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Title:
DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING A COATED MATERIAL STRIP, IN PARTICULAR AN ARTIFICIAL LEATHER STRIP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/010063
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a device and a method for producing a coated material strip. The device comprises a conveyor (12), a painting device (20, 22) for applying a layer of paint onto the conveyor, followed in the production direction of the painting device (20, 22) by a cross-linking material application device (28, 30) for applying the cross-linking material onto the paint layer and then an uptake device disposed after the application device (28, 30) for taking up the product.

Inventors:
KERN, Hans-Jürgen (Hochplattenstraße 11, Bad Endorf, 83093, DE)
SAUER, Michael (Keyserlingstr. 43, München, 81245, DE)
LUDWIG, Olaf (Flurstr. 25b, Bergkirchen, 85232, DE)
FREHSDORF, Wolfgang (Freystraße 2a, München, 80802, DE)
RENKL, Josef (Hochstr. 14, Markt Indersdorf, 85229, DE)
Application Number:
EP2009/059297
Publication Date:
January 28, 2010
Filing Date:
July 20, 2009
Export Citation:
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Assignee:
KRAUSSMAFFEI TECHNOLOGIES GMBH (Krauss-Maffei-Straße 2, München, 80997, DE)
KERN, Hans-Jürgen (Hochplattenstraße 11, Bad Endorf, 83093, DE)
SAUER, Michael (Keyserlingstr. 43, München, 81245, DE)
LUDWIG, Olaf (Flurstr. 25b, Bergkirchen, 85232, DE)
FREHSDORF, Wolfgang (Freystraße 2a, München, 80802, DE)
RENKL, Josef (Hochstr. 14, Markt Indersdorf, 85229, DE)
International Classes:
B05B13/04; D06N3/00
Attorney, Agent or Firm:
ZOLLNER, Richard (Krauss-Maffei-Str. 2, München, 80997, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung zur Herstellung einer beschichteten Materialbahn, umfassend

- eine Fördereinrichtung (12),

- eine Lackiereinrichtung (20, 22), mit der eine Lackschicht auf die Fördereinrichtung aufbringbar ist,

- in Produktionsrichtung der Lackiereinrichtung nachfolgend eine Aufbringeinrichtung (28, 30) für ein vernetzendes Material, um das vernetzende Material auf die Lackschicht aufzubringen und

- eine nachfolgend der Aufbringeinrichtung angeordnete Aufnahmeeinrichtung (44), um das hergestellte Produkt aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, dass in Produktionsrichtung vor der Lackiereinrichtung eine erste Heizeinrichtung

(18) angeordnet ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Lackiereinrichtung (20) und der Aufbringeinrichtung (28, 30) eine zweite Heizeinrichtung (26) angeordnet ist.

3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackiereinhchtung(20) mit einer ersten Absaugeinrichtung (24) ausgestattet ist

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Lackiereinrichtung (20) und der Aufbringeinrichtung (28, 30) eine zweite Absaugeinrichtung (26) vorgesehen ist.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbringeinrichtung eine Austragsvorrichtung (30) für ein Polyurethan- material umfasst.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragsvorrichtung einen Mischkopf (30) umfasst.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragsvorrichtung an einer Roboteinrichtung (28) angeordnet ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragseinrichtung derart ausgebildet ist, um das vernetzende Material gleichzeitig im wesentlichen über die ganze Breite auf die Fördereinrichtung aufzubringen.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nachfolgend der Aufbringeinrichtung eine dritte Heizeinrichtung (36) angeordnet ist.

10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Produktionsrichtung vor der Aufnahmeeinrichtung eine Zufuhreinrichtung (40) für eine Materialbahn vorgesehen ist, mit der auf die beschichtete Lackschicht eine Materialbahn aufbringbar ist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fixiereinrichtung (42) vorgesehen ist, mit der die Materialbahn auf der beschichteten Lackschicht fixiert, insbesondere mechanisch fixiert werden kann.

