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Title:
DEVICE AND METHOD FOR PRODCING A PULSED JET OF A LIQUID FLUID
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/018007
Kind Code:
A1
Abstract:
To create a device for producing a pulsed jet of a liquid fluid, comprising a fluid inlet, a fluid outlet and a blocking element which is arranged between the fluid inlet and the fluid outlet and which cyclically closes and opens a fluid passage between the fluid inlet and the fluid outlet, which device enables an improved mechanical action on an object which is acted on with the pulsed jet, it is proposed that the device comprises at least one bypass through which a liquid fluid can be supplied to the fluid outlet even during a closed phase of the blocking element.

Inventors:
KÄSKE, Egon (Zehntweg 53, Aachen, 52078, DE)
Application Number:
EP2009/053968
Publication Date:
February 18, 2010
Filing Date:
April 02, 2009
Export Citation:
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Assignee:
DÜRR ECOCLEAN GMBH (Mühlenstrasse 12, Filderstadt, 70794, DE)
KÄSKE, Egon (Zehntweg 53, Aachen, 52078, DE)
International Classes:
B08B3/02; B08B9/032
Attorney, Agent or Firm:
HÖRNER, A (HOEGER, STELLRECHT & PARTNER PATENTANWÄLTEUhlandstrasse 14c, Stuttgart, 70182, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids, umfassend einen Fluideinlass (116), einen Fluidauslass (124, 176) und ein zwischen dem Fluideinlass (116) und dem Fluidauslass (124, 176) angeordnetes Sperrelement (134, 192), welches einen Fluiddurchgang (122, 170) zwischen dem Fluideinlass (116) und dem Fluidauslass (124, 176) zyklisch schließt und freigibt,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t,

dass die Vorrichtung (100) mindestens einen Bypass (112, 178) umfasst, durch den auch während einer Schließphase des Sperrelements (134, 192) dem Fluidauslass (124, 176) ein flüssiges Fluid zuführbar ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100) eine Einstellvorrichtung (128, 180) zum Einstellen eines Volumenstroms eines durch den Bypass (112, 178) strömenden Bypass- Fluidstroms umfasst.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100) eine Einstellvorrichtung (130, 182) zum Einstellen eines Volumenstroms eines durch den Fluiddurchgang (122, 170) strömenden Puls-Fluidstroms umfasst.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch die Vorrichtung (100) strömender Gesamt-Fluidstrom so auf einen durch den Fluiddurchgang (122, 170) strömenden Puls-Fluid- strom und einen durch den Bypass (112, 178) strömenden Bypass-Fluid- strom aufteilbar ist, dass ein Volumenstrom des Bypass-Fluidstroms höchstens ungefähr 10% eines Volumenstroms des Gesamt-Fluidstroms beträgt.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Bypasses (112, 178) eine Fluidverbindung zwischen dem Fluideinlass (116) und dem Fluidauslass (124, 176) gebildet ist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100) ein Dämpfungselement (164) zur Verringerung von in der Schließphase des Sperrelements (134, 192) in der Vorrichtung (100) auftretenden Druckspitzen umfasst.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (164) in einem Betriebszustand der Vorrichtung (100) zumindest teilweise mit einem komprimierbaren Fluid gefüllt ist.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (100) zumindest abschnittsweise aus einem elastischen Material gebildet ist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100) mindestens zwei Fluidauslässe (124, 176) und mindestens zwei Sperrelemente (134, 192) umfasst, wobei ein erstes Sperrelement (134) einen ersten Fluiddurchgang (122) zyklisch schließt und freigibt, so dass an einem ersten Fluidauslass (124) ein erster gepulster Strahl eines flüssigen Fluids erzeugbar ist, und wobei ein zweites Sperrelement (192) einen zweiten Fluiddurchgang (170) zyklisch schließt und freigibt, so dass an einem zweiten Fluidauslass (176) ein zweiter gepulster Strahl eines flüssigen Fluids erzeugbar ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100) so betreibbar ist, dass die Schließ- und Offenphasen des ersten Sperrelements (134) zeitlich gegen die Schließ- und Offenphasen des zweiten Sperrelements (192) versetzt sind.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100) einen gemeinsamen Antrieb (190) zum Antreiben von mindestens zwei Sperrelementen (134, 192) oder mindestens zwei miteinander synchronisierte Antriebe zum Antreiben von mindestens zwei Sperrelementen (134, 192) umfasst.

12. Verfahren zum Beaufschlagen eines Werkstücks (104) mit einem gepulsten Strahl eines flüssigen Fluids, umfassend folgende Verfahrensschritte:

Erzeugen von Pulsen des gepulsten Strahls durch zyklisches Unterbrechen eines Fluidstroms durch einen Fluiddurchgang (122, 170);

Beaufschlagen des Werkstücks (104) mit den Pulsen des gepulsten Strahls;

Beaufschlagen des Werkstücks (104) auch während der zyklischen Unterbrechungen des Fluidstroms durch den Fluiddurchgang (122, 170) mit einem Bypass-Fluidstrom des Fluids.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass während der zyklischen Unterbrechungen des Fluidstroms durch den Fluiddurchgang (122, 170) entstehende Druckspitzen mittels eines Dämpfungselements (164) verringert werden.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück (104) mit mindestens einem weiteren gepulsten Strahl eines flüssigen Fluids beaufschlagt wird.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulse eines ersten gepulsten Strahls zeitlich gegenüber den Pulsen eines zweiten gepulsten Strahls versetzt sind.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück (104) alternierend mit Pulsen eines ersten gepulsten Strahls und mit Pulsen eines zweiten gepulsten Strahls beaufschlagt wird.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hohlraum (162) des Werkstücks (104) alternierend mit Pulsen eines durch eine erste Zugangsöffnung (184) des Hohlraums (162) strömenden ersten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids und mit Pulsen eines durch eine zweite Zugangsöffnung (186) des Hohlraums (162) strömenden zweiten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids beaufschlagt wird.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich (188) eines Hohlraums (162) des Werkstücks (104) so mit den Pulsen eines ersten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids und mit den Pulsen eines zweiten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids beaufschlagt wird, dass das Fluid aus dem ersten gepulsten Strahl und das Fluid aus dem zweiten gepulsten Strahl den Bereich (188) des Hohlraums (162) des Werkstücks (104) in verschiedenen Richtungen durchströmen.

19. Verwendung der Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Reinigung eines Werkstücks (104), insbesondere durch ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 12 bis 18.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids, umfassend einen Fluideinlass, einen Fluidauslass und ein zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass angeordnetes Sperrelement, welches einen Fluiddurchgang zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass zyklisch schließt und freigibt.

Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der WO 03/036144 Al bekannt.

