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Title:
DEVICE FOR OPENING CAPSULES FILLED WITH FREE-FLOWING SUBSTANCES, AND CAPSULES DESIGNED FOR THIS PURPOSE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/131189
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a device for opening capsules (11) which are filled with free-flowing, in particular pharmaceutical, substances and can be positioned in the opening device, wherein the opening device has an opening element which acts in relation to the capsule (11), or a closure element which closes the capsule (11), so as to open the capsule (11).

Inventors:
JURCEVIC, Dinko (Burgwiesenstraße 5, Köln, 51067, DE)
Application Number:
DE2011/075087
Publication Date:
October 27, 2011
Filing Date:
April 21, 2011
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Assignee:
JURCEVIC, Dinko (Burgwiesenstraße 5, Köln, 51067, DE)
International Classes:
B65B69/00
Attorney, Agent or Firm:
RUMRICH, Gabriele (Rumrich Patentanwaltskanzlei, Limbacher Str. 305, Chemnitz, 09116, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Öffnungsvorrichtung für mit riesel- oder fließfähigen, insbesondere

pharmazeutischen, Substanzen gefüllte Kapseln (1 1 ), die in der

Öffnungsvorrichtung positionierbar sind, wobei die Öffnungsvorrichtung ein Öffnungselement aufweist, welches gegen die Kapsel (1 1 ) oder ein die Kapsel (1 1 ) verschießendes Verschlusselement derart wirkt, dass die Kapsel (1 1 ) geöffnet wird.

Öffnungsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungselement gegen eine Sollbruchstelle (1 1.1 ) der Kapsel (1 1 ) oder gegen einen Bereich der Kapsel (1 1 ), der sich an die Sollbruchstelle (1 1.1 ) anschließt, relativ bewegbar ist.

Öffnungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungselement in Form eines Stößels (3) ausgebildet ist, der einen Schaft/Stößelarm (1 ) aufweist und in einem Gehäuse (7) entlang seiner Längsachse bewegbar ist. und dass der Stößel (3) an einem Ende eine Spitze (3.1 ) aufweist, die gegen die Kapsel (1 1 ) / die Sollbruchstelle (1 1 .1 ) oder durch die Kapsel/ die Sollbruchstelle (1 1 .1 ) drückbar ist.

Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch

gekennzeichnet, dass in der Kapsel ein interner Stößel (41 ) angeordnet ist, gegen welchen der Stößel (3) bewegbar ist, so dass der interne Stößel (41 ) von innen gegen die Kapsel (1 1 ) wirkt und diese an der Sollbruchstelle (1 1 .1 ) auftrennt.

Öffnungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese einen Anschlag (50) aufweist, gegen welchen der zu öffnende Bereich der Kapsel bewegbar ist, wodurch die Kapsel an der Sollbruchstelle geöffnet wird.

Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch

gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Kapseln (1 1 ) in einem Träger (9) angeordnet sind und jeweils eine im Träger (9) aufgenommene Kapsel (1 1 ) so zum Stößel (3) positionierbar ist, dass der Stößel (3) die Kapsel (1 1 ) öffnen kann und dadurch die in der Kapsel (1 1 ) befindlichen Substanzen freigegeben werden.

Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch

gekennzeichnet, dass der Träger (9) relativ zum Gehäuse (7) drehbar oder im Wesentlichen horizontal zum Gehäuse (7) verschiebbar ist.

Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass der Träger (9) muldenartige Ausnehmungen (21 ) oder Kammern (13) für die Kapseln (1 1 ) aufweist und dass diese eine im

Wesentlichen schiefe Ebene (21.1 ) und einen Durchbruch (21.2) aufweisen.

Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch

gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) und der Träger (9) miteinander verbindbar sind.

10. Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch

gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) an seinem unteren Ende eine Öffnung (19) aufweist, durch welche die aus der Kapsel (1 1 ) ausströmenden

Substanzen ausführbar sind.

Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch

gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) an seinem oberen Ende eine Öffnung (19.1 ) aufweist, durch welche der Stößelarm (1 ) betätigbar ist, wobei der Stößel (3) und der Stößelarm (1 ) vorzugsweise entgegen der Rückstellkraft einer Feder (29) zum Öffnen der Kapseln (1 1 ) betätigbar sind.

Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch

gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) an seiner Innenseite eine erste Anlagefläche (7.1 ) und der Stößel (3) an seinem Stößelarm (1 ) eine zweite Anlagefläche (1 .1 ) aufweisen und dass sich die Feder (29) an den

Anlageflächen (7.1 und 1.1 ) abstützt und dass die Feder (29) den Stößelarm umringt. 13. Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch

gekennzeichnet, dass der Träger (9) mit einer die Kapseln (1 1 ) verdeckenden Abdeckung (23) versehbar ist, wobei die Abdeckung (23) eine Aussparung (33) aufweist, durch die der Stößel (3) bei seiner Betätigung führbar ist.

Öffnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch

gekennzeichnet, dass die Kapsel durch eine auf diese wirkende Kraft der Öffnungsvorrichtung auftrennbar, aufziehbar, aufbrechbar, aufquetschbar oder gegen ein Schneid- oder Trennelement aufschneidbar/aufreißbar ist.

Kapsel (1 1 ), welche mit riesel- oder fließfähigen, insbesondere

pharmazeutischen, Substanzen gefüllt ist, wobei die Kapsel (1 1 ) eine

Sollbruchstelle (1 1.1 ) aufweist, die durch Betätigung eines Öffnungselementes einer Öffnungsvorrichtung aufbrechbar ist.

