RASBIELER, Jörg (Magazinstrasse 15, Zwickau, 08056, DE)
STICHEL, Holger (Bergstrasse 33, Pechtelsgrün, 08485, DE)
RASBIELER, Jörg (Magazinstrasse 15, Zwickau, 08056, DE)
| Ansprüche: Vorrichtung zur maschinellen Herstellung von Betonformsteinen mit einer Formmaschine und einer lösbar in dieser eingesetzten Form, welche ein Formunterteil mit einem oder mehreren Formnestern in einem Steinfeld und ein Formoberteil mit einer Druckplattenanordnung mit einer oder mehreren den Formnestern zugewandten Druckplatten enthält, wobei - das Formoberteil mit einer Vertikalbewegungseinheit einer Formmaschine verbunden und mit dieser vertikal relativ zu dem Formunterteil verlagerbar ist, - die Formmaschine eine Steuereinrichtung enthält, welche innerhalb eines Fertigungszyklus einen Rüttelvorgang steuert, - das Formunterteil während des Rüttelvorgangs auf einer Unterlage aufgesetzt ist, - Unterlage und/oder Vertikalbewegungseinheit während des Rüttelvorgangs innerhalb zu vertikalen Rüttelbewegungen anregbar sind, - die Druckplattenanordnung während der Rüttelbewegungen relativ zu der Vertikalbewegungseinheit vertikal um einen begrenzten maximalen Verschiebeweg zwischen einer oberen und einer unteren Endposition verschiebbar ist und - die Druckplattenanordnung bezüglich der Vertikalbewegungseinheit aus der unteren Endposition entgegen der Rückstellkraft von elastisch verform- baren ersten Dämpfungselementen in Richtung der oberen Endposition verschiebbar ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Dämpfungs- elemente Elastomerkörper enthalten. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungselemente mit metallischen Anlageflächen versehen sind. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Dämpfungselemente durch metallische Federelemente gebildet sind. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungselemente in der unteren Endposition durch Halteele- mente elastisch vorgespannt sind. 6. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente über zweite Dämpfungselemente vertikal abgestützt ist. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung der Druckplattenanordnung relativ zur Vertikalbe- wegungseinheit nach oben durch einen festen Anschlag begrenzt ist. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämp- fungselemente so bemessen sind, dass zumindest in einem abschließenden Zeitabschnitt des Rüttelvorgangs die vertikale Relativbewegung gegen den Anschlag erfolgt. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämp- fungselemente so bemessen sind, dass in einem anfänglichen Zeitabschnitt des Rüttelvorgangs die vertikale Relativbewegung kleiner ist als der durch einen Anschlag begrenzte maximale Verschiebungsweg. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Formoberteil über der Stempeleinheit eine der Vertikalbewe- gungseinheit zuweisende Verbindungseinheit enthält und dass elastisch verformbare Dämpfungselemente zwischen der Stempeleinheit und der Verbindungseinheit angeordnet sind. 1 1 .Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Verschiebungsweg von unterer Endposition bis zum Anschlag kleiner ist als der maximale elastische Verformungsweg der Dämpfungselemente. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Verschiebungsweg weniger als 80 %, insbesondere weniger als 60 % des maximalen elastischen Verformungswegs bildet. 13. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Verschiebungsweg größer als 20 %, insbesondere größer als 30 % des maximalen elastischen Verformungswegs ist. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Verschiebungsweg wenigstens 0,5 mm und höchstens 3 mm beträgt. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass erste Dämpfungselemente innerhalb des Formoberteils angeordnet sind. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Formoberteil zwei vertikal beabstandete Platten aufweist, welche entgegen der Rückstellkraft der Dämpfungselemente vertikal relativ zueinander verschiebbar sind. 1 /.Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die untere der beiden Platten eine Stempelplatte als für alle Druckplatten und diese tragende Stempelrohre gemeinsame Trägerplatte bildet. 18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die obere der beiden Platten Verbindungsstrukturen zur lösbaren Verbindung des Formoberteils mit der Vertikalbewegungseinheit trägt oder bildet. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass im vertikalen Kraftweg zwischen Druckplatten Dämpfungselemente an wenigstens zwei verschiedenen Positionen nacheinander vorgesehen sind. 20. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die im Kraftweg näher an den Druckplatten liegenden Dämpfungselemente eine geringere Steifigkeit besitzen als die im Kraftweg näher bei der Formmaschine liegenden Dämpfungselemente. 21 .Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatten horizontal relativ zu der Formmaschine verschiebbar sind. 22. Vorrichtung nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Verschiebbarkeit zumindest innerhalb eines Teils des maximalen horizontalen Verschiebewegs entgegen horizontale Rückstell kräfte bewirken- den weiteren Dämpfungselementen gegeben ist. 23. Form, welche zum lösbaren Einsetzen in eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22 ausgebildet ist. 24. Verfahren zur Herstellung von Betonformsteinen unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, wobei die Formmaschine innerhalb eines Fertigungszyklus einen Zeitabschnitt mit einem Rüttelvorgang durchläuft und wobei während des Rüttelvorgangs auftretende statische und dynamische Kraftanteile von Kräften zwischen Druckplatten des Formoberteils und einem in Formnester des Formunterteils einer Form eingefüllten Betongemenge über Betriebsparameter veränderlich einstellbar sind, und wobei die Betriebsparameter derart eingestellt werden, dass der statischen Kraftanteile auf einen Wert begrenzt werden, der geringer ist als die bei Verschiebung der Druckplatten in die obere Endposition auftretende Rückstell kraft der elastisch verformbaren Dämpfungselemente. 25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass zur Begrenzung des statischen Kraftanteils die Druckkraft einer Antriebseinrichtung für die Absenkung des Formoberteils eingestellt wird. 26. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsparameter derart eingestellt werden, dass zumindest in einem abschließenden Zeitabschnitt des Rüttelvorgangs die kumulierten statischen und dynamischen Kraftanteile eine Verschiebung der Druckplatten in deren obere Endposition bewirken. 27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Intensität der Rüttelanregung als einer der Betriebsparameter eingestellt wird. |
Form hierfür.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von Betonformsteinen sowie eine Form für eine solche Vorrichtung.
