EAVES, Damien (17 Green Street, CronullaSydney, 2230, AU)
Ansprüche
1. Vorrichtung zur Auflockerung von Wäschestücken, insbesondere Flachwäschestücken, die in Form eines kompakten Kuchens aus einer einer Waschmaschine nachgeschalteten Presse angeliefert werden, umfassend ein den Wäschekuchen aufnehmendes Gehäuse (13) mit einer zugeordneten Fördereinrichtung (16), einer auf den Wäschekuchen einwirkenden Verformungseinrichtung (17, 18) und einer die Wäschestücke des Wäschekuchens teilweise vereinzelnden Ausgabeeinrichtung (22).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse von einem eine offene Zuführseite (14) und eine offene Abführseite (15) aufweisenden Rahmengestell (13) gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des Gehäuses von einer Fördereinrichtung, insbesondere von einem Förderband (16) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband (16) die offene Zuführseite des Gehäuses mit der offenen Abführseite verbindet.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung des Förderbandes (16) angeordneten Gehäuseseiten von Plattenelementen (17, 18) gebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenelemente (17, 18) die Verformungseinrichtung bilden und insbesondere quer zur Förderrichtung des Förderbandes (16) bewegbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenelemente (17, 18) als druckmittelbetätigte Verschiebeelemente ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittel von Druckmittelzylindern (19, 20) gebildet sind, die in insbesondere zwei Geschwindigkeitsstufen strömungsventilgesteuert sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an der offenen Abführseite des Gehäuses angeordnete Ausgabeeinrichtung eine sich wenigstens über die ganze Breite des Wäschekuchens (7) erstreckende Lade (22) aufweist, die in die Bewegungsbahn des Wäschekuchens (7) hineinbewegbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lade (22) an dem Rahmengestell (13) des Gehäuses schwenkbar gelagert ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lade (22) druckmittelbetätigt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittel von Druckmittelzylindern (23, 24) gebildet sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Druckmittelzylinder (19, 20, 23. 24) Druckmittelbegrenzer vorgesehen sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung vor der Lade (22) eine die Durchtrittshöhe begrenzende höhenverstellbare, sich über die ganze Gehäusebreite erstreckende Abstreifeinrichtung (25) vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung der Fördereinrichtung und der Druckmitteleinrichtungen aufeinander abgestimmt und programmgesteuert ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband (16) schrittweise und in Vorwärts- und Rückwertsrichtung bewegbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband (16) eine Oberfläche mit einem hohen Reibbeiwert, insbesondere eine aufgeraute und/oder profilierte Oberfläche aufweist.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der offenen Zuführseite (14) und der offenen Abführseite (15) des Gehäuses Bewegungssensoren, insbesondere Lichtschranken, vorgesehen sind.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung in ein Bandfördersystem (9, 11) zum Antransport des Wäschekuchens (7, 7a) und zum Abtransport der vereinzelten Wäschestücke integriert ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Förderband (16) gebildete Boden gegenüber dem Gehäuse der Vorrichtung absenkbar und/oder anhebbar ist und/oder dass das Gehäuse gegenüber dem Boden absenkbar und/oder anhebbar ist.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung verfahrbar gelagert ist.
22. Verfahren zur Auflockerung von Wäschestücken, insbesondere Flachwäschestücken, die in Form eines kompakten Kuchens aus einer einer Waschmaschine nachgeschalteten Presse angeliefert werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäschekuchen durch mehrmaliges seitliches Andrücken aufgelockert und entlang einer ihn in seiner Höhe stufenweise reduzierende Einrichtung bewegt wird und dass die teilweise vereinzelten Wäschestücke auf einer weiteren Fördereinrichtung abgelegt werden.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Wäschekuchens mittels Sensoren erfasst und die Vorrichtung auf die Höhe des Wäschekuchens angepasst wird.
24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäschekuchen zum Auflockern durch seitlich auf ihn einwirkende Plattenelemente zusammengedrückt wird.
25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäschekuchen durch Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Förderbandes gegenüber den Plattenelementen positioniert wird.
26. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst der vordere seitliche Teil des Wäschekuchens und dann der hintere seitliche Teil des Wäschekuchens durch druckmittelbetätigte Plattenelemente zusammengedrückt werden.
27. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückgeschwindigkeit der Plattenelemente variabel ist.
28. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäschekuchen nach dem seitlichen Auflockern an seiner Oberseite bearbeitet wird, während er sich schrittweise vorwärts bewegt.
29. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der auf den Wäschekuchen einwirkenden Druckkräfte gemessen und auf vorgegebene Maximalwerte begrenzt wird.
30. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäschekuchen bzw. die teilweise aufgelockerten Wäschestücke beim überschreiten einer maximalen Druckbelastung von insbesondere 10 bar zum Abtransport freigegeben werden. |
Vorrichtung und Verfahren zur Auflockerung von Wäschestücken
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Auflockerung von Wäschestücken, insbesondere Flachwäschestücken, die in Form eines kompakten Kuchens aus einer einer Waschmaschine nachgeschalteten Presse angeliefert werden.
In Großwäschereien wird die Wäsche üblicherweise in einer Waschstraße gewaschen, wobei am Ende der Waschstraße eine Presse vorgesehen ist, in der die in der Wäsche befindliche Flüssigkeit ausgepresst wird. In der Presse entsteht ein so genannter Wäschekuchen, der über Fördereinrichtungen weiteren Verarbeitungsmaschinen zugeführt wird. Die Wäschestücke kommen aus der Waschmaschine nicht einzeln heraus, sondern sind durch den Waschvorgang miteinander zum Teil verwunden und werden in diesem Zustand in der Presse zu einem kompakten Kuchen geformt und verpresst. Vor dem weiteren Verarbeitungsvorgang, z.B. in Mangeln oder Finishern muss der Wäschekuchen aufgelockert werden, damit die Teile leicht entnommen werden können. Problematisch ist es, wenn die Wäschestücke von Hand vereinzelt werden müssen, da körperliche Kräfte aufzubringen sind und die Wäschestücke möglicherweise bei unsachgemäßer Handhabung beschädigt werden können.
Zum Auflockern von Wäschestücken eines aus der Presse kommenden Wäschekuchens sind Trockner und Schüttler bekannt, bei denen die Wäsche in eine drehbare Trommel eingegeben und gegebenenfalls mit Heißluft beaufschlagt wird, sodass die Wäsche aufgelockert und bis gegebenenfalls auf eine vorgegebene Restfeuchte vorgetrocknet wird. Derartige Vorrichtungen sind jedoch aufgrund ihrer Konstruktion aufwendig herzustellen und daher teuer und benötigen einen entsprechend großen Platzbedarf.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache robuste Vorrichtung zur Auflockerung und teilweise zur Vereinzelung von gepressten Wäschestücken sowie ein entsprechendes Verfahren, insbesondere für die Auflockerung und für die Vereinzelung von gepreßten Flachwäschestücken, wie Bettwäsche, Tischwäsche und dergleichen zu schaffen, die den herkömmlichen Auflockerungsvorrichtungen und Verfahren sowohl konstruktiv als auch in ihrer wirtschaftlichen Anwendung weit überlegen sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Vorrichtung, ein den Wäschekuchen aufnehmendes Gehäuse mit einer zugeordneten Fördereinrichtung, sowie eine auf den Wäschekuchen einwirkende Verformungseinrichtung und eine die Wäschestücke des Wäschekuchens teilweise vereinzelnde Ausgabeeinrichtung aufweist.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Wäschekuchen durch mehrmaliges seitliches Andrücken aufgelockert und entlang einer ihn in der Höhe stufenweise reduzierende Einrichtung bewegt wird und dass die teilweise vereinzelten Wäschestücke auf einer weiteren Fördereinrichtung abgelegt werden. Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den zugehörigen Unteransprüchen.
Das den Wäschekuchen aufnehmende Gehäuse ist in vorteilhafter Weise von einem eine offene Zuführseite und eine offene Abführseite aufweisen-
den Rahmengesell gebildet, dessen Boden von einer Fördereinrichtung gebildet ist, insbesondere von einem Förderband.
