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Title:
DEVICE FOR INTRODUCING CUTS INTO MALLEABLE STARTING FOOD PRODUCTS, PARTICULARLY DOUGH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/021422
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (5) for introducing cuts into malleable starting food products (21), particularly dough. Said device comprises a cutting apparatus (10) which produces a pressurized liquid jet (20) that is movable relative to the starting food product via at least one switchable cutting nozzle (17). The inventive device is characterized in that the cutting apparatus (10) is provided with a pump (11) which generates the high pressure and is connected to a liquid reservoir (12) at the suction end while being connected to the cutting nozzle (17) at the pressure end via a duct (13). An overflow valve (14) which opens as soon as a predefined pressure has been reached and redirects liquid (15) located in the duct (13) into the liquid reservoir (12) via a recirculation duct (16) is provided in the duct (13).

Inventors:
Podolla, Jens (Gartenweg 9, Ruhwinkel, 24601, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/009097
Publication Date:
March 02, 2006
Filing Date:
August 23, 2005
Export Citation:
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Assignee:
Schütte, Dieter (Igelweg 14, Trappenkamp, 24610, DE)
Podolla, Jens (Gartenweg 9, Ruhwinkel, 24601, DE)
International Classes:
A21C11/12; B26F3/00; A21C11/00; B26F3/00; (IPC1-7): B26F3/00; A21C11/12
Attorney, Agent or Firm:
Gotschol, Raphael (Postfach 1242, Trappenkamp, 24603, DE)
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Claims:
1. Uns.
2. Zeichen: 03854pct Jens Podolla Vorrichtung zum Einbringen von Schnitten in plastisch verformbare Lebensmittelvorprodukte, insbesondere in Teiglinge Patentansprüche: Vorrichtung zum Einbringen von Schnitten in plastisch verformbare Le¬ bensmittelvorprodukte, insbesondere in Teiglinge, mit einer Schneidein¬ richtung, die über mindestens eine schaltbare Schneiddüse einen Hoch¬ druckflüssigkeitsstrahl, relativ zum Lebensmittelvorprodukt bewegbar, er¬ zeugt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung (10) eine den Hochdruck erzeugende Pumpe (11) aufweist, die saugseitig mit einem Flüssigkeitsreservoir (12) und druckseitig über eine Förderleitung (13) mit der Schneiddüse (17) verbunden ist, wobei in der Förderleitung (13) ein Überströmventil (14) vorgesehen ist, das ab einem vorgegebenen Druck öffnet und in der Förderleitung (13) befindliche Flüssigkeit (15) über eine Rückführleitung (16) in das Flüssigkeitsreservoir (12) zurückleitet.
3. Vorrichtung nach Anspruch I5 dadurch gekennzeichnet, daß die Förder¬ leitung (13) einen derart kleinen Innendurchmesser aufweist, daß Kapilla¬ rität für die verwendete Flüssigkeit auftritt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Über¬ strömventil (14) bei einem Druck, ausgewählt aus einem Bereich zwischen 30 und 60 bar, insbesondere bei ca. 50 bar öffnet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiddüse (17) eine Austrittsöffhung (25) mit einem Durchmesser zwi¬ schen 0,1 und 0,2 mm, insbesondere 0,15 mm aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass die Förderleitung (13) zumindest in einem Bereich (13 a) als Hochdruckschlauch ausgeführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass die Schneiddüse (17) in einer Halterung (18) aufge¬ nommen ist, die die Schneiddüse (17) in definiertem Abstand und Aus¬ richtung zu einer Auflage (23) für die mit Schnitten (22) zu versehenden Lebensmittelvorprodukte (21) hält.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte¬ rung (18) insbesondere parallel zu der Auflage bewegbar gelagert ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstelleinrichtung zum Verfahren der Halterung vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (23) ein Förderband ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass die Schneideinrichtung mehrere Schneiddüsen in defi¬ nierter Anordnung zueinander aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zu den Schneiddüsen (17) führende Förderleitung aus einer Hauptleitung (13b) besteht, die an zumindest einem Knotenpunkt (30) in mehrere Unterleitun¬ gen (113) verzweigt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlei¬ tungen (113) ebenfalls an Knotenpunkten (130) in Unterleitungen zweiter Verzweigungsstufe verzweigen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß alle Unterleitungen (113, 213) der gleichen Verzweigungs¬ stufe für die verwendete Flüssigkeit den gleichen Strömungswiderstand aufweisen, insbesondere gleiche Länge und gleichen Durchmesser haben.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass es sich bei dem Hochdruckflüssigkeitsstrahl (20) um einen Hochdruckwasserstrahl handelt.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß zwischen der Rückführleitung (16) und dem Flüssigkeitsre¬ servoir (15) eine Kühleinrichtung (31, 32, 33, 34) zur Kühlung der rückzu¬ führenden Flüssigkeit angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlein¬ richtung als Hohlwand (31) des Flüssigkeitsreservoirs (15) mit einer Ein tritts und einer Austrittsöffnung (32, 33) ausgebildet ist, wobei die Flüs¬ sigkeit in der Hohlwand (31) von der Eintritts zur Austrittsöffhung (32, 33) an Kühlkörpern (34) entlanggeführt ist.
Description:
Uns. Zeichen: 03854pct

