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Title:
DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING A PRODUCT FROM TWO OR MORE ITEMS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/060005
Kind Code:
A1
Abstract:
A device for producing a product, in particular a food product, from two or more items, in particular food products, said device having: a conveying portion which provides at least one conveying device that can move along a conveying direction and that has at least one support surface on which the product can be made from the items; and at least one and preferably multiple stations to which the conveying device can be moved, wherein at least one station is designed to dispense at least one item onto the at least one support surface, wherein at least one and preferably all the stations have a modular design and/or at least one station and preferably all the stations are exchangeably arranged or arrangeable along the conveying portion.

Inventors:
DÜLFER, Mathias (Kornacker 12, Lahntal, 35094, DE)
WEBER, Tobias (Fritz-Kramer-Straße 1, Biedenkopf-Wallau, 35216, DE)
ECKHARDT, Christoph (Berliner Straße 22, Breidenbach, 35236, DE)
HORST, Theodor (Wiesenweg 6, Amöneburg-Rossdorf, 35287, DE)
KUHMICHEL, Christoph (Ditzroder Weg 23, Bad Laasphe, 57334, DE)
NICHAU, Marco (Vor der Höhstadt 17, Bad Laasphe, 57334, DE)
ROTHER, Ingo (Siedlungsstraße 23, Breidenbach, 35236, DE)
Application Number:
EP2017/073605
Publication Date:
April 05, 2018
Filing Date:
September 19, 2017
Export Citation:
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Assignee:
WEBER MASCHINENBAU GMBH BREIDENBACH (Günther-Weber-Str. 3, Breidenbach, 35236, DE)
International Classes:
A21C15/00; A21C15/02; A23P20/20; G07F11/70
Foreign References:
US9123196B12015-09-01
US4685387A1987-08-11
DE102014106400A12015-11-12
Attorney, Agent or Firm:
MANITZ FINSTERWALD PATENTANWÄLTE PARTMBB (Postfach 31 02 20, München, 80102, DE)
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Claims:
Patentansprüche (Vorschlag)

1. Vorrichtung zur Herstellung eines Produkts (109, 187), insbesondere Le- bensmittelprodukts, aus zwei oder mehr Objekten (127, 151, 153, 161, 163, 165, 169, 205, 217, 219, 221, 229, 233), insbesondere Lebensmittelprodukten, mit

einer Förderstrecke (101), welche wenigstens eine längs einer Förderrichtung (F) bewegbare Transporteinrichtung (19,105,171, 179,191, 197, 207, 223) mit wenigstens einer Auflagefläche (39, 39', 107, 147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181, 183, 193, 195, 199, 201, 209, 211, 225, 227) bereitstellt, auf welcher das Produkt (109, 187) aus den Objekten (127, 151, 153, 161 , 163, 165, 169, 205, 217,219, 221 , 229, 233) gebildet werden kann, und

wenigstens einer und bevorzugt mehreren Stationen (111, 113, 115, 117, 119, 121 , 123), die von der Transporteinrichtung (19, 105, 171 , 179,191, 197, 207, 223) angefahren werden können, wobei wenigstens eine Station (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123) zur Abgabe wenigstens eines Objekts (127, 151 , 153, 161 , 163, 165, 169, 205, 217, 219, 221 , 229, 233) auf die wenigstens eine Auflagefläche (39, 39', 107, 147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181 , 183, 193, 195, 199, 201 , 209, 211, 225, 227) ausgebildet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

wenigstens eine und bevorzugt alle Stationen (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) modular aufgebaut sind und/oder wenigstens eine Station (111, 113, 115, 117, 119, 121 , 123) und bevorzugt alle Stationen (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) austauschbar längs der Förderstrecke (101 ) angeordnet oder anordenbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 ,

dadurch geken nzeich net, dass

die Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) über die Förderstrecke (101 ) und/oder über die wenigstens eine Transporteinrichtung (19, 105, 171 , 179,191 , 197, 207, 223) miteinander verkettet sind.

Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch geken nzeich net, dass

die modular aufgebauten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) derartige Außenmaße aufweisen, dass sie zumindest im Wesentlichen den gleichen Platzbedarf und/oder gleiche Ankopplungsstellen an der Förderstrecke (101 ) benötigen.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

jede modular aufgebaute Station (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) einen Träger (135) und einen daran, insbesondere lösbar, angebrachten Funktionsbereich (133) aufweist, wobei der Träger (135) bei allen modular aufgebauten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) gleich aufgebaut ist, und wobei der Funktionsbereich (133) an eine Funktionalität zumindest einer Station (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) angepasst ist.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

jede Station (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) eine mechanische und/oder elektrische und/oder elektronische Schnittstelle (137) zum Verbinden der Station (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) mit einer an der Förderstrecke (101 ) vorgesehenen Ankopplungsstelle (139) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine und bevorzugt jede Station (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123) wenigstens eine Informationsbereitstellungseinrichtung (143) zur Bereitstellung wenigstens einer Information über die Station (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) aufweist, wobei die Information an der Schnittstelle (137) bereitgestellt wird und/oder über die Schnittstelle (137) auslesbar ist.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Förderstrecke (101) mehrere längs der Förderstrecke (101) voneinander beabstandete, insbesondere gleich aufgebaute, Ankopplungsstellen (139) aufweist, wobei an einer Ankopplungsstelle (139) eine an einer Station (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123) vorgesehene Schnittstelle (137) anbringbar ist, um die Station (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123) mechanisch und/oder elektrisch und/oder elektronisch mit der Förderstrecke (101) zu verbinden.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

diese eine gemeinsame Steuerung (141 ) zum Steuern der Stationen (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) und der wenigstens einen Transporteinrichtung in Korrelation mit dem Betrieb der Stationen (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) aufweist, insbesondere, wobei die Kommunikation und/oder Verkettung zwischen den Stationen (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123) und der gemeinsamen Steuerung (141) drahtgebunden oder drahtlos erfolgt. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch geken nzeich net, dass

die Steuerung (141 ) dazu ausgebildet ist, die an Ankopplungsstellen (139) der Förderstrecke (101 ) angeordneten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) zu erkennen.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

diese eine Steuerung (141 ) aufweist, welche einem Benutzer eine Auswahl an mehreren herstellbaren Produkten (109) virtuell bereitstellt, und/oder dass die Steuerung dem Benutzer eine Auswahl an Objekten (127, 151 , 153, 161 , 163, 165, 169, 205, 217, 219, 221 , 229, 233) virtuell bereitstellt und eine Produkterstellungseinrichtung aufweist, mittels welcher der Benutzer unter Verwendung der virtuell bereitgestellten Objekte ein virtuelles Produkt definieren kann.

1 1 . Vorrichtung nach Anspruch 10,

dadurch geken nzeich net, dass

die Steuerung (141 ) dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem Produkt (109), das der Benutzer ausgewählt oder definiert hat, zu ermitteln, welche

Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) zur Herstellung des Produkts (109) benötigt werden und/oder in welcher Reihenfolge die Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) längs der Förderstrecke (101 ) anzuordnen sind.

12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 ,

dadurch geken nzeich net, dass

die Steuerung (141 ) dazu ausgebildet ist, zu überprüfen, ob alle benötigten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) längs der Förderstrecke (101 ) angeordnet sind und/oder ob die benötigten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 119, 121, 123) in der vorgesehenen Reihenfolge längs der Förderstrecke (101) angeordnet sind.

13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein Halter (129), insbesondere in Form einer Brücke oder eines Kragarms, an wenigstens einer Station (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) angeordnet ist, welcher zum Halten wenigstens eines Elements (131 ) der Station (111, 113, 115, 117, 119, 121 , 123) über der Förderstrecke (101 ) vorgesehen ist.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Halter (129) eine Positioniereinrichtung, insbesondere Höhenverstellung, aufweist, mittels welcher die Höhe und/oder Ausrichtung eines Funktionsbereichs (131, 133), insbesondere einer Abgabeeinrichtung, eines Dosierbereichs oder eines Arbeitsbereichs, der Station (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) verstellbar ist, insbesondere relativ zur Förderstrecke (101 ) und/oder Auflagefläche (107) für Objekte.

15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

an wenigstens einer und vorzugsweise an jeder Station (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) wenigstens eine Eingabeeinrichtung angeordnet ist, mittels welcher der Benutzer wenigstens eine Aktion an der Station (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) auslösen kann.

16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

wenigstens eine optische Erfassungseinrichtung, insbesondere eine Kamera oder ein optischer Sensor, zur Überwachung wenigstens einer Station (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123), einer Auflagefläche (39, 39', 107, 147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181 , 183, 193, 195, 199, 201 , 209, 211, 225, 227) und/oder des Produkts im Bereich einer Station (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123), insbesondere Arbeitsbereich (125), vorgesehen ist.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

wenigstens eine Station (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123) oder ein Bereich der Station (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123), insbesondere ein zumindest im Wesentlichen oberhalb der Förderstrecke (101) angeordneter Stationsbereich, vorzugsweise eine Abgabestelle zur Abgabe eines Objekts auf die Auflagefläche (39, 39', 107, 147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181, 183, 193, 195, 199, 201 , 209, 211 , 225, 227), längs der Förderrichtung (F) und/oder in wenigstens einer quer zur Förderrichtung (F) verlaufenden Richtung bewegbar ist.

Vorrichtung nach Anspruch 17,

dadurch gekennzeichnet, dass

während der Ausführung wenigstens eines Arbeitsschritts die Station (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) oder der Stationsbereich parallel zu einer sich längs der Förderstrecke (101) bewegenden Transporteinrichtung (19, 105, 171 , 179,191 , 197, 207, 223) bewegbar ist.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

während der Ausführung wenigstens eines Arbeitsschritts die Transporteinrichtung (19,105,171, 179,191, 197, 207, 223), insbesondere deren Auflagefläche (39, 39', 107, 147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181, 183, 193, 195, 199, 201 , 209, 211 , 225, 227), in einem Abschnitt der Förderstrecke (101 ), an welchem eine Station (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123) ange- ordnet ist, in wenigstens einer quer zur Förderrichtung (F) verlaufenden Richtung bewegbar ist.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

wenigstens eine Station (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) dazu ausgebildet ist, eine in den Arbeitsbereich (125) der Station (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) gelangende Auflagefläche (39, 39', 107, 147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181 , 183, 193, 195, 199, 201 , 209, 21 1 , 225, 227), insbesondere längs eines Abschnitts der Förderstrecke (101 ), zu fördern.

Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ,

insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

wenigstens eine Transporteinrichtung (19, 105, 171 , 179,191 , 197, 207, 223) zumindest zwei zugeordnete, übereinanderliegende Auflageflächen (147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181 , 183, 193, 195, 199, 201 ) aufweist.

Vorrichtung nach Anspruch 21 ,

dadurch geken nzeich net, dass

die unter der oberen Auflagefläche (147, 155, 175, 185, 195, 199) liegenden Auflageflächen (149, 157, 159, 173, 183, 193, 201 ) von wenigstens einer Seite her zur Platzierung eines Objekts zugänglich sind.

Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22,

dadurch geken nzeich net, dass

die Auflageflächen (147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181 , 183, 193, 195, 199, 201 ) gleiche oder unterschiedliche Abmessungen und/oder einen gleichen oder unterschiedlichen Aufbau aufweisen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 23,

dadurch geken nzeich net, dass

die Auflageflächen (147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 181 , 183, 193, 195, 199, 201 ) voneinander trennbar und/oder übereinander stapelbar sind.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 24,

dadurch geken nzeich net, dass

wenigstens eine Auflagefläche (185), vorzugsweise die obere Auflagefläche, insbesondere in Art eines Fallschachts, nach unten geöffnet werden kann, so dass ein auf der Auflagefläche (185) liegendes Objekt (187) auf die darunter liegende Auflagefläche (183) fällt.

26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 25,

dadurch geken nzeich net, dass

die Auflageflächen (193, 195) in horizontaler Richtung gesehen wenigstens zeitweise einen Versatz aufweisen können.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 26,

dadurch geken nzeich net, dass

auf wenigstens einer Auflagefläche (201 ) eine Halterung (203) für ein Objekt (205) vorgesehen ist.

Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

die Förderstrecke (101 ), insbesondere das Bahnsystem der Förderstrecke (101 ), wenigstens einen Rückführungsabschnitt (301 ) aufweist, welcher an einer Abzweigungsstelle (305) von der Förderstrecke (101 ) abzweigt und an einer Einmündungssteile (307), die - bezogen auf die Förderrichtung (F) - der Abzweigungsstelle (307) vorgeordnet ist, wieder in die Förderstrecke (101 ) mündet, wobei die wenigstens eine Transporteinrichtung (105) längs des Rückführungsabschnitts (301 ) von der Abzweigungsstelle (305) zur Einmündungssteile (307) und von dort stromaufwärts der Abzweigungsstelle (305) wieder in die Förderstrecke (101 ) eingeleitet werden kann.

29. Vorrichtung nach Anspruch 28,

dadurch geken nzeich net, dass

längs der Förderstrecke (101 ) zwischen der Einmündungssteile (307) und der Abzweigungsstelle (305) wenigstens eine Station (1 13, 1 15, 1 17) ange- ordnet ist, welche unter Verwendung des Rückführungsabschnitts (301 ) von den Transporteinrichtungen (105) zumindest ein zweites Mal anfahrbar ist.

Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch geken nzeich net, dass

längs der Förderstrecke (101 ) ein erster Transportmover (105a) einsetzbar ist, um auf dessen wenigstens einer Auflagefläche (107) das Produkt (109) herzustellen, und dass ein dem ersten Transportmover (105a) zugeordneter zweiter Transportmover (105b) einsetzbar ist, um auf dessen wenigstens einer Auflagefläche (107) zumindest ein Objekt (127, 413) abzulegen, das zur Produkterzeugung auf der Auflagefläche (107) des ersten Transportmovers (105a) verwendet wird, insbesondere, wobei der erste Transportmover (105a) und der zweite Transportmover (105) hintereinander längs der Bahn (101 ) bewegbar sind bzw. bewegt werden, und/oder

das auf dem zweiten Transportmover (105b) abgelegte Objekt (127, 413) in einer Station (41 1 ) vom ersten Transportmover (105a) auf den zweiten Transportmover (105b) übertragbar ist bzw. übertragen wird und in einer weiteren Station (423) wieder vom zweiten Transportmover (105b) auf den ersten Transportmover (105a) übertragbar ist bzw. übertragen wird.

31 . Vorrichtung nach Anspruch 30 oder 31 ,

dadurch geken nzeich net, dass

die Bahn (101 ) wenigstens einen Umgehungsabschnitt (403, 405) aufweist, längs dem der zweite Transportmover (105b) zur Umgehung wenigstens einer Station (401 , 407), insbesondere getrennt vom ersten Transportmover (105a), bewegbar ist.

32. Verfahren zur Herstellung eines Produkts, insbesondere Lebensmittelprodukts, aus zwei oder mehr Objekten, insbesondere Lebensmittelprodukte, bei dem

zumindest ein erstes Objekt (151 , 161 , 165, 187, 205, 217) auf einer ersten Auflagefläche (149, 157, 159, 185, 201 , 209) einer Transporteinrichtung (105, 179, 197, 207) gelagert wird,

ein zweites Objekt (153, 163, 189, 205, 219) auf eine zweite Auflagefläche (147, 155, 183, 199, 21 1 ) der Transporteinrichtung (105, 179, 197, 207) gebracht wird,

vorzugsweise zumindest ein Objekt (151 , 153, 161 , 163, 165) bearbeitet wird, insbesondere an einer Station (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123), bevorzugt an einer Station der Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, und

das erste Objekt (151 , 161 , 165, 187, 205, 217), insbesondere von der ersten Auflagefläche (149, 157, 159, 185, 183, 201 ) abgenommen oder fallengelassen wird und, über dem zweiten Objekt (153, 163, 189, 205, 219) angeordnet wird.

33. Verfahren nach Anspruch 32,

dadurch geken nzeich net, dass

über dem zweiten Objekt (153, 163, 189, 205, 219) noch wenigstens ein weiteres, drittes Objekt (165, 221 ), welches bevorzugt auf einer dritten Auflagefläche (157) gelagert wird, angeordnet wird, bevor das erste Objekt (151 , 161 , 165, 187, 205, 217) über dem zweiten Objekt (153, 163, 189, 205, 219) angeordnet wird.

Verfahren nach Anspruch 32 oder 33,

dadurch geken nzeich net, dass

es sich bei der ersten Auflagefläche (149, 157, 159, 185, 183, 201 ) und der zweiten Auflagefläche (147, 155, 183, 199, 21 1 ) um Teilbereiche derselben Auflagefläche handelt oder dass die Auflageflächen voneinander getrennt sind.

Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 34,

dadurch geken nzeich net, dass

die Auflageflächen (147, 149, 155, 157, 159, 173, 175, 183, 185, 199, 201 ) übereinander angeordnet sind, wobei, bevorzugt, die zweite Auflagefläche die oberste Auflagefläche ist.

Verfahren nach einem der Ansprüche 32 bis 35,

dadurch geken nzeich net, dass

das erste Objekt (151 , 161 , 205, 217) die obere Hälfte eines Lebensmittelprodukts, wie etwa eines Bagels oder Brötchens, ist, und dass das zweite Objekt (153, 163, 205, 219) die untere Hälfte des Lebensmittelprodukts ist.

Verfahren zur Herstellung eines Produkts (109, 187), insbesondere Lebensmittelprodukts, aus zwei oder mehr Objekten (127, 151 , 153, 161 , 163, 165, 169, 205, 217, 219, 221 , 229, 233), insbesondere Lebensmittelprodukte,

insbesondere Verfahren nach einem der Ansprüche 37 bis 41 ,

bei dem

einem Benutzer eine Auswahl an mehreren herstellbaren Produkten virtuell bereitgestellt wird, und/oder eine Auswahl an Objekten virtuell bereitgestellt wird und dem Benutzer mittels einer Produkterstellungseinrichtung ermöglicht wird, unter Verwendung der virtuell bereitgestellten Objekte ein virtuelles Produkt zu definieren.

38. Verfahren nach Anspruch 37,

dadurch geken nzeich net, dass

in Abhängigkeit von dem Produkt, das der Benutzer ausgewählt oder definiert hat, ermittelt wird, welche Stationen (1 1 1 - 123) zur Herstellung des Produkts benötigt werden und/oder in welcher Reihenfolge die Stationen

(1 1 1 - 123) längs der Förderstrecke (101 ) anzuordnen sind.

Verfahren nach Anspruch 38,

dadurch geken nzeich net, dass

nur solche Produkte (109, 187) zur Herstellung zugelassen werden, für die die zur Herstellung benötigten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) verfügbar sind.

Verfahren nach Anspruch 38 oder 39,

dadurch geken nzeich net, dass

die benötigten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) und/oder die Reihenfolge der Anordnung der Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) längs der Förderstrecke (101 ) dem Benutzer angezeigt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 38 bis 40,

dadurch geken nzeich net, dass

überprüft wird, ob alle benötigten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) längs der Förderstrecke (101 ) angeordnet sind und/oder ob die benötigten Stationen (1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 , 123) in der vorgesehenen Reihenfolge längs der Förderstrecke (101 ) angeordnet sind. Verfahren nach einem der Ansprüche 37 bis 41,

dadurch gekennzeichnet, dass

in Abhängigkeit von dem Produkt, das der Benutzer ausgewählt oder definiert hat, die Stationen (111 , 113, 115, 117, 119, 121 , 123) und/oder die wenigstens eine Transporteinrichtung (19,105,171, 179,191, 197, 207, 223) derart gesteuert werden, dass die Stationen (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) von der Transporteinrichtung in der vorgesehenen Reihenfolge angefahren werden und dass das Produkt auf der Auflagefläche der Transporteinrichtung (19,105,171 , 179,191 , 197, 207, 223) von den Stationen (111, 113, 115, 117, 119, 121, 123) schrittweise gebildet wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines

Produkts aus zwei oder mehr Objekten Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Produkts, insbesondere Lebensmittelprodukts, aus zwei oder mehr Objekten, insbesondere Lebensmittelprodukten, mit einer Förderstrecke, welche wenigstens eine längs einer Förderrichtung bewegbare Transporteinrichtung mit wenigstens einer Auflagefläche bereitstellt, auf welcher das Produkt aus den Objekten gebildet werden kann, und mit wenigstens einer und bevorzugt mehreren Stationen, die von der Transporteinrichtung angefahren werden können, wobei wenigstens eine Station zur Abgabe wenigstens eines Objekts auf die wenigstens eine Auflagefläche ausgebildet ist. Produkte und insbesondere Lebensmittelprodukte, wie etwa belegte Brötchen, Sandwiches oder belegte Bagel, bestehen normalerweise aus mehreren Objekten. Beispielsweise besteht ein Sandwich aus zwei oder mehr Scheiben eines Brotes, zwischen denen sich ein prinzipiell beliebiger Belag aus Lebensmittelprodukten, wie etwa Schinken, Thunfisch, Käse, Eierscheiben, Gurkenscheiben, Tomaten- Scheiben und Blattsalat befindet.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zur Herstellung von Produkten bereitzustellen, mittels der die Produkte zumindest weitgehend automatisiert erzeugt werden können.

Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Insbesondere wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch weitergebildet wird, dass wenigstens eine und bevorzugt alle Stationen modular aufgebaut sind und/oder wenigstens eine Station und bevorzugt alle Stationen austauschbar längs der Förderstrecke angeordnet oder anordenbar sind. Durch den modularen Aufbau der Stationen lassen sich die Stationen weitgehend einheitlich und kosteneffizient herstellen. Ferner lassen sich die Stationen, auch aufgrund ihres modularen Aufbaus, einfach umkonfigurieren oder durch andere Stationen austauschen, z.B. um andere Produkte unter Einbezug der gleichen Förderstrecke herstellen zu können.

Die Stationen können über die Förderstrecke miteinander verkettet sein. Die Verkettung kann dabei derart ausgestaltet sein, dass die Stationen mittels einer gemeinsamen Steuerung, welche auch die wenigstens eine Transporteinrichtung der Förderstrecke steuert, gesteuert werden. Die gemeinsame Steuerung kann dann beispielsweise eine jeweilige Station betätigen, sobald die Transporteinrichtung in den Arbeitsbereich einer Station gelangt ist. Ferner kann die Steuerung die Transporteinrichtung derart steuern, dass sie nach und nach die Stationen anfährt, um das Produkt auf der Auflagefläche der Transporteinrichtung zu bilden. Bei den Stationen kann es sich somit gewissermaßen um von der gemeinsamen Steuerung ansteuerbare Einrichtungen handeln.

Alternativ oder zusätzlich können die Stationen über die wenigstens eine Transporteinrichtung miteinander verkettet sein. Eine derartige Verkettung kann beispielsweise derart ausgestaltet sein, dass die Transporteinrichtung von der jewei- ligen Station erfasst wird, sobald die Transporteinrichtung in den Arbeitsbereich der Station gelangt. Die Transporteinrichtung kann dadurch die Station gewissermaßen in Gang setzen. Dabei kann die Station ihrer Funktionalität entsprechend mit der Transporteinrichtung zusammenwirken, beispielsweise ein Objekt auf der Auflagefläche der Transporteinrichtung ablegen oder einen Reinigungs- oder Wie- gevorgang ausführen. Dadurch, dass die Transporteinrichtung die Stationen längs der Förderstrecke nach und nach anfährt, kann somit das Produkt auf der Auflagefläche der Station gebildet werden. Zusätzlich können, wie bereits angedeutet, andere Funktionalitäten ausgeführt werden, beispielsweise dass von einer Station ein Wiege- oder Reinigungsvorgang ausgeführt wird.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die modular aufgebauten Stationen derartige Außenmaße aufweisen, dass sie zumindest im Wesentlichen den gleichen Platzbedarf und/oder gleiche Ankopplungsstellen an der Förderstrecke benötigen.

