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Title:
DEVICE AND METHOD FOR THE EUTHANASIA OF AT LEAST ONE SMALL ANIMAL USING CO2
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/048572
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (10) for the euthanasia of at least one small animal, more particularly a rodent, by introducing a gas mixture containing CO2 into a cage housing the small animal. According to the invention, the device (10) has a mixing system (14) comprising, - a first gas connection (32) for supplying CO2 gas, - a second gas connection (30) for supplying another component of the gas mixture, - a mixing chamber (40) connected to these gas connections (30, 32), for mixing the CO2 gas and the at least one other component, and - a third gas connection (28) for introducing the gas mixture containing CO2 into the cage, the second gas connection (30) and the third gas connection (28) being designed and/or positioned such that said two gas connections (28, 30) can be simultaneously fluidically connected to the cage. The invention also relates to a corresponding method for the euthanasia of at least one small animal using CO2.

Inventors:
WECKER, Stefan (Zülpicher Straße 411, Köln, 50935, DE)
Application Number:
EP2018/074061
Publication Date:
March 14, 2019
Filing Date:
September 06, 2018
Export Citation:
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Assignee:
XPROMED GMBH (Zülpicher Straße 411, Köln, 50935, DE)
International Classes:
A01M13/00; A01K1/03; A22B3/00
Domestic Patent References:
WO2006092008A12006-09-08
Foreign References:
US20070026779A12007-02-01
KR20110032932A2011-03-30
DE4308585A11994-09-22
CN102388816A2012-03-28
US20120272919A12012-11-01
US4107818A1978-08-22
Attorney, Agent or Firm:
MICHALSKI HÜTTERMANN & PARTNER PATENTANWÄLTE MBB (Speditionstraße 21, Düsseldorf, 40221, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

Vorrichtung (10) zum Töten von zumindest einem Kleintier, insbesondere einem

Nager, durch Einleiten eines CC -haltigen Gasgemischs in einen das Kleintier einhausenden Käfig, mit einer Mischeinrichtung (14), die

einen ersten Gasanschluss (32) zum Zuführen von CC -Gas,

einen zweiten Gasanschluss (30) zum Zuführen einer weiteren Komponente des Gasgemischs,

eine mit diesen Gasanschlüssen (30, 32) verbundene Mischkammer (40) zum Mischen des CC -Gases und der weiteren Komponente und

einen dritten Gasanschluss (28) zum Einleiten des CC -haltigen Gasgemischs in den Käfig

aufweist, wobei der zweite Gasanschluss (30) und der dritte Gasanschluss (28) derart ausgebildet und/oder angeordnet sind, dass diese beiden Gasanschlüsse (28, 30) gleichzeitig strömungstechnisch an den Käfig anschließbar sind.

Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gasanschluss (30) und der dritte Gasanschluss (28) derart angeordnet sind, dass diese beiden Anschlüsse (28, 30) einen strömungstechnischen Anschluss an eine gemeinsame Käfigseite des Käfigs ermöglichen.

Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Anschlüsse (28, 30) bevorzugt in Form eines Steckkontaktes zum direkten strömungstechnischen Anschluss an einen jeweiligen buchsenartigen Gegenkontakt des Käfigs ausgebildet.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischeinrichtung (14) weiterhin eine der Mischkammer (40)

strömungstechnisch nachgeschaltete weitere Mischkammer (42) zum weiteren Durchmischen der in der einen Mischkammer (40) gemischten Komponenten aufweist, wobei der dritte Gasanschluss (28) der weiteren Mischkammer (42) strömungstechnisch nachgeschaltet ist.

Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden

Mischkammern (40, 42) über einen Kanal (46) miteinander verbunden sind, in dem ein Ventilator (60) oder Verdichter angeordnet ist.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung (48).

Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (48) zwischen den beiden Mischkammern (40, 42) angeordnet ist.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Taster oder sonstigen Sensor (26) zur Registrierung einer definierten Montageposition des Käfigs an der Vorrichtung (10), bei der der zweite Gasanschluss (28) und der dritte Gasanschluss (30) den Käfig strömungstechnisch kontaktieren.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Schienensystem (16) zur Montage des Käfigs an der Vorrichtung (10).

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Basiselement (12), insbesondere eine Bodenplatte, auf dem die Mischeinrichtung (14) befestigt ist.

