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Title:
DEVICE, METHOD AND USE OF A DEVICE FOR LOCAL COLD GENERATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/174818
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1, 10) for local cold generation, wherein the device (1, 10) has at least one reservoir (6, 60) in a housing (3, 30), and also a take-up pad (4, 40) which can be placed onto a local area that is to be cooled, wherein the at least one reservoir (6, 60) is separated from the take-up pad (4, 40) by a partition wall (5, 50).

Inventors:
WILFINGER, Roger Franz (Sonneggweg 1, Langnau am Albis, CH-8135, CH)
TAGHETCHIAN, Keywan Reza (Seestrasse, Meilen/Zürich, CH-8706, CH)
Application Number:
EP2013/060421
Publication Date:
November 28, 2013
Filing Date:
May 21, 2013
Export Citation:
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Assignee:
WILFINGER, Roger Franz (Sonneggweg 1, Langnau am Albis, CH-8135, CH)
TAGHETCHIAN, Keywan Reza (Seestrasse, Meilen/Zürich, CH-8706, CH)
International Classes:
F25D5/02; A61F7/10
Domestic Patent References:
WO2005092257A1
WO2010070688A1
Foreign References:
GB2457077A
DE202008004176U1
US20090151737A1
DE202007004393U1
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
GREIF, Thomas (Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH, Rheinmetall Platz 1, Düsseldorf, 40476, DE)
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Claims:
P A T E N T A N S P R Ü C H E

1. Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 , 10) zumindest einen Vorratsraum (6, 60) in einem Gehäuse (3, 30) sowie ein auf eine lokale zu kühlende Stelle aufsetzbares Aufnahmepad (4, 40) aufweist, wobei der zumindest eine Vorratsraum (6, 60) von dem Aufnahmepad (4, 40) durch eine Trennwand (5, 50) getrennt ist.

2. Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in dem Vorratsraum (6) ein auf die Trennwand (5) wirkender Dorn (7) angeordnet ist.

3. Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu dem Vorratsraum (60) ein weiterer Vorratsraum (80) in dem Gehäuse (30) vorgesehen ist, wobei die beiden Vorratsräume (60, 80) von einer weiteren Trennwand (70) voneinander getrennt sind.

4. Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem zumindest einen Vorratsraum (6, 60) ein ein mittels chemischer Reaktion Kälte erzeugendes Medium befindet.

5. Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (3, 30) ein Aufnahmeraum (2, 20) vorgesehen ist, um die Vorrichtung (1 , 10) auf eine Fingerkuppe aufzusetzen.

6. Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 , 10) als ein Kunststoff-Spritzgussteil ausgebildet ist.

7. Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 , 10) steril in einer Blisterpackung untergebracht ist.

8. Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung (1) zur lokalen Kälteerzeugung, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zumindest einen Vorratsraum (6) in einem Gehäuse (3) sowie ein auf eine lokale zu kühlende Stelle aufsetzbares Aufnahmepad (4) aufweist, wobei der zumindest eine Vorratsraum (6) von dem Aufnahmepad (4) durch eine Trennwand (5) getrennt ist, wobei die Trennwand (5) durch Druckausübung geöffnet wird und ein sich in dem Vorratsraum (6) befindendes Medium zu dem Aufnahmepad (4) gelangt und dort mittels einer chemischen Reaktion Kälte erzeugt wird, um die gewünschte lokale Stelle zu kühlen.

9. Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung (10) zur lokalen Kälteerzeugung, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) zumindest zwei Vorratsräume (60, 80) in einem Gehäuse (30) sowie ein auf eine lokal zu kühlende Stelle aufsetzbares Aufnahmepad (40) aufweist, wobei die beiden Vorratsräume (60, 80) untereinander von einer Trennwand (70) sowie von dem Aufnahmepad (40) durch eine Trennwand (50) getrennt sind, wobei die Trennwände (50, 70) durch Druckausübung geöffnet werden und sich jeweils in den beiden Vorratsräumen (60, 80) befindende Medien miteinander vermischen und mittels einer chemischen Reaktion auf das Aufnahmepad (40) wirkende Kälte erzeugen, um die gewünschte lokale Steile zu kühlen.

