Gegalski, Helmut (Kolpingstrasse 8 Mühlheim-Kärlich, D-56218, DE)
| 1. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks, mit einem Abschnitt (10), der zur Aufnahme in einer wenigstens an einer Seite offenen Ausnehmung (12) eingerichtet ist, wobei der Abschnitt (10) im Verhältnis zu der Ausnehmung (12) so zu bemessen ist, daß den Abschnitt (10) ein Zwischenraum (14) zur Aufnahme von Fluid umgibt, dem ein in einer Wandung der Ausnehmung (12) angeordneter Fluideinlaß zugeordnet ist, wobei an dem Abschnitt (10) befindliche und von Fluid berührte erste und zweite Flächen (16a, 16b, 18a, 18b) so bemessen und ausgerichtet sind, daß von Fluiddruck auf die ersten Flächen (16a, 18a) ausgeübte Kräfte, die den Abschnitt (10) in Richtung der offenen Seite der Ausnehmung drängen, gleich groß oder kleiner sind als von dem Fluiddruck auf die zweiten Flächen (16b, 18b) ausgeübte Kräfte, die den Abschnitt (10) von der offenen Seite der Ausnehmung (12) weg drängen, wobei der Abschnitt (10) einen Drucksensor (26) trägt. |
| 2. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach Anspruch 1, wobei an dem Drucksensorabschnitt (10) befindliche und von Fluid berührte erste und zweite Flächen (16a, 18a) so bemessen und ausgerichtet sind, daß von dem Fluiddruck auf die ersten Flächen (16a, 18a) ausgeübte Kräfte, die den Drucksensorabschnitt (10) in Richtung der offenen Seite der Ausnehmung (12) drängen, gleich groß sind wie die von dem Fluiddruck auf die zweiten Flächen (16b, 18b) ausgeübten Kräfte, die den Drucksensorabschnitt (10) von der offenen Seite der Ausnehmung (12) weg drängen. |
| 3. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach Anspruch 2, wobei die ersten Flächen (16a, 18a) und die zweiten Flächen (16b, 18b) bezogen auf eine Mittelebene (M) symmetrisch zueinander sind. |
| 4. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drucksensorabschnitt (10) in einem mittleren Bereich einen ersten Bund (20) mit einer im wesentlichen geschlossenen Mantelfläche und einer ersten Deckfläche (16a) und einer zweiten Deckfläche (18a), und wobei die erste Deckfläche (16a) und die zweite Deckfläche (18a) und bezogen auf eine Mittelebene (M) im wesentlichen gleiche Projektionsflächeninhalte haben. |
| 5. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei in axialen Abständen zu der ersten und der zweiten Deckfläche (16a, 18a) des ersten Bundes (20) jeweils ein zweiter und ein dritter Bund (22,24) angeordnet sind, deren Außenabmessungen so bemessen sind, daß der zweite und der dritte Bund zur Führung des Drucksensorabschnittes (10) in der Ausnehmung (12) beitragen und jeweils dem ersten Bund (20) zugewandte Deckflächen (16b, 18b) aufweisen, die bezogen auf eine Mittelebene (M) im wesentlichen gleiche Projektionsflächeninhalte haben. |
| 6. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei zwischen dem ersten Bund (20) und dem zweiten Bund (22) und/oder zwischen dem ersten Bund (20) und dem dritten Bund (24) jeweils eine Dichtung (30,32) angeordnet ist. |
| 7. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drucksensorabschnitt (10) durch ein Haltemittel, bevorzugt einen Sprengring (36) in der Ausnehmung (12) gesichert ist. |
| 8. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drucksensorabschnitt (10) in der Ausnehmung (10) so angeordnet ist, daß der erste Bund (20) dem in der Wandung der Ausnehmung (12) angeordneten Fluideinlaß zugewandt ist. |
| 9. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drucksensorabschnitt (10) eine zu seiner Mittelachse (L) rotationssymmetrische Gestalt aufweist. |
