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Title:
DEVICE FOR HYDRODYNAMICALLY BONDING NONWOVEN FABRICS, WOVEN FABRICS OR KNITTED FABRICS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/072001
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for hydrodynamically bonding nonwoven fabrics, woven fabrics or knitted fabrics, said device comprising a suction tube (2) which has a plurality of bores and on which a structuring drum (3) is arranged at a distance, characterized in that the distance between the suction tube (2) and the structuring drum (3) can be established by exchangeable distancing elements (6).

Inventors:
FRISCH, Jürgen (Rheinstr. 18a, Erzhausen, 64390, DE)
Application Number:
EP2013/002155
Publication Date:
May 15, 2014
Filing Date:
July 20, 2013
Export Citation:
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Assignee:
TRÜTZSCHLER GMBH & CO. KG (Duvenstrasse 82-92, Mönchengladbach, 41199, DE)
International Classes:
D04H18/04
Domestic Patent References:
Foreign References:
FR2838457A1
DE10001535A1
DE1138285B
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
NÖHLES, Bernhard (Trützschler GmbH & Co. KG, Duvenstrasse 82 - 92, Mönchengladbach, 41199, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur hydrodynamischen Verfestigung von Vliesen, Geweben oder Gewirken, umfassend ein Saugrohr (2) mit einer Vielzahl von Bohrungen, auf der beabstandet eine Strukturtrommel (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Saugrohr (2) und Strukturtrommel (3) durch austauschbare Distanzelemente (6) herstellbar ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Distanzelemente (6) an dem Saugrohr (2) befestigbar sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die

Distanzelemente (6) durch Klemmen (5) am Saugrohr (2) befestigbar sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die

Strukturtrommel (3) über die Distanzelemente (6) aufschiebbar ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Strukturtrommel (3) im Bereich einer Saugseite (S) mittels eines austauschbaren Adapterringes (9) an dem Saugrohr (2) befestigbar ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine

Stirnseite der Strukturtrommel (3) in eine Vertiefung des Adapterringes (9) eingreift und darin mittels Konus (10) und Spannring (11) befestigbar ist.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stirnseite der Strukturtrommel (3) an der Bedienseite (B) an einer Zentrierung (14) befestigbar ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierung (14) für alle Außendurchmesser von Strukturtrommeln (3) universell verwendbar ist.

Description:
Titel: Vorrichtung zur hydrodynamischen Verfestigung von Vliesen, Geweben oder Gewirken

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur hydrodynamischen Verfestigung von Vliesen, Geweben oder Gewirken, bei dem eine Flüssigkeit, wie beispielsweise Wasser, aus einer Vielzahl von Düsen gegen das zu verfestigende Material gespritzt wird. Das zu verfestigende Material läuft über eine sich drehende flüssigkeitsdurchlässige Trommel, die zum Absaugen des Wassers zusätzlich mit Unterdruck beaufschlagt sein kann. Üblicherweise besteht die Trommel aus einem zylindrischen massiven Saugrohr mit Bohrungen, die einen großen Wasserabfluss gewährleisten. Mit Abstand zum Saugrohr wird eine Strukturtrommel aufgezogen, die feinperforierte Öffnungen zur Verfestigung der Fasern aufweisen kann, dem zu bearbeitenden Material aber auch eine Oberflächenstruktur in Form eines Musters verleihen kann.

Die Strukturtrommel wird nach heutigem Stand der Technik immer mit dem Saugrohr zusammen ausgeliefert und in der Anlage ausgetauscht. Insbesondere, wenn die Anlage auf ein anderes zu verarbeitendes Material oder eine andere Materialoberfläche umgestellt werden soll und dabei die Trommeldurchmesser abweichen, muss mit der Strukturtrommel immer gleichzeitig auch das Saugrohr mit seinen Komponenten ausgetauscht werden. Damit wird die Umstellung aufgrund der Montagezeit sehr zeitaufwändig und für den Kunden sehr teuer, da er bei der Verarbeitung von neuen Vliesen immer die Strukturtrommel mit dem Saugrohr mit seinen Komponenten neu kaufen musste. Es ist Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zum hydrodynamischen Verfestigen von Vliesen, Geweben und Gewirken zu schaffen, die preiswert aufgebaut ist und sich mit geringem Aufwand austauschen lässt.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Lehre nach Anspruch 1 ; weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet.

