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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR KNOTTING PEARL NECKLACES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/026121
Kind Code:
A1
Abstract:
Die Vorrichtung zum Knoten von Perlenketten hat einen ersten Halter (16) f�r eine auf einen Faden (36) aufgezogene, durch einen Knoten festzulegende Perle (35), wobei der Halter (16) einen Schlitz hat, welcher zum seitlichen Einf�hren des Fadens (36) einseitig offen ist; einen Schlaufenbilder (11) mit einem ersten Finger (12), welcher in einem Abstand von dem ersten Halter (16) angeordnet ist, und mit einem Mitnehmer (13), welcher um eine Achse (9) verschwenkbar ist, die n�her bei dem Finger (12) als bei dem Mitnehmer (13) angeordnet ist, wobei der Schwenkwinkel so bemessen ist, da� ein beim Verschwenken des Mitnehmers (13) mitgenommener erster Abschnitt (36b) des Fadens (36) einen zwischen dem ersten Halter (16) und dem Finger (12) verlaufenden zweiten Abschnitt (36a) des Fadens (36) passiert; einen Schlaufenhalter (19) in Gestalt eines sich quer zur Schwenkebene des Mitnehmers (13) erstreckenden zweiten Fingers, welcher zum einen in seiner L�ngsrichtung zwischen einer ersten, unwirksamen Stellung und einer zweiten, wirksamen Stellung hin und her bewegbar ist, wobei er in seiner wirksamen Stellung in den Zwischenraum zwischen dem zweiten (36a) und dem ersten Abschnitt (36b) des Fadens, welcher den zweiten Abschnitt (36a) des Fadens passiert hat, eingreift und dadurch die durch das Verschwenken des Mitnehmers (13) gebildete Schlaufe offenh�lt, und welcher andererseits quer zu seiner L�ngsrichtung beweglich ist; einen im Schwenkbereich des Mitnehmers (13) liegenden, die Schwenkebene durchquerenden Durchgang (42), durch welchen das freie Ende des Fadens (36) hindurchgef�hrt werden kann; und einen zweiten Halter (28) mit einem zweiten Schlitz, welcher ann�hernd in der Flucht des ersten Schlitzes liegt, einseitig offen ist und seine einseitige �ffnung in der Nachbarschaft der einseitigen �ffnung des ersten Schlitzes hat, wobei zwischen den beiden Haltern (16, 28) ein Versatz in der Weise vorgesehen und auf die Beweglichkeit des zweiten Fingers (19) abgestimmt ist, da� der zweite Finger (19) - von der zu verknotenden Perle (35) aus betrachtet - aus einer Stellung hinter dem ersten Halter (16) in eine Stellung vor dem zweiten Halter (28) �berf�hrbar ist.

