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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE AND METHOD FOR BARBECUING AND COOKING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/045472
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for heat-treating products to be barbecued and to suitable devices and accessories for carrying out said method. The invention especially relates to the use of a barbecue device, wherein the products to be barbecued are disposed above the heat source and flammable droplets of the products to be barbecued may drop down onto the heat source due to the design of the barbecue device. The relative humidity in the region between the products to be barbecued and the heat source is increased in such a manner as to prevent the flammable droplets dropping down from the products to be barbecued from reacting or burning when they impact the heat source.

Inventors:
HOFFMANN, Thomas (Allmendstrasse 9, Udligenswil, CH-6044, CH)
Application Number:
EP2006/010091
Publication Date:
April 26, 2007
Filing Date:
October 19, 2006
Export Citation:
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Assignee:
HOFFMANN, Thomas (Allmendstrasse 9, Udligenswil, CH-6044, CH)
International Classes:
A47J37/07; A47J37/07
Attorney, Agent or Firm:
STÜRKEN, Joachim (Joachim Stürken Patentanwaltsgesellschaft mbH, Engesserstrasse 4A, Freiburg, 79108, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zur Hitzebehandlung von Grillgut unter Verwendung einer Grillvorrichtung, bei der das Grillgut oberhalb der Heizquelle angeordnet wird und bei der entzündliche Tropfen des Grillgutes bauartbedingt auf die Heizquelle auftreffen können, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Luftfeuchte im Bereich zwischen dem Grillgut und der Heizquelle derart erhöht wird, dass eine mögliche Umsetzung oder Verbrennung der entzündlichen Tropfen des Grillgutes beim Auftreffen auf die Heizquelle unterbunden wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Luftfeuchte auf einen Wert zwischen 5 und 100 Prozent, vorzugsweise auf einen Bereich zwischen 15 und 100 Prozent, noch bevorzugter auf einen Bereich zwischen 35 und 100 Prozent, und am meisten bevorzugt auf einen Wert zwischen 60 und 100 Prozent eingestellt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gewünschte relative Luftfeuchte durch geeignete Behandlung einer wässrigen Flüssigkeit erzeugt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung eine thermische Behandlung und/oder eine

Behandlung mit Ultraschall ist.

5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Flüssigkeit Würz- und/oder Aromastoffe umfasst.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Erzielung der gewünschten relativen Luftfeuchte erforderliche Wasserdampf innerhalb der Grillvorrichtung erzeugt wird.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Erzielung der gewünschten relativen Luftfeuchte erforderliche Wasserdampf außerhalb der Grillvorrichtung erzeugt und in den Bereich zwischen dem Grillgut und der Heizquelle eingeleitet wird.

8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Grillvorrichtung verwendet wird, die Mittel zum Erzeugen von Wasserdampf umfasst.

9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Erzeugen von Wasserdampf in die Grillvorrichtung eingebracht werden .

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Erzeugen von Wasserdampf eine Verdunstungsfläche oder ein Verdunstungsgefäß ist.

11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche oder das Gefäß rund, oval, eckig oder mäanderförmig ausgestaltet ist.

12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche oder das Gefäß eine Zuleitung umfasst, über die eine zu verdunstende wässrige Flüssigkeit eingeleitet werden kann.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung ausreichend lang ist, damit ein gegebenenfalls manuelles Einleiten ohne Gefährdung des Anwenders erfolgen kann.

14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung Mittel zur Verhinderung eines erhitzungsbedingten Rückflusses entgegen der Einleitungsrichtung umfasst.

15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel aus der Gruppe bestehend aus Verschlüssen wie Kappen und Stopfen, Klappen, Ventilen und gleichwirkenden Mitteln ausgewählt ist.

16. Vorrichtung zur Hitzebehandlung von Grillgut umfassend eine Grillwanne, die mit einer Heizquelle ausgerüstet ist oder mit einer Heizquelle ausgerüstet werden kann, und Mittel zur Aufnahme eines Grillguthalters oberhalb der Grillwanne, bei der entzündliche Tropfen des Grillgutes bauartbedingt auf die Heizquelle auftreffen können, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ferner Mittel zur Erhöhung der relativen Luftfeuchte im Bereich zwischen der Wanne und den Aufnahmemitteln umfasst.

17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Erhöhung der relativen Luftfeuchte unter Verdunstungsflächen und -gefäßen ausgewählt ist.

18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdunstungsfläche oder das Verdunstungsgefäδ rund, oval, eckig oder mäanderförmig ausgestaltet ist.

19. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Erhöhung der relativen Luftfeuchte solche zum

Erzeugen von Wasserdampf umfasst.

20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel unter thermischen Mitteln und solchen zur

Erzeugung von Ultraschall ausgewählt sind.

21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel umfasst, mit denen der erzeugte Wasserdampf zur Erhöhung der relativen Luftfeuchte in den Bereich zwischen der Grillwanne und den Aufnahmemitteln eingeleitet wird.

22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdunstungsfläche oder das

Verdunstungsgefäß aus einem nicht brennbaren Material besteht und eine Zuleitung umfasst, über die eine zu verdunstende wässrige Flüssigkeit eingeleitet werden kann.

23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung ausreichend lang ist, damit ein gegebenenfalls manuelles Einleiten ohne Gefährdung des Anwenders erfolgen kann.

24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung Mittel zur Verhinderung eines erhitzungsbedingten Rückflusses entgegen der Einleitungsrichtung umfasst.

25. Zubehör zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 in Form einer Verdunstungsfläche oder eines Verdunstungsgefäßes aus einem nicht brennbaren Material mit einer Zuleitung, über die eine zu verdunstende wässrige Flüssigkeit eingeleitet werden kann.

26. Zubehör nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung ausreichend lang ist, damit ein gegebenenfalls manuelles Einleiten ohne Gefährdung des Anwenders erfolgen kann.

27. Zubehör nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung Mittel zur Verhinderung eines erhitzungsbedingten Rückflusses entgegen der Einleitungsrichtung umfasst.

28. Zubehör nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche oder das Gefäß rund, oval, eckig oder mäanderförmig ausgestaltet ist.

Description:

Vorrichtung und Verfahren zum Grillen und Garen

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hitzebehandlung von Grillgut sowie geeignete Vorrichtungen und Zubehör zur Durchführung desselben.

Grillen über dem offenen Feuer ist vermutlich die älteste und ursprünglichste Methode des Garens von Lebensmitteln - sie verlangt nur die Beherrschung des Feuers, benötigt aber kein Kochgeschirr.

Bei der Verwendung der herkömmlichen Kohlegrills als auch bei der Verwendung von Elektrogrills und entsprechenden Geräten mit Lavasteinen und Gasbefeuerung kommt es zu den gleichen Problemen. Sofern sich das Grillgut oberhalb der aktivierten Heizquelle, z.B. auf einem Rost oder Spieß befindet, tropft aus dem Grillgut austretendes Fett, Marinaden oder Fleischsaft direkt auf die Heizquelle. Durch die auftretenden hohen Temperaturen werden diese Fetttropfen entzündet oder im Wege chemischer Reaktionen unter Bildung von gesundheitsschädlichen bzw. krebserregenden Stoffen wie Benzopyren umgesetzt, was zu einer Verbrennung und/oder Verunreinigung des sich oberhalb der Heizquelle befindlichen Grillguts führt. Der Verzehr des verunreinigten Grillguts kann zu Gesundheitsschäden (Krebs) führen und bereitet in den meisten Fällen ein eher eingeschränktes Geschmackserlebnis . Ferner belastet die beim Verbrennen des Fetts entstehende Rauchentwicklung zusätzlich die Umwelt .

Zur Vermeidung dieses Problems sind aus DE 3126903 Al sogenannte Gesundheitsgrills bekannt, bei denen die unerwünschte unmittelbare Verbrennung des abtropfenden Fettes dadurch verhindert wird, dass das Grillgut senkrecht, d.h. stehend angeordnet ist, und dabei durch besonders angeordnete Holzkohle

gegrillt wird. Diese Brennstoffe werden meist von einem Rost senkrecht gehalten, d.h. übereinander gelagert. Durch diese Anordnung der Heizquelle zum Grillgut wird ausgeschlossen, dass das abtropfende Fett auf die Heizquelle auftreffen kann, und daher weitgehend sichergestellt, dass das abtropfende Fett an keiner weiteren Reaktion beteiligt ist und sich am Boden der Vorrichtung sammelt. Nachteilig bei dieser Anordnung ist jedoch, dass bei längerer Grillzeit die glühende Holzkohle nach unten sackt, wodurch ein gleichmäßiges Grillen und Garen nicht mehr realisiert werden kann.