12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Fördereinrichtung ein Förderband (12) verwendet wird.

13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Oberfläche der Fördereinrichtung mit einem Material versehen ist, welches eine geringe Haftung mit der Lackschicht aufweist.

14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Fördereinrichtung eine strukturierte Oberfläche aufweist.

15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Produktionsrichtung vor der Lackiereinrichtung eine Zufuhrvorrichtung für eine Antihaftschicht oder Antihaftbahn vorgesehen ist, auf die die Lackschicht aufgebracht wird.

16. Verfahren zur Vorrichtung zur Herstellung einer beschichteten Materialbahn, mit den Schritten

- Auftragen einer Lackschicht auf eine kontinuierliche Fördereinrichtung,

- Aufbringen eines vernetzenden Materials auf die Lackschicht,

- Zumindest teilweises Ausreagieren des vernetzenden Material und Abnehmen der so hergestellten Material von der Fördereinrichtung dadurch gekennzeichnet, dass in Produktionsrichtung vor der Lackiereinrichtung die Fördereinrichtung, insbesondere das Förderband aufgeheizt wird.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht zwischen der Lackiereinrichtung und der Aufbringeinrichtung durch Wärmeeinwirkung zumindest teilweise ausgehärtet wird.

18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass das vernetzende Material gleichzeitig im wesentlichen über die ganze Breite auf die Fördereinrichtung aufgebracht wird.

19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufbringen des vernetzenden Materials eine weitere Beheizung erfolgt.

20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass auf die beschichtete Lackschicht eine Materialbahn aufgebracht wird.

21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn auf der beschichteten Lackschicht fixiert, insbesondere mechanisch fixiert wird.

22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 bis 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn aufgewickelt wird.

Description:
Beschreibung

Titel

Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer beschichteten Materialbahn, insbesondere einer Kunstlederbahn

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer beschichteten Materialbahn, insbesondere einer Kunstlederbahn.

Insbesondere Kunstleder mit einer lederähnlichen, genarbten Oberflächenstruktur wird in der heutigen Zeit in einer Vielzahl von Anwendungsgebieten verarbeitet. Dieses Kunstleder wird zum Teil in aufwändigen und umweltbelastenden Verfahren hergestellt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer beschichteten Materialbahn, die insbesondere kunstlederartig ausgebildet ist, anzugeben, welche nicht nur einfach aufgebaut ist, sondern eine einfache Herstellung ermöglicht, kostengünstig sowie umweltfreundlich ist.

Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen 1 und 17 genannten Merkmale vorrichtungs- bzw. verfahrensmäßig gelöst.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Materialbahn, insbesondere das Kunstledermaterial, als beschichtete und lackierte Materialbahn in einem kontinuierlichen Verfahren hergestellt. Dabei ist eine Fördereinrichtung (z.B. kontinuierlich laufendes Silikonförderband) vorgesehen, auf die zunächst mit einer Lackiereinrichtung eine Lackschicht aufgebracht wird. Die Lackschicht kann dabei Dicken im Bereich von 1 mm erreichen. In Produktionsrichtung gesehen nach der Lackiereinhchtung ist eine Aufbringeinrichtung für ein vernetzendes Material vorgesehen, um das vernetzende Material auf die Lackschicht, welche vorzugsweise bereits zumindest teilweise angetrocknet ist, aufzutragen. Das vernetzende Material kann dabei zumeist in einer Dicke von 0,5 bis 5 mm aufgetragen, insbesondere aufgesprüht werden. Natürlich ist aber auch der Auftrag anderer Dicken möglich.

Nachfolgend der Aufbringeinrichtung ist eine Aufnahmeeinrichtung vorgesehen, um die so hergestellte Materialbahn mit dem zumindest im Wesentlichen vollständig vernetzten Material aufzunehmen, insbesondere auf eine Rolle aufzuwickeln.

Mit diesem Verfahren ist es auf besonders einfache Weise möglich, eine lederartige Materialbahn mit einer entsprechenden Oberflächenstruktur herzustellen.

