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Title:
DEVICE AND METHOD FOR TRANSPORTING A NONWOVEN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/001572
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device and a method for transporting a nonwoven, having two endlessly circulating belts, preferably during the production of composite boards from a spread pressed-material mat, wherein, in the device for transporting a nonwoven (1), a first belt (3) and a second belt (4) are arranged such that the underside (12) of the nonwoven (1) is transported in a transporting direction (10) in a manner resting on the belts (3, 4), and wherein a transfer gap (9) is formed between the first and the second belt, characterized in that a transfer device (2) for transporting the nonwoven (1) is arranged in the region of the transfer gap (9). The invention also relates to a method for starting up or shutting down such a device.

Inventors:
GERMANN, Michael (DE)
PHILIPP, Jan (DE)
STRUBELT, Hannes (DE)
Application Number:
EP2020/068917
Publication Date:
January 07, 2021
Filing Date:
July 04, 2020
Export Citation:
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Assignee:
DIEFFENBACHER GMBH MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (DE)
International Classes:
B27N1/00; B27N1/02; B27N3/16; B27N3/18; B27N3/24; B30B5/06; B30B15/30
Attorney, Agent or Firm:
HARTDEGEN, Helmut (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern, bevorzugt im Zuge der Herstellung von Werkstoffplatten aus einer gestreuten Pressgutmatte, wobei in der Vorrichtung zum

Transport eines Vlieses (1 ) ein erstes Band (3) und ein zweites Band (4) derart angeordnet ist, dass die Unterseite (12) des Vlieses (1 ) auf den Bändern (3, 4) aufliegend in Transportrichtung (10) transportiert wird und wobei sich zwischen dem ersten und dem zweiten Band einen Übergabespalt (9) ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übergabevorrichtung (2) zum Transport des Vlieses (1 ) im Bereich des Übergabespaltes (9) angeordnet ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in der Übergabevorrichtung (2) an der Oberseite (11 ) des Vlieses (1 ) ein endlos umlaufendes und durchlässiges Übergabeband (5) mit einer zugehörigen geregelten oder ungeregelten Unterdruckvorrichtung (6) zur Ansaugung der Oberseite (12) des Vlieses (1 ) durch das

Übergabeband (5) angeordnet ist.

3. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Übergabeband (5) den

Übergabespalt (9) und zumindest teilweise das erste Band (3) und/oder das zweite Band (4) abdeckend angeordnet ist.

4. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (3) und das zweite Band (4) zum Transport in der gleichen oder in einer unterschiedlichen Transportebene angeordnet sind.

5. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe der Bänder (3, 4) und des Übergabebandes (5) für eine gleichförmige Geschwindigkeit in Transportrichtung (10), bevorzugt über eine Steuervorrichtung, synchronisiert und/oder unabhängig voneinander steuerbar angeordnet sind.

6. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor, nach und/oder im Übergabespalt (9) eine Sprühvorrichtung (14) zur Benetzung der Unterseite (12) und/oder der Oberseite (11 ) des Vlieses (1 ), bevorzugt mit Wasser, angeordnet ist und/oder

dass im Übergabespalt (9) oder innerhalb eines der endlos umlaufenden transportierenden Bänder (3, 4) eine Heizvorrichtung (15), bevorzugt eine pneumatische Heizvorrichtung mit Dampf und/oder Heißluft, für das Vlies (1 ) angeordnet ist.

7. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Transportrichtung (10) vor dem Übergabespalt (9) am ersten Band (3), nach dem Übergabespalt (9) am Übergabeband (5) und/oder im Übergabespalt (9) selbst Mittel zur Trennung (7) des Vlieses von dem entsprechenden Band angeordnet sind, wobei diese Mittel bevorzugt Vibrations- und/oder

Drucklufteinrichtungen sind.

8. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reinigungsvorrichtung (13) für das Übergabeband (5) und/oder

dass im oder in Transportvorrichtung (10) vor dem Übergabespalt (9) eine Einrichtung zur Ermittlung von Fremdkörpern angeordnet ist.

9. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Übergabespalts (9) eine Auffangvorrichtung (8) für das Vlies angeordnet ist.

10. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorpresse (17) angeordnet ist.

11. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungsvorrichtung zur Verarbeitung eins Signales von der Einrichtung zur Ermittlung von Fremdkörpern angeordnet ist, die geeignet ist bei einem

entsprechenden Signal die Abschaltung oder Umschaltung der

Übergabevorrichtung (2) zur Umleitung des Vlieses (1 ) in die

Auffangvorrichtung (8) zu bewirken.

12. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabevorrichtung (2) und/oder die Unterdruckvorrichtung (6) in ihrem Abstand zu den Bändern (3, 4) und/oder in oder entgegen der Transportrichtung (10) verfahrbar angeordnet ist.

13. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterdruckvorrichtung (6) quer und/oder längs zur Transportrichtung (10) in differenziert einstellbare Unterdruckzonen aufgeteilt ist, wobei diese Unterdruckzonen bevorzugt in und/oder entgegen der Transportrichtung (10) verfahrbar, höchst bevorzugt unabhängig voneinander verfahrbar, angeordnet sind.

14. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche der

Unterdruckvorrichtung (6) mit dem Übergabeband (5) in oder quer zur Transportrichtung (10) plan, gewölbt und/oder konkav angeordnet ist.

