| JP10339008 | CLIP, SOLAR BATTERY MODULE AND SOLAR BATTERY MODULE MOUNTING STRUCTURE |
| WO/2012/062673 | A WASHER/DRYER COMPRISING A CONNECTION MEMBER |
| JP2010209986 | LONG MATERIAL HOLDER |
| Patentansprüche
1. Vorrichtung für unsichtbare und wieder lösbare Verbindungen zweier Flächen, wovon mindestens eine Fläche zu einem mobilen Werkteil (1 ) gehört, wobei mindestens zwei ineinander greifende Verbindungselemente (3, 4) vorhanden sind, von denen ein erstes Verbindungselement am Werkteil (1 ) und ein zweites an der Fläche (2) anzuordnen ist an der das Werkteil (1) zu befestigen ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Verbindungselemente (3, 4) mindestens eine Arretierung (8) aufweist, mit dem Zweck, dieses Verbindungselement (3, 4) in seiner Lage am Werkteil (1 ) oder an der Fläche (2) festklemmen oder festkrallen zu können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (8) des Verbindungselementes (3, 4) gegen ein unerwünschtes Lösen gesichert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch mindestens eine das Verbindungselement (3, 4) aufzunehmen bestimmten Hülse (9), die in eine Vertiefung (5, 6) des Werkteils (1) oder der Fläche (2) einsetzbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) mindestens eine Eingriffsstelle (14) für eine Arretierung (8) des Verbindungselementes (3, 4) aufweist, zum Beispiel in Form einer Aussparung oder Ausstanzung in der Wand der Hülse (9).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (8) ein Riegelelement (11 ) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch mindestens eine Feder (13), die das Riegelelement (11 ) in einer Verriegelungslage hält.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelelement (11) entgegen der Kraft der Feder (13) in eine Entriegelungslage verschiebbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 5 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelelement (11 ) durch einen Steg (15) in seiner Verriegelungsstellung sicherbar ist, wobei dieser Steg (15) von einer Freigabeposition, in der das Riegelelement (11 ) frei bewegbar ist, in eine Sicherungsposition bringbar ist, in der das Riegelelement (11) blockiert ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg
(15) in seiner Sicherungsposition an einem ortsfest am Verbindungselement (3, 4) angeordneten Sperrelement (16) anliegt.
10.Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (16) abgestuft ausgebildet ist, so dass das Riegelelement (11 ) vor einem Herunterdrücken des Steges (15) frei verschiebbar ist und nach dem Herunterdrücken an einer Stufe des Sperrelementes
(16) anliegt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (8) oder ein Riegelelement (11) der Arretierung (8) einen abgeschrägten Vorsprung (12) aufweist, mit dem Zweck, dass die Arretierung (8) beim Einsetzen des Verbindungselementes (3, 4) in eine Hülse (9) oder Vertiefung (5, 6) in eine Entriegelungslage gedrückt wird und in die Verriegelungslage schnappt, sobald das Verbindungselement (3, 4) in eine vorgegebene Position gelangt, zum Beispiel sobald ein federbetätigtes Riegelelement (11) in den Bereich einer Eingriffsstelle (14) gelangt.
12.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wände und/oder der Boden mindestens eines Verbindungselementes (3, 4) oder einer dieses aufzunehmen bestimmten Hülse (9) geschlossen oder schliessbar ausgebildet ist.
1 ß.Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch mindestens einen in eine öffnung steckbaren oder schraubbaren Verschluss (49).
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (3, 4) mindestens einen Haken (47) aufweisen, der mit einem Verstärkungsteil (48) versehen ist, zum Beispiel aus Metall, mit dem Zweck, die Belastungswerte der Vorrichtung zu erhöhen.
15.Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsteil (48) durch Pressen und/oder Kleben am Haken (47) befestigt ist.
16.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (3, 4) mindestens eine Einlage aus isolierendem, schalldämmendem und/oder feuerhemmendem Material aufweisen.