Dieser Boden kann in vorteilhafter Weise absenkbar oder anhebbar gelagert sein, um unterschiedlich hohe Wäschekuchen aufnehmen zu können. Ebenso ist es denkbar, dass das Gehäuse gegenüber dem Boden absenkbar oder anhebbar ist. Die Höhenmessung des einfahrenden Wäschekuchens erfolgt vorteilhaft mittels Sensoren, deren Signale an eine entsprechende Steuervorrichtung gesandt werden. Diese veranlasst dann eine Anpassung der Vorrichtung durch Absenken und/oder Anheben des Förderbandes und/oder des Gehäuses.
Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung können die in Längsrichtung des Förderbandes angeordneten Gehäuseseiten von Plattenelementen oder dergleichen gebildet sein. Diese Plattenelemente bilden vorteilhaft die Verformungseinrichtung und sind vorteilhaft insbesondere quer zur Fördereinrichtung des Förderbandes bewegbar. Sie können dabei als druckmittelbetätigte Verschiebeelemente ausgebildet sein, wobei die Druckmittel von Druckmittelzylindern, z.B. Hydraulikzylindern oder Pneumatikzylindern gebildet sein können, die insbesondere in zwei Geschwindigkeitsstufen bewegt werden können, und wobei die Steuerung mittels Strömungsventilen erfolgen kann, die von einer geeigneten Steuereinrichtung gesteuert werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann in vorteilhafter Weise in ein Förderbandsystem integriert sein, welches sich an die Presse anschließt, so- dass der aus der Presse angelieferte Wäschekuchen durch die erfindungsgemäße Vorrichtung aufgelockert und die Wäschestücke des Wäschekuchens teilweise vereinzelt werden und schließlich mittels des Förderbandes der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf ein weiteres Förderband zur weiteren Verarbeitung ausgegeben werden.
Erfindungsgemäß weist die an der offenen Abführseite des Gehäuses angeordnete Ausgabeeinrichtung eine sich wenigstens über die ganze Breite des Wäschekuchens erstreckende Lade auf, die in die Bewegungsbahn des Wäschekuchens hineinbewegbar ist. Dabei kann die Lade an dem Rahmengestell des Gehäuses schwenkbar gelagert und druckmittelbetätigt sein. Die Druckmittel können vorteilhaft aus Druckmittelzylindern gebildet sein, die mit einem Druckmittelbegrenzer ausgestattet sind, sodass vermieden werden kann, dass der Wäschekuchen mit einer zu hohen Druckkraft belastet wird und dadurch gegebenenfalls Wäschestücke beschädigt werden können.
Es kann ferner vorteilhaft vorgesehen sein, dass in Förderrichtung vor der Lade eine die Durchtrittshöhe begrenzende höhenverstellbare, sich über die gesamte Gehäusebreite erstreckende Abstreifeinrichtung vorgesehen ist, unter welcher der Wäschekuchen hindurchgefördert wird, sodass der obere Teil des aufgelockerten Wäschekuchens entgegen der Förderrichtung nach hinten gedrückt wird und die Wäschestücke dabei teilweise aufgelockert werden. Vorteilhaft ist die Aktivierung der Fördereinrichtung und der Druckmitteleinrichtungen aufeinander abgestimmt und programmgesteuert. Das Förderband kann schrittweise in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung bewegt werden, sodass der Wäschekuchen gegenüber den seitlichen Plattenelementen positioniert werden kann. Dabei weist das Förderband in vorteilhafter Weise eine Oberfläche mit einem hohen Reibungswert auf, da der Wäschekuchen unter der Abstreifeinrichtung und der in den Wäschekuchen hineingeschwenkten Lade hindurchtransportiert wird und verhindert werden muss, dass der Wäschekuchen auf der Oberfläche des Förderbandes entlang rutscht. Insbesondere kann das Förderband an seiner Oberfläche auf- geraut sein und/oder eine profilierte Oberfläche aufweisen. Für die Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es notwendig, dass insbesondere an der offenen Zuführseite und der offenen Abführseite des Gehäuses Bewegungssensoren vorgesehen sind. Diese können z.B. durch Lichtschranken oder Fotozellen oder dergleichen gebildet sein oder es kann auch
vorgesehen sein, dass z.B. Belastungssensoren die Beladung des Förderbandes mit einem Wäschekuchen erfassen.
