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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE AND METHOD FOR ALIGNING FOLDED CARTON BLANKS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/002259
Kind Code:
A2
Abstract:
Disclosed is a device for aligning cartons, comprising first conveying means and second conveying means, the first conveying means and the second conveying means being mutually spaced and the drives of the first conveying means and the second conveying means each having a speed controller. Also disclosed is a method for aligning cartons.

Inventors:
KRETZMANN, Uwe (Asternweg 25, Lorch, 73547, DE)
HAAG, Armin (Dammweg 26, Urbach, 73660, DE)
Application Number:
EP2018/067056
Publication Date:
January 03, 2019
Filing Date:
June 26, 2018
Export Citation:
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Assignee:
WILHELM BAHMUELLER MASCHINENBAU PRAEZISIONSWERKZEUGE GMBH (Wilhelm-Bahmueller-Strasse 34, Pluederhausen, 73655, DE)
International Classes:
B31B50/04; B65H9/00
Foreign References:
EP2072241B12012-02-29
Attorney, Agent or Firm:
DREISS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Friedrichstraße 6, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Vorrichtung zum Ausrichten von Kartons (13) umfassend erste Transportmittel und zweite Transportmittel, wobei die ersten Transportmittel und die zweiten

Transportmittel zueinander beabstandet angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb (39.1) der ersten Transportmittel und ein Antrieb (39. r) der zweiten Transportmittel jeweils eine Drehzahlregelung aufweist .

Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportmittel ein Treibrad (1) und/oder einen Treibriemen aufweisen.

Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportmittel ein Gegenrad (3) und/oder einen Gegenriemen aufweisen.

Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenräder (3) und/oder die Gegenriemen an einer Schwinge (47) angeordnet sind.

Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenräder (3) oder die Gegenriemen ebenfalls einen drehzahlgeregelten Antrieb aufweisen, und dass die Drehzahlen der Antriebe (39) für ein Treibrad (1) oder einen Treibriemen und das zugehörige Gegenrad (3) oder den zugehörigen Gegenriemen so miteinander gekoppelt sind, dass sie die gleiche

Transportgeschwindigkeit bereitstellen.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Sensoren (45) zur Erfassung der Ausrichtung der

Kartons (13) aufweist.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine vorgeschaltete Zuführeinrichtung (5) und/oder eine nachgeschaltete Transportrichtung (7) umfasst.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (5) zwei parallel

zueinander verlaufende Transportbänder (9), zwei parallel zueinander verlaufende Anpressbänder (15) und Mittel zum Einstellen der wirksamen Länge der

Anpressbänder (15) umfasst.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Einstellen der wirksamen Länge der Anpressbänder (15) mindestens eine in ihrer Position veränderbare Umlenkrolle (19, 21) umfasst.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Umlenkrolle (19, 21) auf einem verschiebbaren Schlitten (23) angeordnet ist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung (7) zwei parallel zueinander verlaufende Transportbänder (29), zwei parallel zueinander verlaufende Anpressbänder (31) und Mittel zum Einstellen der wirksamen Länge der

Anpressbänder (31) umfasst.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Einstellen der wirksamen Länge der Anpressbänder (31) mindestens eine in ihrer Position veränderbare Umlenkrolle (33, 35) umfasst.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Umlenkrolle (33, 35) auf einem verschiebbaren Schlitten (37) angeordnet ist.

14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Sensoren (45) quer zu einer Transportrichtung (17) der Vorrichtung voneinander beabstandet angeordnet sind.

15. Vorrichtung zum Positionieren von mindestens zwei

Kartons (10, 12, 14) relativ zueinander, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Vorrichtungen (2) zum Ausrichten nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst, und dass die Antriebe (3) beider

Vorrichtungen derart miteinander gekoppelt sind, dass die mindestens zwei Kartons (10, 12, 14) in

Transportrichtung (17) den gewünschten Abstand

zueinander haben.

16. Verfahren zum Ausrichten eines Kartons (13) mit einer Vorrichtung (2) zum Ausrichten nach einem der

vorhergehenden Ansprüche umfassend die Schritte Erfassen der tatsächlichen Ausrichtung eines Kartons (13) ,

Vergleichen der tatsächlichen Ausrichtung eines

Kartons (13) mit einer Soll-Ausrichtung oder Ermitteln eines Versatzes (DS) des Kartons (13),

Steuern der Antriebe (391, 39r) der

Transporteinrichtungen in Abhängigkeit des Versatzes (AS ) .

Verfahren zum Positionieren von mindestens zwei

Kartons (10, 12) mit zwei Vorrichtungen (2.1, 2.2 ) zum Ausrichten nach einem der Ansprüche 1 bis 15 umfassend die Schritte

Erfassen der tatsächlichen Positionen beider Kartons (10, 12),

Vergleichen der tatsächlichen Relativ-Position beider Kartons (10, 12) mit einer Soll-Position,

Steuern der Antriebe (39) der Transportmittel beider Vorrichtungen in Abhängigkeit der Abweichung der tatsächlichen Relativ-Position beider Kartons (10, 12) von der Soll-Position.

Description:
Titel: Vorrichtung und Verfahren zum Ausrichten von Faltschachtelzuschnitten

Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Ausrichten von Faltschachtelzuschnitten, die

nachfolgend auch als Kartons bezeichnet werden.

In vielen Bereichen in denen Kartons weiterverarbeitet werden, beispielsweise um Verpackungen herzustellen, ist es erforderlich, die Kartons exakt auszurichten, bevor sie zu einer Bearbeitungsstation transportiert werden. Nur wenn die Kartons exakt ausgerichtet in die Bearbeitungsstation gelangen, ist gewährleistet, dass die Kartons in der

Bearbeitungsstation präzise und exakt weiterbearbeitet werden können. Zum Beispiel das Falten eines

Faltschachtelzuschnitts setzt eine exakte Ausrichtung voraus. Ähnlich verhält es sich, wenn zwei

Faltschachtelzuschnitte miteinander verklebt werden sollen. Dann müssen Ausrichtung und relative Lage stimmen.

