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Title:
DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING A NONWOVEN FABRIC
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/239713
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for producing a nonwoven fabric from material, preferably over the course of producing a pressed material mat for the production of material panels, and to a method therefor. The device according to the invention comprises: a metering device (22) for the metered output of the material into a chute (5); a separation roller (3) for the material, arranged at the other end of the chute (5) and having a wall (4) arranged in the rotational direction (29) of the separation roller (3) and a outlet opening (26) adjoining same; a first scattering area (27) having a guide plate (7) for limiting and at least partially guiding the material from the separation roller (3) exiting at the outlet opening (26); a forming belt (2), circulating continuously in the transport direction (13) of the exiting material, for receiving the material on a first side of the forming belt (2) in the first scattering area (27); and vacuum chambers (10) on the other side of the forming belt (2) for generating an air flow in the direction of the forming belt (2) in the first scattering area (27).

Inventors:
PLUTOWSKY KLAUS (DE)
SAUER STEFAN (DE)
SCHWINN REINHARD (DE)
SCHWARTZE DANIEL (DE)
Application Number:
EP2020/064476
Publication Date:
December 03, 2020
Filing Date:
May 25, 2020
Export Citation:
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Assignee:
DIEFFENBACHER GMBH MASCHINEN (DE)
International Classes:
B27N3/14
Foreign References:
DE10025177A12001-12-13
DE202004004037U12004-05-13
DE10025177A12001-12-13
DE202004004037U12004-05-13
Attorney, Agent or Firm:
HARTDEGEN, Helmut (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Herstellung eines Vlieses aus Material, bevorzugt im Zuge der Herstellung einer Preßgutmatte zur Herstellung von

Werkstoffplatten, umfassend:

1.1 einer Dosiereinrichtung (22) zur dosierten Abgabe des Materials in einen Fallschacht (5),

1.2 eine am anderen Ende des Fallschachtes (5) angeordnete

Separationswalze (3) für das Material mit einer in

Rotationsrichtung (29) der Separationswalze (3) angeordneten Wandung (4) und daran anschließender Austrittsöffnung (26),

1.3 einen ersten Streuraum (27) mit einem Führungsblech (7) zur Begrenzung und zur zumindest teilweisen Führung des von der an der Austrittsöffnung (26) austretenden Materials der

Separationswalze (3),

1.4 ein in Transportrichtung (13) des austretenden Materials endlos umlaufendes Formband (2) zur Aufnahme des Materials auf einer ersten Seite des Formbandes (2) im ersten Streuraum (27) und

1.5 Vakuumkästen (10) auf der anderen Seite des Formbandes (2) zur Erzeugung einer in Richtung auf das Formband (2) weisenden Luftströmung im ersten Streuraum (27).

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb für die Separationswalze (3) angeordnet ist, welcher geeignet ist die Separationswalze (3) mit 25 bis 2000 Umdrehungen pro Minute anzutreiben.

3. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsblech (7) ab der

Austrittsöffnung (26) an der Wandung (4) angeordnet ist, wobei das Führungsblech (7). bevorzugt zumindest anfänglich, der Tangente an der Austrittsöffnung (26) am Radius (38) der Wandung (4) folgt.

4. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsblech (7) längs und/oder quer zum Formband (2) in seinem Abstand verstellbar und/oder verbiegbar angeordnet ist, wobei besonders bevorzugt das Führungsblech (7) längs und/oder quer mehrteilig ausgeführt ist.

5. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Rotationsrichtung (29) der

Separationswalze (3) nach der Austrittsöffnung (26) beabstandet ein bis zum Fallschacht (5) reichende zweite Wandung (6) als Rücklauf, angeordnet ist.

6. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Eintrittsöffnung zu Beginn der zweiten Wandung (6) eine Leitbahn (9) angeordnet ist, welche bevorzugt einstellbar, beweglich und/oder teleskopierbar ausgeführt ist.

7. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Transportrichtung (13)

ausgangsseitig des Streuraumes (27) eine Schleppe (24) angeordnet ist, welche bevorzugt in Ihrer Auflagelänge auf dem auf dem Formband (2) aufliegenden Vlies mittels eines Stelltriebes (25) einstellbar.

8. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Streuraum (27) entgegen der Transportrichtung (13) des Formbandes (2) ein weiterer Streuraum (28) angeordnet ist, wobei bevorzugt weitere Vakuumkästen (28) auf der anderen Seite des Formbandes (2) des Streuraumes (28) angeordnet sind.

9. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Streuraum (28), bevorzugt am dem ersten Streuraum (27) abgewandten Ende, ein Vakuumanschluss (12) angeordnet ist und/oder am Eintritt des

Formbandes (2) in den zweiten Streuraum (28) eine

Luftführungsvorrichtung (32) zur Einstellung der Zuluft zwischen dem Formband (2) und der Luftführungsvorrichtung (32) angeordnet ist, welche besonders bevorzugt abschnittsweise über die Breite des Formbandes (2) einstellbar ist.

10. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formband (2) mit einer

Durchlässigkeit von kleiner 850 m3/h, bevorzugt von 250 m3/h bis 680 m3/h, besonders bevorzugt von 360 m3/h bis 500 m3/h, angeordnet ist.

11. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Streuraum (27, 28) ein Sieb, bevorzugt ein Harfensieb, angeordnet ist.

12. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Abstand der Schleppe (24) und/oder der Führungsbleche (7, 8) zum Formband (2) von der Austrittsöffnung (26) aus zumindest abschnittsweise, bevorzugt entlang einer Parabel oder Hyperbel, verringert.

13. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der zweiten Wandung (6) ein die Erhebungen (31 ) der Separationswalze (3) kämmendes Profil (30) angeordnet ist, wobei das Profil (30) bevorzugt in Rotationsrichtung (29) der Separationswalze (3) zu Beginn der Wandung (6) des

Rücklaufes angeordnet ist.

14. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das der Vektor der Rotationsrichtung (29) der Separationswalze (3) beim geringsten Abstand zum Formband (2) in oder entgegen der Transportrichtung (13) ausgerichtet ist.

