizenden Abschnitts des Kabinenbodens 1.

Durch das Beheizen des Notrutschen-Stauraums kann verhindert werden, dass die Not- rutsche 8 größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Dadurch bleibt die Notrutsche 8 geschmeidig und länger haltbar.

Die Handhabung der Brennstoffzelle 2 ist durch Aufnahme in einen Trolley 5 besonders einfach. Bezugszeichenliste

1 Kabinenboden

2 Brennstoffzelle

3 Abführvorrichtung

A erster Abschnitt

B zweiter Abschnitt

4 Hohlraum

5 Trolley

6 Kupplung

A erstes Kupplungsteil

B zweites Kupplungsteil

7 Gebläse

8 Notrutsche

9 Zuführvorrichtung

10 Ansaugstutzen

11 Kanaleinlass

12 Kanal

2a-f Kanäle

13 Kanalauslass

14 Schlauch

15 Bodenstruktur

16 Heißluftkanal

17 Warmluftkanal

K1 erstes Küchengerät

K2 zweites Küchengerät

K3 drittes Küchengerät

L1 erste Leitung

L2 zweite Leitung

0 Oberseite

U Unterseite