Bei der bekannten Vorrichtung wird ein aus dem Fluidauslass strömender Strahl zyklisch vollständig unterbrochen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids zu schaffen, welche eine verbesserte mechanische Wirkung an einem mit dem gepulsten Strahl beaufschlagten Objekt ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Vorrichtung mindestens einen Bypass umfasst, durch den auch während einer Schließphase des Sperrelements dem Fluidauslass ein flüssiges Fluid zuführbar ist.

Dadurch, dass auch während einer Schließphase des Sperrelements dem Fluidauslass und damit dem zu bestrahlenden Objekt ein flüssiges Fluid zuführbar ist, wird die mechanische Wirkung des gepulsten Strahls verbessert.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Einstellvorrichtung zum Einstellen eines Volumenstroms eines durch den Bypass strömenden Bypass-Fluidstroms umfasst. Vorteilhaft ist es, wenn die Vorrichtung eine Steuervorrichtung zum Steuern des Volumenstroms des durch den Bypass strömenden Bypass-Fluidstroms umfasst.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Vorrichtung eine Regelvorrichtung zum Regeln des Volumenstroms des durch den Bypass strömenden Bypass-Fluidstroms umfasst.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung eine Einstellvorrichtung, eine Steuervorrichtung und/oder eine Regelvorrichtung zum Einstellen, Steuern bzw. Regeln eines Druckes des durch den Bypass strömenden Bypass-Fluidstroms umfasst.

Günstig ist es, wenn die Vorrichtung eine Einstellvorrichtung zum Einstellen eines Volumenstroms eines durch den Fluiddurchgang strömenden Puls-Fluid- stroms umfasst.

Besonders günstig ist es, wenn die Vorrichtung eine Steuervorrichtung zum Steuern des Volumenstroms des durch den Fluiddurchgang strömenden PuIs- Fluidstroms umfasst.

Vorteilhaft ist es, wenn die Vorrichtung eine Regelvorrichtung zum Regeln des Volumenstroms des durch den Fluiddurchgang strömenden Puls-Fluidstroms umfasst.

Um den durch den Fluiddurchgang strömenden Puls-Fluidstrom einfach einstellen, steuern und/oder regeln zu können, ist es vorteilhaft, wenn eine Schließzeit, eine Offenzeit und/oder eine Öffnungsfrequenz des Sperrelements einstellbar, steuerbar und/oder regelbar ist.

Unter einer Öffnungsfrequenz ist in dieser Beschreibung und in den beigefügten Ansprüchen die Anzahl von Offenphasen des Sperrelements pro Zeiteinheit zu verstehen. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung eine Einstellvorrichtung, eine Steuervorrichtung und/oder eine Regelvorrichtung zum Einstellen, Steuern bzw. Regeln eines Drucks des durch den Fluiddurchgang strömenden Puls-Fluidstroms umfasst.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein durch die Vorrichtung strömender Gesamt-Fluidstrom so auf einen durch den Fluiddurchgang strömenden Puls-Fluidstrom und einen durch den Bypass strömenden Bypass-Fluidstrom aufteilbar ist, dass ein Volumenstrom des durch den Bypass strömenden Bypass-Fluidstroms höchstens ungefähr 10 % eines Volumenstroms des Gesamt-Fluidstroms beträgt.

Vorteilhaft ist es, wenn das Sperrelement so ausgebildet ist, dass es mit einer Öffnungsfrequenz von mindestens ungefähr 2 Hz betreibbar ist.

Günstig ist es, wenn das Sperrelement drehbar ausgebildet ist. Die Öffnungsfrequenz ist dann doppelt so groß wie die Drehfrequenz des Sperrelements.

Um einen gepulsten Strahl zu erzeugen, welcher mit einer möglichst konstanten Frequenz pulsiert, ist es günstig, wenn die Vorrichtung einen Drehantrieb für das Sperrelement, insbesondere mit einstellbarer, steuerbarer und/oder regelbarer Drehzahl, umfasst.

Vorzugsweise ist ein solcher Drehantrieb als pneumatischer, hydraulischer oder elektrischer Drehantrieb ausgebildet.

In der Praxis hat es sich als günstig erwiesen, wenn das Sperrelement so ausgebildet ist, dass es mit einer Öffnungsfrequenz von höchstens ungefähr 200 Hz betreibbar ist.

Günstig ist es, wenn die Vorrichtung eine Pumpe zum Antreiben einer Strömung eines Fluids durch die Vorrichtung umfasst. Besonders günstig ist es, wenn das die Vorrichtung durchströmende Fluid mittels der Pumpe mit einem vorgegebenen Druck beaufschlagbar ist.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das die Vorrichtung durchströmende Fluid mit einem Druck von mindestens ungefähr 3 bar beaufschlagbar ist.

Ferner ist es günstig, wenn das die Vorrichtung durchströmende Fluid mit einem Druck von höchstens ungefähr 300 bar beaufschlagbar ist.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass mittels des By- passes eine Fluidverbindung zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass gebildet ist. Dadurch ist auch während der Schließphasen des Sperrelements dem Fluidauslass besonders einfach Fluid zuführbar.

Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung ein Dämpfungselement zur Verringerung von in der Schließphase des Sperrelements in der Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids auftretenden Druckspitzen.

Günstig ist es, wenn das Dämpfungselement in einer Strömungsrichtung, in welcher das Fluid die Vorrichtung durchströmt, stromabwärts einer Pumpe angeordnet ist. Auf diese Weise können mittels der Pumpe erzeugte Druckspitzen einfach gedämpft werden.

Besonders günstig ist es, wenn das Dämpfungselement in der Strömungsrichtung stromaufwärts des Sperrelements angeordnet ist. Dadurch können an dem Sperrelement entstehende Druckspitzen einfach gedämpft werden.

Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Dämpfungselement in einem Betriebszustand der Vorrichtung zumindest teilweise mit einem komprimierbaren Fluid gefüllt ist. Dadurch können in der Vorrichtung auftretende Druckspitzen mittels des Dämpfungselements besonders einfach verringert werden.

Besonders günstig ist es, wenn das Dämpfungselement in einem Betriebszustand der Vorrichtung zumindest teilweise mit einem gasförmigen Fluid gefüllt ist. Insbesondere durch die Wahl des Gasdrucks und der Gasmenge kann dann die Dämpfung des Dämpfungselements gezielt eingestellt werden.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass das Dämpfungselement zumindest abschnittsweise aus einem elastischen Material gebildet ist.

Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass bis zu einem vorgegebenen Grenzdruck eine Dämpfung des Dämpfungselements im Wesentlichen durch die Kompression von darin enthaltenem Gas erfolgt und dass bei einem Druck oberhalb des Grenzdrucks, beispielsweise zur Vermeidung von möglichen Beschädigungen der Vorrichtung, eine Verformung eines elastischen Bereichs des Dämpfungselements erfolgt.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung mindestens zwei Fluidauslässe und mindestens zwei Sperrelemente umfasst, wobei im Betrieb der Vorrichtung ein erstes Sperrelement einen ersten Fluiddurchgang zyklisch schließt und freigibt, so dass an einem ersten Fluidauslass ein erster gepulster Strahl eines flüssigen Fluids erzeugbar ist, und wobei im Betrieb der Vorrichtung ein zweites Sperrelement einen zweiten Fluiddurchgang zyklisch schließt und freigibt, so dass an einem zweiten Fluidauslass ein zweiter gepulster Strahl eines flüssigen Fluids erzeugbar ist. Dadurch ist beispielsweise ein zu reinigendes Werkstück mit zwei gepulsten Strahlen eines flüssigen Fluids beaufschlagbar.

Ein einfacher Aufbau der Vorrichtung ist insbesondere dann gewährleistet, wenn für alle Strahlen flüssiges Fluid derselben Art verwendet wird. Alternativ hierzu kann jedoch auch vorgesehen sein, dass für verschiedene Strahlen flüssige Fluide unterschiedlicher Art verwendet werden. Günstig ist es, wenn die Vorrichtung so betreibbar ist, dass die Schließ- und Offenphasen des ersten Sperrelements zeitlich gegen die Schließ- und Offenphasen des zweiten Sperrelements versetzt sind.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung so betreibbar ist, dass die Schließphasen des ersten Sperrelements zeitlich im Wesentlichen mit den Offenphasen des zweiten Sperrelements und die Offenphasen des ersten Sperrelements zeitlich im Wesentlichen mit den Schließphasen des zweiten Sperrelements zusammenfallen.

Vorzugsweise ist die Vorrichtung so betreibbar, dass zwischen den Offenphasen des ersten Sperrelements und den Offenphasen des zweiten Sperrelements keine zeitliche Überlappung besteht.

Ein zeitlicher Versatz der Schließ- und Offenphasen des ersten Sperrelements gegen die Schließ- und Offenphasen des zweiten Sperrelements ist insbesondere dann einfach realisierbar, wenn die mindestens zwei Sperrelemente miteinander gekoppelt sind.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung einen gemeinsamen Antrieb zum Antreiben von mindestens zwei Sperrelementen oder mindestens zwei miteinander synchronisierte Antriebe zum Antreiben von mindestens zwei Sperrelementen umfasst.

Für den Fall, dass die Vorrichtung einen gemeinsamen Antrieb für die mindestens zwei Sperrelemente umfasst, sind die mindestens zwei Sperrelemente vorzugsweise so an den gemeinsamen Antrieb gekoppelt, dass im Betrieb der Vorrichtung die Schließ- und Offenphasen des ersten Sperrelements zeitlich gegen die Schließ- und Offenphasen des zweiten Sperrelements versetzt sind.

Für den Fall, dass die Vorrichtung mindestens zwei Antriebe für die mindestens zwei Sperrelemente, insbesondere für jedes Sperrelement einen separaten Antrieb, umfasst, sind die mindestens zwei Antriebe vorzugsweise so miteinander synchronisiert, dass im Betrieb der Vorrichtung die Schließ- und Offenphasen des ersten Sperrelements zeitlich gegen die Schließ- und Offenphasen des zweiten Sperrelements versetzt sind.

Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung mindestens zwei Bypässe, wobei durch einen ersten Bypass auch während einer Schließphase des ersten Sperrelements dem ersten Fluidauslass ein flüssiges Fluid zuführbar ist und wobei durch einen zweiten Bypass auch während einer Schließphase des zweiten Sperrelements dem zweiten Fluidauslass ein flüssiges Fluid zuführbar ist.

Ferner liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids bereitzustellen, welches eine verbesserte mechanische Wirkung an einem mit dem gepulsten Strahl beaufschlagten Objekt, insbesondere an einem Werkstück, ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Beaufschlagen eines Werkstücks mit einem gepulsten Strahl eines flüssigen Fluids gelöst, wobei das Verfahren folgende Verfahrensschritte umfasst:

Erzeugen von Pulsen des gepulsten Strahls durch zyklisches Unterbrechen eines Fluidstroms durch einen Fluiddurchgang;

Beaufschlagen des Werkstücks mit den Pulsen des gepulsten Strahls;

Beaufschlagen des Werkstücks auch während der zyklischen Unterbrechungen des Fluidstroms durch den Fluiddurchgang mit einem Bypass-Fluidstrom des Fluids.

Vorzugsweise weist das Verfahren zum Beaufschlagen eines Werkstücks mit einem gepulsten Strahl eines flüssigen Fluids die vorstehend im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschriebenen Merkmale und Vorteile auf. Bei einer Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass während der zyklischen Unterbrechungen des Fluidstroms durch den Fluiddurchgang entstehende Druckspitzen mittels eines Dämpfungselements verringert werden.

Günstig ist es, wenn das Werkstück mit mindestens einem weiteren gepulsten Strahl eines flüssigen Fluids beaufschlagt wird.

Besonders günstig ist es, wenn die Pulse eines ersten gepulsten Strahls zeitlich gegenüber den Pulsen eines zweiten gepulsten Strahls versetzt sind.

Insbesondere kann hierbei vorgesehen sein, dass der Zeitpunkt des Austritts der Pulse eines ersten gepulsten Strahls am ersten Fluidauslass zeitlich gegenüber dem Zeitpunkt des Austritts der Pulse eines zweiten gepulsten Strahls an einem zweiten Fluidauslass versetzt ist.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Werkstück alternierend mit Pulsen eines ersten gepulsten Strahls und mit Pulsen eines zweiten gepulsten Strahls beaufschlagt wird.

Günstig ist es, wenn eine Pulsfrequenz des ersten gepulsten Strahls zumindest näherungsweise einer Pulsfrequenz des zweiten gepulsten Strahls entspricht.

Es kann vorgesehen sein, dass das Werkstück mit einem ersten gepulsten Strahl aus einer ersten Richtung und mit einem zweiten gepulsten Strahl aus einer von der ersten Richtung verschiedenen, zweiten Richtung mit flüssigem Fluid beaufschlagt wird.

Vorteilhaft ist es, wenn die Austrittsrichtung des ersten gepulsten Strahls aus dem ersten Fluidauslass der Austrittsrichtung des zweiten gepulsten Strahls aus dem zweiten Fluidauslass zumindest näherungsweise entgegengesetzt ist. Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Hohlraum des Werkstücks alternierend mit den Pulsen eines durch eine erste Zugangsöffnung des Hohlraums strömenden ersten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids und mit den Pulsen eines durch eine zweite Zugangsöffnung des Hohlraums strömenden zweiten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids beaufschlagt wird.

