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Patent Searching and Data


Title:
DEVICE FOR PROCESSING FOODSTUFFS, COMPRISING A DIRECT COOLING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/009449
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for processing foodstuffs, which is located in a foodstuff processing area and comprises a housing. Said device also comprises means which absorb at least the heat produced by the processing of the foodstuff in the housing (5) and which expel the heat towards the outside of the foodstuff processing area. The invention also relates to a method for processing foodstuffs.

Inventors:
MUELLER, Ralf-Peter (Steufzger Strasse 6, Kempten, 87435, DE)
Application Number:
EP2007/006428
Publication Date:
January 24, 2008
Filing Date:
July 19, 2007
Export Citation:
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Assignee:
CFS BÜHL GMBH (Ignaz-Kiechle-Strasse 40, Kempten, 87437, DE)
MUELLER, Ralf-Peter (Steufzger Strasse 6, Kempten, 87435, DE)
International Classes:
A22C17/00; A21C15/04; A21D15/02; A23G7/02; A23P1/00; B26D1/00; F25D15/00
Domestic Patent References:
WO1995000028A11995-01-05
Foreign References:
DE1959756A11971-06-03
EP1396711A12004-03-10
Attorney, Agent or Firm:
WOLFF, Felix et al. (Kutzenberger & Wolff, Theodor-Heuss-Ring 23, Köln, 50668, DE)
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Claims:

Patentansprüche:

1. Vorrichtung zum Bearbeiten von Lebensmitteln, die in einem Lebensmittelbearbeitungsraum (2) angeordnet ist und die über ein Gehäuse (5) verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (6) aufweist, die die bei der Lebensmittelverarbeitung entstehende Wärme im Gehäuse (5) zumindest teilweise aufnimmt und aus dem Lebensmittelbearbeitungsraum heraustransportiert.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (6) die entstehende Wärme auf ein Kühlmedium überträgt und dieses die Wärme aus dem Lebensmittelbearbeitungsraums (2) abführt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kühlvorrichtung (3) aufweist, die außerhalb des

Lebensmittelbearbeitungsraums (2) angeordnet ist und die das zwischen dem Mittel (6) und der Kühlvorrichtung (3) zirkulierende Kühlmedium kühlt.

4. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme an Antrieben, Verstärkern und/oder Schaltkreisen entsteht, die vorzugsweise direkt gekühlt sind.

5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (6) ein Wärmetauscher ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 2 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmedium in einem Rohrleistungssystem (4) zirkuliert.

7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Slicer ist.

8. Verfahren zur Bearbeitung von Lebensmitteln mit einer Vorrichtung (1 ), die in einem Lebensmittelbearbeitungsraum (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Betrieb der Vorrichtung (1 ) entstehende

Wärme in der Vorrichtung zumindest teilweise aufgenommen und direkt aus dem Lebensmittelbearbeitungsraum (2) abgeführt wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme in der Vorrichtung auf ein Kühlmedium übertragen und aus dem Lebensmittelbearbeitungsraum (2) transportiert wird.

10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlung geregelt ist.

Description:

Vorrichtung zur Bearbeitung von Lebensmitteln mit einer direkten Kühlung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Lebensmitteln, die in einem Lebensmittelbearbeitungsraum angeordnet ist und die über ein Gehäuse verfügt. Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Bearbeitung von Lebensmitteln.

Die gattungsgemäßen Vorrichtungen, beispielsweise Slicer zum Aufschneiden von Lebensmittelriegeln in einzelne Scheiben, sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Diese Vorrichtungen stehen bei der Lebensmittelverarbeitung in gekühlten Lebensmittelbearbeitungsräumen, um zu vermeiden, dass sich die Lebensmittel, insbesondere Wurst, Käse oder Schinken über eine bestimmte Temperatur erwärmen, die die Haltbarkeit der Lebensmittel beeinflusst. Bei den oben genannten Vorrichtungen handelt es sich heutzutage um Hochleistungsmaschinen, die mit Motoren ausgerüstet sind, die eine sehr hohe Leistung aufweisen. Dementsprechend ist die dazugehörige Stromversorgung und Regelung ausgeführt. All dies Bauteile geben Wärme ab, die die Vorrichtung selbst aber auch die Flächen, mit denen das Produkt in Berührung kommen aufheizen, so dass diese Flächen nicht die gewünschte Temperatur aufweisen. Auf diesen Flächen ist dann ein Bakterienwachstum begünstigt. Darüber hinaus müssen die in dem jeweiligen Lebensmittelverarbeitungsraum angeordneten Kühleinrichtungen die Wärme dieser Maschinen mit abführen, was diese an ihre Leistungsgrenze führt, insbesondere wenn eine leistungsstärkere Maschine aufgestellt wird. Zusätzlich stellt die derzeit durchgeführte Kühlung mittels Zwangskonvektion mit Luft ein Hygieneproblem dar, weil durch den Luftstrom Bakterien sowie Verunreinigungen verteilt werden.

Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Lebensmitteln zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist.

Gelöst wird die Aufgabe mit einer Vorrichtung zum Bearbeiten von Lebensmitteln, die in einem Lebensmittelbearbeitungsraum angeordnet ist und die über ein Gehäuse verfügt, wobei sie Mittel aufweist, die die bei der Lebensmittelverarbeitung

entstehende Wärme im Gehäuse zumindest teilweise aufnimmt und aus dem Lebensmittelbearbeitungsraum heraustransportiert.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die Wärme am Entstehungsort oder in der Nähe des Entstehungsortes sofort aufgenommen und aus dem jeweiligen Lebensmittelbearbeitungsraum, in dem die Vorrichtung steht, herausgeführt. Dadurch erwärmt sich das Gehäuse der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht oder nur unwesentlich und weist somit im wesentlichen die Temperatur des Lebensmittelbearbeitungsraums auf. Des weiteren ist auch keine Luftströmung nötig, die durch das Gehäuse hindurchgeführt wird und dabei die entstehende Wärme aufnimmt und dann in den Lebensmittelbearbeitungsraum transferiert, was zum einen ein hygienisches Problem darstellt, zum anderen die Kühlung dieses Raums belastet. Außerdem muss die Kühlung, die den Lebensmittelbearbeitungsraum kühlt nicht noch zusätzlich die durch die Maschinen entstehende Wärme vollständig abführen.

Bei der Vorrichtung zum Bearbeiten von Lebensmitteln kann es sich beispielsweise um einen Wolf, einen Cutter, einen Slicer, eine Transport- oder Portioniervorrichtung sowie um eine Verpackungsmaschine handeln. Erfindungsgemäß weisen all diese Vorrichtungen ein Gehäuse auf, im dem sich Aggregate wie Antriebe, Steuerungen, Verstärker oder sonstige elektrische oder elektronische Bauteile befinden, bei deren Betrieb Wärme entsteht. Zusätzlich entsteht bei dem Betrieb dieser Vorrichtungen Reibungswärme, beispielweise in Lagern, insbesondere bei einem Slicer mit einem sogenannten Taktrotor, bei dem das Messer zur Erzeugung von Leerschnitten aus der Schneidebene herausgefahren wird. All diese Wärme wird innerhalb des Gehäuses zumindest teilweise vorzugsweise jedoch möglichst vollständig durch ein Wärmetransportmedium aufgenommen und aus dem Lebensmittelbearbeitungsraum heraustransportiert. Sie wird demnach nicht erst in den

Lebensmittelbearbeitungsraum transferiert und von der dortigen Kühlung erfasst. Dadurch erwärmt sich das Gehäuse bzw. die Flächen, die mit dem Produkt in Kontakt geraten nicht. Darüber hinaus werden Verunreinigungen oder Mikroben durch einen möglichen Luftstrom nicht unnötig verteilt.

Der Lebensmittelbearbeitungsraum ist der Raum in dem die jeweilige Vorrichtung steht und die Lebensmittel bearbeitet. Dieser Raum ist vorzugsweise soweit abgekühlt, dass die Lebensmittel während der Bearbeitung keinen Schaden nehmen. Besonders bevorzugt herrschen in dem Lebensmittelbearbeitungsraum erhöhte Hygienestandards.

