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Title:
DEVICE AND METHOD FOR CONVEYING PIECE GOODS OF A FIRST AND A SECOND CLASS TOWARDS A SORTER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/149401
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (2) and a method for the controlled conveying of piece goods of a first class (4a) and piece goods of a second class (4b) towards a sorter (6). The device comprises a supplying device (8) and a loading device (10). The supplying device (8) feeds laterally into the loading device (10), and the loading device (10) feeds laterally into the sorter (6). The supplying device (8) comprises a first and a second supplying conveying section (8a, 8b). The loading device (10) comprises a first and a second loading conveying section (10a, 10b), the supporting surfaces (12a, 2b) of which are situated next to each other substantially at the same height. The first and second supplying conveying sections (8a, 8b) feed into the first and second loading conveying sections (10a, 10b), respectively. A transition (14) between the first and second loading conveying sections (10a, 10b) is barrier-free. A piece good of the first class (4a) is transported on the first or second supplying conveying section (8a, 8b) only and on the first or second loading conveying section (10a, 10b) only. A piece good of the second class (4b) is transported on the first or second supplying conveying section (8a, 8b) but then lying on both the first and second loading conveying sections (10a, 10b).

Inventors:
ASCHPURWIS, Carsten (Mainaustr. 212, Konstanz, 78464, DE)
Application Number:
EP2018/082061
Publication Date:
August 08, 2019
Filing Date:
November 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B65G47/53; B07C5/02; B65G43/08; B65G47/24
Domestic Patent References:
WO2016037624A12016-03-17
WO2000032502A12000-06-08
Foreign References:
FR2754239A11998-04-10
FR3011537A12015-04-10
CH562129A51975-05-30
FR2754239A11998-04-10
Attorney, Agent or Firm:
MAIER, Daniel (Siemens Aktiengesellschaft, Postfach 22 16 34, Munich, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (2) zum kontrollierten Fördern von Stückgütern einer ersten Klasse (4a) und Stückgütern einer zweiten Klasse (4b) hin zu einem Sorter (6), umfassend eine Zuführvorrich tung (8) und eine Einschleusvorrichtung (10), wobei:

- die Zuführvorrichtung (8) in einem Winkel in die Ein

schleusvorrichtung (10) mündet, derart, dass sich der Win kel auf die Transportrichtungen (TR) der vorgenannten Vor richtungen (8, 10) bezieht und die Einschleusvorrichtung

(10) seitlich in einem weiteren Winkel in den Sorter (6) mündet, derart, dass sich der weitere Winkel auf die

Transportrichtungen (TR) der Einschleusvorrichtung (10) und des Sorters (6) bezieht;

- die Zuführvorrichtung (8) eine erste und eine zweite Zu führförderstrecke (8a, 8b) umfasst, die direkt aneinander angrenzend oder in einem Abstand (d) zueinander angeordnet sind;

- die Einschleusvorrichtung (10) eine erste und eine zweite Einschleusförderstrecke (10a, 10b) umfasst, deren Auflage flächen (12a, 12b) im Wesentlichen auf gleicher Höhe ne beneinander angeordnet sind und die sich über die gesamte oder mindestens einen Abschnitt der Einschleusvorrichtung (10) erstrecken;

- die erste Zuführförderstrecke (8a) so in die Einschleus vorrichtung (10) mündet, dass sie direkt oder über einen Abschnitt der Einschleusvorrichtung (10) in die erste Ein schleusförderstrecke (10a) mündet;

- die zweite Zuführförderstrecke (8b) so in die Einschleus vorrichtung (10) mündet, dass sie direkt oder über einen Abschnitt der Einschleusvorrichtung (10) in die zweite Einschleusförderstrecke (10b) mündet; - ein Übergang (14) zwischen der ersten und der zweiten Ein schleusförderstrecke (10a, 10b) barrierefrei ausgestaltet ist, so dass ein Stückgut der zweiten Klasse (4b) zugleich auf der ersten und auf der zweiten Einschleusförderstrecke (10a, 10b) beförderbar ist,

dadurch gekennzeichnet dass

die erste und/oder die zweite Einschleusförderstrecke (10a, 10b) individuell ansteuerbare Segmente (18) aufweist, wobei die Segmente (18) hintereinander entlang einer Förderrichtung (TR) der Stückgüter (4a, 4b) von der Zuführvorrichtung (8) hin zum Sorter (6) angeordnet sind.

2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Einschleusvorrichtung (10) und/oder die erste Einschleus förderstrecke (10a) und/oder die zweite Einschleusförderstre cke (10b) jeweils über ihre gesamte Länge oder segmentweise mit individuell ansteuerbarer Fördergeschwindigkeit antreib- bar ausgestaltet sind.

3. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, zudem umfassend eine Detektionseinheit (22), beispielsweise ein Messlichtgit ter, die ausgestaltet ist, Förderparameter eines Stückguts (4a, 4b) wie seine Lage und/oder Größe und/oder Orientierung und/oder Fördergeschwindigkeit auf der Vorrichtung (2) zu er fassen .

4. Vorrichtung (2) nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Befestigung der Detektionseinheit (22) auf einer ersten und/oder zweiten Seite der Einschleusvorrichtung (10) ange ordnet ist, wobei die erste und die zweite Seite dem Übergang (14) zwischen der ersten und der zweiten Einschleusförder strecke (10a, 10b) abgewandt sind.

5. Vorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Einschleusvorrichtung (10) ein nach den Zuführförderstre cken (8a, 8b) angeordnetes Übergabeband (16) umfasst, welches zugleich in die erste und die zweite Einschleusförderstrecke (10a, 10b) mündet.

6. Vorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Auflagefläche (12) der ersten und/oder zweiten Ein schleusförderstrecke (10a, 10b) über ihre gesamte Länge oder zumindest teilweise hin zu dem Übergang (14) zwischen der ersten und der zweiten Einschleusförderstrecke (10a, 10b) fallend ausgerichtet ist, so dass die Auflageflächen (12) eine Neigung zueinander aufweisen.

7. Vorrichtung (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass

die Neigung der Auflageflächen (12) einzelner Segmente (18) der ersten und/oder der zweiten Einschleusförderstrecke (10a, 10b) hin zu dem Übergang (14) entlang der Förderrichtung (TR) der Stückgüter (4a, 4b) hin zum Sorter (6) ansteigt.

8. Vorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die erste und/oder die zweite Einschleusförderstrecke (10a, 10b) entlang einer Förderrichtung (TR) der Stückgüter (4a, 4b), welche von der Zuführvorrichtung (8) hin zum Sorter (6) weist, über ihre gesamte Länge und/oder segmentweise umlau fende Nocken (20) aufweist.

9. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 3 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Steuerung adaptiert ist, die erste und/oder die zweite Einschleusförderstrecke (10a, 10b), so anzusteuern, dass die von der Detektionseinheit (22) erfassten Förderparameter ma nipuliert werden, so dass ein zugleich von der ersten und zweiten Einschleusförderstrecke (10a, 10b) transportiertes Stückgut der zweiten Klasse (4b) in seiner Ausrichtung korri giert werden kann.

10. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass

die erste und/oder die zweite Einschleusförderstrecke (10a, 10b) Beschleunigungsbänder (High-Speed-Induction) umfassen.

11. Verfahren zum kontrollierten Fördern von Stückgütern ei ner ersten Klasse (4a) und Stückgütern einer zweiten Klasse (4b) hin zu einem Sorter (6), umfassend die Verfahrens schritte :

a) Fördern eines Stückguts der ersten (4a) und/oder zweiten

Klasse (4b) auf einer ersten und/oder zweiten Zuführför derstrecke (8a, 8b) einer Zuführvorrichtung (8);

b) Überführen des Stückguts (4a, 4b) von der Zuführvorrich tung (8) auf eine Einschleusvorrichtung (10); c) Fördern des Stückguts (4a, 4b) auf einer ersten und/oder zweiten Einschleusförderstrecke (10a, 10b) der Einschleus vorrichtung (10) hin zum Sorter (6);

d) Einbringen des Stückguts (4a, 4b) auf den Sorter (6);

wobei

das Stückgut der ersten Klasse (4a) von der ersten Zuführför derstrecke (8a) auf die erste Einschleusförderstrecke (10a) oder von der zweiten Zuführförderstrecke (8b) auf die zweite Einschleusförderstrecke (10b) und das Stückgut der zweiten Klasse (4b) von der ersten und/oder zweiten Zuführförderstre cke (8a, 8b) auf die erste und die zweite Einschleusförder strecke (10, 10b) überführt wird

gekennzeichnet durch

gleiche und/oder unterschiedliche Fördergeschwindigkeiten von Segmenten (18) der ersten und zweiten Einschleusförder strecken (10a, 10b).

12. Verfahren nach Anspruch 11,

gekennzeichnet durch

Aufliegen des Stückguts der zweiten Klasse (4b) zeitgleich auf der ersten und zweiten Einschleusförderstrecke (10a,

10b) .

Description:
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM FÖRDERN VON STÜCKGÜTERN EINER ERSTEN UND EINER ZWEITEN KLASSE HIN ZU EINEM SORTER

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Fördern von Stückgütern einer ersten und einer zweiten Klasse hin zu einem Sorter.

Im Postsendungsbereich wird ein Einbringen von Stückgütern wie Paketen auf einen Sorter mit Einschleusvorrichtungen wie High-Speed-Inductions durchgeführt. Im Postsendungsbereich wird eine große Bandbreite unterschiedlich großer und schwe rer Pakete verarbeitet, so dass die zum Einschießen verwen dete Einschleusvorrichtung sowohl für kleinere Pakete und Päckchen, als auch für die größten und schwersten Pakete aus gelegt sein muss. Da ein überbreites High-Speed-Induction- Band aufwendig zu realisieren ist, werden häufig zwei High- Speed-Induction-Bänder als Einschleusvorrichtung nebeneinan der positioniert. Die High-Speed-Induction-Bänder sind gleichartig ausgestaltet und werden gleichartig angesteuert, so dass immer nur ein Paket eingeschossen wird. Große und kleine Pakete werden von einer einzigen Zuführvorrichtung auf die Einschleusvorrichtung überführt.

Da die Vorrichtungen und Verfahren des Standes der Technik auf das Einschießen von großen Stückgütern ausgelegt sind, ist ihre Kapazität beschränkt. Bei Verwendung schmalerer Vor richtungen, die auf kleinere Stückgüter ausgelegt sind, wäre die Kapazität zwar erhöht, allerdings könnten große Stückgü ter nicht auf ebendiesen schmaleren Vorrichtungen befördert werden. Daher müsste eine Vorsortierung durchgeführt werden.

In der Schrift FR 2 754 239 ist eine Zuführvorrichtung zu ei ner Verpackungslinie für ein Sortiment das n Arten von Gegen ständen enthält. Die Gegenstände werden dabei auf parallel verlaufenden und separiert angeordneten Bändern einem zentra len Band zugeführt. Dabei sind aufgrund der Problemstellung im Dokument FR 2 754 239 pro Band Gegenstände des je gleichen Typs vorgesehen, zB Schokoladestücke. Diese Zuführvorrichtung ist nicht universell einsetzbar, universell insbesondere im Sinne der Art und Dimension der Gegenstände.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung und ein verbessertes Verfahren zum Fördern von Stückgütern unterschiedlicher Klassen hin zu einem Sorter bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen beschriebenen Lösungen gelöst.

