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Title:
DEVICE FOR MACHINING HORIZONTAL PANELS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/004918
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a device for machining panels, in particular panels made of derived timber products, in an essentially horizontal position. The device has a sawing and/or milling jig (5, 6) with at least one saw blade (7) and/or at least one milling cutter (8). The device is preferably fitted with a combined sawing/milling jig whose movements are controlled by computer using several parameters. The device can also have a preferably computer-controlled panel-holding rig, a suction device for removing machining residues, such as chips and dust, means for conveying the panel and/or cutouts out of the device following machining or means for lifting the machined panel.

Inventors:
Windeisen
Joachim, Schnabel
Wolfgang
Application Number:
PCT/EP1996/003321
Publication Date:
February 13, 1997
Filing Date:
July 27, 1996
Export Citation:
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Assignee:
SCHENK WERKZEUG- UND MASCHINENBAU GMBH KUNZ GMBH & CO
Windeisen, Joachim Schnabel Wolfgang
International Classes:
B23D47/04; B23D59/00; B23Q11/00; B27B5/065; B27C5/00; B27C5/02; B27C5/06; (IPC1-7): B23Q39/02; B27B5/065; B23D47/04; B23D59/00; B27C9/04
Domestic Patent References:
WO1992012816A11992-08-06
Foreign References:
US4130788A1978-12-19
DE1528002A11969-12-11
EP0465435A11992-01-08
US4945958A1990-08-07
EP0609573A11994-08-10
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten, insbesondere Holzwerkstoffplatten, in im wesentlichen horizontaler Lage, wobei zur Erzeugung von Schnittflächen eine Säge¬ vorrichtung (5) mit mindestenε einem Sägewerkzeug (7) und/oder eine Fräsvorrichtung (6) mit mindestens einem Fräswerkzeug (8) vorgeεehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine kombinierte Säge und Fräsvorrichtung als Zuschnei¬ devorrichtung vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anεpruch 1 oder Anεpruch 2, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß die Säge und/oder Fräsvorrichtung bzw. das Säge und/oder Fräswerkzeug über mehrere Para¬ meter computergesteuert bewegbar ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Säge und/ oder FräεVorrichtung bzw. des Säge und/oder Fräswerk¬ zeuges und dementεprechend die Erzeugung der Schnittflä¬ chen nach Vorgabe, insbesondere nach CADVorgabe, aus führbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Säge und/oder Fräεvor richtung oder das Säge und/oder Fräswerkzeug bzgl. eines Koordinatensyεtems mit x : erste Richtung parallel zu einer Plattenoberfläche y : zweite Richtung parallel zur Plattenoberfläche und εenkrecht zur erεten Richtung z : dritte Richtung senkrecht zur Plattenoberfläche nach Maßgabe folgender Parameter bewegbar oder εteuerbar iεt: A : (x,y)Koordinaten deε Anfangεpunktes einer Schnitt¬ linie zwischen Schnittfläche und Plattenoberfläche E : (x,y)Koordinaten des Endpunktes der Schnittlinie zwiεchen Schnittfläche und Plattenoberfläche N : (x,y,z)Koordinaten einer Schnittflächennormalen.
6. Vorrichtung nach Anεpruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Säge und/oder Fräεvorrichtung oder daε Säge und/ oder Fräεwerkzeug zuεätzlich nach Maßgabe eineε weiteren Parameters bewegbar oder steuerbar ist, nämlich T : Betrag eines in der Schnittfläche senkrecht zur Schnittlinie AE verlaufenden Schnittiefenvektors.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, daß die Sägevorrichtung (5) und/ oder die Fräsvorrichtung (6) parallel zur durch die Plattenoberfläche definierten xyEbene verfahrbar an einem Tranεlationεgestell oder Translationεrahmen (4) angeordnet εind, wobei vorzugεweise beide Vorrichtungen gemeinsam an einem Translationsgestell oder rahmen an¬ geordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da¬ durch gekennzeichnet, daß ein drehbares und ggf. kipp¬ bares Karussell (9; 31) zur Aufnahme der Säge und/oder Fräsvorrichtung bzw. des Säge und/oder Fräswerkzeuges vorgesehen ist, wobei inεbeεondere das Karussell (9) am Translationεgestell oder Translationsrahmen (4) ange¬ ordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Karussell (31) durch ein vorzugsweise an seinem Außenumfang vorgeεehenes Zahn bzw. Schneckenrad (33) und eine damit zusammenwirkende motorgetriebene Zahn¬ bzw. Schneckenwelle (34) drehbar ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, daß ein Tragegestell (2) mit einem eine Auflagefläche definierenden Auflagerahmen (3) für mindestenε eine Platte (10) vorgesehen ist, wobei vor¬ zugsweise am Tragegestell (2) ein Translationsgestell oder rahmen (4) für die Sägevorrichtung (5) und/oder die Fräsvorrichtung (6) verfahrbar gelagert ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche mindeεtens teilweise durch punkt oder linienförmige Auflageelemente gebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anεpruch 10 oder Anεpruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Auflagefläche eine weitere, vorzugsweise auswechselbare, großflächige Auflage (11) , insbeεondere eine Holzwerkεtoffplatte, vorgesehen ist, auf die die zu bearbeitende Platte (10) flächig aufleg¬ bar ist.
13. Vorrichtung nach Anεpruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage Auεsparungen, insbesondere für Mittel zum An oder Ausheben der zu bearbeitenden Platte, aufweiεt.
14. Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten, inεbeεondere Holzwerkεtoffplatten, in im weεentlichen horizontaler Lage, vorzugεweiεe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch eine insbesondere computergesteuert betätigbare Fixiereinrichtung für die Platte.
15. Vorrichtung nach Anεpruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixiereinrichtung einen Spannbalken (13) umfaßt, der sich entlang mindestens eines Teils einer Seite des Auflagerahmens (3) erstreckt und gegen die zugehörige Plattenseite unter Andruck, insbesondere pneumatisch bewegbar iεt.
16. Vorrichtung nach Anεpruch 14 oder Anεpruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixiereinrichtung mindeεtens einen Anschlag (14) umfaßt, der vorzugsweiεe auf der dem Spannbalken (13) gegenüberliegenden Seite des Auflage¬ rahmens (3) bzw. der Platte (10) vorgesehen iεt.
17. Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten, inεbesondere Holzwerkstoffplatten, in im wesentlichen horizontaler Lage, vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch eine Absaugeinrichtung für bei der Plattenbearbeitung erzeugte Bearbeitungsrückεtände, ins¬ besondere Stäube.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Translationεgeεtell bzw. der Tranεlationsrahmen (4) für die Sägevorrichtung (5) und/oder die Fräεvor richtung (6) einen Teil der Abεaugeinrichtung bildet, wobei inεbeεondere Absauggut über das Translationsge εtell bzw. den Tranεlationεrahmen (4) in daε Tragege¬ stell (2) geführt ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überführung des Absauggutes in das Tragegestell ein rohrartiges Zwischenstück, das vorzugsweise einen Querschnitt nach Art eines flachen Rechtecks besitzt, vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück in einem kanal oder rohrartig ausgebildeten Konstruktionselement (18) des Tragege stellε (2) bewegbar geführt ist, wobei sich das Kon struktionselement (18) insbesondere im rechten Winkel zum Translationεgestell bzw. rahmen (4) erstreckt.
21. Vorrichtung nach Anεpruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Dichtelement zur Führung des Zwi εchenεtückε im Konεtruktionεelement vorgeεehen ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß lippenartige Dichtelemente vorgesehen sind, zwischen denen das Zwischenεtück geführt ist.
23. Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten, insbesondere Holzwerkstoffplatten, in im wesentlichen horizontaler Lage, vorzugεweiεe nach einem der Anεprüche 1 bis 22, gekennzeichnet durch Mittel zum Austransport der Platte und/oder bei der Bearbeitung erhaltener Plattenaus¬ schnitte nach der Bearbeitung.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zum Austransport bolzenartige Elemente (20) vorgesehen sind, die relativ zur zu bearbeitenden Platte (10) vertikal verfahrbar oder ausfahrbar sind.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder Anεpruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel am Tranεlationsgestell bzw. Tranεlationεrahmen (4) vorgeεehen sind, wobei vor¬ zugsweise entlang des Translationsgeεtellε bzw. rahmens (4) eine Reihe bolzenartiger Elemente (20) in regelmäßi¬ gem Abstand vorgesehen ist.
26. Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten, insbeεondere Holzwerkεtoffplatten, in im wesentlichen horizontaler Lage, vorzugsweiεe nach einem der Ansprüche 1 bis 25, gekennzeichnet durch Mittel zum Anheben oder Ausheben der Platte nach ihrer Bearbeitung.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel bolzenartige Elemente (22) vorgesehen sind, die relativ zu der zu bearbeitenden Platte (10) vertikal verfahrbar oder ausfahrbar sind.
28. Vorrichtung nach Anspruch 26 oder Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel am Tragegeεtell (2) , ins beεondere am Auflagerahmen (3) angeordnet sind, wobei insbesondere die bolzenartigen Elemente (22) durch die Auflagefläche hindurchragen oder durch diese hindurch verfahrbar sind.
Description:
Beschreibung

