Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DEVICE AND METHOD FOR THE OPERATION OF A HIGH-PRESSURE DISCHARGE LAMP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/147722
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device and a method for operating a high-pressure discharge lamp (1), said device comprising a voltage transformer (WR) for generating an alternating load current for the high-pressure discharge lamp (1), and a load circuit which is mounted downstream of the voltage transformer (WR) and is provided with terminals (J1, J2) for the high-pressure discharge lamp (1). A low-pass filter (L1, C1), which filters the load current flowing through the high-pressure discharge lamp (1) after the gas discharge is ignited therein when the high-pressure discharge lamp (1) is connected, is disposed in the load circuit, thus preventing the high-pressure discharge lamp (1) from flickering.

Inventors:
LAU, Matthias (Mindener Str. 20, Berlin, 10589, DE)
Application Number:
EP2007/055476
Publication Date:
December 27, 2007
Filing Date:
June 04, 2007
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PATENT-TREUHAND-GESELLSCHAFT FÜR ELEKTRISCHE GLÜHLAMPEN MBH (Hellabrunner Str. 1, München, 81543, DE)
LAU, Matthias (Mindener Str. 20, Berlin, 10589, DE)
International Classes:
H05B41/04; H05B41/288; H05B41/00; H05B41/28
Attorney, Agent or Firm:
RAISER, Franz (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
Download PDF:
Claims:

Ansprüche

1. Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe (1) mit einem Spannungswandler (WR) zum Erzeugen eines Betriebsstroms wechselnder Polarität für die Hochdruckentladungslampe (1) und einem dem Spannungswandler (WR) nachgeschalteten Lastkreis, der mit Anschlüssen (Jl, J2) für die Hochdruckent ¬ ladungslampe (1) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Lastkreis ein Tiefpassfilter (Ll, Cl) angeordnet ist, das bei angeschlossener Hoch- druckentladungslampe (1), nach dem Zünden der Gas ¬ entladung in der Hochdruckentladungslampe (1), eine Filterung des durch die Hochdruckentladungslampe (1) fließenden Betriebsstroms bewirkt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Tiefpassfil- ter (Ll, Cl) als LC-Tiefpassfilter mit mindestens einem induktiven Bauteil (Ll) und mindestens einem kapazitiven Bauteil (Cl) ausgebildet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Vorrichtung eine Zündinduktivität (LS) zum Erzeugen der zum Zünden der Gasentladung in der Hochdruckentladungslampe (1) erforderlichen Zündspannung aufweist, und die Zündinduktivität (LS) als Be ¬ standteil des Tiefpassfilters (Ll, Cl) ausgebildet ist .

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Tiefpassfilter als T-Tiefpassfilter (Ll, Cl, LS) ausgebildet ist, bei dem jeweils ein Anschluss des mindestens

einen induktiven Bauteils (Ll) und des mindestens einen kapazitiven Bauteils (Cl) sowie der Zündinduktivität (LS) miteinander verbunden sind.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Zünd- induktivität die Sekundärwicklung (LS) eines Zünd ¬ transformators (LP, LS) ist, der als Bestandteil einer Impulszündschaltung (Z) für die Hochdruckentladungslampe (1) ausgebildet ist.

6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Grenzfrequenz des Tiefpassfil ¬ ters (Ll, Cl) kleiner als die Grundfrequenz der longitudinalen akustischen Resonanzfrequenz der Hochdruckentladungslampe (1) ist.

7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Grenzfrequenz des Tiefpassfil ¬ ters (Ll, Cl) kleiner oder gleich 120 kHz beträgt.

8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Spannungswandler als Halb- oder Vollbrückenwechselrichter (WR) mit einer Schaltfre- quenz seiner Schaltmittel (Tl, T2, T3, T4) von kleiner oder gleich 1 kHz ausgebildet ist.

9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Tiefpassfilter (Ll, Cl) in den Brückenzweig des Halb- oder Vollbrückenwechselrich- ters (WR) geschaltet ist.

10. Verfahren zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe (1) mit einem elektrischen Strom wechselnder Polarität, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem

Zünden der Gasentladung in der Hochdruckentladungslampe (1) der Strom durch die Hochdruckentladungs ¬ lampe (1) mittels eines Tiefpassfilters (Ll, Cl) gefiltert wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei das Tiefpassfilter (Ll, Cl) mindestens ein induktives Bauteil (Ll) und mindestens ein kapazitives Bauteil (Cl) um- fasst .