15. Verfahren zur Herstellung eines Vlieses aus Material, bevorzugt im Zuge der Herstellung einer Preßgutmatte zur Herstellung von

Werkstoffplatten, wobei:

15.1 durch einer Dosiereinrichtung (22) nach entsprechender

Vorgabe dosiert Material in einen Fallschacht (5) abgeben wird,

15.2 das Material am anderen Ende des Fallschachtes (5) an eine dort angeordnete Separationswalze (3) übergeben, durch diese beschleunigt und entlang einer in Rotationsrichtung (29) der Separationswalze (3) angeordneten Wandung (4) zu einer daran anschließenden Austrittsöffnung (26) geführt wird,

15.3 das Material in einen durch ein Führungsblech (7) begrenzten ersten Streuraum (27) eingebracht und dass das Führungsblech (7) zumindest teilweise das von der an der Austrittsöffnung (26) austretende Material führt,

15.4 das Material durch ein in Transportrichtung (13) endlos

umlaufenden Formbands (2) im ersten Streuraum aufgenommen wird und

15.5 durch Vakuumkästen (10) auf der anderen Seite des

Formbandes (2) eine in Richtung auf das Formband (2) weisende Luftströmung im ersten Streuraum (27) generieren.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Separationswalze (3) mit 25 bis 2000 Umdrehungen pro Minute betrieben wird.

17. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das

Führungsblech (7) ab der Austrittsöffnung (26) der Wandung (4) das Material zumindest teilweise führt und wobei das Führungsblech (7). bevorzugt zumindest anfänglich, eine Tangente an der Austrittsöffnung (26) am Radius (38) der Wandung (4) bildet.

18. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das

Führungsblech (7) längs und/oder quer in seinem Abstand zum

Formband (2) durch Verstellen und/oder Verbiegen eingestellt wird, bevorzugt abschnittsweise und besonders bevorzugt durch Verstellen eines längs und/oder quer mehrteiligen Führungsbleches.

19. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in

Rotationsrichtung (29 der Separationswalze (3) nach der

Austrittsöffnung (26) ein bis zum Fallschacht (5) reichende zweite Wandung (6) als Rücklauf verwendet wird, bevorzugt mittels einem die Separationswalze (3) teilweise einhausenden Blech.

20. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Eintrittsöffnung zu Beginn der zweiten Wandung (6) eine Leitbahn (9) angeordnet ist, welche bevorzugt verstellt, bewegt und/oder

teleskopiert wird.

21. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in

Transportrichtung (13) ausgangsseitig des Streuraumes (27) das Vlies durch eine Schleppe (24) geglättet wird, welche bevorzugt in Ihrer Auflagelänge auf dem auf dem Formband (2) aufliegenden Vlies mittels eines Stelltriebes (25) eingestellt werden kann.

22. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material mittels eines weiteren Streuraums (28), welcher entgegen der

Transportrichtung (13) am ersten Streuraum (27) angeordnet ist, auf das Formband abgelegt wird, wobei bevorzugt zur Erzeugung einer Luftströmung auf das Formband weitere Vakuumkästen (28) auf der anderen Seite des Formbandes (2) verwendet werden.

23. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Streuraum (28), bevorzugt am dem ersten Streuraum (27)

abgewandten Ende, mittels eines Vakuumanschluss (12) ein

Unterdrück angelegt wird, und/oder am Eintritt des Formbandes (2) in den zweiten Streuraum (28) eine Luftführungsvorrichtung (32) die Zuluft zwischen dem Formband (2) und der Luftführungsvorrichtung (32) einstellt, welche besonders bevorzugt abschnittsweise über die Breite des Formbandes (2) die Zuluft eingestellt wird.

24. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formband (2) mit einer Durchlässigkeit von kleiner 850 m3/h, bevorzugt von 250 m3/h bis 680 m3/h, besonders bevorzugt von 360 m3/h bis 500 m3/h, verwendet wird.

25. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Streuraum (27, 28) ein Sieb, bevorzugt ein Harfensieb, verwendet wird.

26. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Abstand der Schleppe (24) und/oder der Führungsbleche (7, 8) zum Formband (2) von der Austrittsöffnung (26) aus zumindest

abschnittsweise, bevorzugt entlang einer Parabel oder Hyperbel, verringert.

27. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der zweiten Wandung (6) des Rücklaufs ein die Erhebungen (31 ) der Separationswalze (3) kämmendes Profil (30) verwendet wird, wobei das Profil (30) bevorzugt in Rotationsrichtung (29) der Separationswalze (3) zu Beginn der zweiten Wandung (6) die Erhebungen (31 ) kämmt.

28. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vektor der Rotationsrichtung (29) der Separationswalze (3) beim geringsten Abstand zum Formband (2) in oder entgegen der Transportrichtung (13) ausgerichtet ist.

29. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von der

Rotationsrichtung (29) der Separationswalze (3) das aus der ersten Wandung (4) respektive von der Austrittsöffnung (26) austretende Material einen vektoriell überwiegenden zum Formband parallelen oder senkrechten Geschwindigkeitsanteil aufweist.

Description:
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES VLIESES

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Vlieses aus Material, bevorzugt im Zuge der Herstellung einer Preßgutmatte zur Herstellung von Werkstoffplatten gemäß Patentanspruch!

Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur Herstellung eines Vlieses aus Material, bevorzugt im Zuge der Herstellung einer Preßgutmatte zur Herstellung von Werkstoffplatten gemäß dem Patentanspruches 19.

Bei der Herstellung von Werkstoffplatten aus streufähigen Materialien wird ein Material, meist ein Gemisch aus Partikeln oder faserigen Stoffen und einem Bindemittel, zu einer Streugutmatte auf einem Form- oder Transportband gestreut, wobei die Streugutmatte anschließend ggf. einer nötigen

Vorbehandlung und schließlich einer Verpressung zugeführt wird.