Die übertragung der Wärme auf ein Wärmetransportmedium erfolgt durch ein Mittel, insbesondere einen oder mehrere Wärmetauscher. Dieser Wärmetauscher kann mit dem jeweiligen Aggregat direkt in Verbindung stehen und die entstehende Wärme am Ort ihre Entstehung sofort abführen. Beispiele dafür sind Motoren, Verstärker, Lager oder Schaltkreise, die direkt von einem Kühlmedium zumindest teilweise umströmt werden und dadurch die entstehende Wärme abführen. Vorzugsweise weist die Vorrichtung mit einem Kühlmedium, vorzugsweise wassergekühlte Verstärker auf. Das Mittel kann jedoch auch ein Wärmetauscher sein, der in dem Gehäuse angeordnet ist und die Luft in diesem Teil der Vorrichtung kühlt. Diese Kühlung wird als indirekte Kühlung bezeichnet. Der Fachmann versteht, dass auch eine Kombination aus direkter und indirekter Kühlung möglich ist. Beispielweise konnten die Hauptwärmequellen, wie Motoren, Verstärker und dergleichen direkt gekühlt und die anderen Wärmequellen wie beispielsweise Schaltkreise indirekt gekühlt werden.

Als Kühlmedium eignet sich jedes Gas oder jede Flüssigkeit, mit der Wärme transportiert werden kann. Vorzugsweise ist das Kühlmedium für Lebensmittel unbedenklich. Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem Kühlmedium um Wasser. Ganz besonders bevorzugt wird das Kühlmedium in einem geschlossenen Kreislauf geführt. Das Kühlmittel kann mit einem Farbstoff versehen werden, um gegebenenfalls einen Kontakt des Kühlmittels mit dem Lebensmittel möglichst schnell feststellen zu können. Die Erkennung kann durch das Bedienpersonal oder einen Sensor, beispielsweise eine Kamera erfolgen.

Vorzugsweise weist die Vorrichtung eine Kühlvorrichtung auf, die außerhalb des Lebensmittelbearbeitungsraums angeordnet ist und die das zwischen dem Mittel und der Kühlvorrichtung vorzugsweise zirkulierende Kühlmedium kühlt.

Die von den Aggregaten aufgenommene Wärme wird beispielsweise an die Umgebung abgegeben und/oder besonders bevorzugt bei einem Verfahrensschritt, bei dem Wärme benötigt wird wieder eingesetzt. Ein derartiger Verfahrensschritt kann beispielsweise eine Wärmebehandlung der Lebensmittel, wie beispielsweise Kochen, Pasteurisieren oder Frittieren, oder die Verpackung der Lebensmittel sein. Die Wärme kann aber auch zu Heizzwecken von beispielsweise im Winter oder zur Erzeugung von Strom eingesetzt werden.

Vorzugsweise wird das Kühlmedium in einem Rohrleistungssystem zirkuliert. Dieses Rohrleitungssystem verbindet die Wärmetauscher und die Kühlvorrichtungen miteinander.

Vorzugsweise befinden sich die Mittel zur Aufnahme der Wärme sowie gegebenenfalls die dazugehörigen Rohrleitungen unterhalb des Bereiches, in oder auf dem die Bearbeitung der Lebensmittel erfolgt, damit im Fall einer Leckage das Kühlmittel nicht auf das Lebensmittel fließt. Weiterhin bevorzugt oder besonders bevorzugt wird die Kühlung mit einem möglichst geringen Druck betrieben, um eine Versprühung des Kühlmittels insbesondere auf das Lebensmittel zu vermeiden.

Vorzugsweise handelt es sich bei der Vorrichtung um einen Slicer.

Die weiter unten gemachten Ausführungen bezüglich des erfindungsgemäßen Verfahrens gelten auch für die erfindungsgemäße Vorrichtung.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Bearbeitung von Lebensmitteln mit einer Vorrichtung, die in einem Lebensmittelbearbeitungsraum angeordnet ist, wobei die beim Betrieb der Vorrichtung entstehende Wärme zumindest teilweise in der Vorrichtung aufgenommen und direkt aus dem Lebensmittelbearbeitungsraum abgeführt wird.

