Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING PLASTIC GRANULATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/033355
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) and a method for producing dyed (G1) and undyed (G2) plastic granulate, comprising a multi-shaft worm machine (2) and an underwater granulating device (3). The underwater granulating device is arranged downstream of a granulate changing unit (20) in a conveyor direction (19), said granulate changing unit separating the dyed plastic granulate from the undyed plastic granulate. The dyed plastic granulate is separated from the granulating water (W1) by means of a first separating device (24), whereas the undyed plastic granulate is separated from the granulating water (W2) by means of a second separating device (29). The separating devices are arranged parallel to each other. The device allows a simple, flexible, and economical selective production of the dyed and undyed plastic granulate.

Inventors:
CONRAD, Ulrich (Schmiedetorstrasse 12, Elze, 31008, DE)
KERN, Norbert (Häldenstrasse 59, Tamm, 71732, DE)
SCHMUDDE, Markus (Buchenweg 34, Murr, 71711, DE)
STÖHRER, Bernhard (Hauptstrasse 59, Pleidelsheim, 74385, DE)
HORNBERGER, Heiko (Schmiedewegle 6, Hessigheim, 74394, DE)
Application Number:
EP2017/068949
Publication Date:
February 22, 2018
Filing Date:
July 27, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
COPERION GMBH (Theodorstrasse 10, Stuttgart, 70469, DE)
International Classes:
B29B9/06; B29B9/12; B29B9/16; F26B17/00; B29C47/00
Foreign References:
DE102004002401A12005-08-11
US20130228308A12013-09-05
DE202013001692U12014-05-22
US20090134537A12009-05-28
US5895617A1999-04-20
DE102014110337A12016-01-28
DE10230321A12004-01-22
US20080093763A12008-04-24
DE102004002401A12005-08-11
Attorney, Agent or Firm:
RAU, SCHNECK & HÜBNER PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (Königstrasse 2, Nürnberg, 90402, DE)
Download PDF:
Claims:
- 22 -

Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Herstellung von Kunststoff-Granulat mit

- einer Mehrwellen-Schneckenmaschine (2) zur Bereitstellung einer Kunststoff-Schmelze (S),

- einer Unterwasser-Granuliereinrichtung (3) zur Herstellung von in Granulierwasser (Wi, W2) befindlichem Kunststoff-Granulat (Gi, G2, G3) aus der Kunststoff-Schmelze (S),

gekennzeichnet durch

- eine der Unterwasser-Granuliereinrichtung (3) in einer Förderrichtung (19) nachgeordnete Granulatwechseleinheit (20) zum Trennen von gefärbtem Kunststoff-Granulat (Gi) und ungefärbtem Kunststoff-Granulat (G2),

- eine der Granulatwechseleinheit (20) in der Förderrichtung (19) nachgeordnete erste Abscheideeinrichtung (24) zum Abscheiden des gefärbten Kunststoff-Granulats (Gi) von dem Granulierwasser (Wi), und

- eine der Granulatwechseleinheit (20) in der Förderrichtung (19) nachgeordnete zweite Abscheideeinrichtung (29) zum Abscheiden des ungefärbten Kunststoff-Granulats (G2) von dem Granulierwasser

(W2), die parallel zu der ersten Abscheideeinrichtung (24) angeordnet ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen den Abscheideeinrichtungen (24, 29) und der Unterwasser-Granuliereinrichtung (3) eine Granulierwasserwechseleinheit (34) zum Zuführen von Granulierwasser (Wi, W2) aus der ersten Abscheideeinrichtung (24) oder der zweiten Abscheideeinrichtung (29) zu der Unterwasser-Granuliereinrichtung (3) angeordnet ist. - 23 -

Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen der ersten Abscheideeinrichtung (24) und der Granulierwasserwechseleinheit (34) ein erster Granulierwasserbehälter (26) und zwischen der zweiten Abscheideeinrichtung (29) und der Granulierwasserwechseleinheit (34) ein zweiter Granulierwasserbehälter (31) angeordnet ist.

Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Abscheideeinrichtung (24) und der Granulierwasserwechseleinheit (34) eine erste Granulierwasserpumpe (28) und zwischen der zweiten Abscheideeinrichtung (29) und der Granulierwasserwechseleinheit (34) eine zweite Granulierwasserpumpe (33) angeordnet ist.

Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen den Abscheideeinrichtungen (24, 29) und der Unterwasser-Granuliereinrichtung (3) ein Granulierwasserbehälter (26) zum Zuführen von Granulierwasser (Wi, W2) aus den Abscheideeinrichtungen (24, 29) angeordnet ist.

Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Abscheideeinrichtungen (24, 29), insbesondere zwischen dem Granulierwasserbehälter (26), und der Unterwasser- Granuliereinrichtung (3) eine Granulierwasserpumpe (28) angeordnet ist. - 24 -

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen mindestens einer der Abscheideeinrichtungen (24, 29), insbesondere zwischen dem Granulierwasserbehälter (26), und der Un- terwasser-Granuliereinrichtung (3) mindestens eine Filtereinrichtung

(62) angeordnet ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,

dass die Filtereinrichtung (62) mindestens zwei Granulierwasser-Filter (63, 64) umfasst, die parallel zueinander angeordnet sind.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,

dass der ersten Abscheideeinrichtung (24) eine Farbgranulatwechse- leinheit (47) zum Trennen von gefärbtem Kunststoff-Granulat (Gi) und unreinem Kunststoff-Granulat (G3) bei einer Umstellung der Herstellung von gefärbtem Kunststoff-Granulat (Gi) zu ungefärbtem Kunststoff-Granulat (G2) nachgeordnet ist. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,

dass der Farbgranulatwechseleinheit (47) mindestens ein erster Speicherbehälter (Bn, B i2, Bi3) zum Speichern von gefärbtem Kunststoff- Granulat (Gi) und mindestens ein zweiter Speicherbehälter (B3i, B32, B33) zum Speichern von unreinem Kunststoff-Granulat (G3) nachge- ordnet ist.

1 1. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,

dass zum Zurückführen von unreinem Kunststoff-Granulat (G3i, G33) bei der Herstellung von gefärbtem Kunststoff-Granulat (Gi) eine Rück- - 25 - führleitung (57) von dem mindestens einen zweiten Speicherbehälter (B31, B33) zu der Mehrwellen-Schneckenmaschine (2) angeordnet ist.