Inventors:
Manderla, G�nter (Heggerstrasse 54, Hattingen, D-45525, DE)
Zaiss, Peter (Eulerweg 22, Pforzheim, D-75175, DE)
Stalling, Wilfried (Holunderpfad 4, Pforzheim, D-75181, DE)
Application Number:
PCT/EP1997/007028
Publication Date:
June 18, 1998
Filing Date:
December 15, 1997
Export Citation:
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Assignee:
JOSEF EBERLE GMBH & CO. KG (Seehausstrasse 10, Tiefenbronn, D-75233, DE)
Manderla, G�nter (Heggerstrasse 54, Hattingen, D-45525, DE)
Zaiss, Peter (Eulerweg 22, Pforzheim, D-75175, DE)
Stalling, Wilfried (Holunderpfad 4, Pforzheim, D-75181, DE)
International Classes:
D04G5/00; D04G5/00; (IPC1-7): D04G5/00
Attorney, Agent or Firm:
Twelmeier, Ulrich (Zerrennerstrasse 23-25, Pforzheim, D-75172, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Vorrichtung zum Knoten von Perlenketten, gekennzeichnet durch einen ersten Halter (16) für eine auf einen Faden (36) aufgezogene, durch einen Knoten festzulegende Perle (35), wobei der Halter (16) einen Schlitz (17) hat, welcher zum seitlichen Einführen des Fadens (36) einseitig offen ist, einen Schlaufenbilder (11) mit einem ersten Finger (12), welcher in einem Abstand von dem ersten Halter (16) angeordnet ist, und mit einem Mitnehmer (13), welcher um eine Achse (9) verschwenkbar ist, die näher bei dem Finger (12) als bei dem Mitnehmer (13) angeordnet ist, wobei der Schwenkwinkel so bemessen ist, da ein beim Verschwenken des Mitnehmers (13) mitgenom mener erster Abschnitt (36b) des Fadens (36) einen zwischen dem ersten Halter (16) und dem Finger (12) verlaufenden zweiten Abschnitt (36a) des Fa dens (36) passiert, einen Schlaufenhalter (19) in Gestalt eines sich quer zur Schwenkebene des Mitnehmers (13) erstreckenden zweiten Fingers, welcher zum einen in seiner Längsrichtung zwischen einer ersten, unwirksamen Stellung und einer zweiten, wirksamen Stellung hin und her bewegbar ist, wobei er in seiner wirksamen Stellung in den Zwischenraum zwischen dem zweiten (36a) und dem ersten Abschnitt (36b) des Fadens, welcher den zweiten Abschnitt (36a) des Fadens passiert hat, eingreift und dadurch die durch das Verschwenken des Mitnehmers (13) gebildete Schlaufe (43) offenhält, und welcher anderer seits quer zu seiner Längsrichtung beweglich ist, einen im Schwenkbereich des Mitnehmers (13) liegenden, die Schwenkebe ne durchquerenden Durchgang (42), durch welchen das freie Ende des Fa dens (36) hindurchgeführt werden kann, und einen zweiten Halter (18) mit einem zweiten Schlitz (29), welcher annähernd in der Flucht des ersten Schlitzes (17) liegt, einseitig offen ist und seine einseitige Öffnung (30) in der Nachbarschaft der einseitigen Öffnung (18) des ersten Schlitzes (17) hat, wobei zwischen den beiden Haltern (16, 28) ein Versatz in der Weise vorgesehen und auf die Beweglichkeit des zweiten Fin gers (19) abgestimmt ist, da der zweite Finger (19) von der zu verknoten den Perle (35) aus betrachtet, aus einer Stellung hinter dem ersten Halter (16) in eine Stellung vor dem zweiten Halter (28) überführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da sich der zweite Schlitz (29) zu seiner einseitigen Öffnung (30) hin erweitert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da der zweite Halter (28) als Zange ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, da die Zange ei nen feststehenden Backen (31) und einen beweglichen, zum Schlie en der Zange durch eine Feder (34) beaufschlagten Backen (32) hat.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, da der be wegliche Backen (32) einen dritten Schlitz hat, welcher beim Öffnen der Zan ge in die Flucht des sich öffnenden Maules der Zange wandert.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, da der zweite Finger (19) in seiner unwirksamen Lage durch ein Gesperre (Fig. 8) verriegelbar und aus dieser unwirksamen Lage durch Ein wirken des Mitnehmers (13) oder eines Fortsatzes des Mitnehmers (13) auf das Sperrglied (2427) des Gesperres entriegelt werden kann, worauf der zweite Finger (19) durch die Wirkung einer Feder in seine wirksame Stellung bewegt wird.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, da der erste Finger (12) ein gebogener Haken ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, da der Mitnehmer (13) an der Spitze eines sich in der Schwenke bene erstreckenden, um die Schwenkachse herumführenden, bogenförmigen Fadenführungstells (14) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, da das Fadenfüh rungsteil (14) auf seiner bogenförmigen Au enseite eine Nut oder Rille (15) zum Aufnehmen eines Abschnitts des Fadens (36) hat.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, da sich das bogenförmige Fadenführungsteil (14) ungefähr über einen Viertelkreis er streckt, dessen Mittelpunkt die Schwenkachse (9) ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, da der zweite Finger (19) sich zu seiner Spitze hin verjüngt.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, da die Bewegungsbahn des zweiten Fingers (19) so gewählt ist, da sie ihn bis auf Fadendicke an den zweiten Halter (28) heranführt.
Description:
Vorrichtung zum Knoten von Perlenketten Beschreibung: Perlenketten bestehen aus einem Faden, auch als Perlseide bezeichnet, auf wel- chen eine Folge von Perlen, welche durchbohrt sind, aufgereiht ist. Rei t der Fa- den, können ungesicherte Perlen verlorengehen. Deshalb ist es bekannt, die Per- len einzeln oder in Gruppen dadurch zu sichern, da man zwischen benachbar- ten Perlen im Faden einen Knoten vorsieht, der dicker ist als die Bohrung der Perle, so da die Perle den Knoten nicht überwinden kann. Sind alle Perlen auf diese Weise gesichert, kann bei einem Rei en des Fadens nicht mehr als eine Perle verlorengehen. Das Verknoten der Perlen ist eine mühsame Angelegenheit und wird üblicherweise von geübten Personen in Heimarbeit durchgeführt. Die Schwierigkeit liegt darin, die Knoten so dicht an die Perlen zu setzen, da diese den geringstmöglichen Abstand voneinander haben und die Perlenkette mög- lichst dicht wird. Diese Schwierigkeit besteht auch bei der in der DE-195 19 348 Al offenbarten Vorrichtung zum Knoten von Perlenketten, welche den Vorgang des Knotens durch Mechanisierung zwar erleichtert, aber wie beim Knoten von