Gemäß der technischen Lehre nach Anspruch 1 umfasst die Vorrichtung zur hydrodynamischen Verfestigung von Vliesen, Geweben oder Gewirken ein Saugrohr mit einer Vielzahl von Bohrungen, auf der beabstandet eine Strukturtrommel angeordnet ist, wobei der Abstand zwischen Saugrohr und Strukturtrommel durch austauschbare Distanzelemente herstellbar ist.

Damit brauchen lediglich die Distanzelemente ausgetauscht zu werden, wenn eine neue Strukturtrommel mit anderem Außendurchmesser in der Anlage verwendet werden soll. Bei einer neuen Strukturtrommel braucht nicht die zugehörige Saugtrommel mit gekauft werden, was für den Anlagenbetreiber eine Produktionsumstellung auf geringere Stückzahlen lukrativer macht.

In vorteilhafter Ausgestaltung umfasst das Saugrohr Distanzelemente, die an dem Saugrohr befestigbar sind. Das Saugrohr kann damit in der Anlage verbleiben und braucht nicht ausgetauscht zu werden. Die Zeit zum Wechseln der Strukturtrommel kann deutlich reduziert werden, was die Anlagenverfügbarkeit erhöht.

Eine weitere Verbesserung wird dadurch erreicht, dass die Distanzelemente durch Klemmen am Saugrohr befestigbar sind. Die Klemmen sind mittels Befestigungselementen am Saugrohr befestigt und klemmen die Distanzelemente am Saugrohr fest. Montage und Demontage sind damit sehr einfach und zuverlässig gestaltet. Dadurch, dass die Distanzelemente am Saugrohr austauschbar befestigbar sind, kann die Strukturtrommel von der Bedienseite über die Distanzelemente aufgeschoben werden. Die Montage bzw. Demontage der Strukturtrommel erfolgt von einer Seite, wobei das Saugrohr fest in der Anlage verbleiben kann. Die Zeit zum Wechseln der Strukturtrommel hat sich damit deutlich verkürzt.

In vorteilhafter Ausführungsform ist die Strukturtrommel im Bereich der Saugseite mittels eines austauschbaren Adapterringes an dem Saugrohr befestigbar. Selbstverständlich könnte auch diese Stirnseite der Strukturtrommel durchmesserneutral am Saugrohr befestigt werden, aber die Anpassung des Adapterringes erhöht das zu übertragende Drehmoment und die Verwindungssteifigkeit der Strukturtrommel.

In weiterer Verbesserung greift eine Stirnseite der Strukturtrommel in eine Vertiefung des Adapterringes ein und wird darin mittels Konus und Spannring befestigt. Es ergibt sich eine zuverlässige Klemmverbindung für die Strukturtrommel, die hohe Drehmomente übertragen kann.

An der Bedienseite kann in weiterer vorteilhafter Ausführungsform eine Stirnseite der Strukturtrommel an einer Zentrierung befestigt werden. Dabei kann die Zentrierung so gestaltet werden, dass sie für alle Außendurchmesser von Strukturtrommeln universell verwendbar ist. Bei einem Tausch der Strukturtrommel sind also lediglich die Distanzelemente auszutauschen und ggf. der Adapterring mit den Spannelementen für die Stirnseite an der Saugseite.

Es ist damit nicht mehr nötig, mit jeder Strukturtrommel gleichzeitig das passende Saugrohr mit seinen Komponenten zu kaufen und zu bevorraten. Weiterhin wird die Demontage des kompletten Saugrohres eingespart, was viel Zeit spart und damit die Anlagenverfügbarkeit erhöht. Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines möglichen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:

Figur 1 : eine Schnittdarstellung durch eine Trommel;

Figur 2: eine vergrößerte Detaildarstellung durch eine Trommel; Figur 3: ein Längsschnitt durch einen Teil einer Trommel im Bereich einer Stirnseite;

Figur 4: ein Längsschnitt durch eine Trommel.