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Zün- düng der Gasentladung in der Hochdruckentladungslampe (1) mittels einer Zündinduktivität (LS) durchgeführt wird, die als Bestandteil des Tief ¬ passfilters (Ll, Cl) ausgebildet ist.

13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 12, wobei die Grenzfrequenz des Tiefpassfilters

(Ll, Cl) kleiner als die Grundfrequenz der longitu- dinalen akustischen Resonanzfrequenz der Hochdruckentladungslampe (1) ist.

14. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 13, wobei die Grenzfrequenz des Tiefpassfilters

(Ll, Cl) kleiner oder gleich 120 kHz ist.

15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 14, wobei die Hochdruckentladungslampe (1) nach dem Zünden der Gasentladung in der Hochdruckentla- dungslampe (1) mit einem Strom wechselnder Polarität betrieben wird, dessen Frequenz kleiner gleich 1 kHz beträgt.

Description:

Vorrichtung und Verfahren zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein entsprechendes Verfahren zum Betrei ¬ ben einer Hochdruckentladungslampe.

I . Stand der Technik Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise in der EP 0 975 007 Al sowie auf den Seiten 217 bis 218 des Buchs „Betriebsgeräte und Schaltungen für elektrische Lampen" von C. H. Sturm und E. Klein, 6. Auflage von 1992, herausgegeben von der Siemens Aktiengesellschaft, offenbart .

Die EP 0 975 007 Al beschreibt eine Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe, insbesondere einer Halogen-Metalldampf-Hochdruckentladungslampe für einen Kraftfahrzeugscheinwerfer, mittels eines Wechsel- richters.

Auf den Seiten 217-218 des oben genannten Buchs wird eine Vorrichtung zum Betreiben einer Halogen-Metalldampf- Hochdruckentladungslampe mit einem rechteckförmigen Lam ¬ penstrom beschrieben. Die Entladungsstrecke der Hoch- druckentladungslampe ist in den Brückenzweig eines VoIl- brückenwechselrichters geschaltet, der den rechteckförmi ¬ gen Lampenstrom mit wechselnder Polarität erzeugt.

Hochdruckentladungslampen, die an den oben genannten, gattungsgemäßen Vorrichtungen betrieben werden, zeigen nach längeren Betrieb eine Tendenz zum Flickern, das

heißt, bei älteren Hochdruckentladungslampen, die schon längere Zeit im Einsatz waren, ist eine Tendenz zu starken Helligkeitsschwankungen zu erkennen.

II. Darstellung der Erfindung

Es ist Aufgabe der Erfindung eine gattungsgemäße Vorrich- tung und ein entsprechendes Verfahren zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe bereitzustellen, bei der bzw. bei dem ein nahezu flickerfreier Lampenbetrieb ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 10 gelöst. Besonders vorteilhafte Aus ¬ führungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben .

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe ist mit einem Spannungswandler zum Erzeugen eines Betriebsstroms wechselnder Polarität für die Hochdruckentladungslampe und einem dem Spannungs ¬ wandler nachgeschalteten Lastkreis ausgestattet, der mit Anschlüssen für die Hochdruckentladungslampe versehen ist, wobei erfindungsgemäß in dem Lastkreis ein Tiefpass- filter angeordnet ist, das bei angeschlossener Hochdruckentladungslampe, nach dem Zünden der Gasentladung in der Hochdruckentladungslampe, eine Filterung des durch die Hochdruckentladungslampe fließenden Betriebsstroms be ¬ wirkt. Das Tiefpassfilter verursacht in dem Lastkreis ei- ne starke Dämpfung von hochfrequenten Anteilen des Betriebsstroms bzw. der Betriebsspannung der Hochdruckentladungslampe. Es wird vermutet, dass das Auftreten von akustischen Resonanzen im Entladungsmedium der Hochdruck-

entladungslampe verantwortlich für das Auftreten von Helligkeitsschwankungen ist. Mittels des erfindungsgemäßen Tiefpassfilters werden insbesondere diejenigen hochfre ¬ quenten Anteile des Lampenstroms bzw. der Lampenspannung unterdrückt, die das Auftreten der vorgenannten akusti ¬ schen Resonanzen in dem Entladungsmedium der Hochdruckentladungslampe begünstigen. Ein Vergleich der Figuren 4 und 5 zeigt, dass die Helligkeitsschwankungen der Hochdruckentladungslampe beim Betrieb mittels der erfindungs- gemäßen Vorrichtung, die das vorgenannte Tiefpassfilter aufweist, im Vergleich zum Betrieb an der gattungsgemäßen Vorrichtung deutlich reduziert sind.