Description:
Beschreibung

Öffnungsvorrichtung für mit riesel- oder fließfähigen Substanzen gefüllte

Kapseln sowie dafür ausgebildete Kapseln

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Öffnungsvorrichtung für mit riesel- oder fließfähigen (insbesondere pharmazeutischen Substanzen) gefüllte Kapseln sowie dafür ausgebildete Kapseln Aus der Druckschrift DE 102 18 997 A1 ist ein Kapselspender bekannt, mit dem

Tabletten oder Dragees aus Blisterverpackungen einzeln entnehmbar sind. Dazu wird eine Öffnungshilfe für die Blisterverpackung vorgesehen, mit welcher der Blister gefasst, geöffnet und der Inhalt freigegeben wird. Der Kapselspender besteht aus einem Gehäuse, auf welches ein Deckel aufgesetzt wird, wobei Deckel und Gehäuse verdrehbar sind, wobei eine Klinge den Blister einschneidet. Durch einen Auswerfer wird abschließend die Kapsel aus dem Blister geschoben.

In der Patentschrift DE 101 1 1 945 B4 wird ebenfalls ein Kaselspender zum Öffnen von Blistern beschrieben, in welchen pharmazeutisches Material verpackt ist. Die

Schutzfolie wird durch eine Spindel gefasst und durch eine Drehbewegung angezogen. Es sind weiterhin teilbare Hartgelatinekapseln bekannt, die ein leichteres Teilen der Kapseln ermöglichen, wodurch die Kapsel vom Patienten in zwei im Wesentlichen große Teile geteilt werden kann, ohne dass der Arzneimittelwirkstoff verloren gehen kann.

Es sind weiterhin Anwendungsgebiete bekannt, bei welchen Arzneimittel oder andere medizinische Substanzen in großen Dosierungen angeboten werden, wobei jedoch von den Anwendern nur geringe Mengen benötigt werden und wobei nach dem Öffnen der großen Verpackung der restliche Inhalt entsorgt werden muss, da dieser durch das Öffnen der Verpackung unsteril geworden ist.

Insbesondere Knochenersatzmaterial, welches beispielsweise in der Zahnmedizin eingesetzt wird, liegt meist in granulatartiger Form vor und wird meist in sehr unterschiedlichen Mengen benötigt. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Öffnungsvorrichtung zu entwickeln, durch welche mit flüssigen oder rieselfähigen Substanzen gefüllte Kapseln, aufspaltbar sind und dafür geeignete Kapseln vorzusehen. Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des ersten und fünfzehnten Schutzanspruchs gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Öffnungsvorrichtung für mit riesel- oder fließfähigen, insbesondere

pharmazeutischen, Substanzen gefüllte Kapseln, die in der Öffnungsvorrichtung positionierbar sind, weist wenigstens ein Öffnungselement auf, welches gegen die Kapsel oder ein die Kapsel verschließendes Verschlusselement derart bewegbar ist, dass die Kapsel geöffnet wird, so dass die Substanzen aus der Kapsel gelangen können.

Dadurch ist es möglich, Substanzen, die für medizinische Anwendungen benötigt werden, besser und einfacher zu dosieren. Ein aufwendiges Entnehmen der

Substanzen, die bisher meist in größeren Verpackungsformaten angeboten werden, sowie deren Abmessen und ggf. Wiegen entfällt. Dabei bleiben die Substanzen, die durch das neuartige mechanische Öffnen der Kapseln freigesetzt werden, steril, was bisher nicht sicher gewährleistet war. Auch das nicht benötigte Material bleibt steril bzw. hygienisch einwandfrei, denn es befindet sich in den anderen Kapseln.

Vorzugsweise ist das Öffnungselement gegen eine Sollbruchstelle der Kapsel oder gegen einen Bereich der Kapsel, der sich an die Sollbruchstelle anschließt, bewegbar.

Das Öffnungselement kann in Form eines Stößels ausgebildet sein, der einen

Schaft/Stößelarm aufweist und in einem Gehäuse entlang seiner Längsachse bewegbar ist.

Dabei kann der Stößel an einem Ende mit einer Spitze versehen sein, die gegen die Kapsel oder einen Bereich der Kapsel bzw. die Sollbruchstelle drückbar ist, wodurch die Kapsel geöffnet wird. Gemäß einer weiteren Variante kann in der Kapsel ein interner Stößel angeordnet sein, gegen welchen der Stößel der Vorrichtung bewegbar ist, so dass der interne Stößel von innen gegen die Kapsel im Bereich deren Sollbruchstelle wirkt und diese dadurch an der Sollbruchstelle auftrennt.

Es ist ebenfalls möglich, dass die Kapsel durch eine Folie verschlossen ist, die durch das Öffnungselement durchstochen oder zumindest teilweise abgezogen wird, so dass durch die damit erzeugte Öffnung in der Kapsel die darin befindlichen Substanzen austreten können.

Zum Öffnen werden eine oder mehrere Kapseln in einem Träger angeordnet.

Wenigstens eine im Träger aufgenommene Kapsel ist dann so zum Öffnungselement positionierbar, dass bei Betätigung des Öffnungselementes (z.B. Stößel) die Kapsel geöffnet wird und dadurch die in der Kapsel befindlichen Substanzen freigegeben werden. Der Träger ist dabei relativ zum Gehäuse drehbar oder im Wesentlichen horizontal zum Gehäuse verschiebbar, so dass die zu öffnenden Kapseln

nacheinander in die Öffnungsposition bringbar sind. In der Öffnungsposition sollte dabei ein Einrasten des Trägers vorgesehen werden, welches signalisiert, dass die Kapsel ordnungsgemäß positioniert ist.

Der Träger weist vorzugsweise muldenartige Ausnehmungen oder Kammern für die Kapseln auf, wobei die Ausnehmungen eine im Wesentlichen schiefe Ebene zur sicheren Lagepositionierung der Kapseln und einen Durchbruch besitzen und durch den Durchbruch ein Teil der Kapsel reicht, der geöffnet werden soll oder die in der Kapsel befindlichen Substanzen strömen.

