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Title:
DEVICE AND METHOD FOR CONTROLLING THE STABILITY OF A LOCAL NETWORK USING AN ADJUSTABLE LOCAL NETWORK TRANSFORMER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/032598
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) and a method for controlling the stability of a local network (3). The local network (3) comprises a plurality of outgoing circuits (41, 42,..., 4M,), each having at least one load (5) and/or at least one decentralised energy generation system (6). Said device is provided with an on-load tap-changer (14) for adjusting an output voltage of the local network transformer (10). The device is characterised in that a unit (16) for measuring current, connected to at least one of the plurality of outgoing circuits (41, 42,..., 4M,), and a unit (18) for measuring voltage, connected to a busbar (8) of the local network (3), are arranged in a transformer housing (20).

Inventors:
BABIZKI, Alexei (Hermann-Köhl-Str. 14, Regensburg, 93049, DE)
FENG, Haijun (Mahlerstraße 5, Regenstauf, 93128, DE)
Application Number:
EP2014/067330
Publication Date:
March 12, 2015
Filing Date:
August 13, 2014
Export Citation:
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Assignee:
MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH (Falkensteinstr. 8, Regensburg, 93059, DE)
International Classes:
H02J3/08; G05F1/20; H02J3/06; H02J3/12; H02J3/14; H02J3/38; H02M5/12
Domestic Patent References:
WO2003044611A22003-05-30
Foreign References:
DE102012202273A12013-08-22
DE102009014243A12010-09-23
EP2592709A12013-05-15
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (1 ) zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes (3), mit einer Vielzahl von Abgängen (4^ 42,..., 4M,), wobei jeder Abgang (4^ 42,..., 4M,) mindestens einen Verbraucher (5) und/oder mindestens eine dezentrale Energieerzeugungsanlage (6) umfasst; mit einer Sammelschiene (8), die die Vielzahl von Abgängen (4i, 42,..., 4M,) miteinander verbindet, mit einem regelbaren Ortsnetztransformator (10), der ebenfalls mit der Sammelschiene (8) über eine elektrische Leitung (1 1 ) verbunden ist, mit der eine Spannungsmessung (12) für das Ortsnetz (3) vorgesehen ist und mit einem Laststufenschalter (14) zur Einstellung einer Ausgangsspannung des Ortsnetztransformators (10), dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (16) zur Strommessung, die mit mindestens einem der Vielzahl von Abgängen (4-i , 42,..., 4M,) verbunden ist und eine Einrichtung (18) zur Spannungsmessung, die mit der Sammelschiene (8) verbunden ist, mit einem Transformatorgehäuse (20) verbaut sind.

2. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 , wobei von der Vielzahl von Abgängen (4i, 42,..., 4M,) nur kritische Abgänge zur Strommessung mit der Einrichtung (16) verbunden sind.

3. Vorrichtung (1 ) nach den vorangehenden Ansprüchen, wobei eine Überprüfungseinrichtung (24) mit der Einrichtung (16) zur Strommessung und der Einrichtung (18) zur Spannungsmessung im Transformatorgehäuse (20) verbaut ist, über die eine Einhaltung einer Bandobergrenze (B0) und einer Banduntergrenze (Bu) überprüfbar ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 3, wobei die Einrichtung (16) zur Strommessung, die Einrichtung (18) zur Spannungsmessung und die Überprüfungseinrichtung (24) einen Spannungsregler (26) bilden, der zur Einstellung der Stufen des Ortsnetztransformators (10) mit dem Laststufenschalter (14) des Ortsnetztransformators (10) verbunden ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, wobei der Laststufenschalter nach dem Reaktorschaltprinzip aufgebaut ist. Verfahren zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes (3), gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:

Bestimmung (32) der kritischen Abgänge (4^ 42,..., 4M) des Ortsnetzes (3); Ermittlung (30) der äquivalenten Impedanz für jeden kritischen Abgang bei der minimalen Knotenspannung im zu steuernden und zu regelnden Ortsnetz (3); Ermittlung (31 ) einer äquivalenten Impedanz für jeden kritischen Abgang bei der maximalen Knotenspannung im zu steuernden und zu regelnden Ortsnetz (3);

Berechnen des aktuellen Stroms für jeden der kritischen Abgänge (4-i, 42,..., 4M) des Ortsnetzes (3) wobei das Berechnen für jeden der kritischen Abgänge (4^ 42,..., 4M) des Ortsnetzes (3) durchgeführt wird;

Berechnen (34) einer Prüfspannung;

Überprüfen (35) einer Bandobergrenze (B0) und einer Banduntergrenze (Bu) in Abhängigkeit von einer Richtung einer Scheinleistung in einem Verbraucherzählpfeilsystem (40); und

Verändern (36) der Spannung im Ortsnetz (3), indem ein Laststufenschalter (14) eine Stufenstellung an einem Ortsnetztransformator (10) anpasst, damit die Spannung im Ortsnetz (3) innerhalb der Bandobergrenze (B0) und der Banduntergrenze (Bu) bleibt.