Zur maschinellen Herstellung von Betonformsteinen wie z. B. Pflastersteinen sind typischerweise Vorrichtungen im Einsatz, welche eine Formmaschine und eine Form mit einem Formunterteil und einer Stempeleinheit enthalten. In dem Formunterteil sind in einem Steinfeld ein oder mehrere Formnester ausgebildet, welche nach oben und unten offen sind. Das leere Formunterteil wird mit einer unteren Begrenzungsebene des Steinfelds auf eine horizontale Unterlage aufgesetzt, welche die unteren Öffnungen der Form verschließt. Durch die oberen Öffnungen werden die Formnester mit Betongemenge befüllt, wofür ein Füllwagen über das Steinfeld verfahrbar ist. Danach werden an der Stempeleinheit angeordnete Druckplatten durch die oberen Öffnungen in die
Formnester eingesenkt und auf das Betongemenge aufgedrückt, welches nachfolgend durch Rütteln insbesondere der Unterlage zu formstabilen Betonformsteinen verfestigt wird, welche durch die unteren Öffnungen der
Formnester entformt werden, die Stempeleinheit ist mit einer typischerweise hydraulisch betätigten Vertikalbewegungseinheit der Formmaschine verbunden und mittels dieser vertikal verfahrbar. Die Verbindung kann in gebräuchlicher Bauweise über eine Auf-Iasteinheit gegeben sein, welche gewöhnlich mit der Stempeleinheit ein Formoberteil als einheitlich handhabbare Baugruppe bildet.
Bei den hergestellten Betonformsteinen kommt der Beschaffenheit der den Druckplatten zuweisenden Steinfläche, welche bei Platten, Pflastersteinen die im verlegten Zustand sichtbare und belastete Fläche bildet, eine besondere Bedeutung zu. In der EP 1 674 226 A2 ist angegeben, dass die Steinoberfläche günstig beeinflussbar sei, wenn während des zur Verdichtung des Betonge- menges erfolgenden Rüttel beweg ung eine horizontal schwimmende Lagerung der Druckplatten relativ zu der Formmaschine gegeben ist. Dies wird bei diesem Stand der Technik insbesondere dadurch erreicht, dass innerhalb des Formoberteils eine Schwimmebene ausgebildet ist, an welcher großflächig eine Plattenfläche an einer Vielzahl von aufrechten Bürstengruppen während des Rüttelvorgangs abgestützt ist. Durch Anwendung einer gegenüber den Kräften im Rüttelbetrieb höheren Kraft mittels Druckluftbalgen können die Borsten der Bürstengruppen umgebogen und die schwimmende Lagerung durch eine reib- schlüssige horizontale Fixierung ersetzt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von Betonformsteinheiten sowie eine Form für eine solche Vorrichtung anzugeben, mittels welcher Betonformsteine mit guter Beschaffenheit der Steinoberfläche herstellbar sind.
Erfindungsgemäße Lösungen sind in den unabhängigen Ansprüchen beschrieben. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
Als eine Vertikalbewegungseinheit sei eine dauerhaft in der Formmaschine angeordnete und in dem Maschinenrahmen der Formmaschine relativ zu dem Formunterteil vertikal verfahrbare und quer zur Verfahrrichtung zentriert abgestützte und geführte Baueinheit verstanden, welche auch als den Maschinen- rahmen überspannender Bär der Formmaschine bezeichnet wird. Zwischen der Vertikalbewegungseinheit und einer Stempeleinheit kann typischerweise eine Auflasteinheit angeordnet sein, wobei Schnittstellen der Auflasteinheit zur darunter angeordneten Stempeleinheit und/oder zur darüber angeordneten Vertikalbewegungseinheit je nach Ausführungsform an unterschiedlicher Position liegen können und die Auflasteinheit eventuell auch mit der Vertikalbewe- gungseinheit oder mit der Stempeleinheit baulich vereint sein kann. Die jeweilige Bedeutung der Begriffe ergibt sich aus den Erläuterungen zu den verschiedenen Ausführungsformen.
Es zeigt sich überraschend, dass die während des Rüttelvorgangs gegebene vertikale Verschiebbarkeit der Druckplatten relativ zu der Vertikalbewegungs- einheit die Beschaffenheit der den Druckplatten zuweisenden Steinoberflächen vorteilhaft beeinflusst, obwohl dabei entgegen gebräuchlichen Vorrichtungen mit nicht vertikal nachgebend gelagerten Druckplatten die auf die Steinoberfläche ausgeübte Druckkraft zumindest über Teilabschnitte des Rüttelvorgangs gedämpft ist.
Die elastischen Dämpfungselemente verhalten sich vorteilhafterweise ähnlich wie Federn und bringen Rückstell kräfte auf, welche mit zunehmender Verschiebung der Druckplatten aus der ersten Endposition in Richtung der zweiten Endposition zunehmen. Die Dämpfungselemente sind daher nachfolgend teilweise auch als Federelemente bezeichnet. Die typischerweise mehreren Druckplatten der Druckplattenanordnung sind über Stempel, insbesondere Stempelrohre an einer gemeinsamen Stempelplatte befestigt. Die Baueinheit aus Stempelplatte, Stempelrohren und Druckplatten, welche typischerweise auch noch obere und untere Anschraubplatten umfasst, ist nachfolgend auch kurz als Stempeleinheit bezeichnet. Durch die Zusammenfassung der genannten Bauteile in der Stempeleinheit kann eine eventuelle Verkippung um eine horizontale Achse bei ungleichmäßiger Kraftbelastung der Stempeleinheit sehr gering gehalten werden. Die Stempeleinheit kann das Formoberteil oder einen dem Formunterteil zugewandten Teil des Formoberteils bilden. In der unteren Endposition der Druckplatten, welche insbesondere durch Hal- teelemente zwischen vertikal relativ zueinander beweglichen Teilen im vertikalen Kraftweg von den Druckplatten zu der Vertikalbewegungseinheit sind die elastisch verformbaren Dämpfungselemente vorteilhafterweise bereits elastisch vorgespannt. Beim Aufsetzen der Druckplatten auf in den Formnestern des Formunterteils befindlichen Betongemenge und Andrücken der Druckplatten über eine durch die Formmaschine aufgebrachte statische Andrückkraft einschließlich der Gewichtskraft von Formoberteil und Vertikalbewegungseinheit können die Dämpfungselemente je nach Relation von Vorspannungskraft und Andrückkraft die Dämpfungselemente bereits weiter verformt werden oder in der allein durch die Vorspannung gegebenen Position verharren. Vorzugsweise erfolgt eine teilweise weitere Verformung, ohne aber bereits die obere Endposition der Druckplatten zu erreichen. Wesentlich ist, dass in der statischen Andrücksituation die Dämpfungselemente noch nicht so weit verformt sind, dass die Druckplattenanordnung die obere Endposition erreicht und dass während des Rüttelvorgangs die der statischen Andrückkraft überlagerten und teilweise diese deutlich übersteigenden dynamischen Rüttelkräfte eine Verformung der Dämpfungselemente mit Verschiebung der Druckplatten bzw. der Stempelein- heit relativ zu der Vertikalbewegungseinheit aus der unteren Endposition in Richtung der oberen Endposition bewirken.
