| JP2000301073 | MAIL PROCESSOR AND MAIL PROCESSING METHOD |
| JP2010120017 | DELIVERY PROCESSING APPARATUS |
| JP2000061406 | ADDRESS INFORMATION CORRECTING AND COMPLEMENTING METHOD AND ITS APPARATUS |
BERGER, Gisbert (Heubergerweg 38A, Berlin, 12487, DE)
KINNEMANN, Georg (Liepeweg 17, Bestensee, 15741, DE)
BERGER, Gisbert (Heubergerweg 38A, Berlin, 12487, DE)
Patentansprüche
1. Vorrichtung (24) zum Identifizieren von Sendungen (16, 26- 34, 70-74) mit einem Speicher (40) zum Speichern einer Sen- dungsinformation einer Sendung (16, 26-34, 70-74) und von charakteristischen Bildmerkmalen der Sendung (16, 26-34, 70- 74), einem Mittel (42) zum Aufbringen eines Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) auf die Sendung (16, 26-34, 70-74) und mit einer Steuereinheit (38) zum Zuordnen der Sen- dungsinformation zu erneut aufgenommenen Bildmerkmalen mit Hilfe des Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62-68, 76, 78), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (38) zur Auswahl des aufzubringenden Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) in Abhängigkeit einer Unterscheidungskraft der Bildmerkmale vorgesehen ist.
2. Vorrichtung (24) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifizierungscode (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) so grob ist, dass dessen Variationsmöglichkeiten geringer sind als Variationsmöglichkeiten der Sendungsinformation .
3. Vorrichtung (24) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (42) zum Aufbringen eines Versandzeichens auf die Sendung (16, 26-34, 70-74) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung (24) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (38) zum Steuern des Aufbringens des Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) und des Versandzeichen in einem Druckvorgang durch das Mittel (42) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (38) dazu vorgesehen ist, ein Aufbringen eines Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) auf alle vereinzelten Sendungen (16, 26-34, 70-74) eines Sendungsstroms zu steuern.
6. Vorrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (38) dazu vorgesehen ist, den Identifizierungscode (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) bei der Zuordnung als ein zu den charakteristischen Bildmerkmalen zusätzliches Merkmal zu verwenden.
7. Vorrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (38) zur Auswahl des Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) in Abhängigkeit einer ähnlichkeit der Parameter der Bildmerkmale von mehreren Sendungen (16, 26-34, 70-74) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (38) zur Auswahl eines Datenumfangs des Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) in Abhängigkeit eines Parameters der BiId- merkmale vorgesehen ist.
9. Vorrichtung (24) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (38) zur Auswahl des Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) in Abhängigkeit von der Sendungsinformation vorgesehen ist.
10. Verfahren zum Identifizieren von Sendungen (16, 26-34, 70-74), bei dem charakteristische Bildmerkmale einer Sendung (16, 26-34, 70-74) aufgenommen und durch Vergleich mit abge- legten charakteristischen Bildmerkmalen mehrerer Sendungen
(16, 26-34, 70-74) einer Sendungsinformation der Sendung (16, 26-34, 70-74) zugeordnet werden, wobei diese Zuordnung mit Hilfe eines auf die Sendung (16, 26-34, 70-74) aufgebrachten Identifizierungscodes (14, 22, 48, 62- 68, 76, 78) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifizierungscode (14, 22, 48, 62-68, 76, 78) vor dem Aufbringen auf die Sendung (16, 26-34, 70-74) durch eine Steuereinheit (38) in Abhängig- keit einer Unterscheidungskraft der der Bildmerkmale ausgewählt wird. |
Beschreibung
Vorrichtung und Verfahren zum Identifizieren von Sendungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Identifizieren von Sendungen mit einem Speicher zum Speichern einer Sendungsinformation einer Sendung und von charakteristischen Bildmerkmalen der Sendung, einem Mittel zum Aufbringen eines Identifizierungscodes auf die Sendung und mit einer Steuer- einheit zum Zuordnen der Sendungsinformation zu erneut aufgenommenen Bildmerkmalen mit Hilfe des Identifizierungscodes. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Identifizieren von Sendungen, bei dem charakteristische Bildmerkmale einer Sendung aufgenommen und durch Vergleich mit abgelegten charakteristischen Bildmerkmalen mehrerer Sendungen einer Sendungsinformation der Sendung zugeordnet werden, wobei diese Zuordnung mit Hilfe eines auf die Sendung aufgebrachten Identifizierungscodes erfolgt.