15. Vorrichtung zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überwachungsvorrichtung zur Überwachung der Belegung des Übergabebandes (5) mit dem Vlies (1 ) respektive der Vliesqualität, bevorzugt vor und/oder nach der

Übergabevorrichtung oder im Übergabespalt, angeordnet ist.

16. Verfahren zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern, bevorzugt im Zuge der Herstellung von Werkstoffplatten aus einer gestreuten Pressgutmatte, wobei die Unterseite (12) des Vlieses (1 ) auf dem ersten Band (3) und dem zweiten Band (4) aufliegend in Transportrichtung (10) transportiert wird und zwischen dem ersten und dem zweiten Band einen Übergabespalt (9) passiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übergabevorrichtung (2) das Vlies (1 ) im Bereich des Übergabespaltes (9) über den Übergabespalt (9) transportiert.

17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der Übergabevorrichtung (2) die Oberseite (11 ) des Vlieses (1 ) durch eine geregelte oder ungeregelte Unterdruckvorrichtung an einem endlos umlaufenden und durchlässiges Übergabeband (5) zumindest im Bereich des Übergabespaltes (9) gehalten wird.

18. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies (1 ) noch liegend auf dem ersten Band (3) und/oder über dem zweiten Band (4) angesaugt wird.

19. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies (1 ) in der gleichen oder einer anderen Transportebene vom ersten Band (3) auf das zweite Band (4) übergeben wird.

20. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder (3, 4) und das Übergabebandes (5) mit der gleichen und/oder unabhängig voneinander mit differenzierten oder gegensätzlichen

Geschwindigkeiten parallel oder in Transportrichtung (10), bewegt werden.

21. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor, nach und/oder im Übergabespalt (9) die Unterseite (12) und/oder die Oberseite (11 ) des Vlieses (1 ), bevorzugt mit Wasser, benetzt werden und/oder

dass im Übergabespalt (9) und/oder durch die Bänder (3, 4) das Vlies mit Dampf und/oder Heißluft beaufschlagt wird.

22. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Übergabespalt (9) am ersten Band (3), nach dem Übergabespalt (9) am Übergabeband (5) und/oder im Übergabespalt (9) das Vlies aktiv von dem entsprechenden Band getrennt wird, wobei bevorzugt Vibrations- und/oder Drucklufteinrichtungen zur aktiven Trennung verwendet werden.

23. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das

Übergabeband (13) im Rücklauf gereinigt und/oder

dass im oder in Transportvorrichtung (10) vor dem Übergabespalt (9) das Vlies auf Fremdkörper geprüft wird.

24. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in

Ausnahmefällen das Vlies im Übergabespalt (9) an eine

Auffangvorrichtung (8) übergeben wird.

25. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies, bevorzugt vor dem Übergabebereich (9) verdichtet wird.

26. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach

Ermittlung von Fremdkörpern die Übergabevorrichtung (2)

ausgeschaltet wird und das Vlieses (1 ) in die Auffangvorrichtung (8) umgeleitet wird, bevorzugt bis eine vorgegebene Zeit keine

Fremdkörper mehr ermittelt werden können.

27. Verfahren nach zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Übergabevorrichtung (2) und/oder die Unterdruckvorrichtung (6) in ihrem Abstand zu den Bändern (3, 4) und/oder in oder entgegen der Transportrichtung (10) in Abhängigkeit vom Betriebszustand verfahren werden.

28. Verfahren nach zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Unterdruckvorrichtung (6) quer und/oder längs zur Transportrichtung (10) in differenziert einstellbare Unterdruckzonen aufgeteilt ist, wobei diese Unterdruckzonen bevorzugt in und/oder entgegen der

Transportrichtung (10), höchst bevorzugt unabhängig voneinander verfahren werden.

29. V Verfahren nach zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Kontaktfläche der Unterdruckvorrichtung (6) das Übergabeband (5) in oder quer zur Transportrichtung (10) plan, gewölbt und/oder konkav geführt wird.

30. Verfahren nach zumindest nach einem der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Überwachungsvorrichtung die Belegung des Übergabebandes (5) mit dem Vlies (1 ) respektive der Vliesqualität, bevorzugt vor und/oder nach der Übergabevorrichtung oder im Übergabespalt, überwacht wird.

31. Verfahren zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern, bevorzugt im Zuge der Herstellung von Werkstoffplatten aus einer gestreuten Pressgutmatte, wobei die Unterseite (12) des Vlieses (1 ) auf dem ersten Band (3) und dem zweiten Band (4) aufliegend in Transportrichtung (10) transportiert wird und zwischen dem ersten und dem zweiten Band einen Übergabespalt (9) passiert wird

wobei in der Übergabevorrichtung (2) die Oberseite (11 ) des Vlieses (1 ) durch eine geregelte oder ungeregelte Unterdruckvorrichtung an einem endlos umlaufenden und durchlässiges Übergabeband (5) zumindest im Bereich des Übergabespaltes (9) gehalten wird, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:

- das mit seiner unteren Flächenseite auf dem ersten Band (3) liegende Vlies (1 ) wird auf der oberen Flächenseite in

Transportrichtung (10) mit dem Übergabeband (5) in Kontakt gebracht,

- nach Erreichen der Unterdruckvorrichtung (6) auf der dem Vlies (1 ) abgewandten Seite des Übergabebandes (5) wird ein Unterdrück an das Vlies (1 ) angelegt,

- das Vlies (1 ) verlässt das erste Band (3), wird von dem Unterdrück an dem Übergabeband (5) gehalten und bis über das zweite Band (4) transportiert,

- nach Erreichen des zweiten Bandes (4) wird der Unterdrück am Vlies reduziert bis das Vlies (1 ) auf dem zweiten Band (4) zum Liegen kommt und das Übergabeband (5) von der Oberfläche des Vlieses abheben kann.