In bevorzugter Ausführung sind die Dämpfungselemente in Abstimmung auf Betriebsparameter der Formmaschine so dimensioniert, dass zumindest in ei- nem zeitlichen Endabschnitt des Rüttelvorgangs, in welchem das Betongemenge bereits teilweise oder weitgehend verdichtet ist, die Relativbewegung der Druckplattenanordnung aus der unteren Endposition unter Einwirkung der Rüttelkräfte, insbesondere bei bevorzugter Rüttelanregung der Unterlage, bis zu der oberen Endposition erfolgt, welche dabei vorteilhafterweise durch einen starren Endanschlag vertikal relativ zueinander bewegter Teile gegeben ist. Dies bewirkt vorteilhafterweise einen zusätzlichen Effekt nach Art einer hämmernden Einwirkung der Druckplatten auf die Steinoberflächen und eine besonders vorteilhafte Verdichtung der oberflächennahen Schicht der Betonform- steine.
Soweit die Betriebsparameter der Formmaschine, welche die statischen und die dynamischen Kraftanteile am Ort der Dämpfungselemente bestimmen, veränderlich einstellbar sind, werden diese Betriebsparameter vorteilhafterweise so eingestellt, dass der zum Beginn des Rüttelvorgangs maßgeblich vorliegende statische Kraftanteil so begrenzt wird, dass die Druckplattenanordnung nicht in diese obere Endposition verschoben wird. Der statische Kraftanteil kann insbesondere durch die von einer Antriebseinrichtung der Vertikalbewegungseinrichtung, vorzugsweise den Druck eines Hydraulikmediums veränderlich einge- stellt werden.
Betriebsparameter wie z. B. Frequenz und insbesondere Intensität der Rüttelanregung, welche den dynamischen Kraftanteil maßgeblich bestimmen, werden bei veränderlicher Einstellung vorteilhafterweise so vorgegeben, dass zu- mindest in einem zeitlichen Endabschnitt, vorzugsweise über wenigstens die Hälfte der Dauer des Rüttelvorgangs die Druckplatten vollständig in deren obere Endposition verschoben werden und insbesondere bei der Festanschlagsbegrenzung der hämmernde Effekt auftritt. Die Dämpfungselemente sind vorteilhafterweise im Formoberteil angeordnet, so dass die Eigenschaften der Dämpfungselemente vorteilhaft auf unterschiedliche Formen individuell optimal eingestellt sein können. Vorteilhafterweise sind hierfür die Dämpfungselemente zwischen der Oberseite der Stempelplatte und einer darüber angeordneten, vorzugsweise eine weitere Platte enthaltenden Verbindungseinheit angeordnet. Die Anordnung der Dämpfungselemente in dem Formoberteil bewirkt vorteilhafterweise eine geringe ungedämpfte Masse und eine starke hämmernde Einwirkung der vorstehend genannten Art. In vorteilhafter Ausführung können Dämpfungselemente auch oberhalb des Formoberteils in einer maschinenseitigen Einheit im vertikalen Kraftweg angeordnet sein. Vorzugsweise sind solche maschinenseitigen Dämpfungselemente als zusätzliche zweite Dämpfungselemente zu ersten Dämpfungselementen in dem Formoberteil vorgesehen. Die ersten Dämpfungselemente weisen vorteil- hafterweise eine geringere Steifigkeit entsprechend einer niedrigeren Federkonstante in federanaloger Betrachtungsweise auf als die zweiten Dämpfungselemente, so dass die Dämpfungseigenschaften vorteilhafterweise primär durch die den verschieden auswechselbar in der Formmaschine zugeordneten Formoberteile bestimmt sind.
Vorteilhafterweise ist die maximale elastische Verformbarkeit der elastisch verformbaren Dämpfungselemente über die gegebenenfalls vorgespannte Verformung hinaus größer als der maximale vertikale Verschiebungsweg zwischen der unteren und der oberen Endposition, so dass die elastische Ver- formbarkeit der Dämpfungselemente nicht vollständig ausgeschöpft wird. Der maximale Verschiebungsweg beträgt vorteilhafterweise höchstens 70 %, insbesondere höchstens 60 % der elastischen Verformbarkeit der Dämpfungselemente. Für eine niedrige Bauform, insbesondere bei bevorzugter Anordnung der Dämpfungselemente im Formoberteil vorteilhaft ist, wenn der maximale Verschiebungsweg zwischen unterer und oberer Endposition wenigstens 20 %, insbesondere wenigstens 30 % der maximalen Verformbarkeit der Dämpfungselemente beträgt und die Dämpfungselemente daher keine große vertikale Er- streckung aufweisen. Der maximale Verschiebungsweg zwischen der unteren und der oberen Endposition beträgt vorteilhafterweise höchstens 3 mm, insbe- sondere höchstens 1 ,5 mm und wenigstens 0,5 mm, insbesondere wenigstens 1 mm.
