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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR PERITONEAL DIALYSIS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/113615
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device comprising a bag (1) having a semi-permeable membrane (2) and to the use of said device in peritoneal dialysis treatment.

Inventors:
FICHERT, Thomas (Polydorstr. 17, Warendorf, 48231, DE)
BICHLMAIER, Ingo (Untergasse 3, Wöllstadt, 61206, DE)
Application Number:
EP2011/001385
Publication Date:
September 22, 2011
Filing Date:
March 21, 2011
Export Citation:
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Assignee:
FRESENIUS MEDICAL CARE DEUTSCHLAND GMBH (Else-Kröner-Strasse 1, Bad Homburg, 61352, DE)
FICHERT, Thomas (Polydorstr. 17, Warendorf, 48231, DE)
BICHLMAIER, Ingo (Untergasse 3, Wöllstadt, 61206, DE)
International Classes:
A61M1/28; A61M27/00
Attorney, Agent or Firm:
WEISS, Stefan (Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Siemensstr. 21, Bad Homburg, 61352, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung umfassend einen Beutel (1), der zum Einbringen in die Bauchhöhle (7) geeignet ist und der eine äußere semipermeable Membran (2) umfasst, wobei der Beutel (1) mit einem Katheter (5) verbunden ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 zusätzlich umfassend einen Konnektor (6), wobei der Konnektor (6) mit dem Katheter (5) verbunden ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2 zusätzlich umfassend ein Behältnis (9), wobei das Behältnis (9) eine osmotisch aktive Lösung (4) enthält und über den Konnektor (6) mit dem Katheter (5) verbunden ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3 zusätzlich umfassend einen Verteiler (1 1) und ein Schlauchsystem (10), wobei das Behältnis (9) über das Schlauchsystem (10), den Verteiler (1 1) und den Konnektor (6) mit dem Katheter (5) verbunden ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4 zusätzlich umfassend ein Auffangbehältnis (12), wobei das Auffangbehältnis (12) über das Schlauchsystem (10), den Verteiler (1 1) und den Konnektor (6) mit dem Katheter (5) verbunden ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die osmotisch aktive Lösung (4) ein osmotisch aktives Polymer mit einem mittleren Molekulargewicht >1000 g/mol enthält.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die semipermeable Membran (2) eine Ausschlussgrenze aufweist, die um mindestens 5% geringer ist als das mittlere Molekulargewicht des osmotisch aktiven Polymers.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die semipermeable Membran (2) eine semipermeable Cellulose-Membran, Cellulose-Acetat-Membran, Cellulose-Diacetat- Membran, Cellulose-Triacetat-Membran, modifizierte Cellulose-Membran oder Polysulphon-Membran ist.

9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 zur Verwendung in der Peritonealdialysebehandlung.

Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 zur Verwendung in der Implantationschirurgie.

Verfahren zur Füllung des Beutels (1) umfassend die Schritte

a) Verbinden eines Behältnisses (9), das eine osmotisch aktive Lösung (4) enthält, über ein Schlauchsystem (10) mit einem Konnektor (6) und b) Überleiten der osmotisch aktiven Lösung (4) vom Behältnis (9) in den Beutel (1).

Verfahren zur Entleerung des Beutels (1), der ein Dialysat (4) enthält, umfassend die Schritte

a) Verbinden eines Auffangbehältnisses (12) über ein Schlauchsystem (10) mit einem Konnektor (6) und

b) Überleiten der osmotisch aktiven Lösung (4) vom Beutel (1) in das Auffangbehältnis (12). 13. Kit umfassend

wenigstens einen Beutel (1), der zum Einbringen in die Bauchhöhle (7) geeignet ist und eine physiologisch verträgliche äußere semipermeable Membran (2) umfasst, wobei der Beutel (1) mit einem Katheter (5) verbunden ist und

- wenigstens einen Konnektor (6).

14. Kit nach Anspruch 13 zusätzlich umfassend

wenigstens ein Behältnis (9), das eine osmotisch aktive Lösung (4) enthält, und/oder

- wenigstens ein Auffangbehältnis (12).

5. Kit nach Anspruch 13 oder 14 zusätzlich umfassend wenigstens einen Verteiler (1 1) und/oder wenigstens ein Schlauchsystem (10).

Description:
Vorrichtung für die Peritonealdialyse

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung umfassend einen Beutel mit einer semipermeablen Membran sowie die Vorrichtung zur Verwendung in der Peritonealdialysebehandlung.

Osmotisch aktive Verbindungen werden bei der Dialysebehandlung, insbesondere bei der Peritonealdialyse eingesetzt, um niereninsuffizienten Patienten überschüssiges Wasser zu entziehen (Ultrafiltration).

Das Peritonealdialyseverfahren beruht darauf, dass eine Lösung, die osmotisch aktive Verbindungen enthält (Dialyselösung), über einen Katheter in die Bauchhöhle des Dialysepatienten eingebracht wird. Diese Lösung wird für eine bestimmte Zeit (üblicherweise einige Stunden) in der Bauchhöhle des Patienten belassen und entfaltet dort ihre osmotische Wirkung; d.h. dem Patienten wird körpereigenes Wasser in die Bauchhöhle entzogen. Nach einer bestimmten Verweildauer wird die nunmehr verdünnte Peritonealdialyselösung (auch bezeichnet als verbrauchte Dialyselösung oder Dialysat) über einen Katheter abgelassen. Dieses Prinzip findet in verschiedenen Verfahren der Peritonealdialysebehandlung Anwendung. Nach Bedarf können beispielsweise die Verfahren der intermittierenden (IPD), nächtlichen intermittierenden (NIPD), kontinuierlichen zyklischen (CCPD) oder kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD), angewendet werden. Bei IPD, NIPD und CCPD kommen Geräte zum Einsatz, die den Patienten bei der Durchführung des Peritonealdialyseverfahrens unterstützen. Die CAPD ist ein manuelles Verfahren.

Durch die Zugabe von osmotisch aktiven Verbindungen soll insbesondere gewährleistet werden, dass der osmotische Druck der Peritonealdialyselösung während der gesamten Verweildauer in der Bauchhöhle hoch genug ist, um dem Patienten Wasser zu entziehen; d.h. Wasser geht aus dem Kreislauf des Patienten durch die semipermeable Peritonealmembran in die Bauchhöhle über (Ultrafiltration).

BESTÄTIGUNGSKOPIE Als osmotisch aktive Verbindungen werden hierbei insbesondere Glucose und Polyglucose (z.B. Stärke bzw. Stärkederivate) eingesetzt.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass sich unter dem Einfluss der Peritonealdialyselösung und der darin enthaltenen Osmotika die Peritonealmembran pathologisch verändert.

Insbesondere kommt es bei chronischer Anwendung von Peritoneladialyselösungen, die Osmotika enthalten, zu entzündlichen Veränderungen (Peritonitis), fibrotischen Veränderungen und Gefäßneubildungen (Neovaskularisierung) in der Peritonealmembran und somit zu einer Abnahme bis hin zum Verlust der Ultrafiltrationskapazität der Peritonealmembran (vgl. Gotloib, Advances in Peritoneal Dialysis, 25 (2009), 6-10; Schilte et al., Peritoneal Dialysis International, 29 (2009), 605-617; Kim, Peritoneal Dialysis International, 29 (2009), Suppl. 2, 123-127). Die Abnahme der Ultrafiltrationskapazität führt zu einer Erniedrigung der Effektivität der Dialysebehandlung und in dessen Folge zu einer erhöhten Inzidenz der Krankheitsbilder des urämischen Syndroms bei betroffenen Dialysepatienten. Die Abnahme oder der Verlust der Ultrafiltrationskapazität kann einen Abbruch der Peritonealdialysebehandlung erzwingen. Aufgabe dieser Erfindung ist, die pathologischen Veränderungen bzw. den Funktionsverlust der Peritonealmembran zu verhindern bzw. hinauszuzögern, um somit eine effektivere und verlängerte Dialysebehandlung zu ermöglichen.

Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung ist, die Ultrafiltration während der Behandlung so hoch wie möglich zu halten, um eine effektivere Dialysebehandlung zu gewährleisten. Des Weiteren sollen systemische Nebenwirkungen, die auf der Absorption des Osmotikums in die systemische Zirkulation des Patienten beruhen, vermindert werden.

Diese Aufgaben werden durch den Gegenstand der Patentansprüche gelöst.

Die semipermeable Membran (2) des Beutels (1) vermindert den Übertritt des osmotisch aktiven Polymers, das in der Dialyselösung (4) enthalten ist, aus dem Beutel (1) in die Bauchhöhle (7). Folglich wird das Auftreten pathologischer Veränderungen in der Peritonealmembran (8) vermindert, die auf den Wechselwirkungen des Osmotikums im direkten Kontakt mit den Konstituenten der Peritonealmembran beruhen.