In Sendungssortieranlagen für Briefe, Pakete, Belege oder andere Gegenstände werden Informationen über die zu sortierenden Gegenstände gesammelt und den Gegenständen zugeordnet, so dass die Gegenstände anhand dieser Informationen sortiert werden können. Das Beschaffen solcher Informationen kann mit einem erheblichen Aufwand verbunden sein. So ist es bei Sendungssortieranlagen bekannt, Sendungen an einer Kamera vorbeizuführen und anhand einer oder mehrerer Aufnahmen der Sendung eine Adresse auf der Sendung zu erkennen, so dass die Sendung entsprechend der Adresse sortiert werden kann. Hier- bei erfordert das maschinelle Lesen der Adresse eine hochauflösende Kamera und eine komplexe Datenverarbeitung, die mit einer aufwendigen Pflege von Datenbanken, beispielsweise Postleitzahlen- oder Adressverzeichnissen, verbunden sein kann. Ist eine Adresse nicht maschinell lesbar, so ist es be- kannt, sie anhand eines Videokodierverfahrens mit hohem personellen Aufwand zu erkennen.
Um die so gewonnene Information bei einem späteren Sortier-
lauf nicht neu gewinnen zu müssen, ist es beispielsweise aus der DE 40 00 603 C2 bekannt, der Sendung mit einem Codedrucker einen Strichcode aus einem genügend großen Wertevorrat aufzudrucken, so dass die Sendung zu beliebiger Zeit und an einem beliebigen Ort der Sendungssortieranlage anhand des
Strichcodes automatisch erkannt und mit der in einem Speicher hinterlegten Adresse verknüpft und entsprechend sortiert werden kann.
Um einen für eine solche Kodierung benötigten Hochgeschwindigkeitsdrucker und Verbrauchsmaterial einzusparen, geht die Entwicklung dahin, eine Wiedererkennung der Sendungen durch eine Bildverarbeitung zu realisieren. Hierfür ist es bekannt, zu sortierenden Sendungen jeweils eine so genannte Signatur zuzuordnen, der charakteristische Bildmerkmale der Sendung umfasst, wie etwa Lage, Größe und Farbe von Aufdrucken, Orientierungen von solchen Bildmerkmalen zueinander, und so fort. Hierfür werden Sendungsinformationen, wie Adresse, Frankierung und dergleichen, mit der Signatur zusammen in ei- nem Speicher hinterlegt. Bei einem späteren Identifizierungslauf werden die charakteristischen Bildmerkmale der Sendung erneut aufgenommen und mit den hinterlegten Signaturen verglichen. Bei einer ausreichenden übereinstimmung der Bildmerkmale mit einer hinterlegten Signatur kann die Sendung den mit der Signatur im Speicher verknüpften Sendungsinformationen zugeordnet werden. Auf diese Weise kann die Sendung aus einer Menge von früher erfassten Sendungen identifiziert werden und die ihr zugeordneten Sendungsinformationen müssen nicht erneut gewonnen werden.
Aus der US 2005/0269395 Al ist eine Sendungssortieranlage bekannt bei der die Sendungen anhand eines aufgedruckten Strichcodes identifiziert werden und zusätzlich die Signatur der Sendungen aufgenommen wird. Ist ein Strichcode bei einer Identifizierung nicht vollständig lesbar, so wird die Signatur zu Hilfe genommen, um die Sendungen hilfsweise anhand der Signatur identifizieren zu können.
Die EP 0 844 029 Bl nennt Möglichkeiten, um die Größe des Strichcodes auf den Sendungen verkleinern zu können, indem die Größe der Sendung als Zusatzmerkmal zum Strichcode zur Identifizierung verwendet wird.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Identifizieren von Sendungen anzugeben, mit denen die Sendungen zuverlässig identifiziert werden können.