17.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 16, dadurch gekennzeichnet, dass am Umfang eines Verbindungselementes (3, 4) und/oder einer dieses aufzunehmen bestimmten Hülse (9) deren Achsmitte (29) erkennbar machende Markierungen (31) in Form von Einkerbungen vorhanden sind.
18.Anreisslehre zur Montage einer Vorrichtung nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch eine Klemmeinrichtung (18), mit dem Zweck, die Anreisslehre (17) in einer zur Aufnahme eines Verbindungselementes (3, 4) bestimmten Vertiefung (5, 6) lösbar festklemmen zu können.
19.Anreisslehre nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch Krallen oder Spitzen (19), die dazu bestimmt sind, in mindestens einen Boden oder eine Wand der Vertiefung (6) gedrückt zu werden.
2O.Anreisslehre nach Anspruch 18 oder 19, gekennzeichnet durch mindestens ein Klemmteil (22) das dazu bestimmt ist, an einer Wand oder Kante der Vertiefung (6) anzuliegen.
21. Anreisslehre nach Anspruch 19 oder 20, gekennzeichnet durch mindestens eine Feder (21) durch welche die Krallen oder Spitzen (19) und/oder mindestens ein Klemmteil (22) gegen die Wand oder Kante der Vertiefung (6) drückbar ist/sind.
22.Anreisslehre nach Anspruch 21 , gekennzeichnet durch Griffteile (20), die durch mindestens eine Feder (21 ) auseinander gedrückt werden, bei deren Loslassen die Krallen oder Spitzen (19) und/oder mindestens ein Klemmteil (22) gegen die Wand oder Kante der Vertiefung (6) drückbar ist.
23. Klemmzange zur Montage einer Vorrichtung nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch Backen (34), die beim Betätigen der Klemmzange (32) derart auseinander drückbar sind, dass mindestens eine Arretierung (8, 10) eines Verbindungselementes (3, 4) oder einer dieses aufzunehmen bestimmten Hülse (9) in eine Arretierposition drückbar ist.
24.Klemmzange nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen (34) so ausgebildet und/oder durch eine Führung (35) geführt sind, dass sie eine die Weite eines Verbindungselementes (3, 4) oder einer dieses aufzunehmen bestimmten Hülse (9) hintergreifende Bewegung ausführen können.
25. Klemmzange nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (35) mindestens eine bogenförmige Schiene oder Kulisse (39) aufweist, mit dem Zweck, die jeweilige Backe (34) in eine bogenförmige Schwenkbewegung zu versetzen.
26. Klemmzange nach Anspruch 25, gekennzeichnet durch mindestens ein Zwischenteil (37), das sowohl mit einer Verlängerung (36) eines Griffs (33) als auch mit einer Backe (34) gelenkig verbunden ist, wobei ein dieses Zwischenteil (37) mit der Backe (34) verbindendes Gelenk (38), zum Beispiel ein Bolzen, in der bogenförmigen Schiene oder Kulisse (39) geführt ist.
27. Sicherungsstempel zur Montage einer Vorrichtung nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch einem Gabel (42) mit mindestens zwei einander gegenüber liegenden Zinken (43), durch die die Arretierung (8) oder ein diese sicherndes Riegelelement (11 ) betätigbar ist.
28. Sicherungsstempel nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken (43) eine Abschrägung (46) aufweisen, mit dem Zweck, einen Steg (15) des Riegelelementes (11 ) der Arretierung (8) in eine ein unerwünschtes Lösen derselben blockierende Lage drücken zu können.