Gleichzeitig wird durch die Rückhaltung des Osmotikums im Beutel (1) verhindert, dass die osmotisch aktive Verbindung in die Bauchhöhle (7) übergeht und von dort über die Peritonealmembran (8) in den Kreislauf des Dialysepatienten übertritt. Somit kommt es zu einer verminderten bzw. keiner Ausdünnung an Osmotikum am Wirkort und folglich ist die Ultrafiltration während der gesamten Behandlungszeit erhöht. Die verminderte Absorption an osmotisch aktiven Polymeren durch die Peritonealmembran (8) in den Kreislauf des Dialysepatienten hat zudem zur Folge, dass keine bzw. vermindert systemischen Nebenwirkungen, die durch das osmotisch aktive Polymer ausgelöst werden, auftreten. Der Fachmann erkennt, dass durch die semipermeable Membran (2) des Beutels (1) das osmotisch aktive Polymer in Abhängigkeit der Ausschlussgrenze der Membran (2) zurückgehalten wird, wobei Wasser und andere Verbindungen, die ein kleineres Molekulargewicht als die Ausschlussgrenze aufweisen, durch die Membran (2) hindurch treten können.

Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfassend einen Beutel (1) mit einer semipermeablen Membran (2), der in seinem Innenraum (3) eine osmotisch aktive Lösung (4) enthält, wobei der Beutel (1) über einen Katheter (5) mit einem Konnektor (6) verbunden ist.

Fig. 2 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfassend einen Beutel (1) mit einer semipermeablen Membran (2), der eingebracht ist in die Bauchhöhle (7) (die Bauchhöhle (7) wird von der Peritonealmembran (8) begrenzt), wobei der Beutel (1) in seinem Innenraum (3) eine osmotisch aktive Lösung (4) enthält, und über einen Katheter (5) mit einem Konnektor (6) verbunden ist; der Katheter (5) ist in die Bauchdecke implantiert; der Konnektor 6 ist über ein Schlauchsystem (10), weitere Konnektoren (13) und einen Verteiler (1 1) mit einem Behältnis (9) und einem Auffangbehältnis (12) verbunden. Ein erster Gegenstand dieser Erfindung betrifft eine Vorrichtung umfassend einen Beutel (1), der zum Einbringen in die Bauchhöhle (7) geeignet ist und der eine äußere semipermeable Membran (2) umfasst, wobei der Beutel (1) mit einem Katheter (5) verbunden ist.

Die Verbindung des Beutels (1) mit dem Katheter (5) kann reversibel oder dauerhaft sein. Die dauerhafte Verbindung zwischen Beutel und Katheter kann vorzugsweise dadurch erreicht werden, dass die Membran (2) mit dem Katheter (5) verschweißt ist. Vorzugsweise ist die Verbindung zwischen Beutel (1) und dem Katheter (5) reversibel. Dies bedeutet, dass der Beutel (1) durch den Katheter (5) eingeführt und wieder entfernt werden kann.

Das Einführen des Beutels (1) durch das Lumen des implantierten Dauerkatheters (2) in die Bauchhöhle (7) kann mit Hilfe eines beliebigen weiteren inneren Katheters geschehen, der dazu geeignet ist.

Zur reversiblen Befestigung des Beutels (1) an den Katheter kann ein Halteelement dienen, das an das offene Ende des Beutels (1) dauerhaft angebracht ist. Dieses Halteelement kann beispielsweise durch Verschweißen mit dem Beutel (1) an dessen offenen Ende angebracht sein.

Dieses Halteelement setzt vorzugsweise am patientenabgewandten Ende des Katheters (2) reversibel auf oder wird dort reversibel befestigt und verhindert somit ein Durchrutschen des Beutels (1) durch den Katheter (5) in die Bauchhöhle (7).

Der Fachmann erkennt, dass falls der Katheter mit einem Konnektor (6) verbunden ist, diese reversible Haltevorrichtung vorzugsweise auf dem patientenabgewandten Ende des Konnektors (6) aufsetzt oder dort reversibel befestigt wird.

Das Halteelement kann beispielsweise eine Ringscheibe sein, die am offenen Ende des Beutels (1) angebracht ist, und dessen Durchmesser größer ist als das Lumen des Katheters (5) oder des Konnektors (6). Dadurch wird ein Durchrutschen des Beutels in die Bauchhöhle verhindert.

Der Fachmann erkennt, dass auch andere reversiblen Halteelemente verwendet werden können, wie beispielsweise ein zylindrisches Verbindungsrohr mit Außengewinde. In diesem Fall ist das offene Ende des Beutels (1) vorzugsweise an der Innenseite des Verbindungsrohrs dauerhaft angebracht. Somit kann das Verbindungsrohr mit Außengewinde in ein Gewinde, das an der Innenseite des Katheters (5) oder des Konnektors (6) vorhanden ist, reversibel eingeschraubt werden.

Das Ausführen des Beutels (1) aus der Bauchhöhle (7) erfolgt vorzugsweise im entleerten Zustand, so dass der Widerstand beim Herausziehen durch den Katheter (5) gering ist und es somit zu keiner Schädigung des Beutels (1) und einem etwaigen Austritt der Polymerlösung (4) in die Bauchhöhle (7) kommt. Vorzugsweise wird der Beutel (1) durch Ziehen am reversiblen Halteelement entfernt.

Der Beutel (1) ist vorzugsweise flexibel und sterilisiert. Methoden zur Sterilisation sind dem Fachmann bekannt (z.B. Hitze, Druck, Strahlung, chemische Sterilisation). Die Membran (2) kann jede semipermeable Membran sein, die biokompatibel ist. Die Membran (2) ist vorzugsweise steril, um Infektionen zu verhindern.

Die semipermeable Membran (2) kann die gesamte äußere Membran des Beutels (1) bilden; jedoch kann die äußere Membran (2) teilweise auch undurchlässige Bereiche aufweisen.

In einer bevorzugten Ausfuhrungsform besteht die semipermeable Membran (2) aus Cuprophan, Polysulphon, Polymethylmethacrylat, Cellulose, Cellulose-Acetat, Cellulose- Diacetat, Cellulose-Triacetat, modifizierter Cellulose, Cellulose-Cuprophan, Cuprammonium- Cellulose, Polycarbonat, Polyacrylnitril, Polyamid, Polymethacrylat und Methallylsulphonat.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform besteht die semipermeable Membran (2) aus Cellulose, Cellulose-Acetat, Cellulose-Diacetat, Cellulose-Triacetat, modifizierter Cellulose oder Polysulphon. Die semipermeable Membran (4) hat die Wirkung, in Abhängigkeit der Ausschlussgrenze osmotisch aktives Polymer im Beutelinnenraum zurückzuhalten, um den Kontakt zwischen Osmotikum und Peritonealmembran zu vermindern bzw. zu unterbinden. Jedoch können Verbindungen, die ein Molekulargewicht unterhalb der Ausschlussgrenze aufweisen, die semipermeable Membran (2) passieren.

Beispielsweise können Wasser, Elektrolyte und Pufferverbindungen durch die semipermeable Membran (2) durchtreten. Somit schwimmt der Beutel (1) in der Dialyselösung (4), die aus dem Beutel (1) in die Bauchhöhle ausgetreten ist. Die Dialyselösung (4), die im Beutel verbleibt enthält die gesamte bzw. einen Großteil der osmotisch aktiven Polymere, wohingegen die Dialyselösung (4), welche aus dem Beutel (1) in die Bauchhöhle (7) ausgetreten ist, kein bzw. nur geringe Mengen an osmotisch aktivem Polymer enthält. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung zusätzlich einen Konnektor (6), wobei der Konnektor (6) mit dem Katheter (5) verbunden ist.

Der Konnektor (6) kann jeder Konnektor (Verbindungsstück) sein, mit dem ein Schlauchsystem (10) an den Konnektor (6) angeschlossen werden kann. Dem Fachmann sind geeignete Konnektoren bekannt. Vorzugsweise ist der Konnektor eine Schraubverbindung oder eine Einrastverbindung. Bevorzugte Konnektoren sind in EP-B 1-0947213 offenbart. Der Konnektor (6) kann auch ein Luer-Lock-Konnektor sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Konnektor (6) ein Verbindungselement, bestehend aus einem Grundkörper, der einen ersten Stutzen zum Anschließen eines Behälters für Dialyselösung und einen weiteren Stutzen zur Verbindung des Patientenkonnektors mit einem Katheterkonnektor aufweist, wobei Mittel zum Abdichten der Stutzen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Grundkörper ein Betätigungsorgan vorgesehen ist, wobei durch Betätigen des Betätigungsorganes der zweite Stutzen durch ein linear verschiebbares Verschlussstück verschließbar und der erste Stutzen abdichtbar ist (vgl. EP-B 1-0947213). In einer bevorzugten Ausfuhrungsform ist der Konnektor (6) eine Schutzkappe zum Abschließen. Geeignete Schutzkappen sind dem Fachmann bekannt und beispielsweise in EP-A2-0715864 offenbart. Die Schutzkappe weist vorzugsweise mindestens ein erstes Verbindungsmittel zum Verbinden mit einem Gegenstück auf, wobei die Schutzkappe mittels eines ersten Verbindungsmittels unlösbar mit dem Gegenstück verbindbar ist und dass mindestens ein weiteres Verbindungsmittel vorgesehen ist, mittels welchem die Schutzkappe lösbar mit der Leitung verbindbar ist.