| 10. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drucksensorabschnitt (10) den Drucksensor (26) im Bereich des ersten Bundes (20) hat. |
| 11. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei außerhalb des zweiten und/oder dritten Bundes (22,24) Umgebungsatmosphärendruck herrscht. |
| 12. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Drucksensorabschnitt und/oder zumindest einzelne Abschnitte der ersten, zweiten oder dritten Bunde (20,22, 24) eine zylindrische oder konische, bevorzugt kreiszylindrische oder kreiskonische Gestalt aufweisen. |
| 13. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen dem ersten Bund (20) und dem zweiten Bund (22) oder zwischen dem ersten Bund (20) und dem dritten Bund (24) angeordnete Dichtungen (30,32) so beschaffen sind, daß sie sich im Betrieb wie ein Fluid verhalten, wenn sie sich gegen die entsprechenden Flächen (16b, 18b) an dem Drucksensorabschnitt (10) anlegen. |
| 14. | Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Drucksensorabschnitt (10) ein länglicher Körper mit bezogen auf seine Längsachse (L) seitlich abstehenden Flächen (16a, 16b, 18a, 18b) ist, wobei die Summe von zur Längsachse (L) orthogonalen Projektionen von Flächen (16a) die im wesentlichen in eine erste Richtung orientiert sind und im Betrieb durch Fluid benetzt sind, dessen Druck zu messen ist, im wesentlichen gleich groß oder kleiner ist als die Summe von zur Längsachse orthogonalen Projektionen von Flächen (18a), die im wesentlichen in eine zur ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung orientiert sind und im Betrieb durch Fluid benetzt sind, dessen Druck zu messen ist. |
Stand der Technik Aus der betrieblichen Praxis ist es bekannt, Drucksensoren in eine Bohrung oder Ausnehmung in einem unter anderem Ven- tilanordnungen enthaltenden Hydrauliksteuergerät zu montie- ren, indem diese Drucksensoren ein Außengewinde aufweisen, das in ein entsprechendes Innengewinde eingeschraubt wird, das in der Bohrung oder Ausnehmung vorgesehen ist. Diese Vor- gehensweise ist in der Herstellung aufwendig, erfordert Mon- tagezeit und ermöglicht es überdies nicht, den Drucksensor direkt mit einem Steuerschaltkreis auf einer Platine elek- trisch und mechanisch zu verbinden, die an das Hydrauliksteu- ergerät angefügt wird.
Als Alternative zu diesem Stand der Technik ist es auch be- kannt, den Drucksensor in die Bohrung oder Ausnehmung einzu- rasten, indem in einer am Außenumfang des Drucksensors ange- ordneten Ringnut ein Federring, Sprengring oder dergl. vorge- spannt ist, der in eine entsprechende gegengleich geformte Ringnut in der Bohrung oder Ausnehmung einrastet, sobald der Drucksensor tief genug in die Bohrung oder Ausnehmung einge- schoben wird. Zum einen ist eine Demontage zu Wartungszwecken sehr schwierig, da der Sprengring dazu dimensioniert sein muß, hohe Druck-Kräfte von mehreren zehn Bar (60 bis 120 Bar) halten zu können. Zum anderen ist eine in Montagerichtung spielfreie Halterung des Drucksensors in der Bohrung oder Ausnehmung mittels eines Sprengrings nur schwierig realisierbar. Dies wäre jedoch notwendig, um die Zug-oder Schubbelastungen des Drucksensors auf die Platine mit dem Steuerschaltkreis zu vermeiden.
Auch wenn der Drucksensor über einen Steckverbinder oder Steck-Kontakt mit der Platine verbunden ist, können axiale Verschiebungen vom mehr als 50 Mm im Betrieb zu einem Anstei- gen des Übergangswiderstandes auf mehrere Ohm und somit zu einer erheblichen Verfälschung des gemessenen Fluiddrucks oder gar zum Ausfall des Steckverbinders bzw. des Drucksen- sors führen.