11. Verfahren zum Töten von zumindest einem Kleintier, insbesondere einem Nager, durch Einleiten eines CC -haltigen Gasgemischs in einen das Kleintier einhausenden Käfig, wobei in einem kontinuierlichen oder quasi-kontinuierlichen Prozess dem Käfig Atmosphäre entzogen wird,

dieser entzogenen Atmosphäre C02-Gas zugemischt wird und

das dabei entstehende CC -haltige Gasgemisch dem Käfig wieder zugeführt wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Töten von zumindest einem Kleintier mittels CO2

B e s c h r e i b u n g

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Töten von zumindest einem Kleintier, insbesondere einem Nager, durch Einleiten eines CC -haltigen Gasgemischs in einen das Kleintier einhausenden Käfig.

Die Druckschrift US 2012/0272919 AI beschreibt eine Vorrichtung zum Töten von zumindest einem Nager durch Einleiten von CC -Gas oder einem CC -haltigen Gasgemisch in einen den Nager einhausenden Käfig. Die Vorrichtung umfasst ein Leitungssystem mit einem Gasanschluss zum Einleiten des CC -haltigen Gasgemischs in den Käfig. Die entsprechenden Käfige weisen ihrerseits (Gegen-)Anschüsse auf, über die man die in den Käfigen befindlichen Tiere gezielt mit einer gewünschten Gasatmosphäre versorgen kann.

Der moderne Tierschutz stellt sehr hohe Anforderungen an die CC -Tötung. So darf CO2 (Kohlendioxid) in einigen Ländern nur bei bestimmten Kleintieren wie zum Beispiel den typischen Labortieren Maus beziehungsweise Ratte zum Töten verwendet werden.

CO2 ist eine Atemstimulans und ruft bei Wirbeltieren sehr schnell Dyspnoe beziehungsweise Kurzatmigkeit hervor. Darüber hinaus kann es zu Unbehagen und Schmerzen führen, da Kohlendioxid in Verbindung mit der Flüssigkeit auf den Nasen-, Mund- und Augenschleimhäuten zu Kohlensäure umgewandelt wird, welche wiederum polymodale Nozizeptoren aktiviert. Bemerkt das Tier eine stark anschwellende CC -Konzentration, so möchte das Tier ausweichen, was in einem geschlossenen Käfig unmöglich ist und somit großen Stress bei dem Tier verursacht. Daher sollte CO2 ausschließlich zur Tötung von bereits bewusstlosen Tieren angewandt werden.

Die Druckschrift US 4 107 818 B beschreibt schon 1978 ein Verfahren zum Töten von Katzen durch Einleiten eines C02-/02-Gasgemischs in einen das Kleintier einhausenden Käfig, wobei die Katze zunächst für eine gewisse Zeit einem Gasgemisch mit einer 40 - 70 igen CC -Konzentration ausgesetzt wird, die betäubend wirkt, und anschließend für eine gewisse Zeit einem C02-/02-Gasgemisch mit einer über 95 igen CC -Konzentration ausgesetzt wird, die tödlich wirkt. Dabei wird jedes der beiden Gasgemische in einer separaten Kammer vorgehalten und die Katze mit Käfig erst in die eine, dann in die andere Kammer verbracht. Ein solches Vorgehen ist in der praktischen Umsetzung jedoch aufwendig und für das Tier mit Stress verbunden.

Es ist die Aufgabe der Erfindung Maßnahmen für eine CC -Tötung von Kleintieren anzugeben, die gewährleisten, dass das Tier bei dem gesamten Prozess möglichst wenig Stress ausgesetzt ist und vor der eigentlichen Tötung sicher das Bewusstsein verloren hat.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Bei der Vorrichtung zum Töten von zumindest einem Kleintier durch Einleiten eines CO2- haltigen Gasgemischs in einen das Kleintier einhausenden Käfig ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass diese eine Mischeinrichtung aufweist, die ihrerseits (i) einen ersten

