NIEDERBERGER, Anton (Schinhaltenstrasse 20a, Oberdorf, CH-6370, CH)
| Patentansprüche 1. Gerät zum Verlegen und/oder Reinigen von Photovoltaik- modulen, welche auf pultartigen Unterkonstruktionen mit einer gegebenenfalls nachführbaren Ausrichtung zur Sonne reihenweise zu großflächigen Photovoltaikanlagen aufgestän- dert sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass ein Fahrwerk (6) mit in der Fahrebene umlaufenden Saugfüßen (10) , welche stets zur Fahrebene weisen, einen i quer zur Fahrtrichtung orientierten Basisträger (1) trägt, welcher seinerseits einen entlang des Basisträgers (1) verfahrbaren, starren Arbeitsarm (13) trägt, der rechtwinklig vom Basisträger (1) abstrebt, und wobei das Gerät als Fahrebene die zuvor verlegten Module nutzt . 2. Gerät nach Anspruch 1 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Basisträger (1) aus einem prismatischen Raumfachwerk mit dem Querschnitt eines gleichseitigen Dreiecks und der Arbeitsarm (13) aus einem prismatischen Raumfachwerk mit dem Querschnitt eines Quadrates gebildet sind. 3. Gerät nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Basisträger (1) beidseitig auf zwei Fahrwerkhälften des Fahrwerks (6) montiert ist, und die Saugfußführungen (9) jeder Fahrwerkhälfte einen sich quer zum Basisträger (1) erstreckenden Geradführungsabschnitt aufweisen. 4. Gerät nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Fahrwerkhälften ihrerseits zwei getrennt umlaufende Saugfußführungen (9) mit Saugfüßen (10) aufweisen, wel- che mit ihren Dreieckfüßen (8) an Unterzügen (3) des Basisträgers (1) so angelenkt sind, dass sich die Dreieckfüße (8) an die Seitenflächen des Basisträgers (1) einklappen lassen . 5. Gerät nach Anspruch 3 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die sich quer zum Basisträger (1) erstreckenden Gerad- führungsabschnitte der Saugfußführungen (9) innen liegen. 6. Gerät nach Anspruch 1 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass entlang des Arbeitsarms (13) eine über einen Antrieb verfahrbare Modul -Handlingeinheit (15) und eine über einen Antrieb verfahrbare Modul -Montageeinheit (17) angeordnet sind, deren Fahrwege sich überschneiden. 7. Gerät nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Handlingeinheit (15) Sauger (18) zum Greifen der Module aufweist. 8. Gerät nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Montageeinheit (17) kraftgetriebene Schraubereinheiten (23) und ein Klammermagazin (30) für Modulklammern aufweist . 9. Gerät nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Handlingeinheit (17) auf eine Bühne (32) zugreift, die ihrerseits von einem Transport -Hebegerät (25) mit Modulen beschickt wird. 10. Gerät nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass alternativ entlang des Arbeitsarms (13) mindestens eine verfahrbare Modul -Reinigungseinheit angeordnet ist. 11. Gerät nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Arbeitsarm (13) zwecks Transports demontierbar ist .: 12. Gerät nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Arbeitsarm (13) bezüglich des Basisträgers (1) im Anstellwinkel höhenverschwenkbar ist . 13. Gerät nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Basisträger (1) , der Arbeitsarm (13) und ein Gestell für die Montageeinheit (17) im Wesentlichen aus Knoten-Stab-Raumfachwerken (21, 22) gebildet sind. 14. Verfahren zum Verlegen und/oder Reinigen von Photo- voltaikmodulen auf in Reihen angeordneten pultartigen Unterkonstruktionen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass ein Montage- und/oder Reinigungsgerät mittels eines Fahrwerks (6) mit in der Fahrebene umlaufenden Saugfüßen (10) , welche stets zur Fahrebene weisen, fortschreitend Module montiert und/oder reinigt, wobei als Fahrebene die zuvor auf der Unterkonstruktion (24) verlegten Module dienen. 15. Verfahren nach Anspruch 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass ein Arbeitsarm (13) für das Verlegen von Modulen m Fahrtrichtung und für Reinigungsarbeiten an bereits verlegten Modulen in Gegenfahrtrichtung betrieben wird. |
Gerät und Verfahren zum Verlegen und/oder Reinigen von
Photovoltaikmodulen
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Gerat und ein Verfahren zum Verlegen und/oder Reinigen von Photovoltaikmodulen , welche auf pultartigen Unterkonstruktionen mit einer gegebenenfalls nachfύhrbaren Ausrichtung zur Sonne reihenweise zu großflächigen Photovoltaikanlagen aufgestandert sind.