Hand viel Geschick erfordert, um die Knoten dicht an die Perlen zu bringen. Die zunächst mechanisch gebildeten, noch lockeren Knoten werden durch Straffung des Perifadens und Verschieben einer noch nicht verknoteten Perle gegen die zu verknotende Perle festgezogen. Dabei wandert der Knoten jedoch nicht zwangs- läufig bis zu der zu fixierenden Perle.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Knoten von Perlenketten zu schaffen, welche es auch ungeübten Personen er- möglicht, Perlen auf einem Faden rasch und dicht zu verknoten.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angege- benen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die erfindungsgemä e Vorrichtung hat zunächst mechanische Mittel zum Bilden einer definierten Schlaufe im Faden. Zu diesem Zweck ist ein erster Halter für ei- ne auf einen Faden aufgezogene, durch einen Knoten festzulegende Perle vor- gesehen. Dieser Halter hat einen Schlitz, welcher zum seitlichen Einführen des Fadens einseitig offen ist. Die auf den Faden aufgezogene Perle stützt sich be- reits einseitig an einem Knoten ab, wird hinter dem Halter positioniert und durch Straffziehen des Fadens gegen den Halter gezogen. Zum Bilden einer Schlaufe im straffgezogenen Faden ist ein verschwenkbarer Schlaufenbilder vorgesehen mit einem ersten Finger, welcher in einem Abstand von dem ersten Halter ange- ordnet ist, und mit einem Mitnehmer, welcher um die Schwenkachse des Schlau- fenbilders verschwenkbar ist, die näher bei dem Finger als bei dem Mitnehmer angeordnet ist. Durch Verschwenken des Mitnehmers wird ein zwischen der Schwenkachse und dem Finger hindurchgeführter Abschnitt des Fadens mitge- nommen, wobei der Schwenkwinkel so gro bemessen ist, da der Mitnehmer und mit ihm der mitgenommene Abschnitt des Fadens (nachfolgend als erster Ab- schnitt des Fadens bezeichnet) einen zwischen dem ersten Halter und dem Fin- ger verlaufenden zweiten Abschnitt des Fadens passiert hat. Die Schlaufe, die

dadurch im Faden gebildet wird, wird dadurch offen gehalten, da ein Schlaufen- halter in den Zwischenraum zwischen den beiden Fadenabschnitten eingreift.

Dieser Schlaufenhalter ist ein Finger, welcher quer zur Schwenkebene bewegbar ist. Er hat eine unwirksame Stellung, in welcher er nicht in den Zwischenraum zwischen den beiden Fadenabschnitten eingreift, und er hat eine wirksame Stel- lung, in welcher er in den Zwischenraum zwischen den beiden Fadenabschnitten eingreift. In die auf diese Weise offengehaltene Schlaufe führt man das freie En- de des Fadens ein. Um das zu erleichtern, ist im Schwenkbereich des Mitneh- mers ein die Schwenkebene durchquerender Durchgang vorgesehen, auf wel- chem das freie Ende des Fadens von der einen Seite der Schwenkebene durch die Schlaufe hindurch zur anderen Seite der Schwenkebene geführt werden kann. Dieser Vorgang kann dadurch erleichtert werden, da man am freien Ende des Fadens die noch nicht verknotete Reihe von Perlen vorsieht, welche durch ihr Gewicht das freie Ende des Fadens bereitwillig nach unten zieht. Diese Wir- kung kann durch ein am Ende des Fadens vorgesehenes Zusatzgewicht noch verstärkt werden.

