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Title:
DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING A WALL OR CEILING CLADDING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/166617
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for producing a wall or ceiling cladding, comprising a plate-shaped or profiled component (1) and a securing system (2), by means of which the plate-shaped or profiled component (1) can be secured to a construction substructure (3) at an adjustable distance and/or angle thereto. The securing system (2) comprises a spacer element (4), a joint element (5) which is adjustably arranged on the spacer element (4), and a retaining element (6) which interacts with the joint element (5) in the form of a joint and which comprises a plate-shaped portion (6.1) and a shaft-shaped portion (6.2). The shaft-shaped portion (6.2) of the retaining element (2) engages into a circumferential groove (5.2) of the joint element (5) so as to surround a joint region (5.1) of the joint element (5) such that a form-fitting connection between the retaining element (6) and the joint element (5) is produced, said connection being loadable in tension and compression. The invention additionally relates to a method for producing a wall or ceiling cladding.

Inventors:
BOSSE, Tobias (Oberes Holz 26, Volkertshausen, 78269, DE)
Application Number:
EP2017/056371
Publication Date:
September 20, 2018
Filing Date:
March 17, 2017
Export Citation:
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Assignee:
STO SE & CO. KGAA (Ehrenbachstrasse 1, Stühlingen, 79780, DE)
International Classes:
E04F13/08; E04B1/76; F16B1/00
Foreign References:
DE8808787U11988-09-08
DE3927653A11991-03-14
DE4323989A11995-01-19
EP2436851A22012-04-04
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
GOTTSCHALK, Matthias (Gottschalk Maiwald Patentanwalts- und Rechtsanwalts- GmbH, Splügenstrasse 8, 8002 Zürich, 8002, CH)
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Claims:
A n s p r ü c h e

Vorrichtung zur Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung, umfassend ein platten- oder profilförmiges Bauelement (1) und ein Befestigungssystem (2), mittels dessen das platten- oder profilförmige Bauelement (1) in einem einstellbaren Abstand und/oder Winkel an einem bauseitigen Untergrund (3) befestigbar ist, wobei das Befestigungssystem (2) ein Abstandselement (4), ein auf dem Abstandselement (4) verstellbar angeordnetes Gelenkelement (5) sowie ein mit dem Gelenkelement (5) als Gelenk zusammenwirkendes Haltelement (6) mit einem tellerförmigen Abschnitt (6.1) und einem schaftförmigen Abschnitt (6.2) umfasst, und wobei der schaftförmige Abschnitt (6.2) des Halteelements (2) einen Gelenkbereich (5.1) des Gelenkelements (5) umgreifend in eine umlaufende Nut (5.2) des Gelenkelements (5) eingreift, so dass eine auf Zug und auf Druck beanspruchbare formschlüssige Verbindung zwischen dem Halteelement (6) und dem Gelenkelement (5) hergestellt ist.

Vorrichtung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenkelement (5) eine Durchgangsöffnung (5.3) zur Aufnahme des Abstandselements (4) aufweist, wobei vorzugsweise in der Durchgangsöffnung (5.3) ein Innengewinde (5.4) ausgebildet ist, über welches das Gelenkelement (5) mit einem Außengewinde (4.1) des Abstandselements (4) verbunden ist.

Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (6) eine Durchgangsöffnung (6.3) zur abschnittsweisen Aufnahme des Abstandselements (4) und/oder zum Einführen eines Werkzeugs aufweist, mittels dessen der Abstand des Gelenkelements (5) und/oder des Abstandselements (4) in Bezug auf den bauseitigen Untergrund (3) verstellbar ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (4) zur Befestigung im bauseitigen Untergrund (3) einen Befestigungsabschnitt (4.2) aufweist oder mit einem Befestigungselement (7) verbunden oder verbindbar ist, wobei vorzugsweise die Verbindung mit dem Befestigungselement (7) über eine Schraubhülse (8) hergestellt oder herstellbar ist.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der tellerförmige Abschnitt (6.1) des Halteelements (6) auf der dem schaftförmigen Abschnitt (6.2) abgewandten Seite Verbindungsmittel (9) zur Herstellung einer kraft-, form- und/oder stoffschlüssigen Verbindung mit dem platten- oder profilförmigen Bauelement (1) aufweist, wobei vorzugsweise die Verbindungsmittel (9) zur Herstellung einer Klettverbindung stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmig ausgebildet sind.

Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das platten- oder profilförmige Bauelement (1) auf einer Rückseite Verbindungsmittel (10) zur Herstellung einer kraft-, form- und/oder Stoff schlüssigen Verbindung mit dem tellerförmigen Abschnitt (6.1) des Halteelements (6) aufweist, wobei vorzugsweise die Verbindung smittel (10) zur Herstellung einer Klettverbindung stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmig ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (4) mit einem weiteren Befestigungselement (11), insbesondere in Form einer Strebe, eines Druckstabs und/oder eines Spannseils, verbunden ist, so dass die mittels des Befestigungssystems (2) abzutragenden Lasten an mindestens zwei Stellen in den bauseitigen Untergrund (3) eingeleitet werden.

Vorrichtung nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Befestigungselement (11) ein Spannseil ist, das einenends, vorzugsweise über eine Schlaufe oder Öse (12), verstellbar auf dem Abstandselement (4) angeordnet und andernends unter Verwendung eines Befestigungsmittels (13), beispielsweise in Form einer Schraube, am bauseitigen Untergrund (3) befestigbar ist.

Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,

dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Abstandselement (4) eine Schraubhülse oder Mutter (14) zum Spannen des Spannseils angeordnet ist. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (1) plattenförmig ist und eine Bauplatte zur Wand- oder Deckenverkleidung, beispielsweise eine Holzwerkstoffplatte, eine Gipskartonplatte und/oder eine Putzträgerplatte, und/oder ein plattenförmiges Fassadenelement ist, das zumindest teilweise aus Glas, Na- turstein, Werkstein, Holz, Metall und/oder Kunststoff gefertigt ist.

11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (1) profilförmig ist und ein Metallprofil einer Unterkonstruktion zur Ausbildung einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade oder eine Holzlatte ist.

12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der tellerförmige Abschnitt (6.1) des Halteelements (6) auf der dem schaftförmigen Abschnitt (6.2) zugewandten Seite eine Auflagefläche (6.4) zur Auflage auf einer Wärmedämmplatte (15) aufweist, wobei vorzugsweise die Auflagefläche (6.4) mindestens eine dorn- o- der rippenähnliche Erhebung (6.5) zur Verbindung mit der Wärmedämmplatte (15) besitzt.