10. Anwendung einer Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 , 10) zumindest einen Vorratsraum (6, 60) in einem Gehäuse (3, 30) sowie ein auf eine lokale zu kühlende Stelle aufsetzbares Aufnahmepad (4, 40) aufweist, wobei der zumindest eine Vorratsraum (6, 60) von dem Aufnahmepad (4, 40) durch eine Trennwand (5, 50) getrennt ist, wobei die Vorrichtung (1 , 10) zur lokalen Kälteerzeugung eingesetzt wird, um eine lokale Stelle auf der Haut eines Lebewesens vor dem Einstich mit einer Spritze zu kühlen.

Description:
B E S C H R E I B U N G

Vorrichtung, Verfahren und Anwendung einer Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung sowie eine Anwendung einer solchen Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung gemäß den Merkmalen des jeweiligen Oberbegriffes der unabhängigen Patentansprüche.

Bei der Behandlung von Lebewesen besteht vor dem Einstechen mit einer Kanüle einer Spritze das Bedürfnis, die Einstichstelle sowie einen gewissen Bereich um die Einstichstelle herum zu kühlen, um eine Schmerzentwicklung zu verhindern oder zumindest deutlich zu reduzieren.

Bei Einstichen mit einem Mittel wie zum Beispiel Botox zu Schönheitszwecken ist es im Regelfall erforderlich, die Einstichstelle auch deshalb zu kühlen, um nicht nur Schmerzen während des Einstichvorganges zu reduzieren oder zu verhindern, sondern auch um Anschwellungen im Bereich der Einstichsteile ebenfalls zu reduzieren oder sogar ganz zu verhindern.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung, ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung und eine Anwendung einer solchen Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung anzugeben, so dass schnell, einfach und zuverlässig an einer lokalen Stelle ohne großen Aufwand Kälte erzeugt und an die lokale Stelle abgegeben werden kann.

Diese Aufgabe ist durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.

Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung vorgesehen, wobei die Vorrichtung zumindest einen Vorratsraum, bei einer bevorzugten Ausgestaltung genau einen einzigen Vorratsraum, in einem Gehäuse sowie ein auf eine lokale zu kühlende Stelle aufsetzbares Aufnahmepad aufweist, wobei der zumindest eine Vorratsraum bzw. der einzige Vorratsraum von dem Aufnahmepad durch eine Trennwand getrennt ist. In dieser Vorrichtung sind somit alle Mittel angeordnet, die für die lokale Kälteerzeugung erforderlich sind, so dass diese Vorrichtung einfach und schnell gehandhabt werden kann, um die gewünschte lokale Stelle zu kühlen.

Basierend auf dieser Ausgestaltung lassen sich zum Beispiel zwei verschiedene Varianten realisieren, wobei die Realisierung nicht auf diese beiden Varianten beschränkt ist.

Bei der einen Variante ist vorgesehen, dass in dem zumindest einen Vorratsraum, bevorzugt in dem einzigen Vorratsraum, ein Medium untergebracht ist und das Aufnahmepad mit einem weiteren Medium bestückt, vorzugsweise getränkt ist. in dieser Ausgestaltung ist in dem Vorratsraum ein auf die Trennwand wirkender Dorn angeordnet. Bei Betätigung der Vorrichtung wird durch Druckausübung der Dorn in Richtung der Trennwand zwischen dem Vorratsraum und dem Aufnahmepad bewegt, so dass der Dorn die Trennwand durchtrennt, insbesondere einsticht. Dabei wird es möglich, dass sich das in dem Vorratsraum befindende Medium zu dem Aufnahmepad gelangt und dort mit einem weiteren Medium, mit dem das Aufnahmepad bestückt bzw. getränkt ist, chemisch reagiert. Dabei sind die beiden Medien so gewählt, dass aufgrund der Vermengung eine chemische Reaktion entsteht, wobei aufgrund der chemischen Reaktion Kälte entsteht. Vor, während oder nach der chemischen Reaktion kann die Vorrichtung auf die lokale Stelle aufgesetzt werden, so dass die in dem Bereich des Aufnahmepads entstehende oder entstandene Kälte die gewünschte lokale Stelle kühlt, indem die Vorrichtung mit dem Aufnahmepad auf diese Steile aufgesetzt wird.

