VOGEL, Sönke (Klosterstieg 12 D, Hamburg, 20149, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Vorrichtung zur Messung von Bioimpedanzen, die jeweils mindestens eine Meßelektrode für jeden Fuß und jede Hand einer zu vermessenden Person aufweist und bei der die Elektroden an eine Auswertungseinrichtung angeschlossen sind, sowie die mit mindestens einer Waage zur Bestimmung eines Körpergewichtes der zu vermessenden Person versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die für einen Kontakt mit den Händen der zu vermessenden Person vorgesehenen Handelektroden (6) im Bereich mindestens eines positionierbaren Tragelementes (5) angeordnet sind. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (5) höhenpositionierbar angeordnet ist . Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (5) mit einer horizontalen Richtungskomponente positionierbar ist. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (5) verdrehbar angeordnet ist . 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (5) verschieblich entlang eines Führungelementes (7) angeordnet ist. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (7) an einer Standsäule (3) befestigt ist, die eine Anzeige (4) trägt . 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (7) im Bereich seiner der Standsäule (3) abgewandten Enden von Streben (8) abgestützt ist. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement (7) relativ zur Standsäule (3) höhenpositionierbar angeordnet ist. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet, daß der Standsäule (3) abgewandte Enden des Führungselementes (7) in einer vertikalen Richtung niedriger als der der Standsäule (3) zugewandte Bereich des Führungselementes (7) angeordnet sind. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Führungselement (7) halbkreisartig erstreckt. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswertungseinrichtung sowohl zur Auswertung eines gemessenen Wechselstromes als auch zur Auswertung einer gemessenen WechselSpannung ausgebildet ist. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Tragelemente (5) für jede Hand eines Benutzers an unterschiedlichen Positionen entlang des Führungselementes (7) angeordnet sind. |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung von Bioimpedanzen, die jeweils mindestens eine Meßelektrode für jeden Fuß und jede Hand einer zu vermessenden Person aufweist und bei der die Elektroden an eine Auswertungseinrichtung angeschlossen sind, sowie die mit mindestens einer Waage zur Bestimmung eines Körpergewichtes der zu vermessenden Person versehen ist.
Derartige Vorrichtungen dienen typischerweise dazu, einen relativen Fettanteil im menschlichen Gewebe zu bestimmen. Aufgrund des relativ geringen Wasseranteils von Fettgewebe ist der elektrische Widerstand derartigen Fettgewebes deutlich größer als der elektrische Widerstand von Muskeln oder Körperflüssigkeiten. Über eine entsprechende Widerstand- oder Impedanzmessung in Kombination mit einer Gewichtsmessung kann deshalb dieser Fettanteil bestimmt werden.
Wesentlich für die Erreichung genauer Messungen ist es, daß zumindest der wesentliche Teil des Körpers vom Meßstrom durchflössen wird. Für genaue Messungen sind deshalb sowohl im Bereich der Füße als auch im Bereich der Hände Elektroden erforderlich.
Für eine schnelle und vom Benutzer als angenehm empfundene Messung ist es erforderlich, den Kontakt mit den Elektroden einfach und angenehm herzustellen. Es wird deshalb angestrebt, daß die zu vermessende Person sich mit den Füßen auf die jeweils zugeordnete Elektrode stellt und die für die Hände vorgesehenen Elektroden ergreift. Relativ unproblematisch ist hierbei ein korrekter Kontakt zwischen den Füßen und den Fußelektroden, wenn eine korrekte Ausrichtung der zu vermessenden Person unterstützt wird. Ein korrekter Kontakt mit den zu ergreifenden Handelektroden setzt eine korrekte relative Positionierung zwischen den Händen und den Elektroden voraus.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten Art derart zu konstruieren, daß eine korrekte Positionierung der Elektroden relativ zur vermessenden Person unterstützt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die für einen Kontakt mit den Händen der zu vermessenden Person vorgesehenen Elektroden im Bereich mindestens eines positionierbaren Tragelementes angeordnet sind.
Durch die Anordnung der Elektroden im Bereich eines positionierbaren Tragelementes können eine Mehrzahl von Vorteilen erreicht werden. Zum einen ist es möglich, die Positionierung der Elektroden an die Körpergröße, die konkrete Anatomie des Benutzers sowie die Körperhaltung des Benutzers anzupassen. Diese Anpaßbarkeit führt zum einen zu einem guten elektrischen Kontakt zwischen den Elektroden und den Händen des Benutzers, darüber hinaus wird auch eine angenehme Benutzungshaltung unterstützt. Ebenfalls ist es möglich, unter Verwendung des Tragelementes eine korrekte Positionierung des Benutzers relativ zur Waage sowie zu den Fußelektroden zu unterstützen. Auch hierdurch wird eine korrekte Messung erreicht.
Eine Anpassung an eine Körpergröße des Benutzers kann dadurch erfolgen, daß das Tragelement höhenpositionierbar angeordnet ist.
