BRAUN, Peter (Zeppelinring 10d, Kreuzlingen, CH-8280, CH)
KÖNIG, Rene (Breitwiesstrasse 7, Amriswil, CH-8580, CH)
BOBZIN, Marcos (Im Ahorn 9, Zollikerberg, CH-8125, CH)
ZENG, Yuantong (Schützenstrasse 19, Uzwil, CH-9240, CH)
BRAUN, Peter (Zeppelinring 10d, Kreuzlingen, CH-8280, CH)
KÖNIG, Rene (Breitwiesstrasse 7, Amriswil, CH-8580, CH)
BOBZIN, Marcos (Im Ahorn 9, Zollikerberg, CH-8125, CH)
| Patentansprüche 1. Vorrichtung (1) zur Temperaturmessung, enthaltend zumindest eine Temperiervorrichtung (6), insbesondere eine Peltier- Temperiervorrichtung, mit einem Aufnahmebereich (9) für einen Aufnahmebehälter (5) , insbesondere einen Einweg- Aufnahmebehälter, derart ausgebildet, dass bei bestimmungs- gemässem Gebrauch des Aufnahmebehälters (5) die Wärmeüber¬ tragung zwischen Aufnahmebehälter (5) und Temperiervorrichtung (6) durch Wärmestrahlung und Wärmeleitung erzielbar ist, wobei der Wärmeleitungsanteil überwiegt und ein Kon¬ takt zwischen Temperiervorrichtung (6) und einer Aussenwand (11) des Aufnahmebehälters (5) auf höchstens 80%, bevorzugt höchstens 50%, besonders bevorzugt höchstens 20% und ganz besonders bevorzugt höchstens 1% der Fläche der Aussenwand eingestellt ist. 2. Vorrichtung (1) gemäss Anspruch 1, wobei die dem Aufnahmebereich (9) zugewandte Aussenwand (11) des Aufnahmebehäl¬ ters (5) bei bestimmungsgemässem Gebrauch von der Innenwand (12) des Aufnahmebereichs (9) beabstandbar, insbesondere beabstandet ist, und wobei die Vorrichtung (1) einen Tempe¬ raturfühlerhalter (3) aufweist, insbesondere zur Aufnahme eines Temperaturfühler (2), wobei der Aufnahmebereich (9) mit einem Fluid (8), insbesondere im Wesentlichen unter Umgebungsdruck, befüllbar ist und die Temperiervorrichtung (6) in einem, insbesondere auswählbaren, Temperaturbereich regelbar ist. 3. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die regelbare Temperiervorrichtung (6) in einem Temperaturbereich von -20°C bis 40 °C, bevorzugt von 1°C bis 25°C, besonders bevorzugt von 10°C bis 23°C und ganz besonders bevorzugt von 17°C bis 20°C regelbar ist, bevorzugt auf eine auswählbare Temperatur mit einer Schwan¬ kung von maximal ±0.5 °C. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturfühlerhalter (3) und / oder eine Temperaturfühleraufnahme (18) thermostatisierbar, insbesondere aktiv thermostatisierbar, ist. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (d) zwischen Innenwand (12) des Aufnahmebereichs (9) und der Aussenwand (11) des Aufnahmebehälters (5) bei bestimmungsgemässem Gebrauch einstellbar ist. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenwand (11) des Aufnahmebehäl¬ ters (5) zumindest teilweise eine rippenartige Struktur aufweist . Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, der Temperaturfühlerhalter (3) einen Wärmeleitungsbereich (16) mit einer ersten Wärmeleitung und einen Wärmedämmungsbereich (17) mit einer zweiten Wärmeleitung aufweist, wobei die erste Wärmeleitung grösser als die zweite Wärmeleitung ist. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstandshalter (4) in der Tempe¬ riervorrichtung (6) aufnehmbar ist zur Aufnahme des Aufnahmebehälters (5) , insbesondere zur Einstellung des Abstandes zwischen Innenwand (12) des Aufnahmebereichs (9) und der Aussenwand (11) des Aufnahmebehälters (5). 9. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (4) aus Metall, insbesondere Aluminium oder Stahl, Kunststoff oder einer beliebigen Kombination dieser Materialien besteht. 10. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Vorrichtung (1) ein Computer (13) verbindbar oder verbunden ist zur Steuerung der Vorrichtung (1) sowie zur Aufnahme der gemessenen Temperaturen . 11. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10, da¬ durch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen weite¬ ren Temperatur-Fühler (24) aufweist zur Messung der Umgebungstemperatur, wobei der weitere Temperatur-Fühler (24) insbesondere aussen mit einem Gehäuse (25) der Vorrichtung (1) verbunden ist. 12. Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 11, ge¬ kennzeichnet durch zumindest ein Bedienelement zum Starten des Messprozesses, des Auswerteprozesses und zur Auswahl von Parametern, insbesondere der Temperatur, bevorzugt mit Display und Tastatur und/oder Touchscreen, und Anzeigeelementen zum Anzeigen zumindest einer der eingestellten Parameter, einer Temperaturkurve und einer Bewertung. 13. Verfahren zur Temperaturmessung, mit einer Vorrichtung (1) insbesondere gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12, gekenn¬ zeichnet durch die folgenden Schritte: - Befüllen eines Aufnahmebehälters (5) der Vorrichtung (1) mit einer Masse (20), wobei die Vorrichtung (1) die folgenden Merkmale aufweist: eine Temperiervor¬ richtung (6), insbesondere eine Peltier- Temperiervorrichtung, mit einem Aufnahmebereich (9) für einen Aufnahmebehälter (5) , insbesondere einen Einweg-Aufnahmebehälter (5) , derart ausgebildet, dass bei bestimmungsgemässem Gebrauch des Aufnahmebehälters (5) die Wärmeübertragung zwischen Aufnahmebehälter (5) und Temperiervorrichtung (6) durch Wärmestrahlung und Wärmeleitung erzielbar ist, wobei der Wärmeleitungsanteil überwiegt und ein Kontakt zwischen Temperiervorrichtung (6) und einer Aussenwand (11) des Aufnahmebe¬ hälters (5) auf höchstens 80%, bevorzugt höchstens 50%, besonders bevorzugt höchstens 20% und ganz beson¬ ders bevorzugt höchstens 1% der Fläche der Aussenwand eingestellt ist; Aufschmelzen der Masse (20) auf zumindest 50°C, bevor¬ zugt auf zumindest 65°C, besonders bevorzugt auf zu¬ mindest 68 °C und ganz besonders bevorzugt auf zumin¬ dest 70 °C; Regeln der Temperatur in der Temperiervorrichtung (6) auf die für die Messung benötigte Temperatur, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -20°C bis 40 °C, besonders bevorzugt von 1°C bis 25°C, ganz besonders bevorzugt von 10°C bis 23°C und weiter ganz besonders bevorzugt von 17°C bis 20°C; Einsetzen des Aufnahmebehälters (5) in den Aufnahmebe¬ reich ( 9) ; Messen der Temperatur der Masse (20) in Abhängigkeit von der Zeit mittels des Temperaturfühlers (2); Speichern der gemessenen Temperatur, insbesondere der gemessenen Temperatur-Zeit Paare. 14. Verfahren zur Temperaturmessung gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die benötigte Temperatur gewählt wird und / oder vor dem Aufschmelzen der Masse eingestellt wird. 15. Verfahren zur Temperaturmessung gemäss Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Typ der zu messenden Masse (20) an der Vorrichtung (1) eingestellt wird, insbesondere aus einer Liste ein Massentyp gewählt wird oder ein Massen- typparameter eingegeben wird, und die Vorrichtung (1) daraufhin auf die benötigte Temperatur geregelt wird. 16. Verfahren zur Qualitätsbestimmung einer Masse (20), insbesondere Kakaobutter, mit einer Vorrichtung (1), insbesonde¬ re gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12, umfassend Mittel zur Messung einer Temperatur und Datenverarbeitungsmittel mit einer Datenbank, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tem¬ peratur in Abhängigkeit von der Zeit gemessen wird, insbe¬ sondere gemäss einem der Ansprüche 13 bis 15, die gemesse¬ nen Temperaturen gespeichert werden, wobei in der Datenbank Referenzdaten, insbesondere Charakterisierungsgrössen von Abkühlungskurven von zumindest einer Referenzmasse gespei¬ chert sind, umfassend die folgenden Schritte: - Bestimmung zumindest einer Charakterisierungsgrösse aus und / oder mit den gemessenen Temperaturen der Masse (20), - Bestimmung und / oder Angabe eines Qualitätsindex ba¬ sierend auf einer, insbesondere gewichteten, Zuordnung der zumindest einen Charakterisierungsgrösse der Masse (20) zu den Referenzdaten, insbesondere zu Charakterisierungsgrössen von Abkühlungskurven von zumindest einer Referenzmasse. 17. Verwendung einer Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 13 bis 16, zur Bestimmung des Kristallisationsverhaltens einer Masse (20), insbesondere von Kakaobutter, einem pflanzlichen Fett, eine fetthaltige Masse, Kakaomasse oder beliebigen Mischungen daraus. 18. Verwendung einer Vorrichtung (1) gemäss Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Kristallisationsverhalten mittel eines Expertensystems (14) charakterisiert wird. 19. Computerprogrammprodukt, das direkt in den internen Spei¬ cher eines digitalen Computers geladen werden kann und Softwarecodeabschnitte umfasst, mit denen eine Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12 steuerbar ist, insbe¬ sondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 13 bis 16, wenn das Produkt auf einem Computer läuft . 20. Verwendung eines Abstandshalters (4), insbesondere eines Distanzrings, in einer Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Einstellung eines Abstandes zwischen einer Innenwand (12) einer Temperiervorrichtung (6) und einer Aussenwand (11) eines Aufnahmebehälters (5) bei bestim- mungsgemässem Gebrauch des Aufnahmebehälters (5) . 21. Verfahren zur Bestimmung einer Temperaturkorrektur für eine Masse (20), insbesondere mit einer Vorrichtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch die fol¬ genden Schritte: - Messen einer Ist-Temperatur der Masse (20) mittels eines Temperaturfühlers (2), - Messen einer Umgebungstemperatur mittels eines weiteren Temperatur-Fühlers (24), - Vergleichen der Ist-Temperatur der Masse (20) mit einer Soll-Temperatur, - Speichern der Abweichung zwischen der gemessenen Ist- Temperatur und der Soll-Temperatur als Temperaturkorrektur in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur, insbesondere als Temperaturkorrektur- Umgebungstemperatur Paar. Verfahren zur Temperaturkorrektur während der Temperatur- Messung einer Masse (20), insbesondere mittels einer Tempe raturkorrektur erhalten nach dem Verfahren gemäss Anspruch 21, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach ei nem der Ansprüche 13 bis 16, insbesondere mit einer Vor¬ richtung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperaturkorrektur in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur aus einem Speicher ausgelesen wird und die gemessenen Temperaturen mit der Tempera turkorrektur korrigiert werden. |
Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Temperaturmes ¬ sung, insbesondere der zeitabhängigen Temperaturmessung einer Masse mit den Merkmalen der Oberbegriffe der unabhängigen Ansprüche .