Jens Podolla

Vorrichtung zum Einbringen von Schnitten in plastisch verformbare Lebensmittelvorprodukte, insbesondere in Teiglinge

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des An¬ spruches 1.

Im Rahmen der Lebensmittelherstellung kann es aus unterschiedlichen Gründen erforderlich sein, dass Vorprodukte in bestimmten Bearbeitungsschritten an ihrer Oberfläche mit Einschnitten versehen werden müssen. In der Regel ist dies der Fall bei Vorprodukten, die einem Backprozess unterworfen werden, in dessen Verlauf es zu einer Volumenänderung des Vorproduktes kommt. Dies ist insbe¬ sondere der Fall bei z.B. Broten bzw. Brötchen und die Erfindung richtet sich daher im wesentlichen auf die entsprechenden Vorprodukte, die im folgenden als Teiglinge bezeichnet werden sollen.

Aus der EP 307174 bzw. der DE 19835319 sind Verfahren und Vorrichtungen bekannt geworden, bei denen mittels eines Hochdruckwasserstrahles die Oberflä¬ che von z.B. Teiglingen eingeschnitten wird.

Aufgabe der Erfindung ist, ausgehend von dem Stand der Technik eine Vorrich¬ tung zu schaffen, die sich konstruktiv in besonders einfacher Weise verwirkli¬ chen lässt. Gelöst wird die Aufgabe mit einer Vorrichtung, die die Merkmale des Anspru¬ ches 1 aufweist.

Wie im Stand der Technik weist auch die erfindungsgemäße Vorrichtung minde¬ stens eine Schneideinrichtung auf, die über mindestens eine schaltbare Schneid¬ düse einen relativ zum Lebensmittelvorprodukt bewegbaren Hochdruckflüssig¬ keitsstrahl, insbesondere einen Hochdruckwasserstrahl, erzeugt.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Schneideinrichtung eine Hochdruck¬ pumpe aufweist, die saugseitig mit einem Flüssigkeitsreservoir und druckseitig über eine Förderleitung mit der Schneiddüse verbunden ist, wobei in der Förder¬ leitung ein Überströmventil vorgesehen ist, das ab einem vorgegebenen Druck öffnet und in der Förderleitung befindliche Flüssigkeit über eine Rückführleitung in das Flüssigkeitsreservoir zurückleitet.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet eine Reihe von Vorteilen. Ein wesent¬ licher Vorteil ist, dass, anders als bei bekannten Anlagen, kein Druckspeicher vorgesehen werden muss, in dem die Flüssigkeit unter Hochdruck gehalten wird. Der Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist daher vollkommen unpro¬ blematisch. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne aufwendige Regelungstechnik kontinuierlich ein konstanter Flüssigkeits¬ druck an der Schneiddüse erzeugt und gehalten werden kann. Dies setzt lediglich voraus, dass die Pumpe eine ausreichende Förderleistung aufweist. Mit einer Pumpe, die z.B. 110 bar erzeugt, lassen sich an einer bzw. auch mehreren parallel geschalteten Schneiddüsen ohne weiteres Drücke von z.B. 50 bar erzeugen, was für das Einbringen von Schnitten in z.B. Teiglinge vollkommen ausreichend ist. Ein geeigneter Arbeitsbereich für den die Schneiddüsen verlassenden Flüssig- keitsstrahl liegt z.B. zwischen 50 bis 100 bar, es können aber auch mit geringeren oder höheren Drücken zufriedenstellende Ergebnisse erreicht werden.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen ange¬ geben.