Dadurch wird es möglich, insbesondere zur Herstellung von unterschiedlichen Produkten, unterschiedliche Stationen in prinzipiell beliebiger Reihenfolge an der Förderstrecke anzuordnen. Auch ein Austausch einer Station durch eine andere Station mit einer anderen Funktionalität lässt sich ohne weiteres realisieren, denn die Grundanordnung sowie der jeweilige Platzbedarf sind einheitlich. Vorzugsweise weist jede modular aufgebaute Station einen Träger und einen daran, insbesondere lösbar, angebrachten Funktionsbereich auf. Vorzugsweise ist der Träger bei allen modular aufgebauten Stationen gleich aufgebaut und der Funktionsbereich ist je nach Funktionalität der Station aufgebaut. Der Funktionsbereich kann daher an die Funktionalität einer Station angepasst sein. Ein derarti- ger Aufbau der Stationen weist Vorteile im Hinblick auf die Austauschbarkeit und Reinigbarkeit der Stationen bezüglich der Förderstrecke auf. Beispielsweise können die Träger an der Förderstrecke verbleiben, während in Abhängigkeit des herzustellenden Produkts oder zu Reinigungszwecken die Funktionsbereiche von den Trägern abgenommen werden können.

Jeder Träger kann einen einheitlich ausgestalteten Aufnahmebereich aufweisen, so dass von ihrer Funktionalität her unterschiedliche Funktionsbereiche an dem Träger befestigt werden können. Auch Schienen, Führungen und dergleichen zur Verstellung der Lage eines Funktionsbereichs relativ zu dem Träger können an jedem Träger gleich ausgestaltet sein. Jede Station kann eine mechanische und/oder elektrische und/oder elektronische Schnittstelle zum Verbinden der Station mit einer an der Förderstrecke vorgesehenen Ankopplungsstelle aufweisen.

Eine Station kann über ihre Schnittstelle mit einer Ankopplungsstelle der Förderstrecke mechanisch verbunden werden. Die Schnittstelle ist vorzugsweise an einem Träger der Station angeordnet. Die Station kann dabei so mit der Förderstrecke verbunden werden, dass sie freitragend an der Förderstrecke hängt. Der Trä- ger der Station kann aber auch Rollen oder Stützen aufweisen, um die Station auf dem Boden abzustützen. Eine derartige Abstützung kann auch eine Höhenein- stellbarkeit aufweisen, um die stationsseitige Schnittstelle mit der Ankopplungsstelle an der Förderstrecke ausrichten zu können. Über eine elektrische Verbindung der Station mit der Förderstrecke kann insbesondere eine Stromversorgung der Station über das Stromnetz der Förderstrecke erfolgen. Mittels einer elektronischen Verbindung zwischen einer Station und der Förderstrecke ist es insbesondere möglich, die jeweilige Station über eine gemeinsame Steuerung anzusteuern.

Die Schnittstelle kann als Bezugspunkt der jeweiligen Station dienen, beispielsweise wenn sich die Station an der Förderstrecke abstützt, und bezüglich des Ab- standes eines über der Förderstrecke liegenden Bereichs der Station. Weiterhin kann die Schnittstelle zur mechanischen oder elektrotechnischen Codierung, insbesondere für das Zusammenwirken von Station und Förderstrecke, ausgebildet sein.

Jede Station kann wenigstens eine Informationsbereitstellungseinrichtung zur Be- reitstellung wenigstens einer Information über die Station aufweisen, wobei die Information an der Schnittstelle bereitgestellt wird und/oder über die Schnittstelle auslesbar ist.

Die Informationsbereitstellungseinrichtung kann auf unterschiedliche Art und Wei- se und insbesondere mit einem unterschiedlichen Grad an "Intelligenz" realisiert sein. Beispielsweise kann mittels der Informationsbereitstellungseinrichtung eine Erkennung der Station von einer Steuerung der Förderstrecke möglich sein. Die Informationsbereitstellungseinrichtung kann dazu beispielsweise einen Sensor aufweisen, welcher von der Steuerung auslesbar ist und über den eine Erkennung der Station möglich ist.

Die Informationsbereitstellungseinrichtung kann derart ausgestaltet sein, dass zwischen dieser und der Steuerung eine Kommunikation über ein Kommunikationsprotokoll erfolgen kann.

Die Informationsbereitstellungseinrichtung kann derart ausgestaltet sein, dass sie zumindest einen zugeordneten Kontakt an der Schnittstelle auf einen bestimmten, definierten Spannungswert schaltet, der eine Information repräsentiert, zum Beispiel eine Erkennung der Station ermöglicht.

Über die Informationsbereitstellungseinrichtung kann es möglich sein, bestimmte Merkmale oder Parameter der Station auszulesen. Dabei kann es sich insbesondere um die Art der Station handeln, um einen Zustand der Station, wie etwa eine Angabe des Produktinhalts, des Füllungszustands, der Temperatur des Inhalts oder wann die letzte Reinigung stattgefunden hat.

Es können auch Anforderungen an die Station bzw. von der Station ermittelbar sein, beispielsweise ein Nullpunkt oder Bezugspunkt oder Informationen über die Lage eines bereits auf einer Transporteinrichtung gebildeten Teils des Produkts. Es können auch Anforderungen ermittelbar sein, die die Station an die Transporteinrichtungen stellt, beispielsweise im Hinblick auf deren Anzahl und Art. Außerdem können Anforderungen der Station an den Betrieb der Förderstrecke ausgelesen werden, beispielsweise im Hinblick auf die Taktung, die Bewegungen, Beschleunigungen, Geschwindigkeiten der Transporteinrichtungen und beispielsweise im Hinblick auf eine Pufferstrecke.

Eine Erkennung der Station kann zu einer direkten Voreinstellung des Funktionsbereichs der Station führen und/oder zu einer Voreinstellung der Steuerung der Förderstrecke.

Alternativ oder zusätzlich können an einer Anzeige der Station oder der Steuerung Einstellwerte für einen Benutzer bzw. Bediener vorgegeben werden. Es kann vorgesehen sein, dass jede Station eine Zustandsanzeige im Hinblick auf wenigstens einen Zustand der Station aufweist, wie zum Beispiel Stand-by, Pro- zess läuft, Störung, Beladung, Leer usw. Vorteilhaft daran ist, dass der Bediener mögliche Probleme direkt an einer Station identifizieren und entsprechend handeln kann.

Die Förderstrecke kann mehrere längs der Förderstrecke voneinander beabstan- dete, insbesondere gleich aufgebaute, Ankopplungsstellen aufweisen, wobei an einer Ankopplungsstelle eine an einer Station vorgesehene Schnittstelle anbringbar ist, um die Station mechanisch und/oder elektrisch und/oder elektronisch mit der Förderstrecke zu verbinden.

Der Abstand der Ankopplungsstellen längs der Förderstrecke kann so gewählt sein, dass daran angeordnete Stationen einen ausreichenden Abstand zueinander aufweisen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass auf jede Station manuell zugegriffen werden kann, und dass Abstände für Abkühl- oder Kontrollstrecken vorhanden sind. Die Abstände zwischen den Ankopplungsstellen können auch derart ausgestaltet sein, dass eine Einhaltung von Pufferstrecken zwischen aufeinanderfolgenden Stationen möglich ist. Die Positionierung einer Ankopplungsstelle erfolgt vorzugsweise an einem massiven Element, insbesondere Bahnelement der Förderstrecke. Die Ankopplungsstelle kann seitlich oberhalb, unterhalb oder vor dem massiven Bahnelement liegen. Eine feste, mechanische Verbindung zwischen der Förderstrecke und der jeweiligen Station kann daher realisiert werden.

Die Vorrichtung weist vorzugsweise eine gemeinsame Steuerung zum Steuern der Stationen und der wenigstens einen Transporteinrichtung in Korrelation mit dem Betrieb der Stationen auf. Die Transporteinrichtung kann längs der Förderstrecke so bewegt werden, dass sie die einzelnen längs der Förderstrecke angeordneten Stationen nach und nach abfährt. Dies umfasst sowohl eine Anordnung von Stationen in Reihe als auch auf parallelen Förderstrecken. Wenn die Transporteinrichtung einen Arbeitsbereich einer Station erreicht hat, kann die Station so angesteuert werden, dass sie ihrer Funktionalität entsprechend mit der Transporteinrichtung zusammenwirkt, zum Beispiel ein Objekt auf der Auflagefläche der Transportein- richtung ablegt.

Die Kommunikation und/oder eine Verkettung zwischen den Stationen und der gemeinsamen Steuerung kann drahtgebunden oder drahtlos erfolgen. Die Steuerung kann mit den Stationen beispielsweise über ein drahtgebundenes Bussystem kommunizieren. Alternativ kann eine Kommunikation über ein Funknetz, wie etwa WLAN, oder über einen Datenübertragungsstandard wie etwa Bluetooth erfolgen.

Die Steuerung kann dazu ausgebildet sein, die an Ankopplungsstellen der Förderstrecke angeordneten Stationen zu erkennen. Ferner kann die Station dazu aus- gebildet sein, Erkennungsmerkmale einer Station zu erfassen. Die Vornchtung kann eine Steuerung aufweisen, welche einem Benutzer eine Auswahl an mehreren herstellbaren Produkten virtuell bereitstellt. Der Bediener bzw. Benutzer der Vorrichtung kann somit ein herzustellendes Produkt unter einer Auswahl an mehreren Produkten auswählen.

Die Steuerung kann dem Benutzer eine Auswahl an Objekten virtuell bereitstellen, und eine Produkterstellungseinrichtung aufweisen, mittels welcher der Benutzer unter Verwendung der virtuell bereitgestellten Produkte ein virtuelles Produkt defi- nieren kann. Die Steuerung kann somit eine Art Produktdesigner aufweisen, so dass der Benutzer z.B. auf einer graphischen Benutzeroberfläche ein virtuelles Produkt definieren kann, welches sich dann mittels der Vorrichtung herstellen lässt. Die Steuerung kann dazu ausgebildet sein, in Abhängigkeit von dem Produkt, das der Benutzer ausgewählt oder definiert hat, zu ermitteln, welche Stationen zur Herstellung des Produkts benötigt werden und/oder in welcher Reihenfolge die Stationen längs der Förderstrecke anzuordnen sind. Die Steuerung kann dazu ausgebildet sein, nur solche Produkte zur Herstellung zuzulassen, für welche die zur Herstellung benötigten Stationen verfügbar sind. Die Steuerung kann dazu ausgebildet sein, die benötigten Stationen und/oder die Reihenfolge der Anordnung der Stationen längs der Förderstrecke dem Benutzer anzuzeigen.

Die Steuerung kann dazu ausgebildet sein, zu überprüfen, ob alle zur Produktherstellung benötigten Stationen längs der Förderstrecke angeordnet sind und/oder ob die benötigten Stationen in der vorgesehenen Reihenfolge längs der Förderstrecke angeordnet sind und/oder ob die Stationen funktionsfähig sind. Die Steuerung kann dazu ausgebildet sein, in Abhängigkeit von dem Produkt, das der Benutzer ausgewählt oder definiert hat, die Stationen und/oder die wenigstens eine Transporteinrichtung derart zu steuern, dass die Stationen von der Transporteinrichtung in der vorgesehenen Reihenfolge angefahren werden und dass das Produkt von den Stationen auf der Auflagefläche der Transporteinrichtung schrittweise gebildet wird.

Die Steuerung kann dazu ausgebildet sein, in Abhängigkeit von dem Produkt, das der Benutzer ausgewählt oder definiert hat, die längs der Förderstrecke angeord- neten Stationen so anzuordnen, dass jede Station ihrer Funktionalität entsprechend ein Objekt, gegebenenfalls mit einer vorgegebenen Dosierung, auf die Auflagefläche eines Transportmovers abgibt, nachdem der Transportmover in den Arbeitsbereich der jeweiligen Station gelangt ist. Vorzugsweise ist ein Halter, insbesondere in Form einer Brücke oder eines

Tragarms, an wenigstens einer Station angeordnet, welcher zum Halten wenigstens eines Elements der Station über der Förderstrecke vorgesehen ist. Der Halter kann verstellbar angeordnet sein, um die Position des Halters, insbesondere in Bezug auf die Auflagefläche der Transporteinrichtung, einstellen zu können.

Dadurch kann eine Entkopplung in Bezug auf die Aufstellhöhe der Station relativ zum Boden erreicht werden.

Der Halter kann als Rohr oder als Bügel ausgestaltet sein. Der Halter kann zum Halten eines Auslasses für die Objekte bzw. eines zu dem Auslass laufenden Schlauches vorgesehen sein.