29. Markierlehre zur Montage einer Vorrichtung nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch einen Zapfen (28), der dazu bestimmt ist, in eine Vertiefung (5, 6) eines Werkteils (1 ) oder einer Fläche (2) gesetzt zu werden, und durch eine eine Achsmitte (29) dieses Zapfens (28) mindestens in einer Richtung verlängernde Kante (30), mit dem Zweck, entlang dieser Kante (30) die Achsmitte (29) des Zapfens (28) am Rande der Vertiefung (5, 6) markieren zu können. |
Vorrichtung für unsichtbare und wieder lösbare Verbindungen und Wekzeuge zu deren Montage
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für unsichtbare und wieder lösbare Verbindungen zweier Flächen, wovon mindestens eine Fläche zu einem mobilen Werkteil gehört, wobei mindestens zwei ineinander greifende Verbindungselemente vorhanden sind, von denen ein erstes Verbindungselement am Werkteil und ein zweites an der Fläche anzuordnen ist an der das Werkteil zu befestigen ist. Weiter bezieht sich die Erfindung auf Werkzeuge zur Montage dieser Vorrichtung, nämlich eine Anreisslehre, eine Klemmzange, einen Sicherungsstempel und eine Markierlehre.
In Bohrlöchern anzuordnende, topfförmige Verbindungselemente sind aus CH 662 599 desselben Anmelders bekannt. Verwendet werden sie zur Montage von Werkteilen wie furnierten oder beschichteten Tafelelementen und Wandverkleidungen. Weiter zum Einhängen des äusseren Türdoppels bei Haustüren oder schalldämmenden Türen. Letztlich sind bezüglich der Anwendungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. An und für sich haben sich diese Verbindungselemente auch hervorragend bewährt. In der Praxis hat sich aber inzwischen gezeigt, dass es zunehmend Anwendungen gibt, wo Flächen miteinander zu verbinden sind, an denen die bisherigen Verbindungselemente nicht oder nur sehr schwer befestigt werden können. Beispielsweise ist dies bei Leichtbauplatten mit Wabenstruktur der Fall. Im Wabenkern finden die Verbindungselemente weder genügend Stabilität noch können sie verschraubt werden.
Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse setzt sich die Erfindung die Aufgabe, ein Vorrichtung für unsichtbare und wieder lösbare Verbindungen zu schaffen, bei der die vorgenannten Probleme nicht mehr auftreten können. Weiter soll eine Anreisslehre zur exakten Montage dieser Vorrichtung angegeben werden sowie eine spezielle Klemmzange zum Festklemmen der Vorrichtung an einer Fläche, einen Sicherungsstempel zum Eindrücken von Sicherungslaschen und eine Markierlehre zum Festlegen der Ausrichtung der Vorrichtung.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung entspricht den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1. Die Anreisslehre geht aus Patentanspruch 18 hervor, die Klemmzange aus Patentanspruch 23, der Sicherungsstempel aus Patentanspruch 27 und die Markierlehre aus Patentanspruch 29. Weitere vorteilhafte Ausbildungen des Erfindungsgedankens sind aus den abhängigen Patentansprüchen ersichtlich.