Vorrichtung zur Horizontalbearbeitunq von Platten

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten, insbesondere Holzwerkstoffplatten, in im wesentli¬ chen horizontaler Lage.

Insbesondere im Baubereich besteht die Notwendigkeit, Plat- ten, darunter insbesondere Holzwerkstoffplatten, möglichst effektiv, d.h. mit ausreichender Genauigkeit und in kurzer Zeit zu bearbeiten. Besteht das Bearbeiten in einem Zuschnei¬ den der Platte, d.h. in ihrem Bereitstellen mit den gewünsch¬ ten Abmessungen und Aussparungen, so können die bisher exi- stierenden Sägevorrichtungen bei einer Bearbeitung in hori¬ zontaler Lage, d.h. bei liegender Platte, die gestellten An¬ forderungen an die Effektivität der Bearbeitung oft nicht er¬ füllen. Dieser Nachteil kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn die Sägevorrichtung Bestandteil einer Gesamtanlage ist, bei der immer genügend zugeschnittene Platten zur Weiterver¬ arbeitung vorhanden sein müssen.

Die Erfindung stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Vorrich¬ tung der genannten Art zur Verfügung zu stellen, die eine ef- fektive Plattenbearbeitung ermöglicht und die beschriebenen Nachteile vermeidet. Dabei soll es nicht nur möglich sein, die Platten mit ausreichender Genauigkeit in möglichst kurzer Zeit bereitzustellen, sondern die Vorrichtung soll in eine Gesamtanlage integriert werden können, die vollautomatisch Bauteile aus den Einzelplatten herstellt.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung, wie sie in den Ansprüchen 1, 14, 17, 23 und 26 beansprucht ist. Bevor¬ zugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen be- schrieben. Der Wortlaut sämtlicher Ansprüche wird durch Be¬ zugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.

Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung zur Bearbeitung der Platten in im wesentlichen horizontaler Lage eine Säge- und/ oder Fräsvorrichtung zur Erzeugung der Schnittflächen auf. Dabei besitzt die Sägevorrichtung mindestens ein Sägewerkzeug und die Fräsvorrichtung mindestens ein Fräswerkzeug.

Bei bevorzugten Ausführungsformen ist sowohl eine Säge- als auch eine Fräsvorrichtung mit den entsprechenden Werkzeugen vorhanden, wobei die beiden Vorrichtungen insbesondere in einer Zuschneidevorrichtung kombiniert sind. Durch die Kom¬ bination von Säge und Fräse können die erforderlichen Schnit¬ te mit der gewünschten Genauigkeit ausgeführt werden, da durch den Einsatz der Fräse die durch eine Säge nicht mögli¬ che Bearbeitung ausführbar und damit die Erzeugung der Schnittflächen optimiert wird.

Die Säge- und/oder Fräsvorrichtung bzw. das Säge- und/oder Fräswerkzeug ist vorzugsweise über mehrere Parameter compu¬ tergesteuert gewegbar. Dadurch ist eine automatische Ausfüh- rung der gewünschten Schnitte möglich.

In Weiterbildung erfolgt die Bewegung der Säge und/oder Fräse bzw. deren Werkzeuge nach Vorgabe, so daß nach einem vorgewählten Ablauf Schnittflächen erzeugt werden können. Insbesondere handelt es sich bei der Vorgabe um eine sog.

CAD-Vorgabe, d.h. der Zuschnitt erfolgt nach einem CAD-unter- stützt erstellten Bauplan, der die Schnittflächenparameter enthält.

Die Bewegung bzw. Steuerung der Säge- und/oder Fräsvorrich¬ tung erfolgt bzgl. eines Koordinatensystems mit x : erste Richtung parallel zu einer Plattenoberfläche y : zweite Richtung parallel zur Plattenoberfläche und senkrecht zur ersten Richtung z : dritte Richtung senkrecht zur Plattenoberfläche nach Maßgabe folgender Parameter:

A : (x,y)-Koordinaten des Anfangspunktes einer Schnitt¬ linie zwischen Schnittfläche und Plattenoberfläche

E : (x,y)-Koordinaten des Endpunktes der Schnittlinie zwischen Schnittfläche und Plattenoberfläche N : (x,y,z)-Koordinaten einer Schnittflächennormalen.

Durch diese Auswahl wird es möglich, eine nach Größe und Orientierung beliebig vorgebbare Schnittfläche zu erzeugen. Schnittfläche soll hier die durch das Bearbeitungswerkzeug, wie Säge oder Fräse, erzeugbare Oberfläche sein. Diese kann sowohl eben als auch gekrümmt sein. Der Abstand zwischen dem Anfangspunkt A und dem Endpunkt E wird als Schnittlänge be¬ zeichnet, die beispielsweise die Kantenlänge von Fensteraus¬ schnitten oder dergleichen repräsentiert. Weitere Ausschnit- te, die durch die genannten Parameter wiedergegeben werden können, sind dem Fachmann bekannt, beispielsweise aus der Vorfertigung von Schalungselementen.

Ein weiterer Parameter, der für die Bewegung bzw. Steuerung der Säge- und/oder Fräsvorrichtung bzw. deren Werkzeuge ge¬ wählt werden kann, ist T : Betrag eines in der Schnittfläche senkrecht zur

Schnittlinie A-E verlaufenden Schnittiefenvektors. Dadurch wird vorgebbar, wie weit ein Bearbeitungswerkzeug um eine beispielsweise der Dicke der Platte anpaßbare Strecke eingetaucht wird. Diese Schnittiefe kann so gewählt sein, daß bei maximal zu erwartender Schrägstellung der Schnittfläche diese die Einzelplatte gerade vollständig von der dem Werk¬ zeug zugewandten Plattenoberfläche bis zur Plattenrückseite durchläuft. Durch die Wahl des Parameters ist die Schnittiefe der Schrägstellung der Schnittfläche anpaßbar.

In Weiterbildung sind die Sägevorrichtung und die Fräsvor¬ richtung parallel zur x-y-Ebene, d.h. der durch die Plat- tenoberflache definierten Ebene, verfahrbar an einem Trans¬ lationsgestell oder Translationsrahmen angeordnet. Grundsatz-

lieh können getrennte Translationsgestelle für die Sägevor¬ richtung und die Fräsvorrichtung vorgesehen sein. Vorzugs¬ weise sind die beiden Vorrichtungen an einem gemeinsamen Translationsgestell (Translationsrahmen) angeordnet. Die beschriebene Anordnung ermöglicht eine freie Bewegung der Sägevorrichtung und der Fräsvorrichtung parallel zur x-y- Ebene.

Um weitere Orientierungen zu ermöglichen, ist bei der erfin- dungsgemäßen Vorrichtung vorzugsweise ein drehbares und ggf. auch kippbares Karussell vorgesehen, das die Säge-/Fräsvor- richtungen bzw. Säge-/Fräswerkzeuge aufnimmt. Dieses Karus¬ sell ist insbesondere am Translationsgestell oder Transla¬ tionsrahmen angeordnet. Die Drehbarkeit des Karussells und damit der daran vorgesehenen Fräs- bzw. Sägewerkzeuge kann über ein Zahn- bzw. Schneckenrad und eine damit zusammenwir¬ kende Zahn- bzw. Schneckenwelle ermöglicht sein. Das Zahn¬ bzw. Schneckenrad ist dabei vorzugsweise am Außenumfang vor¬ gesehen und wirkt mit einer tangential angeordneten, motorge- triebenen Zahn- bzw. Schneckenwelle zusammen. Dadurch wird der insbesondere beim Sägewerkzeug zum Tragen kommende Vor¬ teil erreicht, daß die Schnittfläche über einen Winkel von maximal 360° verschwenkt werden kann. Damit sind nicht nur gerade Schnitte, sondern Schnitte mit allen möglichen Win- kein, beispielsweise bezogen auf die x-Richtung, möglich.

