JÖHREN, Thomas (Danziger Strasse 6, Bocholt, 46397, DE)
NITSCH, Thomas (Huisberdener Strasse 34, Kleve, 47533, DE)
BRUEKER, Alexander (Rheinstrasse 515, Kalkar, 47546, DE)
JÖRISSEN, Michael (Kalkarer Strasse 1, Bedburg-Hau, 47551, DE)
JÖHREN, Thomas (Danziger Strasse 6, Bocholt, 46397, DE)
NITSCH, Thomas (Huisberdener Strasse 34, Kleve, 47533, DE)
BRUEKER, Alexander (Rheinstrasse 515, Kalkar, 47546, DE)
Patentansprüche
1. Transportvorrichtung zum Transportieren von Gefachen (1) für Flaschen oder dergleichen Behälter (2), mit einer Aufgabe (6) für die jeweils aus wenigstens zwei sich kreuzenden und miteinander verbundenen Gefachelementen (1.1 - 1.3) bestehenden Gefache (1), wobei die Transportvorrichtung (7) wenigstens ein umlaufend angetriebenes Transportelement (9) mit Mitnehmern (10) zum Bewegen bzw. Mitführen der Gefache (1) in einer Transportrichtung (B) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (10) in Gruppen (11) von jeweils wenigstens zwei quer zur Transportrichtung (B) gegen einander versetzten und von einander beabstandeten Mitnehmern (10) vorgesehen sind, und zwar für ein Angreifen an jeweils wenigstens einem quer zur Transportrichtung (B) orientierten Gefachelement (1.2, 1.3) jedes Gefachs.
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass an der von der Transportvorrichtung (7) gebildeten Transportstrecke zwei endlos umlaufend angetriebene Transportelemente (9) mit Mitnehmern (10) vorgesehen sind, und dass die Mitnehmer (10) an dem einen Transportelement (9) mit den Mitnehmern (10) am anderen Transportelement (9) die Gruppen bilden..
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Gefachen (1) mit wenigstens zwei an einem Gefachlängselement (1.1) vorgesehenen, dieses kreuzenden und voneinander beabstandeten Gefachquerelementen (1.2, 1.3) jede Mitnehmergruppe (11) wenigstens zwei Paare von quer zur Transportrichtung (B) versetzten Mitnehmern (10) aufweist, und dass die Paare von Mitnehmern (10) in Transportrichtung (B) gegeneinander versetzt sind.
4. Transportvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Paare von Mitnehmern (10) in Transportrichtung (B) einen Abstand voneinander aufweisen, der gleich, vorzugsweise aber etwas größer ist als der Abstand, den die Gefachquerelemente (1.2, 1.3) jedes Gefachs (1) voneinander besitzen.
5. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (10) für einen Eingriff in das jeweilige Gefach (1) von der Seite der ausgebildet sind.
6. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (10) für einen Eingriff in das jeweilige Gefach (1) von unten her ausgebildet ist.
7. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (10) für einen Eingriff in das jeweilige Gefach (1) von oben her ausgebildet sind.
8. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden umlaufenden Transportelemente (9) beidseitig von der von der Transportvorrichtung (7) gebildeten Transportstrecke vorgesehen sind.
9. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine, die Mitnehmer (10) aufweisende Transportelement (9) unterhalb einer Transportebene (TE) der Transportvorrichtung (7) angeordnet ist.
10. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine, die Mitnehmer (10) aufweisende Transportelement (9) oberhalb der Bewegungsbahn der auf der Transportebene (TE) bewegten Gefache (1) angeordnet ist.
11. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die paarweise angeordneten Mitnehmer (10) achsgleich oder im Wesentlichen achsgleich miteinander vorgesehen sind.
12. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (10) fingerartig ausgebildet sind.
13. Transportvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die fingerartigen Mitnehmer horizontal oder im Wesentlichen horizontal ausgerichtet sind.
14. Transportvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die fingerartigen Mitnehmer vertikal oder im Wesentlichen vertikal ausgerichtet sind.
15. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung (7) wenigstens eine Gleitfläche (8) aufweist, die die Transportebene (TE) bildet und auf der die Gefache (1) aufstehend und gleitend in Transportrichtung (B) bewegt werden.
16. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (10) Anlagen für die Gefache (1) bilden bzw. für ein Schieben der Gefache (1) entlang der Transportstrecke oder Transportebene (TE) ausgeführt sind.
17. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (10) Haftelemente aufweisen, an denen die Gefache (1) wieder lösbar gehalten sind.
18. Transportvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente von einer Gecko-Struktur an den Mitnehmern (10) gebildet sind.
19. Transportvorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (10) zum Lösen von den Gefachen (1) schwenk- und/oder rotierbar an dem wenigstens einen Transportelement (9) vorgesehen sind.
20. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der Aufgabe (6) entfernt liegenden Ende der von der Transportvorrichtung (7) gebildeten Transportstrecke die Gefache (1) führende und/oder stützende Elemente vorgesehen sind, um ein unerwünschtes Abkippen der Gefache (1) zu vermeiden.
21. Vorrichtung zum Einsetzen von Gefachen (1) in Behältergruppen (3) mit einer Station (6) zur Bereitstellung der Gefache (1), mit einer sich an diese Station (6) anschließenden, von einer Transportvorrichtung (7) gebildeten Transportstrecke sowie mit einer sich an die Transportstrecke anschließenden Gefachübergabe- und Einsetzstation (5) zum Einsetzen der Gefache (1) in die Behältergruppen (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 20 ausgebildet ist.
22. Verfahren zum Bewegen von Gefachen (1), die jeweils aus wenigstens einem Gefachlängselement (1.1) und aus wenigstens einem mit diesem verbundenen Gefachquerelement (1.2, 1.3) bestehen, in einer Transportrichtung entlang einer Transportstrecke, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gefach (1) mit wenigstens zwei an dem Gefachquerelement (1.2, 1.3) beidseitig angreifenden von einander beabstandeten Mitnehmern (10) in der Transportrichtung (B) bewegt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gefach (1) mit wenigstens zwei an dem Gefachquerelement (1.2, 1.3) beidseitig von dem Gefachlängselement (1.1) angreifenden Mitnehmern (10) in der Transportrichtung (B) bewegt wird.
24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefache (1) auf wenigstens einer Gleitfläche (8) der Transportvorrichtung (7) aufstehend und gleitend in Transportrichtung (B) bewegt werden.
25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefache (1) an einer Station (6) bereitgestellt und auf die Transportstrecke der Transportvorrichtung (7) aufgesetzt werden und an einer sich an die Transportstrecke der Transportvorrichtung (7) anschließenden Gefachübergabe- und Einsetzstation (5) in Behältergruppen eingesetzt werden.
26. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung von Mitnehmern (10), die für einen Eingriff in das jeweilige Gefach (1) von der Seite der ausgebildet sind.
27. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung von Mitnehmern (10), die für einen Eingriff in das jeweilige Gefach (1) von unten her ausgebildet ist.
28. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung von Mitnehmern (10), die für einen Eingriff in das jeweilige Gefach (1) von oben her ausgebildet sind. |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM TRANSPORTIEREN VON GEFACHEN UND ZUM EINBRINGEN VON GEFACHEN IN BEHäLTERGRUPPEN
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Transportvorrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie auf eine Vorrichtung zum Einsetzen von Gefachen in Behältergruppen gemäß Oberbegriff Patentanspruch 21 sowie auf ein Verfahren zum Transportieren von Gefachen entlang einer von einer Transportvorrichtung gebildeten Förder- oder Transportstrecke gemäß Oberbegriff Patentanspruch 22.
[0002] Gefache im Sinne der Erfindung sind Gebilde, die aus wenigstens zwei sich kreuzenden und miteinander verbundenen flachen Gefachelementen, beispielswei- se in Form von Zuschnitten aus Karton oder Pappe (auch Wellpappe und/oder auch mehrlagig) bestehen und in Flaschen- oder Behältergruppen derart eingesetzt werden, dass die einander benachbarten Behälter durch das jeweilige Gefach bzw. durch die Gefachelemente voneinander getrennt sind.