Verfahren nach Anspruch 6, wobei ein Spannungswert an jedem kritischen Knoten (22) der kritischen Abgänge (4i, 42,..., 4M) aus der Spannung an einer Sammelschiene (8) und einer Spannungsanhebung oder einer Spannungsabsenkung ermittelt wird.

Verfahren nach Anspruch 6 und 7, wobei die Messung der Spannung an der Sammelschiene (8) sowie eine Strommessung an jedem kritischen Abgang (4i, 42,..., 4M) mit in einer Einrichtung (16) zur Strommessung und mit einer Einrichtung (18) zur Spannungsmessung im Transformatorgehäuse (20) vorgenommen werden.

Verfahren nach einem der Ansprüche 5 - 7, wobei aus den Messdaten eine Scheinleistung des jeweils kritischen Abgangs (4^ 42,..., 4M,) berechnet und an eine Überprüfungseinrichtung (24) übergeben werden, mit der die Einhaltung der Bandobergrenze (B0) und der Banduntergrenze (Bu) überprüft wird. Verfahren nach Anspruch 8, wobei bei einer Überschreitung der Bandobergrenze (B0) oder bei Unterschreitung der Banduntergrenze (Bu) die Überprüfungseinrichtung (24) eine Einstellung der Stufen des Ortsnetztransformators (10) veranlasst.

Verfahren nach einem der Ansprüche 5 - 9, wobei eine Einstufung der Abgänge (4-i , 2,- - -, 4M,) als kritische Abgänge des Ortsnetzes (3) bezeichnet werden, wenn eine Leistungseinspeisung bzw. -entnähme, eine Länge einer Leitung oder Kabel des Abgangs (4-I , 42,..., 4M,) oder eine Impedanz von Leitung oder Kabel im jeweiligen Abgang (4-I , 42,..., 4M,) eine vordefinierte Schwelle überschreiten.

GEÄNDERTE ANSPRUCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 17 Dezember 2014 (17.12.2014)

1. Vorrichtung (1) zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes (3), mit

einer Vielzahl von Abgängen (4, 4^ 42,..., 4M), wobei jeder Abgang (4, ^ 42r..., 4M) mindestens einen Verbraucher (5) und/oder mindestens eine dezentrale Energieerzeugungsanlage (6) umfasst;

einer Sammelschiene (8), die die Abgänge (4, n, 42>..., 4M) miteinander verbindet; einem regelbaren Ortsnetztransformator (10), der ebenfalls mit der Sammelschiene (8) über eine elektrische Leitung (11) verbunden ist, mit der eine Spannungsmessung (12) für das Ortsnetz (3) vorgesehen ist;

einem Laststufenschalter (14) zur Einstellung einer Ausgangsspannung des Ortsnetztransformators (10);

einer Einrichtung (18) zur Spannungsmessung, die mit der Sammelschiene (8) verbunden ist;

einem Transformatorgehäuse (20), mit dem die Einrichtung (18) zur Spannungs- messung verbaut sind;

eine Einrichtung (16) zur Strommessung, die mit mindestens einem der Vielzahl von Abgängen (4, 4i, 42,..., 4M) verbunden ist und mit dem Transformatorgehäuse (20) verbaut ist.

wobei

von den Abgängen (4, 4^ 42 4M) nur kritische Abgänge (42, 43) mit der Einrichtung (16) zur Strommessung verbunden sind.

2. Vorrichtung (1 ) nach dem vorigen Anspruch, wobei

ein Abgang (4, \, 42 4M) als kritischer Abgang (42, 43) eingestuft ist, wenn

• eine Leistungseinspeisung bzw. -entnähme im jeweiligen Abgang (42> 43) eine vordefinierte Schwelle überschreitet oder

• eine Länge einer Leitung oder eines Kabels des jeweiligen Abgangs (42, 43) eine vordefinierte Schwelle Oberschreitet oder

• eine Impedanz von Leitung oder Kabel im jeweiligen Abgang (42, 43) eine vordefinierte Schwelle überschreitet.

3. Vorrichtung (1) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei

eine Überprüfungseinrichtung (24) mit der Einrichtung (16) zur Strommessung und der Einrichtung (18) zur Spannungsmessung im Transformatorgehäuse (20) verbaut

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) ist, über die eine Einhaltung einer Bandobergrenze (B0) und einer Banduntergrenze (Bu) überprüfbar ist.