DE-GM 1 879 755 beschreibt eine Meßbereich-Umschaltvorrich- tung für die Messung von Flüssigkeits-oder Gasdrücken, bei der ein zylinderförmiger Steuerschieber in einem Gehäuse axial verschiebbar ist. An einem axialen Ende des Gehäuses wird einem Druckraum Medium zugeführt, das zu radialen Boh- rungen im Gehäuse geleitet wird. Im Steuerschieber sind Steu- erschlitze ausgebildet, die bei einer bestimmten Stellung des Steuerschiebers eine der Bohrungen mit einem Manometer ver- binden. Axial gegenüberliegende Flächen der Steuerschlitze sind gleichgroß ausgestaltet. Ziel ist es, bei steigendem bzw. fallendem Druck ein Manometer nach dem anderen ab-bzw. zuzuschalten.
Aus DE 40 12 619 A1 ist eine fahrbare Einrichtung zum Orten von Leckstellen in Abwasserkanälen bekannt, die zwei Doppel- wände zur Abdichtung einer Druckkammer aufweist. Die Druck- kammer wird durch eine axiale Zuleitung mit Wasser gefüllt, dessen Druckabfall gemessen wird, um die Leckstelle zu be- stimmen. Die Einrichtung wird schrittweise durch den Abwas- serkanal bewegt.
Der Erfindung zugrundeliegendes Problem Ausgehend vom vorstehendbeschriebenen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Mes- sung eines Fluiddrucks bereitzustellen, die eine einfache (De-) Montage in minimaler Zeit erlaubt und die im Betrieb keine Zug-oder Schubbelastungen auf einen Steckverbinder oder eine Platine mit einem Steuerschaltkreis hervorruft, mit dem die Anordnung verbunden ist.
Erfindungsgemäße Lösung Zur Lösung dieses Problems schlägt die Erfindung eine Anord- nung zur Messung eines Fluiddrucks gemäß dem Anspruch 1 vor.
Dabei kommt die zur Erfindung gehörende Erkenntnis zum Tra- gen, daß der Abschnitt mit dem Drucksensor als ein Körper mit bezogen auf seine Längsachse seitlich abstehenden Flächen zu gestalten ist, wobei die Summe von zur Längsachse orthogona- len Projektionen von Flächen, die im wesentlichen in eine er- ste Richtung orientiert sind und im Betrieb durch Fluid be- netzt sind, dessen Druck zu messen ist, im wesentlichen gleich groß oder kleiner ist als die Summe von zur Längsachse orthogonalen Projektionen von Flächen, die im wesentlichen in eine zur ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung orientiert sind und im Betrieb durch Fluid benetzt sind, des- sen Druck zu messen ist.
Damit wird erreicht, daß bei gleichen Flächeninhalten im Be- trieb der Abschnitt mit dem Drucksensor praktisch kraft-oder druckausgeglichen in der Ausnehmung aufgenommen ist. Dabei wird im Gegensatz zu der in DE-GM 1 879 755 beschriebenen Vorrichtung der Abschnitt bei steigendem Druck jedoch nicht verschoben. Bei einem geringfügigen Ungleichgewicht zugunsten der Flächen, die in Richtung der Einfuhr-Seite oder-Öffnung der Ausnehmung weisen wird erreicht, daß mit steigendem Druck der Abschnitt immer fester in Richtung des Grundes der Aus- nehmung gepreßt wird. Dies erhöht die Eigensicherheit der An- ordnung und ist außerdem ein wichtiger Unterschied zu Anord- nungen aus dem Stand der Technik, bei denen ein (steigender) Fluiddruck üblicherweise das Bestreben hat, die Drucksensoren in der Regel aus ihren Montagebohrungen herauszudrängen.
Weiterhin kann der Drucksensorabschnitt einfach in die Aus- nehmung eingeschoben werden, was geringe Montagezeiten ermög- licht. Auch die Demontage ist sehr schnell und einfach mög- lich, da keine Sprengringe den Drucksensorabschnitt halten.
Vielmehr ist der Drucksensorabschnitt im Dichtsitz gleitend in der Ausnehmung aufgenommen und kann ohne weiteres aus der Ausnehmung heraus oder in die Ausnehmung hineingeführt wer- den.