Eine Vertikal- und/oder Horizontal-Justierungseinrichtung zur Verstellung bzw. Einstellung des "Arbeitspunktes" der Station kann am Halter vorgesehen sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass eine Höheneinstellung der Station bzw. eines Funktionsbereiches der Station nach dem Andocken durch eine Spindel im Bereich des Trägers der Station oder im Bereich der Schnittstelle als Positioniereinrichtung, insbesondere als Höheneinstellvorrichtung, integriert ist.

Vorzugsweise weist der Halter eine Positioniereinrichtung, insbesondere Höhenverstellung, auf, mittels welcher die Höhe und/oder Ausrichtung eines Funktionsbereichs der Station, insbesondere einer Abgabeeinrichtung, eines Dosierbereichs oder eines Arbeitsbereichs, verstellbar ist, insbesondere relativ zur Förderstrecke und/oder Auflagefläche für Objekte.

An wenigstens einer und vorzugsweise an jeder Station kann wenigstens eine Eingabeeinrichtung angeordnet sein, mittels welcher der Benutzer wenigstens eine Aktion an der Station auslösen kann. Die Eingabeeinrichtung kann als Pedal oder Taste ausgestaltet sein. Durch Betätigung der Eingabeeinrichtung kann die Station zum Beispiel angehalten, gestartet, freigegeben oder eine Funktion der Station ausgelöst werden. Auch eine Verlangsamung der durch den Arbeitsbereich der Station fahrenden Transporteinrichtung kann realisierbar sein. Durch die Eingabeeinrichtung kann eine Bedienperson unmittelbar Einfluss auf den Betrieb der Station nehmen, so dass manuelle Tätigkeiten und Eingriffe an der Station vorgenommen werden können. Beispielsweise kann zur manuellen Aufbringung eines Objekts auf die Auflagefläche einer Transporteinrichtung oder zum manuellen Korrigieren von Fehlern die in den Arbeitsbereich der Station gefahrene Transporteinrichtung angehalten und anschließend wieder freigegeben werden. Ein Zurückstauen von weiteren Transporteinrichtungen, welche sich in der Förderstrecke hinter der Transporteinrichtung befinden, kann über die Steuerung der Förderstrecke realisiert werden. Dabei kann auch eine Optimierung des Gesamttaktes erfolgen. Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfasst die Vorrichtung wenigstens eine optische Erfassungseinrichtung, insbesondere eine Kamera oder einen optischen Sensor, zur Überwachung wenigstens einer Station, einer Auflagefläche und/oder des Produkts im Bereich einer Station, insbesondere im Ar- beitsbereich der Station. Dadurch kann die Ist-Position einer Transporteinrichtung bzw. deren Auflagefläche im Bereich der Station überwacht werden. Die Lage eines zu belegenden Produkt-Unterteils und/oder eines bereits aufgebrachten Belags kann auch überwacht werden. Die optische Erfassungseinrichtung kann mit einer Steuerung verbunden sein, so dass die Vorrichtung in Abhängigkeit von den Signalen, welche die Erfassungseinrichtung bereitstellt, erfolgen kann.

Insbesondere kann die Steuerung einer Station in Abhängigkeit von einer opti- sehen Überwachung der Position einer Transporteinrichtung oder einer Auflagefläche der Transporteinrichtung im Arbeitsbereich der Station erfolgen.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist wenigstens eine Station eine Waage zur Ermittlung des Gewichts von Objekten auf einer Auflagefläche einer Transporteinrichtung auf. Es kann somit zumindest eine Station als Wiegestation ausgebildet sein.

Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist wenigstens eine Station eine Reinigungseinrichtung zur Reinigung der Transporteinrichtung, insbeson- dere der Auflagefläche, auf. Die Reinigungseinrichtung kann mehrere Reinigungsstufen umfassen, zum Beispiel eine Einrichtung zum mechanischen Abstreifen, eine Blaseinrichtung, eine Besprüheinrichtung zum Aufbringen von Reinigungsmittel, eine Trocknungseinrichtung und eine Ultraschallreinigungseinrichtung. Wenigstens eine Station oder ein Bereich der Station, insbesondere ein zumindest im Wesentlichen oberhalb der Förderstrecke angeordneter Stationsbereich, vorzugsweise eine Abgabestelle zur Abgabe eines Objekts auf die Auflagefläche, kann längs der Förderrichtung und/oder in wenigstens einer quer zur Förderrich- tung verlaufenden Richtung bewegbar sein. Beliebige Bewegungen zwischen Transporteinrichtung und Station bzw. Stationsbereich lassen sich somit realisieren. Insbesondere kann die Station oder zumindest der Funktionsbereich der Station somit relativ zu einer im Arbeitsbereich der Station befindlichen Transporteinrichtung bewegbar sein. Auch eine "mitfahrende" Bewegung mit der Transportein- richtung längs der Förderrichtung ist möglich. Dadurch kann ein Zeitgewinn erreicht werden, oder die Einwirkdauer der Station auf eine die Station durchfahrende Transporteinrichtung bzw. das transportierte Objekt kann verlängert werden, da die Transporteinrichtung nicht oder allenfalls nur kurz im Arbeitsbereich der Station gestoppt werden muss.

Insbesondere können zwei Bewegungsebenen in verschiedenen Höhenlagen realisiert werden. In einer unteren Höhenlage lässt sich die Transporteinrichtung längs der Förderstrecke bewegen und parallel dazu kann darüber der bewegliche Funktionsbereich als Station mitbewegt werden, insbesondere als Abgabestel- le/Dosierstelle und/oder als "Behandlungsstelle".

Die Bewegungsebenen der Transporteinrichtung und des Stationsbereichs können aufgrund der Bewegungsmöglichkeiten des Stationsbereichs beliebig zueinander verändert werden, insbesondere was die Höhenlage und eine parallele Bewegung von Stationsbereich und Transporteinrichtung angeht.

Die Bewegung des Stationsbereichs kann in Art einer Voreinstellung erfolgen, mittels der der Stationsbereich in eine stationäre Stellung gebracht wird. Alternativ kann auch während des Betriebs der Station eine Bewegung erfolgen. Mit einer definierten Bewegung kann eine definierte Ablage eines Objekts auf der Auflagefläche realisiert werden. Zum Beispiel lässt sich ein Streifenmuster eines Fluids bilden. Der bewegliche Bereich der Station kann sich bei der Abgabe eines Produkts vorzugsweise in linearer Richtung, oszillierend oder mittels einer Schwenkbewegung bewegen.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die Auflagefläche an der Transporteinrich- tung beweglich angeordnet ist, so dass sie beispielsweise Drehbewegungen oder oszillierende Bewegungen oder Kreisbewegungen ausführen kann. Dadurch können ebenfalls bestimmte Muster bezüglich der Objektablage auf der Auflagefläche realisiert werden. Durch eine mitfahrende Station können außerdem Krafteinflüsse durch die Station auf ein zu bearbeitendes Produkt oder Objekt auf der Auflagefläche der Transporteinrichtung verringert oder verhindert werden.

Vorteilhaft kann es außerdem sein, wenn während der Ausführung wenigstens eines Arbeitsschritts die Transporteinrichtung, insbesondere deren Auflagefläche, in einem Abschnitt der Förderstrecke, an welchem eine Station angeordnet ist, in wenigstens einer quer zur Förderrichtung verlaufenden Richtung bewegbar ist. Dadurch lassen sich ebenfalls bestimmte Ablagemuster auf der Auflagefläche realisieren.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens eine Station dazu ausgebildet, eine in den Arbeitsbereich der Station gelangende Auflagefläche, insbesondere längs eines Abschnitts der Förderstrecke, zu fördern. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich insbesondere zur Herstellung von zum Beispiel Sandwiches und Fertiggerichten, die aus mehreren Lebensmittelprodukten zusammengesetzt sind. Die Produkte können dabei voll- oder zumindest halbautomatisch hergestellt werden, so dass sich die erfindungsgemäße Vorrich- tung insbesondere zur Nutzung für die Erstellung von derartigen Gerichten zum Beispiel im Cateringbereich oder in Großküchen eignet. Aufgrund der modular aufgebauten Stationen und der Möglichkeit des Austausches der Stationen lassen sich unterschiedliche Produkte auch in kleineren Stückzahlen herstellen. Auch eine Individualisierung von Gerichten ist möglich, indem die längs der Förderstre- cke angeordneten Stationen von Produkt zu Produkt, das mittels der Stationen gebildet wird, unterschiedlich gesteuert werden. Beispielsweise kann eine Station, die ein bestimmtes, flüssiges Lebensmittelprodukt abgibt, dieses von Produkt zu Produkt in einer anderen Menge abgeben. Es kann auch vorgesehen sein, dass eine Station auf manchen Transporteinrichtungen kein Produkt abgibt und als Er- satz hierfür eine andere Station ein anderes Produkt auf die Transporteinrichtung abgibt. Es lässt sich somit eine Vielfalt an Portionen, Produkten und auch Packungsinhalten in Bezug auf die Art der Füllung einer Verpackung, die Anordnung der Füllung in der Verpackung und in Bezug auf die Füllmengen erzeugen. Aufgrund der modularen Stationen und deren Austauschbarkeit lässt sich eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Produkten schnell einrichten und umrüsten.

Die Stationen lassen sich außerdem schnell von der Förderstrecke an- bzw. ab- koppeln und an eine andere Stelle transportieren, zum Beispiel zur Reinigung, Lagerung, Befüllung, Kühlung und so weiter.

Mittels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung lassen sich außerdem Kombinationen auf Bestellung erstellen. Durch Einsatz einer Reinigungsstation ist auch eine kontinuierliche Reinigung der die Station durchlaufenden Transporteinrichtungen möglich.

Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, bei der wenigstens eine Transporteinrichtung zumindest zwei zugeordnete, übereinanderliegende Auflageflächen aufweist.

Die übereinanderliegenden Auflageflächen haben den Vorteil, dass sie im Hinblick auf ihre Funktionalität unterteilt werden können. Beispielsweise kann die oben lie- gende Auflagefläche als eine Auflagefläche für die Erzeugung und/oder Bearbeitung eines Produkts eingesetzt werden, während die untere Auflagefläche als Lagerfläche bzw. als Pufferplatz eingesetzt wird. Die Herstellung eines Produktes, bei dem einander zugeordnete Objekte oder zueinander passende Objekte verwendet werden, kann dadurch vereinfacht werden. Beispielsweise kann ein beleg- ter Bagel durch die Vorrichtung besonders einfach hergestellt werden. Der Bagel kann dabei in ein oberes Bagelteil und in ein unteres Bagelteil unterteilt werden. Das obere Bagelteil kann auf der untenliegenden Auflagefläche der Transporteinrichtung gelagert werden. Das untere Bagelteil kann auf die oben liegende Auflagefläche der Transporteinrichtung gebracht und mit einem Belag belegt werden. Das obere, zwischengelagerte Bagelteil kann dann über den Belag auf das untere Bagelteil aufgelegt werden. Durch die Lagerung des unteren Bagelteils auf der unteren Auflagefläche der Transporteinrichtung kann sichergestellt werden, dass tatsächlich das zum unteren Bagelteil gehörende obere Bagelteil zur Herstellung des belegten Bagels verwendet wird.

Bevorzugt sind die unter der oberen Auflagefläche liegenden Auflageflächen von wenigstens einer Seite her zur Platzierung eines Objekts zugänglich. Das Objekt, also gemäß dem vorstehenden Beispiel das obere Bagelteil, kann somit von wenigstens einer Seite her auf einer der unterhalb der oberen Auflagefläche liegen- den Auflageflächen abgelegt werden. Für diese Auflageflächen kann eine Einfä- delhilfe an jeder Auflagefläche vorgesehen sein, wie etwa ein Leitblech, eine Rampe oder eine Rutsche. Die Einfädelhilfe kann als eine Art ausklappbare Seitenwand hochgestellt werden, welche die unten liegenden Auflageflächen seitlich sichern, damit kein darauf abgelegtes Objekt herausfliegt.

