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Title:
DEVICE AND METHOD FOR SEPARATING A MATERIAL FROM AT LEAST ONE ADDITIVELY PRODUCED COMPONENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158620
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for separating a material from at least one additively produced component, comprising at least one positioning device for aligning the at least one component, at least one vibration device for setting the at least one component into vibrations, and comprising a control unit for actuating the at least one positioning device and the at least one vibration device. Furthermore, a method is disclosed.

Inventors:
HARTMANN, Dirk (Mesnerfeld 3, Aßling, 85617, DE)
KIENER, Christoph (Marbachstraße 3, München, 81369, DE)
Application Number:
EP2019/053612
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
February 14, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
B22D29/00; B07B7/00; B08B7/02; B22F3/24; B29C64/35; B33Y40/00; B22F3/105
Domestic Patent References:
WO2015071184A12015-05-21
WO2017198335A12017-11-23
WO2017121995A12017-07-20
Foreign References:
DE3010964A11980-11-06
EP3263237A12018-01-03
US20150266211A12015-09-24
EP3257607A12017-12-20
DE202016003042U12016-07-11
US20160074940A12016-03-17
US20170036401A12017-02-09
DE102017115043A12018-01-11
EP3257607A12017-12-20
DE3010964A11980-11-06
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (1) zum Separieren eines Werkstoffs (2) von mindestens einem additiv hergestellten Bauteil (4), aufwei send :

- mindestens eine Positionierungsvorrichtung (6) zum Aus richten des mindestens einen Bauteils (4),

- mindestens eine Schwingungsvorrichtung (8) zum Versetzen des mindestens einen Bauteils (4) in Schwingungen, sowie

- eine Steuereinheit (14) zum Ansteuern der mindestens ei nen Positionierungsvorrichtung (6) und der mindestens einen Schwingungsvorrichtung (8),

- mindestens einen Sensor (12) zum Ermitteln einer über schüssigen Menge des Werkstoffs (2) in dem Bauteil (4) .

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das mindestens eine Bauteil (4) über jeweils eine Schwingungsvorrichtung (8) me chanisch mit der mindestens einen Positionierungsvorrich tung (6) verbindbar ist.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das mindestens eine Bauteil (4) um mindestens zwei orthogonal zu einander ausgerichtete Rotationsachsen durch die mindestens eine Positionierungsvorrichtung (6) rotierbar ist.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das mindestens eine Bauteil (4) durch die mindestens eine Positi onierungsvorrichtung (6) mit mindestens einer translatori schen Bewegung beaufschlagbar ist, und wobei insbesondere das mindestens eine Bauteil (4) manuell oder automatisch um min destens eine Rotationsachse rotierbar an der mindestens einen Positionierungsvorrichtung (6) angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das mindestens eine Bauteil (4) durch die mindestens eine Schwin gungsvorrichtung (8) mit kontinuierlich oder diskontinuier lich erzeugten Schwingungen beaufschlagbar ist und wobei ins besondere eine Frequenz der durch die mindestens eine Schwin- gungsvorrichtung (8) erzeugbaren Schwingungen an den Werk stoff (2) anpassbar ist.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sensor als Waage oder als Röntgen-Apparatur ausgebildet ist .

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Steuereinheit (14) die mindestens eine Positionierungsvor richtung (6) und die mindestens eine Schwingungsvorrichtung (8) abhängig von einem virtuellen Modell (16) des mindestens einen Bauteils (4) steuert.

8. Verfahren (18) zum Separieren eines Werkstoffs (2) von mindestens einem additiv hergestellten Bauteil (4) mit einer Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo bei

- ein computergeneriertes Modell (16) des mindestens einen Bauteils (4) von einer Steuereinheit (12) empfangen wird,

- mindestens ein Hohlraum des virtuellen Modells (16) des mindestens einen Bauteils (4) durch die Steuerein heit (12) virtuell mit dem Werkstoff (30) gefüllt wird,

- eine Simulation eines vollständigen Entleerungsvorgangs des Werkstoffs (30) aus dem mindestens einen Hohlraum durch mindestens eine Öffnung (26) des mindestens einen Bauteils (4) berechnet wird, und

- der Werkstoff (2) von dem mindestens einen Bauteil (2) basierend auf der berechneten Simulation durch ein An steuern mindestens einer Positionierungsvorrichtung (6) und/oder mindestens einer Schwingungsvorrichtung (8) durch die Steuereinheit (14) separiert wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei in dem computergenerier ten Modell (16) des mindestens einen Bauteils (4) kürzeste Wege eines im Modell eingeschlossenen Werkstoffs (30) zu min destens einer Öffnung (26) oder kürzeste Entleerungszeiten des Werkstoffs (30) durch die mindestens eine Öffnung (26) ermittelt werden.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Simulation eines Entleerungsvorgangs des Werkstoffs (30) aus dem mindes tens einen Hohlraum mit einer virtuellen Ausrichtung des min destens einen Bauteils (16) basierend auf den ermittelten kürzesten Entleerungszeiten oder kürzesten Wegen des Werk stoffs (30) zu der mindestens einen Öffnung (26) durchgeführt wird .