Zur Erzeugung einer Neigung der Schnittfläche relativ zur Platte ist bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, daß das Sägewerkzeug in eine schräg zur x-y-Ebene ausgerich- tete Sägeebene schwenkbar ist. Weiter kann es um eine senk¬ recht zur x-y-Ebene verlaufende Drehachse drehbar und/oder um eine quer, insbesondere senkrecht zur Drehachse verlaufende Sägenschwenkachse schwenkbar in der Sägevorrichtung geführt sein. Das Fräswerkzeug weist eine senkrecht zur x-y-Ebene und vorzugsweise auch schräg dazu ausrichtbare Fräswerkzeugdreh¬ achse auf. Weiter kann es um eine quer, insbesondere senk-

recht zur Fräswerkzeugdrehachse verlaufende Fräsenschwenk- achse schwenkbar in der Fräsvorrichtung geführt sein. Das Sägewerkzeug kann mit der Sägeebene und das Fräswerkzeug mit der Fräswerkzeugdrehachse parallel zum Schnitttiefenvektor in eine parallel zum Schnittiefenvektor verlaufende Eintauch¬ richtung linear bewegbar geführt sein, um ein Eintauchen des Werkzeuges in die Platte zu ermöglichen.

Sowohl daε Sägewerkzeug als auch das Fräswerkzeug kann die jeweiligen, im vorherigen Absatz beschriebenen Funktionen bzw. Orientierungen einzeln oder in Kombination aufweisen. Bevorzugt sind bei der Erfindung Säge- und/oder Fräsvorrich¬ tungen, bei denen sowohl das Sägewerkzeug als auch das Fräs¬ werkzeug alle Funktionen erfüllen, d.h. sämtliche Bewegungen beim Zuschnitt der Platten ausführen kann.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind das Fräswerkzeug und das Sägewerkzeug derart zueinander angeordnet, daß die Fräswerkzeugdrehachse im wesentlichen, insbesondere parallel um den Radius des Fräswerkzeuges versetzt, in der Sägeebene liegt. Dadurch kann durch eine parallel zur Sägeebene ver¬ laufende Bewegung das Fräswerkzeug zu der von dem Sägewerk¬ zeug ggf. schon bearbeiteten Stelle bewegt werden bzw. umge¬ kehrt. Das Fräswerkzeug und das Sägewerkzeug können auch um eine gemeinsame, senkrecht zur Sägeebene und senkrecht zur Fräswerkzeugdrehachse verlaufende Schwenkachse vorzugsweise gemeinsam verschwenkbar angeordnet sein, wobei der der Schwenkachse abgewandte Endbereich des Fräswerkzeuges und die der Schwenkachse abgewandte Außenseite des Sägewerkzeuges im wesentlichen den gleichen radialen Abstand von der Schwenk¬ achse aufweisen, und vorzugsweise die Fräswerkzeugdrehachse radial zur Schwenkachse verläuft. Durch diese Anordnung wird es möglich, durch eine Drehung um die Schwenkachse einen Werkzeugwechsel derart vorzunehmen, daß das Fräswerkzeug ge- nau an den Bearbeitungsort des Sägewerkzeuges geschwenkt wird bzw. umgekehrt. Die Werkzeuge können auch derart zueinander

angeordnet sein, daß die Sägenschwenkachse und die Fräsen- schwenkachse kolinear verlaufen.

Bei bevorzugten Ausführungsformen weist die Vorrichtung ein Tragegestell bzw. eine Trägerkonstruktion mit einem Auflage¬ rahmen für eine Platte, der eine Auflagefläche definiert, auf. Das Translationsgestell bzw. der Translationsrahmen mit Säge- und/oder Fräsvorrichtung ist dabei insbesondere ver¬ fahrbar an diesem Tragegestell gelagert. Damit kann die auf der Auflagefläche aufgelegte Platte durch Verfahren des

Translationsgestells über ihre gesamte Fläche mit der Säge- und/oder Fräsvorrichtung bearbeitet werden.

Als Auflagefläche können grundsätzlich die Rahmenelemente des Auflagerahmens dienen. In Weiterbildung sind punkt- oder li- nienförmige Auflageelemente vorgesehen, so daß die zu bear¬ beitende Platte bei diesen Ausführungsformen nicht vollflä¬ chig aufliegt. Gegebenenfalls kann die Bearbeitung der Platte vorzugsweise an Stellen erfolgen, an denen keine Unterstüt- zung von unten vorhanden ist. Dementsprechend kann die Unter¬ konstruktion durch das Bearbeitungswerkzeug nicht beschädigt werden.

Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist auf der Auflagefläche eine weitere, vorzugsweise auswechselbare, Auf¬ lage, insbesondere eine Holzwerkstoffplatte, vorgesehen. Die¬ se ist so großflächig, daß sie die maximale Größe der zu be¬ arbeitenden Platten mindestens erreicht, vorzugsweise über¬ schreitet. Auf diese Auflage wird die zu bearbeitende Platte mit ihrer Plattenrückseite flächig aufgelegt. Die großflächi¬ ge Auflage hat u.a. den Vorteil, daß die zu bearbeitende Platte vollflächig unterstützt ist, daß die Schnitte und Frä¬ sungen in der Tiefe bis in die Auflage hineingeführt werden können und das bei einer Schnittführung, die zwar die Einzel- platte voll durchdringt, nicht aber die großflächige Auflage, die Schnittfläche im wesentlichen nur zur Seite des Bearbei-

tungswerkzeuges hin geöffnet ist. Dadurch wird eine Absaugung der Bearbeitungsrückstände wie Staub und Späne wesentlich er¬ leichtert.