In einer anderen Ausgestaltung ist bei der Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung zusätzlich zu dem einen Vorratsraum ein weiterer Vorratsraum in dem Gehäuse vorgesehen, wobei die beiden Vorratsräume von einer weiteren Trennwand voneinander getrennt sind. Auch hier besteht die Möglichkeit, dass aufgrund von Druckeinwirkung von außen auf die Vorrichtung die die beiden Vorratsräume voneinander trennenden Trennwand durchlässig gemacht wird, so dass sich die beiden in den Vorratsräumen befindenden Medien miteinander vermischen und ebenfalls mittels einer chemischen Reaktion Kälte erzeugen. Gleichzeitig mit dem Öffnen der Trennwand oder anschließend wird die Trennwand zwischen den beiden Vorratsräumen zu dem Aufnahmepad hin ebenfalls durchtrennt, so dass das vermischte und kälteerzeugende Medium zu dem Aufnahmepad gelangen kann und dieses heruntergekühlt wird, um damit die gewünschte lokale Stelle kühlen zu können. Hier ist es alternativ denkbar, dass in dem einen Vorratsraum ein erstes Medium untergebracht ist, welches mit einem entsprechenden Medium, mit dem das Aufnahmepad durchsetzt ist, aufgrund von Druckausübung auf die Vorrichtung vermischt und im Bereich des Aufnahmepads die Kälte erzeugt werden kann. Insofern würde diese Ausgestaltung der erstgenannten beschriebenen Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung entsprechen. In dem weiteren Vorratsraum könnte das gleiche, aber auch ein anderes Medium wie in dem ersten Vorratsraum vorhanden sein, in diesem Zusammenhang ist an eine mehrstufige chemische Reaktion zu denken. Das bedeutet, dass in den beiden Vorratsräumen jeweils sich Medien befinden, die, wenn sie sich miteinander vermischen, Kälte erzeugen. In diesem Fall ist es nicht erforderlich, dass das Aufnahmepad ebenfalls von einem entsprechenden Medium durchsetzt ist. Es kann aber auch daran gedacht werden, dass in dem einen Vorratsraum das für die chemische Reaktion erforderlich eine Medium und das für die chemische Reaktion weitere erforderliche Medium in dem Aufnahmepad angeordnet ist. Schließlich kann daran gedacht werden, dass sowohl in den beiden Vorratsräumen gleiche oder voneinander unterschiedliche Medien angeordnet sind und auch das Aufnahmepad mit einem Medium durchsetzt ist, wobei dann die Kälte erzeugt wird, wenn sich zumindest zwei, vorzugsweise alle drei Medien miteinander vermischen. Das Vorhandensein von zwei oder auch mehr als zwei Vorratsräumen hat auch den Vorteil, dass nicht nur Medien vorhanden sein müssen, mittels derer die chemische Reaktion zur Kälteerzeugung hervorgerufen wird. Denn es kann daran gedacht werden, dass auch blutstillende Mittel, Desinfektionsmittel oder dergleichen in dem weiteren Vorratsraum oder für jedes einzelne Mittel ein einzelner Vorratsraum untergebracht werden. In der einfachsten Ausgestaltung, insbesondere im Zusammenhang mit der erstbeschriebenen Vorrichtung, befinden sich diese Mittel (Medium zur Erzeugung der chemischen Reaktion zwecks Kälteerzeugung, blutstillende Mittel, Desinfektionsmittel und dergleichen) in dem einzigen Vorratsraum. In diesem Fall würden dann die in dem einzigen Vorratsraum untergebrachten Medien nach Durchtrennen der Trennwand zu dem Aufnahmepad hingelangen, sich dort vermischen und zunächst Kälte erzeugen, aber auch eine Blutstillung und/oder eine Desinfektion und/oder dergleichen bewirken.

In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in dem Gehäuse der Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung ein Aufnahmeraum vorgesehen ist, um die Vorrichtung auf eine Fingerkuppe aufzusetzen. Dadurch wird die Vorrichtung leicht und präzise handhabbar und mittels von der Fingerkuppe ausgehender Druck kann die zumindest eine Trennwand (Trennwand zwischen dem Vorratsraum und dem Aufnahmepad bzw. Trennwand zwischen den beiden Vorratsräumen und Trennwand zu dem Aufnahmepad hin) geöffnet, beispielsweise durchstoßen werden.

In Weiterbildung der Erfindung ist die Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung als ein Kunststoff-Spritzgussteil ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass eine solche Vorrichtung schnell und unkompliziert, in besonders vorteilhafter Weise aber auch steril in großen Stückzahlen automatisiert hergestellt werden kann. Dabei ist der Prozess derart gestaltet, dass das zumindest eine Medium für den zumindest einen Vorratsraum während des Spritzvorganges oder auch danach in den zugehörigen Vorratsraum eingefüllt wird.