Auf diese Weise können in dem Hohlraum des Werkstücks festsitzende Verunreinigungen, beispielsweise bei der Bearbeitung des Werkstücks anfallende Späne, insbesondere Späne in engen Räumen von beispielsweise Zylinderköpfen, besonders einfach gelockert und aus dem Hohlraum des Werkstücks entfernt werden.

Beispielsweise kann hierbei vorgesehen sein, dass der erste gepulste Strahl auf die erste Zugangsöffnung und der zweite gepulste Strahl auf die zweite Zugangsöffnung gerichtet werden.

Eine besonders sichere Beaufschlagung des Hohlraums des Werkstücks mit Fluid ist insbesondere dann gewährleistet, wenn der erste Fluidauslass durch die erste Zugangsöffnung und der zweite Fluidauslass durch die zweite Zugangsöffnung in den Hohlraum eingeführt werden.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Bereich eines Hohlraums des Werkstücks so mit den Pulsen eines ersten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids und mit den Pulsen eines zweiten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids beaufschlagt wird, dass das Fluid aus dem ersten gepulsten Strahl und das Fluid aus dem zweiten gepulsten Strahl den Bereich des Hohlraums des Werkstücks in verschiedenen Richtungen durchströmen.

Vorzugsweise durchströmen das Fluid aus dem ersten gepulsten Strahl und das Fluid aus dem zweiten gepulsten Strahl den Bereich des Hohlraums des Werkstücks in einander entgegengesetzten Richtungen. Eine besonders vorteilhafte Beaufschlagung des Bereichs des Hohlraums des Werkstücks mit Fluid ist insbesondere dann gewährleistet, wenn der Bereich des Hohlraums des Werkstücks alternierend mit Pulsen des ersten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids und mit Pulsen des zweiten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids beaufschlagt wird.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich insbesondere zur Reinigung eines Werkstücks, wobei vorzugsweise das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird.

Das die Vorrichtung durchströmende Fluid umfasst vorzugsweise eine Reinigungsflüssigkeit.

Besonders bevorzugt ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reinigung von Hohlräumen von Werkstücken, beispielsweise von Zylinderköpfen und Kurbelgehäusen, da die Werkstücke auch während Schließphasen des Sperrelements mit Fluid beaufschlagt werden und keine die Reinigungswirkung des gepulsten Strahls vermindernde Luft in das Werkstück gelangen kann.

Das Werkstück kann während eines Reinigungsvorganges grundsätzlich von einem Gas oder Gasgemisch oder von einer Flüssigkeit, beispielsweise einer Reinigungsflüssigkeit, umgeben sein.

Ferner kann vorgesehen sein, dass eine Reinigung des Werkstücks in einer Niederdruckatmosphäre (unterhalb des Atmosphärendrucks) erfolgt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen. In den Zeichnungen zeigen :

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids;

Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt durch ein Pulsventil der Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids aus Fig. 1, in einer Schließstellung des Pulsventils;

Fig. 3 einen zu dem Schnitt aus Fig. 2 senkrechten schematischen

Längsschnitt durch das Pulsventil aus Fig. 2, längs der Linie 3-3 in Fig. 2;

Fig. 4 einen der Fig. 2 entsprechenden schematischen Längsschnitt durch das Pulsventil aus Fig. 2, in einer Offenstellung des Pulsventils;

Fig. 5 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids, welche ein mit einem komprimierbaren Fluid befülltes Dämpfungselement zur Verringerung von Druckspitzen aufweist;

Fig. 6 eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids, welche ein elastisch verformbares Dämpfungselement zur Verringerung von Druckspitzen aufweist, in einer Offenstellung des Pulsventils;

Fig. 7 eine schematische Darstellung der Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids aus Fig. 6, in einer Schließstellung des Pulsventils; Fig. 8 eine der Fig. 1 entsprechende schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform einer Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids, bei der ein weiterer gepulster Strahl erzeugbar ist; und

Fig. 9 eine der Fig. 1 entsprechende schematische Darstellung einer fünften Ausführungsform einer Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids, bei der zwei gepulste Strahlen eines flüssigen Fluids mittels eines gemeinsamen Antriebs erzeugbar sind.

Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.

Eine in Fig. 1 schematisch dargestellte, als Ganzes mit 100 bezeichnete Vorrichtung zum Erzeugen eines gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids (im Folgenden als "Strahlerzeugungsvorrichtung" bezeichnet) ist als Reinigungsvorrichtung 102 zur Reinigung eines Werkstücks 104 ausgebildet.

Die Reinigungsvorrichtung 102 umfasst einen Fluidbehälter 106, eine Pumpe 108, ein Pulsventil 110, einen Bypass 112 und eine Düse 114.

Der Fluidbehälter 106 ist beispielsweise mit einem flüssigen Reinigungsfluid gefüllt und dient als Vorratsbehälter für durch die Reinigungsvorrichtung 102 strömendes Fluid.

Der Fluidbehälter 106 steht mit der Pumpe 108 über eine Saugleitung 107 in Fluidverbindung.

Eine Fluideintrittsöffnung 109 der Saugleitung 107 bildet einen Fluideinlass 116 der Reinigungsvorrichtung 102. Mittels der Pumpe 108 kann eine Strömung des Fluids durch die Reinigungsvorrichtung 102 angetrieben und das Fluid mit einem Druck beaufschlagt werden.

Dabei wird ein die Reinigungsvorrichtung 102 in einer Strömungsrichtung 118 durchströmender Gesamt-Fluidstrom erzeugt.

Die Pumpe 108 steht ferner mit einer stromabwärts der Pumpe 108 angeordneten Verzweigung 120 über eine Zuführleitung 121 in Fluidverbindung.

Mittels der Verzweigung 120 ist der die Reinigungsvorrichtung 102 durchströmende Gesamt-Fluidstrom in einen ersten Teil-Fluidstrom und einen zweiten Teil-Fluidstrom aufteilbar.

Der erste Teil-Fluidstrom des die Reinigungsvorrichtung 102 durchströmenden Gesamt-Fluidstroms ist einem Fluiddurchgang 122 zuführbar, welcher eine erste Fluidverbindung zwischen dem Fluideinlass 116 und einem an der Düse 114 angeordneten Fluidauslass 124 bildet.

Der durch den Fluiddurchgang 122 strömende erste Teil-Fluidstrom wird im Folgenden als Puls-Fluidstrom bezeichnet.

Der zweite Teil-Fluidstrom des die Reinigungsvorrichtung 102 durchströmenden Gesamt-Fluidstroms ist dem Bypass 112 zuführbar, welcher eine zweite Fluidverbindung zwischen dem Fluideinlass 116 und dem Fluidauslass 124 bildet.

Der durch den Bypass 112 strömende zweite Teil-Fluidstrom wird im Folgenden als Bypass-Fluidstrom bezeichnet.

