| Ansprüche 1. Vorrichtung (10) zum Dosieren von Oral-Tabak in einnahmegerechte Portionen, umfassend ein Zuführelement (12) für den Tabak (1 1) sowie eine Einrichtung (13) zum Bilden und Ausbringen von einnahmegerechten . Portionen, d a d u r c h ge k ennze i chn et , dass die Einrichtung (13) zum Bilden und Ausbringen von einnahmegerechten Portionen eine Vorrichtung (14) zum Formen und Pressen des Tabaks (11) zu mindestens einem endlosen Tabakstrang (15) sowie ein Element (16) zum Portionieren des Tabakstrangs (15) in bezüglich der Form und des Gewichts definierte Tabakportionen (17) aufweist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (14) zum gleichzeitigen Formen und Pressen mehrerer Tabakstränge (15) ausgebildet und eingerichtet ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehreren Tabaksträngen (15) ein gemeinsames Element (16) zum gleichzeitigen Portionieren zugeordnet ist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Tabakstrang (15) ein separates Element (16) zum Portionieren zugeordnet ist. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem oder jedem Element (16) zum Portionieren ein Speicherelement (18) nachgeordnet ist, das zur räumlich getrennten Aufnahme mindestens zweier Tabakportionen (17) desselben Tabakstrangs (15) ausgebildet und eingerichtet ist. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Element (16) zum Portionieren ein Messer, ein Draht oder dergleichen ist. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass diese Vorrichtung (10) zum Zusammenwirken mit einer Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine ausgebildet und eingerichtet ist. 8. Verfahren zum Dosieren von Oral-Tabak in einnahmegerechte Portionen, ge kennze i chn et durc h folgende Schritte: a) Zuführen von Tabak (11), b) Kontinuierliches Formen und Pressen des Tabaks (1 1) in mindestens einen endlosen Tabakstrang (15), c) Portionieren des Tabakstrangs (15) in bezüglich der Form und des Gewichts definierte Tabakportionen (17), und d) Fördern der Tabakportionen (17) an eine nachgeordnete Verarbeitungsstation. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt b) der Tabak (11) gleichzeitig zu mehreren Tabaksträngen (15) geformt und gepresst wird und in Schritt c) diese Tabakstränge (15) dann gleichzeitig portioniert werden. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die geschnittenen Tabakportionen (17) zunächst gespeichert werden, bevor sie zur nachgeordneten Verarbeitungsstation gefördert werden. 1 1. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Tabakportionen (17) durch Schneiden, Scheren oder dergleichen vom Tabakstrang getrennt werden. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 1 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tabak (1 1) zentral zugeführt und dann nach dem Formen und Pressen in mehrere Tabakstränge (15) aufgeteilt wird. 13. Verfahren nach Anspruch einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Tabakportionen (17) einer Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine zum Befüllen von Beuteln (22) zugeführt werden. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsrichtung des Tabaks (11) vom Zuführen bis zum Fördern an die nachgeordnete Verarbeitungsstation geradlinig, insbesondere in vertikaler Richtung von oben nach unten, erfolgt. 15. Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine mit einer Vorrichtung ( 10) zum Dosieren von Oral-Tabak, d ad urc h ge k en n ze i c hnet , dass die Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dosieren von Oral-Tabak in einnahmegerechte Portionen, umfassend ein Zuführelement für den Tabak sowie eine Einrichtung zum Bilden und Ausbringen von einnahmegerechten Portionen. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Dosieren von Oral-Tabak in einnahmegerechte Portionen.
Derartige Vorrichtungen und Verfahren kommen in der Tabak verarbeitenden Industrie zum Einsatz, um Oral-Tabak (oder Tabakmischungen), also Tabak, der zum rauchfreien Konsum vollständig in den Mund eingeführt wird, zu verarbeiten, nämlich insbesondere zu dosieren und abzufüllen. Dabei unterscheidet man zwischen dem so genannten portionierten Tabak, der zum Konsum z.B. in einem Beutel aus Zellulose oder dergleichen in den Mund eingeführt wird, und dem so genannten losen Tabak, der zum Konsum direkt, also ohne umhüllende Verpackung, in den Mund eingeführt wird. Es gibt dazu generell die zwei Produktgruppen SNUS und SNUFF. Bei SNUS handelt es sich um ein z.B. in Skandinavien verbreitetes Produkt, bei dem der Tabak u.a. pasteurisiert wird. Bei SNUFF, einem z.B. in Nordamerika gebräuchlichen Produkt, handelt es sich um einen fermentierten Tabak. Beide Produktgruppen werden portioniert in Beuteln oder lose angeboten. Der Begriff Tabak beinhaltet dabei nicht nur ausschließlich den eigentlichen Tabak, sondern auch Tabak mit Zusatzstoffen, Aromen oder dergleichen.