Wenn der Wäschekuchen von dem sich an die Presse anschließenden Förderband oder unmittelbar in die erfindungsgemäße Vorrichtung eingeführt wird, wird er zunächst gegenüber den seitlichen Plattenelementen derart positioniert, dass die seitlichen Plattenelemente beispielsweise zunächst auf den vorderen Teil des Wäschekuchens einwirken, indem sie ihn zusammendrücken und dadurch den Wäschekuchen teilweise auflockern. Sodann kann der Wäschekuchen durch weitere Vorwärtsbewegung des Förderbandes gegenüber den Plattenelementen derart positioniert werden, dass die Plattenelemente beispielsweise auf den mittleren bzw. hinteren Teil des Wäschekuchens einwirken, um auch diesen Teil aufzulockern. Durch schrittweise Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegungen des Förderbandes kann dieser Vorgang mehrmals durchgeführt werden bis ein gewünschter Auflockerungsgrad erzielt ist. Der Wäschekuchen nimmt dabei in seiner Höhenausdehnung nach oben zu. Dabei können auch die Andrückgeschwindigkeiten der Plattenelemente variiert werden, sodass diese langsam und gleichmäßig oder schnell und stoßartig auf den Wäschekuchen einwirken, wobei dies impulsartig auch mehrmals geschehen kann. Nach der seitlichen Einwirkung auf den Wäschekuchen wird dieser zur Ausgangsseite der erfindungsgemäßen Vorrichtung weiterbefördert, wobei eine Abstreifeinrichtung auf die Oberseite des Wäschekuchens einwirkt und ferner eine in den Wäschekuchen einschwenkbare Lade dafür sorgt, dass die oberen Teile des Wäschekuchens teilweise zurückgehalten werden, sodass der Wäschekuchen weitgehend aufgebrochen wird.
Indem die Fördervorrichtung schrittweise weiterbewegt wird, werden die aufgelockerten und zum Teil vereinzelten Wäschestücke auf eine Transporteinrichtung wie z.B. ein weiteres Förderband übergeben, welches sich an der Ausgangsseite an die erfindungsgemäße Vorrichtung anschließt und dafür sorgt, dass die aufgelockerten und zum Teil vereinzelten Wäschestücke
einer weiteren Bearbeitungsstation zugeführt werden. Die aufgelockerten Wäschestücke können auch von einem Wäschewagen oder dgl. übernommen und abtransportiert werden.
Die Größe der auf den Wäschekuchen einwirkenden Druckkräfte wird durch geeignete Druckmittelsensoren gemessen und auf vorgegebene Maximalwerte begrenzt. Hierdurch wird verhindert, dass Wäschestücke beschädigt werden. Sollten die auf den Wäschekuchen bzw. auf die teilweise aufgelockerten Wäschestücke einwirkenden Druckkräfte einen Maximalwert überschreiten, z.B. 10bar, überschreiten, wird der aufgelockerte Wäschekuchen freigegeben um zu verhindern, dass Wäschestücke beschädigt werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei einer entsprechenden Einstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung und Abstimmung auf den aus einer Presse beförderten Wäschekuchen, der stets in einer bestimmten Form angeliefert wird, sehr schnell ein geeignetes Maß für die auf den Wäschekuchen einzuwirkenden Druckkräfte gefunden werden kann.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der Zeichnung. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Anlage mit einer Waschstraße, einer Presse und der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Verbundsystem;
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Auflockerung von Wäschestücken eines Wäschekuchens;
Fig. 3 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Ruhestellung;
Fig. 4 eine Frontalansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung von der Abführseite aus gesehen; mit der Lade in Ruhestellung;
Fig. 5 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit der Lade in Eingriffsstellung;
Fig. 6 eine Frontalansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung von der Abführseite aus gesehen; mit der Lage in Eingriffsstellung, und
Fig. 7 die Einwirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einen Wäschekuchen sowie die weitere Anlieferung eines weiteren Wäschekuchens.