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Fig. 1 - 3 zeigen eine Ansicht und Teilansichten einer Vorrichtung mit einem Verbindungselement,
Fig. 4 - 5 zeigen einen Schnitt entlang der Linie A - A der Vorrichtung beziehungsweise des Verbindungselementes nach Fig. 1 ,
Fig. 6 - 9 zeigen eine Hülse zur Aufnahme des Verbindungselements nach den Fig. 1 - 5,
Fig. 10 - 13 zeigen eine Anreisslehre zur Montage der Vorrichtung nach den Fig. 1 - 9,
Fig. 14 zeigt eine Klemmzange zur Montage der Vorrichtung nach den Fig. 1 - 9,
Fig. 15 - 16 zeigen einen Sicherungsstempel zur Montage des Verbindungselementes nach den Fig. 1 - 5,
Fig. 17 - 18 zeigen eine Markierlehre zur Montage der Vorrichtung nach den Fig. 1 - 9,
Zur Montage eines Werkteils 1 an einer Fläche 2 sind zwei ineinander greifende Verbindungselemente 3 und 4 vorgesehen. Von diesen, zum Beispiel dosenförmigen Verbindungselementen 3 und 4, ist ein erstes Verbindungselement 3 am Werkteil 1 und ein zweites Verbindungselement 4 an der Fläche 2 anzuordnen. Dieses zweite Verbindungselement ist in Fig. 4 nur gestrichelt angedeutet. Um die Verbindungselemente 3 und 4 am Werkteil 1 beziehungsweise an der Fläche 2 anzubringen, wird an vorbestimmter Stelle je eine Vertiefung 5 und 6 in das Werkteil 1 und in die Fläche 2 eingebracht, vorzugsweise mittels eines Bohrers. Damit diese Vertiefungen 5 und 6 exakt aufeinander passen wird, wie dies im eingangs genannten Stand der Technik beschrieben ist, in die zuerst gebohrte Vertiefung 5 oder 6 eine eine Zentrierspitze aufweisende Anreisslehre gesteckt. Das Werkteil 1 wird dann in der richtigen Lage gegen die Fläche 2 gedrückt, so dass die Zentrierspitze einen Abdruck hinterlässt, der als Markierung für das Bohren der zweiten Vertiefung 5 oder 6 dient. Dadurch liegen dann die Vertiefungen 5 und 6 sowie die darin anzuordnenden Verbindungselemente 3 und 4 genau übereinander. Auf die neuentwickelte Anreisslehre wird später eingegangen.
Die Verbindungselemente 3 und 4 weisen gemäss den Fig. 1 bis 5 erfin- dungsgemäss mindestens eine Arretierung 8 auf, die den Zweck hat, das jeweilige Verbindungselement 3 oder 4 in seiner Lage festzuklemmen
oder festzukrallen. Dies kann entweder direkt in der Vertiefung 5 oder 6 des Werkteils 1 oder der Fläche 2 erfolgen oder - wie es im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Fall ist - in einer zusätzlichen, das jeweilige Verbindungselement 3 oder 4 aufnehmenden Hülse 9. Ein Beispiel einer Hülse 9 ist in den Fig. 6 bis 9 detailliert dargestellt. Die Hülse 9 kann ihrerseits mindestens eine Arretierung 10 aufweisen, um sie in der jeweiligen Vertiefung 5 oder 6 des Werkteils 1 oder der Fläche 2 festklemmen zu können. Wie insbesondere aus Fig. 9 ersichtlich, kann die Hülse 9 einen Flansch aufweisen. Dieser kann wie dargestellt auf der Fläche 2 aufliegen. Je nach Materialaufbau der Fläche 2 wäre aber auch eine Montage mit versenktem Flansch denkbar.
Die Arretierung 8 der Verbindungselemente 3 und 4 weist in der Ausführung nach den Fig. 4 und 5 ein Riegelelement 11 auf. Dieses ist mindestens mit einem Vorsprung 12 versehen, der dazu bestimmt ist in die Hülse 9 und/oder in die Vertiefung 5 oder 6 des Werkteils 1 beziehungsweise der Fläche 2 einzugreifen. Das hier dargestellte Riegelelement 11 ist entgegen der Kraft einer Feder 13 verschiebbar, wobei diese den Vorsprung 12 in die Wand der Hülse 9 und/oder in die Wand der Vertiefung 5 oder 6 drückt. Im vorliegenden Fall ist in der Wand der Hülse 9 jeweils mindestens eine Eingriffsstelle 14 für den Vorsprung 12 vorhanden, zum Beispiel in Form einer Aussparung oder Ausstanzung. Vorzugsweise ist die Arretierung 8, beziehungsweise deren Riegelelement 1 1 , gegen unerwünschtes Lösen gesichert. Zum Beispiel kann das Riegelelement 11 einen Steg
15 aufweisen, der nach Herunterdrücken gemäss den Pfeilen in den Fig. 4 und 5 an einem ortsfesten Sperrelement 16 anliegt. Das Sperrelement
16 kann wie dargestellt abgestuft ausgebildet werden, so dass das Riegelelement 11 vor dem besagten Herunterdrücken entgegen der Kraft der Feder 13 frei verschiebbar ist. Dank der ebenfalls dargestellten Abschrägung des Vorsprungs 12, wird das Riegelelement 11 beim Einsetzen des Verbindungselementes 3 oder 4 in die Hülse 9 zurück gedrückt und schnappt erst ein, wenn es in den Bereich der Eingriffsstelle 14 gelangt.