Vorteilhafterweise ist das Tiefpassfilter als LC- Tiefpassfilter ausgebildet, das mindestens ein induktives und mindestens ein kapazitives Bauteil aufweist. Im Ver ¬ gleich zu einem RC-Tiefpassfilter können in dem LC- Tiefpassfilter keine ohmschen Verluste auftreten.

Vorteilhafterweise ist eine als Bestandteil der erfin ¬ dungsgemäßen Vorrichtung ausgebildete Zündinduktivität, die zum Erzeugen der zum Zünden der Gasentladung in der Hochdruckentladungslampe erforderlichen Zündspannung dient, als Bestandteil des Tiefpassfilters ausgebildet. Dadurch kann die ohnehin schon vorhandene Induktivität der Zündschaltung für das Tiefpassfilter genutzt werden. Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Tiefpassfilter als so genanntes T-Tiefpassfilter ausgebildet, bei dem jeweils ein Anschluss des mindestens einen induktiven Bauteils und des mindestens einen kapa ¬ zitiven Bauteils des Tiefpassfilters sowie die Zündinduk-

tivität miteinander verbunden sind, so dass ein LCL- Tiefpass gebildet wird.

Vorteilhafterweise handelt es sich bei der Zündinduktivi ¬ tät um die Sekundärwicklung eines Zündtransformators, der als Bestandteil einer Impulszündschaltung für die Hochdruckentladungslampe ausgebildet ist. Oftmals ist die vorgenannte Sekundärwicklung, die während der Zündphase eine der Lampenelektroden mit der Zündspannung beaufschlagt, in den Lastkreis integriert, so dass sie nach Beendigung der Zündphase vom Betriebsstrom der Hochdruckentladungslampe durchflössen wird. Diese Sekundärwicklung kann daher vorteilhaft für das oben beschriebene Tief ¬ passfilter verwendet werden.

Um insbesondere die Anregung der besonders kritischen longitudinalen, das heißt, der in Richtung der Entladungsstrecke wirkenden, akustischen Resonanzen im Entladungsmedium der Hochdruckentladungslampe zu vermeiden, ist das Tiefpassfilter derart dimensioniert, dass seine Grenzfrequenz kleiner als die tiefste Frequenz der longi- tudinalen akustischen Resonanzen ist, die hier der Einfachheit halber nachstehend als Grundfrequenz bezeichnet wird. Die longitudinalen akustischen Resonanzen können bei ausreichender Stärke zum Abreißen des Entladungsbo- gens und damit zum Erlöschen der Entladung führen. Um ei- ne Anregung von longitudinalen akustischen Resonanzen in dem Entladungsmedium der vorgenannten Hochdruckentladungslampe zu vermeiden, ist daher das Tiefpassfilter vorzugsweise derart dimensioniert, dass seine Grenzfre ¬ quenz einen ausreichenden Abstand zu der vorgenannten

Grundfrequenz besitzt und vorzugsweise kleiner oder gleich 120 kHz ist.

Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Spannungswandler der erfindungsgemäßen Vorrich- tung als ein Halb- oder Vollbrückenwechselrichter ausgebildet, dessen Schaltmittel eine Schaltfrequenz von klei ¬ ner oder gleich 1 kHz besitzen, um die Hochdruckentladungslampe mit einem Strom wechselnder Polarität betrei ¬ ben zu können, dessen Frequenzspektrum deutlich außerhalb des Frequenzbereichs der akustischen Resonanzen der Hochdruckentladungslampe liegt.