12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 1 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Farbgranulatwechseleinheit (47) und mehreren zweiten Speicherbehältern (B31, B32, B33) eine Klassiereinrichtung (56) zum Klassieren des unreinen Kunststoff-Granulats (G3) angeordnet ist.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekenn- zeichnet,

dass die Mehrwellen- Schneckenmaschine (2) eine erste Zuführöffnung (14) zur Zuführung von ungefärbtem Kunststoffmaterial (M) und eine zweite Zuführöffnung (15) zur Zuführung von Farbmittel (F) und/oder von unreinem Kunststoff-Granulat (G31, G33) umfasst.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,

dass die Mehrwellen- Schneckenmaschine (2) ein Gehäuse (4) mit mindestens zwei darin ausgebildeten und einander durchdringenden Gehäusebohrungen (5, 6) umfasst,

dass in den mindestens zwei Gehäusebohrungen (5, 6) zugehörige Behandlungselementwellen (7, 8) drehantreibbar angeordnet sind, die einander dichtkämmend und eine Innenwand (13) des Gehäuses (4) abstreifend ausgebildet sind. - 26 -

15. Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Granulat umfassend die Schritte:

- Bereitstellen einer Vorrichtung (1) zur Herstellung von Kunststoff- Granulat (Gi, G2, G3) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14,

- Herstellen von gefärbtem Kunststoff-Granulat (Gi) mittels der

Mehrwellen-Schneckenmaschine (2) und der Unterwasser-Granuliereinrichtung (3) und Abscheiden des gefärbten Kunststoff-Granulats (Gi) mittels der ersten Abscheideeinrichtung (24),

- Umstellen der Granulatwechseleinheit (20),

- Herstellen von ungefärbtem Kunststoff-Granulat (G2) mittels der Mehrwellen-Schneckenmaschine (2) und der Unterwasser-Granuliereinrichtung (3) und Abscheiden des ungefärbten Kunststoff- Granulats (G2) mittels der zweiten Abscheideeinrichtung (29).

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,

dass die Granulatwechseleinheit (20) nach einem Beginn der Herstellung des ungefärbten Kunststoff-Granulats (G2) umgestellt wird und bis zur Umstellung der Granulatwechseleinheit (20) entstehendes un- reines Kunststoff-Granulat (G3) mittels der ersten Abscheideeinrichtung (24) und einer nachgeordneten Farbgranulatwechseleinheit (47) separiert wird.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,

dass das unreine Kunststoff-Granulat (G3i, G33) bei einer nachfolgenden Herstellung von gefärbtem Kunststoff-Granulat (Gi) zumindest teilweise der Mehrwellen-Schneckenmaschine (2) zugeführt wird. - 27 -

Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet,

dass eine Granulierwasserwechseleinheit (34) umgestellt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet,

dass Granulierwasser (Wi, W2) aus mindestens einer der Abscheideeinrichtungen (24, 29) vor dem Zuführen zu der Unterwasser- Granuliereinrichtung (3) mittels mindestens einer Filtereinrichtung (62) gefiltert wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Granulat

Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der europäischen Patentanmeldung EP 16 184 551.6 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezug- nähme hierin aufgenommen wird.

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Granulat. Aus der DE 10 2004 002 401 AI ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Granulat mittels einer Schneckenmaschine und einer Unterwasser-Granuliereinrichtung bekannt. Eine derartige Vorrichtung wird entweder ausschließlich zur Herstellung von gefärbtem Kunststoff-Granulat oder ausschließlich zur Herstellung von ungefärbtem, also naturfarbenem Kunststoff-Granulat verwendet. Eine wahlweise Herstellung von gefärbtem und ungefärbtem Kunststoff-Granulat ist mit einer derartigen Vorrichtung nicht möglich, da gefärbtes Kunststoff-Granulat das ungefärbte Kunststoff-Granulat kontaminieren würde und das ungefärbte Kunststoff-Granulat nicht mehr als solches zu verkaufen wäre.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine. Vorrichtung zu schaffen, die in einfacher, flexibler und wirtschaftlicher Weise die wahlweise Herstellung von gefärbtem und ungefärbtem Kunststoff- Granulat ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass die Mehrwellen- Schneckenmaschine und die Unterwasser-Granuliereinrichtung eine ausreichende Selbstreinigung aufweisen, jedoch die der Unterwasser-Granuliereinrichtung nachgeordnete Nachbehandlung des Kunststoff-Granulats ge- - l a - trennt werden muss, um eine Kontamination von ungefärbtem Kunststoff- Granulat durch gefärbtes Kunststoff-Granulat zu vermeiden. Durch die der

Unterwasser-Granuliereinrichtung nachgeordnete Granulatwechseleinheit ist eine Trennung der Nachbehandlung in einen ersten Nachbehandlungs- kreis für das gefärbte Kunststoff-Granulat und einen zweiten Nachbehandlungskreis für das ungefärbte Kunststoff-Granulat, also das naturfarbene Kunststoff-Granulat möglich. Die Granulatwechseleinheit ist beispielsweise derart ausgebildet, dass eine Austragsleitung der Unterwasser- Granuliereinrichtung manuell und/oder automatisch wahlweise mit einer ersten Förderleitung des ersten Nachbehandlungskreises oder einer zweiten Förderleitung des zweiten Nachbehandlungskreises verbindbar ist. Vor- zugsweise ist die Granulatwechseleinheit als Granulatweiche ausgebildet. Der Granulatwechseleinheit ist dementsprechend eine erste Abscheideeinrichtung zum Abscheiden des gefärbten Kunststoff-Granulats von dem Granulierwasser und eine zweite Abscheideeinrichtung zum Abscheiden des ungefärbten Kunststoff-Granulats von dem Granulierwasser nachge- ordnet. Die Abscheideeinrichtungen sind parallel zueinander angeordnet und sind Teil des jeweils zugehörigen Nachbehandlungskreises. Der erste Nachbehandlungskreis bzw. die erste Abscheideeinrichtung dient in einem Übergangszeitraum nach der Umstellung von der Herstellung des gefärbten Kunststoff-Granulats zu der Herstellung des ungefärbten Kunststoff- Granulats insbesondere auch zum Abscheiden von unreinem Kunststoff- Granulat, das noch restliches Farbmittel enthält. Dadurch, dass lediglich eine einzige Mehrwellen-Schneckenmaschine und eine einzige Unterwasser-Granuliereinrichtung benötigt werden, wird der maschinentechnische Aufwand erheblich reduziert, so dass die wahlweise Herstellung des unge- färbten und des gefärbten Kunststoff-Granulats in einfacher und wirtschaftlicher Weise möglich ist. Durch das Betätigen bzw. Umstellen der Granulatwechseleinheit wird einfach, schnell und flexibel zwischen dem ersten Nachbehandlungskreis und dem zweiten Nachbehandlungskreis ausgewählt, so dass bei der wahlweisen Herstellung des gefärbten und des unge- - 3 - färbten Kunststoff-Granulats eine hohe Flexibilität und Wirtschaftlichkeit gewährleistet ist. Eine Reinigung in den Nachbehandlungskreisen ist nicht erforderlich. Die Umstellung von der Herstellung des ungefärbten Kunststoff-Granulats zu der Herstellung des gefärbten Kunststoff-Granulats ist problemlos möglich, da das gefärbte Kunststoff-Granulat von dem ungefärbten Kunststoff-Granulat nicht kontaminiert wird. Bei der Umstellung von der Herstellung des gefärbten Kunststoff-Granulats zu der Herstellung des ungefärbten Kunststoff-Granulats wird in dem Übergangszeitraum, in dem die Selbstreinigung der Mehrwellen-Schneckenmaschine und der Un- terwasser-Granuliereinrichtung stattfindet, weiterhin der erste Nachbehandlungskreis genutzt, um eine Kontamination des zweiten Nachbehandlungskreises und des ungefärbten Kunststoff-Granulats zu vermeiden. Zusätzlich kann zwischen der Mehrwellen-Schneckenmaschine und der Unterwasser- Granuliereinrichtung eine Schmelzepumpe und/oder eine Siebwechselein- richtung angeordnet sein, die in dem Übergangszeitraum ebenfalls eine Selbstreinigung durchführen.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 2 gewährleistet eine einfache wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats.