Gemäß einer vorzugsweisen Ausführungsform wird in Produktionsrichtung vor der Lackiereinrichtung eine Heizeinrichtung angeordnet, welche die Fördereinrichtung, insbesondere ein Förderband, auf eine Temperatur erhitzt, so dass die nachfolgende Lackschicht gut aufbringbar ist, und sich insbesondere auf einer auf der Oberfläche der Fördereinrichtung vorgesehenen Struktur abbildet. Als solche Struktur ist vorzugsweise eine lederartige Narbung vorgesehen.

Die Lackiereinrichtung weist vorzugsgemäß auch eine Absaugeinrichtung auf, die verhindert, dass eventuelle Lackdämpfe an die Umgebung gelangen.

Nach der Lackiereinrichtung ist vorzugsweise eine weitere Heizeinrichtung angeordnet, um zu ermöglichen, dass die Lackschicht relativ schnell zumindest teilweise oder auch ganz aushärtet.

Auf diese Lackschicht wird schließlich das vernetzende Material, insbesondere ein Polyurethanmaterial aufgetragen, welches sich mit der Lackschicht fest verbindet. Dabei kann die Aufbringeinrichtung eine Austragsvorrichtung für ein Polyurethanmaterial aufweisen. Die Austragsvorrichtung kann dabei als Mischkopf ausgebildet sein. Dabei ist es möglich, den Mischkopf an eine Robotvorrichtung anzubringen, welche diesen über die Materialbahn hin und her verschwenkt, um dabei das vernetzende Material, insbesondere das Polyurethanmatehal, gleichmäßig auf die Bahn aufzutragen. Es ist aber auch möglich, eine Austragseinrichtung derart auszubilden, dass das vernetzende Material gleichzeitig im Wesentlichen über die gesamte Breite der Fördereinrichtung aufgetragen werden kann. So kann sich beispielsweise die Austragseinrichtung über die gesamte Bandbreite erstrecken, wobei aus mehreren Düsen das Material aufgetragen, insbesondere aufgesprüht wird. Der flächige Auftrag des Polyurethans über die gesamt Bandbreite kann alternativ auch mittels Walzenauftrag erfolgen, bei denen ein Walzenpaar so angeordnet ist, dass über den Spalt zwischen den Walzen das Polyurethan auf die Fördereinrichtung aufgetragen wird.

Nachfolgend der Aufbringeinrichtung ist gemäß einer vorzugsweisen Ausführungsform eine weitere Heizeinrichtung angeordnet, welche die Vernetzungsreaktion unterstützt und damit beschleunigt.

Das so hergestellte Material kann dann in einer Speichereinrichtung abgelegt, beispielsweise auf einer Rolle aufgewickelt werden, wobei zuvor eventuelle Randbereiche abgetrennt (z.B. abgeschnitten) werden.

Alternativ und gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, vor dem Aufwickeln der beschichteten Lackschicht eine weitere Bahn, insbesondere eine Textil-, Vlies-, Gewebe- oder Filzbahn auf die der Lackschicht gegenüberliegende Seite (Rückseite der Kunstlederbahn) des zumindest teilweise ausreagierten vernetzenden Materials aufzubringen. Dabei kann es evtl. notwendig sein, vorher ein Klebematerial aufzutragen. Alternativ kann die Textil- oder dergleichen Bahn auf ein eventuell noch nicht vollständig ausreagiertes Polyurethanmaterial aufgelegt werden, mit dem es sich vorzugsweise ganzflächig formschlüssig verbindet. Dabei kann es wichtig sein, das vernetzende Material soweit ausreagieren zu lassen, dass es beim Auftragen oder Auflegen der Textilschicht nicht mehr kollabiert. Wird als Fördereinrichtung ein Förderband verwendet, so kann - wir vorgenannt bereits erwähnt - dessen Oberflächenstruktur in genarbter Weise als Negativ ausgebildet sein, so dass sich die Lackschicht in gleicher Weise genarbt ausgeformt wird. Damit entsteht eine einem natürlichen Leder nachgeahmte Narbung.