Der durch den Bypass 112 strömende Bypass-Fluidstrom ist mittels einer Zusammenführung 126, welche stromabwärts des Fluiddurchgangs 122 angeordnet ist, mit dem durch den Fluiddurchgang 122 strömenden Puls-Fluidstrom zu einem Gesamt-Fluidstrom zusammenführbar. Der Gesamt-Fluidstrom ist dem an der Düse 114 angeordneten Fluidauslass 124 zuführbar.

Hierzu umfasst die Reinigungsvorrichtung 102 eine Düsenzuführleitung 125, welche eine Fluidverbindung zwischen der Zusammenführung 126 und dem Fluidauslass 124 bildet.

Um den durch den Bypass 112 strömenden Bypass-Fluidstrom beispielsweise hinsichtlich seines Volumenstroms einstellen zu können, umfasst die Reinigungsvorrichtung 102 eine Einstellvorrichtung 128 des Bypasses 112, welche beispielsweise an dem Bypass 112 angeordnet ist.

Die Einstellvorrichtung 128 des Bypasses 112 ist beispielsweise als Stellschraube ausgebildet, um einen Durchlassquerschnitt des Bypasses 112 und somit den Volumenstrom des Bypass-Fluidstroms einfach einstellen zu können.

Um den Volumenstrom des durch den Fluiddurchgang 122 strömenden PuIs- Fluidstroms einstellen zu können, umfasst die Reinigungsvorrichtung 102 eine Einstellvorrichtung 130 des Fluiddurchgangs 122, welche beispielsweise stromabwärts der Verzweigung 120 und stromaufwärts des Pulsventils 110 angeordnet ist.

Die Einstellvorrichtung 130 des Fluiddurchgangs 122 ist beispielsweise als Stellschraube ausgebildet, um einen Durchlassquerschnitt des Fluiddurchgangs 122 und somit den Volumenstrom des Puls-Fluidstroms einfach einstellen zu können.

In den Fig. 2 und 3 sind schematische Schnittzeichnungen des Pulsventils 110 während einer Schließphase dargestellt, in welcher der durch den Fluiddurchgang 122 strömende Puls-Fluidstrom unterbrochen ist. Der grundsätzliche Aufbau eines solchen Pulsventils 110 ist beispielsweise aus der WO 03/036144 Al bekannt, auf welche insoweit Bezug genommen wird und deren Inhalt zum Bestandteil dieser Beschreibung gemacht wird.

Das Pulsventil 110 umfasst ein Gehäuse 132, ein in dem Gehäuse 132 drehbar gelagertes Sperrelement 134 und einen beispielsweise als Elektromotor ausgebildeten Drehantrieb 136 zum Antreiben einer Drehbewegung des Sperrelements 134 (siehe Fig. 3).

Das Sperrelement 134 ist als im Wesentlichen zylinderförmige Welle 138 ausgebildet und beispielsweise mittels mindestens einer Gleitlagerbuchse 140 um eine Drehachse 142 drehbar in dem Gehäuse 132 des Pulsventils 110 gelagert.

Das Sperrelement 134 weist eine zylindrische, zu der Drehachse 142 koaxiale Mantelfläche 144 auf.

In der Mantelfläche 144 des Sperrelements 134 sind zwei einander diametral gegenüberliegende Vertiefungen 146 ausgebildet, welche jeweils von einer zylindermantelabschnittsförmigen Begrenzungsfläche 148 begrenzt werden, deren Zylinderachse 150 senkrecht zur Drehachse 142, senkrecht zur radialen Richtung des Sperrelements 134 und tangential zu der Mantelfläche 144 des Sperrelements 134 verläuft, und welche längs eines Randes 152 auf der Mantelfläche 144 des Sperrelements 134 münden (siehe insbesondere Fig. 3).

Die Vertiefungen 146 werden in dem Sperrelement 134 dadurch gebildet, dass aus dem zunächst vollzylindrischen Sperrelement 134 zwei zylinderab- schnittsförmige Segmente mit den zueinander parallelen Zylinderachsen 150 ausgefräst werden, wobei der Zylinderradius kleiner ist als der Radius des Sperrelements 134, so dass zwischen den Vertiefungen 146 ein Stegbereich 154 stehen bleibt (siehe insbesondere Fig. 3).

Ferner weist das Pulsventil 110 einen Pulsventileinlass 156 und einen Pulsven- tilauslass 158 auf. Der Pulsventileinlass 156 und der Pulsventilauslass 158 sind durch eine Fluid- durchführung 160 verbunden.

Das Sperrelement 134 ist so in der Fluiddurchführung 160 angeordnet, dass die Fluidverbindung zwischen dem Pulsventileinlass 156 und dem Pulsventilauslass 158 durch eine Drehung des Sperrelements 134 zyklisch herstellbar und trennbar ist.

In der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Schließstellung des Pulsventils 110 ist der parallel zu den Zylinderachsen 150 verlaufende Stegbereich 154 des Sperrelements 134 im Wesentlichen senkrecht zur Strömungsrichtung 118 ausgerichtet.

In der in Fig. 4 dargestellten Offenstellung des Pulsventils 110 ist der Stegbereich 154 des Sperrelements 134 im Wesentlichen parallel zur Strömungsrichtung 118 ausgerichtet.

Die vorstehend beschriebene Reinigungsvorrichtung 102 funktioniert wie folgt:

Mittels der Pumpe 108 wird über die Saugleitung 107 Fluid aus dem Fluidbe- hälter 106 angesaugt und mit Druck beaufschlagt.

Einerseits ist es günstig, wenn der Druck mindestens ungefähr 3 bar beträgt.

Andererseits sollte der Druck nicht höher als ungefähr 300 bar gewählt werden.

Stromabwärts der Pumpe 108 gelangt der die Reinigungsvorrichtung 102 durchströmende Gesamt-Fluidstrom durch die Zuführleitung 121 zu der Verzweigung 120. Mittels der Verzweigung 120 erfolgt eine Aufteilung des Gesamt-Fluidstroms auf den Puls-Fluidstrom, welcher durch den Fluiddurchgang 122 strömt, und den Bypass-Fluidstrom, welcher durch den Bypass 112 strömt.

Mittels der Einstellvorrichtung 130 des Fluiddurchgangs 122 wird der Volumenstrom des durch den Fluiddurchgang 122 strömenden Puls-Fluidstroms eingestellt.

Mittels der Einstellvorrichtung 128 des Bypasses 112 wird der Volumenstrom des durch den Bypass 112 strömenden Bypass-Fluidstroms eingestellt.

Der Volumenstrom des durch den Bypass 112 strömenden Bypass-Fluidstroms ist zeitlich im Wesentlichen konstant.

Der durch den Fluiddurchgang 122 strömende Puls-Fluidstrom wird mittels des Pulsventils 110 zyklisch unterbrochen.