Der portionierte Tabak, der in verpackter Form, z.B. in einem Beutel aus Zellulose oder dergleichen, eingenommen wird, muss vor dem Verpacken in Dosen, Schachteln, Kombinationsverpackungen oder dergleichen in einnahmegerechte Portionen portioniert und in die Beutel abgefüllt werden. Die Tabakportionen, deren Gewicht und Größe jeweils variieren kann und üblicherweise im Bereich von Milligramm und Gramm liegt, werden aus einem kontinuierlich oder intermittierend zugeführten Tabakstrom mittels Dosiereinrichtungen abgeteilt und üblicherweise mittels so genannter Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschinen, wie sie z.B. aus der DE 10 2005 017 474 Al oder der DE 10 2007 041 808 Al bekannt sind, verpackt. Der lose Tabak, der direkt in den Mund eingeführt wird, wird unverpackt in Dosen, Schachteln, Kombinationsverpackungen oder dergleichen gefüllt, wobei das einnahmegerechte Dosieren bzw. Portionieren durch den Konsumenten selbst vorgenommen wird. Dabei bestimmt der Konsument die Größe und das Gewicht der Tabakportion.
Zum Dosieren der verpackungsgerechten bzw. einnahmegerechten Portionen von Tabak insbesondere zum Befüllen der Beutel oder dergleichen mit Tabakportionen sind aus der Praxis Vorrichtungen bekannt, die Füllkammern aufweisen, in die der über Bänder, Trichter oder dergleichen zugeführte, üblicherweise lose Tabak eingestreift oder eingesaugt wird. Das Volumen einer Füllkammer entspricht einer verpackungsgerechten bzw. einnahmegerechten Portion. Aus der Füllkammer wird die Tabakportion an eine nachgeordnete Vorrichtung, beispielsweise die Siegelrand- oder
Schlauchbeutelmaschine, abgegeben. Dies kann durch Schwerkraft und/oder Saug- oder Druckluft und/oder auf andere übliche Weise erfolgen bzw. unterstützt werden. Beispielsweise können die Portionen durch Füllrohre ausgeblasen werden, um die das Beutelpapier geführt wird.
Die bekannten Vorrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, dass ausschließlich rieselfähiger Tabak, also Tabak mit einem geringen Restfeuchtegehalt, verarbeitbar ist. Anders ausgedrückt sind die bekannten Vorrichtungen und Verfahren gegenüber feuchtem Tabak, also Tabak mit einem Restfeuchtegehalt von insbesondere größer 20% bis hin zu einem Restfeuchtegehalt von z.B. 60% oder darüber, und/oder gegenüber Tabak mit den Feuchtegehalt des Tabaks erhöhenden Ölen, Aromen oder dergleichen, sehr sensibel. Das bedeutet, dass der feuchte und damit klebrige Tabak zu Ablagerungen in den Vorrichtungen und schlimmstenfalls zur Verstopfung der Vorrichtung und
Unterbrechung des Verfahrens führt. Damit sind kurze Reinigungsintervalle notwendig, was zu Stillstandszeiten und Ausfallzeiten führt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Dosierung/Portionierung der einzelnen Portionen insbesondere aufgrund der Ablagerungen sehr ungenau ist. Anders ausgedrückt schwanken das Gewicht und das Volumen der einzelnen Portionen. Die Portionierung des losen Tabak weist weiterhin den Nachteil auf, dass sie, da durch den Konsumenten vorgenommen, sehr ungenau ist, wodurch der Konsum beeinträchtigt werden kann.
Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zum Dosieren von Tabak, insbesondere feuchtem Tabak mit einem Restfeuchtegehalt von größer 30% zu schaffen. Des Weiteren ist es Aufgabe, ein entsprechendes Verfahren vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Einrichtung zum Bilden und Ausbringen von einnahmegerechten Portionen eine Vorrichtung zum Formen und Pressen des Tabaks zu mindestens einem endlosen Tabakstrang sowie ein Element zum Portionieren des Tabakstrangs in bezüglich der Form und des Gewichts definierte Tabakportionen aufweist. Durch das Formen und Pressen des Tabaks einerseits sowie das Portionieren in definierte Tabakportionen andererseits, ist insbesondere auch feuchter Tabak mit einem hohen Restfeuchtegehalt (größer 30% bis 60% und darüber hinaus) präzise in so genannte Pressformlinge oder Pellets zu portionieren, so dass eine reproduzierbare und die Vorrichtung nur gering verschmutzende Dosierung gewährleistet ist. Dadurch, dass die Pellets vor dem Einführen in den Beutel bereits gepresst und in Form gebracht werden, kann ein schonender und formstabiler Transport gewährleistet werden. Dies hilft maßgeblich zur Erhaltung der so genannten „White Portions". „White Portions" bedeutet, dass die Beutel farblich beim Befüllen mit den Tabakportionen unverändert bleiben, also insbesondere kein Tabaksaft zu einer Färbung der Beutel führt. Die erfindungsgemäße Ausbildung der Vorrichtung ermöglicht das genaue Dosieren von einnahmefertigen Tabakportionen, die wahlweise direkt oder in einem Beutel einzunehmen sind. Insgesamt führt die erfindungsgemäße Ausbildung zu einer erhöhten Prozesssicherheit mit geringen Stillstandszeiten.
Eine zweckmäßige Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, dass die Vorrichtung zum gleichzeitigen Formen und Pressen mehrerer Tabakstränge ausgebildet und eingerichtet ist. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit der Vorrichtung erhöht. Insbesondere ermöglicht diese Ausbildung beispielsweise eine direkte Zuordnung jeweils eines Tabakstrangs zu jedem Füllrohr einer Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine, wodurch der Output der Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine erhöht wird.
Vorteilhafterweise ist mehreren Tabaksträngen ein gemeinsames Element zum gleichzeitigen Portionieren zugeordnet. Das bedeutet, dass mit einem Element von allen Tabaksträngen synchron jeweils mindestens eine Tabakportion abtrennbar ist, wodurch eine hohe Kapazität erreicht wird.
Vorzugsweise ist dem oder jedem Element zum Portionieren ein Speicherelement nachgeordnet, das zur räumlich getrennten Aufnahme mindestens zweier Tabakportionen desselben Tabakstrangs ausgebildet und eingerichtet ist. Mit dieser Ausbildung ist gewährleistet, dass die kontinuierlich hergestellten Tabakstränge bzw. von den Tabaksträngen abgetrennten Tabakportionen wahlweise kontinuierlich oder getaktet an die nachgeordnete Vorrichtung, beispielsweise die Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine, förderbar sind.
Die Aufgabe wird auch durch ein eingangs genanntes Verfahren gelöst, dass durch die folgende Schritte gekennzeichnet ist: Zuführen von Tabak, Kontinuierliches Formen und Pressen des Tabaks in mindestens einen endlosen Tabakstrang, Portionieren des Tabakstrangs in bezüglich der Form und des Gewichts definierte Tabakportionen, und Fördern der Tabakportionen an eine nachgeordnete Verarbeitungsstation. Die sich daraus ergebenden Vorteile wurden bereits im Zusammenhang mit der Vorrichtung erläutert, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Passagen verwiesen wird.
Weitere zweckmäßige und/oder vorteilhafte Merkmale und Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sowie das Verfahren werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zum Bilden und Ausbringen von einnahmegerechten Portionen mit einer Vorrichtung zum Formen und Pressen des Tabaks zu mehreren endlosen Tabaksträngen sowie einem Element zum Portionieren der Tabakstränge,
Fig. 2 ein vergrößerte Darstellung eines Speicherelementes zum Aufnehmen mehrerer Tabakportionen desselben Tabakstrangs,
Fig. 3 ein Füllrohr mit einem fertig befüllten und gesiegelten Beutel, und
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform einer Einrichtung zum Bilden und Ausbringen von einnahmegerechten Portionen.
Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform dient zum Dosieren und/oder Portionieren von Oral-Tabak. Solche Portionen können z.B. in Beuteln verpackt oder als Formlinge , wie z.B. Tabletten, zur Verfügung gestellt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zum Dosieren und/oder Portionieren für Oral- Tabak 11 (im Folgenden auch als Tabak bezeichnet) umfasst ein Zuführelement 12 für den Tabak 11 sowie eine Einrichtung 13 zum Bilden und Ausbringen von einnahmegerechten Portionen. Die Einrichtung 13 zum Bilden und Ausbringen der einnahmegerechten Portionen weist eine Vorrichtung 14 zum Formen und Pressen des Tabaks 11 zu mindestens einem endlosen Tabakstrang 15 sowie ein Element 16 zum Portionieren des Tabakstrangs 15 in bezüglich der Größe und des Gewichts definierte Tabakportionen 17 auf.
