NOTHUM, Stefan (Herrenberger Str. 12, Nufringen, 71154, DE)
Patentansprüche
1. Vorrichtung zur Behandlung von Werkstücken, insbe- sondere Fahrzeugrädern (12), insbesondere im Rahmen einer Pulverlackierung, mit einem Förderer (10), welcher die Werkstücke (12) entlang eines Bewegungsweges durch die Vorrichtung führt und ein sich bewegendes Förderorgan (18) umfasst, wobeidie Werkstücke (12) auf spindelförmi- gen Elementen (24) anordenbar sind, die an dem Förderorgan (18) befestigt und mittels einer Dreheinrichtung (47a, 47b) um ihre eigene Spindeldrehachse drehbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die spindelförmigen Elemente (24) jeweils wenigstens einen Spindelreibkörper (40) mit einer zur Spindeldrehachse rotationssymmetrischen Spindelreibfläche (42) aufweisen;
b) die Dreheinrichtung (47a, 47b) wenigstens einen Antriebsreibkörper (50) mit einer rotationssymmetrischen Antriebsreibfläche (52) umfasst, der um seine nicht mit der Spindeldrehachse zusammenfallenden Symmetrieachse der Antriebsreibfläche (52) motorisch drehbar angeordnet ist, wobei die Antriebsreibfläche (52) lokal an der Spindelreibfläche (42) unter Reibungskontakt anliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Symmetrieachse der Antriebsreibfläche (52) zur Spindeldrehachse geneigt, insbesondere rechtwinklig zur Spindeldrehachse, verläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die Symmetrieachse der Antriebsreibfläche (52) unterhalb der Spindelreibfläche (42) verläuft.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelreibkörper
(40) und/oder der Antriebsreibkörper (50) gerade Kreiskegelformen haben, insbesondere flache Kreiskegelstümpfe sind, und die Kegelmantelflächen die Spindelreibfläche
(42) beziehungsweise die Antriebsreibfläche (52) bilden.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsreibfläche (52) und/oder die Spindelreibfläche (42) im Axialschnitt zur jeweiligen Symmetrieachse hin betrachtet konvex geformt sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsreibfläche
(52) und die Spindelreibfläche (42) aus einer verschleißfesten Materialkombination, insbesondere Holz, Leder, Gummi, Gewebe, Kunststoff und/oder Metall, ist, die geeignet ist, einen Kraftschluss zwischen der Antriebsreib- fläche (52) und der Spindelreibfläche (42) zu realisieren, der ein Drehen oder Anhalten der spindelförmigen E- lemente (24) ermöglicht.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Justageeinrichtung (58, 60) mit einem elastischen Element, insbesondere einer Schraubenfeder (56), die geeignet ist, den Anpressdruck der Antriebsreibfläche (52) gegen die Spindelreibfläche (42) einzustellen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreheinrichtung
(47a, 47b) entlang des Bewegungsweges eine Vielzahl von Antriebsreibkörpern (50) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsreibkörper (50) in wenigstens zwei
Gruppen zusammengefasst sind, wobei in jeder Gruppe die Antriebskörper (50) gemeinsam antreibbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppen gegeneinander versetzt entlang des
Bewegungsweges angeordnet sind, so dass ein Antriebskör- per (50) der ersten Gruppe einem Antriebskörper (50) der zweiten Gruppe folgt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebsreibkörper (50) und die spindelförmigen Elemente (24) äquidistant entlang des Bewegungsweges angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsreibkörper einseitig des Bewegungsweges angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsreibkörper (50) beidseitig des Bewegungsweges angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens ein Antriebsmittel
(72), das geeignet ist, über wenigstens einen Antriebsriemen (64) den Antriebsreibkörper (50), insbesondere eine Gruppe von Antriebsreibkörpern (50), zu drehen oder anzuhalten .
