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Title:
DEVICE AND METHOD FOR THE CONTACTLESS PERSONALIZATION OF CHIPS THAT ARE INTEGRATED INTO PASSPORTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/069887
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device and a method for the contactless personalization of chips that are integrated into passports (25) in an installation for treating sorting and packaging a plurality of passports (25), Said installation comprises a straight main transport path (14) having a first direction of transport (15) for transporting the passports (25) one after the other through the installation, a plurality of installation modules (1-10) for treating, sorting and/or packaging, respective first secondary transport paths (23a, 23b), arranged at both sides of the main transport path (14) and interlinked therewith for deviating the passports (25) from the main transport path (14) to a second direction of transport (48a) extending in perpendicular to the first direction of transport (15), a plurality of coding stations (37-46) for coding the chips of the passports (25), disposed along the two first secondary transport paths (23a, 23b) and one next to the other in relation to the first direction of transport (15) and an equal plurality of transport elements (26-35) associated with the respective coding stations (37-46) and displaceable into the first direction of transport (15) for receiving the passports (25) from the secondary transport paths (23a, 23b), their positioning above the associated coding stations (37-46) and their final placement on the second secondary transport paths (47a, 47b) returning to the main transport path (14) with a third direction of transport (48b) that is parallel to the second direction of transport (48a).