Eine weitere besonders vorzugsweise Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Fördereinrichtung, beispielsweise die Oberfläche des Förderbandes, aus einem Material besteht oder mit einem Material versehen ist, welches eine besonders geringe Haftung mit der Lackschicht sicherstellt (z.B. Silikonband). Damit soll gewährleistet werden, dass die Lackschicht am Ende der Fördereinrichtung ohne weiteres abgenommen bzw. abgezogen werden kann. Alternativ kann eine Antihaftschicht, beispielsweise ein Trenn- oder Antihaftpapier, vor dem Aufsprühen der Lackschicht auf das Förderband aufgelegt werden, so dass auf diese Weise ein unproblematisches Abheben des insgesamt hergestellten Bahnmaterials von dem Förderband möglich ist. Dabei muss natürlich nunmehr wieder sichergestellt werden, dass auch eine Entfernung der Antihaftschicht von der Lackschicht ohne weiteres möglich ist. Überdies müssen dann Vorkehrungen getroffen werden, dass sich eine evtl. Struktur auf dem Förderband auf der Lackschicht abbildet. Evtl. kann auch die bandförmige Trennschicht selbst eine entsprechende Struktur aufweisen. Diese Vorgehensweise hätte den Vorteil, dass relativ schnell ein Austausch einer neuen Struktur möglich ist.

Vor dem Aufwickeln der Kunstlederbahn auf einer Rolle können die Ränder beschnitten werden.

Weitere vorteilhafte Merkmale und Maßnahmen sind aus den Unteransprüchen ersichtlich.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend insbesondere unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen die Zeichnungen in Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen

Produktionsanlage gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Figur 2 eine schematische Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte

Produktionsanlage,

Figur 3 eine Detaildarstellung der in Figur 2 dargestellten

Robotvorrichtung,

Figur 4 eine schematische Seitenansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Produktionsanlage gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung mit einer Vorrichtung für eine Antihaftschicht,

Figur 5 eine schematische Detaildarstellung eines Walzenpaares zur

Aufbringung von Polyurethan und

Figur 6 eine schematische Detaildarstellung einer einfachen Walze zur

Aufbringung des Polyurethans.

In den Figuren 1 und 2 ist eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Form einer Produktionsanlage 10 dargestellt, die zur Herstellung einer Kunstlederbahn ausgebildet ist.

Über die gesamte Anlagenlänge hinweg ist ein kontinuierlich laufendes Silikonförderband 12 mit einer Breite von 1 ,60 Meter angeordnet, welches in geeigneter Weise auf einem Tisch abgestützt ist und um stirnseitige Umlenkrollen an den Enden des Silikonförderbandes 12 geführt ist. Das Förderband 12 wird über einen nicht genauer beschriebenen elektrischen Antrieb betrieben. Der Tisch, auf dem das Förderband 12 mit einer Breite von beispielsweise 1 ,5 m aufgenommen ist, wird über eine Vielzahl von Stützen 14 gegenüber dem Boden 16 abgestützt. Im ersten, vorderen Bereich der Anlage (in den Fig. 1 und 2 rechts) ist oberhalb dieses Abschnittes eine sich über die Breite des Bandes erstreckende Heizeinrichtung 18 vorgesehen, mit welchem das Förderband 12 auf eine Temperatur von ca. 120 0 C aufgeheizt werden kann, welche für die spätere Lackaufbringung zweckmäßig ist. Das Silikonförderband 12 stellt dabei sicher, dass eine möglichst geringe Verbindung mit der nachfolgenden Lackschicht auftritt. Die Oberfläche des Förderbandes 12 ist mit einer Negativstruktur für eine genarbte Oberfläche versehen, die eine lederähnliche Nachbildung darstellt.