Vorrichtung nach dem vorigen Anspruch, wobei

die Einrichtung (16) zur Strommessung, die Einrichtung (18) zur Spannungsmessung und die Überprüfungseinrichtung (24) einen Spannungsregler (26) bilden, der zur Einstellung der Stufen des Ortsnetztransformators (10) mit dem Laststufenschalter (14) verbunden ist.

Verfahren zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes (3), umfassend die Schritte Bestimmung (32) der kritischen Abgänge (42, 43) des Ortsnetzes (3);

Ermittlung (30) der äquivalenten Impedanz für jeden kritischen Abgang (42, 43) bei der minimalen Knotenspannung im Ortsnetz (3);

Ermittlung (31) einer äquivalenten Impedanz für jeden kritischen Abgang (42, 43) bei der maximalen Knotenspannung im Ortsnetz (3);

Berechnen des aktuellen Stroms, wobei das Berechnen für jeden der kritischen Abgänge (42, 43) durchgeführt wird;

Berechnen (34) einer Prüfspannung;

Überprüfen (35) einer Bandobergrenze (B0) und einer Banduntergrenze (Bu) in Abhängigkeit von einer Richtung einer Scheinleistung in einem Verbraucherzählpfeilsystem (40);

Verändern (36) der Spannung im Ortsnetz (3), indem ein Laststufenschalter (14) eine Stufenstellung an einem Ortsnetztransformator (10) anpasst, damit die Spannung im Ortsnetz (3) innerhalb der Bandobergrenze (B0) und der Banduntergrenze (Bu) bleibt.

Verfahren nach dem vorigen Anspruch, wobei

ein Abgang (4, 4i, 42,..., 4M) als kritischer Abgang (42, 43) eingestuft wird, wenn

• eine Leistungseinspeisung bzw. -entnähme im jeweiligen Abgang (42, 43) eine vordefinierte Schwelle überschreitet oder

• eine Länge einer Leitung oder eines Kabels des jeweiligen Abgangs (42, 43) eine vordefinierte Schwelle überschreitet oder

• eine Impedanz von Leitung oder Kabel im jeweiligen Abgang (42, 43) eine vordefinierte Schwelle überschreitet.

Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, wobei

ein Spannungswert an jedem kritischen Knoten (22) der kritischen Abgänge (42, 43)

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) aus dar Spannung an einer Sammelschiene (8) und einer Spannungsanhebung oder einer Spannungsabsenkung ermittelt wird.

Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, wobei

die Messung der Spannung an der Sammelschiene (8) sowie eine Strommessung an jedem kritischen Abgang (42, 43) mit in einer Einrichtung (16) zur Strommessung und mit einer Einrichtung (18) zur Spannungsmessung im Transformatorgehäuse (20) vorgenommen werden.

Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, wobei

aus den Messdaten eine Scheinleistung des jeweils kritischen Abgangs (42, 43) berechnet und an eine Überprüfungseinrichtung (24) übergeben werden, mit der die Einhaltung der Bandobergrenze (B0) und der Banduntergrenze (Bu) überprüft wird.

Verfahren nach dem vorigen Anspruch, wobei

bei einer Überschreitung der Bandobergrenze (B0) oder bei Unterschreitung der Banduntergrenze (Bu) die Überprüfungseinrichtung (24) eine Einstellung der Stufen des Ortsnetztransformators (10) veranlasst.

Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, wobei

eine Einstufung der Abgänge (4, 4^ 42,..., 4M) als kritische Abgänge (42l 43) des Ortsnetzes (3) bezeichnet werden, wenn eine Leistungseinspeisung bzw. - entnähme, eine Länge einer Leitung oder eines Kabels des jeweiligen Abgangs (4, i, 42,..., 4M) oder eine Impedanz von Leitung oder Kabel im jeweiligen Abgang (4, 4 t 42)..., 4M) eine vordefinierte Schwelle überschreiten.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes mit einem regelbaren Ortsnetztransformator

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes mit einem regelbaren Ortsnetztransformator. Im Besonderen besitzt das Ortsnetz eine Vielzahl von Abgängen, wobei jeder Abgang mindestens einen Verbraucher und/oder mindestens eine dezentrale Energieerzeugungsanlage umfasst. Eine Sammelschiene, die die Vielzahl von Abgängen des Ortsnetzes miteinander verbindet, ist mit einem regelbaren Ortsnetztransformator verbunden, der ebenfalls mit der Sammelschiene über eine elektrische Leitung verbunden ist. Über die Sammelschiene ist eine Spannungsmessung für das Ortsnetz vorgesehen. Mit einem Laststufenschalter ist die Einstellung einer Ausgangsspannung des Ortsnetztransformators durchführbar.

Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes mit einem regelbaren Ortsnetztransformator.