Die Auflageflächen können die gleichen Abmessungen aufweisen. Jede Auflagefläche kann daher maßlich gleich und mit einheitlichem Grundaufbau ausgestaltet sein. Die Stapelbarkeit der Auflageflächen lässt sich dadurch auf einfache Weise bewerkstelligen. Auch ein Austausch von Auflageflächen, zum Beispiel zu Reini- gungszwecken, ist möglich. Außerdem kann ein Umlauf der Auflageflächen mit Aufbauten realisiert werden.

Die Auflageflächen können auch unterschiedliche Abmessungen aufweisen. Beispielsweise kann eine obere Auflagefläche eine kleinere Grundfläche haben als die darunterliegenden Auflageflächen. Die obere Auflagefläche kann außerdem eine Teilung mit einem Schlitz aufweisen, über den ein Objekt, das auf der darunterliegenden Auflagefläche liegt, erreicht und gegriffen und/oder ausgestoßen werden kann. Die Auflageflächen können außerdem einen gleichen oder einen unterschiedlichen Aufbau aufweisen. Die Auflageflächen können somit, je nachdem ob sie als Auflageflächen zur Herstellung eines Produkts, oder als Auflageflächen zur Lagerung eines Objekts dienen sollen, unterschiedlich ausgestaltet sein. Die Auflageflächen sind vorzugsweise voneinander trennbar und/oder übereinander stapelbar.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann wenigstens eine Auflagefläche, vorzugsweise die obere Auflagefläche, insbesondere in Art eines Fallschachts nach unten geöffnet werden, so dass ein auf der Auflagefläche liegendes Objekt auf die darunterliegende Auflagefläche fällt. Das auf der oberen Auflagefläche liegende Produkt kann dadurch in eine Verpackung auf der darunterliegenden Auflagefläche fallen gelassen werden. Auf der oberen Auflagefläche kann außerdem ein Deckelteil platziert werden, das auf ein fertiggestelltes Unterteil auf der unteren Auflagefläche fallen gelassen werden kann.

Die Verpackung oder Teile davon können auf der unteren Auflagefläche mitgeführt werden. Die Verpackung kann eine Kennzeichnung für das Produkt sein. Insbesondere bei manueller Komplettierung kann eine bestimmte Verpackungsform, Verpackungsfarbe, Verpackungsmarkierung oder Verpackungsbeschriftung signalisieren, welches Produkt mit welchen Einzelbestandteilen auf der oberen Auflagefläche zusammengestellt und in der Verpackung abgelegt werden muss.

Wenigstens eine Auflagefläche kann in Art einer Schublade an der Transportein- richtung angebracht sein. Die Auflagefläche kann somit seitlich ausziehbar sein, so dass sie, nachdem sie ausgezogen ist, auch von oben her beladen oder entladen werden kann.

Vorzugsweise weist wenigstens eine Auflagefläche in horizontaler Richtung gese- hen wenigstens zeitweise einen Versatz auf. Die Zugänglichkeit der Auflagefläche wird dadurch verbessert. Außerdem ist ein seitliches Be- oder Entladen auf einfache Weise möglich. Auch die Erreichbarkeit der Auflagefläche für beispielsweise einen Greifer eines Roboters kann dadurch verbessert werden. Wenigstens eine Auflagefläche kann eine Halterung für ein Objekt aufweisen. Die Halterung kann in Art eines Dorns ausgebildet sein, der in der Mitte der Auflagefläche angeordnet ist. Dadurch kann insbesondere ein Bagel oder ein Teil eines Bagels auf der Auflagefläche fixiert werden, indem der Dorn in das zentrale Loch des Bagels eingreift. Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Förderstrecke ein Bahnsystenn und die Transporteinrichtung wird von einem Transportmover gebildet, welcher wenigstens einen Läufer zum Zusammenwirken mit dem Bahnsystem, in welchem der Transportmover entlang wenigstens einer Bahn längs der Förderrichtung bewegbar ist, und wenigstens einen am Läufer angebrachten Träger für eine Auflagefläche aufweist. Ein derartiges Bahnsystem mit Transportmo- vern als Transporteinrichtungen ist aus der DE 10 2014 106 400 A1 bekannt.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, die hierin auch als eigen- ständige Erfindung beansprucht wird, weist die Förderstrecke, insbesondere das Bahnsystem der Förderstrecke, wenigstens einen Rückführungsabschnitt auf, welcher an einer Abzweigungsstelle von der Förderstrecke, insbesondere einer Hauptstrecke der Förderstrecke, abzweigt und an einer Einmündungssteile, die - bezogen auf die Förderrichtung - der Abzweigungsstelle vorgeordnet ist, wieder in die Förderstrecke mündet. Die längs der Förderstrecke bewegten Transporteinrichtungen können somit an der Abzweigungsstelle auf den Rückführungsabschnitt gebracht werden und an der Einmündungssteile wieder in die Förderstrecke eingeschleust werden. Die Transporteinrichtungen können sodann den Förderstreckenabschnitt zwischen der Einmündungssteile und der Abzweigungsstelle ein weiteres Mal durchlaufen. Der besagte Förderstreckenabschnitt kann somit zwei- bzw. mehrfach genutzt werden.

Dabei kann eine Steuerung dazu ausgebildet sein, zu entscheiden, ob eine jeweilige Transporteinrichtung, die die Abzweigungsstelle erreicht, in den Rückfüh- rungsabschnitt geleitet wird oder weiter längs der eigentlichen Förderstrecke bewegt wird. Die Entscheidung, welche Strecke die jeweilige Transporteinrichtung nimmt, kann die Steuerung dabei z.B. in Abhängigkeit davon treffen, wie oft die Transporteinrichtung bereits über den Rückführungsabschnitt geleitet wurde. Dabei kann die Steuerung einen Zähler aufweisen, der individuell für jede Trans- porteinrichtung die Anzahl an Rückführungen über den Rückführungsabschnitt erfasst.

Die Abzweigungsstelle kann in Art einer Weiche ausgestaltet sein. Die Steuerung kann die Abzweigungsstelle ansteuern, um die Transporteinrichtungen in den Rückführungsabschnitt oder weiter längs der eigentlichen Förderstrecke zu leiten.

Längs der Förderstrecke ist bevorzugt im Bereich zwischen der Einmündungssteile und der Abzweigungsstelle wenigstens eine der Stationen angeordnet, welche unter Verwendung des Rückführungsabschnitts von den Transporteinrichtungen zumindest ein zweites Mal anfahrbar ist. Die Funktionalität der Station kann zur Herstellung eines Produkts zwei- oder mehrfach verwendet werden. Eine Station, die eine bestimmte Funktion erfüllt, kann somit mehrfach durchlaufen werden. Dies trägt auch zur Reduzierung der Anzahl an Stationen bei, da alternativ mehre- re Stationen mit derselben Funktionalität bereitgestellt werden müssten.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, die hierin auch als eigenständige Erfindung beansprucht wird, umfasst die Förderstrecke ein Bahnsystem und die wenigstens eine Transporteinrichtung wird von einem Transport- mover gebildet, welcher wenigstens einen Läufer zum Zusammenwirken mit dem Bahnsystem, in welchem der Transportmover entlang wenigstens einer Bahn längs der Förderrichtung bewegbar ist, und wenigstens einen am Läufer angebrachten Träger für eine Auflagefläche aufweist, wobei ein erster Transportmover einsetzbar ist, um auf dessen wenigstens einer Auflagefläche das Produkt herzu- stellen, und wobei ein dem ersten Transportmover zugeordneter zweiter Transportmover einsetzbar ist, um auf dessen wenigstens einer Auflagefläche zumindest ein Objekt abzulegen, das zur Produkterzeugung auf der Auflagefläche des ersten Transportmovers eingesetzt wird. Der erste Transportmover dient als "normaler" Transportmover bzw. als Funktionsmover, auf dessen Auflagefläche das Produkt aus den Objekten gebildet wird. Der zweite Transportmover wird demgegenüber nicht dazu eingesetzt, um ein Produkt auf dessen Auflagefläche zu bilden, sondern um auf dessen Auflagefläche zumindest ein Objekt abzulegen bzw. zwischen zu speichern, wobei das Objekt zur Herstellung des Produkts auf der Auflagefläche des ersten Transportmovers eingesetzt wird. Der zweite Transportmover dient somit als eine Art "Lagermover" für den ersten Transportmover. Der erste Transportmover und der zweite Transportmover können hintereinander, insbesondere unmittelbar hintereinander, längs der Bahn bewegbar sein bzw. bewegt werden. Der zweite Transportmover fährt somit direkt vor oder nach dem ersten Transportmover längs der Bahn. Bei einer Vielzahl von Paaren an ersten und zweiten Transportmovern ergibt sich eine alternierende Folge an ersten und zweiten Transportmovern längs der Bahn.

Die Zuordnung eines zweiten Transportmovers zu einem ersten Transportmover kann von einer Steuerung der Vorrichtung bewerkstelligt und während des Betriebs auch überwacht werden.

Die Bahn kann wenigstens einen Umgehungsabschnitt aufweisen, längs dem der zweite Transportmover zur Umgehung wenigstens einer Station, insbesondere getrennt vom ersten Transportmover, bewegbar ist. Der erste Transportmover kann beispielsweise in eine Verpackungsstation gefahren werden, während die Verpackungsstation von dem zweiten Transportmover durch Benutzung des Umgehungsabschnitts umfahren werden kann.

Die Zuordnung eines zweiten Transportmovers zu einem ersten Transportmover kann beendet werden, wenn der zweite Transportmover in den Umgehungsab- schnitt geleitet wird. Die Transportmover können dann unabhängig voneinander längs der Förderstrecke in eine Ausgangslage zurückgeführt werden, wo sie zur Herstellung eines weiteren Produkts zur Verfügung stehen.

Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung eines Produkts, ins- besondere Lebensmittelprodukts aus zwei oder mehr Objekten, insbesondere Lebensmittelprodukten, bei dem zumindest ein erstes Objekt auf einer ersten Auflagefläche einer Transporteinrichtung gelagert wird, ein zweites Objekt auf eine zweite Auflagefläche der Transporteinrichtung gebracht wird, und das erste Objekt von der ersten Auflagefläche abgenommen und über dem zweiten Objekt ange- ordnet wird. Das erste Objekt und das zweite Objekt können einander zugeordnet sein oder zueinander passen. Beispielsweise kann es sich bei dem ersten Objekt um die obere Hälfte eines Brötchens oder Bagels handeln, während es sich bei dem zweiten Objekt um die untere Hälfte des Brötchens oder Bagels handelt. Vorteilhaft an dem Verfahren ist insbesondere, dass die Zuordnung der zueinander passenden Objekte während des Herstellungsvorganges nicht aufgegeben wird, so dass sichergestellt ist, dass das Gesamtprodukt die zueinander passenden Objekte enthält.

Das Verfahren kann außerdem den Schritt umfassen, dass zumindest ein Objekt bearbeitet wird, insbesondere an einer Station, vorzugsweise an einer Station einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Über dem zweiten Objekt kann noch wenigstens ein weiteres, drittes Objekt, welches bevorzugt auf einer dritten Auflagefläche gelagert wird, oder von einer Stati- on einer erfindungsgemäßen Vorrichtung bereitgestellt wird, angeordnet werden, bevor das erste Objekt über dem zweiten Objekt angeordnet wird.

Bei der ersten Auflagefläche und der zweiten Auflagefläche kann es sich um Teilbereiche derselben Auflagefläche handeln. Bei den Auflageflächen kann es sich auch um voneinander getrennte Auflageflächen handeln. Vorzugsweise sind die Auflageflächen übereinander angeordnet. Dabei ist vorzugsweise die zweite Auflagefläche, auf der das Produkt erzeugt wird, über der ersten Auflagefläche angeordnet bzw. die Auflagefläche bildet die oberste Auflagefläche der übereinander angeordneten Auflageflächen.

Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung eines Produkts, insbesondere Lebensmittelprodukts, aus zwei oder mehr Objekten, insbesondere Lebensmittelprodukten, bei dem eine Auswahl an mehreren herstellbaren Produkten einem Benutzer, z.B. auf einem Display, virtuell bereitgestellt wird und/oder eine Auswahl an Objekten virtuell bereitgestellt wird und dem Benutzer mittels einer Produkterstellungseinrichtung erlaubt oder ermöglicht wird, unter Verwendung der virtuell bereitgestellten Objekte ein virtuelles Produkt zu definieren.