Aus dem Stand der Technik ist eine Analysemethode zur Bestimmung einer Erstarrungskurve, d.h. der Abkühlung, von Kakaobutter und anderen in Schokoladen und Confiseriewaren verwendeten Fetten bekannt, wobei diese Erstarrungskurve auch als Shukoff-Kühlkurve bezeichnet wird. Bei dieser Analysemethode wird eine bestimmte Menge flüssiger Kakaobutter in ein Gefäss gegeben, welches dann bis zu einer definierten Tiefe in ein Eis-Wasser-Gemisch von 0°C getaucht wird. Die Abkühlung der Kakaobutter findet unter genau festgelegten Bedingungen statt.
Mittels eines Thermometers wird die Temperatur in regelmässigen Zeitintervallen abgelesen und aus den erhaltenen Werten die Zeit-Temperatur-Kurve erstellt. Als Gefäss wird eine doppelwan- dige Glasflasche verwendet, die zwischen der Doppelwandung auf einen Druck von 0.013 mbar evakuiert ist. Diese Analysemethode und die dazu zu verwendende Vorrichtung ist im Blatt 110/B/D- 1985 des „Office International du Cacao, du Chocolat et de la Confiserie" offenbart.
Dieser vorbekannte Stand der Technik weist jedoch den Nachteil auf, dass die Temperaturmessung der Abkühlung in der Praxis sehr lange dauert. Weiterhin wird mit der vorbekannten Vorrichtung bzw. dem vorbekannten Verfahren eine nicht ausreichende messtechnische Auflösung der bei der Abkühlung einer Masse ablaufenden chemischen und / oder physikalischen Prozesse, insbesondere einer Kristallisation der Masse, erreicht. Weiterhin nachteilig ist der konstruktive Aufwand der Vorrichtung durch die Verwendung eines doppelwandigen Glaskolbens sowie die aufwendige
Durchführung des Messverfahrens, da jeweils ein Eis-Wasser- Gemisch vorbereitet werden muss.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die
Nachteile des Bekannten zu vermeiden, insbesondere also eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, durch das die Dauer der Abkühlung der Masse reduziert wird sowie die messtechnische Auflösung der Kinetik der ablaufenden chemischen und / oder physikalischen Prozesse in der Masse während der Abkühlung verbessert wird. Eine weitere Aufgabe ist die Vereinfachung der Durchführung des Verfahrens zur Temperaturmessung.
Diese Aufgaben werden durch eine Vorrichtung sowie ein Verfahren gemäss dem kennzeichnenden Teil der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Unter dem Begriff „Kinetik" eines chemischen und / oder physikalischen Prozesses wird im Sinne der Anmeldung der zeitliche Ab ¬ lauf dieses Prozesses verstanden. Ein chemischer Prozess ist beispielsweise unter anderem die Kristallisation einer aufgeschmolzenen Kakaomasse oder eines Fettes während der Abkühlung.
Weiterhin wird im Sinne der Anmeldung unter der Abkühlung einer Masse in Abhängigkeit der Zeit auch eine solche Abkühlung ver ¬ standen, bei der zumindest zeitweise die ablaufenden chemischen und / oder physikalischen Prozesse, d. h. die Kinetik, zu einer Temperaturerhöhung in der Masse führen.
Eine Masse ist im Sinne der Anmeldung eine fliessfähige Zusam ¬ mensetzung, insbesondere eine Kakaomasse, Kakaobutter, eine fetthaltige Masse, ein Fett oder beliebige Mischungen daraus. Bei der Masse kann es sich auch um Mischungen handeln, beispielsweise um Mischungen verschiedener Fette. Fliessfähig bedeutet, dass die Masse zumindest in einem Teilbereich eines Tem ¬ peraturbereichs von -20°C bis 200°C, insbesondere von 0° bis 100°C, bei Umgebungsdruck in einer fliessfähigen Form vorliegt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Temperaturmessung enthält zumindest eine Temperiervorrichtung, welche insbesondere eine Peltier-Temperiervorrichtung ist. Die Temperiervorrichtung weist einen Aufnahmebereich für einen Aufnahmebehälter auf, wobei dieser insbesondere ein Einweg-Aufnahmebehälter ist. Bei bestim- mungsgemässem Gebrauch des Aufnahmebehälters ist die Wärmeübertragung zwischen Aufnahmebehälter und Temperiervorrichtung durch Wärmestrahlung und Wärmeleitung erzielbar, wobei der Wärmeleitungsanteil überwiegt. Ein Kontakt zwischen der Temperiervor ¬ richtung und einer Aussenwand des Aufnahmebehälters ist auf höchstens 80% der Fläche der Aussenwand eingestellt. Bevorzugt ist dieser Kontakt zwischen der Temperiervorrichtung und einer Aussenwand des Aufnahmebehälters auf höchstens 50%, besonders bevorzugt auf höchstens 20% und ganz besonders bevorzugt höchs ¬ tens auf 1% der Fläche der Aussenwand eingestellt und wird ins ¬ besondere durch einen flächigen Kontakt zwischen der Aussenwand des Aufnahmebehälters und der Innenwand der Temperiervorrichtung erzielt .
Insbesondere bevorzugt erfolgt die Wärmeleitung jedoch nicht über einen Kontakt zwischen Temperiervorrichtung und Aufnahmebehälter. Mit anderen Worten, die Aussenwand des Aufnahmebehälters hat insbesondere bevorzugt keinen direkten Kontakt mit der Tem ¬ periervorrichtung .
Unter einer Temperiervorrichtung, die in einem Temperaturbereich regelbar ist, wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung verstan- den, dass diese Temperiervorrichtung im spezifizierten Temperaturbereich auf eine, insbesondere vorher gewählte, Temperatur einstellbar ist und diese durch Regelung der Temperiervorrichtung auf der spezifizierten Temperatur stabilisiert wird. Es ist mit dieser Temperiervorrichtung aber auch möglich, dass ein Temperaturverlauf in Abhängigkeit von der Zeit im spezifizierten Temperaturbereich regelbar ist. Bei der Temperiervorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Peltier-Temperiervorrichtung oder auch eine Flüssigkeitsströmungs-Temperiervorrichtung handeln, wobei diese bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt von Wasser mittels Wasser betrieben werden kann und unter dem Gefrierpunkt beispielsweise mit Alkohol.
Unter der Formulierung, dass ein Kontakt zwischen der Temperiervorrichtung und einer Aussenwand des Aufnahmebehälters auf höchstens 80% der Fläche der Aussenwand eingestellt ist, wird im Sinne der Anmeldung verstanden, dass die Aussenwand des Aufnahmebehälters nur in Teilbereichen mit der Temperiervorrichtung in direktem Kontakt steht. Bei einer Flüssigkeitsströmungs- Temperiervorrichtung bedeutet dies also beispielsweise, dass die Flüssigkeit dieser Temperiervorrichtung nicht direkt in Kontakt mit dem Aufnahmebehälter tritt und insbesondere in einem Gehäuse der Flüssigkeitsströmungs-Temperiervorrichtung geführt wird; alternativ kann die Flüssigkeit auf beispielsweise höchstens 80%, bevorzugt höchstens 50%, besonders bevorzugt höchstens 20% und ganz besonders bevorzugt höchstens 1% der Fläche der Aussenwand des Aufnahmebehälters mit diesem in Kontakt treten. Insbesondere sind die Temperiervorrichtung und der Aufnahmebehälter voneinander beabstandet durch beispielsweise einen Luftspalt oder ein Isoliermaterial oder durch eine beliebige Kombination von Luft ¬ spalt und Isoliermaterial in den Bereichen, in denen diese nicht in direktem Kontakt stehen. Unter der Formulierung, dass die Wärmeleitung nicht über einen Kontakt zwischen Temperiervorrichtung und Aufnahmebehälter erfolgt, wird im Sinne der Anmeldung verstanden, dass die Tempe ¬ riervorrichtung und die Aussenwand des Aufnahmebehälters vonein ¬ ander beabstandet sind durch beispielsweise einen Luftspalt oder ein Isoliermaterial, beispielsweise Schaumstoff, oder durch eine beliebige Kombination von Luftspalt und Isoliermaterial. Bei ¬ spielsweise kann die Wärmeleitung über einen Abstandshalter erfolgen, der in der Temperiervorrichtung aufnehmbar ist zur Aufnahme des Aufnahmebehälters.
