| Patentansprüche 1. Vorrichtung zum Erwärmen von Flüssigkeiten mit einem eine umfangsseitig geschlossene Behälterwandung aufweisenden Behälter (1), der eine Längsachse (A) aufweist und in den die Flüssigkeit einbringbar ist, wobei in dem Behälter (1) ein oder mehrere Elemente mit Durchbrüchen und/oder Kapillaren und/oder Poren angeordnet sind, durch welche die Flüssigkeit strömt und dadurch erwärmt wird. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Element/e feststehend im Behälter (1) angeordnet und durch Rapid- Prototyping/Rapid Manufacturing gefertigt ist/sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit mit Druck durch wenigstens ein feststehendes Element (17) und/oder wenigstens eine feststehende Lochscheibe (16) strömt. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die feststehenden Elemente/Lochscheiben (17, 16) entlang der Längsachse (A) des Behälters (1) hintereinander angeordnet sind und die Flüssigkeit unter Druck durch die Durchbrüche der Elemente/Lochscheiben (17, 16) fließt. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (8) aneinander anliegender feststehender Elemente/Lochscheiben (17, 16) zueinander versetzt angeordnet sind. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere oder alle feststehenden Elemente/Lochscheiben (17, 16) im Wesentlichen baugleich ausgeführt sind. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass hintereinander angeordnete Elemente/Lochscheiben (17, 16) um einen Winkel (α) zueinander versetzt angeordnet sind, so dass noch ein Durchströmen der Flüssigkeit durch die Durchbrüche (8)/Kapillare/Poren gewährleistet ist. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere feststehende Lochscheiben (16) zueinander versetzt in einem Winkel (α) angeordnet sind und eine oder mehrere sich anschließende Lochscheiben (16) dazu in einem Winkel (-α) angeordnet sind. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) zwischen 1 ° und 10° liegt. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das/die Element/e in Form einer oder mehrerer flügelartiger rotierender Elemente ausgebildet isind, die eine Vielzahl von Durchbrüchen aufweisen 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 , 10 und 11 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die rotierenden Elemente/Lochscheiben (7)an einer durch einen Antrieb drehbaren Welle (5) angeordnet sind und von der Welle (5) radial nach außen in Richtung zur Behälterwandung (2) weisen. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass sich die drehbaren Lochscheiben (7) im Wesentlichen in Richtung zur Längsachse (A) erstreckten. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche Anspruch 1 und 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an der Welle (5) eine Vielzahl von rotierenden Lochscheiben (7) übereinander und/oder umfangsseitig befestigt sind. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 10 bis13, dadurch gekennzeichnet, dass die rotierenden Lochscheiben (7) zueinander in einem Winkel versetzt an der Welle (5) angeordnet sind. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere rotierende Lochscheiben (7) in einer ersten Reihe übereinander und mehrere rotierende Lochscheiben (7) in wenigstens einer zweiten Reihe übereinander an der Welle (5) angeordnet sind. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seitenwandung (2) des Behälters (1) wenigstens eine gestellfestes Lochelement (15) angeordnet ist. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seitenwandung (2) übereinander und/oder umfangsseitig mehrere gestellfeste Lochelemente (15) angeordnet sind. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die flügelartig rotierenden Lochscheiben (7) innerhalb der gestellfesten Lochschelemente (15) rotieren oder mit diesen Kämmen. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die flügelartigen rotierenden Lochscheiben (7) bis nahe an die Behälterwandung (2) reichen. 