Das Zuführelement 12 kann unterschiedlich ausgebildet sein und z.B. ein Förderband, eine Rutsche oder, wie in Figur 1 gezeigt, ein Trichter sein. Die Einrichtung 13 zum Bilden und Ausbringen der einnahmegerechten Portionen dient dazu, aus dem vorzugsweise kontinuierlich zugeführten (losen) Tabak einzelne Portionen, wahlweise zur Befüllung eines Beutels oder anderer Verpackungen zu bilden und dem Beutel bzw. der Verpackung zuzuführen. Dazu weist die Einrichtung 13 erfindungsgemäß die Vorrichtung 14 zum Formen und Pressen des Tabaks 11 auf, die in der gezeigten Ausführungsform eine Strangpresse mit Rotationswalzen ist. Andere übliche Vorrichtungen zum Formen und Pressen von Tabak sind aber ebenfalls einsetzbar. Das Element 16 zum Portionieren bzw. Trennen einzelner Tabakportionen 17 vom Tabakstrang 15 kann ein Messer, ein Draht oder jedes andere zum Schneiden oder Scheren geeignete Werkzeug sein.
Vorzugsweise ist die Vorrichtung 14 zum gleichzeitigen Formen und Pressen mehrerer Tabakstränge 15 ausgebildet und eingerichtet. In der gezeigten Ausfuhrungsform sind gleichzeitig vier Tabakstränge 15 herstellbar. Selbstverständlich können auch weniger als vier und mehr als vier, insbesondere auch bis zu sechzehn Tabakstränge 15 gleichzeitig herstellbar sein. Dazu kann die Vorrichtung 14 z.B. entsprechend der Anzahl gewünschter Tabakstränge 15 für jeden Tabakstrang 15 ein separates Form- und Presselement vorsehen. In der bevorzugten Ausführungsform gemäß der Figuren ist jedoch ein zentrales Form- und Presselement vorgesehen, dem eine mehrbahnige Düse, Nozzle oder dergleichen zugeordnet ist. Anders ausgedrückt weist die Düse/Nozzle eine Anzahl Öffnungen auf, die die Anzahl der nebeneinander laufenden Tabakstränge 15 definiert. Bevorzugt sind die mehreren Tabakstränge 15 parallel geführt. Bezüglich der Ausrichtung der Tabakstränge 15 sind unterschiedliche Anordnungen bzw. Ausrichtungen der Düse/Nozzle möglich. Beispielhaft verlaufen die Tabakstränge 15 gemäß der Figur 1 parallel in der Breitendimension B des Zuführelementes 12 bzw. des Trichters, während die Tabakstränge 15 in der Ausführungsform gemäß der Figur 4 parallel in der Längendimension L der Rotationswalzen nebeneinander liegen. Anders ausgedrückt kann die Düse/Nozzle derart ausgebildet und/oder angeordnet sein, dass die Tabakstränge 15 unterschiedliche Austrittsrichtungen aus der Einrichtung 13 aufweisen.