Die auf die Vorrichtung gerichtet Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung der Eingangs genannten Art, bei der die Steuereinheit erfindungsgemäß zur Auswahl des aufzubringenden Identifizierungscodes in Abhängigkeit einer Unterscheidungskraft der Bildmerkmale vorgesehen ist. Zusätzlich zu einem Vergleich der in einem späteren Identifizierungslauf aufgenommenen charakteristischen Bildmerkmale mit früher aufgenommenen charakteristischen Bildmerkmalen kann der neu aufgenommene Identifizierungscode mit abgespeichertem Identifizierungscode verglichen werden. Es kann hierdurch eine sehr si- chere Identifizierung, also eine Zuordnung der zu identifizierenden Sendung zu einem abgespeicherten Datensatz zu dieser Sendung, erreicht werden.
Durch die Auswahl des aufzubringenden Identifizierungscodes in Abhängigkeit einer Unterscheidungskraft der Bildmerkmale kann eine intelligente Vergabe des Identifizierungscodes einfach erreicht werden. Die Unterscheidungskraft ist beispielsweise eine Unterscheidungskraft zwischen Sendungen, wie unten beschrieben, oder zwischen Signaturen. So kann beispielsweise unterscheidungskräftigen Signaturen ein kleiner Wertevorrat mit häufiger Wiederholung des Identifizierungscodes zugewiesen werden und wenig unterscheidungskräftigen Signaturen solche Identifizierungscodes, die selten vergeben werden. Eine Unterscheidungskraft zwischen Signaturen kann ein vektoriel- ler Abstand zwischen den durch Merkmalsvektoren dargestellten Signaturen sein.
Die Erfindung geht hierbei von der überlegung aus, dass eine Identifizierung nur oder überwiegend anhand der Signatur, also der charakteristischen Bildmerkmale der Sendung, erschwert wird durch zwischenzeitlich auf die Sendung aufgebrachte Auf- drucke oder Aufkleber, wie ein Entwertungszeichen oder ein Nachsendeaufkleber. Diese nachträglichen Zeichen sind in der abgespeicherten Signatur nicht enthalten, jedoch Bestandteil der im späteren Identifizierungslauf aufgenommenen Bildmerkmale, so dass diese ggf. erheblich von der früheren Signatur abweichen können. In solchen Fällen kann die Wiedererken- nungsrate bzw. Identifizierungsrate der Sendungen deutlich geringer und eine Fehlerrate deutlich höher ausfallen. Durch den Identifizierungscode, der zur Signatur zugeordnet abgespeichert ist und beim späteren Identifizierungslauf fehler- frei und unbeeinflusst von zusätzlichen Zeichen gelesen werden kann, kann die Wiedererkennungsrate erheblich gesteigert und die Fehlerrate niedrig gehalten werden.
Die Sendungen können Postgut sein, wie Briefe, Pakete, Päck- chen oder Großbriefe wie Kataloge oder dergleichen. Ebenso können Sendungen zu sortierende - also z.B. in einen Zielbehälter zu sendende - flache Gegenstände wie beispielsweise Belege oder Formulare sein. Die charakteristischen Bildmerkmale können Daten sein, die aus Helligkeitsmustern oder Farb- mustern der Sendung, geometrischen Parametern von Aufdrucken, wie Länge oder Form oder gegenseitige Anordnung, oder dergleichen gewonnen werden, mit denen die Sendung charakterisierbar ist. Diese Daten können nach vorgegebenen Parametern aus einem aufgenommenen Bild gewonnen werden. Die Sendungsin- formation kann eine Adresse der Sendung sein und ein Sendungsziel oder Sortierziel angeben. Ebenfalls möglich sind Gewicht, Freimachung, Steifigkeit oder andere Parameter der Sendung. Der Identifizierungscode ist ein zum Zweck der Unterscheidung der Sendung auf dessen Oberfläche aufgebrachtes Kennzeichen und kann aufgedruckt, aufgeklebt, oder sonstwie angebracht sein. Der Identifizierungscode kann ein Druckzeichen in Form einer Matrix, eines Punktfelds, von Zahlen oder ein Strichcode sein. Auch möglich wäre ein bedruckter Aufkle-