Das Schlauchsystem (10) kann seinerseits einen Konnektor enthalten, mit dem die Verbindung zum Konnektor (6) geschlossen werden kann. Die Verbindung zwischen dem Schlauchsystem (10) und dem Konnektor (6) ist vorzugsweise flüssigkeits- und luftdicht, so dass beispielsweise keine Gase in die Vorrichtung einwandern können und keine Flüssigkeit aus der Vorrichtung austreten kann. Zudem soll verhindert werden, dass Fremdkörper wie beispielsweise Bakterien oder Viren in die Vorrichtung eindringen können.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind alle Verbindungselemente (Konnektoren (10) und (13)) flüssigkeits- und gasdicht.

Der Katheter (5) ist vorzugsweise ein Dauerkatheter. Dieser Dauerkatheter ist dem Patienten vorzugsweise in das Bauchfell implantiert. Geeignete Dauerkatheter sind dem Fachmann bekannt. Vorzugsweise ist der Katheter (5) aus Silikon gefertigt und flexibel. Der Katheter (5) ist vorzugsweise sterilisiert. Methoden zur Sterilisation sind dem Fachmann bekannt (z.B. Hitze, Druck, Strahlung, chemische Sterilisation). In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung zusätzlich ein Behältnis (9), wobei das Behältnis (9) eine osmotisch aktive Lösung (4) enthält und über den Konnektor (6) mit dem Katheter (5) verbunden ist.

Das Behältnis (9) kann ein Einkammerbehältnis oder ein Mehrkammerbehältnis sein.

Ist das Behältnis (9) ein Einkammerbehältnis, dann enthält es vorzugsweise eine gebrauchsfertige, osmotisch aktive Lösung (4) (Dialyselösung; Peritonealdialyselösung). Das Einkammerbehältnis und die darin enthaltene Dialyselösung sind vorzugsweise sterilisiert. Methoden zur Sterilisation sind dem Fachmann bekannt (z.B. Hitze, Druck, Strahlung). Das Einkammerbehältnis kann ein starres oder flexibles Behältnis sein. Vorzugsweise ist das Einkammerbehältnis aus Kunststoff gefertigt. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Einkammerbehältnis ein starrer oder flexibler Einkammerkunststoffbeutel . Ist das Behältnis (9) ein Mehrkammerbehältnis, so ist es für die Herstellung einer osmotisch aktiven Lösung (4) (Dialyselösung) konfiguriert.

Das Mehrkammerbehältnis umfasst vorzugsweise

eine erste Komponente,

- eine zweite Komponente und

ggf. eine weitere oder mehrere weitere Komponenten, wobei

die Herstellung der osmotisch aktiven Lösung (4) (Dialyselösung) durch Mischen der ersten Komponente mit der zweiten Komponente und ggf. der/ den weiteren Komponente(n) erfolgt. Das Mehrkammerbehältnis und die darin enthaltenen Komponenten sind vorzugsweise sterilisiert. Methoden zur Sterilisation sind dem Fachmann bekannt (z.B. Hitze, Druck, Strahlung).

Das Mehrkammerbehältnis umfasst wenigstens eine erste Komponente und eine zweite Komponente. Das Mehrkammerbehältnis kann auch weitere Komponenten umfassen, z.B. eine dritte und eine vierte Komponente. Vorzugsweise besteht das Mehrkammerbehältnis aus zwei Komponenten, die vorzugsweise voneinander verschieden sind.

Im Sinne dieser Erfindung umfasst der Ausdruck "Komponente" flüssige, halbfeste oder feste Zusammensetzungen, die zueinander gleich oder voneinander verschieden sein können, wobei durch Mischen aller Komponenten des Mehrkammerbehältnisses die gebrauchsfertige Dialyselösung erhalten wird. Vorzugsweise enthält eine einzelne Komponente einen Teil der Inhaltsstoffe, die in der gebrauchsfertigen Dialyselösung enthalten sind. Die erste und die zweite Komponente können, unabhängig voneinander, fest, halbfest oder flüssig sein. Im Falle, dass die Komponenten flüssig sind, können sie Lösungen oder Dispersionen (z.B. Dispersionen oder Suspensionen) sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die erste Komponente flüssig, vorzugsweise reines Wasser oder eine wässrige Lösung, und die zweite Komponente ist ebenfalls flüssig. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die erste Komponente flüssig, vorzugsweise reines Wasser oder eine wässrige Lösung, und die zweite Komponente ist fest, vorzugsweise ein pulverförmiges Gemisch.

Die erste Komponente ist vorzugsweise eine Lösung, die osmotisch wirksame Polymere (z.B. Stärke, abgebaute Stärke), Calcium-Ionen, Magnesium-Ionen, Hydronium-Ionen und Chlorid- Ionen enthält.

Das Mehrkammerbehältnis flexibel oder starr sein; vorzugsweise ist es ein flexibles Mehrkammer-Beutel-System.

Das Mehrkammerbehältnis enthält vorzugsweise die erste Komponente, die zweite Komponente und ggf. eine oder mehrere weitere Komponenten in Kammern, die voneinander durch lösbare bzw. brechbare Trennsysteme (z.B. Trennbrechteile) getrennt sind, wobei die erste Komponente, die zweite Komponente und ggf. die eine oder mehreren weiteren Komponenten nach dem Lösen bzw. Brechen des Trennsystems miteinander gemischt werden können, um die gebrauchsfertige Dialyselösung zu erhalten.

Das Mehrkammerbehältnis kann als Mehrkammerkunststoffbeutel vorliegen, der jeweils eine abgetrennte Kammer für jede einzelne Komponente enthält. Vorzugsweise enthält der Mehrkammerkunststoffbeutel die einzelnen Komponentenlösungen in Kammern, die jeweils durch Trennelemente voneinander abgetrennt sind.

Das Mehrkammerbehältnis ist vorzugsweise ein Zweikammerbeutel umfassend eine erste Kammer und eine zweiten Kammer, wobei die Kammern durch ein lösbares bzw. brechbares Trennsystem voneinander getrennt sind, und die erste Kammer die erste Komponente enthält und die zweite Kammer die zweite Komponente enthält.

Das Lösen bzw. Brechen des Trennsystems führt zum Mischen der beiden Komponenten und resultiert in der gebrauchsfertigen Dialyselösung. Die erste Kammer und die zweite Kammer sind im Zweikammerbeutel vorzugsweise angrenzend angeordnet und durch das Trennsystem voneinander abgetrennt.

Das Trennsystem ist vorzugsweise eine Trennnaht (z.B. lösbare oder brechbare Schweißnaht). Die Trennnaht öffnet sich vorzugsweise durch das Anlegen eines Druckes auf eine der Kammern, woraufhin die Trennnaht bricht bzw. sich löst und sich der Inhalt der beiden Kammern mischt und das Gemisch als gebrauchsfertige Dialyselösung eingesetzt werden kann. Die erste Komponente des Mehrkammerbehältnisses ist vorzugsweise eine sterile Lösung, die eine Säure enthält und einen pH-Wert < 6,0 aufweist; die zweite Komponente ist vorzugsweise ebenfalls eine sterile Lösung, die vorzugsweise einen Puffer enthält und einen pH- Wert > 7,0 aufweist. Das osmotisch aktive Polymer (Osmotikum) kann in der ersten Komponente oder in der zweiten Komponente als auch in beiden Komponenten in gleichen oder verschiedenen Konzentrationen enthalten sein. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das osmotisch aktive Polymer nur in der ersten (sauren) Komponente enthalten. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das osmotisch aktive Polymer nur in der zweiten (basischen) Komponente enthalten. Die erste Komponente und/ oder die zweite Komponente und/ oder die ggf. weitere(n) Komponente(n) können einen oder mehrere Elektrolyte aber auch Puffer enthalten.

Der Fachmann erkennt, dass das Mischen der einzelnen Komponenten üblicherweise einen Verdünnungseffekt für den Fall nach sich zieht, dass die Komponenten die Inhaltsstoffe in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten. Falls beispielsweise das osmotisch aktive Polymer ausschließlich in einer der Komponenten enthalten ist, führt das Mischen dieser Komponente mit wenigstens einer anderen Komponente zu einem Anstieg des Volumens in Bezug auf die vorhandene Menge des osmotisch aktiven Polymers und somit zu einer Verdünnung, d.h. Abnahme der Polymerkonzentration; folglich enthält die Komponente das osmotisch aktive Polymer vorzugsweise in einer höheren Konzentration als die gebrauchsfertige Dialyselösung.