Gasanschluss zum Zuführen von CC -Gas, (ii) einen zweiten Gasanschluss zum Zuführen einer weiteren Komponente des Gasgemischs, (iii) eine mit diesen Gasanschlüssen verbundene Mischkammer zum Mischen des CC -Gases und der weiteren Komponente und (iv) einen dritten Gasanschluss zum Einleiten des CC -haltigen Gasgemischs in den Käfig aufweist, wobei der zweite Gasanschluss und der dritte Gasanschluss derart ausgebildet und/oder angeordnet sind, dass diese beiden Gasanschlüsse gleichzeitig strömungstechnisch an den Käfig, insbesondere unmittelbar an den Käfig, anschließbar sind. Somit bildet der zweite Gasanschluss einen Gasanschluss zum Einleiten von Atmosphäre aus dem Käfig als Komponente des Gasgemischs. Mit anderen Worten erlaubt diese Anordnung von zweitem und drittem Gasanschluss, über den zweiten Gasanschluss Atmosphäre aus dem Käfig (als Komponente des Gasgemischs) zum Mischen mit CC -Gas in die Mischkammer einzuleiten, während das CC -haltige Gasgemisch über den dritten Gasanschluss in den Käfig eingeleitet wird.

Durch diese Maßnahme kann die Vorrichtung so betrieben werden, dass dem Käfig kontinuierlich oder quasi-kontinuierlich Atmosphäre entzogen wird, der dann sukzessive CC -Gas zugemischt wird, wobei das dabei entstehende CC -haltige Gasgemisch mit immer höherer CC -Konzentration dem Käfig wieder zugeführt wird. Bei diesem Kreislaufprozess wird die Konzentration des C0 2 im Käfig automatisch„hochgerampt". Die

Konzentrationssteigerungsrate kann dann auf die Tierart beziehungsweise das Tiergewicht abgestimmt gewählt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der zweite Gasanschluss und der dritte Gasanschluss derart angeordnet sind, dass diese beiden

Anschlüsse einen strömungstechnischen Anschluss an eine gemeinsame Käfigseite des Käfigs ermöglichen. Dazu sind diese Anschlüsse beispielsweise in einem vordefinierten Abstand nebeneinander beziehungsweise übereinander angeordnet und parallel zueinander

ausgerichtet.

Dabei ist jeder der beiden Anschlüsse bevorzugt in Form eines Steckkontaktes zum direkten strömungstechnischen Anschluss an einen jeweiligen buchsenartigen Gegenkontakt des Käfigs ausgebildet. Bevorzugt weist jeder der in Form eines Steckkontaktes ausgebildeten Anschlüsse an seinem Außenumfang eine Dichtung auf. Diese ist insbesondere als O-Ring ausgebildet. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Mischeinrichtung weiterhin eine der Mischkammer strömungstechnisch nachgeschaltete weitere Mischkammer zum weiteren Durchmischen der in der einen Mischkammer gemischten Komponenten auf, wobei der dritte Gasanschluss der weiteren Mischkammer strömungstechnisch nachgeschaltet ist. Über diese zweistufige Mischung kann ein sehr homogenes CC -haltiges Gasgemisch in den Käfig eingeleitet werden.

Dabei ist mit Vorteil vorgesehen, dass die beiden Mischkammern über einen Kanal miteinander verbunden sind, in dem ein Ventilator oder Verdichter angeordnet ist. In der Regel ist eher ein Ventilator als ein Verdichter vorgesehen, da ein Massefluss und weniger eine Druckdifferenz aufgebaut werden soll. Der Ventilator ist insbesondere ein Lüfter. Dieser sorgt neben dem Massefluss in die weitere Mischkammer auch für eine Verwirbelung des Gasgemischs, was für eine schnellere/zusätzliche Vermischung sorgt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung weiterhin eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung auf. Diese steuert beziehungsweise regelt den besagten Kreisprozess. Da bei diesem Kreislaufprozess die Konzentration des CC -Gases im Käfig automatisch„hochgerampt" wird, kann auf eine Regelung gut verzichtet werden. Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung kann also als reine Steuereinrichtung betrieben werden. Die entsprechenden Steuergrößen sind dann zum Beispiel: der CC -Massefluss, der Massenumsatz des Lüfters und die Prozessdauer insgesamt. Die entsprechend fixen Größen sind dann die Volumina von Käfig und Mischkammer(n).