[0003] Eines der Gefachelemente wird im Sinne der Erfindung als Gefachlängse- lement bezeichnet. Das wenigstens eine weitere Element ist dann im Sinne der Erfindung ein Gefachquerelement. Ein Gefach für jeweils vier Behälter aufweisende Behältergruppen besteht demnach aus lediglich zwei sich kreuzenden Gefachelementen. Ein Gefach für jeweils sechs Behälter aufweisende Behältergruppen besteht dementsprechend aus einem Gefachlängselement und aus zwei beidseitig über dieses wegstehenden und voneinander beabstandeten Gefachquerelementen. Ein Gefach für jeweils acht Behälter aufweisende Behältergruppen besteht somit zumindest aus zwei voneinander beabstandeten und parallel zueinander angeordneten Gefachlängselementen und aus zwei diese Gefachlängselemente kreuzenden und voneinander beabstandeten parallelen Gefachquerelementen. [0004] U.a. zur Reduzierung des Transport- und Lagervolumen ist es üblich, die Gefache zunächst im zusammengefalteten Zustand, d.h. jeweils mit den Gefachelementen dicht aufeinander liegend oder aber im noch nicht montierten Zustand bereitzuhalten und erst vor dem Einsetzen in die jeweilige Behältergruppe zu entfalten bzw. die einzelnen Gefachelemente zu dem jeweiligen Gefach zusammenzufü- gen. Zur Erzielung höherer Leistungen (hohe Anzahl der je Zeiteinheit mit einem Gefach versehenen Behältergruppen) ist es zweckmäßig, das Bereitstellen und Ein-
setzen der Gefache in die Behältergruppen voneinander zu entkoppeln, d.h. hierfür unterschiedliche Stationen vorzusehen, wobei dann die an einer Station bereitgestellten Gefache über eine Transportvorrichtung an eine Station (Gefachübergabe- und Einsatzstation) zum Einsetzen der Gefache in die Behältergruppen transportiert werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Transportvorrichtung aufzuzeigen, mit der Gefache in besonders zuverlässiger Weise entlang einer Transportstrecke transportiert werden können. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Transportvorrichtung entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. [0006] Die erfindungsgemäße Transportvorrichtung eignet sich insbesondere, aber nicht ausschließlich für den Transport von Gefachen zwischen einer Station zum Bereitstellen der Gefache und einer Gefachübergabe- und Einsetzstation.
[0007] Eine Anlage- oder Vorrichtung zum Einbringen von Gefachen in Behältergruppen ist Gegenstand des Patentanspruches 21. Ein Verfahren zum Transportie- ren von Gefachen ist Gegenstand des Patentanspruchs 21.
[0008] Unter „Station zur Bereitstellung von Gefachen" ist im Sinne der Erfindung ganz allgemein eine Station oder Anlage zu verstehen, die u.a. eine Vorlage- und Zuführeinheit oder ein Magazin für flache Gefache (nicht aufgestellte und entfaltete Gefache) oder für einzelne Gefachelemente aufweist und durch Aufstellen und Ent- falten bzw. durch Zusammenfügen die entfalteten Gefache in einer für das Einsetzen in die Behältergruppen geeigneten Form bereitstellt.
[0009] Unter „Gefachübergabe- und Einsetzstation" ist im Sinne der Erfindung ganz allgemein eine Station zu verstehen, die die ihr zugeführten entfalteten Gefache an eine bereitstehende Behältergruppe übergibt und dort einsetzt, sodass die einander benachbarten Behälter der Behältergruppe durch die Gefachelemente voneinander getrennt sind.