Insbesondere erlaubt die erfindungsgemäße Ausgestaltung auch auf einfache Weise, daß wenn mehrere in einem Hydraulik- aggregat vorhandene Drucksensoren alle auf der gleichen Pla- tine montiert sind um gleichzeitig (quasi mit einem Hand- griff) an das Hydrauliksteuergerät angefügt zu werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind an dem Drucksensorabschnitt befindliche und von Fluid berührte erste und zweite Flächen so bemessen und ausgerichtet sind, daß von dem Fluiddruck auf die ersten Flächen ausgeübte Kräf- te, die den Drucksensorabschnitt in Richtung der offenen Sei- te der Ausnehmung drängen, gleich groß sind wie die von dem Fluiddruck auf die zweiten Flächen ausgeübten Kräfte, die den Drucksensorabschnitt von der offenen Seite der Ausnehmung weg drängen. Damit führt während des Betriebes des Drucksensors der Drucksensorabschnitt keinerlei Bewegungen in axialer Richtung aus. Somit kann der Drucksensorabschnitt problemlos mit einer an dem Hydrauliksteuergerät anzufügenden Platine elektrisch und mechanisch verbunden werden, sei es, daß er direkt angelötet oder angeschweißt, oder über eine Steckver- bindung kontaktiert wird. Im Betrieb werden von dem Drucksen- sorabschnitt keine mechanischen (Zug-oder Schub-) Belastun- gen auf die elektrische Verbindung bzw. die Platine ausgeübt.
Bevorzugt sind die ersten Flächen und die zweiten Flächen bezogen auf eine Mittelebene symmetrisch zueinander. Dies gilt insbesondere wenn der Drucksensorabschnitt einen kreiszylindrischen Grundkörper aufweist, von dem diese ersten Flächen und zweiten Flächen radial oder unter einem ge- gengleichen Winkel (bezogen auf eine zur Mittellängsachse rechtwinklige Ebene) abstehen.
In einer derzeit bevorzugten Ausführungsform hat der Druck- sensorabschnitt in einem mittleren Bereich einen ersten Bund mit einer im wesentlichen geschlossenen Mantelfläche und ei- ner ersten Deckfläche und einer zweiten Deckfläche, und wobei die erste Deckfläche und die zweite Deckfläche im wesentli- chen gleiche Flächeninhalte haben. In axialen Abständen zu der ersten und der zweiten Deckfläche des ersten Bundes je- weils ein zweiter und ein dritter Bund angeordnet sind, deren Außenabmessungen so bemessen sind, daß der zweite und der dritte Bund zur Führung des Drucksensorabschnittes in der Ausnehmung beitragen und jeweils dem ersten Bund zugewandte Deckflächen aufweisen, die im wesentlichen gleiche Flächenin- halte haben.
Zwischen dem ersten Bund und dem zweiten Bund und/oder zwi- schen dem ersten Bund und dem dritten Bund ist jeweils eine Dichtung angeordnet.
Zusätzlich kann der Drucksensorabschnitt durch ein Haltemit- tel, bevorzugt einen Sprengring, in der Ausnehmung gesichert sein.
Bevorzugt ist der Drucksensorabschnitt so bemessen und in der Ausnehmung so angeordnet, daß der erste Bund einem in der Wandung der Ausnehmung angeordneten Fluideinlaß zugewandt ist. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, daß in mon- tiertem Zustand des Drucksensorabschnitts dieser sich"auf gleicher Höhe"mit dem in der Wandung der Ausnehmung angeord- neten Fluideinlaß befindet. Vielmehr sollte lediglich sicher- gestellt sein, daß beim Einströmen von Fluid in die Ausneh- mung dieses nicht zuerst auf eine der ersten oder zweiten Flächen trifft. Dadurch sollte das Fluid diese Flächen praktisch gleichzeitig erreichen, damit der Drucksensorab- schnitt sich nicht in axialer Richtung bewegt wenn das Fluid einströmt.
In einer besonders einfach herzustellenden Ausführungsform der Erfindung hat der Drucksensorabschnitt eine zu seiner Mittellängsachse rotationssymmetrische Gestalt.