Ist das freie Ende des Fadens durch die offengehaltene Schlaufe hindurchgeführt worden, dann ist der Knoten im Prinzip gebildet, er mu jedoch noch festgezogen werden. Dem widersetzen sich zunächst die beiden Finger. Der erste Finger, wel- cher Bestandteil des Schlaufenbilders ist, wird aus der Schlaufe herausbewegt, indem der Schlaufenbilder in seine Ausgangslage zurückbewegt wird. Das Her- ausgleiten des ersten Fingers aus der Schlaufe wird dadurch erleichtert, wenn der Finger bogenförmig gestaltet ist, so da der Faden über ihn sanft bis zur Fin- gerspitze gleitet, wenn der Finger beim Zurückbewegen des Schlaufenbilders mit seiner konvexen Seite auf den Faden triffl. Danach verbleibt zunächst noch der zweite Finger in dem lockeren Knoten und verhindert, da dieser straffgezogen wird. Die Aufgabe einer Bedienungsperson besteht nun darin, den Knoten dicht an die hinter dem ersten Halter befindliche, noch nicht verknotete Perle zu führen und an ihr festzuziehen. Um das zu erreichen ist erfindungsgemä ein zweiter Halter vorgesehen, welcher einen zweiten Schlitz hat, in welchen der Faden

einführbar ist. Dieser zweite Schlitz liegt annähernd in der Flucht des ersten Schlitzes im ersten Halter und ist ebenfalls einseitig offen; seine einseitige Öff- nung liegt in der Nachbarschaft der einseitigen Öffnung des ersten Schlitzes, so da der Faden, wenn er seitlich aus dem ersten Schlitz herausbewegt wird, auto- matisch dem zweiten Halter zugeführt und in dessen Schlitz eingeführt wird. Au- erdem sind die beiden Halter etwas gegeneinander versetzt angeordnet, und zwar in der Weise, da der zweite Finger, welcher nicht nur quer zur Verschwen- kebene des Schlaufenbilders, sondern auch quer zu seiner eigenen Längser- streckung, vorzugsweise parallel zur Schwenkebene, beweglich ist, infolge seiner Bewegung, welche geradlinig sein kann, vorzugsweise aber bogenförmig verläuft, von der zu verknotenden Perle aus gesehen aus einer Stellung hinter dem er- sten Halter in eine Stellung vor dem zweiten Halter überführt werden kann. Der lockere, noch nicht festgezogene Knoten macht die Bewegung des zweiten Fin- gers mit; dasselbe gilt für die zu verknotende Perle, welche auf diese Weise zu- sammen mit dem Finger und dem noch nicht festgezogenen Knoten hinter den zweiten Halter gelangt. Durch Straffziehen des Fadens wird die Schlaufe nun zu- nächst soweit verengt, wie es die Dicke des zweiten Fingers erlaubt. Das freie Ende des Fadens erstreckt sich dabei zwangsläufig in einen zwischen der zu ver- knotenden Perle und dem zweiten Finger gebildeten Zwickel in unmittelbarer Nachbarschaft der Bohrung der Perle hinein. Wird nun unter fortwährendem Zug am Faden der zweite Finger aus der Schlaufe zurückgezogen, wird der Knoten automatisch in den verschwindend geringen Spalt zwischen dem zweiten Halter und der Perle gezogen und liegt dieser dicht und straff an. Dieser Vorgang kann dadurch begünstigt werden, da sich der zweite Finger zu seiner Spitze hin all- mählich verjüngt, so da sich die Schlaufe durch Zurückziehen des zweiten Fin- gers definiert verengt.

Dabei darf der Abstand des Fingers von dem zweiten Halter nicht zu gro sein, damit die Knotenbildung nicht im freien Raum stattfindet. Optimal ist es, wenn die Bewegungsbahn des zweiten Fingers so dicht an den zweiten Halter führt, da

sich zwischen dem zweiten Halter und dem zweiten Finger nur noch der zur Schlaufe gebildete Faden befindet.