Bei einer Konfiguration mit zwei Mischkammern ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung zwischen den beiden Mischkammern angeordnet ist. Auf diese Weise ist sie besonders nah an den zu steuernden/regelnden Komponenten wie etwa dem Ventilator beziehungsweise Verdichter oder weiteren Komponenten wie etwa einem

Schaltventil zum zu- oder abschalten einer entsprechenden CC -Gas-Quelle. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Vorrichtung einen Taster oder sonstigen Sensor zur Registrierung einer definierten Montageposition des Käfigs an der Vorrichtung auf, bei der der zweite Gasanschluss und der dritte Gasanschluss den Käfig strömungstechnisch kontaktieren.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Vorrichtung ein Schienensystem zur Montage des Käfigs an der Vorrichtung auf. Ein solches Schienensystem ist weit verbreitet. Die eingangs erwähnte Druckschrift US 2012/0272919 AI zeigt beispielsweise ein solches Schienensystem mit je zwei Schienen, auf denen der Käfig zielgenau an den oder die Anschlüsse der entsprechenden Vorrichtung herangeführt werden kann. In gleicher Weise ist es bei der hier beschriebenen Vorrichtung möglich, einen Käfig mit entsprechenden Gegenanschlüssen/-kontakten an den zweiten und den dritten

Gasanschluss heranzuführen. Sind besagte Anschlüsse (zweiter und dritter Gasanschluss) jeweils in Form eines Steckkontaktes zum direkten strömungstechnischen Anschluss an einen jeweiligen buchsenartigen Gegenkontakt des Käfigs ausgebildet, so sind sie mit ihrer jeweiligen Längsachse parallel zu den Längsachsen der Schienen ausgerichtet.

Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist schließlich vorgesehen, dass die Vorrichtung ein Basiselement, insbesondere eine Bodenplatte, aufweist auf dem die Mischeinrichtung befestigt ist. Bei einer Vorrichtung mit Schienensystem sind bevorzugt auch die Schienen des Systems auf diesem Basiselement montiert.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Töten von zumindest einem Kleintier durch Einleiten eines CC -haltigen Gasgemischs in einen das Kleintier einhausenden Käfig ist vorgesehen, dass in einem kontinuierlichen oder quasi-kontinuierlichen Prozess (a) dem Käfig Atmosphäre entzogen wird, (b) dieser entzogenen Atmosphäre CC -Gas zugemischt wird und (c) das dabei entstehende CC -haltige Gasgemisch dem Käfig wieder zugeführt wird. Bei diesem Kreislaufprozess wird die Konzentration des CO2 im Käfig automatisch

„hochgerampt". Die Konzentrationssteigerungsrate kann dann auf die Tierart

beziehungsweise auf das Tiergewicht abgestimmt gewählt werden.

Das Zumischen von CC -Gas erfolgt bevorzugt zweistufig. Über diese zweistufige Mischung kann ein besonders homogenes CC -haltiges Gasgemisch in den Käfig eingeleitet werden. Die vorstehend genannten Ausführungsformen der Vorrichtung gelten analog auch für betreffende Ausführungsformen des Verfahrens.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dieses mittels der vorstehend genannten Vorrichtung durchgeführt.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen exemplarisch erläutert, wobei die nachfolgend dargestellten Merkmale sowohl jeweils einzeln als auch in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Es zeigt:

Fig. 1 eine Vorrichtung zum Töten von zumindest einem Kleintier durch Einleiten eines CC -haltigen Gasgemischs in einen das Kleintier einhausenden Käfig gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, Fig. 2 die Vorrichtung aus einer anderen Perspektive,

Fig. 3 die Vorrichtung mit geöffneter Mischeinrichtung,

Fig. 4 die geöffnete Mischeinrichtung aus einer anderen Perspektive, Fig. 5 die geöffnete Mischeinrichtung mit dem Innenleben eines Funktionsmoduls der Mischeinrichtung, Fig. 6 der in Fig. 5 gezeigte Teil der Vorrichtung aus einer anderen Perspektive, Fig. 7 die Mischeinrichtung in Explosionsdarstellung und Fig. 8 den Gasfluss in der Mischeinrichtung.

