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Title:
DEVICE AND METHOD FOR IMAGE-BASED SHED MONITORING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/194730
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for image-based shed monitoring of an air jet weaving machine (1), wherein an incorrectly incorporated weft (F) is detected and can be automatically removed, having at least one lighting device (B) for illuminating at least one portion of a shed, at least one optical capture device (Kt) for capturing at least one part of the illuminated portion, an evaluating device (uC), which decides, based on the capture of the optical capture device (K), whether the shed is actually free of an incorrectly incorporated weft (F), or of fragments of the weft (F), after performing the automatic weft error resolution, wherein, when the evaluating device (uC) detects that the incorrectly incorporated weft (F) is completely removed, the weaving machine (1) can continue with the weaving process. The invention further relates to a corresponding method.

Inventors:
SAGGIOMO, Marco (Ludwigsallee 1 c, Aachen, 52062, DE)
GRIES, Thomas Gerhard (Mittelstraße 45, Aachen, 52072, DE)
SCHRÖTER, Achim (Turmstraße 182, Aachen, 52064, DE)
Application Number:
EP2017/061435
Publication Date:
November 16, 2017
Filing Date:
May 12, 2017
Export Citation:
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Assignee:
RWTH AACHEN (Templergraben 55, Aachen, 52062, DE)
International Classes:
D03D47/30; D03D51/08
Attorney, Agent or Firm:
SCHMELCHER, Thilo (RCD PATENT, 3106TPH III Eingang, Kaisertraße 100 Herzogenrath, 52118, DE)
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Claims:
Ansprüche

Vorrichtung zur bildbasierten Webfachüberwachung einer Luftdüsenwebmaschine (1 ), wobei ein fehlerhaft eingetragener Schussfaden (F) erkannt und automatisch entfernt werden kann, aufweisend

• Zumindest eine Beleuchtungseinrichtung (B) zur Beleuchtung zumindest eines Abschnittes eines Webfaches,

• Zumindest eine optische Aufnahmeeinrichtung (K,) zur Aufnahme zumindest eines Teiles des beleuchteten Abschnittes,

• Auswerteeinrichtung (uC), welche basierend auf der Aufnahme der optischen Aufnahmeeinrichtung (K,) entscheidet, ob das Webfach nach Durchführung der automatischen Schussfehlerbehebung tatsächlich frei von einem fehlerhaft eingetragenen Schussfaden (F), bzw. von Fragmenten des Schussfaden (F), ist,

• Wobei, wenn die Auswerteeinrichtung (uC) erkennt, dass der fehlerhaft eingetragene Schussfaden (F) vollständig entfernt ist, die Webmaschine (1 ) mit dem Webprozess fortfahren kann.

Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass wenn die Auswerteeinrichtung (uC) erkennt, dass der fehlerhaft eingetragene Schussfaden (F), bzw. Fragmente des Schussfadens (F), nicht entfernt ist, ein weiterer Versuch zur Entfernung des fehlerhaft eingetragenen Schussfadens (F) bzw. Fragmente des Schussfadens (F), unternommen wird.

Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei auf Basis von hinterlegten Fehlerkategorien die Auswerteeinrichtung (uC) entscheidet, ob ein weiterer Versuch zur Entfernung des Schussfadens bzw. von Fragmenten des Schussfadens (F), erfolgreich sein kann.

Vorrichtung nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (B) das Webfach im Wesentlichen senkrecht zu den Kettfäden beleuchtet. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine optische Aufnahmeeinrichtung (K,) das Webfach im Wesentlichen senkrecht zu den Kettfäden aufnimmt.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung in die Steuerung (MC) der Webmaschine integriert ist.

Verfahren zur bildbasierten Webfach Überwachung einer Luftdüsenwebmaschine, wobei ein fehlerhaft eingetragener Schussfaden (F) erkannt und automatisch entfernt werden kann, aufweisend die Schritte

• Nachfolgend zum Versuch der Entfernung eines fehlerhaft eingetragenen Schussfadens (300), beleuchten zumindest eines Abschnittes des Webfaches,

• Aufnehmen (300) zumindest eines Teiles des beleuchteten Abschnittes,

• Auswerten und entscheiden (500) , basierend auf der Aufnahme der optischen Aufnahmeeinrichtung, ob der fehlerhaft eingetragene Schussfaden entfernt ist,

• Wobei, wenn erkannt wird, dass der fehlerhaft eingetragene Schussfaden (F) entfernt ist bzw. die Fragmente des Schussfadens entfernt sind, der Fortgang des Webprozess freigegeben wird.

Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenn erkannt wird, dass der fehlerhaft eingetragene Schussfaden nicht entfernt ist, ein weiterer Versuch zur Entfernung des fehlerhaft eingetragenen Schussfadens unternommen wird.

Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die das Webfach im Wesentlichen senkrecht zu den Kettfäden beleuchtet wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die das Webfach im Wesentlichen senkrecht zu den Kettfäden aufgenommen wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur bildbasierten Webfachüberwachung

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Aachen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur bild basierten Webfach ü berwachung .

Hintergrund der Erfindung

In vielen Bereichen des heutigen Lebens sind Gewebe nicht mehr wegzudenken. Dabei ist festzustellen, dass neben den sichtbaren Geweben, z.B. in Kleidung, eine große Anzahl von Geweben auch nicht mehr unmittelbar sichtbar sind, sei es, dass die Gewebe als solche in einem anderen Gegenstand eingesetzt werden wie z.B. in Airbags, sei es, dass die Gewebe als Bestandteil von faserverstärkten Werkstoffen nicht mehr sichtbar sind.

Zur Herstellung von Geweben werden seit vielen Jahren mechanische Webstühle verwendet, die auf unterschiedlichen Systemansätzen basieren.

Dabei hat sich das Luftdüsenwebverfahren als besonders produktiv herausgestellt.

Beim Luftdüsenweben wird das Schussgarn mittels Druckluft in das Webfach eingetragen. Dabei wird der Schussfaden zunächst über ein Vorspulgerät von der Spule abgewickelt und zu den Hauptdüsen geleitet. Über die Hauptdüsen wird ein starker stoßartiger Luftstrom auf die Fadenspitze aufgebracht, durch den der Schussfaden in Bewegung gesetzt und in das Webfach transportiert wird. Der Schussfaden fliegt innerhalb eines Kanals des speziell geformten Rietes (sog. Profilriet). In diesem Rietkanal können sog. Stafettendüsen einen Luftstrom erzeugen, der den Transport des Schussfadens zur gegenüberliegenden Seite in aller Regel fehlerfrei sicherstellt.

Mittels einer direkt hinter dem Vorspulgerät gelagerten Schussfadenbremse und einer Streckdüse auf der Austragseite des Rietes wird der Schussfaden während des Transportes bzw. bei Vollendung des Transportes über die Webbreite gestrafft.

Während des Schusseintrags können z.B. aufgrund von Unregelmäßigkeiten im Luftstrom oder Garnungleichmäßigkeiten Schusseintragsfehler auftreten.

Typische Beeinträchtigungen durch Schusseintragsfehler sind Verdickungen im Schussgarn (Grobfaden, Anspinner), Unterschiedlich dicke Fäden nach Spulenwechsel, Bindungsfehler, z. B. Doppelschuss oder fehlende Schussfäden, Verblaser, Schlingen (Schiunzen),„lockerer Schuss", verschobene Schussfäden/Querstreifigkeit, falsche Fadenlage (Rippigkeit), um einige zu benennen.

Eine mögliche Ursache derartiger Fehler ist die Rückwärtsbewegung des Schussfadens. Weitere mögliche Ursachen sind z.B. Unregelmäßigkeiten in den Schussgarnen oder Fehleinstellungen der Bremse. Durch die prozessbedingte Rückwärtsbewegung des Schussfadens können gerade bei einer Fehlfunktion der Streckdüse beim Straffen des Fadens Fehler (z.B. Schlaufen) auftreten. Derartige Fehler können durch den Schusssensor (oder„Schusswächter") registriert werden, der sich nahe der Streckdüse befindet.

Um diesem Problem zu begegnen, wurden in der Vergangenheit System entwickelt, die erkennen, ob der Schussfaden durch das Webfach gelangt ist. Wird ein Schusseintragsfehler registriert, so wird ein Maschinenstopp ausgelöst. Der Schusseintragsfehler wird entweder vom Weber entfernt und der Betrieb anschließend fortgesetzt oder die Entfernung des Schusseintragsfehlers wird durch ein automatisiertes System durchgeführt.