Die Richtung des Energieflusses ist bereits seit einiger Zeit ins Visier der Akteure geraten, da je nach der aktuellen Netzsituation, Wetterlage, momentanen Verbrauch sowie Dimensionierung der Einspeiser, der Energiefluss umdrehen kann. Dies führt unweigerlich zu Proble- men bei der Spannungseinhaltung bzw. Verletzungen der Spannungsbänder, die gemäß der Norm EN 50160 eingehalten werden müssen. Diese neue Entwicklung muss von den zukünftigen Energiestrukturen beachtet und gegebenenfalls ausgeglichen werden. Die in der Vergangenheit ausgelegten Netze wurden jedoch nicht für einen bidirektionalen Energiefluss konzipiert.

Nach der neuen im Jahre 2012 in Kraft getretenen Richtlinie (VDE-AR-N 4105) soll die Blindleistung von PV-Umrichtern je nach Situation (eingespeiste Wirkleistung) bereitgestellt werden. Folglich spielt sowohl die kapazitive als auch die induktive Blindleistung eine immer wichtigere Rolle im Energienetz bei der Spannungseinhaltung. Bis jetzt wurde dieser Punkt in keinem Regelalgorithmus berücksichtigt.

Die heutigen Stromnetze sind in ihrer Funktionsweise auf den Lastfluss vom Kraftwerk zum Verbraucher dimensioniert. Das Qualitätsmanagement beim Netzbetreiber stellt in der Regel sicher, dass die Qualitätskriterien für die Spannungsqualität entsprechend DIN EN 50160 an allen Verbraucheranschlüssen des jeweiligen Netzes eingehalten werden. Die deutsche Patentanmeldung DE 10 2010 018 996 A1 offenbart eine Vorrichtung und Verfahren zur Messung der Netzimpedanz eines elektrischen Versorgungsnetzes. Insbesondere bei einem Versorgungsnetz, bei dem kein Bezugsleiter vorhanden oder verfügbar ist. Durch Bereitstellung eines Anregungssignals auf unterschiedliche verkettete Phasen, kann ein entsprechendes Antwortsignal gemessen werden. Die Netzimpedanz berechnet sich aus den verschiedenen Anregungssignalen und den verschiedenen Antwortsignalen der unterschiedlichen verketteten Phasen. Ein Verfahren zur adaptiven Regelung der Versorgungsspannung in Ortsnetzen, in welchen elektrische Energie, insbesondere in Form von Solar- und/oder Photovoltaikenergie einspeisbar und durch Verbraucher entnehmbar ist, ist der deutschen Patentanmeldung DE 10 201 1 108 255 A1 zu entnehmen. Zur Regelung wird mindestens ein Trafo eingesetzt, der zwischen einem Mittelspannungs- und einem Niederspannungsnetz vorgesehen ist. Zur Durchführung der Regelung werden unterschiedliche Zustandsgrößen mindestens eines der Einspeiser/Verbraucher, wie z.B. Strom, Spannung, Verbrauch, Energiezufuhr, Energieverlust oder dergleichen, innerhalb des jeweiligen Ortsnetzes ermittelt. Diese Zustandsgrößen werden je Phase einem Regler, insbesondere einem multivariablen Regler, zugeleitet. Der jeweilige Regler gleicht diese Zustandsgrößen als Eingangswerte mit Soll-/Referenzwerten ab und generiert mindestens eine Stellgröße, die einem elektronisch geregelten Transformator zur Verfügung gestellt wird. Über den elektronisch geregelten Transformator wird dem jeweiligen Ortsnetz innerhalb vorgebbarer Stufen eine von der ermittelten Zustandsgröße abweichende geregelte Netzspannung eingestellt, die an einer vorgebbaren Stelle des Ortsnetzes messbar ist.

Die europäische Patentanmeldung EP 2 592 709 A1 offenbart ein Verfahren zur Steuerung der Stabilität eines Niederspannungsnetzes, wobei ein Niederspannungsnetz von einem Ortsnetztransformator mit elektrischem Strom gespeist wird. In dem Ortsnetztransformator wird die Mittelspannung auf Niederspannung transformiert. Das Niederspannungsnetz weist eine Hauptstromleitung auf, wobei von der Hauptstromleitung über eine Netzverzweigungsstelle elektrischer Strom in zumindest eine Zweigstromleitung geleitet wird, an welche Zweigstromleitung zumindest ein Stromverbraucher (Verbraucher) und/oder ein Stromerzeuger (Einspeiser) angeschlossen sind/ist. Die Zweigstromleitung mit dem daran angeschlossenen Verbraucher und/oder Einspeiser bildet einen autarken Netzbezirk. An der Netzver- zweigungsstelle wird zumindest ein Sensor angeordnet, an welcher die Netzverzweigungs- stelle die Zweigstromleitung von der Hauptstromleitung abzweigt. Mit dem Sensor werden der Stromfluss in der Zweigstromleitung und/oder die Spannung in der Zweigstromleitung gemessen. Eine Stromentnahme des Verbrauchers aus der Zweigstromleitung und/oder ein Energieeintrag des Einspeisers in die Zweigstromleitung und/oder eine Stromeinleitung von der Hauptstromleitung in die Zweigstromleitung und/oder die Einspeisung des elektrischen Stroms aus dem Ortsnetztransformator in das Niederspannungsnetz wird auf Basis des von dem Sensor festgestellten Stromflusses und/oder der von dem Sensor festgestellten Spannung mit der Maßgabe geregelt, dass eine Überlastung der Zweigstromleitung in dem Netzbezirk vermieden wird und/oder dass ein Spannungsband in dem Netzbezirk eingehalten wird.