Inventors:
Brandner, Wolfgang (Ölbergstr. 16, Waldmünchen, 93449, DE)
Buchmeier, Werner (Hintere Gasse 13, Weiding, 92557, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/056408
Publication Date:
July 06, 2006
Filing Date:
December 02, 2005
Export Citation:
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Assignee:
MÜHLBAUER AG (Werner-von-Siemens-Str. 3, Roding, 93426, DE)
Brandner, Wolfgang (Ölbergstr. 16, Waldmünchen, 93449, DE)
Buchmeier, Werner (Hintere Gasse 13, Weiding, 92557, DE)
International Classes:
G06K19/077; B42D15/10; G06K13/07; B42D15/10; G06K13/02; G06K19/077
Attorney, Agent or Firm:
Hannke C. (Hannke Bittner & Partner, Ägidienplatz 7, Regensburg, 93047, DE)
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Claims:
Vorrichtung und Verfahren zur kontaktlosen Personalisierung von in Passbüchern integrierten ChipsPatentansprüche
1. Vorrichtung zur kontaktlosen Personalisierung von in Passbüchem (25) integrierten Chips innerhalb einer Anlage zur Bearbeitung, Sortierung und Verpackung einer Viei zahl von Passbüchem (25) mit einem geradlinig verlaufenden Haupttransportweg (14) mit erster Transportrichtung (15) zum Hintereinandertransportieren der Passbücher (25) durch die Anlage mit einer Mehrzahl an Anlagenmodulen (110) zur Bearbeitung, Sortierung und/oder Verpackung, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h, beiderseits des Haupttransportweges (14) jeweils einen damit verbundenen geradlinig verlaufenden ersten Nebentransportweg (23a, 23b) zum Abführen der Passbücher (25) von dem Haupttransportweg (14) in eine senkrecht zur ersten Transportrichtung (15) verlaufende zweite Transportrichtung (48a), eine Mehrzahl von entlang den beiden ersten Nebentransportwegen (23a, 23b) in Bezug auf die erste Transportrichtung (15) nebeneinander angeordnete Kodierstationen (3746) zum Kodieren der Chips der Passbücher (28) und eine gleiche Mehrzahl von den Kodierstationen (3746) jeweils zugeordneten, in die erste Transportrichtung (15) verschiebbaren Transportelemente (2635).zum Aufnehmen der Passbücher (25) von den ersten Nebentransportwegen (23a, 23b), deren Positi onierung oberhalb der zugeordneten Kodierstationen (3746) und deren anschließende Ablage auf zum Haupttransportweg (14) zurücklaufende zweite Nebentransportwege (47a, 47b) mit einer zur zweiten Transportrichtung (48a) parallel verlaufende dritten Transportrichtung (48b).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die verschiebbaren Traπsportelemente (2635) auf einer in den Kodierstationen abgewandten Seite der ersten Nebentransportwege (23a, 23b) in einer Ausgangsstellung stationierbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportelemente (2635) als erste Schiebeeinrichtungen zum Anschieben der ihnen zugeordneten Passbücher (25) von den ersten Nebentransportweg (23a, 23b) über die Kodierstation (3746) zu den zweiten Nebentransportweg (47a, 47b) in eine parallel zur ersten Transportrichtuπg (15) verlaufende Transportrichtung (36) ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch, den ersten Nebentransportweg (23a, 23b) zugeordnete zwei zweite Schiebeeinrichtungen (24a, 24b) zum Schieben der auf dem Haupttransportweg (14) angeordneten Passbücher (25) auf jeweils den der zweiten Schiebeeinrichtung (24a, 24b) bezogen auf den Haupttransportweg (14) gegenüberliegenden ersten Nebentransport weg (23a, 23b).
5. Verfahren zur kontaktlosen Personalisierung von in Passbüchern integrierten Chips innerhalb einer Anlage zur Bearbeitung, Sortierung und Verpackung einer Vielzahl von Passbüchern (25), wobei die Passbücher (25) auf einem geradlinig verlaufenden Haupttransportweg (14) mit einer ersten Transportrichtung (15) durch die Anlage hintereinander von Anlagenmodul zu Anlagenmodul (110) transportiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Passbücher (25) in einer Station (20) zur Personalisierung der Chips .beiderseits des Haupttransportweges (14) auf jeweils einen geradlinig verlaufenden ers ten Nebentransportweg (23a, 23b) mit einer senkrecht zur ersten Transportrichtung (15) verlaufenden zweiten Transpαrtrichtung (48a) umgeleitet werden, um vor einer Mehrzahl von'entlang den beiden ersten Nebentransportwegen (23a, 23b) in Bezug auf die erste transp'ortrichtung (15) nebeneinander angeordneter Kodierstationen (3746) posiiioniert zu werden, . dass die positionierten Passbücher (25) mitteis den Kodierstationen (3746) zugeordneten Transportelementen (2635) von den ersten Nebentransportwegen (23a, 23b) zu den Kodierstationen (3746) und nach erfolgter Kodierung zu zweiten Nebentransportwegen (47a, 47b) in erster Transportrichtung (36) in Abhängigkeit davon einzeln verschoben werden, ob die betreffende Kodierstation unbesetzt ist, und dass die zweiten Nebentransportwege (47a, 47b) die Passbücher (25) mit einer zur zweiten Transportrichtung (48a) parallel verlaufenden dritten Transportrichtung (48b) zum Haupttraπsportweg (14)zurückieiten.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportelemente (2635) auf einer den Kodierstationen (3746) abgewandten Seite der ersten Nebentransportwege (23a, 23b) in eine Ausgangsstellung stationiert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein einzelnes Passbuch (25) auf einem der ersten Nebentransportwege (23a, 23b) mittels einer Schiebeeinrichtung (24a, 24b) von dem Haupttransportweg (14) weg zu einer unbesetzten Kodierstation (3746) verschoben wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 57, dadurch gekennzeichnet, dass die Chips der Passbücher (25) in den Kodierstationen (3746) vorpersonalisiert sowie personalisiert und gegebenenfalls anfänglich initialisiert werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Passbuch (25) in dem Anlagenmodul (20) zur Personalisierung senkrecht zur ersten Transportrichtung (15) und anschließend über der Kodierstatiόn (3746) parallel zur ersten Transportrichtung (15) genau positioniert wird.
Description:
Vorrichtung und Verfahren zur kontaktlosen Personalisierung von in Passbüchefn integrierten Chips

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur kontaktlosen Personaüsierung von in Passbüchern integrierten Chips innerhalb einer Anlage zur Bearbeitung, Sortierung und Verpackung einer Vielzahl von Passbüchern mit einem geradlinig verlaufenden Haupt- transportweg mit erster Transportrichtung zum Hintereinandertransportieren der Passbücher durch die Anlage mit einer Mehrzahl an Anlagenmodulen zur Bearbeitung, Sortierung und/oder Verpackung gemäß den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 5.