13. Verfahren zur Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung, bei dem ein platten- oder profilförmiges Bauelement (1) in einem einstellbaren Abstand und/oder Winkel an einem bauseitigen Untergrund (3) befestigt wird und zur Befestigung des platten- oder profilförmigen Bauelements (1) ein Befestigungssystem (2) verwendet wird, das ein Abstandselement (4), ein auf dem Abstandselement (4) verstellbar angeordnetes Gelenkelement (5) sowie ein mit dem Gelenkelement (5) als Gelenk zusammenwirkendes Haltelement (6) mit einem tellerförmigen Abschnitt (6.1) und einem schaftförmigen Abschnitt (6.2) umfasst, wobei der schaftförmige Abschnitt (6.2) einen Gelenkbereich (5.1) des Gelenkelements (5) umgreift und dabei in eine umlaufende Nut (5.2) des Gelenkelements (5) eingreift, so dass eine auf Zug und auf Druck beanspruchbare formschlüssige Verbindung zwischen dem Halteelement (6) und dem Gelenkelement (5) hergestellt ist, und wobei durch Verstellen des Gelenkelements (5) gegenüber dem Abstandselement (4) der Abstand des platten- oder profilförmigen Bauelements (1) in Bezug auf den bauseitigen Untergrund (3) und/oder durch Kippen des Haltelements (6) gegenüber dem Gelenkelement (5) der Winkel des platten- oder profilförmigen Bauelements (1) in Bezug auf den bauseitigen Untergrund (3) eingestellt wird bzw. werden.

14. Verfahren nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (4) über einen Befestigung sab schnitt (4.2) oder ein Befestigungselement (7), das vorzugsweise mit- tels einer Schraubhülse (8) mit dem Abstandselement (4) verbunden wird, im bauseitigen Untergrund (3) befestigt wird.

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,

dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenkelement (5) über ein Innengewin- de (5.4), das in einer Durchgangsöffnung (5.3) des Gelenkelements (5) ausgebildet ist, auf ein Außengewinde (4.1) des Abstandselements (4) aufgeschraubt wird.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15,

dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (6) eine Durchgangsöffnung (5.3) aufweist, durch welche zur Abstandsverstellung ein Werkzeug eingeführt, in drehfestem Eingriff mit dem in der Durchgangsöffnung (5.3) abschnittsweise aufgenommenen Gelenkelement (5) und/oder Abstandselement (4) gebracht und gedreht wird.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16,

dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (4) mit einem weiteren Befestigungselement (11), insbesondere in Form einer Strebe, eines Druckstabs und/oder eines Spannseils, verbunden wird, so dass die mittels des Befestigungssystems (2) abzutragenden Lasten an mindestens zwei Stellen in den bauseitigen Untergrund (3) eingeleitet werden.

18. Verfahren nach Anspruch 17,

dadurch gekennzeichnet, dass als weiteres Befestigungselement (11) ein Spannseil verwendet wird, das einenends, vorzugsweise über eine Schlaufe oder Öse (12), mit dem Abstandselement (4) verbunden wird, andernends unter Verwendung eines Befestigungsmittels (13), beispielsweise in Form einer Schraube, am bauseitigen Untergrund (3) befestigt wird.

19. Verfahren nach Anspruch 18,

dadurch gekennzeichnet, dass zum Spannen des Spannseils eine auf dem Abstandselement (4) angeordnete Schraubhülse oder Mutter (14) verstellt wird.

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 19,

dadurch gekennzeichnet, dass das platten- oder profilförmigen Bauelement (1) kraft-, form- und/oder Stoff schlüssig mit dem Halteelement (6) verbunden wird, wobei vorzugsweise die Verbindung unter Zuhilfenahme von Verbindungsmitteln (9, 10) hergestellt wird, die auf dem tellerförmigen Abschnitt (6.1) des Halteelements (6) und/oder auf dem platten- oder profilför- mige Bauelement (1) angeordnet sind, und wobei weiterhin vorzugsweise die

Verbindungsmittel (9, 10) stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmig zur Herstellung einer Klettverbindung ausgebildet sind.

21. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 20,

dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungssystem (2) zur Befestigung des platten- oder profilförmigen Bauelements (1) am bauseitigen Untergrund (3) zugleich zur Befestigung einer Wärmedämmplatte (15) eingesetzt wird, wobei vorzugsweise die Wärmedämmplatte (15) zwischen dem tellerförmigen Abschnitt (6.1) des Halteelements (6) und dem Untergrund (3) ein- geklemmt wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Wand- oder

Deckenverkleidung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung einer Wand- oder Deckenverkleidung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die Vorrichtung soll sowohl im Innen- als auch im Außenbereich einsetzbar sein. Im Innenbereich kann sie beispielsweise bei der Herstellung einer Wandvorsatzschale oder einer ab- gehängten Decke verwendet werden. Im Außenbereich lassen sich mittels der Vorrichtung insbesondere vorgehängte hinterlüftete Fassaden realisieren.

Darüber hinaus wird ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Wand- oder Deckenverkleidung vorgeschlagen, bei dem insbesondere eine erfindungsgemäße Vor- richtung zum Einsatz gelangen kann.

Stand der Technik

Die Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung kann sehr zeit- und kostenin- tensiv sein. Häufig gilt es die Wand- oder Deckenverkleidung unter Einhaltung eines gewissen Abstands an einem bauseitigen Untergrund zu befestigen, so dass zwischen der eigentlichen Verkleidung und dem bauseitigen Untergrund eine Unterkonstruktion angeordnet werden muss. Der Abstand kann insbesondere der Ausbildung einer Luftschicht dienen, die eine Hinterlüftung gewährleistet und/oder Leitungen auf- nimmt. Im Außenbereich muss zudem regelmäßig eine Wärmedämmschicht zwischen der Verkleidungsplatte und dem bauseitigen Untergrund angeordnet werden, um die erforderliche Wärmedämmung sicherzustellen. In der Regel ist zudem eine nicht sichtbare Befestigung der Wand- oder Deckenverkleidung am bauseitigen Untergrund erwünscht. Bilden die zu befestigenden Verkleidungsplatten nicht die endgültige Oberfläche aus, können sie auch mittels Schrauben oder Nägel an der Unterkonstruktion befestigt werden. Die Köpfe der Schrauben oder Nägel können in diesem Fall versenkt und anschließend überspach- telt oder eingeputzt werden. Häufig ist das jedoch nicht möglich, weil beispielsweise Fassadenelemente zum Einsatz gelangen, welche die endgültige Oberfläche der Fassade ausbilden. In diesem Fall kann eine Unterkonstruktion gewählt werden, die beispielsweise ein Einhängen der Fassadenelemente über rückseitig angeordnete Hängevorrichtungen ermöglicht. Unterkonstruktion und Hängevorrichtung bilden dann in der Regel gemeinsam ein System aus, dessen Einzelteile genau aufeinander abgestimmt sind. Sollen zudem etwaige Bautoleranzen über die Unterkonstruktion ausgeglichen werden, ist diese mehrteilig auszuführen, um durch eine Verschiebung der Teile zueinander die Toleranzen auszugleichen. Auf diese Weise wird das System immer komplexer. Zudem müssen die Teile in Bezug auf den Untergrund ausgerich- tet werden, was sehr aufwendig und zeitraubend ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung zu vereinfachen, um Zeit und Kosten zu sparen. Ferner soll die Wand- oder Deckenverkleidung in einem einstellbaren Abstand und/oder Winkel am bauseitigen Untergrund befestigbar sein, um etwaige Bautoleranzen ausgleichen zu können.

Zur Lösung der Aufgabe werden die in Anspruch 1 angegebene Vorrichtung und das in Anspruch 13 angegebene Verfahren zur Herstellung einer Wand- oder Decken ver- kleidung vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung und des Verfahrens sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.