Das Tiefpassfilter der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorzugsweise in den Brückenzweig des vorgenannten Halb ¬ oder Vollbrückenwechselrichters geschaltet, um den durch die Hochdruckentladungslampe fließenden Lampenstrom bzw. Betriebsstrom zu filtern.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Hochdruckentladungslampe mit einem elektrischen Strom wechselnder Polarität zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass nach dem Zünden der Gasentladung in der Hochdruckentladungslampe der Strom durch die Hochdruckentla ¬ dungslampe mittels eines Tiefpassfilters gefiltert wird. Wie bereits oben erläutert wurde, werden mittels des Tiefpassfilters die hochfrequenten Anteile aus dem über die Entladungsstrecke, durch das Entladungsmedium der Hochdruckentladungslampe fließenden Betriebsstrom heraus ¬ gefiltert. Insbesondere werden auch diejenigen Anteile des Betriebsstroms herausgefiltert, die eine Anregung von akustischen Resonanzen im Entladungsmedium der Hochdruck-

entladungslampe begünstigen könnten. Wie ein Vergleich der Figuren 4 und 5 zeigt, werden die Helligkeitsschwankungen durch die Filterwirkung des Tiefpassfilters erheb ¬ lich reduziert.

III. Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 Eine schematische Darstellung der wesentlichen Komponenten der Vorrichtung gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit angeschlos ¬ sener Hochdruckentladungslampe

Figur 2 Eine schematische der Schaltungsanordnung des in Figur 1 abgebildeten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung

Figur 3 Durchlasskurven des Tiefpassfilters der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Vorrichtung für unterschiedlich dimensionierte Kapazitäten des Tiefpassfilters

Figur 4 Die relative Abweichung der Lichtintensität von einem Mittelwert der Intensität des von einer

Hochdruckentladungslampe emittierten Lichts, die an einer gattungsgemäßen Vorrichtung betrieben wird, in Abhängigkeit von der Zeit, wobei die

Zeitskala in Anzahl der jeweils 420 s andauernden Schaltzyklen unterteilt ist

Figur 5 Die relative Abweichung der Lichtintensität von einem Mittelwert der Intensität des von der Hoch-

druckentladungslampe emittierten Lichts, die an der erfindungsgemäßen Vorrichtung betrieben wird, in Abhängigkeit von der Zeit, wobei die Zeitskala in Anzahl der jeweils 420 s andauernden Schalt- zyklen unterteilt ist

Figur 6 Eine Seitenansicht einer Halogen-Metalldampf- Hochdruckentladungslampe

Die wesentlichen Komponenten des bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, inklusive angeschlossener Hochdruckentladungslampe 1 (vgl. Figur 6) sind schematisch in Figur 1 abgebildet. Bei der in Figur 6 abgebildeten Hochdruckentladungslampe 1 handelt es sich um eine Halogen-Metalldampf-Hochdruckentladungslampe mit einer elektrischen Nennleistung von 35 W, die für den Einsatz in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer vorgesehen ist. Die Vorrichtung gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist als Elektronisches Vorschalt- gerät für diese Halogen-Metalldampf- Hochdruckentladungslampe 1 ausgebildet. Das von einem Au- ßenkolben 11 umgebene Entladungsgefäß 12 der Hochdruckentladungslampe 1 ist in einem Lampensockel 13 verankert. Die elektrischen Anschlüsse Jl, J2, J3 der Hochdruckent ¬ ladungslampe 1 sind als Buchse ausgebildet, die an einer Seitenwand des Lampensockels 13 angeordnet ist. Im Innen- räum des Entladungsgefäßes 12 sind als Entladungsmedium Xenon und Metallhalogenide angeordnet. Im Fall einer quecksüberfreien Halogen-Metalldampf-Hochdruckentla ¬ dungslampe besteht das Entladungsmedium aus Xenon und den Jodiden der Metalle Natrium, Scandium, Zink und Indium. Im Fall einer quecksilberhaltigen Halogen-Metalldampf-