Für ein gleichmäßiges Schneidbild ist es vorteilhaft, wenn in dem Flüssigkeits- zuleitungssystem keine Luftblasen enthalten sind, die zu den Düsen gelangen können. Es werden zur Erreichung dieses Zieles daher die vorteilhaften Merk¬ male des Anspruches 2 vorgeschlagen. Der Einfluß der Kapillarität in den ent¬ sprechend ausgebildeten Leitungsbereichen vermeidet, dass im Leitungssystem Blasen bis zu den Düsen gelangen. Geeignete Durchmesser der Leitungen lassen sich problemlos experimentell bestimmen. Bei Verwendung von Wasser sind z.B. Leitungsdurchmesser von wenigen Millimetern geeignet, z.B. von weniger als 2mm Durchmesser.

Wie oben bereits erwähnt, sind Hochdruckflüssigkeitsstrahlen in einem Bereich z.B. zwischen 50 und 100 Bar besonders geeignet zum Einschneiden von z.B. Teiglingen. Es können selbstverständlich auch niedrigere oder höhere Drücke verwendet werden. In diesem Zusammenhang sieht eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass das erfindungsgemäß in der Förderleitung vorgesehene Überströmventil bei einem Druck, ausgewählt aus einem Bereich zwischen 30 und 60, insbesondere bei ca. 50 bar, öffnet. Wie schon oben ausge¬ führt, lässt sich so mittels des Überströmventils in der kontinuierlich durch die Pumpe beaufschlagten Förderleitung ein konstanter Druck einstellen, der dem Druck entspricht, bei dem das Überströmventil öffnet.

In Abhängigkeit von den zu behandelnden Lebensmittelvorprodukten kann die Schneiddüse mit unterschiedlichen Durchmessern ausgeführt sein. Es versteht sich, dass in allen Fällen der zum Schneiden eingesetzte Hochdruckwasserstrahl einen relativ geringen Durchmesser aufweist. Besonders vorteilhaft, insbesondere für das Einbringen von Schnitten in Teiglinge, ist ein Durchmesser zwischen 0, 1 und 0,2 mm, insbesondere 0,15 mm.

Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist weiterhin, dass sie im wesentlichen mit Standardkomponenten ausgeführt werden kann. Dies ist insbesondere von Vorteil bei den Komponenten, die die Flüssigkeit leiten. Im Gegensatz zu bekannten Anlagen, bei denen in der Regel feste Leitungen vorge¬ sehen werden, können bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung alle flüssigkeits¬ leitenden Komponenten, soweit sinnvoll, mit herkömmlichen Schläuchen ver¬ wirklicht werden. Dies gilt auch für die Förderleitung, für die eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vorsieht, dass sie zumindest vorzugs¬ weise aus einem Hochdruckschlauch besteht.

Wie die aus dem Stand der Technik bekannten Anlagen, so eignet sich auch die erfindungsgemäße Vorrichtung insbesondere zum Einsatz an Backstraßen. Denk¬ bar ist zwar auch eine Vorrichtung für Hobby-Bäcker bzw. für Kleinbäckereien mit einer handgehaltenen Schneiddüse. Bevorzugt weist die erfindungsgemäße Vorrichtung jedoch mindestens eine Halterung auf, in der die mindestens eine Schneiddüse relativ zu einer Auflage für das einzuschneidende Lebensmittelvor¬ produkt positioniert werden kann. Die Auflage kann dabei z.B. ein Förderband sein.