Der Heizeinrichtung 18 nachfolgend ist eine Lackiereinrichtung 20 vorgesehen, die ein Gehäuse aufweist, an deren einen Front zur Zugänglichkeit des Innenraumes offenbare Türen vorgesehen sind. In dem Gehäuse sind vorliegend drei Sprüheinrichtungen 22 versetzt zueinander vorgesehen, mit denen das verwendete Lackmaterial mit einer Dicke von ca. 1 mm gleichmäßig auf das aufgeheizte Silikonförderband 12 aufgetragen werden kann.

In dem gegenüber der Außenumgebung im Wesentlichen abschließbaren Gehäuse ist gleichzeitig eine Absaugeinrichtung 24 angeordnet, die verhindert, dass die Lackdämpfe an die Umgebung gelangen.

Nachfolgend der Lackiereinrichtung 20 ist eine Kombination aus Ablüftungs- und zweiter Heizeinrichtung 26 vorgesehen, mit der zum einen die restlichen Lackdämpfe abgesaugt werden können und überdies eine beschleunigte Aushärtung bzw. Trocknung der Lackschicht durch entsprechende Beheizung erzielt wird.

Im Anschluss an die Ablüftungs- und Heizeinrichtung 26 folgt eine Beschichtungseinrichtung, die vorliegend einen auf dem Boden positionierten Robotarm 28 aufweist, an dessen anderen Armende ein Mischkopf 30 angeordnet ist. Bei dem Robotarm 28 handelt es sich um einen marktüblichen frei programmierbaren Mehrachsroboter. Entsprechend der Programmierung wird der Mischkopf 30 über das Förderband 12 hin und her verfahren und beim entsprechenden Betrieb des Mischkopfes 30 ein Polyurethanmaterial mit einer Dicke von 0,5 bis 5 mm auf die zumindest teilweise ausgehärtete bzw. angetrocknete Lackschicht gleichmäßig aufgetragen. Dabei ist der Trocknungsgrad vorzugsweise so einzustellen, dass eine gute Verbindung zwischen Lack und Polyurethan-Material gewährleistet ist. Alternativ zu dem Robotarm 28 kann natürlich auch eine andere Austragsvorrichtung verwendet werden; beispielsweise eine, bei der das zu vernetzende Material, z.B. das Polyurethanmaterial, gleichzeitig über die gesamte Breite des Förderbandes 12 ausgebracht bzw. aufgebracht wird. Dies könnte mit einer Vorrichtung mit mehreren Düsen passieren, deren Düsenstrahlen sich z.B. entsprechend überlappen, um eine gleichmäßige Auftragung zu erreichen.

Nachfolgend der Beschichtungseinrichtung ist wiederum eine (dritte) Heizeinrichtung 36 vorgesehen, die nun dafür sorgt, dass das aufgebrachte vernetzende Material schnell ausreagiert und aushärtet.

Im Anschluss an die Heizeinrichtung 36 ist eine Einrichtung vorgesehen, die zum einen eine Halterung für eine Rolle 40 umfasst, auf der ein Vliesmaterial bahnartig aufgewickelt ist. Dieses bahnartige Vliesmaterial, welches in seiner Bahnbreite im Wesentlichen der Breite des Förderbandes 12 entspricht, wird kontinuierlich in der Produktionsgeschwindigkeit auf die in Figur 1 dargestellte Oberseite des aufgebrachten Polyurethanmaterials aufgelegt und über eine Länge, die in Figur 1 zu erkennen ist, mittels einer Fixiereinrichtung 42 fixiert. Dabei verbinden sich bei noch nicht vollständig ausreagiertem Polyurethanmaterial dieses und die Vliesbahn fest und formschlüssig miteinander und ergeben eine integrale Bahneinheit. Das Vliesmaterial muss dabei nicht (fest) aufgedrückt, sondern lediglich mit einem sehr geringen Druck aufgelegt werden. Dabei kann die so hergestellte Komposite-Bahn nach Art eines Doppelbandes über eine gewisse Reaktionsstrecke geführt werden. Durch eine ausreichende Ausreaktion des Polyurethan-Material ist sicherzustellen, dass die Polyurethan-Schicht beim Auflegen der Textilschicht nicht kollabiert und auch keine Lufteinschlüsse zwischen den Bahnen auftreten.