11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die Simulation des Ent leerungsvorgangs des Werkstoffs (30) durch Änderungen der virtuellen Ausrichtung des mindestens einen Bauteils (16) op timiert wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die kürzesten Entleerungszeiten des Werkstoffs (30) durch ein heuristisches Verfahren ermittelt werden.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei vor einem Entleerungsvorgang und nach einer definierten Zeit mit einem Sensor ein Füllgrad des Bauteils ermittelt wird, wobei die zweite Messung als Prüfung des Entleerungserfolges durch geführt wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei eine Ermittlung des Gewichtes kontinuierlich über den gesamten Entleerungsvorgang oder zu definierten Zeiten durchgeführt wird .

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, wobei ein Entleerungszustand des Bauteils mit Ultraschallmessung oder Schwingungsanalyse mittels entsprechender Algorithmen ermit telt oder geschätzt wird.

Description:
Beschreibung

Vorrichtung und Verfahren zum Separieren eines Werkstoffs von mindestens einem additiv hergestellten Bauteil

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Separieren eines Werkstoffs von mindestens einem additiv hergestellten Bauteil sowie ein Verfahren.

Additive bzw. generative Fertigung ist eine schnell wachsende Fertigungstechnologie mit einem immer größer werdenden in dustriellen Anwendungsgebiet. Es ist bereits eine Vielzahl von alternativen additiven Fertigungstechnologien für unter schiedlichste Materialien und Anwendungen bekannt.

Pulverbettverfahren können zentralen Technologien, insbeson dere für die Fertigung von metallischen Bauteilen, zugeordnet werden. Es wird hierbei ein Pulverbett bzw. ein Werkstoffbett schichtweise bereitgestellt und die einzelnen Partikel des finalen Bauteils Schicht für Schicht miteinander verbunden. Der Werkstoff kann hierbei ein Metall, ein Polymerpulver, ein anorganisches Material oder ein anderes pulverförmiges oder flüssiges Material sein.

Der Werkstoff kann durch physikalische oder chemische Prozes se lokal und schrittweise zu einem Bauteil verklebt bzw. ver bunden werden. Dies kann beispielsweise durch Laserschmelzen oder Lasersintern oder UV-Strahlung realisiert werden.

Der nicht-verbundene Werkstoff dient hierbei als eine passive Stützstruktur, sodass beispielsweise überhängende Geometrien realisiert werden können. Ähnliches gilt auch für fluide Me dien wie durch UV-Strahlen aushärtbare Monomere, die nach Be endigung des Fertigungsprozesses das Bauteil komplett ausfül len können.

Bisher wird der Werkstoff aus Hohlräumen des Bauteils manuell entfernt. Dies geschieht sowohl bei pulverförmigen als auch bei flüssigen Werkstoffen. Problematisch ist hierbei, dass viele Pulver und Monomerfluide gesundheitsschädlich sind. Da her müssen zum Reduzieren des gesundheitlichen Risikos ent sprechende Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Masken, Hand schuhe und Schutzkleidung bei der Ausführung der Separation bzw. der Entleerung des Werkstoffs verwendet werden. Der Ar beitsbereich muss zusätzlich entlüftet und Pulverstäube bzw. Monomerdämpfe abgesaugt werden.

Aus EP 3 257 607 Al ist eine Vorrichtung bekannt, mit der ein Bauteil rotiert und in Schwingungen versetzt werden kann. Durch das Drehen und das Versetzen in Schwingung kann Materi al von Hohlräumen des Bauteils entleert werden.

Aus DE 30 10 964 Al ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entleeren von Hohlräume aufweisenden Werkstücken bekannt. Es wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, mit der Werkstücke gleichzeitig um eine Achse rotiert und um eine andere ge schwenkt und zusätzlich Verbrationen ausgesetzt werden kön nen. Die teilweise komplizierten Bewegungsabläufe können durch Eingabe der geometrischen Lage der Hohlräume und Kanäle mittels eines in der Steuerung integrierten oder eines exter nen Rechners ermittelt und in die Steuerung eingegeben wer den .