Ein Beispiel für das Transportieren von Kartons zu einer Bearbeitungsstation ist aus der EP 2 072 241 Bl bekannt. Dort werden mehrere Kartons von einem Schachtmodul mit Hilfe von Nockenriemen in ein Leim- und Fügemodul

transportiert. Es ist leicht vorstellbar, dass nur ein exakt ausgerichteter und positionierter Karton in dem Leim- und Fügemodul exakt verleimt werden kann. Die exakte

Ausrichtung ist somit entscheidend für die Qualität der Kartons.

Die Ausrichtung der Kartons erfolgt bei der EP 2072241 Bl über ein Paar parallel zueinander angeordneter

Nockenriemen. Nockenriemen sind Transportriemen, die in regelmäßigen Abständen Nocken aufweisen. Diese Nocken sind mit dem Riemen umlaufende Anschläge n und die Kartons exakt in der gewünschten Weise ausrichten. Dieses Prinzip hat sich in der Praxis seit vielen Jahren bewährt. Allerdings ist ein Trend festzustellen, dass immer kleinere Kartons transportiert und bearbeitet werden müssen.

Außerdem sind die Kartons zunehmend unregelmäßiger geformt, d. h. ihre Form weicht oft stark von einem Rechteck oder einem Quadrat ab. Beide Effekte erschweren eine exakte Ausrichtung der Kartons mit Hilfe der bekannten und

bewährten Nockenriemen.

Außerdem ist die Förderleistung von diesen

Transporteinrichtungen vor allem bei kleinen Kartons nicht optimal, weil zwischen zwei hintereinander auf dem

Nockenriemen angeordneten Nocken, deren Abstand relativ groß ist, nur ein Karton transportiert werden kann. Es ist nicht möglich, die Transportleistung durch Steigerung der Geschwindigkeit des Nockenriemens beliebig zu steigern, weil die Nocken des Riemens sonst mit einer zu großen

Geschwindigkeit auf die Hinterkante des zu

transportierenden und auszurichtenden Kartons prallen.

Dadurch können Beschädigungen des Kartons entstehen und es ergibt sich aufgrund der hohen Dynamik bzw. des großen Impulses, den der Nocken in den Karton einleitet, ein

Abprallen der Hinterkante des Kartons von den Nocken, so dass die Ausrichtung nicht gleichbleibend gut ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, das es erlaubt auch kleine und/oder unregelmäßig geformte Kartons exakt auszurichten und zu transportieren. Dabei soll die

Präzision der Ausrichtung verbessert und eine möglichst schonende Behandlung der Kartons erreicht werden.

Schließlich soll auch die Transportleistung der Vorrichtung erhöht werden.

Eine weitere Aufgabe der beanspruchten Erfindung ist darin zu sehen, dass zwei oder mehrere Kartons nicht nur ausgerichtet werden, sondern relativ zueinander positioniert werden, so dass sie beispielsweise in einem Leim- und Fügemodul positionsgenau geleimt oder gefügt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum Ausrichten von Kartons umfassend erste Transportmittel und zweite Transportmittel, wobei die ersten

Transportmittel und die zweiten Transportmittel in einer Richtung quer zur Transportrichtung der Kartons zueinander beabstandet angeordnet sind, dadurch gelöst, dass ein Antrieb der ersten Transportmittel und ein Antrieb der zweiten Transportmittel jeweils eine separate

Drehzahlregelung aufweisen.

Erfindungsgemäß wird das Ausrichten der Kartons

vorgenommen, indem für eine bestimmte Zeit beziehungsweise einen bestimmten Transportweg die beiden Transportmittel unterschiedlich schnell angetrieben werden. Wenn also beispielsweise die in Transportrichtung linke Seite das Kartons etwas "zurückhängt", werden die auf der rechten Seite angeordneten Transportmittel etwas langsamer als die auf der linken Seite angeordneten Transportmittel

angetrieben, so dass die rechte Seite des Kartons nach hinten "wandert" wird, bis sie auf gleicher Höhe wie die linke Seite ist und somit die Vorderkante oder eine andere Referenzkante des Kartons perfekt ausgerichtet ist.

Alternativ können auch die auf der linken Seite

angeordneten Transportmittel etwas beschleunigt werden, um den Karton auszurichten. Die dazu erforderliche geringfügige Änderung der

Transportgeschwindigkeit eines der beiden Transportmittel oder beider Transportmittel ist regelungstechnisch einfach zu beherrschen. Sie führt nur zu minimalen auf den Karton wirkenden Kräften, sodass der Vorgang des Ausrichtens bei einer insgesamt sehr hohen Transportgeschwindigkeit vorgenommen werden kann. Wegen der Leistungsfähigkeit der erfindungsgemäßen

Vorrichtung ist es auch möglich, eine Vielzahl von Kartons mit einem sehr geringen Abstand zueinander der

erfindungsgemäßen Vorrichtung zuzuführen, sodass die

Auslastung der Vorrichtung sehr hoch ist und auf diese Weise die Ausbringung beziehungsweise der Durchsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung weiter gesteigert wird.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist relativ einfach aufgebaut, weil sie nur Transportmittel, Sensoren, separat regelbare Antriebe der Transportmittel und eine Steuerung erfordert. Dadurch ist sie kostengünstig und robust.