Offenbarung der Erfindung

Die zur Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung vorgeschlagene Vorrichtung umfasst ein platten- oder profilförmiges Bauelement und ein Befestigungssystem, mittels dessen das platten- oder profilförmige Bauelement in einem einstellbaren Abstand und/oder Winkel an einem bauseitigen Untergrund befestigbar ist, wobei das Befestigungssystem ein Abstandselement, ein auf dem Abstandselement verstellbar angeordnetes Gelenkelement sowie ein mit dem Gelenkelement als Gelenk zusammenwirkendes Haltelement mit einem tellerförmigen Abschnitt und einem schaftförmigen Abschnitt umfasst, und wobei der schaftförmige Abschnitt des Halteelements einen Gelenkbereich des Gelenkelements umgreifend in eine umlaufende Nut des Gelenkelements eingreift, so dass eine auf Zug und auf Druck beanspruchbare formschlüssige Verbindung zwischen dem Halteelement und dem Gelenkelement hergestellt ist.

Die auf Zug und Druck beanspruchbare formschlüssige Verbindung zwischen dem Halteelement und dem Gelenkelement stellt sicher, dass das Halteelement unter Last weder vom Gelenkelement gezogen, noch durchgedrückt wird. Da das Haltelement mit dem Gelenkelement zugleich als Gelenk zusammenwirkt, bleibt weiterhin ein Ausrichten des Haltelements hinsichtlich seiner Winkellage in Bezug auf den bauseitigen Untergrund möglich, und zwar vorzugsweise durch eine Kippbewegung des Halteelements um den Gelenkbereich des Gelenkelements herum, wobei der schaftförmige Abschnitt des Halteelements einseitig tiefer in die Nut des Gelenkelements eingreift. Der Gelenkbereich des Gelenkelements ist hierzu bevorzugt als Kugel oder Teilkugel ausgeführt und/oder wird von einem abschnittsweise teilkugelförmig ausgebildeten schaftförmigen Abschnitt des Halteelements umgriffen. Durch eine Kippbewegung des Haltelements können Winkelfehler ausgeglichen werden, die beispielsweise auf einen unebenen Untergrund und/oder auf Montagetoleranzen zurückzuführen sind. Ferner kann eine gekippte Lage des Haltelements in Bezug auf den Untergrund gezielt dazu eingesetzt werden, gekrümmte oder raum- schiefe Wand- oder Deckenoberflächen herzustellen. Mit Anbringen des platten- oder profilförmigen Bauelements am Halteelement richtet sich dieses bevorzugt von selbst aus, so dass ein manuelles Ausrichten entfallen kann.

Über das Gelenkelement ist das Halteelement verstellbar auf dem Abstandselement angeordnet, so dass durch eine Verstellung des Gelenkelements gegenüber dem Abstandselement der Abstand des Haltelements und damit des platten- oder profilförmigen Bauelements in Bezug auf den bauseitigen Untergrund einstellbar ist.

Das Befestigungssystem der vorgeschlagenen Vorrichtung zur Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung erlaubt somit ein einfaches Ausrichten des platten- oder profilförmigen Bauelements, und zwar durch Einstellen des Abstands und/oder Winkels des Halteelements und damit des platten- oder profilförmigen Bauelements in Bezug auf den bauseitigen Untergrund. Ferner kann das Ausrichten am bereits vollständig montierten Befestigungssystem vorgenommen werden, wodurch der Vorgang weiter vereinfacht wird. Im Ergebnis können somit Zeit und Kosten gespart werden.

Bevorzugt weist das Gelenkelement eine Durchgangsöffnung zur Aufnahme des Abstandselements auf. Auf diese Weise kann der Verstellweg des Gelenkelements auf dem Abstandselement vergrößert werden. Vorzugsweise ist in der Durchgangsöffnung des Gelenkelements ein Innengewinde ausgebildet, über welches das Gelenkelement mit einem Außengewinde des Abstandselements verbunden ist. Die Verstellung des Gelenkelements gegenüber dem Abstandselement kann in diesem Fall durch einfaches Auf- oder Abschrauben des Gelenkelements bewirkt werden, wobei sich das Gelenkelement einschließlich des Halteelements in Richtung des Unter- grunds oder vom Untergrund wegbewegt. Die Schraubverbindung zwischen dem Gelenkelement und dem Abstandselement wirkt zudem einer ungewollten Verstellung des Gelenkelements entgegen, da das Gelenkelement über sein Innengewinde am Außengewinde des Abstandselements abgestützt ist. Das Abstandselement kann zumindest abschnittsweise als Gewindebolzen ausgeführt sein und einen oder mehrere Gewindeabschnitte aufweisen.

Des Weiteren bevorzugt weist das Halteelement eine Durchgangsöffnung zur abschnittsweisen Aufnahme des Abstandselements auf. Dadurch kann der Verstellweg des Gelenkelements gegenüber dem Abstandselement nochmals vergrößert werden. Alternativ oder ergänzend kann die Durchgangsöffnung zum Einführen eines Werkzeugs genutzt werden, mittels dessen der Abstand des Gelenkelements und/oder des Abstandselements in Bezug auf den bauseitigen Untergrund verstellbar ist. Hierbei kann es sich insbesondere um ein Schraubwerkzeug handeln, das in drehfestem Ein- griff mit dem Gelenkelement oder Abstandselement bringbar ist. Beispielsweise kann das Gelenkelement und/oder das Abstandselement außenumfang seitig eine Geometrie aufweisen, an welche das Werkzeug drehfest ansetzbar ist. Alternativ oder ergänzend kann das Gelenkelement und/oder das Abstandselement stirnseitig eine Geometrie besitzen, in welche das Werkzeug drehfest einsetzbar ist.

Zur Befestigung im bauseitigen Untergrund weist vorzugsweise das Abstandselement einen Befestigungsabschnitt auf. Beispielsweise kann der Befestigungsabschnitt als Gewindeabschnitt ausgebildet sein, der in einen zuvor in den bauseitigen Untergrund eingelassenen Dübel einsetzbar ist. Ferner kann der Befestigungsab- schnitt Spreizmittel aufweisen, die den Dübel aufspreizen, so dass das Abstandselement fest im Untergrund verankert ist.

Darüber hinaus kann das Abstandselement mit einem Befestigungselement verbunden sein oder verbunden werden, wobei vorzugsweise das Befestigungselement ei- nen Gewindeabschnitt zur Herstellung der Verbindung mit dem Abstandselement aufweist. Vorzugsweise ist die Verbindung über eine Schraubhülse hergestellt oder herstellbar. Denn die Schraubhülse erlaubt in einfacher Weise den Austausch des Befestigungselements, um dieses an den jeweiligen Untergrund anzupassen. Bei einem Untergrund aus Mauerwerk kann somit ein anderes Befestigungsmittel als bei- spielsweise bei einer Betonwand- oder -decke eingesetzt werden. Ein völlig anderes Befestigungselement kann erforderlich sein, wenn der Untergrund eine in Holzbauweise errichtete Wand- oder Decke ist.