Das Gehäuse und der Träger sollten miteinander vorzugsweise lösbar verbunden sein, wobei auch das Gehäuse in dem Bereich unterhalb der zu öffnenden Kapsel eine Öffnung aufweist, durch welche die aus der Kapsel ausströmenden Substanzen ausführbar sind. Weiterhin ist das Gehäuse an seinem oberen Ende mit einer Öffnung versehen, durch welche der Stößelarm reicht und betätigbar ist.

Vorzugsweise erfolgt die Betätigung des Öffnungselementes (z.B. Stößel) zum Öffnen der Kapsel entgegen der Rückstellkraft einer Feder, die sich beispielsweise an einer ersten Anlagefläche am Gehäuse und an einer zweiten Anlagefläche am

Öffnungselement (z.B. Stößelarm) abstützt und die vorzugsweise das Öffnungselement oder dessen Betätigungselement (z.B. Stößelarm) umringt.

Der Träger kann mit einer die Kapseln verdeckenden Abdeckung versehen sein, wobei die Abdeckung wenigstens eine Aussparung aufweist, durch die das Öffnungselement bei seiner Betätigung führbar ist. Weiterhin ist es möglich, an der Öffnungsvorrichtung, bevorzugt an der Mulde des Trägers (insbesondere im Bereich der Austrittsöffnung der Mulde), eine Trennkante oder ein Trennelement bzw. eine Schneidkante oder ein Schneidelement vorzusehen, an welcher die Kapsel bei Druckbelastung durch den Stößel aufgetrennt wird. Das Schneidelement kann beispielsweise messerartig ausgebildet sein.

Die Kapsel, welche mit riesel- oder fließfähigen, insbesondere pharmazeutischen, Substanzen gefüllt ist, kann eine Sollbruchstelle bzw. Trennstelle aufweisen, die durch Betätigung eines Öffnungselementes einer Öffnungsvorrichtung aufbrechbar bzw. auftrennbar ist.

Weiterhin ist es möglich, dass die Kapsel wenigstens eine Position aufweist, die durch dass Öffnungselement zum Zwecke der Öffnung durchdringbar, z.B. aufstechbar ist.

Diese Position kann eine Wandung aufweisen, die leichter durchdringbar ist, als die Wandung der Kapsel an anderen Bereichen. Da in diesem Fall das Öffnungselement mit den in der Kapsel befindlichen Substanzen in Kontakt kommt, ist sicherzustellen, dass dieses steril ist, wenn die Sterilität der Substanzen gewährleistet werden muss.

Es ist ebenfalls möglich, die mit einer Sollbruchstelle versehene Kapsel in eine

Ausnehmung einzulegen, die mit einer sägezahnartigen Profilierung versehen ist, so dass bei Druckeinwirkung auf die Kapsel diese gegen diese Profilierung gedrückt wird und dadurch im Bereich der Sollbruchstelle eine das Auftrennen der Sollbruchstelle begünstigende bzw. bewirkende Beanspruchung auftritt.

Diese Profilierung kann im Träger der Kapseln angeordnet sein. Bei allen im Folgenden beschriebenen Ausführungen ist der Gebrauch des Ausdrucks „kann sein oder haben" synonym zu„ist oder hat vorzugsweise" zu verstehen.

Der erfindungsgemäße Träger in einer Aufspaltvorrichtung weist wenigstens eine muldenartige Ausnehmung (zur Aufnahme der Kapseln) auf, wobei die Ausnehmungen bzw. die Kammern vorzugsweise voneinander getrennt sind.

Der Begriff„Träger ", wie er hierin verwendet wird, bezeichnet ein Grundelement oder einen Grundkörper, wie der Träger in einer Aufspaltvorrichtung genannt wird.

Der Begriff„Mulde oder Kammer ", wie er hierin verwendet wird, bezeichnet einen Raum oder Bereich, welcher zum Aufnehmen von Kapseln geeignet und vorgesehen ist. Der Begriff„Granulat " oder granuläre Materie oder granuläres Medium, wie er hierin verwendet wird, bezeichnet eine Substanz bzw. einen Stoff oder ein Material, welches viele kleine, feste Partikel, wie beispielsweise Körner und/oder Kugeln, aufweist. Ein Granulat schließt auch den in der Nahrungsmittelindustrie gleichbedeutend

verwendeten Begriff Instant oder Instantpulver ein.

Der erfindungsgemäße Träger für die Kapseln ist zum Speichern und/oder

Aufbewahren von Kapseln, die mit Granulat gefüllt sind, geeignet.

Die Kapsel bzw. die Kapseln können in eine Mulde oder Kammer der Oberfläche des Trägers eingelegt werden und aus allen dafür gebräuchlichen Materialien bestehen und eine beliebige Form aufweisen. Sie können beispielsweise, ohne darauf beschränkt zu sein, halbkugelförmig, quaderförmig, rechteckig, quadratisch, halbeiförmig und dergleichen ausgestaltet sein.

Kleine Kapseln können beispielsweise Granulatmengen von einigen Milligramm beinhalten. Größere Kapseln können z.B. Mengen im Grammbereich beinhalten.

In den Kapseln können fest definierte oder vorbestimmte Portionen eines Granulats enthalten sein.

Verschiedene Kapseln können gleiche Arten von Substanzen/Granulat enthalten. Verschiedene Kapseln können verschiedene Arten von Granulaten enthalten. In einer Kapsel können verschiedene Arten von Granulaten enthalten sein.

Der Träger kann aus einem Material wie Kunststoff oder Metall gebildet sein oder ein solches aufweisen. Der Träger kann formfest oder auch mehr oder weniger biegbar bzw. biegsam ausgestaltet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Träger in wenigstens einem Abschnitt eine Abdeckung auf.

