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Title:
DEVICE AND METHOD FOR SEPARATING SUBSTANCES OF DIFFERENT FLOWABILITY THAT ARE MIXED TOGETHER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/254373
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (10) for separating substances of different flowability that are mixed together, comprising a frame (11), a revolvingly drivable hollow drum (12) that is mounted on the frame (11) and has a perforated jacket (M), a pressing element (13) lying outwardly in the region of the jacket (M) of the hollow drum (12) and revolvingly drivable such that the hollow drum (12) and the pressing element (13) form a product intake wedge (14) for feeding a product flow, consisting of material to be pressed, between the hollow drum (12) and the pressing element (13) and also form a pressing region (P), wherein a discharge element (15) for discharging residues of the material to be pressed remaining on the pressing element (13) after pressing is allocated to the pressing element (13) behind the pressing region (P) in the conveying direction (Tp) of the product flow, wherein the discharge element (15) is an actively drivable, endless discharge belt (16) for discharging, in the discharge direction (TR), the residues of the material to be pressed remaining on the pressing element (13). The invention further relates to a corresponding method.

Inventors:
SCHWARZ, Olaf (DE)
HÄRTLEIN, Joachim (DE)
FUCHS, Michael (DE)
KARSTEN, Uwe (DE)
Application Number:
EP2020/066712
Publication Date:
December 24, 2020
Filing Date:
June 17, 2020
Export Citation:
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Assignee:
NORDISCHER MASCHINENBAU RUD. BAADER GMBH + CO. KG (DE)
International Classes:
B30B9/24; B30B15/32; B30B9/20; A22C17/04; B01D33/46; B01D33/64; B01D33/073; A22C17/00; A22C21/00; A22C25/08; A23N4/02
Attorney, Agent or Firm:
STORK BAMBERGER PATENTANWÄLTE PARTMBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung (10) zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen

unterschiedlicher Fließfähigkeit, umfassend ein Rahmengestell (11), eine umlaufend antreibbare und am Rahmengestell (11) gelagerte Hohltrommel (12) mit perforierter Mantelfläche (M), ein von außen im Bereich der

Mantelfläche (M) der Hohltrommel (12) liegendes, umlaufend antreibbares Presselement (13), derart, dass die Hohltrommel (12) und das Presselement (13) einen Produkt-Einzugskeil (14) zum Zuführen eines aus Pressgut bestehenden Produktstroms zwischen die Hohltrommel (12) und das

Presselement (13) sowie einen Pressbereich (P) bilden, wobei dem

Presselement (13) in Förderrichtung TP des Produktstroms hinter dem Pressbereich (P) ein Abführelement (15) zum Abführen von nach dem Pressen am Presselement (13) verbleibenden Resten des Pressguts zugeordnet ist, d a d u rc h g e ke n n z e i c h n et , dass das Abführelement (15) ein aktiv antreibbares, endloses Abführband (16) zum Abführen der am

Presselement (13) verbleibenden Reste des Pressguts in Abführrichtung TR ist.

2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das

Abführband (16) in einem Wirkbereich (W) mit dem Presselement (13) zur

Übernahme der Reste des Pressguts in einem minimalen Abstand zum Presselement (13) positioniert ist.

3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das

Abführband (16) und das Presselement (13) im Wirkbereich (W) gegenläufig angetrieben sind.

4. Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abführband (16) als Abstreiferband (24) ein aus Kunststoff bestehendes, umlaufend antreibbares Gliederband mit mindestens einem quer zur Abführrichtung TR verlaufenden Steg (25) ist, wobei das Abstreiferband (24) derart zum Presselement (13) eingestellt ist, dass zwischen jedem Steg (25) und dem Presselement (13) ein minimaler Abstand besteht. 5. Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das endlose Abführband (16) um einen starren, ortsfesten Transportabschnitt (26) und einen relativ zum starren

Transportabschnitt (26) schwenkbaren Übernahmeabschnitt (27) geführt ist, wobei der schwenkbare Übernahmeabschnitt (27) zur Schaffung eines beweglichen Abschnitts des Abführbandes (16) um eine Schwenkachse (A) schwenkbar am Transportabschnitt (26) gelagert ist.

6. Vorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der

schwenkbare Übernahmeabschnitt (27) federbelastet am Rahmengestell (11) gehalten ist.

7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkachse (A) ein Stellarm (28) zugeordnet ist, der über ein

Federelement (29) mit einem Stellelement (30) verbunden ist, das am

Rahmengestell (11) angeordnet ist.

8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellarm (28) mittels der Federkraft des Federelementes (29) an einem am

Rahmengestell (11) angeordneten Anschlagelement (33) anliegt, wobei das

Anschlagelement (33) zur Einstellung der Größe des Abstandes zwischen dem Abführband (16) im Bereich des schwenkbaren Übernahmeabschnitts (27) und der Oberfläche des Presselementes (13), also im Wirkbereich (W), verstellbar ausgebildet ist.

9. Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Presselement (13) ein von außen an die

Mantelfläche M unter Umschlingung eines Teils des Umfangs der

Hohltrommel (12) anpressbares, endloses Pressband (23) ist, das umlaufend antreibbar ist und ein zur Hohltrommel (12) weisendes Obertrum (23a) und ein

Untertrum (23b) umfasst, wobei auf der der Hohltrommel (12)

entgegengesetzten Seite des Pressbandes (23) eine Stützvorrichtung (35) für das Pressband (23) mit wenigstens einem Stützelement (36) angeordnet ist. 10. Vorrichtung (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das

Pressband (23) in Förderrichtung TP des Produktstroms hinter dem Pressbereich (P) um eine relativ zur Hohltrommel (12) einstellbare

Andrückwalze geführt ist, wobei der schwenkbare Übernahmeabschnitt (27) des Abführbandes (16) unterhalb der Andrückwalze positioniert ist.

Vorrichtung (10) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der sich über die gesamte Breite des Pressbandes (23) erstreckende,

schwenkbare Übernahmeabschnitt (27) des Abführbandes (16) im Wirkbereich (W) eine aufsteigende Ausrichtung aufweist, während der Untertrum (23b) des Pressbandes (23) im Wrkbereich (W) eine absteigende Ausrichtung aufweist.

Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Abführband (16) und das Pressband (23) zur Bildung eines flächigen Wirkbereiches (W) mindestens abschnittsweise im Wesentlichen parallel verlaufen.

Verfahren zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen

unterschiedlicher Fließfähigkeit, umfassend die Schritte:

Zuführen eines aus Pressgut bestehenden Produktstroms in einen

Produkteinzugskeil (14) einer Vorrichtung (10) zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen unterschiedlicher Fließfähigkeit, der durch eine Hohltrommel (12) mit perforierter Mantelfläche (M) und ein Presselement (13) gebildet ist,

umlaufendes Antreiben der Hohltrommel (12) und des Presselementes (13) zum Einziehen des Produktstroms in einen zwischen der Hohltrommel (12) und dem Presselement (13) gebildeten Pressbereich (P),

- wobei die leichter fließenden Bestandteile des Pressguts mittels des

Presselementes (13) durch die Perforation der Mantelfläche (M) in den inneren Hohlraum (H) der Hohltrommel (12) gepresst und abgeführt werden, während die schwerer fließenden Bestandteile des Pressguts als am Presselement (13) verbleibende Reste des Pressguts in

Förderrichtung TP des Produktstroms hinter dem Pressbereich (P) mittels eines dem Presselement (13) zugeordneten Abführelementes (15) abgeführt werden,

d a d u rc h g e ke n n z e i c h n e t , dass die nach dem Pressen am

Presselement (13) verbleibenden Reste des Pressguts mittels eines aktiv antreibbaren, endlosen Abführbandes (16) aktiv in Abführrichtung TR

abgeführt werden.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Pressen am Presselement (13) verbleibenden Reste des Pressguts mittels des umlaufend antreibbaren Abführbandes (16) von einem endlosen, umlaufend antreibbaren Pressband (23) als Presselement (13) in einem flächigen Wirkbereich (W) gelöst, übernommen und gegen die

Antriebsrichtung AP des Pressbandes (23) abgeführt werden.

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Pressen am Presselement (13) verbleibenden Reste des Pressguts im Wesentlichen horizontal aus der Vorrichtung (10) abgeführt und etwa mittig in einen Auffangbehälter (19) abgegeben werden.

16. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einer Vorrichtung (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12 durchgeführt wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen unterschiedlicher Fließfähigkeit

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen unterschiedlicher Fließfähigkeit, umfassend ein Rahmengestell, eine umlaufend antreibbare und am Rahmengestell gelagerte Hohltrommel mit perforierter

Mantelfläche M, ein von außen im Bereich der Mantelfläche M der Hohltrommel liegendes, umlaufend antreibbares Presselement, derart, dass die Hohltrommel und das Presselement einen Produkt-Einzugskeil zum Zuführen eines aus Pressgut bestehenden Produktstroms zwischen die Hohltrommel und das Presselement sowie einen Pressbereich bilden, wobei dem Presselement in Förderrichtung T P des

Produktstroms hinter dem Pressbereich ein Abführelement zum Abführen von nach dem Pressen am Presselement verbleibenden Resten des Pressguts zugeordnet ist.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen unterschiedlicher Fließfähigkeit, umfassend die Schritte: Zuführen eines aus Pressgut bestehenden Produktstroms in einen Produkteinzugskeil einer Vorrichtung zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen unterschiedlicher Fließfähigkeit, der durch eine Hohltrommel mit perforierter Mantelfläche M und ein Presselement gebildet ist, umlaufendes Antreiben der Hohltrommel und des Presselementes zum Einziehen des Produktstroms in einen zwischen der Hohltrommel und dem Presselement gebildeten Pressbereich, wobei die leichter fließenden Bestandteile des Pressguts mittels des Presselementes durch die Perforation der Mantelfläche M in den inneren Hohlraum der Hohltrommel gepresst und abgeführt werden, während die schwerer fließenden Bestandteile des Pressguts als am Presselement verbleibende Reste des Pressguts in Förderrichtung T P des Produktstroms hinter dem Pressbereich mittels eines dem Presselement zugeordneten Abführelementes abgeführt werden.

Solche Vorrichtungen und Verfahren kommen in verschiedenen Industriebereichen, insbesondere jedoch in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie zum Einsatz. Mit den zuvor beschriebenen Vorrichtungen, die auch als Trenneinrichtungen oder Separatoren bezeichnet werden, lassen sich verschiedenartige Stoffe einem Separierprozess unterziehen. Dazu werden die zu trennenden Stoffe, also das Pressgut bzw. Trenngut, das auch als Separat bezeichnet wird, von außen mittels des Presselementes gegen die perforierte Mantelfläche M der Hohltrommel gedrückt. Unter diesem Druck werden die leichter fließenden Bestandteile des Pressguts als Hauptprodukt durch die

Perforation der Mantelfläche M in den inneren Hohlraum der rotierenden Hohltrommel gepresst und abgeführt, während die schwerer fließenden Bestandteile des Pressgutes als Nebenprodukt außen auf der Mantelfläche der Hohltrommel und insbesondere auch an oder auf der Oberfläche des Presselementes verbleiben und separat abgegeben werden. Die Nebenprodukte, die auch als verbleibende Reste des Pressguts bezeichnet werden, können insbesondere am Presselement haften, auf dem

Presselement liegen, vom Presselement abfallen und auch von der äußeren

Mantelfläche M der Hohltrommel abfallen oder von dieser z.B. mittels eines

Abstreifelementes gelöst werden. Alle Reste, die nicht durch die Perforation der Mantelfläche M der Hohltrommel gepresst werden, werden über das Abführelement als Reststrom aus der Vorrichtung gefördert und mindestens teilweise weiterverarbeitet.