Die internationale Patentanmeldung WO 201 1/076887 offenbart ein Verfahren zur Leistungsregelung innerhalb eines mindestens einen elektrischen Speichers zumindest temporär aufweisenden Netzwerksegments eines Wechselspannungsnetzwerkes. Das Netzwerksegment ist über einen Transformator mit einer übergeordneten Netzwerkebene des Wechselspannungsnetzwerkes verbunden, die mit einer höheren Spannung betrieben wird als das Netzwerksegment. Eine Leistungseinspeisung des elektrischen Speichers in das Netzwerksegment und/oder eine Leistungsentnahme des elektrischen Speichers aus dem Netzwerksegment erfolgt in Abhängigkeit von einem Betriebsparameter des Netzwerksegments. Es ist vorgesehen, dass die Leistungseinspeisung auch in Abhängigkeit einer Spannungsdifferenz zwischen einer Einspeisespannung an einem Einspeisepunkt des elektrischen Speichers und einer Transformatorausgangsspannung an einem mit dem segmentseitigen Transformatorausgang verbundenen Kontakt erfolgt. Mit Hilfe von den gewonnenen Erkenntnissen aus den Simulationen werden die zur quantitativen Bewertung erforderlichen Informationen wie Spannungsschwankungen, Ströme und Verluste in den Leitungen sowie der Regelbedarf (Schaltintensität und Schaltanzahl) des Stufenschalters (On— Load Tap— Changer) im Jahr generiert. Diese Informationen bringen einen eindeutigen Mehrwert für die zukünftigen Regelstrategien, so kann beispielsweise die von den Energieversorgungsunternehmen vorgegebenen Grenzwerte deutlich effektiver eingehalten werden.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der die Gesamtstabilität des Ortsnetzsystems innerhalb vorgegebener Grenzwerte deutlich effektiver, zuverlässi- ger und kostengünstiger einhaltbar ist. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1 umfasst. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, mit dem die Gesamtstabilität des Ortsnetzsystems innerhalb vorgegebener Grenzwerte deutlich effektiver, zuverlässiger und kostengünstiger eingehalten werden wird.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes gelöst, das die Merkmale des Anspruchs 5 umfasst.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, dass eine Einrichtung zur Strommessung, die mit mindestens einem der Vielzahl von Abgängen verbunden ist und eine Einrichtung zur Spannungsmessung, die mit der Sammelschiene verbunden ist, mit einem Trans- formatorgehäuse des Ortsnetztransformators verbaut sind. Die Einrichtung zur Strommessung und die Einrichtung zur Spannungsmessung bilden bevorzugt eine bauliche Einheit.

Von der Vielzahl von Abgängen sind nur kritische Abgänge mit der Einrichtung zur Strommessung verbunden. Für den Fall, dass sich die Anzahl der kritischen Abgänge im Laufe der Zeit ändert, muss die Einrichtung zur Strommessung neu konfiguriert werden. Dies kann an einer Stelle, nämlich im Transformatorgehäuse bzw. in der Ortsnetzstation, erfolgen. Ferner ist ebenfalls eine Überprüfungseinrichtung mit der Einrichtung zur Strommessung und der Einrichtung zur Spannungsmessung im Transformatorgehäuse verbaut. Mit der Überprüfungseinrichtung ist eine Einhaltung einer Bandobergrenze und einer Banduntergrenze der Spannung im Ortsnetz überprüfbar bzw. einstellbar. Die Einrichtung zur Strommessung, die Einrichtung zur Spannungsmessung und die Überprüfungseinrichtung bilden einen Spannungsregler, der zur Einstellung der Stufen des Ortsnetztransformators mit einem Laststufenschalter des Ortsnetztransformators verbunden ist. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes, zeichnet sich durch die folgenden Schritte aus:

Bestimmung der kritischen Abgänge des Ortsnetzes;

Ermittlung der äquivalenten Impedanz für jeden kritischen Abgang bei der minimalen Knotenspannung im auftauchendem Szenario; Ermittlung der äquivalenten Impedanz für jeden kritischen Abgang bei der maximalen Knotenspannung im auftauchendem Szenario;