Kraftwerksanlagen aus zahlreichen im verschattungsfreien Abstand angeordneten Reihen von Photovoltaikmodulen können durchaus Abmessungen von 500 m und mehr Kantenlange haben und die Breite einer einzelnen Modulreihe kann 8 m und mehr betragen. Die Module werden mit einer möglichst optimalen Ausrichtung zur Sonne verlegt. Die Große einer Freiflachen- anlage richtet sich einzig und allein nach den örtlichen Gegebenheiten und der zu projektierenden Leistung Leistungen im Megawattbereich erfordern Anlagen im Hektar-Bereich Dementsprechend hoch ist der Aufwand für die Errichtung und Wartung solcher Anlagen.
Die Stromausbeute von Photovoltaikanlagen ist dort am größten, wo die intensivste Sonneneinstrahlung vorhanden ist, beispielsweise in Wüsten. Dementsprechend ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen besonders beschwerlich Die einzelnen Photovoltaikmodule haben ein Gewicht von etwa 20 kg, und zur Montage einer Großanlage müssen mehrere Tausend Module verbaut werden, was ohne technische Hilfsmittel einen schweren körperlichen Einsatz und erheblichen Zeitaufwand bedeutet. Ferner ist die Schmutzbeladung der Module durch zum Beispiel Staub, Insekten und andere Kleinlebewesen beachtlich, was den Wirkungsgrad der Anlagen schmälert, zumal in den zu bevorzugenden Regionen seltenen Regen fällt. Dies erfordert folglich einen hohen turnusmäßigen Reinigungsaufwand.
Stand der Technik
Aus. der DE 102 46 161 Al ist eine längsverfahrbare , schie- nengebundene Arbeitsbühne zur Montage von Sonnenkollektor-
I modulen bekannt. Die Arbeitsbühne weist mindestens drei auf
I unterschiedlichem Niveau liegende Standbereiche auf, wobei an der, bezogen auf die Montagerichtung rückwärtigen Stirnseite der Arbeitsbühne, zwei Aussparungen eingearbeitet sind, von denen je eine zumindest teilweise zwischen zwei Standbereichen liegt. Die drei auf unterschiedlichem Höhenniveau liegenden Arbeits- und Standbereiche ermöglichen es den Monteuren, sowohl die unten liegenden, als auch die mittleren und die oben liegenden Module einer Reihe in aufrechter Arbeitshaltung zu montieren, wobei die beiden Aussparungen Raum um die Montageschienen herum frei geben, auf denen die quer verlaufenden Modulträger für die Module zu befestigen sind. Um die Verschiebbarkeit der Arbeitsbühne zu erreichen, sind an ihrer Unterseite Mittel zur Längsverfahrbarkeit mittels eines elektrischen Antriebs angeord- net . Außerdem ist im vorderen Bereich der Arbeitsbühne eine Ablagefläche für mindestens zwei auf einem Gleitfeld ver-
I schiebliche Modulpaletten vorgesehen. Ferner lässt sich die Arbeitsbühne mit einem frei beweglichen Schwenkarm ausrüsten, an dessen Ende eine Greifvorrichtung, wie z. B. ein Ansaugfuß, für die Module montiert ist.