20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) beidseitig durch ein erstes und ein zweites Verschlusselement (L1 , L2) geschlossen ist, wobei durch das erste Verschlusselement (L1) die Welle (5) reicht. 21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (5) am ersten und zweiten Verschlusselement (L1 , L2) gelagert ist. 22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass jede feststehende und/oder rotierende Lochscheibe (16, 7) eine Vielzahl von Durchbrüchen/Bohrungen (8) aufweist. 23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (8) einen Durchmesser von 0,1mm bis 50mm aufweisen. 24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochscheiben (7, 16) eine Dicke von 0,2 bis 50 mm aufweisen. 25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang von der Innenkontur eines Durchbruchs/einer Bohrung (8)zur Oberseite und/ oder Unterseite der Lochscheibe (7, 16) scharfkantig ausgebildet ist. 26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung des Durchbruchs/ der Bohrung (8) im Wesentlichen konkav gekrümmt ist. 27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Elemente/die Lochscheiben aus einem hochfesten Werkstoff bestehen. 28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Element/die Lochscheiben aus einem hochfesten Stahl, Keramik oder Glaskeramik oder einer Kombination der vorgenannten Werkstoffe bestehen. 29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) eine Zuführöffnung und eine Ableitöffnung für die Flüssigkeit aufweist. 30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) die Zuführöffnung durch das erste Verschlusselement (L1) und die Ableitöffnung durch das zweites Verschlusselement (L2) des Behälters reicht. 31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (5) vom Antrieb über einen Zahnriemen oder ein Getriebe antreibbar ist. 32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31 , dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb durch eine Windkraftanlage und/oder einen Elektromotor und/oder einen Verbrennungsmotor und/oder einen Fluidmotor erfolgt. 33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb von der Windkraftanlage bei ungenügender Windstärke auf einen Elektromotor oder einen Verbrennungsmotor oder einen Fluidmotor umstellbar ist. 34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor solarbetrieben ist. 35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass diese mit einem Wärmetauscher gekoppelt ist. 36. Vorrichtung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher am Behälter/Gehäuse (1)angeordnet ist. |
Vorrichtung zum mechanischen Erwärmen von Flüssigkeiten
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Erwärmen von Flüssigkeiten durch Bewegung und Reibung der Flüssigkeit.
Bereits in CH 81085 A wird ein Verfahren zur Erzeugung von Wärme beschrieben, nach dem in einem flüssigen Medium durch Erzeugung einer relativen Bewegung zwischen diesem Medium und mindestens einem andern Körper technisch verwertbare Wärme gewonnen werden soll. Dazu laufen in einem mit Flüssigkeit gefüllten Gefäß zwei durch beliebige Kraft mittels Riemenscheiben angetriebene Wellen in einander entgegen gesetzter Richtung um. Diese sind mit Reibscheiben besetzt, so dass je eine Scheibe der einen Welle in den Zwischenraum zwischen zwei Scheiben der andern Welle eintritt. Die durch die Reibung entstehende Wärme gibt das Gefäß an den Inhalt eines das Gefäß ganz umschließenden Kessels ab, der durch ein Rohr mit Wasser gespeist wird und der das erwärmte Wasser oder den entstandenen Dampf durch ein Rohr entlässt. Die Scheiben können mit Rauhungen versehen oder siebartig ausgebildet sein, um die Reibung weiter zu erhöhen. Es soll weiterhin möglich sein, die Flüsisigkeit mit hoher Geschwindigkeit und unter erheblichem Druck durch enge Röhren zu treiben, in denen sie sich reibt und dadurch erwärmt.
Die Verwendung von zwei sich entgegengesetzt rotierenden Riemenscheiben und daran befestigten Scheiben ist dabei relativ aufwendig. Das Pressen der Flüssigkeit durch eine enge Röhre erzielt nicht die erforderliche Reibung für eine effektive Erwärmung der Flüssigkeit.