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Ver fahren zum automatisierten Reinigen eines Bauteils von einem Werkstoff vorzuschlagen.

Gelöst wird die Aufgabe durch die Gegenstände der unabhängi gen Patentansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin dung sind Gegenstand von jeweils abhängigen Ansprüchen.

Nach einem Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Se parieren eines Werkstoffs von mindestens einem additiv herge stellten Bauteil bereitgestellt. Die Vorrichtung weist min destens eine Positionierungsvorrichtung zum Ausrichten des mindestens einen Bauteils auf. Des Weiteren weist die Vor- richtung mindestens eine Schwingungsvorrichtung zum Versetzen des mindestens einen Bauteils in Schwingungen und eine Steu ereinheit zum Ansteuern der mindestens einen Positionierungs vorrichtung und der mindestens einen Schwingungsvorrichtung auf .

Das mindestens eine Bauteil wurde vorzugsweise generativ her gestellt und weist nach dem beendeten Fertigungsvorgang min destens einen Hohlraum auf, welcher zumindest teilweise mit einem ungenutzten Werkstoff aus dem Fluidbett oder Pulverbett gefüllt ist. Das mindestens eine Bauteil kann hierbei eine Geometrie aufweisen, welche mit Partikeln, Pulver oder einem Fluid gefüllt sein kann. Der überschüssige Werkstoff ist bei spielsweise ein nicht-verfestigtes Grundmaterial.

Das mindestens eine Bauteil mit dem ungenutzten Werkstoff kann in oder an der Vorrichtung angeordnet werden. Insbeson dere kann das mindestens eine Bauteil mittelbar oder unmit telbar mit der mindestens einen Positionierungsvorrichtung gekoppelt werden.

Durch die Vorrichtung kann das mindestens eine additiv herge stellte Bauteil mit unterschiedlichen Kräften beaufschlagt werden. Durch die mindestens eine Positionierungsvorrichtung und die mindestens eine Schwingungsvorrichtung können zusätz lich zu einer Schwerkraft wirkende Kräfte erzeugt und auf das mindestens eine Bauteil übertragen werden. Hierdurch kann der Werkstoff durch in das mindestens eine Bauteil eingebrachte Öffnungen aus dem mindestens einen Hohlraum entleert werden.

Die mindestens eine Schwingungsvorrichtung kann hierbei eine Haftreibung zwischen dem Werkstoff und einer Bauteiloberflä che reduzieren und somit einen Materialtransport begünstigen.

Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung kann beispielsweise eine automatische Entleerung von im 3D-Druck hergestellten Bauteilen realisiert werden. Es wird dabei ein manueller Auf wand mit einer gesundheitlichen Belastung von Mitarbeitern durch den Werkstoff aus der additiven Fertigung verhindert oder zumindest reduziert.

Neben der Entleerung von Bauteilen aus dem 3D-Druck kann die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entleeren jeglicher Geomet rien und jeglicher Füllungen, wie beispielsweise beliebiger Flüssigkeiten, verwendet werden.

Die Vorrichtung weist mindestens einen Sensor zum Ermitteln einer überschüssigen Menge des Werkstoffs in dem mindestens einen Bauteil auf. Mittels zusätzlicher Sensorik, wie bei spielsweise einer Röntgen- Apparatur, kann der aktuelle Zu stand des mindestens einen Bauteils ermittelt oder geschätzt werden. Beispielsweise kann vor einem Entleerungsvorgang und nach einer definierten Zeit ein Füllgrad des mindestens einen Bauteils mit dem Werkstoff ermittelt werden. Die zweite Mes sung kann hierbei als eine Prüfung des Entleerungserfolgs durchführbar sein. Eine derartige Sensorik kann kostengünstig und robust in einem Fertigungsumfeld realisierbar sein.

Alternativ oder zusätzlich kann hierbei das mindestens eine Bauteil alleine oder mit zumindest einem Teil der Vorrichtung durch eine Waage gewogen werden. Die Ermittlung des Gewichts kann hierbei kontinuierlich über den gesamten Entleerungsvor gang oder zu definierten Zeiten durchgeführt werden. Hierbei nimmt das Gewicht des Bauteils durch Verlust des aufgenomme nen Werkstoffs ab. Es kann hierbei auch der entleerte Werk stoff separat gewogen werden. Dies kann beispielsweise durch ein Wiegen einer Auffangschale realisiert werden. Das Gewicht der Schale nimmt hierbei über die Zeit zu. Beide Gewichtsmes sungen können hierbei parallel zueinander ausgeführt werden, wodurch eine präzisere Zustandsermittlung realisierbar ist.