Durch die Granulierwasserwechseleinheit wird zuverlässig gewährleistet, dass keine Vermischung des Granulierwassers des ersten Nachbehandlungskreises und des Granulierwassers des zweiten Nachbehandlungskreises stattfindet. Das Granulierwasser in den Nachbehandlungskreisen bleibt somit voneinander getrennt. Hierdurch wird insbesondere eine Kontamina- tion durch in dem Granulierwasser verbliebenes gefärbtes Kunststoff- Granulat vermieden. Die Granulierwasserwechseleinheit ist beispielsweise derart ausgebildet, dass wahlweise eine erste Granulierwasser- Zuführleitung des ersten Nachbehandlungskreises oder eine zweite Granulierwasser-Zuführleitung des zweiten Nachbehandlungskreises manuell - 4 - und/oder automatisch mit einer Zuführleitung der Unterwasser- Granuliereinrichtung verbindbar ist. Vorzugsweise ist die Granulierwasserwechseleinheit als Granulierwasserweiche ausgebildet. Eine Vorrichtung nach Anspruch 3 gewährleistet eine einfache wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats.

Dadurch, dass in dem jeweiligen Nachbehandlungskreis ein eigener Granulierwasserbehälter angeordnet ist, wird in einfacher und zuverlässiger Weise eine Trennung des Granulierwassers der Nachbehandlungskreise ge- währleistet. Hierdurch wird in einfacher Weise eine Kontamination durch in dem Granulierwasser verbliebenes gefärbtes Kunststoff-Granulat vermieden.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 4 gewährleistet eine einfache wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats.

Dadurch, dass in dem jeweiligen Nachbehandlungskreis eine eigene Granulierwasserpumpe angeordnet ist, ist in einfacher Weise eine Trennung des Granulierwassers der Nachbehandlungskreise gewährleistet. Hierdurch wird eine Kontamination durch in dem Granulierwasser verbliebenes ge- färbtes Kunststoff-Granulat vermieden. Die jeweilige Granulierwasserpumpe ist insbesondere dem jeweiligen Granulierwasserbehälter nachgeordnet.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 5 gewährleistet eine einfache wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats.

Dadurch, dass das Granulierwasser aus der ersten Abscheideeinrichtung und aus der zweiten Abscheideeinrichtung in einem gemeinsamen Granulierwasserbehälter gesammelt wird, kann das gemischte Granulierwasser in einfacher Weise gefiltert und gereinigt werden. Hierdurch wird in einfacher - 5 -

Weise eine Kontamination durch in dem Granulierwasser verbliebenes gefärbtes Kunststoff-Granulat vermieden.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 6 gewährleistet eine einfache wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats.

Dadurch, dass eine gemeinsame Granulierwasserpumpe in einer gemeinsamen Granulierwasser-Zuführleitung angeordnet ist, ist eine einfache Zuführung des Granulierwassers zu mindestens einer Filtereinrichtung und zu der Unterwasser-Granuliereinrichtung möglich. Vorzugsweise ist die Gra- nulierwasserpumpe dem gemeinsamen Granulierwasserbehälter nachgeordnet.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 7 gewährleistet eine einfache wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats.

Durch die mindestens eine Filtereinrichtung ist eine einfache Reinigung des Granulierwassers möglich. Die mindestens eine Filtereinrichtung ist beispielsweise zwischen mindestens einer der Abscheideeinrichtungen und einem gemeinsamen Granulierwasserbehälter und/oder zwischen einem gemeinsamen Granulierwasserbehälter und der Unterwasser- Granuliereinrichtung angeordnet. Mittels der mindestens einen Filtereinrichtung wird vorzugsweise gefärbtes Kunststoff-Granulat und/oder unreines Kunststoff-Granulat aus dem Granulierwasser gefiltert. Die jeweilige Filtereinrichtung umfasst mindestens einen Granulierwasser-Filter. Vorzugsweise weist die jeweilige Filtereinrichtung mindestens zwei Granu- lierwasser-Filter auf, die parallel zueinander angeordnet sind. Die jeweilige Filtereinrichtung ist insbesondere derart betreibbar, dass die mindestens zwei Granulierwasser-Filter gemeinsam und/oder einzeln betreibbar sind. Hierdurch ist eine einfache Wartung bzw. Reinigung und/oder ein einfacher Austausch des jeweiligen Granulierwasser-Filters möglich. - 6 -

