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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE AND METHOD FOR ARRANGING DOCUMENTS OF VALUE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/102082
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for arranging documents of value, comprising a work surface, on which documents of value to be arranged can be laid, and a trough in or in front of the work surface, which trough is designed in such a way that documents of value picked up or pushed from the work surface can be brought into the trough in order to align said documents of value with each other therein.

Inventors:
STAPFER, Michael (Waldstrasse 10B, Neubiberg, 85579, DE)
Application Number:
EP2016/002113
Publication Date:
June 22, 2017
Filing Date:
December 15, 2016
Export Citation:
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Assignee:
GIESECKE & DEVRIENT GMBH (Prinzregentenstrasse 159, München, 81677, DE)
International Classes:
G07D11/00
Foreign References:
JPH06348089A1994-12-22
US6758736B12004-07-06
CN201480476U2010-05-26
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Vorrichtung zum Anordnen von Wertdokumenten mit

einer Arbeitsfläche, auf der anzuordnende Wertdokumente ablegbar sind, und

einer Rinne in oder vor der Arbeitsfläche, die so ausgebildet ist, dass in sie von der Arbeitsfläche aufgenommene oder geschobenen Wertdokumente gebracht werden können, um sie darin zueinander auszurichten. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Rinne sich in Längsrichtung der Rinne erstreckende, sich gegenüberliegende Wandabschnitte aufweist, die im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Rinne sich in Längsrich- tung der Rinne erstreckende Wandabschnitte aufweist, die gegenüber der

Arbeitsfläche in einem Winkel zwischen 15° und 45° geneigt sind.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Rinne, vorzugsweise an einem Ende, eine Öffnung aufweist, wobei vor- zugsweise an der Öffnung eine Transporteinrichtung zum Transport durch die Öffnung gelangter Münzen und/ oder eine Münzaufnahmeeinrichtung angeordnet ist oder eine Aufnahme für eine Münzaufnahmeeinrichtung so angeordnet ist, dass durch die Öffnung fallende Münzen in eine darin aufgenommenen Münzaufnahmeeinrichtung fallen können und vorzugsweise wenigstens der Boden der Rinne in Längsrichtung der

Rinne nach unten geneigt ist, so dass die Öffnung am unteren Ende liegt.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Arbeitsfläche in Richtung der Rinne geneigt ist, so dass auf der Arbeitsflä- che liegende Wertdokumente wenigstens teilweise in die Rinne rutschen oder auf der Arbeitsfläche liegend in die Rinne geschoben werden können.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Arbeitsfläche so strukturiert, vorzugsweise gerillt oder genoppt ist, dass ein Benutzer mit den Fingerspitzen unter die Wertdokument greifen und diese leichter aufnehmen kann.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die eine Einrichtung aufweist, mittels derer die Rinne gerüttelt werden kann.

Verfahren zu Anordnen von Wertdokumenten, vorzugsweise Bilden von eines Stapels der Wertdokumente, bei dem die Wertdokumente auf eine Arbeitsfläche einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche gebracht werden,

die Wertdokumente von der Arbeitsfläche in die Rinne bewegt und die Wertdokumente in der Rinne zueinander ausgerichtet werden.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Anordnen von Wertdokumenten

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Anordnen von Wertdokumenten.

Unter Wertdokumenten werden dabei blattförmige Gegenstände verstan- den, die beispielsweise einen monetären Wert oder eine Berechtigung repräsentieren und daher nicht beliebig durch Unbefugte herstellbar sein sollen. Sie weisen daher nicht einfach herzustellende, insbesondere zu kopierende Merkmale auf, deren Vorhandsein ein Indiz für die Echtheit, d.h. die Herstellung durch eine dazu befugten Stelle, ist. Wichtige Beispiele für solche Wert- dokumente sind Chipkarten, Coupons, Gutscheine, Schecks und insbesondere Banknoten.