Die Verpressung kann dabei kontinuierlich oder diskontinuierlich mittels Druck und Wärme erfolgen. In der Regel handelt es sich dabei um Span-, Faser- oder Schnitzel-Platten. Die Streuung erfolgt je nach Bedarf in einer oder mehreren Lagen, wobei die Notwendigkeit für mehrere Lagen üblicherweise bei der Herstellung dickerer Platten auftritt. Aber auch bei der Dünnplattenherstellung können unterschiedliche Lagen gewünscht sein, besonders wenn speziell differenzierte Anforderungen zwischen der Mittelschicht und den Deckschichten bestehen sollen. In der Regel sind einseitig lackierbare Platten gewünscht, die als Schrankrückwände dienen können und zumindest auf der Innenseite des Schrankes die gewünschte Maserung/Farbe aufweisen sollten. Aus der DE 100 25 177 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur

Herstellung von Faserplatten bekannt geworden, in dem über eine schnell rotierende Walze ein Faserstrom aufgelöst und oberhalb eines endlos umlaufenden Formbandes abgegeben wird. Dazu wird unterhalb des

Formbandes ein Unterdrück angelegt, damit sich die aufgelösten Fasern vorteilhaft zu einer Schicht auf dem Formband anlegen und abtransportiert werden.

In der DE 20 2004 004 037 U1 findet sich eine entsprechende

Weiterentwicklung mit Verbesserungen, um die Streuqualität der aufgelösten Fasern weiter zu verbessern. Beispielsweise sind die Unterdruckkammern über die Breite des Formbandes differenziert hinsichtlich des Unterdruckes einstellbar.

Die oben stehenden Offenbarungen sind geeignet einschichtige Fasermatten, auch Preßgutmatten genannt, bevorzugt im Zuge der Herstellung von mitteldichten Faserplatten (engl.: MDF) zu generieren, welche in ihrem Aufbau relativ homogen gestaltet ist. Eine Herstellung von geschichteten Fasermatten oder Vliesen, beispielsweise mit einer voneinander differenzierbaren groben und feinen Schicht, ist weder vorgesehen noch im industriellen Maßstab vorgesehen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, mit der es möglich ist in einer gattungsgemäßen

Vorrichtung eine reproduzierbaren und während einer industriellen Produktion gleichmäßigen und stabilen geschichteten Aufbau einer endlosen Matte respektive eines Vlieses herzustellen.

In einer Erweiterung des Aufgabe soll es mit der Vorrichtung und dem

Verfahren auch möglich sein neben, bevorzugt mitteldichten, Fasern, auch Späne oder ähnlich strukturiertes Material zu verwenden. Die Erfindung versteht unter„Material“ geeignete Partikel, Fasern, Späne oder dergleichen, die bevorzugt aber nicht zwingend rieselfähig sind. Besonders bevorzugt kann es sich um Material aus einem Recyclingprozess handeln, wobei der Recyclinganteil des Materials von 0 bis 100% reichen kann.

Besonders geeignet sind Materialien mit einem Querschnitt kleiner 3 mm, bevorzugt kleiner 2,5 mm, besonders bevorzugt kleiner 2 mm.

Das Material kann in einem mehrschichtigem Streuprozess auch in der Mittelschicht Verwendung finden.

Die Aufgabe wird für eine Vorrichtung zur Herstellung eines Vlieses aus rieselfähigem Material, bevorzugt im Zuge der Herstellung einer Preßgutmatte zur Herstellung von Werkstoffplatten, mit einer Vorrrichtung gelöst, welche umfasst:

- einer Dosiereinrichtung zur dosierten Abgabe des Materials in einen Fallschacht,

- eine am anderen Ende des Fallschachtes angeordnete

Separationswalze für das Material mit einer in Rotationsrichtung der Separationswalze angeordneten Wandung und daran anschließender Austrittsöffnung,

- einen ersten Streuraum mit einem Führungsblech zur Begrenzung und zur zumindest teilweisen Führung des von der an der Austrittsöffnung austretenden Materials der Separationswalze,

- ein in Transportrichtung des austretenden Materials endlos umlaufendes Formband zur Aufnahme des Materials auf einer ersten Seite des Formbandes im ersten Streuraum und

- Vakuumkästen auf der anderen Seite des Formbandes zur Erzeugung einer in Richtung auf das Formband weisenden Luftströmung im ersten Streuraum. In vorteilhafter Weise wird in der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch die (hohe) Umfangsgeschwindigkeit der Nadelwalze und den die Luftströmung beeinflussenden Vakuumkästen zumindest eine turbulente Luftströmung im ersten Streuraum, bevorzugt in der Nähe des Führungsbleches nahe der Austrittsöffnung der Separationswalze, erzeugt. Diese Turbulenzen

beeinflussen in gesteigertem Maße die feinen, leichteren, kleineren

Fraktionsanteile des Materials, da diese einen geringeren Impuls aufweisen. Somit separieren die feinen Partikel vom restlichen Strom des Materials und reichern sich entgegen der Produktionsrichtung im ersten Streuraum an.

In vorteilhafter Weise werden durch die Erfindung und die Separierung in der Vorrichtung zur Herstellung des Vlieses eine feine Oberfläche auf der

Unterseite (formbandseitig) geschaffen. Für einen gleichmäßigen Aufbau mit feinen außenliegen Seiten, könnte die gleiche Vorrichtung spiegelverkehrt am Formband angeordnet werden oder es wird nur eine Auftragsvorrichtung für Feinmaterial nachgeschaltet.

Um den Effekt der Turbulenz respektive das klassierende Verhalten der Vorrichtung zu steigern werden weiter alternative oder kumulative Änderungen respektive Merkmale eingeführt, die nachstehend näher beschrieben werden.

Überraschend hat sich gezeigt, dass ein Antrieb für die Separationswalze die besten Ergebnisse mit sich bringt, wenn dieser geeignet ist die

Separationswalze mit 25 bis 2000 Umdrehungen pro Minute anzutreiben. Durch die diese Rotationsgeschwindigkeit wird das Material immer noch ausreichend aufgelöst, aber Verwirbelungen minimiert und durch usammenprallendes Material eine Koagulation des Materials im Streuraum vermieden.