Die erfindungsgemäße Lösung sieht eine Vorrichtung gemäß den in Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmalen vor.

Unter einer Zuführvorrichtung soll jegliche Vorrichtung ver standen werden, die ausgestaltet ist, Stückgüter auf die Ein schleusvorrichtung einzubringen. Bei direkt aneinander an grenzenden Zuführförderstrecken kann die Unterteilung der Zu führvorrichtung in einzelne Zuführförderstrecken auch rein gedanklich oder über eine unterschiedliche Beladung der Stückgüter auf die einzelnen Zuführförderstrecken erfolgen. Die Aufteilung in einzelne Zuführförderstrecken muss nicht unmittelbar vor einem Münden in die Einschleusvorrichtung vorliegen .

Die Klassifizierung der Stückgüter in Stückgüter einer ersten und einer zweiten Klasse richtet sich nach ihrer Auflage auf den Einschleusförderstrecken. Sobald ein Stückgut nicht nur auf einer, sondern auf beiden Einschleusförderstrecken zu gleich aufliegt, wird es als Stückgut zweiter Klasse angese hen. Beispielsweise kann ein und dasselbe längliche Stückgut bei einer Ausrichtung entlang der Transportrichtung der För derstrecken als Stückgut erster Klasse angesehen werden und bei einer Ausrichtung quer zur Transportrichtung der Förder strecken als Stückgut zweiter Klasse gelten. Diese Klassifi zierung kann daher auf vielfältige Weise beeinflusst werden, beispielsweise durch eine auf der Zuführvorrichtung angeord nete Ausrichtungsvorrichtung. Ob es sich um ein Stückgut ers ter oder zweiter Klasse handelt, ist neben seiner Ausrichtung auf der Förderstrecke insbesondere von seinen Ausmaßen rela tiv zu den Abmessungen der Förderstrecken abhängig. Allgemein gilt allerdings, dass ein großes Stückgut typischerweise ein Stückgut zweiter Klasse und dass ein kleines Stückgut typi scherweise ein Stückgut erster Klasse ist.

Die individuelle Ansteuerung der Segmente erlaubt ein zwi schenzeitliches Stillstehen einzelner Segmente und somit eine Optimierung des Stückgüterflusses.

Die erfindungsgemäße Lösung kann durch verschiedene, jeweils für sich vorteilhafte und, sofern nicht anders ausgeführt, beliebig miteinander kombinierbarer Ausgestaltungen weiter verbessert werden. Auf diese Ausgestaltungsformen und die mit ihnen verbundenen Vorteile wird im Folgenden eingegangen.

Gemäß einer Ausführungsform kann die Vorrichtung zudem eine mit der Vorrichtung verbindbare Steuerung umfassen. Die Steu erung kann adaptiert sein, die Vorrichtung, insbesondere die Zuführvorrichtung und/oder die Einschleusvorrichtung, so an zusteuern, dass

a) Stückgüter der ersten Klasse von der ersten Zuführförder strecke auf die erste Einschleusförderstrecke transportiert werden;

b) Stückgüter der ersten Klasse von der zweiten Zuführförder strecke auf die zweite Einschleusförderstrecke transportiert werden; und

c) das Stückgut der zweiten Klasse von der ersten und/oder zweiten Zuführförderstrecke so hin zur Einschleusvorrichtung transportiert wird, dass das Stückgut der zweiten Klasse zu gleich von der ersten und zweiten Einschleusförderstrecke transportiert wird.

Die Ansteuerung der Vorrichtung erlaubt ein sauberes Überfüh ren und Transportieren der Stückgüter. So kann durch Anpas sung der Fördergeschwindigkeiten verhindert werden, dass ein Stückgut mit zu viel Schwung von der Zuführvorrichtung auf die Einschleusvorrichtung überführt wird, unkontrolliert gleitet und/oder verrutscht und so seine Ausrichtung ändert. Ohne eine gezielte Ansteuerung kann so ein auf der Zuführvor richtung als Stückgut der ersten Klasse klassifiziertes Stückgut auf der Einschleusvorrichtung als Stückgut der zwei ten Klasse vorliegen. Bei gleichzeitiger Überführung mehrerer Stückgüter kann durch die Ansteuerung eine Kollision verhin dert werden. Die Ansteuerung ermöglicht zudem ein kontrol liertes Einschleusen der Stückgüter auf den Sorter.

Um die Stückgüter mit angepasster Geschwindigkeit und zu pas sender Zeit auf den Sorter einzuschießen, kann die Ein schleusvorrichtung und/oder die erste Einschleusförderstrecke und/oder die zweite Einschleusförderstrecke jeweils über ihre gesamte Länge oder segmentweise mit individuell ansteuerbarer Fördergeschwindigkeit antreibbar ausgestaltet sein. Hierbei kann die individuelle Ansteuerbarkeit der Fördergeschwindig keit auch ein koordiniertes Ansteuern der Segmente und weite rer Komponenten der Einschleusvorrichtung umfassen. Ein indi viduelles Antreiben der Segmente mit unterschiedlicher, seg mentweise in Transportrichtung ansteigender Fördergeschwin digkeit beschleunigt die Stückgüter. Eine zeitliche Anpassung an die Fördergeschwindigkeit des Sorters und seine Belegung ermöglicht ein sehr kontrolliertes Einschießen der Stückgüter auf den Sorter. Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Vorrichtung zu dem eine Detektionseinheit, beispielsweise ein Messlichtgit ter, umfassen, die ausgestaltet ist, Förderparameter eines Stückguts wie seine Lage und/oder Größe und/oder Orientierung und/oder Fördergeschwindigkeit auf der Vorrichtung zu erfas sen. Dies ermöglicht sowohl eine Überwachung des Stückgüter flusses, als auch eine gezielte Ansteuerung der Zuführvor richtung und/oder der Einschleusvorrichtung, insbesondere der Einschleusförderstrecken und seiner Segmente, in Antwort auf die detektierten Förderparameter.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann eine Befestigung der Detektionseinheit auf einer ersten und/oder zweiten Seite der Einschleusvorrichtung angeordnet sein, wobei die erste und die zweite Seite dem Übergang zwischen der ersten und der zweiten Einschleusförderstrecke abgewandt sein kann. Auf diese Weise bildet die Detektionseinheit keine Störkontur und es kann dennoch über die gesamte Breite der Einschleusvor richtung detektiert werden. Die Befestigung kann so sein, dass die Detektionseinheit neben und/oder oberhalb der Ein schleusförderstrecken angeordnet sein kann.