Der Arbeitsablauf ist folgender: Ein Modulträger wird in den Montageträger eingelegt, der Montageträger wird auf die Montageschienen abgesenkt und der Modulträger wird auf den Montageschienen verschraubt. Dann wird die Arbeitsbühne um einen definierten Abstand verschoben, der nächste Modulträger in gleicher Weise befestigt und das so montierte Modul - trägerpaar mit Modulen bestückt. Diese sind zuvor palettenweise von einem Gabelstapler auf die Ablagefläche gesetzt worden, von wo der Monteur die einzelnen Module mittels des Schwenkarms zu den Modulträgern hin schwenkt und mit einem Handwerkzeug auf dem Modulträger verschraubt .
Mit der Arbeitsbühne lassen sich die Montagearbeiten erheb- i lieh erleichtern, doch ist der Aufwand zum Erstellen und
Verfahren der Arbeitsbühne auf Schienen recht hoch und eine automatische Montage der Module ist nicht erreicht. Außerdem eignet sich die Arbeitsbühne nicht für Einständer- Anlagen mit Sonnennachführung und für turnusmäßige Reinigungsarbeiten.
Aus der DE 103 20 570 B4 ist ein selbstkletterndes Fahrwerk für Fassaden, insbesondere Glasfassaden, bekannt, bei dem die ,Saugerfüße zweier Endlos-Bahnführungen jeweils in der Fahrebene umlaufen und die Saugseiten stets zur Fahrfläche weisen. Das sehr flache Fahrwerk kann Fassadenprofile bis mindestens 4 cm Höhe überwinden, ist um die eigene Achse dreh'bar, kann vorwärts und rückwärts fahren, zeichnet sich
I durch hohe Haltekräfte aus und benötigt einen minimalen Steueraufwand und Energieverbrauch.
Wesen der Erfindung Aufgabe der Erfindung
Der j Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Errichtung undi Reinigung von Modulen von Photovoltaikanlagen für Solarkraftwerke zu erleichtern. Hierzu soll ein Gerät ge- schaffen werden, das ohne großen Aufwand auf die Baustelle transportiert werden kann, nicht schienengebunden ist und die Photovoltaikmodule weitgehend automatisiert montiert und/oder reinigt .
Erfindungsgemäße Lösung
Die Aufgabe wird gelöst, indem ein Gerät zum Verlegen und Reinigen von Photovoltaikmodulen, welche auf pultartigen Unterkonstruktionen reihenweise aufgeständert sind, ein Fahrwerk aufweist, das mit in der Fahrebene umlaufenden Saugerfüßen ausgerüstet ist, welche stets zur Fahrebene weisen. Das Fahrwerk trägt einen vorteilhaft aus einem Raumfachwerk gebildeten prismatischen Basisträger, dem seinerseits ein entlang des Basisträgers verfahrbarer, vorteilhaft aus einem prismatischen Raumfachwerk gebildeter Arbeitsarm zugeordnet ist. Als Fahrebene für das Gerät dienen mit Ausnahme des Startstandortes vornweg selbst verlegte Module einer Modulreihe. Zusätzliche Weiterbildungen; und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. In einem Nebenanspruch ist des weiteren ein 1 Verfahren zum Verlegen und/oder Reinigen von Photovoltaikmodulen angegeben.
Vorteilhafte Wirkungen
Die Erfindung erlaubt eine zumindest teilweise automatisierte Montage und Reinigung von Modulen für Photovoltaik- anl'agen von Solarkraftwerken. Das Gerät selbst ist unkompliziert zur Baustelle zu transportieren und benötigt für seijnen Einsatz keine eigens hierfür vorbereitete Fahrspur, wie insbesondere Gleise. Dank der Stab-Knoten-Konstruktion i der tragenden Bauteile ist das Gerät verhältnismäßig leicht, aber doch hinreichend stabil. Mit dem Einsatz des Gerätes geht eine wesentliche Montagezeitersparnis und Arbeitserleichterung einher.
