| WO/2008/022053 | FLAVOR INFUSER |
| JP2010068804 | MEAT PROCESSING SYSTEM FOR INFUSING OIL AND FAT |
| JP2006334517 | WASHING SYSTEM OF MEAT SALTING TANK |
DANWERTH, Peter, J. (Osterfeldstr. 25, Steinhagen, 33803, DE)
| PATENTANSPRUCHE 1. Vorrichtung zum Massieren von Fleisch, mit einer axial durch eine Trommel (10) verlaufenden drehbaren Welle (12) und radial von der Welle (12) ausgehenden, im Querschnitt langgestreckten und schräg zur Welle angestellten Rührflügeln (14), dadurch gekennzeichnet, dass die Rührflügel (14; 14') einen sich nach einer Seite verjüngenden Querschnitt haben und mindestens an der dickeren Seite verrundet sind. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Rührflügel (14; 14') auf der dickeren Seite mit einem Rundungsradius von mindestens 25 mm verrundet sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Rührflügel (14; 14') auch auf der dünneren Seite verrundet sind. 4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Rührflügel (14; 14') im Grundriss am freien Ende auf der dickeren Seite verrundet sind. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die dickere Seite des Rührflügels (14; 14') durch ein Rohr (22) mit im wesentlichen konstantem Durchmesser gebildet wird, das am freien Ende einen 90°-Bogen bildet und in einen parallel zur Wand der Trommel (10) verlaufenden Abschnitt (30) übergeht. 6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der sich verjüngende Querschnitt der Rührflügel (14; 14') auf einer Seite durch eine Prallfläche (24) und auf der anderen Seite durch eine nachlaufende Fläche (26) begrenzt wird, die beide in derselben Richtung schräg zur Längsrichtung der Welle (12) angestellt sind. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der der Anstellwinkel der Prallfläche (24) mehr mindestens 20° beträgt. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, bei der der Anstellwinkel der nachlaufenden Fläche (26) mindestens 3° beträgt. 9. Vorrichtung nach Anspruch 5 und einem der Ansprüche 6 bis 8, bei der der parallel zu Wand der Trommel (10) verlaufende Abschnitt (30) des Rohres (22) gegenüber der Achse der Welle (12) einen Anstellwinkel aufweist, der kleiner ist als der Anstellwinkel der Prallfläche (24). 10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der eine Prallfläche (24) des Rührflügels (14') durch einen planparallele Platte (32) gebildet wird, die von einem runden Rohr (22) ausgeht, dessen Durchmesser größer ist als die Dicke der Platte (32). |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Massieren von Fleisch, mit einer axial durch eine Trommel verlaufenden drehbaren Welle und radial von der Welle ausgehenden, im Querschnitt langgestreckten und schräg zur Welle angestellten Rührflügeln.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus US 5 564 332 bekannt und dient beispielsweise dazu, Fleisch nach dem Pökeln zu massieren, um die Verteilung der Lake im Fleisch zu verbessern. Die Trommel ist stationär und wird nach dem Einfüllen des Fleisches luftdicht verschlossen und evakuiert. Anschließend wird durch Drehen der mit den Rührflügeln bestückten Welle das Fleisch einer gewissen mechanischen Beanspruchung ausgesetzt, so dass es durch wechselnde Kompressions- und Scherkräfte zu einer besseren Verteilung der Flüssigkeit in dem Gewebe kommt. Bei der bekannten Vorrichtung haben die Rührflügel die Form flacher, scheibenförmiger Paddel. Die Schrägstellung der Rührflügel bewirkt dabei einen gewissen Transport des Fleisches in Axialrichtung der Welle, so dass das Fleisch in der Trommel zirkuliert. Die Transportwirkung der schräggestellten Flügel kann auch dazu benutzt werden, das Fleisch nach dem Abschluss der Massageprozedur zu einer Austragöffnung an einem axialen Ende der Trommel zu transportieren.
In EP 1 082 905 Bl wird eine Massagevorrichtung beschrieben, bei der die Trommel rotiert und ihre innere Umfangsfläche mit Rippen bestückt ist, die sich zum freien Ende hin verjüngen und am freien Ende abgerundet sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Massagevorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die verbesserte Fleischbearbeitungs- und Transporteigenschaften aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Rührflügel einen sich nach einer Seite verjüngenden Querschnitt haben und mindestens an der dickeren Seite verrundet sind. Erfϊndungsgemäß haben somit die Rührflügel eine Art Tragflächenprofil, und durch die Verrundung an der dickeren, die Angriffskante bildenden Seite wird eine schonendere Bearbeitung des Fleisches erreicht. Zugleich wird durch das Tragflächenprofil der Transport des Fleisches in Axialrichtung verbessert.