Ein Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung liegt darin, dass mit dieser Vorrichtung die Abkühlung der Masse, die sich im Aufnahmebehälter befindet, schneller gegenüber dem Stand der Technik stattfindet. Dadurch reduziert sich die notwendige Messzeit zur Erfassung des Verlaufs der Abkühlung. Dies wird dadurch erreicht, dass die Wärmeübertragung zwischen der Masse, die sich im Aufnahmebehälter befindet, und der Temperiervorrichtung auch oder zu einem grösseren Anteil als aus dem Stand der Technik bekannt durch Wärmeleitung erfolgt. Zudem wird die Wärme mittels Strahlung abgeführt, wobei der Strahlungsanteil der abgeführten Wärme kleiner ist als der Wärmeleitungsteil. Im Stand der Tech ¬ nik wird hingegen die Wärme hauptsächlich durch Strahlung abgeführt und Wärmeleitung im Wesentlichen verhindert. Weiterhin ist im Stand der Technik ein Abstand zwischen Aufnahmebehälter und Temperiervorrichtung grösser, so dass die Abführung von Wärme durch Strahlung langsamer erfolgt. Beispielsweise lässt sich mit der erfindungsgemässen Vorrichtung ein sechsfach höherer Wärmestrom von der Masse in die Temperiervorrichtung bei gleicher Temperaturdifferenz zwischen Temperiervorrichtung und Aufnahmebehälter erzielen. Somit ist es beispielsweise möglich, dass die Temperiervorrich ¬ tung auf eine höhere Temperatur gegenüber dem Stand der Technik eingestellt werden kann, welche einfacher zu regeln ist und gleichzeitig einen geringeren Energieverbrauch fordert, wobei die erforderliche Messdauer gegenüber dem Stand der Technik reduziert wird.
Gleichzeitig erfolgt der Wärmeaustausch langsam genug, um Zeit für die Kristallisationsprozesse zu geben und eine ausreichende Messauflösung zu erreichen.
Die konstruktive Ausgestaltung der Vorrichtung hat weiterhin den Vorteil, dass die Wärmeleitung derart begrenzt wird, dass die Kinetik bei der Abkühlung der Masse bei geringerer Messdauer gut auflösbar ist. Dies ist notwendig, da der bei der Abkühlung ge ¬ messene Temperaturverlauf als Qualitätsmerkmal der Masse z. B. zur Schokoladenherstellung verwendet werden kann. Insbesondere wird der Temperaturverlauf zur Charakterisierung der Kristalli ¬ sationsphase einer Kakaomasse, aus der Schokolade herstellbar ist, zur Bestimmung der Qualität der Kakaomasse verwendet.
Der Wärmeleitungsanteil, beispielsweise über die Luft, einen di ¬ rekten Kontakt oder über eine Kombination von Luft und direktem Kontakt, an der Gesamt-Wärmeübertragung zwischen der Temperiervorrichtung und dem Aufnahmebehälter ist grösser 30%, bevorzugt grösser 40% und ganz besonders bevorzugt grösser 50%. Insbeson ¬ dere liegt der Wärmeleitungsanteil in einem Bereich von 30% bis 97%, bevorzugt von 40% bis 80% und besonders bevorzugt von 50% bis 70%. Der Wärmestrahlungsanteil an der Gesamt- Wärmeübertragung zwischen der Temperiervorrichtung und dem Aufnahmebehälter liegt in einem Bereich von 3% bis 70%, bevorzugt von 4 ~6 bis 50% und ganz besonders bevorzugt θΠ 5"6 bis 20%. Der Wärmeleitungsanteil sowie der Wärmestrahlungsanteil addieren sich zu 100%.
Bevorzugt ist die dem Aufnahmebereich zugewandte Aussenwand des Aufnahmebehälters bei bestimmungsgemässem Gebrauch von der Innenwand des Aufnahmebereichs beabstandbar, insbesondere
beabstandet. Weiterhin weist die Vorrichtung einen Temperaturfühlerhalter auf, der zur Aufnahme eines Temperaturfühlers ge ¬ eignet ist. Der Aufnahmebereich ist mit einem Fluid befüllbar, insbesondere im Wesentlichen unter Umgebungsdruck. Die Temperiervorrichtung ist in einem, insbesondere auswählbaren und / oder einstellbaren, Temperaturbereich regelbar.
Unter Umgebungsdruck wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein Druck im Bereich von 100 mbar bis 2 bar verstanden. Bevorzugt ist liegt der Umgebungsdruck im Bereich von 500 mbar bis 1.5 bar, besonders bevorzugt von 800 mbar bis 1.2 bar.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung ist eine gute Reproduzierbarkeit der Messergebnisse, da insbesondere Pel- tier-Temperiervorrichtungen präzise geregelt werden können. Dies führt zu einer Verringerung der möglichen Bedienungsfehler gegenüber dem Stand der Technik. Gleichzeitig führt die konstruktive Ausgestaltung der Vorrichtung zu einer gut reproduzierbaren Anordnung der einzelnen Bauelemente, was die Reproduzierbarkeit der Temperaturmessung weiter verbessert.
Zudem weist die Vorrichtung den Vorteil auf, dass durch die konstruktive Ausgestaltung die Temperiervorrichtung miniaturisierbar ist und somit die gesamte Vorrichtung kleiner gehalten werden kann und insbesondere leichter transportierbar ist. Die Verwendung von Einweg-Aufnahmebehältern, d. h. wegwerfbaren Aufnahmebehältern, die jeweils sehr kostengünstig sind, führt zu einer vereinfachten Bedienung der Vorrichtung.
Bevorzugt ist die Temperiervorrichtung in einem Temperaturbe ¬ reich von -20°C bis 40°C regelbar. Bevorzugt ist die Temperier ¬ vorrichtung in einem Temperaturbereich von 1°C bis 25°C, besonders bevorzugt von 10°C bis 23°C und ganz besonders bevorzugt von 17°C bis 20°C regelbar, bevorzugt auf eine auswählbare Tem ¬ peratur mit einer Schwankung von maximal ±0.5 °C.
Dies hat den Vorteil, dass die Temperaturdifferenz zwischen der Temperatur der Masse in der Aufnahmevorrichtung und der Temperiervorrichtung so einstellbar ist, dass die Wärmeleitung und Wärmestrahlung von der Masse zur Temperiervorrichtung für die Anforderungen der jeweiligen Messungen optimiert wird. Diese Anforderungen sind unter anderem die Geschwindigkeit der Messung und die Auflösung der Kinetik. Beispielsweise wird bei Einstel ¬ lung der Temperiervorrichtung auf 15°C anstatt 5°C die effektive Wärmeleitung und effektive Wärmestrahlung bei der höheren Temperatur, d.h. 15°C, von der Masse in die Temperiervorrichtung bei gleicher Temperatur der Masse verringert, so dass unter Umständen die Kinetik bei der Abkühlung mit besserer Auflösung messbar ist .
Insbesondere bevorzugt ist der Temperaturfühlerhalter und / oder eine Temperaturfühleraufnahme thermostatisierbar .
Unter Thermostatisierung wird hier eine Regelung der Temperatur des Temperaturfühlerhalters, der Temperaturfühleraufnahme oder des Temperaturfühlerhalters und der Temperaturfühleraufnahme verstanden, insbesondere auf eine im Wesentlichen konstante Temperatur . Eine Temperatur wird im Sinne der Anmeldung als im Wesentlichen konstant thermostatisiert angesehen, wenn diese in einem Bereich von ± 2°C, insbesondere von ± 1°C, konstant gehalten, insbeson ¬ dere geregelt, wird.
Dies hat den Vorteil, dass die Temperatur des Temperaturfühlers weiter stabilisiert werden kann und damit eine genauere Tempera ¬ turmessung der Masse erreichbar ist.
Besonders bevorzugt ist zumindest das durch die Innenwand des Aufnahmebereichs und die Aussenwand des Aufnahmebehälters bei bestimmungsgemässem Gebrauch definierte Volumen mit einem Fluid befüllbar oder befüllt, wobei zumindest einer der Parameter Druck, Temperatur und Feuchtigkeit einzeln oder in beliebiger Kombination einstellbar ist.
Diese Ausgestaltung der Vorrichtung hat den Vorteil, dass die Wärmeleitung zwischen der Masse im Aufnahmebehälter und der Temperiervorrichtung an die jeweiligen Anforderungen der Messung anpassbar ist.
