SEIFERT, Uwe (Zum Schürenbrink 15c, Preußisch Oldendorf, 32361, DE)
HAMPEL, Thomas (Hoher Brink 6, Lübbecke, 32312, DE)
SEIFERT, Uwe (Zum Schürenbrink 15c, Preußisch Oldendorf, 32361, DE)
| Patentansprüche Vorrichtung zur Bekantung von Werkstücken (1) mit einem Kantenband (2) , mit einer Strahlenquelle und einer Andruckzone, in deren Bereich das Kantenband (2) durch relative Bewegung von Werkstück (1) und Kantenband (2) an die Schmalseite (la) des Werkstücks (1) unter Bildung eines Fügespaltes (7) herangeführt und dann mittels einer Andruckeinrichtung (3) angedrückt wird, wobei die aus der Strahlungs- quelle ausgestrahlte Strahlung (4) die Aktivierung einer Haftschicht oder haftvermittelnden Schicht bewirkt, mittels derer Kantenband (2) und Werkstück (1) verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung (4) über einen Lichtleiter oder Strahlengang ( 6 ) und eine zwischen Lichtleiter oder Strahlengang (6) und Kantenband (2) angeordnete Strahlprofilierungseinrichtung (5) geführt ist, welche dazu ausgelegt ist, das Profil eines auf dem Kantenband (2) durch die darauf auftreffende Strahlung erzeugten Strahlflecks in einer Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) so einzustellen, dass die Länge des Flecks in der Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) wenigstens die Breite des Kantenbandes (2) oder des vom Kantenband (2) zu bedeckenden Teils der Schmalseite (la) des Werkstücks 1 aufweist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung (4) eine Laserstrahlung Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die trahlungsprofilierungseinrichtung (5) eine Einrichtung (8) zur Änderung der Intensitätsverteilung der auf das Kantenband (2) auftreffenden Strahlung entlang der Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) aufweist, wobei die Einrichtung (8) so ausgelegt ist, dass die Intensitätsverteilung (10) der in die Einrichtung (8) eingestrahlten Strahlung (4) in Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) so verändert wird, dass die aus der Einrichtung (8) austretende Strahlung (4a') eine Intensitätsverteilung (11) in Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) aufweist, welche im Bereich der Ränder (2a, 2b) des Kantenbandes (2) Intensitätsmaxima (IIa, IIb) aufweist. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine VerStelleinrichtung vorgesehen ist, die so ausgelegt ist, dass der Strahlenfleck in der Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) verschieblich ist. Verfahren zur Bekantung von Werkstücken (1) mit einem Kantenband (2) , bei dem im Bereich einer Andruckzone das Kantenband (2) durch relative Bewegung von Werkstück (1) und Kantenband (2) an die Kante (la) des Werkstücks (1) unter Bildung eines Fügespaltes (7) herangeführt und dann mittels einer Andruck- einrichtung (3) angedrückt wird, wobei eine Strahlung (4) eingesetzt wird, die die Aktivierung einer Haftschicht oder haftvermittelnden Schicht bewirkt, mittels derer Kantenband (2) und Werkstück (1) ver- bunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil der Strahlung (4) vor dem Auftreffen auf das Kantenband (2) so eingestellt wird, dass die Länge des auf dem Kantenband (2) durch die Strahlung (4) erzeugten Strahlungsflecks (4a) in der Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) wenigstens die Breite des Kantenbandes (2) aufweist. Verfahren nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung (4) eine Laserstrahlung Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6 , dadurch gekennzeichnet, dass die eine Änderung der Intensitätsverteilung der auf das Kantenband (2) auftreffenden Strahlung entlang der Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) derart erfolgt, dass die Intensitätsverteilung (10) der Strahlung (4) in Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) so verändert wird, dass die auf das Kantenband auf- treffende Strahlung (4a') eine Intensitätsverteilung (11) in Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) aufweist, welche im Bereich der Ränder (2a, 2b) des Kantenbandes (2) Intensitätsma- xima (IIa, IIb) aufweist. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlenfleck in der Richtung (Z) senkrecht zur Laufrichtung des Kantenbandes (2) verschoben wird. |
Technisches Gebiet Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bekantung von Werkstücken nach Anspruch 1 und ein Verfahren zur Bekantung von Werkstücken nach Anspruch 5.