Eine Vorrichtung nach Anspruch 8 gewährleistet eine einfache wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats. Die Granulierwasser-Filter sind insbesondere mittels Absperrelementen ge- meinsam und/oder einzeln betreibbar. Hierdurch ist eine einfache Wartung und/oder ein einfacher Austausch der Granulierwasser-Filter möglich.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 9 gewährleistet eine einfache und wirtschaftliche wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats. Durch die Farbgranulatwechseleinheit wird eine einfache und zuverlässige Trennung des gefärbten Kunststoff-Granulats und des unreinen Kunststoff-Granulats, das nach der Umstellung von der Herstellung des gefärbten Kunststoff-Granulats zu der Herstellung des ungefärbten Kunststoff-Granulats in einem Übergangszeitraum entsteht, ermög- licht. Das unreine Kunststoff-Granulat beeinträchtigt somit nicht die Qualität des gefärbten Kunststoff-Granulats. Das unreine Kunststoff-Granulat kann als solches verkauft oder bei einer nachfolgenden Herstellung des gefärbten Kunststoff-Granulats in die Mehrwellen-Schneckenmaschine zugeführt und auf diese Weise wirtschaftlich weiterverarbeitet werden. Die Farbgranulatwechseleinheit ist beispielsweise derart ausgebildet, dass die erste Abscheideeinrichtung manuell und/oder automatisch wahlweise mit einer Klassierleitung für das gefärbte Kunststoff-Granulat oder einer Klassierleitung für das unreine Kunststoff-Granulat verbindbar ist. Vorzugsweise ist die Farbgranulatwechseleinheit als Farbgranulatweiche ausgebildet.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 10 gewährleistet eine einfache, flexible und wirtschaftliche wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats. Durch die Farbgranulatwechseleinheit und die separaten Speicherbehälter ist in einfacher Weise eine getrennte Speiche- - 7 - rung des gefärbten Kunststoff-Granulats und des unreinen Kunststoff- Granulats möglich. Der mindestens eine zweite Speicherbehälter ermöglicht insbesondere - je nach Wirtschaftlichkeit - einen Verkauf des unreinen Kunststoff-Granulats oder eine Weiterverarbeitung in der Mehrwellen- Schneckenmaschine.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 1 1 gewährleistet eine wirtschaftliche wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff- Granulats. Die Rückführleitung ermöglicht das Zuführen von unreinem Kunststoff-Granulat von dem mindestens einen zweiten Speicherbehälter zu der Mehrwellen-Schneckenmaschine und somit die Weiterverarbeitung des unreinen Kunststoff-Granulats zu gefärbtem Kunststoff-Granulat.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 12 erhöht die Wirtschaftlichkeit der wahlweisen Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff- Granulats. Durch die Klassiereinrichtung ist ein Klassieren des unreinen Kunststoff-Granulats in eine Untergröße, eine Normgröße und eine Übergröße möglich. Für die jeweilige Granulatgröße, also die Untergröße, die Normgröße und die Übergröße ist ein zugehöriger zweiter Speicherbehälter vorgesehen. Je nach Wirtschaftlichkeit wird das unreine Kunststoff- Granulat mit einer bestimmten Granulatgröße entweder verkauft oder in der Mehrwellen-Schneckenmaschine weiterverarbeitet. Beispielsweise wird das unreine Kunststoff-Granulat mit der Normgröße verkauft, wohingegen das unreine Kunststoff-Granulat mit der Untergröße und der Über- große zur Weiterverarbeitung in die Mehrwellen-Schneckenmaschine zurückgeführt wird.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 13 gewährleistet eine einfache und flexible wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff- - 8 -

Granulats. Durch die zwei separaten Zuführöffnungen erfolgt eine separate Zuführung des ungefärbten Kunststoffmaterials, also beispielsweise des naturfarbenen, pulverförmigen Kunststoffmaterials, und des Farbmittels. Das Farbmittel wird beispielsweise als pulverförmiges Farbmittel und/oder als Masterbatch-Granulat mit darin gebundenem Farbmittel und/oder als unreines Kunststoff-Granulat mit darin gebundenem restlichen Farbmittel, zugeführt. Hierdurch wird eine Kontamination durch Farbmittel im Bereich der Zuführöffnungen bei der Herstellung des ungefärbten Kunststoff- Granulats vermieden.

Eine Vorrichtung nach Anspruch 14 gewährleistet eine einfache, flexible und wirtschaftliche wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats. Dadurch, dass die mindestens zwei Behandlungselementwellen einander dichtkämmend ausgebildet sind, reinigen sich diese in einfacher Weise selbst. Zudem wird durch die abstreifende Ausbildung in einfacher Weise die Innenwand des Gehäuses gereinigt. Für eine Abmessung Ai eines Spalts zwischen den mindestens zwei Behandlungselementwellen und/oder einer Abmessung A 2 eines Spalts zwischen der jeweiligen Behandlungselementwelle und der Innenwand des Gehäuses gilt im Verhältnis zu einem Außendurchmesser D der Behandlungselementwellen:

0,003 < Ai / D < 0,05, insbesondere 0,004 < Ai / D < 0,035, und insbeson¬

und/oder

0,004 < A 2 / D < 0,03, insbesondere 0,005 < A 2 / D < 0,025, und insbesondere 0,012 < A 2 / D < 0,019.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das in einfacher, flexibler und wirtschaftlicher Weise die wahlweise - 9 -

Herstellung von gefärbtem und von ungefärbtem Kunststoff-Granulat ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des An- spruchs 15 gelöst. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen den bereits beschriebenen Vorteilen der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Ein Verfahren nach Anspruch 16 gewährleistet eine wirtschaftliche wahl- weise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats. In einem Übergangszeitraum nach dem Beginn der Herstellung des ungefärbten Kunststoff-Granulats wird das aufgrund von restlichem Farbmittel zunächst entstehende unreine Kunststoff-Granulat weiterhin der ersten Abscheideeinrichtung zugeführt und mittels einer nachfolgenden Farbgranu- latwechseleinheit von dem gefärbten Kunststoff-Granulat separiert bzw. separiert gehalten. Nachdem die Selbstreinigung der Mehrwellen- Schneckenmaschine und der Unterwasser-Granuliereinrichtung abgeschlossen ist, wird die Granulatwechseleinheit umgestellt und das dann hergestellte ungefärbte Kunststoff-Granulat der zweiten Abscheideeinrich- tung zugeführt.

Ein Verfahren nach Anspruch 17 gewährleistet eine wirtschaftliche wahlweise Herstellung des gefärbtem und des ungefärbten Kunststoff-Granulats. Durch die Zuführung des unreinen Kunststoff-Granulats zu der Mehr- wellen-Schneckenmaschine erfolgt eine Weiterverarbeitung des unreinen Kunststoff-Granulats zu gefärbtem Kunststoff-Granulat.