Denkbar sind alle geeigneten Halterungen, die die Schneiddüse in dem erforderli¬ chen Höhenabstand ausgerichtet zu der Auflage halten können. Bei Schneidein¬ richtungen, die, wie in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen, mehrere Schneiddüsen aufweisen, kann es sich bei der Halterung z.B. um einen Rahmen bzw. einen Tragbalken handeln, der sich über der Aufnahme und z.B. parallel zu dieser erstreckt.

Es kann weiterhin vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Halterung bewegbar gela¬ gert ist und mittels eines Verstellantriebes z.B. insbesondere parallel zu der Auf¬ lage bewegt werden kann. Auf diese Weise lassen sich z.B. lineare, bei einem zweiachsigen Verstellantrieb auch andere Schnitte in die Lebensmittelvorpro¬ dukte einbringen. Denkbar ist aber z.B. auch ein einachsiger Verstellantrieb, der im Winkel zur Förderrichtung eines Förderbandes bewegt wird.

Schließlich ist vorteilhaft vorgesehen, dass insbesondere bei Einsatz an Förder¬ bändern mehrere Schneideinrichtungen hintereinander vorgesehen werden kön¬ nen, die ihrerseits mehrere Schneiddüsen aufweisen können, die gemeinsam oder auch einzeln insbesondere parallel zum Förderband verfahren werden können.

Die mehreren Schneiddüsen können z.B. jeweils einzeln an das Flüssigkeitsreser¬ voir angeschlossen sein. Sie können auch gruppenweise an das Flüssigkeitsreser¬ voir angeschlossen sein. Die Versorgung der mehreren Schneiddüsen erfolgt aber vorteilhaft mit den Merkmalen nach Anspruch 10 über nur eine Hauptleitung, die sich an einem Knotenpunkt in mehrere Unterleitungen aufteilt. Die Gesamtlänge des Leitungssystems wird dadurch verkürzt und vereinfacht, weiterhin wird nur ein Überströmventil benötigt. Vorteilhaft können sich diese Unterleitungen eben¬ falls wieder an Knotenpunkten weiter auftrennen. Insbesondere mit den Merk¬ malen des Anspruches 13 wird bei Verwendung nur einer Hauptleitung auf einfa¬ che Weise erreicht, dass an den Düsen stets ein Wasserstrahl mit jeweils glei¬ chem Druck austritt. Bei alternativen Augestaltungen müßte dazu ggf. der Durch aufwendig geregelt werden über entsprechende Vorrichtungen. Mit den vorge¬ nannten erfindungsgemäßen Merkmalen stellen sich selbsttätig an allen Düsen gleichartige Bedingungen ein. Die Erfindung bietet eine Reihe von Vorteilen. Zusammengefasst bestehen diese darin, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung sich in einfacher Weise mit Stan¬ dardkomponenten darstellen lässt. Es ist ohne größere Probleme möglich, konti¬ nuierlich einen konstanten Wasserdruck an der bzw. den Schneiddüsen bereitzu¬ stellen, wobei weiterhin in einfacher Weise eine Einstellung der Schnitttiefe über den Abstand der Schneiddüse von der Auflage und/oder den Durchmesser der eingesetzten Schneiddüse und/oder die Einstellung des Druckes möglich ist. Schließlich lässt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung ohne die üblicherweise mit Hochdruckanlagen eingehenden Gefährdungen betreiben.

Es wird bislang im Rahmen der Beschreibung im wesentlichen von Hochdruck¬ flüssigkeitsstrahlen etc. gesprochen. In den meisten Anwendungsfällen der erfin¬ dungsgemäßen Vorrichtung handeis es sich bei der Flüssigkeit um Wasser, das für den Lebensmittelbereich am besten geeignet ist. Es ist aber nicht auszuschlie¬ ßen, dass auch andere Flüssigkeiten Verwendung finden, wie z.B. Öle, aromati- sierte Flüssigkeiten etc. Es versteht sich, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung mit allen pumpbaren und im Lebensmittelbereich einsetzbaren Flüssigkeiten be¬ trieben werden kann, mit denen sinnvollerweise Schnitte in Lebensmittel einge¬ bracht werden können, und dass die Erfindung alle geeigneten Flüssigkeiten ab¬ decken soll.