32. Verfahren nach Anspruch 31 , dadurch gekennzeichnet, dass beim Anfahren zur Verlängerung der Strecke zum Aufbau des Unterdruckes beim ersten Band (3) die Übergabevorrichtung (2) und/oder die

Unterdruckvorrichtung (6) entgegen der Transportrichtung verfahren wird und/oder dass zur Verstärkung des Unterdruckaufbaus die Übergabevorrichtung (2) und/oder das erste Band (3) aufeinander zu verfahren werden, wobei nach Eintritt eines ausreichender Haftung des Vlieses (1 ) am Übergabeband (5) die Übergabevorrichtung (2) und/oder die Unterdruckvorrichtung (6) wieder in Transportrichtung verfahren wird, vorzugsweise bis das Vlies (1 ) ordentlich auf dem zweiten Band (4) abgelegt werden kann.

33. Verfahren nach Anspruch 31 , dadurch gekennzeichnet, dass beim

Abfahren der Unterdrück in der Übergabevorrichtung (2) abgeschaltet und gleichzeitig die Übergabevorrichtung (2) und/oder die Unterdruck vorrichtung (6) entgegen der Transportrichtung verfahren wird.

34. Verfahren nach Anspruch 31 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Unterdruckvorrichtung (6) in und/oder quer zur Transportrichtung (10) abschnittsweise in Abhängigkeit von der Belegung des

Übergabebandes (5) mit Vlies (1 ) ein- oder ausgeschaltet wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Transport eines Vlieses

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern, bevorzugt im Zuge der Herstellung von

Werkstoffplatten aus einer gestreuten Pressgutmatte, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern, bevorzugt im Zuge der Herstellung von

Werkstoffplatten aus einer gestreuten Pressgutmatte, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 14.

Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren, was insbesondere für Sonderfälle, wie das An- und Abfahren einer Produktion geeignet ist, nach dem

Patentanspruch 31.

Bei der Herstellung von Werkstoffplatten aus streufähigen Materialien wird ein Material, meist ein Gemisch aus Partikeln oder faserigen Stoffen und einem Bindemittel, zu einer Streugutmatte auf einem Form- oder Transportband gestreut, wobei die Streugutmatte anschließend ggf. einer nötigen

Vorbehandlung und schließlich einer Verpressung zugeführt wird.

Die Verpressung kann dabei kontinuierlich oder diskontinuierlich mittels Druck und Wärme erfolgen. In der Regel handelt es sich dabei um Span-, Faser- oder Schnitzel-Platten. Die Streuung erfolgt je nach Bedarf in einer oder mehreren Lagen, wobei die Notwendigkeit für mehrere Lagen üblicherweise bei der Herstellung dickerer Platten auftritt. Gemein ist nahezu allen Herstellungsarten, dass technologisch bedingt zumindest ein Übergang zwischen zwei das Vlies transportierenden Bändern notwendig ist, bis das Vlies in eine Presse eingebracht werden kann. Beispiele wären Übergänge von einem Formband auf ein Vorpressen- oder ein

Vorwärmband. Formbänder sind in der Regel sehr lang und verbinden mehrere Streumaschinen, bis das Vlies in seinem Aufbau erstellt ist. Vorpressen- oder Vorwärmbänder benötigen unterschiedliche Eigenschaften wie zum Beispiel

- hohe Festigkeit bei der Vorpressung oder

- Durchlässigkeit bei der pneumatischen Vorwärmung oder

- Permeabilität für Mikrowellen.

Somit ist es technologisch sinnvoll und kostengünstiger hinsichtlich der Bänder teure Spezialbereiche vom Formbereich zu trennen.

Aus der EP 1 782 933 B1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Werkstoffplatten aus einem Vlies bekannt, bei dem fehlerhafte

Vliesbereiche in einen Abwurfschacht entsorgt und ggfs wiederverwertet werden. Hierzu ist ein Übergabespalt zwischen zwei transportierenden Bändern vorgesehen, der im Fall eines Abwurfes einer fehlerhaften Matte durch eine reversierende Bandnase vergrößert wird. Im Normalbetrieb wird der

Übergabespalt möglichst gering gehalten.

Aus der EP 2 247 418 B1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur

Vorwärmung einer Pressgutmatte bekannt geworden, die ebenfalls einen Übergang zwischen zwei transportierenden Bändern für ein Vlies vorsieht. Dieser ist hier zwischen einem Formbereich zur Erstellung des Vlieses und einer Mikrowellenvorwärmung angeordnet.