In Weiterbildung kann die weitere Auflage, die auch als

"Grundplatte" bezeichnet werden kann, an bestimmten Stellen Aussparungen aufweisen, die beispielsweise für den Einsatz von Anhebe- oder Aushebemitteln für die zu bearbeitende Platte vorgesehen sind, wie dies im folgenden noch beschrie- ben wird.

Eine weitere Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten in im wesentlichen horizontaler Lage ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß eine Fixiereinrichtung für die zu bear- beitende Platte vorgesehen ist, die vorzugsweise computerge¬ steuert betätigbar ist. Durch diese Fixiereinrichtung wird die zu bearbeitende Platte in einer definierten Lage rever¬ sibel festgelegt, was insbesondere für die ggf. nach Vorgabe erfolgende computergesteuerte Bewegung der Säge- und/oder Fräsvorrichtung vorteilhaft ist.

Die Fixiereinrichtung umfaßt vorzugsweise ein Spannelement nach Art eines Spannbalkens, das sich entlang mindestens eines Teils des Auflagerahmens bzw. einer Plattenseite er- streckt und gegen diese Plattenseite reversibel gedrückt werden kann. Die entsprechende Bewegung beim Festspannen der Platte bzw. die Bewegung in Gegenrichtung beim Öffnen der Fixiereinrichtung erfolgt vorzugsweise mit Hilfe eines Zylin¬ ders, der pneumatisch oder hydraulisch bewegt werden kann. Auf der Seite des Auflagerahmens bzw. Plattenseite, die dem Spannbalken gegenüberliegt, ist vorzugsweise mindestens ein Anschlag vorhanden, gegen den der Spannbalken die Platte beim Fixieren drückt. Auf der der Platte zugewandten Seite kann am Spannbalken, vorzugsweise auf Höhe der zu bearbeiten- den Platte, ein Vorsprung oder eine Auskragung zum Verschie¬ ben der zu bearbeitenden Platte vorgesehen sein. Dieser Vor-

sprung bzw. Auskragung kann ggf. scharfkantig sein, um ein zusätzliches Verklemmen zu bewirken, ohne die Plattenseite bzw. -kante zu beschädigen.

Eine weitere Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten in im wesentlichen horizontaler Lage ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß eine Absaugeinrichtung für bei der Bear¬ beitung entstehende Rückstände wie Staub oder Späne vorge¬ sehen ist.

Bei bevorzugten Ausführungsformen ist das für die Säge- und/oder Fräsvorrichtung vorgesehene Translationsgestell (Translationsrahmen) gleichzeitig ein Teil der Absaugeinrich¬ tung und nutzt vorhandene Bauteile zum Absaugen des Absaug- gutes. Vorzugsweise ist die Absaugleitung durch mindestens einen Träger des Translationsgestells oder durch den Trans¬ lationsrahmen gebildet. Diese Absaugleitung ist dann vorzugs¬ weise in das Tragegestell bzw. die Trägerkonstruktion der Vorrichtung geführt. Dadurch müssen keine zusätzlichen Ab- saugleitungen vom Bearbeitungsort weggeführt werden.

Zur Überführung der Bearbeitungsrückstände bzw. des Absaug¬ gutes aus dem Translationsrahmen in das Tragegestell ist ein rohrartiges Zwischenstück vorgesehen. Dieses besitzt insbe- sondere einen Querschnitt nach Art eines flachen Rechtecks.

Um während der Bewegung des Translationsrahmens eine zuver¬ lässige Absaugung zu gewährleisten, ist das Zwischenstück in einem kanalartig oder rohrartig ausgebildeten Konstruktions- element des Tragegestells bewegbar geführt. Dieses Konstruk¬ tionselement erstreckt sich vorzugsweise im rechten Winkel zum Translationsrahmen.

Um ein Austreten des Absauggutes am Übergang vom Transla- tionsgestell bzw. -rahmen in das Tragegestell auszuschließen oder zu minimieren, ist mindestens ein Dichtelement zur Füh-

rung des Zwischenstückes, insbesondere am Konstruktionsele¬ ment des Tragegestells, vorgesehen. Dieses Dichtelement oder diese Dichtelemente sind vorzugsweise lippenartig ausgebil¬ det, so daß beispielsweise das bereits beschriebene rohrarti- ge Zwischenstück bei der Bewegung des Translationsrahmens zwischen zwei Dichtlippen geführt ist.

Eine weitere Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten in im wesentlichen horizontaler Lage ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum Austransport der Platte und/oder dabei erzeugter Ausschnitte nach der Bearbeitung vorgesehen sind.

Vorzugsweise handelt es sich bei diesen Mitteln um bolzenar- tige Elemente, die relativ zur Plattenoberfläche vertikal verfahrbar oder ausfahrbar sind. Derartige Mittel befinden sich vorzugsweise am Translationsgestell bzw. -rahmen und bilden dort, insbesondere an der Unterseite, beispielsweise eine Reihe mit regelmäßigem Abstand der einzelnen Elemente untereinander. Dementsprechend ist es möglich, den Trans¬ lationsrahmen nach einer Seite über die Abmessungen der Platte hinaus zu bewegen, die bolzenartigen Elemente nach unten auszufahren und dann die Platte durch Bewegung des Translationsrahmens in die andere Richtung aus der Vorrich- tung auszuschleusen.