Die häufig anzutreffenden Grillpfannen aus zumeist Aluminium sind z.B. aus DE 82 28 063 Ul bekannt. Bei dieser Grillpfanne kann während des Grillvorgangs aus dem Grillgut austretendes Fett und Bratensaft in Saftrillen abfließen. Ferner sind bei dieser Grillpfanne Schlitze eingearbeitet, so dass die von der Heizquelle unterhalb der Grillpfanne erzeugte Hitzestrahlung durch die Schlitze hindurch direkt an das Grillgut gelangen kann. Durch diese Schlitzanordnung ist es weitgehend ausgeschlossen, dass in den Saftrillen befindliches Fett und Bratensaft durch die Schlitze hindurch in die Grillglut tropft und gesundheitsschädigende Gasentwicklungen hervorruft. Neben dem zusätzlichen Material zur einmaligen Benutzung ist bei dieser Grillpfanne insbesondere nachteilig, dass die Schlitze durch das aufliegende Grillgut vielfach verschlossen werden, so dass die direkte Strahlung in diesem Bereich besonders stark ist und es leicht zu partiellen Verbrennungen und/oder Verkohlungen an diesen Stellen kommt. Hingegen werden andere Bereiche des Grillguts nur indirekt erhitzt, wodurch die gewünschte geschmackliche Beeinflussung des Grillguts durch die Grillgase fast ausgeschlossen ist. Außerdem kann das Abtropfen von Fett und/oder Bratensaft in oder auf die unter der Grillpfanne befindliche Heizquelle mit den damit verbundenen schädlichen Prozessen nicht ganz vermieden werden.

Eine andere Grillpfanne ist aus DE 92 02 165 Ul bekannt. Bei dieser Grillpfanne sind die Schlitze nicht im Wulstrücken, sondern in die Seitenwände der Wulstflanken eingearbeitet. Diese Anordnung der Gasdurchtrittsöffnungen ermöglicht, dass die Grillgase ungehindert durch diese öffnungen hindurchströmen können. Außerdem ermöglicht diese Grillpfanne, dass aus dem Grillgut austretendes Fett nicht durch die Schlitze hindurchfließen kann, sondern in die Saftrillen abläuft. Diese Grillpfanne bietet zwar den Vorteil, dass das Grillgut im wesentlichen durch das direkte Umstreichen von heißen Grillgasen und nicht durch die Abstrahlungswärme der Grillpfanne gegart wird, wodurch der typische Grillgeschmack des Grillgutes erhalten bleibt. Nachteilig ist jedoch, dass die Aufnahmekapazität der Wulsttäler für Fett und Bratensaft reduziert ist und ab einem gewissen Füllstand ein Abfließen des sich sammelnden Fetts und Bratensaftes durch die öffnungen in oder auf die Heizquelle erfolgen kann.

Ferner sind sogenannte Tropfpfannen bekannt. Sie werden zwischen dem Grillgut und der Heizquelle positioniert. Aus dem Grillgut austretendes Fett und/oder Bratensaft wird in diesen

Tropfpfannen, die keine Schlitze enthalten und mit Wasser gefüllt sind, aufgefangen, so dass ausgeschlossen ist, dass abtropfendes Fett und Bratensaft auf oder in die Heizquelle auftrifft und eine gesundheitsschädigende Gasentwicklung oder

Rückverbrennung hervorruft. Nachteilig bei diesen bekannten

Tropfpfannen ist jedoch, dass das Grillgut nur indirekt erhitzt wird, wodurch die gewünschte geschmackliche Beeinflussung des

Grillguts durch die Grillgase ausgeschlossen ist.

Beispielsweise ist in der DE 697 07 208 T2 ein Kochgerät beschrieben, welches mit einer Brat- oder Kochplatte und einem darunter angeordneten Kochbehälter ausgestattet ist, wobei die Kochplatte funktionell mit einem Behälter zum Sammeln von Fetten

und Bratsäften verbunden ist. Sowohl der Sammelbehälter als auch die Heizelemente sind im Wesentlichen in einer parallel zur Kochplatte verlaufenden Ebene unterhalb derselben angeordnet. Die Kochplatte enthält eine oder mehrere öffnungen zum Durchlassen von Kochfetten, wobei der Behälter zum Sammeln von Fetten und Bratsäften im Wesentlichen senkrecht unter der oder den öffnungen der Kochplatte angeordnet ist, sodass bauartbedingt sichergestellt wird, dass gegebenenfalls durch die Kochplatte hindurchtretende Fette und Bratsäfte vollständig vom Sammelbehälter aufgefangen werden und nicht auf die seitlich angeordneten Heizelemente auftreffen können. Der Sammelbehälter wird mit einer ausreichenden Menge Kühlwasser gefüllt, um die Rückverbrennung der aufgefangenen Fett- und Bratensäfte zu verhindern.