Nachteilig ist somit in den bekannten Anlagen oder Transportbereichen, dass das Vlies zumindest einen Übergang zwischen zwei endlos umlaufenden Formbändern passieren muss. Das Risiko für die Produktion besteht darin, dass Teile des Vlieses abbrechen oder abfallen könnten und im Übergabespalt verschwinden. Zusätzlich kann die untere oder die Oberfläche beim Übergang Schaden nehmen, wenn die Pressgutmatte zu sehr verformt wird oder durchhängt. Üblicherweise werden die Radien der Umlenkrollen möglichst gering gehalten. Dies ist aber eine Balance zwischen zwei Nachteilen. Ist der Radius der Umlenkrolle für das Band zu gering, verschleißt es schneller. Ist der Radius zu groß ist der Übergang zu weit und das Vlies nimmt Schaden.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, mit der es möglich ist die oben genannten Nachteile zu minimieren oder zu vermeiden. Insbesondere soll es möglich sein nicht nur kleine Übergänge sondern auch größere Übergange mit geringem Aufwand und möglichst wenig Risiko für das Vlies zu überwinden.

In einer Erweiterung des Aufgabe soll es möglich sein in der

Übergabevorrichtung zumindest einen weiteren technologisch sinnvollen oder notwendigen Verfahrensschritt bei der Herstellung von Vliesen oder deren Verpressung zu Werkstoffplatten zu integrieren.

Abgesehen von diesen Möglichkeiten ist es auch möglich mit der neu geschaffenen Vorrichtung und dem Verfahren eine Durchgangsweiche zu schaffen, die in der Lage ist zwischen dem Weitertransport von nutzbarem Vlies und der Ableitung von nicht nutzbarem Vlies in einen Abfallschacht

umzuschalten.

Die Erfindung geht von einer Vorrichtung zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern aus, welche bevorzugt im Zuge der Herstellung von Werkstoffplatten aus einer gestreuten Pressgutmatte angewendet wird, wobei in der Vorrichtung zum Transport eines Vlieses ein erstes Band und ein zweites Band derart angeordnet ist, dass die Unterseite des Vlieses auf den Bändern aufliegend in Transportrichtung transportiert wird und wobei sich zwischen dem ersten und dem zweiten Band einen Übergabespalt ausbildet. Die Lösung der Aufgabe für die Vorrichtung wird dadurch erreicht, dass eine Übergabevorrichtung zum Transport des Vlieses im Bereich des

Übergabespaltes angeordnet ist.

Besonders bevorzugt ist dabei, dass die Übergabevorrichtung auf der einen Oberflächenseite des Vlieses angeordnet ist und die beiden Bänder zum

Transport auf der anderen Flächenseite des Vlieses.

Die Erfindung versteht unter der Vorrichtung im Wesentlichen einen ebenen oder waagrechten Transport in einer Ebene, wobei das Vlies von einem Band auf das Nächste wechselt und die transportierenden Flächen der Bänder bevorzugt in der gleichen Ebene angeordnet sind. Da das Vlies empfindlich für Knicke oder Biegung ist, können bei einer höheren oder tieferen Anordnung des zweiten Bandes nur ein geringer Höhenunterschied überwunden werden.

Bevorzugt ist dieser Höhenunterschied nicht größer als die Höhe des

entsprechenden Vlieses.

Die nachstehenden möglichen alternativen Ausführungsmerkmale können zusammen, getrennt oder beliebig kombiniert nach der Erfindung Anwendung finden.

Bevorzugt kann als Übergabevorrichtung an der Oberseite des Vlieses ein endlos umlaufendes und durchlässiges Übergabeband mit einer zugehörigen Unterdruckvorrichtung zum Ansaugen der Oberseite des Vlieses durch das Übergabeband angeordnet sein.

Alternativ oder kumulativ kann das Übergabeband den Übergabespalt und zumindest teilweise das erste Band und/oder das zweite Band abdeckend angeordnet sein. Unter abdeckend wird hier nach der Lehre als derart verstanden, dass zumindest teilweise beide Oberflächenseiten von der

Übergabevorrichtung und einem Band begleitet oder geführt werden oder anlagentechnisch sich eines oder beide Bänder mit der Übergabevorrichtung überlappen.

Das erste Band und das zweite Band könnten zum Transport in der gleichen oder in einer unterschiedlichen Transportebene angeordnet sein.

Bevorzugt könnten die Antriebe der Bänder und des Übergabebandes für eine gleichförmige Geschwindigkeit in Transportrichtung, bevorzugt über eine Steuervorrichtung, synchronisiert angeordnet sein. Eine derartige

Steuervorrichtung mag in der Gesamtanlagensteuerung oder auch selbst in der Vorrichtung als direkte Steuervorrichtung für die Vorrichtung und/oder zur Verwirklichung des Verfahrens respektive eines Programmablaufes vorgesehen sein.

In einer weiteren Alternative können vor, nach und/oder im Übergabespalt eine Sprühvorrichtung zur Benetzung der Unterseite und/oder der Oberseite des Vlieses, bevorzugt mit Wasser, angeordnet sein.

Auch kann im Übergabespalt oder innerhalb eines der endlos umlaufenden transportierenden Bänder eine Heizvorrichtung, bevorzugt eine pneumatische Heizvorrichtung mit Dampf und/oder Heißluft, für das Vlies angeordnet sein.

In einer weiteren möglichen Ausführungsform können in Transportrichtung vor dem Übergabespalt am ersten Band, nach dem Übergabespalt am

Übergabeband und/oder im Übergabespalt selbst Mittel zur Trennung des Vlieses von dem entsprechenden Band angeordnet sind, wobei diese Mittel bevorzugt Vibrations- und/oder Drucklufteinrichtungen sind.