Hochdruckentladungslampe besteht das Entladungsmedium aus Xenon, Quecksilber sowie den Jodiden von Natrium und Scandium. In den Innenraum des Entladungsgefäßes 12 ragen eine erste, sockelnahe Elektrode 14 und eine zweite so- ckelferne Elektrode 15 hinein, zwischen denen sich während des Lampenbetriebs eine Gasentladung ausbildet. Der Abstand zwischen den Elektroden 14, 15 beträgt 4,2 mm. Im Innenraum des Lampensockels 13 ist eine Impulszündschal ¬ tung Z angeordnet, die zum Erzeugen der zum Zünden der Gasentladung in dem Entladungsmedium der Hochdruckentladungslampe 1 erforderlichen Zündspannung dient. Diese Impulszündschaltung Z umfasst eine Zündinduktivität LS, welche die sockelnahe erste Elektrode 14 über die Strom ¬ zuführung 17 während der Zündphase der Hochdruckentla- dungslampe 1 mit den zum Zünden der Gasentladung erforderlichen Zündspannungsimpulsen beaufschlagt. Die sockelferne zweite Elektrode 15 ist über eine zum Lampensockel 13 zurückgeführte Stromrückführung 16 mit einem ersten elektrischen Anschluss Jl der Hochdruckentladungslampe 1 verbunden. Ein zweiter elektrischer Anschluss J2 der Hochdruckentladungslampe 1 ist mit einem ersten Anschluss einer Induktivität Ll und mit einem ersten Anschluss ei ¬ ner Kapazität Cl verbunden. Der zweite Anschluss der Ka ¬ pazität Cl ist mit einem ersten Spannungsausgang J4 eines Spannungswandlers WR und mit dem ersten Anschluss Jl der Hochdruckentladungslampe 1 verbunden. Der zweite An ¬ schluss der Induktivität Ll ist mit einem zweiten Span ¬ nungsausgang J5 des Spannungswandlers WR verbunden. Der dritte Anschluss der Hochdruckentladungslampe 1 ist mit einer Gleichspannungsversorgungsschaltung DC verbunden,

die auch die Spannungsversorgung für den Spannungswandler WR gewährleistet.

Die Induktivität Ll und die Kapazität Cl sowie die Zünd ¬ induktivität LS der Zündschaltung Z bilden ein so genann- tes T-Tiefpassfilter, das nach Beendigung der Zündphase der Hochdruckentladungslampel den Lampenstrom filtert und hochfrequente Anteile des Lampenstroms bzw. der Lampen ¬ spannung dämpft .

Details der Schaltungsanordnung der in Figur 1 abgebilde- ten Betriebsvorrichtung sind in Figur 2 dargestellt. Bei dem Spannungswandler WR handelt es sich um einen Vollbrü- ckenwechselrichter WR, dessen Brückenzweig zwischen den Knotenpunkten bzw. Spannungsausgängen J4, J5 des Vollbrü- ckenwechselrichters WR angeordnet ist. Die Entladungs- strecke der Hochdruckentladungslampe 1, die als Impuls ¬ zündschaltung ausgebildete Zündschaltung Z und das Tiefpassfilter Ll, Cl, LS sind in den Brückenzweig des VoIl- brückenwechselrichters WR geschaltet. Die Transistorpaare Tl, T4 und T2, T3 des Vollbrückenwechselrichters WR schal- ten alternierend, so dass durch den Brückenzweig und über die Entladungsstrecke der Hochdruckentladungslampe 1, nach Beendigung der Zündphase der Hochdruckentladungslampe 1, ein Strom wechselnder Polarität fließt. Die Schalt ¬ frequenz der Transistorpaare Tl, T4 bzw. T2, T3 und damit auch die Frequenz des in dem Brückenzweig fließenden Stroms ist kleiner als 1 kHz und liegt typischerweise im Bereich von 250 Hz bis ca. 800 Hz. In der Figur 2 sind auch die Anschlüsse bzw. elektrischen Kontakte Jl, J2, J3 dargestellt, um die Schnittstelle zwischen der Hochdruck- entladungslampe 1 bzw. dem Lampensockel 13 und der Be-