In Abhängigkeit von dem Produkt, das der Benutzer ausgewählt oder definiert hat, kann ermittelt werden, welche Stationen zur Herstellung des Produkts benötigt werden und/oder in welcher Reihenfolge die Stationen längs der Förderstrecke anzuordnen sind.

Es können nur solche Produkte zur Herstellung zugelassen werden, für welche die zur Herstellung benötigten Stationen verfügbar sind.

Die benötigten Stationen und/oder die Reihenfolge der Anordnung der Stationen längs der Förderstrecke kann dem Benutzer, z.B. auf einem Display, angezeigt werden.

Es kann überprüft werden, ob alle benötigten Stationen längs der Förderstrecke angeordnet sind und/oder ob die benötigten Stationen in der vorgesehenen Reihenfolge längs der Förderstrecke angeordnet sind. In Abhängigkeit von dem Produkt, das der Benutzer ausgewählt oder definiert hat, können die Stationen und/oder die wenigstens eine Transporteinrichtung derart gesteuert werden, dass die Stationen von der Transporteinrichtung in der vorgesehenen Reihenfolge angefahren werden und dass das Produkt auf der Auflage- fläche der Transporteinrichtung von den Stationen schrittweise gebildet wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann von einer erfindungsgemäßen Vorrichtung voll- oder halbautomatisch durchgeführt werden, wobei Schritte des Verfahrens insbesondere von der Steuerung und/oder den Station der Vorrichtung ausgeführt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigen, jeweils schematisch: eine Querschnittsansicht eines Transportmovers und eines

Bahnabschnitts

Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf eine mögliche Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 3 einen Abschnitt der Förderstrecke und von Stationen der

Vorrichtung von Fig. 2

Fig. 4 eine Querschnittsdarstellung durch die Förderstrecke

eine Station der Vorrichtung von Fig. 2,

Fig. 5 eine Querschnittsdarstellung durch eine Transporteinrichtung mit zwei übereinander liegenden Auflageflächen, eine Querschnittsdarstellung durch eine Transporteinrichtung mit drei übereinander liegenden Auflageflächen, eine Querschnittsdarstellung einer Variante eines Trägers für eine Transporteinrichtung mit einer Auflagefläche, eine Querschnittsdarstellung von übereinander gestapelten Trägern gemäß Fig. 7, eine Querschnittsansicht durch eine Transporteinrichtung mit zwei übereinander liegenden Auflageflächen, eine Draufsicht auf die Transporteinrichtung von Fig. 9, eine Querschnittsansicht durch eine Transporteinrichtung mit zwei übereinander liegenden Auflageflächen mit Fallschacht, eine Querschnittsansicht einer Transporteinrichtung mit versetzten Auflageflächen, eine Draufsicht auf die Transporteinrichtung von Fig. 12a, eine Querschnittsansicht einer Transporteinrichtung mit zwei übereinander liegenden Auflageflächen, eine Querschnittsansicht einer Transporteinrichtung mit zwei voneinander getrennten Auflageflächen, eine Querschnittsansicht einer weiteren Transporteinrichtung mit zwei voneinander getrennten Auflageflächen, Fig. 16 eine Querschnittsansicht einer weiteren Transporteinrichtung mit zwei voneinander getrennten Auflageflächen, Fig. 17 eine schematische Draufsicht auf eine weitere mögliche

Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 18 eine schematische Draufsicht auf noch eine weitere mögliche

Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und

Fig. 19 eine seitliche Teilansicht der Vorrichtung von Fig. 18.

Bei den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung kommt ein Bahnsystem mit Transportmovern 19 als Transporteinrichtung zum Einsatz. Das Antriebsprinzip der Transportmover 19 in dem Bahnsystem basiert auf linearen Synchronmotoren (LSM-Antrieb) und ist prinzipiell bekannt. Beliebig viele Transportmover 19 in einem beliebig komplexen Bahnsystem können mittels einer Steuereinrichtung individuell, d.h. unabhängig voneinander, im Bahnsystem bewegt und mittels der Steuereinrichtung lokalisiert und identifiziert werden. Ferner können die Transportmover 19 im Bahnsystem mit extrem hoher Genauigkeit bewegt und positioniert werden. Die Bewegungsgeschwindigkeiten sowie Beschleunigungen und Verzögerungen für die Transportmover 19 können ebenfalls beliebig und individuell gewählt und vorgenommen werden. Einen Querschnitt, also einen Schnitt senkrecht zur Transportrichtung, durch eine Bahn mit darin angeordnetem Transportmover 19 zeigt Fig. 1 . Ein Bahnabschnitt 41 des Bahnsystems umfasst eine als Stator 43 des LSM-Antriebs dienende Basis, die auch als mechanische Basis zur Anbringung des Bahnabschnitts 41 beispielsweise an einem Unterbau bzw. an wie auch immer gearteten Gestellen oder Halterungen dient. In Fig. 1 dargestellt ist ein Bahnabschnitt vom sogenannten U-Typ, d.h. der Bahnabschnitt ist nach oben offen und die Transportmover 19 befinden sich oberhalb des Stators 43.

Als Führung für den Transportmover 19 dienen hier als Winkelbleche ausgeführte Führungsschienen 33, die in Schlitzen 35 laufen, welche an den linken und rechten Seitenflächen eines Läufers 27 des Transportmovers 19 ausgebildet sind. Die Führungen des Bahnsystems für die Transportmover 19 können aber auch anders ausgestaltet sein.

Die Führung des Bahnsystems sorgt für eine definierte Relativposition des Läufers 27 bezüglich des Stators 43. Insbesondere wird hierdurch erreicht, dass eine Permanentmagnetanordnung M des Läufers 27 einen exakt definierten Abstand zum Stator 43 einhält.

Gemäß dem LSM-Antrieb ist der mit der Permanentmagnetanordnung M versehene Läufer 27 durch entsprechende Ansteuerung des Stators 43 mittels einer hier nicht dargestellten Steuereinrichtung in Transportrichtung T längs des Stators 43 und somit in der den Stator 43 umfassenden Bahn 51 bewegbar. Während dieser Bewegung wird der Läufer 27 durch die Führungsschienen 33 geführt.

Auf dem Läufer 27 ist ein Träger 29 angeordnet, der eine beispielsweise ebene Auflagefläche 39 bereitstellt, um Lebensmittelportionen zu transportieren bzw. um darauf Produkte eines Lebensmittels aus einzelnen Objekten zu bilden, wie nachstehend noch erläutert werden wird.

Der Träger 29 kann mit dem Läufer 27 fest verbunden sein. In einer alternativen Ausgestaltung ist der Träger 29 am Läufer 27 lösbar angebracht. Zwischen Träger 29 und Läufer 27 ist ein grundsätzlich beliebig ausgestalteter Halter 31 vorgesehen. Bei lösbarer Anbringung des Trägers 29 am Läufer 27 kann der Halter 31 als Bestandteil einer Kupplung ausgebildet sein bzw. einen Kupplungsabschnitt bilden, der mit einem entsprechenden Kupplungsabschnitt 37 des Trägers 29 zusammenwirkt. Das Zusammenwirken zwischen Läufer 27 und Halter 31 bzw. zwischen Halter 31 und Träger 29 kann grundsätzlich auf beliebige Art und Weise erfolgen. Es kann eine rein mechanische Verbindung vorgesehen sein. Es ist auch möglich, dass der Träger 29 am Halter 31 bzw. der Halter 31 am Läufer 27 magnetisch gehalten wird. Der Halter 31 kann auch dazu ausgebildet sein, Relativbewegungen des Trägers 29 relativ zum Läufer 27 zuzulassen, beispielsweise ein Verdrehen um eine vertikale Achse, um auf diese Weise Objekte oder Portionen drehen bzw. ausrichten zu können.

Der Träger 29 kann auch unmittelbar mit dem Läufer 27 verbunden sein. Der Hal- ter 31 zwischen Träger 29 und Läufer 27 wird dann durch die zusammenwirkenden Bereiche bzw. Kupplungsabschnitte 37, 37' von Träger 29 und Läufer 27 gebildet.

Wie in Fig. 1 angedeutet, ermöglicht eine lösbare Anbringung des Trägers 29 am Halter 31 eine Verwendung des Läufers 27 mit unterschiedlichen, beispielsweise unterschiedlich großen Trägern 29, 29'. So zeigt Fig. 1 rein beispielhaft einen mit einem Kupplungsabschnitt 37' versehenen Träger 29', dessen Auflagefläche 39' größer ist als jene des in Fig. 1 am Läufer 27 angebrachten Trägers 29. Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung zur Herstellung eines Produkts 109 umfasst eine Förderstrecke 101 mit einer umlaufenden Bahn 103 mit darauf angeordneten, längs der Bahn 103 beweglichen Transporteinrichtungen 105. Bei den Transporteinrichtungen 105 handelt es sich um Transportmover 19, wie vorstehend mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben, und bei der Förderstrecke 101 handelt es um ein entsprechendes Bahnsystem. Jede Transporteinrichtung 105 weist eine Auflage- fläche 107 auf (vgl. die Auflageflächen 39, 39' der Transportmover 19), auf welcher ein jeweiliges Produkt 109 gebildet werden kann, wie nachfolgend näher ausgeführt wird. Längs der Bahn 103 sind mehrere Stationen 1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 17, 1 19, 121 und 123 angeordnet, welche von den Transporteinrichtungen 105 angefahren werden können, wenn die Transporteinrichtungen 105 längs einer Förderrichtung F entlang der Bahn 103 bewegt werden. Fig. 3 zeigt den Abschnitt der Bahn 103, längs dem die Stationen 1 1 1 bis 121 angeordnet sind. Wie dargestellt, weist jede Station 1 1 1 bis 121 einen Arbeitsbereich 125 auf, welcher sich oberhalb der Bahn 103 befindet. Eine jeweilige Station kann mit einer Transporteinrichtung 105, die in den Arbeitsbereich 125 der Station 1 1 1 bis 121 gefahren ist, zusammenwirken und insbesondere wenigstens einen Ar- beitsschritt an der Transporteinrichtung 105 ausführen. Die Stationen 1 1 1 bis 121 sind zum Beispiel als Beladestationen ausgestaltet, so dass jede Station ein jeweiliges Objekt 127 auf die Auflagefläche 107 der Transporteinrichtung 105 abgeben bzw. aufbringen kann. Die in Fig. 3 nicht gezeigte Station 123 kann ferner als Verpackungsstation ausgebildet sein, um das mittels der Stationen 1 1 1 bis 121 gebil- dete Produkt 109 zu verpacken.

Bei dem dargestellten Beispiel ist die Vorrichtung zur Herstellung von belegten Brötchen ausgebildet. In Förderrichtung F gesehen ist der Station 1 1 1 ein Einlaufbereich der Bahn 103 vorgeordnet, in welchem sich die Transporteinrichtungen 105, wie in Fig. 2 dargestellt ist, stauen können. Die jeweilige, in Förderrichtung F gesehen vorne liegende Transporteinrichtung 105 wird, zum Beispiel manuell, mit der Unterseite eines Brötchens beladen und in den Arbeitsbereich der Station 1 1 1 gefahren, in der, als Objekt 127 Butter auf die untere Brötchenhälfte aufgebracht wird. In der Station 1 1 1 kann alternativ auch die untere Brötchenhälfte auf der Transporteinrichtung 105 automatisch abgelegt werden. Nachdem die Trans- porteinrichtung 105 in den Arbeitsbereich 125 der Station 1 13 gefahren wurde, wird von der Station 1 13 eine Scheibe Schinken auf der schon mit Butter belegten unteren Brötchenhälfte abgelegt. Die Station 1 15 legt eine Scheibe Käse darüber, nachdem der Transportmover 105 in den Arbeitsbereich 125 der Station 1 15 ge- langt ist. Nachdem der Transportmover 105 die Station 1 17 erreicht hat, legt diese eine Scheibe eines gekochten Eies über der Käsescheibe ab. Im Arbeitsbereich 125 der Station 1 19 wird ein Blatt eines Salats über das Ei abgelegt. Schließlich wird in der Station 121 die obere Brötchenhälfte aufgelegt, nachdem der Transportmover 105 den Arbeitsbereich 125 der Station 121 erreicht hat. Durch die Sta- tionen 1 1 1 bis 121 kann somit ein belegtes Brötchen auf der Auflagefläche 107 einer Transporteinrichtung 105 gebildet werden. Die Transporteinrichtung 105 fährt dann längs der Bahn 103 zur Station 123, in welcher das gebildete Produkt 109, also das belegte Brötchen, von der Auflagefläche 107 der Transporteinrichtung 105 abgenommen und verpackt wird.