Die verwendete Flüssigkeit kann sich z.B. durch die Abwärme der Förderpumpe erwärmen. Es werden daher mit Vorteil die Merkmale des Anspruches 15 vorge¬ sehen. Eine konstruktiv einfache Lösung stellen die Merkmale des Anspruches 16 dar. Auf diese Weise wird die verwendete Flüssigkeit vor Rückführung in das Flüssigkeitsreservoir zunächst abgekühlt. Die verwendete passive Kühlung be¬ deutet gegenüber z.B. einer aktiven Kühlung eine konstruktiv einfache Lösung dar. In einfachster Ausgestaltung können z.B. die Wände der Hohlwand des Flüs¬ sigkeitsreservoirs als Kühlkörper dienen.

Im Folgenden soll die Erfindung an Hand einer Abbildung im Detail erläutert werden.

In den Figuren ist die Erfindung beispielhaft und schematisch dargestellt. Es zei¬ gen:

Fig. 1 den schematischen Aufbau eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung,

Fig. 2 einen düsenseitigen Ausschnitt eines zweiten Ausführungsbeispie¬ les mit mehreren Düsen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, und

Fig. 3 einen flüssigkeitsreservoirseitigen Ausschnitt eines dritten Ausfüh¬ rungsbeispieles mit Kühleinrichtung.

Dargestellt ist in Fig. 1 eine Vorrichtung 5 mit einer Schneideinrichtung 10, die eine Hochdruckpumpe 11 aufweist, die saugseitig mit einem Flüssigkeitsreservoir 12 verbunden ist, in dem sich eine Flüssigkeit 15, insbesondere z.B. Wasser be¬ findet. Druckseitig schließt sich an die Pumpe 11 eine Förderleitung 13 an, die in einem Bereich 13a als feste Leitung und in einem weiteren Bereich 13b als Hochdruckschlauch ausgebildet ist. Im Übergang zwischen den Bereichen 13a und 13b der Förderleitung 13 ist ein Überströmventil 14 vorgesehen, das ab ei¬ nem vorgegebenen Druck gegen die Kraft einer Feder 14a öffnet und in der För¬ derleitung 13 befindliche Flüssigkeit 15 über eine Rückführleitung 16 zurück ins Flüssigkeitsreservoir 12 führt. An der Förderleitung 13 ist im Bereich ihres freien Endes eine Schneiddüse 17 vorgesehen, die in einer nur angedeutet dargestellten Halterang 18 gehalten ist, wobei Pfeile 19 angeben, dass die Halterang 18 in drei Achsen verfahrbar gelagert sein kann.

Die Schneiddüse 17 weist eine Austrittsöffnung 25 auf, durch die ein Hochdruck¬ flüssigkeitsstrahl 20, insbesondere ein Hochdruckwasserstrahl, auf ein schema¬ tisch dargestelltes Lebensmittelvorprodukt 21 abgegeben werden kann, um darin einen Schnitt 22 zu erzeugen. Das Lebensmittelvorprodukt 21 befindet sich auf einer Auflage 23, bei der es sich im gezeigten Fall um ein Förderband handelt.

Üblicherweise soll der Hochdrackflüssigkeitsstrahl 20 nicht dauernd, sondern nur dann abgegeben werden, wenn sich unter der Schneiddüse 17 einzuschneidende Lebensmittelvorprodukte 21 befinden. Zu diesem Zweck ist in der Förderleitung 13 im Bereich 13b ein Magnetventil 24 vorgesehen, mit der sich der Hochdrack¬ flüssigkeitsstrahl 20 gezielt ein- bzw. aussschalten lässt.

Die gezeigte Vorrichtung soll lediglich das Prinzip erläutern. Es versteht sich, dass im Rahmen der Erfindung auch andere Ausführungen denkbar sind. Denkbar ist z.B., dass sämtliche Leitungen durch Schläuche gebildet werden. Denkbar ist weiterhin, dass mehrere Schneiddüsen durch eine Pumpe beaufschlagt werden, wobei die Düsen separat oder gemeinsam durch z.B. Magnetventile geschaltet werden können.

Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem mehrere Düsen 17 vorgesehen sind. Die Versorgung dieser Düsen erfolgt dabei wie auch in Figur 1 über eine Förder¬ leitung 13, die von einem Magnetventil 24 beherrscht wird.

In Strömungsrichtung mündet die als Hochdruckschlauch 13b ausgebildete För¬ derleitung 13 an einem Knotenpunkt 30, von dem aus die verwendete Flüssigkeit in Unterleitungen 113 weitergeführt wird. Diese Unterleitungen 113 wiederum münden in einem weiteren Knotenpunkt 130, von dem sich wiederum zweite Unterleitungen 213 bis zu den Düsen 17 erstrecken, aus deren Düsenöffnung 25 dann ein Flüssigkeitsstrahl 20 auf nicht dargestellte Lebensmittelvorprodukte 21 abgestrahlt werden.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel verzweigt sich eine an den Knotenpunkten 30 oder 130 ansetzende Leitung, sei es Hauptleitung 13b oder Unterleitung 113, jeweils in zwei nachgeordnete Unterleitungen. Es ist z.B. auch denkbar, dass eine Aufteilung jeweils in vier nachgeordnete Leitungen erfolgt. Zur Versorgung von 16 Düsen könnte das System also z.B. so ausgebildet sein, dass die Versor¬ gungsleitung 13 sich am Knotenpunkt 30 in vier Unterleitungen 113 aufteilt, die sich wiederum jeweils an Knotenpunkten 130 in vier weitere Unterleitungen 213 aufteilen. Natürlich sind auch andere Verzweigungsarchitekturen sind möglich, z.B. mit einer weiteren Verzweigungsebene oder unterschiedlicher Anzahl an Verzweigungsleitungen bei unterschiedlichen Verzweigungsebenen.

Die in Figur 2 gezeigten Leitungen 13b, 113, 213 sind als sehr dünne Rohrleitun¬ gen ausgebildet, die Kapillareigenschaften besitzen. Der Durchmesser der Teil¬ leitungen ist dabei vom Flüssigkeitsreservoir bis zu den Düsen hin von Verzwei¬ gungspunkt zu Verzweigungspunkt hin abgestuft. Bei einem 16-Düsen-System kann die direkt zur Düse führende Teilleitung 213 z.B. einen Innendurchmesser von 0,4 mm bei einer maximalen Länge von z.B. 400 mm haben. Der Durchmes¬ ser der Austrittsöffnung der Düsen kann z.B. 0,15 mm sein. Die nächst überge¬ ordnete Förderleitung 113 kann z.B. einen Innendurchmesser von 0,8 mm und eine maximale Länge von z.B. 1500 mm haben. Die nächst übergeordnete För¬ derleitung 13b schließlich kann z.B. einen Innendurchmesser von 1,2 mm und einer maximalen Länge von 3000 mm haben. Ein solches System mit den ange¬ gebenen Durchmessern funktioniert stabil und ohne Probleme. Von diesen bei¬ spielhaft angegebenen Werten kann natürlich abgewichen werden sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Düsen als auch im Hinblick auf die angegebenen Durchmesser und Leitungslängen. Bei Verwendung z.B. von Vorrichtungen mit mehr oder weniger als 16 Düsen lassen sich optimale Werte für den Innendurch¬ messer der Leitungen sowie die Leitungslänge durch Versuche problemlos er¬ mitteln, sodass an dieser Stelle keine weiteren Ausführungsbeispiele notwendig sind.

Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Flüssigkeitsreservoirs 15, der als nach oben offener Tank ausgebildet ist, wobei eine Seitenwand des Tanks eine Hohl¬ wand 31 ist. In dieser Hohlwand 15 tritt die verwendete Flüssigkeit durch eine Eintrittsöffnung 32 hindurch ein, wird an mehreren Kühlrippen 34 entlang ge¬ führt, um dann schließlich bei der Austrittsöffnung 33 aus der Wand in den Be¬ hälterinnenraum auszutreten.