Berechnen des aktuellen komplexen Stroms, wobei das Berechnen für jeden der kritischen Abgänge des Ortsnetzes durchgeführt wird;

Berechnen einer Prüfspannung;

Überprüfen einer Bandobergrenze und einer Banduntergrenze in Abhängigkeit von einer Richtung einer Scheinleistung in einem Verbraucherzählpfeilsystem; und Verändern der Spannung im Ortsnetz, indem ein Laststufenschalter eine Stufenstellung an einem Ortsnetztransformator anpasst, damit die Spannung im Ortsnetz inner- halb der Bandobergrenze und der Banduntergrenze bleibt.

Ein Spannungswert wird an einem kritischen Knoten der kritischen Abgänge aus der Spannung an einer Sammelschiene und einer Spannungsanhebung oder einer Spannungsabsenkung ermittelt. Die Messung der Spannung an der Sammelschiene, sowie die Strommessung an jedem kritischen Abgang werden in einer Einrichtung zur Strommessung und in einer Einrichtung zur Spannungsmessung im Transformatorgehäuse vorgenommen.

Aus den Messdaten wird eine Scheinleistung des jeweils kritischen Abgangs berechnet. Die Messdaten werden an eine Überprüfungseinrichtung übergeben, mit der die Einhaltung der Bandobergrenze und der Banduntergrenze der Spannung überprüft wird. Bei einer Überschreitung der Bandobergrenze oder bei Unterschreitung der Banduntergrenze veranlasst die Überprüfungseinrichtung eine Einstellung der Stufen des Ortsnetztransformators.

Eine Einstufung der Abgänge als kritische Abgänge des Ortsnetzes können dadurch be- zeichnet werden, wenn eine große Leistungseinspeisung bzw. -entnähme, eine Länge einer Leitung oder Kabel des jeweiligen Abgangs oder eine große Impedanz von Leitung oder Kabel im jeweiligen Abgang eine vordefinierte Schwelle überschreiten.

Nachfolgend sind die Erfindung und ihre Vorteile unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ausführlicher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1A eine schematische Darstellung zur Analyse der Spannungssenkung ;

Fig. 1 B eine schematische Darstellung zur Analyse der Spannungsanhebung; Fig. 2 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen Impedanz und Spannung von einer Bandobergrenze und einer Banduntergrenze;

Fig. 3 eine schematische Darstellung der Vorrichtung zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes;

Fig. 4 ein Ablaufdiagramm des Verfahrens zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes; und

Fig. 5 Überprüfung von B 0 und Bu nach der aktuellen Scheinleistung (Verbraucherzählpfeilsystem).

Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren ausgestaltet sein können.

Figur 1A zeigt eine schematische Darstellung zur Analyse der Spannungssenkung und Figur 1 B zeigt eine schematische Darstellung zur Analyse der Spannungsanhebung. Bei dem vorgeschlagenen Regelalgorithmus handelt es sich um ein Verfahren, das sowohl Blind- als auch Wirkleistung berücksichtigt. Dabei wird die äquivalente Netzimpedanz für Spannungsanhebung und -Senkung differenziert und separat für die beiden theoretisch möglichen Fälle (siehe Fig. 1 A bzw. 1 B) ermittelt.

Bei dem in Fig. 1 A und Fig. 1 B gezeigten Beispiel hängt an der Sammelschiene 8 am ersten Knoten 22^ ein Verbraucher 5. Am zweiten Knoten 22 2 hängt ebenfalls ein Verbraucher 5 und eine dezentrale Energieerzeugungsanlage 6. Die Sammelschiene 8 ist mit einem regelbaren Ortsnetztransformator 10 verbunden.

Anhand des Spannungssenkungsfalles (Fig. 1A) und des Spannungsanhebungsfalles (Fig. 1 B) kann dieser Vorgang genauer erklärt werden. Mit Hilfe der Kirchhoffschen Gesetze und der zusätzlichen Informationen aus den betroffenen Knoten 22 -i und 22 2 kann die äquivalente

Impedanz im Fall der minimalen Spannungssenkung und die äquivalente Impedanz Z im Fall der maximalen Spannungsanhebung ermittelt werden. Anhand der berechne- eq ten Netzimpedanz Z oder Z und des ermittelten komplexen Stromes am Abgang 4 wird die Spannungssenkung Au bzw. die Spannungsanhebung Au zwischen der Sammelschiene 8 und dem zweiten kritischen Knoten 22 2 bestimmt. Ein Abgang 4 wird als kritisch bezeichnet, wenn eine große Leistungseinspeisung bzw. -entnähme vorliegt, lange Leitung oder Kabel den Abgang 4 bilden oder eine große Impedanz von Leitung oder Kabel im jeweiligen Abgang 4 vorliegt.

