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Title:
DEVICE FOR MANUALLY OR MECHANICALLY PRODUCING A HOSE-LIKE PACKING MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/101449
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for manually or mechanically producing a hose-like packing material from a paper web that has been wound up into a roll which forms an internal cavity from which the paper web can be drawn to form the packing material, comprising a receptacle for at least partially circumferentially gripping the roll and an axial holder for holding one end face of the roll, wherein the axial holder has a wall in which a discharge opening is formed for discharging the packing material in an axial discharge direction, wherein the wall has a guiding inner contour tapering in the form of a funnel from the receptacle to the discharge opening in the axial discharge direction, and wherein the wall is provided with at least one front axial recess in a front end of the axial holder as considered in the discharge axial direction, which recess extends at least 10 mm in the axial discharge direction, starting at the front end of the axial holder.

Inventors:
SCHALK, Bastian (Am Fischerteich 33, Detmold, 32758, DE)
KREBS, Vitali (Im Steinkuhlenberge 7, Ahlen, 59227, DE)
Application Number:
EP2018/078784
Publication Date:
May 31, 2019
Filing Date:
October 19, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SPRICK GMBH BIELEFELDER PAPIER- UND WELLPAPPENWERKE & CO. (Hanfstraße 23, Bielefeld, 33607, DE)
International Classes:
B31D5/00
Domestic Patent References:
WO2006047696A22006-05-04
Foreign References:
DE202012009025U12012-12-19
EP0091411A11983-10-12
DE202012009025U12012-12-19
Attorney, Agent or Firm:
SCHMID, Nils (Boehmert & Boehmert Anwaltspartnerschaft mbB, Pettenkoferstraße 22, München, 80336, DE)
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Claims:
Ansprüche:

1. Vorrichtung (l) zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials (2) aus einer zu einer Rolle (4) aufgewickelten Papierbahn, die einen Innenhohlraum bildet, von dem die Papierbahn zum Bilden des

Verpackungsmaterials (2) abziehbar ist, umfassend: eine Aufnahme (3) zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen der Rolle (4); und eine Axialhalterung (5) zum Halten einer Stirnseite der Rolle(4), wobei die

Axialhalterung (5) eine Wandung (11) aufweist, in der eine Ausgabeöffnung (13) zum Abgeben des Verpackungsmaterials (2) in einer Ausgabeaxialrichtung (A) gebildet ist, wobei die Wandung (11) eine sich von der Aufnahme (3) zur Ausgabeöffnung (13) in Ausgabeaxialrichtung (A) trichterartig veijüngende Führungsinnenkontur (15) aufweist, wobei die Wandung (11) mit wenigstens einer vorderen Axialaussparung (21) an einem in Ausgabeaxialrichtung (A) vorderen Ende (52) der Axialhalterung (5) versehen ist, die sich am vorderen Ende (52) der Axialhalterung (5) beginnend wenigstens 10 mm in Ausgabeaxialrichtung (A) erstreckt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei sich die Wandung (11) zum Bilden der wenigstens einen vorderen Axialaussparung (21) in Umfangsrichtung (U) und quer zur

Ausgabeaxialrichtung (A) aufgabelt, derart dass sich die Weite (w) der vorderen Axialaussparung (21) quer zur Ausgabeaxialrichtung (A) im Verlauf der

Axialaussparung in Ausgabeaxialrichtung (A) vergrößert.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die wenigstens eine vordere Axialaussparung zumindest in einem in Ausgabeaxialrichtung (A) hinteren Klemmabschnitt (23) einen spitzen Öffnungswinkel (a) definiert.

4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, wobei die einander in Umfangsrichtung

gegenüberliegenden Randkanten (22, 24) der Wandung (11), die eine vordere

Axialaussparung (21) begrenzen, derart insbesondere gekrümmt, vorzugsweise kontinuierlich gerundet, verlaufen, dass sich die Umfangsweite (w) dieser Axialaussparung (21) in Ausgabeaxialrichtung (A) insbesondere kontinuierlich vergrößert.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei das vordere Ende (52) der Axialaufnahme (5) durch kontinuierlich gerundete Randkanten (22, 24) gebildet ist, wobei insbesondere aneinander angrenzende Randkanten (22, 24) in einander kontinuierlich, vorzugsweise mit konstanter Krümmung, übergehen.

6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Führungsinnenkontur (15) der Wandung (11) beginnend am vorderen Ende (52) der Axialhalterung (5) in Ausgabeaxialrichtung (A) zur Aufnahme (3), vorzugsweise bis unmittelbar an die Aufnahme (3) anschließend, in Ausgabeaxialrichtung (A) kontinuierlich, insbesondere Sprung- und/oder kantenfrei, verläuft, wobei insbesondere die Führungsinnenkontur (15) in Ausgabeaxialrichtung (A) abschnittsweise geradlinig und/oder abschnittsweise mit einer Krümmung, deren Krümmungsradius wenigstens lern, vorzugsweise wenigstens 2 cm, insbesondere wenigstens 5 cm oder wenigstens 10 cm, verläuft, wobei insbesondere in Ausgabeaxialrichtung geradlinige und in Ausgabeaxialrichtung gekrümmte Abschnitte kontinuierlich, vorzugsweise stufenfrei, knickfrei und/oder sprungfrei, in einander übergehen.

7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei an dem in

Ausgabeaxialrichtung (A) vorderen Ende (52) der Axialhalterung (5) höchstens 7, vorzugsweise höchstens 5, insbesondere höchstens 2 oder 3, vordere

Axialaussparungen (21) angeordnet sind, wobei insbesondere an dem in

Ausgabeaxialrichtung (A) vorderen Ende (52) der Axialhalterung (5) genau eine vorderen Axialaussparung (21) angeordnet ist.

8. Vorrichtung (1), insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche, zum

manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials (2) aus einer zu einer Rolle (4) aufgewickelten Papierbahn, die einen Innenhohlraum bildet, von dem die Papierbahn zum Bilden des Verpackungsmaterials (2) abziehbar ist und eine Rollenachse (R) definiert, umfassend: eine Aufnahme (3) zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen der Rohe (4); und eine Axialhalterung (5) zum Halten einer Stirnseite der Rolle (4), wobei die Axialhalterung (5) eine Wandung (11) aufweist, in der eine Ausgabeöffnung (13) zum Abgeben des Verpackungsmaterials (2) in einer Ausgabeaxialrichtung (A) gebildet ist, wobei die Wandung (11) eine sich von der Aufnahme (3) zur Ausgabeöffnung (13) in Ausgabeaxialrichtung (A) trichterartig veijüngende Führungsinnenkontur (15) aufweist, und wobei die Ausgabeaxialrichtung (A) quer zur Rollenachse (R)

ausgerichtet ist.

9. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Wandung (11) mit der sich trichterartig veijüngenden Führungsinnenkontur (15) eine Trichterachse (T) definiert, wobei zwischen der Trichterachse (T) und der Führungsinnenkontur (15) ein Trichteröffnungswinkel (Q) von wenigstens 15° und/oder höchstens 75° aufgespannt ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Trichterachse (T) relativ zu der Rollenachse (R) angewinkelt verläuft.

11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die die Ausgabeöffnung (13) mittig schneidende Ausgabeaxialrichtung (A) relativ zu der Trichterachse (T) versetzt und/oder angewinkelt angeordnet ist.

12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die von der Wandung (11) vorzugsweise vollumfänglich umgebene Ausgabeöffnung (13) eine insbesondere kreisförmige Durchgangsfläche (20) senkrecht zu der Ausgabeaxialrichtung (A) bildet, die relativ zu der Rollenachse (R) exzentrisch angeordnet ist, wobei insbesondere die Rollenachse (R) die Durchgangsfläche (20) nicht schneidet.

13. Vorrichtung (1), insbesondere nach einem der vorstehenden Ansprüche, zum

manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials (2) aus einer zu einer Rolle (4) aufgewickelten Papierbahn, die einen Innenhohlraum bildet, von dem die Papierbahn zum Bilden des Verpackungsmaterials (2) abziehbar ist, umfassend: eine Aufnahme (3) zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen der Rolle (4); und eine Axialhalterung (5) zum Halten einer Stirnseite der Rolle (4), wobei die Axialhalterung (5) eine Wandung (11) aufweist, in der eine Ausgabeöffnung (13) zum Abgeben des Verpackungsmaterials (2) in einer Ausgabeaxialrichtung (A) gebildet ist, wobei die Wandung (11) eine sich von der Aufnahme (3) zur Ausgabeöffnung (13) in Ausgabeaxialrichtung (A) trichterartig veijüngende Führungsinnenkontur (15) aufweist, wobei die Wandung (11) mit wenigstens einer hinteren Axialaussparung (31) an einem in Ausgabeaxialrichtung (A) hinteren Ende (53) der Axialhalterung (5) versehen ist, die sich am hinteren Ende (53) der Axialhalterung (5) beginnend wenigstens 10 mm in Ausgabeaxialrichtung (A) erstreckt.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die wenigstens eine hintere Axialaussparung (31) in einem in Ausgabeaxialrichtung (A) vorderen Grundabschnitt (33) einen stumpfen Öffnungswinkel (ß) aufweist.

15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, wobei die die wenigstens eine hintere

Axialaussparung (31) begrenzende Wandung (11) wenigstens eine in Umfangsrichtung vorstehende Stufe (35) zwischen dem Grundabschnitt (33) und dem hinteren Ende (53) der Axialhalterung (5) aufweist.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei die wenigstens eine hintere Axialaussparung (31) einen sich über wenigstens 10 mm in Axialrichtung (A) erstreckenden Eingreifabschnitt aufweist, in dem die einander in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Ränder (32, 34) dieser hinteren Axialaussparung (31) in

Umfangsrichtung nicht weniger als 50 mm voneinander entfernt sind.

17. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, umfassend wenigstens zwei, drei, vier oder mehr vordere und/oder hintere Axialausspaarungen (21, 31), wobei insbesondere die wenigstens zwei Axialausspaarungen (21, 31) roationssymmetrisch oder spiegelsymmetrisch angeordnet sind.

18. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich die wenigstens eine vordere und/oder hintere Axialaussparung (21, 31) wenigstens 20 mm, wenigstens 50mm oder wenigstens 75 mm und/oder höchstens 200 mm, höchstens 150 mm oder höchstens 100 mm in Ausgabeaxialrichtung (A) erstreckt.

19. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich die wenigstens eine vordere und/oder hintere Axialaussparung (21, 31) zumindest Abschnittsweise in einer Radialrichtung (R) quer zur Ausgabeaxialrichtung (A) erstreckt.

20. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Axialhalterung (5), insbesondere die Wandung (11), in ihrem aufnahmeseitigen Eingangsbereich einen im Wesentlichen rechteckigen und/oder zumindest abschnittsweise abgerundeten

Trichtergrundquerschnitt (30) definiert.

Description:
Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen

Verpackungsmaterials

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer zu einer Rolle aufgewickelten Papierbahn, die einen Innenhohlraum bildet, von dem die Papierbahn zum Bilden des Verpackungsmaterials abziehbar ist.