Eine weitere Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten in im wesentlichen horizontaler Lage ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum Anheben oder Ausheben der Platte nach ihrer Bearbeitung vorgesehen sind.

Auch bei diesen Mitteln handelt es sich vorzugsweise um bol¬ zenartige Elemente, die relativ zur Plattenoberfläche verti¬ kal verfahrbar oder ausfahrbar sind. Vorzugsweise sind der- artige Mittel am Tragegestell, insbesondere am Auflagerah¬ men, angeordnet, wobei insbesondere die bolzenartigen Ele-

mente die Auflagefläche von unten her durchragen oder von unten durch diese hindurchführbar sind. Dementsprechend kann die bearbeitete Platte durch Ausfahren der Bolzen von unten angehoben bzw. ausgehoben werden, wobei die Ausschnitte und/oder Abfallstücke auf der Auflagefläche liegen bleiben. Damit ist die bearbeitete Platte von den Abfallstücken ge¬ trennt und kann beispielsweise mit Hilfe der beschriebenen Mittel aus der Vorrichtung ausgeschleust werden. Sofern eine weitere Auflage bzw. Grundplatte für die Bearbeitung vorge- sehen ist, können an den Stellen der Grundplatte, an denen die Aushebemittel für die Platte vorgesehen sind, Aussparun¬ gen vorhanden sein. Gegebenenfalls kann auch eine Vielzahl von Aushebemitteln vorhanden sein, wobei in Abhängigkeit von der Ausgestaltung der fertigen Platte nur diejenigen betätigt werden, die nicht unter Ausschnitten oder Abfallstücken lie¬ gen.

Im übrigen kann nicht nur eine Vorrichtung mit der beschrie¬ benen Säge- und/oder Fräsvorrichtung, sondern jede der erfin- dungsgemäßen Vorrichtungen computergesteuert ggf. auch nach Vorgabe betrieben werden, so daß die Vorrichtung automatisch oder vollautomatisch arbeitet.

Die beschriebenen Merkmale und weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzug¬ ten Ausführungsformen in Verbindung mit den Unteransprüchen und den Zeichnungen. Hierbei können die einzelnen Merkmale jeweils für sich oder zu mehreren in Kombination miteinander verwirklicht sein.

In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfin- dungsgemäßen Vorrichtung in Draufsicht, und

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer erfin¬ dungsgemäßen Vorrichtung in Schnittansicht,

Fig. 3 eine schematische Darstellung eines eine

Sägevorrichtung und eine Fräsvorrichtung tragenden Karussells in Draufsicht.

Die in Fig. 1 in Draufsicht dargestellte Vorrichtung 1 zur Bearbeitung von Platten weist ein Tragegestell 2 mit einem Auflagerahmen 3 auf. Dabei kann die Vorrichtung 1 beispiels¬ weise eine Länge von ca. 9 m und eine Breite von ca. 4 m be¬ sitzen, wodurch Platten mit entsprechenden Abmessungen bear¬ beitbar sind.

Weiter ist in Fig. 1 ein Translationsrahmen 4 nach Art eines Portals dargestellt, der entlang der Längsrichtung des Trage¬ gestells 2 bzw. des Auflagerahmens 3 verfahrbar ist. Am Translationsrahmen 4 sind in Kombination eine Sägevorrichtung 5 und eine Fräsvorrichtung 6 angeordnet, die zusammen eine Zuschneidevorrichtung für die Platten bilden. Die Sägevor¬ richtung 5 besitzt ein Sägewerkzeug 7 und die Fräsvorrichtung 6 besitzt ein Fräswerkzeug 8, die in Fig. 1 schematisch ange¬ deutet sind. Durch die gewählte Anordnung sind die Sägevor- richtung 5 und die Fräsvorrichtung 6 parallel zur x-y-Ebene, die durch den Auflagerahmen 3 bzw. bei Bearbeitung durch die Plattenoberfläche definiert ist, verfahrbar und damit ist jeder Punkt der x-y-Ebene der Platte erreich- und bearbeit¬ bar.

Die Sägevorrichtung 5 und die Fräsvorrichtung 6 sind an einem Karussell 9 angeordnet, dessen Aufbau und Funktionsweise in Fig. 3 erläutert ist.

Weitere wichtige Teile der Vorrichtung 1, die aus Fig. 1 nicht direkt hervorgehen, sind in Fig. 2 näher dargestellt.

Wie bereits beschrieben, besitzt die Vorrichtung 1 eine Tragekonstruktion in Form eines Tragegestells 2, das mit Hilfe von nicht näher bezeichneten Fußteilen auf den Boden aufsetzbar ist. Am Tragegestell 2 ist ein Auflagerahmen 3 ausgebildet. Oberhalb des sich beispielsweise in einer Höhe von 60 cm über dem Boden befindenden Auflagerahmens 3 ist der Translationsrahmen 4 vorgesehen, der entlang der Längsseite des Tragegestells 2, d.h. senkrecht zur Zeichenebene, ver- fahrbar ist. Am Translationsrahmen 4 ist eine Sägevorrichtung 5 mit einem Sägewerkzeug 7 in Kombination mit einer in Fig. 2 nicht dargestellten Fräsvorrichtung 6 mit einem Fräswerkzeug 8 angeordnet. Gemäß Fig. 2 ist die Fräsvorrichtung 6 mit dem Fräswerkzeug 8 durch das Sägewerkzeug 7 und ein im folgenden noch näher beschriebenes Bauteil verdeckt. Sägevorrichtung 5 und Fräsvorrichtung 6 sind in Längsrichtung des Translations¬ rahmens 4 ebenfalls verfahrbar, so daß jeder Bereich der in der x-y-Ebene angeordneten Platte sowohl durch die Sägevor¬ richtung 5 als auch durch die Fräsvorrichtung 6 bearbeitbar ist.