Viele Vorrichtungen des Standes der Technik sind mit ähnlichen Mitteln zum Auffangen von Fetten und Bratensäften ausgestattet, wobei durch die Anordnung dieser Mittel zur jeweiligen Heizquelle stets gewährleistet ist, dass die Fett- und Bratsäfte bauartbedingt nicht in Kontakt mit der Heizquelle geraten können. Mit anderen Worten weisen diese Vorrichtungen des Standes der Technik das gemeinsame Merkmal auf, wonach das Auftreffen von entzündlichen Tropfen des Grillgutes auf die Heizquelle bauartbedingt ausgeschlossen wird.

Nachteilig an diesen bekannten Vorrichtungen ist, dass die Kochplatte oder der Grillguthalter nicht über die gesamte Fläche, also einschließlich der die Heizquelle abdeckenden Bereiche, unter Sicherstellung eines im Wesentlichen gleichen Koch- bzw. Grillergebnisses genutzt werden kann, da die Platte oder der Halter funktionell unterschiedliche Bereiche mit unterschiedlichen Koch- oder Grilleigenschaften aufweist. Andere Vorrichtungen weisen zwar eine durchgehend gleich gestaltete Kochplatte oder einen klassischen Grillguthalter in Form eines

Rosts auf, leiden jedoch an dem das Geschmacksergebnis beeinträchtigen Nachteil, dass der Sammelbehälter unterhalb der gesamten Fläche der Platte oder des Halters angeordnet ist und eine direkte Hitzeeinwirkung auf das Grillgut daher ausgeschlossen wird.

Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher in der Bereitstellung eines verbesserten Verfahrens sowie einer Vorrichtung zur Hitzebehandlung von Grillgut, mit dem die Nachteile des Standes der Technik unter Gewährleistung eines Grill-typischen Geschmackserlebnisses überwunden werden. Insbesondere soll erfindungsgemäß gewährleistet werden, dass eine mögliche Umsetzung oder Verbrennung der entzündlichen Tropfen des Grillgutes beim Auftreffen auf die Heizquelle wirksam unterbunden wird.

Die Aufgabe wird gelöst durch Bereitstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß Hauptanspruch sowie der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Anspruch 16. Weiterhin wird die Aufgabe gelöst durch Bereitstellung eines Zubehörartikels gemäß Anspruch 25, mit dem an sich bekannte Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgerüstet werden können. Bevorzugte Ausführungsformen dieser Gegenstände sind in den jeweiligen Unteransprüchen ausgeführt.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Hitzebehandlung wie beispielsweise zum Erwärmen, Erhitzen, Braten, Garen und Grillen von Grillgut (essbare Materialien) erfolgt unter Verwendung einer Grillvorrichtung, bei der das Grillgut oberhalb der Heizquelle angeordnet ist. Erfindungsgemäß geeignete Vorrichtungen umfassen Gas- und Elektrogrills sowie klassische Geräte unter Nutzung von Holzkohle oder -briketts und damit jegliche Vorrichtungen, bei denen das grundsätzliche Problem besteht, dass durch das Auftreffen von entzündlichen Tropfen des

Grillgutes auf die Heizquelle durch chemische Reaktionen (Umsetzungen) gesundheitlich und/oder geschmacklich bedenkliche bzw. unerwünschte Stoffe entstehen, die sich entweder auf dem Grillgut niederschlagen oder auf der Heizquelle entzünden und eine Flammenbildung verursachen, durch die das Grillgut Verbrennungen erleidet. Erfindungsgemäß sieht das Verfahren daher vor, dass die relative Luftfeuchte im Bereich zwischen dem Grillgut und der Heizquelle derart erhöht wird, dass eine mögliche Umsetzung oder Verbrennung der entzündlichen Tropfen des Grillgutes beim Auftreffen auf die Heizquelle unterbunden wird. Mit anderen Worten wird der Luftraum zwischen dem Grillgut und der Heizquelle durch ausreichende Aufnahme von Wasser verändert .

Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die relative Luftfeuchte zur Erzielung des erfindungsgemäßen Effektes auf einen Wert zwischen 5 und 100 Prozent, vorzugsweise auf einen Bereich zwischen 15 und 100 Prozent, noch bevorzugter auf einen Bereich zwischen 35 und 100 Prozent, und am meisten bevorzugt auf einen Bereich zwischen 60 und 100 Prozent eingestellt, wobei die Messung dieses Wertes vorzugsweise nahe oberhalb der Heizquelle erfolgt.