Des Weiteren kann der Entleerungszustand oder Entleerungsgrad des mindestens einen Bauteils durch weitere Verfahren, wie beispielsweise Ultraschallmessung oder Schwingungsanalysen, mittels entsprechender Algorithmen ermittelt oder geschätzt werden . Gemäß einer Ausführungsform der Vorrichtung ist das mindes tens eine Bauteil über jeweils eine Schwingungsvorrichtung mechanisch mit der mindestens einen Positionierungsvorrich tung verbindbar. Es kann hierdurch eine indirekte Kopplung des mindestens einen Bauteils mit der mindestens einen Posi tionierungsvorrichtung umgesetzt werden. Die mindestens eine Schwingungsvorrichtung dient hierbei als eine Verbindung zu der mindestens einen Positionierungsvorrichtung. Es können somit erzeugbare Schwingungen effizient und unmittelbar auf das mindestens eine Bauteil übertragen werden. Die mindestens eine Schwingungsvorrichtung kann beispielsweise eine Vibrati onsvorrichtung zum Reduzieren einer Haftreibung zwischen Par tikeln oder zur Erhöhung einer Fließfähigkeit eines Monomer fluids sein.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist die mindestens eine Positionierungsvorrichtung ein Roboter. Die Positionierungsvorrichtung kann hierbei für niederfre quente bzw. langsame Bewegungen des mindestens einen Bauteils eingesetzt werden. Diese Bewegungen des mindestens einen Bau teils können technisch besonders einfach durch einen Roboter oder einen Roboterarm ausgeführt werden.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist das mindestens eine Bauteil um mindestens zwei orthogonal zu einander ausgerichtete Rotationsachsen durch die mindestens eine Positionierungsvorrichtung rotierbar. Der mindestens ei ne Roboter kann das mindestens eine Bauteil rotieren, sodass mithilfe der Gravitationskraft das mindestens eine Bauteil entleert wird. Vorteilhafterweise kann jegliche Rotation des mindestens einen Bauteils im Raum möglich sein. Beispielswei se kann das mindestens eine Bauteil um mindestens zwei Frei heitsgerade rotierbar sein, um das mindestens eine Bauteil gegenüber der Gravitation jede Richtung einnehmen zu lassen. Bei mehr als zwei Freiheitsgraden kann die Position des min destens einen Bauteils im Raum platzsparend eingenommen wer den. Bei Bauteilen mit bestimmten Symmetrie- oder Ähnlich- keitsbedingungen bzgl. einer Achse kann die Anzahl der Rota- tionsfreiheitsgerade verringert werden

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist das mindestens eine Bauteil durch die mindestens eine Positi- onie- rungsvorrichtung mit mindestens einer translatorischen Bewegung beaufschlagbar. Zusätzlich zu einer Rotation, kann der mindestens eine Roboter vorteilhafterweise eine Schütte- lung des mindestens einen Bauteils ermöglichen, um den Ent leerungsprozess zu unterstützen. Hierbei dient neben der Gra vitationskraft die Trägheit des Bauteils und des Werkstoffs als zusätzliche „Kraft" zur Entleerung.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist das mindestens eine Bauteil manuell oder automatisch um min destens eine Rotationsachse rotierbar an der mindestens einen Positionierungsvorrichtung angeordnet. Sind nicht alle Rota tionsachsen oder die Schüttelung des mindestens einen Bau teils realisiert, so können die entsprechenden Schritte manu ell ausgeführt werden. Die Vorrichtung kann hierzu eine ent sprechende Instruktion an einen Mitarbeiter ausgeben, um bei spielsweise das mindestens eine Bauteil manuell um einen de finierten Winkel vor einer weiteren Bearbeitung zu drehen.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist das mindestens eine Bauteil durch die mindestens eine Schwin gungsvorrichtung mit kontinuierlich oder diskontinuierlich erzeugten Schwingungen beaufschlagbar. Zur Unterstützung des Entleerungsvorganges kann das mindestens eine Bauteil zusätz lich einer kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Vibrati on ausgesetzt werden. Unter einer Vibration mit hohen Fre quenzen kann die Haftreibung zwischen Partikeln des Werk stoffs reduziert werden. Sie verhalten sich damit ähnlich zu einer Flüssigkeit, wodurch der Entleerungsprozess unterstützt und beschleunigt werden kann.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist eine Frequenz der durch die mindestens eine Schwingungsvor- richtung erzeugbaren Schwingungen an den Werkstoff anpassbar. Die Frequenzen können somit unterschiedlich oder variierbar sein, um Verkeilungen von Pulver mit einer niedrigen Frequenz lösen zu können und die Fluidisierung mit einer höheren Fre quenz zu bewirken. Die Zeitpunkte der Vibration können hier bei abhängig von einer Geometrie des mindestens einen Bau teils gewählt werden.