An vielen Stellen, beispielsweise bei Händlern oder Banken, werden häufig Wertdokumente, insbesondere Banknoten, entgegengenommen. Eine solche Stelle packt häufig wenigstens einen Teil der entgegengenommenen Wertdokumente in einen entsprechenden Behälter, beispielsweise in einen Kassette oder in einen sogenannten Saf ebag, eine Art Tasche, die sicher verschließbar ist, so dass ein unauthorisierter Zugriff auf den Inhalt nicht einfach möglich ist. Die Stelle sendet den oder die Behälter Organisationen zu, die die Wertdokumente darin entgegennehmen, prüfen und zählen und danach den Wert der entgegengenommenen Wertdokumente dem Sender gutschreiben.

Zum Prüfen und Zählen werden typischerweise Wertdokumentbearbei- tungsvorrichtungen verwendet, denen Wertdokumente in Form von Stapeln zugeführt werden. Die Wertdokumentbearbeitungsvorrichtungen vereinzeln die Wertdokumente des Stapels und prüfen die vereinzelten Wertdokumente. Sind die Wertdokumente eines solchen Stapels schlecht ausgerichtet kann es gehäuft zu Fehlern bei der Vereinzelung kommen, was die Prüfung stark behindert. Die Bildung der Stapel erfolgt meist manuell. Dazu werden die Wertdokumente aus einem Behälter auf eine Arbeitsfläche geschüttet und manuell, gegebenenfalls unter Verwendung der Arbeitsfläche angeordnet, so dass Stapel gut geordneter, einfach vereinzelbarer Wertdokumente entstehen. Diese Bildung von Stapeln, insbesondere von Stapeln gut angeordneter bzw. aneinander ausgerichteter Wertdokumente, ist jedoch sehr arbeitsaufwendig.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Mittel bereitzustellen, mittels derer eine Anordnung von Wertdokumenten verein- facht wird. Weiter soll ein entsprechendes Verfahren angegeben werden.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und insbesondere eine Vorrichtung zum Anordnen von Wertdokumenten mit einer Arbeitsfläche, auf der anzuordnende Wertdokumente ablegbar sind, und Rinne einer in oder vor der Arbeitsfläche, die so ausgebildet ist, dass in sie von der Arbeitsfläche aufgenommene oder geschobenen Wertdokumente gebracht werden können, um sie darin zueinander auszurichten, vorzugsweise zu einem Stapel anzuordnen. Die Arbeitsfläche kann vorzugsweise durch die Oberfläche einer Platte gebildet sein, beispielsweise einer Tischplatte, andere Bildungen sind jedoch auch möglich, beispielsweise durch die Oberfläche eines Blocks. Die Rinne ist vorzugsweise gerade ausgebildet und länger als das längste anzuordnende Wertdokument. Die Tiefe der Rinne ist kleiner als die kleinste Ausdeh- nung der zu bearbeitenden Wertdokumente, also der Ausdehnung in einer Richtung quer zur Längsrichtung des Wertdokuments bzw. deren Breite.