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (72) für die Antriebsreibkörper (50) mit einer Steuerungseinrichtung steuerbar verbunden ist, die geeignet ist, das Antriebsmittel (72) und das Förderorgan (18) aufeinander abgestimmt zu betreiben.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die spindelförmigen E- lemente (24) jeweils ein fest mit dem Förderorgan (18) verbundenes Teil, insbesondere einen Spindelstock (26), und ein um dieses drehbar gelagertes Teil, insbesondere eine Spindelwelle (36), aufweisen und der Spindelreibkörper (40) drehschlüssig an dem drehbar gelagerten Teil (36) befestigt ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderorgan (18) und/oder das Antriebsmittel (72) für die Antriebsreibkörper (50) getaktet laufen. |
Vorrichtung zur Behandlung von Werkstücken, insbesondere von Fahrzeugrädern, insbesondere im Rahmen einer Pulver- lackierung.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von Werkstücken, insbesondere Fahrzeugrädern, insbesondere im Rahmen einer Pulverlackierung, mit einem Förderer, welcher die Werkstücke entlang eines Bewegungsweges durch die Vorrichtung führt und ein sich bewegendes Förderorgan umfasst, wobei die Werkstücke auf spindelförmigen Elementen anordenbar sind, die an dem Förderorgan befestigt und mittels einer Dreheinrichtung um ihre eigene Spindeldrehachse drehbar sind.
Aus der DE 102 49 999 B3 ist eine derartige Vorrichtung zum Absaugen bestimmter Flächenbereiche an bepulverten Fahrzeugrädern bekannt. Diese umfasst einen Förderer, welcher die Fahrzeugräder entlang eines Bewegungsweges durch die Vorrichtung führt. Die Fahrzeugräder sind auf Spindeln auflegbar, die an einem sich bewegenden Förderorgan des Förderers befestigt und um ihre eigene Achse drehbar sind.
Zum Drehen von Spindeln dieser Art sind Drehstationen in Form von formschlüssigen Trieben, beispielsweise Kettentrieben, bekannt, bei denen die Spindeln jeweils eine Kettenradscheibe besitzen, die in eine Kette der Drehstation eintaucht. Das Eintauchen des Kettenrades in die
Kette ist allerdings stark verschleißbehaftet. Außerdem führen harte übergänge beim Eintauchen des Kettenrades in die Kette zu einer Stoßbelastung des Förderers und der auf den Spindeln gelagerten Werkstücke, insbesondere der Fahrzeugräder. Ferner begrenzt der Eintauchvorgang der Kettenräder in die Kette realisierbare Spindeldrehzahlen auf kleine Werte zwischen 0 U/min bis etwa 35 U/min. Darüber hinaus sind solche Drehstationen wartungsintensiv, insbesondere sind eine Schmierung der Kette und der wie- derkehrende Austausch verschlissener Ketten erforderlich. Im übrigen sind Drehrichtungs- oder Drehzahlwechsel, wenn überhaupt möglich, schwierig zu gestalten und aufwendig. In kritischen Einsatzbereichen, in denen beispielsweise SonderSchutzmaßnahmen in Bezug auf Gas- und/oder Staub- explosionen zur Anwendung kommen (Explosions-geschützte Bereiche), ist dies nahezu unmöglich zu realisieren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu gestalten, bei der die Be- förderung und Drehung der Werkstücke technisch einfach und zuverlässig realisierbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
a) die spindelförmigen Elemente jeweils wenigstens einen Spindelreibkörper mit einer zur Spindeldrehachse rotationssymmetrischen Spindelreibfläche aufweisen;
b) die Dreheinrichtung wenigstens einen Antriebsreibkörper mit einer rotationssymmetrischen Antriebsreibfläche umfasst, der um seine nicht mit der Spindeldrehachse zusammenfallenden Symmetrieachse der Antriebsreibfläche motorisch drehbar angeordnet ist, wobei die Antriebsreibfläche lokal an der Spindelreibfläche unter Reibungskontakt anliegt.