Stand der Technik
Es sind z.B. aus EP 1 163 864 AI oder EP 1 233 853 Bl Verfahren zur Bekantung von Werkstücken bekannt, bei denen ein Kantenband an das Werkstück zunächst herangeführt und dann mit diesem verbunden wird. Dabei bildet sich durch die Heranführung des Kantenbandes an das Werkstück ein Fügespalt aus. Im Bereich dieses Fügespalts wird eine Haftschicht oder haftvermittelnde Schicht (im Folgenden Haftschicht) durch Strahlung aktiviert, so dass sie ihre Haftwirkung entfalten kann.
In der Praxis ist es dabei oft wünschenswert, dass gerade im Bereich der Ränder des Kantenbandes eine besonders gute Verbindung zwischen Werkstück und Kantenband zustande kommt. Dies spielt insbesondere dann eine Rol- le, wenn eine feuchtigkeitsdichte Verbindung des Kantenbandes mit Kaschierungselementen auf anderen als der bekanteten Werkstückfläche erreicht werden soll. Hierfür ist es notwendig, den Strahlungseintrag in den Randbereichen des Kantenbandes gegenüber dem Rest der bestrahlten Fläche zu erhöhen.
Auch wenn nur ein gleichmäßiger Strahlungseintrag quer zur Laufrichtung des Kantenbandes erzielt werden soll, ist dies bereits problematisch, da die meisten geeigneten Strahlungsquellen naturgemäß eine radiale Intensitätsverteilung des erzeugten Strahls mit einem Maximum im Zentrum aufweisen.
Nach dem Stand der Technik wird die gewünschte Verteilung der Strahlungsintensität auf dem Kantenband mit oszillierenden Spiegeloptiken erreicht. Durch diese Spiegeloptiken wird der Strahlfleck, d.h. die Zone, in der die Strahlung auf das Kantenband trifft, quer zu dessen Transportrichtung auf dem Kantenband in einer Weise bewegt, aus der sich insgesamt eine höhere Verweildauer des Strahlflecks in den Randbereichen als auf dem Rest der Oberfläche des Kantenbandes ergibt.
Diese Lösung hat den Nachteil, dass die oszillierenden Spiegeloptiken eine komplizierte und dadurch teure und fehleranfällige, mechanische Lösung darstellen. Zudem wird bei der Verwendung von Kantenbändern unterschied- licher Breite eine Anpassung der Oszillationsbewegung beim Chargenwechsel notwendig. Diese Anpassung erfordert die aufwändige Berechnung neuer Bewegungsmuster für die Spiegeloptiken. Weiterhin ergibt sich der Nachteil, dass auch bei sorgfältiger Strahlführung ein an- nähernd gleichmäßiger Strahlungseintrag in Laufrichtung des Kantenbandes nur möglich ist, wenn die Geschwindigkeit der Oszillationsbewegung um ein Vielfaches größer ist als die Laufgeschwindigkeit des Kantenbandes . Die Erfindung
Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs erwähnten Art anzugeben, bei denen die erwähnten Nachteile nicht auftreten .
Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen der Ansprü- che 1 und 5, vorteilhafte Ausführungsformen finden sich in den jeweiligen Unteransprüchen.
Erfindungsgemäß wird die Strahlung von der Strahlungs- quelle kommend durch einen Lichtleiter oder Strahlen- gang an eine Strahlprofilierungseinrichtung herangeführt. Diese ist dazu ausgelegt, den Strahl in einer Richtung soweit aufzuweiten, dass das gesamte Kantenband oder jedenfalls der vom Kantenband zu bedeckende Teil der Schmalseite des Werkstücks mit dem Strahl er- fasst werden kann. Vorteilhafterweise bietet die verwendete Strahlprofilierungseinrichtung zudem die Möglichkeit, die Verteilung der Strahlungsintensität in der Aufweitungsriehtung so zu ändern, dass sich Inten- sitätsmaxima im Bereich des Randes des Kantenbandes ausbilden.