Bevorzugt ist das Fluid aus der Liste der folgenden Gase einzeln oder in beliebiger Mischung wählbar: Luft, Stickstoff, Argon, Helium.
Dies hat den Vorteil, dass durch die Wahl des Gases, mit dem der Aufnahmebereich der Temperiervorrichtung gefüllt wird, die Wärmeleitung zwischen der Masse im Aufnahmebehälter und der Temperiervorrichtung einstellbar ist. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Abstand zwischen Innenwand des Aufnahmebereichs und der Aussenwand des Aufnahmebehälters bei bestimmungsgemässem Gebrauch einstellbar.
Die Möglichkeit der Einstellung des Abstandes zwischen Innenwand und Aussenwand bei bestimmungsgemässem Gebrauch hat den Vorteil, dass die Wärmeleitung und Wärmestrahlung zwischen der Masse im Aufnahmebehälter und der Temperiervorrichtung an die Anforderungen der Messung einstellbar ist.
Der Abstand zwischen Innenwand und Aussenwand ist beispielsweise durch die Geometrie des Aufnahmebereichs und / oder des Aufnah ¬ mebehälters einstellbar.
Bevorzugt ist der Aufnahmebehälter aus Metall, insbesondere Alu ¬ minium, Kunststoff oder einer beliebigen Kombination dieser Materialien gefertigt.
Dies hat den Vorteil, dass das für die jeweilige Messung benö ¬ tigte Material in Abhängigkeit von der geforderten Wärmeleitung sowie Wärmestrahlung und der zu verwendenden Masse, die in den Aufnahmebehälter eingefüllt werden soll, auswählbar ist.
Weiter ganz besonders bevorzugt weist die Aussenwand des Aufnah ¬ mebehälters zumindest teilweise eine mittlere Oberflächenrauheit Ra im Bereich von 0,2 ym bis 5,2 ym, bevorzugt von 1 ym bis 4 ym und besonders bevorzugt von 1.5 ym bis 3.5 ym auf.
Die mittlere Oberflächenrauheit Ra wird auch als Mittenrauwert bezeichnet .
Die Oberflächenrauheit wird dabei gemäss DIN EN ISO 4287 gemes ¬ sen, beispielsweise mit einem Perthometer M2 der Firma Mahr. Dies hat den Vorteil, dass durch die Rauheit der Oberfläche die ¬ se vergrössert wird und damit die Wärmeleitung und Wärmestrah ¬ lung verbessert wird. Somit kann durch Auswahl der Oberflächenrauheit der Aussenwand die Wärmeleitung und Wärmestrahlung zwischen Aufnahmebehälter und Temperiervorrichtung eingestellt werden .
Weiter ganz besonders bevorzugt weist die Aussenwand des Aufnah ¬ mebehälters zumindest teilweise eine rippenartige Struktur auf.
Dies hat den Vorteil, dass die Oberfläche der Aussenwand ver ¬ grössert wird und damit die Wärmeleitung und Wärmestrahlung zwischen Aufnahmebehälter und Temperiervorrichtung verbessert wird. Somit ist die Wärmeleitung durch die Auswahl der Rippen auf der Oberfläche der Aussenwand einstellbar.
Die Rippen können dabei im Wesentlichen parallel zur Achse des Aufnahmebehälters, im Wesentlichen senkrecht zu dieser Achse oder in einem beliebigen Winkel zu dieser Achse ausgebildet sein .
Insbesondere können die Rippen zumindest teilweise bei bestim- mungsgemässem Gebrauch des Aufnahmebehälters mit der Temperiervorrichtung in Kontakt stehen.
In einer besonders bevorzugten alternativen Ausführungsform weist der Temperaturfühlerhalter einen Wärmeleitungsbereich, insbesondere eine Leithülse, mit einer ersten Wärmeleitung und einen Wärmedämmungsbereich mit einer zweiten Wärmeleitung auf, wobei die erste Wärmeleitung grösser als die zweite Wärmeleitung ist. Insbesondere weist der Temperaturfühlerhalter den Wärmeleitungsbereich höherer Wärmeleitung auf der einem einsetzbaren Temperaturfühler im Wesentlichen zugewandten Seite auf. Insbesondere bevorzugt umschliesst der Wärmedämmungsbereich tieferer Wärmeleitung den Wärmeleitungsbereich höherer Wärmeleitung im Wesentlichen auf der der Temperiervorrichtung abgewandten Seite.
Bevorzugt besteht der Temperaturfühlerhalter aus Metall, insbe ¬ sondere Aluminium, oder Kunststoff. Besonders bevorzugt besteht der Temperaturfühlerhalter aus einer beliebigen Kombination dieser Materialien. Insbesondere bevorzugt weist der Temperaturfühlerhalter Aussparungen auf, die beispielsweise mit einem Fluid befüllbar sind oder sonstigen Isoliermaterialien.
Bevorzugt besteht der Wärmeleitungsbereich höherer Wärmeleitung aus Metall, insbesondere aus Aluminium. Der Wärmedämmungsbereich tieferer Wärmeleitung besteht bevorzugt aus Kunststoff oder aus mit Fluid befüllbaren Aussparungen oder einer beliebigen Kombination aus Kunststoff und Aussparungen.
Dies hat den Vorteil, dass die konstruktive Ausgestaltung des Temperaturfühlerhalters so ausgewählt werden kann, dass dieser durch die Temperiervorrichtung temperiert wird und eine hohe Wä ¬ rmekapazität aufweist, so dass beispielsweise Schwankungen der Umgebungstemperatur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Temperaturmessung haben. Dies führt zu einer verbesserten Genauigkeit der gemessenen Temperaturen bei der Abkühlung der Masse.
Der Wärmeleitungsbereich höherer Wärmeleitung wird beispielsweise durch die Temperiervorrichtung temperiert, d.h. die Temperiervorrichtung und der Wärmeleitungsbereich höherer Wärmeleitung sind gut wärmeleitend miteinander verbunden, beispielsweise über einen Abstandshalter, und damit geregelt. Es ist aber beispielsweise auch möglich, dass der Wärmeleitungsbereich höherer Wärmeleitung, insbesondere die Leithülse, mit einer Temperatur- regel-Vorrichtung thermostatisiert wird. Zudem wird der Wärme ¬ leitungsbereich durch den Wärmedämmungsbereich gegenüber der Umgebung so umschlossen, dass die Einflüsse der Temperaturschwankungen in der Umgebung weiter reduziert werden. Damit wird erreicht, dass die Temperatur in der Temperiervorrichtung weiter stabilisiert wird zur genaueren Messung.
Weiter ganz besonders bevorzugt ist ein Abstandshalter in der Temperiervorrichtung aufnehmbar zur Aufnahme des Aufnahmebehälters .
Die Verwendung eines Abstandshalters, insbesondere eines Dis ¬ tanzrings, hat den Vorteil, dass durch diesen zumindest ein Teil der Wärmeleitung zwischen Aufnahmebehälter und Temperiervorrichtung erfolgt und diese somit durch die konstruktive Ausgestal ¬ tung und die Materialwahl des Abstandshalters einstellbar ist.
Der Abstandshalter weist bei bestimmungsgemässem Gebrauch vorteilhaft eine Dicke parallel zur Senkrechten auf die Öffnung des Aufnahmebereichs von 0.1 mm bis 50 mm auf. Vorzugsweise weist der Abstandshalter eine Dicke von 2 bis 6 mm, besonders bevorzugt von 3 mm bis 5 mm auf.
Ein als Distanzring ausgebildeter Abstandshalter weist üblicherweise einen Innendurchmesser von 15 mm bis 60 mm auf, bevorzugt von 20 mm bis 40 mm und besonders bevorzugt von 25 mm bis 35 mm.
Durch die Auswahl des Abstandshalters ist insbesondere eine Ein ¬ stellung des Abstandes zwischen Innenwand des Aufnahmebereichs und der Aussenwand des Aufnahmebehälters möglich.
Unter Innenwand sowie Aussenwand wird nicht eine Bodenfläche bei bestimmungsgemässem Gebrauch der Vorrichtung verstanden. Der Abstand zwischen der Aussenwand des Aufnahmebehälters und der Innenwand des Aufnahmebereichs ist insbesondere durch die Wahl des Abstandshalters in einem Bereich von 0.13 mm bis 6.5 mm einstellbar. Vorzugsweise beträgt dieser Abstand 0.3 mm bis 0.7 mm, besonders bevorzugt 0.4 mm bis 0.6 mm.
Im Sinne der Anmeldung wird unter dem Abstand zwischen Aussenwand des Aufnahmebehälters und Innenwand des Aufnahmebereichs der mittlere Abstand entlang einer Senkrechten auf der Innenwand zwischen Innenwand und Aussenfläche verstanden. Ein Bodenbereich des Aufnahmebehälters wird dabei nicht berücksichtigt.
Bevorzugt besteht der Abstandshalter aus Metall, insbesondere Aluminium oder Stahl, Kunststoff oder einer beliebigen Kombination dieser Materialien.