Die Dämpfungselemente können z. B. als metallische Federelemente oder an- dere an sich bekannt Federelemente ausgebildet sein. Vorzugsweise sind Dämpfungselemente vorgesehen, welche Elastomerkörper enthalten. Es können Dämpfungselemente unterschiedlicher Art in einer Vorrichtung vorgesehen sein. Zusätzlich zu der vertikalen Verschiebbarkeit der Druckplattenanordnung relativ zu der Vertikalverlagerungseinheit kann eine begrenzte horizontale Verschiebbarkeit der Druckplattenanordnung relativ zur Formmaschine vorgesehen sein. Durch eine solche auch als schwimmende Lagerung bezeichnete Verschiebbarkeit können insbesondere im Betrieb auftretende horizontale Fehlausrichtungen zwischen Druckplatten und Formnestern ausgeglichen werden. Der horizontalen Verschiebbarkeit können weitere Dämpfungselemente, welche horizontale Rückstellkräfte erzeugen, zumindest teilweise entgegen wirken. Die weiteren Dämpfungselemente können auch in Baueinheit mit den die vertikale Dämpfung bewirkenden Dämpfungselementen ausgebildet sein.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt: Fig. 1 eine Vorrichtung zur Herstellung von Betonformsteinen,
Fig. 2 eine Stempeleinheit in Ansicht von schräg oben,
Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2, Fig. 4 eine Verbindungseinheit in Ansicht von schräg unten,
Fig. 5 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 4,
Fig. 6 Verbindungseinheit und Stempeleinheit als Formoberteil
verbunden,
Fig. 7 eine Halteeinrichtung in zwei Endpositionen,
Fig. 8 eine Variante einer Halteeinrichtung nach Fig. 7,
Fig. 9 ein Vertikal-Federelement in zwei Positionen, Fig. 10 eine Variante eines Formoberteils,
Fig. 1 1 Vertikalfederelemente in der Auflasteinrichtung,
Fig. 12 eine Variante einer Horizontal- und Vertikalabstützung.
Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau einer Vorrichtung zur Herstellung von Betonformsteinen mit einer Formmaschine und einer Form.
Die Form besteht aus einem Formunterteil FU, in welchem eine Mehrzahl von die Konturen herzustellender Steine bestimmenden Formnestern FN ausgebildet sind. Das Formunterteil weist im skizzierten Beispiel in gebräuchlicher Art seitlich abstehende Flansche FL zum Einspannen des Formunterteils in die Formmaschine auf. Ein im Formunterteil zugeordnetes Formoberteil enthält insbesondere eine Mehrzahl von Druckplatten DP, welche Konturen der Formnester FN angepaßt sind. Die Druckplatten DP sind über Stempel, welche typischerweise als Stempelrohre SR ausgeführt sind, mit einer für alle Druckplatten DP gemeinsamen Stempelplatte SP verbunden. Weiterer Bestandteil des Formoberteils ist im skizzierten Beispiel eine Verbindungsplatte VP als Verbindungseinrichtung, welche zum Ankoppeln des Formoberteils an eine Auflasteinheit AE dient. Die Verbindungsplatte VP ist über Halteelemente HO des Formoberteils mit der Stempelplatte SP verbunden. Zwischen der Verbindungsplatte VP und der Stempelplatte SP sind elastisch verformbare Dämpfungselemente DE eingefügt.
Von der Formmaschine sind schematisch Säulen MR eines Maschinenrahmens, eine Maschinenauflast AM und die Auflasteinheit AE sowie ein Ausschnitt eines Rütteltisches RT dargestellt. Zwischen den Rütteltisch RT und das Formunterteil FU ist in gebräuchlicher Weise ein Steinbrett SB als unmit- telbare Unterlage unter das Formunterteil eingefügt. Die Auflasteinheit AE ist zum dauerhaften Verbleib in der Formmaschine mit der Maschinenauflast AM über Halteelemente HZ verbunden. Die so gebildete Vertikalbewegungseinheit aus Maschinenauflast AM und Auflasteinheit AE ist über nicht dargestellte Antriebseinheiten der Formmaschine entlang der Säulen MR des Maschinenrah- mens in vertikaler Richtung z bewegbar.
Das Formunterteil FU ist über weitere gebräuchliche, in Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber nicht mit dargestellte Einrichtungen der Formmaschine zum einen mit hoher Kraft gegen die Unterlage SB andrückbar und zum anderen zur Entformung verfestigter Betonformsteine aus den Formnestern in z-Richtung von der Unterlage abhebbar. Eine horizontale Richtung in der Zeichenebene ist als y-Richtung eines rechtwinkligen xyz-Koordinatensystems eingetragen. Die zugehörige horizontale x-Richtung verläuft senkrecht zur Zeichenebene. Beim Einsetzen einer Form in die Formmaschine sind Formoberteil und Formunterteil mit in den Formnestern FN einliegenden Druckplatten DP verbunden. In der Maschine wird das Formunterteil über die Flansche FL in die Maschine eingespannt und das Formoberteil wird an die Auflasteinheit AE ange- koppelt. Im skizzierten Beispiel erfolge die Ankopplung des Formoberteils an die Auflasteinheit AE über eine in der Auflasteinheit AE vorhandene Magnetanordnung MA, welche über Magnetkräfte die weichmagnetische Verbindungsplatte VP mit magnetischer Haltekraft hält. Während eines Produktionszyklus wird das Formoberteil über das Formunterteil FU nach oben abgehoben und bei auf der Unterlage SB angedrücktem Formunterteil FU werden dessen Formnester FN mittels einer Befüllvorrichtung mit fließfähigem Betongemenge gefüllt. Nach Befüllung der Formnester FN mit Betongemenge wird durch Verfahren der Vertikalbewegungseinheit das For- moberteil wieder in Richtung des Formunterteils abgesenkt und die Druckplatten DP tauchen in die Formnester FN ein und drücken auf das Betongemenge. Die Andrückkraft ist bestimmt durch das kumulierte Gewicht von Formoberteil und Vertikalbewegungseinheit sowie einer durch typischerweise hydraulische Antriebseinrichtungen der Formmaschine bewirkten zusätzlichen Antriebskraft.