Erfindungsgemäß erfolgt also der Drehantrieb der Werkstü- cke, im Gegensatz zu den bekannten Antrieben, ohne dass vorspringende Teile der Dreheinrichtung und der spindelförmigen Elemente mit harten übergängen ineinander eingreifen, nur über einen Reibungskontakt. Auf diese Weise ist der Antrieb verschleißarm, so dass auch der Wartungs- aufwand außerordentlich gering ist. Je größer die Radien des Spindelreibkörpers und des Antriebsreibkörpers dabei sind, desto kleiner sind die benötigten Kräfte und damit der Verschleiß, der über den Reibungskontakt auftritt. Im übrigen sind die Drehgeschwindigkeiten bei einem Rei- bungskontakt innerhalb weiter Grenzen beliebig steuer- und regelbar, so dass Drehrichtungswechsel und Drehzahländerungen problemlos ausführbar sind. Außerdem sind weitaus größere Spindeldrehzahlen als beim Einsatz von formschlüssigen Trieben realisierbar. Sowohl das Einfah- ren der spindelförmigen Elemente in die Dreheinrichtung als auch ein Wechsel von Drehstation zu Drehstation kann sehr weich ablaufen, so dass die Dreheinrichtung, der Förderer und die Werkstücke keiner Stoßbelastungen ausgesetzt sind. Ferner ist der Einsatz in kritischen Berei-
chen, insbesondere Explosions-geschützten Bereichen, problemloser als bei den bekannten Dreheinrichtungen, da es durch den fast berührungslosen Antrieb nicht zu Reibungshitze oder zu Funkenentwicklung durch aufeinander stoßende Metallteile, beispielsweise Zahnräder auf Ketten, kommt. Durch den Reibschluss ist ein besonders sanfter, ruckfreier aber dennoch kontrollierter Antrieb für die Drehbewegung der spindelförmigen Elemente realisierbar. Ferner ermöglicht die modulare Verwendung von ein- zelnen Antriebsreibkörpern eine einfache Anpassung an den Gesamtaufbau der Vorrichtung. Der Förderer kann an den Bewegungsweg, nämlich seinen Verlauf und/oder seine Länge, optimal und flexibel angepaßt werden. Auch können zur Realisierung des Reibungskontakts erforderliche Zug- oder Druckkräfte im Vergleich zu andersartigen bekannten Dreheinrichtungen gering gehalten werden, was sich günstig bei für derartige Förderer verhältnismäßig langen Bewegungswegen auswirkt .
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform verläuft die Symmetrieachse der Antriebsreibfläche zur Spindeldrehachse geneigt, insbesondere rechtwinklig zur Spindeldrehachse. Eine zueinander rechtwinklige Anordnung der Achsen wirkt sich besonders positiv auf die Gleichmäßigkeit der Dre- hung der spindelförmigen Elemente aus.
Um einen kompakten Aufbau des gesamten Förderers inklusive der Dreheinrichtung zu ermöglichen, kann die Symmetrieachse der Antriebsreibfläche unterhalb der Spindel-
reibflache verlaufen. Auf diese Weise unterstützt die Schwerkraft den Anpressdruck der Spindelreibfläche gegen die Antriebsreibfläche, so dass der Aufwand an zusätzlichen Mitteln zur Anpassung des Anpressdrucks gering gehalten werden können.
Ferner können der Spindelreibkörper und/oder der Antriebsreibkörper gerade Kreiskegelformen haben, insbesondere können diese flache Kreiskegelstümpfe sein, und die Kegelmantelflächen können die Spindelreibfläche beziehungsweise die Antriebsreibfläche bilden. Kreiskegel beziehungsweise Kreiskegelstümpfe sind außerdem einfach realisierbare Rotationskörper.