Aus EP 0 610 914 B1 und US-A-4 277 020 ist eine Vorrichtung zum mechanischen Erwärmen von Flüssigkeiten bekannt, welche einen Aufbewahrungsbehälter zum Aufnehmen erwärmten Fluides aufweist, wobei der Behälter einen Einlass und einen Auslass aufweist; und mit einer mechanischen Umwandlungsvorrichtung, die ein Gehäuse mit einem Hohlraum besitzt, sowie mit einer Welle, die sich durch den Hohlraum erstreckt und mit einer Antriebseinrichtung verbunden ist, um die Welle zu drehen. Auf der Welle sitzt ein Rotor, wobei der Rotor derart dimensioniert ist, um eng innerhalb der Seitenwände des Behälters aufgenommen zu werden. Der Rotor weist eine zur Seitenwand gerichtete Oberfläche mit Bohrungen auf, die in vorbestimmten Winkeln zur Oberfläche angeordnet sind, wobei die Bohrungen eine Turbulenz des Fluides innerhalb des Raumes zwischen dem Rotor und einer inneren Oberfläche des Gehäuses erzeugt. Nachteilig ist der komplizierte Aufbau der Vorrichtung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum mechanischen
Erwärmen einer Flüssigkeit bzw. von Flüssigkeiten zu entwickeln, die einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist und effizient arbeitet.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des ersten Patentanspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Vorrichtung zum Erwärmen von Flüssigkeiten mit einem eine umfangsseitig geschlossene Behälterwandung aufweisenden Behälter, der eine Längsachse aufweist und, in den die Flüssigkeit einbringbar ist, wobei in dem Behälter ein oder mehrere Elemente mit Durchbrüchen und/oder Kapillaren und/oder Poren angeordnet sind, durch welche die Flüssigkeit strömt und durch die an den Elementen auftretende Reibung erwärmt wird, wobei die Durchbrüchen und/oder Kapillaren und/oder Poren nicht direkt zur Behälterwandung weisen.
Die Elemente sind bevorzugt in Form von Lochscheiben ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich ein oder mehrere Elemente durch ein 3D-Druckverfahren, d.h. durch Rapid-Prototyping zu fertigen. Das/die Element/e weisen in diesem Fall bevorzugt eine geschlossene Wandung und Durchströmöffnungen in der Art von Kapillaren und/oder miteinander in Verbindung stehenden Poren und/oder auch von Kanälen auf.
Es sind insbesondere zwei Bauformen der Vorrichtung möglich.
Einerseits können rotierende scheibenartige Elemente/Lochscheiben in der Flüssigkeit rotieren und diese dadurch erwärmen.
Andererseits kann die Flüssigkeit mit Druck durch wenigstens ein feststehendes Element und/oder wenigstens eine Lochscheibe strömen und dadurch erwärmt werden.
Im erstgenannten Fall ist wenigstens ein erstes rotierendes gelochtes flügelartiges Element, insbesondere ein Lochblech oder eine Lochscheibe (nachfolgend immer Lochscheibe genannt), an einer durch einen Antrieb drehbaren Welle angeordnet und reicht von der Welle radial nach außen in Richtung zur Behälterwandung. Dabei erstreckt sich die drehbaren Lochscheiben im Wesentlichen in Richtung zur Längsachse des Behältnisses. Zur Verstärkung des Erwärmungseffektes werden an der Seitenwand des Behälters ein oder mehrere gestellfeste Lochelemente in Form von Lochblechen oder Lochscheiben angeordnet sein, die an der Seitenwandung übereinander und/oder umfangsseitig angeordnet sind.
Die rotierenden Lochscheiben können innerhalb der gestellfesten Lochelemente rotieren oder mit diesen Kämmen. Im letztgenannten Fall sind entlang der Längsache abwechselnd ein oder mehrere gestellfeste Lochelemente und ein oder mehrere rotierende Lochscheiben angeordnet.
Es ist möglich, an der Welle eine Vielzahl von diesen rotierenden Lochscheiben übereinander und/oder umfangsseitig zu befestigen, wobei die rotierenden Lochscheiben auch zueinander in einem Winkel versetzt an der Welle angeordnet sein können. Weiterhin können auch mehrere rotierende Lochscheiben in einer ersten Reihe übereinander und mehrere rotierende Lochscheiben in wenigstens einer zweiten Reihe übereinander an der Welle angeordnet sein.
Vorzugsweise reichen die rotierenden Lochscheiben bis nahe an die Behälterwand. Der bevorzugt zylinderförmig ausgebildete Behälter ist beidseitig durch ein erstes und ein zweites Verschlusselement geschlossen, wobei durch das erste Verschlusselement die Welle reicht und die Welle am ersten und zweiten Verschlusselement gelagert ist. Durch die im flüssigen Medium rotierenden Lochscheiben erfolgt praktisch ein Warmschlagen der Flüssigkeit. Bevorzugt wird dabei als Flüssigkeit Wasser eingesetzt, welches durch Wasserwarmschlagen mittels der rotierenden Lochscheiben und mittels der gestellfesten Lochelemente erwärmt wird.