Einer solchen Trennung zugänglich sind Stoffe, Materialien bzw. Produkte, die sich bzw. deren Zusammensetzung sich durch ihr voneinander abweichendes

Fließverhalten unterscheiden. Die Möglichkeit und/oder Notwendigkeit der Trennung von miteinander vermischten Stoffen unterschiedlicher Fließfähigkeit besteht z.B. bei der Verwertung von Tierkörpern (etwa der Abtrennung des Fleisches als leichter fließender Bestandteil von der Haut, Sehnen, Knochen bzw. Gräten etc. als schwerer fließende Bestandteile) oder Teilen davon, bei der Verwertung von Obst und Gemüse (etwa der Abtrennung des Fruchtfleisches als leichter fließender Bestandteil von Schale, Stielen, Kernen bzw. Steinen etc. als schwerer fließende Bestandteile), bei der Aufarbeitung von fehl verpackten Lebensmitteln (etwa der Abtrennung von Butter oder Käse als leichter fließende Bestandteile vom Verpackungsmaterial als schwerer fließender Bestandteil) oder dergleichen. Konkrete Anwendungsbeispiele sind z.B. das Gewinnen von Restfleisch von Tierkarkassen oder Teilen davon, das Entkernen von Datteln oder das Entpacken von in Folie verpackten Käsescheiben.

Bei der Fleischgewinnung, dem Entkernen oder Entpacken oder jedem anderen entsprechenden Separieren wird ein aus Pressgut bestehender Produktstrom ausgehend von einem Produktzuführbereich über den Produkt-Einzugskeil zwischen dem Presselement und der Hohltrommel hindurch zu einem Produktausgabebereich gefördert. Beim Fördern des Produktstroms zwischen Hohltrommel und Presselement passiert der Produktstrom einen Pressbereich. Das Presselement ist mit einem vorgewählten bzw. voreingestellten Abstand, der auch den Wert Null haben kann, zur Mantelfläche M der Hohltrommel positioniert. Um das Pressgut in den Pressbereich, der im Bereich des kleinsten Abstandes zwischen Presselement und Hohltrommel liegt, zwischen die Hohltrommel und das Presselement zu führen und für den eigentlichen Trennvorgang zu sorgen, sind die Hohltrommel und das Presselement umlaufend angetrieben. Dabei werden die Stoffe unterschiedlicher Fließfähigkeit getrennt, indem die leichter fließenden Stoffe, am Beispiel der Verwertung der Tierkörper oder Teilen davon das Fleisch, mindestens teilweise in die Hohltrommel gedrückt und von dort abgeführt werden. Die schwerer fließenden Stoffe, wiederum am Beispiel der

Verwertung von Tierkörpern oder Teilen davon die Knochen, Sehnen, Haut etc., werden in Förderrichtung T P des Produktstroms hinter der Hohltrommel im

Ausgabebereich für den Reststrom abgeführt und gesammelt.

Das Abführen erfolgt bei Vorrichtungen gemäß dem Stand der Technik mittels einer so genannten Produktrutsche, die mit geringem Abstand oder in Kontakt zum

Presselement positioniert ist, derart, dass auf oder am Presselement

liegendes/anhaftendes Nebenprodukt vom Presselement gelöst und/oder

abgenommen wird und allein durch Schwerkraft entlang der Produktrutsche aus der Vorrichtung abgeführt wird. Durch das notwendige Gefälle der Rutsche ist die

Ausgabehöhe begrenzt. Die Produktrutsche ist so steil zu positionieren, dass

Auffangbehälter für die Nebenprodukte sehr dicht an der Vorrichtung platziert werden müssen und die abgeführten Nebenprodukte stets am äußeren Rand des mit dem Nebenprodukt zu befüllenden Auffangbehälters gesammelt werden, wodurch die Auffangbehälter in kurzen Abständen gewechselt werden müssen. Die starre und fest montierte Produktrutsche, die üblicherweise aus einem Blech hergestellt ist, führt gerade in Fällen, in denen die Produktrutsche in Kontakt mit dem Presselement steht, des Weiteren zu einem erhöhten Verschleiß des Presselementes, wodurch sich die Lebensdauer der Komponenten verringert. Im Übrigen bilden sich bei dem Einsatz eines Pressbandes als Presselement - das Pressband wird an den äußeren Rändern durch den Pressdruck hochgedrückt - zwischen dem Pressband, das auch als

Quetschband bezeichnet wird, und der Produktrutsche Spalte, in denen sich

Nebenprodukte verfangen und sammeln können, wodurch es zu Betriebsstörungen kommen kann. Die genannten Nachteile führen zu einer verminderten

Leistungsfähigkeit und reduzierten Produktqualität.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit verbesserter Leistungsfähigkeit und Produktqualität zu schaffen sowie ein entsprechendes

Verfahren vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass das Abführelement ein aktiv antreibbares, endloses Abführband zum Abführen der am Presselement verbleibenden Reste des Pressguts in Abführrichtung TR ist. Das Abführband, das z.B. um Umlenkrollen geführt ist, von denen eine

Umlenkrolle als Antriebsrolle ausgebildet ist, ist am oder nahe am Presselement angeordnet, derart, dass die zu verbleibenden Reste vom Presselement ab- und/oder übernommen und abgeführt werden können. Durch das aktive Abführen der Reste können diese zuverlässig von der Vorrichtung weg z.B. in Auffangbehälter gefördert werden, und zwar in einer gleichmäßigen Verteilung insbesondere mittig in den Auffangbehälter. Das aktive Abführen des Reststroms führt zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit der Vorrichtung sowie zu einer erhöhten Produktqualität.

Vorteilhafterweise ist das Abführband in einem Wirkbereich mit dem Presselement zur Übernahme der Reste des Pressguts in einem minimalen Abstand zum Presselement positioniert. Der Wirkbereich beschreibt den Bereich, in dem die vom Presselement fallenden oder vom Presselement gelösten Reste übernommen werden. Minimaler Abstand bedeutet im Sinne der Erfindung explizit auch den Abstand gleich Null. Die Größe des minimalen Abstands hängt wesentlich vom zu pressenden Pressgut ab. Bei bestimmten Pressgütern, insbesondere solchen, die eine weiche Konsistenz und/oder einen geringen Anteil schwerer fließender Anteile aufweisen, ist der minimale Abstand z.B. Null. Mit anderen Worten liegt das Abführband voreingestellt an dem

Presselement an. Ein Anliegen des Abführbandes am Presselement ist vorteilhaft, um Reste effektiv vom Presselement zu lösen und dem Abführband zuführen zu können. Für andere Pressgüter, insbesondere solche mit einem hohen Anteil schwerer fließender Anteile und/oder größeren Stücken im Pressgut, ist der minimale Abstand z.B. wenige Millimeter. Der minimale Abstand ist entsprechend nicht auf einen festen Wert zu reduzieren. Ein Abstand größer Null ist vorteilhaft, um einen

verschleißreduzierenden Betrieb zu gewährleisten. Mit anderen Worten werden durch einen Luftspalt zwischen Abführband und Presselement die für das Pressen zusammenwirkenden Komponenten geschont.