triebsvorrichtung aufzuzeigen. Die Komponenten LP, LS, CZ, FS der Impulszündschaltung Z sind komplett im Innenraum des Lampensockels 13 der Hochdruckentladungslampe 1 untergebracht. Bei der Gleichspannungsversorgungsschal- tung DC handelt es sich einen DC-DC-Wandler, der aus der Bordnetzspannung des Kraftfahrzeugs die für den Lampenbe ¬ trieb erforderlichen Spannungen zur Versorgung des VoIl- brückenwechselrichters WR und der Zündschaltung Z gene ¬ riert. Zusätzlich umfasst die Gleichspannungsversorgungs- Schaltung DC auch eine Leistungsregelungseinheit (nicht abgebildet) zur Regelung der elektrischen Leistungsaufnahme der Hochdruckentladungslampe 1. Die Impulszünd ¬ schaltung Z besteht aus dem Zündtransformator LP, LS mit einer Primärwicklung LP und einer Sekundärwicklung LS, einem Zündkondensator CZ und einer Funkenstrecke FS. Während der Zündphase der Hochdruckentladungslampe 1 wird die Impulszündschaltung Z mittels der Gleichspannungsver- sorgungsschaltung DC über den durchgeschalteten Transistor Tl und die Anschlüsse J2, J3 mit einer Gleichspannung versorgt, die den Zündkondensator CZ auf die Durchbruchs ¬ spannung der Funkenstrecke FS auflädt. Beim Erreichen dieser Durchbruchsspannung wird die Funkenstrecke FS leitfähig und der Zündkondensator CZ entlädt sich stoßweise über die Funkenstrecke FS und die Primärwicklung LP des Zündtransformators LP, LS. In der Sekundärwicklung LS des Zündtransformators LP, LS werden dadurch Hochspannungsimpulse induziert, mit denen die sockelnahe Elektro ¬ de 14 der Hochdruckentladungslampe 1 beaufschlagt wird. Diese Hochspannungsimpulse zünden die Gasentladung in dem Entladungsmedium der Hochdruckentladungslampe 1. Nach erfolgter Zündung der Gasentladung in der Hochdruckentla-

dungslampe 1 wird die Zündschaltung Z bzw. die Spannungs ¬ versorgung der Zündschaltung Z deaktiviert und das alternierende Umschalten der Transistorpaare Tl, T4 und T2, T3 des Vollbrückenwechselrichters WR aktiviert, so dass über die Entladungsstrecke der Hochdruckentladungslampe 1 und durch die Sekundärwicklung LS sowie durch die Induktivität Ll und die Kapazität Cl ein Strom wechselnder Polarität mit einer Frequenz im Bereich von 250 Hz bis ca. 800 Hz fließt. Die Induktivität Ll, die Kapazität Cl und die Sekundärwicklung LS des Zündtransformators LP, LS bilden ein T-Tiefpassfilter bzw. LCL-Tiefpassfilter, das hochfrequente Anteile des Lampenstroms bzw. des Stroms durch den Brückenzweig des Wechselrichters WR dämpft. Der Kapazitätswert der Kapazität Cl und der Induktivitätswert der Induktivität Ll sind derart auf den Induktivitätswert der Sekundärwicklung LS abgestimmt, dass die Grenzfre ¬ quenz des Tiefpassfilters kleiner oder gleich 120 kHz ist .

Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung be- sitzt die Induktivität Ll einen Wert von 0,56 mH, die Ka ¬ pazität Cl einen Wert von 4,7 nF und die Sekundärwicklung LS einen Induktivitätswert von 0,47 mH . Die Grenzfrequenz des Tiefpassfilters Ll, Cl, LS beträgt in diesem Fall ca. 120 kHz. Die dazu gehörende Durchlasskurve, das heißt, der Quotient bzw. das Verhältnis der Amplituden U_aus und U_ein von Ausgangsspannung und Eingangsspannung des Tiefpassfilters, ist in Figur 3 als durchgezogene Linie dar ¬ gestellt .

Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung be- sitzt die Induktivität Ll einen Wert von 0,56 mH, die Ka-

pazität Cl einen Wert von 20 nF und die Sekundärwicklung LS einen Induktivitätswert von 0,47 mH . Die Grenzfrequenz des Tiefpassfilters Ll, Cl, LS beträgt in diesem Fall ca. 51 kHz. Die dazu gehörende Durchlasskurve ist in Figur 3 als gestrichelte Linie dargestellt.

Die in Figur 3 dargestellte strichpunktierte Linie gehört zu der Durchlasskurve eines Tiefpassfilters mit dem Kapa ¬ zitätswert von 1,0 nF für die Kapazität Cl und den Induk ¬ tivitätswerten 0,56 mH bzw. 0,47 mH für die Induktivität Ll bzw. für die Sekundärwicklung LS. Das so dimensionierte Tiefpassfilter ist aufgrund des zu geringen Kapazitätswertes nicht geeignet für eine ausreichende Filterung des Lampenstroms und bildet daher keinen Teil der Erfin ¬ dung.

