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Title:
DEVICE AND METHOD FOR CONDITIONING A TOBACCO BLENDING AND/OR STORAGE DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/048419
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for conditioning at least one tobacco holding space (20) or tobacco (T) in at least one tobacco holding space of a blending and/or storage device (2) for blending and/or temporarily storing tobacco comprising at least one conditioning device (5) for generating at least one flow of conditioning gas (L, L1, L2, L3) that flows directly into the holding space or onto the tobacco located inside the holding space.

Inventors:
HUMMRICH, Stefan (Bgm. Scheller Strasse 4, Lichtenfels, 96215, DE)
FREIBERGER, Jürgen (Sieglindestrasse 141, Bayreuth, 95445, DE)
SICHELSTIEL, Erwin (Kirchweg 37, Warmensteinach, 95485, DE)
Application Number:
EP2005/011391
Publication Date:
May 03, 2007
Filing Date:
October 24, 2005
Export Citation:
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Assignee:
WIESSNER GMBH (Dr.-Hans-Frisch-Strasse 4, Bayreuth, 95448, DE)
HUMMRICH, Stefan (Bgm. Scheller Strasse 4, Lichtenfels, 96215, DE)
FREIBERGER, Jürgen (Sieglindestrasse 141, Bayreuth, 95445, DE)
SICHELSTIEL, Erwin (Kirchweg 37, Warmensteinach, 95485, DE)
International Classes:
A24B3/08; A24B3/04; A24B3/00
Attorney, Agent or Firm:
SCHRÖER, Gernot, H. (Meissner, Bolte & Partner Bankgasse 3, Nürnberg, 90402, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Vorrichtung zum Konditionieren von wenigstens einem Produktaufnahmeraum, insbesondere einem Tabak- Aufnahmeraum (20), oder von einem Produkt, insbesondere Tabak (T), in wenigstens einem Aufnali- meraum wenigstens einer Misch- und/oder Speichereinrichtung (2) zum Mischen und/oder Zwischenspeichern des Produkts, insbesondere Tabaks, umfassend wenigstens eine Konditioniereinrichtung (5) zum Erzeugen wenigstens eines Konditioniergasstromes (L, Ll , L2, L3), der unmittelbar in den

Aufnahmeraum oder auf das im Aufnahmeraum befindliche Produkt, insbesondere den Tabak, strömt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Konditioniereinrichtung Gasauslässe (47) für das Konditioniergas (L) aufweist, die zum Aufnahmeraum oder zum im Aufnahmeraum befindlichen Produkt, insbesondere Tabak, hin gerichtet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei der die Konditio- niereinrichtung (5) oder die Gasauslässe (47) der Konditioniereinrichtung unmittelbar oberhalb des Aufnahmeraums (20) oder des in dem Aufnahmeraums befindlichen Produkts, insbesondere Tabaks (T), angeordnet ist bzw. sind.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der

Abstand der Konditioniereinrichtung oder die Abstände der Gasauslässe der Konditioniereinrichtung zum Aufnahmeraum oder zum Produkt, insbesondere Tabak, im Aufnahmerauto, insbesondere bei maximalet Befüllung, in einem Bereich zwischen 10 cm und 150 cm, insbesondere zwischen 30 cm und 70 cm, gewählt ist bzw. sind.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Konditioniereinrichtung eines oder mehrere Auslasselemente aufweist,

die jeweils wenigstens einen Gasauslass aufweisen und innen wenigstens teilweise einen Strömungsraum (43) für das Konditioniergas aufweisen, der in den oder die Gasauslässe mündet.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der Konditioniergasstrom aus wenigstens einem oder jedem Auslasselement in wenigstens drei in unterschiedliche Richtungen oder unterschiedliche Raumwinkelbereiche gerichtete Teilströmen (Ll, L2, L3) strömt.

7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, bei der wenigstens ein oder jedes Auslas selement an einer dem Aufnahmeraum oder dem im Aufnahmeraum befindlichen Produkt, insbesondere Tabak, zugewandten Unterseite eine Bodenwandung (38) aufweist, in der wenigstens ein Teil der Gasauslässe ausgebildet sind.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Bodenwandung einen horizontalen, mittleren Wandungsbereich (40) aufweist und zwei seitlich anschließende, zum horizontalen Wandungsbereich (40) geneigte Wandungsbereiche (39, 41) aufweist, wobei in jedem der drei Wandungsbe- reiche Gasauslässe (47) gebildet sind.

9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, bei der der Strömungsraum durch einen Vorverteiler oder eine Lochplatte (36) mit Durchlässen (37) in einen ersten Strömungsteilraum (42) und einen zweiten Strömungsteilraum (43) unterteilt ist und der zweite Strömungsteilraum

(43) nach unten durch die Bodenwandung (38) begrenzt ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, bei der jedes Auslasselement an seiner vom Aufnahmeraum oder vom im Aufnahmeraum be- findlichen Produkt, insbesondere Tabak, abgewandten Oberseite schräge Wandungen (31 , 32) aufweist, die so steil sind, dass sich im Wesentlichen kein Produkt, insbesondere Tabak, ablagern kann.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die schrägen Wandungen (31 , 32) an der Oberseite einen Winkel (α) zueinander einschließen, der abhängig vom Schüttwinkel von Tabak oder einem anderen Schüttgut als Produkt gewählt ist und/oder höchstens 60° beträgt.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, bei der die Auslasselemente stegartig oder strebenartig ausgebildet sind.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, bei der die Auslass- demente wenigstens teilweise parallel zueinander verlaufen.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, bei der die Auslasselemente wenigstens teilweise senkrecht zu einer Förderrichtung (F) einer Fördereinrichtung (4) am Boden des Aufnahmeraumes verlaufen.

15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, bei der die Auslasselemente wenigstens teilweise unter einem Winkel ((3) zu einer Förderrichtung (F) einer Fördereinrichtung am Boden des Aufnahmeraumes verlaufen.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, bei der der oder die Abstände (a), vorzugsweise die Abstände in der Förderrichtung (F), der Auslasselemente deutlich, insbesondere um wenigstens das fünffache, größer sind als die entsprechenden Abmessungen der Auslasselemente selbst.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, bei der die Konditio- niereinrichtung wenigstens einen Zuführkanal (15, 16) zum Zuführen von Konditioniergas umfasst und die Auslasselemente in Parallelschal- tung an wenigstens einen Zuführkanal zum Zuführen von Konditioniergas angeschlossen sind.