Um die Konstruktion und Funktion der Vorrichtung 1 im folgen¬ den näher zu erläutern, ist in Fig. 2 eine zu bearbeitende Platte 10 durch gestrichelte Linien angedeutet. Zwischen dieser zu bearbeitenden Platte 10 und dem Auflagerahmen 3 befindet sich eine sog. Grundplatte als weitere Auflage 11, auf die die Platte 10 mit ihrer Plattenrückseite flächig aufgelegt ist. Bei der Auflage 11 handelt es sich beispiels¬ weise um eine Holzwerkstoffplatte als Verschleißplatte.

Weiter zeigt Fig. 2 eine Fixiereinrichtung (ohne Bezugszei¬ chen) für die Platte 10, die auf der einen (Längs-)Seite der Platte 10 einen Spannbalken 13 und auf der gegenüberliegenden (Längs-)Seite der Platte 10 einen Anschlag 14 umfaßt. Am Spannbalken 13 ist eine nicht näher bezeichnete Auskragung ausgebildet, die mit der entsprechenden Seitenfläche der

Platte 10 in Berührung steht. Der Spannbalken 13 kann sich im wesentlichen über die gesamte Länge der Platte 10 erstrecken oder auch aus einzelnen Abschnitten bestehen. Der Spannbalken 13 bzw. die einzelnen Abschnitte werden mit Hilfe eines oder mehrerer vorzugsweise pneumatischer Zylinder 15 gegen die Seitenfläche der Platte 10 bewegt und halten dadurch die Platte 10 in der definierten Lage.

Weiter zeigt Fig. 2 eine Absaugeinrichtung (ohne Bezugszei- chen) für Bearbeitungsrückstände wie Späne oder Staub. Die

Absaugleitung 17 (oder Absaugkanal) ist dabei vom Inneren des Translationsrahmens 4 sowie vom Inneren eines Konstruktions¬ elementes 18 des Tragegestells 2 gebildet. Bei dem Konstruk¬ tionselement 18 kann es sich beispielsweise um einen üblichen Hohlträger als Rahmenelement handeln. Die Richtung des Absau- gens ist in Fig. 2 durch einen Pfeil dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Absaugeinrichtung, insbesondere die Über¬ führung des Absauggutes aus dem Translationsrahmen 4 in das Konstruktionselement 18 des Tragestells 2, ist in der Be- Schreibungseinleitung ausführlicher beschrieben und in Fig. 2 nicht im einzelnen dargestellt.

Weiter zeigt Fig. 2 an der Unterseite des Translationsrahmens 4 eine Reihe von bolzenartigen Elementen 20, die vertikal in Richtung auf die Platte 10 reversibel ausfahrbar sind. Da¬ durch sind Mittel zum Austransport der Platte bzw. der bei der Bearbeitung erhaltenen Ausschnitte nach der Bearbeitung gebildet, deren Funktion im folgenden noch beschrieben wird.

Schließlich sind in Fig. 2 weitere bolzenartige Elemente 22 dargestellt, die in beliebiger Anzahl und Anordnung, insbe¬ sondere rasterartig am Auflagerahmen 3, angeordnet sind. Diese bolzenartigen Elemente 22 sind von unten vertikal in Richtung auf die Platte 10 reversibel ausfährbar, wobei an den entsprechenden Stellen an der als Auflage 11 dienenden Grundplatte nicht näher dargestellte Aussparungen vorhanden

sind. Die bolzenartigen Elemente 22 dienen als Mittel zum An- oder Ausheben der Platte nach ihrer Bearbeitung. Diese Funktion wird im folgenden noch beschrieben.

In Fig. 3 ist das in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 9 versehene Karussell in einer leicht abgewandelten Ausführung schema¬ tisch in Draufsicht dargestellt.

Das in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 31 versehene Karussell, das im vorliegenden Fall einen Durchmesser von 60 cm haben kann, iεt an einer Grundplatte 32 angeordnet. Der Außenumfang des Karussells 31 ist nach Art eines Zahn- oder Schnecken¬ rades 33 ausgebildet, das mit einer entsprechenden Zahn- bzw. Schneckenwelle 34 zusammenwirkt bzw. ineinandergreift. Die stationäre Schneckenwelle 34 ist mit Hilfe des Motors 35 an¬ treibbar. Durch die beschriebene Anordnung wird die Drehbwe- gung des Karussells 31, vorzugsweise in der zur x-y-Ebene der zu bearbeitenden Platte parallelen Ebene, ermöglicht.

Auf dem Karussell 31 sind eine Sägevorrichtung 36 mit Säge¬ werkzeug 37 und Motor 38 sowie eine im einzelnen nicht näher dargestellte Fräsvorrichtung 39 (ggf. auch Bohrvorrichtung) angeordnet. Aus Platzgründen befinden sich die Vorrichtungen 36 und 39 in geeignetem Abstand voneinander, wobei der jeweilige Schwerpunkt der beiden Vorrichtungen aus Stabili¬ tätsgründen jeweils in gleicher Entfernung vom Mittelpunkt des Karusεells 31 vorgesehen sein kann.