Analog dem zuvor erwähnten Befestigungsabschnitt des Abstandselements wird auch das Befestigungselement bevorzugt in einen zuvor in den Untergrund eingelassen Dübel eingesetzt. Dabei kann das Befestigungselement Spreizmittel zum Aufspreizen des Dübels aufweisen.

Ferner wird vorgeschlagen, dass der tellerförmige Abschnitt des Halteelements auf der dem schaftförmigen Abschnitt abgewandten Seite Verbindungsmittel zur Herstellung einer kraft-, form- und/oder stoffschlüssigen Verbindung mit dem platten- oder profilförmigen Bauelement aufweist. Die Verbindungsmittel sind vorzugsweise dergestalt, dass die Verbindung durch einfaches Andrücken des platten- oder profilförmigen Bauelements an den tellerförmigen Abschnitt des Haltelements bewirkt wer- den kann. Dies ist beispielsweise bei einer Klebeverbindung der Fall, so dass die Verbindungsmittel als Klebeband oder dergleichen ausgebildet sein können.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Verbindungsmittel stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmig ausgebildet sind, so dass eine Klettverbindung herstellbar ist. Die Klettverbindung besitzt den Vorteil, dass sie besonders einfach herstellbar und zudem bei Bedarf wieder lösbar ist, um beispielsweise ein platten- oder profilförmiges Bauelement auszutauschen. Ferner ist der vollständige Rückbau der Wand- oder Deckenverkleidung in einer Weise möglich, dass alle Teile wiedereingesetzt oder einem Recycling zugeführt werden können, so dass die Umwelt geschont wird. Alternativ oder ergänzend wird vorgeschlagen, dass das platten- oder profilförmige Bauelement auf einer Rückseite Verbindungsmittel zur Herstellung einer kraft-, form- und/oder stoffschlüssigen Verbindung mit dem tellerförmigen Abschnitt des Halteelements aufweist. Die Verbindungsmittel sind vorzugsweise dergestalt, dass die Verbindung durch einfaches Andrücken des platten- oder profilförmigen Bauelements an den tellerförmigen Abschnitt des Haltelements bewirkt werden kann. Zur Herstellung einer Klebeverbindung können die Verbindungsmittel als Klebebänder oder dergleichen ausgebildet sein. Zur Herstellung einer Klettverbindung sind vorzugsweise die Verbindungsmittel stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenför- mig ausgebildet.

Zur Ausbildung stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmiger Verbindungsmittel kann bzw. können das Halteelement und/oder das platten- oder profilförmige Bauelement ein Klettmaterial aufweisen, das mit dem Halteelement und/oder dem platten- oder profilförmigen Bauelement verbunden, vorzugsweise verklebt, ist. Die stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmigen Verbindungsmittel können aber auch durch das jeweilige Element selbst ausgebildet werden. Dies gilt insbesondere für das Halteelement. Ferner können das Halteelement und das platten- oder profil- förmige Bauelement gleiche oder unterschiedliche Verbindungsmittel aufweisen, soweit gewährleistet ist, dass diese kraft- und/oder formschlüssig ineinandergreifen, wenn das platten- oder profilförmige Bauelement an den tellerförmigen Abschnitt des Halteelements gedrückt wird. Beispielsweise kann das Halteelement hakenförmige Verbindungsmittel besitzen, die sich beim Andrücken des platten-oder profil- förmigen Bauelements in dessen schlingenförmigen Verbindungsmitteln verhaken.

In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Abstandselement mit einem weiteren Befestigungselement, insbesondere in Form einer Strebe, eines Druckstabs und/oder eines Spannseils, verbunden ist, so dass die mittels des Befesti- gungssystems abzutragenden Lasten an mindestens zwei Stellen in den bauseitigen Untergrund eingeleitet werden. Durch die Verteilung der Lasten auf mehrere im oder am bauseitigen Untergrund befestigte Befestigungselemente kann die Belastbarkeit des Systems gesteigert werden. Dies gilt insbesondere, wenn das weitere Befestigungselement nach Art einer Strebe ausgeführt und oberhalb oder unterhalb des Ab- Standselements angeordnet ist. Sofern das weitere Befestigungselement oberhalb des Abstandselements am bauseitigen Untergrund befestigt wird, wird es vorrangig auf Zug beansprucht und kann beispielsweise als Zugseil bzw. Spannseil ausgebildet werden. Sofern das weitere Befestigungselement unterhalb des Abstandselements im oder am bauseitigen Untergrund befestigt wird, wird es auf Druck beansprucht. In diesem Fall bietet sich die Ausführung des weiteren Befestigungselements als Druckstab an.

Wird in entsprechender Weise die Belastbarkeit des Befestigungssystems gesteigert, kann bzw. können die Lasten erhöht und/oder der Abstand der Wand- oder Decken- Verkleidung zum bauseitigen Untergrund vergrößert werden.

Sofern das weitere Befestigungselement ein Spannseil ist, ist dieses bevorzugt einen- ends, vorzugsweise über eine Schlaufe oder Öse, verstellbar auf dem Abstandselement angeordnet. Andernends kann das Spannseil unter Verwendung eines Befesti- gungsmittels, beispielsweise in Form einer Schraube, am bauseitigen Untergrund befestigt werden. Das Spannseil entlastet das Abstandselement, das einen Kragarm ausbildet, da die Last durch das zu befestigende platten- oder profilförmige Bauelement außen angreift. Je größer der Abstand des platten- oder profilförmigen Bauelements zum bauseitigen Untergrund ist, desto größer ist auch die Last. Wird nun der Kragarm durch ein Spannseil unterstützt, kann ein Teil der Last über das Spannseil in den Untergrund eingeleitet werden, so dass der Kragarm entlastet wird. Die Verstellbarkeit des mit dem Abstandselement verbundenen Endes des Spannseils gegenüber dem Abstandselement ermöglicht den Ausgleich von Bau- und/oder Montagetoleranzen. Darüber hinaus ist ein nachträgliches Spannen des Spannseils möglich. Das Spannen des Spannseils wird vorzugsweise mittels einer Schraubhülse oder Mutter bewirkt, die auf dem Abstandselement angeordnet ist. Das heißt, dass zum Spannen des Spannseils die Schraubhülse oder Mutter auf dem Außengewinde des Abstandselements weiter aufgeschraubt wird, so dass sie sich vom Untergrund weg- bewegt und das mit dem Abstandselement verbundene Ende des Spannseils vom Untergrund wegdrückt. Die Schraubhülse oder Mutter ist hierzu hinter dem Spannseil angeordnet, das heißt zwischen dem Spannseil und dem Untergrund. Die Schraubhülse oder Mutter dient demnach zugleich der Lagesicherung des Spannseils, da dieses an der Schraubhülse oder Mutter abgestützt ist.

In einer besonders einfachen Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Wand- oder Deckenverkleidung ist das am Untergrund zu befestigenden Bauelement bevorzugt plattenförmig. Hierbei kann es sich insbesondere um eine Bauplatte zur Wand- oder Deckenverkleidung, beispielsweise um eine Holzwerkstoffplatte oder eine Gipskar- tonplatte mit bereits fertiger Oberfläche oder einer streich- und/oder tapezierfähigen Oberfläche handeln. Ferner können Dekorplatten als plattenförmige Bauelemente zum Einsatz gelangen, die beispielsweise als Verbundplatten aus unterschiedlichen Materialen hergestellt sind. Derartige Wand- oder Deckenverkleidungen sind vorrangig für den Innenausbau von Gebäuden geeignet.