Mit zunehmendem Sicherheitsdenkeπ steigt die Nachfrage nach Passbüchern, insbesondere Reisepassdokumenten, welche einen Chip mit Persαnalisierungsdaten, die reisepass- und personenspezifische Daten umfassen, zum schnellen Auslesen beinhalten. Derartige mit integrierten Chips versehene Passbücher, sogenannte E-Pässe, müssen in einer Anlage zur Bearbeitung, Sortierung und gegebenenfalls Verpackung in große/ Stückzahl unter anderem ein Anlagenmodul zur Personalisierung der Chips durchlaufen. Bei derartigen Anlagen mit einer Mehrzahl an Modulen zur Bearbeitung, Sortierung und/oder Verpackung der Passbü ¬ cher ist nicht nur ein hoher Durchsatz, also eine maximal mögliche Anzahl an zu bearbeitenden Passbüchern pro Zeiteinheit, die die Anlage durchlaufen, sondern auch eine 100%ige Sicherheit während einer Kodierung der Chips bezüglich der zuverlässigen, insbesondere kontaktlosen Übertragung der Kodierdaten anzustreben.

Es sind Anlagen bekannt, in welchen Passbücher auf einem gemeinsamen Transportweg

hintereinander angeordnet werden, um sukzessive die einzelnen Aniagenmodule zur Bearbeitung, Sortierung und Verpackung der Passbücher zu durchlaufen. Solche Anlagen nehmen die Passbücher üblicherweise im geöffneten Zustand auf und weisen einen Durchsatz auf, der von den Bearbeitungszeiten des Kodier-Anlagenmoduls abhängt, da die in diesem Modul stattfindende Personalisierung der Chips und damit der Passbücher die längste Bearbeitungszeit im Vergleich zu den weiteren Anlagenmodulen in Anspruch nimmt.

Da für den Personalisierungsvorgang mittels einer kontaktlosen Kodierung eine genaue Ausrichtung des Reisepasses gegenüber einer die Kodierung des Chips durchführenden Kodier- Station notwendig ist, werden derartige einspurig oder auch mehrspurig arbeitende

Anlagen verwendet, die eine einfache Handhabung der geöffneten Passbücher auch im Hinblick auf deren genauen Positionierung ermöglichen. Ein Beispiel für eine derartig mehrspurig arbeitende Anlage, allerdings aus dem Bereich der Chip- und/oder Magnetstreifenkarten- bearbeitung ist aus DE 197 09 56 C2 bekannt. In dieser Anlage sind entlang mehrerer paral- IeI zueinander verlaufender Transportwege sämtliche Anlagenmodule in entsprechender Anzahl der Transportwege nebeneinander aufgebaut. Dies führt zu hohen Herstellungs- und Wartungskosten der Anlage.

Demzufolge liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur kontaktlosen Personalisierung von in Passbücherπ integrierten Chips innerhalb einer Anlage zur Bearbeitung, Sortierung und/oder Verpackung einer Vielzahl von Passbüchem zur Verfügung zu stellen, mit der/dem eine Bearbeitung der Passbücher, insbesondere eine Kodierung der Chips, mit hohem Durchsatz möglich ist, wobei die Anlage kostengünstiger in ihrer Herstellung und in Ihrem Arbeitsablauf ist.