Die Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 10 zum Töten von zumindest einem in einem (nicht gezeigten) Käfig gehaltenen Kleintier mittels C0 2 . Diese Kleintiere sind insbesondere Nager wie Ratten und Mäuse. Die Vorrichtung 10 weist die folgenden Baugruppen 12, 14, 16 auf: ein als Grundplatte ausgebildetes Basiselement 12, eine Mischeinrichtung 14 zum Mischen von Gasen und ein Schienensystem 16 mit zwei Schienen 18, welches einen Aufnahmeraum 20 für den Käfig festlegt und über welches der Käfig an die Mischeinrichtung 14 herangeführt werden kann. Die Mischeinrichtung 14 weist ein im Wesentlichen rechteckiges Gehäuse 22 auf. An der dem Schienensystem 16 zugewandten Vorderwand 24 dieses Gehäuses 22 weist die Mischeinrichtung 14 einen als Taster ausgebildeten Sensor 26 sowie zwei Gasanschlüsse 28, 30 auf. Diese sind auf entsprechende (Gegen-)Anschlüsse am Käfig abgestimmt. Der Sensor 26 erkennt die Präsenz eines in den Aufnahmeraum 20 eingeschobenen Käfigs. Die beiden Anschlüsse 28, 30 dienen dem strömungstechnischen Anschluss der Mischeinrichtung 14 an den Käfig. Dabei sind die beiden Anschlüsse 28, 30 nicht die einzigen Gasanschlüsse der Mischeinrichtung 14. Auf der Rückseite der Mischeinrichtung 14 befindet sich ein im Folgenden als erster Gasanschluss 32 bezeichneter Gasanschluss zum Zuführen von CC -Gas, der in Fig. 2 erkennbar ist. Die erstgenannten Gasanschlüsse 28, 30 werden im Folgenden als zweiter Gasanschluss 30 und dritter Gasanschluss 28 bezeichnet. Der zweite Gasanschluss 30 dient zum Zuführen einer weiteren Gas-Komponente des über die Mischeinrichtung zu mischenden CC -haltigen Gasgemischs und der dritte Gasanschluss 28 dient zum Einleiten dieses CC -haltigen Gasgemischs in den Käfig. Die weitere Komponente des CC -haltigen Gasgemischs ist dabei Gas beziehungsweise ein Gasgemisch, das dem Käfig entzogen wird. Dieses Gas ist die das Tier im Käfig umgebende Atmosphäre. Die Fig. 2 zeigt nun die Vorrichtung 10 von der Rückseite her. An einer der Vorderwand 24 gegenüberliegenden Rückwand 34 des Gehäuses 22 ist neben dem besagten ersten

Gasanschluss 32, der als steckbarer Gasanschlussstutzen ausgebildet ist, auch eine elektrische Sicherung 36 und eine Buchse 38 zur Spannungsversorgung der Vorrichtung 10 erkennbar. Die Rückwand 34 ist abnehmbar ausgestaltet. Die Fig. 3 zeigt die Vorrichtung 10 mit abgenommener Rückwand 34 des Gehäuses 22 der Mischeinrichtung 14. Der Innenraum des Gehäuses 22 ist grob in drei Bereiche aufgeteilt: Einer Mischkammer 40, die mit Bezug auf ihre Funktion auch als Rücklaufkammer bezeichnet wird, eine weitere Mischkammer 42, die in Bezug auf ihre Funktion auch als Vorlaufkammer bezeichnet wird und ein zwischen den beiden Mischkammern angeordnetes und diese dabei trennendes Funktionsmodul 44, auf welches im Weiteren noch detailliert eingegangen wird.

Die Fig. 4 zeigt die Mischeinrichtung 14 mit geöffnetem Gehäuse 22 noch einmal im Detail. Dabei ist erkennbar, dass das Funktionsmodul 44 von einem Kanal 46 durchzogen ist, der die beiden Mischkammern 40, 42 strömungstechnisch verbindet. Mit anderen Worten erstreckt sich dieser Kanal 46 von der einen Mischkammer 40 zur weiteren Mischkammer 42.

In der Darstellung der Fig. 4 ist nun auch erkennbar, dass der zweite Gasanschluss 30 strömungstechnisch an die Mischkammer 40 angeschlossen ist, während der dritte

Gasanschluss 28 an die weitere Mischkammer angeschlossen ist.

