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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR MONITORING THE PRESSING POWER IN INSTALLATIONS USED FOR PRODUCING EXTRUDED LINING BRICKS, CLINKERS, DRAINAGE PIPES, SPLIT WALL TILES, ROOFING TILES, AND OTHER CERAMIC PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/091876
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a device for monitoring the pressing power in extrusion systems, especially installations for producing bricks or similar. Said device comprises a molding apparatus that is provided with a pressing device with a pressing power sensor. In order to obtain optimal quality control, the measuring signals of the pressing power sensor (14) are fed to a marking device (16, 18, 20) which impresses markings (24) associated with the measuring signals and thus with the pressing power onto a molded bar (17) leaving the pressing device (4). Said markings (24) can be evaluated on the future product, especially the brick, in all intermediate production stages and on the finished product. The marking device encompasses an actuating motor (16) which can be actuated by means of the measuring signals of the pressing power sensor or signals depending therefrom. Said actuating motor (16) actuates a swivel arm (18) on which a marking means (20) is disposed that impresses the marking (24) onto the molded bar (17) leaving the pressing device (4) according to the measuring signals of the pressing power sensor (14), said measuring signals representing the actual pressing power. The marking means (20) can be embodied as a marking wheel or a paint spray head.

Inventors:
Prager, Rolf (Göbitzer Strasse 12, Bornitz, 06712, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/003832
Publication Date:
October 28, 2004
Filing Date:
April 10, 2004
Export Citation:
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Assignee:
WIENERBERGER ZIEGELINDUSTRIE GMBH (Oldenburger Allee 26, Hannover, 30659, DE)
Prager, Rolf (Göbitzer Strasse 12, Bornitz, 06712, DE)
International Classes:
B28B3/20; B28B17/00; B29C47/92; (IPC1-7): B28B3/20; B28B17/00; B29C47/92
Attorney, Agent or Firm:
König, Norbert (Brümmerstedt Oelfke Seewald & König, Postfach 10 26, Hannover, 30010, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zur Überwachung des Pressdruckes in Strang pressanlagen, insbesondere Anlagen zur Herstellung von stranggezogenen Hintermauerziegeln, Klinkern, Drainage rohren, Spaltplatten, Dachziegeln und anderen kerami schen Produkten oder dergleichen, mit einer Formge bungseinrichtung, die eine Pressvorrichtung mit Press drucksensor aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Messsignale des Pressdrucksensors (14) einer Markie rungsvorrichtung (16,18, 20) zuführbar sind, die einem aus der Pressvorrichtung (4) austretenden Formstrang (17) den Messsignalen und damit dem Pressdruck zugeord nete Markierungen (24) aufprägt, die auf dem herzustel lenden Produkt in sämtlichen Zwischenstadien der Her stellung und auf dem fertigen Endprodukt auswertbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungsvorrichtung einen durch die Mess signale des Pressdrucksensors (14) oder durch davon ab hängige Signale betätigbaren Stellmotor (16) aufweist, der einen Schwenkarm (18) betätigt, an dem ein Markie rungsmittel (20) angeordnet ist, welches in Abhängig keit von den den IstPressdruck wiedergebenden Messsig nalen des Pressdrucksensors (14) dem aus der Pressvor richtung (4) austretenden Formstrang (17) die Markie rung (22) aufprägt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Markierungsmittel (20) ein Markierungsrad ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Markierungsmittel (20) ein Markierungszahnrad ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Markierungsmittel (20) ein Farbspritzkopf ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35, dadurch ge kennzeichnet, dass das Markierungsmittel (20) dem Form strang (17) eine Markierung (24) in Form einer durchge henden, gestrichelten, punktierten Linie oder strich punktierten Linie aufprägt oder aufspritzt bzw. auf trägt, deren Lage quer zur Richtung der Formstranges (17) relativ zur Formstrangmitte oder zu einem Form strangrand oder zu einem anderen Bezugspunkt, auf die/dem ein vorgebbarer SollPressdruck einstellbar ist, den IstPressdruck oder einen davon abhängigen Wert wiedergibt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pressvorrichtung (4) eine Vakuumkam mer (6), eine Schneckenpresse (7), einen Presskopf (9) mit mechanischer Voreinstellung und ein Mundstück (8) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressdrucksensor (14) im Presskopf (9) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Markierungsvorrichtung in Förderrichtung des Formstranges (17) gesehen unmit telbar hinter dem Mundstück (8) der Pressvorrichtung (4) angeordnet ist.
Description:
Vorrichtung zur Überwachung des Pressdruckes in Anlagen zur Herstellung von stranggezogenen Hintermauerziegeln, Klinkern, Drainagerohren, Spaltplatten, Dachziegeln und anderen keramischen Produkten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung des Pressdruckes in Anlagen zur Herstellung von stranggezo- genen Hintermauerziegeln, Klinkern, Drainagerohren, Spalt- platten, Dachziegeln und anderen keramischen Produkten ge- mäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist bekannt, dass bei der Ziegelherstellung nach je- dem Stopp des Pressvorganges eine große Menge Ziegel mit anfangs zu niedrigem, dann zu hohem und erst danach wieder mit dem gewünschten Pressdruck zu produziert werden. Der Soll-Pressdruck pendelt sich dabei sehr langsam ein. Diese Verfahrensweise ist unbefriedigend und führt dazu, dass am Endprodukt z. B. Risse oder Abplatzungen auftreten können.