Die Fig. 1 zeigt in schematischer Weise das Ende einer Waschstraße 1 , eine Beladerutsche 2, über welche gewaschene Wäsche aus der Waschstraße 1 in den Pressbehälter 3 der Presse 4 gelangen kann. Die Presse 4 weist einen Pressstempel 5 auf, der in dem Pressbehälter 3 verfahrbar ist die Wäsche gegen eine Pressplatte 6 zu einem Wäschekuchen 7 zusammendrückt. Die sich in der Wäsche befindliche Flüssigkeit tritt am unteren Ende der Pressplatte bei 8 aus und wird in einen Tank eingeleitet oder zur Waschstraße 1 zurückgeleitet.
Der Wäschekuchen 7 wird über eine geeignete Fördereinrichtung aus der Presse 4 abgefördert und gelangt über ein weiteres Förderband 9 oder unmittelbar (nicht dargestellt) zur erfindungsgemäßen Auflockerungsvorrichtung 10 und wird nach der Auflockerung auf ein Querförderband 11 ausgegeben, um mittels diesem zu einer weiteren Bearbeitungsstation verfahren zu werden.
In der Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Draufsicht dargestellt. Die Vorrichtung ist auf einem Schienensystem 12 seitlich verfahrbar gelagert und kann daher Wäschekuchen über nebeneinander angeordnete Förderbänder 9 von denen nur ein Förderband dargestellt ist, oder direkt aus nebeneinander angeordneten Pressen aufnehmen. Hierdurch können in vorteilhafter Weise mehrere Pressen, die nebeneinander an entsprechende Waschstraßen angeschlossen sind, bedient werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass ein zuführendes Förderband seitlich verfahrbar ist oder mehrere Förderbänder übereinander angeordnet und die erfindungsgemäße Vorrichtung höhenverstellbar gelagert sind. Wesentlich ist, dass die erfindungs-
gemäße Vorrichtung variabel eingesetzt wird, um mehrere Pressen zu bedienen.
Das Gehäuse der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht in vorteilhafter Weise aus einem robusten Rahmengestell 13, welches eine offene Zuführseite 14 und eine offene Abführseite 15 aufweist. Der Boden des Gehäuses 13 wird von einem Förderband 16 gebildet, auf welches der von dem Förderband 9 angeförderte Wäschekuchen 7 abgelegt wird. Dieser Boden kann absenkbar oder anhebbar gelagert sein, um unterschiedlich hohe Wäschekuchen aufnehmen zu können. Ebenso ist es denkbar, dass das Gehäuse gegenüber dem Boden absenkbar oder anhebbar ist. Die Höhenmessung des einfahrenden Wäschekuchens erfolgt mittels Sensoren, deren Signale an eine entsprechende Steuervorrichtung gesandt werden. Diese veranlasst dann eine Anpassung der Vorrichtung durch Absenken und/oder Anheben des Förderbandes 16 und/oder des Gehäuses.
Wie insbesondere aus der Fig. 2 zu entnehmen ist, sind die Seitenwände des Gehäuses bzw. Rahmengestells 13 von Plattenelementen 17, 18 gebildet. Diese Plattenelemente 17, 18 bilden eine Verformungseinrichtung, die - wie dies besonders aus der Fig. 7 zu entnehmen ist - auf den Wäschekuchen 7 seitlich einwirken. Die Plattenelemente 17, 18 sind dabei als druckmittelbetätigte Verschiebeeinrichtungen ausgebildet, wobei die Druckmitteleinrichtungen von Druckmittelzylindern 19, 20 gebildet sind. Für den Antrieb des Förderbandes 16 ist ein Elektromotor 21 (Fig.4) vorgesehen.