Bei der Bauplatte kann es sich auch um eine Putzträgerplatte handeln, die vorrangig im Außenbereich zur Herstellung einer Putzfassade zur Anwendung gelangt. Die Putzträgerplatte kann dabei bereits mit einer Putzschicht versehen sein, so dass die Herstellung der Wand- oder Deckenverkleidung bzw. der Putzfassade weiter verein- facht wird.

Ferner kann das plattenförmige Bauelement ein plattenförmiges Fassadenelement sein, das zumindest teilweise aus Glas, Naturstein, Werkstein, Holz, Metall und/oder Kunststoff gefertigt ist. Ein solches Fassadenelement bildet in der Regel die endgül- tige Fassadenoberfläche aus, so dass mit der Befestigung des Fassadenelements am bauseitigen Untergrund die Fassade bereits fertig gestellt ist. Häufig sind derartige Fassadenelemente als Verbundplatten ausgeführt, die eine Trägerschicht und eine außenliegende Dekorschicht aufweisen. Auf diese Weise kann oftmals das Gewicht der Fassadenelemente deutlich reduziert werden, ohne die erforderliche Stabilität des Fassadenelements zu gefährden.

Fassadenelemente der vorstehend genannten Art werden in der Regel zur Ausbildung vorgehängter hinterlüfteter Fassaden verwendet. Um eine ausreichende Hinterlüftung zu gewährleisten, ist oftmals eine Unterkonstruktion erforderlich, die den Abstand des plattenförmigen Fassadenelements zu einem anderen Flächenelement, wie beispielsweise einer Wärmedämmplatte, einhält.

Insbesondere zur Ausbildung einer derartigen Unterkonstruktion kann demnach das am bauseitigen Untergrund zu befestigende Bauelement auch profilförmig sein. Bei- spielsweise kann das profilförmige Bauelement ein Metallprofil einer Unterkonstruktion zur Ausbildung einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade oder eine Holzlatte sein. Das am Halteelement zu befestigende profilförmige Bauelement kann zudem Teil einer komplex aufgebauten Unterkonstruktion sein, die mehrere Befestigungsebenen aufweist, um eine durchgehende Hinterlüftung sicherzustellen. An der Unter- konstruktion kann dann ein plattenförmiges Bauelement, insbesondere plattenförmi- ges Fassadenelement, befestigt werden, das die eigentliche Wand- oder Deckenverkleidung darstellt.

Als weiterbildende Maßnahme wird ferner vorgeschlagen, dass der tellerförmige Abschnitt des Halteelements auf der dem schaftförmigen Abschnitt zugewandten Seite eine Auflagefläche zur Auflage auf einer Wärmedämmplatte aufweist. Das Befestigungssystem kann in diesem Fall zugleich zur Lagesicherung der Wärmedämmplatte eingesetzt werden, indem vorzugsweise die Wärmedämmplatte zwischen dem bauseitigen Untergrund und dem tellerförmigen Abschnitt des Halteelements einge- klemmt wird. Die Vorrichtung kann somit die Herstellung einer wärmegedämmten Fassade vereinfachen.

Vorzugsweise besitzt die am tellerförmigen Abschnitt des Halteelements ausgebilde- te Auflagefläche mindestens eine dorn- oder rippenähnliche Erhebung zur Verbindung mit der Wärmedämmplatte. Die dorn- oder rippenähnliche Erhebung vermag sich in den Dämmstoff einzudrücken, so dass die Lagesicherung der Wärmedämmplatte weiter verbessert wird, da sie zudem gegen Verrutschen gesichert ist. Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe wird ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung vorgeschlagen. Bei diesem Verfahren wird ein platten- oder profilförmiges Bauelement in einem einstellbaren Abstand und/oder Winkel an einem bauseitigen Untergrund befestigt. Zur Befestigung des platten- oder profilförmigen Bauelements wird ein Befestigungssystem verwendet, das ein Abstandselement, ein auf dem Abstandselement verstellbar angeordnetes Gelenkelement sowie ein mit dem Gelenkelement als Gelenk zusammenwirkendes Haltelement mit einem tellerförmigen Abschnitt und einem schaftförmigen Abschnitt umfasst, wobei der schaftförmige Abschnitt einen Gelenkbereich des Gelenkelements umgreift und dabei in eine umlaufende Nut des Gelenkelements eingreift, so dass eine auf Zug und auf Druck beanspruchbare formschlüssige Verbindung zwischen dem Halteelement und dem Gelenkelement hergestellt ist. Durch Verstellen des Gelenkelements gegenüber dem Abstandselement wird dabei der Abstand des platten- oder profilförmigen Bauelements in Bezug auf den bauseitigen Untergrund eingestellt. Alternativ oder ergänzend kann durch Kippen des Haltelements gegen- über dem Gelenkelement der Winkel des platten- oder profilförmigen Bauelements in Bezug auf den bauseitigen Untergrund eingestellt werden. Das bei dem Verfahren zum Einsatz gelangende Befestigungssystem ermöglicht somit in einfacher Weise eine Einstellung des Abstands und/oder des Winkels des Haltelements und damit des hieran zu befestigenden platten- oder profilförmigen Bauelements in Bezug auf den bauseitigen Untergrund. Dadurch wird die Herstellung der Wand- oder Deckenver- kleidung deutlich vereinfacht. Insbesondere kann die Einstellung des Abstands und/oder Winkels nachträglich vorgenommen werden, das heißt nachdem die Befestigung s Vorrichtung bereits am bauseitigen Untergrund befestigt worden ist. Bei der Durchführung des Verfahrens gelangt vorzugsweise die zuvor beschriebene erfindungsgemäße Vorrichtung zum Einsatz, da diese die zur Durchführung des Verfahrens erforderlichen konstruktiven Voraussetzungen erfüllt. Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des bei dem Verfahren bevorzugt zum Einsatz gelangenden Befestigungssystems und/oder platten- oder profilförmigen Bauelements kann dem- nach auf die vorstehende Beschreibung verwiesen werden.

Bei dem vorgeschlagenen Verfahren zur Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung wird vorzugsweise das Abstandselement des Befestigungssystems über einen Befestigungsabschnitt oder ein Befestigungselement im bauseitigen Unter- grund befestigt. Der Befestigungsabschnitt ist am Abstandselement selbst ausgebildet, während das Befestigungselement ein separates Element darstellt, das mit dem Abstandselement verbunden werden muss. Vorzugsweise wird die Verbindung mittels einer Schraubhülse hergestellt. Hierzu ist am Abstandselement und am Befestigungselement jeweils ein Gewindeabschnitt vorgesehen. Die Schraubverbindung erlaubt nicht nur eine einfache Montage, sondern darüber hinaus eine Längeneinstellung, so dass eine zusätzliche Möglichkeit zur Abstandseinstellung geschaffen wird. Ferner kann das Befestigungselement einfach ausgetauscht werden, so dass ein an den jeweiligen Untergrund angepasstes Befestigungselement eingesetzt werden kann. Die Befestigung des Abstandselements oder des Befestigungselements im bauseitigen Untergrund kann unter Verwendung eines Dübels erfolgen. In diesem Fall weist vorzugsweise der Befestigungsabschnitt des Abstandselements oder das Befestigungselement Spreizmittel zum Aufspreizen des Dübels auf. Vorteilhafterweise ist das Befestigungssystem modular aufgebaut, so dass sämtliche Elemente des Systems austauschbar sind. Dies ermöglicht beispielsweise den Einsatz unterschiedliche langer Abstandselemente, um unterschiedlich große Abstände zu realisieren. Ferner kann bei Bedarf das Halteelement ausgetauscht werden, um bei- spielsweise ein Halteelement mit einem kleineren oder größeren tellerförmigen Abschnitt und/oder anders gestalteten Verbindungsmitteln einzusetzen.