Aus der DE 195 21 100 C1 ist beispielsweise ein Verfahren bekannt, bei dem der

fehleingetragene Schussfaden über eine Saugdüse auf der Eintragsseite abgesaugt wird. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen zusätzlichen Schussfaden einzutragen, der eine Schlinge bildet und den fehleingetragenen Schussfaden aus dem Fach herauszieht, siehe z.B. EP 0309013 und DE 195 21 106 A1 .

Den automatischen Korrektursystemen ist gemein, dass nach Durchführung der Maßnahme zur Entfernung des fehleingetragenen Schussfadens die Maschine automatisch wieder in Betrieb versetzt werden kann. In aller Regel wird von der automatischen

Wiederinbetriebsetzung abgesehen, da andernfalls mögliche Fehler der automatischen Entfernung unerkannt bleiben und so zu größeren Verlusten als durch einen kurzzeitigen Produktionsstillstand führen könnten.

Allerdings sind solche automatisierten Verfahren nicht immer erfolgreich, sondern in circa 1/5 der Fälle treten dennoch Fehler auf.

Beispielsweise verbleibt ein Teil des fehleingetragenen Schussfadens nach der automatisierten Entfernung im Fach. Gerade in sicherheitsrelevanten und qualitativ hochwertigen Anwendungen (z.B. Airbag-Gewebe oder Medizintextilien) kann ein derartiger unregistrierter und/oder unbehobener Fehler dazu führen, dass unter Umständen große Mengen des produzierten Gewebes entsorgt werden müssen. Bei Geweben mit hohen Anforderungen an Qualität und Sicherheit, wie z.B. Airbag-Geweben, ist eine einwandfreie Gewebequalität essentiell. So führen bereits geringe Abweichungen erreichter Gewebequalität von den Vorgaben besonders im Bereich der Herstellung technischer Textilien zu beträchtlichem Ausschuss bzw. Reklamationen seitens der Kunden. Soll beispielsweise ein Gewebe mit einer Länge von 500 m erstellt werden und ein unentdeckter Fehler tritt bei einer Länge von 400 m auf, kann das Gewebe nicht an jeden Kunden verkauft werden und ist dann als Ausschuss zu betrachten.

Diese Tatsache kann zu erheblichen Produktionseinbußen und zu hohen Reklamationskosten für die Webereien führen.

Es sind zudem Forschungsvorhaben bekannt, bei denen versucht wurde auf Basis eines Laser-Doppler Anemometrie arbeitenden Messsystems durch einen Vergleich der auf der Eintragsseite zugeführten, mit der auf der Austragseite ausgeblasenen Garnlänge eine Überwachung des Schusseintrags zu realisieren. Versuche haben jedoch gezeigt, dass mit Hilfe dieses Messverfahrens eine Kontrolle nicht möglich ist, siehe Stark, U. ; Bauder, H. J.; Gresser, G. T.: Multifunktionale Schussfadenüberwachung bei der Herstellung von elastischen und nichtelastischen Präzisionsgeweben auf Luftdüsenwebmaschinen; Forschungsvorhaben IGF 17108 N am Institut für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf, Denkendorf 2014.

Es wäre daher wünschenswert solche unbehobenen und/oder teilbehobenen Fehler zuverlässig erkennen zu können, sodass die Zuverlässigkeit der Produktion gesteigert werden kann.

Ausgehend von dieser Situation ist es Aufgabe der Erfindung ein verbessertes Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Fehlern zur Verfügung zu stellen, die es ermöglichen Fehler zu erkennen und eine Beseitigung ermöglichen und somit die Produktivität der Gewebeherstellung zu verbessern und/oder die Zuverlässigkeit von Geweben zu erhöhen.

Die Aufgabe wird gelöst, durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bzw. ein Verfahren nach Anspruch 7. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind insbesondere Gegenstand der abhängigen Ansprüche und der Beschreibung.