Vorzugsweise hat der Drucksensorabschnitt im Bereich des er- sten Bundes einen Drucksensor. Dabei kann es sich um einen Halbleiter-Drucksensor handeln.
Bei der Erfindung ist es auch möglich, daß außerhalb des zweiten und/oder dritten Bundes Umgebungsatmosphärendruck herrscht. Mit anderen Worten ist der Drucksensorabschnitt nur zwischen dem zweiten und dem dritten Bund von druckbeauf- schlagtem Fluid (dessen Druck zu messen ist) umgeben. In axialer Richtung weiter außen liegende Bereiche des Drucksen- sorabschnitts können-durch den zweiten und/oder dritten Bund bzw. die entsprechenden Dichtungen begrenzt-in druck- loser Umgebungsatmosphäre sich befinden.
In einer bevorzugten Ausführungsform hat der Drucksensorab- schnitt und/oder zumindest einzelne der ersten, zweiten oder dritten Bunde eine zylindrische oder konische, bevorzugt kreiszylindrische oder kreiskonische Gestalt.
Die zwischen dem ersten Bund und dem zweiten Bund oder zwi- schen dem ersten Bund und dem dritten Bund angeordneten Dich- tungen sind vorzugsweise so beschaffen, daß sie sich im Be- trieb wie ein-inkompressibles-Fluid verhalten, wenn sie sich gegen die entsprechenden Flächen an dem Drucksensorab- schnitt anlegen. Damit ist sichergestellt, daß keine Verfäl- schung der Messung durch nachgiebige Dichtungen eintritt.
Eine weitere Eigenschaft der Dichtungen sollte sein, daß die im Betrieb von dem Fluid bedeckten oder benetzten Bereiche der Dichtungen im wesentlichen gegengleich sind. Hierfür gelten die gleichen Gründe und Bemessungsregeln wie für die ersten und zweiten Flächen des Drucksensorabschnitts.
Der Drucksensor wird damit durch einen Drucksensorabschnitt gebildet, der von der Wandung der Ausnehmung in fluiddichter Weise umgeben ist, wobei der Drucksensorabschnitt zwei Dichtelemente (die zweiten und dritten Bunde oder entspre- chende Dichtungen) hat, die gegengleiche Dichtflächen haben. Zwischen den zweiten und dritten Bunden oder den entsprechen- den Dichtungen wird seitlich in einen Einlaß in der Wandung der Ausnehmung das Fluid eingeleitet, dessen Fluiddruck zu messen ist.
Rurze Beschreibung der Zeichnungen Weitere Eigenschaften, Vorteile, Merkmale und Variations- möglichkeiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Beschreibung einer derzeit bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Schnitt-Darstellung der erfin- dungsgemäßen Anordnung zur Messung eines Fluiddrucks.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsform Die in Fig. 1 gezeigte Anordnung zur Messung eines Fluid- drucks ist Teil eines-im übrigen nicht weiter dargestellten -Hydrauliksteuergerätes einer Fahrzeugbremsanlage. Ein im wesentlichen zylindrischer Drucksensorabschnitt 10 ist in ei- ner Ausnehmung 12 aufgenommen.
Dabei ist der Drucksensorabschnitt 10 im Verhältnis zu der Ausnehmung 12 so bemessen und geformt, daß den Drucksensorab- schnitt 10 ein Zwischenraum 14 zur Aufnahme von Fluid umgibt.
Wie dies im einzelnen realisiert ist, wird nachstehend be- schrieben.
Der im wesentlichen zylindrische Drucksensorabschnitt 10 hat einen länglichen Körper mit bezogen auf seine Mittel- Längsachse L seitlich abstehenden Flächen 16a, 16b, 18a, 18b.