Alternativ oder kumulativ kann das Führungsblech ab der Austrittsöffnung an der Wandung angeordnet ist, wobei das Führungsblech bevorzugt zumindest anfänglich, der Tangente an der Austrittsöffnung am Radius der Wandung folgt. Das Führungsblech beginnt somit direkt an der Austrittsöffnung, wobei sich die sogenannte Austrittsöffnung an der Stelle befindet, an der sich der Radius der Wandung beginnt zu erweitern und das Führungsblech zumindest anfänglich eine Tangente zum Kreisradius der Wandung darstellt.

Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Führungsblech längs und quer zum Formband verstellbar und/oder verbiegbar angeordnet ist, wobei besonders bevorzugt das Führungsblech längs und/oder quer mehrteilig ausgeführt ist. Damit lässt sich zum einen die in Richtung des Formbandes angeordnete Steigung und damit die Führung des Materials in Richtung des Formbandes einstellen. Weiter können über die Breite differenzierte Abstände zum Formband in und quer zur Transportrichtung des Formbandes eingestellt werden. Es ergibt sich somit ein dreidimensional einstellbares Profil des

Führungsbleches, welches gleichzeitig als obere Begrenzung des ersten Streuraumes dient.

Alternativ oder kumulativ kann im ersten Streuraum in Rotationsrichtung der Separationswalze nach der Austrittsöffnung beabstandet eine bis zum

Fallschacht reichende zweite Wandung, bevorzugt als ein die Separationswalze teilweise einhausendes Blech ausgeführt, angeordnet sein. Damit ist es möglich den Einfluss der Separationswalze auf die Turbulenzen ein- oder

auszublenden, insbesondere wenn die zweite Wandung respektive das einhausende Blech verstellbar ausgeführt ist und somit der durch die

Einhausung überstreichende Winkel um die Separationswalze einstellbar ist.

Alternativ oder kumulativ kann an der Eintrittsöffnung zu Beginn der zweiten Wandung eine Leitbahn angeordnet ist, welche bevorzugt einstellbar, beweglich und/oder teleskopierbar ausgeführt ist. Diese Leitbahn hat die Aufgabe gegenüber dem ersten Leitblech des ersten Streuraumes als weiteres das Material führendes Leitelement verwendet zu werden. Dabei kann es durch entsprechende Einstellung die Verwirbelungen im ersten Streuraum beeinflussen, in dem es zum Beispiel den Streuraum verkleinert und/oder mehr oder weniger Luft in die Eintrittsöffnung zwischen der Separationswalze und der zweiten Wandung aufgibt. Zu diesem Zwecke ist sie einstellbar, beweglich und/oder ggfs auch teleskopierbar um den Abstand zwischen dem Formband und dem Leitblech, also die Öffnung, einstellen zu können. Falls ein zweiter Streuraum angeordnet ist, vgl. weiter unten, kann die Leitbahn auch die Menge an Material beeinflussen, welches vom ersten Streuraum in den zweiten

Streuraum gelangt.

In einer besonderen Ausführungsform kann in Transportrichtung

ausgangsseitig des ersten Streuraumes eine Schleppe angeordnet sein, welche bevorzugt in Ihrer Auflagelänge auf dem auf dem Formband aufliegenden Vlies mittels eines Stelltriebes einstellbar ist. Die Schleppe kann zum einen die Oberfläche des Vlieses glätten, dient aber auch zum Luftabschluss des

Streuraumes gegenüber der Umwelt. Von Vorteil ist, wenn die Auflagelänge und damit das Gewicht der Schleppe auf dem Vlies mittels eines Stellantriebes einstellbar ist. Da vorzugsweise ein flexibles Element, wie zum Beispiel eine Matte oder ein teppichähnliches Gebilde, verwendet wird, kann dieses zum Beispiel durch einen Stellantrieb auf- oder abgerollt werden. Alternativ könnte ein Teil der Schleppe auf einem Vorsprung, bevorzugt gebildet durch einen Teil des Führungsbleches, aufliegen und auf diesen durch den Stellantrieb hinauf oder herunter geschoben werden.

Alternativ oder kumulativ kann am ersten Streuraum entgegen der

Transportrichtung des Formbandes ein weiterer Streuraum angeordnet werden, wobei bevorzugt weitere Vakuumkästen auf der unteren Seite des Formbandes angeordnet sind. In Verbindung mit den Turbulenzen kann in dem erweiterten zweiten Streuraum feines Material angereichert werden und wird dort vorzugsweise durch die Vakuumkästen auf der Oberfläche des Formbandes abgelegt. Zur Unterstützung dieses Effekts kann am zweiten Streuraum, bevorzugt am dem ersten Streuraum abgewandten Ende, ein Vakuumanschluss angeordnet sein. Dies dient beispielsweise einer Einstellung des Streuverhaltens im zweiten und bedingt auch im ersten Streuraum.

Alternativ oder kumulativ kann am Eintritt des Formbandes in den zweiten Streuraum eine Luftführungsvorrichtung zur Einstellung der Zuluft zwischen dem Formband und der Luftführungsvorrichtung angeordnet sein, welche besonders bevorzugt abschnittsweise über die Breite des Formbandes einstellbar ist. Bevorzugt sind dann über die Breite Bleche angeordnet, die in der Art von Schleusentoren zum Formband hin oder wegbewegbar sind und entsprechend dem Spalt dazwischen mehr oder weniger Luft einlassen.

Besonders bevorzugt kann ein Formband mit einer Durchlässigkeit von kleiner 850 m 3 /h, bevorzugt von 250 m 3 /h bis 680 m 3 /h, besonders bevorzugt von 360 m 3 /h bis 500 m 3 /h angeordnet sein. Es hat sich bei den Versuchen gezeigt, dass zur Beherrschung der Turbulenzen und zur optimalen Ablage des

Materials auf dem Formband der oben genannte Bereich der Durchlässigkeit optimal ist.