Im Rahmen der Experimente, die zur vorliegenden Erfindung geführt haben, hat sich herausgestellt, dass die gewünschte relative Luftfeuchte durch unterschiedliche Behandlung einer vorzugsweise wässrigen Flüssigkeit erzeugt werden kann. Für einen Fachmann ist klar, dass die überführung einer wässrigen Lösung oder Flüssigkeit in den Zustand eines Dampfes oder Nebels sowohl thermisch durch Erhitzen als auch durch Einwirkung von Ultraschall erfolgen kann. Erfindungsgemäß ist ebenfalls vorgesehen, dass die vorzugsweise wässrige Flüssigkeit zur Steigerung des Geschmackserlebnisses einen oder vorzugsweise mehrere Würz- und/oder Aromastoffe umfasst.

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Wie zuvor bereits dargelegt, beruht der erfinderische Effekt darauf, dass die relative Luftfeuchte im Bereich zwischen Grillgut und Heizquelle, vorzugsweise im Bereich direkt oberhalb der Heizquelle, während der Hitzebehandlung signifikant erhöht wird. Erfindungsgemäß kann der für die relative Anfeuchtung dieses Bereichs erforderliche Wasserdampf oder -nebel sowohl innerhalb als auch außerhalb der Grillvorrichtung erzeugt werden, wobei der Dampf im Falle der zweiten Alternative noch in den Bereich zwischen dem Grillgut und der Heizquelle eingeleitet werden muss. Im Rahmen der ersten Alternative wird entweder eine Grillvorrichtung verwendet, in die Mittel zum Erzeugen von Wasserdampf eingebracht werden, oder eine entsprechende Vorrichtung benutzt, die diese Mittel bereits umfasst.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird eine Vorrichtung verwendet, deren Mittel zum Erzeugen von Wasserdampf eine Verdunstungsfläche oder ein Verdunstungsgefäß ist. Dem Fachmann ist klar, dass das jeweilige Design der Fläche oder des Gefäßes keinerlei Beschränkung unterliegt, sofern sichergestellt ist, dass der erfindungsgemäße Effekt realisiert werden kann. Vorzugsweise ist die Fläche oder das Gefäß rund, oval, eckig oder mäanderförmig ausgestaltet. Ferner ist bevorzugt, dass die für die Verdunstung vorgesehene Oberfläche in ihrer Gesamtheit ca. 5 bis 50 Prozent der gesamten Grillgutfläche entspricht.

Für ein sicheres Hantieren und Befüllen bzw. Nachfüllen des Mittels zum Erzeugen von Wasserdampf umfasst dieses eine Zuleitung, über die eine zu verdunstende wässrige Flüssigkeit eingeleitet werden kann, wobei diese Zuleitung ausreichend lang ist, damit ein gegebenenfalls manuelles Einleiten ohne Gefährdung des Anwenders erfolgen kann. Es liegt auf der Hand, dass die Befüllung des Mittels auch über eine Steuerung aus einem Vorratsbehälter erfolgen kann. Weiterhin ist bevorzugt, dass eine Fläche oder ein Gefäß verwendet wird, dessen Zuleitung

Mittel zur Verhinderung eines erhitzungsbedingten Rückflusses entgegen der Einleitungsrichtung umfasst. Für einen Fachmann ist klar, dass hierfür zahlreiche Mittel ausgewählt werden können, wobei das Mittel vorzugsweise aus der Gruppe bestehend aus Verschlüssen wie Kappen und Stopfen, Klappen, Ventilen und dergleichen ausgewählt wird.

Wie erwähnt, werden erfindungsgemäß ferner Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bereitgestellt.