In einer bevorzugten Weiterbildung sind das Abführband und das Presselement im Wirkbereich gegenläufig angetrieben. Mit dieser Ausbildung wird ein besonders effektives und zuverlässiges Abstreifen und Übernehmen der abzuführenden Reste vom Presselement gewährleistet.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Abführband als Abstreiferband ein aus Kunststoff bestehendes, umlaufend

antreibbares Gliederband mit mindestens einem quer zur Abführrichtung TR

verlaufenden Steg ist, wobei das Abstreiferband derart zum Presselement eingestellt ist, dass zwischen jedem Steg und dem Presselement ein minimaler Abstand besteht. Hinsichtlich des minimalen Abstandes gilt entsprechend das zuvor Beschriebene. Vorzugsweise sind mehrere Stege vorgesehen, die auch als Stollen bezeichnet werden. Die Stege/Stollen sind in Antriebsrichtung A A des

Abführbandes/Abtreiferbandes beabstandet zueinander angeordnet und verteilen sich gleichmäßig umlaufend über das Abführband/Abstreiferband. Die Stege/Stollen erstrecken sich vorzugsweise senkrecht zur jeweiligen Transportebene E A des Abstreiferbandes und quer zur Antriebsrichtung A A über die gesamte Breite. Durch die Stege/Stollen können Reste zuverlässig und wirkungsvoll vom Presselement gekratzt werden. Die Stege/Stollen stellen weiterhin das zuverlässige Lösen der Reste beim Abgeben in den Auffangbehälter sicher.

Eine vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass das endlose

Abführband um einen starren, ortsfesten Transportabschnitt und einen relativ zum starren Transportabschnitt schwenkbaren Übernahmeabschnitt geführt ist, wobei der schwenkbare Übernahmeabschnitt zur Schaffung eines beweglichen Abschnitts des Abführbandes um eine Schwenkachse A schwenkbar am Transportabschnitt gelagert ist. Der Transportabschnitt und der Übernahmeabschnitt sind ebenso wie die Umlenk- und/oder Antriebsrollen zwischen einem Obertrum und einem Untertrum des

Abführbandes angeordnet und können z.B. am Rahmengestell angeordnet bzw. gelagert oder gehalten sein. Der Transportabschnitt bildet für das Abführband im Bereich des Obertrums eine im Wesentlichen horizontal gerichtete Stützfläche. Der Übernahmeabschnitt ist gegenüber dem Transportabschnitt abgeknickt/abfallend ausgerichtet und ist dem Wirkbereich zugewandt bzw. bildet den Wirkbereich zum Presselement. Durch die Bewegbarkeit des Übernahmeabschnitts gegenüber dem Transportabschnitt ist die Vorrichtung produktunabhängig einsetzbar, da das

Abführband bzw. deren Positionierung zum Presselement auf einfache Weise an unterschiedliche Produkte anpassbar ist. Des Weiteren ermöglicht die Schwenkbarkeit des Übernahmeabschnitts einen Ausgleich und eine Anpassung an unterschiedliche Positionen des Presselementes, am Beispiel eines Pressbandes als Presselement an z.B. durch Verschleiß oder Voreinstellung bedingte Änderungen des Bandverlaufes.

Vorteilhafterweise ist der schwenkbare Übernahmeabschnitt federbelastet am

Rahmengestell gehalten. Mit dieser Ausbildung können die vorstehend beschriebenen Vorteile noch effektiver erreicht werden. Durch die Federbelastung des

Übernahmeabschnitts kann dieser z.B. von Bestandteilen der Reste, die z.B. am Presselement haften und nicht vom Abführband erfasst werden, gegen die Federkraft nach unten/außen, also weg vom Presselement, ausweichen, wodurch die für das Pressen zusammenwirkenden Komponenten geschont werden.

Eine bevorzugte Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, dass der Schwenkachse A ein Stellarm zugeordnet ist, der über ein Federelement mit einem Stellelement verbunden ist, das am Rahmengestell angeordnet ist. Mit dem Federelement und dem Stellelement lässt sich die Federkraft einstellen, so dass unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Federkräften vom Presselement gelöst und/oder übernommen werden können.

Zweckmäßigerweise liegt der Stellarm mittels der Federkraft des Federelementes an einem am Rahmengestell angeordneten Anschlagelement an, wobei das

Anschlagelement zur Einstellung der Größe des Abstandes zwischen dem Abführband im Bereich des schwenkbaren Übernahmeabschnitts und der Oberfläche des

Presselementes, also im Wirkbereich, verstellbar ausgebildet ist. Auch das

Anschlagelement führt im Zusammenwirken mit dem Federelement zu einer individuellen Anpassung der Vorrichtung an unterschiedliche Produkte und/oder Betriebszustände und -bedingungen. Über die Änderung des Anschlagelementes bzw. die Position des Anschlagelementes kann z.B. die Größe des Abstandes des

Abführbandes zum Presselement verändert und an das zu bearbeitende Produkt und/oder unterschiedliche Betriebszustände- und bedingungen angepasst werden. Das Federelement hält den Übernahmeabschnitt grundsätzlich gegen den Anschlag in der voreingestellten Position. Gegen die Federkraft kann der Übernahmeabschnitt vom Anschlagelement gelöst bzw. abgehoben werden, beispielsweise ausgelöst durch feste Bestandteile im abzuführenden Reststrom.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Presselement ein von außen an die Mantelfläche M unter Umschlingung eines Teils des Umfangs der Hohltrommel anpressbares, endloses Pressband ist, das umlaufend antreibbar ist und ein zur Hohltrommel weisendes Obertrum und ein Rückführtrum umfasst, wobei auf der der Hohltrommel entgegengesetzten Seite des Pressbandes eine Stützvorrichtung für das Pressband mit wenigstens einem Stützelement angeordnet ist. Das Pressband als Presselement eignet sich besonders gut zum Zusammenwirken mit einem Abführband als Abführelement, da zum einen ein größerer und damit effektiverer Wirkbereich geschaffen werden kann und zum anderen auch von der Hohltrommel abfallende oder abgestreifte Reste vom Pressband

aufgenommen und in den Wrkbereich zum Abführband gefördert werden können.