18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 17, bei der die Konditio- niereinrichtung wenigstens zwei Zuführkanäle (15, 16) umfasst, die vorzugsweise in Förderrichtung (F) der Fördereinrichtung am Boden des Aufnahmeraums verlaufen, und die Auslasselemente mit den zwei Zuführkanälen verbunden sind und zumindest an einen der beiden Zuführkanäle s trömungs technisch angeschlossen sind.

19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit wenigstens einem Konditionieraggregat (7) zum Erzeugen von Konditioniergas und wenigstens einer Zuführleitung (6), die das Konditionieraggregat mit der oder den Konditioniereinrichtung(en) zum Leiten des Konditio- niergases verbindet.

20. Vorrichtung nach Anspruch 19, bei der das Konditionieraggregat un- terhalb der Misch- und/oder Speichereinrichtung (2) angeordnet oder anordenbar ist und/oder mit der Misch- und/oder Speichereinrichtung (2) zu einer baulichen Einheit integriert oder integrierbar ist.

21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder Anspruch 20 jeweils in Rückbezie- hung auf einen der Ansprüche 17 und 18, bei der die Zuführkanäle (15,

16) in Parallelschaltung an die Zuführleitung (6) angeschlossen sind, die mit dem Konditionieraggregat verbunden ist.

22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Konditioniereinrichtung (5, 5' 5") unterhalb einer Zuführeinrichtung

(3, 8) für das Produkt, insbesondere den Tabak, angeordnet ist, von der das Produkt, insbesondere der Tabak, in den Aufnahmeraum fällt.

23. Vorrichtung nach Anspruch 22, bei der die Konditioniereinrichtung so ausgebildet und angeordnet ist, dass das Produkt, insbesondere der Tabak, der Zuführeinrichtung durch die Konditioniereinrichtung fällt und sich eine von der Gestalt und Anordnung der Konditioniereinrichtung

abhängige, insbesondere wellenförmige, Oberflächentopologie des Produkts, insbesondere Tabaks, im Aufnahmeraum einstellt.

24. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Strömungsgeschwindigkeit oder Ausblasgeschwindigkeit des Konditio- niergases beim Austritt aus der Konditioniereinrichtung oder im Gasstrom zum Produkt, insbesondere Tabak (T), oder Aufnahmeraum (20) hin in einem Bereich zwischen 0,2 m/s bis 10 m/s eingestellt ist.

25. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der als Konditioniergröße(n) der Feuchtegehalt und/oder die Temperatur und/oder die Reinheit und/oder die Keimfreiheit und/oder die Zusammensetzung der Gasatmosphäre im Konditioniergasstrom, im Aufnahmeraum und/oder im Produkt, insbesondere Tabak, im Aufnahme- räum vorgesehen ist bzw. sind.

26. Verfahren zum Konditionieren von wenigstens einem Produktaufnahmeraum, insbesondere einem Tabak- Aufnahmeraum (20), oder von einem Produkt, insbesondere Tabak (T), in wenigstens einem Aufnahme- räum wenigstens einer Misch- und/oder Speichereinrichtung (2) zum

Mischen und/oder Zwischenspeichern des Produkts, insbesondere Tabaks, bei dem mittels wenigstens einer Konditioniereinrichtung (5) wenigstens ein Konditioniergasstromes (L, Ll, L2, L3) erzeugt wird, der unmittelbar in den Aufnahmeraum oder auf das im Aufnahmeraum be- Endliche Produkt, insbesondere den Tabak, strömt.

27. Verfahren nach Anspruch 26, bei dem eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24 verwendet wird.

Description:

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM KONDITIONIEREN EINER TABAKMISCH- UND/ODER SPEICHEREINRICHTUNG

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Konditio- nieren von wenigstens einem Produktaufnahmeraum, insbesondere einem Tabak-Aufnahmeraum, oder von einem Produkt, insbesondere Tabak, in we- nigstens einem Aufnahmeraum wenigstens einer Misch- und/oder Speichereinrichtung zum Mischen und/oder Zwischenspeichern des Produkts, insbesondere Tabaks.

In der Tabakindustrie oder in der Fertigung von Tabakprodukten wie Ziga- retten sind Einrichtungen zum Zwischenspeichern und ggf. zusätzlichen Mischen von Tabak, insbesondere von Blattware, Schnitttabak, Rippen, Rippenschnitt etc., bekannt, die auch als Misch- und/oder Lagerboxen (blending and storage silos) bezeichnet werden. Diese Speichereinrichtungen umfassen einen boxförmigen Aufnahmeraum und eine Tabakzuführeinrichtung, die in der Regel ein Förderband oder einen Flachgurtförderer umfasst, am Boden des Aufnahmeraums einen weiteren Band- oder Gurtförderer sowie an einem in Förderrichtung dieses bodenseitigen Förderers am Ende des Aufnahmeraumes angeordnete Austragvorrichtungen wie Auskämmwalzen oder auch einem angebauten Steilförderer.

Bei einer nur zum Zwischenspeichern verwendeten Lagerbox wird in der Regel die Zuführeinrichtung über die Breite des Aufnahmeraumes oder senkrecht zur Förderrichtung des Bodenförderers gleichmäßig beschickt durch Bewegen der Zuführeinrichtung senkrecht zur Förderrichtung des Bodenför- derers oder in Richtung der Breite der Box.

Bei einer Mischbox wird die Position der Zuführeinrichtung oder das Einstreuen des Tabaks zumindest in Längsrichtung verändert oder hin und

her bewegt, beispielsweise mittels eines über dem Mischtrog oder Aufnah- meraum oszillierenden Mischwagens, bestehend aus Fahrwagen und Flachgurtförderer, so dass eine gleichmäßige Tabakeinstreuung oder Beschickung über die volle Länge und Breite der Mischbox erreicht wird. Die Zuführein- richtung kann den Tabak über eine Schwingförderrinne mit schrägem Auslauf auf die volle Breite des Mischfahrbandes und von dort aus die volle Länge der Mischbox verteilt einstreuen oder über ein Schrittfahrband in Strängen auf das Mischfahrband und in die Mischbox fördern.

Bei vielen Tabakprodukten, insbesondere Zigaretten, ist erforderlich, diese aus verschiedenen Tabaksorten zusammen zu setzen, wobei eine gleichmäßige Mischung der verschiedenen Tabaksorten erforderlich ist. Deshalb wird der Mischwagen oder die über den Aufnahmeraum hin- und herbewegte Zuführeinrichtung entsprechend gesteuert, um ein möglichst gleichmäßiges Be- schicken des Zwischenspeichers oder der Mischbox mit Tabakschichten unterschiedlicher Tabaksorten zu erreichten.