Die Rinne kann beispielsweise in der Arbeitsfläche direkt gebildet, beispielsweise ausgefräst sein. Vorzugsweise ist in der Arbeitsfläche aber eine Ausnehmung vorhanden, in die eine Schiene eingesetzt ist, die die Rinne bildet. Die Schiene kann aus einem beliebigen festen Material, beispielsweise Metall, Kunststoff oder Holz gebildet sein. Zum Anordnen von Wertdokumenten werden diese mehr oder weniger geordnet und teilweise übereinanderliegend, beispielsweise als ungeordnetes oder schlecht geordnetes Päckchen, gegriffen und in die Rinne geschoben oder gestellt, so dass die Wertdokumente auf einer ihrer Kanten oder Ecken stehen. In der Rinne können sie dann aneinander ausgerichtet werden, wo- bei die Rinne, genauer ein Boden der Rinne, zum einen als Auflage gegen die Schwerkraft dient, auf der schließlich die Längskanten (oder Querkanten) der Wertdokumente stehen können. Zum anderen bilden die Wände der Rinne seitliche Führungen bzw. Stützen, die ein Umkippen der Wertdokumente verhindern, wenn diese ausgerichtet werden. Die Rinne hält bzw. de- ren Seiten wände halten einmal ausgerichtete Wertdokumente in Position, so dass diese Teilaufgabe beim Ausrichten nicht mehr von den Händen mit übernommen werden muss. Vorzugsweise werden nur soviele Wertdokumente in die Rinne gestellt, dass diese in einer Ebene parallel zu deren Fläche noch einfach gegeneinander bewegt werden können. Die Wertdokumen- te können daher, auch manuell, einfach relativ zueinander gedreht und auf den Boden der Rinne gedrückt bzw. gestoßen werden, um sie mit ihren Längskanten an der Auflage und durch Führen von der Seite mit ihren Querkanten aneinander auszurichten und so anzuordnen. Auf diese Weise können beispielsweise 25 bis 50 Wertdokumente einfach ausgerichtet und angeordnet werden.

So angeordnete Wertdokumente können dann als Stapel entnommen werden. Alternativ könnten die Wertdokumente auch mit ihren Querkanten am Boden der Rinne ausgerichtet werden. Die Aufgabe wird daher auch gelöst durch ein Verfahren zu Anordnen von Wertdokumenten, vorzugsweise Bilden von eines Stapels der Wertdokumente, bei dem die Wertdokumente auf eine Arbeitsfläche einer erfindungs- gemäßen Vorrichtung gebracht werden, die Wertdokumente von der Arbeitsfläche in die Rinne bewegt und dort die Wertdokumente in der Rinne zueinander ausgerichtet werden, vorzugsweise so relativ zueinander bewegt werden, dass sie schließlich mit einer vorgegebenen Kante auf dem Boden der Rinne stehen und als Stapel der Rinne entnommen werden können. Die Wertdokumente für einen Stapel können dabei im Wesentlichen gleichzeitig in die Rinne bewegt werden, oder sie können nach und nach in die Rinne bewegt werden, wobei nach dem Hineinbringen einiger der Wertdokumente gegebenenfalls eine vorläufige und/ oder teilweise Ausrichtung erfolgt. Prinzipiell kann die Rinne ein beliebiges Profil, beispielsweise ein V-Profil aufweisen. Vorzugsweise kann bei der Vorrichtung die Rinne sich gegenüberliegende Wandabschnitte aufweisen, die im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Die Wandabschnitte erstrecken sich dabei in Längsrichtung der Rinne, vorzugsweise über deren gesamte Länge. Diese Ausbildung bietet den Vorteil, dass die parallelen Wandabschnitte eine besonders gute Ausrichtung erlauben, wenn eine größere Anzahl von Wertdokumenten in der Rinne stehend ausgerichtet werden soll. Vorzugsweise schließen die Wandabschnitte an einen Boden der Rinne an, beispielsweise kann das Profil dann U-artig sein. Der Abstand der Wandabschnitte liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 20 und 40 mm, kann jedoch auch anders gewählt sein. Vorzugsweise erstrecken sich diese Wandabschnitte bis zum Boden der Rinne und weisen eine Höhe, das heißt Erstreckung orthogonal zu der Längsrichtung, im Bereich zwischen 30 mm und 50 mm auf. Andere Dimensionen sind je nach Größe der zu ordnenden Wertdokumente möglich. Damit wird auch in dem Fall, dass nur wenige, beispielsweise zehn, Wertdokumente ausgerichtet werden sollen, ein Umkippen der Wertdokumente verhindert.