Eine Offenzeit, eine Schließzeit und/oder eine Öffnungsfrequenz des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 wird beispielsweise an dem Drehantrieb 136 eingestellt.

Bevorzugt wird eine Öffnungsfrequenz von ungefähr 2 Hz bis ungefähr 200 Hz eingestellt, wobei eine Drehgeschwindigkeit des Sperrelements 134 vorzugsweise zeitlich konstant ist.

Mittels der Zusammenführung 126 werden der zeitlich im Wesentlichen konstante Bypass-Fluidstrom und der pulsierende Puls-Fluidstrom zu dem Gesamt-Fluidstrom zusammengeführt.

Stromabwärts gelangt der Gesamt-Fluidstrom zu der Düse 114 und verlässt die Düse 114 durch den Fluidauslass 124. Beispielsweise stromabwärts der Düse 114 und beabstandet von derselben ist das mittels der Reinigungsvorrichtung 102 zu reinigende Werkstück 104 angeordnet.

Das Werkstück 104 umfasst beispielsweise einen zu reinigenden Hohlraum 162, welcher mit dem Fluid aus dem Fluidauslass 124 beaufschlagt wird.

Dadurch, dass der Hohlraum 162 des Werkstücks 104 stets zumindest mit dem durch den Bypass 112 strömenden Bypass-Fluidstrom beaufschlagt wird, ist der Hohlraum 162 des Werkstücks 104 stets mit flüssigem Fluid gefüllt.

Bei einer Reinigung des Werkstücks 104 in einer Luftatmosphäre kann daher während der Schließphasen des Pulsventils 110, in welchen der durch den Fluiddurchgang 122 strömende Puls-Fluidstrom unterbrochen ist, keine Luft in den Hohlraum 162 des Werkstücks 104 eindringen.

Die Abreinigung des Hohlraums 162 des Werkstücks 104 von Verunreinigungen, beispielsweise von Metallspänen, mittels der Reinigungsvorrichtung 102 wird dadurch verbessert.

Eine in Fig. 5 dargestellte zweite Ausführungsform einer Strahlerzeugungsvorrichtung 100 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten ersten Ausführungsform dadurch, dass die Strahlerzeugungsvorrichtung 100 ein Dämpfungselement 164 umfasst.

Mittels des Dämpfungselements 164 können Druckspitzen, welche während Schließphasen des Sperrelements 134 entstehen, gedämpft werden.

Das Dämpfungselement 164 umfasst einen, beispielsweise im Wesentlichen rohrförmigen, Behälter 166, welcher in einem Betriebszustand der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 zumindest teilweise mit einem Gas, beispielsweise Stickstoff, gefüllt ist. Durch die Wahl der Menge und des Drucks des Gases ist die Dämpfung des Dämpfungselements 164 einstellbar.

Der Behälter 166 ist stromabwärts der Pumpe 108 und stromaufwärts der Verzweigung 120 angeordnet und steht mit der Zuführleitung 121 der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 in Fluidverbindung.

Die vorstehend beschriebene zweite Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 mit dem Dämpfungselement 164 funktioniert wie folgt:

Durch das zyklische Öffnen und Schließen des Fluiddurchgangs 122 mittels des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 wird in der Strahlerzeugungsvorrichtung 100, insbesondere stromaufwärts des Pulsventils 110, eine starke Druckschwankung erzeugt.

Mittels des Dämpfungselements 164 kann diese Druckschwankung reduziert werden.

Dies geschieht dadurch, dass in dem Behälter 166 des Dämpfungselements 164 befindliches Gas bei einer Erhöhung des Druckes in der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 während der Schließphasen des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 komprimiert wird und der Behälter 166 des Dämpfungselements 164 flüssiges Fluid aus der Zuführleitung 121 der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 aufnehmen kann.

Dadurch reduziert sich der mittels der Pumpe 108 erzeugte Druck in der Strahlerzeugungsvorrichtung 100.

Während der Offenphasen des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 nimmt der Druck in der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 ab, so dass das Fluid aus dem Behälter 166 des Dämpfungselements 164 zurück in die Zuführleitung 121 der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 fließt und sich das in dem Behälter 166 des Dämpfungselements 164 angeordnete Gas entspannt. Im Übrigen stimmt die in Fig. 5 dargestellte zweite Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.

Eine in den Fig. 6 und 7 dargestellte dritte Ausführungsform einer Strahlerzeugungsvorrichtung 100 unterscheidet sich von der in Fig. 5 dargestellten zweiten Ausführungsform dadurch, dass der Behälter 166 des Dämpfungselements 164 aus einem elastischen Material gebildet ist.

In dem Behälter 166 ist vorzugsweise kein komprimierbares Gas vorhanden.

Vielmehr ergibt sich eine dämpfende Wirkung des Dämpfungselements 164 im Betrieb der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 dadurch, dass eine Druckerhöhung während der Schließphasen des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 zu einer Ausdehnung des elastisch ausgebildeten Behälters 166 des Dämpfungselements 164, dadurch zur Aufnahme von Fluid in dem Behälter 166 des Dämpfungselements 164 und schließlich zur Druckabsenkung in der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 führt.

Während der Offenphasen des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 nimmt der Druck in der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 ab, sodass das in dem Behälter 166 des Dämpfungselements 164 angeordnete Fluid zurück in die Zuführleitung 121 der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 fließt und der Behälter 166 des Dämpfungselements 164 in einen Entspannungszustand zurückkehrt.

Zum Vergleich der Ausdehnung des Behälters 166 des Dämpfungselements 164 während der Offen- und der Schließphasen des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 ist in Fig. 6 eine Strahlerzeugungsvorrichtung 100 während einer Offenphase des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 und in Fig. 7 eine Strahlerzeugungsvorrichtung 100 während einer Schließphase des Sperrelements 134 des Pulsventils 110 dargestellt. Im Übrigen stimmt die in den Fig. 6 und 7 dargestellte dritte Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in Fig. 5 dargestellten zweiten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.

Eine in Fig. 8 dargestellte vierte Ausführungsform einer Strahlerzeugungsvorrichtung 100 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten ersten Ausführungsform dadurch, dass zusätzlich zu dem bereits beschriebenen gepulsten Strahl (nachfolgend als "erster gepulster Strahl" bezeichnet) mindestens ein zweiter gepulster Strahl eines flüssigen Fluids erzeugbar ist.

Hierzu umfasst die Strahlerzeugungsvorrichtung 100 eine Abzweigung 168, welche in der Zuführleitung 121 zwischen der Pumpe 108 und der Verzweigung 120 angeordnet ist und den Fluidstrom stromabwärts der Pumpe 108 auf eine erste Zuführleitung 121a für den ersten gepulsten Strahl des flüssigen Fluids und auf eine zweite Zuführleitung 121b für den zweiten gepulsten Strahl des flüssigen Fluids aufteilt.