Ein Verfahren nach Anspruch 18 gewährleistet eine einfache und flexible wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff- - 10 -

Granulats. Durch die Granulierwasserwechseleinheit wird das für die Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff-Granulats verwendete Granulierwasser getrennt gehalten. Hierdurch wird eine Kontamination des ungefärbten Kunststoff-Granulats durch im Granulierwasser verbliebe- nes gefärbtes Kunststoff-Granulat vermieden.

Ein Verfahren nach Anspruch 19 gewährleistet eine einfache und flexible wahlweise Herstellung des gefärbten und des ungefärbten Kunststoff- Granulats. Durch die mindestens eine Filtereinrichtung wird das Granulierwasser vor der Zuführung in die Unterwasser-Granuliereinrichtung gefiltert und gereinigt. Hierdurch wird eine Kontamination des ungefärbten Kunststoff-Granulats durch im Granulierwasser verbliebenes gefärbtes Kunststoff-Granulat vermieden. Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele. Es zeigen: eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur wahlweisen Herstellung von gefärbtem und ungefärbtem Kunststoff-Granulat gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

Fig. 2 eine Schnittdarstellung einer Mehrwellen-Schneckenmaschine der

Vorrichtung in Fig. 1 , und

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur wahlweisen

Herstellung von gefärbtem und ungefärbtem Kunststoff-Granulat gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel. - 1 1 -

Nachfolgend ist anhand der Fig. 1 und 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Eine Vorrichtung 1 umfasst zur Herstellung von gefärbtem Kunststoff-Granulat Gi und von ungefärbtem Kunststoff- Granulat G 2 eine Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 mit einer nachgeord- neten Unterwasser-Granuliereinrichtung 3. Die Mehrwellen- Schneckenmaschine 2 weist ein Gehäuse 4 auf, in dem zwei einander durchdringende Gehäusebohrungen 5, 6 ausgebildet sind. In den Gehäusebohrungen 5, 6 sind Behandlungselementwellen 7, 8 um zugehörige Drehachsen 9, 10 drehbar angeordnet. Die Behandlungselementwellen 7, 8 sind von einem Antriebsmotor 1 1 über ein zugehöriges Verteilergetriebe 12 gleichsinnig, also in gleichen Drehrichtungen drehantreibbar. Die Behandlungselementwellen 7, 8 sind einander dichtkämmend und eine Innenwand 13 des Gehäuses 4 abstreifend ausgebildet. Hierzu sind die Behandlungselementwellen 7, 8 derart zueinander angeordnet, dass ein von den Behand- lungselementwellen 7, 8 begrenzter Spalt Si eine Abmessung Ai hat, wobei für die Abmessung Ai im Verhältnis zu einem Außendurchmesser D der Behandlungselementwellen 7, 8 gilt: 0,003 < Ai / D < 0,05, insbesondere 0,004 < Ai / D < 0,035, und insbesondere 0,01 1 < Ai / D < 0,02. Weiterhin bilden die Behandlungselementwellen 7, 8 mit der Innenwand 13 einen jeweiligen Spalt S 2 aus, der eine zugehörige Abmessung A 2 hat, wobei für das Verhältnis der Abmessung A 2 zu dem Außendurchmesser D gilt: 0,004 < A 2 / D < 0,03, insbesondere 0,005 < A 2 / D < 0,025, und insbesondere 0,012 < A 2 / D < 0,019.

Die Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 weist weiterhin eine erste Zuführöffnung 14 und eine zweite Zuführöffnung 15 auf, die in dem Gehäuse 4 ausgebildet sind und in die Gehäusebohrungen 5, 6 münden. Die Zuführöffnungen 14, 15 dienen zur separaten Zuführung von ungefärbtem bzw. - 12 - naturfarbenem Kunststoffmaterial M, also beispielsweise von pulverförmi- gem Kunststoffmaterial M und von Farbmittel F, beispielsweise von pul- verförmigem Ruß oder von Ruß enthaltendem Masterbatch-Granulat. An der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 ist austragsseitig eine Lochplatte 16 angeordnet, durch die eine von der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 erzeugte Kunststoff-Schmelze S in Form von Kunststoff- Strängen extrudier- bar ist, die wiederum mittels mindestens eines drehantreibbaren Schneidmessers 17 zu dem Kunststoff-Granulat Gi bzw. G 2 zerschneidbar sind. Das mindestens eine Schneidmesser 17 ist mittels eines Messer- Antriebs- motors 18 drehantreibbar. Die Lochplatte 16, das mindestens eine

Schneidmesser 17 und der Messer- Antriebsmotor 18 sind Teil der Unterwasser-Granuliereinrichtung 3.

Der Unterwasser-Granuliereinrichtung 3 ist in einer Förderrichtung 19 eine Granulatwechseleinheit 20 nachgeordnet, die eine Austragsleitung 21 der Unterwasser-Granuliereinrichtung 3 in eine erste Förderleitung 22 und eine zweite Förderleitung 23 aufteilt. Die Granulatwechseleinheit 20 ist vorzugsweise als Granulatweiche ausgebildet. Die nachfolgenden Ausführungen gelten für eine beliebig ausgebildete Granulatwechseleinheit 20.

Die erste Förderleitung 22 bildet den Anfang eines ersten Nachbehandlungskreises, in dem in der Förderrichtung 19 nacheinander eine erste Abscheideeinrichtung 24, eine erste Granulierwasser-Rückführleitung 25, ein erster Granulierwasserbehälter 26 und eine erste Granulierwasser- Zuführleitung 27 mit einer ersten Granulierwasserpumpe 28 angeordnet sind. In entsprechender Weise bildet die zweite Förderleitung 23 den Anfang eines zweiten Nachbehandlungskreises, in dem in der Förderrichtung 19 nacheinander eine zweite Abscheideeinrichtung 29, eine zweite Granulierwasser-Rückführleitung 30, ein zweiter Granulierwasserbehälter 31 und - 13 - eine zweite Granulierwasser-Zuführleitung 32 mit einer zweiten Granulierwasserpumpe 33 angeordnet sind. Die Nachbehandlungskreise sind parallel zueinander angeordnet. Die Granulierwasser-Zuführleitungen 27 und 32 werden mittels einer Granulierwasserwechseleinheit 34 wieder zusam- mengeführt, so dass Granulierwasser Wi des ersten Nachbehandlungskreises oder Granulierwasser W 2 des zweiten Nachbehandlungskreises über eine Zuführleitung 35 der Unterwasser-Granuliereinrichtung 3 zuführbar ist. Die Granulierwasserwechseleinheit 34 ist vorzugsweise als Granulierwasserweiche ausgebildet. Die nachfolgenden Ausführungen gelten für eine beliebig ausgebildete Granulierwasserwechseleinheit 34. Ausgehend von der Zuführleitung 35 erstreckt sich eine Auslassleitung 36, die über ein Absperrelement 37 geöffnet oder geschlossen werden kann.