Nachfolgend wird die Erfindung näher unter Bezug auf die Figuren erläutert. In diesen zeigt:

Fig. 1 schematisiert eine Lüftdüsenwebmaschine mit einer automatisierten Schussfadenfehlerbehebung gemäß dem Stand der Technik,

Fig. 2 einen schematischen Ablauf gemäß Stand der Technik,

Fig. 3 schematisiert eine Lüftdüsenwebmaschine mit einer Vorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 4 schematisiert eine Lüftdüsenwebmaschine mit einer Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 5 schematisiert eine Lüftdüsenwebmaschine mit einer Vorrichtung gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, Fig. 6 einen Aspekt von Ausführungsformen der Erfindung, und

Fig. 7 einen schematischen Ablauf gemäß Ausführungsformen der Erfindung.

Nachfolgend wird die Erfindung eingehender unter Bezugnahme auf die Figur dargestellt werden. Dabei ist anzumerken, dass unterschiedliche Aspekte beschrieben werden, die jeweils einzeln oder in Kombination zum Einsatz kommen können. D.h. jeglicher Aspekt kann mit unterschiedlichen Ausführungsformen der Erfindung verwendet werden soweit nicht explizit als reine Alternative dargestellt.

Weiterhin wird nachfolgend der Einfachheit halber in aller Regel immer nur auf eine Entität Bezug genommen werden. Soweit nicht explizit vermerkt, kann die Erfindung aber auch jeweils mehrere der betroffenen Entitäten aufweisen. Insofern ist die Verwendung der Wörter „ein", „eine" und „eines" nur als Hinweis darauf zu verstehen, dass in einer einfachen Ausführungsform zumindest eine Entität verwendet wird.

In Fig. 1 ist schematisiert eine Lüftdüsenwebmaschine 1 mit einer automatisierten Schussfadenfehlerbehebung gemäß dem Stand der Technik gezeigt. Dort wird von einer Spule SP der Schussfaden F zur Verfügung gestellt und mittels einer Düse D-, in das Riet R eingeblasen. Der Bereich des Riet R in den der Schussfaden F eingeblasen werden kann wird als Webfach bezeichnet. Am Ende des Webfaches befindet sich eine Schussfadenüberwachungseinrichtung M, , die überwacht, dass der Schussfaden F tatsächlich durch das Riet geschossen wurde. Je nach Größe des Riet R / des Webfaches können eine oder mehrere Stafetendüsen S, , S 2 , ... vorgesehen sein, um den Schussfaden F weiter zu transportieren. Weiterhin kann wie bereits am Anfang beschrieben eine Abtrenneinrichtung AE und eine Absaugung D 2 vorgesehen sein, die einen fehlerhaft eingebrachten Schussfaden F nach Erkennung durch die Schussfadenüberwachungseinrichtung , absaugt. Die Absaugung D2 kann auch mittels einer Streckdüse realisiert sein.

Ein hierzu korrespondierendes Ablaufdiagramm ist in Figur 2 dargestellt. Nach dem Start der Maschine 1 beginnt der Webvorgang. In einem Schritt S50 wird ein Fehler durch die Schussfadenüberwachungseinrichtung M u erkannt und die Fehlerbehebung wie zuvor beschrieben in Schritt S1 00 aktiviert. Anschließend wird an der Absaugung D 2 in Schritt S200 überprüft, ob der Schussfaden F tatsächlich eigesaugt wurde. Signalisiert die Absaugung Erfolg, so wird die Maschine neu gestartet. Im Fehlerfall wird in Schritt S700 ein Benutzereingriff erforderlich und das Verfahren endet zunächst.

Ausführungsformen der Erfindung sind in den Figuren 3 bis 7 dargestellt. Diese werden soweit möglich einheitlich dargestellt werden.

In einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur bildbasierten Webfachüberwachung einer Luftdüsenwebmaschine 1 wird wie zuvor beschrieben ein fehlerhaft eingetragener Schussfaden F erkannt und versucht diesen automatisch zu entfernen.

Allerdings weist die erfindungsgemäße Vorrichtung weiterhin zumindest eine Beleuchtungseinrichtung B zur Beleuchtung zumindest eines Abschnittes eines Webfaches auf. Weiterhin weist die erfindungsgemäße Vorrichtung zumindest eine optische Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme zumindest eines Teiles des beleuchteten Abschnittes, und eine Auswerteeinrichtung uC auf, welche basierend auf der Aufnahme der optischen Aufnahmeeinrichtung K t entscheidet, ob das Webfach nach Durchführung der automatischen Schussfehlerbehebung tatsächlich frei von einem fehlerhaft eingetragenen Schussfaden F, bzw. von Fragmenten des Schussfaden F, ist, wobei, wenn die Auswerteeinrichtung uC erkennt, dass der fehlerhaft eingetragene Schussfaden F vollständig entfernt ist, die Webmaschine 1 mit dem Webprozess fortfahren kann.