ber, ein Magnetelement oder ein RFID (radio frequency identi- fier) . Die Verbindung des Identifizierungscodes mit der Sendung ist dinglicher Natur und kann dergestalt sein, dass er von der Sendung abtastbar ist, beispielsweise optisch, mecha- nisch magnetisch oder durch Strahlung.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Identifizierungscode so grob, dass dessen Variationsmöglichkeiten geringer sind als Variationsmöglichkeiten der Sen- dungsinformation . Der Identifizierungscode ist hierbei nicht als Ersatz der Signatur oder eines bekannten Strichcodes zur alleinigen Identifizierung der Sendung gedacht, sondern als Ergänzung, so dass dessen Variationsmöglichkeiten, also die Größe eines Wertevorrats, aus dem der Identifizierungscode ausgesucht werden kann, klein ist im Verhältnis zu beispielsweise allen möglichen Adressen oder Postleitzahlen oder sonstigen Sortierkriterien. Der Identifizierungscode kann hierdurch leicht druckbar und/oder leicht lesbar sein. Außerdem kann er kompakt sein, so dass er ein Erscheinungsbild der Sendung nicht wesentlich beeinträchtigt. Er ist zweckmäßigerweise so ausgeführt, dass er alleine nicht ausreichend ist zur Sendungsidentifizierung.
Es ist außerdem vorteilhaft, wenn die Vorrichtung nicht nur zum Lesen des Identifizierungscodes, sondern auch zum Aufbringen des Identifizierungscodes vorgesehen ist. Hierzu um- fasst die Vorrichtung zweckmäßigerweise ein Mittel zum Aufbringen des Identifizierungscodes auf die Sendung. Das Mittel kann ein Drucker sein oder ein Mittel zum Aufkleben eines Ge- genstands.
Ein zusätzliches Druckgerät kann eingespart werden, wenn das Mittel zum Aufbringen eines Versandzeichens auf die Sendung vorgesehen ist. Ein solches Versandzeichen kann ein Entwer- tungsaufdruck oder ein Aufdruck auf einen Aufkleber sein, beispielsweise einen Nachsendeaufkleber. Zweckmäßigerweise werden der Identifizierungscode und das Versandzeichen mit dem gleichem Druckkopf aufgebracht. So kann beim Entwerten
einer Briefmarke oder beim Bedrucken des Aufklebers ein Identifizierungscode neben die Briefmarke oder auf den Aufkleber gedruckt werden, der dann beim Wiedererkennen das Signatursystem unterstützt. Insbesondere ist die Steuereinheit zum Steuern des Aufbringens des Identifizierungscodes und des
Versandzeichen in einem Druckvorgang durch das Mittel vorgesehen .
Die Steuereinheit kann eine oder mehrere Recheneinheiten auf- weisen, beispielsweise eine zum Steuern des Aufbringens des Identifizierungscodes und eine andere zum Zuordnen der Sendungsinformation zur Signatur mit Hilfe des Identifizierungscodes .
Die Erfindung kann auch dadurch vorteilhaft weitergebildet sein, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, ein Aufbringen eines Identifizierungscodes auf alle vereinzelten Sendungen eines Sendungsstroms zu steuern. Auf diese Weise kann eine Sendung ohne Identifizierungscode zweifelsfrei als Doppelabzug erfasst werden, wodurch sich ein Suchen von dessen Signatur im Speicher erübrigen kann.
Bei der Zuordnung der erneut aufgenommenen Bildmerkmale zu den abgespeicherten Sendungsinformationen werden die erneut aufgenommenen Bildmerkmale mit abgespeicherten Bildmerkmalen bzw. Signaturen verglichen. Hierbei werden beispielsweise nach einem vorgegebenen Schema neu aufgenommene mit abgespeicherten Merkmalen miteinander verglichen. Zur sicheren Identifizierung kann der Identifizierungscode als zusätzliches zu vergleichendes Merkmal verwendet werden. Hierzu ist die Steuereinheit zweckmäßigerweise dazu vorgesehen, den Identifizierungscode bei der Zuordnung als ein zu den charakteristischen Bildmerkmalen zusätzliches Merkmal zu verwenden.