Die Granulierwasserbehälter 26, 31 weisen jeweils eine Frischwasser- Zuführleitung 38, 39 mit einem zugehörigen Absperrelement 40, 41 sowie eine Granulierwasserheizung 42, 43 auf.

Die erste Abscheideeinrichtung 24 umfasst zum Trennen des Granulierwassers Wi und des gefärbten Kunststoff-Granulats Gi einen ersten Ab- scheider 44, einen ersten Agglomerat- Abscheider 45 und einen ersten Granulattrockner 46. Dem ersten Granulattrockner 46 ist in der Förderrichtung 19 eine Farbgranulatwechseleinheit 47 nachgeordnet. Die Farbgranulat- wechseleinheit 47 ist vorzugsweise als Farbgranulatweiche ausgebildet. Die nachfolgenden Ausführungen gelten für eine beliebig ausgebildete Farbgranulatwechseleinheit 47. Ausgehend von der Farbgranulatwechseleinheit 47 erstreckt sich eine erste Klassierleitung 48 zu einer ersten Klassiereinrichtung 49. Die erste Klassiereinrichtung 49 dient zum Klassieren des gefärbten Granulats Gi und weist beispielsweise nicht näher dargestellte Siebe auf, die das gefärbte Kunststoff-Granulat Gi in eine Untergröße - 14 -

Gn, eine Normgröße Gi2 und eine Übergröße G13 klassieren. Die erste Klassiereinrichtung 49 mündet ausgangs seitig in einen Speicherbehälter B11 für die Untergröße Gn, einen Speicherbehälter B12 für die Normgröße G12 und einen Speicherbehälter B13 für die Übergröße G13 des gefärbten Kunststoff-Granulats Gi .

Die zweite Abscheideeinrichtung 29 weist zum Trennen des Granulierwassers W2 und des ungefärbten Kunststoff-Granulats G2 einen zweiten Abscheider 50, einen zweiten Agglomerat- Abscheider 51 und einen zweiten Granulattrockner 52 auf. Eine zweite Klassierleitung 53 verbindet den zweiten Granulattrockner 52 direkt mit einer zweiten Klassiereinrichtung 54. Die zweite Klassiereinrichtung 54 dient zum Klassieren des ungefärbten Kunststoff-Granulats G2 in eine Untergröße G21, eine Normgröße G22 und eine Übergröße G23. Hierzu weist die zweite Klassiereinrichtung 54 nicht näher dargestellte Siebe auf. Ausgangsseitig der zweiten Klassiereinrichtung 54 sind ein Speicherbehälter B21 für die Untergröße G21, ein Speicherbehälter B22 für die Normgröße G22 und ein Speicherbehälter B23 für die Übergröße G23 angeordnet. Weiterhin erstreckt sich ausgehend von der Farbgranulatwechseleinheit 47 eine dritte Klassierleitung 55, die zu einer dritten Klassiereinrichtung 56 führt. Die dritte Klassiereinrichtung 56 dient zum Klassieren von unreinem Kunststoff-Granulat G3, das in einem Übergangszeitraum nach der Umstellung von der Herstellung des gefärbten Kunststoff-Granulats Gi zu der Herstellung des ungefärbten Kunststoff-Granulats G2 entsteht und mittels der Farbgranulatwechseleinheit 47 separierbar und mittels der dritten Klassiereinrichtung 56 klassierbar ist. Die dritte Klassiereinrichtung 56 dient somit zum Klassieren des unreinen Kunststoff-Granulats G3 in eine Untergröße G31 , eine Normgröße G32 und eine Übergröße G33. Hierzu sind in der - 15 - dritten Klassiereinrichtung 56 nicht näher dargestellte Siebe angeordnet. Ausgangsseitig der dritten Klassiereinrichtung 56 ist ein Speicherbehälter B31 für die Untergröße G31 , ein Speicherbehälter B32 für die Normgröße G32 und ein Speicherbehälter B33 für die Übergröße G33 des unreinen Kunst- stoff-Granulats G3 angeordnet.

Zum Zurückführen der Untergröße G31 und der Übergröße G33 des unreinen Kunststoff-Granulats G3 zu der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 ist eine Rückführleitung 57 zwischen dem Speicherbehälter B31 bzw. dem Speicherbehälter B33 und der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 angeordnet. Hierzu ist ausgangsseitig des Speicherbehälters B31 eine erste Rück- führwechseleinheit 58 angeordnet, so dass der Speicherbehälter B31 ausgangsseitig in die Rückführleitung 57 oder eine erste Abtransportleitung 59 mündet. In entsprechender Weise ist ausgangsseitig des Speicherbehälters B33 eine zweite Rückführwechseleinheit 60 angeordnet, so dass der Behälter B33 ausgangsseitig entweder in die Rückführleitung 57 oder eine zweite Abtransportleitung 61 mündet. Die Rückführleitung 57 mündet über die erste Zuführöffnung 14 oder die zweite Zuführöffnung 15 in die Gehäusebohrungen 5, 6. In Fig. 1 ist beispielhaft eine Zuführung über die zweite Zuführöffnung 15 dargestellt. Die Rückführwechseleinheiten 58, 60 sind vorzugsweise als Rückführweichen ausgebildet.