Bei der zweiten Variante der Erfindung ist wenigstens ein feststehendes Element/Lochscheibe entlang der Längsachse A des Behälters angeordnet, durch welches die Flüssigkeit unter Druck gepresst wird, so dass die Flüssigkeit durch die Reibung mit der Wandung der Durchbrüche und/oder Kapillare und/oder Poren, durch welche diese strömt, erwärmt wird.
Es ist möglich, die Durchbrüche hintereinander angeordneter feststehender Elemente/Lochscheiben zueinander versetzt anzuordnen, wobei mehrere oder alle feststehenden Elemente/Lochscheiben bevorzugt im Wesentlichen baugleich ausgeführt sind. Die hintereinander angeordneten Elemente/Lochscheiben können weiterhin um einen Winkel α zueinander versetzt angeordnet sein, so dass noch ein Durchströmen der Flüssigkeit durch die Durchbrüche/ Kapillare/Poren gewährleistet ist, aber eine hohe Reibung auftritt. Bevorzugt sind mehrere Lochscheiben zueinander versetzt in einem Winkel α und eine oder mehrere sich anschließenden Lochscheiben in einem Winkel α angeordnet. Der Winkel α liegt in Abhängigkeit von der Dimensionierung der Lochscheiben und der Größe und Anordnung der Durchbrüche bevorzugt zwischen 1° und 10°, insbesondere zwischen 3° und 6°.
Jede Lochscheibe weist vorteilhafter Weise Durchbrüche in Form einer Vielzahl von Bohrungen auf und ist dadurch einfach herstellbar.
Die Bohrungen weisen in Abhängigkeit von der Abmessung der Lochscheibe insbesondere einen Durchmesser von 0,1mm bis 50mm auf. Die Lochscheiben besitzen z.B. eine Dicke von 0,2 bis 50 mm.
Zur Gewährleistung einer hohen Reibung ist der Übergang von der Innenkontur eines
Durchbruchs zur Oberseite und /oder Unterseite der Lochscheibe scharfkantig ausgebildet.
Weiterhin kann zur Verstärkung dieses Effektes die Wandung des Durchbruchs im Wesentlichen konkav gekrümmt sein. Bei einem Verschleiß der Kante ist bei dieser dann immer noch eine hohe Reibung gegeben.
Bevorzugt besteht/bestehen das/die Elemente/die Lochscheibe/n aus einem hochfesten Werkstoff, insbesondere aus einem hochfesten Stahl, Keramik oder Glaskeramik oder einer Kombination der vorgenannten Werkstoffe.
Der Behälter weist eine Zuführöffnung und eine Ableitöffnung für die Flüssigkeit auf, wobei bevorzugt die Zuführöffnung durch das erste Verschlusselement und die Ableitöffnung durch das zweite Verschlusselement des Behälters reicht. Wird das Element durch Rapid Prototyping bzw. Rapid Manufacturing gefertigt, ist es möglich, das sich dieser durch den Behälter erstreckt und dessen Außenwandung flüssigkeitsdicht gefertigt ist, wobei im Inneren Durchströmöffnungen in der Art von Kapillaren oder Poren ausgebildet sind, die eine hohe Reibung zur Wandung gewährleisten, wodurch sich die Flüssigkeit bei einer entsprechenden Durchströmgeschwindigkeit erwärmt. Das Element kann z.B. durch Stereolithografie, selektives Lasersintern, Lasergenerieren, Laminated Object Modelling, hergestellt werden. Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt in der einfachen Ausbildung der Vorrichtung durch die Verwendung eines Elementes, welches insbesondere eine Vielzahl von Durchströmöffnungen und/oder Kapillaren und/oder Poren aufweist und entweder durch Rapid Prototyping bzw. Rapid Manufacturing hergestellt ist oder insbesondere einer Vielzahl gleichartiger Lochscheiben, durch welche das Wasser mechanisch erwärmt wird. Das Erwärmen des Fluids kann dabei bis zur Dampfphase erfolgen.