Aus DE 197 49 933 C2 ist eine Vorrichtung zum Beschicken eines Zwischenspeichers, insbesondere einer Rippenschnittbox, mit Tabakschichten bekannt mit einem über den Zwischenspeicher angeordneten, in Längsrichtung des Zwischenspeichers hin- und herbewegbaren Mischwagen, dem ständig Tabak zugeführt wird und von dessen Abgabeende ein kontinuierlicher Tabakstrom nach unten in den Zwischenspeicher fällt, und mit einem am Boden des Zwischenspeichers angeordneten Förderband für den Weiter- transport der in dem Zwischenspeicher befindlichen Tabakmasse zu einem Dosierer. Es sind nun stegartige Trenneinrichtungen in der Fallstrecke des Tabaks zwischen dem Mischwagen und dem Zwischenspeicher zur Ablenkung des fallenden Tabakstroms vorgesehen, so dass sich unter den Trenneinrichtungen Soll-Bruchstellen in der Tabakmasse bilden und dadurch von- einander trennbare, vertikale Tabak-Säulen entstehen. Die stegartigen

Trenneinrichtungen sind insbesondere durch zwei miteinander verbundene Leisten gebildet, die in Seitenansicht die Form eines Spitzdaches haben mit einer horizontalen Grundfläche von etwa 30 bis 200 mm und eine Höhe von

30 bis 120 mm, wobei die stegattigen Trenneinrichtungen in einem Abstand von 30 bis 60 cm voneinander angeordnet sind. Der Mischwagen weist Rollen auf, die auf Schienen in einem Rahmen laufen, sowie ein Förderband mit Randleisten.

Bei solchen Misch- und/oder Speichersystemen für Tabak in der Tabakfertigung ist die Einhaltung vorgegebener Prozesskonditionen für die Verarbeitung und Qualität des Tabaks sehr wichtig. Wichtige Prozesskonditionen sind insbesondere die Temperatur und der Feuchtegehalt des Tabaks. Um die Tabaktemperatur und Tabakfeuchtigkeit innerhalb vorgegebener Toleranzen zu halten, wird die Temperatur sowie die Feuchte der Umgebungsluft in der Fertigungshalle von einer zentralen Klimaanlage geregelt, wodurch jede Misch- und/oder Lagerbox idealerweise mit der gleich konditionierten Umgebungsluft beaufschlagt wird. Eine solche zentrale Regelung ist aber hin- sichtlich der Genauigkeit der Konditionierung des Tabaks in den einzelnen Misch- und/oder Lagerboxen begrenzt.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine neue Vorrichtung ud ein neues Verfahren zum Konditionieren eines Tabak-Aufnahmeraums oder Tabaks in wenigstens einem Tabak-Aufnahmeraum wenigstens einer Misch- und/oder Speichereinrichtung zum Mischen und/oder Zwischenspeichern von Tabak in der tabakverarbeitenden Industrie oder in der Fertigung von Tabakprodukten wie Zigaretten anzugeben.

Diese Aufgabe wird hinsichtlich der Vorrichtung gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 26.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Vorrichtung gemäß der Erfindung ergeben sich aus den vom Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen.

Die Erfindung betuht auf der überlegung, zum Konditionieren von wenigstens einem Tabak-Aufnahmeraum oder von Tabak in wenigstens einem Tabak-Aufnahmeraum einer Misch- und/oder Sp eicher einrichtung zum Mischen und/oder Zwischenspeichern von Tabak in der tabakverarbeitenden Industrie gezielt und unmittelbar den Aufnahmeraum oder auf den im Aufnahmeraum befindlichen Tabak mit einem Konditioniergasstrom einer diesem Aufnahmeraum individuell zugeordneten Konditioniereinrichtung zu beaufschlagen und nicht wie beim Stand der Technik lediglich die gesamte Umgebungsluft in der Fertigungshalle zu klimatisieren. Dadurch lassen sich nicht nur die Temperatur und/oder die Feuchtigkeit des Tabaks sehr genau und ohne größere Beeinflussung anderer Bereiche in der Fertigungshalle einstellen im Gegensatz zum Stand der Technik, sondern auch andere Konditi- oniergrößen wie beispielsweise sogar die Gaszusammensetzung des Konditi- oniergases einstellen, was beim Stand der Technik so nicht möglich ist.

Die Erfindung gemäß Anspruch 1 und Anspruch 26 beruht ferner auf der überlegung, dass die Vorrichtung oder deren Konditioniereinrichtung oder das Verfahren gemäß der Erfindung auch zum Konditionieren anderer zu lagernder und/oder zu mischender Produkte wie z.B. Lebensmittel und/oder Schüttgüter außer Tabak anwendbar oder einsetzbar ist.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert. Dabei wird auf die Zeichnungen Bezug genommen. Es zeigen jeweils in einer schematischen Darstellung:

FIG 1 eine Speichereinrichtung zum Zwischenspeichern von Tabak mit einer Konditioniereinrichtung in einem Querschnitt, FIG 2 die Speichereinrichtung und die zugehörige Konditioniereinrichtung gemäß FIG 1 in einer Draufsicht, wobei FIG 1 dem in FIG 2 dargestellten Schnitt C-C entspricht,

FIG 3 eine weitere Aus führungs form einer Speichereinrichtung für

Tabak mit einer Konditioniereinrichtung in einem Querschnitt,

FIG 4 die Speichereinrichtung für Tabak und zugehörige Konditio- niereinrichtung gemäß FIG 3 in einer Draufsicht, wobei FIG 3 dem Schnitt B-B in FIG 4 entspricht,

FIG 5 die Speichereinrichtung und zugehörige Konditioniereinrich- t un g gemäß FIG 3 und 4 in einem Längsschnitt gemäß A-A in

FIG 4

FIG 6 ein Detail der FIG 5 betreffend einen Teil der Konditionierein- richtung in einer vergrößerten Querschnittsdarstellung,

FIG 7 eine Aus führungs form einer Misch- und Speichereinrichtung für Tabak mit zugehöriger Konditioniereinrichtung in einem

Querschnitt,

FIG 8 die Misch- und Speichereinrichtung mit Konditioniereinrichtung gemäß FIG 7 in einer Draufsicht, wobei der Schnitt B-B der FIG 7 entspricht, FIG 9 die Misch- und Sp eicher einrichtung mit Konditioniereinrichtung gemäß FIG 7 und 8 in einem Längsschnitt gemäß A-A in FIG 8,

FIG 10 eine Aus führungs form einer Vorrichtung zum Konditionieren einer Misch- und/oder Sp eicher einrichtung für Tabak in einem schematischen Schaltbild und

FIG 1 1 eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Konditionieren mehrerer Misch- und/ oder Speichereinrichtungen für Tabak in einem schematischen Blockschaltbild.