Vorzugsweise ist die Konzentration an osmotisch aktiven Polymer in der Komponente nahe an der Sättigungskonzentration bei einer Temperatur von 5 °C um eine ausreichende Lagerstabilität bei höheren Temperaturen sicher zu stellen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration an osmotisch aktivem Polymer in der Komponente 0,01 g/L bis 1,0 kg/L, bevorzugter 0,1 bis 750 g/L, noch bevorzugter 1,0 bis 500 g/L, am Bevorzugtesten 10 bis 250 g/L und insbesondere 100 bis 200 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration an osmotisch aktivem Polymer in der Komponente 25 ± 24 g/L, bevorzugter 25 ± 20 g/L, noch bevorzugter 25 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 25 ± 10 g/L und insbesondere 25 ± 5 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration osmotisch aktivem Polymer in der Komponente 50 ± 25 g/L, bevorzugter 50 ± 20 g/L, noch bevorzugter 50 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 50 ± 10 g/L und insbesondere 50 ± 5 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration osmotisch aktivem Polymer in der Komponente 75 ± 25 g/L, bevorzugter 75 ± 20 g/L, noch bevorzugter 75 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 75 ± 10 g/L und insbesondere 75 ± 5 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration an osmotisch aktivem Polymer in der Komponente 100 ± 25 g/L, bevorzugter 100 ± 20 g/L, noch bevorzugter 100 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 100 ± 10 g/L und insbesondere 100 ± 5 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration an osmotisch aktivem Polymer in der Komponente 200 ± 25 g/L, bevorzugter 200 ± 20 g/L, noch bevorzugter 200 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 200 ± 10 g/L und insbesondere 200 ± 5 g/L.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die zweite Komponente die Gesamtmenge an osmotisch aktivem Polymer und einen geeigneten Puffer, der den pH- Wert der zweiten Komponente auf über 7,0, bevorzugter auf über 7,5, noch bevorzugter auf über 8,0, am Bevorzugtesten auf über 8,5 und insbesondere auf über 9,0 einstellt. Dies kann vorzugsweise durch Hydrogencarbonat erreicht werden, die beispielsweise in Form von dissoziierten! Natrium-Hydrogencarbonat und oder Kalium-Hydrogencarbonat vorliegen können. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Komponente fest und umfasst ein pulverförmiges Gemisch enthaltend wenigstens ein osmotisch aktives Polymer und wenigstens einen Puffer, z.B. Natrium- und/ oder Kalium-Hydrogencarbonat.

Das Mehrkammerbehältnis ist vorzugsweise geeignet für die Herstellung einer Dialyselösung, die zur Verwendung in der Peritonealdialysebehandlung verwendet werden kann, und die folgenden Inhaltsstoffe vorzugsweise in folgenden Konzentrationen enthält: Ca 2+ 0,5 bis 5 mval/L;

Mg 2+ 0 bis 3,0 mval/L;

Cl " 90,5 bis 121 mval/L;

K + 0 bis 4,0 mval/L;

HC0 3 " 25 bis 40 mval/L; wobei eine Kammer des Mehrkammerbeutels ein erstes saures Konzentrat und eine andere Kammer ein zweites basisches Konzentrat enthält; wobei das saure Konzentrat Ca -Ionen enthält und das basische Konzentrat HC0 3 " -Ionen aber keine Ca -Ionen enthält; und die zwei Konzentrate nach Lösen bzw. Brechen des Trennsystems (z.B. Trennnaht) miteinander gemischt werden können; wobei das Mischen der zwei Konzentrate zur Herstellung der gebrauchsfertigen Dialyselösung führt und der pH der gebrauchsfertigen Dialyselösung 7,0 bis 7,6 ist.

Vorzugsweise enthält das basische Konzentrat wenigstens ein osmotisch aktives Polymer (z.B. Stärke, abgebaute Stärke, Stärkehydrolysat, vernetzte Stärke, modifizierte Stärke, Inulin), wohingegen das saure Konzentrat kein osmotisch aktives Polymer enthält.

Vorzugsweise enthält das basische Konzentrat eine Menge an Hydrogencarbonat, die zu einer Hydrogencarbonat-Konzentration der gebrauchsfertigen Dialyselösung von wenigstens 20 mM führt. Vorzugsweise ist die Hydrogencarbonat-Konzentration der basischen Komponente so hoch, dass die gebrauchsfertige Dialyselösung eine Hydrogencarbonat- Konzentration von 25 mM aufweist. Der pH-Wert des basischen, gepufferten zweiten Konzentrats wird vorzugsweise mit Salzsäure eingestellt.

Vorzugsweise werden die beiden Konzentrate in einem Volumenverhältnis von 10:1 bis 1:10 oder 8:1 bis 1 :8, bevorzugter 5:1 bis 1 :5 oder 3:1 bis 1 :3, noch bevorzugter 2:1 bis 1 :2 und insbesondere 1 :1 miteinander gemischt.

Das Mehrkammerbehältnis weist vorzugsweise eine Gasbarriere-Folie auf, die verhindert, das gasförmiges C0 2 aus dem System entweicht. Gasbarriere-Folien sind dem Fachmann bekannt.

Im Sinne dieser Beschreibung steht der Begriff "osmotisch wirksame Lösung" für eine Lösung, die gegenüber einer physiologischen Lösung einen wasserziehenden Effekt aufweist. Für die Zwecke dieser Beschreibung werden die Begriffe "osmotische wirksame Lösung", "Dialyselösung" und "Peritonealdialyselösung synonym verwendet.

Darreichungsformen, die in der Dialysebehandlung eingesetzt werden, sind vorzugsweise Konzentrate in Mehrkomponenten-Systemen oder gebrauchsfertige Dialyselösungen.

Für die Zwecke dieser Erfindung umfasst der Ausdruck "Dialyselösung" eine gebrauchsfertige Darreichungsform zur Dialysebehandlung, d.h. eine flüssige Zubereitung, die als solche zur Applikation geeignet ist. Insbesondere muss die Dialyselösung vor der Applikation nicht verdünnt und/ oder mit anderen Zubereitungen gemischt werden.

Die Dialyselösung ist vorzugsweise eine Peritonealdialyselösung. Peritonealdialyselösungen enthalten üblicherweise Elektrolyte in einer Konzentration, die im Wesentlichen der Plasma- Elektrolyt-Konzentration entspricht. Elektrolyte umfassen üblicherweise Natrium-, Kalium-, Calcium-, Magnesium- und Chlorid-Ionen.

Dialyselösungen haben üblicherweise einen physiologisch verträglichen pH- Wert. Dies wird vorzugsweise erreicht durch Puffer (Puffer-Systeme), die selbst zum Gesamtgehalt an Elektrolyten beitragen können. Die Puffer sind vorzugsweise Hydrogencarbonat, Lactat oder Pyruvat. Femer besitzen Dialyselösungen üblicherweise eine physiologisch verträgliche Osmolarität. Dies wird in der Regel erreicht durch die in der Dialyselösung enthaltenen Elektrolyte und osmotisch aktive Polymere, die in der gewünschten Konzentration physiologisch verträglich sind.

Die Dialyselösung besitzt eine Osmolarität im Bereich von vorzugsweise 200 bis 550 mosm/L.

Die Osmolarität der Peritonealdialyselösung beträgt vorzugsweise 200 bis 570 mosm/L oder 210 bis 560 mosm/L, bevorzugter 220 bis 550 mosm/L, noch bevorzugter 230 bis 540 mosm/L, am Bevorzugtesten 240 bis 530 mosm/L und insbesondere 250 bis 520 mosm/L. In einer bevorzugten Ausfuhrungsform beträgt die Osmolarität 250 ± 50 mosm/L oder 250 ± 45 mosm/L, bevorzugter 250 ± 35 mosm/L, noch bevorzugter 250 ± 25 mosm/L, am Bevorzugtesten 250 ± 15 mosm/L und insbesondere 250 ± 10 mosm/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt die Osmolarität 300 ± 50 mosm/L oder 300 ± 45 mosm/L, bevorzugter 300 ± 35 mosm/L, noch bevorzugter 300 ± 25 mosm/L, am Bevorzugtesten 300 ± 15 mosm/L und insbesondere 300 ± 10 mosm/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt die Osmolarität 350 ± 50 mosm/L oder 350 ± 45 mosm/L, bevorzugter 350 ± 35 mosm/L, noch bevorzugter 350 ± 25 mosm/L, am Bevorzugtesten 350 ± 15 mosm/L und insbesondere 300 ± 10 mosm/L. In einer weiteren bevorzugten Ausf hrungsform beträgt die Osmolarität 400 ± 50 mosm/L oder 400 ± 45 mosm/L, bevorzugter 400 ± 35 mosm/L, noch bevorzugter 400 ± 25 mosm/L, am Bevorzugtesten 400 ± 15 mosm/L und insbesondere 300 ± 10 mosm/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt die Osmolarität 450 ± 50 mosm/L oder 450 ± 45 mosm/L, bevorzugter 450 ± 35 mosm/L, noch bevorzugter 450 ± 25 mosm/L, am Bevorzugtesten 450 ± 15 mosm/L und insbesondere 450 ± 10 mosm/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt die Osmolarität 500 ± 50 mosm/L oder 500 ± 45 mosm/L, bevorzugter 500 ± 35 mosm/L, noch bevorzugter 500 ± 25 mosm/L, am Bevorzugtesten 500 ± 15 mosm/L und insbesondere 500 ± 10 mosm/L.