Diese seitlich abstehenden Flächen 16a, 16b, 18a, 18b sind Teile von einem ersten, einem zweiten und einem dritten Ring- bund 20,22,24. Der erste Ringbund 20 ist in einem etwa mittleren Bereich bezogen auf die Gesamtlänge des zylindri- schen Drucksensorabschnittes 10 einstückig an diesen ange- formt und weist eine im wesentlichen geschlossene Mantelflä- che 20a, eine erste Deckfläche 16a und eine zweite Deckfläche 18a auf, wobei die erste Deckfläche 16a und die zweite Deck- fläche 18a im wesentlichen gleiche Flächeninhalte und-bezo- gen auf die Mittelebene M gleiche Projektionsflächen-haben.
Der Drucksensorabschnitt 10 ist in der Ausnehmung 12 so ange- ordnet, daß der erste Bund 20 einem in der Wandung der Aus- nehmung 12 angeordneten Fluideinlaß für das Fluid zugewandt ist, dessen Druck zu messen ist. Der Drucksensorabschnitt 12 hat im Bereich des ersten Bundes 20 einen Drucksensor 26.
Dieser Drucksensor ist über zwei Drähte 26a, 26b mit einer elektronischen Schaltung verbunden, die sich auf einer Plati- ne 28 oberhalb des Drucksensorabschnittes 12 befindet. Die Drähte 26a, 26b können entsprechend dimensioniert auch dazu dienen, den Drucksensorabschnitt 10 insgesamt an der Platine 28 mechanisch zu halten. Dies erleichtert insbesondere die Montage.
In axialen Abständen zu der ersten und der zweiten Deckfläche 16a, 18a des ersten Bundes 20 sind jeweils der zweite 22 und der dritte Bund 24 angeordnet. Deren Außenabdurchmesser sind so bemessen, daß der zweite und der dritte Bund 22,24 zur Führung des Drucksensorabschnittes 10 in der Ausnehmung 12 im Dichtsitz beitragen. Der zweite und der dritte Bund 22,24 haben jeweils dem ersten Bund 20 bzw. dessen Deckflächen 16a, 18a zugewandte Deckflächen 18b, 16b, die ebenfalls im wesent- lichen gleiche Flächeninhalte haben.
Die Summe von zur Längsachse L orthogonalen Projektionen der Deckflächen 16a, 16b die im wesentlichen in eine erste Rich- tung (nämlich in Fig. 1 nach unten) orientiert sind und im Betrieb durch Fluid benetzt sind, dessen Druck zu messen ist, ist im wesentlichen gleich groß wie die Summe der von zur Längsachse orthogonalen Projektionen der Deckflächen 18a, 18b die im wesentlichen in eine zur ersten Richtung entgegenge- setzte zweite Richtung (nämlich in Fig. 1 nach oben) orien- tiert sind und im Betrieb durch Fluid benetzt sind.
Daher sind die von dem Fluiddruck auf die ersten Flächen 16a, 16b ausgeübten Kräfte, die den Drucksensorabschnitt 12 in Richtung der offenen Seite (in Fig. 1 nach oben) der Ausneh- mung 12 drängen, gleich groß wie die von dem Fluiddruck auf die zweiten Flächen 18a, 18b ausgeübten Kräfte, die den Drucksensorabschnitt 12 von der offenen Seite der Ausnehmung 12 weg (in Fig. 1 nach unten) drängen.
Zwischen dem ersten Bund 20 und dem zweiten Bund 22 und zwi- schen dem ersten Bund 20 und dem dritten Bund 24 ist jeweils eine Dichtung 30,32 angeordnet. Diese Dichtungen sind so be- schaffen, daß sie sich im Betrieb wie ein Fluid verhalten, wenn sie sich gegen die entsprechenden Flächen an dem Druck- sensorabschnitt 10 anlegen. Des weiteren ist der Drucksen- sorabschnitt 10 durch einen Sprengring 36 in der Ausnehmung 12 gegen Herausfallen aus der Ausnehmung 12 gesichert. Außer- halb des zweiten und dritten Bundes 22,24 kann Umgebungsat- mosphärendruck herrschen. Dies wird auch dadurch erreicht, daß im Grund der Ausnehmung 12 eine Öffnung 38 vorgesehen ist, die die Ausnehmung 12 mit der Umgebung verbindet.