Typischer Teil eines Fertigungszyklus ist ein Rüttelvorgang, bei welchem der Rütteltisch RT vertikale Rüttelbewegungen ausführt, welche sich auf das Formunterteil FO und das in den Formnestern befindliche Betongemenge übertragen. Durch das Betongemenge gedämpft werden die Rüttelbewegungen auch auf die Druckplatten DP des Formoberteils übertragen. Während des Rüttelvorgangs erfolgt eine schnelle Verdichtung des Betongemenges zu formstabilen Betonformsteinen, welche nach Abschluss des Rüttelvorgangs aus den Formnestern entformt werden. Für die Entformung werden typischerweise für die Unterlage SB und das Formoberteil die Vertikalpositionen beibehalten und das Formunterteil FU wird über Antriebseinrichtungen der Fornnnnaschine von der Unterlage SB nach oben abgehoben. Nach der Entformung der Betonformsteine aus den Formnestern wird das Formoberteil mittels der Vertikalbewegungseinrichtung nach oben verlagert, die verfestigten Betonformsteine wer- den auf der Unterlagen SB verbleibend aus der Formmaschine entnommen und ein neues Steinbrett SB wird als neue Unterlagen auf dem Rütteltisch abgelegt und das Formunterteil auf das Steinbrett abgesenkt.
Die während des Rüttelvorgangs durch das Betongemenge hindurch auf die Druckplatten DP übertragenen Rüttelbewegungen erfolgen entgegen der Andrückkraft, mit welcher die Druckplatten DP auf das Betongemenge drücken. Druckplatten sind über den durch das Formoberteil und die Vertikalbewe- gungseinheit führenden Kraftweg an der Formmaschine gegen solche Rüttelkräfte abgestützt.
Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist, dass in den Kraftweg elastisch verformbare Dämpfungselemente eingefügt sind. Diese bewirken, dass die Druckplatten DP während des Rüttelvorgangs den durch den Rütteltisch RT angeregten und über das Betongemenge in den Formnestern auf die Druck- platten übertragenen Rüttelbewegungen teilweise nachgeben, indem die Druckplatten während des Rüttelvorgangs über die elastischen Dämpfungselemente in vertikaler Richtung relativ zu der im wesentlichen als bei dem Rüttelvorgang unbeweglich anzusehenden Maschinenauflast AM der Vertikal- bewegungseinheit vertikal beweglich sind.
Im skizzierten Beispiel sind elastische Dämpfungselemente insbesondere in Form der Dämpfungselemente DO in dem Formoberteil vorgesehen. Weitere elastische Dämpfungselemente DA sind innerhalb der Vertikalbewegungseinrichtung zwischen der Maschinenauflast AM und der Auflasteinheit AE ange- ordnet. Bei einer solchen seriellen Aufeinanderfolge von elastisch verformba- ren Dämpfungselementen im Kraftweg der vertikalen Kräfte weisen vorteilhafterweise die elastischen Dämpfungselemente DO im Formoberteil eine geringe Steifigkeit auf als die Dämpfungselemente DA innerhalb der Vertikalbewe- gungseinheit. Hierdurch sind für die Charakteristik des Dämpfungsverhaltens primär die Dämpfungselemente DO in dem Formoberteil maßgebend. Die Charakteristik der Dämpfung ist damit vorteilhafterweise formspezifisch auf die einzelnen Formen einstellbar und optimierbar. Eine Anordnung der die Charakteristik des Dämpfungsverhaltens primär bestimmenden Dämpfungselemente DO nahe bei den Druckplatten, im skizzierten Fall unmittelbar auf die allen Druckplatten gemeinsame Stempelplatte SP folgend, bewirkt vorteilhafterweise, dass die ungedämpften Massen klein sind, was sich insbesondere bei einem nachfolgend noch näher beschriebenen Effekt einer hämmernden Krafteinwirkung durch Anschlagsbegrenzung der Vertikalbewegung der Druckplatten DP wäh- rend des Rüttelvorgangs vorteilhaft auswirkt.
Fig. 2 zeigt in einer Ansicht von schräg oben eine Stempeleinheit SE, welche nach oben durch eine ebene Stempelplatte SP abgeschlossen ist. An der in Fig. 3 verdeckten Unterseite der Stempelplatte SP sind obere Anschraubplat- ten angeschraubt, welche mit Stempelrohren SR verschweißt sind. In der Fläche der Stempelplatte SP ist das Muster an Gewindebohrungen zur Befestigung der oberen Anschraubplatten sichtbar. An den unteren Enden der Stempelrohre SR sind untere Anschraubplatten AP angeschweißt, über welche Druckplatten DP auswechselbar an den unteren Anschraubplatten befestigbar sind. Ein derartiger Aufbau einer Stempeleinheit ist an sich gebräuchlich.
Von der Oberseite der Stempelplatte SP stehen Bolzen BO als erste Halteelemente ab. Die Bolzen sind vorzugsweise in Bohrungen der Stempelplatte SP eingesetzt und mit dieser von der Unterseite der Stempelplatte SP her ver- schweißt. Fig. 3 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt mit einem solchen Bolzen BO als einem ersten Halteelement. In dem Bolzen BO ist eine zentrale Gewindebohrung BB ausgebildet. Fig. 4 zeigt in Ansicht von schräg unten eine Verbindungseinheit VE2, welche mit Verbindungsstrukturen VS an eine Auflasteinrichtung, insbesondere mit einer Vertikalbewegungseinrichtung einer Formmaschine ankoppelbar ist. Die Vertikalbewegungseinheit ist der Übersichtlichkeit halber nicht mit eingezeichnet. Bauteile nach Art der Verbindungseinheit VE2 werden in anderer Begriffs- bestimmung auch bei dauerhafter Verbindung mit der Stempeleinheit zu dem Formoberteil teilweise als Auflasteinheit bezeichnet. Hier und im folgenden sei das mit der Stempeleinheit im Formoberteil zusammen gefasste und der Vertikalbewegungseinheit zugewandte Bauteil als Verbindungseinheit bezeichnet. Unter Auflasteinheit sei ein zum Verbleib in der Formmaschine bestimmtes und an der Vertikalbewegungseinheit befestigtes Bauteil angesehen.