Zum Portionieren bzw. Trennen der einzelnen Tabakportionen 17 von den Tabaksträngen 15 ist das Element 16 in Flussrichtung der Tabakstränge 15 hinter dem Form- und Presselement bzw. der Düse/Nozzle angeordnet. In der beschriebenen Ausführungsform ist das Element 16 derart ausgebildet, dass mit dem Element 16 alle Tabakstränge 15 gleichzeitig bearbeitet werden können. Mit anderen Worten ist ein gemeinsames Element 16 vorgesehen, das mit einer einzigen Trennbewegung alle Tabakstränge 15 portioniert. In anderen Ausführungsformen kann jedem Tabakstrang ein eigenes, separates Element 16 zugeordnet sein. Dem Element 16 zum Portionieren/Trennen kann direkt eine Verarbeitungsstation, wie z.B. eine Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine, nachgeordnet sein. Optional kann der Vorrichtung 10 zum Dosieren allerdings auch in Flussrichtung der Tabakstränge 15 hinter dem Element 16 ein Speicherelement 18 (siehe Figur 2) nachgeordnet sein. Das Speicherelement 18 entkoppelt die Vorrichtung 10 von einer nachgeordneten Verarbeitungsstation und kann zentral angeordnet sein. Vorzugsweise ist jedem Tabakstrang 15 ein eigenes Speicherelement 18 zugeordnet, das zur räumlich getrennten Aufnahme mindestens zweier Tabakportionen 17 desselben Tabakstrangs 15 ausgebildet und eingerichtet ist. Das bedeutet, dass die kontinuierlich produzierten Tabakportionen 17 im Speicherelement 18 aufhehmbar und getaktet wieder abgebbar sind. In der gezeigten Ausführungsform ist das Speicherelement 18 eine Art Drehteller 19 mit mehreren Aufnahmen 20 für die Tabakportionen 17. Durch Rotation des Drehtellers 19 sind die Aufnahmen 20 aus einer Aufhahmeposition A UF in eine Abgabeposition A ß und umgekehrt bewegbar. Der Drehteller 19 weist mindestens zwei, vorzugsweise jedoch mehrere Aufnahmen 20 auf. Im Bereich der Abgabeposition A B ist eine Ausblasstation 23 vorgesehen, mittels der die in den Aufnahmen 20 befindlichen Tabakportionen 17 an nachgeordnete Verarbeitungsstationen, beispielsweise an Füllrohre 21 einer Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine förderbar sind. Das Speicherelement 18 kann auch als ein Schiebeelement oder in anderer bekannter Weise ausgebildet sein. In der Figur 3 ist ein solches Füllrohr 21 gezeigt, um das Beutelpapier 22 zur Herstellung eines gefüllten und geschlossenen Siegelrandbeutels 22 geführt ist.
Wie bereits erwähnt, ist die Vorrichtung 10 insbesondere mit einer Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine kombinierbar. Die Vorrichtung 10 zum Dosieren ist jedoch auch an andere Verarbeitungsstationen, insbesondere Verpackungsmaschinen anschließbar.
Im Folgenden wird das Verfahrensprinzip anhand der Figuren 1 bis 4 näher erläutert: Tabak 1 1 , Tabakmischungen oder dergleichen werden der Vorrichtung 10 zum Dosieren von Oral-Tabak über das Zuführelement 12 zugeführt. Dieser Tabak 1 1 wird in der Vorrichtung 14 kontinuierlich zu mindestens einem, vorzugsweise jedoch mehreren endlosen Tabaksträngen 15 geformt und gepresst. Die vorzugsweise parallel geführten Tabakstränge 15 werden anschließend geschnitten. Das bedeutet, dass von dem oder jedem Tabakstrang 15 einzelne in Größe und Gewicht definierte Tabakportionen 17 abgetrennt werden. Diese Tabakportionen 17 werden dann direkt oder über das Speicherelement 18 einer nachgeordneten Verarbeitungsstation zugeführt.
Das Formen und Pressen der mehreren Tabakstränge 15 erfolgt gleichzeitig, ebenso wie das Schneiden der Tabakstränge 15 in Tabakportionen 17. Für den Fall, dass die Tabakportionen 17 getaktet an die nachfolgende Verarbeitungsstation gefördert werden, werden die Tabakportionen 17 gespeichert. Dazu fallen die Tabakportionen 17 in Aufnahmen 20 eines Drehtellers 19. Durch Rotation des Drehtellers 19 wird unterhalb jedes Strangaustritts aus der Vorrichtung 14 zum Formen und Pressen und hinter dem Element 16 zum Trennen eine freie Aufnahme 10 bereit gestellt. Sobald die Aufnahme 20 gefüllt ist, wird der Drehteller 19 weiter gedreht. So wird einerseits erreicht, dass im Bereich der Aufnahmeposition A UF stets eine leere Aufnahme 20 steht und andererseits die gefüllten Aufnahmen 20 an die Abgabeposition A ß transportiert und dort die Tabakportionen 17 ausgestoßen werden. Vorzugsweise werden die Tabakportionen 17 einer Siegelrand- oder Schlauchbeutelmaschine zugeführt. Es ist jedoch möglich, die Tabakportionen 17, deren Form und Gewicht selbstverständlich variieren kann, an beliebige Verarbeitungsstationen zu liefern. Bevorzugt ist bei der Dosierung und Förderung der verpackungsgerechten und/oder einnahmegerechten Tabakportion 17 darauf zu achten, dass der Tabak 1 1, die Tabakstränge 15 und die Tabakportionen 17 dieselbe Flussrichtung aufweisen, vorzugsweise in einer vertikalen Ausrichtung von oben nach unten. Andere Förderrichtungen, beispielsweise in horizontaler Richtung, sind aber ebenfalls möglich.
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