Diese Aufgabe wird vorrichtungsseitig durch die Merkmale des Patentanspruches 1 und ver- fahrensseitig durch die, Merkmale des Patentanspruches 5 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur kontaktlosen Personalisierung von in Passbü- ehern integrierten ' Chips innerhalb einer Anlage zur Bearbeitung, Sortierung und/oder Verpa ¬ ckung einer Vielzahl von Passbüchern mit einem geradlinig verlaufenden Haupttransportweg mit erster Transportrichtung zum Hintereinandertransportieren der Passbücher durch die Anlage mit einer Mehrzahl an Anlagenmodulen zur Bearbeitung, Sortierung und/oder Verpackung ist beiderseits des Haupttransportweges jeweils ein damit verbundener geradlinig ver-

laufender erster Nebentransportweg zum Abführen der Passbücher von dem Haupttransportweg in eine senkrecht zur ersten Transportrichtung verlaufende zweite Transportrichtung angeordnet. Entlang den beiden ersten Nebentransportwegen ist eine Mehrzahl an in Bezug auf die erste Transportrichtung nebeneinander angeordnete Kodierstationen zum Ko- dieren der Chips der Passbücher und zudem eine gleiche Mehrzahl von den Kodierstationen jeweils zugeordnete, in die erste Transportrichtung verschiebbare Transportelemente zum vereinzelten Aufnehmen der Passbücher von den Nebentransportwegen angeordnet. Die Transportelemente positionieren jedes Passbuch durch deren Verschieben in die erste Transportrichtung oberhalb der zugeordneten Kodierstation und legen es nach erfolgter Kodierung anschließend auf zweiten Nebentransportwegen, die zum Haupttransportweg zurücklaufen, ab. Die zweiten Nebentransportwege weisen eine zur zweiten Transportrichtung parallel verlaufende dritte Transportrichtung auf.

Durch die Anordnung der Mehrzahl von Kodierstationen auf beiden Seiten des Haupt- transportweges kann eine gleichzeitige oder zeitlich verschobene Kodierung der Chips, die eine anfängliche Initialisierung, eine Vorpersonalisierung und die eigentliche Personalisierung des Chips in kontaktloser Weise beinhalten kann, durchgeführt werden. Dies führt zu einer Aufteilung der Kodierverfahren auf eine Vielzahl von Kodierstationen, die vorzugsweise fünf nebeneinander angeordnete Kodierstationen auf jeder Seite des Haupttrans- portweges sind, um so einer Stauwirkung der auf dem Haupttransportweg stetig nachfolgenden Passbücher im Bereich eines Anlagenmoduls zur Personalisierung der Chips entgegenzuwirken.

Durch die Anordnung derartiger erster und zweiter Nebentransportwege in Kombination mit den nebeneinander angeordneten Kodierstationen und den verschiebbaren Transportelementen wird die Beibehaltung eines Haupttransportweges für die vor und nach dem Anlagenmodul zur.Rersonalisiefung der Chips angeordneten weiteren Anlagenrnodule zur Bearbeitung, Sortierung und/oder Verpackung der Passbücher ermöglicht.

Aufgrund der bezüglich des Haupttransportweges beiderseitigen Anordnung der Kodierstationen ist eine schnellere und einfachere Verteilung der Passbücher von dem Haupttransportweg auf die ersten Nebentransportwege und ein Zurückieiten auf den Haupttransportweg über die zweiten Nebentransportwege möglich. Dies wird mittels zwei den ersten Nebentransportwegen zugeordneten zweiten Schiebeeinrichtung zum Schieben der auf den

Haupttransportweg angeordneten Passbücher auf jeweils den der Schiebeeinrichtung - bezogen auf den Haupttransportweg - gegenüberliegenden Nebentransportweg ermöglicht.

Die verschiebbaren Transportelemente sind vorzugsweise auf einer den Kodϊerstationen abgewandten Seite der ersten Nebentransportwege in eine Ausgangsstellung stationierbar, sodasε ein ungehinderter Transport der Passbücher auf den ersten Nebentransportwegen zu den jeweiligen Positionen, aus welchen sie anschließend in Richtung der ersten Transportrichtung durch das Transportetement über die Kodierstationen geschoben werden, sichergestellt ist.