Die Verbindungseinheit VE2 weist den Verbindungsstrukturen VS abgewandt als untere Begrenzung eine Verbindungsplatte UP auf, in welcher eine Mehrzahl von Öffnungen AB für Halteeinrichtungen zwischen Stempeleinheit und Verbindungseinheit ausgebildet sind. Das Muster der Öffnungen AB in der Verbindungsplatte UP ist komplementär zu dem Muster der Bolzen BO auf der Oberseite der Stempelplatte SP nach Fig. 2. Gegenhalteelemente GH sind komplementär zu den Bolzen BO ausgebildet und dafür eingerichtet, mit den Bolzen BO Halteeinrichtungen zwischen Verbindungseinheit VE2 und Stem- peleinheit SE zu bilden, welche die Stempeleinheit SE entgegen deren Gewichtskraft sowie gegebenenfalls Beschleunigungskräfte und Reibungskräfte zuverlässig an der Verbindungseinheit VE2 halten. In der Verbindungsplatte UP sind weitere Öffnungen AF ausgebildet, welche zur Aufnahme von Vertikal-Federelementen dienen, welche anhand von Fig. 7 bis Fig. 9 noch im Detail in bevorzugten Ausführungen beschrieben sind. Die Vertikal-Federelemente AF stehen in entspannter Form vorteilhafterweise über die Unterseite der Verbindungsplatte UP nach unten hinaus und sind in vertikaler Richtung, also senkrecht zur Plattenfläche der Verbindungsplatte UP elastisch verformbar.
Fig. 5 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 4 mit einem Gegenhaltee- lement GH und mehreren Vertikal-Federelementen FV.
Fig. 6 zeigt die Stempeleinheit SE und die Verbindungseinheit VE2 in als Formoberteil miteinander verbundener Position, wobei Schrauben HS, welche auf Ringscheiben Rl abgestützt sind, in die Bohrungen BB der Bolzen BO eingrei- fen. Durch Lösen der Schrauben HS können Stempeleinheit SE und Verbindungseinheit VE2 wieder voneinander getrennt werden. Die Verbindung über Schrauben in der gezeigten Position ist aber insbesondere von Vorteil, wenn eine längerfristige Verbindung der Verbindungseinheit VE2 und der Stempeleinheit SE in einem Formoberteil vorgesehen ist, welches beim Wechsel einer Form über die Verbindungsstrukturen VS von der Vertikalbewegungseinheit der Formmaschine gelöst und zusammen mit dem Formunterteil aus der Formmaschine entnommen wird.
Fig. 7 zeigt eine bevorzugte Ausführung einer Halteeinrichtung zur Verbindung von Stempeleinheit und Verbindungseinheit. Ein Bolzen BO ist in eine Bohrung einer Stempelplatte SP eingesetzt und von der Unterseite der Stempelplatte SP her mit dieser dauerhaft durch Verschweißen verbunden. Eine Aussparung AB in der Verbindungsplatte UP weist einen inneren Durchmesser auf, welcher größer ist als der Außendurchmesser des über die Stempelplatte SP überste- henden Teils des Bolzens BO. Ein Distanzring DR ist um den Bolzen BO gelegt. Eine Ringscheibe Rl ist mittels einer Schraube HS, welche in die Gewindebohrung BB des Bolzens BO eingreift, auf dem Bolzen BO befestigt. Die Ringscheibe Rl übergreift seitlich die Ränder der Aussparung AB und ragt mit einem ringförmigen Mantel in die Aussparung AB ein und umgreift den Bolzen BO spielfrei oder mit geringem Spiel. Zwischen den Außenumfang des Ringmantels RM und die Innenwand der Aussparung AB ist eine gummielastische Ringlage EH eingefügt, welche so dimensioniert ist, dass die Ringscheibe Rl sich innerhalb der Aussparung AB in horizontaler Richtung, also radial bezüg- lieh der Schraubenachse der Schraube HS, um ein begrenztes Maß gegen einer bei elastischer Verformung des Ringes EH verschiebbar ist. Die Ringlage EH wirkt dabei als radiales Federelement, welches einer Verschiebung der Ringscheibe Rl relativ zu der Aussparung AB in horizontaler Verschieberichtung HV eine Rückstell kraft entgegensetzt, welche so gerichtet ist, dass sie die Ringscheibe Rl in die in Fig. 7 gezeigte Horizontalposition zurückdrängt. Die radiale horizontale Verschiebung kann vorteilhafterweise begrenzt sein durch den Anschlag des Distanzrings an die Innenwand der Aussparung AB. Durch Weglassen von elastischen Ringlagen EH an einzelnen der mehreren Halteeinrichtungen kann die rückstellende Kraft bei horizontaler Verschiebung HV re- duziert, die elastische Lagerung damit weicher gemacht oder bei Fehlen aller Ringlagen ganz aufgehoben werden.
Die Ringscheibe Rl liegt mit ihren die Ränder der Aussparung AB überragenden Abschnitten direkt oder unter Zwischenfügung einer elastischen Zwi- schenlage ER in der in Fig. 7 (A) dargestellten unteren Endposition der Stempelplatte SP bezüglich der Verbindungsplatte UP auf der Oberseite der Auflastplatte direkt oder unter Zwischenfügen einer elastischen Zwischenlage ER auf. Durch die Auflage der Ringscheibe Rl auf der Oberseite der Verbindungs- platte UP ist die mit dem Bolzen BO verschweißte Stempelplatte SP zuverlässig an der Verbindungseinheit VE2 gehalten.
Zwischen der Unterseite der Verbindungsplatte UP und der Oberseite der Stempelplatte SP ist in der in Fig. 7 (A) dargestellten unteren Endposition der Stempelplatte SP bzw. der Stempeleinheit SE ein schmaler Spalt VL frei. Die Höhe des Spaltes VL beträgt beispielsweise 1 mm. Die in Fig. 7 (A) dargestellte untere Endposition entspricht einer angehobenen Stellung der Stempeleinheit mit aus den Formnestern gelösten Druckplatten der Stempeleinheit. In dieser unteren Endposition der Stempeleinheit hängt die Stempeleinheit mit ihrem Eigengewicht über die Halteeinrichtungen BO, Rl, HS an der Auflastplatte UP.