Wie oben beschrieben, kommt der Identifizierungscode zweckmäßigerweise mit einem relativ kleinen Wertevorrat aus, so dass der gleiche Identifizierungscode im Laufe eines Sortiervorgangs mehrmals vergeben werden könnte. Um eine zuverlässige
Identifizierung zu gewährleisten, ist es daher vorteilhaft, den Identifizierungscode nicht nach Zufall sondern intelligent zu vergeben. Vorteilhafterweise ist die Steuereinheit daher zur Auswahl des Identifizierungscodes in Abhängigkeit eines Parameters der Bildmerkmale vorgesehen. So wird beispielsweise ein gleicher Identifizierungscode zwei solchen Sendungen vergeben, die ansonsten möglichst unterschiedlich sind.
So kann die Steuereinheit beispielsweise zur Auswahl des I- dentifizierungscodes in Abhängigkeit einer ähnlichkeit der Parameter der Bildmerkmale von mehreren Sendungen vorgesehen sein. Auf diese Weise können Sendungen, die eine ähnliche Signatur aufweisen, unterschiedliche Identifizierungscodes bekommen und somit einfach unterschieden werden. Vor einer
Mehrfachvergabe eines gleichen Identifizierungscodes kann die Steuereinheit ermitteln, wie unterschiedlich die Signatur der Sendungen mit gleichem Identifizierungscode ist und den gleichen Identifizierungscode nur dann erneut vergeben, wenn der Unterschied über einem festgelegten Wert, beispielsweise einem Wahrscheinlichkeitswert, ist. Ist der Unterschied geringer, wird ein neuer Identifizierungscode genommen und die Vergleichsprozedur erneut gestartet, bis ein Identifizierungscode für ausschließlich unterschiedliche Sendungen ge- funden ist.
Der Identifizierungscode ist vorteilhafterweise klein und im Erscheinungsbild der Sendung unauffällig. Um mit einem Drucker möglichst geringer Auflösung auszukommen, wird daher zweckmäßigerweise ein grober Identifizierungscode gewählt, der - bei beschränkter Größe - nur über einen kleinen Wertevorrat verfügt. Ein kleiner Wertevorrat reicht gegebenenfalls nicht zur sicheren Unterscheidung aus, wenn eine große Anzahl von sehr ähnlichen Massensendungen sortiert werden soll. Die- sem Nachteil kann begegnet werden, wenn die Steuereinheit zur Auswahl eines Datenumfangs des Identifizierungscodes in Abhängigkeit eines Parameters der Bildmerkmale vorgesehen ist. Sind beispielsweise die Bildmerkmale einer Vielzahl von Sen-
düngen gleich oder ähnlich, kann die Steuereinheit die Vergabe größerer Identifizierungscodes steuern, die zwar im Erscheinungsbild auffälliger sind, jedoch einen größeren Wertevorrat bilden.
Eine weitere Möglichkeit für eine intelligente Vergabe des Identifizierungscodes besteht darin, dass die Steuereinheit zur Auswahl des Identifizierungscodes in Abhängigkeit von der Sendungsinformation vorgesehen ist. So kann Sendungen mit ähnlicher Adresse oder Sortierziel, z.B. Sortierbehälter, ein unterschiedlicher Identifizierungscode zugewiesen werden, so dass Sendungen, die nach dem Sortiervorgang beieinander liegen, z.B. in einem Behälter, unterschiedliche Identifizierungscodes tragen. Auf diese Weise können Sendungen aus einem Behälter in einem nächstfeineren Sortierlauf zuverlässig unterschieden werden. Wird in diesem Sortierlauf die Behälternummer als zusätzliches Merkmal der Signatur hinzugenommen, so können alle Sendungen auch aus mehreren Behältern zuverlässig unterschieden werden.