Der Begriff„Abdeckung ", wie er hierin verwendet wird, bezeichnet ein Element oder eine Komponente, welche zum Abdecken eines Teil bzw. Abschnitts einer

Trägeroberfläche oder der gesamten Trägeroberfläche verwendet wird. Die Abdeckung ermöglicht ein sicheres Lagern der Kapseln, um diese vor mechanischer Beschädigung zu schützen. Die Abdeckung kann beispielsweise aus einer durchsichtigen

Kunststoffplatte, Glasplatte, einer Metallplatte oder dergleichen hergestellt sein.

Es ist möglich, die Abdeckung in wenigstens einem Abschnitt des Trägers mit diesem zu verbinden. Sie kann z.B. an einem mittleren Bereich des Trägers mit diesem verbunden sein. Zusätzlich dazu oder stattdessen kann die Abdeckung in einem Randbereich des Trägers mit diesem verbunden sein. Sie kann ferner in Bereichen zwischen einzelnen Kammern mit dem Träger verbunden sein. Eine Kombination dieser Varianten ist erfindungsgemäß ebenfalls vorgesehen. Die Abdeckung kann an dem Träger haften bzw. mit diesem verklebt und/oder verpresst sein oder sie kann auch nur in der Mitte fixiert werden und rotierbar sein, um jeweils immer nur eine Kapsel zur Aufspaltung freizugeben. Die Abdeckung kann die Kapseln im Träger abdecken. Sie kann die Öffnungen bzw. Auslässe der Kammern abdecken oder diese wenigstens in Abschnitten freilassen.

Zum Öffnen der Kammern kann die Abdeckung teilweise oder ganz von der Oberfläche des Trägers entfernt werden. Die Abdeckung kann beispielsweise von dem Träger abgezogen werden oder sie kann durch Rotation die einzelnen Kammern beliebig freilegen. Die Abdeckung kann derart angeordnet sein, dass sie über wenigstens einen Randbereich des Trägers hinaus- oder herausragt. Eine derartige Anordnung kann vorteilhaft ein einfaches Ab- bzw. Aufziehen der Abdeckung von der

Trägeroberfläche ermöglichen. Die Abdeckung kann dadurch beispielsweise mit nur einer Hand abgehoben oder entfernt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann immer nur eine Kammer geöffnet werden.

Bei herkömmlich für Granulate verwendeten Beuteln oder Behältern musste

regelmäßig nicht verwendetes, jedoch bereits offen liegendes bzw. in offenen oder geöffneten Behältern vorhandenes Granulat, verworfen werden, da es durch Öffnen des Beutels unsteril wurde. Durch das erfindungsgemäß vorgesehene Portionieren der Granulatmengen in einzelnen Kapseln kann vorteilhaft erreicht werden, dass ein für den Patienten nicht benötigter Anteil des erfindungsgemäß verpackten Granulats für einen späteren Zeitpunkt zum Behandeln desselben Patienten oder eines anderen

Patienten steril aufbewahrt werden kann. Dies kann vorteilhaft dazu beitragen, sowohl Granulatmaterial als auch die damit verbundenen, oftmals hohen Kosten, einzusparen.

Die Granulate können einzeln entnommen werden. Dies kann den Vorteil bieten, dass, wenn bei einer Anwendung eine Kapsel fehlerhaft ist, beispielsweise mechanisch beschädigt und/oder unsteril, eine andere Kapsel genutzt werden kann. Je nach Anwendung kann es auch vorteilhaft sein, wenige oder viele Kapseln zur Verfügung zu haben, ohne jedoch alle gleichzeitig öffnen zu müssen. Es ist möglich, dass zwei oder mehrere Kapseln der erfindungsgemäßen Träger in einer Aufspaltvorrichtung hintereinander geöffnet werden können. Durch das Einlegen des Trägers mit den Kapseln in die Aufspaltvorrichtung ist es möglich, durch eine Einhand-Bedienung die Kapseln so lange zu spalten, bis die gewünschte Menge zur Verfügung steht. Dies kann zum Beispiel für einen Fall interessant sein, wenn die Anwendung des Granulats zeitkritisch ist und/oder eine schnelle Bereitstellung der Inhalte gefordert wird. Ein solcher Fall kann beispielsweise bei medizinischen

Anwendungen im chirurgischen Bereich auftreten. Mit dem erfindungsgemäßen Träger in einer Aufspaltvorrichtung kann die Handhabung für einen Nutzer vorteilhaft vereinfacht und/oder Zeit gespart werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Träger eine runde Grundform auf, dieser kann jedoch auch rechteckig, oval oder irgendeine andere sinngemäße Form aufweisen.

Der Begriff„Kammer", wie er hierin verwendet wird, meint, dass der Träger in wenigstens einem Abschnitt derart ausgestaltet ist, dass er eine Kammer zur

Aufnahme einer Kapsel enthält.

Die Kammer weist eine Form auf um die Kapseln druckfrei aufnehmen zu können.

Die Kammer ist im unteren Bereich offen gestaltet. Die Öffnung besteht aus mindestens zwei schiefen Ebenen, die in einem Spalt münden, aus welchem das Granulat austreten kann, nachdem die Kapseln aufgespaltet wurden.

Der Winkel der schiefen Ebenen kann dem Winkel vom Stößel der Aufspaltvorrichtung entsprechen. Der Stößel wird über den Druck mit einem Finger betätigt. Eine

Federvorrichtung kann diesen dabei nach dem Drücken wieder in seine

Ausgangsposition zurückführen. Dabei kann auch der Träger über einen Haken um gedreht werden, um die nächste Kammer unter den Stößel zu fahren. Damit ist dann die nächste Kapsel zum Aufspalten in der richtigen Position.