Die notwendige Mühe, beispielsweise einer stündlichen Ab- schnittskontrolle, machen sich nur wenige Pressenführer ; sie vermuten, dass der Pressdruck über viele Stunden kon- stant bleiben wird, was aber nicht in der Realität der Fall ist. Die nachträgliche Beurteilung der Qualität der Produk- te ist praktisch nicht möglich. Pressdruckfehler werden häufig zu Unrecht anderen Störquellen, wie Materialrezep- tur, Trockenrisse, Kühlrisse, Aufheizrisse usw. zugeordnet.

Andererseits weiß der Fachmann, dass es technisch nicht möglich ist, diese Art Fehler in so kurzer Zeit im Wechsel zu machen. Da sich der optimale Pressdruck nach jedem Stopp

relativ spät einstellt, ist ein erheblicher Teil der Tages- produktion mit Mängeln behaftet. Schon die Abweichung von +/-0,5 bar vom Soll-Pressdruck verändert die Abschnittsge- ometrie erheblich und zeigt sich später als Qualitätsman- gel.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so aus- zubilden, dass eine optimale Qualitätskontrolle der Produk- te in den einzelnen Produktionsabschnitten möglich ist.

Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Aufga- benlösung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die vorgeschlagene Erfindung sieht vor, den Pressdruck messtechnisch in an sich bekannter Weise zu erfassen und mittels einer Markierungsvorrichtung den Formlingen der An- lage aufzuprägen. Die auf dem Formling und auch auf dem Endprodukt sichtbaren Markierungen lassen Rückschlüsse auf den jeweiligen Ist-Pressdruck, mit dem das Produkt gepresst wurde, zu. Dadurch ist gleichzeitig eine Zwischenauswertung an allen Produktionsabschnitten möglich, z. B. nach dem Pressen, nach dem Trocknen, an der Setzmaschine, an der Schleifanlage und auch noch auf dem Lager. Durch die Erfin- dung wird der Ist-Pressdruck auf jedem Formling/Ziegel sichtbar gemacht. Da die Markierung, die den Ist-Pressdruck repräsentiert, auch am Endprodukt sichtbar ist, kann auch am Endprodukt noch erkannt werden, mit welchem Pressdruck gepresst wurde und bei welchem Pressdruck die beste Quali- tät erreicht wurde. Die Auswirkungen von Pressdruckschwan- kungen können einwandfrei beobachtet werden. Eine visuelle Kontrolle des Pressdruckes ist jederzeit möglich, so dass

der jeweilige Pressenführer ggf. sofort eingreifen kann.

Auch spätere Kontrollen bei jedem Produktionsabschnitt bis hin zum Endprodukt auf der Baustelle sind möglich. Die Er- findung ermöglicht außerdem die Zuordnung von Fehlern, bei- spielsweise dem Pressenhersteller, dem Mundstücksbauer und auch dem Pressenführer, wodurch gleichzeitig eine wirksame Kontrolle des Pressenführers über den gesamten Schichtver- lauf möglich ist. Die Aufzeichnung des Ist-Pressdruckes auf dem Produkt (Formling/Ziegel) lassen auch Rückschlüsse auf den Verschleißgrad der Pressenauskleidung zu. Die erfin- dungsgemäße Qualitätskontrolle ermöglicht verlässliche Aus- sagen für den Pressenkonstrukteur hinsichtlich Art der Aus- kleidung, der Konstruktion der Schnecke und der Auswirkung von Drehzahländerungen auf Pressenleistung und Energie- verbrauch. Ebenso sind verlässliche Aussagen für den Mund- stückbauer hinsichtlich Bremseneinstellung, Kernhalterkon- struktion und auch für Neuentwicklungen möglich. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann relativ einfach he- rausgefunden werden, welcher Pressdruck für ein bestimmtes Format optimal ist und vorgegeben werden sollte.