Die auf das Verfahren gerichtete Aufgabe wird durch ein Verfahren der Eingangs genannten Art gelöst, bei dem erfindungsgemäß die Zuordnung der Bildmerkmale zu einer Sendungsinformation der Sendung mit Hilfe eines mit der Sendung verbunde- nen Identifizierungscodes erfolgt. Zusätzlich zum Vergleich der charakteristischen Bildmerkmalen kann der aufgenommene Identifizierungscode mit abgespeichertem Identifizierungscode verglichen werden und es kann eine sehr sichere Identifizierung erreicht werden.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind.
Es zeigen:
FIG 1 eine Sendung mit einem Identifizierungscode neben einem Entwertungszeichen,
FIG 2 eine andere Sendung mit einem Identifizierungscode auf einem Nachsendeaufkleber,
FIG 3 eine Vorrichtung zur Identifizierung von Sendungen und
FIG 4 einen Stapel von Massensendungen mit Identifizierungscodes .
FIG 1 zeigt eine Sendung 2 in Form einer Briefsendung mit einem Fensterumschlag, durch dessen Fenster 4 eine Adresse 6 und eine Absenderadresse 8 sichtbar ist. Auf den Fensterumschlag ist eine Briefmarke 10 aufgeklebt, die durch einen Entwertungsaufdruck 12 entwertet ist. Neben dem Entwertungs- aufdruck 12 ist ein Identifizierungscode 14 aufgebracht, der aus einem Feld von 5x5 Quadratpunkten besteht, von denen einige gedruckt und andere weggelassen sind.
FIG 2 zeigt eine weitere Sendung 16, die identisch ist mit der Sendung 2 bis auf einen Nachsendeaufkleber 18, auf den eine Nachsendeadresse 20 und ein Identifizierungscode 22 in Form eines Strichcodes aufgedruckt ist, der den Identifizierungscode 14 ersetzt.
Sowohl der Identifizierungscode 14 als auch der Identifizierungscode 22 sind in der Ausgestaltung sehr kompakt gehalten und umfassen nur relativ wenige einzelne Elemente, so dass der Wertevorrat aller möglichen Identifizierungscodes 14, 22 so klein ist, dass er zu einer alleinigen Identifizierung der Sendungen 2, 16 nicht ausreicht. So kann die Adresse 6 beispielsweise nicht in Form der Identifizierungscodes 14, 22 ausgedrückt werden. Außerdem sind beide Identifizierungscodes 14, 22 recht grob ausgeführt, so dass sie ohne Weiteres durch einen Drucker zusammen mit dem Entwertungsaufdruck 12 bzw. der Nachsendeadresse 20 aufgedruckt werden können.
FIG 3 zeigt eine Vorrichtung 24 zur Identifizierung von Sendungen 26, 28, 30, 32, 34 mit einer Kamera 36, einer Steuer-
einheit 38, einem Speicher 40 und einem als Hochgeschwindigkeitsdrucker ausgeführten Mittel 42 zum Aufbringen von Identifizierungscodes 48, 62, 64, 66, 68 auf die Sendungen 26-34.
Bei einem Registrierlauf der Sendungen 26-34 durch eine Sendungssortieranlage, von der die Vorrichtung 24 ein Teil ist, werden die Sendungen 26-34 an der Kamera 36 vorbei geführt und durch diese optisch abgetastet. Die Kamera 36 sendet die aus der Abtastung gewonnenen Daten 44 an die Steuereinheit 38, die aus einem resultierenden Bild einer jeden Sendung 26- 34 charakteristische Bildmerkmale erfasst, wie die Größe und Lage des Fensters 4, der Adresse 6 und Absenderadresse 8 und die Farbe und Form der Briefmarke 10, sowie die relative Position dieser Elemente zueinander. Aus diesen charakteristi- sehen Bildmerkmalen der Sendung 26-34 wird von der Steuereinheit 38 mittels geeigneter Bildverarbeitung für jede Sendung 26-34 ein Merkmalsvektor 46, auch Signatur genannt, gewonnen, der charakteristisch ist für die jeweilige Sendung 26-34. Außerdem ermittelt die Steuereinheit 38 die Adressen 6 der ein- zelnen Sendungen 26-34, die aus der Bildverarbeitung gewonnen werden. Zusätzlich ermittelt die Steuereinheit 38 die Art der Briefmarken 10 und es werden ihr weitere Daten zugetragen, wie Gewicht, Steifigkeit und Abmessungen der Sendungen 26-34. Die Adresse 6 und diese Daten werden mit dem Merkmalsvektor 46 von der Steuereinheit 38 an den Speicher 40 übermittelt, der in Form einer Datenbank ausgeführt ist.