Die für die Vorrichtung gemachten Ausführungen gelten für das Verfahren gleichermaßen.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Wärme am Entstehungsort oder in der Nähe des Entstehungsortes sofort aufgenommen und aus dem jeweiligen Lebensmittelbearbeitungsraum, in dem die Vorrichtung steht, herausgeführt. Dadurch erwärmt sich das Gehäuse der Vorrichtung nicht oder nur unwesentlich und weist somit im wesentlichen die Temperatur des Lebensmittelbearbeitungsraums auf. Des weiteren ist auch keine Luftströmung nötig, die durch das Gehäuse hindurchgeführt wird und dabei die entstehende Wärme aufnimmt und dann in den Lebensmittelbearbeitungsraum transferiert, was zum einen ein hygienisches Problem darstellt, zum anderen die Kühlung dieses Raums belastet.

Erfindungsgemäß die Wärme innerhalb der Vorrichtung auf ein Kühlmedium übertragen und aus dem Lebensmittelbearbeitungsraum transportiert.

Vorzugsweise ist die Kühlung der jeweiligen Aggregate geregelt, so dass eine hinreichende aber nicht übermäßige Kühlung erfolgt

Im folgenden wird die Erfindung anhand der einzigen Figur erläutert, Diese sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein. Die Erläuterungen gelten für alle Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen.

Figur 1 zeigt einen Lebensmittelbearbeitungsraum 2, in dem sich eine Lebensmittelbearbeitungsmaschine 1 , in dem vorliegenden Fall ein Slicer, mit dem Scheiben von einem Lebensmittellaib abgeschnitten und zu Portionen konfiguriert werden. Der Fachmann erkennt, dass es sich auch um andere Lebensmittelbearbeitungsmaschinen handeln kann. Dieser Slicer weist ein Gehäuse 5, in dem sich Aggregate 7 wie Motoren, Verstärker, Schaltkreise und Lager befinden, auf, die gekühlt werden müssen. In dem vorliegenden Fall sind diese Aggregate direkt gekühlt; d.h. sie weisen sämtlich Leitungen/Wärmetauscher 6 auf, durch die ein Kühlmittel geführt wird, dass die Wärme am Ort der Entstehung aufnimmt. Das erwärmte Kühlmittel strömt dann durch die Rohrleitungen 4 zu einer Kühlvorrichtung 3, wo ihm die aufgenommene Wärme entzogen wird. Diese Kühlvorrichtung befindet sich erfindungsgemäß außerhalb des Lebensmittelbearbeitungsraums, so dass dieser von der von den Aggregaten 7

abgegebenen Wärme nicht aufgeheizt wird bzw, dass diese Wärme nicht durch eine Klimaanlage, die den Lebenmittelbearbeitungsraum klimatisiert, abgeführt werden muss. Das so gekühlte Kühlmittel strömt dann durch die Rohrleitungen 4 zu den Aggregaten zurück um erneut Wärme abzuführen. Die Aggregate sind bezogen auf den Fluss des Kühlmittels vorzugsweise parallel geschaltet. Durch die direkt Wärmeaufnahme erwärmt sich das Gehäus 5 nur unwesentlich.

Dadurch, dass die Wärme direkt innerhalb des Gehäuses 5 und dort direkt an den Wärmequellen aufgenommen und aus dem Raum entfernt wird, erwärmt sich das Gehäuse 5 nicht nennenswert. Darüber hinaus wird die Klimaanlage des Lebensmittelbearbeitungsraums 2 nicht durch die Wärmeabgabe der Lebensmittelbearbeitungsmaschine belastet. Ein zusätzlicher Vorteil ist die vereinfachte Wärmeabfuhr durch den Wärmetauscher 6 im Vergleich zu einer Wärmeabfuhr durch die Klimaanlage des Lebensmittelbearbeitungsraums 2. Dies ist bedingt durch bessere Wärmeübergangskoeffizienten und/oder höhere Temperaturgradienten. Weiterhin ist die Vorrichtung hygienischer.

Der Fachmann erkennt, dass die von den Aggregate 7 abgegebene Wärme auch zunächst in die Atmosphäre in dem Gehäuse 5 abgegeben und von dort aus dem Lebensmittelbearbeitungsraum 2 entfernt werden kann.

Bezugszeichenliste:

1 Lebensmittelbearbeitungsmaschine, Slicer

2 Lebensmittelbearbeitungsraum

3 Kühlvorrichtung

4 Rohrleitungssystem

5 Gehäuse

6 Mittel zur übertragung von Wärme, Wärmetauscher

7 Aggregat, Motor, Verstärker, Lager, Schaltkreis