Eine gespreizte Armhaltung wird dadurch unterstützt, daß das Tragelement mit einer horizontalen Richtungskomponente positionierbar ist.
Eine angenehme Griffposition und/oder eine Verstellung wird dadurch unterstützt, daß das Tragelement verdrehbar angeordnet ist .
Vorgegebene Positionierbahnen können dadurch definiert werden, daß das Tragelement verschieblich entlang eines Führungelementes angeordnet ist.
Eine robuste mechanische Ausführungsform wird dadurch bereitgestellt, daß das Führungselement an einer Standsäule befestigt ist, die eine Anzeige trägt.
Darüber hinaus trägt es zu einer mechanischen Belastbarkeit bei, daß das Führungselement im Bereich seiner der Standsäule abgewandten Enden von Streben abgestützt ist.
Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, daß das Führungselement relativ zur Standsäule höhenpositionierbar angeordnet ist.
Eine besonders hohe Benutzungsfreundlichkeit wird dadurch erreicht, daß der Standsäule abgewandte Enden des Führungselementes in einer vertikalen Richtung niedriger als der der Standsäule zugewandte Bereich des Führungselementes angeordnet sind.
Eine gute Stützfunktion für den Benutzer bei gleichzeitig optimaler Verstellmöglichkeit für die Elektroden wird dadurch erreicht, daß sich das Führungselement halbkreisartig erstreckt.
Besonders genaue Meßergebnisse werden dadurch erreicht, daß die Auswertungseinrichtung sowohl zur Auswertung eines gemessenen Wechselstromes als auch zur Auswertung einer gemessenen Wechselspannung ausgebildet ist.
Die vorstehend definierte Positionierbarkeit des mindestens einen Tragelementes für die Elektroden kann unterschiedlich realisiert werden. Gemäß einer ersten AusführungsVariante ist für die jeder Hand eines Benutzers zugeordneten Elektroden jeweils ein Tragelement vorgesehen, das entweder entlang des Führungselementes oder gemeinsam mit dem Führungselement positionsveränderlich angeordnet ist. Durch eine entsprechende Positionsveränderung der Tragelemente wird die optimale Elektrodenpositionierung eingenommen.
Gemäß einer anderen AusführungsVariante sind für jede Hand des Benutzers mindestens zwei Tragelemente für die Elektroden vorgesehen, wobei die Tragelemente relativ zum Führungselement unbeweglich angeordnet sind. Beispielsweise können entlang der Längserstreckung des Führungselementes für jede Hand des Benutzers drei Tragelemente, vorzugsweise für jeweils zwei Elektroden, angeordnet sein. Der Benutzer ergreift hierbei jeweils die Elektroden, die in Relation zu seiner Anatomie am günstigsten positioniert sind. Ein derartiges Umgreifen in Abhängigkeit von der konkreten Anatomie des Benutzers wird insbesondere dadurch unterstützt, daß das Führungselement ausgehend von der Standsäule nach unten geneigt verläuft und/oder eine bogenartigen Verlauf besitzt.
Hinsichtlich der Neigung des Führungselementes relativ zur Horizontalen erweist sich für den entsprechenden Winkel ein Bereich von 10° bis 40° als zweckmäßig. Bevorzugt ist ein Bereich von 20° bis 30°. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein Winkel von etwa 25° realisiert.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen: eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung mit relingartigem Führungselement für die Handelektroden sowie im Bereich einer Waage angeordneten Fußelektroden, eine gegenüber der Ausführungsform in Fig. 1 abgewandelte Ausführungsform mit zusätzlichen seitlichen Tragarmen für die Elektroden, eine gegenüber Fig. 1 abgewandelte Ausführungsform mit verkürzten
Führungselementen für die Elektroden, eine schematische Darstellung zur
Veranschaulichung sowohl einer Verdrehbarkeit als auch einer Verschieblichkeit des Tragelementes für die Elektroden relativ zu einem Führungselement,
Fig. 5 eine weitere Darstellung zur Veranschaulichung einer Positionierbarkeit des Tragelementes für die Elektroden, Fig. 6 eine perspektivische Darstellung zur Veranschaulichung einer Hohenpositionierbarkeit des Tragelementes und
Fig. 7 eine schematische Darstellung zur
Veranschaulichung des Meßprinzips.
Gemäß der Ausführungsform in Fig. 1 weist die Vorrichtung zur Messung von Bioimpedanzen eine Waage (1) auf, die mit Fußelektroden (2) versehen ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind für jeden Fuß der zu vermessenden Person zwei Fußelektroden (2) vorgesehen.
Im Bereich einer Standsäule (3) ist eine Anzeige (4) angeordnet. Die Anzeige (4) kann als ein Display ausgebildet sein. Darüber hinaus können im Bereich der Standsäule (3) auch Bedienelemente vorgesehen sein. Die Anordnung der Anzeige (4) erfolgt auf einer gut von einem Benutzer ablesbaren Höhe.