Zur Erzeugung der beiden gepulsten Strahlen des flüssigen Fluids umfasst die Strahlerzeugungsvorrichtung 100 stromabwärts der ersten Zuführleitung 121a und stromabwärts der zweiten Zuführleitung 121b vorzugsweise jeweils diejenigen Komponenten, die bei der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten ersten Ausführungsform stromabwärts der Zuführleitung 121 angeordnet sind.

Insbesondere umfasst die Strahlerzeugungsvorrichtung 100 somit einen dem ersten Fluiddurchgang 122 entsprechenden zweiten Fluiddurchgang 170, welcher mittels eines dem ersten Pulsventil 110 entsprechenden zweiten Pulsventils 172, insbesondere zyklisch, unterbrechbar ist, eine der ersten Düse 114 entsprechende zweite Düse 174, an welcher ein dem ersten Fluidauslass 124 entsprechender zweiter Fluidauslass 176 angeordnet ist, und einen dem ersten Bypass 112 entsprechenden zweiten Bypass 178, mittels welchem dem zweiten Fluidauslass 176 auch während Schließphasen des zweiten Pulsventils 172 Fluid zuführbar ist.

Um den durch den zweiten Bypass 178 strömenden Fluidstrom beispielsweise hinsichtlich seines Volumenstroms einstellen zu können, umfasst die Strahlerzeugungsvorrichtung 100 eine der Einstellvorrichtung 128 des ersten Bypasses 112 entsprechende Einstellvorrichtung 180 des zweiten Bypasses 178, welche an dem zweiten Bypass 178 angeordnet ist.

Um den durch den zweiten Fluiddurchgang 170 strömenden Fluidstrom beispielsweise hinsichtlich seines Volumenstroms einstellen zu können, umfasst die Strahlerzeugungsvorrichtung 100 eine der Einstellvorrichtung 130 des ersten Fluiddurchgangs 122 entsprechende Einstellvorrichtung 182 des zweiten Fluiddurchgangs 170, welche an dem zweiten Fluiddurchgang 170 angeordnet ist.

Die stromabwärts der ersten Zuführleitung 121a angeordneten Komponenten und die stromabwärts der zweiten Zuführleitung 121b angeordneten Komponenten der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 stimmen hinsichtlich Aufbau und Funktion mit den in Fig. 1 stromabwärts der Zuführleitung 121 dargestellten und vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 4 näher erläuterten Komponenten der ersten Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.

Eine besonders bevorzugte Verwendung der vierten Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 ergibt sich durch die Möglichkeit, das Werkstück 104 zusätzlich zu dem an dem ersten Fluidauslass 124 austretenden, ersten gepulsten Strahl mit dem an dem zweiten Fluidauslass 176 austretenden, zweiten gepulsten Strahl zu beaufschlagen.

Insbesondere kann dadurch das Werkstück 104, beispielsweise aus verschiedenen Richtungen, alternierend mit Pulsen des ersten gepulsten Strahls und mit Pulsen des zweiten gepulsten Strahls beaufschlagt werden. Mittels der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 ist insbesondere ein Hohlraum 162 des Werkstücks 104, welcher durch mindestens zwei Zugangsöffnungen zugänglich ist, mit flüssigem Fluid beaufschlagbar.

Hierzu wird die erste Düse 114 relativ zu dem Werkstück 104 vorzugsweise so angeordnet, dass das aus dem ersten Fluidauslass 124 strömende Fluid des ersten gepulsten Strahls durch eine erste Zugangsöffnung 184 des Hohlraums 162 des Werkstücks 104 in den Hohlraum 162 des Werkstücks 104 strömt (siehe Fig. 8).

Ferner wird die zweite Düse 174 relativ zu dem Werkstück 104 vorzugsweise so angeordnet, dass das aus dem zweiten Fluidauslass 176 strömende Fluid des zweiten gepulsten Strahls durch eine zweite Zugangsöffnung 186 des Hohlraums 162 des Werkstücks 104 in den Hohlraum 162 des Werkstücks 104 strömt (siehe Fig. 8).

Einen ungefähr gleich weit von beiden Zugangsöffnungen 184, 186 des Hohlraums 162 entfernten Bereich 188 des Hohlraums 162 des Werkstücks 104 durchströmen das Fluid der Pulse des ersten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids und das Fluid der Pulse des zweiten gepulsten Strahls eines flüssigen Fluids vorzugsweise abwechselnd und in unterschiedlichen Richtungen. Auf diese Weise wird bewirkt, dass in dem Hohlraum 162 des Werkstücks 104 angeordnete Verunreinigungen, beispielsweise bei der Bearbeitung des Werkstücks 104 anfallende Späne, gelockert werden und einfach aus dem Hohlraum 162 des Werkstücks 104 entfernt, insbesondere herausgeschwemmt, werden können.

Dabei werden die Pulsfrequenz und die Strömungsgeschwindigkeit des ersten gepulsten Strahls sowie ein zeitlicher Versatz zwischen den Austrittszeitpunkten der Pulse des ersten gepulsten Strahls am ersten Fluidauslass 124 und den Austrittszeitpunkten der Pulse des zweiten gepulsten Strahls am zweiten Fluidauslass 176 günstigerweise so gewählt, dass die Druckmaxima der Pulse des ersten gepulsten Strahls ein Ende des Hohlraums 162 des Werkstücks 104, insbesondere die zweite Zugangsöffnung 186 des Hohlraums 162 des Werkstücks 104, erreichen, bevor die Druckmaxima der Pulse des zweiten gepulsten Strahls durch die zweite Zugangsöffnung 186 des Hohlraums 162 des Werkstücks 104 in den Hohlraum 162 des Werkstücks 104 gelangen.

Da der zeitliche Versatz zwischen den Austrittszeitpunkten der Pulse des ersten gepulsten Strahls am ersten Fluidauslass 124 und den Austrittszeitpunkten der Pulse des zweiten gepulsten Strahls am zweiten Fluidauslass 176 vorzugsweise dem zeitlichen Versatz zwischen den Austrittszeitpunkten der Pulse des zweiten gepulsten Strahls am zweiten Fluidauslass 176 und den Austrittszeitpunkten der Pulse des ersten gepulsten Strahls am ersten Fluidauslass 124 entspricht, erreichen in einem solchen Fall günstigerweise auch die Druckmaxima der Pulse des zweiten gepulsten Strahls ein Ende des Hohlraums 162 des Werkstücks 104, insbesondere die erste Zugangsöffnung 184 des Hohlraums 162 des Werkstücks 104, bevor die Druckmaxima der Pulse des ersten gepulsten Strahls durch die erste Zugangsöffnung 184 des Hohlraums 162 des Werkstücks 104 in den Hohlraum 162 des Werkstücks 104 gelangen.