[0010] Die Gefachelemente sind bevorzugt Zuschnitte aus einem geeigneten Material, z.B. aus einer ein- oder mehrlagigen Pappe oder einem ein- oder mehrlagigen Karton.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Gefache durch die jeweils an ihrem in Förder- oder Transportrichtung vorderen Gefachquerelement angreifenden Mitnehmer in Transportrichtung bewegt, wodurch sich ein besonders sicherer und störungsfreier Transport der Gefache ergibt. [0012] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren. Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung. Auch wird der Inhalt der Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 - 3, die jeweils in sehr vereinfachter Darstellung eine Transportvorrichtung für Gefache in Seitenansicht, in Stirnansicht sowie in Draufsicht zeigen, näher erläutert. [0014] In den Figuren ist 1 ein Gefach, welches in bekannter Weise aus drei Gefachelementen bzw. aus drei flachen Zuschnitten 1.1 , 1.2 und 1.3 aus einem geeigneten Flachmaterial. Die Zuschnitte 1.1 - 1.3 sind in bekannter Weise mit Schlitzen versehen und im Bereich dieser Schlitze durch Ineinanderstecken derart verbunden, dass der Zuschnitt 1.1 als Gefachlängselement die Längserstreckung des Gefaches 1 bildet und die Zuschnitte 1.2 und 1.3 als Gefachquerelemente jeweils mit gleicher Breite über die beiden Oberflächenseiten des Zuschnittes 1.1 wegstehen und mit ihren Oberflächenseiten in Ebenen angeordnet sind, die senkrecht zu den Ebenen der Oberflächenseiten des Zuschnittes 1.1 orientiert sind. Die Zuschnitte 1.1 - 1.3 besitzen jeweils die selbe Höhe. Das Gefach 1 ist zum Einsetzen zwischen die FIa- sehen oder Behälter 2 jeweils einer Behältergruppe 3 bestimmt, die in zwei Reihen jeweils drei Behälter 2 aufweist. Die Behälter 2 jeder Behältergruppe 3 sind aufrechtstehend, d.h. mit ihren Behälterachsen in vertikaler Richtung orientiert auf einem Transporteur 4 angeordnet, mit dem die Behältergruppen 3 in einem vorgegebenen Abstand zueinander in einer Transportrichtung A bewegt werden. [0015] Das Einsetzen der Gefache 1 in die einzelnen Behältergruppen 3 erfolgt an einer Gefachübergabe- und Einsetzstation 5, die in der Figur 1 nur schematisch als
Block dargestellt ist und an der die Behältergruppen 3 mit dem Transporteur 4 vorbeibewegt werden. Die Gefachübergabe- und Einsetzstation 5 weist u.a. eine Zentrier- und Absenkvorrichtung 5 1 auf, mit der das jeweilige Gefach 1 von einer Transportebene TE oberhalb der Behälter 2 abgenommen und durch Absenken zwischen die Behälter 2 der jeweiligen Behältergruppe 3 derart eingesetzt wird, dass der Zuschnitt 1.1 zwischen den beiden Behälterreihen und die Zuschnitte 1.2 und 1.3 jeweils zwischen den Behältern jeder Behälterreihe der Behältergruppe 3 aufgenommen sind. Eine derartige Gefäßübergabe- und Einsetzstation ist beispielsweise in der EP 1 544 113 beschrieben. [0016] Die Gefache 1 werden der Gefachübergabe- und Einsetzstation 5 von einer in der Figur 1 ebenfalls nur schematisch als Block dargestellten Station 6 über eine Transportvorrichtung 7 zugeführt, die bei der dargestellten Ausführungsform u.a. eine in der Transportebene TE angeordnete, horizontale oder im Wesentlichen horizontale Gleitfläche 8 sowie zwei Transportelemente 9 aufweist. Diese sind jeweils an einer sich in Transportrichtung B der Transportvorrichtung 7 erstreckenden
Längsseite der beispielsweise von einem Boden oder Gleitblech gebildeten Gleitfläche 8 vorgesehen und mit ihren Schlaufen parallel zueinander in jeweils einer vertikalen Ebene angeordnet. An den Transportelementen 9 sind fingerartige Mitnehmer 10 befestigt, und zwar mit einem Ende derart, dass diese Mitnehmer 10 auf der sich in Transportrichtung B bewegenden oberen Schlaufenlänge jedes Transportelementes 9 mit Abstand oberhalb der Oberseite der Gleitfläche 8 angeordnet sind. Die Mitnehmer 10 sind bei der dargestellten Ausführungsform an jedem Transportelement 9 jeweils paarweise vorgesehen, d.h. in Gruppen 11 mit jeweils zwei in Umlaufrichtung des Transportelementes 9 aufeinander folgenden Mitnehmern 10, wo- bei die Gruppen 11 der Mitnehmer 10 in Bewegungsrichtung des jeweiligen Transportelementes 9 einen Abstand voneinander aufweisen, der wenigstens um den Faktor Zwei größer ist als der Abstand, den die Mitnehmer 10 in jeder Gruppe 11 aufweisen.