Die Dialyselösung hat einen pH- Wert vorzugsweise von 4,0 bis 8,0, bevorzugter von 4,2 bis 7,5, noch bevorzugter von 4,4 bis 6,8, am Bevorzugtesten von 4,6 bis 6,0 oder 4,8 bis 5,5 und insbesondere von 5,0 bis 5,2 oder 5,0±0,1; gemessen bei Raumtemperatur (20 bis 23 °C). In einer bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 4,8 ± 1,0 oder 4,8 ± 0.8, bevorzugter 4,8 ± 0,7 oder 4,8 ± 0,6, noch bevorzugter 4,8 ± 0,5 oder 4,8 ± 0,4, am Bevorzugtesten 4,8 ± 0,3 oder 4,8 ± 0,2 und insbesondere 4,8 ± 0,1. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 5,0 ± 1,0 oder 5,0 ± 0.8, bevorzugter 5,0 ± 0,7 oder 5,0 ± 0,6, noch bevorzugter 5,0 ± 0,5 oder 5,0 ± 0,4, am Bevorzugtesten 5,0 ± 0,3 oder 5,0 ± 0,2 und insbesondere 5,0 ± 0,1. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 5,2 ± 1,0 oder 5,2 ± 0,8, bevorzugter 5,2 ± 0,7 oder 5,2 ± 0,6, noch bevorzugter 5,2 ± 0,5 oder 5,2 ± 0,4, am Bevorzugtesten 5,2 ± 0,3 oder 5,2 ± 0,2 und insbesondere 5,2 ± 0,1. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 5,5 ± 1,0 oder 5,5 ± 0,8, bevorzugter 5,5 ± 0,7 oder 5,5 ± 0,6, noch bevorzugter 5,5 ± 0,5 oder 5,5 ± 0,4, am Bevorzugtesten 5,5 ± 0,3 oder 5,5 ± 0,2 und insbesondere 5,5 ± 0,1. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 6,0 ± 1,0 oder 6,0 ± 0.8, bevorzugter 6,0 ± 0,7 oder 6,0 ± 0,6, noch bevorzugter 6,0 ± 0,5 oder 6,0 ± 0,4, am Bevorzugtesten 6,0 ± 0,3 oder 6,0 ± 0,2 und insbesondere 6,0 ± 0,1. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 6,5 ± 1,0 oder 6,5 ± 0.8, bevorzugter 6,5 ± 0,7 oder 6,5 ± 0,6, noch bevorzugter 6,5 ± 0,5 oder 6,5 ± 0,4, am Bevorzugtesten 6,5 ± 0,3 oder 6,5 ± 0,2 und insbesondere 6,5 ± 0,1. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 7,0 ± 1,0 oder 7,0 ± 0.8, bevorzugter 7,0 ± 0,7 oder 7,0 ± 0,6, noch bevorzugter 7,0 ± 0,5 oder 7,0 ± 0,4, am Bevorzugtesten 7,0 ± 0,3 oder 7,0 ± 0,2 und insbesondere 7,0 ± 0,1. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 7,4 ± 1,0 oder 7,4 ± 0.8, bevorzugter 7,4 ± 0,7 oder 7,4 ± 0,6, noch bevorzugter 7,4 ± 0,5 oder 7,4 ± 0,4, am Bevorzugtesten 7,4 ± 0,3 oder 7,4 ± 0,2 und insbesondere 7,4 ± 0,1. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform ist der pH- Wert 8,0 ± 1,0 oder 8,0 ± 0.8, bevorzugter 8,0 ± 0,7 oder 8,0 ± 0,6, noch bevorzugter 8,0 ± 0,5 oder 8,0 ± 0,4, am Bevorzugtesten 8,0 ± 0,3 oder 8,0 ± 0,2 und insbesondere 8,0 ± 0,1.

Die Dialyselösung enthält ein oder mehrere (z.B. zwei, drei, vier oder fünf) osmotisch aktive Polymere, die wie oben stehend definiert sind.

Die Dialyselösung enthält osmotisch aktives Polymer in einer Gesamtkonzentration von vorzugsweise 0,001 mM bis 10 M oder 0,01 bis 1,0 M, bevorzugter 0,10 bis 500 mM, noch bevorzugter 1,0 bis 250 mM, am Bevorzugtesten 10 bis 100 mM und insbesondere 25 bis 90 mM. In einer bevorzugten Ausfuhrungsform ist die Gesamtkonzentration 25 ± 24 mM, bevorzugter 25 ± 20 mM, noch bevorzugter 25 ± 15 mM, am Bevorzugtesten 25 ± 10 mM und insbesondere 25 ± 5 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtkonzentration 50 ± 25 mM, bevorzugter 50 ± 20 mM, noch bevorzugter 50 ± 15 mM, am Bevorzugtesten 50 ± 10 mM und insbesondere 50 ± 5 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtkonzentration 75 ± 25 mM, bevorzugter 75 ± 20 mM, noch bevorzugter 75 ± 15 mM, am Bevorzugtesten 75 ± 10 mM und insbesondere 75 ± 5 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtkonzentration 100 ± 25 mM, bevorzugter 100 ± 20 mM, noch bevorzugter 100 ± 15 mM, am Bevorzugtesten 100 ± 10 mM und insbesondere 100 ± 5 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtkonzentration 200 ± 25 mM, bevorzugter 200 ± 20 mM, noch bevorzugter 200 ± 15 mM, am Bevorzugtesten 200 ± 10 mM und insbesondere 200 ± 5 mM. Die Gesamtkonzentration ist vorzugsweise berechnet mittels des mittleren Molekulargewichts des osmotisch aktiven Polymers.

Die erfindungsgemäße Dialyselösung enthält osmotisch aktives Polymer in einer Gesamtmassenkonzentration von vorzugsweise 0,01 g/L bis 1,0 kg/L, bevorzugter von 0,1 bis 750 g/L, noch bevorzugter von 1,0 bis 500 g/L, am Bevorzugtesten 10 bis 250 g/L und insbesondere von 100 bis 200 g/L. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration 25 ± 24 g/L, bevorzugter 25 ± 20 g/L, noch bevorzugter 25 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 25 ± 10 g/L und insbesondere 25 ± 5 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration 50 ± 25 g/L, bevorzugter 50 ± 20 g/L, noch bevorzugter 50 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 50 ± 10 g/L und insbesondere 50 ± 5 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration 75 ± 25 g/L, bevorzugter 75 ± 20 g/L, noch bevorzugter 75 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 75 ± 10 g/L und insbesondere 75 ± 5 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration 100 ± 25 g/L, bevorzugter 100 ± 20 g/L, noch bevorzugter 100 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 100 ± 10 g/L und insbesondere 100 ± 5 g/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Gesamtmassenkonzentration 200 ± 25 g/L, bevorzugter 200 ± 20 g/L, noch bevorzugter 200 ± 15 g/L, am Bevorzugtesten 200 ± 10 g/L und insbesondere 200 ± 5 g/L.

Die Dialyselösung enthält vorzugsweise einen oder mehrere Elektrolyte. Im Sinne dieser Erfindung steht der Ausdruck "Elektrolyt" für eine Substanz, die freie Ionen enthält und elektrische Konduktivität aufweist. Vorzugsweise dissoziiert das Elektrolyt vollständig in Kationen und Anionen ohne den pH-Wert einer wässrigen Zusammensetzung im Wesentlichen zu ändern. Diese Eigenschaft grenzt Elektrolyte von Puffersubstanzen ab. Vorzugsweise liegen die Elektrolyte in einer Konzentration vor, die in einer im Wesentlichen vollständigen Dissoziation in Wasser resultiert.

Bevorzugte Elektrolyte sind ausgewählt aus der Gruppe der Alkalimetalle wie beispielsweise Na + und K + und der Erdalkalimetalle wie beispielsweise Ca 2+ und Mg 2+ . Ein bevorzugtes Anion ist Cl " .

Die Dialyselösung kann weitere Anionen wie beispielsweise Hydrogencarbonat, Di- hydrogenphosphat, Hydrogenphosphat, Phosphat, Acetat, Lactat und Pyruvat enthalten; diese Anionen (in geeigneten Kombinationen mit Kationen) werden jedoch aufgrund Ihrer Pufferkapazität im Sinne dieser Erfindung nicht als Elektrolyte sondern als Puffer bezeichnet.

In einer bevorzugten Ausfuhrungsform enthält die Dialyselösung Na + -Ionen. Die Konzentration an Na + -Ionen ist vorzugsweise 10 bis 200 mM oder 50 bis 190 mM, bevorzugter 100 bis 180 mM oder 1 10 bis 170 mM, noch bevorzugter 1 15 bis 165 mM oder 120 bis 160 mM, am Bevorzugtesten 125 bis 155 mM und insbesondere 130 bis 150 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung keine Na + -Ionen.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung K + -Ionen. Die Konzentration an K + -Ionen ist vorzugsweise 0,10 bis 20 mM, bevorzugter 0,25 bis 15 mM, noch bevorzugter 0,50 bis 10 mM, am Bevorzugtesten 0,75 bis 7,5 mM und insbesondere 1,0 bis 5,0 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Konzentration an K + - Ionen 1,0 ± 0,75, 2,0 ± 0,75, 3,0 ± 0,75, 4,0 ± 0,75 oder 5,0 ± 0,75 mM und insbesondere 1,0 ± 0,50, 2,0 ± 0,50, 3,0 ± 0,50, 4,0 ± 0,50 oder 5,0 ± 0,50. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung keine K + -Ionen.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung Ca 2+ -Ionen. Die Konzentration an Ca 2+ -Ionen ist vorzugsweise 0,1 bis 3 mM, bevorzugter 0,25 bis 2,75 mM, noch bevorzugter 0,5 bis 2,5 mM, am Bevorzugtesten 0,75 bis 2,25 mM und insbesondere 1 bis 2 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Konzentration an Ca -Ionen 0,25, 0,5, 0,75, 1, 1,25, 1,5, 1,75 oder 2 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung keine Ca 2+ -Ionen. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung Mg -Ionen. Die Konzentration an Mg 2+ -Ionen ist vorzugsweise 0,01 bis 1 mM, bevorzugter 0,05 bis 0,75 mM, noch bevorzugter 0,1 bis 0,5 mM, am Bevorzugtesten 0,15 bis 0,4 mM und insbesondere 0,2 bis 0,3 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Konzentration an Mg - Ionen 0,05, 0,075, 0,1, 0,2, 0,25, 0,50 oder 0,75 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung keine Mg 2+ -Ionen.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung Cl " -Ionen. Die Konzentration an Cl ' -Ionen ist vorzugsweise 10 bis 300 mM, bevorzugter 25 bis 250 mM, noch bevorzugter 50 bis 200 mM, am Bevorzugtesten 75 bis 150 mM und insbesondere 80 bis 125 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Konzentration an Cl ' -Ionen 100 ± 50 mM, bevorzugter 100 ± 25 mM, am Bevorzugtesten 100 ± 10 mM und insbesondere 96 ± 4 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung keine Cl ' - Ionen. Die Dialyselösung enthält vorzugsweise einen oder mehrere Puffer.