In einer weiteren Ausführungsform kann zwischen dem ersten und dem zweiten Streuraum ein Sieb angeordnet ist, bevorzugt ein Harfensieb. Diese Anordnung des Harfensiebes hat den Vorteil, dass ein Übertritt von zu großen oder gröberen Partikeln des Materials vom ersten in den zweiten Streuraum vermieden wird und die Oberflächenqualität verbessert wird.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann der Abstand der

Schleppe und/oder der Führungsbleche zum Formband von der Austrittsöffnung aus zumindest abschnittsweise, bevorzugt entlang einer Parabel oder Hyperbel, verringert werden. Dies gilt für den ersten Streuraum in Transportrichtung und für den zweiten Streuraum entgegen. Alternativ oder kumulativ kann an der zweiten Wandung ein die Erhebungen der Separationswalze kämmendes Profil angeordnet sein, wobei das Profil bevorzugt in Rotationsrichtung der Separationswalze zu Beginn der zweiten Wandung angeordnet ist.

Die nachstehenden Merkmale können ebenfalls alternativ oder kumulativ zueinander eingesetzt oder mit obigen Merkmalen kombiniert werden, um die Vorrichtung oder das Verfahren zu verbessern:

- Es könnte zumindest eine Wand des Fallschachtes verstellbar angeordnet sein und/oder der Fallschacht kann insbesondere benachbart zur

Separationswalze konisch oder im Querschnitt entlang des Materialstromes verkleinernd ausgeführt sein;

- Es könnte in Transportrichtung des Formbandes nach dem ersten

Streuraum eine die Oberfläche des Vlieses zumindest teilweise abtragende Walze angeordnet sein. Dies dient zur Vergleichmäßigung und/oder

Einstellung der Mattenhöhe respektive der Oberfläche. Dabei könnten bevorzugt der Walze über die Breite des Formbandes Vakuumkästen zugeordnet sein und besonders bevorzugt in den Vakuumkästen

abschnittsweise über die Breite Stelltische zur Einstellung des Abstandes des Formbandes zur Walze angeordnet sein.

- Es könnte im Fallschacht und/oder der Dosiereinrichtung zumindest eine Klappe zur Einstellung der in den Fallschacht eintretenden Luftmenge angeordnet sein. Damit kann zum einen die Luftmenge reguliert werden, die durch den fallenden Materialstrom oder die Austragsvorrichtung der

Dosiereinrichtung mitgerissen wird. Zum anderen kann die für die

Turbulenzen vorhandene Luft im ersten Streuraum eingestellt werden.

- Es könnte an der zweiten Wandung und/oder am Führungsblech, bevorzugt dazwischen, eine Zuluft angeordnet sein. Bevorzugt können hierzu im ersten Streuraum einstellbare Zuluftklappen angeordnet sein. Die Zuluft kann verwendet werden um die Turbulenzen sorgfältiger einsteuern zu können, welche in vorteilhafter Weise sogar differenziert quer zur Transportrichtung des Formbandes einstellbar sein kann. Eine Zuluftklappe, kann über die Breite ebenfalls einstellbar sein, um zum Beispiel über die Breite ein

Zuluftprofil einstellen zu können. Bevorzugt sind dann über die Breite Bleche angeordnet, die in der Art von Schleusentoren bewegbar sind und entsprechend der eingestellten Spaltgröße mehr oder weniger Luft einlassen.

- Es könnten die Vakuumkästen in Länge und Breite zum Formband

segmentiert angeordnet sein und/oder die Absaugleistung der

Vakuumkästen über eine der Vorrichtung nachgeschaltete

Flächengewichtswaage, bevorzugt einem durchstrahlenden Messsystem, und einer zugeordneten Steuer- oder Regelungsvorrichtung, zur Einstellung oder Verbesserung der Streugenauigkeit gesteuert oder geregelt werden.

- Es könnten im ersten Streuraum und/oder im zweiten Streuraum

Störelemente angeordnet sein, bevorzugt ein Rollenbett, Siebe, Klötze, Bleche, Lochbleche, Rohre und dgl. , welche besonders bevorzugt im

Abstand, längs und/oder quer zum Formband verstellbar. Besonders bevorzugt sind diese Störelemente entweder seitlich, also quer zur

Transportrichtung, aus der Vorrichtung heraus- und einfahrbar angeordnet oder innerhalb der Vorrichtung sind Rückzugsbereiche angeordnet, in welche die Störelemente verfahrbar sind, um sie für die entsprechenden Luftströmungen quasi„unsichtbar“ oder nicht störend anzuordnen.

- Es könnte die Vorrichtung selbst, zumindest aber die Separationswalze, vorzugsweise mit Austrittsöffnung und/oder das Führungsblech und/oder die Streuräume in ihrem Abstand zum Formband einstellbar angeordnet sein, um auf betriebsbedingte Veränderungen einfach reagieren zu können bzw. um unterschiedliche Betriebsbedingungen einstellen zu können.

Abschließend aber nicht ausschließend könnten für zwei verschiedene

Ausführungsformen der Erfindung der Vektor der Rotationsrichtung der

Separationswalze beim geringsten Abstand zum Formband in oder entgegen der Transportrichtung ausgerichtet sein. Diese beiden Ausführungsformen unterscheiden sich dabei darin, dass das Material durch die Wandung und die Austrittsöffnung bei der ersten

Ausführungsform überwiegende mit einer überwiegend vertikalen vektoriellen Komponente in den Streuraum eintreten.

Bei der zweiten Ausführungsform wird das Material im Wesentlichen parallel oder zumindest mit seiner überwiegenden vektoriellen Komponente parallel zum Formband die Austrittsöffnung verlasse bzw. aus der Wandung austreten.

Die Aufgabe wird für ein Verfahren zur Herstellung eines Vlieses aus

rieselfähigem Material, bevorzugt im Zuge der Herstellung einer Preßgutmatte zur Herstellung von Werkstoffplatten, mit den nachstehenden

Verfahrensmerkmalen gelöst:

- durch einer Dosiereinrichtung wird nach entsprechender Vorgabe dosiert Material in einen Fallschacht abgeben,

- das Material wird am anderen Ende des Fallschachtes an eine dort

angeordnete Separationswalze übergeben, durch diese beschleunigt und entlang einer in Rotationsrichtung der Separationswalze angeordneten Wandung zu einer daran anschließenden Austrittsöffnung geführt,

- das Material wird in einen durch ein Führungsblech begrenzten ersten Streuraum eingebracht und wobei das Führungsblech zumindest teilweise das von der an der Austrittsöffnung austretende Material führt,

- das Material wird durch ein in Transportrichtung endlos umlaufenden Formbands im ersten Streuraum aufgenommen und

- durch Vakuumkästen auf der anderen Seite des Formbandes wird eine in Richtung auf das Formband weisende Luftströmung im ersten Streuraum generiert.