Ein gattungsgemäßer Verpackungsmaterialspender ist aus DE 20 2012 009 025 Ui bekannt. Der Verpackungsmaterialspender umfasst eine Aufnahme mit einer daran befestigten Axialhalterung, in die eine Papierbahnrolle eingelegt werden kann. Die Axialhalterung ist als kegelförmiger Ausgabetrichter mit sich verjüngender

Innenkontur realisiert. Die Aufnahme ist durch eine Halbschale gebildet. Am vorderen Ende der Halbschale ist der rotationssymmetrische Ausgabetrichter mit kegelförmiger Innen- und Außenkontur angeordnet. Am vorderen und hinteren Ende des kegelstumpfförmigen Ausgabetrichters sind zylinderrohrartige Befestigungsabschnitte konstanten Durchmessers vorgesehen. Am vorderen Ende des Ausgabetrichters kann ein Zahnring als Abreißhilfe vorgesehen sein. Bei dem Verpackungsmaterialspender ist das Ausgangsmaterial für das schlauchartige Verpackungsmaterial eine zu einer Rohe aufgewickelte Papierbahn, welche in die Aufnahme eingelegt ist und die Rohe umgreift. Die Rohe hat einen Innenhohlraum, von dem aus die Papierbahn zum Bilden von spiral- und schlauchförmigem Verpackungsmaterial abziehbar ist. Die

Verpackungsmaterialrohe, die Halbschale, der kegelstumpfförmige Ausgabetrichter und dessen Ausgabeöffnung sind alle koaxial zueinander angeordnet. Der bekannte Verpackungsmaterialspender erfreut sich großer Beliebtheit, weil er wartungsfrei betrieben werden kann, einfach zu bedienen ist und sich insbesondere für kleine

64/814.222 Versandhändler sehr gut dazu eignet, kostengünstig und unkompliziert sowie raumsparend und umweltschonend Packmaterial zum Ausfüllen von Hohlräumen in Versandbehältern zu erzeugenWenn mit der manuellen Verpackungsmaterial- Erzeugungsvorrichtung so viele Pakete mit Verpackungsmaterial gefüllt wurden, dass die Papierbahnrolle erschöpft ist, kann das Packpersonal einfach eine neue Rolle nachlegen.

Allerdings hat sich gezeigt, dass insbesondere unerfahrenes oder ungeschultes Packpersonal den Verpackungsmaterialspender mitunter unsachgemäß handhabt und sich dadurch unangenehme Abschürfungen im Bereich der Hände und Unterarmen zuziehen kann. Speziell beim Einlegen von Verpackungsmaterialbahnrollen in die Aufnahmeschale des Spenders und beim Abziehen von spiralförmigen Verpackungsmaterialbahnschläuchen aus dem Innenhohlraum der Papierbahnrolle, kann es gelegentlich dazu kommen, dass Benutzer mit der Axialhalterung oder daran angebrachten Komponenten, beispielsweise dem Schneidring, kollidieren. Wird die Papierbahn unsachgemäß in die Aufnahme eingesetzt oder unsachgemäß abgezogen, kann außerdem die Papierbahn unerwünscht ein- oder abreißen, was die Qualität des schlauchförmigen Verpackungsmaterials beeinträchtigt oder zu unerwünschtem hohen Ausschussmengen führen kann.

Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Stands der Technik zu überwinden, insbesondere eine Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer zu einer Rolle aufgewickelten Papierbahn bereitzustellen, deren Verwendung insbesondere für ungeübtes Packpersonal vereinfacht ist, um so das Risiko für Verletzungen und Materialschäden zu reduzieren, besonders beim Einlegen und Abziehen der Papierbahn.

Diese Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche l, 6 und io.

Demnach ist gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung eine Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer zu einer Rolle aufgewickelten Papierbahn vorgesehen, die einen Innenhohlraum bildet, von dem die Papierbahn zum Bilden des Verpackungsmaterials abziehbar ist. Ein schlauchartiges Verpackungsmaterial kann auch als dreidimensionales Verpackungsmaterial bezeichnet sein. Ein dreidimensionales Verpackungsmaterial kann aus einem zweidimensionalen, flächigen, bahnförmigen Ausgangsmaterial in Form einer Papierbahnrolle, in eine dreidimensionale Struktur gebracht werden, die wenigstens einen Knautsch-Hohlraum aufweist, um eine Dämpfungs- und Polsterfunktion bereitzustellen. Ein solcher Knautsch-Hohlraum kann sich in Längsrichtung des Verpackungsmaterials erstrecken. Insofern kann von einem schlauchartigen Verpackungsmaterial gesprochen werden. Der Verpackungs- materialschlauch kann stabilisiert, beispielsweise geprägt, oder ohne Stabilisierung lediglich abgerissen werden. Beispielsweise kann eine Rolle vorgesehen sein, deren axiale Länge wenigstens halb so groß ist wie ihr Außendurchmesser und/ oder deren axiale Länge höchstens zweimal so groß ist wie ihr Außendurchmesser. Vorzugsweise kann das Verhältnis von axialer Länge zu Außendurchmesser der Rohe größer als 0,75, insbesondere größer als 1, und/oder kleiner als 1,75, insbesondere 1,5, sein. Beispielsweise kann das Verhältnis von axialer Länge zum Außendurchmesser der Rohe etwa 1,25 betragen. Bevorzugt kann der Innendurchmesser der Rohe im Neuzustand kleiner als der halbe Außendurchmesser sein. Vorzugsweise ist der Innendurchmesser im Neuzustand der Rohe größer als 1 cm, vorzugsweise größer als 5 cm, besonders bevorzugt größer als 10 cm, und/oder kleiner als 25 cm, vorzugsweise kleiner als 20 cm, besonders bevorzugt kleiner als 17,5 cm. Beispielsweise kann ein Innendurchmesser einer neuen Rohe etwa 16 cm betragen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst eine Aufnahme zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen der Rohe und eine Axialhalterung zum Halten einer Stirnseite der Rohe, wobei die Axialhalterung eine Wandung aufweist, in der eine Ausgabeöffnung zum Abgeben des Verpackungsmaterials in einer Ausgabeaxialrichtung gebildet ist. Die Wandung weist eine sich von der Aufnahme zur Ausgabeöffnung in Ausgabeaxialrichtung trichterartig verjüngende Führungsinnen- kontur auf. Die Aufnahme und der Führungstrichter kann beispielsweise als dünnwandige Kunststoffteil mit einer Wandstärke von weniger als 5 mm ausgebildet sein, wie bei der in DE 20 2012 009 025 Ui beschriebenen Vorrichtung zum manuellen Erzeugen eines spiralförmigen Verpackungsmaterials deren gesamter Inhalt unter Bezugnahme auf die vorliegende Anmeldung aufgenommen ist. Vorzugsweise kann die Aufnahme einen konstanten, vorzugsweise zylinder-halbschalenförmigen, Querschnitt im Verlauf entlang der Rollenachse aufweisen. Eine zylinder-halbschalenförmige Aufnahme hat vorzugsweise einen Innendurchmesser, der im Wesentlichen (+o...io%) dem Außendurchmesser der eingelegten Rohe entspricht. Insbesondere kann die Aufnahme einen konstanten Wanddurchmesser im Verlauf entlang der Rollenachse aufweisen. Vorzugsweise ist die Aufnahme in Axialrichtung der Rolle in Ausgaberichtung frei von einem Widerstand, insbesondere frei von einer zu der Axialhalterung zusätzlichen axialen Bewegungsbegrenzung, für die Rolle ausgebildet. Die Axialhalterung kann an Ihrem zu der Axialhalterung gegenüberliegenden Ende bzw. wenigstens um eine Rollenlänge von der Axialhalterung entfernt eine Sicherung und/oder einen Axialanschlag zum Halten der Rolle aufweisen. Gemäß einer Ausführung umfasst die Aufnahme genau eine erste Rolle. Alternativ oder zusätzlich kann die Aufnahme einen Schalenkörper aufweisen, der insbesondere im Wesentlichen halbzylindrisch geformt ist und/oder der eine Aufnahmelängsachse definiert, die vorzugsweise korrespondierend, insbesondere fluchtend, zu der Ausgaberichtung und/ oder vorzugsweise korrespondierend, insbesondere fluchtend, zu der Rollenachse der Rolle ausgerichtet ist. Die Aufnahme kann einen Schalenkörper beispielsweise aus Kunststoff insbesondere mit einer geringen Wandstärke kleiner als 5 mm aufweisen. Der Schalenkörper der Aufnahme ist vorzugsweise mit einem Innendurchmesser dimensioniert, der wenigstens so groß ist wie der Außendurchmesser einer Rolle, die zum Bestücken der Vorrichtung vorgesehen ist. Vorzugsweise misst der Innendurchmesser der Aufnahme wenigstens 20 cm, insbesondere wenigstens 25 cm, besonders bevorzugt wenigstens 30 cm. Es kann bevorzugt sein, dass der Innendurchmesser der Aufnahme kleiner als 100 cm, insbesondere kleiner als 50 cm, ist, weil Rollen mit derart großem Außendurchmesser unpraktikabel zu handhaben sind. Ein Schalenkörper kann auch eine andere Gestalt als eine halbzylindrische Form haben, beispielsweise einen V-förmigen Querschnitt oder einen mehreckigen Querschnitt aufweisen. Es ist auch denkbar, dass die Aufnahme durch wenigstens zwei sich in Richtung der Ausgaberichtung erstreckende Streben gebildet ist, auf denen Rollen liegen können. Eine Aufnahme kann mehrere sich längs in Ausgaberichtung oder quer zu der Ausgaberichtung erstreckende Streben umfassen, um eine Verpackungsmaterialbahnrolle umfänglich zumindest teilweise zu umgreifen. Insofern kann eine Aufnahmelängsachse auch eine durch schienen- und/ oder streben gebildeter Aufnahme realisiert sein.

Gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung ist die Wandung mit wenigstens einer vorderen Axialaussparung an einem in Ausgabeaxialrichtung vorderen Ende der Axialhalterung versehen, die sich am vorderen Ende der Axialhalterung beginnend wenigstens 10 mm in Ausgabeaxialrichtung erstreckt. Die in die Wandung mit der sich in Ausgabeaxialrichtung trichterartig verjüngenden Führungskontur eingearbeitete, sich vom vorderen, schmalen Ende der Axialhalterung aus erstreckende Axialaussparung vereinfacht für das Packpersonal das Eingreifen ins Innere des Verpackungsmaterialspenders. Sie stellt im Bereich der Ausgabeöffnung zusätzlichen Raum für die Hand und den Arm des Benutzers bereit, sodass dieser leichter in den Verpackungsmaterialspender eingreifen kann und das Risiko einer Kollision mit dem Verpackungsmaterialspender reduziert ist. Gleichzeitig kann die Axialaussparung eine Abreißhilfe bereitstellen, die besonders einfach zu betätigen ist. Aufgrund der verhältnismäßig großen Dimensionierung der Axialaussparung gemäß dem ersten Aspekt der erfindungsgemäßen Verpackungsmaterialausgabevorrichtung ist das Verletzungsrisiko gegenüber einem Verpackungsmaterialspender mit einem Ringmesser oder dergleichen erheblich reduziert. Vorzugsweise ist die Verpackungsmaterial-Erzeugungsvorrichtung frei von einem Schneidring, wie einem metallischen Zahnkranz. Vorzugsweise ist die Axialhalterung frei von Metall. Insbesondere kann die Aufnahme frei von Metall sein. Vorzugsweise besteht die Axialhalterung und/oder die Aufnahme aus Kunststoff. Die Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials kann eine Wandung aufweisen, die mit genau einer, zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr Axialaussparungen versehen ist. Vorzugsweise sind bei einer Vorrichtung mit mehreren vorderen Axialaussparungen die einzelnen Axialaussparungen gleich groß, gleichförmig und/oder gleich dimensioniert. Die Verwendung mehrerer vorderer Axialaussparungen verbessert die Bedienbarkeit der Vorrichtung aus unterschiedlichen Richtungen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials gabelt sich die Wandung zum Bilden der wenigstens einen vorderen Axialaussparung in Umfangsrichtung (d. h. umfänglich) und quer zur Ausgabeaxialrichtung auf. Vorzugsweise gabelt sich die Axialaussparung derart, dass sich die Weite der vorderen Axialaussparung quer zur Ausgabeaxialrichtung im Verlauf der Axialaussparung in Ausgabeaxialrichtung vergrößert. Bevorzugt kann die wenigstens eine vordere Axialaussparung einen schmalen Wurzelbereich haben, der den aufnahmeseitigen Beginn der Axialaussparung bildet und von welchem Wurzelabschnitt ausgehend sich die Axialaussparung in Axialrichtung voranschreitend vorzugsweise zu der Ausgabeaxialrichtung in Umfangsrichtung insbesondere zunehmend aufweitet. Die vordere Axialaussparung oder Eingreif- und/oder Abreißaussparung kann so geformt sein, dass in Richtung entgegen der Ausgabeaxialrichtung die Ausgabeaxialaussparung zunehmend schmäler wird und in ihrem Wurzelbereich besonders schmal ist, um dort einen Klemmbereich zu bilden. In dem Klemmbereich kann das vom Innenhohlraum der Rolle abgezogene schlauchartige Verpackungsmaterial eingeklemmt werden, um es mithilfe erhöhten Reibwiderstandes portionsweise abzutrennen und so Verpackungsmaterial-einheiten zum Einsetzen in einen Verpackungscontainer, wie Kartons, zu vereinzeln. Eine Vorrichtung, bei der die wenigstens eine vordere Axialaussparung mit einem aufnahmeseitigen Klemmbereich gebildet ist, erlaubt eine besonders einfache Abreiß-Handhabung des Verpackungsmaterialspenders, wobei das vordere Ende noch in Kontakt mit dem unterstehenden Verpackungsmaterial im Klemmbereich der vorderen Axialaussparung nach dem Abtrennen eines Verpackungsmaterialabschnittes festgehalten ist. Das in einem Klemmbereich einer Axialaussparung gehaltene Verpackungsmaterial kann zum Erzeugen einer nächsten Verpackungsmaterial-bahneinheit durch den Benutzer einfach ergriffen werden, wobei keine Verletzungsgefahr besteht, und es kann mehr Verpackungsmaterial von der Rolleninnenseite abgezogen werden, um ein zweites oder weiteres Verpackungsmaterialstück zu erzeugen.