Geeignete Puffer sind dem Fachmann bekannt. Üblicherweise umfassen Puffer Lactat-, Hy- drogencarbonat-, Carbonat-, Dihydrogenphosphat-, Hydrogenphosphat-, Phosphat-, Pyruvat-, Citrat-, Isocitrat-, Succinat-, Fumarat-, Acetat- und Lactat-Salze. Der Fachmann weiß, dass das entsprechende Kation der vorstehend genannten Anionen Bestandteil des Puffers ist, der zur Einstellung des pH- Wertes benutzt wird (z.B. Na + als Bestandteil des Puffers NaHC0 3 ). Wenn das Puffersalz jedoch in Wasser dissoziiert hat es auch die Wirkung eines Elektrolyts. Für die Zwecke dieser Beschreibung berechnen sich die Konzentrationen an Kationen oder Anionen und die Gesamtkonzentration an Ionen, unabhängig davon, ob sie als Bestandteil von Elektrolyten, Puffern oder anderen Verbindungen eingesetzt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält der Puffer Hydrogencarbonat. Hydrogencarbonat ist ein gut verträgliches Puffersystem, das im alkalischen Milieu mit Carbonat und im sauren Milieu mit H 2 C0 3 bzw. C0 2 im Gleichgewicht steht. Neben Hydrogencarbonat sind auch andere Puffer- Systeme einsetzbar, die im Bereich von pH 4 bis pH 8, bevorzugter im Bereich von pH 5 bis pH 7,6 und insbesondere im Bereich von pH 7,6, 7,4, 7,2 und/oder 7,0 eine Pufferwirkung ausüben; z.B. auch Verbindungen, die im Körper zu Hydrogencarbonat metabolisiert werden können wie Lactat oder Pyruvat.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält der Puffer das Salz einer schwachen Säure, vorzugsweise Lactat. Die Säurestärke (pK s ) der schwachen Säure ist vorzugsweise <5. Der Puffer kann auch ein Gemisch von Substanzen mit Pufferwirkung sein, z.B. ein Gemisch enthaltend Hydrogencarbonat und ein Salz einer schwachen Säure (z.B. Lactat). Eine geringe Hydrogencarbonat-Konzentration hat den Vorteil, dass der C0 2 -Druck im Behältnis gering ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Dialyselösung gepuffert durch Hydrogencarbonat. Die Hydrogencarbonat-Konzentration ist vorzugsweise 1,0 bis 200 mM, bevorzugter 2,5 bis 150 mM, noch bevorzugter 5 bis 100 mM, am Bevorzugtesten 5 bis 75 mM oder 10 bis 50 mM und insbesondere 20 bis 30 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Hydrogencarbonat-Konzentration 25 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung kein Hydrogencarbonat.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Dialyselösung gepuffert durch Lactat. Die Lactat-Konzentration ist vorzugsweise 1,0 bis 200 mM, bevorzugter 2,5 bis 150 mM, noch bevorzugter 5 bis 100 mM, am Bevorzugtesten 10 bis 50 mM oder 10 bis 25 mM und insbesondere 15 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung kein Lactat.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Dialyselösung gepuffert durch Acetat. Die Acetat-Konzentration ist vorzugsweise 1,0 bis 100 mM, bevorzugter 1,0 bis 50 mM, noch bevorzugter 1,0 bis 25 mM, am Bevorzugtesten 1,0 bis 10 mM oder 2,0 bis 7,5 mM und insbesondere 2,5 bis 7,0 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Dialyselösung kein Acetat. Wie bereits oben stehend ausgeführt ist unter dem Ausdruck "Dialyselösung" im Sinne dieser Erfindung eine gebrauchsfertige Dialyselösung zu verstehen, d.h. die Dialyselösung kann direkt für die Dialysebehandlung (Peritonealdialyse) verwendet werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Dialyselösung eine Peritonealdialyselösung wie nachstehend beschrieben.

Die Peritonealdialyselösung ist biochemisch so abgestimmt, dass sie die mit Nierenversagen einhergehende metabolische Azidose im Wesentlichen korrigiert. Die Peritonealdialyselösung enthält Hydrogencarbonat vorzugsweise in annähernd physiologischen Konzentrationen. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Peritonealdialyselösung Hydrogencarbonat in einer Konzentration von ca. 20 bis 30 mM. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die Peritonealdialyselösung eine Hydrogencarbonat-Konzentration von 25 mM.

Ferner enthält die Peritonealdialyselösung vorzugsweise Kohlenstoffdioxid mit einem Partialdruck (pC0 2 ) von weniger als 60 mmHg. In einer bevorzugten Ausführungsform ist pC0 2 der Peritonealdialyselösung im Wesentlichen gleich zum pC0 2 , der in Blutgefäßen gemessen wird.

Ferner hat die Peritonealdialyselösung vorzugsweise einen pH-Wert von ca. 7,4. Daher ist die Peritonealdialyselösung eine physiologisch verträgliche Lösung.

Die Peritonealdialyselösung enthält vorzugsweise eine schwache Säure mit einem pK s <5. Die schwachen Säuren sind vorzugsweise Verbindungen, die als physiologische Stoffwechselprodukte im Glucose-Metabolismus auftreten. Die schwache Säure ist vorzugsweise ausgewählt aus Gruppe bestehend aus Lactat, Pyruvat, Citrat, Isocitrat, Ketoglutarat, Succinat, Fumarat, Malat und Oxaloacetat. Diese Säuren können entweder allein oder als Gemisch in der Peritonealdialyselösung enthalten sein. Die schwachen Säuren sind vorzugsweise in einer Konzentration von 10 bis 20 mEq/L und im Wesentlichen als Natrium- Salze in der Peritonealdialyselösung enthalten. In der Peritonealdialyselösung ist die schwache Säure vorzugsweise in einer Menge enthalten, die der täglichen metabolischen Wasserstoffproduktion von ca. 1 mEq/kg/Tag entspricht. Die Peritonealdialyselösung enthält wenigstens ein osmotisch aktives Polymer wie oben stehend definiert. Die erfindungsgemäße Peritonealdialyselösung enthält vorzugsweise eine Konzentration an Hydrogencarbonat und weist einen pC0 2 auf, wie sie bei gesunden, nicht-niereninsuffizienten Patienten gemessen werden. Die schwache Säure diffundiert entlang des Konzentrationsgradienten von der Dialyselösung ins Blut des Dialysepatienten und korrigiert somit die metabolische Azidose der Dialysepatienten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung zusätzlich einen Verteiler (11) und ein Schlauchsystem (10), wobei das Behältnis (9) über das Schlauchsystem (10), den Verteiler (11) und den Konnektor (6) mit dem Katheter (5) verbunden ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Verteiler (11) eine Vorrichtung zur Steuerung des Fluidverlaufs wie in EP-Bl-0715860 beschrieben. Der Verteiler (11) ist vorzugsweise eine Vorrichtung zum Steuern eines Fluidverlaufes, bestehend aus einem Gehäuse mit mindestens einem Stutzen zur festen Ankupplung eines Schlauchabschnitts und mindestens einem weiteren Stutzen zur Aufnahme eines Kupplungsteiles oder Konnektionsstücks, wobei die Verbindung zwischen dem Stutzen und dem Kupplungsteil oder dem Konnektionsstück lösbar ist und wobei eine drehbare Anordnung zum Steuern des Fluidverlaufes durch das Gehäuse sowie Mittel zum Abdichten der Stutzen vorgesehen sind, wobei mindestens ein bewegliches Verschlussstück in dem Gehäuse angeordnet ist und dass die drehbare Anord- nung mindestens ein Mittel zum Übertragen einer radialen Bewegung auf das Verschlussstück aufweist.