Beim Absenken der Vertikalbewegungseinrichtung mit der fest daran gehalte- nen Verbindungseinheit VE2 und der an dieser hängenden Stempeleinheit SE in Richtung der Formnester eines Formunterteils kann, falls die Vertikalposition der Druckplatten nicht bereits innerhalb der Querschnitte der Formnester liegen, in der bereits beschriebenen Art durch Horizontalverschiebung der Druckplatten relativ zu dem Formunterteil eine horizontale Verschiebung der Stem- peleinheit bzw. der Stempelplatte SP relativ zu der Verbindungseinheit VE2 bzw. der Verbindungsplatte UP erfolgen, wobei das elastische Ringelement EH elastisch verformt wird und die Ringscheibe Rl auf der Oberseite der Verbindungsplatte UP verschoben wird. Fig. 8 zeigt eine gegenüber Fig. 7 abgewandelte Halteeinrichtung in der oberen Endposition der Stempeleinheit mit an der Verbindungsplatte anliegender Stempelplatte. Hier ist ein Stahlring IR in eine Aussparung AC der Auflastplatte eingesetzt, welcher die radiale Anlagefläche Fl für die elastische Ringlage EH und mit einer Innenbohrung Bl einen radialen Anschlag für den Bolzen BO zur Begrenzung der horizontalen Verschiebung bildet.
Vorteilhaft für den Fortgang eines Herstellungszyklus bei weiterem Absenken der Verbindungseinheit VE2 sind die zwischen der Verbindungsplatte UP und der Stempelplatte SP vertikal wirkenden Federelemente FV, von welchen eines in Fig. 9 im Detail dargestellt ist. Das Federelement besteht aus einem elastisch verformbaren Elastomerkörper EV, welcher im skizzierten bevorzugten Ausführungsbeispiel ringförmig ausgebildet ist und mit einer Anschraubscheibe EP fest verbunden ist. An der der Anschraubscheibe EP vertikal entgegen gesetzten Seite des Elastomerkörpers EV ist eine Auflagescheibe GR befestigt, welche an der Oberseite der Stempelplatte SP anliegt und eine verschleißarme Anlage zu der Oberseite der Stempelplatte SP bildet. Das Vertikal- Federelement ist in der durch die Halteeinrichtungen mit BO, Rl und HS be- stimmten unteren Endposition vorteilhafterweise durch Vorverformung des Elastomerkörpers EV vertikal vorgespannt und drückt mit einer Vorspannungskraft die Stempelplatte SP nach unten von der Verbindungsplatte UP weg, so dass die Halteeinrichtungen die Gewichtskraft der Stempeleinheit und die Vorspannungskraft durch die Federelemente sowie ggf. beim Hochfahren des Formo- berteils auftretende Beschleunigungskräfte und Reibungskräfte auffangen. Das Federelement ist mittels einer Schraube ES über die Anschraubscheibe EP in der Aussparung AF der Verbindungsplatte UP gehalten.
Wenn nach dem Aufliegen der Druckplatten auf dem Betongemenge die Ver- bindungseinheit VE2 weiter abgesenkt wird, wobei neben der Gewichtskraft der Verbindungseinheit VE2 und der Vertikalbewegungseinrichtung mit gegebenenfalls auf dieser montierten weiteren Baugruppen wie beispielsweise einem Auflastrüttler gegebenenfalls auch noch eine über den hydraulischen Antrieb der Vertikalbewegungseinrichtung aufgebrachte Druckkraft auftreten kann, können die Vertikal-Federelemente weiter zusammengedrückt werden und der Spalt zwischen der Oberseite der Stempelplatte SP und der Unterseite der Verbindungsplatte UP wird kleiner. Die Halteschraube HS wird entlastet. Vorteilhafterweise sind die Vertikal-Federelemente nach Anzahl und Aufbau so gewählt, dass bei statischem Andrücken der Druckplatten auf das Betongemenge ein Spalt zwischen Stempelplatte und Verbindungsplatte mit vorzugsweise verringerter Spalthöhe verbleibt. Bei zusätzlich auftretenden dynamischen Kräften während eines Rüttelvorgangs können die Vertikal- Federelemente so weit zusammengedrückt werden, dass die Oberseite der Stempelplatte SP an die Unterseite der Verbindungsplatte UP anschlägt, was vorteilhafterweise kurze hohe Beschleunigungswerte über die Druckplatten auf das Betongemenge nach Art einer hämmernden Krafteinwirkung bewirkt und die Verdichtung des Betongemenges insbesondere in einer den Druckplatten DP zuweisenden Schicht fördert.
In vorteilhafter Weiterbildung kann die Vertikal-Federanordnung mit einer gestuften Federkennlinie dimensioniert sein, wobei vorteilhafterweise wenigstens zwei verschiedene Teilanordnungen von Federelementen vorgesehen sein können, wobei die Federelemente einer ersten Teilanordnung in der unteren Endposition an der Oberseite der Stempelplatte SP als Gegenfläche mit einer vorteilhaft geringen Vorspannkraft anliegen, die Federelemente der anderen Teilanordnung in der unteren Endposition der Stempeleinheit aber noch nicht an der Gegenfläche anliegen und erst nach einer Teilverengung des Spaltes VL zur Anlage an die Gegenfläche kommen und dann die anfänglich geringe Federkonstante der gesamten Federanordnung sprungartig erhöhen. Durch die anfänglich geringe Vorspannkraft bleibt auch die Reibungskraft an dieser Flächenanlage gering und die horizontale Verschiebung wird in diesem Zustand erleichtert. Fig. 10 zeigt eine Ausführung, bei welcher eine plattenförmige Funktionseinrichtung FP vorgesehen ist, welche neben der Stempelplatte SP, welche wie in Fig. 1 die mehreren Stempelrohre SR untereinander verbindet, eine der Auflasteinrichtung AE zuweisende Verbindungsplatte VP enthält. Stempelplatte SP und Verbindungsplatte VP sind über Verbindungseinrichtungen, welche beispielsweise elastisch verformbare Dämpfungselemente DE enthalten, miteinander verbunden. Die Dämpfungselemente DE können beispielsweise eine vertikale Relativbewegung zwischen Verbindungsplatte VP und Stempelplatte SP zulassen. Vorteilhafterweise ist die durch die Dämpfungselemente DE be- grenzte maximale vertikale Verschiebbarkeit zwischen Verbindungsplatte VP und Stempelplatte SP größer als ein Spaltmaß SV zwischen der Stempelplatte SP und Anschlagelementen HA an der Verbindungsplatte VP. Hierdurch ergibt sich im Rüttelbetrieb zum einen eine anfängliche Nachgiebigkeit mit vertikaler Bewegung der Stempelplatte SP in Richtung der Auflasteinrichtung AE, welche vertikal starr lösbar mit der Verbindungsplatte VP verbunden ist und nach Verschiebung um das Spaltmaß SV ein schlagartiges Abbremsen der Stempelplatte SP und damit auch der die Bewegung der Stempelplatte SP starr mit vollziehenden Druckplatten auf dem Betongemenge. Die schlagartige Abbrem- sung, welche auf die den Druckplatten zuweisende Oberfläche des Betonge- menges einen Effekt nach Art einer hämmernden Krafteinwirkung ausübt, ist durch die Massenträgheit der über den Dämpfungselementen folgenden Komponenten und die Kraftüberleitung in den Maschinenrahmen begünstigt.