Vorteilhafterweise ist das Pressband in Förderrichtung T P des Produktstroms hinter dem Pressbereich um eine relativ zur Hohltrommel einstellbare Andrückwalze geführt, wobei der schwenkbare Übernahmeabschnitt des Abführbandes unterhalb der

Andrückwalze positioniert ist. Mit dieser Ausbildung und Anordnung ist eine besonders effektive Übernahme der am Pressband haftenden und vom Pressband fallenden Reste gewährleistet. Mit der Platzierung des schwenkbaren Übernahmeabschnitts des Abführbandes unterhalb der einstellbaren Andrückwalze kann unmittelbar auf

Veränderungen der Position der Andrückwalze, z.B. durch Abnutzung der Hohltrommel oder bedingt durch den zu pressenden Produktstrom, reagiert werden, indem die Position des Abführbandes zur Aufrechterhaltung des optimalen Abstands zum um die Andrückwalze geführten Pressband angepasst werden kann.

Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der sich über die gesamte Breite des Pressbandes erstreckende, schwenkbare Übernahmeabschnitt des Abführbandes im Wrkbereich eine aufsteigende Ausrichtung aufweist, während der Untertrum des Pressbandes im Wrkbereich eine absteigende Ausrichtung aufweist. Damit wird eine zuverlässige und sichere sowie effektive Übernahme der anfallenden Reste sichergestellt.

Zweckmäßigerweise verlaufen das Abführband und das Pressband zur Bildung eines flächigen Wrkbereiches mindestens abschnittsweise im Wesentlichen parallel. Durch die quasi überlappende Anordnung von Pressband und Abführband ist in Abgrenzung zu einer linienförmigen Übernahmekante ein flächiger Übernahmebereich bzw.

Wirkbereich geschaffen, mit dem die abzuführenden Reste effektiver vom

Presselement übernommen und abgeführt werden können.

Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den eingangs genannten Schritten dadurch gelöst, dass die nach dem Pressen am Presselement verbleibenden Reste des Pressguts mittels eines aktiv antreibbaren, endlosen Abführbandes aktiv in

Abführrichtung TR abgeführt werden.

Vorzugsweise werden die nach dem Pressen am Presselement verbleibenden Reste des Pressguts mittels des umlaufend antreibbaren Abführbandes von einem endlosen, umlaufend antreibbaren Pressband als Presselement in einem flächigen Wirkbereich gelöst, übernommen und gegen die Antriebsrichtung A P des Pressbandes abgeführt.

Bevorzugt werden die nach dem Pressen am Presselement verbleibenden Reste des Pressguts im Wesentlichen horizontal aus der Vorrichtung abgeführt und etwa mittig in einen Auffangbehälter abgegeben.

Besonders bevorzugt wird das Verfahren mit einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12 durchgeführt.

Die sich daraus ergebenden Vorteile wurden bereits im Zusammenhang mit der Vorrichtung ausführlich beschrieben, weshalb zur Vermeidung von Wederholungen auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen wird.

Weitere zweckmäßige und/oder vorteilhafte Merkmale und Weiterbildungen der Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Vorrichtung sowie das Verfahren werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausführungsform der Vorrichtung mit einem Pressband als Presselement in perspektivischer Ansicht,

Fig. 2 eine schematische Darstellung der Vorrichtung ohne Rahmengestell in

perspektivischer Darstellung, Fig. 2a eine Ausschnittvergrößerung der Mantelfläche der Hohltrommel gemäß Figur 2,

Fig. 3 die Darstellung gemäß Figur 2 in Vorderansicht, und

Fig. 4 eine Ausschnittvergrößerung der Feststelleinrichtung gemäß Figur 2.

Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung dient zum Trennen eines Produktstroms aus Pressgut, das überwiegend aus Fleisch, Fett, Knorpeln, Sehnen, Haut, Knochen(- resten) etc. besteht, wobei insbesondere das Fleisch und das Fett als leichter fließende Bestandteile betrachtet werden und die Knorpel, die Haut, die Sehnen und die

Knochen(-reste) als schwerer fließende Bestandteile angesehen werden. Die

Vorrichtung ist jedoch in gleicher Weise zum Trennen anderer Pressgüter und

Kombinationen von Pressgütern einsetzbar.

Die dargestellte Vorrichtung 10 ist zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen unterschiedlicher Fließfähigkeit ausgebildet und eingerichtet und umfasst ein

Rahmengestell 11 , eine umlaufend antreibbare und am Rahmengestell 11 gelagerte Hohltrommel 12 mit perforierter Mantelfläche M, ein von außen im Bereich der

Mantelfläche M der Hohltrommel 12 liegendes, umlaufend antreibbares Presselement 13, derart, dass die Hohltrommel 12 und das Presselement 13 einen Produkt- Einzugskeil 14 zum Zuführen eines aus Pressgut bestehenden Produktstroms zwischen die Hohltrommel 12 und das Presselement 13 sowie einen Pressbereich P bilden, wobei dem Presselement 13 in Förderrichtung T P des Produktstroms hinter dem Pressbereich P ein Abführelement 15 zum Abführen von nach dem Pressen am Presselement 13 verbleibenden Resten des Pressguts zugeordnet ist.

Diese Vorrichtung 10 zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass das

Abführelement 15 ein aktiv antreibbares, endloses Abführband 16 zum Abführen der am Presselement 13 verbleibenden Reste des Pressguts in Abführrichtung T R ist.