Das Schlauchsystem (10) ist für den Transport einer Flüssigkeit geeignet. Das Schlauchsystem (10) besteht vorzugsweise aus einem flexiblen Kunststoff, besonders bevorzugt aus einem gasundurchlässigen Kunststoff. Das Schlauchsystem (10) ist vorzugsweise sterilisiert. Methoden zur Sterilisation sind dem Fachmann bekannt (z.B. Hitze, Druck, Strahlung, chemische Sterilisation). Die osmotisch aktive Lösung (4) enthält vorzugsweise ein osmotisch aktives Polymer mit einem mittleren Molekulargewicht von 1000±500 g/mol, 2000±500 g/mol, 3000±500 g/mol, 4000±500 g/mol oder 5000±500 g/mol, bevorzugter 6000±500 g/mol, 7000±500 g/mol, 8000±500 g/mol, 9000±500 g/mol oder 10000±500 g/mol, noch bevorzugter 11000±500 g/mol, 12000±500 g/mol, 13000±500 g/mol, 14000±500 g/mol oder 15000±500 g/mol, am Bevorzugtesten 16000±500 g/mol, 17000±500 g/mol, 18000±500 g/mol, 19000±500 g/mol oder 20000±500 g/mol und insbesondere 21000±500, 22000±500 g/mol, 23000±500 g/mol, 24000±500 g/mol oder 25000±500 g/mol. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die osmotisch aktive Lösung (4) ein osmotisch aktives Polymer mit einem mittleren Molekulargewicht von 26000±500 g/mol, 27000±500 g/mol, 28000±500 g/mol, 29000±500 g/mol oder 30000±500 g/mol, bevorzugter 31000±500 g/mol, 32000±500 g/mol, 33000±500 g/mol, 34000±500 g/mol oder 35000±500 g/mol, noch bevorzugter 36000±500 g/mol, 37000±500 g/mol, 38000±500 g/mol, 39000±500 g/mol oder 40000±500 g/mol, am Bevorzugtesten 41000±500 g/mol, 42000±500 g/mol, 43000±500 g/mol, 44000±500 g/mol oder 45000±500 g/mol und insbesondere 46000±500, 47000±500 g/mol, 48000±500 g/mol, 49000±500 g/mol oder 50000±500 g/mol.

Die osmotisch aktive Lösung (4) enthält vorzugsweise ein osmotisch aktives Polymer mit einem mittleren Molekulargewicht >1000 g/mol, >2000 g/mol, >3000 g/mol, >4000 g/mol oder >5000 g/mol, bevorzugter >6000 g/mol, >7000 g/mol, >8000 g/mol, >9000 g/mol oder >10000 g/mol, noch bevorzugter >11000 g/mol, >12000 g/mol, >13000 g/mol, >14000 g/mol oder >15000 g/mol, am Bevorzugtesten >16000 g/mol, >17000 g/mol, >18000 g/mol, >19000 g/mol oder >20000 g/mol und insbesondere >21000 g/mol, >22000 g/mol, >23000 g/mol, >24000 g/mol oder >25000 g/mol.

Die osmotisch aktive Lösung (4) enthält vorzugsweise ein osmotisch aktives Polymer mit einem mittleren Molekulargewicht >26000 g/mol, >27000 g/mol, >28000 g/mol, >29000 g/mol oder >30000 g/mol, bevorzugter >31000 g/mol, >32000 g/mol, >33000 g/mol, >34000 g/mol oder >35000 g/mol, noch bevorzugter >36000 g/mol, >37000 g/mol, >38000 g/mol, >39000 g/mol oder >40000 g/mol, am Bevorzugtesten >41000 g/mol, >42000 g/mol, >43000 g/mol, >44000 g/mol oder >45000 g/mol und insbesondere >46000 g/mol, >47000 g/mol, >48000 g/mol, >49000 g/mol oder >50000 g/mol. In einer bevorzugten Ausfuhrungsform enthält die osmotisch aktive Lösung (4) ein osmotisch aktives Polymer 1000 bis 50000 g/mol oder 2000 bis 45000 g/mol, bevorzugter 3000 bis 40000 g/mol, noch bevorzugter 4000 bis 35000 g/mol oder 5000 bis 30000 g/mol, am Bevorzugtesten 6000 bis 25000 g/mol oder 7000 oder 20000 g/mol und insbesondere 10000 bis 20000 g/mol.

Das osmotisch aktive Polymer weist eine Wasserlöslichkeit von vorzugsweise >5 g/L, bevorzugter von >25 g/1, noch bevorzugter >50 g/1, am Bevorzugtesten >75 g und insbesondere > 100 g/L.

Das osmotisch aktive Polymer kann jedes beliebige Polymer sein, das physiologisch verträglich ist. Das osmotisch aktive Polymer enthält vorzugsweise Monomere ausgewählt aus der Gruppe Glucose, Fructose, Arabinose, Xylose, Galactose, Mannose, N-Acetylglucosamin und Glucosamin.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das osmotisch aktive Polymer Polyglucose (z.B. Stärke, abgebaute Stärke, modifizierte Stärke, vernetzte Starke, Stärkehydrolysat) oder Polyfructose (Inulin).

Das osmotisch aktive Polymer kann ferner derivatisiert sein, d.h. chemische Reste enthalten, die anionisch, kationisch oder neutral sind.

Vorzugsweise weist eine 7,5 gewichtsprozentige wässrige Lösung des osmotisch aktiven Polymers eine theoretische Osmolarität >5 mosm/L, bevorzugter größer als >7,5 mosm/L, noch bevorzugter größer als >10 mosm/L, am Bevorzugtesten größer als >12,5 mosm/L und insbesondere größer als >15 mosm L auf.

Zum Zwecke dieser Beschreibung steht der Ausdruck "theoretische Osmolarität" für die theoretisch berechnete Osmolarität. Methoden zur Berechnung dieses Werts sind dem Fachmann bekannt. In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der koUoidosmotische Druck einer 7,5 gewichtsprozentigen Lösung des osmotisch aktiven Polymers >50 mosm/L oder >60 mosm/L, bevorzugter >70 mosm/L oder >80 mosm/L, noch bevorzugter >90 mosm/L oder >100 mosm/L, am Bevorzugtesten >110 mosm/L oder >120 mosm/L und insbesondere >130 mosm/L oder >140 mosm/L.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt der koUoidosmotische Druck einer 7,5 gewichtsprozentigen Lösung des osmotisch aktiven Polymers >150 mosm/L oder >160 mosm/L, bevorzugter > 170 mosm/L oder > 180 mosm/L, noch bevorzugter > 190 mosm/L oder >200 mosm/L, am Bevorzugtesten >210 mosm/L oder >220 mosm/L und insbesondere >230 mosm/L oder >240 mosm/L.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt der koUoidosmotische Druck einer 7,5 gewichtsprozentigen Lösung des osmotisch aktiven Polymers 50 bis 500 mosm/L, bevorzugter 75 mosm/L bis 400 mosm/L, noch bevorzugter 100 bis 300 mosm/L, am Bevorzugtesten 110 mosm/L bis 275 mosm/L und insbesondere 120 mosm/L bis 250 mosm/L. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt der koUoidosmotische Druck einer 7,5 gewichtsprozentigen Lösung des osmotisch aktiven Polymers 100 bis 500 mosm/L, bevorzugter 100 mosm/L bis 400 mosm/L, noch bevorzugter 100 bis 350 mosm/L, am Bevorzugtesten 100 mosm/L bis 325 mosm/L und insbesondere 100 mosm/L bis 290 mosm/L.

Zum Zwecke dieser Beschreibung steht der Ausdruck "kolloidosmotischer Druck" für den experimentell gemessenen osmotischen Druck der Lösung, der sich aus dem osmotischen und onkotischen Druck zusammensetzt. Geeignete Methoden zur experimentellen Bestimmung dieses Werts sind dem Fachmann bekannt. Die Osmolalität einer 7,5 gewichtsprozentigen wässrigen Lösung des erfindungsgemäßen osmotisch aktiven Polymers beträgt vorzugsweise >5 mosm/kg, bevorzugter >7,5 mosm/kg, noch bevorzugter >10 mosm/kg, am Bevorzugtesten >12 mosm/kg und insbesondere >15 mosm/kg.

Zum Zwecke dieser Beschreibung steht der Begriff "Osmolalität" für die mittels Gefrierpunktserniedrigung experimentell bestimmten Osmolalität der Lösung. Methoden zur Bestimmung der Gefrierpunktserniedrigung sind dem Fachmann bekannt. In einer bevorzugten Ausfiihrungsform weist die semipermeable Membran (2) eine Ausschlussgrenze auf, die um mindestens 5% oder 10%, bevorzugter um mindestens 15% oder 20%, noch bevorzugter um mindestens 25% oder 30%, am Bevorzugtesten um mindestens 35% oder 40% und insbesondere um mindestens 45% oder 50% geringer ist als das mittlere Molekulargewicht des osmotisch aktiven Polymers.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die semipermeable Membran (2) eine Ausschlussgrenze auf, die um mindestens 7,5% oder 12,5%, bevorzugter um mindestens 17,5% oder 22,5%, noch bevorzugter um mindestens 27,5% oder 32,5%, am Bevorzugtesten um mindestens 37,5% oder 42,5% und insbesondere um mindestens 47,5% oder 52,5% geringer ist als das mittlere Molekulargewicht des osmotisch aktiven Polymers.