Bei den Medien, die mittels chemischer Reaktion, wenn sie miteinander vermischt worden sind, Kälte erzeugen, handelt es sich um Medien in geeigneter Form, Menge und Konsistenz. So besteht beispielsweise das Aufnahmepad aus einem Material in fester Form, welches mit einem flüssigen Medium aus dem zumindest einen Vorratsraum durchtränkt werden kann.

In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung nach ihrer Herstellung steril in einer Blisterpackung untergebracht ist. Dies hat den Vorteil, dass die Vorrichtung, die schon mit der Herstellung steril hergestellt oder nach ihrer Herstellung sterilisiert worden ist, bis zu ihrem Anwendungszeitpunkt sicher, einfach und vor allen Dingen steril gehandhabt werden kann.

Weiter ist ein Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung vorgesehen, wobei die Vorrichtung zumindest einen Vorratsraum in einem Gehäuse sowie ein auf eine lokale zu kühlende Stelle aufsetzbares Aufnahmepad aufweist, wobei der zumindest eine Vorratsraum von dem Aufnahmepad durch eine Trennwand getrennt ist, wobei die Trennwand durch Druckausübung geöffnet wird und ein sich in dem Vorratsraum befindendes Medium zu dem Aufnahmepad gelangt und dort mittels einer chemischen Reaktion Kälte erzeugt wird, um die gewünschte lokale Stelle zu kühlen. In diesem Fall ist in dem Vorratsraum, vorzugsweise dem einzigen Vorratsraum, ein erstes Medium untergebracht, welches nach Durchtrennen der Trennwand zu dem Aufnahmepad gelangt und dort mit einem zweiten Medium chemisch reagiert, wobei mittels der chemischen Reaktion Kälte erzeugt wird. Vor, während oder nach der Druckausübung wurde bzw. wird die Vorrichtung auf die lokale Stelle aufgesetzt, um diese zu kühlen. Alternativ dazu ist ein Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung vorgesehen, wobei die Vorrichtung zumindest zwei Vorratsräume in einem Gehäuse sowie ein auf eine lokal zu kühlende Stelle aufsetzbares Aufnahmepad aufweist, wobei die beiden Vorratsräume untereinander von einer Trennwand sowie von dem Aufnahmepad durch eine weitere Trennwand getrennt sind, wobei die Trennwände durch Druckausübung geöffnet werden und sich jeweils in den beiden Vorratsräumen befindende Medien miteinander vermischen und mittels einer chemischen Reaktion auf das Aufnahmepad wirkende Kälte erzeugen, um die gewünschte lokale Stelle zu kühlen. Dabei kann das Verfahren so gestaltet sein, dass die Trennwand zwischen den beiden Vorratsräumen durch Druckausübung getrennt wird, wobei nach Öffnen der Trennwand die beiden sich in den Vorratsräumen befindende Medien miteinander vermischen und dadurch eine chemische Reaktion hervorgerufen wird, die Kälte erzeugt. Durch weitere Druckausübung kann dann die Trennwand, die die beiden Vorratsräume von dem Aufnahmepad bisher voneinander getrennt hat, ebenfalls getrennt bzw. geöffnet werden, damit die erzeugte Kälte auf das Aufnahmepad, welches selber nicht zu der chemischen Reaktion beiträgt, übertragen wird. Wenn dann das Aufnahmepad ebenfalls heruntergekühlt worden ist, kann es seine Kälte an die zu kühlende lokale Stelle abgeben. Anstelle der vorstehend beschriebenen Zweistufigkeit ist es auch denkbar, dass die Vorrichtung, genauer deren Trennwände, so gestaltet sind, dass zunächst das eine Medium an das Aufnahmepad und danach das andere Medium aus dem anderen Vorratsraum an das Aufnahmepad abgegeben wird und die chemische Reaktion erst in dem Aufnahmepad selber erfolgt, um mittels der chemischen Reaktion Kälte zu erzeugen, in beiden vorstehend genannten Fällen kann in dem Aufnahmepad ein weiteres Medium enthalten sein, welches zwecks Kälteerzeugung zu der chemischen Reaktion beiträgt. Dies muss aber nicht so sein. Deshalb ist es denkbar, dass für die chemische Reaktion entweder zwei oder auch drei Medien miteinander vermischt werden, miteinander reagieren und Kälte erzeugen. In dieser Variante ist es auch denkbar, dass entweder in den beiden Vorratsräumen diejenigen Medien untergebracht sind, die mittels ihrer chemischen Reaktion Kälte erzeugen, in diesem Fali hat das Aufnahmepad mit seinem Material nur kälteübertragende Aufgaben. Es ist aber auch denkbar, dass das Aufnahmepad ein weiteres, aber nicht zu der Kälteerzeugung beitragendes Medium aufweist, wie zum Beispiel ein blutstillendes oder desinfizierendes Mittel. Alternativ dazu kann auch in dem einen Vorratsraum und in dem Aufnahmepad das zu der Kälteerzeugung beitragende Medium untergebracht sein, wohingegen in dem weiteren Vorratsraum ein weiteres Mitte! wie zum Beispiel das blutstillende oder das desinfizierende Mittel untergebracht ist. Es kann auch daran gedacht werden, dass für jedes einzelne Medium bzw. Mittel ein eigener Vorratsraum vorgesehen ist. Beispielsweise können für die beiden die Kälte erzeugenden Medien jeweils ein eigener Vorratsraum vorgesehen sein, wobei weiterhin für ein blutstillendes Mittel ein eigener Vorratsraum und für ein desinfizierendes Mittel ein weiterer eigener Vorratsraum vorgesehen ist. In diesem Fall nimmt das Aufnahmepad die genannten Medien nach Druckausübung und Trennen bzw. Öffnen bzw. Durchlässigmachung der jeweiligen Trennwände die in den dortigen Vorratsräumen befindenden Medien auf, so dass diese sich im Bereich des Aufnahmepads vermischen und die gewünschte Wirkung entfalten, bevor oder nachdem die Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung auf die gewünschte lokale Stelle aufgesetzt worden ist.