Damit Stückgüter beim bzw. nach dem Überführen auf die Ein schleusvorrichtung nicht an Störkonturen des Übergangs von erster und zweiter Einschleusförderstrecke, beispielsweise einer Bandkante, hängen bleiben und somit diese bzw. sich selbst beschädigen und/oder verschleißen, kann die Ein schleusvorrichtung ein nach den Zuführförderstrecken angeord netes Übergabeband umfassen, welches zugleich in die erste und die zweite Einschleusförderstrecke mündet. So kann ein Stückgut nach dem Überführen unproblematisch auf dem Überga beband rutschen. Um einen hinreichenden Kontakt zwischen Stückgut und Ein schleusförderstrecke zu erzielen, kann die Auflagefläche der ersten und/oder zweiten Einschleusförderstrecke über ihre ge samte Länge oder zumindest teilweise hin zu dem Übergang zwi schen der ersten und der zweiten Einschleusförderstrecke fal lend ausgerichtet sein, so dass die Auflageflächen eine Nei gung zueinander aufweisen.

Damit auch bei großer Neigung der Auflageflächen zueinander keine zu große Stufe als Störkontur auftritt, kann die Nei gung der Auflageflächen einzelner Segmente der ersten und/o der der zweiten Einschleusförderstrecke hin zu dem Übergang entlang der Förderrichtung der Stückgüter hin zum Sorter an- steigen. So kann entlang der Transportrichtung der Ein schleusförderstrecke das erste Segment nur leicht geneigt sein, das nächste stärker usw. bis zur größten Überhöhung. Danach kann es wieder zurück auf ebene Auflageflächen und ebenen Transport gehen.

Um auf alternative Weise einen hinreichenden Kontakt zwischen Stückgut und Einschleusförderstrecke zu erzielen, kann die erste und/oder die zweite Einschleusförderstrecke entlang ei ner Förderrichtung der Stückgüter, welche von der Zuführvor richtung hin zum Sorter weist, über ihre gesamte Länge und/o der segmentweise umlaufende Nocken aufweisen. Hierbei kann die Nocke auf dem eigentlichen Fördermittel der Einschleus förderstrecke selber angebracht sein, oder aber als eigenes Fördermittel ausgestaltet sein. Bei der letztgenannten Vari ante hat das eigene Fördermittel, beispielsweise ein Gurt o- der ein Riemen, eine größere Höhe als das daneben laufende Band. Auch so wird die Funktion der umlaufenden Nocke er- füllt. Die Einschleusförderstrecke umfasst bei dieser Ausfüh- rungsform sowohl das eigentliche Fördermittel der Einschleus förderstrecke, als auch das daneben liegende, als Nocke aus gestaltete Fördermittel.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Steuerung adap tiert sein, die Vorrichtung, insbesondere die erste und/oder die zweite Einschleusförderstrecke, so anzusteuern, dass die von der Detektionseinheit erfassten Förderparameter manipu liert werden, so dass ein zugleich von der ersten und zweiten Einschleusförderstrecke transportiertes Stückgut der zweiten Klasse in seiner Ausrichtung korrigiert werden kann. Bei re lativ kleinen Stückgütern zweiter Klasse und nur geringer Überlappung kann so unter Umständen sogar ein Stückgut der zweiten Klasse in ein Stückgut der ersten Klasse überführt werden .

Gemäß einer weiteren Ausführungsform können die erste und/o der die zweite Einschleusförderstrecke Beschleunigungsbänder (High-Speed-Induction) umfassen.

Hinsichtlich eines Verfahrens wird die vorstehend genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum kontrollierten Fördern von Stückgütern einer ersten Klasse und Stückgütern einer zweiten Klasse hin zu einem Sorter. Das Verfahren umfasst die Verfahrensschritte :

a) Fördern eines Stückguts der ersten und/oder zweiten Klasse auf einer ersten und/oder zweiten Zuführförderstrecke einer Zuführvorrichtung .

b) Überführen des Stückguts von der Zuführvorrichtung (8) auf eine Einschleusvorrichtung.

c) Fördern des Stückguts auf einer ersten und/oder zweiten Einschleusförderstrecke der Einschleusvorrichtung hin zum Sorter .

d) Einbringen des Stückguts auf den Sorter. Das Stückgut der ersten Klasse wird von der ersten Zuführför derstrecke auf die erste Einschleusförderstrecke oder von der zweiten Zuführförderstrecke auf die zweite Einschleusförder strecke und das Stückgut der zweiten Klasse wird von der ers ten und/oder zweiten Zuführförderstrecke auf die erste und die zweite Einschleusförderstrecke überführt mit gleichen und/oder unterschiedliche Fördergeschwindigkeiten von Segmen ten der ersten und zweiten Einschleusförderstrecken.

Gemäß einer Ausführungsform erfolgt ein Aufliegen des Stück guts der zweiten Klasse zeitgleich auf der ersten und zweiten Einschleusförderstrecke .

Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren beispielsweise näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung;

Figur 2 einen Transport von Stückgütern erster und zweiter

Klasse auf einer weiteren Ausführungsform der Vor richtung;

Figur 3 eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung mit unterschiedlicher Anzahl von Segmenten der ersten und zweiten Einschleusförderstrecke;

Figur 4 eine v-förmige Anstellung einzelner Förderstrecken segmente gemäß einer weiteren Ausführungsform;

Figur 5 eine durch auf einzelnen Förderstreckensegmenten umlaufende Nocken erzielte sichere Auflage von Stückgütern; und Figur 6 eine Korrektur eines Schrägstellungsfehlers auf ei ner weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemä ßen Einschleusvorrichtung.

Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 2 zum kontrollierten Fördern von Stückgütern einer ersten Klasse 4a und Stückgütern einer zweiten Klasse 4b gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die Vorrichtung 2 umfasst eine Zuführvorrichtung 8 und eine Einschleusvorrichtung 10, die jeweils zwei eigene, jeweils parallel zueinander ausgerichtete Förderstrecken (Zuführför derstrecken 8a, 8b und Einschleusförderstrecken 10a, 10b) aufweisen, entlang deren Transportrichtungen TR bzw. Förder richtungen Stückgüter 4 gefördert werden. Die Zuführförder strecken 8a, 8b sind in einem Abstand d zueinander ange bracht, welcher null sein kann, sehr gering wie in Figur 1 gezeigt, aber auch deutlich größer, wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt.

Die Förderstrecken 8a, 8b, 10a, 10b weisen hier jeweils glei che Breiten B 8a , B 8b , Bi 0a , Bi 0b auf, aber auch unterschiedliche Breiten B sind möglich. Bei stark unterschiedlichen Breiten wäre es denkbar, größere Stückgüter 4b tendenziell auf der breiteren Zuführförderstrecke 8a oder 8b hin zur Einschleus vorrichtung 10 zu transportieren. Dadurch, dass die Zuführ vorrichtung 8 in einem Winkel in die Einschleusvorrichtung 10 mündet, wird ein Stückgut zweiter Klasse 4b, welches länglich ausgerichtet gerade noch auf nur einer der Zuführförderstre cken 8a oder 8b aufliegt, ohne Veränderung seiner Ausrichtung auf der Einschleusvorrichtung 10 auf beiden Einschleusförder strecken 10a, 10b gemeinsam aufliegen. Die beiden Einschleus förderstrecken 10a, 10b agieren als gemeinsames Übergabeband. Stückgüter erster Klasse 4a sind im Verhältnis zur Breite der Förderstrecken 8a, 8a, 10a, 10b so klein, dass sie auch nach dem Überführen von der Zuführvorrichtung auf die Einschleus vorrichtung nur auf einer der beiden Einschleusförderstrecken 10a, 10b aufliegen. Die beiden Einschleusförderstrecken 10a, 10b können bis zu durchschnittlich große Stückgüter 4, die hier als Stückgüter erster Klasse 4a bezeichnet werden, ein zeln mit ihrem Nenndurchsatz auf einen in Transportrichtung angeordneten, hier nicht gezeigten Sorter 6 aufschießen.

Die erste Zuführförderstrecke 8a mündet in die erste Ein schleusförderstrecke 10a, die zweite Zuführförderstrecke mün det in die zweite Einschleusförderstrecke 10b, wobei dies je weils direkt oder über einen weiteren Abschnitt der Ein schleusvorrichtung 10 geschehen kann. Die Einschleusförder strecken 10a, 10b sind direkt nebeneinander auf einer gemein samen Ebene angeordnet, wobei ihr Übergang möglichst geringe Störkonturen aufweist und somit barrierefrei ausgestaltet ist, so dass Stückgüter 4 gleichzeitig auf beiden Einschleus förderstrecken 10a, 10b aufliegen und beförderbar sind - ohne dass weder Stückgüter 4, noch Bandkanten der Einschleusför derstrecken 10a, 10b beschädigt werden bzw. möglichst gerin gen Verschleiß aufweisen. Die Einschleusförderstrecken 10a, 10b können sich, müssen sich aber nicht, über die gesamte Länge der Einschleusvorrichtung 10 erstrecken. Dies ist in Figur 1 mit der teils gestrichelten, teils durchgezogenen Li nie angedeutet. In Figur 3 münden die Zuführförderstrecken 8a, 8b nicht direkt in die Einschleusförderstrecken 10a, 10b, wohingegen sie dies in Figur 2 tun.

Ein Stückgut zweiter Klasse 4b wird auf der ersten Zuführför derstrecke 8a hin zur Einschleusvorrichtung 10 transportiert und an diese übergeben. Nach dem Übergeben und weiteren

Transportieren entlang der Transportrichtung TR liegt das Stückgut 4b dann sowohl auf der ersten, als auch auf der zweiten Einschleusförderstrecke 10a, 10b auf. Durch Synchro nisierung beider Einschleusförderstrecken 10a, 10b wird nun das eine („große") Stückgut zweiter Klasse 4b weiter entlang der Einschleusvorrichtung 10 transportiert und auf den Sorter 6 eingeschossen. Es ist auch möglich, die Ausrichtung eines auf beiden Einschleusförderstrecken 10a, 10b aufliegenden

Stückguts 4 durch gezielte, leicht unterschiedliche Ansteue rung der Einschleusförderstrecken 10a, 10b zu korrigieren.