Die Ausgestaltung dieser Transportmittel kann auf

verschiedenste Weisen erfolgen. Beispielsweise können die Transportmittel ein Treibrad oder einen Treibriemen aufweisen. Um zu gewährleisten, dass der zu

transportierende und auszurichtende Karton mit einer ausreichenden Normalkraft gegen das Treibrad oder den Treibriemen gepresst wird, ist ein Gegenrad und/oder ein Gegenriemen vorgesehen. Dieses Gegenrad oder dieser Gegenriemen sorgt dafür, dass eine vorbestimmte Anpresskraft zwischen Karton und Treibrad beziehungsweise Treibriemen gewährleistet ist und kein Schlupf zwischen Karton und Treibrad beziehungsweise Treibriemen auftritt.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Gegenräder oder die Gegenriemen jeweils an einer Schwinge angeordnet sind. Es ist auch möglich, dass die Gegenräder und/oder die Gegenriemen ebenfalls einen drehzahlgeregelten Antrieb aufweisen. Dann sind die Drehzahlen der Antriebe für ein

Treibrad oder einen Treibriemen und das zugehörige Gegenrad oder den zugehörigen Gegenriemen so miteinander gekoppelt sind, dass sie den Karton mit der gleichen

Transportgeschwindigkeit antreiben. Diese Variante ist von der Ausstattung etwas aufwendiger. Allerdings können dadurch auch sehr große und schwere Kartons oder Platten transportiert und ausgerichtet werden.

Um die tatsächliche Ausrichtung eines Karton zu erfassen, sind mindestens zwei Sensoren vorgesehen. Die Sensoren sind bevorzugt quer zu einer Transportrichtung der Vorrichtung voneinander beabstandet angeordnet, sodass durch den

Zeitversatz mit dem eine Vorderkante oder ein anderes gut detektierbares geometrisches Merkmal eines Kartons von den beiden Sensoren detektiert wird, die Schrägstellung des Kartons ermittelt werden kann. Durch eine entsprechende erfindungsgemäße Ansteuerung der Treibräder oder

Treibriemen der beiden Transportmittel wird diese

Schrägstellung anschließend korrigiert. Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren nach dem nebengeordneten Anspruch 8 gelöst. Dabei werden die gleichen Vorteile wie mit der erfindungsgemäßen

Vorrichtung gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 realisiert.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch dazu genutzt werden, um mehrere Karton nicht nur auszurichten, sondern zusammenzuführen, sodass sie beispielsweise in einer Leimoder Fügeeinrichtung miteinander verleimt oder auf andere Weise verbunden werden können.

Zu diesem Zweck werden zwei erfindungsgemäße Vorrichtungen eingesetzt. Jede dieser Vorrichtungen richtet einen Karton aus und positioniert ihn in Transportrichtung gesehen relativ zu dem anderen Karton in der gewünschten Weise. Wenn sich beispielsweise ein erster Karton etwas zu weit in Transportrichtung vor dem zweiten Karton, mit dem er gefügt werden soll, befindet, wird der erste Karton in der ersten Vorrichtung nicht nur ausgerichtet, sondern etwas

abgebremst, bis die Vorderkanten der beiden Kartons den gewünschten Abstand voneinander haben. Anschließend werden beide Kartons beispielsweise einem Füge- oder Leimmodul zugeführt und dort verbunden.

Somit ist es durch die mit der erfindungsgemäßen

Vorrichtung möglich, nicht nur einen einzelnen Karton perfekt und mit hoher Ausbringung auszurichten, sondern durch den Einsatz von zwei miteinander gekoppelten

Vorrichtungen können auch zwei oder mehr Kartons relativ zueinander positioniert und zusammengeführt werden. Um in die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ausrichten mit Kartons zu versorgen und die ausgerichteten Kartons anschließend aus der Vorrichtung zu transportieren, ist in Transportrichtung vor der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Zuführeinrichtung angeordnet und in Transportrichtung hinter der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ausrichten ist eine Transporteinrichtung vorgesehen. Die Zuführeinrichtung und die Transporteinrichtung sind im Wesentlichen baugleich ausgeführt. Sie sind bezüglich der Vorrichtung zum Ausrichten symmetrisch aufgebaut. Sowohl die Zuführeinrichtung als auch die Transporteinrichtung weisen zwei parallel zueinander verlaufende Transportbänder auf. Oberhalb beziehungsweise beabstandet zu den

Transportbändern sind Anpressbänder und angeordnet. In einem Spalt, der von den Transportbändern und den

Anpressbändern gebildet wird, wird der Karton

"eingeklemmt", sodass er mit einer konstanten und

vorgegebenen Normalkraft gegen die Transportbänder gepresst wird. In Folge dessen wird die Geschwindigkeit der

Transportbänder ohne Schlupf auf den Karton übertragen.

Konstruktive Details der Zuführeinrichtung und der

Transporteinrichtung sind den Figuren und deren

Beschreibung entnehmbar.

Grundsätzlich können auch andere Zuführeinrichtungen und Transporteinrichtungen vor beziehungsweise hinter der erfindungsgemäßen Vorrichtung angeordnet werden. Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Zeichnung, deren

Beschreibung und den Patenansprüchen entnehmbar. Alle in der Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen beschriebenen Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein . Zeichnung

Es zeigen:

Figur 1 eine schematisierte Seitenansicht und Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Vorrichtung,

Figur 2 verschiedene Einstellungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Seitenansicht,

Figur 3 eine Ansicht von oben auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung,

Figur 4 eine weitere Ansicht von oben auf die

erfindungsgemäße Vorrichtung,

Figur 5 eine Ansicht von oben mit eingezeichneten

Sensoren, Figur 6 eine isometrische Darstellung eines weiteren

Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und Figur 7 ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen

Verfahrens .

Figur 8 eine Draufsicht auf einen ersten und zwei zweite

Kartons vor dem Zusammenfügen; Figur 9 eine Draufsicht auf die Kartons gemäß Figur 1

nach dem Zusammenfügen und

Figur 10 eine Kombination von zwei erfindungsgemäßen

Vorrichtungen .

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Im oberen Teil der Figur 1 ist eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ausrichten 2 stark vereinfacht und auf das Wesentliche reduziert dargestellt.