Das selbsttätige Fließen oder Rieseln des Granulats kann gerade bei Granulaten für medizinische Anwendungen von Vorteil sein. Der mögliche Verzicht auf Hilfsmittel, wie beispielsweise einen Spatel zum Unterstützen des Umfüll- bzw. Entnahmevorgangs, kann vorteilhaft weiter dazu beitragen, ein Kontaminationsrisiko zu verringern oder zu verhindern. Des Weiteren kann es vorteilhaft möglich sein, ein Verteilen des entnommenen bzw. zu überführenden Granulats außerhalb des Gefäßes zu verhindern, was insbesondere bei empfindlichen und/oder wertvollen bzw. teuren Substanzen der Medizin von Vorteil ist. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Kammer in wenigstens einem Abschnitt eine die Rieselfähigkeit des Granulats fördernde Beschichtung auf. Der Begriff„Rieselfähigkeit", wie er hierin verwendet wird, bezeichnet das Fließverhalten des Granulats.

Eine„die Rieselfähigkeit des Granulats fördernde Beschichtung" ist vorteilhaft so ausgewählt, dass sie das Fließverhalten des Granulats positiv beeinflusst.

Beispielsweise kann die Beschichtung eine Art Anti-Haft-Beschichtung oder dergleichen sein oder aufweisen.

Wenn zwei Kapseln einem Träger für eine Aufspaltvorrichtung unterschiedliche Mengen an Granulat aufweisen, kann dies insbesondere für Fälle von Vorteil sein, in denen die genaue Menge an notwendigem Granulat für den jeweiligen Einsatzzweck nicht im Voraus bekannt ist. Oft kann dann, beispielsweise im Bereich der Chirurgie, erst während der Operation entschieden werden, welche Menge notwendig ist. Da die verwendeten Granulate in der Regel sehr teuer und/oder zum Teil nur begrenzt verfügbar sind, kann eine genaue Portionierung für den jeweiligen Einsatz wichtig sein. Erfindungsgemäß kann dies vorteilhaft durch unterschiedliche Füllungsgrade der Kapseln gelöst werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind wenigstens zwei Kapseln voneinander verschieden markiert.

Die Kapseln können beschriftet, nummeriert, farblich markiert und dergleichen sein. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Kapseln nummeriert. Die Kapseln können fortlaufend nummeriert sein. Dies kann von Vorteil sein, wenn in die Kapseln unterschiedliche Substanzen eingefüllt wurden, die bei einer Anwendung eindeutig zugeordnet werden sollten.

Ein weiterer Vorteil kann sein, dass für den Fall der genauen Protokollierung und/oder Nachverfolgung die einzelnen Kapseln für die jeweilige Anwendung eindeutig zugeordnet werden sollen oder müssen.

Eine Markierung kann vorteilhaft sein, wenn bei einer großen Anzahl von Kapseln und einer nicht sofort erkennbaren Zuordnung von bereits geöffneten und noch

verschlossenen Kapseln die richtige Nummer für die nächste Anwendung identifiziert und anschließend geöffnet werden soll.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform umfasst das Granulat

Knochenersatzmaterial. Für Knochenersatzmaterialien, die eine spezielle Anwendung innerhalb der Chirurgie darstellen, bietet der erfindungsgemäße Träger in einer Aufspaltvorrichtung besondere Vorteile, da die Granulate der Knochenersatz- materialien oft in verschiedenen Portionsgrößen benötigt werden. Knochenersatzmaterial wird beispielsweise in der Zahnmedizin als prothetisches Knochenmaterial eingesetzt. Zu derartigen Implantationsmaterialien zählen

beispielsweise kalzifizierte mikroporöse Copolymermaterialien, welche auf dem Markt z.B. unter der Bezeichnung Bioplant®, HRT®, Synthetic Bone-Alloplast,

Tricalciumphosphat„TCP dental" der Firma Kasios oder„Bio-Oss" der Firma Geistlich und dergleichen, erhältlich sind.

Die vorliegende Erfindung ist neben Granulaten auch für Pulver oder andere feindisperse Medien zur Speicherung und/oder Aufbewahrung geeignet. Die vorliegende Erfindung ist auch für Instant oder Instantpulver geeignet. Alle Vorteile der Öffnungsvorrichtung mit dem erfindungsgemäßen Träger lassen sich ungeschmälert auch mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erreichen.

Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst das Aufspalten von Kapseln, insbesondere zur medizinischen Anwendung, in einer Kammer mit schiefen Ebenen in einem Träger in einer Aufspaltvorrichtung.

Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnung, in welcher gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Bauteile bezeichnen, exemplarisch erläutert. Die zum Teil stark vereinfachten Figuren zeigen:

Figur 1 zeigt schematisch eine Ansicht auf eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Trägers 9 in einer Aufspaltvorrichtung 5 in Form eines Kreises,

Figur 2 zeigt schematisch eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Träger 9 und die dazugehörige Abdeckung 23 in Form eines Kreises,

Figur 3 zeigt schematisch eine Detailansicht der einzelnen Kammer 13 gefüllt mit einer Kapsel 1 1 ,

Figur 4 zeigt schematisch eine Detailansicht der einzelnen Kammer 13 gefüllt mit einer Kapsel 1 1 , die mit dem Stößel 3 aufgespaltet wird,

Figur 5 zeigt eine Variante, bei welcher die Kapsel 1 1 mit einem inneren Stößel

3 versehen ist,

Figur 6 zeigt eine Variante einer Kapsel 1 1 , die mit einer Folie 1 1 .2

verschlossen ist und durch Abziehen der Folie 1 1 .2 geöffnet wird, Figur 7 stellt eine Variante einer Kapsel 1 1 dar, die oberhalb ihrer Spitze 1 1 .S mit einer Sollbruchstelle 1 1.1 versehen ist und einen Rand 1 1.3 aufweist, gegen welches hier zwei Stößel 3 zum Öffnen der Kapsel wirken,

Figur 8 zeigt eine Variante, bei welcher die Kapsel 1 1 durch Durchstechen mit dem Stößel 3 geöffnet wird.

Die Figuren 9 bis 15 zeigen eine Variante, bei welcher die in dem Träger angeordneten

Kapseln gegen einen Anschlag bewegt und dadurch an einer

Sollbruchstelle aufgetrennt werden.