Einander entsprechende Teile und Größen sind in den FIG 1 bis 11 mit denselben Bezugszeichen versehen.

Die Speichereinrichtung 2 in der Ausführungsform gemäß FIG 1 und 2 sowie in der Aus führungs form gemäß FIG 3 bis 5 umfasst einen von einer Wandung 21 umschlossenen länglichen oder boxförmigen Aufnahmeraum 20 zur Aufnahme und Zwischenspeicherung von Tabak T vor dessen Weiterverarbeitung in einer Tabakfertigungsanlage, insbesondere in der Zigarettenfertigung. Der Aufnahmeraum 20 mit der Wandung 21 ruht auf einem Tragge-

stell 22, das auf dem Boden 10 einet Fertigungshalle aufgestellt ist. Im Bodenbereich des Aufnahmeraums 20 ist eine Fördereinrichtung 4, beispielsweise ein Förderband oder Gurtförderer, angeordnet, mit dem der Tabak T in dem Aufnahmeraum 20 in einer Förderrichtung F aus dem Aufnahmeraum 20 herausgefördert werden kann abhängig von den für die Weiterverarbeitung gewünschten Abnahmemengen und Abnahmezeiten. Ein entgegen der Förderrichtung F „stromaufwärts" gelegener Endbereich der Speichereinrichtung 2 ist mit 2A bezeichnet und der „stromabwärts" gelegene Endbereich, zu dem der Tabak T mittels der Fördereinrichtung 4 transportiert wird und dort aus dem Aufnahmeraum 20 austritt, ist mit 2B bezeichnet. Am Aus- lass-Endbereich 2B kann auch eine Kämm- oder Greifeinrichtung oder eine Auskämm- oder Greifwalze und/oder ein Steilförderer angeordnet sein, durch die der Tabak T geführt wird.

Nach oben ist die Wandung 21 offen, so dass der Aufnahmeraum 20 von oben zugänglich ist. Oberhalb der Wandung 21 des Aufnahmeraums 20 ist am stromaufwärts gelegenen Endbereich 2A eine Zuführeinrichtung 3 zum Zuführen von Tabak T angeordnet, die ebenfalls wenigstens ein Förderband oder einen Gurtförderer umfassen kann. Der Tabak T fällt von der Zuführ- einrichtung 3 nach unten in den Aufnahmeraum 20. Um eine gleichmäßige Verteilung über die Breite senkrecht zur Förderrichtung F in dem Aufnahmeraum zu erreichen, ist die Zuführeinrichtung 3, wie durch die dargestellten Pfeile angedeutet, quer zur Förderrichtung F in einer Verschieberichtung R verschiebbar und wird, wie in FIG 1 und 2 oder FIG 3 und 4 gezeigt, kon- tinuierlich in unterschiedlichen Positionen über die Breite des Aufnahmeraums 20 bewegt, so dass der Tabak T sich gleichmäßig über die Breite im Aufnahmeraum 20 verteilt.

Eine solche Speichereinrichtung zum Zwischenspeichern von Tabak ist in ähnlicher Weise aus dem Stand der Technik bekannt und wird üblicherweise auch als Lagerbox oder storage silo bezeichnet, so dass weitere detaillierte Beschreibungen nicht erforderlich sind.

Der Tabak T muss während des Zwischenspeichers im Aufhahmeraum 20 der Speichereinrichtung 2 unter vorgegebenen Bedingungen konditioniert werden, um keine Verschlechterung der Qualität, insbesondere der Verarbeitungsqualität des Tabaks hinnehmen zu müssen oder sogar die Qualität, ins- besondere die Verarbeitungsqualität, des Tabaks zu verbessern.

Deshalb wird durch Zuführen konditionierter Luft oder Konditionierluft L mittels einer Konditioniereinrichtung 5 der Aufnahmeraum 20 oder der Tabak T in dem Aufnahmeraum 20 der Speichereinrichtung 2 hinsichtlich we- nigstens einer Konditioniergröße konditioniert. Als Konditioniergröße wird insbesondere die Tabaktemperatur und/oder die Tabakfeuchtigkeit und/oder die Lufttemperatur und/oder die Luftfeuchtigkeit verwendet.

Einer oder mehrere Temperaturfühler 25 messen die Lufttemperatur der Konditionierluft L und einer oder mehrere Feuchtefühler 26 die Luftfeuchtigkeit der Konditionierluft L zwischen dem Tabak T oder dem Aufnahmeraum 20 einerseits und der Konditioniereinrichtung 5 andererseits. Die Messwerte werden zur Regelung der Konditioniergrößen Temperatur und Feuchtigkeit von Tabak T oder Luft L herangezogen, wie noch beschrieben wird.

Die Konditioniereinrichtung 5 in der Aus führungs form gemäß FIG 1 und 2 umfasst zwei parallel zueinander in der Längsrichtung des Aufnahmeraumes 20 oder der Förderrichtung F verlaufende Zuführkanäle 15 und 16, zwischen denen, in den Beispielen der FIG 2 und 4 jeweils sieben, Querstreben als stegartige Luftauslasselemente 51 bis 57 in FIG 2 und 51' bis 57' in FIG 4 verlaufen. Die beiden Zuführkanäle 15 und 16 sind in Parallelschaltung an eine Zuführleitung 6 angeschlossen, über die Konditionierluft L zugeführt wird. Die Zuführleitung 6 ist mit einem Konditionieraggregat 7 verbunden, das die konditionierte Luft L mit vorgegebenen Werten von Konditioniergrößen der Luft L, insbesondere Temperatur und/oder Feuchte, erzeugt.