In dieser vereinfachten Darstellung umfasst die

erfindungsgemäße Vorrichtung ein Treibrad 1 und ein

Gegenrad 3. Zwischen dem Treibrad 1 und dem Gegenrad 3 wird ein Karton 13 transportiert und ausgerichtet. Zu diesem

Zweck ist der Antrieb 39 (siehe die Draufsicht in der Figur 1) des Treibrads 1 mit einer Drehzahlregelung versehen, so dass die Umfangsgeschwindigkeit des Treibrads 1 und damit die Transportgeschwindigkeit des Kartons 13 gesteuert werden können. Der Antrieb 39 ist meist ein

drehzahlgeregelter Elektromotor. In der Figur 1 ist links von der eigentlichen Vorrichtung 2 zum Ausrichten eine Zuführeinrichtung 5 angeordnet. Rechts der Vorrichtung 2 ist eine Transporteinrichtung 7 zum

Weitertransport des Kartons 13 angeordnet, die in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 7 versehen ist. Die

Zuführeinrichtung 5 und die Transporteinrichtung 7 sind vom Konzept her einander sehr ähnlich. Sie sind gewissermaßen spiegelbildlich zu der Vorrichtung 2 zum Ausrichten der Kartons aufgebaut.

Die Zuführeinrichtung 5 umfasst ein Transportband 9, das unter anderem über eine Umlenkrolle 11 geführt wird. Diese Umlenkrolle 11 befindet sich in unmittelbarer Nähe des Treibrads 1, so dass ein Karton 13 mit Hilfe des

Transportbands 9 in den Wirkungsbereich des Treibrads 1 transportiert werden kann.

Damit die zum Transport des Kartons 13 erforderliche

Antriebsleistung von dem Transportband 9 auf den Karton 13 zuverlässig und ohne Schlupf übertragen wird, ist oberhalb des Transportbands 9 ein Anpressband 15 angeordnet. Das Transportband 9 und das Anpressband 15 bilden einen Spalt, durch den der Karton 13 transportiert wird. Das Anpressband 15 sorgt für eine ausreichende Normalkraft zwischen Karton 13 und Transportband 15, so dass der Karton 13 ohne Schlupf von dem Transportband 9 transportiert wird.

Der Karton 13 wird in Richtung eines Pfeils 17

transportiert. Das heißt der Karton 13 wird in der Figur 1 von links nach rechts durch die dargestellten Vorrichtungen 5, 2 und 7 transportiert.

Das Anpressband 15 wird über eine Kombination von zwei Umlenkrollen 19 und 21 geführt. Diese Umlenkrollen 19 und 21 wiederum sind an einem Schlitten 23 montiert. Der

Schlitten 23 kann in der Transportrichtung verschoben werden. Zu diesem Zweck ist ein Linearantrieb 25 zum

Verfahren des Schlittens 23 vorgesehen. Als Linearantrieb 25 sind viele marktgängige Antriebe, Insbesondere

Zahnstangenantriebe oder Kugelgewindetriebe, geeignet.

Durch das Verfahren des Schlittens 23 wird ein Abstand A zwischen der Umlenkrolle 21 und dem Gegenrad bzw. dem

Treibrad 1 eingestellt werden. Durch die dargestellte

Führung des Anpressbands 15 ist die Spannung des

Anpressbands 15 unabhängig von der Position des Schlittens 23, so dass kein Nachspannen erforderlich ist, wenn der Schlitten 23 verfahren wird. Im unteren Teil der Figur 1 ist eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung ebenfalls stark vereinfacht dargestellt. In dieser Draufsicht ist ein Abstand A

zwischen der Umlenkrolle 21 und dem Gegenrad 3 bzw. dem Treibrad 1 eingetragen.

Wenn man nun wieder den Blick auf den oberen Teil der Figur 1 richtet, dann wird deutlich, dass die

Transporteinrichtung 7 sehr ähnlich aufgebaut ist, wie die Zuführeinrichtung 5. Sie umfasst ebenfalls eine Umlenkrolle 27, ein Transportband 29, ein Anpressband 31, sowie Umlenkrollen 33 und 35, die auf einem Schlitten 37

angeordnet sind. Die Transporteinrichtung 7 ist, wie bereits erwähnt, symmetrisch zu der Zuführeinrichtung 5 aufgebaut. Abhängig von der Form der Kartons 13 ist häufig sogar der Abstand A zwischen der erfindungsgemäßen

Vorrichtung 2 zum Ausrichten und der Umlenkrolle 33 der Transporteinrichtung 7 im Wesentlichen gleich groß, wie der Abstand A zwischen der Umlenkrolle 21 der Zuführeinrichtung 5 und der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 zum Ausrichten.

In der Draufsicht im unteren Teil der Figur 1 wird

deutlich, dass in der Zuführeinrichtung 5, der Vorrichtung 2 zum Ausrichten und der Transporteinrichtung 7 alle wichtigen Bauteile doppelt vorhanden sind: Es sind zwei parallel zueinander verlaufende Transportbänder 9, zwei

Anpressbänder 15 sowie zwei Schlitten 23 mit Umlenkrollen 19 und 21 vorhanden.

Entsprechendes gilt für das Treibrad 1, den Antrieb 39 und das Gegenrad 3 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 zum

Ausrichten. Auch die Transporteinrichtung 7 umfasst zwei Transportbänder 29, zwei Umlenkrollen 27, zwei Schlitten 37 mit Umlenkrollen 33 und 35 sowie zwei Anpressbänder 31. Der Abstand der parallel zueinander verlaufenden

Transportbänder 9, Anpressbänder 15 sowie der Schlitten 23, der Treibräder 1, der Gegenräder 3 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 zum Ausrichten und der Transportbänder 29, der Schlitten 37 mit Umlenkrollen 33 und 35 sowie der zwei Anpressbänder 31 ist so gewählt, dass der Karton sicher auf ihnen transportiert und ausgerichtet werden kann. Das bedeutet, dass der Abstand kleiner als die Breite des Kartons 13 ist. Die Vorrichtung 2, aber auch die Zuführeinrichtung 5 und die Transporteinrichtung 7, sind bei diesem

Ausführungsbeispiel symmetrisch bezüglich einer als strichpunktierte Linie 41 angedeutete Symmetrieachse aufgebaut .