Des Weiteren bestimmt die Steuereinheit 38 für jede der Sendungen 26-34 einen Identifizierungscode 48, 62-68, den sie sowohl an den Speicher 40 sendet als auch an das Mittel 42 zum Aufbringen des Identifizierungscodes 48, 62-68, an das die Steuereinheit 38 außerdem einen Entwertungsbefehl 50 sendet. Nun werden die Sendungen 26-34 an dem Mittel 42 vorbei geführt, das mit seinem Druckkopf sowohl den Entwertungsauf- druck 12 als auch den Identifizierungscode 48, 62-68 in einem Druckvorgang auf jeweils eine Sendung 26-34 aufbringt. Auf diese Weise kann auf einen zusätzlichen Drucker verzichtet
werden. Schließlich werden die Sendungen 26-34 auf einen Sortierbefehl 52 der Steuereinheit 38 hin vorsortiert.
In einem nachfolgenden Lauf sind die beispielsweise bereits vorsortierten Sendungen 26-34 in einer anderen Reihenfolge angeordnet und z.B. mit weiteren Sendungen vermischt. Um eine weitere Sortierung ohne ein erneutes Ermitteln der Adresse 6 und aller Daten 44 zu ermöglichen, müssen die Sendungen 26-34 wieder identifiziert werden, also den im Speicher 40 abgeleg- ten Daten und Adressen 6 wieder zugeordnet werden. Hierfür werden sie in einem Identifizierungslauf in einem anderen Teil der Vorrichtung 24 oder in einer anderen Vorrichtung o- der im gleichen Teil der Vorrichtung 24 an einer anderen Kamera 54 oder erneut der gleichen Kamera 36 vorbei geführt. In FIG 3 ist es eine andere Kamera 54 in einem anderen Teil der Vorrichtung 24. Die von der Kamera 54 gebildeten Daten 56 werden einer weiteren Recheneinheit 58 der Steuereinheit 38 zugeführt und dort verarbeitet. Die Recheneinheit 58 kann auch eine separate Steuereinheit sein.
Die Steuereinheit 38 ermittelt aus den Daten 56 den Merkmalsvektor 46 und den Identifizierungscode 48, 62-68 und vergleicht beides mit den im Speicher 40 hinterlegten Daten. Hierbei wird der Identifizierungscode 48, 62-68 von der Steu- ereinheit 38 als ein weiteres Merkmal des Merkmalsvektors 46 behandelt. Durch dieses zusätzliche Merkmal kann die Adresse 6 und die weiteren Daten zuverlässig der jeweiligen Sendung 26-34 zugeordnet werden, auch wenn das Briefpapier im Fensterumschlag und somit die Adresse 6 im Fenster 4 verrutscht ist und sich hierdurch die Merkmale etwas von den ursprünglich aufgenommenen Merkmalen unterscheiden und trotz des zusätzlichen Entwertungsaufdrucks 12. Es ist ebenfalls möglich, dass die Identifizierung durch eine Routine in der Datenbank erfolgt, die dann die Adresse ausgibt und als Teil der Steu- ereinheit 38 betrachtet werden kann. Aus der Adresse 6 und gegebenenfalls den weiteren Daten bestimmt die Steuereinheit 38 das weitere Vorgehen und gibt z.B. einen neuen Sortierbefehl 60 aus.
Die Steuereinheit 38 ist so programmiert, dass im Registrierlauf auf alle vereinzelten Sendungen 26-34 jeweils ein Identifizierungscode 48, 62-68 aufgebracht wird. Auf diese Weise kann eine doppelt abgezogene Sendung, von der kein Bild durch die Kamera 36 aufgenommen wurde, sofort als solche erkannt werden, da ihr der Identifizierungscode fehlt, oder nur unvollständig aufgebracht ist, beispielsweise wenn ein Identifizierungscode auf zwei aneinander hängende, überlappende Sendungen aufgebracht ist.