Insbesondere die Ausführung mehrerer hintereinander angeordneter feststehender Lochscheiben oder eines feststehenden durch Rapid Prototyping bzw. Rapid Manufacturing hergestellten Elementes, durch welches das Fluid hindurchgepresst wird, stellt eine einfache und effiziente Vorrichtung zum Erwärmen der Flüssigkeit zur Verfügung, da hierbei keine rotierenden (beweglichen) Teile erforderlich sind. Diese Variante, bei welcher die Flüssigkeit durch ein oder mehrere feststehende Elemente die Durchbrüche mit Kanten bzw. Reibflächen aufweisen, unter Druck gepresst wird dient somit zum Warmpressen der Flüssigkeit.
Mit dieser Lösung kann z.B. ein Wasserwarmpressen schnell und effizient erfolgen.
Sowohl bei Warmschlagen als auch beim Warmpressen kann die erwärmte Flüssigkeit einem Wärmespeicher zugeführt und für Heizzwecke oder z.B. zum Bereitstellen von warmem Wasser für unterschiedlichste Anwendungsgebiete verwendet werden.
Es ist ebenfalls möglich, den Behälter, in dem das Warmschlagen oder Warmpressen der Flüssigkeit erfolgt, aus einem Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit zu fertigen und mit einem Wärmetauscher zu koppeln. Insbesondere bei Warmschlagen (Wasserwarmschlagen) kann der Flüssigkeitspegel in dem Behälter im Wesentlichen konstant sein und die Flüssigkeit durch die Rotation der Lochscheiben z.B. in einem gewünschten Temperaturbereich gehalten werden. Am Behälter wird dann ein Wärmetauscher angeordnet und die damit zur Verfügung gestellte Wärme für das gewünschte Anwendungsgebiet (z.B. einer Zentralheizungsanlage Erwärmen von Wasser für Sanitärzwecke usw.) zur Verfügung gestellt werden.
Das Warmpressen kann auch im Umlaufprinzip mit einer im Wesentlichen konstanten Flüssigkeitsmenge erfolgen. In diesem Fall ist zwischen einem ablaufseitigen zweiten Druckmittelanschluss des Behälters und einem zulaufseitigen ersten Druckmittelanschluss des Behälters eine Pumpe angeordnet. Die Flüssigkeit kann nach Bedarf z.B. durch Veränderung des Pumpendruckes auf einen gewünschten Temperaturbereich erwärmt werden. Die am Umfang des Behälters auftretende Temperatur kann ebenfalls von einem Wärmetauscher abgenommen werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 : Prinzipdarstellung einer Vorrichtung in Längsschnitt, wobei rotierende
Lochscheiben durch Anordnung an einer drehbaren Welle in einem Behälter angeordnet sind und der Antrieb der Welle über einen Elektromotor erfolgt, Fig. 2: Schnitt A-A gem. Fig. 1,
Fig. 3: Prinzipdarstellung, ähnlich wie Fig. 1 , jedoch mit einem Antrieb über einen
Zahnriemen und eine Zahnriemenscheibe, Fig. 4: Längsschnitt einer Vorrichtung mit an einer Welle angeordneten rotierenden
Lochscheiben und an der Behälterwand angeordneten gestellfesten Lochelementen, wobei die rotierenden Lochscheiben innerhalb der gestellfesten Lochelemente rotieren, Fig. 5: Schnitt B-B gem. Fig. 4, Fig. 6: Längsschnitt einer Vorrichtung mit an einer Welle angeordneten rotierenden
Lochscheiben und an der Behälterwand angeordneten gestellfesten Lochelementen, wobei die rotierenden Lochscheiben und die gestellfesten
Lochelemente miteinander kämmen, Fig. 7: Schnitt C-C gem. Fig. 6, Fig. 8: Seitenansicht einer Vorrichtung, bei welcher eine Vielzahl von feststehenden
Lochscheiben entlang der Längsachse des Behälters hintereinander angeordnet sind,
Fig. 9: Längsschnitt D-D gem. Fig. 8, Fig. 10: Schnitt E-E gem. Fig. 8 Fig. 11 : Draufsicht auf eine feststehende Lochscheibe,
Fig. 12: Seitenansicht einer Lochscheibe mit einer Nut, die mit einer Passfeder in Wirkverbindung bringbar ist,
Fig. 13: Seitenansicht einer Lochscheibe mit einer um 3-5° versetzten Nut, die mit einer Passfeder in Wirkverbindung bringbar ist, Fig. 14: Schnittdarstellung einer Vorrichtung, mit einem Element, welches durch
Rapid Manufacturing hergestellt ist. Fig. 15: Behälter mit Lochelementen in Form von Winkelblechen, die an der
Behälterwand angeordnet sind, Fig. 16: die Draufsicht gemäß Figur 15,
Fig. 17: Schnitt A-A gemäß Figur 16,
Fig. 18: Darstellung verschiedener Formen rotierender Flügel.