Mit Hilfe der Zuführeinrichtung 5, der Vorrichtung 2 zum Ausrichten und Transporteinrichtung 7 ist es möglich, den Karton 13 in Transportrichtung, das heißt von links nach rechts durch die gesamte Anordnung zu transportieren und auszurichten. Wenn der Karton 13 ideal ausgerichtet in die Zuführeinrichtung 5 gelangt und anschließend der Transport durch die Zuführeinrichtung 5, durch die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 und anschließend durch die

Transporteinrichtung 7 erfolgt, dann bleibt der Karton perfekt ausgerichtet und die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 wäre ohne Funktion.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel eines rechteckigen Kartons 13 bedeutet "perfekt ausgerichtet", dass eine

Vorderkante 43 des Kartons 13 rechtwinklig zur der

Transportrichtung 17 verläuft. Dieser Idealzustand ist in der betrieblichen Praxis eher die Ausnahme als die Regel. Damit schräg stehende Kartons 13, die über die

Zuführeinrichtung 5 zum Ausrichten gelangen,

erfindungsgemäß ausgerichtet werden können, sind Sensoren 45 zwischen der Zuführeinrichtung 5 und der

erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 angeordnet. Diese Sensoren 45 können Lichtschranken oder dergleichen sein. Sie dienen dazu, die Vorderkante 43 oder ein anderes geeignetes geometrisches Merkmal der Kartons 13 zu detektieren.

Wenn ein Karton 13 leicht verdreht aus der

Zuführeinrichtung 5 zu den Sensoren 45 gelangt (nicht dargestellt in Figur 1), bedeutet dies, dass einer der beiden Sensoren 45 zu einem früheren Zeitpunkt die

Vorderkante 43 des Kartons detektiert. Der andere Sensor 45 erkennt das Eintreffen der Vorderkante 43 etwas später.

Aus dieser Zeitdifferenz und der Transportgeschwindigkeit lässt sich die Schrägstellung der Vorderkante 43 berechnen. Diese Schrägstellung (in Millimetern) wird nun in der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 zum Ausrichten kompensiert, indem die Antriebe 39 der Treibräder unterschiedlich schnell laufen, so dass der Karton 13, wenn er die

erfindungsmäße Vorrichtung 2 durchlaufen hat, eine perfekt ausgerichtete Vorderkante 43 aufweist. Details hierzu werden weiter unten noch im Detail erläutert. An dieser Stelle sollen nur die konstruktiven Merkmale der

erfindungsgemäßen Anordnung erläutert werden.

Das Ausrichten des Kartons 13 mit Hilfe der beiden

Treibräder 1, die unterschiedlich schnell angetrieben werden, erfolgt, wenn der Karton 13 nur von den beiden Treibrädern 1 angetrieben wird. Der Karton 13 darf beim Ausrichten nicht mehr von den Transportbändern 9 der Zuführeinrichtung 5 und noch nicht von den Transportbändern 29 der Transproteinrichtung angetrieben werden. Das würde zu Verspannungen des Kartons 13 führen und das Ausrichten zumindest erschweren.

Um dies zu gewährleisten, wird der Abstand A zwischen der Umlenkrolle 21 der Zuführeinrichtung 5 und dem Treibrad 1 so gewählt, dass er etwas kleiner ist als eine Länge L des Kartons. Wenn beispielsweise der Karton 13 eine Länge von 500 mm hat, beträgt der Abstand A etwa 480 mm. Das Gleiche gilt für den Abstand A zwischen dem Treibrad 1 und der Umlenkrolle 33 der Transporteinrichtung 7.

Dies bedeutet, dass für eine kurze Strecke von 20 mm (= 500 mm - 480 mm) der Karton 13 sowohl von der Zuführeinrichtung 5 als auch von den Treibrädern 1 und den Gegenrädern 3 transportiert wird.

Danach ist eine Hinterkante des Kartons nicht mehr zwischen dem Transportband 9 und dem Anpressband 15 eingeklemmt, so dass das Transportband 9 keinen Einfluss mehr auf den

Transport des Kartons 13 hat. Dieser wird dann

ausschließlich von den beiden Treibrädern 1 der

erfindungsgemäßen Vorrichtung transportiert. Wenn in diesem Zustand eines der Treibräder 1 geringfügig langsamer oder schneller rotiert, als das andere Treibrad 1, dann wird der Karton 13 leicht verdreht und es erfolgt die gewünschte Ausrichtung der Vorderkante 43. Nach erfolgter Ausrichtung wird der Karton 13 an die Transporteinrichtung 7 übergeben. Dies geschieht dadurch, dass für eine kurze Zeit bzw. für ein kurzes Stück sowohl die Treibräder 1 als auch die

Transportbänder 29 der Transporteinrichtung 7 den Karton transportieren. Daher ist der Abstand A zwischen der Rolle 33, welche das Anpressband 31 umlenkt und den Treibrädern 1 etwas kleiner als die Länge L des Kartons 13.

Um auf das oben eingeführte Zahlenbeispiel zurückzukommen, steht zum Ausrichten des Kartons 13 eine Strecke von etwa 460 mm (= 500mm - 2 x 20 mm) zur Verfügung. Wenn man auf dieser Strecke eine Schrägstellung des Kartons 13 von zum Beispiel 2 mm korrigiert werden soll, dann bedeutet dies, dass ein Treibrad 1 eine Strecke von 460 mm zurücklegt und das andere Treibrad 1 in der gleichen Zeit eine Strecke von nur 458 mm zurücklegt. Alternativ ist es auch möglich, dass ein Treibrad 1 eine Strecke von 462 mm zurücklegt und das andere Treibrad 1 in der gleichen Zeit eine Strecke von 460 mm zurücklegt. Auch Kombinationen beider Varianten sind möglich. Entscheiden ist, dass die Ausrichtung des Kartons 13 über unterschiedliche Längen der Transportwege erfolgt.