Alternativ oder kumulativ können die nachstehenden Merkmale Anwendung finden: - eine Reinigungsvorrichtung für das Übergabeband;

- im oder in Transportvorrichtung vor dem Übergabespalt eine Einrichtung zur Ermittlung von Fremdkörpern;

- unterhalb des Übergabespalts eine Auffangvorrichtung für das Vlies, insbesondere zur Entsorgung und/oder Rückführung zu Beginn des Prozesses;

- eine Vorpresse zur Verdichtung des Vlieses, bevorzugt vor dem

Übergabespalt;

- eine Steuerungsvorrichtung zur Verarbeitung eins Signales von der

Einrichtung zur Ermittlung von Fremdkörpern, die geeignet ist bei einem entsprechenden Signal die Abschaltung oder Umschaltung der

Übergabevorrichtung zur Umleitung des Vlieses in die Auffangvorrichtung zu bewirken.

- die Übergabevorrichtung und/oder die Unterdruckvorrichtung können in ihrem Abstand zu den Bändern und/oder in oder entgegen der Transportrichtung verfahrbar angeordnet sein.

- die Unterdruckvorrichtung kann quer und/oder längs zur Transportrichtung in differenziert einstellbare Unterdruckzonen aufgeteilt sein, wobei diese

Unterdruckzonen bevorzugt in und/oder entgegen der Transportrichtung verfahrbar sind. Flöchst bevorzugt sind diese unabhängig voneinander verfahrbar.

- die Kontaktfläche der Unterdruckvorrichtung mit dem Übergabeband kann in oder quer zur Transportrichtung plan, gewölbt und/oder konkav angeordnet sein.

- eine Überwachungsvorrichtung zur Überwachung der Belegung des

Übergabebandes mit dem Vlies respektive der Vliesqualität kann, bevorzugt vor und/oder nach der Übergabevorrichtung oder im Übergabespalt, angeordnet sein. Auch auf verfahrenstechnischer Seite findet sich in der Lösung der Aufgabe für ein Verfahren eine Vielzahl ein kombinationswürdiger Merkmale, die alleine oder in beliebiger Kombination zueinander die Vorrichtung und das Verfahren nach der Lehre der Erfindung verbessern können.

Die Lösung für das Verfahren zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern, bevorzugt im Zuge der Herstellung von Werkstoffplatten aus einer gestreuten Pressgutmatte, besteht darin, dass eine

Übergabevorrichtung das Vlies im Bereich des Übergabespaltes transportiert.

Alternativ oder kumulativ können die nachstehenden Verfahrensmerkmale in einem möglichen Ausführungsbeispiel Anwendung finden:

- in der Übergabevorrichtung wird die Oberseite des Vlieses durch eine

Unterdruckvorrichtung an einem endlos umlaufenden und durchlässiges Übergabeband zumindest im Bereich des Übergabespaltes gehalten;

- das Vlies wird bevorzugt noch liegend auf dem ersten Band und/oder über dem zweiten Band angesaugt;

- das Vlies wird in der gleichen oder einer anderen Transportebene vom ersten Band auf das zweite Band übergeben;

- die Bänder und das Übergabeband werden mit der gleichen Geschwindigkeit in Transportrichtung bewegt;

- vor, nach und/oder im Übergabespalt werden die Unterseite und/oder die Oberseite des Vlieses, bevorzugt mit Wasser, benetzt;

- im Übergabespalt und/oder durch die Bänder wird das Vlies mit Dampf und/oder Heißluft beaufschlagt:

- vor dem Übergabespalt am ersten Band, nach dem Übergabespalt am

Übergabeband und/oder im Übergabespalt wird das Vlies aktiv von dem entsprechenden Band getrennt, wobei bevorzugt Vibrations- und/oder

Drucklufteinrichtungen zur aktiven Trennung verwendet werden;

- das Übergabeband wird im Rücklauf gereinigt;

- im oder in Transportvorrichtung vor dem Übergabespalt wird das Vlies auf Fremdkörper geprüft;

- in Ausnahmefällen wird das Vlies im Übergabespalts an eine

Auffangvorrichtung übergeben und ggfs wieder verwendet;

- das Vlies wird, bevorzugt vor dem Übergabebereich, verdichtet;

- nach Ermittlung von Fremdkörpern wird die Übergabevorrichtung

ausgeschaltet wird und das Vlieses wird in die Auffangvorrichtung umgeleitet, bevorzugt bis eine vorgegebene Zeit keine Fremdkörper mehr ermittelt werden können.

- die Übergabevorrichtung und/oder die Unterdruckvorrichtung können in ihrem Abstand zu den Bändern und/oder in oder entgegen der Transportrichtung in Abhängigkeit vom Betriebszustand verfahren werden.

- die Unterdruckvorrichtung kann quer und/oder längs zur Transportrichtung in differenziert einstellbare Unterdruckzonen aufgeteilt sein, wobei diese

Unterdruckzonen bevorzugt in und/oder entgegen der Transportrichtung, höchst bevorzugt unabhängig voneinander verfahren werden können.

- die Kontaktfläche der Unterdruckvorrichtung kann das Übergabeband in oder quer zur Transportrichtung plan, gewölbt und/oder konkav führen.