Die Transportelernente sind vorzugsweise als erste Schiebeeinrichtungen (Pusher) zum Anschieben der ihnen zugeordneten Passbücher von den ersten Nebentransportwegen über die Kodierstationen zu den zweiten Nebentransportwegen in eine parallel zur ersten Transportrichtung verlaufende Transportrichtung ausgebildet. Über den Kodierstatio- nen werden die Passbücher mittels Positionierungseinrichtungen in Richtung der ersten

Transportrichtung und - falls es zuvor noch nicht im Bereich der ersten Nebentransportwege geschehen ist - senkrecht zur ersten Transportrichtuπg ausgerichtet. Anschließend kann die eigentliche Kodierung der Chips mit einer elektronischen Personalisierung durch kontaktlose, biometrischer personenspezifischer Daten zu der diesem Passbuch, insbesondere Reise- pass zugeordneten Person erfolgen.

Ein Verfahren zur kontaktlosen Personaiisierung von den in den Passbüchern integrierten Chips innerhalb der Anlage zur Bearbeitung-, Sortierung und/oder Verpackung einer Vielzahl der Passbücher mit einem Haupttransportweg weist vorteilhaft die Schritte des Umieitens der Passbücher von dem Haupttransportweg auf links- und rechtsseitig angeordneten ersten Nebentransportwege, die senkrecht zu der ersten Transportrichtung des Haupttransportwe- ges verlaufen, und des Positionierens der Passbücher jeweils vor einer der Kodierstationen, die entlang der ersten Nebentransportwege in Bezug auf die erste Transportrichtung nebeneinander angeordnet sind, auf. Anschließend werden die positionierten Passbücher mittels den den Kodierstationen zugeordneten Transportelernente von den ersten Transportwegen zu den Kodierstationen verschoben und dort kontaktlos elektronisch kodiert beziehungsweise personalisiert und nach erfolgter Kodierung zu den zweiten Nebentransportwegen weiterverschoben.

Eine Verschiebung von den ersten Nebentransportwegen zu einer Kodierstation wird in Abhängigkeit davon durchgeführt, ob die betreffende Kodierstation unbesetzt ist.

Die zweiten Nebentransportwege befördern die bereits Kodierten Passbücher senkrecht zur ersten Transportrichtung zurück zu dem Haupttransportweg und leiten die Passbücher auf den Haupttransportweg über. .

Anschließend können die Passbücher auf dem Haupttransportweg folgende Anlagenmodule durchlaufen, wobei die Anlagenmodule je nach Bedarf in die Anlage miteingebaut sind oder nicht:

Ein Anlagenmodul zum Umblättern der Passseiten kann dafür verwendet werden, um anschließend eine Personaüsierung auf einer weiteren Seite eines jeden Reisepasses durchzuführen.

Noch während des Transportes auf den zweiten Nebentransportwegen kann auf dem Rückweg von den Kodierstationen zu dem Haupttransportweg eine elektronische Funktionsprüfung der Pässe durchgeführt werden. Für die jeweils auf einer Seite des Haupttransportweges angeordneten Kodierstationen steht ein gemeinsames System für die Prüfung der per- sonalisierten Informationen zur Verfügung. Über ein Vision System OCR 111 wird die gesamte MRZ gelesen und der Hash-Wert für das Lesen des Chips gebildet. Es wird geprüft, ob die Applikation korrekt auf 'dem Chip installiert wurde und selektiert werden kann. Auf verschiedene Datengruppen, wie zum Beispiel ein aufgetragenes Bild, die IVIRZ etc. wird zugegriffen. Die Informationen des Chips werden mit den optischen Informationen der MRZ-Zeile mitein- ander verglichen und die Prüfungsergebnisse werden protokolliert.

Nach der stattgefundenen Überprüfung der Persoπalisierungsdaten ' wird das Passbuch mittels einer Blätterstatiqn geschlossen. Mit den Ergebnissen der Chipprüfung wird entschieden, ob der Pass weitender Bestellverpackung übergeben wird, oder in ein Schiechtfach abgelegt wird.