In Fig. 1 bis 7 sind verschiedene Varianten einer Vorrichtung zum Warmschlagen einer Flüssigkeit (z.B. Wasser) dargestellt, die aus einem Behälter 1 mit einer zylindrischen Wandung 2 sowie einem ersten Verschlusselement 3 und einem zweiten Verschlusselement 4 besteht, wobei die Verschlusselemente 3, 4 den Behälter 1 beidseitig verschließen. Durch das erste Verschlusselement 3 führt eine Welle 5, welche eine Längsachse A aufweist. An der Welle 5 sind mittels
Befestigungselementen 6 flügelartige, im Wesentlichen rechteckige, Lochscheiben 7 mit einer Vielzahl von Durchbrüchen 8 mit ihrer radial innen liegenden Längskante befestigt. Die Welle 5 ist durch einen Antrieb in Rotation versetzbar und in den Verschlusselementen 3, 4 mittels Lagerungen L1 , L2 drehbar gelagert. Wenn sich in dem Behälter 1 eine Flüssigkeit befindet und die Welle 5 mit den daran befestigten flügelartigen Lochscheiben 7 mit hoher Geschwindigkeit rotiert, wird die Flüssigkeit durch die induzierte mechanische Energie erwärmt.
Gem. Fig. 1 und gem. Schnitt A-A nach Fig. 1 , der in Fig. 2 dargestellt ist, sind an der Welle 4 jeweils in 4 um 90° zueinander versetzten Reihen Lochscheiben 7 übereinander angeordnet und mit ihren Innenkanten mittels Befestigungs-elementen 6 an der Welle 5 befestigt. Der Antrieb der Welle 5 erfolgt mittels eines Motors 9 und eines Getriebes 10.
Figur 3 zeigt eine Prinzipdarstellung, ähnlich wie Fig. 1 , jedoch mit einem Antrieb über einen Zahnriemen 11 und eine erste Zahnriemenscheibe 12, wobei eine ausgangsseitige Drehwelle 13 einer Strömungsenergieanlage (z.B. Windkraftanlage) über eine zweite Zahnriemenscheibe 14, den Zahnriemen 11 und die erste Zahnriemenscheibe 12 die Welle 5 in Rotation versetzt. Es ist somit möglich, die Vorrichtung zum Erwärmen von Flüssigkeiten mit einer Windkraftanlage oder einer anderen Strömungsenergieanlage zu koppeln.