Diese Vorrichtungen zur Hitzebehandlung von Grillgut umfassen grundsätzlich eine Grillwanne, die mit einer Heizquelle ausgerüstet ist oder mit einer Heizquelle ausgerüstet werden kann, Mittel zur Aufnahme eines Grillguthalters oberhalb der Grillwanne, wobei entzündliche Tropfen des Grillgutes bauartbedingt auf die Heizquelle auftreffen können, sowie Mittel zur Erhöhung der relativen Luftfeuchte im Bereich zwischen der Wanne und den Aufnahmemitteln. Vorzugsweise wird das Mittel zur Erhöhung der relativen Feuchte unter Verdunstungsflächen und - gefäßen ausgewählt, die vorzugsweise rund, oval, eckig oder mäanderförmig ausgestaltet sind. Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform besteht die Fläche oder das Gefäß aus einem nicht brennbaren Material und umfasst eine Zuleitung, über die eine zu verdunstende wässrige Flüssigkeit eingeleitet werden kann. Sofern ein manuelles Einleiten beabsichtigt ist, wird bevorzugt, dass die Zuleitung ausreichend lang ist, damit eine Gefährdung des Anwenders weitgehend ausgeschlossen werden kann. Am meisten bevorzugt umfasst die Zuleitung geeignete Mittel zur Verhinderung eines erhitzungsbedingten Rückflusses entgegen der Einleitungsrichtung, die vorzugsweise aus der Gruppe bestehend aus Verschlüssen wie Kappen und Stopfen, Klappen, Ventilen und dergleichen ausgewählt sind.

Nach einer alternativen Ausführungsform umfasst eine

erfindungsgemäße Vorrichtung als Mittel zur Erhöhung der relativen Luftfeuchte solche zum Erzeugen von Wasserdampf, wobei die Mittel bevorzugt unter thermischen Mitteln und solchen zur Erzeugung von Ultraschall ausgewählt sind. Diese alternative Vorrichtung benötigt erfindungsgemäß ferner Mittel, mit denen der erzeugte Wasserdampf zur Erhöhung der relativen Luftfeuchte in den Bereich zwischen der Grillwanne und den Aufnahmemitteln eingeleitet wird, was sowohl manuell als auch automatisch erfolgen kann.

Damit die vorliegende Erfindung auch auf bereits bestehende Vorrichtungen zur Hitzebehandlung von Grillgut angewendet werden kann, wird durch die Erfindung gleichermaßen ein in der Figur 1 beispielhaft dargestellter Zubehörartikel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Form einer Verdunstungsfläche oder eines Verdunstungsgefäßes (1) aus einem nicht brennbaren Material mit einer Zuleitung (2) bereitgestellt, über die eine zu verdunstende wässrige Flüssigkeit, z.B. im Bereich einer vergrößerten Einfüllöffnung (6), eingeleitet werden kann. Auch hier ist bevorzugt, dass die Zuleitung (2) ausreichend lang ist, damit ein gegebenenfalls manuelles Einleiten ohne Gefährdung des Anwenders erfolgen kann. Ferner ist bevorzugt, dass die Fläche oder das Gefäß (1) rund, oval, eckig oder mäanderförmig ausgestaltet ist. Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Zuleitung (2), welche im Bereich der Einfüllöffnung ein hitzebeständig isoliertes Griffstück umfassen kann, Mittel zur Verhinderung eines erhitzungsbedingten Rückflusses entgegen der Einleitungsrichtung auf, die z.B. aus der Gruppe bestehend aus Verschlüssen wie Kappen und Stopfen, Klappen, Ventilen und gleichwirkenden Mitteln ausgewählt werden können. Wie in Figur 1 dargestellt, ist der erfindungsgemäße Zubehörartikel vorzugsweise mit einem Scharniergelenk mit Rückschlagklappe (3) ausgestattet.

Es kann für bestimmte Grillvorrichtungen zur Sicherung des von unten vorgesehenen Luftstroms vorgesehen werden, dass der Zubehörartikel mindestens zwei fußartige Verlängerungen (4) aufweist, damit der Luftstrom die Heizquelle (z.B. Holzkohle) weitgehend uneingeschränkt erreichen kann. Ferner ist bevorzugt, dass die Oberseite der Fläche oder des Gefäßes eine gegebenenfalls abnehmbare, gitterartige Abdeckung (5) zur Verhinderung des Eindringens unerwünschter Teile (z.B. Holzkohle, Grillgutbestandteile) aufweist.

Aufgrund der Erfindung ist ein Grillen ohne Alufolie, Aluschalen oder ähnlichem direkt z.B. auf einem Rost möglich, ohne dass sich das aus dem Grillgut austretende Fett und/oder der Bratensaft beim Auftreffen auf die Heizquelle entzündet und dabei krebserregende Stoffe bildet. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist, dass das Grillgut direkt mit dem Holzkohlerauch in Kontakt kommt und das Grillgut so den typischen Grillgeschmack erhält. Aus der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich außerdem insgesamt eine verminderte Rauchbelästigung und keine Flammenbildung, da es zu keiner Verbrennung von Fett und/oder Bratensaft kommt.