[0017] Die Mitnehmer 10 sind an den synchron und gleichsinnig umlaufenden Transportelementen 9 weiterhin so vorgesehen, dass jedem Mitnehmer 10 an einem Transportelement 9 ein Mitnehmer 10 am anderen Transportelement achs-
gleich gegenüberliegt und die freien Enden dieser Mitnehmer in einer horizontalen Achse senkrecht zur Transportrichtung B voneinander beabstandet sind.
[0018] Von der Einrichtung 6 in der beispielsweise in einem oder mehreren Magazinen die Gefache 1 im zusammengefalteten Zustand, d.h. mit den Zuschnitten 1.1 - 1.3 flach aufeinander liegend oder aber die Zuschnitte 1.1 - 1.3 einzeln bereitstehen, werden die aufgefalteten Gefache 1 , d.h. die Gefache 1 mit den den Zuschnitt
1.1 kreuzenden und senkrecht zu diesem angeordneten Zuschnitten 1.2 und 1.3 auf die Oberseite der Gleitfläche 8 so aufgestellt, dass sämtliche Zuschnitte 1.1 - 1.3 mit ihren Ebenen senkrecht zur Ebene der Gleitfläche 8 orientiert sind, d.h. in verti- kalen oder im Wesentlichen in vertikalen Ebenen angeordnet sind, der Zuschnitt 1.1 in Transportrichtung B orientiert ist und jeweils zwei einander senkrecht zur Transportrichtung B gegenüberliegende Mitnehmer 10 gegen die bezogen auf die Transportrichtung B rückwärtige Seite des in Transportrichtung B vorderen Zuschnittes
1.2 anliegen. Weiterhin befinden sich zwei sich senkrecht zur Transportrichtung B einander gegenüberliegende Mitnehmer 10 der Mitnehmergruppe 11 an der bezogen auf die Transportrichtung B rückwärtigen Seite des Zuschnittes 1.3, allerdings von dieser Rückseite zunächst beabstandet. Hierfür ist der Abstand, den die Mitnehmer 10 in jeder Gruppe 11 in Transportrichtung B voneinander aufweisen, etwas größer als der Abstand der Zuschnitte 1.1 und 1.3 der Gefache 1. Die Gefache 1 werden also an den bezogen auf die Transportrichtung B vor dem Massenschwerpunkt der Gefache 1 angeordneten Gefachquerelementen oder Zuschnitten 1.2 mit den Mitnehmern 10 geschoben entlang der Transportebene TE bewegt, wodurch durch Selbstausrichtung insbesondere auch ein Verdrehen der Gefache 1 verhindert ist und somit an der Transportstrecke keine seitlichen Führungen für die Gefa- che 1 erforderlich sind.
[0019] Bei umlaufenden Transportelementen 9 wird somit jedes in der Station 6 auf die Gleitfläche 8 aufgestelltes Gefach 1 von der Station 6 an die Gefachübergabe- und Einsetzstation 5 bewegt, und zwar durch Vorwärtsschieben mit den Mitnehmern 10 am vorderen Zuschnitt 1.2. Im Bereich der Gefachübergabe und Ein- setzstation 5 befindet sich ein in der Figur 1 mit unterbrochenen Linien angedeutetes, angetriebenes Umlenkrad für jedes Transportelement 9 in der Weise, dass bei Erreichen der Gefachübergabe- und Einsetzstation 5 die bis dahin gegen den Zu-
schnitt 1.2 anliegenden Mitnehmer 10 durch Abtauchen außer Eingriff mit dem Gefach 1 kommen und nunmehr das Gefach 1 durch die gegen den Zuschnitt 1.3 zur Anlage kommenden Mitnehmer 10 vollständig in die Gefachübergabe- und Einsetzstation 5 eingeschoben wird. [0020] Um ein sicheres Bewegen der Gefache 1 auf der Transportvorrichtung zu gewährleisten ist die Anordnung so getroffen, dass die Mitnehmer 10 mit einem geringen Abstand von der Oberseite der Gleitfläche 8 gegen das jeweilige Gefach 1 anliegen, d.h. der Abstand, den die Mitnehmer 10 von der Oberseite der Gleitfläche 8 aufweisen, ist um ein Vielfaches kleiner als die Höhe der Gefache 1 , d.h. als der Abstand, den die oberen Ränder der Zuschnitte 1.1 - 1.3 von der Gleitfläche 8 besitzen.