- mittels einer Überwachungsvorrichtung könnte die Belegung des

Übergabebandes mit dem Vlies respektive der Vliesqualität, bevorzugt vor und/oder nach der Übergabevorrichtung oder im Übergabespalt, überwacht werden.

In einem besonders bevorzugt und geschaffenem Verfahren, wird die Aufgabe für das An- und Abfahren einer Produktion wie folgt gelöst:

Zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern, bevorzugt im Zuge der Fierstellung von Werkstoffplatten aus einer gestreuten

Pressgutmatte respektive einem Vlies, wobei die Unterseite des Vlieses auf dem ersten Band und dem zweiten Band aufliegend in Transportrichtung transportiert wird und zwischen dem ersten und dem zweiten Band einen Übergabespalt passiert wird und wobei in der Übergabevorrichtung die

Oberseite des Vlieses durch eine geregelte oder ungeregelte Unterdruckvorrichtung an einem endlos umlaufenden und durchlässiges Übergabeband zumindest im Bereich des Übergabespaltes gehalten wird, zeichnet sich das Verfahren durch die folgenden Verfahrensschritte aus:

das mit seiner unteren Flächenseite auf dem ersten Band (3) liegende Vlies wird auf der oberen Flächenseite in Transportrichtung (10) mit dem

Übergabeband in Kontakt gebracht,

nach Erreichen der Unterdruckvorrichtung (6) auf der dem Vlies (1 )

abgewandten Seite des Übergabebandes (5) wird ein Unterdrück an das Vlies angelegt,

das Vlies verlässt das erste Band, wird von dem Unterdrück an dem

Übergabeband gehalten und bis über das zweite Band transportiert und nach Erreichen des zweiten Bandes wird der Unterdrück am Vlies reduziert bis das Vlies auf dem zweiten Band zum Liegen kommt und das Übergabeband von der Oberfläche des Vlieses abheben kann.

Zur Verbesserung des Prozesses beim Anfahren kann zur Verlängerung der Strecke zum Aufbau des Unterdruckes beim ersten Band die

Übergabevorrichtung und/oder die Unterdruckvorrichtung entgegen der Transportrichtung verfahren werden und/oder zur Verstärkung des

Unterdruckaufbaus die Übergabevorrichtung und/oder das erste Band aufeinander zu verfahren werden, wobei nach Eintritt eines ausreichender Haftung des Vlieses am Übergabeband die Übergabevorrichtung und/oder die Unterdruckvorrichtung wieder in Transportrichtung verfahren wird,

vorzugsweise bis das Vlies ordentlich auf dem zweiten Band abgelegt werden kann.

Zur Verbesserung des Prozesses beim Abfahren kann der Unterdrück in der Übergabevorrichtung abgeschaltet und gleichzeitig die Übergabevorrichtung und/oder die Unterdruckvorrichtung entgegen der Transportrichtung verfahren wird. Alternativ oder kumulativ kann die Unterdruckvorrichtung in und/oder quer zur Transportrichtung abschnittsweise in Abhängigkeit von der Belegung des Übergabebandes mit Vlies ein- oder ausgeschaltet werden.

Weitere Vorteile und allgemeine Nutzen sind:

In vorteilhafter Art und Weise ist es nun möglich bei der Produktion von Dünnplatten von unter 12 mm, bevorzugt dünner als 7 mm und höchst bevorzugt bei der Produktion von dünnen Platten unter 4 mm Dicke einen Übergang des noch nicht verpressten Vlieses, auch Pressgutmatte genannt, von einem Transportband auf ein anderes Transportband so sicherzustellen, dass die Produktion im Wesentlichen von dem Übergang nicht beeinträchtigt wird. Oberflächenfehler, Risse oder andere Schädigungen können nahezu ausgeschlossen werden. In Frage einer Anwendung kommen im Wesentlichen alle technologisch bedingten Übergänge in der Produktion von Vliesen oder Pressgutmatten, besonders bei der Verwendung von lignocellulose hatligen Materialien bei der MDF, TFIDF, HDF, PB Fierstellung. Aber auch bei der Verwendung von OSB-Überresten, Recycling-Materialien, Kunststoffen, Stroh, Reis, Textilien, Cellulose und deren Mischungen ergeben sich Vorteile in der Anwendung der Erfindung.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist es nun sogar möglich

Flöhenunterschiede zwischen einem ersten und einem zweiten Band auszugleichen. Dies mag insbesondere sinnvoll sein, wenn der gesamte Formstrang zur Fierstellung der Pressgutmatte auf einer Ebene angeordnet ist und für bestimmte Anwendungsfälle ein Wechsel der Transportebene notwendig scheint. Dies mag notwendig sein, wenn das Übergabeband zur Übergabe des Vlieses an eine Presse hinsichtlich seiner Höhenverstellbarkeit an seine Grenzen stößt oder bei einer Vorwärmung mit einer Mikrowelle die Mitte des Vlieses im Durchlauf durch den Mikrowellenofen durch dessen Transportebene eingestellt werden soll. In vorteilhafter Weise ist es nun möglich in einer erfindungsgemäßen

Übergabevorrichtung zumindest einen weiteren technologisch sinnvollen oder notwendigen Verfahrensschritt bzw. eine entsprechende Vorrichtung bei der Herstellung von Vliesen oder deren Verpressung zu Werkstoffplatten zu integrieren. Ein möglicher Verfahrensschritt oder Vorrichtung könnte sein:

- Vorwärmung mit Dampf

- Erkennung von Fremdmaterial

- Aussonderung fehlerhafter Vliesbereiche

- Befeuchtung der unteren und/oder oberen Oberfläche

- Vorpressung vor und/oder nach dem Übergabespalt

Die nachfolgenden Merkmale sind weiter geeignet die Lehre der Erfindung einzeln und/oder in Kombination mit den anderen oben aufgeführten Merkmalen weiterzuentwicklen.