In Figur 1 und 2 ist eine Trommel 1 dargestellt, die im Wesentlichen ein Saugrohr 2 und eine Strukturtrommel 3 umfasst. Die Trommel 1 ist Teil einer nicht dargestellten verfahrenstechnischen Anlage, bei der eine Warenbahn aus nicht verwobenen oder verwirkten Fasern mittels energiereicher Strahlen verfestigt und gegebenenfalls ein Muster erhält.

Das Saugrohr 2 wiederum kann aus einem massiven Zylinder hergestellt sein, der mit einer Vielzahl von Klemmen 5 und Distanzelementen 6 ausgestattet ist. Zum Abtransport von großen Flüssigkeitsmengen weist das Saugrohr 2 eine Vielzahl von Bohrungen auf. Die Strukturtrommel 3 kann als dünnes Blech oder als Gewebe ausgebildet sein, die eine Vielzahl von Bohrungen sowie gegebenenfalls eine Oberflächenstruktur aufweist. Die Klemmen 5 sind als längliche Leisten ausgebildet, die sich entlang der Längsachse des Saugrohres 2 erstrecken. Weiterhin weisen die Klemmen 5 Ausnehmungen 5a auf, die mit Ansätzen 6a der Distanzelemente 6 korrespondieren. Mittels Befestigungselementen 7 werden die Klemmen 5 mit dem Saugrohr 2 verbunden und verklemmen dabei die Distanzelemente 6. Die Distanzelemente 6 stehen damit senkrecht zur Oberfläche des Saugrohres 2. Über die Distanzelemente 6 lässt sich jetzt die Strukturtrommel 3 schieben. In Figur 3 ist die Saugseite S der Trommel 1 dargestellt. Das Saugrohr 2 weist an dieser Seite ein Lager 8 auf, an dem sich ein Adapterring 9 anschließt. Der Adapterring 9 weist eine Vertiefung auf, in die eine offen gestaltete Stirnseite der Strukturtrommel 3 eingreifen kann. Über einen 5 Konus 10 unter einem zugehörigen Spannring 11 wird die Stirnseite der Strukturtrommel 3 mit dem Adapterring 9 verspannt. In Figur 3 ist beispielhaft im oberen Bereich eine Trommel 1 mit einem Außendurchmesser von ca. 500 mm dargestellt, wohingegen im unteren Bereich die Trommel 1 einen Außendurchmesser von ca. 800 mm i o aufweist. Es ist erkennbar, dass sich bei beiden Ausführungsarten sowohl die Distanzelemente 6 wie auch die Befestigung der Stirnseite der Strukturtrommel 3, also Adapterring 9, Konus 10 und Spannring 11 im Durchmesser geändert haben. Das Saugrohr 2 mit den Klemmen 5 ist identisch.

15 Auf der Bedienseite B der Trommel 1 nach Figur 4 ist das Saugrohr 2 mit einem Zapfen 12 verbunden. Auf dem Zapfen 12 ist wiederum ein Lager 13 mit einer Zentrierung 14 angeordnet, welche die zweite Stirnseite der Strukturtrommel 3 aufnimmt und lagert.