Die Arretierungen 10 der Hülse 9 sind beispielsweise haken- oder krallen- förmig. Möglich, wenn auch weniger effektiv, wäre aber auch eine im Querschnitt gerade Form. Sie können aus der Wand der Hülse 9 herausgestanzt und/oder herausgeformt sein. Durch Biegen können sie in die gewünschte Arretierposition geschwenkt werden. Da für die Befestigung des Verbindungselementes 3 oder 4 nur die Wand der Hülse 9, beziehungsweise deren jeweilige Eingriffsstelle 14 notwendig ist, könnte die Hülse 9 auch ohne Boden und/oder mit durchbrochenen Wänden ausgebildet werden. Theoretisch, aber weniger sinnvoll, wäre auch eine mehrteilige Konstruktion denkbar. Der Begriff Hülse 9 ist also umfassend zu verstehen.
Zur Montage der Verbindungselemente 3 und 4 in der jeweils richtigen Position ist eine Anreisslehre 17 vorgesehen. Diese ist in den Fig. 10 bis 13 dargestellt. Eine kreisrunde Anreisslehre mit einer Zentrierspitze ist aus der eingangs erwähnten CH 662 599 bekannt. Wird der Durchmesser der Vertiefung 5 oder 6 in welche die Anreisslehre zu stecken ist nur minimal überschritten, rutscht die Anreisslehre in dieser Vertiefung 5 oder 6 umher, was zu Ungenauigkeiten beim Anreissen führt. Dies kann zur Folge haben, dass das Werkteil 1 nicht montiert werden kann, denn es ist absolute Genauigkeit erforderlich. Ein weiterer Nachteil der bisherigen Anreisslehre liegt darin, dass sie bei Arbeiten an einer senkrechten Wand aus der Vertiefung 6 herausfallen kann. Beim Ausrichten des Werkteils 1 kann es zudem vorkommen, dass die Zentrierspitze hängen bleibt und dadurch kippt. Die Markierung kann daher unbemerkt an der falschen Stelle erfolgen. Schliesslich kann die bekannte Anreisslehre insbesondere bei Leichtbauplatten mit Wabenstruktur nicht eingesetzt werden. Im Wabenkern findet sie nicht mehr genügend Stabilität.