Der modulare Aufbau des Befestigungssystems setzt voraus, dass die Elemente lösbar miteinander verbunden sind bzw. lösbar miteinander verbunden werden. Hierzu eignen sich insbesondere Steck-, Klemm-, Rast-, Press- und/oder Schraubverbindungen. Schraubverbindungen besitzen den Vorteil, dass sie in einfacher Weise eine gezielte Längenverstellung zulassen und zugleich jedoch eine ungewollte Längenverstellung verhindern. Daher wird vorzugsweise das Gelenkelement mit dem Abstandselement über eine Schraubverbindung verbunden.

Zur Vormontage des Befestigungssystems wird daher bevorzugt das Gelenkelement über ein Innengewinde auf ein Außengewinde des Abstandselements aufgeschraubt. Das Innengewinde ist dabei bevorzugt in einer Durchgangsöffnung des Gelenkelements ausgebildet ist, um einen maximalen Verstellweg zu ermöglichen.

Die Verbindung des Halteelements mit dem Gelenkelement ist vorzugsweise als Steck- bzw. Rastverbindung ausgebildet, um den gewünschten Formschluss in Zug- und in Druckrichtung zu erzielen. Zur Herstellung der Steck- bzw. Rastverbindung wird vorzugsweise das Gelenkelement in den schaftförmigen Abschnitt des Hal- teelements eingeführt. Das Halteelement weist hierzu bevorzugt eine Durchgangsöffnung auf, so dass das Gelenkelement durch den tellerförmigen Abschnitt hindurch in den schaftförmigen Abschnitt eingesetzt werden kann, bis der schaftförmige Abschnitt in die Nut des Gelenkelements eingreift. Vorzugsweise ist dem Gelenkbereich des Gelenkelements ein Einführkonus vorgelagert, der durch die Nut vom Gelenkbe- reich des Gelenkelements getrennt ist. Der Einführkonus erleichtert das Einsetzen des Gelenkelements, da hierüber der schaftförmige Abschnitt kontinuierlich eine Aufweitung erfährt, bis er hinter dem Einführkonus in die Nut eingreift.

Die Durchgangsöffnung des Halteelements weist weitere Vorteile auf. Beispielswei- se kann durch die Durchgangsöffnung des Halteelements ein Werkzeug zur Abstandsverstellung eingeführt werden. Das Werkzeug wird hierzu in drehfestem Eingriff mit dem in der Durchgangsöffnung abschnittsweise aufgenommenen Gelenkelement und/oder Abstandselement gebracht und gedreht. Bei dem Werkzeug handelt es sich demnach bevorzugt um ein Schraubwerkzeug bzw. einen Schlüssel. Die drehfeste Verbindung des Werkzeugs mit dem Gelenkelement oder Abstandselement kann beispielsweise über eine Geometrie hergestellt werden, die vorzugsweise außenumfang seitig oder stirnseitig am Gelenkelement bzw. am Abstandselement ausgebildet ist. Ferner wird durch die Durchgangsöffnung des Halteelements der Verstellweg des Gelenkelements bei einer Verstellung gegenüber dem Abstandselement maximiert.

In Weiterbildung des Verfahrens wird vorgeschlagen, dass das Abstandselement mit einem weiteren Befestigungselement, insbesondere in Form einer Strebe, eines Druckstabs und/oder eines Spannseils, verbunden wird, so dass die mittels des Befes- tigungssystems abzutragenden Lasten an mindestens zwei Stellen in den bauseitigen Untergrund eingeleitet werden. Die dadurch bewirkte Entlastung des Befestigungssystems erhöht die Belastbarkeit des Systems. Das heißt, das größere Lasten am bauseitigen Untergrund befestigt werden können und/oder der Abstand der Wand- oder Deckenverkleidung zum bauseitigen Untergrund vergrößert werden kann.

Wird beispielsweise ein Spannseil als weiteres Befestigungselement verwendet, kann dieses einenends, vorzugsweise über eine Schlaufe oder Öse, mit dem Abstandselement verbunden und andernends unter Verwendung eines Befestigungsmittels, beispielsweise in Form einer Schraube, am bauseitigen Untergrund befestigt werden. Durch das zusätzliche Abspannen kann eine deutliche Entlastung des Befestigungssystems bewirkt werden.

Zum Spannen des Spannseils wird vorzugsweise eine auf dem Abstandselement an- geordnete Schraubhülse oder Mutter verstellt. Die Schraubhülse oder Mutter ist hierzu hinter dem Spannseil, das heißt zwischen dem Spannseil und dem bauseitigen Untergrund angeordnet, so dass die Schraubhülse oder Mutter, wenn sie vom Untergrund wegbewegt wird, das mit dem Abstandselement verbundene Ende des Spannseils vom Untergrund wegdrückt. Zum einfachen Verstellen der Schraubhülse bzw. Mutter ist diese bevorzugt über eine Schraubverbindung mit dem Abstandselement verbunden bzw. auf das Abstandselement aufgeschraubt.