Damit bei einem Umbau der Anlage auf einen anderen 20 Trommeldurchmesser nicht gleichzeitig ein Saugrohr 2 mit den zugehörigen Komponenten bevorratet werden muss, lässt sich durch Abbau der Strukturtrommel 3 und Änderung der Distanzelemente 6 eine geänderte Strukturtrommel 3 mit einem anderen Außendurchmesser montieren. Hierzu wird an der Saugseite S die Strukturtrommel 3 vom 5 Spannring 11 mit dem Konus 10 gelöst. Auf der Bedienseite B wird die Strukturtrommel 3 von der Zentrierung 14 gelöst und kann damit über die Distanzelemente 6 von dem Saugrohr 2 geschoben werden. Anschließend werden die Distanzelemente 6 von den Klemmen 5 demontiert. Aufgrund eines neuen Außendurchmessers wird nach dieser Ausführungsform auch 0 der Adapterring 9 mit dem zugehörigen Konus 10 und dem Spannring 11 demontiert und ausgetauscht. Zur Montage einer neuen Strukturtrommel 3 wird jetzt in umgekehrter Reihenfolge zuerst der neue Adapterring 9 mit dem Konus 10 und einem zugehörigen Spannring 11 montiert. Mit den Klemmen 5 werden neue Distanzelemente 6 auf dem Saugrohr 2 befestigt, die einen geänderten Abstand zum Saugrohr 2 aufweisen. Über die neuen Distanzelemente 6 kann jetzt eine neue Strukturtrommel 3 geschoben werden, die an einer Stirnseite mit dem Konus 10 und dem Spannring 11 am Adapterring 9 befestigt wird, und im Bereich der Bedienseite an der Zentrierung 14 befestigt wird. Wie in Figur 4 erkennbar ist, sind die Elemente der Bedienseite B, also Lager 13 und Zentrierung 14 identisch, da in diesem Bereich die Strukturtrommel 3 mit der Stirnseite trotz unterschiedlicher Außendurchmesser auf ein einheitliches Maß gebracht werden. Die hier dargestellte Ausführung mit dem angepassten Adapterring 9 hat den Vorteil, dass bei großen Strukturtrommeln 3 ein höheres Drehmoment übertragen werden kann und die Strukturtrommel 3 verwindungssteifer wird.

In einer alternativen Ausführungsform ist es selbstverständlich möglich, auch auf der Saugseite S eine einheitliche Gestaltung der Befestigung für alle Durchmesser der Strukturtrommel 3 zu schaffen, wie dies auch auf der Bedienseite B realisiert wird. Dazu kann die Anbindung der Stirnseite der Strukturtrommel 3 an den Adapterring 9 durchmesserneutral ausgeführt werden, so dass auch der Konus 10 und der Spannring 11 universell verwendbar sind.

Bei einem Tausch der Strukturtrommel 3 mit unterschiedlichen Durchmessern sind also lediglich die Distanzelemente 6 und nach dieser Ausführungsform die Befestigungselemente der Saugseite S, also Adapterring 9, Konus 10 und Spannring 11 , mit der Strukturtrommel 3 zu bevorraten. Die Distanzelemente 6 können als runde Zylinder oder eckige Abstandshalter ausgebildet sein. Sie können massiv sein, oder entlang ihrer Längsachse eine Bohrung 6b aufweisen, wobei die Bohrung 6b mit einer Bohrung im Saugrohr 2 korrespondiert, um die Flüssigkeit von den Düsen der Verfestigungsanlage zum Saugrohr 2 zu transportieren. Mit den unterschiedlichen Distanzelementen 6 lassen sich bei einer vorgegebenen Saugrohrgröße verschiende Gesamtaußendurchmesser der Trommel 1 von 400 mm bis 1200 mm realisieren.

Mit der Erfindung ist es möglich, Strukturtrommeln 3 unterschiedlicher Durchmesser auf ein Saugrohr 2 zu montieren, wobei an dem Saugrohr 2 lediglich neue Distanzelemente 6 und ggf. die Befestigungselemente der Saugseite, also Adapterring 9, Konus 10 und Spannring 11 , ausgetauscht werden müssen. Es ist damit nicht mehr nötig, mit jeder Strukturtrommel 3 gleichzeitig das passende Saugrohr 2 zu kaufen und zu bevorraten. Weiterhin wird die Demontage des kompletten Saugrohres 2 eingespart, was viel Zeit spart und damit die Anlagenverfügbarkeit erhöht.

Bezugszeichen

1 Trommel

2 Saugrohr

3 Strukturtrommel 5 Klemmen

5a Ausnehmung

6 Distanzelement

6a Ansatz

6b Bohrung

7 Befestigungselement 8 Lager

9 Adapterring

10 Konus

11 Spannring

12 Zapfen

13 Lager

14 Zentrierung B Bedienseite

S Saugseite