Ausführungsbeispiel Beschreibung der Figuren
Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die Erfindung mit ihren Vorteilen näher beschrieben werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig ., 1 ein Gerät komplett mit Fahrwerk, Basisträger und Arbeitsarm in perspektivischer Ansicht,
Fig . 2 das Raumfachwerk des Basisträgers in perspektivischer Ansicht,
Fig j 3 das Raumfachwerk des Arbeitsarmes in perspektivischer Ansicht,
Fig . 4 einen Dreieckfuß des Fahrwerks in perspektivischer Ansicht
Fig . 5 den Basisträger mit angeklapptem Fahrwerk in der Seitenansicht,
Fig i 6 den Basisträger mit angeklapptem Fahrwerk in perspektivischer Ansicht,
Fig !, 7 eine am Arbeitsarm laufende Handlingeinheit in
I perspektivischer Ansicht,
Fig . 8 eine am Arbeitsarm laufende Montageeinheit in perspektivischer Ansicht
Fig. 9 das Gerät im Einsatz auf einer Baustelle und Fig 1 . 10 das Gerät in einem Transportcontainer.
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Bevorzugte Ausführung der Erfindung
Aus] Fig. 1 geht die prinzipielle Konstruktion des Gerätes hervor. Ein länglicher, prismatischer Basisträger 1, der im Querschnitt die Form eines gleichseitigen Dreiecks hat, ist aus, einem Kugel -Stab-Raumfachwerk mit einem Oberzug 2, zwei Unterzüge 3 und zahlreichen Aussteifungsstreben 4 zusammengesetzt. Der Basisträger 1 wird dadurch sehr leicht und ist dennoch formstabil. Beide Stirnseiten können mit Stirnplatten 5 abgedeckt sein. Der Basisträger 1 hat eine Breite, die mindestens der Breite einer Modulreihe entspricht, also zum Beispiel größer 8 m. Er ruht beidseitig auf einem speziellen Fahrwerk 6. Das Fahrwerk 6 besteht aus zwei gleich-
! artigen Fahrwerkhälften, die spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet und jeweils mittels eines Brückenteils 7 an einem Unterzug 3 des Fahrwerks 6 befestigt sind. Die Fahrwerkhälften bewegen den quer zur Fahrtrichtung ausgerichteten ' Basisträger 1. Hierzu sind an jedem Brückenteil 7 einer Fahrwerkhälfte, in Fahrtrichtung gesehen, vorn und hinten Dreieck-Füße 8 angelenkt, welche an flexiblen Saugerführungen 9 nach Art von Bändern oder Ketten umlaufende Saugfüße 10 tragen, antreiben und betätigen. Auf den Innenseiten der Dreieck-Füße 8 laufen die Saugerführungen 9 und damit die
Saugfüße 10 exakt quer zum Basisträger 1 und damit in Vor- Rückwärts-Fahrtrichtung des Gerätes. Auf den anderen beiden Seiten der Dreieck-Füße 8 laufen die Saugerführungen 9 und damit die Saugfüße 10 so, dass sich eine geschlossene Saugerführung 9 ergibt, die einem gleichschenkligen Dreieck nahe kommt. Je nachdem, auf welcher Seite der Dreieck-Füße 8 die Saugfüße 10 des Fahrwerks 6 bei laufenden Saugerführungen 9 entlüften und abheben oder auf der Fahrfläche aufsitzen und saugen, erfolgt die Fortbewegungsart, nämlich vorwärts, rückwärts, schräg oder um die Quermittelachse des