In der Vorrichtung 101 sind die Stationen modular aufgebaut und austauschbar längs der Bahn 103 der Förderstrecke 101 angeordnet. Durch den modularen Aufbau sind die Stationen 1 1 1 bis 121 von ihren Außenabmessungen her gleich aufgebaut. Auch die Ankopplung aller Stationen 1 1 1 bis 121 an die Bahn 103 er- folgt in einheitlicher Weise, wie nachstehend mit Bezug auf die Fig. 4 näher ausgeführt wird.

Aufgrund des modularen Aufbaus und der Austauschbarkeit der Stationen können die Stationen 1 1 1 bis 121 z.B. in einer anderen Reihenfolge längs der Bahn 103 angeordnet werden. Beispielsweise können die Stationen 1 13 und 1 15 vertauscht werden, so dass das belegte Brötchen zuerst mit Käse und anschließend erst mit Schinken belegt wird. Die Stationen können auch durch andere Stationen ausgewechselt werden. Beispielsweise kann anstelle der Station 1 13 zur Belegung mit Schinkenscheiben eine andere Station zur Belegung z.B. mit Lachsscheiben an- geordnet werden. Es lassen sich somit unterschiedliche Produkte 109 durch Austauschen und Kombinieren von Stationen erzeugen.

Fig. 4 zeigt eine Querschnittsdarstellung durch die Bahn 103 und die Station 1 1 1 . Die Station 1 1 1 umfasst einen an einem Kragarm 129 angeordneten Stationsbereich 131 , bei dem es sich um einen Dosierbereich handelt, um ein Objekt, wie etwa Butter, auf die untere Brötchenhälfte (vgl. das Produkt 109) aufzubringen. In der Station 1 1 1 kann ein Vorratsspeicher für das abzugebende Objekt, im beispielhaft beschriebenen Fall für Butter, vorgesehen sein. Der Vorratsspeicher be- findet sich vorzugsweise in einem Funktionsbereich 133, welcher an einem Träger 135 der Station 1 1 1 vorgesehen ist. Der Träger 135 ist bei den modular aufgebauten Stationen 1 1 1 bis 121 jeweils gleich aufgebaut, während der Funktionsbereich jeder Station 1 1 1 bis 121 je nach Funktionalität aufgebaut ist. Der Funktionsbereich 133 kann lösbar mit dem Träger 135 verbunden sein, um den Funktionsbe- reich 133 zum Beispiel zu Reinigungszwecken vom Träger 135 abnehmen zu können.

Im Bereich des Trägers 135 ist an der Station 1 1 1 eine Schnittstelle 137 vorgesehen, welche mit einer an der Bahn 103 vorgesehenen Ankopplungsstelle 139 ver- bunden werden kann, um die Station 1 1 1 mechanisch mit der Bahn 103 zu verbinden. Dadurch kann die Station 1 1 1 freitragend an der Bahn 103 angeordnet werden. Alternativ kann auch eine Abstützung für die Station 1 1 1 vorgesehen sein, um diese direkt auf dem Boden abzustützen (nicht gezeigt). Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Abstützung eine Höhenverstellbarkeit ermöglicht, um die Höhe der Schnittstelle 137 auf die Höhe der Ankopplungsstelle 139 einstellen zu können.

Sämtliche weitere Stationen 1 13 bis 123 weisen eine entsprechende Schnittstelle 137 auf und sind mit einer jeweiligen Ankopplungsstelle 139 der Bahn 103 ver- bunden. Die Ankopplungsstellen 139 sind längs der Bahn 103 voneinander beab- standet. Die Abstände der Ankopplungsstellen 139 können so gewählt sein, dass zwischen den einzelnen Stationen 1 1 1 bis 123 noch Freiraum verbleibt, so dass jede Station erreichbar ist und eine ausreichende Kühlung erreicht werden kann. Auch können größere Abstände für Pufferstrecken vorgesehen werden.

Die Schnittstelle 137 und die Ankopplungsstelle 139 können ferner derart ausgestaltet sein, dass eine elektrische und/oder elektronische Verbindung zwischen der Station 1 1 1 und der Bahn 103 bzw. einer Gesamtsteuerung 141 der Vorrichtung bewerkstelligt werden kann. Es kann somit vorgesehen sein, dass die einzelnen Stationen 1 1 1 bis 123 über die Steuerung 141 gesteuert werden. Die Stationen 1 1 1 bis 123 und die von diesen durchgeführten Arbeitsvorgängen lassen sich somit über die gemeinsame Steuerung 141 miteinander verketten.

Jede Station kann, wie beispielhaft für die Station 1 1 1 in Fig. 4 dargestellt ist, eine Informationsbereitstellungseinrichtung 143 aufweisen, mittels der wenigstens eine Information bzgl. der Station 1 1 1 bereitgestellt werden kann. Die bereitgestellte Information kann über die Schnittstelle 137, insbesondere von der Steuerung 141 , ausgelesen werden, oder sie wird von der Einrichtung 143 an der Schnittstelle 137 bereitgestellt und dort zum Beispiel von der Steuerung 141 abgefragt.

Der Grad an "Intelligenz" der Informationsbereitstellungseinrichtung 143 kann je nach Ausführung variieren. In einer einfachen Variante kann die Informationsbe- reitstellungseinrichtung 143 Kontakte der Schnittstelle 137 mit einer definierten Spannung belegen, um einen Zustand der Station 1 1 1 , wie etwa, dass die Station 1 1 1 betriebsbereit ist, anzuzeigen. Eine komplexere Einrichtung 143 kann ein eigenes Diagnose- und Überwachungssystem für unterschiedliche Funktionen in der Station 1 1 1 aufweisen und die gewonnenen Informationen an die Steuerung 141 kommunizieren. Die Station 1 1 1 kann wie jede der anderen Stationen 1 13 bis 123, eine lokale Anzeige 145 aufweisen, um zum Beispiel stationsspezifische Informa- tionen einer Bedienperson anzuzeigen. Fig. 5 zeigt eine Querschnittsdarstellung durch eine Transporteinrichtung 105 mit zwei übereinander liegenden Auflageflächen 147 und 149. Die beiden Auflageflächen 147, 149 weisen Vorteile bei der Bearbeitung von zueinander gehörenden Objekten auf. Zum Beispiel kann auf der unteren Auflagefläche 149 eine obere Hälfte 151 eines Bagels zwischengelagert werden, während die untere Hälfte 153 des Bagels auf der oberen Auflagefläche 147 bearbeitet wird, z.B. mit Butter und/oder einer Wurstscheibe oder dergleichen belegt wird. Die obere Bagelhälfte 151 kann dann auf die belegte untere Hälfte 153 gebracht werden, um die Herstel- lung des belegten Bagels abzuschließen.

Fig. 6 zeigt eine Querschnittsdarstellung durch eine Transporteinrichtung 105 mit drei übereinander liegenden Auflageflächen 155, 157, 159. Die dargestellten Pfeile mit den Nummern illustrieren die Reihenfolge der Schritte 1 - 4 eines Verfahrens zur Herstellung eines belegten Brötchens. Auf die obere Auflagefläche 155 wird eine untere Hälfte 163 eines Brötchens abgelegt. Auf die mittlere Auflagefläche 157 wird eine Scheibe 165 eines Lebensmittels, wie etwa Wurst oder Käse, abgelegt. Auf der unteren Auflagefläche 159 wird die zugehörige obere Hälfte 161 des Brötchens abgelegt (vgl. Schritt 1 ). Die Scheibe 165 wird sodann auf die untere Hälfte 163 gelegt (vgl. Schritt 2). Anschließend wird ein flüssiges Objekt (nicht dargestellt), wie etwa Ketchup oder Mayonnaise, auf die Scheibe 165 gebracht (vgl. Schritt 3). Schließlich wird die obere Hälfte 161 über dem flüssigen Objekt, der Scheibe 165 und der unteren Hälfte 163 abgelegt (vgl. Schritt 4). Die Schritte 1 - 4 können zum Beispiel von einem oder mehreren Robotern (nicht dargestellt) ausgeführt werden, die in wenigstens einer Station (vgl. die Stationen 1 1 1 bis 121 ) vorgesehen sind. Der oder die Roboter können bewegliche Greifer aufweisen, um die Objekte 161 , 163 und 165 handhaben zu können. Das flüssige Objekt in Schritt 3 kann auch in einer entsprechend ausgebildeten Station (vgl. die Stationen 1 1 1 bis 121 ) aufgetragen werden. Genauso ist ein automatisches Be- stücken der Transporteinrichtung 105 mit den wesentlichen Objekten und eine nachfolgende manuelle Be- und Verarbeitung umfasst.

Wie vorstehend mit Bezug auf Fig. 1 ausgeführt wurde, weist ein als Transportvor- richtung dienender Transportmover 19 wenigstens einen Träger 29 auf, der eine Auflagefläche 39 bereitstellt. Fig. 7 zeigt eine Variante eines solchen Trägers 29 mit der Auflagefläche 39. Am Rand der Auflagefläche 39 sind nach oben verlaufende Abstandshalter 167 angeordnet, mittels denen die Träger 29 - wie in Fig. 8 dargestellt ist - übereinander gestapelt werden können. Die Abstandshalter 167 umranden die Auflagefläche 39 nicht vollständig, so dass in der gestapelten Anordnung die Auflageflächen 39 der unten liegenden Träger 29 von außen zugänglich sind, insbesondere für einen Robotergreifer. Dadurch können Objekte 169 auf den unteren Trägern 29 abgelegt werden. Die in Fig. 9 und 10 dargestellte Transporteinrichtung 171 weist zwei übereinander liegende Auflageflächen 173 und 175 auf. Die oberen Auflagefläche 175 ist durch einen mittigen Schlitz 177 zweigeteilt und kleiner als die untere Auflagefläche 173. Die untere Auflagefläche 173 ist somit durch den Schlitz 177 von oben her erreichbar. Die untere Auflagefläche 173 ist außerdem von der Seite her zugänglich, wie in Fig. 10 durch die Pfeile angedeutet ist.

Die in Fig. 1 1 dargestellte Transporteinrichtung 179 weist eine obere Auflagefläche 181 und eine untere Auflagefläche 183 auf. Die obere Auflagefläche 181 wird dabei von zwei einander gegenüberstehenden und nach unten verschwenkbaren Klappen 185 gebildet. Ein auf der oberen Auflagefläche 181 gebildetes Produkt 187 kann durch Verschwenken der Klappen 185 nach unten in einer Verpackung 189 auf der unteren Auflagefläche 183 abgelegt werden. Die Klappen 185 zentrieren und führen das Produkt 187 bei dessen Ablage in der Verpackung 189 und arbeiten in Art eines Fallschachts. Fig. 12a und 12b zeigen, dass bei einer längs einer Bahn 103 verfahrbaren

Transporteinrichtung 191 übereinander angeordnete Auflageflächen 193, 195 - z.B. in Transportrichtung T gesehen - versetzt zueinander angeordnet sein können. Die versetzte Anordnung kann wenigstens zeitweise realisiert werden, indem eine der Auflageflächen 193, 195 in Art einer Schublade ausziehbar an der Transporteinrichtung 191 angeordnet oder auch an wenigstens einer Pendelstütze gelagert ist.

Fig. 13 zeigt eine Transporteinrichtung 197 mit zwei übereinander liegenden Auf- lageflächen 199 und 201 . In der Mitte der unteren Auflagefläche 201 ist eine Halterung 203 in Art eines Dorns angeordnet, um z.B. eine Bagelhälfte 205 zu fixieren.