Dadurch, dass nur bei Stückgütern zweiter Klasse 4b für den Transport von einem Stückgut 4b beide Einschleusförderstre cken 10a, 10b belegt sind, ansonsten aber beide Einschleus förderstrecken 10a, 10b gleichzeitig Stückgüter 4a übernehmen und einschießen können, verdoppelt sich der Durchsatz von („kleinen") Stückgütern erster Klasse 4a im Vergleich zu ei ner Vorrichtung 2 mit nur einer Zuführförderstrecke 8a und zwei Einschleusförderstrecken 10a, 10b.

In allen gezeigten Ausführungsformen erfahren die Stückgüter 4a, 4b eine Rechtskurve beim Überführen von der Zuführvor richtung 8 auf die Einschleusvorrichtung. Eine spiegelbildli che Anordnung sowie andere Winkel sind jedoch selbstverständ lich ebenso möglich und sollen vom Schutzbereich umfasst wer den .

Figur 2 zeigt einen Transport von Stückgütern erster und zweiter Klasse 4a, 4b auf einer Vorrichtung 2 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Die Zuführvorrichtung 8 mündet seitlich in die Einschleusvorrichtung 10 und die Einschleusvorrichtung 10 mündet seitlich in den Sorter 6. Sowohl die Zuführvorrichtung 8, als auch die Einschleusvor richtung 10 sind ansteuerbar ausgestaltet. Hierzu umfasst die Vorrichtung 2 eine mit ihr verbindbare Steuerung, die adap- tiert ist, die Einschleusvorrichtung 10 anzusteuern. Die Ein schleusförderstrecken 10a, 10b umfassen individuell ansteuer bare Segmente, die hintereinander entlang der Transportrich tung TR der Einschleusförderstrecken 10a, 10b von der Zuführ vorrichtung 8 hin zum Sorter 6 angeordnet sind und typischer weise jeweils eigene Förderbänder oder andere Fördermittel wie Rollenförderer o.ä. aufweisen. Hier sind die Segmente 18 als Beschleunigungsbänder ausgestaltet und adaptiert, die Stückgüter 4 so zu beschleunigen, dass ihre Fördergeschwin digkeit auf die Sortergeschwindigkeit angepasst ist, also für einen Einschuss auf den Sorter 6 optimal ist. Unmittelbar vor dem Sorter 6 befinden sich Dreiecksförderer 24, die üblicher weise als Dreiecksbänder, welche typischerweise Streifenbän der gestaffelter Länge umfassen, ausgestaltet sind.

Die Vorrichtung 2 umfasst eine als Messlichtgitter ausgestal tete Detektionseinheit 22, die in Figur 2 vor Beginn der Seg mente 18 angeordnet ist. Die Detektionseinheit 22 erfasst Förderparameter der Stückgüter 4a, 4a, wobei hierbei zumin dest ihre Lage auf der Vorrichtung 2 und evtl, noch ihre Größe zählt. Wenn eine Ausrichtungsveränderung erzielt werden soll, auch noch ihre Orientierung auf der Vorrichtung. Ein weiterer Förderparameter, der sinnvoll zu erfassen, bei guter Haftung zwischen Stückgut 4 und Auflageflächen 12 der Förder stecken 8a, 8b, 10a, 10b aber auch anderweitig, beispiels weise von der Steuerung, ermittelt werden kann, ist die För dergeschwindigkeit des detektierten Stückguts 4.

In einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist die Detektionseinheit 22 ein vertikales, vor den Beschleunigungsbändern angeordne tes Lichtschrankengitter. Aus der detektierten Abdeckung des Lichtschrankengitters können sowohl Größe, als auch Position des passierenden Stückguts 4 ermittelt werden. Wegen der Stückgüter zweiter Klasse 4b darf die Detektionseinheit 22 keine mechanische Abstützung zwischen den Einschleusförder strecken 10a, 10b aufweisen. Aus diesem Grund wird die Detek tionseinheit 22 als brückenartige Konstruktion ausgestaltet mit Abstützung auf denjenigen Seiten der Einschleusvorrich tung 10, die dem Übergang 14 zwischen erster und zweiter Ein schleusförderstrecke 10a, 10b abgewandt sind. Die Detektions einheit 22 wird also an den äußeren Rändern und/oder oberhalb der Einschleusvorrichtung 10 befestigt. Gemäß einer Ausfüh rungsform ist die Detektionseinheit 22 als gemeinsame Detek tionseinheit 22 für beide Einschleusförderstrecken 22 ausge staltet, gemäß einer weiteren Ausführungsform nur als elekt ronisch aufgeteilte Detektionseinheit 22.

Wenn ein Stückgut zweiter Klasse 4b auf beiden Einschleusför derstrecken 10a, 10b aufliegt wie in Figur 2 gezeigt oder auf die Einschleusvorrichtung 10 eingebracht werden soll, müssen je nach Belegung der Förderstrecken 8a, 8b, 10a, 10b eine und/oder mehrere der Förderstrecken 8a, 8b, 10a, 10b für kurze Zeit angehalten werden, damit keine Kollisionen mit weiteren Stückgütern 4a, 4b geschehen. Die Stückgüter 4a, 4b werden hierzu auf den Zuführförderstrecken 8a, 8b vor ihrem Überführen auf die Einschleusvorrichtung 10 detektiert, hierzu wird eine weitere Detektionseinheit 22 gegen oder am Ende der Zuführvorrichtung 8 angeordnet.

Ein Anhalten einiger oder aller Förderstrecken 8a, 8b, 10a,

10b oder zumindest langsameres, verzögertes Transportieren der Stückgüter 4a, 4b kann auch erforderlich sein, um einen Einschuss auf einen schon belegten Carrier des Sorters 6 zu vermeiden .