Das platten- oder profilförmigen Bauelement wird vorzugsweise kraft-, form- und/oder stoffschlüssig mit dem Halteelement verbunden wird. Beispielsweise kann die Verbindung mittels einer Klebeverbindung hergestellt werden. Vorzugsweise wird die Verbindung unter Zuhilfenahme von Verbindungsmitteln hergestellt, die auf dem tellerförmigen Abschnitt des Halteelements und/oder auf dem platten- oder profilförmigen Bauelement angeordnet sind. Als Verbindungsmittel kann beispielsweise ein Klebeband dienen. Vorteilhafterweise sind jedoch die Verbindungsmittel stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmig ausgebildet, so dass eine Klettverbindung herstellbar ist. Diese besitzt gegenüber einer Klebeverbindung den Vorteil, dass sie einfach herzustellen und bei Bedarf wieder lösbar ist, um beispielsweise ein platten- oder profilförmiges Bauelement auszutauschen oder den vollständigen Rückbau der Wand- oder Deckenverkleidung zu ermöglichen. Zur Herstellung der Klettver- bindung werden vorzugsweise die stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmi- gen Verbindungsmittel des Halteelements in Kontakt mit den stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmigen Verbindungsmitteln des platten- oder profilförmigen Bauelements gebracht, so dass die jeweiligen Verbindungsmittel kraft- und/oder formschlüssig ineinandergreifen. Die Verbindungsmittel des Halteelements und des Bauelements können dabei gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein. Beispiels- weise können hakenförmige und schlingenförmige Verbindungsmittel zur Herstellung eines Formschlusses eingesetzt werden, da sich die hakenförmigen Verbindungsmittel in den schlingenförmigen Verbindungsmitteln verhaken. Die Verbindung des platten- oder profilförmigen Bauelements mit dem Halteelement über eine Klettverbindung besitzt ferner den Vorteil, dass sie nicht sichtbar ist. Denn die stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmigen Verbindungsmittel werden durch das platten- oder profilförmige Bauelement abgedeckt. Die Klettverbindung eröffnet somit einen großen Ge staltung s Spielraum in Bezug auf die herzustellende Wand- oder Deckenverkleidung.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Befestigungssystem zur Befestigung des platten- oder profilförmigen Bauelements am bauseitigen Untergrund zugleich zur Befestigung einer Wärmedämm- platte eingesetzt. Das Befestigungssystem vermag somit einen üblicherweise zur Lagesicherung eingesetzten Dämmstoffdübel zu ersetzen, so dass die Anzahl der darüber hinaus eingesetzten Dämmstoffdübel reduziert werden oder auf den Einsatz von Dämmstoffdübeln vollständig verzichtet werden kann. Vorzugsweise wird zur Befestigung der Wärmedämmplatte diese zwischen dem tellerförmigen Abschnitt des Halteelements und dem Untergrund eingeklemmt, so dass an dem Befestigungselement selbst keine Veränderung vorgenommen werden muss, um die Zusatzfunktion zu ermöglichen. In Weiterbildung des Befestigungssystems wird vorgeschlagen, dass die dem schaftförmigen Abschnitt des Halteelements zugewandte Seite des tellerförmigen Abschnitts mindestens eine dorn- oder rippenähnliche Erhebung aufweist, die beim Befestigen in den Dämmstoff der Wärmedämmplatte eindrückt wird. Auf diese Weise wird die Wärmedämmplatte besser gegen Verrutschen gesichert.

Bevorzugte Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Ferner wird anhand der Zeichnungen das erfindungsgemäße Verfahren erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform, Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung der Fig. 1,

Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt des Längsschnitts der Fig. 2 im Bereich des Halteelements, Fig. 4 eine Draufsicht auf das Halteelement der Fig. 3,

Fig. 5 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform, Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Wandverkleidung, die mittels der Vorrichtung der Fig. 5 realisiert worden ist,

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform und

Fig. 8 eine Seitenansicht der Vorrichtung zur Abspannung des Befestigungssystems. Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zur Herstellung einer Wand- oder Deckenverkleidung umfasst ein platten- oder profilförmiges Bauelement 1 und ein Befestigungssystem 2, mittels dessen das platten- oder profilförmige Bauelement 1 an einem bauseitigen Untergrund 3 befestigbar ist. Bei dem bauseitigen Untergrund 3 handelt es sich vorliegend um eine Wand, beispielsweise aus Mauerwerk. Sie könnte aber auch aus Beton gefertigt oder in Holzbauweise errichtet worden sein. Darüber hinaus muss es sich bei dem bauseitigen Untergrund 3 nicht zwingend um eine Wand handeln, sondern es kann auch eine Decke sein, wenn beispielsweise die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung einer Deckenverkleidung, insbesondere einer abgehängten Decke eingesetzt wird.

Das dargestellte Befestigungssystem 2 ist modular aufgebaut. Das heißt, dass einzelne Elemente des Systems austauschbar sind, beispielsweise um das Befestigungssystem 2 an die jeweilige Einbausituation, insbesondere an den jeweiligen bauseitigen Untergrund 3 anzupassen.

Das Befestigungssystem 2 der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst zwingend ein Abstandselement 4, ein Gelenkelement 5 und ein Halteelement 6. Ferner kann ein Befestigungselement 7 zur Befestigung im bauseitigen Untergrund 3 vorgesehen sein, wenn diese Funktion nicht zugleich durch das Abstandselement 4 erfüllt wird. Das Befestigungssystem 2 der Fig. 1 weist ein solches Befestigungselement 7 auf. Es ist in Form einer Schraube ausgeführt und mit dem Abstandselement 4 über eine Schraubhülse 8 verbunden. Am Abstandselement 4 ist hierzu ein Befestigungsabschnitt 4.2 mit einem Außengewinde 4.1 ausgeführt (siehe Fig. 2). Alternativ kann das Befestigungssystem 2 auch über den Befestigungsabschnitt 4.2 des Abstandse- lements 4 im bauseitigen Untergrund 3 befestigt werden. Die Schraubhülse 8 und das Befestigungselement 7 sind dann verzichtbar.

Zur Verankerung des Befestigungssystems 2 im bauseitigen Untergrund 3 ist ein in den bauseitigen Untergrund 3 eingelassener Dübel 16 vorgesehen. Vorliegend ist das Befestigungselement 7 in den Dübel 16 eingesetzt, wobei außenumfangseitig angeordnete Spreizmittel 17 (siehe Fig. 2) ein Aufspreizen des Dübels 16 im Untergrund 3 bewirken. Analog dem Befestigungselement 7 könnte auch der Befestigungsabschnitt 4.2 des Abstandselements 4 in den Dübel 16 eingesetzt werden, wenn auf ein zusätzliches Befestigungselement 7 verzichtet werden soll. Das Außengewinde 4.1 des Abstandselements 4 erstreckt sich vorliegend über die gesamte Länge des Abstandselements 4. Da das Gelenkelement 5 ein in einer Durchgangsöffnung 5.3 ausgebildetes Innengewinde 5.4 aufweist, kann das Gelenkelement 5 auf das Abstandselement 4 aufgeschraubt werden. Die Schraubverbindung gewährleistet zudem eine Verstellbarkeit des Gelenkelements 5 gegenüber dem Ab- Standselement 4, so dass hierüber der Abstand des zu befestigenden platten- oder profilförmigen Bauelements 1 in Bezug auf den bauseitigen Untergrund 3 einstellbar ist.

Das ferner vorgesehene Halteelement 6 ist mit dem Gelenkelement 5 verbunden und zwar in der Weise, dass es mit dem Gelenkelement 5 ein Gelenk ausbildend zusammenwirkt. Das Halteelement 6 dient der Aufnahme des platten- oder profilförmigen Bauelements 1. Über das Gelenk ist die Winkellage des Halteelements 6 und damit des platten- oder profilförmigen Bauelements 1 in Bezug auf den bauseitigen Untergrund 3 einstellbar, beispielsweise um Bau- oder Montagetoleranzen auszugleichen oder eine Wand- bzw. Deckenverkleidung herzustellen, deren Oberfläche gekrümmt oder gegenüber dem Untergrund 3 geneigt ist.