Alternativ oder kumulativ können die nachstehenden Merkmale in dem obigen Verfahren zur Anwendung gebracht werden:

- Die Separationswalze kann mit 25 bis 2000 Umdrehungen pro Minute betrieben werden. - Das Führungsblech kann ab der Austrittsöffnung der Wandung das Material zumindest teilweise führen, wobei das Führungsblech, bevorzugt zumindest anfänglich, eine Tangente an der Austrittsöffnung am Radius der Wandung bildet.

- Das Führungsblech kann längs und/oder quer in seinem Abstand zum Formband durch Verstellen und/oder Verbiegen eingestellt werden, bevorzugt abschnittsweise und besonders bevorzugt durch Verstellen eines längs und/oder quer mehrteiligen Führungsbleches.

- In Rotationsrichtung der Separationswalze kann nach der

Austrittsöffnung ein bis zum Fallschacht reichende zweite Wandung als Rücklauf verwendet werden, bevorzugt mittels einem die

Separationswalze teilweise einhausenden Blech.

- An der Eintrittsöffnung kann zu Beginn der zweiten Wandung eine

Leitbahn angeordnet ist, welche bevorzugt verstellt, bewegt und/oder teleskopiert wird.

- In Transportrichtung kann ausgangsseitig des Streuraumes das Vlies durch eine Schleppe geglättet werden, welche bevorzugt in Ihrer

Auflagelänge auf dem auf dem Formband aufliegenden Vlies mittels eines Stelltriebes eingestellt werden kann.

- Das Material kann mittels eines weiteren Streuraums, welcher entgegen der Transportrichtung am ersten Streuraum angeordnet ist, auf das Formband abgelegt wird, wobei bevorzugt zur Erzeugung einer

Luftströmung auf das Formband weitere Vakuumkästen auf der anderen Seite des Formbandes verwendet werden.

- Am zweiten Streuraum, bevorzugt am dem ersten Streuraum

abgewandten Ende, kann mittels eines Vakuumanschluss ein Unterdrück angelegt werden, und/oder am Eintritt des Formbandes kann in den zweiten Streuraum eine Luftführungsvorrichtung die Zuluft zwischen dem Formband und der Luftführungsvorrichtung eingestellt werden, welche besonders bevorzugt abschnittsweise über die Breite des Formbandes die Zuluft eingestellt wird. - Es kann Formband mit einer Durchlässigkeit von kleiner 850 m 3 /h, bevorzugt von 250 m 3 /h bis 680 m 3 /h, besonders bevorzugt von 360 m 3 /h bis 500 m 3 /h, verwendet werden.

- Es kann zwischen dem ersten und dem zweiten Streuraum ein Sieb, bevorzugt ein Harfensieb, verwendet werden.

- Es kann sich der Abstand der Schleppe und/oder der Führungsbleche zum Formband von der Austrittsöffnung aus zumindest abschnittsweise, bevorzugt entlang einer Parabel oder Hyperbel, verringern.

- An der zweiten Wandung des Rücklaufs kann ein die Erhebungen der Separationswalze kämmendes Profil verwendet werden, wobei das Profil bevorzugt in Rotationsrichtung der Separationswalze zu Beginn der zweiten Wandung die Erhebungen kämmt.

- Der Vektor der Rotationsrichtung der Separationswalze beim geringsten Abstand zum Formband in oder entgegen der Transportrichtung ausgerichtet sein.

- In Abhängigkeit von der Rotationsrichtung der Separationswalze kann das aus der ersten Wandung respektive von der Austrittsöffnung austretende Material einen vektoriell überwiegenden zum Formband parallelen oder senkrechten Geschwindigkeitsanteil aufweisen.

Weitere vorteilhafte Maßnahmen und Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung mit der Zeichnung hervor.

Die Zeichnung zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung eines Vlieses (nicht dargestellt) oder einer Pressgutmatte auf einem Formband 2, welches in Transportrichtung 13 von rechts nach links endlos geführt ist. Zur Herstellung von Werkstoffplatten wird nach der Vorrichtung 1 eine Pressvorrichtung und ggfs weitere verfahrenstechnisch notwendige Anlagenteile angeordnet sein. Eine Dosiereinrichtung 22 dient dazu der Vorrichtung 1 das notwendige Material voraufgelöst und dosiert zuzuführen. Hierzu wird in einer beispielhaften

Dosiervorrichtung 22 das Material auf einem Dosierband 17 in vorgegebener Menge und/oder Höhe einer Abschlagwalze oder Dosierwalze 18 zugeführt. Diese Dosierwalze 18 übergibt das Material dosiert einem Fallschacht 5, welcher an seinem anderen Ende das Material einer Separationswalze 3 übergibt, welche das Material durch ihre Rotation und durch die auf der

Oberfläche der Separationswalze 3 angeordneten Erhebungen 31 ,

beispielsweise Stacheln oder Stifte, auflöst. Um unkontrollierbare

Luftströmungen und Strömungsabrisse im Fallschacht 5 bzw. der

Dosiervorrichtung 22 zu vermeiden ist beispielsweise die Dosiervorrichtung 22 und speziell die Dosierwalze 18 mit einer Einhausung 19 versehen. Im Bereich der Dosiervorrichtung 22 und/oder des Fallschachtes 5 können Klappen 20 mit zugeordneten Stelltrieben 21 zur Steuerung der mitgerissenen Luft durch das Material und/oder von Zuluft angeordnet sein. Die Wände 16 des Fallschachtes 5 können, bevorzugt automatisiert, verstellbar hinsichtlich ihres Winkels zueinander angeordnet sein.