Gemäß einer Weiterbildung einer Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials definiert die wenigstens eine vordere Axialaussparung zumindest in einem in Ausgabeaxialrichtung hinteren Klemmabschnitt einen spitzen Öffnungswinkel. Ein spitzer Öffnungswinkel ist im Allgemeinen kleiner als 90° und kann vorzugsweise kleiner als 45°, insbesondere kleiner als 30°, bevorzugt kleiner als 15° und besonders bevorzugt kleiner als io° bemessen sein, um eine starke Klemm- und/ oder Abreißfunktion zu gewährleisten.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung, die mit der vorherigen kombinierbar ist, begrenzen die einander in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Randkanten der Wandung die vordere Axialaussparung derart, dass sie insbesondere gekrümmt vorzugsweise kontinuierlich gerundet, verlaufen, sodass sich die Umfangsweite dieser Axialaussparung in Ausgabeaxialrichtung insbesondere kontinuierlich vergrößert. Bevorzugt sind die Randkaten der Wandung dergestalt konvex geformt. Der in Axialrichtung hintere Bereich der Randkanten kann einen kleinen, vorzugsweise verschwindenden, Abstand zwischen den einander in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Randkanten bilden. Im vorderen Endbereich der Ausgabeöffnung können die gegenüberliegenden Randkanten eine größtmögliche Entfernung voneinander erreichen. Die Umfangsweite kann in einer Ebene senkrecht zu der Ausgabeaxialrichtung definiert sein als kürzester Abstand gegenüberliegender Wandungs-Randkanten. Derart gerundete Wandkanten haben ein besonders niedriges Verletzungspotential und verhindern ein unerwünschtes vorzeitiges Abreißen des V erpackungsmaterials .

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann das vordere Ende der Axialaufnahme durch kontinuierlich gerundete Wandkanten gebildet sein, wobei insbesondere aneinander angrenzende Randkanten vorzugsweise von je zwei benachbarten vorderen Axialaussparungen ineinander kontinuierlich, vorzugsweise mit konstanter Krümmung, übergehen. Bei einer solchen Vorrichtung erstrecken sich die Wandungsabschnitte zwischen je zwei unmittelbar benachbarten vorderen Axialaussparungen blütenblattartig bzw. schnabelförmig in Ausgabeaxialrichtung. Eine Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung mit genau zwei vorderen Axialaussparungen, welche in Umfangsrichtung um i8o° versetzt am Rande der Ausgabeöffnung angeordnet sind und deren Randkanten sich ausgehend von einem hinteren Klemmabschnitt in Axialrichtung nach vorne gerundet in Umfangsrichtung krümmen und ineinander übergehen, kann als schnabelförmige Ausgabe bezeichnet sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung verläuft die Führungsinnenkontur der Wandung beginnend am vorderen Ende der Axialhalterung in Ausgabeaxialrichtung zur Aufnahme, vorzugsweise bis unmittelbar an die Aufnahme anschließend, in Ausgabeaxialrichtung kontinuierlich. Der in Ausgabeaxialrichtung kontinuierliche Verlauf der Führungsinnenkontur ist insbesondere Sprung-, knick- und/oder kantenfrei. Insbesondere kann die Führungsinnenkontur in Ausgabeaxialrichtung abschnittsweise geradlinig und/oder abschnittsweise mit einer Krümmung verlaufen. Die sich in Axialrichtung erstreckende Krümmung weist einen Krümmungsradius auf, der wenigstens l cm, vorzugsweise wenigstens 2 cm, insbesondere wenigstens 5 cm oder wenigstens 10 cm beträgt. Bei einem kleineren Krümmungsradius insbesondere unterhalb 0,5 cm kann nicht mehr von einem kontinuierlichen Verlauf ausgegangen werden. In Axialausgaberichtung geradlinige und in Axialausgaberichtung gekrümmte Abschnitte gehen vorzugsweise kontinuierlich ineinander über, insbesondere stufenfrei, knickfrei und/oder sprungfrei. Bei einem Übergang zwischen einem gekrümmten und einem geradlinigen Abschnitt entspricht vorzugsweise die Orientierung des gradlinigen Abschnitts einer Tangente am Ende des gekrümmten Abschnittes. Es ist auch denkbar, dass ein gekrümmter Abschnitt mit einem ersten Krümmungsradius in Ausgabeaxialrichtung vorzugsweise kontinuierlich in einen gekrümmten Abschnitt mit einem zweiten, unterschiedlichen, Krümmungsradius übergeht. Beispielsweise kann der Krümmungsradius in dem ersten gekrümmten Abschnitt größer sein als in dem zweiten gekrümmten Abschnitt. Der Übergangsbereich zwischen zwei gekrümmten Abschnitten weist bevorzugt einen sich kontinuierlich von dem einen an den anderen Krümmungsradius anpassenden Krümmungsübergang auf.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung sind an dem in Ausgabeaxialrichtung vorderen Ende der Axialhalterung höchstens sieben Axialaussparungen angeordnet. Vorzugsweise können höchstens fünf, insbesondere höchstens zwei oder drei, vordere Axialaussparungen an dem in Ausgabeaxialrichtung vorderem Ende der Axialhalterung angeordnet sein. Insbesondere kann genau eine vordere Axialaussparung an dem in Ausgabeaxialrichtung vorderen Ende der Axialhalterung vorgesehen sein. Der erfindungsgemäße Vorteil lässt sich bereits mit nur einer einzigen vorderen Axialaussparung realisieren. Es kann von Vorteil sein, mehrere vordere Axialaussparungen vorzusehen, um ein einfaches, qualitativ hochwertiges und schnelles Abreißen aus unterschiedlichen Richtungen zu gewährleisten. Überraschenderweise hat sich herausgesteht, dass mit dem Vorsehen zusätzlicher vorderer Axialaussparungen keine weitere vorteilhafte Veränderung mehr erreicht werden kann. Im Gegenteil hat es sich als nachteilig herausgesteht, weil jede weitere Axialaussparung die Wahrscheinlichkeit steigert, dass der Benutzer bei rascher bzw. unachtsamer Handhabung der Vorrichtung mit dem abzureißenden spiralförmigen Papier-Verpackungsmaterial nicht in eine Axialaussparung hineingleitet, sondern einen schnabelförmigen Wandungsbereich zwischen zwei benachbarten Axialaussparungen kontaktiert.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist eine Vorrichtung, die wie oben beschrieben ausgestaltet sein kann, zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer zu einer Rohe aufgewickelten Papierbahn vorgesehen, die einen Innenhohlraum bildet, von dem die Papierbahn zum Bilden des Verpackungsmaterials abziehbar ist und die eine Rollenachse definiert. Gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung umfasst die Vorrichtung eine Aufnahme zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen der Rohe und eine Axialhalterung zum Halten an der Rohe, wobei die Axialhalterung eine Rundung aufweist, in der eine Ausgabeöffnung zum Abgeben des Verpackungsmaterials in einer Ausgabeaxial- richtung gebildet ist, wobei die Wandung eine sich von der Aufnahme zur Ausgabeöffnung in Ausgabeaxialrichtung trichterartig verjüngende Führungsinnen- kontur aufweist. Dabei verläuft gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung die Ausgabeaxialrichtung relativ zu der Rollenachse angewinkelt. Anders gesagt ist die Wandung und insbesondere deren in Axialrichtung vorderes Ende, welches die Ausgabeöffnung definiert, derart geformt, dass die vorzugsweise durch den Mittelpunkt der Ausgabeöffnung laufende, insbesondere rechtwinklig auf der von der Ausgabeöffnung aufgespannten Fläche hegende, Ausgabeaxialrichtung in einem Winkel relativ zu der Rollenachse oder windschief zu der Rollenachse verläuft. Wie oben beschrieben ist die Rollenachse entsprechend der Mittelachse einer vorzugsweise schalenförmigen Aufnahme zum Umgreifen der Papierbahnrolle ausgelegt. Die Ausrichtung der Ausgabeaxialrichtung hegt quer zu der Rollenachse, welche durch den rohrartigen Innenhohlraum der Papierbahnrolle verläuft, sodass das Eingreifen des Benutzers in den Ausgabetrichter sowie gegebenenfalls den Papierbahnrollen- Innenhohlraum vereinfacht wird, insbesondere wenn die Ausgabevorrichtung seitlich des Verpackungsarbeitsplatzes des Benutzers angeordnet ist. Dies erleichtert das Eingreifen des Benutzers in das Innere des Verpackungsmaterialspenders bzw. dem Innenhohlraum der Rohe, sodass das Verletzungsrisiko beim Eingreifen, insbesondere beim Ergreifen eines Endes einer frischen Papierbahn, erheblich reduziert wird. Vorzugsweise sind an und/oder in der Ausgabeöffnung keine insbesondere scharfkantigen Schneidvorrichtungen, wie ein Zahnring, vorgesehen, sodass ein Verletzungsrisiko nahezu vollständig ausgeschlossen ist. Es ist denkbar, die Ausgabeaxialrichtung in einem vorbestimmten Ausgabewinkel relativ zu der Rollenachse zu orientieren, wenn die Axialhalterung zusammen mit der Rohe die Rollenachse definiert. Beispielsweise kann ein Ausgabewinkel zwischen o° und 90° quer zu der Rollenachse definiert sein. Vorzugsweise hegt der Ausgabewinkel zwischen 5° und 45°. Besonders bevorzugt kann ein Ausgabewinkel zwischen io° und 20° definiert sein. Bei einer vorbestimmten Befestigung des Verpackungsmaterial-spenders an einem Verpackungsarbeitsplatz kann eine der oben genannten oder ein anderer Bereich besonders bevorzugt für einen Ausgabewinkel zwischen der Ausgabeaxialrichtung und der Rollenachse definiert sein. Am vorderen Endbereich der Axialhalterung kann die Wandung einen sich im Wesentlichen ausschließlich in Axialrichtung erstreckenden Kragenbereich und/oder Schnabelspitzenbereich aufweisen. Insbesondere in einem derartigen sich in Axialrichtung erstreckenden Schnabelspitzenbereich der Wandung können die oben beschriebenen vorderen Axialaussparungen eingebracht sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials definiert die Wandung mit der sich trichterartig verjüngenden Führungsinnenkontur eine Trichterachse, wobei zwischen der Trichterachse und der Führungsinnenkontur ein Trichteröffnungswinkel von mindestens 15° und/oder höchstens 75° aufgespannt ist. Vorzugsweise kann der Trichteröffnungswinkel wenigstens 30° und/oder höchstens 6o° aufspannen. Besonders bevorzugt kann ein Trichteröffnungswinkel im Bereich zwischen 40° und 50°, vorzugsweise 45°, vorgesehen sein. Die Trichterachse verläuft mittig, vorzugsweise bezüglich der Führungsinnenkontur als rotationssymmetrie-Achse und/oder spiegelsymmetrie-Achse, durch die sich trichterartig verjüngende Führungs- innenkontur.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Vorrichtung verläuft die Trichterachse die relativ zu der die Rollenachse angewinkelt. Wie oben bezüglich des ersten Aspekts der Erfindung beschrieben, kann die sich trichterartig verjüngende Führungsinnenkontur der Wandung unterschiedliche Gestalten haben. Beispielsweise kann sie konusförmig, kegelstumpfförmig, pyramidenförmig, elliptisch, konvex oder konkav gewölbt, etc., sein. Die sich trichterartig verjüngende Innenkontur kann vorzugsweise rotationssymmetrisch und/oder spiegelsymmetrisch geformt sein, um die Fertigung oder Montage zu vereinfachen. Eine Mittelpunktlinie der Wandung des Ausgabetrichters bzw. deren sich verjüngende Innenkontur kann die Trichterachse definieren. Die Trichterachse kann entsprechend der Ausgabeaxialrichtung verlaufen. Die Ausgabeöffnung kann koaxial zu dem Ausgabetrichter sein. Bei einer Vorrichtung mit einer Trichterachse, die quer zu der Rollenachse verläuft, kann ein unbeabsichtigtes Herausgleiten der inneren Wicklungen einer Papierbahnrolle bis hin zu einem schmälsten Innendurchmesser realisiert sein, der wesentlich schmaler ist, als der gesicherte Innendurchmesser einer Papierbahnrolle, die auf einem vollständig rotationssymmetrischen Trichter mit koaxialer Ausrichtung des Trichters realisiert ist. Dadurch können mehrere Wicklungen und somit ein größerer Papierbahnvorrat bereitgesteht werden, was die Nutzung insofern vereinfacht, als seltener Papierbahnmaterial nachgefüllt werden muss und wodurch unerwünschter Ausschuss durch unbeabsichtigtes Herausgleiten besser vermieden wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung des zweiten Aspekts der Erfindung ist die die Ausgabeöffnung vorzugsweise mittig schneidende Ausgabeaxialrichtung relativ zu der Trichterachse versetzt und/oder angewinkelt angeordnet. Bei dieser Ausführung können vorzugsweise die Trichterachse quer zu der Rollenachse und die Ausgabe in Axialrichtung quer sowohl zu der Rollenachse als auch der Trichterachse angeordnet sein. Auf diese Weise können beispielsweise bezüglich eines Verpackungsarbeitsplatzes vorbestimmte Winkelstellungen für Papierbahnrollen, Trichterachse und/oder Ausgabematerial konfiguriert werden, um die Verpackungsmaterialrohe optimal in der Aufnahme gegen die Axialhalterung zu halten, um ein gutes Umformverhalten von der Papierbahnrolle in ein schlauchartiges, spiralförmiges Verpackungsmaterial beim Abziehen der Papierbahn von der Innenseite der Papierbahnrolle zu gewährleisten und/oder um eine im Hinblick auf den Verpackungsarbeitsplatz besonders günstige Ausrichtung der Ausgabeaxialrichtung zu gewährleisten. Beispielsweise kann die Ausgabeaxialrichtung relativ zu der Trichterachse axial versetzt parallel verlaufen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials, die mit den vorherigen kombinierbar ist, kann die von der Wandung vorzugsweise vollumfänglich umgebene Ausgabeöffnung einer insbesondere kreisförmige Durchgangsfläche und/oder sternförmigen Durchgangsfläche, senkrecht zu der Ausgabeaxialrichtung bilden, die relativ zu der Rollenachse exzentrisch angeordnet ist. Insbesondere kann die Ausgabeöffnung derart exzentrisch angeordnet sein, dass die Rollenachse die Durchgangsfläche nicht schneidet. Eine solche Ausführung hat sich besonders günstig für eine gute und einfache Entnahme des Verpackungsmaterials aus der Innenseite der Verpackungsmaterialpapierbahnrohe erwiesen und erlaubt es gleichzeitig, Rohen mit sehr schmalem Innenhohlraum zu verwenden, ohne dass diese ungewollt aus dem Verpackungsmaterialspender herausgleiten.

Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung, der mit den vorherigen kombinierbar ist, betrifft eine Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials aus einer zu einer Rohe aufgewickelten Papierbahn, die einen Hohlraum bildet, von dem die Papierbahn zum Bilden eines Verpackungsmaterials abziehbar ist. Die Vorrichtung umfasst eine Aufnahme zum zumindest teilweise umfänglichen Umgreifen der Rohe und eine Axialhalterung zum Halten einer Stirnseite der Rohe, wobei die Axialhalterung eine Wandung aufweist, in der eine Ausgabeöffnung zum Abgeben des Verpackungsmaterials in einer Ausgabeaxialrichtung gebildet ist. Die Wandung weist eine sich von der Aufnahme zur Öffnung in Ausgabeaxialrichtung trichterartig verjüngende Führungsinnenkontur auf. Die Wandung ist mit wenigstens einer hinteren Axialaussparung an einem in Ausgabeaxialrichtung hinteren Ende der Axialhalterung versehen ist, die sich am hinteren Ende der Axialhalterung beginnend wenigstens io mm in Ausgabeaxialrichtung erstreckt. Die hintere Axialaussparung oder Einsetzaxial- aussparung bildet eine taschenartige Einbuchtung am rückwärtigen, der Aufnahme zugewandten Ende der beispielsweise ringförmigen Rückseite der Wandung. Die Einsetzaxialaussparung bzw. hintere Axialaussparung gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung vereinfacht die Handhabung des Verpackungsmaterialspenders, indem sie, ohne die Stützfunktion der Axialhalterung für die Stirnseite der Rolle zu beeinträchtigen, einen Freiraum schafft. In den Freiraum kann der Benutzer beim Einsetzen einer frischen Papierbahnrolle in die Vorrichtung hineingreifen, um die Papierbahnrolle stirnseitig bis in Kontakt mit der Innenseite der Axialhalterung zu bringen, ohne dass seine Hand mit der Axialhalterung kollidiert. Auf diese Weise werden sowohl Abschürfungen an der Hand des Packpersonals beim Einsetzen frischer Papierbahnrollen in die Vorrichtung vermieden als auch eine Beschädigung der Papierbahnrolle, die auftreten könnte, falls ein Benutzer aus Angst vor Abschürfungen die Papierbahnrolle in die Aufnahme hineinfallen lässt.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des dritten Aspekts der Erfindung weist die hintere Axialaussparung in einem in Ausgabeaxialrichtung vorderen Grundabschnitt einen stumpfen Öffnungswinkel auf. Einen stumpfer Öffnungswinkel kann im Allgemeinen einen Winkel größer oder gleich 90° bezeichnen. Vorzugsweise liegt die Weite des Öffnungswinkels im Bereich zwischen 90° und 180°. Besonders bevorzugt ist der Öffnungswinkel größer als 120° oder größer als 145°. Besonders bevorzugt kann ein stumpfer Öffnungswinkel größer als 160° gewählt sein. Ein stumpfer Öffnungswinkel im vorderen Grundabschnitt der Einsetzaxialaussparung am hinteren Ende der Axialhalterung, wobei sich der Bereich, an dem sich der Öffnungswinkel erstreckt, wenigstens 3 cm breit, vorzugsweise wenigstens 5 bis 10 cm breit, ist, gestattet ein sicheres Eingreifen beim Einsetzen einer Papierbahnrolle in das Innere der Axialhalterung unter Vermeidung einer Einklemm- bzw. Abreiß-Gefahr.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung weist die die wenigstens eine hintere Axialaussparung begrenzende Wandung wenigstens eine in Umfangsrichtung vorstehende Stufe zwischen dem Grundabschnitt und dem hinteren Ende der Axialhalterung auf. Vorzugsweise ist die Stufe im Hinblick auf eine vorbestimmte Außendimensionierung der Verpackungsmaterialbahnrolle vorbestimmt. Im Hinblick auf die einzusetzende Verpackungsmaterialbahnrolle kann die Stufe derart gewählt sein, dass die Stufe sich quer zur Rollen-Axialrichtung bzw. Rollenachse bei mittigem Einsetzen der Rollenachse in die Aufnahme und Befestigung der Axialhalterung an der Aufnahme radial weiter erstreckt, als der Außendurchmesser der Rolle. Eine solche Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Vorrichtung zwei oder mehr hintere Axialaussparungen aufweist, welche das Einsetzen aus unterschiedlichen Richtungen erleichtern, wobei eine Schwächung der Wandung durch die mehreren Axialaussparungen durch das Vorsehen von Stufen zum Abstützen der Rolle zumindest teilweise kompensiert ist. Eine Rippe kann sich in Richtung der Trichterachse insbesondere außenseitig in Axialrichtung vorzugsweise parallel zu einer Trichterachse erstrecken. Vorzugsweise kann eine Axialrichtungshalterung mit zwei, drei oder mehreren Rippen ausgestattet sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum Erzeugen eines spiralförmigen schlauchartigen Verpackungsmaterials weist die wenigstens eine hintere Axialaussparung einen sich über wenigstens io mm in Axialrichtung erstreckenden Eingreifabschnitt auf, in dem die einander in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Ränder dieser hinteren Axialaussparung in Umfangsrichtung nicht weniger als 50 mm, vorzugsweise nicht weniger als 100 mm, voneinander entfernt sind. Gemäß dieser Ausgestaltung ist die sich in Axialrichtung erstreckende hintere Axialaussparung in Umfangsrichtung durch sich in Axialrichtung erstreckende Ränder begrenzt, die vorzugsweise ausreichend weit voneinander beabstandet sind, um einen sicheren Zugriff durch Packpersonal zuzulassen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung gemäß dem ersten, zweiten und/ oder dritten Aspekt der Erfindung umfasst die Vorrichtung wenigstens zwei, drei, vier oder mehr vordere und/oder hintere Axialaussparungen. Die Anzahl vordere Axialaussparungen und/oder hinterer Axialaussparungen kann unabhängig voneinander sein. Insbesondere sind die wenigstens zwei (vorderen und/oder hinteren) Axialaussparungen jeweils rotationssymmetrisch oder spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet, insbesondere in Bezug auf die Rollenachse, Trichterachse und/oder Ausgabeaxialrichtung.

Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführung, die mit den vorherigen kombinierbar ist, und sich wahlweise auf die ersten, zweiten und/ oder dritten Aspekt der Erfindung bezieht, erstreckt sich die wenigstens eine vordere und/oder hintere Axialaussparung wenigstens 20 mm, wenigstens 50 mm oder wenigstens 75 mm und/oder höchstens 200 mm, höchstens 150 mm oder höchstens 100 mm in Ausgabeaxialrichtung. Bei der Ausführung, bei der sich die Ausgabeaxialrichtung von der Ausrichtung der Rollenachse unterscheidet, kann definiert sein, dass sich die hintere Axialaussparung wenigstens 20 mm, wenigstens 50 mm oder wenigstens 75 mm und/oder höchstens 200 mm, höchstens 150 mm oder höchstens 100 mm in Richtung der Rollenachse erstreckt. Es hat sich herausgestellt, dass eine derartige Dimensionierung der vorderen und/oder hinteren Axialaussparung eine deutliche Verbesserung in der Handhabung durch insbesondere ungeübtes Bedienpersonal gewährleistet, ohne die Stabilität der Vorrichtung zu beeinträchtigen.

Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführung der Erfindung gemäß dem ersten, zweiten und/oder dritten Aspekt der Erfindung, erstreckt sich die wenigstens eine vordere und/oder hintere Axialaussparung zumindest abschnittsweise in einer Radialrichtung quer zu der Ausgabeaxialrichtung. Es ist alternativ denkbar, dass sich die vordere und/oder hintere Axialaussparung, sich ausschließlich in Ausgabeaxialrichtung erstreckt und/oder dass sich die hintere Einsetzaxialaussparung sich ausschließlich in Richtung der Rollenachse erstreckt. Die Wandung kann am vorderen Ende der Axialhalterung einen Hülsenabschnitt oder Rragenabschnitt bilden, dessen Grundquerschnitt quer zu der Ausgabeaxialrichtung konstant, beispielsweise hohlzylinderförmig ist. Dieser Grundquerschnitt kann dem Durchgangsquerschnitt der Ausgabeöffnung entsprechen. Die Wandung kann am hinteren Ende der Axialhalterung einen zweiten Hülsenabschnitt bilden, der entsprechend der Axialhalterun geformt sein kann. Der hintere Hülsenabschnitt kann vorzugsweise formkomplementär zu einer beispielsweise halbzylinderschalenförmigen Aufnahme gebildet sein.

Der vordere, erste Hülsenabschnitt und/oder der hintere, zweite Hülsenabschnitt kann in Ausgabeaxialrichtung bzw. in Richtung der Vorderachse unmittelbar und/oder querschnittsgleich an dem Trichterabschnitt der Axialhalterung anschließen, wobei insbesondere der Querschnitt des Trichterabschnitts, des Hülsenabschnitts und/oder des hinteren Hülsenabschnitts rotationssymmetrisch sein kann. Insbesondere kann der Axialanschlag aus dem Trichterabschnitt und dem Hülsenabschnitt sowie gegebenenfalls dem zweiten Hülsenabschnitt bestehen. Es kann bevorzugt sein, dass die Wandung einen Trichterabschnitt bildet, in dem sich die Führungsinnenkontur in Ausgabeaxialrichtung bzw. in Richtung der Trichterachse kontinuierlich, insbesondere kegelstumpfförmig oder pyramidenstumpfförmig, verjüngt. Vorzugsweise ist die Axialhalterung einstückig, insbesondere aus Kunststoff, spritzgegossen. Die Axialhalterung kann eine Wandung vorzugsweise konstanter Wandstärke aufweisen. Die Innenkontur der Axialhalterung kann parallel zu der Außenkontur der Axialhalterung sein.

Falls die Axialhalterung mit einem ersten Hülsenabschnitt oder einem zweiten Hülsenabschnitt ausgestaltet ist, kann sich die vordere und/oder hintere Axialaussparung ausschließlich in dem vorderen bzw. hinteren axial erstreckenden Hülsenabschnitt erstrecken. Es ist denkbar, dass sich die vordere und/oder hintere Axialaussparung sowohl in einen vorderen bzw. hinteren Hülsenabschnitt der Axialhalterung als auch einen sich quer zur Ausgabe der Axialrichtung bzw. der Trichterachse erstreckenden Trichterabschnitt der Axialhalterung erstreckt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials, die mit ersten, dem zweiten und/oder dem dritten Aspekt der Erfindung realisierbar ist, kann die Axialhalterung, in ihrem aufnahmeseitigen Eingangsbereich, beispielsweise dem hinteren Hülsenabschnitt, einen im Wesentlichen rechteckigen und/oder zumindest abschnittsweise abgerundeten Trichtergrundquerschnitt definieren. Die Form des Trichtergrundquerschnitts kann im Wesentlichen entlang der Trichterachse konstant mit unterschiedlichen, sich entsprechend der Trichterverjüngung verkleinernden Weite konfiguriert sein. Der Trichterquerschnitt kann beispielsweise rechteckig sein und die Innenkontur des Trichterabschnitts entsprechend des Trichtergrundquerschnitts eine Pyramiden- oder pyramidenstumpf-förmige Innenkontur bilden. Alternativ kann der Trichtergrundquerschnitt zylindrisch bzw. oval sein, und die Trichterinnenkontur entsprechend des kreisförmigen und/oder ovalen Trichtergrundquerschnitts kegelstumpfförmig oder kegelförmig gebildet sein. Es ist denkbar, dass ein Trichtergrundquerschnitt zwei insbesondere rechtwinklig aneinanderstoßende Seitenkanten aufweist, die an ihren voneinander entfernten Ecken durch einen viertelkreisförmigen Abschnitt verbunden sind. Alternativ kann zwischen zwei rechtwinklig aufeinander stehenden Seitenkanten eines Trichtergrundquerschnitts und einer viertelkreisförmigen, der Spitze gegenüberliegenden Kurvenabschnitt ausgehend von den Enden der beiden länglichen Grundseiten, kurze geradlinige Kantenabschnitte vorgesehen sein. Andere Ausgestaltungen sind denkbar.

Gemäß einer speziellen Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum manuellen Erzeugen eines spiralschlauchförmigen Verpackungs-materials ist die Vorrichtung frei von einem Antrieb, wie einem elektrischen Antrieb, zum Fördern des Verpackungsmaterials und/oder der Papierbahn. Gemäß dieser Ausführung ist die Vorrichtung frei von insbesondere motorischen, wie elektromotorisch, betriebenen Fördermitteln, wie Förderwalzen. Ferner ist bei dieser Ausführung die Vorrichtung frei von insbesondere motorischen, wie elektromotorischen, betriebenen Trennmitteln, wie einer Schneidvorrichtung, beispielsweise einer Schere, einer Guillotine, oder dergleichen.

Gemäß einer anderen speziellen bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum maschinellen Herstellen eines Verpackungsmaterials umfasst die Vorrichtung Fördermittel, wie Förder- und/oder Umformwalzen, zum Fördern des Verpackungsmaterials und/oder der Papierbahn sowie einen insbesondere elektrischen Antrieb zum Betreiben dieser Fördermittel. Bei dieser bevorzugten Ausführung kann die Vorrichtung gegebenenfalls ein elektrisch betriebenes Trennmittel aufweisen, wie eine Schneidvorrichtung, beispielsweise eine Schere, eine Guillotine, ein Rotationsschneider oder dergleichen, zum Abtrennen einer Polstermaterialeinheit, wie ein Polsterkissen, von dem schlauchartigen Verpackungsmaterial.

Weitere bevorzugte Ausführungen der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden. Weitere Eigenschaften, Vorteile und Merkmale der Erfindung werden durch die folgende Beschreibung bevorzugter Ausführungen der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen deutlich, in denen zeigen: Fig. la eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer ersten Ausführung;

Fig. lb eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. la;

Fig. lc eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. la; Fig. ld eine Detail-Draufsicht auf die Ausgabeöffnung der Vorrichtung gemäß Fig. la entsprechend dem Ausschnitt I von Fig. lb; Fig. 2a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführung;

Fig. 2b eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 2a; Fig. 2c eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 2a;

Fig. 3a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer dritten erfindungsgemäßen Ausführung;

Fig. 3h eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 3a; Fig. 3c eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 3a;

Fig. 4a eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer vierten Ausführung;

Fig. 4h eine Seitenansicht der Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß Fig. 4a;

Fig. 4c eine perspektivische Ansicht der Verpackungsmaterial- Ausgabevorrichtung gemäß Fig. 4a;

Fig. 5a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer fünften erfindungsgemäßen Ausführung;

Fig. 5h eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 5a;

Fig. 5c eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 5a; Fig. 6a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer sechsten erfindungsgemäßen Ausführung;

Fig. 6b eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 6a; Fig. 6c eine Draufsicht auf die Axialhalterung gemäß Fig. 6a; Fig. 6d eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 6a;

Fig. 7a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer siebten erfindungsgemäßen Ausführung; Fig. 7b eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig.7a;

Fig. 7c eine Draufsicht auf die Axialhalterung gemäß Fig. 7a;

Fig. 7d eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 7a;

Fig. 8a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer achten erfindungsgemäßen Ausführung;

Fig. 8b eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 8a;

Fig. 8c eine Draufsicht auf die Axialhalterung gemäß Fig. 8a;

Fig. 8d eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 8a;

Fig. 9a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer neunten erfindungsgemäßen Ausführung; Fig. 9b eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 9a;

Fig. 9c eine Draufsicht auf die Axialhalterung gemäß Fig. 9a;

Fig. 9d eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 9a;

Fig. 10a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer zehnten erfindungsgemäßen Ausführung;

Fig. 10b eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 10a;

Fig. 10c eine Draufsicht auf die Axialhalterung gemäß Fig. 10a;

Fig. tod eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 10a; Fig. 11a eine Vorderansicht einer Axialhalterung für eine

Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtung gemäß einer elften erfindungsgemäßen Ausführung;

Fig. 11b eine Seitenansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 11a;

Fig. 11c eine Draufsicht auf die Axialhalterung gemäß Fig. 11a; und Fig. lid eine perspektivische Ansicht der Axialhalterung gemäß Fig. 11a.

Im Folgenden werden für dieselben oder ähnliche Komponenten der unterschiedlichen Ausführungen erfindungsgemäßer Verpackungsmaterial-Ausgabevorrichtungen zur einfacheren Lesbarkeit und Verständlichkeit dieselben oder ähnlichen Bezugszeichen verwendet. Ein erfindungsgemäßer Verpackungsmaterialspender bzw. einer erfindungsgemäße Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials ist im Folgenden im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen l versehen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung l zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials 2 aus einer Rolle 4 umfasst als Hauptbestandteil eine Aufnahme 3 zum zumindest teilweisen Umgreifen der Rolle 4 in Umfangsrichtung U sowie eine Axialhalterung 5 zum Halten der Stirnseite der Rolle 4.

Die Axialhalterung 5 weist eine Wandung 11 auf, in der eine Ausgabeöffnung 13 zum Abgeben des Verpackungsmaterials 2 in einer Ausgabeaxialrichtung A gebildet ist. Innenseitig weist die Wandung 11 eine sich von der Aufnahme 3 in Richtung der Ausgabeöffnung 13 trichterartig verjüngende Führungsinnenkontur 15 auf. Die sich trichterartig verjüngende Führungsinnenkontur 15 definiert eine Trichterachse T. Zwischen der Trichterachse T und der Führungsinnenkontur (15) ist ein Trichteröfffnungswinkel Q von hier exemplarisch 45 0 aufgespannt. Im Allgemeine kann sich der Trichteröffnungswinkel Q in einem Bereich zwischen io° und 8o° bewegen, wobei ein Bereich zwischen 30° und 6o° bevorzugt sein kann. Abweichend von der in Figur lb und lc abgebildeten rotationssymmetrischen Kegelstumpfform mit konstantem Trichteröffnungswinkel Q kann durchaus (wie etwa bei den Figuren toa-c und lia-c zu erkennen) ein in Umfangsrichtungsverlauf variabler Trichteröffnungswinkel Q realisiert sein. Es ist auch denkbar, dass der Trichteröffnungswinkel Q beispielsweise bei einer progressivn, degressiven oder axialabschnittsweise unterschiedlichen Verjüngung einen entsprechend im Verlauf in Trichteraxialrichtung variablen Trichteröffnungswinkel Q aufweist. Es kann bevorzugt sein, dass die von der zu einer Rolle 4 aufgewickelte Papierbahn, von deren Innenhohlraum die Papierbahn zum Bilden eines Verpackungsmaterials 2 abziehbar ist, eine Rollenachse R definiert. Es kann bevorzugt sein, dass die Rollenachse R, die Trichterachse T und die Ausgabeaxialrichtung A koaxial zueinander ausgerichtet sind, wie beispielsweise bei der in den Figuren la bis ld dargestellten ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform.

Bei der in den Figuren la bis lc gezeigten bevorzugten Ausführung eines Verpackungsmaterialspenders 1 ist eine Papierbahnrolle 4 in einer im Wesentlichen formkomplementär zu dem Außenumfang der Papierbahnrolle 4 geformten, zylinder- halbschalenförmigen Aufnahme 3 gehalten. Die Aufnahme 3 umgibt die Rolle 4 in Umfangsrichtung U mit einer Überlappung von etwa 180°, vorzugsweise zwischen 160° und 200°. Die Papierbahnrolle 4 ist kernlos, insbesondere ohne Pappkem, ausgeführt und weist einen zylindrischen Innenhohlraum auf, der von der innersten Lage der Papierbahn gebildet ist. Zum Erzeugen von Verpackungsmaterial wird von dem Innenhohlraum der Rolle 4 die Innerste Papierlage abgezogen, durch die trichterförmige Innenkontur 15 der Axialhalterung 5 gezogen und durch die Ausgabeöffnung 13 als spiralschlauchförmiges Verpackungsmaterial 2 bereitgestellt, wie in den Figuren la bis IC schematisch dargestellt ist.