Eine besonders einfache und robuste Markierungsvorrich- tung weist einen durch die Messsignale des Pressdrucksen- sors oder durch davon abhängige Signale betätigbaren Stell- motor auf, der einen Schwenkarm betätigt, an dem ein Mar- kierungsrad oder ein Farbspritzkopf angeordnet ist. Dieses Markierungsrad oder dieser Farbspritzkopf markiert den je- weiligen Ist-Pressdruck auf dem Tonstrang (Formlingen), in- dem das Rad bzw. der Farbspritzkopf auch Pressdruckschwan- kungen exakt folgt.

Die Erfindung soll nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden, in der eine Anlage zur Herstellung von Ziegeln schematisch dargestellt ist.

Die in der Zeichnung schematisch dargestellte Anlage zur Herstellung von Ziegeln umfasst eine Formgebungsein- richtung 2, die eine Mischvorrichtung 3, beispielsweise ei- nen Doppelwellenmischer, dem das Material nebst Dampf und Wasser zugeführt wird, eine Pressvorrichtung, beispielswei- se in Form einer Vakuumschneckenpresse 4, ein Transportband 10 und einen Abschneider 12 aufweist, womit die Formlinge aus einem Tonstrang 17 geschnitten werden. Die Vakuumschne- ckenpresse 4 umfasst eine Vakuumkammer 6, eine Schnecken- presse 7, einen Presskopf 9 mit mechanischer Voreinstellung und ein Mundstück 8. Haupteinflussparameter auf den Her- stellungsprozess sind die Materialmischung, die Material- temperatur, der Verschleißgrad der Presse, das erzeugte Va- kuum, die Materialzugabe, die Drehzahl der Schneckenwelle, die Dampf-und Wasserzugabe.

Im Presskopf 9 wird der Ist-Pressdruck mit Hilfe eines Drucksensors 14, wie an sich bekannt, gemessen und optisch auf einer Anzeigeeinrichtung 22 angezeigt. Im Bereich hin- ter dem Mundstück 8 ist eine Markierungsvorrichtung ange- ordnet, die einen Stellmotor 16, einen vom Stellmotor betä- tigbaren Schwenkarm 18 und ein Markierungsmittel 20 auf- weist. Die Drucksensor-Signale werden in einer Einrichtung 23 in Betätigungssignale für den Stellmotor 16 umgewandelt.

Der Stellmotor 16 treibt den Schwenkarm 18 mit der Markie- rungsmittel 20 an. Das Markierungsmittel 20 ist vorzugswei- se ein Markierungsrad, insbesondere Markierungszahnrad, o- der ein Farbspritzkopf.

Das Markierungsmittel 20 liegt auf dem das Mundstück 8 verlassenden Tonstrang 17 auf und folgt dem jeweiligen Ist- Pressdruck und markiert (Markierung 24) diesen Ist- Pressdruck auf dem Tonstrang. Der vorgegebene Soll- Pressdruck ist vorzugsweise auf der Mitte des Tonstranges einjustiert. Bei steigendem Pressdruck wandert das Markie-

rungsmittel beispielsweise nach links, bei fallendem Press- druck beispielsweise nach rechts. Der Doppelpfeil 21 gibt den Schwenkbereich wieder. Die Markierung 24 erfolgt in Form einer durchgehenden, gestrichelten, punktierten oder strichpunktierten aufgeprägten oder aufgespritzten bzw. aufgetragenen Linie. Durch die Markierung 24 ist es mög- lich, die Qualität des Formlings und des fertigen Produktes in Abhängigkeit vom jeweiligen Pressdruck zu erkennen und ggf. durch Ändern des Pressdruckes-evtl. in Verbindung mit Änderungen am Mundstück und Änderungen an weiteren Pro- duktionsparametern, die gewünschte Qualität des Produktes zu verbessern.

Es ist dadurch auch möglich, konkret zu ermitteln, wel- cher Prozentanteil einer Tagesleistung mit dem gewünschten Pressdruck produziert wurde und wie die dazugehörige Quali- tät aussieht.

Der ökonomische Nutzen der erfindungsgemäßen Vorrich- tung ist sehr groß durch die erzielbare Qualitätsverbesse- rung, die Bruchreduzierung, die Energieeinsparung und die Reduzierung von Reklamationen.

Wichtig sind auch die Erkenntnisse für den Pressenkon- strukteur und den Mundstückbauer, die aus den stabilen und nachvollziehbaren Parametern auf ihre Konstruktion einwir- ken können, sowie für die Pressenregeltechnik.