Das aufgelöste Material wird in Rotationsrichtung 29 der Separationswalze 3 entlang einer begrenzenden Wandung 4 geführt, bis es an einer

Austrittsöffnung 26 einem ersten Streuraum 27 der Vorrichtung 1 übergeben wird. Die Wandung 4 begleitet im Wesentlichen den Radius 38 der

Separationswalze 3. Der Streuraum 27 wird unten durch das Formband 2 und oben durch ein Führungsblech 7 und entsprechend anteilig durch die

Separationswalze 3 bzw. durch Teile der Wandung 4 und eines als Blech ausgeführten zweiten Wandung 6 im Rücklauf begrenzt. Dem ersten Streuraum 27 kann an einer beliebigen Stelle Luft zugeführt werden, um die

Verwirbelungen im Streuraum zu beeinflussen. Diese Zuluft kann über

Stelltriebe (nicht dargestellt) und/oder über Zuluftklappen (nicht dargestellt) gesteuert oder geregelt werden. Diese sind bevorzugt abschnittsweise über die Breite des Formbandes 2 einstellbar bzw. angeordnet. Die zweiten Wandung 6, bevorzugt ein ähnlich der Wandung 4 ausgeführtes Blech als Rücklauf, ist in Rotationsrichtung 29 der Separationswalze 3 mit einer Wand 16 des Fallschachtes 5 verbunden. An einer beliebigen Stelle der zweiten Wandung 6, bevorzugt in Rotationsrichtung 29 zu Beginn des Rücklaufes, kann ein Profil 30 angeordnet sein, welches mit den Erhebungen 31 der

Separationswalze 3 kämmt; vgl. die kreisförmige Markierung und eine separate gedrehte Schnittzeichnung links unten in der Zeichnung. Dies dient dazu möglichst wenig mitgerissene und beschleunigte Luft in den Rücklauf der zweiten Wandung 6 einzuführen und gleichzeitig bei entsprechend scharfer Kontur die Erhebungen 31 zu reinigen.

Im Bereich des ersten Streuraumes 27 sind unterhalb des Formbandes 2 Vakuumkästen 10 angeordnet, welche bevorzugt längs und quer zum

Formband 2 segmentiert und hinsichtlich ihrer Absaugleistung einstellbar angeordnet sind. Ein ähnlicher Aufbau befindet sich im entgegen der

Transportrichtung 13 des Formbandes 2 in einem optional angeordneten zweiten Streuraumes 28, welcher ebenfalls auf der anderen Seite des

Formbandes 2 vergleichbare Vakuumkästen 11 aufweist. Der erste Streuraum 27 und der zweite Streuraum sind in einer vorteilhaften möglichen

Ausführungsform durch ein Sieb (nicht dargestellt), beispielsweise ein

Harfensieb, voneinander getrennt und bilden zwei separat einstellbare

Ablagebereiche 14 und 15. Die Darstellung der beiden Ablagebereiche ist rein schematisch. Bevorzugt wird die Trennung zwischen den beiden Streuräumen im Bereich der Eintrittsöffnung der Separationswalze 3 zur Wandung 6 und einer senkrechten zum Formband 2 technologisch angenommen.

Auch der Streuraum 28 ist durch ein Führungsblech 8, welches bevorzugt wie das Führungsblech 7 einstellbar oder veränderbar ausgeführt ist, abgedeckt.

Die an den Längsseiten des Formbandes begrenzenden Seitenwände sind technologisch notwendig, finden aber keinen Niederschlag in den Zeichnungen oder in der Beschreibung. Dem zweiten Streuraum 28 kann ein Vakuumanschluss 12 zugeordnet sein, welcher bevorzugt wieder segmentiert einstellbar über die Breite des

Formbandes 2, einen Unterdrück an den Streuraum 28 anlegt. Direkt

wirkverbunden oder beabstandet zum optionalen Vakuumanschluss kann weiter eine Luftführungseinrichtung 32 für Zuluft angeordnet sein, welche am Eintritt des Formbandes 2 zum Streuraum 28 angeordnet ist. Diese

Luftführungseinrichtung 32 kann beispielsweise aus mehreren verschiebbaren quer zum Formband 2 angeordneten Blechen 33 bestehen, die über ihrem Abstand zum Formband 2 den Zutritt der Luft von außerhalb der Vorrichtung 1 zum zweiten Streuraum 28 einstellen, vgl. die kreisrunde Markierung und die entsprechende gedrehte Schnittzeichnung rechts unten in der Zeichnung.

Aktuatoren zur Verschiebung sind nur als Doppelpfeile dargestellt.

Anlagentechnisch können nun vor oder nachgeschaltetet in Transportrichtung 13 des Formbandes 2 noch weitere Vorrichtungen zur Ablage von Teilvliesen bzw. Schichten der Pressgutmatte gegenüber der Vorrichtung 1 angeordnet sein.

Verfahrenstechnisch wird also Material von der Dosiervorrichtung 22 in den Fallschacht 5 übergeben, von der nachfolgenden Separationswalze 3 separiert und entlang der Wandung 4 geführt und über eine Austrittsöffnung 26 in den ersten Streuraum 27 eingebracht. Dort wird sich in der Regel eine turbulente Strömung ausbilden. Durch die Vakuumkästen 10 kann die Ablage des

Materials und der Separierungsgrad mit beeinflusst werden.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung bei einem optionalen zweiten Streuraum 28 wird sich aufgrund der Separierung das kleinere/leichtere Material sich konzentrieren und kann durch das Harfensieb und durch die Vakuumkästen 11 und/oder den Vakuumanschluss 12 im zweiten Streuraum 28 aus dem ersten Streuraum 27 entnommen werden. Dieser separierte Materialanteil wird nun im zweiten Streuraum 28 als sehr feines Material angereichert und dort auf dem Formband abgelegt. Somit bildet sich eine sehr dünne Deckschicht der

Preßgutmatte im zweiten Streuraum 28 aus, welche im ersten Streuraum 27 durch das gröbere Material bedeckt wird. Die Definition des ersten und zweiten Streuraumes 27, 28 ergibt sich durch den Weg des Materialfluss und nicht durch die zeitliche Abfolge der Ablage auf das Formband.