Schon anhand dieses Zahlenbeispiels wird deutlich, dass das erfindungsgemäße Ausrichten eines Kartons sehr sanft und ohne große Regeleingriffe von statten geht. Anhand der Figur 2 wird exemplarisch der Transport von verschieden langen Kartons 13 durch die Zuführeinrichtung 5 die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 zum Ausrichten und die Transporteinrichtung 7 schematisch dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nicht alle Bauteile

eingezeichnet (zum Beispiel die Sensoren 45) und nicht alle Bauteile mit Bezugszeichen versehen. Es wird diesbezüglich auf die anderen Figuren verwiesen.

In der Figur 2a) sind die Zuführeinrichtung 5 und die

Transporteinrichtung 7 so konfiguriert, dass ein sehr kurzer Karton 13 mit der Länge L ausgerichtet werden kann. Der Karton 13 nimmt eine Position ein in der die

Zuführeinrichtung 5 den Karton 13 gerade noch zwischen der Umlenkrolle 21 und dem Transportband 9 einklemmt, so dass der Karton 13 mit der Geschwindigkeit des Transportbands 9 in der Figur 2 von links nach rechts befördert wird.

Gleichzeitig wird der Karton 13 mit der Vorderkante 43 schon zwischen dem Treibrad 1 und dem Gegenrad 3

eingeklemmt, so dass das Treibrad 1 den Karton 13 ebenfalls antreibt. In diesem kurzen Moment sollte deshalb die

Umlaufgeschwindigkeit des Transportbands 9 und die

Umfangsgeschwindigkeit des Treibrads 1 (annähernd) gleich groß sein. Wenn nun der Karton 13 noch ein klein wenig weiter (nach rechts) transportiert wird, verlässt er den Spalt zwischen Umlenkrolle 11 und Transportband 9, so dass er

ausschließlich von dem Treibrad 1 angetrieben wird. In diesem Zustand findet dann bei Bedarf das Ausrichten des Kartons 13 statt.

In der Figur 2b) ist eine der Figur 2a) vergleichbare

Situation dargestellt. Allerdings ist der Karton 13 sehr viel länger. Infolgedessen sind sowohl die Umlenkrollen 21 der Zuführeinrichtung 5 als auch die Umlenkrolle 33 der Transporteinrichtung 7 in einem weiteren Abstand zu dem Treibrad 1 bzw. dem Gegenrad 3 angeordnet.

Auch hier gilt wieder, dass die Länge L des Kartons 13 etwas größer ist als der Abstand A zwischen den

Umlenkrollen 21 bzw. 33 und dem Treibrad 1. Der Abstand A wird durch Verfahren der Schlitten 23 bzw. 37 eingestellt.

In der Figur 2c) ist eine Situation dargestellt, bei der eine Länge L des Kartons 13 sehr viel größer ist als der maximale Abstand A. Dies bedeutet, dass über eine relativ lange Strecke der Karton 13 gleichzeitig von der

Zuführeinrichtung 5 dem Treibrad 1 transportiert wird. In diesem Zustand ist ein Ausrichten des Kartons 13 nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Erst wenn der Karton 13 die Zuführeinrichtung 5 mit seiner Hinterkante verlassen hat, kann das Ausrichten erfolgen. Dies muss geschehen, bevor die Vorderkante 43 des Kartons 13 zwischen der Umlenkrolle 33 bzw. dem Anpressband 31 und dem Transportband 29 der Transporteinrichtung 7 wieder eingeklemmt und dadurch fixiert wird.

In der Figur 2c) ist der Weg, der zum Ausrichten der

Vorderkante bzw. des Kartons 13 zur Verfügung steht, mit "D" bezeichnet.

Die Figuren 3 und 4 zeigen in einer Draufsicht, wie die erfindungsgemäße Vorrichtung eingestellt wird, wenn nicht rechteckige Kartons 13 ausgerichtet werden sollen. Auch hier sind nicht alle Bauteile und Bezugszeichen eingezeichnet .

Links oben in der Figur 3 ist ein Karton 13 dargestellt, der in etwa die Form eines "T" hat. Dies bedeutet, dass er in Transportrichtung 17 an der linken Seite eine Länge LI aufweist und an seiner rechten Seite eine Länge L2, wobei LI > L2. Auch solche Kartons 13 können mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne weiteres transportiert und ausgerichtet werden. Wie sich aus der Draufsicht gemäß Figur 3 ergibt, sind die Umlenkrollen 21 und 33 bzw. die Anpressbänder 15 und 31 zu beiden Seiten der Symmetrieachse 41 verschieden eingestellt.

Im Folgenden werden die nebeneinander angeordneten Bauteile mit dem Index "1" bzw. "r" versehen.

Für das in Transportrichtung linke Transportband 91 bzw. Anpressband 151 gilt bezüglich des Abstands AI zum Treibrad 11, das er etwas kleiner ist als die Länge LI des Kartons 13. Entsprechend ist der Abstand A2 zwischen der

Umlenkrolle 21r bzw. dem Ende des Anpressbands 15r und dem Treibrad lr etwas kleiner als die Länge L2 des Kartons 13.

Entsprechendes gilt auch für die Anpressbänder 311 und 31r der Transporteinrichtungen 7.

In der Figur 4 ist ein L-förmiger Karton 13 dargestellt. Die dazugehörigen Einstellungen der Umlenkrollen 111, llr, 331 und 33r bzw. der Anpressbänder 151, 15r, 311 und 31r ist in der Figur 4 dargestellt. Bei diesem

Ausführungsbeispiel ist die Vorderkante 43 eine gerade durchgehende Linie. An der Hinterkante ist in dem in

Transportrichtung 17 rechten Bereich eine Klappe

angeordnet, so dass die Länge LI und L2 auf der linken bzw. der rechten Seite des Kartons 13 unterschiedlich sind.

Aus diesem Grund ist der Abstand A2 an dem in

Transportrichtung rechten Transportband 9r größer als der

Abstand AI an dem in Transportrichtung linken Transportband 91. Auch hier gilt wieder AI < LI und A2 < L2.