Dabei wird dargestellt in

Figur 9 die Vorrichtung in dreidimensionaler Darstellung ohne eingelegte

Kapseln in einer ersten Position,

Figur 10 die Vorrichtung in dreidimensionaler Darstellung ohne eingelegte

Kapseln in einer zweiten Position,

Figur 1 1 die Vorrichtung beim Einlegen der Kapseln.

Figur 12 die Vorrichtung mit eingelegten Kapseln bei Betätigung,

Figur 13 einen Ausschnitt der Unteransicht der Vorrichtung gemäß Figur 12 mit einer noch geschlossenen Kapsel,

Figur 14 Darstellung eines Ausschnitts der Vorrichtung von unten nach dem

Öffnen einer Kapsel,

Figur 15 Darstellung eines Ausschnitts der Vorrichtung von unten nach dem

Entleeren der Kapsel.

Figur 1 zeigt eine Ansicht auf den erfindungsgemäßen Träger 9 in einer

Aufspaltvorrichtung 5 in Form einer kreisförmigen Platte. Der Träger 9 in einer Aufspaltvorrichtung 5 weist Kammern 13 auf, die mit Kapseln 1 1 gefüllt sind. Der Träger 9 kann mit der Aufspaltvorrichtung 5 fest verbunden sein oder herausnehmbar. Durch das Herunterdrücken des Stößelarmes 1 , der in einem Gehäuse 7 axial bewegbar entgegen der Kraft einer Rückstellfeder bewegbar ist, wird ein

Drehmechanismus 27 aktiviert und rotiert den Träger 9 um jeweils eine Raststelle, die hier in Form einer Greifrille 15 ausgebildet ist, weiter, damit die nächste Kapsel 1 1 unter den Stößel 3 gelangt. Der Drehmechanismus 27 kann auch durch das Loslassen des Stößelarmes 1 aktiviert werden.

In Figur 2 sind der Träger 9 und die drehbare Abdeckung 23 mit einer Aussparung einer Draufsicht dargestellt.

Der Träger 9 weist hier zehn Kammern 13 auf und ist mit drei Kapseln 1 1 gefüllt. Wie in Figur 2 zu erkennen ist, sind die Kapseln 1 1 , jeweils eine, in einer Kammer 13 eingelegt. Die drehbare Abdeckung 23 weist eine Aussparung 33 für den Stößel 3 auf. Damit wird verhindert, dass die Kapseln 1 1 aus den Kammern 13 fallen. Es wird nur die Kapsel 1 1 freigelegt, welche mit dem Stößel 3 aufgespaltet werden soll.

Die Abdeckung 23 kann über einen Schnappverschluss 25 mit dem Träger 9 verbunden und an diesem drehbar gelagert sein.

Figur 3 zeigt vereinfacht eine Seitenansicht in eine Kammer 13, die mit einer Kapsel 1 1 befüllt ist. Der Stößel 3 ist mittig über der Kapsel 1 1 positioniert.

Figur 4 zeigt vereinfacht eine Seitenansicht in eine Kammer 13, in der eine Kapsel 1 1 von einem Stößel 3 aufgespalten wird. Der Winkel der Stößelflächen 3 und der Winkel der schiefen Ebene 21 kann nahezu identisch sein.

Die Form der Kammer 13 ist so ausgelegt, dass das Granulat 17 nach dem Aufspalten ungehindert aus der Kammer 13 rieseln kann.

In Figur 5 ist eine weitere Ausführungsvariante dargestellt. Die Kapsel 1 1 kann so gestaltet sein, dass in der Kapselkammer ein interner Stößel 41 vorhanden ist. Dieser ist im oberen und unteren Bereich mit der Kapselkammer 37 verbunden. Wenn nun über die Aufspaltvorrichtung der Stößel 3 heruntergedrückt wird, dann wird die Kraft auf den internen Stößel 41 übertragen. Der interne Stößel ist über eine Sollbruchstelle

1 1.1 im oberen und unteren Bereich mit der Kapselkammer 37 verbunden. Wird der interne Stößel 41 nun nach unten gedrückt, dann reißen die Sollbruchstellen 1 1.1 , der Kapsel 1 1 und das Granulat 17 wird freigegeben. Der interne Stößel 41 ist mit der Verschlusskappe bzw. mit den Teilen der Kapsel 1 1 , die abgetrennt werden, fest verbunden, damit wird verhindert, dass die Verschlusskappe 39 bzw. die abgetrennten Kapselteile mit dem Granulat 17 hinausfallen. Der Träger 9 ist bei dieser Form so ausgestaltet, dass die Kapsel 35 in eine runde (Mulde) mit einer Auflagefläche und einer Öffnung an der Unterseite eingelegt wird und so dem Druckaufbau durch den Stößel 3 widerstehen kann.

Gemäß Figur 6 a bis c ist dargestellt, wie eine mit einer Folie 1 1.2 verschlossene Kapsel 1 1 durch Abziehen der Folie 1 1 .2 geöffnet wird.

Figur 6, Darstellung a, zeigt die Vorderansicht der mit Granulat 17 gefüllten Kapsel 1 1 aus Richtung der Folie 1 1.2. Die Kapsel 1 1 verjüngt sich nach unten, wobei die Folie

1 1.2 in dem hier unteren Bereich der Kapsel 1 1 übersteht. Die Seitenansicht wird in Darstellung b der Figur 6 gezeigt. Die nach unten und seitlich überstehende Folie 1 1.2 kann mit einem Öffnungselement, welches hier nicht dargestellt ist, erfasst und in Pfeilrichtung abgezogen werden. Gemäß Darstellung c in Figur 6 wurde die Kapsel 1 1 an ihrem unteren Ende durch das Abziehen der Folie 1 1 .2 geöffnet, wodurch das Granulat 17 herausrieseln kann.