Für die Knotenbildung ist es günstig, wenn der Schlitz im zweiten Halter so eng wie möglich ist, also nicht breiter als die Dicke des Fadens. Zu diesem Zweck ist es von Vorteil, wenn sich der Schlitz ausgehend von seiner einseitigen Öffnung allmählich verengt, oder anders ausgedrückt sich zu seiner einseitigen Öffnung hin allmählich erweitert. Das erleichtert einerseits das Einführen des Fadens beim Überführen aus dem ersten Schlitz in den zweiten Schlitz; zugleich kann der Faden in dem sich verengenden Schlitz bis an die für ihn mögliche engste Stelle geführt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der zweite Halter als federnde Zange ausgebildet ist, mit einem feststehenden Backen und mit einem bewegli- chen, zum Schlie en der Zange durch eine Feder beaufschlagten Backen. Durch eine Einführschräge, in welche der Faden eingeführt werden kann, lä t sich die Zange gegen die Kraft der Feder öffnen, der Faden ist frühzeitig eng geführt und kann sich doch nicht verklemmen, weil die Zange federnd nachgibt. Damit sich die Zange nicht zu weit öffnet, hat der bewegliche Backen vorzugsweise einen dritten Schlitz, welcher beim Öffnen der Zange in die Flucht des sich öffnenden Maules der Zange wandert und dadurch die wirksame Öffnungsweite der Zange begrenzt.

Nachdem der zweite Finger aus der Schlaufe herausgezogen worden ist, wird er in seiner unwirksamen Stellung zweckmä igerweise verriegelt, vorzugsweise durch ein Gesperre, dessen Sperrglied beim Bilden der nächsten Schlaufe durch Einwirken des Mitnehmers oder eines Fortsatzes des Mitnehmers auf das Sperr- glied wieder entriegelt werden kann, worauf der zweite Finger durch die Wirkung einer Feder in seine wirksame Stellung bewegt wird, in welcher er in die Schlaufe eingreift und sie offen hält, bis der nächste Knoten festgezurrt wird.

Die Gestalt des Mitnehmers ist so zu wählen, da er eine Schlaufe bildet, die hin- reichend gro ist, um den zweiten Finger eingreifen zu lassen und das freie Ende

des Fadens, vorzugsweise mit einem Gewicht beschwert, ohne grö ere Behinde- rung hindurchführen zu können. Zweckmä igerweise ist der Mitnehmer deshalb an der Spitze eines sich in der Schwenkebene erstreckenden, um die Schwen- kachse herumführenden, bogenförmigen Fadenführungsteiles angeordnet, wel- ches auf seiner bogenförmigen Au enseite eine Nut oder Rille zum Aufnehmen eines Abschnittes des Fadens hat und sich vorzugsweise ungefähr über einen Viertelkreis erstreckt, dessen Mittelpunkt die Schwenkachse ist.

Mit der erfindungsgemä en Vorrichtung können auch ungeübte Personen Perlen- ketten rasch, ohne grö ere Mühe und ohne grö eres Geschick mit einer engen Knotenfolge knüpfen. Natürlich können nicht nur echte oder unechte Perlen mit der erfindungsgemä en Vorrichtung verknotet werden, sondern auch Ketten, die mit durchbohrten Kugeln aus dekorativen Gesteinen, Edelsteinen und Halbedel- steinen, aus Glas, aus Fossilien und dergleichen gebildet werden.

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung ist ein Ausführungsbeispiel zeichnerisch dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.

Figur 1 zeigt die Vorrichtung in einer Draufsicht, und zwar in Ausgangsstel- lung vor der Bildung einer Schlaufe, Figur 2 zeigt die Vorrichtung in einer Draufsicht wie in Figur 1, jedoch in ei- ner Zwischenstellung während der Schlaufenbildung, Figur 3 zeigt die Vorrichtung in einer Draufsicht wie in Figur 1, jedoch in der Stellung, in welcher eine Schlaufe gebildet ist, Figur 4 zeigt in einer Draufsicht auf ein Teil der Vorrichtung den Beginn der Bildung eines Knotens aus der zuvor gebildeten Schlaufe, Figur 5 zeigt in einer Draufsicht wie in Figur 4 die Knotenbildung in einem fortgeschrittenen Stadium,

Figur 6 zeigt in einer Draufsicht entsprechend der Figur 1 die Phase des Festziehens des Knotens, Figur 7 zeigt die Vorrichtung in einer Vorderansicht mit teilweise enffernter Vorderwand, und Figur 8 zeigt als Detail einen als Finger ausgebildeten Schlaufenhalter der Vorrichtung mit zugehörigem Gesperre.