Die im Folgenden beschriebenen Merkmale und Weiterbildungen stellen für sich betrachtet oder in Kombination miteinander bevorzugte Ausführungsformen dar. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Merkmale, die in den Ansprüchen und/oder der Beschreibung und/oder der Zeichnung zusammengefasst oder in einer gemeinsamen Ausführungsform beschrieben sind, auch funktional eigenständig die weiter oben beschriebene Vorrichtung 10 weiterbilden können.

Das Rahmengestell 11 kann z.B. eine Profilkonstruktion oder ein mindestens teilweise geschlossenes Gehäuse sein. Der Hohltrommel 12 ist ein nicht explizit dargestellter Antrieb zugeordnet. Mittels des Antriebs ist die Hohltrommel 12 in beide Richtungen antreibbar. Bevorzugt ist die Hohltrommel 12 in Antriebsrichtung im Uhrzeigersinn angetrieben (siehe insbesondere Figur 3). Die Vorrichtung 10 kann mit Einzelantrieben für die Hohltrommel 12 und das ebenfalls in beide Richtungen antreibbare

Presselement 13 oder mit einem gemeinsamen Antrieb sowie Getriebeelementen ausgestattet sein. Der oder jeder Antrieb kann an eine ebenfalls nicht explizit dargestellte Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung angeschlossen sein. Die Vorrichtung 10 lässt sich beispielsweise über ein Bedienpanel 17 bedienen. Die Versorgung der Vorrichtung 10 mit dem zu trennenden Produktstrom kann optional z.B. über eine Rutsche, einen Zuführtrichter 18 wie in Figur 1 oder ein aktiv angetriebenes Zuführorgan erfolgen. Das in der Vorrichtung 10 gewonnene Hauptprodukt, nämlich die vom Presselement 13 durch die Perforation der Hohltrommel 12 in den inneren

Hohlraum H der Hohltrommel 12 gepressten, leichter fließenden Bestandteile des Pressguts werden aus der Hohltrommel 12 durch nicht explizit dargestellte

Komponenten abgeführt und weiterverarbeitet. Das Nebenprodukt, nämlich die schwerer fließenden Bestandteile des Pressguts, die nicht durch die Perforation gepresst werden und bei der Förderung durch die Vorrichtung 10 außen an der Hohltrommel 12 und insbesondere am und auf dem Presselement 13 als Rest verbleiben, werden mittels des Abführbandes 16 als Reststrom aktiv z.B. mittig in einen Auffangbehälter 19 gefördert, darin gesammelt und ggf. weiterverarbeitet.

Das Abführband 16 ist mindestens um zwei Umlenkelemente 20 geführt und weist ein Obertrum 16a (Transporttrum) und ein Untertrum 16b (Rückführtrum) auf.

Vorzugsweise ist einem Umlenkelement 20 ein Antrieb 21 zugeordnet, der ebenfalls mit der Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung verbunden sein kann. Das

Abführband 16 ist bevorzugt ebenfalls mindestens im Bereich des angetriebenen Umlenkelementes 20 am Rahmengestell 11 abgestützt bzw. angeordnet. Das

Abführband 16 kann aber auch separat zum Rahmengestell 11 ausgebildet und positioniert sein. Mit dem Antrieb 21 ist das Abführband 16 in beide Richtungen antreibbar. Bevorzugt ist das Abführband 16 in Antriebsrichtung A A gegen den

Uhrzeigersinn angetrieben (siehe insbesondere Figur 3). Das aus der Vorrichtung 10 abzuführende Nebenprodukt, also der aus den schwerer fließenden Bestandteilen bestehende Reststrom des Pressguts, wird entsprechend in Förderrichtung TR gefördert. Die (resultierende) Förderrichtung TR des Reststroms entspricht

vorzugsweise und im Wesentlichen der (resultierenden) Förderrichtung T P des

Produktstroms durch den Pressbereich P.

Die Hohltrommel 12 weist wie erwähnt eine perforierte Mantelfläche M auf. In der Figur 2a ist im vergrößerten Ausschnitt das Lochmuster 22 als Perforation zu erkennen. Die Anzahl, Größe und Anordnung der Löcher, Öffnungen, Bohrungen oder dergleichen kann variieren. Bevorzugt erstreckt sich die Perforation über die gesamte Mantelfläche M. In der Figur 2 wurde der besseren Übersicht halber auf die Darstellung der

Perforation im Wesentlichen verzichtet. Zum Pressen des Pressguts gegen die Hohltrommel 12 und teilweise durch die Perforation in die Hohltrommel 12 ist das Presselement 13 vorzugsweise mit einer einstellbaren Presskraft beabstandet zu der oder in Kontakt mit der Mantelfläche M positioniert. Das Presselement 13 kann auch nachgebend, z.B. über ein Federelement oder über einen Pneumatikzylinder oder dergleichen zur Hohltrommel 12 ausgebildet und angeordnet sein. In nicht

dargestellten Ausführungsformen ist das Presselement 13 z.B. eine umlaufend antreibbare Presstrommel. Bevorzugt ist das Presselement 13 jedoch ein umlaufend antreibbares Pressband 23, das weiter unten detailliert beschrieben wird.

Das Abführband 16 ist in einem Wirkbereich W mit dem Presselement 13 zur

Übernahme der Reste des Pressguts in einem minimalen Abstand zum Presselement 13 positioniert. Der minimale Abstand kann Null sein. Das bedeutet, dass das

Abführband 16 mindestens teilweise oder abschnittsweise mit dem Obertrum 16a am Presselement 13 anliegt, um z.B. am Presselement 13 haftende Reste besonders effektiv abkratzen zu können. Der voreingestellte Abstand kann aber auch größer Null sein, beispielsweise in einem Größenbereich zwischen 1 mm und 3 mm oder in einem Größenbereich zwischen 5 mm und 10 mm. Selbstverständlich sind letztlich in

Abhängigkeit des zu verarbeitenden Produktstroms auch andere Abstände wählbar.