Stückgüter zweiter Klasse 4b können sowohl auf der ersten, als auch auf der zweiten Zuführförderstrecke 8a, 8b hin zur Einschleusvorrichtung 10 transportiert werden. Wenn das Stückgut zweiter Klasse 4b auf der ersten Zuführförderstrecke 8a hin zur Einschleusvorrichtung 10 transportiert wird, kann es, muss aber nicht, erst vollständig auf die Einschleusvor richtung 10 überführt werden, bevor es weiter entlang der Transportrichtung TR der Einschleusvorrichtung transportiert wird. Wenn das Stückgut zweiter Klasse 4b auf der zweiten Zu führförderstrecke 8b hin zur Einschleusvorrichtung 10 trans portiert wird, sollte es hingegen bereits entlang der Trans portrichtung TR der Einschleusvorrichtung 10 transportiert werden, bevor es vollständig auf die Einschleusvorrichtung 10 überführt worden ist. Hierdurch wird vermieden, dass es über den linken Rand der zweiten Einschleusförderstrecke 10b hin ausragt. Eine Anordnung von Einschleusvorrichtung 10 und Zu führvorrichtung 8 und eine Vermeidung von Störkonturen bei der Realisierung derart, dass das Stückgut 4b nur über kleine Lücken überführt werden muss bzw. eine sorgfältige Abstützung des Stückguts 4b während des Überführens ist hierbei erfor derlich, damit das Stückgut 4b nicht abkippt oder verkantet.

Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung 2 mit unterschiedlicher Anzahl von Segmenten der ersten und zweiten Einschleusförderstrecke 10a, 10b. Diese Ausführungs form hat kein geteiltes, sondern ein gemeinsames Übergabeband 16, welches Stückgüter zweiter Klasse 4b von der ersten Zu führstrecke 8a aufnimmt. Dadurch existiert keine Bandkante, so wie beim Übergang zwischen erster und zweiter Einschleus förderstrecke 10a, 10b wie in Figur 2. Das Übergabeband 16 von Figur 3 wird von der Einschleusvorrichtung 10 umfasst und mündet in die erste und zweite Einschleusförderstrecke 10a, 10b. Die zweite Einschleusförderstrecke 10b ist zweigeteilt und befindet sich sowohl vor, als auch nach dem Übergabeband Anschließend an das Übergabeband 16 umfasst die zweite Ein schleusförderstrecke 10b fünf, allgemein N, Segmente 18, die hier als Beschleunigungsbänder (High-Speed-Induction) ausge staltet sind, welche einen bestimmten Durchsatz erreichen.

Die Ansteuerung der sieben, allgemein N+k, Segmente 18 der ersten Einschleusförderstrecke 10a wird durch die Vorbelegung der zweiten Einschleusförderstrecke 10b bestimmt. Aus diesem Grund wird der geometrisch bedingte längere Weg zum Sorter 6 mit weiteren zwei, allgemein k, Beschleunigungsbändern bzw. Segmenten 18, sowie einem Lückenfüller A überbrückt, der bei gleichartiger Ausgestaltung auch zu den Segmenten 18 gezählt werden kann, damit die auf den Sorter 6 einschießenden Drei ecksförderer 24 annähernd gleich ausgestaltet werden können. Die Dreiecksförderer 24 werden angepasst auf die Carrier-Po sitionen des Sorters 6 und auf die Sorter-Geschwindigkeit be trieben. Die Segmente 18 sind mit individuell ansteuerbarer Fördergeschwindigkeit antreibbar ausgestaltet, wobei die in dividuelle Ansteuerbarkeit der Fördergeschwindigkeit auch ein koordiniertes Ansteuern der Segmente 18 und der Einschleus vorrichtung 10 umfasst.

Durch die weiteren zwei, allgemein k, Segmente 18 ist die erste Einschleusförderstrecke 10a in der Lage, normal lange Stückgüter 4, typischerweise Stückgüter erster Klasse 4a, länger bis zu einer möglichen Lücke auf dem Sorter 6, also einem freien Carrier, zu verschieben. Sie kann damit den Durchsatz der zweiten Einschleusförderstrecke 10a erreichen.

Gemäß weiteren Ausführungsformen ist die Vorrichtung 2 analog zur Vorrichtung von Figur 3 ausgestaltet mit einem gemeinsa men Übergabeband 16, jedoch weist nur die erste oder die zweite Zuführstrecke 10a, 10b oder sogar keine der Zu

führstrecken 10a, 10b Segmente 18 auf. Die zweite Zuführför- derstrecke 8b mündet entweder direkt oder über einen Ab schnitt der zweiten Einschleusförderstrecke 10b in das Über gabeband 16.

Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform, die - ebenso wie die Ausführungsform von Figur 5 - mit allen weiteren Ausfüh rungsformen kombinierbar ist und für die Korrektur eines Aus richtungsfehlers von Stückgütern 4 auf den Einschleusförder strecken 10a, 10b herangezogen werden kann. Eine Korrektur von Ausrichtungsfehlern ist insbesondere bei relativ großen Stückgütern zweiter Klasse 4b erforderlich, damit das Car rier-Format des Sorters 6 nicht überragt wird. Durch vonei nander abweichende Ansteuerung der beiden Einschleusförder strecken 10a, 10b lässt sich ein auf eben diesen beiden Ein schleusförderstrecken 10a, 10b aufliegenden Stückgut 4b ver drehen. Da Pakete und andere Stückgüter 4b nicht immer kom plett eben sind und somit nicht sicher vollflächig auf den Auflagefläche 12 der Einschleusförderstrecken aufliegen, ist bei komplett ebener Auflageflächen 12 ein genau kontrollier tes Verdrehen des Stückguts 4b zur Korrektur seiner Ausrich tung nicht zuverlässig zu erreichen. Für ein kontrolliertes Verdrehen muss sichergestellt werden, dass beide Zuführför derstrecken 10a, 10b zur gleichen Zeit immer hinreichend Kon takt zum Stückgut 4b haben.