Die ermittelten Entleerungsgrade können zum Validieren oder zum Abgleichen mit einer Simulation des Entleerungsvorgangs in der Steuereinheit verwendet werden. Die entsprechende Si mulation kann im Hinblick auf die eingesetzten Parameter und/oder den Füllzustand angepasst werden. Dieser Abgleich kann in definierten Intervallen wiederholt werden.

Vorteilhafterweise kann bei einer Verwendung eines verein fachten Simulationsmodels die Anpassung eines Simulations- Parameters ausreichen, um die Simulation mit der Realität ab zugleichen. Bei einem Parameter genügt eine Informationsquel le, das momentane Gewicht, um eine Anpassung der Simulation zur Übereinstimmung mit der Realität vorzunehmen. Somit kann die Sensorik aus einem Gewichtssensor aufgebaut sein.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Vorrichtung steuert die Steuereinheit die mindestens eine Positionie rungsvorrichtung und die mindestens eine Schwingungsvorrich tung abhängig von einem virtuellen Modell des mindestens ei nen Bauteils. Hierdurch kann der Entleerungsvorgang durch ei ne Anpassung an eine geometrische Ausgestaltung des mindes tens einen Bauteils schneller ausgeführt werden.

Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Separieren eines Werkstoffs von mindestens einem additiv hergestellten Bauteil mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung bereitgestellt .

In einem Schritt wird ein computergeneriertes Modell des min destens einen Bauteils von einer Steuereinheit empfangen. Mindestens ein Hohlraum des virtuellen Modells des mindestens einen Bauteils wird durch die Steuereinheit virtuell mit dem tatsächlich verwendeten Werkstoff gefüllt.

Es wird eine Simulation eines vollständigen Entleerungsvor gangs des Werkstoffs aus dem mindestens einen Hohlraum durch mindestens eine Öffnung des mindestens einen Bauteils durch die Steuereinheit berechnet.

Anschließend wird der Werkstoff von dem mindestens einen Bau teil basierend auf der berechneten Simulation durch ein An steuern mindestens einer Positionierungsvorrichtung und/oder mindestens einer Schwingungsvorrichtung durch die Steuerein heit separiert.

Es kann somit ein optimierter Entleerungsvorgang durch die Steuereinheit basierend auf einem CAD (Computer Aided Design) -Modell des mindestens einen Bauteils berechnet werden. Dies geschieht vor einem Ansteuern der mindestens einen Positio nierungsvorrichtung und/oder der mindestens einen Schwin gungsvorrichtung. Somit kann im Vorfeld ein optimaler Entlee rungsvorgang ermittelt und die Separation des Werkstoffs vom Bauteil optimal durchgeführt werden.

Die Steuereinheit kann vorzugsweise als Input eine CAD- Geometrie des produzierten Bauteils, gemeinsam mit möglichen Stützstrukturen und der Positionierung auf einer Bauplatte bzw. im Bauraum eines 3D-Druckers, erhalten. Als Ausgabe wird ein Steuerungscode bzw. ein Programm für den mindestens einen Roboter bzw. die mindestens eine Positionierungsvorrichtung erzeugt. In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann dieser Steuerungscode ein entsprechend standardisierter Code, wie beispielsweise G-Code, sein.

Sollten nicht alle Anweisungen automatisch ausgeführt werden können, wie beispielsweise eine Beschränkung der Drehachsen, so können Anweisungen an einen Operator mittels einer Ausga beeinheit ausgegeben werden.

Das Verfahren kann umgekehrt auch zum Befüllen von komplexen Geometrien verwendet werden. Beispielsweise kann durch das Verfahren eine Färbung oder eine Beschichtung von komplexen Innenräumen mit Fluiden oder Pulvern durchgeführt werden.

Dies kann beispielsweise bei Industriekeramiken oder bei Be füllungen mit Materialien unterschiedlicher Eigenschaften vorteilhaft sein. Beispielsweise kann Kupferpulver auf eine isolierende Keramik aufgetragen, sogenanntes Washcoating von Katalysatoren, Tauchlackierungen, Betonieren, Gießen und der gleichen durchgeführt werden.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel des Verfahrens werden in dem computergenerierten Modell des mindestens einen Bauteils kür zeste Wege eines im Modell eingeschlossenen Werkstoffs zu mindestens einer Öffnung oder kürzeste Entleerungszeiten des Werkstoffs durch die mindestens eine Öffnung ermittelt. Hier durch kann eine zeitlich schnelle Entleerung simuliert und anschließend durchgeführt werden.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens wird die Simulation eines Entleerungsvorgangs des Werkstoffs aus dem mindestens einen Hohlraum mit einer virtuellen Ausrich tung des mindestens einen Bauteils basierend auf den ermit telten kürzesten Entleerungszeiten oder kürzesten Wegen des Werkstoffs zu der mindestens einen Öffnung durchgeführt.