Die Spannungssenkung Au bzw. die Spannungsanhebung Au errechnet sich aus Glei- chung (1 ):

Wobei: u den Messwert in der Transformatorstation darstellt.

—SS

Für die Spannungsabsenkung gelten die Gleichungen (2) und (3): und

Für die Spannungsanhebung gelten die Gleichungen (4) und (5): und - e? - 1 / 2 -/ — (5)

> z +z

Für die Spannungssenkung wird der Strom I +1 am Abgang 4 aus P und Q ermittelt und

.1 _2

ebenso wird u in der Transformatorstation gemessen. Für eine normale Spannung a m

SS

zweiten Knoten 22 2 gilt Gleichung (6). wobei gilt:

Für eine minimale Spannung gilt Gleichung (7) mm r,™

w 2 = w ss -z e? (7) wobei gilt:

Somit ergibt sich für die meisten Situationen 2 Für die Spannungsanhebung wird der Strom / - / am Abgang 4 aus P und Q ermittelt und ebenso wird u in der Transformatorstation gemessen. Für eine normale Spannung a m

-SS

zweiten Knoten 22 2 (Fig. 1 B) gilt Gleichung (8). wobei gilt:

Für eine maximale Spannung u am zweiten Knoten 22 2 (Fig. 1 B) gilt Gleichung (9) wobei gilt: max

u. -u__

Somit ergibt sich für die meisten Situationen

<

-eq -eq —SS -eq C.2 _1 > U, Figur 2 zeigt eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Impedanz Z und Spannung t/ von einer Bandobergrenze B Q und einer Banduntergrenze B u . Bandobergrenze B 0 und die Banduntergrenze Bu sind von einer Sollspannung U Soll abhängig. Beträgt z.B. die Sollspannung U SoU 400V, so weicht z.B. die Bandobergrenze B 0 um +2% und die Banduntergrenze Bu um -2% von der Sollspannung U SoU ab. Wird die Bandobergrenze B 0 und die

Banduntergrenze Bu über- bzw. unterschritten, wird die Stufenstellung des Ortsnetztransfor- mators 10 mit dem Laststufenschalter 14 entsprechend eingestellt, so dass ein Über- oder Unterschreiten der Bandobergrenze B 0 bzw. Banduntergrenze Bu vermieden wird.

Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung der Vorrichtung 1 zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes 3. Das Ortsnetz 3 hat eine Vielzahl von Abgängen 4-i , 4 2 , ... , 4 M , wobei jeder Abgang 4i , 4 2 , ..., 4 M , mindestens einen Verbraucher 5 und/oder mindestens eine dezentrale Energieerzeugungsanlage 6 umfasst. Unter der dezentralen Energieerzeugungsanlage 6 kann eine Photovoltaikanlage, eine Biogasanlage etc. verstanden werden. Bei der in Figur 3 gezeigten Darstellung, sind im ersten Abgang 4-i drei Verbraucher 5, von denen ein Verbraucher 5 als dezentrale Energieerzeugungsanlage 6 eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses hat. Der M-te Abgang 4 M hat zwei Verbraucher 5 und eine von den Verbrauchern 5 unabhängige dezentrale Energieerzeugungsanlage 6, die ebenfalls eine Photovoltaikanlage ist. Mit einer Sammelschiene 8 ist die Vielzahl der Abgänge 4i , 4 2 , ... , 4 M , miteinander verbunden bzw. vernetzt und an einen regelbaren Ortsnetztransformator 10 angeschlossen. Der Ortsnetztransformator 10 ist mit der Sammelschiene 8 über ein Kabel 1 1 verbunden. Eine Spannungsmessung für das Ortsnetz 3 ist vorgesehen und mit einem Laststufenschalter 14 zur Einstellung einer Ausgangsspannung des Ortsnetztransformators 10 verbunden. Der Ortsnetztransformator 10 ist in einem Transformatorgehäuse 20 untergebracht. Ebenso ist eine Einrichtung 16 zur Strommessung, die mit mindestens einem der Vielzahl der Abgänge 4i , 4 2 , ..., 4 M , verbunden ist und eine Einrichtung 18 zur Spannungs- messung, die mit der Sammelschiene 8 verbunden ist, im Transformatorgehäuse 20 verbaut.