Bas ( isträgers 1 nach rechts oder links gedreht. Nähere Er- i läuterungen zur Fortbewegungsart des Fahrwerks lassen sich der DE 103 20 570 B4 entnehmen, deren Inhalt hiermit zum Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung bezüglich des Fahrwerks 6 gemacht wird. Längs des Basisträgers 1 sind auf einer Seite Versteifungsrahmen 11 und Führungsschienen 12 montiert. Entlang der Führungsschienen 12 ist ein prismatischer Arbeitsarm 13 über die gesamte Länge des Basisträgers 1 mittels eines Schlittens 31 und Antriebs über einen oberen und einen unteren Zahnriemen 28 vorwärts und rückwärts verfahrbar. Der Arbeitsarm 13 ist zum Verlegen von Modulen einer Modul - reihe mit seiner Längsachse in Richtung der Laufachse des Geräts ausgerichtet, steht also im rechten Winkel zum Basisträger 1. Er hat einen quadratischen Querschnitt und ist gleichfalls aus einem Stab-Knoten-Raumfachwerk gebildet, aber kleiner und im Querschnitt schwächer. Der Arbeitsarm 13 trägt ebenfalls auf einer Seitenfläche Führungsschienen 14, an denen eine verfahrbare Montageeinheit 17 läuft. Auf der Bodenseite sind Führungsschienen 16 für eine verfahrbare Handlingeinheit 15 angeordnet. Die Fahrwege beider Einheiten 15, 17 entlang des Arbeitsarmes 13 kreuzen sich hierdurch ohne gegenseitige Behinderung.
Die Handlingeinheit 15 trägt auf ihrer Unterseite in der Ebene der Fahrfläche Sauger 18, mittels derer ein Modul von einer Bühne 32 (Fig. 8) gegriffen und zur Montagestelle verfahren und positioniert werden kann. Die Montageeinheit 17 hingegen besitzt automatische Schraubereinheiten 23 (Fig. 8) und ein Klammermagazin 30 (Fig. 8) mit Modulklammern zum Befestigen der Module an einer Unterkonstruktion 24 (Fig. 9) .
In Fig. 2 ist das Raumfachwerk des Basisträgers 1 dargestellt. Das tragende Gerüst des Basisträgers 1, bestehend aus! einem Oberzug 2, zwei Unterzügen 3 und Versteifungsstreben 4, ist im wesentlichen aus einem Stab-Knoten- Raumfachwerk gebildet. Die Rohrstäbe 20 umfassen mit ihren Endstücken beiderseitig Gewindebolzen, welche zuvor in Kugelstücke 21 geschraubt sind. Der Basisträger 1 hat die Form eines dreiseitigen, geraden Prismas mit gleichen Seitenflächen. Der Übersichtlichkeit halber ist, wie auch in den übrigen Zeichnungen, nicht jedes mehrfach eingesetzte Bauelement, wie Rohrstab oder Kugelstück, mit einem separaten Bezugszeichen versehen.
Auch der Arbeitsarm 13 gemäß Fig. 3 hat ein tragendes Gerüst aus einem Stab-Knoten-Raumfachwerk entsprechend Fig. 2. Im Gegensatz zu Fig. 2 hat der Arbeitsarm 13 allerdings die .Form eines Quaders mit im Querschnitt gleichen Seitenlängen. An einem Ende des Arbeitsarmes 13 ist ein Koppelarme 22 zum Anbau an den Basisträger 1 befestigt. Die beiden Oberzüge 2, die beiden Unterzüge 3, die Streben 4 und der Koppelarm 22 sind wieder aus Rohrstäbe 20 und Knotenstücke 21 gebildet.