Sollen mehrere Wertdokumente gleichzeitig in die Rinne bewegt werden, kann das Einführen in die Rinne Mühe kosten. Bei der Vorrichtung ist es daher bevorzugt, dass sich die Rinne wenigstens einen sich in Längsrichtung der Rinne erstreckenden Wandabschnitt aufweist, der gegenüber der Arbeitsfläche geneigt sind, so dass sich die Rinne nach oben hin erweitert. Besonders bevorzugt bildet der Wandabschnitt mit der Arbeitsfläche einen Winkel zwischen 15° und 45°. Besonders bevorzugt kann sich dieser Wandabschnitt an einen der parallel verlaufenen Wandabschnitte anschließen. Diese Weiterbildung hat den Vorteil, dass Wertdokumente einfach mit einer ihrer Kanten in die Rinne, vorzugsweise zwischen die parallelen Wandabschnitte, soweit vorhanden, bewegt werden können. Insbesondere können sie von der Arbeitsfläche einfach in die Rinne geschoben oder gestreift werden. Weiter kann die Rinne zwei solcher Wandabschnitte auf sich gegenüberliegenden Seiten der Rinne aufweisen. Die Weite der Rinne im Bereich der Öffnung der Rinne kann dann vorzugsweise zwischen 100 mm und 120 mm liegen. Dies ist insbesondere bei einer im Wesentlichen waagerecht ori- entierten Arbeitsfläche von Vorteil.

Gemäß einer anderen Ausführungsform kann bei der Vorrichtung die Arbeitsfläche in Richtung der Rinne geneigt sein, so dass auf der Arbeitsfläche liegende Wertdokumente wenigstens teilweise in die Rinne rutschen oder auf der Arbeitsfläche liegend in die Rinne geschoben werden können. Dies kann das Einbringen der Wertdokumente in Rinne vereinfachen.

Weiter kann bei der Vorrichtung die Arbeitsfläche so strukturiert, vorzugsweise gerillt oder genoppt sein, dass ein Benutzer mit den Fingerspitzen un- ter die darauf befindlichen Wertdokument greifen und diese leichter aufnehmen kann.

Insbesondere in Safebags können sich neben Wertdokumenten auch Münzen befinden, die bei Entleeren eines Safebags auf der Arbeitsfläche auf diese fallen und von den Wertdokumenten getrennt werden müssen. Eine bevorzugte Weiterbildung der Vorrichtung sieht daher vor, dass die Rinne, vorzugsweise an einem Ende, eine Öffnung aufweist, wobei vorzugsweise an der Öffnung eine Transporteinrichtung zum Transport durch die Öffnung gelangter Münzen und/ oder eine Münzaufnahmeeinrichtung angeordnet ist oder eine Aufnahme für eine Münzaufnahmeeinrichtung so angeordnet ist, dass durch die Öffnung fallende Münzen in eine darin aufgenommenen Münzaufnahmeeinrichtung fallen können. Bei der Münzaufnahmeeinrichtung kann es sich um einen Münzbehälter zur Aufnahme von Münzen oder eine Münzbearbeitungseinrichtung, deren Münzzuführung am Ende der Transporteinrichtung angeordnet ist, handeln. Die Transporteinrichtung kann im einfachsten Fall ein Schlauch oder ein Rohr sein; das eine Ende des Schlauchs bzw. Rohrs ist dann vor der Öffnung angeordnet und das andere Ende beispielsweise an einer Zuführöffnung eines Münzauffangbehälters oder einer Münzzuführung einer Münzbearbeitungsvorrichtung, beispielsweise eines Münzsortierers oder eines Münzzählers, endet. Es sind aber auch angetriebene Transporteinrichtungen, beispielsweise Transportbänder, verwendbar. Der Durchmesser der Öffnung bzw. deren Weite ist vorzugsweise so gewählt, dass er größer als der Durchmesser der größten typischerweise zu erwartenden Münzen ist. Bei Verwendung im Euro-Raum sollte die Öffnung beispielsweise vorzugsweise einen Durchmesser aufweisen, der größer ist als der Durchmesser einer 2-Euro-Münze. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass Wertdokumente mit dazwischen befindlichen Münzen o- der auch nur Münzen, einfach in die Rinne gebracht werden können, wo sie von den Wertdokumenten allein durch ihr Gewicht getrennt werden. Sie können in der Rinne zu der Öffnung geschoben werden. Vorzugsweise ist bei einer Weiterbildung wenigstens der Boden der Rinne in Längsrichtung der Rinne nach unten geneigt, so dass die Öffnung im Bereich des unteren Endes liegt. Dabei ist die Neigung besonders bevorzugt so gewählt, dass auf dem Boden liegende Münzen in Richtung der Öffnung und dann durch die Öffnung rutschen können. Der Neigungswinkel kann vorzugsweise im Bereich zwischen 5° und 10° liegen. Noch eine Weiterbildung der Vorrichtung besteht darin, dass diese eine Einrichtung aufweist, mittels derer die Rinne gerüttelt werden kann. Dies erleichtert die Ausrichtung der Wertdokumente zueinander oder kann gegebenenfalls sogar eine selbständige Ausrichtung bewirken. Weiter kann auf diese Weise eine bessere Trennung von Münzen von den Wertdokumenten erzielt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden noch weiter beispielhaft an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische schematische Ansicht eines ersten Beispiels einer Vorrichtung zum Anordnen von Wertdokumenten,