Hierzu kann das mindestens eine Bauteil abhängig von seiner Geometrie bzw. der Geometrie der Hohlräume relativ zu einer Gravitationskraft von der mindestens einen Positionierungs vorrichtung ausgerichtet und mit Schwingungen beaufschlagt werden. Die Ausrichtung kann nach definierten Intervallen verändert oder angepasst werden. Somit kann technisch einfach eine Entleerung des mindestens einen Bauteils automatisiert werden . Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens wird die Simulation des Entleerungsvorgangs des Werkstoffs durch Änderungen der virtuellen Ausrichtung des mindestens einen Bauteils optimiert. Die Optimierung des Entleerungsvorgangs kann durch die Anpassung der Ausrichtungen des mindestens ei nen Bauteils computerbasiert einfach berechnet werden. Somit kann eine im Vorfeld durchgeführte Simulation zeitlich schnell umgesetzt werden.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel des Verfahrens werden die kürzesten Entleerungszeiten des Werkstoffs durch ein heu ristisches Verfahren ermittelt. Somit können durch Optimie rung des Entleerungsvorgangs bereits existierende mathemati sche Mittel eingesetzt werden.

Zum Unterstützen oder Beschleunigen des Entleerungsvorgangs kann zusätzlich Druckluft eingesetzt werden. Der Einsatz von Druckluft kann hierbei in die Simulation implementiert wer den. Somit können auch weitere zusätzliche Verfahren, wie beispielsweise Erzeugung von Schwingungsfrequenzen, in der Simulation aktiv berücksichtigt werden.

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich durch die Erläuterung der folgenden stark vereinfachten schematischen Darstellungen bevorzugter Ausführungsbeispiele. Hierbei zei gen

FIG 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung ge mäß einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel und

FIG 2 ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens gemäß einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel.

In den Figuren weisen dieselben konstruktiven Elemente je weils dieselben Bezugsziffern auf. Die FIG 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrich tung 1 zum Separieren eines Werkstoffs 2 von mindestens einem additiv hergestellten Bauteil 4 gemäß einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel .

Die Vorrichtung 1 weist hier ein Bauteil 4 auf, welches indi rekt mit einer Positionierungsvorrichtung 6 verbunden ist.

Das Bauteil 4 ist über eine Schwingungsvorrichtung 8 mit der Positionierungsvorrichtung 6 verbunden.

Die Positionierungsvorrichtung 6 ist als ein Roboterarm 6 ausgestaltet und dient zum Ausrichten des Bauteils 4. Die Schwingungsvorrichtung 8 kann zum Beaufschlagen des Bau teils 4 mit hochfrequenten oder niederfrequenten Schwingungen eingesetzt werden. Der Roboterarm 6 kann dabei das Bauteil 4 gemeinsam mit der Schwingungsvorrichtung 8 gemäß den Pfeilen um mindestens eine Rotationsachse rotieren und translatorisch verfahren. Das Bauteil 4 kann automatisch durch den Roboter arm 6 einer Fertigungsumgebung, wie beispielsweise einem 3D Drucker, entnommen oder manuell am Roboterarm 6 durch einen Mitarbeiter angeordnet werden.

Unter dem Bauteil 4 in Richtung einer Schwerkraft ist eine Auffangschale 10 positioniert. Die Auffangschale 10 dient zum Aufnehmen eines vom Bauteil 4 separierten Werkstoffs 2 und ist auf einem Sensor 12 zum Ermitteln einer Masse des Werk stoffs 2 angeordnet. Der Sensor 12 ist hierbei eine Waage.

Der Sensor 12 ist mit einer Steuereinheit 14 datenleitend ge koppelt .

Die Steuereinheit 14 weist eine Schnittstelle zum Ansteuern der Positionierungsvorrichtung 6 und der Schwingungsvorrich tung 8 auf. Des Weiteren weist die Steuereinheit 14 eine Schnittstelle zum Lesen und Auswerten von virtuellen Modellen 16 des Bauteils 4 auf.

In der FIG 2 ist ein schematisches Ablaufdiagramm eines Ver fahrens 18 gemäß eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels gezeigt. Zum Veranschaulichen des Verfahrens 18 ist ein ande res Bauteil 4 dargestellt als in der FIG 1.