Das Konditionieraggregat 7 ist vorzugsweise unmittelbar bei der Speichereinrichtung 2 angeordnet, insbesondere unterhalb des Traggestells 22, und/oder mit der Speichereinrichtung 2 zu einer baulichen Einheit oder in einem gemeinsamen Gehäuse integriert, um die Leitungswege kurz zu halten. Das Konditionieraggregat 7 kann aber auch weiter entfernt angeordnet sein.

Die Luftauslasselemente 51 bis 57 bzw. 51' bis 57' sind oberhalb des Aufnahmeraums 20 oder des darin befindlichen Tabaks T, typischerweise in einem vergleichsweise geringen Abstand, angeordnet und weisen zum Auf- nahmeraum 20 hin gerichtete Auslassöffnungen zum Auslass der Konditio- nierluft L zum Tabak T hin auf, die in FIG 1 bis 5 nicht eingezeichnet sind, jedoch in der Vergrößerung der FIG 6 zu erkennen sind und dort mit 47 bezeichnet sind. Der Abstand der Luftsauslasselemente oder deren Auslassöffnungen (47) beträgt in einer vorteilhaften Ausführungsform zur Tabakober - fläche des Tabaks T bei maximaler Befüllung oder zur Oberseite des Aufnahmeraums 20 zwischen 10 Zentimeter (cm) und 1,50 Meter (m), insbesondere zwischen 30 cm und 70 cm, beispielsweise 50 cm. Bei niedrigerer Befüllung ist der Abstand zur Tabakoberfläche T entsprechend größer, maximal zusätzlich der Höhe des Aufnahmeraumes 20. Die Luftauslasselemente 51 bis 57 bzw. 51' bis 57' sind in FIG 2 und 4 parallel zueinander angeordnet unter demselben Abstand a in Förderrichtung F.

Die Konditionierluft L strömt nun von den Auslasselementen 51 bis 57 oder 51' bis 57' zum Tabak T und konditioniert nun wenigstens eine Konditio- niergröße des Tabaks T, vorzugsweise die Tabaktemperatur T oder die

Feuchte des Tabaks T, insbesondere mittels der Lufttemperatur und/oder der Luftfeuchtigkeit, oder der Konditionierluft L selbst, insbesondere deren Temperatur und/oder Feuchtigkeit.

Durch diese Maßnahmen ist eine unmittelbare und eindeutige Konditionierung des Aufnahmeraums 20 oder des Tabaks T durch die Konditionierein- richtung 5 möglich.

Der wesentliche Unterschied zwischen der Aus führungs form der Konditio- niereinrichtung 5 gemäß FIG 1 und 2 einerseits und der Ausführungsform gemäß FIG 3 bis 5 andererseits besteht im Wesentlichen darin, dass die Zuführkanäle 15, 16 bei der FIG 1 und 2 außerhalb der Wandung 21 der Spei- chereinrichtung 2 angeordnet sind und somit die querverlaufenden Außenelemente 51 bis 57 durch die Wandung 21 durchgeführt sind und dass im Unterschied dazu bei der Aus führungs form gemäß FIG 3 bis 5 die Strömungskanäle 15, 16 innerhalb der Wandung 21 oberhalb des Aufnahmeraums 20 angeordnet sind. Die Auslasselemente 51 bis 57 gemäß FIG 1 und 2 sind deshalb länger als die Auslasselemente 51' bis 57' bei gleicher Breite der Wandung 21 oder des Aufnahmeraums 20.

Die Auslasselemente 51 bis 57 und 51' bis 57' sind vorzugsweise an beiden Seiten strömungstechnisch sowohl mit dem Strömungskanal 15 als auch mit dem Strömungskanal 16 verbunden, so dass von beiden Seiten Konditionier- luft L in die Luftauslasselemente 51 bis 57 bzw. 51' bis 57' strömen kann. Es ist aber auch möglich, jeweils nur in einer Richtung eine Strömung zuzulassen und somit eine Strömungsverbindung nur zu einem der Strömungskanäle 15 oder 16 herzustellen. Ferner ist es auch möglich, die Strömungsverbin- düng der einzelnen Luftauslasselemente 51 bis 57 oder 51' bis 57' zu den Strömungskanälen 15 und 16 steuerbar zu gestalten, beispielsweise durch Luftklappen oder andere steuerbare Verschlusselemente, so dass die einzelnen Luftauslasselemente 51 bis 57 oder 51' bis 57' individuell sowohl von der Strömungsmenge oder auch gesteuert werden können oder sogar ganz zu oder weg geschaltet werden können. Die Auslasselemente 51 bis 57 können ferner auch in zwei Strömungsräume getrennt sein, beispielsweise durch einen Verschluss in deren Mitte, so dass ein Teil der Auslasselemente von einem Strömungskanal 15 und der andere Teil von dem anderen Strömungskanal 16 der Konditioniereinrichtung 5 beströmt wird.

Außerdem kann die Anzahl, Anordnung und Ausgestaltung der Auslasselemente auch anders gestaltet werden, beispielsweise nach Art einer Gitterstruktur mit zusätzlichen längsverlaufenden Streben oder Kanälen oder mit

schräg verlaufenden Streben, wie noch in FIG 8 am Beispiel einer Mischeinrichtung dargestellt, ggf. wieder in einer Gitterstruktur mit schrägen Streben, oder auch mit, insbesondere nach unten und/oder zur Seite, gebogenen Auslasselementen. Auch die Anordnung der Auslassöffnungen an den Auslass- elementen sowie deren Gestaltung kann in weiten Grenzen variiert werden.

Eine Aus führungs form für die Gestaltung der Auslasselemente ist beispielhaft anhand des Auslasselements 57' bzw. 57 in FIG 6 dargestellt. Das Luftauslasselement 57' weist an seiner Oberseite zwei schräge Wandflächen 31 und 32 auf, die sich oben in einem Grat oder First 33 unter einem Winkel α treffen. Der Winkel α ist im dargestellten Ausführungsbeispiel auf 60° eingestellt, was dem Schüttwinkel von Tabak entspricht, so dass sich auf der Spitze 33 und den schrägen Flächen 31 und 32 kein Tabak T absetzen oder ablagern kann. Im Anschluss an die Schrägflächen 31 und 32 sind jeweils vertikal verlaufenden Seitenwände 34 und 35 vorgesehen, an deren Unterseite beispielsweise in einem Umbug oder einer Umbördelung ein Bodenblech oder eine Bodenwandung 38 befestigt ist und die weiter oben über eine quer verlaufende oder horizontal verlaufende Zwischenplatte 36 verbunden sind. Die Zwischenplatte 36 ist als Lochplatte ausgebildet ist mit einzelnen Durchläs- sen 37. Der von der Zwischenplatte 36, den Seitenwänden 34 und 35 sowie den oberen schrägen Wandflächen 31 und 32 begrenzte Raum ist als erster Strömungsraum 42 zum Zuführen der Konditionierluft L vorgesehen. Ein Anschluss 45 des Auslasselements 57 an den Strömungskanal 15 oder 16 ist schematisch dargestellt.