Bei der erfindungsgemässen Anreisslehre 17 sind diese Nachteile wirksam vermieden. Sie wird nicht nur in die Vertiefung 5 oder 6 eingesteckt, sondern wird darin sicher befestigt. Hierzu weist sie eine Klemmeinrich-
tung 18 auf. Durch diese werden im vorliegenden Ausführungsbeispiel Krallen oder Spitzen 19 in die Wand der Vertiefung 6 gedrückt. Siehe hierzu Fig. 10 und Fig. 13, die einen Schnitt nach der Linie B - B in Fig. 10 darstellt. Beim Einsetzen der Anreisslehre 17 werden Griffteile 20 zusammengedrückt. Diese werden durch mindestens eine Feder 21 auseinander gedrückt. Siehe hierzu ebenfalls Fig. 10 und Fig. 12, die einen Schnitt nach der Linie A - A in Fig. 10 darstellt. Nach dem Loslassen der Griffteile 20 halten die Krallen oder Spitzen 19 die Anreisslehre 17 in der Vertiefung 6 unverrückbar fest. Bei Leichbauplatten öffnen sich die Krallen oder Spitzen 19 soweit, dass das Klemmteil 22 oberhalb der Krallen oder Spitzen 19 jeweils an der Deckschicht 23 der Leichtbauplatte anliegt und die Anreisslehre 17 festklemmt. Voraussetzung ist nur eine Deckschicht 23 genügender Wandstärke; je nach Werkstoff zum Beispiel 0.8 mm. Die Zentrierspitze 24 kann beispielsweise von der Rückseite 25 her bezüglich ihrer Höhe und Eindringtiefe verstellbar gestaltet werden. Im vorliegenden Fall ist sie mittels eines Inbusschlüssels schraubbar. Die Zentrierspitze 24 kann ein leicht stumpfes Ende 26 aufweisen. Dadurch kann das Werkteil 1 beim Positionieren verschoben werden, ohne dass es sofort an der Zentrierspitze 24 hängen bleibt. Der gewünschte Abdruck wird erst beim Andrücken des Werkteils 1 gebildet. Leichte Ungenauigkeiten der Vertiefung 6 werden durch die erfindungsgemässe Anreisslehre 17 abgefangen. Arbeiten an einer senkrechten Wand, ja sogar an einer Decke, sind nun problemlos möglich. Auch ein zu Fehlmarkierungen führendes Kippen der Anreisslehre 17 kann nicht mehr vorkommen.
Nachdem dank der Anreisslehre 17 die zweite Vertiefung 5 oder 6 exakt passend zur Position der ersten Vertiefung 5 oder 6 angebracht wurde, können die Verbindungselemente 3 und 4 oder - wie im vorliegenden Beispiel - zuerst die jeweilige Hülse 9 eingesetzt werden. Um diese genau ausrichten zu können, kann eine Markierlehre 27 nach den Fig. 17 und 18 verwendet werden. Mit der Markierlehre 27 kann die unbedingt notwendige, gegenseitige Ausrichtung der Verbindungselemente 3 und 4 sicher-
gestellt werden. Da im gezeichneten Ausführungsbeispiel zuerst eine Hülse 9 eingesetzt wird, ist deren Ausrichtung festzulegen. Hierzu weist die Markierlehre 27 einen in die Vertiefung 5 oder 6 passenden Zapfen 28 auf. Dieser Zapfen 28 ist im vorliegenden Beispiel seitlich versetzt an der Markierlehre 27 angeordnet. In jedem Fall weist die Markierlehre 27 eine die Achsmitte 29 des Zapfens 28 mindestens in einer Richtung verlängernde Kante 30 auf. Entlang dieser Kante 30 kann, beispielsweise mittels einer handelsüblichen Winkelreissnadel, die Achsmitte 29 am Rande der Vertiefung 5 oder 6 verlängert, beziehungsweise durch Anreis- sen markiert werden. Die Hülse 9 lässt sich danach leicht so positionieren, dass deren Markierungen 31 exakt in der angezeichneten Achsmitte 29 liegen, denn die Markierungen 31 bezeichnen ihrerseits die Achsmitte der Hülse 9. Im vorliegenden Beispiel bestehen die Markierungen 31 aus jeweils einer Einkerbung am Umfang der Hülse 9. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Markierungen 31 deutlich sichtbar sind, aber beim Einsetzen der Hülse 9 das Werkteil 1 oder die Fläche 2 nicht beschädigen. Möglich wären aber auch Vorsprünge oder eine beliebige andere Art der Markierung, zum Beispiel indem durch die Einkerbung der Flansch der Hülse 9 nur eingeritzt aber nicht durchbrochen ist. Entsprechend könnten auch die Verbindungselemente 3 und 4 mit einer Markierung 31 versehen sein, insbesondere in dem Fall, dass diese ohne Hülse 9 eingesetzt werden.