Weil jedoch die Vorderkante 43 des Kartons 13 eine

durchgehende Linie ist, sind die Anpressbänder 311 und 31r zu beiden Seiten der Symmetrieachse 41 auf den Abstand AI eingestellt, dies bedeutet, dass die Vorderkante 43 rechts und links der Symmetrieachse 41 gleichzeitig von den

Bändern 29 der Transporteinrichtung 7 erfasst und

weitertransportiert wird.

Aus den Figuren 1 bis 4 wird deutlich, dass die

erfindungsgemäße Anlage und Vorrichtungen 5, 2, 7 durch einfache Änderungen der Position der Schlitten 23, 37 auf den Transport und das Ausrichten verschieden geformte

Kartons 13 eingestellt werden kann. Das Verfahren der

Schlitten kann automatisch erfolgen, so dass die

Umrüstzeiten minimiert werden bei gleichzeitig optimaler Qualität der Einstellung. In der Figur 5 ist in verschiedenen Ansichten ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ausrichten dargestellt. In diesen Ansichten ist jeweils ein Karton 13 mit eingezeichnet. Dieser Karton 13 gehört selbstverständlich nicht zur erfindungsgemäßen Vorrichtung.

In der Isometrie gemäß Figur 5a) ist gut zu erkennen, dass das Gegenrad 3 an einer Schwinge 47 drehbar gelagert ist. Die Schwinge 47 wiederum ist mit ihrem Drehpunkt 49 an einem nicht dargestellten Maschinengestell schwenkbar gelagert .

Um eine gleichmäßige und kontrollierte Anpresskraft

zwischen dem Gegenrad 3 und dem Treibrad 1 zu erzeugen, kann eine Vorspannung erzeugt werden. Dies kann über eine Federeinrichtung und/oder einem Dämpfer erfolgen. Wichtig ist, dass das Gegenrad 3 den Karton 13 mit einer konstanten Kraft gegen das Treibrad 1 presst und auch nicht kurzzeitig den Kontakt zu dem Karton 13 verliert. Daher kann eine Feder- und/oder Dämpfungseinrichtung, die nur schematisch angedeutet und mit 51 bezeichnet ist, vorteilhaft sein.

In der Figur 5b) ist eine Ansicht von hinten dargestellt. In der Figur 5c) ist eine Ansicht von oben und in der Figur 5d) ist eine Seitenansicht auf die erfindungsgemäße

Vorrichtung zum Ausrichten dargestellt.

In der Isometrie gemäß der Figur 5a) ist besonders gut zu erkennen, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung spiegelsymmetrisch zur Symmetrieachse 41 aufgebaut ist und alle wichtigen Komponenten (Antrieb 39, Treibrad 1,

Gegenrad 3, ...) rechts und links der Symmetrieachse 41 jeweils einmal vorhanden sind.

Anhand der Figuren 6 und 7 wird das erfindungsgemäße

Verfahren zum Ausrichten beispielhaft erläutert.

In der Figur 6a) ist eine Draufsicht auf die

erfindungsgemäße Anordnung dargestellt. Dabei ist ein rechteckiger Karton 13 dargestellt, der schief auf den Transportbändern 91 und 9r liegt. Dies bedeutet, dass die Vorderkante 43 einen von 90° verschiedenen Winkel zur Transportrichtung 17 aufweist. Dort, wo die Sensoren 451 und 45r angeordnet sind, bei diesem Ausführungsbeispiel oberhalb der Transportbänder 91 und 9r ergibt sich dadurch ein Versatz AS, der in der Figur 6a eingezeichnet ist.

Dieser Versatz AS ist ein Längenmaß und wird in Millimetern angegeben. Ziel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 zum Ausrichten und des zugehörigen Verfahrens ist, dass der Karton 13 durch die Treibräder 11 und lr so ausgerichtet wird, dass die Vorderkante 43 nach dem Durchlaufen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 und beim Eintritt in die Transporteinrichtung 7 genau orthogonal zur

Transportrichtung 17 verläuft.

In der Figur 6b) ist in Diagrammform das Ansprechen der Sensoren 451 und 45r dargestellt. Der Sensor 45r erkennt - ausgehend von der in der Figur 6a) dargestellten Lage des Kartons 13 - früher als der Sensor 451 das Eintreffen der Vorderkante 43 des Kartons 13.

In der Figur 6b) ist das Detektieren der Vorderkante 43 dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal der

Sensoren einen Sprung von 0 nach 1 macht. Weil im Bereich des Sensors 45.2 die Vorderkante 43 hinter der Vorderkante im Bereich des Sensors 45.1 zurückhängt, wird am Sensor 45.2 zu einem späteren Zeitpunkt das Eintreffen bzw. die Vorderkante 43 detektiert. Der Zeitversatz zwischen dem Detektieren der Vorderkante 43 durch den Sensor 45.1 und dem Sensor 45.2 ist in der Figur 6b) mit At [in

Millisekunden] dargestellt. Die Transportgeschwindigkeit der Transportbänder 91 und 9r, ist gleich. Aus der bekannten Geschwindigkeit der

Transportbänder 91 und 9rund dem Zeitversatz At kann der Versatz AS der Vorderkante 43 in Millimetern berechnet werden .

Beispielhaft sei eine Transportgeschwindigkeit V = 1 m/s und At = 0,02 sec angenommen. Dann ergibt sich AS 2,0 mm.

AS = 0,002 s x 1000 mm/s = 2, 0 mm.

Damit ist der Versatz AS bekannt.

Dieser Versatz muss von den Treibrädern 11 und lr in der kurzen Zeitspanne in der der Kartons 13 nur von den

Treibrädern 1 angetrieben wird ausgeglichen werden. In anderen Worten: Zum Ausgleich des Versatzes AS steht eine Strecke zur Verfügung, die etwas kürzer als die

Strecke A (siehe zum Beispiel die Figur 1) ist, zur

Verfügung.