Durch die Wahl der Dimension und des Material des Abstandshal ¬ ters ist die Wärmeleitung zwischen Temperiervorrichtung und Aufnahmebehälter über den Abstandshalter einstellbar. Der Wärmeleitungsanteil zwischen der Temperiervorrichtung und dem Aufnahmebehälter über den Abstandshalter liegt in einem Bereich von 10% bis 50%, bevorzugt von 20% bis 40% und besonders bevorzugt von 25% bis 35%.
In einer alternativen, besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung mit einem Computer verbunden zur Steuerung der Vorrichtung sowie zur Aufnahme der gemessenen Temperaturen.
Unter Steuerung der Vorrichtung werden im Sinne der Anmeldung eine Steuerung und eine Regelung der Vorrichtung durch den Computer verstanden. Dies hat den Vorteil, dass die gesamte Messung beispielsweise mittels des Computers automatisiert durchführbar ist. Somit wird der Messaufwand verringert und die Bedienung des Gerätes verein ¬ facht. Weiterhin verringert sich damit vorteilhaft die Anzahl möglicher Bedienungsfehler während der Messung, was den Trainingsaufwand für das die Versuche durchführende Personal verrin ¬ gert und die Zuverlässigkeit der Messungen erhöht.
Ein weiterer Vorteil der Automatisierung besteht darin, dass die Auswertung der gemessenen Temperaturen zur Beurteilung der Qualität der Masse bereits durch den Computer durchgeführt werden kann .
Bevorzugt weist die Vorrichtung einen weiteren Temperatur-Fühler auf zur Messung der Umgebungstemperatur. Der weitere Temperatur- Fühler ist insbesondere aussen mit einem Gehäuse der Vorrichtung verbunden .
Dies hat den Vorteil, dass die mit dem ersten Temperatur-Fühler gemessene Temperatur in Abhängigkeit von der mit dem weiteren Temperatur-Fühler gemessenen Umgebungstemperatur korrigiert werden kann, insbesondere gemäss einer bereits vorher bestimmten und gespeicherten Temperaturkorrektur.
Weiter bevorzugt weist die Vorrichtung zumindest ein Bedienele ¬ ment zum Starten des Messprozesses, des Auswerteprozesses und zur Auswahl von Parametern auf. Es ist insbesondere die Tempera ¬ tur als Parameter wählbar. Bevorzugt umfasst die Vorrichtung ein Display, Tastatur, einen Touchscreen oder eine Kombination aus Display und Tastatur, einen Touchscreen oder eine Tastatur und einen Touchscreen. Weiter weist die Vorrichtung Anzeigeelemente zum Anzeigen zumindest einer der eingestellten Parameter, einer Temperaturkurve und einer Bewertung auf. Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist gerichtet auf ein Verfahren zur Temperaturmessung einer Masse, insbesondere mit einer Vorrichtung wie oben beschrieben. In einem Verfahrensschritt wird ein Aufnahmebehälter der Vorrichtung mit einer Masse befüllt. Die Vorrichtung weist dabei eine Temperiervorrichtung, insbesondere eine Peltier-Temperiervorrichtung auf. Die Tempe ¬ riervorrichtung weist einen Aufnahmebereich für einen Aufnahmebehälter auf, wobei dieser Aufnahmebehälter insbesondere ein Einweg-Aufnahmebehälter ist. Bei bestimmungsgemässem Gebrauch des Aufnahmebehälters ist die Wärmeübertragung zwischen Aufnahmebehälter und Temperiervorrichtung durch Wärmestrahlung und Wärmeleitung erzielbar, wobei der Wärmeleitungsanteil überwiegt. Ein Kontakt zwischen der Temperiervorrichtung und einer Aussenwand des Aufnahmebehälters ist auf höchstens 80% der Fläche der Aussenwand eingestellt. Bevorzugt ist dieser Kontakt zwischen der Temperiervorrichtung und einer Aussenwand des Aufnahmebehäl ¬ ters auf höchstens 50%, besonders bevorzugt auf höchstens 20% und ganz besonders bevorzugt höchstens auf 1% der Fläche der Aussenwand eingestellt. In einem weiteren Verfahrensschritt er ¬ folgt das Aufschmelzen der Masse auf zumindest 50°C, bevorzugt auf zumindest 65°C, besonders bevorzugt auf zumindest 68°C und ganz besonders bevorzugt auf zumindest 70°C. Dieser Schritt kann auch vor dem vorgängig beschriebenen Verfahrensschritt durchgeführt werden. Die Temperatur der Temperiervorrichtung wird auf die für die Messung benötigte Temperatur geregelt, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -20°C bis 40°C, besonders bevorzugt von 1°C bis 25°C, ganz besonders bevorzugt von 10°C bis 23°C und weiter ganz besonders bevorzugt von 17°C bis 20°C. Auch dieser Verfahrensschritt kann in beliebiger Reihenfolge im Verhältnis zu den vorgängig beschriebenen Verfahrensschritten durchgeführt werden. In einem weiteren Verfahrensschritt wird der Aufnahmebe ¬ hälter in den Aufnahmebereich eingesetzt. Auch dieser Verfah- rensschritt kann in beliebiger Reihenfolge im Verhältnis zu den vorgängig beschriebenen Verfahrensschritten durchgeführt werden. Daraufhin wird die Temperatur der Masse in Abhängigkeit von der Zeit mittels des Temperaturfühlers gemessen. Die gemessene Tem ¬ peratur wird gespeichert, wobei insbesondere gemessene Tempera ¬ tur-Zeit-Paare gespeichert werden.
Dieses Verfahren wird bevorzugt mit der oben beschriebenen Vorrichtung durchgeführt und weist damit alle oben beschriebenen Vorteile der Vorrichtung auf.
Bevorzugt wird die benötigte Temperatur gewählt und / oder vor dem Aufschmelzen der Masse eingestellt.
Dies hat den Vorteil, dass die Temperatur, auf die die Masse ge ¬ kühlt werden soll in Abhängigkeit von der Masse, der gewünschten Geschwindigkeit der Messung oder der gewünschten Genauigkeit ausgewählt werden kann.
Weiter bevorzugt wird der Typ der zu messenden Masse an der Vorrichtung eingestellt. Insbesondere wird aus einer Liste ein Mas ¬ sentyp gewählt oder es wird ein Massentypparameter eingegeben. Die Vorrichtung wird daraufhin auf die benötigte Temperatur geregelt .
Ein zusätzlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung ist gerichtet auf ein Verfahren zur Qualitätsbestimmung einer Masse, insbesondere von Kakaobutter. Dieses Verfahren wird durchgeführt mit ei ¬ ner Vorrichtung, die insbesondere wie oben beschrieben ausgestaltet ist. Die Vorrichtung umfasst Mittel zur Messung einer Temperatur und Datenverarbeitungsmittel mit einer Datenbank. Ei ¬ ne Temperatur wird in Abhängigkeit von der Zeit gemessen wird, wobei dies insbesondere gemäss dem oben beschriebenen Verfahren zur Temperaturmessung einer Masse durchgeführt wird. Die gemes ¬ senen Temperaturen werden gespeichert. In der Datenbank werden Referenzdaten, insbesondere Charakterisierungsdaten von Abkühlungskurven von zumindest einer Referenzmasse gespeichert. Das Verfahren umfasst den Schritt der Bestimmung zumindest einer Charakterisierungsgrösse aus und / oder mit den gemessenen Tem ¬ peraturen der Masse. Bestimmung und / oder Angabe eines Quali ¬ tätsindex basierend auf einer, insbesondere gewichteten, Zuord ¬ nung der zumindest einen Charakterisierungsgrösse der Masse (20) zu den Referenzdaten, insbesondere zu Charakterisierungsdaten von Abkühlungskurven von zumindest einer Referenzmasse.
Referenzdaten, insbesondere Charakterisierungsgrössen, können beispielsweise Abkühlungskurven von Referenzmassen sein.
Insbesondere werden die Referenzdaten von mehr als 10, bevorzugt mehr als 20 und besonders bevorzugt mehr als 30 Abkühlungskurven von Referenzmassen gespeichert.
Die Referenzdaten umfassen insbesondere die Charakterisierungs ¬ grössen der Referenzmassen sowie einen Qualitätsindex für die Referenzmassen. Alternativ können die Referenzdaten aber insbesondere auch aus bestimmten Faktoren bestehen, die insbesondere mittels Regression aus den Charakterisierungsgrössen der Referenzmassen sowie dem Qualitätsindex für die Referenzmassen bestimmbar sind. Zur Auswertung werden diese Faktoren beispielsweise jeweils einer Charakterisierungsgrösse der gemessenen Tem ¬ peraturen der Masse zugeordnet.
Dieses Verfahren zur Bestimmung des Qualitätsindex hat den wei ¬ teren Vorteil, dass die Bestimmung des Qualitätsindex zuverläs ¬ siger wird. Die gemessenen Temperaturen, d.h. die Temperaturkurve, sind in der Praxis auch bei ähnlichen Qualitäten einer Masse sehr unterschiedlich, was die Bestimmung des Qualitätsindex erschwert. Eine Zuordnung der gemessenen Kurve zu gespeicherten Kurven, deren Qualität ja bekannt ist, macht die Bestimmung des Qualitätsindex daher zuverlässiger.