Fig. 2 eine Schnittansicht durch eine Platte der Vorrichtung in Fig. 1 im Bereich einer Rinne,

Fig. 3 eine Fig. 1 entsprechende Ansicht, in der Wertdokumente beim Anordnen gezeigt sind, Fig. 4 eine Fig. 2 entsprechende Ansicht, in der in der Rinne stehende Wertdokumente gezeigt sind,

Fig. 5 eine perspektivische schematische Ansicht eines zweiten Beispiels ei- ner Vorrichtung zum Anordnen von Wertdokumenten mit einen

Münzbehälter,

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer Profil-Schiene, die als Rinne in der Vorrichtung in Fig. 5 dient,

Fig. 7 eine schematische Draufsicht auf die Profil-Schiene in Fig. 6, und

Fig. 8 eine schematische perspektivische Ansicht einer Profil-Schiene, die als Rinne in der Vorrichtung in Fig. 5 dient, und einer damit gekoppelten Rütteleinrichtung.

In Fig. 1 umfasst eine Vorrichtung zum Anordnen von Wertdokumenten 10 einen Tisch 12, der auf einem Gestell 14 eine Tischplatte 16 aufweist, die eine Arbeitsfläche 18 besitzt, auf der anzuordnende Wertdokumente 10 ablegbar sind.

Die Arbeitsfläche 18 bzw. deren Oberfläche ist so strukturiert, dass ein Benutzer mit den Fingerspitzen unter die Wertdokument greifen und diese leichter aufnehmen kann. In diesem Beispiel ist die Arbeitsfläche 18 genoppt und weist daher Noppen 19 auf.

In der Arbeitsfläche 18 ist eine Rinne 20 so ausgebildet, dass in sie von der Arbeitsfläche 18 aufgenommene oder geschobenen Wertdokumente 10 ge- bracht werden können, um sie darin zueinander auszurichten und zu vorzugsweise Stapeln anzuordnen.

Die Rinne 20 wird durch eine Profil-Schiene 22, im Beispiel ein Aluminium- Profil, gebildet, das in eine längliche rechteckige Ausnehmung 24 in der Tischplatte 16 eingesetzt ist (vgl. Fig. 2). Die Länge der Profil-Schiene 22 in Richtung L und die der Ausnehmung kann zwischen 30 cm und 90 cm liegen, im Beispiel beträgt sie etwa 60 cm. Die Profil-Schiene 22 ist so in die Tischplatte 16 eingelassen, dass dessen oberer Rand mit der Arbeitsfläche 18 bzw. der Oberfläche der der Tischplatte 16 fluchtet. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Profil-Schiene 22 und damit die Rinne 20 symmetrisch ausgebildet; in Fig. 2 ist ein Querschnitt orthogonal zu der Längsrichtung L veranschaulicht.