Die wunschgemäss ausgerichtete Hülse 9 kann dann mittels der Arretierungen 10 in der Vertiefung 5 oder 6 festgeklemmt werden. Am einfachsten und sichersten erfolgt dies mittels der Klemmzange 32 nach Fig. 14. Die Klemmzange 32 ist so ausgelegt, dass beim Zusammendrücken der Griffe 33 die beiden Backen 34 derart auseinander gedrückt werden, dass zwei einander gegenüber liegende Arretierungen 10 in die Wand der Vertiefung 5 oder 6 gepresst werden. Dazu ist eine die Backen 34 leitende Führung 35 vorzugsweise so ausgebildet, dass die durch die Weite der Vertiefung 5 oder 6 eingeführten Backen 34 soweit auseinander drückbar
sind, dass sie diese Weite hintergreifen und beispielsweise bis hinter die Deckschicht 23 einer aus einer Leichtbauplatte bestehenden Fläche 2 greifen können. Vorzugsweise werden dazu diese Backen 34 nicht nur auseinander gedrückt, sondern auch ein Stück weit hintergreifend um die Deckschicht 23 geführt. Dadurch können die Arretierungen 10 - falls dies insbesondere bei Leichtbauplatten mit besonders schwachem Kern notwendig sein sollte - soweit umgeschwenkt werden, dass sie von hinten an der Deckschicht 23 Halt finden. Zu diesem Zweck kann die Führung 35 jeweils ein sowohl mit einer Verlängerung 36 des Griffs 33 als auch mit der Backe 34 gelenkig verbundenes Zwischenteil 37 aufweisen. Im vorliegenden Beispiel ist das als Bolzen ausgebildete, das Zwischenteil 37 mit der Backe 34 verbindende Gelenk 38 bogenförmig in einer Kulisse 39 geführt. Möglich wäre aber auch eine andere Ausführung, zum Beispiel mit einer Schiene. Wesentlich ist, dass der Radius der bogenförmigen Kulisse 39 so gewählt wird, dass die Arretierung 10 zuverlässig und ohne die Gefahr beschädigt zu werden in die Arretierungsposition schwenkbar ist. Durch die dargestellte Klemmzange 32 können gleichzeitig zwei einander gegenüber liegende Arretierungen 10 betätigt werden. Somit ist eine vier Arretierungen 10 aufweisende Hülse 9 durch zwei Zangenbewegungen zuverlässig in der Vertiefung 5 oder 6 festgeklemmt.
Danach kann das Verbindungselement 3 oder 4 leicht in die Hülse 9 gesetzt werden, bis es dort in der durch die richtige Lage der Hülse 9 bereits vorgegebenen Position einschnappt. Zum komfortablen und sicheren betätigen der Sicherung des Riegelelements 11 der Arretierung 8, wie dies bereits anhand der Fig. 4 ausgeführt wurde, dient ein spezieller Sicherungsstempel 40 nach Fig. 15 und 16. Dieses Werkzeug weist einen Griff 41 auf, an dem eine Gabel 42 mit zwei oder Mehr Zinken 43 angeordnet ist. Deren freies Ende kann ein Eingriffsteil 44 aufweisen, der in eine entsprechende Ausnehmung 45 des Riegelelements 11 der Arretierung 8 passt; siehe hierzu Fig. 1. Eine neben dem Eingriffsteil 44 liegende Abschrägung 46 stellt sicher, dass der Steg 15 des Riegelelements 11 in die
Sicherungsposition gedrückt wird, wie sie aus der linken Seite von Fig. und 4 hervorgeht. Im Fall eines vier Arretierungen 8 aufweisenden Verbindungselementes 3 oder 4 genügt also ein zweimaliges Andrücken oder Anschlagen des Sicherungsstempels 40 um das Verbindungselement 3 oder 4 so sicher in der Hülse 9 zu arretieren, dass sich dieses selbst bei sehr starken Erschütterungen oder Vibrationen nicht von selbst wird lösen können. Selbstverständlich wäre auch eine Gabel 42 mit vier paarweise einander gegenüber liegenden Zinken 43 denkbar, wodurch mit nur einen einzigen Einsatz des Sicherungsstempels 40 gleichzeitig alle vier Arretierungen 8 erreichbar wären.