Zur Ausbildung eines Gelenks weist das Gelenkelement 5 einen teilkugelförmig ausgebildeten Gelenkbereich 5.1 auf, der durch eine Nut 5.2 von einem Einführko- nus 5.5 getrennt ist. Der Gelenkbereich 5.1 wird von einem schaftförmigen Abschnitt 6.2 des Halteelements 6 umgriffen, und zwar in der Weise, dass der schaft- förmige Abschnitt 6.2 in die Nut 5.2 eingreift. Auf diese Weise wird eine auf Zug und Druck beanspruchbare Verbindung geschaffen (siehe Fig. 2 und Fig. 3). Der Einführkonus 5.5 erleichtert die Herstellung der Verbindung, wenn das Gelenkele- ment 5 mit dem Einführkonus 5.5 voran von vorne in den schaftförmigen Ab- schnitt 6.2 eingesetzt wird. Denn der Einführkonus 5.5 bewirkt eine Aufweitung des schaftförmigen Abschnitts 6.2 des Halteelements 6, so dass dieser hinter dem Ein- führkonus 5.5 in die Nut 5.2 einschnappen kann. Um das Gelenkelement 5 von vorne in das Halteelement 6 einsetzen zu können, weist das Halteelement 6 eine Durch- gangsöffnung 6.3 auf, die sich durch einen tellerförmigen Abschnitt 6.1 des Halteelements 6 zur Aufnahme des platten- oder profilförmigen Bauelements 1 erstreckt (siehe Fig. 2 und Fig. 3). Da das Abstandselement 4 in einer Durchgangsöffnung 5.3 des Gelenkelements 5 und das Gelenkelement 5 in einer Durchgangsöffnung 6.3 des Halteelements 6 aufgenommen sind, ist zudem der Verstellweg des Gelenkele- ments 5 zur Einstellung des Abstands in Bezug auf den bauseitigen Untergrund 3 maximal.

Wie insbesondere der Fig. 1 und der Fig. 3 zu entnehmen ist, weist das Halteelement 6 stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmige Verbindungsmittel 9 auf, die mit stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmigen Verbindungsmitteln 10 am platten- oder profilförmigen Bauelement 1 zusammenwirken. Die Verbindungsmittel 9 sind auf dem tellerförmigen Abschnitt 6.1 des Halteelements 6 ungeordnet, und zwar auf der dem schaftförmigen Abschnitt 6.2 abgewandten Seite, so dass sie dem platten- oder profilförmigen Bauelement 1 zugewandt sind. Die Verbindungs- mittel 10 sind auf einer dem Halteelement 6 zugewandten Rückseite des platten- oder profilförmigen Bauelements 1 angeordnet. Um die Verbindung zwischen dem platten- oder profilförmigen Bauelement 1 und dem Halteelement 6 herzustellen, müssen lediglich die Verbindungsmittel in Überdeckung gebracht und das platten- oder pro- filförmige Bauelement 1 an das Halteelement 6 gedrückt werden. Dabei greifen die Verbindungsmittel 9, 10 kraft- und/oder formschlüssig ineinander, so dass eine Klettverbindung ausgebildet wird. Die Klettverbindung ist nicht nur einfach herzustellen, so dass die Anbringung des platten- oder profilförmigen Bauelements 1 vereinfacht wird, sondern bei Bedarf wieder lösbar. Das heißt, dass in einfacher Weise der Austausch einzelner platten- oder profilförmiger Bauelemente 1 möglich ist bzw. die Wand- oder Deckenverkleidung auch wieder zurückgebaut werden kann, um sie zu recyceln. Insofern erweist sich die Klettverbindung als besonders vorteilhaft im Vergleich zu anderen Verbindungsarten, wie beispielsweise der Klebe Verbindung, die grundsätzlich jedoch auch einsetzbar ist. Die stift-, pilzkopf-, haken- und/oderschlingenförmigen Verbindungsmittel 9, 10 können durch eine Art Klettband ausgebildet werden, das auf dem tellerförmigen Abschnitt 6.1 des Halteelements 6 und/oder auf dem platten- oder profilförmigen Bauelement 1 angeordnet wird. Eine mögliche Form der Anordnung auf dem tellerförmigen Abschnitt 6.1 des Halteelements 6 ist in der Fig. 4 dargestellt. Darüber hin- aus kann das Halteelement 6 aber auch selbst stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmige Verbindungsmittel 9 ausbilden.

Der Fig. 5 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zu entnehmen. Die Vorrichtung besitzt eine Zusatzfunktion, da mittels des Befestigungssystems 2 zugleich eine Wärmedämmplatte 15 am bauseitigen Untergrund 3 befestigt wird. Hierzu bedarf es grundsätzlich keiner konstruktiven Änderungen am Befestigungssystem 2, so dass auch das Befestigungssystem 2 der Figuren 1 bis 4 in gleicher Weise einsetzbar ist. Dies gilt insbesondere, da bei dem Befestigungssystem 2 der Figuren 1 bis 4 der tellerförmige Abschnitt 6.1 des Halteele- ments 6 gleich dem Halteelement 6 der in der Fig. 5 dargestellten Vorrichtung ausgebildet ist und eine Auflagefläche 6.4 mit rippenartigen Erhebungen 6.5 aufweist (siehe insbesondere Fig. 1), die sich in die Wärmedämmplatte 15 drücken, so dass diese gegen Verrutschen gesichert ist (siehe Fig. 5). Durch die Zusatzfunktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung können herkömmliche Dämmstoffdübel 18, wie sie beispielhaft in der Fig. 6 dargestellt sind, die eine Wandverkleidung im Aufbau zeigt, eingespart werden.

In der Fig. 7 ist eine Weiterentwicklung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gezeigt, die in der Lage ist, besonders hohe Lasten aufzunehmen. Denn das Befesti- gungssystem 2 der Vorrichtung weist ein weiteres Befestigungselement 11 in Form eines Spannseils auf. Über das Spannseil ist das Befestigungssystem 2 zusätzlich abgespannt. Ein erstes Ende des Spannseils ist hierzu über eine Öse 12 mit dem Abstandselement 4 verbunden (siehe Fig. 8). Ein zweites Ende des Spannseils ist über ein Befestigungsmittel 13 am bauseitigen Untergrund 3 befestigt. Zum Spannen des Spannseils ist hinter dem Spannseil eine Mutter 14 auf dem Abstandselement 4 angeordnet (siehe Fig. 8), so dass die Öse 12 des Spannseils an der Mutter 14 abgestützt ist. Wird nun die Mutter 14 vom Untergrund 3 wegbewegt, drückt diese die Öse 12 nach vorne, wobei das Spannseil gespannt wird.

Bezugszeichenliste

I platten- oder profilförmiges Bauelement

2 Befestigungssystem

3 Untergrund

4 Abstandselement

4.1 Außengewinde

4.2 Befestigungsabschnitt

5 Gelenkelement

5.1 Gelenkbereich

5.2 Nut

5.3 Durchgangsöffnung

5.4 Innengewinde

5.5 Einführkonus

6 Halteelement

6.1 tellerförmiger Ab schnitt

6.2 schaftförmiger Abschnitt

6.3 Durchgangsöffnung

6.4 Auflagefläche

6.5 Erhebung

7 Befestigungselement

8 Schraubhülse

9 Verbindungsmittel

10 Verbindungsmittel

I I Befestigungselement

12 Öse

13 Befestigungsmittel

14 Mutter

15 Wärmedämmplatte Dübel

Spreizmittel

Dämmstoffdübel