Der Längsschnitt einer Vorrichtung mit an der Welle 5 angeordneten rotierenden Lochscheiben 7 und an der Wandung 2 angeordneten gestellfesten Lochelementen 15 , wobei die rotierenden Lochscheiben 7 innerhalb der gestellfesten Lochelemente 15 rotieren, ist in Fig. 4 im Längsschnitt und in Fig. 5 im Schnitt B-B gem. Fig. 4 dargestellt. Jeweils ein im Wesentlichen rechteckiges gestellfestes Lochelement 15 erstreckt sich aus Richtung des ersten Verschlusselementes 3 bis zum zweiten Verschlusselement 4 und ist mit seiner Außenkante innen an der Behälterwand befestigt. Es ist auch möglich, die gestellfesten Lochelemente 15 zusätzlich oder auch nur an den Verschlusselementen 3, 4 zu befestigen. Es sind insgesamt 10 über den Umfang verteilte gestellfeste Lochelemente 15 mit ihren Außenkanten an der Behälter- wand angeordnet, wie aus dem in Figur 5 dargestellten Schnitt B-B gem. Fig. 4 hervorgeht. In diesen rotieren zwei um 180° versetzte Reihen mehrerer übereinander angeordneter rotierender Lochscheiben 7. Der innere Hüllkreis H2 (gestrichelt in Fig. 5 eingezeichnet) der gestellfesten Lochelemente 15 ist dabei etwas größer als der äußere Hüllkreis H1 (gestrichelt eingezeichnet) der rotierenden Lochscheiben 7. Der Längsschnitt einer Vorrichtung mit an einer Welle angeordneten rotierenden
Lochscheiben 7 und an der Behälterwand angeordneten gestellfesten Lochelementen 15, wobei die rotierenden Lochscheiben 7 und die gestellfesten Lochelemente 15 miteinander kämmen, ist in Fig. 6 und der Schnitt C-C in Fig. 7 dargestellt. In Richtung zur Längsachse sind jeweils abwechselnd ein gestellfestes Lochelement 15 und eine rotierende Lochscheibe 7 angeordnet, die sich radial in einem Bereich x überlappen. Wenn die an der Welle 5 mit ihren Innenkanten befestigten rotierenden Lochscheiben 7 durch die Drehung der Welle 5 in Rotation versetzt werden, kämmen sie somit mit den gestellfesten Lochscheiben 15. Die rotierenden Lochscheiben 7 sind auch hier in etwa rechteckig und im Wesentlichen flügelartig ausgebildet. Die gestellfesten Lochelemente 15 sind mittels Abstandselementen 15.1 voneinander beabstandet. Die Höhe der
Abstandselemente 15.1 muss so gewählt werden, dass die rotierenden Lochscheiben 7 jeweils ohne anzuschlagen zwischen zwei übereinander angeordneten Lochelementen 15 rotieren können.
Eine andere Gattung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Warmpressen einer Flüssigkeit (z.B. Wasser) ist in Fig. 8 bis 13 dargestellt. Hier werden keine rotierenden Lochscheiben eingesetzt, sondern feststehende Lochscheiben 16 (Fig. 8 bis 13) bzw. ein mit Durchbrüchen bzw. Kanälen bzw. Poren versehene Element 17 (Fig. 14), welches z.B. mittels Rapid Manufacturing hergestellt wurde, befindet sich fest in einem Behälter 1 , welches ebenfalls endseitig ein erstes Verschlusselement 3 und ein zweites Verschlusselement 4 aufweist. In das erste Verschlusselement 3 mündet ein zulaufseitiger erster Druckmittelanschluss 18, welcher z.B. mittels eines ersten Befestigungsmittels 19 an dem ersten Verschlusselement 3 befestigt ist. An das zweite Verschlusselement 4 ist ein ablaufseitiger zweiter Druckmittelanschluss 20 mittels eines zweiten Befestigungsmittels 21 angeschlossen. Die Seitenansicht einer Vorrichtung, bei welcher eine Vielzahl von feststehenden Lochscheiben 16 hintereinander angeordnet ist, ist in Fig. 8 und der Längsschnitt D-D gem. Fig. 8 ist in Fig. 9 dargestellt.
Alle feststehenden Lochscheiben 16 weisen die gleiche Perforation auf, sind jedoch immer in Winkelschritten zueinander verdreht angeordnet. Aus dem Schnitt E-E gem. Fig. 10 geht dabei hervor, dass die Durchbrüche 8 immer um einen Winkel α zueinander versetzt sind. Dazu ist in der Wandung 2 des Behälters 1 eine Nut 22 eingebracht, in welcher eine Passfeder 23 sitzt. Die ansonsten baugleich ausgebührten feststehenden Lochscheiben 7 weisen an ihrem Außenumfang eine Nut 24 auf, die jeweils um den Winkel α versetzt ist, und die mit der Passfeder 23 in Eingriff steht. Dadurch sind die Verdrehfestigkeit der feststehenden Lochscheiben 16 und deren geforderte Winkelstellung gewährleistet.