Vorzugsweise wird hierzu die Pulsfrequenz stets so gewählt, dass die Laufzeit der Druckmaxima der Pulse durch den Hohlraum 162 des Werkstücks 104 klein ist gegenüber der Periodendauer der Pulsfolge (Kehrwert der Pulsfrequenz). Auf diese Weise wird verhindert, dass die Pulse des ersten gepulsten Strahls und die Pulse des zweiten gepulsten Strahls sich gegenseitig behindern und so ein Herausschwemmen der Verunreinigungen aus dem Hohlraum 162 des Werkstücks 104 erschweren.

So können beispielsweise eine Pulsfrequenz von beispielsweise ungefähr 70 Hz, ein Fluss von beispielsweise 5 l/s und Düsen mit einem Durchmesser von beispielsweise 6 mm gewählt werden. Ein zuverlässiges Einhalten eines gewünschten zeitlichen Versatzes zwischen den Austrittszeitpunkten der Pulse des ersten gepulsten Strahls am ersten Fluidauslass 124 und den Austrittszeitpunkten der Pulse des zweiten gepulsten Strahls am zweiten Fluidauslass 176 ist dabei insbesondere dann gewährleistet, wenn der Drehantrieb 136 des ersten Sperrelements 134 des ersten Pulsventils 110 mit einem (nicht dargestellten) Drehantrieb des zweiten Sperrelements 192 des zweiten Pulsventils 172 synchronisiert wird.

Zur Dämpfung von Druckspitzen innerhalb der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 kann bei der vierten Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 eines oder mehrere der in den Fig. 5 bis 7 dargestellten Dämpfungselemente 164 vorgesehen sein.

Im Übrigen stimmt die vierte Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten ersten Ausführungsform überein, so dass auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.

Eine in Fig. 9 dargestellte fünfte Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 unterscheidet sich von der in Fig. 8 dargestellten vierten Ausführungsform dadurch, dass das erste Pulsventil 110 und das zweite Pulsventil 172 einen gemeinsamen Drehantrieb 190 aufweisen.

Mittels des gemeinsamen Drehantriebs 190 sind das erste Sperrelement 134 des ersten Pulsventils 110 und ein zweites Sperrelement 192 des zweiten Pulsventils 172 mechanisch miteinander gekoppelt, so dass keine separate Steuerung zur zeitlichen Abstimmung der Pulse des ersten gepulsten Strahls auf die Pulse des zweiten gepulsten Strahls notwendig ist.

Die mechanische Kopplung kann beispielsweise mittels eines Antriebsriemens 196 erfolgen, welcher mit dem gemeinsamen Drehantrieb 190, dem ersten Sperrelement 134 und dem zweiten Sperrelement 192 in Wirkverbindung steht, so dass eine Drehbewegung von dem gemeinsamen Drehantrieb 190 auf das erste Sperrelement 134 und auf das zweite Sperrelement 192 übertragbar ist.

Das erste Pulsventil 110 und das zweite Pulsventil 172 unterscheiden sich hierzu von dem in Fig. 3 dargestellten Pulsventil 110 der ersten Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 dadurch, dass das erste Sperrelement 134 und das zweite Sperrelement 192 anstelle eines eigenen Drehantriebs 136 jeweils einen (nicht dargestellten) Fortsatz aufweisen, an welchem der Antriebsriemen 196 angreift.

Ein bestimmter zeitlicher Versatz zwischen den Pulsen des ersten gepulsten Strahls und den Pulsen des zweiten gepulsten Strahls kann dadurch fest eingestellt werden, dass vor einer Inbetriebnahme der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 eine Drehausrichtung des ersten Sperrelements 134 und, hiervon unabhängig, eine Drehausrichtung des zweiten Sperrelements 192 eingestellt werden. Durch die mechanische Kopplung mittels des Antriebsriemens 196 werden die Drehausrichtungen des ersten Sperrelements 134 und des zweiten Sperrelements 192 relativ zueinander fixiert.

Unter der Voraussetzung, dass zwischen einer Drehbewegung des gemeinsamen Drehantriebs 190 und der Drehbewegung des ersten Sperrelements 134 sowie zwischen der Drehbewegung des gemeinsamen Drehantriebs 190 und der Drehbewegung des zweiten Sperrelements 192 dieselbe Übersetzung erfolgt, drehen sich das erste Sperrelement 134 und das zweite Sperrelement 192 mit derselben Frequenz und behalten dabei die zuvor eingestellte Drehausrichtung relativ zueinander bei.

Aufgrund der frei wählbaren Drehausrichtung der Sperrelemente 134, 192 ist ein Versatz zwischen den Austrittszeitpunkten der Pulse des ersten gepulsten Strahls am ersten Fluidauslass 124 und den Austrittszeitpunkten der Pulse des zweiten gepulsten Strahls am zweiten Fluidauslass 176 frei wählbar. Insbesondere ist dieser Versatz frei wählbar zwischen ungefähr null und beispielsweise ungefähr der Periodendauer der Pulsfolge (entsprechend der Hälfte des Kehrwerts der Rotationsfrequenz der Sperrelemente 134, 192).

Ferner ist durch den gemeinsamen Drehantrieb 190 ein separater Drehantrieb für das zweite Sperrelement 192 des zweiten Pulsventils 172 entbehrlich.

Bei der fünften Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 ist eine alternierende Abgabe von Pulsen des ersten gepulsten Strahls und Pulsen des zweiten gepulsten Strahls insbesondere dann möglich, wenn das erste Sperrelement 134 und das zweite Sperrelement 192 so an den gemeinsamen Drehantrieb 190 gekoppelt sind, dass der erste Stegbereich 154 des ersten Sperrelements 134 stets dann im Wesentlichen parallel zur Strömungsrichtung 118 ausgerichtet ist, wenn ein zweiter Stegbereich 194 des zweiten Sperrelements 192 im Wesentlichen senkrecht zur Strömungsrichtung 118 ausgerichtet ist (siehe Fig. 9). Die Winkeldifferenz zwischen der Drehausrichtung des ersten Sperrelements 134 und der Drehausrichtung des zweiten Sperrelements 192 beträgt dann 90°.

Im Übrigen stimmt die in Fig. 9 dargestellte fünfte Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in Fig. 8 dargestellten vierten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.

Insbesondere kann somit auch bei der in Fig. 9 dargestellten fünften Ausführungsform der Strahlerzeugungsvorrichtung 100 vorgesehen sein, dass die Strahlerzeugungsvorrichtung 100 eines oder mehrere der in den Fig. 5 bis 7 dargestellten Dämpfungselemente 164 umfasst.

Dadurch, dass bei jeder der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen dem Werkstück 104 stets zumindest ein Teil des die Strahlerzeugungsvorrichtung 100 durchströmenden Fluidstroms zuführbar ist, ist eine verbesserte mechanische Wirkung an einem mit dem gepulsten Strahl beaufschlagten Objekt möglich.