Schließlich ist eine Anwendung einer Vorrichtung zu lokalen Kälteerzeugung vorgesehen, wobei die Vorrichtung zumindest einen Vorratsraum in einem Gehäuse sowie ein auf eine lokale zu kühlende Stelle aufsetzbares Aufnahmepad aufweist, wobei der zumindest eine Vorratsraum von dem Aufnahmepad durch eine Trennwand getrennt ist, wobei die Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung eingesetzt wird, um eine lokale Stelle auf der Haut eines Lebewesens vor dem Einstich mit einer Spritze zu kühlen. Dies hat den Vorteil, dass mittels der Vorrichtung die gewünschte lokale Stelle schnell und unkompliziert gekühlt werden kann. Da die Einstichstelle mit einer Spritze sehr klein ist, kann auch die Fläche des Aufnahmepads um die Einstichstelle herum relativ kleingehalten werden. Denn bekannt sind zwecks Kühlung der Einstichstelle Kühlmitte!, die aufgespritzt werden. Dabei kann die Einstichstelle nicht sehr genau und lokal gekühlt werden, so dass hierbei bei dem zu behandelnden Lebewesen (insbesondere Mensch) ein unangenehmer Betäubungseffekt zustande kommt, der mit der Vorrichtung wirksam reduziert wird. Außerdem kann je nach Bestückung der Vorrichtung mit Medien (Medien zur Kälteerzeugung, zur Blutstillung, zur Desinfektion usw.) sichergestellt werden, dass mit der Anwendung der Vorrichtung alle erforderlichen Medien eingesetzt werden und nichts vergessen wird. Außerdem wird dadurch eine Vereinfachung des Behandlungsverlaufes erzielt, da jetzt alle erforderlichen Schritte, insbesondere zur Schönheitsbehandiung, nämlich Kühlen, Desinfizieren, Blutstilien und dergleichen, in einem Schritt ausgeführt werden. Außerdem lässt sich die Vorrichtung, insbesondere dann, wenn sie fingerhutartig zum Aufsetzen auf eine Fingerkuppe des Behandelnden ausgebildet ist, sehr einfach handhaben.

Die Trennwand bzw. die Trennwände sind so gestaltet, dass sie bei zielgerichteter Druck- oder sonstiger Kraftausübung auf sie nachgeben und eine Öffnung realisieren, so dass das Medium in einen anderen Raum (insbesondere zum Aufnahmepad hin und/oder zu dem weiteren Vorratsraum) übertreten kann. Vorzugsweise handelt es dabei um eine Materialschwächung in Form einer Sollbruchstelle.

Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden im Folgenden beschrieben und sind in den Figuren gezeigt.