Die Profil-Schiene 22 und damit die Rinne 20 weist auf sich gegenüberliegenden Seiten jeweils zwei aneinander anschließende Wandabschnitte 26 und 28 bzw. 26' und 28' auf, die sich in Längsrichtung L der Rinne erstrecken.

Die Wandabschnitte 26 und 26' schließen sich an den Boden 30 an und verlaufen im Wesentlichen parallel zueinander. Der Abstand b der Wandabschnitte 26 und 26' und damit die Breite der Rinne in ihrem Bereich über dem Boden 30 beträgt zwischen 20 mm und 40 mm, im Beispiel 35 mm. Die Höhe c der Wandabschnitte 26 und 26' liegt im Bereich zwischen 30 und 50 mm, in diesem Beispiel beträgt sie 45 mm.

Weiter ist die Rinne 20 so ausgebildet, dass sich ihre Weite (quer zur Längsrichtung) nach oben hin vergrößert. Genauer weist die Profil-Schiene 22 und damit die Rinne 20 die sich in Längsrichtung L der Rinne 20 erstreckenden Wandabschnitte 28 und 28' auf, die sich jeweils an die parallel zueinander verlaufenden Wandabschnitte 26 bzw. 26' anschließen und gegenüber der Arbeitsfläche 18 in einem Winkel x zwischen 15° und 45° geneigt sind. Im Beispiel beträgt der etwa Winkel 20°.

Die Weite a der Profil-Schiene 22 und damit die Breite der Rinne 20 im Bereich der Öffnung bzw. auf Höhe der Arbeitsfläche 18 kann zwischen 100 mm und 120 mm liegen, im Beispiel beträgt sie 110 mm.

Zum Anordnen von Wertdokumenten 10 werden diese von Hand in die Rinne 20 gestellt, wo sie auf ihren Kanten oder Ecken stehen, aber nicht parallel zueinander ausgerichtet sind (vgl. Fig. 3 und 4). Insbesondere verhindert die Rinne 20 mit den im Wesentlichen parallelen Wandabschnitten 26 und 26', zwischen denen die Wertdokumente 10 stehen, ein Umkippen der Wertdokumente 10. Diese werden also wenigstens näherungsweise aufrecht gehalten. Mit beiden Händen können die in der Rinne 20 stehenden Wertdokumente nun beispielsweise durch Drehen oder Schieben gegeneinander bewegt und zueinander ausgerichtet werden, wobei der Boden 30 der Rinne 20 als Auflage dient. Sind die Wertdokumente 10 beispielsweise mit ihren Längskanten zueinander parallel ausgerichtet und stehen mit diesen auf dem Boden 30 der Rinne 20, so können diese durch Bewegen der Hände parallel zur Längsrichtung L der Rinne 20 zu einem Stapel zusammengeschoben werden. Dieser kann dann entnommen werden.

Ein zweites Ausführungsbeispiel in Fig. 5 unterscheidet sich von der ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass zum einen die Arbeitsfläche 32 nicht strukturiert, sondern eben ist, was das Verschieben von Wertdokumenten auf der Arbeitsoberfläche erleichtern kann. Zum anderen unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel von dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Rinne 20, genauer der Boden 30 in Längsrichtung L der Rinne 20 nach unten geneigt ist, so dass Münzen darin zu dem unteren Ende rutschen können.

Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Profil-Schiene 34, die statt der Profil-Schiene 22 im ersten Ausführungsbeispiel verwendet wird und die Rinne 20 bildet. Der Boden 30 ist gegenüber den Oberkanten 31 der Profil- Schiene geneigt, die parallel zueinander verlaufenden Wandabschnitte 26 und 26' haben eine trapezartige Form mit variabler Höhe. Die Wandabschnitte 28 und 28' sind unverändert.