Gemäss dem bekannten Stand der Technik, können die Verbindungselemente 3 und 4 gemäss Fig. 4 und 5 jeweils einen Haken 47 aufweisen, vorzugsweise einen Keilhaken. Die Verbindungselemente 3 und 4 sind dann jeweils derart um 180° gedreht zueinander anzuordnen, dass diese Haken 47 ineinander greifen können. Die Verbindungselemente lassen sich im übrigen so ausbilden, dass die Haken 47 jeweils nur zentriert greifen können, wozu beispielsweise Führungsstege am Verbindungselement 3 und/oder 4 vorzusehen sind. Werden diese Führungsstege weggelassen, dann bleibt das Werkteil 1 gegenüber der Fläche 2 und ein gewisses Mass seitlich verschiebbar, was in bestimmten Fällen nützlich sein kann. Um die Belastungswerte der Verbindungselemente 3 und 4 zu erhöhen, kann am Haken 47 ein Verstärkungsteil 48 eingefügt werden, beispielsweise aus Metall. Dieses kann durch Pressen und/oder_Kleben befestigt sein.
Je nach dem Material des Werkteils 1 und insbesondere der Fläche 2 sowie je nach dem gewünschten Belastungswert, kann ein zusätzliches Verkleben der Hülse 9 sinnvoll sein, zum Beispiel mit einem Zweikomponentenkleber. Zu Einbringen dieses Klebers kann im Boden, vorzugsweise aber am flanschartigen Rand der Hülse 9 mindestens eine öffnung vor-
handen sein; siehe insbesondere Fig. 8. Dadurch können die Arretierungen 10 hinterfüllt und eine grossere Druckfläche geschaffen werden.
Im übrigen ist es dank der schraubenlosen Montage möglich, die Wände und den Boden der Verbindungselemente 3 und 4 geschlossen zu gestalten oder schliessbar auszubilden. Allfällige, sich bei der Herstellung der Verbindungselemente 3 und 4 ergebenden Durchbrechungen durch einen Verschluss 49 geschlossen werden. Dieser kann beliebig ausgebildet werden. Damit kann ein Endringen von Feuchtigkeit durch die Wände oder den Boden der Verbindungselemente 3 und 4 verhindert werden. Feuchtigkeit kann den oftmals nicht wasserfesten Kern des Werkteils 1 beschädigen und in der Folge auch zum Ablösen von Furnieren führen.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, die beschriebenen Teile der Vorrichtung und der Werkzeuge auch anders als gezeichnet auszubilden. Es könnten auch ohne Hülse 9 einsetzbare Verbindungselemente 3 und 4 vorgesehen werden. Die Arretierungen 8 der Verbindungselemente 3 und 4 könnten entsprechend der Arretierungen 10 der Hülse 9 ausgebildet sein und mit der Klemmzange 32 betätigt werden, sofern die Geometrie der Verbindungselemente 3 und 4 entsprechend angepasst würde. Die Verbindungselemente 3 und 4 oder die Hülse 9 können mindestens eine Einlage aus isolierendem, schalldämmendem und/oder feuerhemmendem Material aufweisen, gleichgültig auf weicher Seite von dessen Boden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann im Holzbau, insbesondere im Innenausbau, Ladenbau, Möbelbau, Türenbau und so weiter verwendet werden. Ebenso im Messebau sowie im Schiffs- und Metallbau. Damit lassen sich zum Beispiel Elemente aus Massivholz, Plattenmaterial, Wandverkleidungen, Blenden, Verkleidungen, Zierelemente und dergleichen montieren. Besonders nützlich ist die Vorrichtung, wenn eine der miteinander zu verbindenden Flächen ein Leichtbauelement ist.