Charakterisierungsgrössen im Sinne der vorliegenden Anmeldung sind unter anderem Wendepunkte, lokale Minima, Maxima oder auch Energiewerte von gemessenen oder gespeicherten Temperaturverläufen in Abhängigkeit von der Zeit. Charakterisierungsgrössen können aber beispielsweise auch gemessene oder gespeicherte Tempe ¬ raturverläufe sein.
Die Bestimmung des Qualitätsindex kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass in der Datenbank die Charakterisierungsgrössen einer grossen Anzahl von Referenzmassen gespeichert werden. Daraufhin können beispielsweise mittels üblicher Korrelationsverfahren die Charakterisierungsgrössen der gemessenen Temperaturkurve der Referenzmasse einer der gespeicherten Charakterisie ¬ rungsgrössen zugeordnet werden und dadurch der Qualitätsindex, der insbesondere ebenso gespeichert ist, bestimmt und / oder ausgelesen werden.
Alternativ zu der vorhergehenden Bestimmung des Qualitätsindex können beispielsweise auch die Charakterisierungsgrössen der gemessenen Temperaturkurve der Masse mittels üblicher Korrelati ¬ onsverfahren jeweils mit allen gespeicherten Charakterisierungsgrössen korreliert werden und aus dieser Korrelation ein gewichteter Qualitätsindex, insbesondere aus den gespeicherte Quali- tätsindize der Referenzmassen, zugeordnet werden
Weiter alternativ können beispielsweise die Zuordnungsdaten aus Faktoren bestehen, die wie oben beschrieben berechnet wurden. Dabei werden die Faktoren den Charakterisierungsgrössen der ge- messenen Temperaturkurven der Masse entsprechend zugeordnet, wo ¬ durch sich der Qualitätsindex berechnen lässt.
Es ist insbesondere auch möglich, die obigen Auswerteverfahren der Gewichtung der Überlagerung zu kombinieren mit dem Auswerteverfahren bezüglich der Faktoren, die aus den Charakterisierungsgrössen der Referenzmassen sowie dem Qualitätsindex für die Referenzmassen bestimmbar sind; hierbei werden die die Charakterisierungsgrössen der Referenzmassen sowie dem enstsprechenden Qualitätsindex für die Referenzmassen gespeichert; diese gespei ¬ cherten Daten werden basierend auf den Charakterisierungsgrössen der gemessenen Temperaturkurve gewichtet, woraufhin Faktoren wie oben beschrieben berechnet werden, woraus sich der Qualitätsindex berechnen lässt.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist gerichtet auf die Verwendung der oben beschriebenen Vorrichtung zur Bestimmung des Kristallisationsverhaltens einer Masse, insbesondere von Kakaobut ¬ ter, pflanzlichem Fett, einer fetthaltigen Masse, Kakaomasse oder beliebigen Mischungen daraus.
Bevorzugt wird das Kristallisationsverhalten mittels eines Ex ¬ pertensystems charakterisiert.
Als Expertensystem werden unter anderem Software-Systeme bezeichnet, die auf der Basis von Expertenwissen beispielsweise eine Bewertung von Daten automatisiert durchführen können. Als Expertenwissen werden hier beispielsweise Sammlungen von Temperaturverläufen verwendet, die im Expertensystem gespeichert sind und die als gut oder schlecht definiert sind durch einen Fach ¬ mann. Das Expertensystem kann nun einen gemessenen Temperaturverlauf mit diesen gespeicherten Temperaturverläufen vergleichen und den gemessenen Temperaturverlauf entsprechend bewerten, bei ¬ spielsweise als gut oder schlecht.
Dies hat den Vorteil, dass das Kristallisationsverhalten der Masse automatisiert charakterisiert werden kann und somit die Qualität der Masse bestimmt werden kann. Dies erfolgt vorteil ¬ haft unter anderem durch die Bewertung der Lage und Form der gemessenen Abkühlung durch die Auswertung der gemessenen Temperatur-Zeit-Paare.
Als Expertensystem eignet sich beispielsweise ein selbstlernendes, neuronales Netz, welches mit Expertenwissen kombinierbar ist .
Unter anderem können hierbei Mustererkennungsverfahren zur Charakterisierung der gesamten Abkühlungskurve verwendet werden. Weiterhin sind durch das Expertensystem charakteristische Berei ¬ che und Punkte der Abkühlungskurve, die zur Qualitätsbeurteilung der Masse verwendbar sind, detektierbar . Hierbei handelt es sich beispielsweise um die Steigung und Lage der Abkühlungskurve, Mi ¬ nimalwerte und Maximalwerte der Temperatur in Abhängigkeit von der Zeit, Flächen unter der Kurve und Verhältnisse, welche aus mittleren Temperaturen gebildet werden.
Ein zusätzlicher Aspekt der Erfindung ist gerichtet auf ein Computerprogramm, welches direkt in den internen Speicher eines digitalen Computers geladen werden kann und Softwarecodeabschnitte umfasst. Somit ist eine Vorrichtung wie oben beschrieben steuerbar, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens wie oben be ¬ schrieben, wenn das Produkt auf einem Computer läuft.
Diese Steuerung einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur Durchführung eines erfindungsgemässen Verfahrens hat den Vorteil, dass dieses im Wesentlichen automatisiert durchführbar ist. Da ¬ durch reduziert sich der Ausbildungsaufwand für das Personal, welches das Verfahren durchführt, sowie die Anzahl Fehlerquel ¬ len, die bei manueller, d. h. nicht-automatisierter Bedienung häufig auftreten.
Ein weiterhin zusätzlicher Aspekt der Erfindung ist gerichtet auf die Verwendung eines Abstandshalters, insbesondere eines Distanzrings, in einer Vorrichtung wie oben beschrieben. Dieser Abstandshalter wird zur Einstellung eines Abstandes zwischen einer Innenwand einer Temperiervorrichtung und einer Aussenwand eines Aufnahmebehälters bei bestimmungsgemässen Gebrauch des Aufnahmebehälters verwendet.
Dieser Abstandshalter weist die bereits oben aufgeführten Vorteile auf.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist gerichtet auf ein Verfahren zur Bestimmung einer Temperaturkorrektur für eine Masse. Dieses Verfahren wird insbesondere mit der oben beschriebenen Vorrichtung durchgeführt. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte: Messen einer Ist-Temperatur der Masse mittels eines Temperaturfühlers; Messen einer Umgebungstemperatur mittels eines weiteren Temperatur-Fühlers; Vergleichen der Ist-Temperatur der Masse mit einer Soll-Temperatur; Speichern der Abweichung zwischen der gemessenen Ist-Temperatur und der Soll-Temperatur als Temperaturkorrektur in Abhängigkeit von der Umgebungstempe ¬ ratur, insbesondere als Temperaturkorrektur-Umgebungstemperatur Paar .
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass für eine Vorrichtung eine Temperaturkorrektur gemessen und gespeichert werden kann, die bei einer späteren Messung, beispielsweise einer Temperaturkurve in Abhängigkeit von der Zeit, verwendet werden kann zur Korrektur der gemessenen Werte. Dies kann insbesondere vorteilhaft sein, wenn eine gewünschte Messtemperatur aufgrund der herrschenden Umgebungstemperatur nicht erreicht wird und somit die Messung korrigiert werden muss.
Ein zusätzlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung ist gerichtet auf ein Verfahren zur Temperaturkorrektur während der Temperatur-Messung einer Masse. Insbesondere erfolgt die Temperaturkorrektur mittels einer nach dem oben beschriebenen Verfahren erhaltenen Temperaturkorrektur. Das Verfahren wird insbesondere mit dem oben beschriebenen Verfahren zur Temperaturmessung einer Masse und insbesondere mit der oben beschriebenen Vorrichtung durchgeführt. Die Temperaturkorrektur wird in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur aus einem Speicher ausgelesen und die gemessenen Temperaturen, insbesondere jeweils während der Mes ¬ sung, mit der Temperaturkorrektur korrigiert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen zum besseren Verständnis näher erläutert, ohne dass die Erfin ¬ dung auf die Ausführungsbeispiele zu beschränken ist. Es zeigen:
Fig. 1: Schnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung;
Fig. 2: Schnitt durch eine alternative erfindungsgemässe Vor ¬ richtung, die mittels eines Computers gesteuert wird;
Fig. 3: Schnitt durch eine erfindungsgemässe Temperiervorrich ¬ tung ohne Aufnahmebehälter und Temperaturfühlerhalter;
Fig. 4: Vergrösserung eines Ausschnitts gemäss Fig. 2;
Fig. 5: Abkühlung von Kakaobutter mit und ohne Luftspalt; ig. 6: Vergleich der Abkühlung zwischen Kakaobutter und Sonnenblumenöl; ig. 7: Schnitt durch eine erfindungsgemässe alternative Vor ¬ richtung mit Temperaturfühlerhalter; ig. 8: Schnitt durch eine erfindungsgemässe alternative Vor ¬ richtung mit Temperaturfühlerhalter und Temperaturfühler; ig. 9a: Schnitt durch einen erfindungsgemässen Aufnahmebehälte parallel zur Achse des Aufnahmebehälters; ig. 9b: Schnitt durch eine alternativen erfindungsgemässen Auf nahmebehälter senkrecht zur Achse des Aufnahmebehälter mit spitzen Rippen; ig. 9c: Schnitt durch einen weiteren erfindungsgemässen Aufnah mebehälter senkrecht zur Achse des Aufnahmebehälters mit abgeflachten Rippen; ig. 9d: Schnitt durch einen weiteren alternativen erfindungsge mässen Aufnahmebehälter senkrecht zur Achse des Aufnah mebehälters mit abgerundeten Rippen; ig. 10: Auswertung eines gemessenen Temperaturverlaufs einer
Kakaobutter; ig . 11: Messung des Temperaturverlaufs dreier unterschiedliche
Proben von Kakaobutter Fig. 12: Perspektivische Darstellung einer Temperiervorrichtung mit Gehäuse und Touchscreen;
Fig. 13: Perspektivische Darstellung eines Temperaturfühlers.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrich ¬ tung 1 mit einem Aufnahmebehälter 5, der mit einer Masse 20 gefüllt ist. Die Temperiervorrichtung 6, die hier als Wasserkühlungsvorrichtung ausgebildet ist, weist einen Aufnahmebereich 9 auf. Die Temperiervorrichtung 6 ist konstruktiv derart ausgestaltet, dass diese den Abstandshalter 4, der als Distanzring ausgebildet ist, mit der Höhe h von 3 mm aufnehmen kann. In die ¬ sem Abstandshalter 4 ist der Aufnahmebehälter 5 mit der Masse 20 einsetzbar. Durch die Höhe h des Abstandshalters 4 von 3 mm stellt sich zwischen der Aussenwand 11 des Aufnahmebehälters und der Innenwand 12 des Aufnahmebereichs 9 ein Abstand von 0.3 mm ein. Dieser Abstand wird entlang der Senkrechten auf der Innenwand 12 bestimmt. Ein aus Aluminium bestehender Temperaturfühlerhalter 3 umschliesst in eingesetztem Zustand den Abstandshal ¬ ter 4 und den Aufnahmebehälter 5 auf der der Temperiervorrichtung 6 abgewandten Seite.