Aus der Fig. 4 sind Einzelheiten des Fahrwerks 6 ersichtlich. Dargestellt ist einer der beiden Dreieck-Füße 8 eines Fahrwerkteils. Der Dreieck-Fuß 8 ist mit dem Scharnier 19 am Brückenteil 7 angelenkt, welches am Basisträger 1 befestigt ist, dessen untere Führungsschiene 12 und Streben des Versteifungsrahmens 11 nochmals bezeichnet sind. Die Saugfüße 10 laufen mittels der Saugerführung 9 nach Art eines Bandes oder einer Kette um. Je nach Fahrtrichtung sind die Saugfüße 10 einer Seite angehoben oder aufgesetzt. Für eine Vor- oder Rückwärtsfahrt sitzen die Saugfüße 10 auf der Seite des gezeichneten Doppelpfeils auf, während die anderen Saugfüße 10 abgehoben haben. Die Saugfußsteuerung erfolgt pneumatisch. Die Dreieck-Füße 8 des Basisträgers 1 lassen sich bis zum Anschlag an den Seitenflächen des Basisträgers 1 hochklappen, wodurch das Gerät während des Transports kleinere Ausmaße erhält.
Den zusammengeklappten Zustand des Basisträgers zeigt Fig. 5. Zu sehen ist die Stirnplatte 5, das Brückenteil I 1 die angelenkten Dreieck-Füße 8, die Saugerführungen 9 und die Saugfüße 10. Die Dreieck-Füße 8 sind um ein Scharnier 19 am Brückenteil 7 aus- und einklappbar. Zu erkennen sind weiterhin die obere und untere Führungsschienen 12 und der untere und obere Zahnriemen 28 für das Verfahren des Arbeitsarms 13.
Fig. 6 zeigt nochmals den Basisträger 1 mit angelegten Dreieck-Füßen 8 des Fahrwerks 6 und dem Schlitten 31 in perspektivischer Ansicht. Zu den weiteren Bezugszeichen wird auf die vorhergehenden Figuren verwiesen.
In Fig. 7 ist eine am Arbeitsarm 13 angebaute Handlingeinheit 15 in perspektivischer Ansicht herausgezeichnet. Die Handlingeinheit 15, im wesentlich bestehend aus einem Gestell für die Sauger 18, läuft auf Schienen 16, die auf der Bodenseite des Arbeitsarmes 13 befestigt sind. Mittels der Sauger 18 wird ein zu verlegender - nicht gezeichneter - Modul angesaugt und kraftgetrieben über einen oberen und unteren Zahnriemen 33 entlang der Unterseite des Arbeitsar- mesi 13 an die zu verlegende Position innerhalb der zu ver- legenden Modulreihe gefahren.
Aus Fig. 8 sind nähere Einzelheiten zur Montageeinheit 17 desi Arbeitsarms 13 ersichtlich. Die Montageeinheit 17 ist im Wesentlichen ebenfalls aus einem Stab-Knoten- Raumfachwerk gebildet. Die Stäbe sind wiederum Rohrstäbe 20, die mit ihren Endstücken beiderseitig Gewindebolzen umfassen, welche zuvor in Kugelstücke 21 geschraubt sind. Das Fachwerk bildet ein Gestell, welches an der seitlichen oberen und unteren Führungsschiene 14 des Arbeitsarmes 13 selbsttätig entlangfahren kann und über einen oberen und unteren Zahnriemen 34 vor- und rückwärts bewegt wird. Es nimmt zwei kraftgetriebene Schraubereinheiten 23 auf, mit welchen die Module mittels aus einem Klammermagazin 30 automatisch zugeführten Modulklammern an der Unterkonstruktion 24 (Fig. 9) für eine Modulreihe verschraubt werden.
Die paarweisen Zahnriementriebe 33, 34 gemäß der Figuren 7 und 8 für „vor" und „zurück" der Handlingeinheit 15 und der Montageeinheit 17 sind so auf einer der Längsseiten des Arbeitsarmes 13 montiert, dass der äußere obere und äußere untere Zahnriemen 33 die Handlingeinheit 15 entlang der bodenseitigen Führungsschienen 16 vor- bzw. zurückbewegen und ' der innere obere und innere untere Zahnriemen 34 die Montageeinheit 17 entlang der seitlichen Führungsschienen 14 vor- bzw. zurückbewegen. Auf diese Weise können sich die Fahrwege beider Einheiten 15, 17 überschneiden und die
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Einheiten 15, 17 jeweils die volle Länge des Arbeitsarms 13 ohne gegenseitige Behinderung überstreichen.