Vorteilhafterweise können die Antriebsreibfläche und/oder die Spindelreibfläche im Axialschnitt zur jeweiligen Symmetrieachse hin betrachtet konvex geformt sein. Die Durchmesser der Antriebsreibfläche und der Spindelreibfläche können auf diese Weise unterschiedlich sein, ohne dass daraus resultierende unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeiten der Reibflächen zu Verschleiß führen. Die beiden Reibflächen haben im Idealfall nur einen punktförmigen, zumindest aber kleinflächigen Kontakt, so dass der Verschleiß deutlich reduziert wird.
Zweckmäßigerweise können die Antriebsreibfläche und die Spindelreibfläche aus einer verschleißfesten Materialkombination, insbesondere Holz, Leder, Gummi, Gewebe, Kunststoff und/oder Metall, sein, die geeignet ist, einen
Kraftschluss zwischen der Antriebsreibfläche und der Spindelreibfläche zu realisieren, der ein Drehen oder Anhalten der spindelförmigen Elemente ermöglicht. So wird eine gleichmäßige Drehung der spindelförmigen Elemente auch bei einem geringen Anpressdruck gewährleistet. Durch die Verschleißfestigkeit werden die Standzeiten optimiert .
Um den Anpressdruck optimal einstellen zu können, und auf diese Weise sowohl eine gleichmäßige Drehung als auch einen minimalen Verschleiß zu erreichen, kann eine Justage- einrichtung mit einem elastischen Element, insbesondere einer Schraubenfeder, vorgesehen sein, die geeignet ist, den Anpressdruck der Antriebsreibfläche auf die Spindel- reibflache einzustellen. Die Anpresskraft der Antriebsreibfläche gegen die Spindelreibfläche kann auf diese Weise so eingestellt werden, dass ein schlupffreier Antrieb der spindelförmigen Elemente gewährleistet wird, wobei etwaige Querkräfte auf das sich bewegende Förderor- gan minimal gehalten werden können.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Dreheinrichtung entlang des Bewegungsweges eine Vielzahl von Antriebsreibkörpern auf. So können die spindel- förmigen Elemente entlang des Bewegungswegs an unterschiedlichen Orten gedreht werden.
Um die Antriebsreibkörper einfach gruppenweise unterschiedlich, insbesondere in unterschiedlichem Drehsinn
und/oder unterschiedlicher Drehgeschwindigkeit anzutreiben, können bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform die Antriebsreibkörper in wenigstens zwei Gruppen zusammengefasst sein, wobei in jeder Gruppe die Antriebs- körper gemeinsam antreibbar sind.
Vorteilhafterweise können die Gruppen gegeneinander versetzt entlang des Bewegungsweges angeordnet sein, so dass ein Antriebskörper der ersten Gruppe einem Antriebskörper der zweiten Gruppe folgt. Die spindelförmigen Elemente können so entlang des Bewegungsweges abwechselnd mit den Antriebscharakteristiken der beiden Gruppen angetrieben werden .
Die Antriebsreibkörper und die spindelförmigen Elemente können ferner äquidistant entlang des Bewegungsweges angeordnet sein.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Antriebsreibkörper einseitig des Bewegungsweges angeordnet. Dies ist sehr platzsparend.
Alternativ können die Antriebsreibkörper beidseitig des Bewegungsweges angeordnet sein. Dies hat den Vorteil, dass entsprechende separate Antriebsmittel für die unterschiedlichen Gruppen einfach jeweils auf der Seite der jeweiligen Gruppe angeordnet werden können und entsprechende Kraftübertragungsmittel zu den Antriebsreibkörpern, beispielsweise Riemen, geradlinig geführt werden
können, ohne dass zusätzliche Umlenkrollen erforderlich sind.