Dabei ist es unerheblich, ob diese verfahrenstechnisch oder vice versa anlagentechnisch angewendet werden:

- Die Übergabevorrichtung und/oder die Unterdruckvorrichtung sind in der Höhe oder parallel zum Vlies verfahrbar ausgeführt.

- Die Übergabevorrichtung und/oder die Unterdruckvorrichtung sind in der Höhe verstellbar, bevorzugt sind Einlauf/Auslaufseitig unterschiedliche Höhen einstellbar. Bevorzugt können verschiedene Geometrien einstellbar sein, z.B. ein verengender Spalt oder öffnender Spalt.

- Die Unterdruckvorrichtung kann über die Breite in der Höhe

unterschiedlich eingestellt werden.

- Das Übergabeband ist reversierbar, bzw. vorwärts und rückwärts

fahrbar.

- Die Vakuumzone der Unterdruckvorrichtung kann in mehreren Zonen aufgeteilt sein, welche einzeln zu/abgeschaltet werden können so wie auf Atmosphäre geschaltet und/oder mit Überdruck beaufschlagt werden. - Die Vakuumzone der Unterdruckvorrichtung kann aus zwei oder mehr Einheiten bestehen, welche unabhängig voneinander bewegt werden können.

- Im Einlauf und Auslaufbereich der Vakuumeinheit können

Überwachungsvorrichtungen zur Detektion von Produktabrissen angeordnet sein. Dies dient zur Erkennung von fehlendem Vlies im Einlauf oder einer Verdoppelung des Vlieses, weil sich das Vlies nur teilweise vom Übergabeband gelöst hat.

- Die Übergabevorrichtung und/oder die Unterdruckvorrichtung kann

(einseitig) seitlich verfahren werden (z.B. Justierung des Produktlaufes) oder in Produktionsrichtung schief angestellt sein.

- Die Unterdruckvorrichtung respektive deren Wirksamtkeit kann durch Vorrichtungen (z.B. Bleche) in der Breite und Länge variiert werden.

- Der Vakuumkasten kann durch konstruktive Ausführung in der Breite und Länge stufenlos variabel ausgeführt sein (Dimension anpassen).

- Die Lauffläche des Vakuumkastens kann in Längs- und/oder

Querrichtung plan und/oder gewölbt und/oder konkav ausgeführt sein (Dichtwirkung bzw. Ausgleich Dichteabfall im Randbereich).

- Die Geschwindigkeit des Vakuumbandes kann unabhängig vom

restlichen Formstrang in der Geschwindigkeit angepasst werden

(provozieren eines Materialabrisses bei Notstop.

- Sequenzielle Zu- und Abschaltung von Vakuumzonen.

- Ausführung der„Bandnase“ als perforierter Körper, um

Vakuumaufbringung zu verbessern.

- Ausführung der„Bandnase“ als profilierter Körper, um

Vakuumaufbringung zu verbessern. (z.B. Rautenmuster)

- Bandnase mit größerem Durchmesser um Bandverschleiß zu

minimieren.

- Bandführung im stumpfen Winkel möglich (keine klassische Bandnase).

- Vakuumbandeinheit kann sowohl drucklos als auch mit aktivem Druck auf dem Produkt aufliegen. - Am Ende der Vakuumeinheit ist kann eine Vorrichtung zum Ablösen des Produktes und/oder Abreinigen des Bandes vorhanden sein z.B.

- - Blasleiste

- - Schwingleiste

- - lonisierungsleiste

- Unter der Vakuumzone (Eben Formband & Pressenunterband) kann ein mechanische Einheit zum forcierten Ablösen des Produktes vorhanden sein z. B. ein Schaber.

- Nutzung einer Schabkante zur Herstellung einer definierten Produktkante des Vlieses für den weiteren Transport in Richtung Presse.

- Am Ende des Formbandes können dieselben Vorrichtungen zum

Ablösen des Produktes und/oder Abreinigen des Bandes vorhanden sein, z.B. ein Blastisch, um Produkte aus den Bändern oder dem

Übergabeband zu lösen.

- Im Einlaufbereich des Vakuumbandes kann ein Trennmittelauftragsgerät vorhanden sein, um Anhaftungen am Vakuumband zu minimieren bzw. um Trennmittel für die Verpressung auf zu tragen.

- Bisherige Übergaberolle respektive Bandnase kann starr oder verfahrbar ausgeführt sein. (z.B. Schutz des Formbandes bei Formstrang-Stopp)

- Die Umlenkrollen der Bänder können am Übergabespalt in der Höhe verfahren werden.

- Im Einlaufbereich kann eine Abreinigungseinheit (z.B. Absaugtrichter und/oder Abreinigungsbürste) vorhanden sein als Rejekt bzw.