[0021] An der Station 6 sind die beiden Transportelemente 9 beispielsweise derart geführt, dass die Mitnehmer 10 jeweils von oben oder von unten her in das jeweilige, an der Station 6 bereitgestellte Gefach eingreifen. [0022] Es versteht sich, dass die Transportvorrichtung 7 so ausgebildet ist, dass eine sichere übergabe jedes Gefaches 1 an die Gefachübergabe- und Einsetzstation 5 bzw. an das dortige Gefachzentrier- und Absenkelement 5.1 gewährleistet ist. Hierfür ist die Transportvorrichtung 7 bei der dargestellten Ausführungsform so ausgebildet, dass sich die von den beiden Transportelementen 9 gebildeten Schlaufen über das der Gefachübergabe- und Einsetzstation 5 zugeordnete Ende der Gleitfläche 8 hinausragen. Weiterhin sind Maßnahmen getroffen, die ein Abkippen des jeweiligen Gefaches 1 an dem betreffenden Ende der Gleitfläche 8 verhindern. Diese Mittel sind beispielsweise die Gefache 1 unterstützende Mitnahme- oder Führungselemente, beispielsweise in Form von Tragarmen oder Tragstegen. [0023] Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht sich, dass änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
[0024] So wurde vorstehend davon ausgegangen, dass die fingerartigen Mitnehmer 10 mit ihrer Längserstreckung horizontal oder im Wesentlichen horizontal senk- recht zur Transportrichtung B orientiert sind. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die umlaufenden Transportelement 9 oberhalb der Transportebene TE in einem Ab-
stand vorzusehen, der größer ist als die Höhe der Gefache 1 und die Mitnehmer an diesen Transportelementen dann so anzuordnen, dass sie jeweils von oben her in die Gefache 1 eingreifen, wie dies in der Figur 1 mit der unterbrochenen Linie 10.1 dargestellt ist. In analoger Weise ist es dann beispielsweise auch möglich, die um- laufenden Transportelemente 9 unterhalb der Transportebene TE anzuordnen, wobei die Mitnehmer 10 dann bei geteiltem Boden oder geteilter Gleitfläche 8 von unten her in die Gefache 1 eingreifen.
[0025] Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Mitnehmer 10 oder diesen entsprechenden Mitnehmer mit Haftmitteln zu versehen, sodass die Gefache 1 an diesen Mitnehmern über die Haftmitteln gehalten sind. Als Haftmittel eignen sich beispielsweise auch sogenannte Gecko-Strukturen, d.h. von einer Vielzahl von Mikro- Vorsprüngen gebildete Strukturen an den Mitnehmern 10, an denen dann die Gefache 1 mit Van-der-Waals-Kräften gehalten sind. Das Lösen der Gefache 1 von den Mitnehmern 10 erfolgt dann an der Gefachübergabe- und Einsetzstation 5 bei- spielsweise durch Schwenken und/oder Drehen der Mitnehmer 10, die hierfür an dem jeweiligen Transportelement 9 schwenk- oder drehbar gelagert und beispielsweise mit einem Steuerrad 13 versehen, welches sich an der Gefachübergabe- und Einsetzstation an einem Steuerelement oder an einer Führung, beispielsweise an einer zahnstangenartigen Führung abwälzt und dadurch ein Drehen des Mitneh- mers 10 um seine Achse bewirkt.
Bezugszeichenliste
1 Gefach
1.1 - 1.3 Zuschnitt
2 Behälter
3 Behältergruppe
4 Transporteur für die Behälter 2 bzw. Behältergruppe 3
5 Gefachübergabe- und Einsetzstation
5.1 Gefachzentrier- und Absenkelement
6 Station zum Bereitstellen der Gefache 1
7 Transportvorrichtung für die Gefache 1
8 Gleitfläche oder Boden
9 umlaufendes Transportelement, z.B. Transportkette
10, 10.1 Mitnehmer
11 Mitnehmergruppe
12 Umlenkrad
13 Steuerrad an den Mitnehmer 10
A Transportrichtung des Transporteurs 4
B Transportrichtung der Transportvorrichtung 7
TE Transportebene