Vorteilhafterweise ist wenigstens ein Antriebsmittel vor- gesehen, das geeignet ist, über wenigstens einen Antriebsriemen den Antriebsreibkörper, insbesondere eine Gruppe von Antriebsreibkörpern, zu drehen oder anzuhalten. Ein Antriebsriemen kann einfach parallel zum Förderorgan verlaufen und auf diese Weise eine Vielzahl von An- triebsreibkörpern gruppenweise synchron antreiben. Als
Antriebsriemen kann ein Flach- oder Zahnriemen verwendet werden. Antriebsriemen haben gegenüber Ketten den Vorteil, dass sie in gewissem Umfang elastisch sind, so dass Lastwechsel weicher stattfinden. Im übrigen können An- triebsriemen auch in Explosions-geschützten Bereichen verwendet werden, da keine metallischen Teile aufeinander stoßen und so auch keine Funken entstehen. Die Antriebsriemen können mit Antriebsmotoren angetrieben werden, welche sich vorzugsweise außerhalb eines Explosions- geschützten Bereichs, insbesondere einer Kabine, befinden.
Vorteilhafterweise kann das Antriebsmittel für die Antriebsreibkörper mit einer Steuerungseinrichtung steuer- bar verbunden sein, die geeignet ist, das Antriebsmittel und das Förderorgan aufeinander abgestimmt zu betreiben. Auf diese Weise können die spindelförmigen Elemente jeweils beim Erreichen einer der Antriebsreibkörper zuverlässig und kontrolliert gedreht werden.
Bei einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform weisen die spindelförmigen Elemente jeweils ein fest mit dem Förderorgan verbundenes Teil, insbesondere einen Spindelstock, und ein um dieses drehbar gelagertes Teil, insbesondere eine Spindelwelle, auf und der Spindelreibkörper ist drehschlüssig an dem drehbar gelagerten Teil befestigt. Der einfache Aufbau der spindelförmigen Elemente mit wenigen Bauteilen ermöglicht eine schnelle Mon- tage mit einem geringen Justageaufwand und einen zuverlässigen, wartungsarmen Betrieb. Außerdem können die Radien des Spindelreibkörpers und des Antriebsreibkörpers bei diesem Aufbau verhältnismäßig groß gewählt werden, was sich günstig auf den Verschleiß auswirkt.
Vorteilhafterweise können das Förderorgan und/oder das Antriebsmittel für die Antriebsreibkörper getaktet laufen. Dies hat den Vorteil, dass die Vorrichtung für getaktet ablaufende Behandlungen, beispielsweise beim Ein- satz von entlang des Bewegungsweges angeordneten Behandlungsstationen, einsetzbar ist. Das Förderorgan kann so einfach mit einer konstanten Taktfrequenz betrieben werden, die so an die Fördergeschwindigkeit angepaßt ist, dass die bei einem Fördertakt von den spindelförmigen E- lementen zurückgelegte Wegstrecke dem Abstand der Antriebsreibkörper entspricht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Figur 1 schematisch eine isometrische Darstellung eines Förderers für Fahrzeugräder mit beidseitig des Bewegungswegs angeordneten Drehstationen für Spindeln zum Auflegen der Fahrzeugräder;
Figur 2 schematisch eine Seitenansicht des Förderers aus Figur 1;
Figur 3 schematisch eine Ansicht des Förderers aus den Figuren 1 und 2 senkrecht zum Bewegungsweg;
Figur 4 schematisch einen horizontalen Schnitt des Förderers aus den Figuren 1 bis 3 unterhalb der Fahrzeugräder;
Figur 5 schematisch eine Ansicht des Förderers aus den Figuren 1 bis 4 senkrecht zum Bewegungsweg, wobei hier nur ein Antriebsmotor für die Drehsta- tionen auf einer Seite des Bewegungsweges und ein Teil einer der Drehstationen mit einer Spindel gezeigt sind;
Figur 6 eine Detailansicht des Antriebsmotors, der Drehstation und der Spindel aus Figur 5;
Figur 7 schematisch eine Detailansicht einer der Drehstationen und einer der Spindeln aus den Figuren 1 bis 4 senkrecht zum Bewegungsweg;
Figur 8 eine Detailansicht einer der Drehstationen und einer der Spindeln aus den Figuren 1 bis 4 in einem horizontalen Schnitt unterhalb des Fahr- zeugrades;
Figur 9 schematisch einen Ausschnitt des Förderers aus den Figuren 1 bis 4 in Draufsicht, hier ohne Spindeln .