Bei der in Figur 3 gezeigten Darstellung sind vier Abgänge 4i , 4 2 , 4 3 und 4 M dargestellt. Hier sind der zweite Abgang 4 2 und der dritte Abgang 4 3 , die vom Knoten 22 abgehen, als kritische Abgänge bezeichnet. Der erste Abgang 4-i und der vierte Abgang 4 M , die vom Knoten 23 abgehen, wurden als nicht kritische Abgänge bewertet und werden somit bei der Steuerung der Stabilität des Ortsnetzes 3 nicht berücksichtigt. Mit der Einrichtung 16 zur Strommessung werden somit im Transformatorgehäuse 20 nur der Strom l 2 des zweiten Abgangs 4 2 und der Strom | 3 des dritten Abgangs 4 3 gemessen. Parallel dazu wird die an der Sammelschiene 8 anliegende Spannung von der Einrichtung 18 gemessen. Aus den Messdaten werden die Scheinleistungen S 2 und S 3 der Abgängen 4 2 und 4 3 berechnet, anschließend an eine Überprüfungseinrichtung 24 übergeben, mit der die Einhaltung der Bandobergrenze B 0 und der Banduntergrenze Bu überprüft wird. Die Einrichtung 16 zur Strommessung, die Einrichtung 18 zur Spannungsmessung und die Überprüfungseinrichtung 24 bilden einen Span- nungsregler 26 für die Einstellung der Stufen des Ortsnetztransformators 10.

Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Steuerung der Stabilität eines Ortsnetzes 3. Zunächst erfolgt die Bestimmung 32 der kritischen Abgänge des Ortsnetzes 3. Es folgt dann eine Ermittlung 30 der äquivalenten Impedanz Z f ur eq jeden kritischen Abgang bei der minimalen Knotenspannung und eine Ermittlung 31 der äquivalenten Impedanz Z f ur jeden kritischen Abgang bei der maximalen Knotenspannung. Die Ermittlung 30, 31 kann durch Simulation oder durch Messung an dem zu steuernden realen Ortsnetz 3 erfolgen. Ein Berechnen 33 in p.u. (siehe Gleichung 10) aus P und Q, wird für jeden der kritischen Abgänge des Ortsnetzes 3 durchgeführt (Verbraucherzählpfeil- System).

P - jQ (10)

u ss

Im Anschluss daran erfolgt ein Berechnen 34 von ^ 2 , wobei für die Spannungssenkung d für die Spannungsanhebung Uss - Z e ,

L gilt. Je nach Richtung der Scheinleistung erfolgt ein Überprüfen 35 der Bandobergrenze B 0 und der Banduntergrenze B u . Wird die Bandobergrenze B 0 und die Banduntergrenze Bu über- bzw. unterschritten wird ein Verändern 36 der Spannung im Ortsnetz 3 durchgeführt. Hierzu wird die Stufenstellung des Ortsnetztransformators 10 mit dem Laststufenschalter 14 entspre- chend eingestellt, so dass ein Über- oder Unterschreiten der Bandobergrenze B 0 bzw. Banduntergrenze Bu vermieden wird. Das Berechnen von / wird immer ausgeführt, um eine zeitnahe Anpassung der Spannung bzw. Steuerung der Stabilität des Ortsnetzes 3 zu erreichen. Für den Fall, dass sich die Zahl der kritischen Abgänge in einem bestehenden Ortsnetz ändert, sind die Schritte 30 bis 31 erneut durchzuführen. Ebenso gilt es, die Vorrichtung 1 aus Figur 3 neu zu konfigurieren. Dies bedeutet, dass die Möglichkeit geschaffen werden muss, die vorher als nicht kritisch eingestufte Abgänge zu überwachen und zu vermessen. Bei diesen Verfahren werden Ströme bei allen im Voraus berechneten oder simulierten kritischen Abgängen im Transformatorgehäuse 20 bzw. der Ortsnetzstation gemessen. Hier werden jedoch keine teuren und nicht stabilen, abgesetzten Sensoren verwendet.

Figur 5 zeigt die Überprüfung (Verbraucherzählpfeilsystem 40) von B 0 und Bu in vier Quadranten, die für die scheinleistungsabhängige Spannungsregelung verwendet wird.

Bezugszeichenliste

I Vorrichtung

3 Ortsnetze

4 4 1 , 4 2! 4 M Abgänge

5 Verbraucher

6 dezentrale Energieerzeugungsanlage 8 Sammelschiene

10 Ortsnetztransformator

I I Kabel

12 Spannungsmessung

14 Laststufenschalter

16 Einrichtung zur Strommessung

18 Einrichtung zur Spannungsmessung

20 Transformatorgehäuse

22, 22^ 22 2 kritischer Knoten

23 nicht kritischer Knoten

24 Überprüfungseinrichtung

26 Spannungsregler

30 Ermittlung

31 Ermittlung

32 Bestimmung

33 Berechnen

34 Berechnen

35 Überprüfen

36 Verändern

40 Verbraucherzählpfeilsystem

B 0 Bandobergrenze

Bu Banduntergrenze

I Strom

P induktive Leistung

Q kapazitive Leistung