Die Funktionsweise der Vorrichtung 1 ist wie folgt: Zunächst wird die Herstellung des ungefärbten Kunststoff-Granulats G2 beschrieben. Der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 wird über die erste Zuführöffnung 14 ungefärbtes bzw. naturfarbenes Kunststoffmaterial M zugeführt. Das Kunststoffmaterial M ist beispielsweise pulverförmig. Mittels der Behandlungselementwellen 7, 8 wird das Kunststoffmaterial M - 16 - aufgeschmolzen, so dass aus den Gehäusebohrungen 5, 6 eine ungefärbte Kunststoff-Schmelze S ausgetragen wird und durch die Lochplatte 16 ungefärbte Kunststoff- Stränge extrudiert werden. Die ungefärbten Kunststoff- Stränge werden mittels des rotierenden mindestens einen Schneidmessers 17 zu dem ungefärbten Kunststoff-Granulat G 2 zerschnitten. Das Kunststoff-Granulat G 2 wird mittels des Granulierwassers W 2 über die Austrags- leitung 21 aus der Unterwasser-Granuliereinrichtung 3 ausgetragen und über die Granulatwechseleinheit 20 dem zweiten Nachbehandlungskreis zugeführt. Über die zweite Förderleitung 23 gelangt das ungefärbte Kunst- stoff-Granulat G 2 zu der zweiten Abscheideeinrichtung 29, die das ungefärbte Kunststoff-Granulat G 2 von dem Granulierwasser W 2 abscheidet und trocknet. Anschließend wird das ungefärbte Kunststoff-Granulat G 2 über die zweite Klassierleitung 53 der zweiten Klassiereinrichtung 54 zugeführt. Die zweite Klassiereinrichtung 54 klassiert das ungefärbte Kunststoff- Granulat G 2 in die Untergröße G21 , die Normgröße G22 und die Übergröße G23, die in den zugehörigen Speicherbehältern B21 , B22 und B23 zum Abverkaufbzw. Abtransport gespeichert werden.

Das Granulierwasser W 2 gelangt über die zweite Granulierwasser- Rückführleitung 30 zu dem zweiten Granulierwasserbehälter 31 und von dort mittels der zweiten Granulierwasserpumpe 33 über die zweite Granulierwasser-Zuführleitung 32 und die Granulierwasserwechseleinheit 34 wieder zu der Zuführleitung 35, die das Granulierwasser W 2 erneut der Unterwasser-Granuliereinrichtung 3 zuführt. Bei Bedarf wird über die zweite Frischwasser-Zuführleitung 39 Granulierwasser W 2 in dem Granulierwasserbehälter 31 ergänzt und das Granulierwasser W 2 über die zweite Granulierwasserheizung 43 auf eine gewünschte Temperatur gebracht. - 17 -

Die Umstellung der Herstellung von dem ungefärbten Kunststoff-Granulat G 2 zu dem gefärbten Kunststoff-Granulat Gi ist in einfacher Weise möglich. Zur Herstellung des gefärbten Kunststoff-Granulats Gi wird die Zuführung des Kunststoffmaterials M unterbrochen und die Mehrwellen- Schneckenmaschine 2 leergefahren. Anschließend werden die Granulatwechseleinheit 20 und die Granulierwasserwechseleinheit 34 umgestellt und der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 über die erste Zuführöffnung 14 Kunststoffmaterial M und über die zweite Zuführöffnung 15 Farbmittel F zugeführt. Das Farbmittel F ist beispielsweise pulverförmig ausgebildet oder in einem Masterbatch-Granulat gebunden. Das Farbmittel F ist beispielsweise Ruß. Zusätzlich oder alternativ wird der Schneckenmaschine über die Rückführleitung 57 die Untergröße G31 und/oder die Übergröße G33 des unreinen Kunststoff-Granulats G3 zugeführt, das in den zugehörigen Speicherbehältern B31 und B33 gespeichert ist. Mittels der Behand- lungselementwellen 7, 8 wird in den Gehäusebohrungen 5, 6 die gefärbte Kunststoff-Schmelze S erzeugt und durch die Lochplatte 16 ausgetragen. Die extrudierten gefärbten Kunststoff- Stränge werden mittels des mindestens einen Schneidmessers 17 zu dem gefärbten Kunststoff-Granulat Gi zerschnitten. Das gefärbte Kunststoff-Granulat Gi wird mittels des Granu- lierwassers Wi über die Austragsleitung 21 aus der Unterwasser- Granuliereinrichtung 3 ausgetragen und dem ersten Nachbehandlungskreis zugeführt. Über die erste Förderleitung 22 wird das gefärbte Kunststoff- Granulat Gi der ersten Abscheideeinrichtung 24 zugeführt, die das gefärbte Kunststoff-Granulat Gi von dem Granulierwasser Wi abtrennt und trock- net. Das getrocknete gefärbte Kunststoff-Granulat Gi wird über die

Farbgranulatwechseleinheit 47 der ersten Klassierleitung 48 und der nachgeordneten ersten Klassiereinrichtung 49 zugeführt. Die erste Klassiereinrichtung 49 klassiert das gefärbte Kunststoff-Granulat Gi in die Untergröße Gi 1 , die Normgröße G12 und die Übergröße G 13, die in den zugehörigen - 18 -

Speicherbehältern Bn, B 12 und B 13 zum Abtransport bzw. Abverkauf gespeichert werden.

Das Granulierwasser Wi gelangt über die erste Granulierwasser- Rückführleitung 25 zu dem ersten Granulierwasserbehälter 26 und von dort mittels der ersten Granulierwasserpumpe 28 über die erste Granulierwasser-Zuführleitung 27 und die Granulierwasserwechseleinheit 34 wieder zu der Zuführleitung 35, die das Granulierwasser Wi erneut der Unterwasser- Granuliereinrichtung 3 zuführt. Bei Bedarf wird über die erste Frischwas- ser-Zuführleitung 38 Granulierwasser Wi in dem Granulierwasserbehälter 26 ergänzt und das Granulierwasser Wi über die erste Granulierwasserheizung 42 auf eine gewünschte Temperatur gebracht.

Die Umstellung der Herstellung von dem gefärbten Kunststoff-Granulat Gi zu dem ungefärbten Kunststoff-Granulat G2 ist problematisch, da die

Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 und die Unterwasser-Granuliereinrichtung 3 durch das Farbmittel F verunreinigt sind. Zur Umstellung der Herstellung wird die Zuführung von Farbmittel F und/oder von der Untergröße G31 bzw. der Übergröße G33 des unreinen Kunststoff-Granulats G3 unter- brachen, so dass der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 ausschließlich das Kunststoffmaterial M zugeführt wird. Zudem wird die Farbgranulatwech- seleinheit 47 umgestellt, so dass das nun entstehende unreine Kunststoff- Granulat G3 über die dritte Klassierleitung 55 der dritten Klassiereinrichtung 56 zugeführt wird. In einem Übergangszeitraum führt die Mehrwel- len-Schneckenmaschine 2 und die Unterwasser-Granuliereinrichtung 3 eine Selbstreinigung durch, bei der die in der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 erzeugte Kunststoff-Schmelze S aufgrund der dichtkämmenden Ausbildung der Behandlungselementwellen 7, 8 und dem Abstreifen der Innenwand 13 restliches Farbmittel F aus der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 - 19 - entfernt und nachfolgend die Lochplatte 16 und das mindestens eine Schneidmesser 17 reinigt. Das in der Unterwasser-Granuliereinrichtung 2 entstehende unreine Kunststoff-Granulat G 3 wird über die Granulatwechseleinheit 20 dem ersten Nachbehandlungskreis zugeführt und über die erste Abscheideeinrichtung 24 von dem Granulierwasser Wi getrennt und in der bereits beschriebenen Weise der dritten Klassiereinrichtung 56 zugeführt. Die dritte Klassiereinrichtung 56 klassiert das unreine Kunststoff-Granulat G 3 in die Untergröße G31 , die Normgröße G 32 und die Übergröße G 33 , die in den zugehörigen Speicherbehältern B 3 i, B 32 und B 33 gespeichert werden. Durch die ückführwechseleinheiten 58, 60 kann die Untergröße G 3 i und die Übergröße G 33 - je nach Wirtschaftlichkeit - zum Abtransport bzw. Abverkauf oder zum Rückführen gespeichert werden. Die Normgröße G 32 ist beispielhaft lediglich zum Abtransport bzw. Abverkauf gespeichert. Nachdem die Selbstreinigung in dem Übergangszeitraum abgeschlossen ist, wird die Zuführung des Kunststoffmaterials M unterbrochen und die Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 leergefahren. Anschließend werden die Granulatwechseleinheit 20 und die Granulierwasserwechseleinheit 34 umgestellt. Durch die Zuführung des Kunststoffmaterials M wird nun in der bereits beschriebenen Weise wieder das ungefärbte Kunststoff-Granulat G 2 hergestellt und dem zweiten Nachbehandlungskreis zugeführt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ermöglicht die wahlweise Herstellung von gefärbtem Kunststoff-Granulat Gi und von ungefärbtem Kunst- stoff-Granulat G 2 mit lediglich einer einzigen Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 und einer einzigen Unterwasser-Granuliereinrichtung 3. Der maschinentechnische Aufwand ist hierdurch vergleichsweise gering. Das bei der Umstellung der Herstellung von dem gefärbten Kunststoff-Granulat Gi zu dem ungefärbte Kunststoff-Granulat G 2 entstehende unreine Kunststoff- - 20 -

Granulat G3 wird dem ersten Nachbehandlungskreis zugeführt und separiert. Je nach Wirtschaftlichkeit wird das unreine Kunststoff-Granulat G3 verkauft oder bei der nachfolgenden Herstellung des gefärbten Kunststoff- Granulats Gi zu der Mehrwellen-Schneckenmaschine 2 zurückgeführt und weiterverarbeitet. Die Vorrichtung 1 ermöglicht somit eine einfache, flexible und wirtschaftliche Herstellung von wahlweise gefärbtem Kunststoff- Granulat Gi und ungefärbten Kunststoff-Granulat G2.

Nachfolgend ist anhand von Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel umfasst der erste Nachbehandlungskreis die erste Förderleitung 22, die erste Abscheideeinrichtung 24 und die erste Granulierwasser-Rückführleitung 25 sowie einen mit dem zweiten Nachbehandlungskreis gemeinsamen Granulierwasserbehälter 26 und eine gemeinsame Granulierwasser- Zuführleitung 27 mit einer gemeinsamen Granulierwasserpumpe 28 und einer gemeinsamen Filtereinrichtung 62. Entsprechend umfasst der zweite Nachbehandlungkreis die zweite Förderleitung 23, die zweite Abscheideeinrichtung 29, die zweite Granulierwasser-Rückführleitung 30 sowie den gemeinsamen Granulierwasserbehälter 26 und die gemeinsame Granulier- wasser-Zuführleitung 27 mit der gemeinsamen Granulierwasserpumpe 28 und der gemeinsamen Filtereinrichtung 62. Die Nachbehandlungskreise sind ausgehend von der Granulatwechseleinheit 20 bis zu den Granulierwasser-Rückführleitungen 25, 30 getrennt und bilden ab dem Granulierwasserbehälter 26 bis zu der Granulierwasser-Zuführleitung 27 einen ge- meinsamen Nachbehandlungskreis aus. Die Granulierwasserwechseleinheit 34 entfällt hierdurch, sodass die Granulierwasser-Zuführleitung 27 in die Zuführleitung 35 übergeht. Die Filtereinrichtung 62 umfasst zwei Granulierwasser-Filter 63, 64, die parallel zueinander in der Granulierwasser- Zuführleitung 27 angeordnet sind. Die Granulierwasser-Filter 63, 64 kön- - 21 - nen durch nicht näher dargestellte Absperrelemente der Filtereinrichtung 62 gemeinsam oder separat betrieben werden. Die Granulierwasser-Filter 63, 64 können somit gemeinsam oder ausschließlich der Granulierwasser- Filter 63 oder ausschließlich der Granulierwasser-Filter 64 betrieben wer- den. Hierdurch ist in einfacher Weise eine Wartung oder ein Austausch der Granulierwasser-Filter 63, 64 möglich. Das Granulierwasser Wi gelangt aus der ersten Abscheideeinrichtung 24 über die erste Granulierwasser- Rückführleitung 25 in den gemeinsamen Granulierwasserbehälter 26. Entsprechend gelangt das Granulierwasser W 2 aus der zweiten Abscheideein- richtung 29 über die zweite Granulierwasser-Rückführleitung 30 in den gemeinsamen Granulierwasserbehälter 26. Mittels der Granulierwasserpumpe 28 wird das gemischte Granulierwasser W über die Granulierwasser-Zuführleitung 27 der Filtereinrichtung 62 zugeführt. In der Filtereinrichtung 62 wird mittels der Granulierwasser-Filter 63, 64 Kunststoff- Granulat Gi, G 2 und/oder G 3 , das sich in dem Granulierwasser W befindet, aus diesem ausgefiltert. Das Granulierwasser W, das nach der Filtereinrichtung 62 über die Zuführleitung 35 der Unterwasser-Granuliereinrichtung 3 zugeführt wird, ist somit von restlichem Kunststoff-Granulat Gi, G 2 und/oder G 3 gereinigt.

Hinsichtlich des weiteren Aufbaus und der weiteren Funktionsweise der Vorrichtung 1 wird auf das erste Ausführungsbeispiel verwiesen.