Eine Möglichkeit, stets einen hinreichenden Kontakt zu errei chen, wird als Ausführungsform in Figur 5 gezeigt, nun soll zunächst das in Figur 4 gezeigte Neigen der Auflageflächen 12 zueinander diskutiert werden. Entweder wird wie gezeigt nur die Auflagefläche 12 eines Segments von nur der zweiten Ein schleusförderstrecke 10b geneigt, was beispielsweise durch Neigung des ganzen Segments 18 erzielt werden kann, oder aber beide Auflageflächen der benachbarten Segmente 18 beider Ein- schleusförderstrecken 10a, 10b werden beide zueinander ge neigt. Technisch einfacher zu realisieren ist die erste Vari ante, da hierbei nur eine Einschleusförderstrecken 10b ge neigt werden muss.

Für eine sichere Auflage sind bereits wenige Winkelgrad und somit eine sehr leichte Neigung ausreichend. Das Stückgut 4b hat dann an seinen Rändern als Auflagepunkte sicheren Kontakt zu beiden Einschleusförderstrecken 10a, 10b, so dass sich durch einen Unterschied der Fördergeschwindigkeiten beider Einschleusförderstrecken 10a, 10b oder ein zeitversetztes Be schleunigen nach dem gleichen Profil zuverlässig eine Ver schiebung der Auflagepunkte und damit der Paketlage errei chen .

Damit die vom Stückgut 4b beim Übergang auf das geneigte Seg ment 18 zu überwindende Stufe nicht zu groß ist, ist entlang der Transportrichtung TR das erste geneigte Segment 18 der Einschleusförderstrecke 10b nur leicht geneigt, das nächste stärker usw. bis zur größten Überhöhung. Danach geht es wie der zurück auf ebenen Transport - je nach Empfindlichkeit der Stückgüter 4b schrittweise oder auch abrupt. Dies könnte auch mit einem verschränkten Förderband erreicht werden. Die se quentiell ansteigende Neigung ist in Figur 4 in Kombination mit Figur 3 durch 3 Schnitte (A-A, B-B, C-C) quer zu den Ein schleusförderstrecken 10a, 10b angedeutet. Dieser Mechanismus zur Ausrichtungskorrektur kann, muss aber nicht nach der De tektionseinheit 22 auf den Segmenten 18 unmittelbar vor dem Sorter 6 geschehen, sondern könnte auch als eigenständige Teilstrecke vor der eigentlichen Einschussstrecke angeordnet sein. Allerdings ist die Funktionsvereinigung eine besonders kostengünstige Variante. Zur Ausrichtungskorrektur reicht eine irgendwie nach dem Überführen auf die Einschleusvorrich tung 10 gewonnene Information über die Ausrichtung aus. Figur 5 zeigt, wie die Ausrichtungskorrektur mit einer in Transportrichtung TR endlos umlaufenden Nocke 20 erzielt wer den kann. Figur 5 ist wie Figur 4 ebenfalls in Kombination mit Figur 3 zu sehen. Um den gleichen, ansteigenden Effekt wie in Figur 4 zu erzielen, wird jedes der Segmente mit einer jeweils entlang der Transportrichtung TR leicht höheren Nocke 20 ausgerüstet. Auch hier ist bei A-A bzw. C-C eine geringere Höhe und das Maximum liegt bei B-B. Prinzipiell kann die erste und/oder die zweite Einschleusförderstrecke über ihre gesamte Länge und/oder nur segmentweise umlaufende Nocken 20 aufweisen .

Eine weitere Möglichkeit zur Lagekorrektur ist gemäß einer weiteren, in Figur 6 gezeigten Ausführungsform erzielbar durch Anordnung der zweiten Einschleusförderstrecke 10b leicht unterhalb der der ersten Einschleusförderstrecke 10a. Figur 6a zeigt einen Querschnitt der Vorrichtung 2, Figur 6b dieselbe Vorrichtung 2 in Aufsicht. Durch den Höhenunter schied kippt ein auf die Einschleusvorrichtung 10 überführtes Stückgut zweiter Klasse 4b von der ersten Einschleusförder strecke 10a auf die zweite Einschleusförderstrecke 10b ab und erfährt durch seine durch das Abkippen zustande gekommene brückenartige Auflage analog zu der in Figur 4 und 5 be schriebenen Situation eine Verdrehung, die unter anderem von der Lage des Stückguts 4b abhängig ist. Je länger das Stück gut 4b, desto stärker die Verdrehung. Anstelle eines Höhenun terschieds kann die erste Einschleusförderstrecke 10a auch eine Nocke 20 (gestrichelt angedeutet) aufweisen. In Fällen, in denen die Schrägstellung cp bereits auf der Zuführvorrich tung 8 besteht, kann eine leichte Korrektur der Verdrehung bereits während des Übergangs auf die Einschleusvorrichtung 10 erfolgen. Damit dies möglich ist, ist die Zuführvorrich tung 8 leicht oberhalb der Einschleusvorrichtung 10 angeord net .

Bezugszeichenliste

2 Vorrichtung

4a Stückgut einer ersten Klasse

4b Stückgut einer zweiten Klasse

6 Sorter

8 Zuführvorrichtung

8a erste Zuführförderstrecke

8b zweite Zuführförderstrecke

10 Einschleusvorrichtung

10a erste Einschleusförderstrecke

10b zweite Einschleusförderstrecke

12 Auflagefläche

14 Übergang zwischen erster und der zweiter Einschleusför derstrecke

16 Übergabeband

18 Segmente einer Einschleusförderstrecke

20 Nocke

22 Detektionseinheit

24 Dreiecksförderer

d Abstand zwischen den Zuführförderstrecken 8a, 8b

TR Transportrichtung, Förderrichtung