Figur 7 stellt eine Variante einer mit Granulat 17 gefüllten Kapsel 1 1 dar, die oberhalb ihrer Spitze 1 1 .S mit einer Sollbruchstelle 1 1 .1 versehen ist und einen Rand 1 1.3 aufweist, gegen welches hier zwei Stößel 3 zum Öffnen der Kapsel 1 1 wirken. Die Vorderansicht einer entsprechenden Kapsel 1 1 zeigt Darstellung a und die

Seitenansicht die Darstellung b der Figur 7. Die Darstellung c der Figur 7 zeigt die geöffnete Kapsel 1 1 , bei welcher die Spitze 1 1.S durch die Wirkung der hier nicht dargestellten Stößel seitlich weggeklappt wurde, wobei die Sollbruchstelle 1 1 .1 aufgerissen wurde. Nun kann das Granulat 17 aus der Kapsel 1 1 austreten.

Es ist auch möglich, die Kapsel 1 1 durch Aufstechen mit dem Stößel 3 zu öffnen, wie es in der Schnittdarstellung gemäß Figur 8, a bis c gezeigt wird. Die mit Granulat 17 gefüllte Kapsel 1 1 sitzt in einer Kammer 13 des Trägers 9, wobei der Träger 9 oben mit einer Abdeckung 23 versehen ist, an der die Kapsel 1 1 anliegt und die Kammer 13 eine bodenseitige Öffnung19 aufweist, durch welcher ein Teil der Kapsel 1 1 ragt. In

Darstellung a wird der Stößel 3 vor dem Eindringen in die Kapsel 1 1 gezeigt. Der Stößel 3 besitzt eine Spitze 3.1 mit Widerhaken 3.2 und kann mittels eines nicht dargestellten Betätigungselementes (bevorzugt entgegen der Rückstellkraft einer Feder) in Richtung zur Kapsel 1 1 bewegt werden. Darstellung b der Figur 8 zeigt den in die Kapsel 1 1 eingedrungenen Stößel 3. Wird der Stößel nun zurückgezogen, öffnen dessen

Widerhaken die Wandung der Kapsel 1 1 noch mehr, so dass gemäß Darstellung c der Figur 8 durch die damit erzeugte Öffnung der Kapsel 1 1 das Granulat 17 austreten kann. Das Entleeren der Kapsel 1 1 kann gemäß einer nicht dargestellten Variante beschleunigt werden, wenn von oben ein Stempel gegen die Kapsel drückt. Die Abdeckung 23 muss dann für den Stempel geöffnet sein.

Selbstverständlich ist sicherzustellen, dass zumindest der Bereich des Stößels, der in die Kapsel eindringt, steril ist.

Gemäß einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die

Möglichkeit, die Kapsel/n z.B. mit einem Stößel zu zerquetschen bzw. aufzuquetschen, so dass diese sich öffnet/n und das darin befindliche Material freigibt.

Es ist möglich, diesen Öffnungsvorgang durch die konstruktive Gestaltung der

Vorrichtung zu unterstützen. Dazu kann die Mulde des Trägers, in welche die Kapsel zum Öffnen eingelegt wird, an ihrem Bereich, der Kontakt zur Kapsel aufweist, mit einer z.B. sägezahnartigen Kontur versehen sein, durch welche bei Druck auf die Kapsel, das Öffnen der Kapsel an ihrer Unterweite durch eine Zugbeanspruchung in diesem Bereich begünstigt wird.

Weiterhin ist es möglich, an der Öffnungsvorrichtung, bevorzugt an der Mulde

(insbesondere im Bereich der Austrittsöffnung der Mulde) eine Trennkante oder ein Trennelement bzw. eine Schneidkante oder ein Schneidelement vorzusehen, an welcher die Kapsel bei Druckbelastung aufgetrennt wird. Das Schneidelement kann beispielsweise messerartig ausgebildet sein.

Die Kapsel ist somit durch die Öffnungsvorrichtung auftrennbar, aufbrechbar, aufquetschbar, aufstechbar oder aufschneidbar/aufreißbar bzw. auseinanderziehbar.

Die letztgenannte Variante kann darin bestehen, dass die Kapsel aus wenigstens zwei Teilen zusammengesetzt bzw. zusammengesteckt ist und durch Abziehen bzw.

Abnehmen wenigstens eines Teiles bzw. durch das Auseinanderziehen oder

Auseinanderdrücken der Teile geöffnet wird.

Werden beispielsweise zwei Kapselteile zusammengesteckt, kann die daraus gebildete Kapsel ebenfalls z.B. in einen Träger mit einer Mulde mit einem nach unten schräg abfallenden Boden eingelegt werden. Übt man Druck auf den zusammengesteckten Bereich aus, so werden die Kapselteile in Richtung zum Boden der Mulde gedruckt, wodurch die zusammengesetzten Kapselteile auseinandergezogen werden und die Kapsel geöffnet wird. (Ähnlich wie bei den Figuren 3 und 4, nur dass anstelle der Sollbruchstelle an der Kapsel ein ineinander gesteckter Bereich vorhanden ist).

Aus den Figuren 9 bis 15 ist eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung ersichtlich, bei welcher zum Öffnen der Kapsel kein Stößel, sondern ein Anschlag 50 als Öffnungselement eingesetzt wird, gegen welchen die Kapsel bei Betätigung der Vorrichtung mit einem Bereich bewegt wird, wodurch eine Sollbruchstelle der Kapsel aufgetrennt und der Inhalt entleert wird.

Figur 9 zeigt die Vorrichtung in dreidimensionaler Darstellung ohne eingelegte Kapseln in einer ersten Position (Ausgangsposition) und Figur 10 in einer zweiten Position (Endposition).