Die verjüngte Querschnitts form der Rührflügel hat zugleich den Vorteil, dass sich je nach Drehrichtung der Welle zwei unterschiedliche effektive Anstellwinkel ergeben, so dass durch Umkehr der Antriebsrichtung der Welle nicht nur die Richtung, sondern auch die Geschwindigkeit der axialen Zirkulation des Fleisches in der Trommel beein- flusst werden kann.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Bevorzugt sind die Rührflügel auch auf der schmaleren Seite ihres Querschnitts verrundet, so dass das Fleisch auch dann nicht übermäßig beansprucht wird, wenn die Welle kurzfristig entgegengesetzt zu ihrer normalen Rotationsrichtung angetrieben wird.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Massagevorrichtung;
Fig. 2 einen Querschnitt eines Rührflügels in der Massagevorrichtung nach
Fig. 1;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts einer mit Rührflügeln bestückten Welle in der Massagevorrichtung nach Fig. 1 und 2;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Rührflügels gemäß einem anderen
Ausführungsbeispiel; Fig. 5 den Rührflügel nach Fig. 4 in der Draufsicht; und
Fig. 6 einen Schnitt längs der Line VI - VI in Fig. 5.
Die in Fig. 1 gezeigte Massagevorrichtung weist in bekannter Weise eine zylindrische, stationär und liegend angeordnete Trommel 10 auf, die koaxial von einer drehantreibba- ren Welle 12 durchsetzt ist. Die Welle 12 trägt mehrere radial abstehende Rührflügel 14, die in gleichmäßigen Abständen in Axialrichtung der Welle 12 gegeneinander versetzt und in gleichmäßigen Winkelabständen gegeneinander verdreht angeordnet sind. Im gezeigten Beispiel sind die Rührflügel 14 in Winkelabständen von 120° angeordnet.
An einem Ende der Trommel 10 sind ein Beschickungsdom 16 zum Befallen der Trommel mit Fleisch sowie ein Sauganschluß 18 zum Evakuieren der Trommel angeordnet. Eine Austragöffnung für das Fleisch befindet sich in einer Stirnwand am entgegengesetzten, in Fig. 1 nicht sichtbaren Ende der Trommel 10.
Nachdem die Trommel 10 mit Fleisch befüllt und evakuiert wurde, wird die Welle 12 im Uhrzeigerrichtung in Fig. 1 angetrieben, so dass das Fleisch mit Hilfe der Rührflügel 14 massiert wird. In einem praktischen Beispiel haben die Rührflügel 14 einen Flügelkreisdurchmesser von etwa 1 m, der geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser der Trommel 10, so dass sich die Rührflügel dicht an der Wand der Trommel entlang bewegen.
Wie deutlicher in Fig. 2 zu erkennen ist, haben die Rührflügel 14 im Querschnitt, in einer zu der Welle 12 parallelen Schnittebene, eine längliche, nach einer Seite verjüngte Form, und sie sind schräg zur Achse der Welle 12 angestellt. Wenn die Welle 12 im Uhrzeigersinn in Fig. 1 (in Pfeilrichtung) rotiert, so bildet die dickere Seite des in Fig. 2 gezeigten Flügelquerschnitts eine stark verrundete Angriffskante 20, mit der der Rührflügel auf das in der Trommel liegende Fleisch trifft. Im gezeigten Beispiel wird die Angriffskante 20 durch ein zylindrisches Rohr 22 gebildet, das einen Durchmesser von etwa 100 mm hat. An das Rohr 22 schließen sich eine Prallfläche 24 und eine nachlaufende Fläche 26 an, die im gezeigten Beispiel durch ebene Platten gebildet werden, die zu einem wiederum verrundeten Abschlussprofil 28 zusammenlaufen, so dass sich der Querschnitt des Rührflügels 14 insgesamt von der Angriffskante 20 zum Abschlussprofil 28 hin verjüngt. Der Rundungsradius des Abschlussprofils 28 kann größer sein als in Fig. 2 gezeigt, sollte jedoch kleiner sein als der Radius des Rohres 22.
In Axialrichtung der Welle 12 hat der Rührflügel 14 insgesamt eine Breite von etwa 240 mm. Die Prallfläche 24 bildet mit der Achse der Welle 12 einen Winkel von etwa 30°, während die nachlaufende Fläche 26 mit der Achse der Welle 12 einen kleineren Winkel von etwa 5° bildet.