Der Aufnahmebereich 9 der Temperiervorrichtung 6 ist mit Stickstoff befüllt mit einem Druck von 1.2 bar.
In Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine alternative erfindungsge ¬ mässe Vorrichtung 1 dargestellt, die mittels zwei Kabeln 10 mit einem Computer 13 verbunden sind, der ein Expertensystem 14 beinhaltet .
Die Vorrichtung 1 weist eine Temperiervorrichtung 6 mit einem Aufnahmebereich 9 auf, der mit Luft unter Umgebungsdruck, d. h. mit einem Druck von etwa 1 bar befüllt ist. In die Temperiervor- richtung 6 ist ein Abstandshalter 4, der hier als Distanzring ausgebildet ist, mit einer Höhe h von 4 mm eingesetzt. Der Ab ¬ standshalter 4 ist auf der von der Temperiervorrichtung abgewandten Seite bei bestimmungsgemässem Gebrauch mit einer Aussparung ausgestaltet, so dass dieser einen Aufnahmebehälter 5 aufnehmen kann. Die Höhe h des Abstandshalters 4 ist hier so ge ¬ wählt, dass die Aussenwand 11 des Aufnahmebehälters 5 und die Innenwand 12 der Temperiervorrichtung 6 einen Abstand von 0.52 mm aufweisen. Ein aus Kunststoff hergestellter Temperaturfühlerhalter 3 umschliesst den Aufnahmebehälter 5 auf der der Temperiervorrichtung abgewandten Seite derart, dass radial zur Längsachse des Temperaturfühlerhalters in diesem Bereich im Wesentli ¬ chen keine Wärme durch Wärmeleitung mittels Luft in die Umgebung abgeführt werden kann. In den Temperaturfühlerhalter 3 ist ein Temperaturfühler 2 eingesetzt, der in direktem Kontakt mit der Kakaobutter 22 steht, die sich in dem Aufnahmebehälter 5 befindet. Der Aufnahmebehälter 5 hat hier ein Fassungsvolumen von 15 ml .
Der Computer 13 mit dem Expertensystem 14 ist mittels der Kabel 10 mit der Temperiervorrichtung 6 und dem Temperaturfühler 2 verbunden. Die Temperiervorrichtung 6 wird nun mittels des Computers 13 so gesteuert, dass die für die Messung benötigte Tem ¬ peratur in der Temperiervorrichtung 6 eingestellt wird und diese auch trotz möglicher Schwankungen in der Umgebungstemperatur im Inneren der Temperiervorrichtung 6 im Wesentlichen für die Messung konstant gehalten werden kann. Durch den direkten Kontakt zwischen Temperiervorrichtung 6 und Temperaturfühlerhalter 3 wird auch dieser im Wesentlichen auf eine konstante Temperatur gebracht, so dass Schwankungen der Umgebungstemperatur einen geringen Einfluss auf den Temperaturfühler haben. Dies führt dazu, dass die Genauigkeit der Messung erhöht wird. Während der Messung wird also mittels des Temperaturfühlers 2 die Abkühlung der Kakaobutter 22, die eine Anfangstemperatur von 50°C aufweist, gemessen. Diese Temperaturen werden mittels des Kabels 10 vom Temperaturfühler 2 an den Computer übertragen und durch diesen ausgewertet.
Bei der Abkühlung der Kakaobutter 22 in der Vorrichtung 1 wird die Wärme der Kakaobutter 22 zu ca. 63% durch Wärmeleitung über die Luft 8 von der Kakaobutter 22 im Aufnahmebehälter 5 in die Temperiervorrichtung 6 abgeführt. Weiterhin wird Wärme aus der Kakaobutter 22 zu ca. 30% über den Abstandshalter 4 in die Temperiervorrichtung 6 abgeführt. Der kleinste Teil der Abfuhr der Wärme aus der Kakaobutter 22 in die Temperiervorrichtung 6 erfolgt durch Strahlung mit einem Anteil von ca. 7%.
Eine gerätespezifische Wärmedurchgangszahl hat hier einen Wert von 0.184 W/K, was etwa sechsmal grösser ist als im Stand der Technik gemäss Shukoff.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch eine alternative Ausführungs ¬ form der Temperiervorrichtung 6. Die Temperiervorrichtung 6 weist hier einen Aufnahmebereich 9 auf, der eine rechteckige Form hat mit den Innenwänden 12. Der hier gezeigte Aufnahmebereich 9 weist im Gegensatz zu den in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Aufnahmebereichen keinen konischen Verlauf auf.
In Fig. 4 ist der Abstand d zwischen der Innenwand 12 der Tempe ¬ riervorrichtung 6 und der Aussenwand 11 des Aufnahmebehälters 5 in vergrösserter Darstellung der Fig. 2 gezeigt. Die Innenwand 12 und die Aussenwand 11 weisen einen Abstand d von 0.52 mm auf. Dieser Abstand d ist durch die Wahl des Abstandshalters 4 ein ¬ stellbar . In Fig. 5 ist eine Messung der Temperatur in Abhängigkeit von der Zeit von Kakaobutter dargestellt. Die gestrichelte Linie stellt dabei eine Messung mit einem Abstand von 0 mm zwischen Innenwand der Temperiervorrichtung und Aussenwand des Aufnahme ¬ behälters dar, d. h. die Innenwand der Temperiervorrichtung und die Aussenwand des Aufnahmebehälters stehen in direktem Kontakt. Die durchgezogene Linie stellt eine Messung mit einem Abstand zwischen Innenwand der Temperiervorrichtung und Aussenwand des Aufnahmebehälters von 0.52 mm dar.
Im Gegensatz zur gestrichelten Kurve ist ein Wendepunkt bei einer Zeit von etwa 5 Minuten auf der durchgezogenen Kurve deutlicher ausgeprägt, und auch der absolute Temperaturanstieg nach Ablauf von etwa 35 Minuten für die durchgezogene Kurve ist grös ¬ ser als der Temperaturanstieg nach ca. 25 Minuten für die ge ¬ strichelte Kurve. Dieser Wendepunkt, der den Beginn der Kristal ¬ lisation einer Kakaomasse indiziert, sowie der Temperaturanstieg in der Haupt-Kristallisationsphase, d. h. das Kristallwachstum und die Kristallumwandlung, sind somit bei einer Messung in einer erfindungsgemässen Vorrichtung deutlicher ausgeprägt als im Stand der Technik und somit besser auswertbar. Dies ist insbesondere wichtig bei einer automatisierten Auswertung der Messung mittels eines Expertensystems.
In Fig. 6 ist eine Messung der Temperatur in Abhängigkeit von der Zeit von Kakaobutter und Sonnenblumenöl dargestellt. Die ge ¬ strichelte Linie stellt dabei eine Messung des Sonnenblumenöls dar und die durchgezogene Kurve eine Messung von Kakaobutter. Es ist eindeutig erkennbar, dass durch die physikalischen und / oder chemischen Prozesse, insbesondere die Kristallisation, die bei der Abkühlung in der Kakaobutter auftreten, die Abkühlungskurven voneinander unterscheidbar sind. Zur Bestimmung des Kristallisationsverhaltens von Kakaobutter kann nun die Fläche in einem definierten Temperaturbereich zwischen den Kurven gemessen werden und die Kakaobutter bezüglich ihrer Qualität charakterisiert werden.