D.h. anders als im Stand der Technik wird nunmehr eine Kontrolle des Webfaches durchgeführt, um auch die Fehlerfälle abzufangen, in denen die bisherigen Systeme fehlerhaft eine Freigabe erteilt haben. Für den Fall dass die Vorrichtung noch einen Fehler signalisiert können unterschiedliche Aktionen vorgesehen sein.

Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass wenn die Auswerteeinrichtung uC erkennt, dass der fehlerhaft eingetragene Schussfaden F nicht entfernt ist bzw. Fragmente des Schussfadens F nicht entfernt sind, mindestens ein weiterer Versuch zur Entfernung des fehlerhaft eingetragenen Schussfadens F bzw. der Fragmente des Schussfadens F unternommen wird. Weiterhin kann in Ausführungsformen vorgesehen sein, dass auf Basis von hinterlegten Fehlerkategorien die Auswerteeinrichtung uC entscheidet, ob ein weiterer Versuch zur Entfernung des Schussfadens F bzw. von Fragmenten des Schussfadens F erfolgreich sein kann.

Beispielsweise können Fehler auftreten, die von vornherein nicht automatisiert lösbar sind. In diesen Fällen wäre jeder weitere Versuch der Entfernung des Schussfadens F oder dessen Fragmente überflüssig oder aber auch kontraproduktiv. Beispielsweise könnte ein weiterer Versuch die Situation verschlimmern, z.B. in dem sich Verknotungen bilden.

Umgekehrt könnte aber auch die Fehlerkategorisierung erlauben mehr als einen Versuch zur Fehlerbehebung durchzuführen. Z.B. kann es nötig sein mehrmals eine oder mehrere von eventuell vorhanden Stafettendüsen Si , S 2 , ... anzusteuern, um die Fehlerbehebung zu unterstützen.

Dabei kann die Beleuchtung B als auch die Aufnahmeeinrichtung K t geeignet angeordnet sein. So ist es z.B. möglich, dass die Beleuchtungseinrichtung B das Webfach im Wesentlichen senkrecht zu den Kettfäden des Riet beleuchtet. Alternativ oder zusätzlich kann die Beleuchtungseinrichtung auch seitlich in das Webfach leuchten.

Je nach Ausgestaltung ist auch die zumindest eine optische Aufnahmeeinrichtung K-i so angeordnet, dass das Webfach im Wesentlichen senkrecht zu den Kettfäden aufgenommen wird. Eine solche Anordnung ist in Figur 3 und Figur 4 gezeigt, wobei in Figur 4 die Aufnahmeeinrichtung K, beispielsweise so angeordnet ist, dass das Webfach durch gesamte Riet R betrachtet werden kann. Dabei kann die Beleuchtung B geeignet relati zur Aufnahmeeinrichtung K, angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass das Webfach seitlich wie in Figur 5 gezeigt durch eine optische Aufnahmeeinrichtung K, (oder mehre optische Aufnahmeeinrichtungen) überwacht wird. Beispielsweise kann die optische Aufnahmeeinrichtung K, eine (Färb- oder S/W-) Kamera sein.

Beispielsweise ist es möglich das Webfach durch das Riet hindurch zur optischen Aufnahmeeinrichtung K t zu beleuchten und quasi in Transmission das Webfach zur durchleuchten und den feherlhaften Schussfaden F oder sein Fragmente zu erkennen. Alternativ oder zusätzlich kann die Beleuchtung B auch in Blickrichtung der optischen Aufnahmeeinrichtung K, beleuchten, sodass der Schussfaden F oder sein Fragmente in Reflektion erkannt werden. Natürlich ist auch eine seitliche Beleuchtung möglich.

Die Art der Beleuchtung kann auch abhängig von einem erkannten Fehler unterschiedlich gestaltet sein, sodass z.B. bei einer Kontrolle der Fehlerkorrektur mit hoher Präzision diese ausgeführt werden kann.