Durch die gewählte Anordnung ist das Karussell 31 und damit die Säge- und Fräswerkzeuge um einen Winkel von maximal 360° schwenkbar, womit insbesondere beim Einsatz der Säge, im vorliegenden Fall einer Kreissäge, alle möglichen Schnitt¬ winkel abgedeckt sind.

Damit wird mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung die oben definierte x-Richtung bzgl. der zu bearbeitenden Platte durch

die Längsbewegung des Translationsrahmens und die y-Richtung durch die Bewegung, beispielεweise des Karussells, mit seiner Grundplatte entlang des Translationεrahmens abgedeckt. Die Bewegung des Karuεεells entlang des Translationsrahmens in y-Richtung kann dabei mit Hilfe von motorgetriebenen Ku¬ gelspindeln erfolgen. Die Schwenkung der Bearbeitungswerk¬ zeuge erfolgt wie beschrieben durch die entsprechende Drehung des Karuεεellε. Schließlich können sowohl das Sägewerkzeug als auch das Fräswerkzeug in der in der Beschreibung darge- stellten Weise verkippt werden, wobei üblicherweise ein Kipp¬ winkel zwischen 0° und 45° ermöglicht wird. Damit sind ent¬ sprechende Gehrungsschnitte herstellbar. Das Verkippen kann dabei beispielsweise ebenfalls mit Hilfe motorgetriebener Kugelspindeln erfolgen, die in Fig. 3 jeweils oberhalb und unterhalb der Vorrichtungen 36 und 39 als Rechtecke mit Innenkreis zeichnerisch schematisch dargestellt sind.

Eine in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung zur Bearbeitung von Platten arbeitet nach dem folgenden Verfah- ren.

Zunächst wird eine zu bearbeitende Platte 10 auf den Auflage¬ rahmen 3 bzw. eine sich darauf befindende Auflage 11 einge¬ bracht. Der Translationsrahmen 4 mit der Sägevorrichtung 5 und der Fräsvorrichtung 6 befindet sich dabei vorzugsweise an einer der beiden äußeren Positionen des Auflagerahmens 3 oder wird in eine dieser Positionen verfahren. Anschließend wird die Platte 10 mit Hilfe der Fixiereinrichtung in einer defi¬ nierten Lage festgelegt. Daraufhin werden die vorgesehenen Schnitte auεgeführt, d.h. es werden Fenεter-, Türen- oder sonstige Ausschnitte gebildet und/oder die Seitenflächen der Platte 10 geschnitten. Dabei erfolgt die Absaugung der Späne oder des Staubes mit Hilfe der beschriebenen Absaugeinrich¬ tung, die durch Konstruktionselemente der Vorrichtung 1 sowie eine nicht dargestellte Absaugung gebildet iεt.

Nachdem die Fixiereinrichtung gelöst ist, werden in einem nächsten Verfahrensεchritt die Bolzen 22 am Auflagerahmen 3 durch die alε Auflage 11 dienende Grundplatte ausgefahren, wodurch die bearbeitete Platte 10 angehoben wird. Es werden nur die Bolzen 22 betätigt, die nicht irgendwelchen Aus- εchnitten oder Abfallεtücken zugeordnet εind. Durch daε An¬ heben der bearbeiteten Platte 10 wird diese von den Aus- εchnitten und Abfallεtücken getrennt, wobei Auεεchnitte und Abfallεtücke auf der Auflage 11 liegen bleiben. Anεchließend wird der Tranεlationεrahmen 4 auf die Seite der Vorrichtung 1 verfahren, die der Auεtranεportεeite für die bearbeitete Platte 10 gegenüberliegt. Das Verfahren des Translationsrah¬ mens 4 erfolgt dabei über die entsprechenden Abmessungen der Platte 10 hinaus. Dann werden die sich an der Unterseite des Translationsrahmenε 4 befindenden Bolzen 20 ausgefahren.

Dieses Ausfahren kann ggf. bis knapp über die Oberfläche der Auflage 11 erfolgen. Daraufhin wird der Translationεrahmen 4 in Austransportrichtung in Bewegung gesetzt, wobei die Platte 10 durch die auεgefahrenen Bolzen 20 auε der Vorrichtung 1 auεtranεportiert wird.

Schließlich können die Auεεchnitte und Abfallstücke bei¬ spielsweise manuell entfernt werden. Dieses Entfernen kann auch automatisch erfolgen, beispielsweise mit Hilfe der Bol- zen 20 oder ggf. durch eine weitere, an der Unterseite des TransIationεrahmenε ausfahrbare Einrichtung, die εämtliche Auεεchnitte und Abfallεtücke beiεpielsweise bei der auf den Austranεport folgenden Rückbewegung auε der Vorrichtung 1 hinauεεchiebt. Eine derartige Einrichtung kann beispielsweise aus einem balkenartigen Element bestehen, das ebenfalls ver¬ tikal in Richtung auf den Auflagerahmen reversibel ausfahrbar ist.

Anschließend steht die Vorrichtung 1 für die Bearbeitung einer weiteren Platte bereit. Wie bereits beschrieben, kann der Betrieb der Vorrichtung vollautomatisch, ggf. nach Vor-

gäbe, inεbeεondere CAD-Vorgabe, erfolgen. Dabei wird der ge- εamte Ablauf durch einen Computer gesteuert, der eine rei¬ bungslose Abfolge der einzelnen Bearbeitungsεchritte gewähr- leiεtet. Dementsprechend kann die Betätigung der Fixierein¬ richtung, der Absaugeinrichtung und der Mittel zum Auεtranε- port der Platte und/oder Ausschnitte bzw. zum An- oder Aus¬ heben der Platte nach Bearbeitung computergesteuert erfolgen.