Arbeitsweise und Transport des Gerätes
Anhand der Fig. 9 soll die Arbeitsweise des Gerätes näher erläutert werden. Zu Beginn einer Modulreihe werden einige Modulen von Hand montiert, um eine beginnende Fahrfläche für ' das Gerät zu schaffen. Das Gerät wird montiert und auf die, vormontierte Fahrfläche aufgesetzt. Somit benötigt das
Gerat keine eigens zu schaffende Fahrbahn, wie beispiels- i weise einen Schienenweg. Selbstverständlich kann das Gerät auch von einem Sockel aus starten. Die Fahrfläche steht quer zur Montagereihe schräg, um die Sonnenstrahlung besser auszunutzen. Da das Gerät ein Fahrwerk 6 mit Saugfüßen 10 besitzt, hält sich das Gerät problemlos auf der schrägen Fahrfläche und kann in schräger Position entlang der Modul - reihe fahren, wobei es lenkbar bleibt, um gegebenenfalls die Fahrtrichtung zu korrigieren. Ein Arbeitsgerät, im Beispiel ein geländegängiges Transport -Hebegerät 25 legt die zu greifenden Module auf die Bühne 32 vor, die im einfachsten Fall hier von einem Tisch gebildet wird. Während die Handlingeinheit 15 (Fig. 7) einen nächsten Modul von der Bühne 32 greift und auf der Unterkonstruktion 24 positioniert, fährt die Montageeinheit 17 (Fig. 8) zur Montage- stelle und verschraubt automatisch den zuvor abgelegten Modul mittels automatisch zugeführter Modulklammern auf der Unterkonstruktion 24. Zunächst werden zwei Modulklammern gleichzeitig verschraubt, dann fährt der Arbeitsarm 13 einen Schritt weiter und zwei weitere Modulklammern werden gleichzeitig verschraubt. Im Anschluss bringt die Handlingeinheit 15 den nächsten Modul. Entsprechend des Arbeitsfortschrittes rückt das Gerät auf den selbst verlegten Modulen vor.
Der Arbeitsarm 13 lässt sich um einen Winkel von 0,5 - 1° höhenmäßig anstellen, um die Module mittels der Handlingeinheit 15 greifen zu können.
Ein Modul nach der anderen wird verlegt, indem die Einheiten 15, 17 längs des Arbeitsarmes 13 verfahren werden und das Gerät in Verlegerichtung vorrückt. Auf diese Weise lässt sich eine " beliebig lange Modulreihe in etwa der Breite des Basisträgers 1 verlegen. Danach wird eine weitere Modulreihe in Angriff genommen. Aus der Fig. 9 sind zwei auf der Unterkonstruktion auf- geständerte Modulreihen ersichtlich, zwischen denen das Transport -Hebegerät 25 mit einem Kompressor und einer Palette 26 Module auf dem Lastarm längs fährt. Das Transport - Hebegerät 25 beschickt die parallel zum Gerät bewegte Bühne 32 mit Modulen. Auf der vorderen der sichtbaren zwei Modul - reihen fährt das Gerät. Der am Basisträger 1 befestigte Arbeitsarm 13 weist nach vorn in Fahrtrichtung, so dass das Gerät mit seinem Fahrwerk 6 immer auf selbstverlegten Modulen fährt, die es automatisch auf die Unterkonstruktion 24 unter Verwendung der Modulklammern aus dem Klammermagazin 30 (Fig. 8) schraubt. Die Energiezuführung für das Gerät erfolgt vorteilhaft vom Transport -Hebegerät 25 aus. Selbstverständlich kann das Gerät auch eine bordeigene Energiequelle besitzen. Als Hauptenergiequellen dienen insbesondere Druckluft und/oder Elektrizität. Mit Druckluft- bzw. elektrischen Antrieben kann das Gerät fortbewegt werden, der Arbeitsarm 13 angehoben werden, lassen sich die Hand- ling- und Montageeinheiten 15, 17 bewegen sowie die Schraubereinheiten 23 und das Klammermagazin 30 bedienen.