In Ausgabeaxialrichtung A ist durch die Ausgaberichtung des Verpackungsmaterials 2 eine Vorwärtsorientierung definiert, auf die im Folgenden Bezug genommen wird. Bezüglich der Ausgabeaxialrichtung A ist an der Vorderseite der Aufnahme 3 die Axialhalterung 5 zum Halten der vorderen Stirnseite 41 der Rohe 4 angeordnet. Die hintere Stirnseite 4ider Rohe 4 blickt bei der in den Figuren la bis ic abgebildeten Ausführung in Richtung einer rückseitigen Nachfüllöffnungsseite der Vorrichtung 1. An der Nachfüllrückseite der Vorrichtung 1 kann die Aufnahme 3 im Wesentlichen vollumfänglich geöffnet sein.

An der Unterseite der Aufnahmeschale 3 ist an deren rückseitiger Öffnung eine quer zu der Axialrichtung A bzw. quer zu der Rollenachse R nach innen vorstehende und konvex gekrümmte Zuführnase 45 gebildet, die sich in Umfangsrichtung über mehr als 15° und/oder weniger als 90°, erstreckt und auf die die Außenseite der Rohe 4 beim Nachladen der Vorrichtung 1 aufsetzbar ist. So kann ein linearer Kontaktbereich zwischen der Rollenaußenseite und dem hohlzylindrischen Schalenkörper der Aufnahme 3 vermieden werden. Die Nase erleichtert das Einsetzen der Rohe 4 in die Aufnahme 3 und vermeidet Beschädigungen der Rollenaußenseite.

Beim Einsetzen der Rohe 4 in die Aufnahme 3 ist der Benutzer dazu angehalten, die Stirnseite 41 der Rohe 4 bis an den durch die trichterförmige Führungsinnenkontur 15 der Axialhalterung 5 gebildeten Axialanschlag heranzuführen. Um dies zu erleichtern bzw. zu ermöglichen, ist an dem rückwärtigen Ende 53 der Axialhalterung 5 eine hintere Axialaussparung 31 vorgesehen. Wie in den Figuren lb und ic zu sehen ist, bietet die hintere Axialaussparung 31 dem Benutzer beim Einsetzen der Rohe 4 in die Vorrichtung zum Erzeugen und Ausgeben von Verpackungsmaterial 2 ausreichend Raum, um die vordere Stirnseite 41 der Rohe 4 bis an die Innenkontur 15 der Axialhalterung 5 heranzuführen, ohne dass dabei die Hand des Benutzers, welcher die Rohe 4 hält, in einen Berührkontakt mit der Wandung 11 der Axialhalterung 5 gelangt. Bei der in Figur lb dargestellten Ausführung einer hinteren Axialaussparung 31 am rückwärtigen Ende 53 der Axialaufnahme 5 ist eine Erstreckung der Axialaussparung 31 in Richtung der Ausgabeaxialrichtung A bzw. in Richtung der Rollenachse R/Trichterachse T, welche hier zusammenfallen, um etwa 5 cm bis 10 cm gewährleistet, wobei die hintere Axialaussparung 31 sich in Umfangsrichtung entlang des Grundbereiches 33 um mehr als 10 cm erstreckt. Am Grundbereich 33 der hinteren Axialaussparung, also in der vorderen Endregion der Axialaussparung 31, hat diese einen stumpfen Öffnungswinkel ß mit einer Erstreckung zwischen 140° und 180°. Ausgehend von dem Grundabschnitt 33 verläuft die Außenkontur der beiden in Umfangsrichtung U gegenüberliegenden Seitenränder 32, 34 der hinteren Axialaus- sparung 31 kontinuierlich gerundet, um eine Verletzungsgefahr für den Benutzer weitestgehend auszuschließen.

Soweit sich die umeinander gewickelten Lagen der Rohe 4 noch in einem Haftreibungszustand befinden, wie es in den Figuren lb und lc schematisch dargesteht ist, bildet die Stirnseite 41 der Rohe 4 eine flache oder geringfügig konische (d. h. mit einem Öffnungswinkel von nahezu 180°) Fronfläche 41, die zunächst beim Einsetzen der Rohe 4 in die Vorrichtung 1 entlang ihres Außenumfangs stirnseitig mit der Führungskontur 15 der Axialaufnahme 5 in Berührkontakt gelangt. In dem Moment des erstmaligen Kontaktbringens der stirnseitigen Umfangsrandkante der Rohe 4 mit der Führungskontur 15 der Axialaufnahme 5 bietet die hintere Axialaussparung 31 in Ausgabeaxialrichtung bzw. der hiermit bei der Ausführung gemäß der Figuren la bis ld zusammenfallenden Trichterachse T bzw. Rollenachse R einen ausreichenden Abstand von 1 cm bis etwa 5 cm für die Hand des Benutzers.

Die schalenförmige Aufnahme 3 kann einstückig aus einer zylinderschalenförmigen, dünnen Wandung, beispielsweise aus Kunststoff, mit einer Wandstärke von bis zu 5 mm oder weniger gefertigt sein. Es ist denkbar, dass die Aufnahme 3 aus einem anderen Material, beispielsweise Blech, besteht. Es kann bevorzugt sein, dass die Rohe 4 und die Aufnahme 3 derart aufeinander abgestimmt dimensioniert sind, dass sie im Wesentlichen formkomplementär zueinander, beispielsweise kreisförmig, gebildet sind und/oder koaxial bzw. nahezu koaxial zueinander ausgebildet sind, wobei eine Abweichung der Koaxialität von wenigen Zentimetern, beispielsweise 0,5 cm bis 3 cm, tolerierbar sein kann. An dem in Axialrichtung A vorderen Ende der Aufnahme 3 schließt die Axialhalterung 5 bevorzugt an der in den Figuren la bis lc abgebildeten bevorzugten Ausführung unmittelbar anschließend an. Der Eingangsbereich 30 der Axialhalterung 5 hat einen im Wesentlichen zylindrischen Grundquerschnitt, von dem aus die kegelstumpfförmigen Führungsinnenkontur 15 rotationssymmetrisch um die Trichterachse T herum in Richtung der Ausgabeöffnung 13 verjüngt. Die Führungsinnenkontur 15 verläuft ausgehend von der Aufnahme 3 bis hin zu der Ausgabeöffnung 13 hindernisfrei. Die Axialhalterung 5 kann bevorzugt einstückig aus einem einzigen Teil, beispielsweise einem spritzgegossenem Kunststoffteil oder einem aus mehreren Kunststoffkomponenten gefertigten Teil, bestehen. Die Axialhalterung 5 hat eine Wandung 11, die entlang der kompletten Axialerstreckung der Axialhalterung 5 eine im Wesentlichen konstante Wandstärke von 1 mm bis 5 mm aufweisen kann. Am vorderen Ende 52 und am hinteren Ende 53 können axial benachbart zu dem trichterförmigen Abschnitt der Wandung 11, welcher die Führungsinnenkontur 15 ausbildet, hohlzylindrische Hülsen- bzw. Kragen-Abschnitte 51, 57 gebildet sein, welche sich ausschließlich in Axialrichtung A bzw. in Richtung der Trichterachse T erstrecken. Der am rückwärtigen Ende 53 der Wandung 11 der Axialhalterung 5 vorgesehene Kragen 57 kann sich beispielsweise in Umfangsrichtung U umfänglich entlang der Außenseite einer schalenförmigen Aufnahme 3 erstrecken, wie beispielsweise in den Figuren la und lc ersichtlich, und Montageelemente zum Anbringen der Axialhalterung 5 an der Aufnahme 3 umfassen.

Am vorderen Ende 52 der Axialhalterung 5 sind mehrere sich in Axialrichtung A ausgehend von dem vorderen Ende 52 der Wandung 11 rückwärtig erstreckende Axialaussparungen 21 vorgesehen. In Umfangsrichtung U sind am vorderen Ende 52 der Wandung 11 gleichmäßig verteilt, wie in den Figuren la besonders gut zu sehen, vier vordere Axialaussparungen 21 vorgesehen. Eine vordere Axialaussparung 21 ist dazu ausgestaltet, für den Benutzer einen gewissen Raum zum Hineingreifen in die Axialhalterung 5 zuzulassen, hin zu den innenseitigen Lagen der Rolle 4, die den Innenhohlraum begrenzen. So kann der Benutzer die inneren Lagen der Rolle 4 einfach durch die Ausgabeöffnung 13 hinausziehen und ein spiralschlauchförmiges Verpackungsmaterial 2 bilden. Ferner sind die vorderen Axialaussparungen 21 in der Wandung 11 dazu ausgebildet, als Abreißhilfe zum Abtrennen einzelner Verpackungsmaterialeinheiten, beispielsweise von Verpackungsmaterialkissen, von dem Verpackungsmaterialschlauch 2 zu wirken. Zu diesem Zweck kann eine Axialaussparung 21, beispielsweise wie in der Detaildarstellung gemäß Figur ld ausgebildet sein. Gemäß Figur ld erstreckt sich die vordere Axialaussparung 21 bzw. Entnahme- und/oder Abreiß-Axialaussparung 21 ausgehend von dem in Ausgabeaxialrichtung A vorderen Ende 52 der Axialhalterung 5 über wenigstens 10 mm, vorzugsweise etwa 30 mm bis 100 mm, in Axialrichtung A nach hinten. An dem in Ausgabeaxialrichtung A hinteren Ende der vorderen Axialaussparung 21 bildet diese einen schmalen Klemmabschnitt 23 aus. Der Klemmabschnitt 23 bildet den aufnahmeseitigen Grund der Entnahme- und Abreiß-Axialaussparung 21. In dem Klemmabschnitt 23 ist die vordere Axialaussparung 21 zunächst mit einem spitzen Öffnungswinkel a im Bereich von vorzugsweise zwischen 5 0 und 45° gestaltet. Bevorzugt kann die Öffnungsweite des spitzen Winkels a im Bereich zwischen 20° und 35° liegen. Ausgehend von dem Klemmabschnitt 23 der Axialaussparung 21 erstrecken sich die Wandung 11 entlang eines rechten und linken Schenkels bzw. einer rechten Randkante 22 und einer linken Randkante 24, zwischen denen der spitze Öffnungswinkel a definiert ist, in Axialrichtung A nach vorne. Die Randkanten 22 und 24 stehen einander in Umfangsrichtung U gegenüber. Vorzugsweise können die Randkanten derart gestaltet sein, dass sie entlang eines vorzugsweise kontinuierlichen Krümmungspfades bis zum vorderen Ende 52 der Axialhalterung 5 verlaufen. Am vorderen Ende 52 der Axialhalterung 5 geht eine beispielsweise linke Randkante 22 einer ersten Axialaussparung 21, vorzugsweise kontinuierlich, insbesondere gerundet, in die rechte Randkante 24 einer benachbarten, zweiten Axialaussparung 21 über.

Bei einer Ausführung einer Verpackungsmaterialerzeugungsvorrichtung 1 mit einer Axialhalterung 5, deren Wandung 11 zwei oder mehr Axialaussparungen 21 aufweist (beispielsweise gemäß der Figuren 10a bis tod) sind zwischen den Axialaussparungen 21 schnabelartige Wandungsabschnitte bzw. Schnäbel 12 gebildet. Bei der in den Figuren la bis ld abgebildeten Vorrichtung 1 bildet die Wandung 11 vier zueinander in Umfangsrichtung U benachbarte Schnäbel 12, wobei zwischen je zwei benachbarten Schnäbeln 12 eine mundwinkelartige Entnahme- und/ oder Abreiß-Axialaussparung 21 gebildet ist.