Weiterhin kann ein Anlagenmodu) zur Sortierung der Passbücher durchlaufen werden.

Ein weiteres Anlagenmodu! beinhaltet die Verpackung, die Prüfung der Verpackungsstapel und die Kennzeichnung der Stapel.

Dem Arbeitsmodul zur Personalisierung vorausgehend kann ein als Anleger ausgebildetes Anlagenmodul angeordnet sein,-mittels welchen eine auf beispielsweise 10 Anlegereintiei- ten verteilte Zurverfügungstellung von insgesamt 1.200 Passbüchern möglich ist. Dies führt bei einem Maschinendurchsatz von bis zu 1.260 Passbüchern pro Stunde zu einer Autono- rriiezeit von ca. 1 Stunde.

Ein weiteres Anlagenmodul kann sich auf eine Buchpositionierung richten, um ein Vision System zur Erkennung von Seriennummern oder anderen zusätzlichen Kontrollfunktionen zur Verfügung zu stellen.

In einem weiteren Aniagenmodul kann eine Blätterstation mit einer OCR-1-Vision System zum Auslesen der Seriennummer angeordnet sein. Um die Seriennummer auslesen zu können, muss anfangs die Passdecke geöffnet werden. Hierfür ist die Blätterstation vorgesehen.

Eine weitere 10-stellige Seriennummer kann mittels einem weiteren OCR-ll-Vision System und einer davor angeordneten Biätterstation ausgelesen werden, wobei die Seriennummer auf einer weiteren Seite des Reisepasses angeordnet ist.

Mittels einem Anlagenmodul zur RFID-Kontroile des Chips wird ein Funktionstest ' des Chips durchgeführt, um die Funktionsfähigkeit des RFID-Inietts zu prüfen und die UID (unique serial number) des Chips auszulesen.

Weitere mögliche, Anlagenmödule betreffen beispielsweise ein weiteres Schlechtfach zum Aussortieren derjenigen Pässe, die Fehler beim Lesen mit den OCR I- Vision System und dem OCR Il-Visioή System hervorgerufen haben.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Vorteile und Zweckmäßigkeiten sind auch der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der einzigen Figur zu entnehmen.

in der Figur wird in einer schematischen Draufsicht eine Struktur einer Anlage zur Bearbeitung, Sortierung und/oder Verpackung einer Vielzahl von Passbüchern dargestellt, die unter anderem ein erfindungsgemäßes Anlagenmodul 20 zur Personalisierung von in den Passbüchern integrierten Chips beinhaltet.

Eine derartige Anlage besteht aus den Aπlagenmodulen Passbuchanieger 1, dem Anlagen- modul 2 zum Umblättern und zur Seriennummererkennung, dem Anlagenmodul 3 zum Umblättern und zur Erkennung einer weiteren Seriennummer einschließlich eines RFlD- Funktionstestes, dem Anlagenmodu! 4 mit Kodierstationen, dem Anlagenmodu! 5 mit einem Rücktransport der Passbücher und einer OCR Il-Vision Systemüberprüfung der

Chips, dem Anlagenmodul 6 zum Schließen der Passbücher und zum Aussortieren fehlerbehafteter Passbücher, dem Anlagenmodul 7 zum Sortieren der Passbücher, dem Anlagenmodu! 8 zur Verpackung, Prüfung, Stapelung und Kennzeichnung der Verpackungsstapel, dem Anlagenmodul 9 zur Prüfung der Kennzeichnung der Stapel und dem Anlagenmodul 10 mit einer Auslage zur Ablage der Passbücherstapel in verschiedenen Boxen.