In einem ersten Schritt wird ein virtuelles Modell 16 des Bauteils 4 in die Steuereinheit 14 eingelesen 20. Das virtu elle Modell 16 ist hier eine CAD-Geometrie .

Die CAD-Geometrie des additiv gefertigten Bauteils 4 kann in einem beliebigen Format, wie beispielsweise 3D manufacturing format .3mf, STEP . stp, STL . stl, sourcecode files herstei ler- spezifischer Software und dergleichen, vorliegen. Diese Geometrie kann vorzugsweise auch Stützstrukturen 22 für den Fertigungsprozess enthalten, sofern diese im Druck vorgesehen waren. Ferner kann die CAD-Geometrie 16 die Positionierung des Bauteils 4 im Bauraum gegenüber einer Bodenplatte enthal ten, an der das Bauteil 4 befestigt war.

In einem weiteren Schritt 24 werden kürzeste Abstände

und/oder kürzeste Zeiten zu mindestens einem Ausgang bzw. ei ner Öffnung 26 des Bauteils 4 berechnet. Für jeden Punkt von einer nicht verfestigter Materie 2 im Bauteil 4 werden die kürzesten Abstände zum Ausgang berechnet bzw. eine Approxima tion ermittelt. Die kürzesten Abstände zur Öffnung 26 sind zum Verdeutlichen schattiert dargestellt, wobei dunklere Be reiche näher an einer Öffnung 26 des Bauteils 4 angeordnet sind als hellere Bereiche. Die Berechnung der kürzesten Ent leerungszeiten kann hierbei äquivalent zu den Abständen er mittelt werden. In einer vorteilhaften Implementierung können die kürzesten Abstände mit Hilfe der Fast-Marching-Methode approximativ berechnet werden. Von jedem Punkt innerhalb der Geometrie 16 kann auf diese Weise der kürzeste Weg zum Aus gang berechnet werden, indem jeweils in die Richtung des stärksten Abstieges, d.h. in Richtung des Gradienten, des Ab standfeldes gegangen wird. Die beispielhafte Fast-Marching- Methode berechnet Abstände, indem sie eine Wellenausbreitung betrachtet und in jedem Raumpunkt die Ankunftszeit ermittelt. Hierbei ist der Ausgang 26 der Geometrie 16 der Ursprung. Breitet sich die Welle mit einer im ganzen Raum konstanten Geschwindigkeit von V=1 aus, so entsprechen die Ankunftszei ten der Welle genau den Abständen zum Ausgang bzw. zur Öff nung 26.

Eine alternative oder zusätzliche Betrachtung kann auch di rekt im Sinne der Ankunfts-/Reise-Zeiten gegeben werden, d.h. die Partikel des Werkstoffs 2 sollten möglichst entlang des Gradienten der Ankunftszeit bewegt werden, da so die Zeit zum Ausgang 26 optimal verkürzt wird. Hierbei liegt zugrunde, dass die benötigte Zeit vom Ausgang 26 zu einem Punkt der Zeit vom selben Punkt zum Ausgang 26 entspricht.

Alternativ oder zusätzlich kann eine iterative Simulation des Partikelverhaltens des Werkstoffs 2 bei der Berechnung der Ankunftszeiten an einer Öffnung 26 durchgeführt werden.

In einem weiteren Schritt 28 wird die Geometrie 16 mit Parti keln 30 gefüllt. Die Geometrie 16 wird in der Steuerein heit 14 virtuell mit Material 2 für die Simulation komplett angefüllt, als ob diese Füllung im Rahmen des Produktionspro zesses entstanden sei. Hierbei kann ein virtueller Partikel 30 in der Simulation stellvertretend für viele reale Partikel 2 stehen. Bei Verwendung einer anderen Simulation kann die Füllung entsprechend anders realisiert werden, beispielsweise können bei Verwendung einer sogenannten Volume-of-Fluid Me thode alle Volumen als gefüllt initialisiert werden.