Ausgehend von dem Klemmabschnitt 23 der Axialaussparung 21 nimmt die Weite w der Axialaussparung 21 in Umfangsichtung U zu. Der in Umfangsrichtung U weiteste Abstand W zwischen einander in Umfangsrichtung U gegenüberliegenden Randkanten 22, 24, ist im Bereich des vorderen Endes 52, gebildet und die schmälste Öffnungsweite w der vorderen Axialaussparung 21 ist im aufnahmeseitigen Endbereich des Klemmabschnitts 23 gebildet, wo vorzugsweise ein Radiusübergang zwischen linker und rechter Randkante 22, 24 vorgesehen sein kann.

Die Axialaussparung kann sich ausschließlich in dem zylinderhülsenförmigen vorderen Kragenabschnitt 51 der Aufnahme 3 gebildet sein. Bei einer solchen (nicht näher dargestellten) Ausführung erstreckt sich die vordere Axialaussparung 21 innerhalb der Wandung 11 rein axial. Gemäß der beispielsweise in den Figuren la bis ld dargestellten Ausführung dehnt sich die Abreiß-Axialaussparung 21 sowohl innerhalb des vorderen Kragenabschnittes 51 als auch in dem Trichterabschnitt 55 aus, der die sich trichterförmig verjüngende Führungsinnen-kontur 15 bildet. Die sich sowohl in dem Kragenabschnitt 51 als auch in dem Trichterabschnitt 55 erstreckende Axialaussparung 31 erstreckt sich also in der Wandung 11 nicht bloß in Axialrichtung A sondern auch quer zu der Axialrichtung A in Radialrichtung Q.

Die Figuren 2a bis 2c zeigen eine andere Ausführung einer Axialhalterung 5 für eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erzeugen von Verpackungsmaterial 1 gemäß einer zweiten Ausführung. Von dem bezüglich Figur 1 beschriebenen Beispiel unterscheidet sich die Axialhalterung 5 gemäß den Figuren 2a bis 2c dadurch, dass in die Wandung 11 der Axialhalterung 5 nur eine einzige vordere Entnahme- und/oder Abreiß- Axialaussparung 21 eingebracht ist. Der sich in Umfangsrichtung U um einen Großteil (ca. 270°) der Ausgabeöffnung 13 erstreckende vordere Kragenabschnitt 51 der Axialhalterung 5 ist in Figur 2c erkennbar. Wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Axialaussparung 21 sowohl in Axialrichtung A durch den Kragenabschnitt 51 als auch mit Radial- und Axial-Komponenten in den Trichterabschnitt 55 hinein, der der Axialhalterung 5 die Führungsinnenkontur 15 bereitstellt. Die Führungsinnenkontur 15 der in den Figuren 2a bis 2c dargestellten Axialhalterung 5 ist im Wesentlichen identisch zu der Führungsinnenkontur 15 der in den Figuren la bis ld dargestellten Ausführung. Wie zuvor sind die Trichterachse T und die Ausgabeachse A koaxial zueinander. Die Führungsinnenkontur 15 bildet eine kegelstumpfförmige Innenseitenfläche der Axialhalterung 5 um die Trichterachse T, die sich ausgehend von dem Eingangsbereich 30 mit kreisförmigem Querschnitt hin zu der Durchgangsfläche 20, die ebenfalls kreisförmig (mit Ausnahme der nasenartigen Kontur der vorderen Axialaussparung) gebildet ist. (Eine rückwärtige Einsetz- Axialaussparung kann bei den in den Figuren 2a bis 2c vorgesehenen Axialhalterungen 5 optional zusätzlich vorgesehen werden (nicht näher dargesteht)). In den Figuren 3a bis 3c ist eine dritte Ausführung einer Axialhalterung 5 gemäß einer dritten bevorzugten Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Erzeugen von Verpackungsmaterial dargestellt. Im Unterschied zu den beiden zuvor dargestellten Ausführungen ist bei der dritten die Ausgabeaxialrichtung A relativ zu der Rollenachse R exzentrisch um einen Abstand E parallel versetzt. Die Trichterachse T erstreckt sich mit einem Winkelversatz g relativ zu der Rollenachse R.

Die Ausführung gemäß den Figuren 3a bis 3c unterscheidet sich von den zuvor beschriebenen Ausführungen außerdem dadurch, dass am vorderen Ende 52 der Axialhalterung 5 fünf gleichmäßig verteilte Entnahme- und/oder Abreiß-Axialaus- sparungen 21 vorgesehen sind. Zwischen den Axialaussparungen 21 bildet die Axialhalterung 5 fünf Schnäbel 12 aus. Die trichterförmige Innenkontur 15 der Axialhalterung 5 gemäß den Figuren 3a bis 3c verläuft rotationssymmetrisch um die Trichterachse T und relativ zu der Rollenachse R und der Ausgabeachse A in Form eines schiefen Kegelstumpfes. Gegenüber den parallelen Ausrichtungen von Ausgabeachse A und Rollenachse R ist die Trichterachse T um einen Winkelversatz g verkippt, der bei den Figuren 3a bis 3c dargestellten Ausführung zwischen 5 0 und 10° liegt. Eine solche Ausführung des Axialanschlags 5 eignet sich besonders für den Fall, dass die Ausgabeaxialrichtung relativ zu einer in Schwerkraft-Richtung verlaufenden Vertikalrichtung (nicht näher dargestellt) bezüglich einer Horizontalrichtung (nicht näher dargestellt) abwärts geneigt angeordnet ist, sodass auf die Wicklungen der Rolle

4 die Schwerkraft eine herab- und heraus-ziehende Wirkung ausübt. Der Axialanschlag

5 kann dann so positioniert werden, dass die Rollenachse R und die Axialausgabe- richtung A nicht fluchten sondern zueinander versetzt sind, sodass gegenüber einer unwillkürlichen Bewegung des Verpackungsmaterials 2 durch Wirkung der Schwerkraft ein erhöhter Widerstand durch den Axialanschlag 5 entgegensetzt wird. Ein unerwünschtes Herausrutschen des Papierbahnmaterials der Rolle 4 aus der Verpackungsmaterial-Erzeugungs- und Abgabevorrichtung 1 kann so vermieden werden.

Eine vierte erfindungsgemäße Ausführung eines Verpackungsmaterialspenders bzw. einer Vorrichtung zum manuellen oder maschinellen Erzeugen eines schlauchartigen Verpackungsmaterials ist in den Figuren 4a bis 4d abgebildet. Auf die Darstellung einer Rolle wird dabei verzichtet. Wie in Figur 4b ersichtlich, verlaufen bei dieser vierten bevorzugten Ausführung der Erfindung in Ausgabeaxialrichtung A und Trichterachse T koaxial zueinander um einen Winkel y bzw. o relativ zu der Rollenachse R verkippt. Der Einfachheit halber sind bei der Ausführung gemäß den Figuren 4a bis 4c keine Axialaussparungen an dem vorderen 52 oder hinteren 53 Rand der Axialhalterung 5 abgebildet, diese können jedoch optional vorhanden sein. Ähnlich wie bei dem der Ausführungen gemäß der Figuren 3a bis 3c hat der (Winkel)Versatz o zwischen der Ausgabeaxialrichtung A und der Rollenachse R bei der Ausführung gemäß der Figuren 4a bis 4c den vorteilhaften Effekt, dass selbst bei einer relativ zur Horizontalrichtung verkippten Orientierung der Rollenachse R ein unwillkürliches Hinausrutschen von Verpackungsmaterial durch die Ausgabeöffnung 13 durch den zusätzlichen von der Axialhalterung 5 bereitgestellten Widerstand verhindert wird.

Die Figuren 5a bis 5c zeigen eine fünfte Ausführung einer Axialhalterung 5. Wie die in den Figuren la bis ld dargestellte Axialhalterung hat sie in ihrer Wandung 11 vier Entnahme- und Abreiß-Axialaussparungen 21. Im Unterschied zu den zuvor abgebildeten Ausführungen ist am Eingangsbereich 30 der Axialhalterung 5 gemäß der Figuren 5a bis 5c ein im Wesentlichen quadratischer Eingangsquerschnitt bereitgestellt, von dem ausgehend sich eine pyramidenstumpfförmige Innenkontur 15 zu einer im Wesentlichen quadratischen Durchgangsfläche 20 erstreckt. Die hier nicht näher dargestellte Aufnahme kann wahlweise wie zuvor beschrieben als Halbzylinder- schalenfömige Aufnahme geformt sein oder formangepasst an die quadratische Grundfläche der Axialhalterung 5, beispielsweise durch einen V-förmigen Querschnitt oder durch zur Rollenachse R parallele Tragbalken, gebildet sein.

Wie in den Figuren 5b und 5c zu erkennen, sind die vier Axialaussparungen 21 an dem in Ausgabeaxialrichtung A vorderen Rragenabschnitt 51 der Axialhalterung gebildet und erstrecken sich ausschließlich in Axialrichtung A und in Umfangsrichtung U. Der Kragenabschnitt 51 bei der Ausführung gemäß den Figuren 5a bis 5c hat einen quadratischen Querschnitt. Der Kragenabschnitt 51 schließt bündig an dem pyramidenstumpfförmigen Trichterabschnitt 55 an. Auch bei dieser Ausführung ist die Axialhalterung 5 mit einer konstanten Wandstärke der Wandung 11 gebildet. Die Schnäbel 12 der Axialhalterung 5 gemäß der Figuren 5a bis 5c sind flach und erstrecken sich parallel zu den Seitenrändern der Grundfläche bzw. der Durchgangsfläche 20 an den Rändern der Ausgabeöffnung 13. Der Klemmabschnitt 23 ist in den Eckbereichen zwischen dem Kragenabschnitt 51 und dem Pyramidenabschnitt 55 der Axialhalterung 5 gebildet und die Axialaussparung 21 vergrößert ihre Weite w ausgehend vom Klemmabschnitt 23 im Verlauf in Ausgabeaxialrichtung A zunehmend. Auch bei der Axialhalterung 5 mit quadratischem Querschnitt kann am hinteren Ende der Wandung 11 eine Einsetz-Axialaussparung (nicht näher dargestellt) vorgesehen sein.

Eine sechste Ausführung einer Axialhalterung 5 ist in den Figuren 6a bis 6d für eine weitere Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Zur einfacheren Lesbarkeit sind bei der Axialhalterungen 5 gemäß den Figuren 6a bis 6d in dem vollzylindrischen Kragenbereich 51 am vorderen Ende 52 der Axialhalterung 5 keine optional einbringbaren Axialaussparungen dargestellt.

Die Axialhalterung 5 gemäß der Figuren 6a bis 6d hat eine gestufte hintere Axialaussparung 31, die sich ausgehend von dem hinteren Rand 53 axial in Ausgabeaxialrichtung A bzw. in Richtung der Rollenachse R und der dazu gemäß dieser Ausführung koaxial angeordneten Trichterachse T nach vorne in die Wandung 11 hinein erstreckt. An dem in Umfangsrichtung U linken Rand 32 und an dem in Umfangsrichtung U rechten Rand 34 der hinteren Axialaussparung 31 ist je eine Stufe 35 vorgesehen. Zwischen den Stufen erstreckt sich bogenförmig ein Grundabschnitt 33 der hinteren Axialaussparung 31 über mehr als die Hälfte der Umfangsweite der Aussparung 31. Der Öffnungswinkel ß liegt zwischen 180° und 160°, vorzugsweise bei 170° gemäß der in Figur 6c abgebildeten Draufsicht. Die Stufenabschnitte 35 bilden einen definierten Ansatz- bzw. Anschlag-Punkt für das stirnseitige Umfangsende der Rolle 4 (nicht näher dargestellt), ähnlich wie in Figur 1, wobei von diesem definierten Ansatzpunkt für den Umfangsrand der Rollen-Stirnseite 41 ausgehend in Ausgabeaxialrichtung A bzw. entlang der Trichterachse T/Rollenachse R ausreichend Raum, das heißt wenigstens 1 cm bis zu beispielsweise 5 cm, zum Eingreifen mit der Hand des Benutzers bereitgestellt ist.