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Alte Irnativ lassen sich anstelle der Einheiten 15, 17 auch eine oder zwei nicht dargestellte Reinigungseinheiten mon- tieren und verfahren. Dann kann es zweckmäßig sein, dass das Gerät nicht mit dem Arbeitsarm 13 voraus fährt, sondern diesen nachzieht, damit das Fahrwerk 6 nicht über die frisch gereinigten Module fahren muss. Die Reinigungsarbeiten können beispielsweise mit einer Vorrichtung und einem Verfahren nach DE 102 33 304 B4 vorgenommen werden, wonach einem Trockeneis-Luftstrahl flüssiges Reinigungsmittel so zugesetzt wird, dass es zeitgleich mit dem Trockeneis in i flüssigem Zustand in dessen Strahlbild auftrifft. Gemäß Fig. 10 ist das Gerät teilweise zerlegt in einem aufgeklappten Transportcontainer 27 untergebracht. Der Transportcontainer 27 ist so unterteilt, dass ein Teil den Arbeitsarm 13 mit der Handlingeinheit 15 und der Montageeinheit 17 aufnehmen kann und ein Teil den Basisträger 1 mit dem angeklappten Fahrwerk 6. Im oberen Teil des Raumes für den Arbeitsarm 13 können Behältnisse für Zubehör und Werkzeug untergebracht sein. Der Arbeitsarm 13 und der Basisträger 1 ruhen auf herausziehbaren Unterlagen 29. Diese werden auf der Baustelle herausgezogen und der Arbeitsarm 13 wird mit einem im Transportcontainer integrierten Kranarm um 90° geschwenkt und am Basisträger 1 mittels seiner Koppelarme 22 befestigt.
Gewerbliche Anwendbarkeit der Erfindung
Die Erfindung ist vorrangig zur Montage und Reinigung der Photovoltaikmodulen von Solarkraftwerken konzipiert. Es versteht sich, dass das Gerät auch sonstige glatte Paneele verlegen und/oder reinigen kann, die sich waagerecht bis senkrecht erstrecken, wie Fliesen oder Metallplatten an Fassaden, Dächern oder auf ebenen Flächen.
Bezugszeichen
1 Basisträger
2 Oberzug des Basisträgers
3 Unterzug des Basisträgers
4 Strebe des Basisträgers
5 Stirnplatte des Basisträgers
6 Fahrwerk des Geräts
7 Brückenteil des Fahrwerks
8 Dreieck-Fuß
9 Saugerführung, wie Band oder Kette
10 Saugfuß des Fahrwerks
11 Versteifungsrahmen des Basisträgers
12 Führungsschiene am Basisträger
13 Arbeitsarm
14 Seitliche Führungsschiene am Arbeitsarm
15 Handlingeinheit des Arbeitsarms
16 Bodenseitige Führungsschiene am Arbeitsarm
17 Montageeinheit des Arbeitsarms
18 Sauger der Handlingeinheit
19 Scharnier am Dreieck-Fuß 20 Rohrstab für Raumfachwerk
21 Kugelstück für Raumfachwerk
22 Koppelärm am Arbeitsarm
23 Schraubereinheit
24 Unterkonstruktion für Modulreihe 25 Transport -Hebegerät
26 Palette
27 Transportcontainer
28 Zahnriemen des Basisträgers
29 Unterlage
30 Klammermagazin 31 Schlitten Bühne Zahnriemen für die Handlingeinheit Zahnriemen für die Montageeinheit