Fehlschüttung.

- Eine Randabreinigung der Bänder oder des Übergabebandes kann

bevorzugt im Bereich der Vakuumzone angeordnet sein.

- Das Übergabeband kann im Randbereich mit zusätzlichen statischen und/oder mitlaufenden Dichteinrichtungen ausgestattet sein, z.B. einem umlaufender Dichtkragen. Weitere vorteilhafte Maßnahmen und Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung mit der Zeichnung hervor.

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen

Vorrichtung im Leerlauf,

Figur 2 die Ansicht nach Figur 1 mit Transport eines Vlieses in

Transportrichtung und

Figur 3 die Ansicht nach Figur 1 oder 2 während dem Abwurf des Vlieses in die Auffangvorrichtung.

Die Zeichnung zeigt eine Vorrichtung nach der Erfindung zum Transport eines Vlieses 1 entlang einer Transportrichtung 10. Gleiche Bezugszeichen benennen gleiche Vorrichtungsmerkmale, jede Figur entspricht einem anderen möglichen Ausführungsbeispiel und zeigen getrennte Betriebszustände, wie Leerlauf (Figur 1 ), Normalbetrieb (Figur 2) und Ausnahmebetrieb (Figur 3).

In Figur 1 ist in schematischer Seitenansicht eine Vorrichtung zum Transport eines Vlieses mit zwei endlos umlaufenden Bändern 3, 4 ohne das zu transportierende Vlies dargestellt. Die Bänder 3 und 4 liegen im Wesentlichen in einer Ebene und bilden zwischen sich einen Übergabespalt 9 aus, über den das Vlies transportiert werden muss. Der Übergabespalt 9 kann möglichst klein ausgeführt sein und die dargestellte Auffangvorrichtung 8 ist nur eine optionale Möglichkeit einen weiteren Verfahrensschritt in den Übergabebereich mit einzubauen. Bevorzugt wird die Erfindung angewendet um kurze Übergange schonend für das Vlies 1 zu überwinden.

In der dargestellten Ausführungsform ist eine Abwurfmöglichkeit gegeben, wenn beispielsweise das Vlies 1 doch nicht mit dem Band 4 weitertransportiert werden soll. Als Übergabevorrichtung 2, zur Überwindung des Übergabespaltes 9, ist ein um Umlenkrollen 16 endlos umlaufendes Übergabeband 5 oberhalb der Bänder 3 und 4 angeordnet, die ebenfalls endlos umlaufend über

Umlenkrollen 16 geführt werden. Das Übergabeband wird zumindest im

Übergabebereich 9 parallel zur Oberfläche des Vlieses 1 und der

gegenüberliegenden Bänder 3, 4 respektive deren Transportebene geführt. Unter der Transportebene wird bevorzugt die Ebene verstanden, in der die Unterseite 12 des Vlieses 1 geführt wird.

Weiter finden sich noch verschiedene optionale Vorrichtungen in der

Übergabevorrichtung 2 oder bei den Bändern 3 und 4. Diese könnten

Sprühvorrichtungen 14 für die Besprühung der Oberseite 11 oder der Unterseite 12 des Vlieses 1 sein. Es kann eine Heizvorrichtung 15 angeordnet sein, welche bevorzugt innerhalb des ersten Bandes 3 angeordnet ist. Für eine Eindüsung von thermischen Elementen wie Dampf oder heißer Luft kann das Band 3 durchlässig ausgeführt sein. Auch können Mittel zur Trennung 7 des Vlieses 1 von den Bändern 3, 4 oder dem Übergabeband 5 angeordnet sein. Diese wären beispielsweise Vibrationsvorrichtungen oder Druckluftdüsen. Diese können nicht nur passiv sondern auch aktiv wirkend, also beispielsweise im Übergabespalt 9 selbst angeordnet sein. Anstelle oder mit den

Benetzungsdüsen 14.

In Figur 2 wird ein Vlies mit dessen Oberseite 11 und Unterseite 12 durch die Vorrichtung geführt und wird vom Band 3 mittels der Unterdruckvorrichtung 6, welche durch das durchlässige Übergabeband 5 hindurch wirken kann, abgehoben und schwebend über den Übergabespalt 9 transportiert.

Anschließend wird das Vlies 1 vom Übergabeband 5 an das zweite Band 4 übergeben und ggfs mit dem Mittel zum Trennen 7 vom Übergabeband 5 gelöst. Im Rücklauf wird dann das Übergabeband 5 in einer

Reinigungsvorrichtung 13 gereinigt, bevor es über die Umlenkrollen 16 wieder in Kontakt mit dem nächsten Bereich des Vlieses 1 kommt. ln vorteilhafter Weise können nun auch noch in diesem Bereich verschiedene Verfahrensaspekte mit untergebracht werden, wodurch eine entsprechende Anlage ggfs kürzer baut oder verbessert werden kann.

In der Figur 3 ist beispielsweise eine Vorpresse 17 angeordnet, welche das Vlies 1 vor dem Abheben vom Band 3 verdichtet, damit es schonender Transportiert werden kann.

In der Figur 3 ist auch dargestellt, dass bei Abschaltung der

Übergabevorrichtung 2 das Vlies in eine Auffangvorrichtung 8 abgeworfen werden kann, um entweder entsorgt oder später wieder verwendet zu werden.