Die Fig. 5 zeigt neben anderen Komponenten der Vorrichtung 10 nun insbesondere das Innenleben des Moduls 44. Dort befinden sich die Komponenten einer im gezeigten Beispiel als reine Steuereinheit ausgebildeten Steuer- und/oder Regeleinrichtung 48. Diese sind: Ein Steuermodul 50 mit Zeitrelais, eine Verteilerklemme 52, LEDs 54, sowie der als Taster ausgebildete Sensor 26. Daneben beherbergt das Modul 44 weiterhin ein Magnetventil 56, ein Gasdrosselventil 58 sowie einen als Lüfter ausgebildeten Ventilator 60, dessen Gehäuse den Kanal 46 (mit-)bildet und dessen Rotor sich im Kanal 46 befindet. Eine vorhandene C0 2 - Zuleitung über den ersten Gasanschluss 32, das Magnetventil 56 und das Drosselventil 58 hinein in die Mischkammer 40 ist im Detail nicht dargestellt.

Die Fig. 6 zeigt den in Fig. 5 gezeigten Teil der Vorrichtung 10 noch einmal aus einer etwas anderen Perspektive. Das Steuermodul 50 der Steuereinheit 48 steuert die Parameter, mit denen die Vorrichtung 10 den Gasfluss vorgibt, über den Sensor 26, der den Startzeitpunkt des Prozesses vorgibt, das Magnetventil 56, über das der CC -Zufluss gesteuert wird und den Ventilator 60, der den zirkulierenden Gasstrom antreibt.

Die Fig. 7 zeigt die Mischeinrichtung 14 mit an der Seite mit geöffnetem Gehäuse 22 in einer Art Explosivdarstellung, bei der einige der Wände semitransparent dargestellt sind.

Die Fig. 8 zeigt die Vorrichtung 10 schließlich in einer Darstellung, die der Darstellung der Fig. 4 entspricht, wobei nun der zirkulierende Strömungspfad vom Käfig über den zweiten Gasanschluss 30 in die Mischkammer 40 (erster Pfeil), von dort - angetrieben vom Ventilator 60 - über den Kanal 46 in die weitere Mischkammer 42 (zweiter halbverdeckter Pfeil) und von dort über den dritten Gasanschluss 28 (dritter Pfeil) zurück in den Käfig führt.

Mittels dieser Vorrichtung 10 können nun in Käfigen gehaltene Kleintiere vollautomatisch durch Einleiten eines CC -haltigen Gasgemischs in deren Käfige getötet werden. Dazu wird in einem kontinuierlichen oder quasi-kontinuierlichen Prozess

dem jeweiligen Käfig über den zweiten Gasanschluss 30 Atmosphäre entzogen, dieser entzogenen Atmosphäre in der Mischkammer 40 ein über den ersten

Gasanschluss 32 eingeleitetes CC -Gas zugemischt und das dabei entstehende C0 2 -haltige Gasgemisch dem Käfig über den dritten Gasanschluss 30 wieder zugeführt.

Das Zumischen von C0 2 -Gas erfolgt im gezeigten Beispiel über die beiden Mischkammern 40, 42 zweistufig. Über diese zweistufige Mischung kann ein sehr homogenes C0 2 -haltiges Gasgemisch in den Käfig eingeleitet werden.

Bei diesem Kreislaufprozess wird die Konzentration des C0 2 im Käfig automatisch „hochgerampt". Die Konzentrationssteigerungsrate kann dann auf die Tierart

beziehungsweise das Tiergewicht abgestimmt gewählt werden.

Bei dem Prozess wird zum Töten besagter Nager die C0 2 - Konzentration von einem Startwert, der in der Regel bei weniger als 1% liegt, auf einen Endwert von 70% oder mehr als 70% mit einer Rate von 10% - 30% pro Minute hochgefahren. Bevorzugt liegt die Rate bei etwa 20% pro Minute.

Bezugszeichen

10 Vorrichtung

12 Basiselement

14 Mischeinrichtung

16 Schienensystem

18 Schiene

20 Aufnahmeraum

22 Gehäuse (Mischeinrichtung)

24 Vorderwand

26 Sensor

28 dritter Gasanschluss

30 zweiter Gasanschluss

32 erster Gasanschluss

34 Rückwand

36 Sicherung

38 Buchse Spannungsversorgung

40 Mischkammer

42 weitere Mischkammer

44 Funktionsmodul

46 Kanal

48 Steuer- und/oder Regeleinrichl

50 Steuermodul

52 Verteilerklemme

54 LED

56 Magnetventil

58 Gasdrosselventil

60 Ventilator