Die Ausschlussgrenze der semipermeablen Membran (2) beträgt vorzugsweise 1000±500 g/mol, 2000±500 g/mol, 3000±500 g/mol, 4000±500 g/mol oder 5000±500 g/mol, bevorzugter 6000±500 g/mol, 7000±500 g/mol, 8000±500 g/mol, 9000±500 g/mol oder 10000±500 g/mol, noch bevorzugter 11000±500 g/mol, 12000±500 g/mol, 13000±500 g/mol, 14000±500 g/mol oder 15000±500 g/mol, am Bevorzugtesten 16000±500 g/mol, 17000±500 g/mol, 18000±500 g/mol, 19000±500 g/mol oder 20000±500 g/mol und insbesondere 21000±500, 22000±500 g/mol, 23000±500 g/mol, 24000±500 g/mol oder 25000±500 g/mol. In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform beträgt die Ausschlussgrenze 26000±500 g/mol, 27000±500 g/mol, 28000±500 g/mol, 29000±500 g/mol oder 30000±500 g/mol, bevorzugter 31000±500 g/mol, 32000±500 g/mol, 33000±500 g/mol, 34000±500 g/mol oder 35000±500 g/mol, noch bevorzugter 36000±500 g/mol, 37000±500 g/mol, 38000±500 g/mol, 39000±500 g/mol oder 40000±500 g/mol, am Bevorzugtesten 41000±500 g/mol, 42000±500 g/mol, 43000±500 g/mol, 44000±500 g/mol oder 45000±500 g/mol und insbesondere 46000±500, 47000±500 g/mol, 48000±500 g/mol, 49000±500 g/mol oder 50000±500 g/mol.

Die semipermeable Membran (2) des Beutels (1) weist vorzugsweise eine Ausschlussgrenze von >1000 g/mol, >2000 g/mol, >3000 g/mol, >4000 g/mol oder >5000 g/mol, bevorzugter >6000 g/mol, >7000 g/mol, >8000 g/mol, >9000 g/mol oder >10000 g/mol, noch bevorzugter >11000 g/mol, >12000 g/mol, >13000 g/mol, >14000 g/mol oder >15000 g/mol, am Bevorzugtesten >16000 g/mol, >17000 g/mol, >18000 g/mol, >19000 g/mol oder >20000 g/mol und insbesondere >21000 g/mol, >22000 g/mol, >23000 g/mol, >24000 g/mol oder >25000 g/mol auf.

Die semipermeable Membran (2) weist in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eine Ausschlussgrenze von >26000 g/mol, >27000 g/mol, >28000 g/mol, >29000 g/mol oder >30000 g/mol, bevorzugter >31000 g/mol, >32000 g/mol, >33000 g/mol, >34000 g/mol oder >35000 g/mol, noch bevorzugter >36000 g/mol, >37000 g/mol, >38000 g/mol, >39000 g/mol oder >40000 g/mol, am Bevorzugtesten >41000 g/mol, >42000 g/mol, >43000 g/mol, >44000 g/mol oder >45000 g/mol und insbesondere >46000 g/mol, >47000 g/mol, >48000 g/mol, >49000 g/mol oder >50000 g/mol auf. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält der Beutel (1), der eine äußere semipermeable Membran (2) umfasst, in seinem Innenraum (3) eine Peritonealdialyselösung (4), wobei

a) die Lösung (4) ein osmotisch aktives Polymer mit einem mittleren Molekulargewicht von >1000 g/mol enthält und

b) die äußere semipermeable Membran (2) eine Ausschlussgrenze aufweist, die um mindestens 5% geringer ist als das mittlere Molekulargewicht des osmotisch aktiven Polymers. Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung betrifft die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verwendung in der Peritonealdialysebehandlung.

Ein weiterer bevorzugter Gegenstand dieser Erfindung betrifft die erfindungsgemäße Vorrichtung, wobei der Beutel (1) eine osmotisch aktive Lösung enthält, zur Verwendung in der Peritonealdialysebehandlung.

Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung betrifft die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verwendung in der Implantationschirurgie. Hierbei wird vorzugsweise die erfindungsgemäße Vorrichtung umfassend den Beutel (1) mit einer semipermeablen Membran (2), wobei der Beutel (1) mit dem Katheter (5) verbunden ist, in die Bauchhöhle (7) eingebracht und der Katheter (5) im Bauchfell implantiert.

Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung betrifft ein Verfahren zur Füllung des Beutels (1), der eine semipermeable Membran aufweist (2), umfassend die Schritte

a) Verbinden eines Behältnisses (9), das eine osmotisch aktive Lösung (4) enthält, über ein Schlauchsystem (10) mit einem Konnektor (6) und b) Überleiten der osmotisch aktiven Lösung (4) vom Behältnis (9) in den Beutel (1).

Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entleerung des Beutels (1), der eine semipermeable Membran (2) aufweist, der ein Dialysat (4) enthält, umfassend die Schritte

a) Verbinden eines Auffangbehältnisses (12) über ein Schlauchsystem (10) mit einem Konnektor (6) und

b) Überleiten der osmotisch aktiven Lösung (4) vom Beutel (1) in das Auffangbehältnis (12).

Vor dem Verbinden der einzelnen Komponenten der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Konnektoren (Verbindungsstücke) der Komponenten vorzugsweise sterilisiert. Diese Sterilisierung kann beispielsweise durch Verwendung einer Desinfektionslösung durchgeführt werden. Geeignete Desinfektionslösungen sind vorzugsweise Katheter-Lock-Lösungen. Weitere geeignete Desinfektionslösungen sind dem Fachmann bekannt. Für die Zwecke dieser Beschreibung steht der Begriff "Dialyselösung" für eine gebrauchsfertige Dialyselösung, die als solche in der Dialysebehandlung eingesetzt werden kann, d.h. in den Beutel (1) eingebracht werden kann. Hierbei kann es sich auch um ein Flüssigkonzentrat oder Dispersion handeln.

Im Sinne dieser Beschreibung umfasst der Ausdruck "Dialysat" eine verdünnte Dialyselösung ("verbrauchte Dialyselösung"), die am Ende der Peritonealdialysebehandlung aus dem Beutel (1) abgelassen wird. Die Verdünnung resultiert aus dem Wasserentzug (Ultrafiltration) in die Bauchhöhle (7), die während der Verweildauer in der Bauchhöhle (7) des Dialysepatienten, stattfindet; wobei das Dialysat auch weitere Verbindungen enthält (z.B. urämische Toxine, Kreatin, Kreatinin, Harnstoff, usw.) die aus dem Körperwasser des Patienten in die Dialyselösung übergetreten sind. Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung betrifft ein Kit umfassend

wenigstens einen Beutel (1), der zum Einbringen in die Bauchhöhle (7) geeignet ist und eine physiologisch verträgliche äußere semipermeable Membran (2) umfasst, wobei der Beutel (1) mit einem Katheter (5) verbunden ist und

wenigstens einen Konnektor (6).

In einer bevorzugten Ausfuhrungsform umfasst das erfindungsgemäße Kit zusätzlich

wenigstens ein Behältnis (9), das eine osmotisch aktive Lösung (4) enthält, und/oder

wenigstens ein Auffangbehältnis (12).

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Kit zusätzlich

wenigstens einen Verteiler (11) und/oder

wenigstens ein Schlauchsystem (10). Beispiele Beispiel 1

5 g abgebaute Stärke (mittleres Molekulargewicht 5400 g/mol) werden in 100 mL destilliertem Wasser gelöst und in einen Beutel eingefüllt. Der Beutel besteht aus einer semipermeablen Cellulosemembran mit einer Ausschlussgrenze von 5000 g/mol. Der gefüllte Beutel wird in ein Gefäß mit destilliertem Wasser eingebracht und bei Raumtemperatur stehen gelassen. Nach 14 Stunden wird der Beutel entnommen, das destillierte Wasser des Gefäßes wird im Rotationsverdampfer eingedampft und der Rückstand wird in Vakuum bei 40 °C für 2 Tage getrocknet. Der Rückstand wird gewogen. Das Wiegen des Rückstands ergibt, dass nur 420 mg abgebaute Stärke durch die semipermeable Membran diffundiert sind.

Beispiel 2

Wie Beispiel 1, jedoch wird eine Cellulosemembran mit einer Ausschlussgrenze von 2500 g/mol verwendet. Das Wiegen des Rückstands ergibt, dass nur 23 mg abgebaute Stärke durch die semipermeable Membran diffundiert sind.

Vergleichsbeispiel

5 g abgebaute Stärke (mittleres Molekulargewicht 5400 g/mol) werden in 100 mL destilliertem Wasser gelöst und in einen Beutel eingefüllt. Der Beutel besteht aus einer semipermeablen Cellulosemembran mit einer Ausschlussgrenze von 10000 g/mol. Der gefüllte Beutel wird in ein Gefäß, das 500 mL destilliertes Wasser enthält, eingebracht und bei Raumtemperatur stehen gelassen. Nach 14 Stunden wird der Beutel entnommen und das destillierte Wasser des Gefäßes wird im Rotationsverdampfer eingedampft und der Rückstand wird in Vakuum bei 40 °C für 2 Tage getrocknet. Der Rückstand wird gewogen. Das Wiegen des Rückstands ergibt, dass 4,8 g abgebaute Stärke durch die semipermeable Membran diffundiert sind.