In dem Anlagenmodul 1 wird - wie mit dem Bezugszeichen 11 dargestellt - in einem Doku- mentenanieger die Auslage beziehungsweise zur Verfügungstellung von 1.200 Passbüchern einschließlich einer Passbuchvereinzelung ermöglicht. Hierfür sind die Passbücher in ge- schlossener Form in 10 Anlegeeinheiten ausgelegt. Jede Anlegeeinheit hat eine Kapazität von bis zu 120 Passbüchern bei einer maximalen Buchdicke von 5 mm. Die Bereitstellung der Passbücher bei einem Wechsel von einem Anleger zum Nächsten erfolgt unterbrechungsfrei. Die Kapazität des Anlegers beträgt somit bis zu 1.200 Passbücher.

Auf einer Schiene 13 sind die einzelnen Anlegereinheiten 12 verschiebbar, um jeweils vor einem Haupttransportweg 14 zur Übertragung der einzelnen Passbücher auf den Haupttransportweg 14 positionierfzu werden.

Über eine Vereinzelung werden die Passbücher dem Haupttransportweg 14 übergeben. Die Handhabung der Reisepässe durch das Vereinzelungssystem erfolgt in geeigneter Form, so dass keine Schäden am Einbandmaterial der Pässe entstehen. Hierbei können Reisepässe sowohl mit Fest- als auch mit FlexdβGken mittels dem Vereinzelungssystem vereinzelt werden.

Der Haupttransportweg 14 weist eine Ersttransportrichtung 15 auf. In einem ersten Umblättermodul 16 werden die Reisepässe geöffnet und in geöffnetem Zustand weiter transportiert. In einem Seriennummererkennungsabschnitt 18 findet eine Erkennung der Seriennummer des geöffneten Reisepasses mittels OCR-I-Technik statt, wie es mittels Bezugszeichen 17 dargestellt wird.

In einem weiteren Umblättermechanismusabschnitt 19 werden die Reiseblätter um eine oder mehrere Seiten weiter umgeblättert, um eine weitere Seriennummernerkennung mittete OCR-il-Technik und gegebenenfails einen RFID-!-Funktionstest, wie es durch das Bezugs- zeichen 21 dargestellt wird, durchzuführen. Dies betrifft den Abschnitt 22 entlang des Haupttransportweges 14.

In einem Anlagenmodul 20 zur Personalisierung der Reisepässe findet erfinduπgsgemäß mittels erster Nebentransportwege 23a und 23b ein Umleiten der auf dem Haupttransport- weg 14 ankommenden Reisepässe in eine senkrecht zur ersten Transportrichtung 15 verlaufende zweite Transportrichtung, wie es durch das Bezugszeichen 48a dargestellt wird, statt. Hierfür sind an den zu dem Haupttransportweg zugewandten Enden der Nebentransportwege 23a und 23b zweite Verschiebeeinrichtungen 24a und 24b angeordnet, um ein Schieben der Reisepässe 25 von dem Haupttransportweg 14 auf die Nebentransportwege 23a und 23b zu bewirken.

In Richtung der ersten Transportrichtung 15 verschiebbare Transporteiemente 26, 27, 28, 29, 30, 31 , 32, 33, 34, 35 sind in ihrer Ausgangsposition entgegen der ersten Transportrichtung linksseitig von den Nebentransportwegen 23a und 23b angeordnet und dienen dazu,- die auf den Nebentransportwegen transportierten Reisepässe 25 über jeweils zugeordnete Kodiersiationen 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46 zu verschieben, wie es durch den Richtungspfeil 36 angezeigt wird. Nach erfolgter Positionierung über den einzelnen Kodierstationeh ' 37-46 findet eine Personaiisierung mitteis elektronischer kontaktloser Kodierung der in den. Reisepässen eingebrachten Chips statt. Anschließend schieben die . ' Transportelemente 26-35 den Reisepass mit dem Kodierten Chip auf einen zweiten Nebentransportweg 47a und 47b, welcher die Passbücher im geöffneten Zustand zurück auf den Haupttransportweg 14 leitet. Dies wird durch die Pfeile 48a und 48b angedeutet