In der zweiteiligen Figur 4 ist auf der vertikalen Achse die relative Abweichung der Lichtintensität von einem Mittelwert der Intensität des von der Hochdruckentla ¬ dungslampe 1 emittierten Lichts in Abhängigkeit von der Zeit für einen Zeitraum von insgesamt 400 Schaltzyklen dargestellt. Auf der horizontalen Achse ist die Zeit in Einheiten von Schaltzyklen aufgetragen. Jeder Schaltzyklus dauert 420 s und umfasst eine 180 s dauernde Ein ¬ schaltphase der Hochdruckentladungslampe 1 sowie eine 240 s dauernde Ausschaltphase bzw. Abkühlphase der Hoch- druckentladungslampe 1. Die Lichtintensität wurde mittels Photozellen gemessen. Das Messintervall der minimalen und maximalen Lichtintensität beträgt jeweils 4 ms und der Mittelwert der Lichtintensität wurde über einen Zeitraum von 100 ms gebildet. Die Hochdruckentladungslampe 1 wurde für die in Figur 4 abgebildete Messung an einer konventi-

onellen gattungsgemäßen Vorrichtung ohne das erfindungsgemäße Tiefpassfilter betrieben. Die Lichtintensität unterliegt gemäß Figur 4 starken Schwankungen im Bereich von ca. +20 Prozent bis ca. -50 Prozent des Mittelwerts.

In der zweiteiligen Figur 5 ist auf der vertikalen Achse die relative Abweichung Lichtintensität von einem Mittel ¬ wert der Intensität des von der Hochdruckentladungslampe 1 emittierten Lichts in Abhängigkeit von der Zeit für ei ¬ nen Zeitraum von insgesamt 400 Schaltzyklen dargestellt. Auf der horizontalen Achse ist die Zeit in Einheiten von Schaltzyklen aufgetragen. Jeder Schaltzyklus dauert 420 s und umfasst eine 180 s dauernde Einschaltphase der Hoch ¬ druckentladungslampe 1 sowie eine 240 s dauernde Aus ¬ schaltphase bzw. Abkühlphase der Hochdruckentladungslampe 1. Die Lichtintensität wurde mittels Photozellen gemes ¬ sen. Das Messintervall der minimalen und maximalen Licht ¬ intensität beträgt jeweils 4 ms und der Mittelwert der Lichtintensität wurde über einen Zeitraum von 100 ms ge ¬ bildet. Die Hochdruckentladungslampe 1 wurde für die in Figur 5 abgebildete Messung an einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem Tiefpassfilter betrieben, dessen Grenzfrequenz ca. 100 kHz betrug und einen Kapazitätswert von 10 nF für die Kapazität Cl sowie Induktivitätswerte von 0,56 mH bzw. 0,47 mH für die Induktivität Ll bzw. die Sekundärwicklung LS besaß. Die Schwankungen der Lichtintensität betragen gemäß Figur 5 beim Betrieb der Hochdruckentladungslampe 1 an der erfindungsgemäßen Vorrichtung weniger als ±10 Prozent des Mittelwerts.

Ein Vergleich der Figuren 4 und 5 zeigt deutlich, dass beim Betrieb der Hochdruckentladungslampe 1 an der erfin-

dungsgemäßen Vorrichtung keine nennenswerten Helligkeitsschwankungen auftreten, im Gegensatz zu dem Betrieb dieser Hochdruckentladungslampe 1 an einer konventionellen Vorrichtung ohne das erfindungsgemäße Tiefpassfilter.

Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die oben näher erläuterten Ausführungsbeispiele. Es ist beispielsweise möglich, die Komponenten Ll, Cl des Tiefpassfilters zu ¬ sammen mit der Zündvorrichtung Z im Innenraum des Lampensockels 13 unterzubringen. Andererseits muss aber die Zündvorrichtung Z nicht im Innenraum des Lampensockels 13 angeordnet sein, sondern kann zusammen mit den Komponenten Ll, Cl des Tiefpassfilters in dem Gehäuse des Elekt ¬ ronischen Vorschaltgeräts untergebracht sein.