Fig. 10 zeigt die Draufsicht auf eine feststehende Lochscheibe 16, die eine Nut 24 aufweist und Fig. 12 den Schnitt F-F durch diese. Es ist ersichtlich, dass die
Durchbrüche 8 in der feststehenden Lochscheibe 16 nicht in Form von geradlinigen Bohrungen ausgeführt sind, sondern im Querschnitt konkav gekrümmt sind. Dadurch ergibt sich in Richtung zu den beiden Außenseiten der feststehenden Lochscheibe 16 ein sehr scharfkantiger Übergang.
Die Seitenansicht einer feststehenden Lochscheibe 16, deren Perforation der in Fig. 11 und 12 dargestellten Lochscheibe entspricht, jedoch mit einer im Winkel α (z.B. 3-5°) versetzten Nut 24, die mit der Passfeder in Wirkverbindung bringbar ist, zeigt Fig. 13. Die folgende Lochscheibe weist dann wiederum eine Nut auf, die zur Nut der vorhergehenden Lochscheibe versetzt ist usw. Dadurch wird gewährleistet, dass das flüssige Medium, welches unter Druck über den ersten Druckmittelanschluss 18 zugeführt wird, über eine Vielzahl scharfer Kanten strömt und sich durch die entstehende Reibung erwärmt. Aus dem zweiten Druckmittelanschluss strömt somit erwärmtes flüssiges Medium. Anstelle der Verwendung einer Vielzahl von feststehenden Lochscheiben 16 kann auch ein Element 17 in dem Behälter 1 sitzen, welches durch Rapid Manufacturing hergestellt ist und eine Vielzahl von miteinander in Verbindung stehenden Durchbrüchen und/oder Kapillaren und/oder Poren aufweist, durch welche die Flüssigkeit unter Druck strömt bzw. hindurchgepresst wird. Auch hier erwärmt sich die Flüssigkeit durch die Reibung mit den Wandungen der Durchbrüchen und/oder Kapillaren und/oder Poren. Die beiden Druckmittelanschlüsse können über eine Pumpe miteinander verbunden sein, so dass die Flüssigkeit im Umlaufprinzip erwärmt wird.
In Fig. 9 und Fig. 14 wird mit W der Fluidstrom (z.B. Wasser) bezeichnet.
Gemäß Figur 15 bis 17 wird ähnlich wie bei Figur 6 eine weitere Variante mit rotierenden Lochscheiben 7 vorgesehen, wobei hier beispielsweise vier um 90° versetzte Lochelemente 15 (es sind auch mehr oder weniger möglich) in Form von Winkeln ausgebildet sind, die mit den beiden wandseitigen Enden an der Innenseite der Wandung 2 des Behälters 1 befestigt sind. Durch diese konstruktive Gestaltung wird eine bessere Stabilität der feststehenden Lochelemente 15 erzielt. In Figur 18 werden drei weitere Möglichkeiten der Ausbildung der rotierenden Lochscheiben dargestellt. Diese sind aus gebogenem Lochblech gefertigt und zumindest nach unten und oben offen. In Darstellung a ist das Lochblech im Querschnitt rechteckig gebogen. In Darstellung b ist der Querschnitt in etwa rechteckig ausgeführt und nach außen etwas abgerundet. In Darstellung c sind zwei Blechbereiche zueinander spiegelbildlich konvex nach außen gebogen. Durch die Verwendung gebogener Blechprofile zu einem insbesondere oben und unten geöffneten Hohlprofil für die „Lochscheiben" 7 wird deren Stabilität ebenfalls erheblich erhöht. Selbstverständlich sind auch andere Gestaltungsvarianten der rotierenden „Lochbleche" in einlagiger, mehrlagiger oder hohlkammerförmiger Art möglich. Alle hohlprofilartigen Lochscheiben 7 weisen zur Befestigung an der Drehwelle (hier nicht dargestellt) Befestigungselemente 6 auf.
In allen vorgenannten Ausführungsvarianten ist es möglich, Die an der Außenwand des Behälters bzw. des Gehäuses auftretende Wärme über einen Wärmetauscher (nicht dargestellt) abzunehmen und dem jeweiligen Verwendungszweck zuzuführen.
Neben den dargestellten Ausführungsbeispielen sind vielfältige weitere Ausführungsvarianten möglich.