Die Vorrichtung hat ein im wesentlichen quaderförmiges Gehäuse 1 mit einem Boden 2, mit Seitenwändn 3 und 4, mit einer vorderen Wand 5, mit einer Rück- wand 6, mit einer ersten Abdeckung 7, welche sich (bezogen auf die Darstellung in Figur 1 und Figur 7) im linken Bereich der Vorrichtung befindet und in der Dar- stellung der Figuren 1 bis 3 teilweise weggebrochen ist, und mit einer nur in der Figur 7 dargestellten zweiten Abdeckung 8, welche die erste Abdeckung teilweise übergreift.

In der zweiten Abdeckung 8 ist eine senkrechte Achse 9 gelagert, welche durch eine Kurbel 10 verdreht werden kann. Unter der zweiten Abdeckung 8 ist auf der Achse 9 ein Fadenbilder 11 befestigt, bestehend aus einem nahe bei der Achse 9 befestigten, sichelförmigen, sich nach oben erstreckenden Finger 12, einem Mit- nehmer 13 für einen Faden, welcher sich in grö erer Enffernung von der Achse 9 befindet und sich in ein bogenförmiges Führungsteil 14 fortsetzt, welches sich un- gefähr viertelkreisförmig um die Achse 9 herum erstreckt und auf ihrer Au ensei- te eine Nut oder Rille 15 hat, in welche ein Faden eingelegt werden kann.

In einigem Abstand von der Achse 9 ist an der Abdeckung 7 ortsfest ein erster Halter 16 befestigt, welcher durch ein sich senkrecht erstreckendes Blech gebil- det ist und einen waagerechten Schlitz 17 mit einseitiger Öffnung 18 hat. Zwi- schen dem ersten Halter 16 und dem Schlaufenbilder 11 ist ein Schlaufenhalter 19 angeordnet, bei welchem es sich um einen zweiten Finger handelt, welcher

sich von unten nach oben erstreckt und sich zur seiner Spitze hin verjüngt. Der zweite Finger 19 befindet sich am Ende eines Hebels 20, welcher um eine verti- kale Achse 21 verschwenkbar ist und dabei unter der Wirkung einer Druckfeder 22 steht, welche ihn in seine in Figur 1 dargestellte Ausgangslage zurückholt. Au- erdem kann die den Finger 19 tragende Spitze des Hebels 20 federnd nach un- ten gedrückt werden und trägt zu diesem Zweck eine Stange 23, welche aus dem Gehäuse 1 herausragt, so da sie mit dem Finger betätigt werden kann. Wird der Hebel 20 nach unten gedrückt, rastet er hinter eine an der ersten Abdeckung 7 pendelnd aufgehängte Sperrklinke 24 ein. Die Sperrklinke ist an einem Feder- blech 25 befestigt, welches um eine unter der ersten Abdeckung 7 angebrachte waagerechte Achse 26 frei pendelnd aufgehängt ist. Durch Schwerkraft bewegt sich die Sperrklinke 24 in ihre in Figur 8 dargestellte Sperrstellung. Durch Druck auf das freie Ende 27 des Federblechs werden die Sperrklinke 24 und der Hebel 20 au er Eingriff gebracht und dadurch das Gesperre gelöst, worauf der Hebel 20 mit dem Finger 19 durch Federkraft aufwärts bewegt wird. Das freie Ende 27 des Federblechs 25 ist im Schwenkweg des Mitnehmers 13 angeordnet, so da das Gesperre beim Verschwenken des Mitnehmers gelöst und der Finger 19 nach oben getrieben wird.

In geringem Abstand, aber gegenüber dem ersten Halter 16 seitlich versetzt, ist auf der ersten Abdeckung 7 ein zweiter Halter 28 befestigt, welcher einen waage- rechten Schlitz 29 hat, welcher ebenfalls einseitig offen ist; seine seitliche Öff- nung 30 liegt der seitlichen Öffnung 18 des ersten Schlitzes 17 gegenüber. Der zweite Schlitz 29 erweitert sich zu seiner Öffnung 30 hin. Der zweite Halter 28 ist als Zange ausgebildet mit einem oberen, feststehenden Backen 31 und einem unteren beweglichen Backen 32, welcher um eine waagerechte Achse 33 gegen die Kraft einer Feder 34 nach unten auslenkbar ist.