Dadurch wird es möglich, zum einen einen kontinuierlichen und damit, unabhängig von der Laufgeschwindigkeit des Kantenbandes, gleichmäßigen Strahlungseintrag zu gewährleisten. Zum anderen sind keine bewegten Teile notwendig. Lediglich bei der Umstellung der Produktion auf eine andere Kantenbandbreite oder Schmalseitenbreite des Werkstücks ist eine Anpassung des Strahlprofils an das neue Kantenband notwendig. Diese gestaltet sich jedoch deutlich einfacher, da das Strahlprofil direkt gewählt werden kann und nicht auf das Bewegungsmuster einer Spiegeloptik umgerechnet werden muss. Kurzbeschreibung Zeichnungsabbildungen
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 3B schematisch näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
Figur 2 zeigt schematisch die Lage des aufgeweiteten Strahlflecks auf dem Kantenband bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zu verschiedenen Zeitpunkten.
Figur 3A zeigt schematisch die Anpassung von Breite und Lage des Strahlflecks an unterschiedliche Kantenband- breiten in einer vorteilhaften Ausführungsforra.
Figur 3B zeigt schematisch die Änderung der Intensitätsverteilung in einer vorteilhaften Ausführungsform. Die Strahlung 4, bei deren Strahlungsquelle es sich in einer bevorzugten Ausführungsform um einen Laser handelt, wird durch den Lichtleiter oder Strahlengang 6 der Strahlprofilierungseinrichtung 5 zugeführt. Aus dieser austretend trifft der Strahl, vorzugsweise im Bereich des Fügespalts 7, im Bereich des Strahlflecks 4a auf das Kantenband 2. Die Haftschicht auf dem Kantenband 2 wird daraufhin durch die auftreffende Strahlung 4 aktiviert. Das Kantenband 2 mit der aktivierten Haftschicht wird danach durch eine geeignete Andruck- Vorrichtung 3, vorzugsweise eine Andruckrolle, gegen die zu bekantende Oberfläche la des Werkstücks 1 gedrückt. Dabei entsteht eine dauerhafte Verbindung zwischen Kantenband 2 und Werkstück. Weg zur Ausführung der Erfindung
In der Strahlprofilierungseinrichtung 5 wird der Strahlfleck 4a in Richtung Z, quer zur Laufrichtung X des Kantenbandes 2 , aufgeweitet. Vorteilhafterweise ist die Strahlprofilierungseinrichtung 5 so ausgeführt, dass bei der Umstellung der Produktion auf ein Kantenband anderer Breite eine andere Breite des Strahlflecks 4a' gewählt werden kann. Bevorzugt wird eine Breite des Strahlflecks 4a x gewählt, die mindestens der Breite des Kantenbandes 2 bzw. der zu bedeckenden Schmalseite la des Werkstücks 1 entspricht. Wenn beispielsweise Kantenbänder verschiedener Breite mit einem Rand immer an der gleichen Position der Z -Achse geführt werden sol- len, so sieht eine vorteilhafte Ausführungsform eine Strahlprofilierungseinrichtung 5 vor, die den Strahl- fleck 4a' ' in seiner Position in Richtung Z, quer zur Verarbeitungsrichtung X des Kantenbandes, verschiebt. Bevorzugt wird der Strahlfleck 4a' ' derart verschoben, dass einer seiner Ränder in der AufWeitungsrichtung Z, quer zur Laufrichtung X des Kantenbandes 2 , bei einer Breitenänderung immer die gleiche Position entlang der Aufweitungsachse Z beibehält. Vorteilhafterweise kann die Strahlprofilierungseinrichtung 5 eine Einrichtung 8 zur Änderung der Intensitätsverteilung aufweisen. Diese kann, z.B. durch Lichtbrechung an einer geeignet gestalteten Oberfläche 8a, die Intensitätsverteilung 10 der Strahlung 4 derart verän- dern, dass der Strahlfleck 4a' eine für die Produktion vorteilhafte Intensitätsverteilung aufweist. Beispielsweise ist es möglich, die Intensitätsverteilung 11 so zu gestalten, dass diese zwei Maxima IIa und IIb im Be- reich der Ränder des Kantenbandes aufweist. Die beiden Maxima IIa und IIb können beispielsweise dadurch erzeugt werden, dass zwei Teilstrahlen 4.1 und 4.2, vorteilhafterweise die Hälften des Strahlenbündels bei der Teilung in 2 Abschnitte in Aufweitungsrich- tung Z, gekreuzt werden, so dass sich aus einem ursprünglichen Intensitätsmaximum 10a in der Mitte des Strahlflecks 2 Intensitätsmaxima IIa und IIb an dessen Rändern in AufWeitungsrichtung Z ergeben.
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