Während des Zurückleitens der Passbücher auf den zweiten Nebentransportwegen 47a und

47b kann zeitgieich eine OGR-Ü-Vision Systemprüfung des Kodierten Chips stattfinden, um eine fehlerfreie Kodierung des Chips festzustellen. Sofern hierbei Fehler festgestellt werden, werden die betreffenden Passbücher - mittlerweile auf den Haupttransportweg 15 weitergeleitet - in dem Anlagenmodul 6 in ein Schlechtfach aussortiert. Zugleich werden die noch geöffneten Reisepässe 25 wieder geschlossen, wie es durch das Bezugszeichen 50 dargestellt wird, und mittels der Verfahrensschritte Labeling, Printing und Stapelung als fehlerbehaftete Reisepässe gekennzeichnet. Dies wird durch das Bezugszeichen 49 dargestellt.

Mittels Schiebeeinrichtungen 54 beziehungsweise Pusher werden in dem Anlagenmodul 7 der Sortierung Reisepässe 55 zu einzelnen Stapel 56 zugeordnet, wie es beispielsweise durch Bestellscheine vorbestimmt wird. Anschließend findet ein Rücktransport der Stapel 56 zu dem Haupttransportweg 15 statt. Dies wird durch den Pfeil 57 dargestellt.

Die Stapel 56 werden entlang des Haupttransportweges 14 mit der ersten Transportrichtung 15 weitertransportiert und in dem Aπlagenmodul 8 verpackt und eine Prüfung der Stapelhöhe durchgeführt, wie es durch das Bezugszeichen 58 dargestellt wird.

Gemäß dem Bezugszeichen 59 findet eine Kennzeichnung der Stapel statt. Anschließend wird diese Kennzeichnung überprüft, wie es durch das Bezugszeichen 60 dargestellt wird.

Mittels Pusher 61a und 61b werden die Stapel links- und rechtsseitig des Haupttransportweges 14 bestellscheinbezogen sortiert und gegebenenfalls ∑wischengelagert beziehungsweise in einem Schlechtfach aussortiert. Das Schlechtfach ist mit dem Bezugszeichen 63 gekennzeichnet. Anschließend findet eine Ablage der Passbuchstape! in Boxen 64 statt.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlageπ offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, sofern ' sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Bezugszeichenliste

1 - 10 Anlagenmodule der Anlage

11 Darstellung des Dokumentenanlegens

12 Anlegereinheit

13 Anlegerschiene

14 Haupttransportweg

15 erste Transportrichtung

16 Blättermodul 17 Darstellung der Seriennummernerkennung

18 Seriβnnummemerkennungsabschnitt

19 Blättermodulabschnitt

20 Anlagenmodul zur Personaiisierung der Chips

21 Darstellung der OCR-Ii-Seriennummernerkennung und eines RFID-I-Funktionstestes

22 Abschnitt zur Durchführung der Seriennummernerkennung und des Funktionstestes

23a, 23b Nebentransportwege

24a, 24b Schiebeeinrichtungen 25 geöffneter Reisepass

26 - 35 Transportelemente

36 Verschieberichtung der Transportelemente

37 - 46 Kodierstationen 47a, 47b Nebentransportweg 48a ZweϊteTransportrichtung

48b Dritte Transportrichtung

49 Darstellung des Schließens der Passbücher

50 Anlagenmodulabschnitt zum Schließen der Passbücher

51, 52, 53 Labeling, Bedruckung und Stapelung aussortierter Passbücher 54 Pusher

55 Geschlossene Reisepässe

56 Reisepassstapel

57 Transportrichtung der geschlossenen Reisepassstapel

58 Darstellung der Verpackung und Prüfung der Stapeihöhe 59 Darstellung der Kennzeichnung der Stapel

60 Darstellung der Prüfung der Kennzeichnung

61a, 61b Pusher

62 Reisepassstapel im verpackten Zustand

Schlechtfach Reisepassstapel Boxen