Die konditionierte Luft L strömt dann aus dem Strömungsraum 42 durch die Durchlässe 37 der Zwischenplatte 36 in einen zweiten Strömungsraum 43, der zwischen den Seitenwänden 34 und 35, der Zwischenplatte 36 und der unteren Bodenwandung 38 gebildet ist. Die Zwischenplatte 36 mit den Durchlässen 37 dient dabei als Vorverteiler oder zur Vergleichmäßigung der Luftströme und der Konditionierluft L. Aus dem zweiten Strömungsraum 43 tritt die Konditionierluft L in Form dreier Teilströmungen Ll, L2 und L3 aus. Die erste Teilströmung Ll tritt durch einen schrägen Wandbereich 39

durch zugehörige Austrittsöffnungen 47 schräg nach unten aus, die zweite Luftströmung L2 durch einen horizontal verlaufenden Bodenbereich 40 durch entsprechende Durchlässe 47 senkrecht nach unten und die dritte Teilströmung L3 durch entsprechende Durchlässe 47 in einem schrägen Wandbereich 41 schräg nach unten und in einem anderen Raumwinkelbereich als die erste Teilströmung Ll aus. Dadurch entsteht eine sehr gleichmäßige, einen großen Raumwinkelbereich erfassende Gesamtluftströmung der Konditionierluft L und im Wesentlichen der gesamte Tabak T im Aufnahmeraum 20 oder der Aufnahmeraum 20 wird von der Konditionierluft L erfasst und kann dadurch konditioniert werden hinsichtlich seiner Temperatur und/oder Feuchte.

Die Auslasselemente 51 bis 57 oder 51' bis 57' weisen über nahezu ihre gesamte Länge den Querschnitt gemäß FIG 6 auf, so dass über ihre ganze Län- ge verteilt Auslassöffnungen 47 vorgesehen sind und Konditionierluft L in den drei Teilströmungen Ll bis L3 über im Wesentlichen die ganze Breite des Aufnahmeraums 20 ausströmen kann und somit den im Aufnahmeraum 20 befindlichen Tabak großflächig konditioniert.

In den FIG 7 bis 9 ist eine Misch- und Lagereinrichtung für Tabak dargestellt. Im Unterschied zu den Aus führungs formen einer reinen Speichereinrichtung gemäß FIG 1 bis 5 ist nun eine als Mischwagen ausgebildete Zuführeinrichtung 8 vorgesehen, die vorzugsweise ein Transportband oder einen Gurtförderer umfasst. Die Zuführeinrichtung 8 führt Tabak zu, der dann nach unten in den Aufnahmeraum 20 der Speichereinrichtung 2 fällt, und weist vorzugsweise im Wesentlichen die gleiche Breite auf wie der Aufnahmeraum 20, so dass der Tabak T ähnlich wie ein Wasserfall über die gesamte Breite in den Aufnahmeraum 20 fällt. Die Zuführeinrichtung 8 ist in Längsrichtung des Aufnahmeraums 20, die der Förderrichtung der För- dereinrichtung 4 am Boden des Aufnahmeraums 20 entspricht, in einer

Mischrichtung M hin und her bewegbar, wodurch der Tabak über die gesamte Länge und Breite des Aufnahmeraums eingestreut oder verteilt werden kann. Die in FIG 7 bis 9 dargestellte Misch- und Speichereinrichtung ohne

die Konditioniereinrichtung 5" ist ebenfalls an sich aus dem Stand der Technik bekannt und wird als Misch- und Lagerbox oder blending and stora- ge silo bezeichnet.

Bei einer solchen Misch- und Speichereinrichtung, wie in FIG 7 bis 9 dargestellt, wird nun der Tabak T durch die zwischen der Zuführeinrichtung 8 und dem Aufnahmeraum 20 angeordnete Konditioniereinrichtung 5" fallengelassen. Bei dieser Fallbewegung trifft auch ein Teil des Tabaks T auf die Oberseite der Auslasselemente 51" bis 57", die folglich den Fall und die Verteilung des Tabaks T mit beeinflussen. Aus diesen Gründen ist in dieser Aus führungs form einer Misch- und Lagereinrichtung die Ausbildung und Anordnung der Konditioniereinrichtung 5" auch hinsichtlich der gewünschten Verteilung des Tabaks T und der gewünschten Beeinflussung dieser Verteilung durch die Konditioniereinrichtung 5" selbst angepasst.

Während es natürlich vorteilhaft ist, dass möglichst über die ganze Länge Durchlässe in der Konditioniereinrichtung 5" vorgesehen sind, damit der Tabak T überhaupt durchfallen kann, ist ferner auch die Ausbildung dieser Durchlässe sowie auch die Ausbildung der stehen bleibenden Teile der Kon- ditioniereinrichtung 5" zu optimieren. Vorteilhaft sind beispielsweise die schon in FIG 2 und 4 gezeigten Ausführungsformen der Konditioniereinrichtung 5 bzw. 5", bei denen nur schmale Auslasselemente 51 bis 57 bzw. 51' bis 57' bzw. 51" bis 57" vorgesehen sind und dazwischen breite Durchlassräume durch die Beabstandung der Auslasselemente gebildet sind. Der Abstand a der Auslasselemente ist also wesentlich, beispielsweise mindestens fünfmal, größer als die Abmessung oder Breite der Auslasselemente selbst in Förderrichtung F oder Mischrichtung M. Dadurch sind große Durchlassräume zum Durchfallen von Tabak T gebildet und es ist dennoch eine ausreichende Konditionierung gewährleistet. Bevorzugte Werte für die Breite der Auslasselemente sind 5 cm bis 40 cm und für den Abstand a zwischen den Auslasselementen 25 cm bis 250 cm.