Aufgrund der regelmäßigen Anordnung des Riet R können durch Filterung aus den durch die optische Aufnahmeeinrichtung K t gewonnen Daten die Daten des Riet R gefiltert/gedämpft werden, wodurch die Erkennung eines fehlerhaften Schussfadens F oder seiner Fragmente erheblich vereinfacht wird. Solche Bildverarbeitungsoperationen können von geeignet ausgestallten Auswerteeinrichtung uC, z.B. Grafikchips, DSPs, FPGAs, ASICs, geeignet programmierte Mikroprozessoren, etc. bewerkstelligt werden.

Ist das Riet R groß bzw. ist der Bildbereich der Aufnahmeeinrichtung K, im Vergleich dazu klein kann entweder die Aufnahmeeinrichtung K, verschiebbar angeordnet sein oder aber wie in Figur 3 aufgezeigt können alternativ oder zusätzlich auch mehrere Aufnahmeeinrichtungen Κ, , K 2 vorgesehen sein. Hierbei kann je nach Ausgestaltung eine einzige Beleuchtungseinrichtung B oder ein Vielzahl von Beleuchtungseinrichtungen B vorgesehen sein, wobei die Anzahl und die Anordnung der selbigen durchaus unterschiedlich sein kann.

Ohne weiteres kann die Vorrichtung 1 wie in Figur 6 gezeigt in die Steuerung MC der Webmaschine integriert sein.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren wird nunmehr inklusive weiterer optionaler Schritte an Hand der Figur 7 erläutert werden.

Wie zuvor beginnt nach dem Start der Maschine 1 beginnt der Webvorgang. In einem Schritt S50 wird ein Fehler durch die Schussfadenüberwachungseinrichtung M 1 ; erkannt und die Fehlerbehebung wie zuvor beschrieben in Schritt S100 aktiviert. Anschließend wird an der Absaugung D 2 in Schritt S200 überprüft, ob der Schussfaden F tatsächlich eigesaugt wurde. Signalisiert die Absaugung Erfolg, so wird nun die Maschine nicht neu gestartet, sondern nachfolgend zum Versuch der Entfernung eines fehlerhaft eingetragenen Schussfadens F wird in einem Schritt S300 zumindest ein Abschnitt des Webfaches mittels der zumindest einen Beleuchtungseinrichtung B beleuchtet und der so beleuchtet Abschnitt des Webfaches mittels der zumindest eine optischen Aufnahmeeinrichtung Κ,, K 2 , ... in einem Schritt S300 aufgenommen. Anschließend wird mittels der Auswerteeinrichtung uC in einem Schritt S500 basierend auf der Aufnahme der optischen Aufnahmeeinrichtung ausgewertet und entschieden, ob der fehlerhaft eingetragene Schussfaden F entfernt ist bzw. ein Fragmente entfernt sind. Wenn erkannt wird, dass der fehlerhaft eingetragene Schussfaden F entfernt ist bzw. sein Fragmente entfernt sind kann der Fortgang des Webprozess freigegeben wird. Andernfalls kann das Verfahren je nach Ausführungsform in Schritt S700 ein Benutzereingriff erforderlich machen und das Verfahren zunächst enden.

Dabei kann wie zuvor schon angedeutet auch vorgesehen sein, dass optional wie in Schritt S600 angedeutet, im Falle des Nichterfolges entschieden wird, ob ein weiterer Versuch der Feherlkorrektur unternommen werden soll - unter Umständen mit einer anderen Ansteuerung. Falls ja wird dies durch eine Rückkehr zu Schritt S100 ermöglicht - Falls nein, d.h. im persistenten Fehlerfall, wird in Schritt S700 ein Benutzereingriff erforderlich und das Verfahren endet zunächst.

Wird ein Benutzereingriff erforderlich kann dies lokal durch eine Warnleuchte und/oder ein Warnsignal als auch remote über eine entsprechende Steuerungsschnittstelle kommuniziert werden.

Mit der vorgestellten erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. dem erfindungsgemäßen wird die zuverlässige Herstellung von Geweben mit hoher Qualität ohne Einbußen der Produktivität aufgrund von Schusseintragsfehlern bedingter Maschinenstillstände möglich.