Wie bereits erwähnt, sind das Abführband 16 und das Presselement 13 jeweils beliebig antreibbar, und zwar hinsichtlich Geschwindigkeit und Antriebsrichtung. Bevorzugt sind das Abführband 16 und das Presselement 13 im Wirkbereich W gegenläufig angetrieben, so dass eine Relativbewegung zum effektiven Lösen und/oder

Übernehmen der Reste des Produktstroms vom Presselement 13 auf das Abführband 16 gegeben ist. Besonders bevorzugt ist das Abführband 16 als Abstreiferband 24 ein aus Kunststoff bestehendes, umlaufend antreibbares Gliederband mit mindestens einem quer zur Abführrichtung TR verlaufenden Steg 25, wobei das Abstreiferband 24 derart zum Presselement 13 eingestellt ist, dass zwischen jedem Steg 25 und dem Presselement 13 ein minimaler Abstand besteht. Hinsichtlich des minimalen Abstandes gilt das Vorstehende entsprechend. In der gezeigten Ausführung ist das Abstreiferband 24 umlaufend mit Stegen 25 in gleichem Abstand zueinander versehen. Die Stege 25 erstecken sich quer zur Abführrichtung TR über die gesamte Breite des

Abstreiferbandes 24. Ausgehend von der jeweiligen Transportebene E A des

Abstreiferbandes 24 erstrecken sich die Stege 25 in der dargestellten Ausführungsform senkrecht nach oben und berühren im Wirkbereich W das Presselement 13 bzw. das Pressband 23. Anstelle der Stege 25 können auch andere Mitnehmer, Abstreifer, Kratzer oder dergleichen vorgesehen sein. Das Abstreiferband 24 kann auch aus anderen Materialien bestehen. Beispielsweise kann auch ein Kettenförderer aus Metall eingesetzt werden, der als Stege 25 Gummilippen aufweist. Auch die Anzahl,

Ausbildung, Verteilung und Positionierung der Stege 25 kann variieren. In nicht dargestellten Ausführungsformen kann auch ein Abführband 16 ohne Stege 25 oder dergleichen eingesetzt werden, z.B. mit einer rauhen oder strukturierten Oberfläche.

Das endlose Abführband 16 ist in der dargestellten Ausführungsform um einen starren, ortsfesten Transportabschnitt 26 und einen relativ zum starren Transportabschnitt 26 schwenkbaren Übernahmeabschnitt 27 geführt, wobei der schwenkbare

Übernahmeabschnitt 27 zur Schaffung eines beweglichen Abschnitts des

Abführbandes 16 um eine Schwenkachse A schwenkbar am Transportabschnitt 26 gelagert ist. Der Transportabschnitt 26 und der Übernahmeabschnitt 27 sind zwischen Obertrum 16a und Untertrum 16b angeordnet und sind ergänzend zu den

Umlenkelementen 20 vorgesehen. Insbesondere der Übernahmeabschnitt 27 kann optional auch einzelne Umlenkelemente 20 ersetzen. Der Transportabschnitt 26 kann z.B. aus einer Platte oder aus einfachen Profilen gebildet sein, die das Abführband 16 im Bereich des Obertrums 16a stützen. Der Transportabschnitt 26 ist bevorzugt am Rahmengestell 11 befestigt und bildet den festen Teil des Abstreiferbandes 24. Der schwenkbare Übernahmeabschnitt 27 ist vorzugsweise federbelastet am

Rahmengestell 11 gehalten und bildet den beweglichen und gegen die Federkraft nachgebenden Teil des Abstreiferbandes 24. Der Übernahmeabschnitt 27 ist bevorzugt zur besseren Positionierung zum Presselement 13 und zur Bildung eines maximal großen Wrkbereiches W abgeknickt ausgebildet, beispielsweise ein abgeknicktes Blech. Die Form und Ausbildung des Übernahmeabschnitts 27 sowie die Ausrichtung des Übernahmeabschnitts 27 zum Transportabschnitt 26 kann jedoch variieren.

Der Übernahmeabschnitt 27 kann mit seiner Schwenkachse A federbelastet direkt am Rahmengestell 11 gehalten sein. Vorzugsweise ist der Schwenkachse A ein Stellarm 28 zugeordnet, der verdrehtest mit der Schwenkachse A verbunden ist und über ein Federelement 29 mit einem Stellelement 30 verbunden ist, das am Rahmengestell 11 angeordnet ist. Das Stellelement 30 kann z.B. mehrere Rastpositionen 31 aufweisen, die mit einer am Rahmengestell 11 befestigten Rastnase 32 in Eingriff bringbar ist. Das Stellelement 30 mit den Rastpositionen 31 und der Rastnase 32 sowie das

Federelement 29 bilden eine Stelleinrichtung. Über die unterschiedlichen

Rastpositionen 31 lässt sich die Federkraft einstellen. Anstelle des Federelementes 29 mit dem Stellelement 30 ist z.B. auch ein Pneumatikzylinder einsetzbar. In anderen Weiterbildungen kann die Kraft auch mittels Magneten aufgebracht werden.

Der Stellarm 28 liegt mittels der Federkraft des Federelementes 29 an einem am Rahmengestell 11 angeordneten Anschlagelement 33 an, wobei das Anschlagelement 33 zur Einstellung der Größe des Abstandes zwischen dem Abführband 16 im Bereich des schwenkbaren Übernahmeabschnitts 27 und der Oberfläche des Presselementes 13, also im Wirkbereich W, verstellbar ausgebildet ist. Dazu umfasst das

Anschlagelement 33 im gezeigten Beispiel eine Stellschraube 34, mittels der durch Drehen die Position des Anschlags veränderbar ist. Das Anschlagelement 33 kann auch in anderer Weise ausgebildet sein. Das Anschlagelement 33 mit der

Stellschraube 34 einerseits und die Rastnase 32 andererseits können auch an einer gemeinsamen Schiene 41 angeordnet sein, die lösbar am Rahmengestell 11 befestigt ist.

Wie weiter oben bereits erwähnt, ist das Presselement 13 bevorzugt ein Pressband 23, und zwar ein von außen an die Mantelfläche M unter Umschlingung eines Teils des Umfangs der Hohltrommel 12 anpressbares, endloses Pressband 23, das umlaufend (in beide Richtungen) antreibbar ist und ein zur Hohltrommel 12 weisendes Obertrum 23a (Presstrum) und ein Untertrum 23b (Rückführtrum) umfasst, wobei auf der der Hohltrommel 12 entgegengesetzten Seite des Pressbandes 13 eine Stützvorrichtung 35 für das Pressband 23 mit wenigstens einem Stützelement 36 angeordnet ist. Das Pressband 23 ist um mehrere Umlenkelemente 37 geführt, wobei ein Umlenkelement 37 als Antriebswalze 38 ausgebildet und eingerichtet ist. Die Antriebswalze 38 ist optional gleichzeitig als verstellbare Andrückwalze ausgebildet. Mittels der

Antriebswalze 38 ist das Pressband 23 vorzugsweise in Antriebsrichtung A P gegen den Uhrzeigersinn antreibbar (siehe insbesondere Figur 3).