Weiter weist die Rinne 20 an ihrem unteren Ende 36 eine Öffnung 38 auf, durch die Münzen 40 treten können. An der Öffnung 38 ist ein zu einer

Münzaufnahmeeinrichtung, im Beispiel einem Münzauffangbehälter 42, führende Transporteinrichtung in Form eines Schlauchs 44 angeordnet, der mit der Öffnung 38 verbunden ist und zu dem Münzauffangbehälter 42 bzw. dessen Münzannahmeöffnung führt. Der Münzauffangbehälter 42 ist auf einer Aufnahme 46 für den Münzauffangbehälter gehalten. Öffnung 38, Transporteinrichtung, Münzauffangbehälter 42 und Aufnahme 44 sind so ausgebildet und angeordnet, dass durch die Öffnung 38 fallende Münzen 40 mittels der Transporteinrichtung in den Münzauffangbehälter 42 gelangen können, beispielsweise durch Rutschen.

Ein drittes Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Tischplatte 16 und damit die Arbeitsfläche 18 in Richtung der Rinne 20 geneigt ist, so dass auf der Arbeitsfläche 18 lie- gende Wertdokumente 10 wenigstens teilweise in die Rinne 20 rutschen oder auf der Arbeitsfläche liegend in die Rinne 20 geschoben werden können.

Ein viertes Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem zweiten Aus- führungsbeispiel dadurch, dass die Vorrichtung eine Rütteleinrichtung aufweist, mittels derer die Rinne 20 gerüttelt werden kann. Dadurch wird ein Ausrichten der Wertdokumente vereinfacht und erfolgt im günstigen Fall wenigstens weitgehend automatisch. Fig. 8 zeigt beispielhaft und vereinfacht eine Rinne 20, die an eine Rütteleinrichtung 50 gekoppelt ist. Die Rinne 20 bzw. Profilschiene 34 unterscheidet sich nicht von der Rinne in dem vorhergehenden Beispiel, ist aber in die Tischplatte 16 so eingelassen, dass mit ihrem, weniger tiefen, in Fig. 8 rechten Ende auf und ab bewegt werden kann, während das gegenüberliegende Ende wenigstens näherungsweise aufliegt. An dem rechten Ende ist die Rütteleinrichtung 50 an der Tischplatte 16 ge- halten und weist einen Antrieb 52 mit einem Abtriebselement 53 auf, im Beispiel einer Abtriebsscheibe. Der Antrieb 52 ist mit der Rinne 20 über ein Koppelelement 54, im Beispiel eine Stange, mechanisch gekoppelt, das exzentrisch, aber schwenkbar mit dem Abtriebselement 53 und mit der Rinne 20 über ein Gelenk gekoppelt bzw. an dieser angelenkt ist. Durch den An- trieb 52, im Beispiel durch die motorische Drehung des Abtriebselements 53, wird das Koppelelement 54 bewegt, das so eine Rüttelbewegung der Rinne 20 erzeugt. Durch die Anordnung an dem einen, in der Figur 8 rechten, Ende wird eine Kippbewegung der Rinne 20 um das andere Ende erzeugt, so dass eine Rüttelbewegung erzeugt wird, die auf Banknoten darin vertikale und horizontale Bewegungskomponenten überträgt. Diese werden dann zu dem anderen, in Fig. 8 linken Ende befördert. Andere Ausführungsbeispiele unterscheiden sich von dem beschriebenen darin, dass die Rinne 20 an dem Ende / das von der Verbindung mit dem Koppelelement 54 weiter entfernt ist, mittels eines Gelenks um eine Achse quer zur Längsrichtung der Rinne 20 drehbar gelagert ist. Selbstverständlich sind andere, gegebenenfalls aufwendigere Lagerungen der Rinne 20 und Rütteleinrichtungen, möglich. Auch kann die Rinne wie im ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet sein. Ein fünftes Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem zweiten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Münzaufnahmeeinrichtung nicht der Münzaufnahmebehälter 42 ist, sondern dieser durch eine Münzsortiereinrichtung ersetzt ist, an deren Münzzuführung die Transporteirichtung 44, im Beispiel der Schlauch, endet.