Die Dämpfungselemente DE können auch für eine begrenzte horizontale Rela- tivbewegung zwischen Stempelplatte SP und Verbindungsplatte VP eingerichtet sein. Eine solche horizontale Beweglichkeit kann aber auch durch andere, nicht dargestellte Komponenten einer Verschiebungseinrichtung gegeben sein. In Fig. 1 1 ist eine Ausführung dargestellt, bei welcher wie in Fig. 1 bereits angedeutet zwischen einer Maschinenauflast AM und einer Auflasteinheit AE elastische Elemente ME eingefügt sind, welche eine vertikale Relativbewegung zwischen Auflasteinheit AE und Maschinenauflast AM insbesondere während des Rüttelbetriebs ermöglichen. Die elastischen Elemente ME können wiederum durch Federn unterschiedlicher Bauart oder durch Elastomerkörper oder Kombinationen hiervon gebildet sein. In diesem Beispiel sei davon ausgegangen, dass auf Seiten des Formoberteils oder zwischen Formoberteil und Auflasteinheit AE keine vertikal elastisch verformbaren Dämpfungselemente einge- fügt sind. Die Stempelplatte SP der Stempeleinheit des Formoberteils ist in diesem Beispiel direkt mit der Auflasteinheit AE verbunden, in bevorzugter Ausführung wie dargestellt wiederum über Magnetkräfte von Magnetanordnungen MA1 , MA2. Ein abrupter Anschlag der Auflasteinheit AE an der Maschinenauflast AM bei vertikalen Rüttelbewegungen sei in diesem Falle nicht vor- gesehen, so dass primär eine amplitudengedämpfte Übertragung von Rüttelbewegungen der Auflasteinheit AE auf die Maschinenauflast AM durch die elastischen Dämpfungselemente ME bewirkt wird. Die elastischen Elemente können auch wieder so verformbar ausgeführt sein, dass zusätzlich eine horizontale Verschiebung der Auflasteinheit AE entgegen einer Rückstell kraft möglich ist.
Fig. 12 zeigt ein Beispiel einer kombinierten horizontalen und vertikalen Beweglichkeit zwischen Druckplatten bzw. Stempeleinheit und einer Auflasteinheit mit auf Auflasteinheit und Formoberteil verteilten Komponenten einer Ver- schiebeeinrichtung. Die Auflasteinrichtung ist in diesem Fall durch eine Anschlussplatte AP repräsentiert, mit welcher eine Stempelplatte SP über nicht dargestellte mechanische Kopplungsmittel verbunden ist. Die Anschlussplatte AP und die Stempelplatte SP weisen in dem in Fig. 4 dargestellten Ruhezustand einen Vertikalspalt PS auf. Vertikal wirkende Dämpfungselemente VE liegen mit geringer vertikaler Vorspannung zwischen Stempelplatte SP und Anschlussplatte AP der Auflasteinheit.
Von der Stempelplatte SP nach oben ragende Bolzen BO liegen in Aussparun- gen AU der Anschlussplatte AP ein. Die Bolzen BO können wie skizziert ein geringes horizontales Spiel innerhalb der Aussparungen AU aufweisen. Die Ränder der Aussparungen können mit horizontal wirkenden Dämpfungselementen, beispielsweise Ringelementen aus Dämpfungsmaterial, versehen sein, so dass über eine kraftfreie Verschiebbarkeit der Bolzen BO in den Ausspa- rungen hinaus eine zusätzliche elastisch gedämpfte horizontale Verschiebbarkeit gegeben sein kann. Die Bolzen BO können aber auch von Anfang an fest innerhalb der Dämpfungselemente HE einhegen. Die Dämpfungselemente HE können auch gänzlich entfallen. Im Rüttelbetrieb ist zum einen innerhalb der Beweglichkeit der Bolzen in Aussparungen der Anschlussplatte AP eine horizontale Relativbewegung zwischen Stempelplatte SP und Anschlussplatte AP und damit auch zwischen Druckplatten und Maschinenauflast gegeben. Für die horizontale Verschiebbarkeit ist wiederum angenommen, dass die Verformbarkeit der vertikal wirkenden
Dämpfungselemente VE größer ist als das Spaltmaß des Spaltes PS, so dass bei vertikalen Rüttelbewegungen die Stempelplatte SP sich anfänglich unter weiterer Verformung der vorzugsweise vorgespannten Dämpfungselemente VE in Richtung der Anschlussplatte AP bewegen kann, nach Verschiebung um das Spaltmaß PS aber schlagartig durch Anschlag an die Anschlussplatte AP ab- gebremst wird, was wiederum zu dem vorteilhaften hämmernden Schlageffekt führen kann. Anstelle der Anschlussplatte AP der Auflasteinheit kann auch wieder eine Verbindungsplatte als Teil des Formoberteils über der Stempelplatte SP vorgesehen sein. Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen sowie die den Abbildungen entnehmbaren Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener Kombination vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmän- nischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar.