Die Identifizierungscodes 48, 62-68 für die Sendungen 26-34 werden von der Steuereinheit 38 intelligent vergeben. So bekommt die Sendung 30 einen Identifizierungscode 62 als eine Matrix aus 4x4 gedruckten oder nicht gedruckten Punkten. Die- se Sendung 30 weist zwei Briefmarken auf und hat allein dadurch eine relativ unterscheidungskräftige Signatur. Die Sendung 26 hingegen hat eine wenig unterscheidungskräftige Signatur einer Massensendung. Ihr wird ein räumlich größerer I- dentifizierungscode 64 aus 5x5 Punkten zugeordnet, um eine große Anzahl von solchen Briefen sicher unterscheiden zu können. Die Sendung 28 ist etwas kürzer als üblich und kommt mit einem Identifizierungscode 66 aus einer 4x4-Matrix aus. Die Sendung 34 ist sehr auffallend und hat eine sehr unterscheidungskräftige Signatur, so dass dieser Sendung 34 nur ein sehr kleiner und unauffälliger Identifizierungscode 68 aus 2x2 Punkten zugeordnet wird. Genau der gleiche Identifizierungscode 68 findet sich zwar recht häufig in dem Sendungsstrom der Sendungen 26-34 und weiteren Sendungen in der Vorrichtung 24. Doch durch die hohe Unterscheidungskraft des Merkmalsvektors 46 der Sendung 34 wird im Grunde gar kein I- dentifizierungscode 68 benötigt. Es ist daher auch möglich, bei manchen Sendungen auf einen Identifizierungscode ganz zu verzichten und beispielsweise nur schwer unterscheidbare Sendungen mit einem Identifizierungscode auszustatten. Die Sen- düng 32 hat wegen ihres ungewöhnlichen Formats nur einen einfachen Identifizierungscode 48 aus einer Matrix aus 3x3 Punkten .
FIG 4 zeigt einen Stapel von sehr ähnlichen Massensendungen, der in vereinzelter Form die Kamera 36 passiert und als Sendungsstrom die Sendungssortieranlage durchläuft. Jede der Sendungen 70, 72, 74 erhält einen Identifizierungscode 76, 78. Schließlich soll auch die Sendung 74 mit einem Identifizierungscode versehen werden, es wurden jedoch alle verfügbaren Codes aus dem verfügbaren Wertevorrat bereits vergeben. Die Steuereinheit 38 vergibt der Sendung 74 auf intelligente Weise einen Code. Hierzu sucht sie einen bereits vergebenen Identifizierungscode 78 aus und sucht zusätzlich alle Merkmalsvektoren 46 derjenigen Sendungen 72 heraus, die eben diesen Identifizierungscode 78 tragen. Findet sich hierbei eine Sendung 72, die einen Merkmalsvektor 46 hat, der dem Merkmalsvektor 46 der zu beschriftenden Sendung 74 sehr ähnlich ist, könnte die Vergabe dieses Identifizierungscodes 78 zu
Verwechslungen führen. Also wird der Identifizierungscode 78 verworfen und ein neuer Identifizierungscode 76 wird ausgesucht. Wiederum werden die Merkmalsvektoren 46 aller Sendungen 70, die diesen Identifizierungscode 76 tragen, mit dem Merkmalsvektor 46 der Sendung 74 verglichen. Stellt sich keine große ähnlichkeit heraus, wird der Identifizierungscode 76 erneut und diesmal an die Sendung 74 vergeben. Findet sich kein passender Identifizierungscode 76, 78, so wird ein kritischer Identifizierungscode 78 vergeben und alle Datensätze der entsprechenden Sendungen 72, 74 werden mit einem Warnmar- ker versehen. Dieser führt dazu, dass bei einer späteren I- dentifizierung hohe Erkennungswerte für die Sendungen 72, 74 verlangt werden.
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