Figur 1 zeigt, soweit im Einzelnen dargestellt, eine Vorrichtung 1 zur lokalen Kälteerzeugung, die einen Aufnahmeraum 2 für eine Fingerkuppe eines Behandelnden aufweisen kann, aber nicht muss. Die Vorrichtung 1 besteht im Wesentlichen aus einem Gehäuse 3, wobei an dem einen Ende des Gehäuses 3 ein Aufnahmepad 4 angeordnet ist. Weiterhin ist eine Trennwand 5 vorgesehen, die das Aufnahmepad 4 von einem Vorratsraum 6 trennt. In dem Vorratsraum 6 ist ein erstes Medium, vorzugsweise ein flüssiges Medium, untergebracht, wobei das Aufnahmepad 4 mit einem zweiten Medium durchsetzt, insbesondere getränkt ist. Weiterhin weist die Vorrichtung 1 einen Dorn 7 oder ein vergleichbares Gebilde auf, wobei durch Druckausübung auf den Dorn 7 die Trennwand 5 durchstoßen wird. Dies bewirkt, dass sich das in dem Vorratsraum 6 befindliche Medium mit dem Medium des Aufnahmepads 4 vermischen kann, wobei aufgrund dieser Vermischung eine chemische Reaktion entsteht, die im Bereich des Aufnahmepads 4 Kälte erzeugt. Vor, während oder nach der Kälteerzeugung wird die Vorrichtung 1 mit der nach außen zeigenden Oberfläche des Aufnahmepads 4 auf die gewünschte lokale zu kühlende Stelle aufgesetzt, so dass diese gekühlt wird, nachdem mittels der chemischen Reaktion wie vorstehend beschrieben Kälte erzeugt worden ist.

Die Vorrichtung 1 ist in etwa zylinderförmig gestaltet, wobei es von besonderem Vorteil ist, wenn die untere umlaufende Kante des Gehäuses 3 etwas über die nach außen zeigende Oberfläche des Aufnahmepads 4 übersteht. Dies bewirkt einen entsprechenden Abdruck der unteren umlaufenden Randgeometrie des Gehäuses 3 auf den Bereich, auf dem die Vorrichtung 1 aufgesetzt wurde. Damit wird dem Behandelnden genau diejenige Einstichstelle optisch angezeigt, die gekühlt, ggf. auch desinfiziert und mit einem blutstillenden Mittel versehen worden ist, damit er die Einstichstelle genau findet und der Bereich, der zu kühlen ist, sehr kleingehalten werden kann.

Die Vorrichtung 1 zur lokalen Kälteerzeugung gemäß Figur 1 ist nach der Art eines Fingerhutes ausgebildet. Das heißt, dass hierbei der Aufnahmeraum 2 für die Fingerkuppe vorhanden sein kann, aber nicht muss. Es ist auch denkbar, dass die Vorrichtung 1 keinen Aufnahmeraum 2 aufweist, sondern das Gehäuse 3 mit zwei Fingerkuppen bewegt wird. Jedoch ist es zur einfachen, schnellen und unkomplizierten Handhabe von besonderem Vorteil, wenn die Vorrichtung 1 fingerhutartig ausgebildet ist und den Aufnahmeraum 2 aufweist Denn dann kann diese Vorrichtung 1 , nachdem sie vorzugsweise einer Blisterpackung steril entnommen worden ist, steril weiterverwendet werden. Denn der Aufnahmeraum 2 zur Aufnahme der Fingerkuppe ist steril von dem Aufnahmepad 4 getrennt. Auch wenn durch Druckausübung mitteis der Fingerkuppe auf den Dorn 7 die Trennwand 5 durchstoßen wird, kommt die (möglicherweise konterminierte und unsterile) Fingerkuppe nicht mit der lokalen Stelle auf der Haut in Berührung, die gekühlt und in die danach eingespritzt werden soll. Zur Erhöhung der Sterilität kann noch daran gedacht werden, das Aufnahmepad 4 in seinem Bereich, mit dem später die Haut gekühlt werden soll, ebenfalls mit einer Abdeckung zu versehen, die vor der Anwendung der Vorrichtung 1 entfernt werden muss. Eine solche Abdeckung kann auch dann und nicht nur zu Sterilitätszwecken notwendig werden, wenn das Aufnahmepad 4 mit einem Medium durchsetzt ist, welches sich ohne eine solche Abdeckung verflüchtigen würde.