Im Bereich von Tragelementen (5) sind Handelektroden (6) angeordnet. Vorzugsweise sind für jede Hand des Benutzers zwei Handelektroden (6) verwendet.
Die Tragelemente (5) sind positionierbar entlang eines Führungselementes (7) angeordnet. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Führungselement (7) an der Standsäule (6) befestigt und weist einen halbkreisartigen Verlauf auf. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Standsäule (3) abgewandt angeordnete Enden des Führungselementes (7) von Streben (8) relativ zu einer Standfläche abgestützt sind. Vorzugsweise sind die im Bereich der Streben (8) angeordneten Enden des Führungselementes (7) in vertikaler Richtung auf einem niedrigeren Niveau positioniert als derjenige Bereich des Führungselementes (7) , der mit der Standsäule (3) verbunden ist. Das Führungselement (7) und/oder die Streben (8) können aus einem rohrartigen Profil hergestellt sein. Fig. l zeigt eine relingartige Anordnung des Führungselementes (7) .
Fig. 2 zeigt eine gegenüber Fig. 1 abgewandelte Ausführungsform. Im Unterschied zu Fig. 1, bei der die Streben (8) in einem seitlichen Bereich der Waage (1) und benachbart zu einer der Standsäule (3) abgewandten Vorderkante der Waage (1) positioniert sind, erfolgt die Anordnung gemäß Fig. 2 in einem seitlichen mehr mittleren Bereich der Waage (1) . Darüber hinaus sind die Tragelemente (5) im Unterschied zu Fig. 1 im Bereich seitlicher zusätzlicher Tragarme (9) des Führungselementes (7) angeordnet. Der zur Ausführungsform gemäß Fig. 1 ähnliche Bereich des Führungselementes (7) dient gemäß der Ausführungsform in Fig. 2 nur als Halteelement für den Benutzer und unterstützt eine korrekte körperliche Ausrichtung des Benutzers.
Gemäß der Ausführungsform in Fig. 3 besteht das Führungselement (7) nur aus zwei seitlich über die Standsäule (3) vorstehenden Armen. Zur Erhöhung der Bediensicherheit ist ein zusätzlicher Handgriff (10) verwendet. Die Waage (l) ist in zwei Segmente (11, 12) unterteilt .
Fig. 4 veranschaulicht eine Möglichkeit zur Positionierung des Tragelementes (5) relativ zum Führungselement (7) . Das Tragelement (5) ist sowohl in einer Längsrichtung (13) als auch in einer Umfangsrichtung (14) des Führungselementes (7) positionierbar. Hierdurch kann eine an die jeweilige Anatomie des Benutzers optimale Positionierung erreicht werden.
Gemäß der Ausführungsform in Fig. 5 sind im Bereich des Führungselementes (7) Rastungen (15) für das Tragelement (5) angeordnet. Die Rastungen (15) stellen definierte Positionierungen für das Tragelement (5) bereit und erleichtern eine relativ zur Standsäule (3) gleichartige Anordnung der Handelektroden (6) .
Fig. 6 veranschaulicht eine Höhenpositionierung eines Führungselementes (7) relativ zur Standsäule (3) bei einer Ausführungsform ähnlich zur Ausführungsform in Fig. 3.
Fig. 7 veranschaulicht das Meßprinzip. An die Handelektroden (6) wird eine Wechselspannung angelegt und es wird sowohl der sich ergebende Wechselstrom als auch die an den Handelektroden (6) anliegende WechselSpannung ermittelt. Durch diese Aufspaltung der Meßwege für den Wechselstrom und die Wechselspannung wird eine Verfälschung des Messergebnisses durch die Impedanz der Haut im Kontaktbereich der Handelektroden (6) vermieden.
Grundsätzlich wird durch die Anordnung des Tragelementes (5) im Bereich des Führungselementes (7) und durch die Formgebung des Führungselementes (7) erreicht, daß die zu vermessende Person während der gesamten Durchführung der Messung eine leicht seitlich abgespreizte Armhaltung aufweist. Hierdurch wird ein seitlicher Kontakt zwischen den Armen und dem Körper des Benutzers vermieden, der durch die Bereitstellung zusätzlicher elektrischer Leitungswege das Meßergebnis verfälschen würde. Für diese seitliche Abspreizung erweist sich die vorstehend beschriebene Ausformung des Führungselementes (7) entsprechend einer Handreling und die Neigung des Verlaufes des Führungselementes (7) relativ zur horizontalen Richtung als vorteilhaft. Unabhängig von der konkreten Größe und der Armlänge eines Benutzers kann der Benutzer seine Hände in eine für die Durchführung der Messung optimale Position überführen .
Next Patent: METHOD FOR PRODUCING A CAMSHAFT AND CORRESPONDING CAMSHAFT