Da insbesondere die Abkühlungskurve von Sonnenblumenöl gut re ¬ produzierbar ist und hauptsächlich von der Umgebungstemperatur abhängt, ist es möglich, diese beispielsweise in einem Computer abzuspeichern und die oben beschriebene Flächenbestimmung über eine im Computer geladene Software durchzuführen.
Hierzu werden in einem ersten Schritt Wendepunkte der Kurve, Mi ¬ nima und Maxima sowie Flächen in definierten Intervallen bestimmt. Mit diesen Werten ist dann durch Vergleich mit gespeicherten Temperaturverläufen, die jeweils als gut oder schlecht gekennzeichnet sind, eine Bewertung der Qualität der Kakaobutter möglich .
In Figur 7 ist ein Schnitt durch eine erfindungsgemässe alterna ¬ tive Vorrichtung mit Temperaturfühlerhalter 3 dargestellt. Gleiche Referenzzeichen in Figur 7 bezeichnen gleiche Komponenten wie in Figur 2 beschrieben.
Im Unterschied zur Figur 2 weist der hier dargestellte Tempera ¬ turfühlerhalter 3 einen Wärmeleitungsbereich 16 auf, der als Leithülse aus Aluminium ausgebildet ist. Der Wärmeleitungsbe ¬ reich 16 ist von der der Vorrichtung 1 abgewandten Seite teilweise von den mit Luft oder Isoliermaterial gefüllten Bereichen umschlossen. Der Temperaturfühlerhalter 3 ist gegenüber der Umgebung durch einen Wärmedämmungsbereich 17 umschlossen. Dadurch wird eine bessere Temperierung des in den Temperaturfühlerhalter 3 einsetzbaren Temperaturfühlers erreicht. Die Temperiervorrichtung 6, die hier als Peltier- Temperiervorrichtung ausgebildet ist, wird auf eine Temperatur von 17.6°C thermostatisiert .
In Figur 8 ist ein Schnitt durch eine erfindungsgemässe alterna ¬ tive Vorrichtung mit Temperaturfühlerhalter 3 mit Temperaturfühler 2 dargestellt. Gleiche Referenzzeichen in Figur 8 bezeichnen gleiche Komponenten wie in Figur 2 beschrieben.
Der Temperaturfühler 2 ist in eine Temperaturfühleraufnahme 18 eingesetzt, die konstruktiv so ausgestaltet ist, dass der Tempe ¬ raturfühlerhalter 3 diese Temperaturfühleraufnahme 18 aufnehmen kann. Der Temperaturfühler 2 ist dabei so ausgestaltet, dass dieser Temperaturen sowie deren Änderungen im Aufnahmebehälter 5 messen kann.
Die Temperaturfühleraufnahme 18 und der Temperaturfühlerhalter 3 werden mit einer hier nicht gezeigten Vorrichtung auf ca. 18.5°C thermostatisiert .
Die Temperiervorrichtung 6, die hier als Peltier- Temperiervorrichtung ausgebildet ist, wird auf eine Temperatur von 18.5°C thermostatisiert.
Figur 9a zeigt einen Schnitt durch einen erfindungsgemässen Aufnahmebehälter 5 parallel zur Achse des Aufnahmebehälters 5. Der Aufnahmebehälter 5 weist eine Aussenfläche 11 auf. Die Linie I-I' stellt eine Schnittlinie dar, entlang der ein Schnitt je ¬ weils in den Figuren 9b bis 9d dargestellt ist.
In Figur 9b ist ein Schnitt durch einen alternativen erfindungs- gemässen Aufnahmebehälter 5 entlang der Linie I-I' der Figur 9a dargestellt. Der Aufnahmebehälter 5 weist eine Aussenfläche 11 mit spitzen Rippen 19 auf.
Bei erfindungsgemässem Gebrauch des Aufnahmebehälters 5 können diese Rippen 19 mit einer Innenwand einer hier nicht gezeigten Temperiervorrichtung in direktem Kontakt stehen zur Erhöhung der Wärmeleitung .
Auch bei den im folgenden erläuterten Figuren 9c und 9d können bei erfindungsgemässem Gebrauch des jeweiligen Aufnahmebehälters die jeweils dargestellten Rippen mit einer Innenwand einer jeweils nicht gezeigten Temperiervorrichtung in direktem Kontakt stehen zur Erhöhung der Wärmeleitung.
In Figur 9c ist ein Schnitt durch einen weiteren erfindungsge- mässen Aufnahmebehälter 5 entlang der Linie I-I' der Figur 9a dargestellt. Der Aufnahmebehälter 5 weist eine Aussenfläche 11 mit vier abgeflachten Rippen 19 auf.
In Figur 9d ist ein Schnitt durch einen weiteren alternativen erfindungsgemässen Aufnahmebehälter 5 entlang der Linie I-I' der Figur 9a dargestellt. Der Aufnahmebehälter 5 weist eine Aussen- fläche 11 mit abgerundeten Rippen 19 auf.
In Figur 10 ist eine Auswertung eines gemessenen Temperaturverlaufs einer Kakaobutter dargestellt. Unter anderem hat hier t die Bedeutung einer Zeit, ΔΤ bedeutet einen Temperaturanstieg und NATR den normalisierten mittleren Temperaturanstieg.
In Figur 11 ist die Messung des Temperaturverlaufs dreier unterschiedlicher Proben von Kakaobutter dargestellt. Gemäss der Auswertung wird die Probe CB07 als besser als die Proben CB16 und CB18 bewertet. Die Probe CB16 wird als besser als die Probe CB18 bewertet .
In Figur 12 ist in perspektivischer Darstellung eine Vorrichtung mit (1) mit Gehäuse (25) und Touchscreen (26) gezeigt. Weiter weist die Vorrichtung (1) einen Anschluss (27) für einen Temperatur-Fühler auf, unter anderem zur Speicherung der gemessenen Temperaturen in einem nicht gezeigten Computer, der hier in dem Gehäuse (25) integriert ist. Weiter weist die Vorrichtung (1) einen Aufnahmebereich (9) einer Temperiervorrichtung auf. Zudem weist die Vorrichtung (1) einen Temperierblock mit einem weiteren Temperatur-Fühler (24) auf. Der Wärmeblock dient zur Temperierung des Temperatur-Fühlers, damit dieser mit der gewünschten Temperatur in die aufgeschmolzene Masse eingeführt werden kann zur Erhöhung der Messgenauigkeit. Der weitere Temperatur-Fühler (24) dient zur Messung der Umgebungstemperatur zur Temperaturkorrektur der Messungen in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur .
In Figur 12 ist ein Temperaturfühler 2 in perspektivischer Darstellung gezeigt zur Verwendung in der Vorrichtung gemäss Figur 13.
Auswertungsbeispiel :
Anhand der aufgezeichneten Kühlkurve wie in Figur 10 gezeigt werden folgende Messpunkte direkt ausgewertet:
- Erster Wendepunkt während der Keimbildungsphase (Temperatur: T N , Zeit: t N )
- Zweiter Wendepunkt während der Kristallwachstumsphase (Tempe ¬ ratur: T c , Zeit: t c )
- Minimale und maximale Temperatur (T m i n , T max ) Die aus der Kühlkurve für Kakaobutter wichtigen Kenngrössen sind aus zuwerten :
1. Kristallwachstums-, Umwandlungsintensität (Crystal Transforma ¬ tion / growth Intensity: CTI)
CTI = ^
dt
Der zeitliche Temperaturanstieg [Steigung in °C/min] des zweiten Wendepunktes beschreibt die maximale Kristallwachstumsintensität während der Verfestigung.
2. Kristallisationsindex (Crystallisation Index: BCI) a. Maximale Temperaturanstieg (ΔΤ) während Kristallwachstum:
= T max - T mm b. Normalisierter mittlerer Temperaturanstieg (Normalised Ave- rage Temperature Rise: NATR)
ΔΤ
NATR = 60
t
AT : Mittlere Differenztemperatur von gemessen Messpunkten gegenüber Minimaltemperatur. Nur die Differenztemperatur im Bereich zwischen erstem Wendepunkt und der Maximaltemperatur wird berücksichtigt .
t: Messzeit zwischen erstmaligem abkühlen auf 28°C der Probe und erreichen einer Maximaltemperatur nach der Kristallisation. c. Kristallisationsindex (BCI)
BCI = y· ΔΤ +z · NATR
y: Gewichtungsfaktor für ΔΤ
z: Gewichtungsfaktor für NATR BCI = y AT + z 60
t
Der BCI-Wert gibt gesamthaft Auskunft über die freiwerdende Kristallisationswärme sowohl während der Keimbildungsphase als auch während der Kristallwachstumsphase. Die Stärke des Tempera ¬ turanstiegs und die dafür benötigte Zeit haben einen direkten Einfluss auf dem ermittelten BCI-Wert.
Kühlkurven von drei unterschiedlichen Kakaobutter-Proben sind in Figur 11 dargestellt. Der unterschiedliche Verlauf der Kühlkur ¬ ven ist deutlich sichtbar. Die ausgewerteten CTI-Werte sind jedoch gleich. Die unterschiedlichen BCI-Werte repräsentieren daher deutlich besser den Verlauf der Kühlkurve als die CTI-Werte.
Next Patent: SYSTEM IN PACKAGE, PRINTED CIRCUIT BOARD PROVIDED WITH SUCH SYSTEM IN PACKAGE