Bei einem nächsten Schritt 32 des Verfahrens wird eine Aus richtung des virtuellen Bauteils 16 ausgewählt. Die Wahl der aktuellen Ausrichtung bestimmt den Entleerungsprozess, bei dem die Schwerkraft die treibende Kraft ist, die durch eine Schüttelung über die Trägheit der Masse unterstützt werden kann. Die konkrete Wahl der Ausrichtung basiert auf einer Analyse des aktuellen Füllgrades und der jeweils kürzesten Wege. Beispielsweise kann die Drehung bzw. Ausrichtung des virtuellen Bauteils 16 derart gewählt werden, dass der je weils erste Partikel 30 (im Sinne des Abstands zum Ausgang 26 / der zu erwartenden Entleerungszeit) entleert wird. D.h. an- hand des kürzesten Weges dieses Partikels 30 zum Ausgang 26 wird die Ausrichtung berechnet. Im Allgemeinen repräsentiert dieser Partikel 30 eine Vielzahl realer Partikel 2, sodass bei der identischen realen Bewegung nicht nur ein Partikel entleert wird. Wird kein Partikel-basiertes Simulationsver fahren gewählt, kann bei diesem Schritt 32 die entsprechende Repräsentanz des Partikels 30 gewählt werden. Beispielsweise kann bei der Volume-of-Fluid-Methode ein am Ausgang 26 gele genes gefülltes oder teilgefülltes Volumen berücksichtigt werden .

Alternativ kann nicht unmittelbar der erste Partikel 30 aus gewählt werden, sondern ein entsprechender alternativer Par tikel 30. Zum Beispiel kann ein Partikel 30 mittels eines so genannten p-Quantils bestimmt werden. Dabei wird der Partikel derart ausgewählt, dass 10 %, bevorzugt 5 %, besonders bevor zugt 3 % aller Partikel einen kürzeren Abstand zum Ausgang haben können. So kann ein Kompromiss zwischen der benötigten Auflösung für die Simulation und einer Anzahl der realen Par tikel, die jeweils entleert werden, gewählt werden.

In einem weiteren Schritt 34 wird eine Simulation des Aus schüttvorgangs der Partikel 30 aus dem virtuellen Bauteil 16 durchgeführt. Da im Allgemeinen kein Blick in das Bauteil 4 möglich ist, muss die aktuelle Verteilung von Pulver 2 im Bauteil 4 geschätzt werden. Vorteilhafterweise kann dies auf einer Simulation basieren. Nachdem das Bauteil 4 in entspre chende Ausrichtung gedreht wurde wird daher der Entleerungs prozess mittels einer Simulation berechnet. Die antreibende Kraft ist hierbei die Schwerkraft. Bei der Simulation kann die Drehung explizit mitberechnet werden (limitierte Drehge schwindigkeit) oder als gegeben angesehen sein (unendliche Drehgeschwindigkeit) .

Mittels einer Schüttelung kann der Prozess durch die Trägheit der Masse unterstützt werden, wobei eine Schüttelung vorteil hafter- weise in der Simulation berücksichtigt wird. Durch die Verwendung der Schwingungsvorrichtung kann das Pulver „fluidisiert" werden bzw. die Viskosität eines Fluids 2 her abgesetzt werden, was eine simulationstechnische Behandlung vereinfacht, d.h. es genügen vereinfachte Simulationsmodelle, die nur die vereinfachte Abstoßung der Partikel untereinander (bzw. die Wandinteraktion) sowie vereinfachte Reibungsmodelle berücksichtigen. Die Zahl der relevanten Parameter kann somit reduziert werden, wodurch nur ein zu bestimmender effektiver Parameter bleibt, das Verhältnis der Abstoßungskräfte zu Rei bungskräften bzw. eine entsprechende Zeitskalierung .

Alternativ kann auch die Vibration direkt in einer hochde taillierten Simulation mitberücksichtigt werden.

Vorteilhafterweise werden die Partikel mithilfe einer Parti kel-Simulation berechnet. Partikel-Simulations-Methoden kön nen insbesondere auf Grafikprozessoren effizient berechnet werden. Es sind weitere Simulationsverfahren, wie beispiels weise auch eine Approximation mittels Kontinuumsmodellen un ter der Verwendung der Volume-of-Fluid Methode, anwendbar.

Nach einem bestimmten Kriterium, wie beispielsweise der ver strichenen Zeit oder der maximalen Geschwindigkeit der Parti kel kleiner als ein Schwellwert, kann der Entleerungs- zu- stand überprüft und, sofern die Geometrie nicht entleert ist, gemäß dem Schritt 32 erneut verfahren werden.

Ist die Geometrie 16 entleert, so kann mit einem Schritt 36 weiterverfahren werden. Während der Simulation wird der Aus richtungsprozess des virtuellen Bauteils 16 dokumentiert und auf Basis dieser Dokumentation ein Steuerungscode generiert. Dieser ist dann Grundlage der Steuerung. Dabei werden von der Steuereinheit 14 Steuerungscodes, für die mindestens eine Po sitionierungsvorrichtung 6 und die mindestens eine Schwin gungseinheit 8 generiert und diese anschließend angesteuert.

Vorteilhafterweise kann der Algorithmus bzw. das Verfahren in einer sogenannten CAM-Software als Modul integriert sein.