Die Auslas s elemente 51" bis 57" weisen vorzugsweise ebenfalls die Querschnitts form gemäß FIG 6 auf, die für den durchfallenden oder passierenden sowie den auftreffenden Tabak besonders vorteilhaft ist sowie auch für die Strömungsführung der Konditionierluft L. Die Ausbildung der Auslassele- mente 51 bis 57 bzw. 51 ' bis 57' bzw. 51 " bis 57" bewirkt, dass der Tabak links und rechts von den Auslasselementen abgelenkt wird und nach unten fällt, so dass sich im Aufnahmeraum 20 eine wellenförmige Oberfläche oder Topologie mit Tälern und Berge ergibt, wobei die Täler sich unmittelbar unter den Auslasselementen 51 bis 57 bzw. 51' bis 57' bzw. 51" bis 57" befin- den, die wie ein Dach diese Bereiche teilweise abschirmen. Dies hat zur Folge, dass am Auslass-Endbereich 2B der Speichereinrichtung 2 beim Transport durch die Fördereinrichtung 4 in der Förderrichtung F die Höhe der Tabakfüllung im Aufnahmeraum 20 sich wellenartig verändert.

Es kann aber ebenso, wie in FIG 8 dargestellt, durch eine schräge Anordnung der parallel zueinander angeordneten stegartigen Auslasselemente 51" bis 57" beispielsweise unter einem Winkel ß bei einer geradlinigen Ausbildung, über die Breite des Aufnahmeraums 20 am Auslass-Endbereich 2B sich eine unterschiedliche Höhe ergeben, da die Täler und Berge dann schräg ver- laufen. Dadurch kann ein Entmischen des Tabaks T verhindert oder reduziert werden. Der Winkel ß ist abhängig von dem Abstand und der Länge der Auslasselemente gewählt und kann insbesondere zwischen 10° und 60° gewählt sein. Auch hier ist vorzugsweise ein großer Abstand a zwischen den Auslasselementen 51" bis 57" gewählt, der deutlich größer ist als deren Ab- messung in Förderrichtung F oder Mischrichtung M, um große Durchlässe für den nach unten fallenden Tabak T zu bilden.

FIG 10 zeigt nun eine Aus führungs form einer Vorrichtung zum Konditio- nieren des Aufnahmeraums 20 bzw. des Tabaks T für eine Misch- und/oder Speichereinrichtung 2 für Tabak T mit einem im weiteren Detail gezeigten Konditionieraggregat 7 in einem Schaltbild. Das Konditionieraggregat 7 um- fasst eine motorgesteuerte Luftklappe 70 zum Steuern des Strömungsquerschnittes und/oder öffnen oder Versperren eines Einlasses für Außenluft

AU, die aus der Atmosphäre außerhalb der Fertigung entnommen wird, eine s trömungs technisch dahinter geschalteten Filter 71 zum Filtern der Außenluft AU, einen darauf folgenden Ventilator 72 zum Ansaugen der Umgebungsluft AU durch den Filter 71, einen dem Ventilator 72 nachgeschalteten Luftkühler 73 zum Herunterkühlen der Luft und/oder Auskondensieren von Feuchtigkeit, einen nachgeschalteten Lufterhitzer 74, beispielsweise einen Wärmetauscher mit einem Sekundärkreislauf mit Flüssigkeit als ' Wärmemedium, und einen nachgeschalteten Luftbefeuchter 75. Der Ausgang des Luftbefeuchters 75 ist über die Zuführleitung 6 mit der Konditioniereinrichtung 5 bzw. 5' bzw. 5" verbunden. Somit wird die Konditionierluft L mit einer definierten Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit über die Zuführleitung 6 der Konditioniereinrichtung 5 oder 5' oder 5" und damit dem Tabak T bzw. dem Aufnahmeraum 20 der Misch- und/oder Speichereinrichtung 2 zugeführt. Ferner ist im Konditionieraggregat 7 auch eine weitere motorgesteuerte Luftklappe 76 vorgesehen, über die Umluft UM aus der Fertigungs- oder Werkshalle, insbesondere über den Filter 71, angesaugt werden kann, vorzugsweise aus einem Bereich oberhalb der Speichereinrichtung 2, insbesondere um Energie einzusparen. Es kann nun Außenluft AU und/oder Umluft UM zum Erzeugen der Konditionierluft L verwendet werden.

In dem Ausführungsbeispiel gemäß FIG 11 werden mit einem solchen Konditionieraggregat 7 wie in FIG 10 parallel mehrere, in FIG 11 drei, Konditi- oniereinrichtungen 5A, 5B und 5C versorgt, die jeweils einem zugehörigen Aufnahmeraum 2OA, 20B und 2OC einer Misch- und/oder Speichereinrich- tung 2 für Tabak T zugeordnet ist. Die drei Aufnahmeräume 20A bis 20C sind von gemeinsamen Gehäusewänden 21 eingefasst und übereinander angeordnet und ruhen über ein gemeinsames Traggestell 22 auf dem Boden 10. Die Zuführleitung 6 vom Konditionieraggregat 7 ist in zwei parallele Zuführstränge 6A und 6B aufgeteilt oder verzweigt, die parallel zueinander die Konditionierluft L über jeweils zugehörige motorgesteuerte Luftklappen o- der sonstige Verschlusseinrichtungen wie Ventile den Konditioniereinrich- tungen 5A, 5B und 5C zuführen. So ist zwischen den Zuführstrang 6A und die Konditioniereinrichtung 5A die Luftklappe I IA, zwischen den Zufuhr-

sträng 6A und die Konditioniereinrichtung 5B die Luftklappe 12A und zwischen den Zuführstrang 6A und die Konditioniereinrichtung 5C die Luftklappe 13A geschaltet. Analog ist zwischen den Zuführstrang 6B und die Konditioniereinrichtung 5A die Luftklappe I IB, zwischen den Zuführstrang 6B und die Konditioniereinrichtung 5B die Luftklappe 12B und zwischen den Zuführstrang 6B und die Konditioniereinrichtung 5C die Luftklappe 13B geschaltet. Dadurch lassen sich die einzelnen Konditioniereinrichtungen 5A bis 5C individuell mit Konditionierluft L aus einem oder beiden oder keinem der Zuführstränge 6A und 6B versorgen und ist auch eine Steuerung oder Regelung der jeweiligen Luftmenge (Volumenstrom) möglich. Eine ähnliche Anordnung ließe sich auch verwirklichen bei den einzelnen Auslasselementen 51 bis 57 bzw. 51' bis 57' bzw. 51" bis 57" gemäß FIG 2, 4 oder 8, um diese individuell mit Konditionierluft L zu beaufschlagen.