Nachfolgend werden die seitlichen Ränder mit einem Messer (nicht dargestellt) beschnitte, und am Ende der Anlage wird die aus Lack, Polyurethanmaterial und Vliesstoff bestehende Bahn auf eine Rolle 44 aufgewickelt, mit der sie später auch transportiert werden kann.

Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform lediglich dadurch, dass am vorderen Ende eine Rolle 46 mit einer Trennpapierbahn installiert ist. Die Trennpapierbahn 48 erstreckt sich über die gesamte Länge der Produktionsanlage und die Breite des Förderbandes und wird am Ende der Produktionsanlage wieder auf einer Rolle 50 aufgewickelt. Im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2 wird die Lackschicht nunmehr nicht direkt auf das Förderband, sondern auf das darauf abgelegte Trennpapier 48 aufgebracht und kontinuierlich miteinander gefördert. Am Ende wird das Trennpapier 48 von der Komposite-Bahn abgezogen und wieder aufgerollt.

In den Figuren 5 und 6 sind Alternativen für die Robotauftragungsvorrichtung aus den Fig. 1 bis 4 dargestellt. Demgemäß sind für die Polyurethanauftragung gemäß der Ausführungsform der Figur 5 zwei ein Walzenpaar bildende Walzen 62 und 64 vorgesehen, die mit einem veränderlich gestaltbaren Spalt beabstandet sind. Oberhalb des Spaltes ist ein Mischkopf 60 oszillierend hin- und herbeweglich angeordnet und bringt das Polyurethanmaterial auf die sich gegensinnig drehenden Walzen aus. Die Fördermenge des Polyurethans durch den Spalt zwischen den Walzen 62 und 66 64 wird durch die Rotationsgeschwindigkeit und den Walzenabstand bestimmt. Auf diese Weise kann ebenfalls kontinuierlich eine gleichmäßig Polyurethanmenge auf die Lackschicht (Bahn 70) aufgebracht werden.

Die Ausführungsform in Figur 6 kommt mit nur einer Walze 74 aus, auf die ein wiederum oszillierend bewegter Mischkopf 60 ein Polyurethanmaterial ausbringt. Die Menge des Polyurethanmaterials, welche nun auf die Bahn 70 aufgebracht wird, hängt von dem Abstand des Wannenbleches 74 von der Walze 72 ab. Dabei kann das Wannenblech vorzugsweise in seinem Spaltmaß gegenüber der Walze 72 eingestellt werden. Mit diesen einfachen Aufbringvorrichtungen gemäß den Figuren 5 und 6 kann ein Robotarm eingespart werden. Mit der vorliegenden Erfindung ist es auf besonders einfache Weise möglich, ein widerstandsfähiges, bahnförmiges Kunststoffleder in einem kontinuierlichen Arbeitsverfahren (Sprühverfahren) zu erzeugen, ohne dass es zu großen Umweltbelastungen und der Notwendigkeit von Nachbehandlungen kommt.

Bezugszeichenliste

Anlage zur Herstellung eines Kunstledermatehals Förderband Stützen Boden Erste Heizungeinrichtung Lackiereinrichtung Sprüheinrichtung Absaugung Ablüftung und zweite Heizeinrichtung Roboteinrichtung Sprühkopf für Polyurethan beschichtete Lackschicht Wendekreis Dritte Heizeinrichtung Fließrolle Fixiereinrichtung Produktrolle Rolle mit Antihaftschicht Antihaftschichtbahn Rolle zum Aufwickeln der Antihaftschicht Misch köpf Walze eines Walzenpaares Walze eines Walzenpaares Wannenblech Wannenblech Bahn Walze einer einfachen Walzenvorrichtung Wannenblech