Die Stufe 35 ist im Bereich des Übergangs zwischen dem kegelstumpfförmigen Trichterabschnitt 55 und dem zylinderhülsenförmigen hinteren Kragenabschnitt 57 der Axialhalterung 5 vorgesehen. Der hintere Kragenabschnitt 57 bildet teilkreisförmig das hintere Ende 53 der Axialhalterung 5 und kann, wie oben bezüglich Figur 1 beschrieben, Montagekomponenten zur Verbindung mit der Aufnahme 3 aufweisen. Insbesondere ist es möglich, dass der hintere Kragen 57 der Axialhalterung 5 über eine im Wesentlichen formkomplementäre Aufnahme 3 mit geringerer Querschnittsweite gestülpt ist, insbesondere mit geringerem Durchmesser als dem des Eingangsbereichs 30 der Axialhalterung 5. Mit Ausnahme der Stufe 35 entspricht die hintere Axialaussparung 31 im Wesentlichen der in den Figuren la bis lc dargestellten Ausführung. Ebenso wie bei der in den Figuren la bis lc dargestellten Ausführung hat die Axialhalterung 5 eine im Wesentlichen kegelstumpfförmige Trichterinnenkontur 15, die rotationssymmetrisch um die Trichterachse T verläuft, die koaxial zu der Rollenachse R und der Ausgabeaxialrichtung A orientiert ist. Wie bei der oben bezüglich der Figuren la bis lc beschriebenen Ausführung erstreckt sich die hintere Axialaussparung 31 gemäß der Figuren 6a bis 6d nicht bloß in den hinteren Kragenabschnitt 57 in Axialrichtung sondern darüber hinaus in den Trichterabschnitt 55 sowohl mit Axial- als auch mit Radial-Komponenten nach vorne und nach innen. Die Wandstärke der Wandung 11 ist auch bei der Ausführung gemäß der Figuren 6a bis 6d im Wesentlichen konstant.

Die Axialhalterung 5, die in den Figuren 7a bis 7d abgebildet ist, unterscheidet sich von der Ausführung gemäß der Figuren 6a bis 6d im Wesentlichen dadurch, dass im hinteren Ende 53 der Axialhalterung 5 zwei sich spiegelsymmetrisch gegenüberliegende Einsetz-Axialaussparungen 31 vorgesehen sind. Das vorsehen mehrerer Axialaussparungen 31 erlaubt ein einfacheres Einsetzen der Rolle (nicht näher dargestellt) in die Aufnahme der Vorrichtung 1 gleichermaßen von beiden Seiten lateral zu der Vorrichtung 1.

Um eine unerwünschte Schwächung der Axialhalterung 5 durch das Einbringen der hinteren Axialaussparungen 31 (oder auch vorderer Axialaussparungen, welche hier nicht im Detail dargestellt sind) zu vermeiden, können sich vorzugsweise parallel in Ausgabeaxialrichtung A bzw. in Richtung der Trichterachse T erstreckende Rippen vorzugsweise außenseitig an der Axialhalterung 5 vorgesehen sein (nicht näher dargestellt).

Der in der Seitenansicht gemäß Figur 7b angedeutete Öffnungswinkel ß am Grunde 33 der Axialaufnahme 31 hat eine Öffnungsweite von mehr als 90°, beispielsweise zwischen 95 0 und 120°, sodass ein spitzwinkliger Kontakt zwischen gegenüberliegenden Rändern 32, 34 am Grund 33 der Aussparung 31 vermieden ist.

Zwischen den beiden hinteren Axialaussparungen 31 ist ein Stirnschild 36 vorgesehen, das sich in Umfangsrichtung U über zu weniger als die Hälfte um die Trichterachse T erstreckt. An dem jeweils gegenübergesetzt zu dem Stirnschild 36 gebildeten Rand 32 bzw. 34 ist an der Aussparung 31 eine Stufe 35 vorgesehen, die ähnlich der oben bezüglich der Figuren 6a/6d beschriebenen Stufen im Übergangsbereich zwischen aufnahmeseitigem Kragen 57 und Trichterabschnitt 55 gebildet ist.

Die Figuren 8a bis 8d zeigen eine weitere Variante einer Axialhalterung 5 für eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1. Ähnlich wie bei den Figuren 4a bis 4c wurde zur Einfachheit der Darstellung auf die optionalen vordere Axialaussparung und hintere Axialaussparung verzichtet. In der in den Figuren 8a bis 8c dargestellten Ausführung ist die Ausgabeöffnung 13 derart gegenüber der Rollenachse R exzentrisch angeordnet, dass die Rollenachse R die Durchgangsöffnung 20 der Ausgabeöffnung 13 nicht schneidet. Besonders für schräg oder gar vertikal ausgerichtete Verpackungsmaterialspender 1 kann eine derartige Ausgestaltung bevorzugt sein, um ein unbeabsichtigtes Hinausgleiten des Verpackungsmaterials aus der Vorrichtung 1 zu unterbinden. Die Ausgabeaxialrichtung A kann speziell hinsichtlich einer vorbestimmten Orientierung einer Verpackungsstation (nicht näher abgebildet) vorgesehen sein.

Gegenüber der Rollenachse R ist die Ausgabeaxialrichtung A um einen Winkelversatz o versetzt, wie die Draufsicht gemäß Figur 8c zeigt. Senkrecht zu der Draufsicht 8c ist ferner eine Exzentrizität E zwischen der Rollenachse R und der Ausgabeachse A vorgesehen, wie in Figur 8a schematisch dargesteht. Die Trichterachse T verläuft parallel zu der Ausgabeachse A und bildet relativ zu der Rollenachse R eine Trichterinnenkontur 15 gemäß einem schiefen Kegel.

Die Ausführung einer Axialhalterung 5 gemäß den Figuren 9a bis 9d unterscheidet sich von der bezüglich der Figuren 8a bis 8d beschriebenen Ausführung im Wesentlichen dadurch, dass die Ausgabeaxialrichtung A ohne die in Figur 8a abgebildete vertikale Exzentrizität relativ zu der Rollenachse R vorgesehen ist. Allerdings ist auch bei der Ausführung gemäß den Figuren 9a bis 9d ein Winkelversatz o zwischen der Ausgabeaxialrichtung A und der Rollenachse R vorgesehen, wie die Draufsicht gemäß Figur 9c zeig.

Ähnlich wie die Axialhalterung 5 gemäß der Figuren la bis ld hat die Axialhalterung 5 in ihrer Wandung 11 gemäß den Figuren 9a bis 9d vier Entnahme- und Abreiß- Axialaussparungen 21, die sich hauptsächlich im vorderen Kragenbereich 51 erstrecken. Wie in der Ausführung gemäß der Figuren 8a bis 8d sind bei der Ausführung gemäß der Figuren 9a bis 9d die Ausgabeaxialrichtung A parallel zu der Trichterachse T versetzt. Auch bei den Figuren 9a bis 9d ist die Trichterachse T relativ zu der Rollenachse R angewinkelt, sodass die rotationssymmetrisch um die Trichterachse T gebildete Führungsinnenkontur 15 eine bezüglich der Rollenachse R eine schiefe Kegelform hat. Nichtsdestotrotz behält sowohl bei den Ausführungen gemäß der Figuren 8a bis 8d als auch bei der Ausführung gemäß der Figuren 9a bis 9d der schiefe Trichter bezüglich der Rollenachse R eine sich stetig verjüngende Innenkontur 15 bei. Der hintere Kragenabschnitt 57 der Ausführung gemäß den Figuren 8a bis 8d und 9a bis 9d erstreckt sich zylinderhülsenförmig koaxial zu der Rollenachse R. Falls bei einer der in den Figuren 8a bis 8d oder 9a bis 9d beschriebenen Ausführung einer Hinteraxialaussparung 31 (nicht näher dargestellt) eingebracht würde, so wäre eine rotationssymmetrische Ausgestaltung der hinteren Axialaussparung bezüglich der Rollenachse R denkbar.

Bei der Ausführung gemäß der Figuren 10a bis 10c hat die Axialhalterung 5 für eine nicht näher dargestellte Verpackungsmaterialspendervorrichtung 1 im Eingangsbereich 30 einen im Wesentlichen quadratischen Querschnitt. Die Durchgangsfläche 20 an der Ausgabeöffnung 13 ist im Wesentlichen kreisförmig mit nasenartigen Fortsätzen in Form der vorderen Axialaussparungen 21. Wie in Figur 10 zu sehen, ist die Axialhalterung 15 mit drei gleichförmigen in Umfangsrichtung U verteilten Abreiß- Axialaussparungen 21 ausgestattet, die in der Wandung 11 gebildet sind. Die Dicke der Wandung 11 ist im Wesentlichen konstant. Die Ausgabeaxialrichtung A ist parallel zu der Trichterachse T und um den Winkel o gegenüber der Rollenachse R versetzt. Die Rollenachse R schneidet den quadratischen Eingangsquerschnitt im Öffnungsbereich 30 im Wesentlichen senkrecht. Die Ausgangsaxialrichtung A steht senkrecht auf der Durchgangsfläche 20 der Ausgabeöffnung 13. Die trichterartige Führungsinnenkontur 15 in dem Trichterabschnitt 55 der Axialhalterung 5 erstreckt sich ausgehend von dem quadratischen Querschnitt am Eingang 30 der Axialhalterung 5 in Ausgabeaxialrichtung A pyramidenartig. Die Trichter- bzw. Pyramidenachse T ist relativ zu der Rollenachse R, in Ausgabeaxialrichtung jeweils noch mittig, schräg orientiert.

Die in den Figuren 11a bis 11c dargestellten bevorzugten Ausführung unterscheidet sich von der Ausführung gemäß der Figuren 10a bis tod zum einen durch die geringere Anzahl von nur zwei diametral gegenüberliegenden um die Ausgabeöffnung 13 angeordneten Axialaussparungen 21. Zum anderen ist die Grundfläche im Eingangsbereich mit zwei rechtwinkligen Seitenkanten ausgestaltet und zwei viertelkreisförmig verbundenen Seitenrändern. Ausgehend von dieser Grundform erstreckt sich die innere Führungskontur 15 ähnlich wie bei der Ausführung gemäß den Figuren 10a bis tod im Wesentlichen pyramidenförmig von dem Eingang 30 zu der Durchgangsöffnung 20. Die von dem Trichterabschnitt 55 definierte Trichterachse T bzw. Pyramidenachse ist gegenüber der Ausgabeaxialrichtung A leicht parallel versetzt und gegenüber der Rollenachse R um den Winkel o versetzt. Wie zuvor schneidet die Rollenachse R den Eingangsquerschnitt etwa mittig und senkrecht. Die Ausgabeachse A steht mittig und/oder senkrecht auf der Durchgangsöffnung 20.

Die in der vorstehenden Beschreibung, den Figuren und den Ansprüchen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Realisierung der Erfindung in den verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.

Bezugszeichenliste

1 Vorrichtung zum Erzeugen von Verpackungsmaterial

2 Verpackungsmaterial

3 Aufnahme

4 Rolle

5 Axialhalterung

11 Wandung

12 Schnabel

13 Ausgabeöffnung

15 Führungsinnenkontur

20 Durchgangsfläche

21 vordere Axialaussparung

22, 24 Randkante

23 Klemmabschnitt

30 Eingangsbereich

31 hintere Axialaussparung

32, 34 Rand

33 Grundabschnitt

35 Stufe

36 Stirnschild d

41 vordere Stirnseite

43 hintere Stirnseite

45 Nase

51 vorderer Kragenabschnitt

52 vorderes Ende

53 hinteres Ende

55 Trichterabschnitt

57 hinterer Kragenabschnitt A Ausgabeaxialrichtung

E Exzentrizität

Q Radialrichtung

R Rollenachse

T Trichterachse

U Umfangsrichtung w Weite a spitzer Öffnungswinkel ß stumpfer Öffnungswinkel g Winkelversatz (R|T) s Winkelversatz (R|A)