Bevorzugt einem weiteren alternativen oder kumulativen Aspekt der Erfinung kann zwischen den beiden Streuräumen 27 und 28 oder zu Beginn des

Streuraumes 27 in Transportrichtung 13 des Formbandes 2 eine Leitbahn 9 angeordnet sein. Diese Leitbahn 9 kann dabei siebähnlich oder fest ausgeführt sein. Diese Leitbahn 9 ist bevorzugt an der Eintrittsöffnung zwischen der als Rücklauf angeordneten Wandung 6 und der Separationswalze angebunden, höchst bevorzugt in Rotationsrichtung 29 direkt zu Beginn der Wandung 6.

Diese Leitbahn 9 stellt eine weitere Möglichkeit da das Volumen des

Streuraumes 27 zu beeinflussen. Damit ergeben sich steuerbare Auswirkungen auf die Luftverwirbelungen oder die Materialführung im Streuraum 27. Hierzu ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Leitbahn 9 beweglich im Streuraum 27, teleskopierbar und/oder verstellbar an einem Fixpunkt (Anbindung

Wandung 6) angeordnet ist. Durch eine Teleskopierfähigkeit läßt sich die Größe der Leitbahn 9 anpassen, beispielsweise wenn wie in der Zeichung anhand des Doppelpfeils die Leitbahn 9 an einer Anbindung an der Wandung 6 verschwenkt wird. Durch das Verschwenken und/oder die VergrößerungA/erkleinerung der Länge der Leitbahn 9 wird nicht nur die Größe der Öffnung zwischen Formband 2 und Leitbahn 9 einstellbar sondern auch das Volumen des Streuraumes 27.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der ausgangsseitige Bereich der Vorrichtung 1 wie dargestellt und nachfolgend beschrieben ausgeführt sein:

Die Wandung 4 bildet in Rotationsrichtung 29 am Ende der Wandung 4 eine Austrittsöffnung 26 aus wobei benachbart oder direkt anschließend an die Wandung 4 das Führungsblech 7 anschließt, welches im vorliegenden Beispiel im wesentlichen vertikal und damit senkrecht zum Formband angeordnet ist. Durch verschiedene Stellmittel, hier Stelltriebe 23 und Stelltriebe 37 kann das Führungsblech verstellt werden. Bevorzugt ist es in der Flöhe respektive im Abstand gegenüber dem Formband 2 einstellbar durch den Stelltrieb 23 und wird entsprechend verschiebbar an der Wandung angeordnet sein. In einer nicht dargestellten Variante kann auch die Wandung 4 teleskopisch ausgeführt sein, so dass die Austrittsöffnung 26 bzw. der Winkel des Materialaustritts gegenüber dem Formband 2 veränderlich ist. Bevorzugt wird die

Austrittsöffnung in einem Bereich von 7 bis 11 Uhr angeordnet sein, wenn man auf die Separationswalze 3 ein Ziffernblatt projizieren würde.

Durch den Stellantrieb 37 und auch den Stellantrieb 23 oder ähnlichen

Anordnung ist also das Führungsblech 7 geeignet etwaigen Verstellungen der Austrittsöffnung 26 und damit dem Austrittswinkel des Materials gegenüber dem Formband 2 zu folgen.

Bevorzugt wird aber das untere Ende des Führungsbleches 7 eine Rundung, eine Krümmung, einen Radius oder einen Bogen 36 aufweisen, welcher die Anlagerung des Materials an das Formband 2 unterstützt und ggfs die Flöhe des Vlieses definiert. Besonders bevorzugt wird wie dargestellt eine Schleppe 24 in Transportrichtung dem Führungsblech 7 und besonders bevorzugt dem Bogen 36 nachgeschaltet sein. Diese Schleppe 24 wird die Oberfläche des Vlieses glätten und die Komprimierung bzw. das entlüften des Vlieses durch die Vakuumkästen 10 im Ablagebereich 14 unterstützen. Damit die Auflagefläche der Schleppe auf dem Vlies einstellbar ist, kann auch diese in ihrer Länge durch einen Stelltrieb 25 verstellbar sein und beispielsweise eingerollt oder

eingezogen werden. Ausgangsseitig des Formbandes kann in der Vorrichtung noch ein Gehäuse 35 angeordnet sein.

In einem weiteren vollständig unabhängigen Ausführungsbeispiel, welches nicht in einer eigenen Zeichnung verwirklicht wurde, kann die Rotationsrichtung 29 der Separationswalze 3 umgedreht werden. Diese läuft dann nach der Zeichnung nicht mehr entgegen sondern im Uhrzeigersinn. Damit wird der Vektor der Rotationsrichtung 29 an der nächsten Stelle der Separationswalze 3 zum Formband 2 nicht mehr in sondern entgegen der Transportrichtung 13 angeordnet sein. Durch eine derartige Rotation wird sich die definitionsgemäße Anordnung der Wandungen 4 und 6 umkehren, so dass an der Wandung 6 der Austrittsbereich bzw. die Austrittsöffnung 26 angeordnet ist und die Wandung 4 nach der Zeichnung den Rücklauf bildet. Die übrigen Elemente verbleiben in ihrer Funktion und auch hier wird es durch die Verwirbelungen im Streuraum 27 zu einer Separierung des Materials kommen. Der Austrittswinkel des Materials wird aber in erster Linie nicht mehr wie im ersten Ausführungsbeispiel in Richtung auf das Formband 2 sein sondern eher in Transportrichtung 13. In vorteilhafter Weise wird aber das gröbere Material eher an dem Führungsblech 7 abgebremst und kann sich direkt dem Formband 2 annähern und angesaugt werden, wohingegen die leichtere Materialfraktion in der Verwirbelung des Streuraumes 27 verbleiben wird. Dadurch wird es möglich dieses in Richtung des zweiten Streuraumes 28 durch das Sieb 9 abzusondern und dort auf dem Formband zuerst abzulagern. Ggfs kann es sinnvoll sein auf das Sieb 9 zu verzichten. Auch in diesem Ausführungsbeispiel können durch sinnvolle Gestaltungen bzw. Anordnungen der Führungsbleche 7 und 8 verschiedene Einflüsse auf das Material bzw. dessen Bewegung in den Streuräumen 27/28 gemacht werden, wenn notwendig.