Wie ferner aus der Fig. 2 zu entnehmen ist, ist an der Abführseite 15 der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine als Ausgabeeinrichtung dienende und sich über die ganze Breite des Wäschekuchens erstreckende Lade 22 vorgesehen, welche an dem Rahmengestell 13 des Gehäuses schwenkbar gelagert ist. Diese Lade kann mit Hilfe von Druckmittelzylindern 23, 24 aus ihrer in der Fig. 2 dargestellten horizontalen Position nach unten in die Bewegungsbahn des Wäschekuchens 7 hineingeschwenkt werden, wie dies deut-
lich aus der Fig. 5 zu entnehmen ist. Die Druckmittelzylinder 23, 24 sind mit entsprechenden nicht dargestellten Druckmittelbegrenzern ausgestattet, die verhindern, dass auf die Oberseite des Wäschekuchens 7 ein zu großer Druck ausgeübt wird und dadurch gegebenenfalls Wäschestücke beschädigt werden können.
In der in Fig.2 durch den Pfeil angedeuteten Förderrichtung vor der Lade 22 befindet sich eine über die ganze Gehäusebreite reichende Abstreifeinrichtung 25, welche wie dies aus der Fig. 7 zu entnehmen ist, auf die Oberseite des Wäschekuchens 7 einwirkt, wenn der gestauchte und aufgelockerte Wäschekuchen mittels des Förderbandes 16 unter der Abstreifeinrichtung 25 und der eingeschwenkten Lade 22 hindurchbewegt wird.
Das Förderband 16 ist an seiner Oberfläche aufgeraut und besitzt zusätzliche Profilierungen, sodass gewährleistet wird, dass der Wäschekuchen entgegen der auf ihn einwirkenden Druckkräfte durch die erfindungsgemäße Vorrichtung hindurchgefördert werden kann und aufgelockerte teilweise vereinzelte Wäschestücke auf das Querförderband 11 übergeben werden können.
An der offenen Zuführseite 14 und der offenen Abführseite 15 sind am Rahmengestell 13 der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Zeichnung nicht dargestellte Bewegungssensoren vorgesehen, die das Einfördern des Wäschekuchens in die Vorrichtung und das Abfördern der letzten vereinzelten aufgelockerten Einzelstücke aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf das Querförderband 11 erfassen und in die Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung integriert sind.
Der Wäschekuchen wird durch mehrmaliges seitliches Andrücken mittels der Plattenelemente 17, 18 aufgelockert, wobei die Plattenelemente zunächst auf die Vorderseite des Wäschekuchens und dann auf die Mitte und die hintere Seite des Wäschekuchens einwirken. Vorteilhaft wird das Förderband
16 schrittweise vor und zurück bewegt, um den Wäschekuchen gegenüber den seitlichen Plattenelementen zu positionieren.
Wie dies aus der Fig. 7 zu entnehmen ist, ist dieser seitliche Andrückvorgang bei dem Wäschekuchen 7a bereits vollzogen und man erkennt deutlich, dass dieser schmäler als der nachfolgende Wäschekuchen 7 geformt ist und in der Höhe aufgelockert wurde.
In der Fig. 5 ist schließlich zu erkennen, dass die Lade mittels der Druckmit- telzylinder 23 und 24 in die Bewegungsbahn des Wäschekuchens 7a nach unten hineingeschwenkt wird und damit den Wäschekuchen vollständig aufbricht, bevor die aufgelockerten Wäschestücke dem nachfolgenden Querförderband 11 zugeführt werden.
Bezugszeichenliste
1 Waschstraße
2 Beladerutsche
3 Pressbehälter
4 Presse
5 Pressstempel
6 Pressplatte
7, 7a Wäschekuchen
8 Austritt
9 Förderband
10 Auflockerungsvorrichtung
11 Querförderband
12 Schienensystem
13 Gehäuse, Rahmengestell
14 Zuführseite
15 Abführseite
16 Förderband
17, 18 Plattenelemente
19, 20 Druckmittelzylinder
21 Elektromotor
22 Lade
23, 24 Druckmittelzylinder
25 Abstreifeinrichtung