Die Vorrichtung weist ein Gehäuse 7 auf, in welchem ein sich in Richtung der

Längsachse bewegbarer Betätigungsbolzen 50 angeordnet ist, der ähnlich wie der Stößel 1 in Figur 1 , entgegen der Kraft einer hier nicht dargestellten Rückstellfeder betätigbar ist. An seinem oben aus dem Gehäuse 7 ragenden Ende weist der

Betätigungsbolzen eine Druckfläche 50.1 auf. Diese dient zum Betätigen mit einem Finger einer Hand H, hier einem Daumen. Die anderen Finger der Hand umfassen bei der Betätigung das Gehäuse 7, wodurch eine Einhandbedienung möglich ist.

An seinem der Druckfläche 50.1 gegenüberliegenden Ende 7.1 weist das Gehäuse 7 einen Zwischenring 51 auf, an welchen sich ein Betätigungsring 52 anschließt, der eine nach unten weisende Stirnseite mit einer ersten Verzahnung 52.1 aufweist. Die Verzahnung weist erste Zähne 52.2 entsprechend der Anzahl der im Träger 9 vorhandenen nach unten offenen Kammern 13 für die Aufnahme der hier nicht dargestellten Kapseln auf. Die Zähne 52.2 besitzen jeweils eine hier nicht bezeichnete Schräge. An den Betätigungsring 52 schließt sich ein Gegenring 53 an, der eine zu der ersten Verzahnung 52.1 korrespondierende zweite Verzahnung 53.1 mit zweiten

Zähnen 53.2 aufweist. Der Gegenring ist mit dem Träger 9 verbunden und mit diesem drehbar um die Längsachse A des Gehäuses 7 gelagert. An dem Gehäuse 7 ist ein Arm 54 befestigt, der um den Träger 9 herumführt und mit einem Anschlag 54 bis unter die Unterseite 9.1 des Trägers 9 ragt, von dieser jedoch soweit beabstandet ist, dass der Träger bei einer Drehbewegung nicht behindert wird. Unter dem Träger 9 ist ein Gefäß G positioniert.

Die erste und die zweite Verzahnung 52.1 , 53.1 sind wie in Figur 9 dargestellt, voneinander beabstandet, wenn sich der Betätigungsbolzen 50 in einer nicht betätigten Ausgangsposition befindet. Wird der Betätigungsbolzen 50 nun mit dem Daumen der Hand H entgegen der Federkraft um einen Stellweg nach unten gedrückt, so kommen die Verzahnungen 52.1 und 53.1 in Wirkverbindung, d.h. die erste Verzahnung 52.1 drückt gegen die zweite Verzahnung 53.1 . Da die zweite Verzahnung 53.1 an dem Gegenring 53 mit dem Träger 9 drehbar gelagert ist, vollführen diese eine daraus resultierende Drehbewegung, bis die im Wesentlichen senkrecht stehenden Flächen der Verzahnungen 52.1 , 53.1 aneinander anliegen, wie es in Figur 10 dargestellt ist. Figur 1 1 zeigt die Vorrichtung beim Einlegen der Kapseln 1 1 , die an einem

Aufnahmering 12 angeordnet sind und an ihrer Unterseite eine Art Verschlussdeckel 1 1 .3 mit einer Sollbruchstelle aufweist, wobei sich an den Verschlussdeckel 1 1 .3 eine nach unten weisende Fahne 1 1 .4 anschließt. Die Kapseln 1 1 werden nun in die Kammern 13 des Trägers 9 eingelegt (s. Figur 12). Zum Öffnen einer Kapsel 1 1 wird nun der Betätigungsbolzen entgegen der Federkraft nach unten gedrückt, wodurch der Träger 9 mit den eingelegten Kapseln 1 1 eine Drehbewehung vollführt.

Dabei wird gemäß Figur 13 die Fahne 1 1 .4 gegen den Anschlag 55 bewegt und dadurch die Sollbruchstelle (hier nicht dargestellt) am Verschlussdeckel 1 1 .3 aufgetrennt und gemäß Figur 14 nach unten geschwenkt, wodurch dass sich in den Kapseln 1 1 befindliche Granulat 17 freigesetzt wird und in das darunter befindliche Gefäß G gelangt.

Gemäß Figur 15 hat sich die geöffnete Kapsel 1 1 vollständig geleert und das Granulat befindet sich im Gefäß G.

Anstelle einer Art Verschlussdeckel kann auch an der Kapsel eine Spitze mit einer Sollbruchstelle vorgesehen werden.

Die Erfindung dient insbesondere auch dazu, Substanzen, die in größeren

Abpackungen vorliegen, wie zum Beispiel Knochenersatzmaterial, in Kapselform mit geringer Füllmenge umzuverpacken, wobei die Kapseln z.B. mit einer Sollbruchstelle versehen sind. Durch Öffnen der Kapseln in einer geeigneten Öffnungsvorrichtung ist eine bessere Dosierbarkeit geringerer Mengen der Substanzen möglich, ohne dass die anderen Substanzen unsteril werden. Dadurch sind erhebliche Einsparungen an den Substanzen, insbesondere an Knochenersatzmaterial, welches oft in geringen Mengen benötigt, aber in großen Verpackungen angeboten wird, möglich.

Bezuqszeichenliste

1 Stößelarm

3 Stößel

5 Aufspaltvorrichtung

7 Gehäuse

9 Träger

9.1 Unterseite

1 1 Kapseln

1 1.1 Sollbruchstelle

1 1.2 Folie

1 1 .3 Verschlussdeckel

1 1.4 Fahne

1 1.S Spitze

13 Kammern

15 Greifrille

17 Granulat

21 schiefe Ebene

23 Abdeckung

25 Schnappverschluss

27 Drehmechanismus

33 Aussparung

37 Kapselkammer

39 Verschlusskappe

41 interner Stößel

50 Betätigungselement

50.1 Druckfläche

51 Zwischenring

52 Betätigungsring

52.1 erste Verzahnung

52.2 erste Zähne

53 Gegenring

53.1 zweite Verzahnung

53.2 zweite Zähne

54 Arm

55 Anschlag

A Achse

G Gefäß

H Hand