Figur 2 zeigt eine alternative Ausgestaltung einer Vorrichtung 10 zur lokalen Kälteerzeugung, wobei auch hier im Falle einer fingerhutartigen Ausgestaltung der Vorrichtung 10 ein Aufnahmeraum 20 für eine Fingerkuppe vorhanden sein kann. Dies muss aber nicht so sein, so dass auch die Vorrichtung 10 mit zwei Fingern unter Weglassung des Aufnahmeraumes 20 angewendet werden kann. Weiterhin umfasst die Vorrichtung 10 ein Gehäuse 30 und ein Aufnahmepad 40, wobei das Aufnahmepad 40 ebenfalls von einer Trennwand 50 von einem (hier ersten) Vorratsraum 60 getrennt ist. Der erste Vorratsraum 60 ist von einer weiteren Trennwand 70 von zumindest einem weiteren Vorratsraum 80 getrennt. Bei dieser Ausgestaltung sind beispielsweise in den beiden Vorratsräumen 60, 80 zwei mittels der Trennwand 70 voneinander getrennte Medien enthalten, die bei Druckausübung zum Beispiel nach Durchtrennen der weiteren Trennwand 70 miteinander in Verbindung kommen, chemisch reagieren und dabei Kälte erzeugen. Nach weiterer Druckausübung wird dann diese erzeugte Kälte nach Durchtrennen der Trennwand 50 dem Aufnahmepad 40 zugeleitet. Es ist alternativ aber auch denkbar, dass zum Beispiel in dem Vorratsraum 60 und in dem Aufnahmepad 40 jeweils ein Medium untergebracht ist, wobei diese beiden Medien dann miteinander reagieren und Kälte erzeugen können, wenn die Trennwand 50 durchtrennt worden ist. In diesem Fall kann dann zumindest ein weiteres sich in dem Vorratsraum 80 befindendes Medium (zum Beispiel ein blutstillendes Mittel, und/oder ein desinfizierendes Mittel und/oder dergleichen) ebenfalls zu dem Aufnahmepad 40 nach dem Durchtrennen der Trennwand 50 gelangen und an die lokale Stelle auf der Haut abgegeben werden.

Während es bei der Ausgestaltung der Vorrichtung 1 gemäß Figur 1 erforderlich ist, alle erforderlichen Medien (das eine zur Kälteerzeugung, ggf. darüber hinaus blutstillende oder desinfizierende oder weitere Mittel) dort in dem einzigen Vorratsraum 6 anzuordnen, bietet die Vorrichtung 10 gemäß Figur 2 den Vorteil, dass die unterschiedlichen Medien mit ihren unterschiedlichen Wirkungsweisen (entweder zur Kälteerzeugung und/oder zur Desinfizierung bzw. Blutstillung oder dergleichen) in jeweils einem eigenen Vorratsraum untergebracht werden können. Das bedeutet, dass zwei Vorratsräume vorhanden sind, in denen die beiden Medien zwecks Kälteerzeugung untergebracht sind (wobei das Aufnahmepad nicht zur Kälteerzeugung mittels chemischer Reaktion beiträgt) oder das in einem Vorratsraum und in dem Aufnahmepad die beiden Medien zwecks Kälteerzeugung mittels chemischer Reaktion untergebracht sind. Daneben steht dann für jedes weitere Mittel ein eigener Vorratsraum zur Verfügung oder es ist auch denkbar, dass ein einziger weiterer Vorratsraum vorgesehen ist, in dem die weiteren Medien für die weiteren Funktionen wie Blutstillung, Desinfektin und dergleichen gemeinsam untergebracht sind.

In besonders vorteilhafter Weise ist das Aufnahmepad 4, 40 als Flies ausgestaltet und trägt das eine Medium zur Kälteerzeugung mittels chemischer Reaktion in sich, wobei das zweite Medium zur Kälteerzeugung mittels chemischer Reaktion in dem einzigen Vorratsraum 6 oder in dem einen Vorratsraum 60 als Flüssigkeit untergebracht ist.

Bezugszeichenliste:

1. Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung

2. Aufnahmeraum

3. Gehäuse

4. Aufnahmepad

5. Trennwand

6. Vorratsraum

7. Dorn

10. Vorrichtung zur lokalen Kälteerzeugung

20. Aufnahmeraum

30. Gehäuse

40. Aufnahmepad

50. Trennwand

60. Vorratsraum

70. weitere Trennwand

80. weiterer Vorratsraum