Dieser Ausgleich erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das Treibrand 11 für eine kurze Zeit etwas langsamer oder schneller angetrieben wird als das Treibrad lr, so dass nach dem Fördern des

Kartons durch die erfindungsgemäße Vorrichtung 2 die Kante 43 im Bereich des Treibrads 11 um den Versatz AS weiter transportiert wurde, als die Kante 43 im Bereich des

Treibrads lr. Dann ist der Karton 13 nach dem Durchlaufen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 2 exakt ausgerichtet.

In der Figur 7 ist dieser Ausrichtvorgang ebenfalls in Diagrammform dargestellt. Es wird dabei nur der Zeitraum betrachtet, innerhalb dessen der Karton 13 ausschließlich von den Treibrädern 1 transportiert wird.

Die Transportstrecke wird als Funktion der Zeit t

dargestellt. Eine Linie 53 zeigt den Transportweg, den das Treibrad lr dem Karton 13 aufprägt und eine Linie 55 zeigt den Transportweg, den das Treibrad 11 dem Karton 13 aufprägt .

Die beiden Linien 53 und 55 sind Ursprungsgeraden, wobei die Linie 55 eine etwas größere Steigung hat als die Linie 53, weil das Treibrad 11 geringfügig schneller angetrieben wird als das Treibrad lr, so dass der Karton 13 im Bereich des Treibrads 11 etwas schneller bewegt wird als im Bereich des Treibrads lr. Diese Differenz des Transportwegs ist so bestimmt, dass sie gleich dem Versatz AS ist und zwar bevor eine Strecke A zurückgelegt wurde.

Sobald dieser Versatz AS ausgeglichen wurde, werden die Treibräder 11 und lr mit der gleichen Geschwindigkeit angetrieben, so dass die ausgerichtete Vorderkante 43 nur noch eine translatorische Bewegung erfährt.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist zum Zeitpunkt t= Tl der Versatz AS ausgeglichen und für t > Tl ist die

Drehzahl der Treibräder 11 und lr gleich, so dass die

Linien 53 und 55 für Zeiten t > Tl parallel zueinander verlaufen .

Sobald die Vorderkante 43 des Kartons 13 in den

Einzugsbereich der Transporteinrichtung 7 gelangt wird die perfekt und erfindungsgemäß ausgerichtete Vorderkante durch die Anpressbänder 31 in Verbindung mit den Transportbändern 29 der Transporteinrichtung 7 behalten und es wird ein perfekt ausgerichteter Karton 13 einer nachfolgenden

Bearbeitungsstation zugeführt.

In der Figur 8 sind mit dem Bezugszeichen 10b ein erster Karton und mit dem Bezugszeichen 10a ein zweiter Karton bezeichnet. Die Transportrichtung der Kartons 10a und 10b ist mit 18 bezeichnet. In der Figur 9 ist der zweite Karton 10a auf den ersten Karton 10b aufgelegt dargestellt und mit diesem zum

Beispiel über Leimpunkte 20 miteinander verleimt. Es liegt Auf der Hand, dass die Kartons 10a und 10b vor dem Verleimen nicht nur exakt ausgerichtet sein müssen, sondern auch deren Positionen relativ zueinander stimmen muss. Das Positionieren von zwei oder mehr Kartons 10a, 10b relativ zueinander kann mit Hilfe mehrerer gekoppelter

Vorrichtungen 2 zum Ausrichten sehr präzise und in

kürzester Zeit vorgenommen werden.

Die Figur 10 zeigt in einer Seitenansicht ein

Ausführungsbeispiel für zwei gekoppelte Vorrichtungen 2 stark vereinfacht. Aus Platzgründen sind die Sensoren 45 nicht eingezeichnet. In konstruktiver und

steuerungstechnischer Hinsicht sind die beiden

Vorrichtungen so ausgeführt wie die in den Figuren 1 bis 6 dargestellten und beschriebenen Vorrichtungen 2.

Mit zwei erfindungsgemäßen Vorrichtungen 2 können zwei Kartons 10a, 10b nicht nur unabhängig voneinander

ausgerichtet werden sondern gleichzeitig können die

Positionen der Kartons 10a, 10b relativ zueinander

eingestellt oder korrigiert werden, indem der Karton, welcher zu weit "vorne" ist, etwas abgebremst wird und/oder der Karton, welcher zu weit "hinten " ist, etwas

beschleunigt wird, bis beide Kartons 10a, 10b den

gewünschten Abstand zueinander haben. Das Beschleunigen und/oder das Abbremsen wird dem Vorgang des Ausrichtens überlagert. Die dazu erforderlichen

Informationen betreffend die Position der Kartons 10a, 10b liefern die ohnehin vorhandenen Sensoren 45 beider

Vorrichtungen. Die gemeinsame Steuerung beider

Vorrichtungen kann daraus die geeignete Ansteuerung der Antriebe 39 beider Vorrichtungen 2.1 und 2.2 ermitteln.

Wenn die Kartons in der gewünschten Weise positioniert und zusammengeführt wurden, können sie beispielsweise einer

Leim- oder Fügeeinrichtung (nicht dargestellt ) zugeführt und dort miteinander lagerichtig miteinander verbunden werden . Somit ist es durch die mit der erfindungsgemäßen

Vorrichtung möglich, nicht nur einen einzelnen Karton perfekt und mit hoher Ausbringung auszurichten, sondern durch den Einsatz von zwei miteinander gekoppelten

Vorrichtungen können auch zwei oder mehr Kartons relativ zueinander positioniert und zusammengeführt werden.

Bei allen Darstellungen wurden nur die für die

erfindungsgemäße Funktion relevanten Teile und Baugruppen dargestellt. Insbesondere von den Transportbändern 9, 29 sowie den Anpressbändern 15, 31 wurden nur Teile

dargestellt. Es wurden auch nicht alle und auch nicht alle Umlenkrollen und keine Spannvorrichtungen zur Einstellung der Bandspannungen dargestellt. Das ist dem Fachmann hinlänglich bekannt und bedarf daher keiner Erläuterung.