In Fig. 1 blickt man axial auf die dickeren und stark verrundeten Angriffskante der Rührflügel 14, die durch die Rohre 22 gebildet werden. Man erkennt auch, dass diese Rohre 22 am freien Ende jeweils einen 90°-Bogen und daran anschließend einen parallel zur Wand der Trommel 10 verlaufenden Abschnitt 30 bilden. Dieser Abschnitt 30 reicht bis an das Abschlussprofil 28 heran. Da das Rohr 22 auch in dem 90°-Bogen und in dem Abschnitt 30 den verhältnismäßig großen Durchmesser von etwa 100 mm hat, erreicht man eine Versteifung des Rührflügels an seinem freien Ende.
Die nachlaufenden Flächen 26 der Rührflügel 14 sind in Fig. 1 in starker perspektivischer Verkürzung zu erkennen. Es ist jedoch zu bemerken, dass diese nachlaufenden Flächen 26 in der gleichen Richtung wie die Prallflächen 24 gegen die Axialrichtung der Welle 12 angestellt sind.
Wenn die Welle 12 in Uhrzeigersinn in Fig. 1 rotiert, haben die stärker angestellten Prallflächen 24 die Tendenz, das Fleisch nicht nur in Umfangsrichtung mitzunehmen, sondern auch in Axialrichtung der Welle 12 zu verdrängen, in Fig. 1 in der Richtung vom Betrachter weg auf das mit dem Beschickungsdom 16 versehene Ende der Trommel, in Fig. 2 nach rechts. Wenn die Trommel 10 geleert werden soll, so kann die Welle 12 vorübergehend in entgegengesetzter Richtung angetrieben werden, so dass dann die unter einem kleineren Winkel angestellten nachlaufenden Flächen 26 die Prallflächen bilden und das Fleisch axial in der entgegengesetzten Richtung, also in Richtung auf die Austragöffnung transportieren.
Wie in der perspektivischen Darstellung in Fig. 3 zu erkennen ist, sind die Rührflügel 14 nach Art einer Schraube längs der Welle 12 angeordnet. Das Fleisch, das von dem ersten Rührflügel 14 (links in Fig. 3) axial verdrängt wurde, wird dann von dem nächsten Flügel übernommen und weiter verdrängt und an den nachfolgenden Flügel übergeben, so dass das Fleisch insbesondere in der Umfangszone, in der sich die Rührflügel aufwärts bewegen, in Richtung auf das Beschickungsende der Trommel 10 transportiert wird. Dort wird das Fleisch dann umgelenkt, und es strömt in anderen Umfangszonen der Trommel zurück. Beim Austrag des Fleisches kehrt sich diese Zirkulation im wesentlichen um.
In Fig. 4 bis 6 ist ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines Rührflügels 14' gezeigt, der anstelle des Rührflügels 14 in Fig. 1 bis 3 verwendet werden kann.
Der Führflügel 14' unterscheidet sich von dem bisher beschriebenen Rührflügel 14 vor allem dadurch, dass die nachlaufende Fläche 26 parallel zu der Prallfläche 24 verläuft, so dass die Prallfläche und die nachlaufende Fläche durch eine planparallele, vorzugsweise an der Kante verrundete Platte 32 gebildet werden können.
Das Rohr 20 ist wie bei dem Rührflügel 14 am freien Ende unter Bildung eines 90°- Bogens abgewinkelt, doch weist der Abschnitt 30 hier am freien Ende eine halbkugelförmige Verrundung auf, die über die Kante der Platte 32 übersteht.
In diesem Beispiel hat das Rohr 22 einen Durchmesser von 70 mm, und die Platte 32 hat eine Dicke von 20 mm und ist unter einem Winkel von 20° gegen die Mittelachse der Welle 12 angestellt. Wie insbesondere in Fig. 6 zu erkennen ist, ist die Mittelachse des Rohres 22 gegenüber der Mittelachse der Welle 12 etwas zur Seite versetzt und zwar zu der Seite, die die Prallfläche 20 bildet. Die Platte 32 ist dagegen annähernd mittig an das Rohr 22 angesetzt. Der Abschnitt 30 des Rohres 22 gegenüber der Achse der Welle 12 um einen Winkel von 10° angestellt. Da die Platte 32 einen größeren Anstellwinkel von 20° hat, verläuft somit die Platte 32 auch schräg zu dem Abschnitt 30, so dass, wie in Fig. 4 zu erkennen ist, die nachlaufende Fläche 26 am freien Ende der Platte nahezu tangential zu dem Querschnitt des Abschnitts 30 verläuft.