Die Fig. 14 und 15 zeigen verschiedene Varianten einer Transporteinrichtung 207 mit zwei voneinander getrennten Auflageflächen 209 und 21 1 . Bei der Variante der Fig. 14 liegen die Auflageflächen 209 und 21 1 auf verschiedenen Ebenen. Dabei bildet die Auflagefläche 209 zusammen mit den Wänden 213, 215 eine Art Ablagefach zur Zwischenlagerung eines Objekts, wie etwa einer oberen Bagelhälfte 217. Die dazugehörende, untere Bagelhälfte 219 kann auf der Auflagefläche 21 1 abgelegt und mit einer Lebensmittelscheibe 221 belegt werden. Die obere Bagelhälfte 217 kann dann auf die Scheibe 221 gelegt werden, um den belegten Bagel zu komplettieren.

Bei der Variante der Fig. 15 liegen die Auflageflächen 209 und 21 1 in der gleichen Ebene und sind durch die Wand 213 voneinander getrennt.

Bei den Transporteinrichtungen 207 der Fig. 14 und 15 ist der jeweilige die Auflageflächen 209 und 21 1 aufweisende Träger 29 asymmetrisch zur Bahnmittelachse A ausgestaltet. Die Produkterzeugung kann symmetrisch (vgl. Fig. 14) oder asymmetrisch (vgl. Fig. 15) zur Bahnmittelachse A erfolgen. Die in Fig. 16 dargestellte Transporteinrichtung 223 weist zwei voneinander getrennte Auflageflächen 225, 227 auf. Ein Oberteil 229 eines Brötchens wird nach dem Abtrennen in einer Ablage 235 mit der Auflagefläche 227 geparkt und mit einem Fixiermittel 231 in Position gehalten. Die Ablage 235 ist an einer Drehachse D eines Trägers 237 mit der Auflagefläche 225 befestigt. Ist das Unterteil 233 des Brötchens fertig belegt, kann an einer Station von Hand oder auch maschinell die Ablage 235 erfasst und über den Träger 237 mit der Auflagefläche 227 geschwenkt werden. Liegt das Oberteil 229 auf dem Unterteil 233 auf, wird das Fixiermittel 231 entfernt bzw. herausbewegt. Anschließend kann die Ablage 235 wieder aufgeklappt werden. Es kann ein halb- oder vollautomatisches Verschwenken bzw. Aufklappen der Ablage 235 erfolgen, z. B. an einer Station und/oder durch einen äußeren Impuls, ein äußeres Hilfsmittel oder durch Ausnutzung der Bewegung auf der Bahnstrecke, z.B. einem Vorbeifahren an einer Auflauf schräge. Das Fixiermittel 231 kann z.B. ein Bolzen, ein Schieber, oder ein Drehschieber sein.

Fig. 17 zeigt in einer schematischen Draufsicht eine weitere mögliche Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der längs der Förderstrecke 101 die Stationen 1 1 1 , 1 13, 1 15, 1 19, 121 und 123 angeordnet sind. Die Stationen 1 15 und 1 17 sind parallel zueinander angeordnet. Von einer Hauptstrecke der Bahn 103, an der die Station 1 15 liegt, zweigt somit eine Nebenstrecke 303 ab, längs der die Station 1 17 liegt.

In Förderrichtung F nachgeordnet zu der Station 1 15 liegt eine Abzweigung 305, von der aus über die Hauptstrecke einlaufende Transportmover 105 in einen

Rückführungsabschnitt 301 gelenkt werden können. Über den Rückführungsabschnitt 301 können die Transportmover 105 zu einer Einmündungssteile 307 bewegt werden, an welcher sie wieder in die Hauptstrecke gelangen und die Station 1 13 sowie die Station 1 15 oder die Station 1 17 nochmals durchfahren können. Dabei liegt vorgeordnet zur Station 1 15 noch eine Weiche 309, um die Trans- Porteinrichtungen bzw. Transportmover 105 wahlweise der Station 1 15 längs der Hauptstreckte oder der Station 1 17 längs der Nebenstrecke 303 zuführen zu können. Der Station 1 17 nachgeordnet ist eine Einleitung 31 1 vorgesehen, um die von der Station 1 17 kommenden Transportmover 105 in den Rückführabschnitt 301 einzuleiten.

Durch Verwendung des Rückführabschnitts 301 können die Transportmover 105 somit die Stationen 1 13 und 1 15 oder die Stationen 1 13 und 1 17 zweimal oder mehrmals durchlaufen, so dass pro Transportmover 105 zumindest eine der ge- nannten Stationen 1 13, 1 15, 1 17 mindestens zweimal zur Produktherstellung eingesetzt werden kann.

Die Transportmover 105 können auch während eines ersten Durchlaufs die Stationen 1 13 und 1 15 anfahren, während bei einem zweiten Durchlauf die Stationen 1 13 und 1 17 angefahren werden. Wenn dann die Transportmover 105 nochmals die Einmündungssteile 307 erreicht haben, können sie, eventuell ohne Einwirkung, nochmals an den Stationen 1 13 und 1 15 vorbeigefahren werden und weiter längs der Hauptstrecke zu den Stationen 1 19, 121 und 123 gefahren werden. Aus der Darstellung der Fig. 17 wird ersichtlich, dass diese eine große Variabilität bei der Produkterzeugung aufweist, da die Transportmover 105 individuelle Stationen in Reihe oder parallel geschaltet und auch wiederholt durchlaufen können. Dadurch kann eine vorteilhafte Einzelbehandlung von Objekten, Portionen oder Produkten erreicht werden.

Die Steuerung der Transportmover 105 längs der unterschiedlichen, möglichen Wege in der Förderstrecke 101 kann von einer nicht dargestellten Steuerung übernommen werden. Bei der in Fig. 18 und 19 gezeigten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst die Förderstrecke 101 wiederum eine Bahn 103 und die Transporteinrichtungen 105a, 105b werden wiederum von Transportmovern gebildet. Bei der Vorrichtung der Fig. 18 und 19 werden Paare von Transportmovern 105a, 105b gebildet, wobei ein erster Transportmover 105a dazu eingesetzt wird, um auf dessen Auflagefläche 107 ein Produkt 109 herzustellen. Ein dem ersten Transportmover 105a zugeordneter zweiter Transportmover 105b wird dazu verwendet, um auf dessen Auflagefläche 107 ein Objekt 127 abzulegen, das zur Produkterzeugung auf der Auflagefläche 107 des ersten Transportmovers 105a eingesetzt wird. Wie aus der Ansicht der Fig. 19 gesehen werden kann, kann es sich bei dem Objekt 127 um die obere Brötchenhälfte eines zu bildenden Sandwichs handeln.

Wie in Fig. 18 gezeigt ist, weist die Bahn 103 zusätzlich zu der Hauptstrecke, welche den umlaufenden, äußeren, rechteckigen Bahnabschnitt umfasst und durch die Verpackungsstation 401 verläuft noch einen ersten Umgehungsabschnitt 403 und einen zweiten Umgehungsabschnitt 405 auf. Der erste Umgehungsabschnitt 403 dient zur Umgehung der Verpackungsstation 401 . Der zweite Umgehungsabschnitt 405 dient zur Umgehung einer Beladestation 407. Die Herstellung eines verpackten Sandwichs (vgl. das Produkt 109) beginnt damit, dass ein erster Transportmover 105a auf der Bahn 103 und längs der Förderrichtung F in die Beladestation 407 gefahren und dort mit einem in der Mitte durchtrennten Sandwichbrötchen 409 beladen wird. Der erste Transportmover 105a wird dann weiter in eine Umladestation 41 1 gefahren, in deren Bereich der zweite Umgehungsabschnitt 405 in die Hauptstrecke der Bahn 103 mündet. Dem ersten Transportmover 105a wird ein zweiter Transportmover 105b zugeordnet, wobei der zweite Transportmover 105b längs der Hauptstrecke gesehen vor dem ersten Transportmover 105a angeordnet wird. In der Umladestation 41 1 wird der obere Teil des Sandwichbrötchens 409, also der Deckel 413, auf den zweiten Transportmover 105b gelegt, während der Boden 415 des Sandwichbrötchens 409 auf dem ersten Transportmover 105a verbleibt. Die beiden Transportmover 105a, 105b durchlaufen gemeinsam die Stationen 417, 419 und 421 , in welchen der Boden 415 auf dem Transportmover 105a belegt wird. In der nachgeordneten, weiteren Umladestation 423 wird sodann der Deckel 413 von dem Transportmover 105b auf dem belegten Boden 415 des Transportmovers 105a abgelegt.

Die Umladestation 423 kann zum Beispiel so ausgebildet sein, dass sie nur eine Vertikalbewegung ausführen kann. Die Umladestation 423 kann zum Beispiel einen Greifer aufweisen. Es könnte auch der Träger 107 des zweiten Transportmovers 105b so angehoben werden, dass der Arbeitsbereich eines starr montierten Greifers oder einer Halteeinrichtung erreicht wird, wobei diese nur horizontal öffnen und schließen können. Danach fährt der leere Transportmover 105b aus der Station 423 heraus und der erste Transportmover 105a mit dem belegten Boden 415 folgt. Dieser hält so in der Station 423 unter dem Deckel 413 an, dass dieser aufgebracht werden kann, z.B. durch Fallenlassen oder Andrücken. Optional kann dabei ein Andrücken erfolgen, z.B. auch mit einem Auswerfer oder Niederhalter in einem Greifer, dessen recht geringer Hub ausgenutzt werden kann.

Nachgeordnet zur Umladestation 423 werden die Paare wieder getrennt. Der zweite Transportmover 105b wird über den Umgehungsabschnitt 403 zurückge- führt, während der erste Transportmover 105a der Verpackungsmaschine 401 zugeführt wird, in welcher das Sandwich verpackt und ausgeschleust wird. Der leere Transportmover 105a wird sodann längs der Hauptstrecke der Bahn 103 zurückgeführt. Bezuqszeichenliste

19 Transportnnover

27 Läufer

29 Träger

29' Träger

31 Halter

33 Führungsschiene

35 Schlitz

37 Kupplungsabschnitt

37' Kupplungsabschnitt

39 Auflagefläche

39' Auflagefläche

41 Bahnabschnitt

43 Stator

101 Förderstrecke

103 Bahn

105 Transporteinrichtung, Transportnnover

105a Transporteinrichtung, Transportmover 105b Transporteinrichtung, Transportmover

107 Auflagefläche

109 Produkt

1 1 1 Station

1 13 Station

1 15 Station

1 17 Station

1 19 Station

121 Station

123 Station

125 Arbeitsbereich 127 Objekt

129 Kragarm

131 Stationsbereich

133 Funktionsbereich

135 Träger

137 Schnittstelle

139 Ankopplungsstelle

141 Steuerung

143 Informationsbereitstellungseinrichtung

145 Anzeige

147 Auflagefläche

149 Auflagefläche

151 Bagelhälfte

153 Bagelhälfte

155 Auflagefläche

157 Auflagefläche

159 Auflagefläche

161 Brötchenhälfte

163 Brötchenhälfte

165 Lebensmittelscheibe

167 Abstandshalter

169 Objekt

171 Transporteinrichtung

173 Auflagefläche

175 Auflagefläche

77 Schlitz

179 Transporteinrichtung

181 Auflagefläche

183 Auflagefläche

85 Klappe 187 Produkt

189 Verpackung

191 Transporteinrichtung

193 Auflagefläche

195 Auflagefläche

197 Transporteinrichtung

199 Auflagefläche

201 Auflagefläche

203 Halterung

205 Bagelhälfte

207 Transporteinrichtung

209 Auflagefläche

21 1 Auflagefläche

213 Wand

215 Wand

217 Bagelhälfte

219 Bagelhälfte

221 Scheibe

223 Transporteinrichtung

225 Auflagefläche

227 Auflagefläche

229 Oberteil

231 Fixiermittel

233 Unterteil

235 Ablage

237 Träger

301 Rückführungsabschnitt

303 Nebenstrecke

305 Abzweigung

307 Einmündungsstelle 09 Weiche

1 1 Einleitung

01 Verpackungsstation

03 Umgehungsabschnitt 05 Umgehungsabschnitt

407 Beladestation

409 Sandwichbrötchen

41 1 Umladestation

413 Deckel

415 Boden

417 Station

419 Station

421 Station

423 Umladestation

T Transportrichtung

F Förderrichtung

M Permanentmagnetanordnung

A Bahnmittelachse

D Drehachse