Zum Verknoten einer Perle 35 auf einem Faden 36 wird diese Perle auf den Fa- den 36 aufgezogen und gegen einen zuvor gebildeten Knoten 37 oder gegen ei- ne andere Perle 38 geschoben, welche ihrerseits durch einen Knoten 37

gesichert sein kann. Die zu verknotende Perle wird unter Einführen des Fadens 36 in den Schlitz 17 des ersten Halters 16 an der Rückseite des ersten Halters 16 angeordnet und durch Straffziehen des Fadens 36 vorläufig fixiert. Der Faden 36 wird zwischen der Achse 9 und dem ersten Finger 12 hindurch zum Mitnehmer 13 und weiter durch einen Einschnitt 39 in der rechten Seitenwand 3 geführt. Das Ende des Fadens, auf welchem sich weitere Perlen 40 befinden können, ist durch ein Gewichtsstück 41 beschwert und hängt dadurch straff gespannt nach unten.

Aus der in Figur 1 dargestellten Ausgangslage wird der Fadenbilder 11 durch die Kurbel 10 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dabei nimmt der Mitnehmer 13 den Fa- den 36 mit. Au erdem fährt der sichelförmige Finger 12 mit seiner konkaven Sei- te gegen den zwischen der Achse 9 und dem ersten Halter 16 gespannten Ab- schnitt 36a des Fadens 36 und hält diesen dadurch im Nahbereich der Achse 9, wohingegen der Mitnehmer 13 den Abschnitt 36b des Fadens, auf den er ein- wirkt, über seinen bogenförmigen Schwenkweg mitnimmt (Figur 2) bis in eine La- ge, welche einer Drehung des Schlaufenbilders um einen Dreiviertelkreis ent- spricht und durch einen nicht dargestellten Anschlag für die Kurbel 10 begrenzt sein kann (Figur 3). Auf dem Weg dahin passiert der Abschnitt 36b des Fadens nach einem Schwenkwinkel von ungefähr 1800 den Abschnitt 36a des Fadens, wodurch eine Schlaufe gebildet wird, in welche dann der zweite Finger 19 ein- greift, nachdem der Mitnehmer 13 auf das freie Ende 17 des Federblechs 26 ge- troffen ist, an welchem die Sperrklinke 24 hängt, welche den zweiten Finger 19 zunächst in seiner unteren Lage gehalten hat, nach einem Schwenkwinkel von mehr als 1800 aber auslöst, so da der Finger 19 nach oben in die Schlaufe ge- trieben wird. Nun nimmt man das freie Ende des Fadens 36, an welchem sich das Gewichtsstück 41 befindet und lä t es von oben her zwischen den Abschnitten 36a und 36b durch die Schlaufe gleiten. Dazu ist ein als Rutsche ausgebildeter Durchgang 42 vorgesehen, auf welchem das Gewichtsstück 41 zwangsweise ge- führt wird (siehe Figur 3). Nun wird der Schlaufenbilder 11 entgegen dem Uhrzei- gersinn in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt (Figuren 4 und 5). Dabei glei- tet der erste Finger 12 dank seiner nun wirksamen konvexen Seite aus der Schlaufe 43 heraus, in welcher sich aber immer noch der zweite Finger 19

befindet und verhindert, da die Schlaufe 43 zu früh zu einem Knoten zusam- mengezogen wird.

Das freie Ende des Fadens 36 wird nun zur Seite aus dem Schlitz 17 des ersten Halters 16 herausgezogen, in den gegenüberliegenden Schlitz 29 des zweiten Halters 28 eingeführt und straffgezogen, wobei die zu verknotende Perle 35 und der zweite Finger 19 gegen den zweiten Halter 28 gezogen werden. Während der Faden 36 straff gespannt bleibt, wird nun durch Niederdrücken des Hebels 23 der Finger 19 aus der Schlaufe 43 herausbewegt, wobei die Schlaufe 43 zu einem der Perle 35 dicht anliegenden Knoten geschlossen wird (Figur 6).

Nun kann eine nächste Perle gegen die soeben verknotete Perle 35 geschoben, hinter dem ersten Halter 16 positioniert und der Vorgang des Verknotens wie be- schrieben wiederholt werden.