Das Stützelement 36 ist vorzugsweise eine Stützkette 39, die um die Antriebswalze 38 und mindestens ein zusätzliches Umlenkelement 40 geführt ist. Die Stützkette 39 ist zur Einstellung des Drucks vom Pressband 23 an die Hohltrommel 12 verstellbar ausgebildet und eingerichtet, vorzugsweise über die verstellbar ausgebildete

Andrückwalze. Das Stützelement 36 kann aber auch in anderer Weise, z.B. durch eine Rollenbahn oder dergleichen, ausgebildet sein. Das Pressband 23 ist in Förderrichtung TP des Produktstroms hinter dem Pressbereich P um die relativ zur Hohltrommel einstellbare Andrückwalze geführt, wobei der schwenkbare Übernahmeabschnitt 27 des Abführbandes 16 unterhalb der Andrückwalze positioniert ist.

Der sich über die gesamte Breite des Pressbandes 23 erstreckende, schwenkbare Übernahmeabschnitt 27 des Abführbandes 16 weist im Wirkbereich W eine

aufsteigende Ausrichtung auf, während das Untertrum 23b des Pressbandes 23 im Wirkbereich W eine absteigende Ausrichtung aufweist. Das um den

Übernahmeabschnitt 27 geführte Abführband 16 und das Untertrum 23b des

Pressbandes 23 sind im Wirkbereich W nicht nur gegenläufig angetrieben, sondern überlappen sich auch derart, dass das Abführband 16 und das Pressband 23 zur Bildung eines flächigen Wirkbereiches W mindestens abschnittsweise im Wesentlichen parallel verlaufen.

Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand der Zeichnung näher erläutert:

Das Verfahren dient zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen

unterschiedlicher Fließfähigkeit. Ein aus Pressgut bestehender Produktstrom wird in einen Produkt-Einzugskeil 14 einer Vorrichtung 10 zum Trennen von miteinander vermischten Stoffen unterschiedlicher Fließfähigkeit, der durch eine Hohltrommel 12 mit perforierter Mantelfläche M und ein Presselement gebildet ist, zugeführt. Die Zuführung kann manuell oder automatisiert sowie passiv oder aktiv erfolgen, die Hohltrommel 12 und das Presselement 13 werden zum Einziehen des Produktstroms in einen zwischen der Hohltrommel 12 und dem Presselement 13 gebildeten

Pressbereich P umlaufend angetrieben, wobei die leichter fließenden Bestandteile des Pressguts mittels des Presselementes 13 durch die Perforation der Mantelfläche M in den inneren Hohlraum H der Hohltrommel 12 gepresst und abgeführt werden, während die schwerer fließenden Bestandteile des Pressguts als am Presselement 13 verbleibende Reste des Pressguts als Reststrom in Förderrichtung T P des

Produktstroms hinter dem Pressbereich P mittels eines dem Presselement 13 zugeordneten Abführelementes 15 abgeführt werden.

Dieses Verfahren zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass die nach dem Pressen am Presselement 13 verbleibenden Reste des Pressguts mittels eines aktiv antreibbaren, endlosen Abführbandes 16 aktiv in Abführrichtung TR abgeführt werden.

Der z.B. aus einer Mischung aus Fleisch, Fett, Sehnen, Knorpeln und Haut als

Pressgut bestehende Produktstrom wird in einer Vorrichtung 10, in der das

Presselement 13 ein Pressband 23 ist, durch die im Pressbereich P gleichgerichtet angetriebene Hohltrommel 12 und das Pressband 23 in den Pressbereich P gezogen. Die leichter fließenden Bestandteile (Fleisch, Fett) werden durch die Perforation in den Hohlraum H der Hohltrommel 12 gepresst und abgeführt. Die schwerer fließenden Bestandteile (Haut, Knorpel, Sehnen) verbleiben als Reststrom am und auf dem Pressband 23 und/oder an der Mantelfläche M der Hohltrommel 12. Das an der Mantelfläche M haftende Material kann z.B. durch geeignete Abstreifelemente von der Mantelfläche M gekratzt werden und fällt in Förderrichtung T P des Produktstroms hinter der Hohltrommel 12 auf das Pressband 23. Durch den umlaufenden Antrieb des Pressbandes 23 trifft der gesammelte Reststrom auf das Abführband 16. Einzelne Bestandteile des Reststroms fallen vom Pressband 23 auf das Abführband 16. Andere Bestandteile des Reststroms, die am Pressband 23 haften, werden im Wirkbereich W von Pressband 23 und Abstreiferband 24 als Abführband 16 von den Stegen 25 des Abstreiferbandes 24 vom Pressband 23 gelöst und durch den umlaufenden Antrieb des Abstreiferbandes 24 in Antriebsrichtung A A in Förderrichtung TR abgeführt.

Dabei werden die nach dem Pressen am Presselement 13 verbleibenden Reste des Pressguts mittels des umlaufend antreibbaren Abführbandes 16 von dem endlosen, umlaufend antreibbaren Pressband 23 als Presselement 13 in einem flächigen

Wrkbereich W gelöst, übernommen und gegen die Antriebsrichtung A P des

Pressbandes 23 abgeführt. Die nach dem Pressen am Presselement 13 verbleibenden Reste des Pressguts, also der Reststrom, wird im Wesentlichen horizontal aus der Vorrichtung 10 abgeführt und etwa mittig in einen Auffangbehälter 19 abgegeben. Besonders bevorzugt wird das Verfahren mit einer Vorrichtung 10 nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12 durchgeführt, also mit einer Vorrichtung 10, wie sie vorstehend ausführlich beschrieben wurde.




 
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