In allen Aus führungs formen kann die Konditionierung durch reine Steuerung (offener Steuerkreis) ohne Messung der Konditioniergrößen allein aufgrund empirischer vorermittelter Messdaten und Erfahrungswerten erfolgen, so dass wenigstens eine Konditioniergröße der zugeführten Konditionierluft L fest eingestellt wird.

Bevorzugt ist jedoch ein Regeln der Konditioniergröße(n) in einem geschlossenen Regelkreis, indem die oder jede Konditioniergröße als Regelgröße gemessen wird und die gemessenen Istwerte mit vorgegebenen Sollwerten verglichen werden und dann bei einer unzulässigen Abweichung oder Regeltole- ranz die Konditionierluft und deren Konditioniergröße(n) als Stellgrößen gesteuert werden.

Insbesondere kann die Tabaktemperatur des Tabaks T durch einen Wärmestrahlungssensor oder Infrarotsensor, der insbesondere an der Zuführein- richtung 3 oder 8 angeordnet sein kann (vgl. z.B. 27 in FIG 7), berührungslos gemessen werden und die Lufttemperatur der Konditionierluft L oberhalb des Aufnahmeraums 20 oder oberhalb des Tabaks T im Aufnahmeraum 20 mittels eines Temperaturfühlers oder einer Anordnung von Temperatur-

fühlem (z.B. 25 in FIG 5), der oder die insbesondere an der Wandung 21 befestigt sein kann, gemessen werden und die Luftfeuchtigkeit der Konditio- nierluft L analog mit einem Feuchtefühler (z.B. 26 in FIG 5) oder einer Anordnung von Feuchtefühlern gemessen werden, wobei durch die Messung der Luftfeuchtigkeit der auf den Tabak T strömenden Konditionierluft L auch indirekt die Tabakfeuchtigkeit bestimmt wird oder werden kann, insbesondere empirisch oder rechnerisch. Zusätzlich kann auch eine Messung der Lufttemperatur und/oder Luftfeuchtigkeit an einem anderen Ort, insbesondere oberhalb der Zuführeinrichtung 3 oder 8, beispielsweise in einem Ab- stand von 10 cm bis 2 m, erfolgen, um Störgrößen auszuschließen oder zu kompensieren.

In einer weiteren Ausführungsform kann die Füllstandshöhe des Tabaks T im Aufnahmeraum 20 oder dessen Volumen als zusätzlicher Parameter für die Steuerung der Luftmenge oder der Luftvolumenstromes oder der Luftausblasgeschwindigkeit der Konditionierluft L herangezogen werden, um eine größere Menge Tabak T mit ausreichend viel Konditionierluft L zu be- strömen oder auch um einen weiter entfernten Tabak T mit niedrigerem Füllstand noch mit dem Konditionierluftstrom L zu erreichen. Zur Bestim- mung des Füllstandes kann indirekt die Masse oder das Gewicht des Tabaks T durch Wiegen bestimmt werden.

In allen Ausführungsformen wird die Strömungsgeschwindigkeit oder Ausblasgeschwindigkeit der Konditionierluft L beim Austritt aus der Konditio- niereinrichtung 5 oder 5' oder 5" oder im Luftstrom zum Tabak T oder Aufnahmeraum 20 hin, insbesondere beim Austritt aus den Auslasselementen 51 bis 57 bzw. 51' bis 57' bzw. 51" bis 57" oder aus den Auslassöffnungen 47 an deren Unterseite gemäß FIG 6, bevorzugt in einem Bereich zwischen 0,2 m/s bis 10 m/s eingestellt.

Die Konditioniereinrichtung 5 oder 5' oder 5" oder zumindest deren Auslasselemente 51 bis 57 oder 51' bis 57' oder 51" bis 57" kann bzw. können in einer nicht dargestellten Aus führungs form auch um wenigstens ein Dreh-

gelenk oder Drehlager schwenkbar sein. Dadurch ist es möglich, den Luftstrom der Konditionierluft L und/ oder deren Teilströmungen Ll bis L3 in einem Raumwinkelbereich zu schwenken und einen entsprechend größeren Bereich mit Konditionierluft L zu beströmen.

Anstelle von Konditionierluft L kann in allen Aus führungs formen auch ein anderes Gas oder Gasgemisch verwendet werden. Als Konditioniergröße kann dann insbesondere auch die Gaszusammensetzung gesteuert oder geregelt werden, zum Beispiel könnte zumindest zeitweise ein Schutzgas wie Stickstoff oder eine stickstoffreiche Gasatmosphäre verwendet werden, um den oxidierenden Effekt von Sauerstoff auszuschalten.

Die Erfindung ist nicht auf das Konditionieren von Tabak beschränkt. Vielmehr können auch andere Produkte in einem Aufnahmeraum einer Misch- und/ oder Speichereinrichtung in der industriellen Fertigung wie beispielsweise Lebensmittel und/oder Schüttgüter mit den Maßnahmen gemäß der Erfindung konditioniert werden.

Bezugszeichenliste

2 Sp eichereinrichtung

2A, 2B Endbereich

3 Zuführ einrichtung

4,4' Fördereinrichtung

5, 5',5" Konditioniereinrichtung

5A,5B,5C Konditioniereinrichtung

6 Zuführleitung

6A, 6B Zuführstränge

7 Konditionieraggregat

8 Zuführeinrichtung

10 Boden

1 IA 5 I lB Luftklappe

12A.12B Luftklappe

13A.13B Luftklappe

15, 16 Zuführkanal

20 Aufnahmeraum

20A,20B,20C Aufnahmeraum

21 Wandung

22 Traggestell

25 Temperaturfühler

26 Feuchtefühler

27 Infrarotsensor

31, 32 Schrägfläche

33 First

34, 35 Seitenwand

36 Lochplatte

37 Durchlässe

38 Bodenwand

39 Lochbereich

40 unterer Bereich

41 Lochbereich

42 Strömungsraum

43 Strömungsraum

45 Anschluss

47 Austrittsöffnungen

51 bis 57 Auslasselement

51' bis 57' Auslasselement

51" bis 57" Auslasselement

70 Luftklappe

71 Filter

72 Ventilator

73 Luftkühler

74 Lufterhitzer

75 Luftbefeuchter

76 Luftklappe

T Tabak

F Förderrrichtung

M Mischrichtung

R Transportrichtung

L Konditionierluft

Ll, L2, L3 Teilströmung α Winkel ß Winkel a Abstand