In Figur 1 ist schematisch eine isometrische Darstellung eines insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehenen Förderers einer ansonsten nicht dargestellten Vorrichtung zur Behandlung von Fahrzeugrädern 12 im Rahmen einer PuI- verlackierung gezeigt. Der Förderer 10 führt die Fahrzeugräder 12 entlang eines Bewegungsweges in Richtung eines Pfeils 14 (Bewegungsrichtung 14) durch die Vorrichtung.
Der Förderer 10 umfasst eine in den Figuren 3 und 5 bis 7 in einem vertikalen Schnitt senkrecht zur Bewegungsrichtung 14 gezeigte horizontal verlaufende Endloslaschenket- te 16 eines sich bewegenden Förderorgans 18. Die Endlos- laschenkette 16 verläuft durch Haltelaschen 20, die in Bewegungsrichtung 14 hintereinander an einem Gestell 21 befestigt sind und ein etwa U-förmiges, im vertikalen Querschnitt nach oben offenes Profil haben. Die Haltelaschen 20 tragen an der Basis des "U", in den Figuren 3 und 5 bis 7 unten, eine nach oben offene Kettenfϋhrung 22
mit ebenfalls einem U-förmigen Profil, in der die Endlos- laschenkette 16 geführt ist. Die Endloslaschenkette 16 ist über eine nicht dargestellte Antriebseinrichtung in Bewegungsrichtung 14 angetrieben.
An der Endloslaschenkette 16 ist eine Vielzahl von im Wesentlichen identischen Spindeln 24 zur Aufnahme der Fahrzeugräder 12 befestigt.
Die Spindeln 24 weisen jeweils einen in den Figuren 3 und 5 bis 7 gezeigten kreiszylinderförmigen Spindelstock 26 auf, dessen Achse eine Spindeldrehachse bildet. Das in den Figuren 3 und 5 bis 7 untere Ende des Spindelstocks 26 ist so an einem Bolzen 28 der Endloslaschenkette 16 befestigt, dass die Achse des Spindelstocks 26 senkrecht auf der Achse des Bolzens 28 steht. Das der Endloslaschenkette 16 abgewandte Ende des Spindelstocks 26 ist über eine Führungsrolle 30 in einer Doppel-C-Profilfüh- rung 32 geführt, welche zwischen den Schenkeln 34 der U- förmigen Haltelaschen 20 fest fixiert ist.
Außerdem ist auf dem der Endloslaschenkette 16 abgewandten Ende des Spindelstocks 26 eine in den Figuren 1 bis 5 und 8 gezeigte Spindelwelle 36 der Spindel 24 koaxial zur Spindeldrehachse in einer Lagerung 38, die in den Figuren 3 und 5 bis 7 gezeigt ist, drehbar gelagert.
Eine Spindelreibscheibe 40 aus Metall hat die Form eines geraden flachen Kreiskegelstumpfes, dessen Mantelfläche
(Spindelreibfläche 42) ballig geformt, nämlich im Axialschnitt zu seiner Symmetrieachse hin betrachtet konvex und zur Symmetrieachse rotationssymmetrisch ist, was in den Figuren 6 und 7 deutlich gezeigt ist. Die kleine Stirnfläche des Kreiskegelstumpfes ist der Endloslaschen- kette 16 zugewandt.
Die Spindelreibscheibe 40 weist koaxial zu ihrer Symmetrieachse eine durchgängige kreiszylindrische öffnung auf. Durch diese öffnung ist fest fixiert eine rohrförmige Hülse 44 gesteckt, derart, dass die Achse der Hülse 44 senkrecht zu den Stirnflächen der Spindelreibscheibe 40 verläuft und eine ihrer Stirnflächen etwa mit deren kleiner Stirnfläche abschließt. Der Innendurchmesser der Hül- se 44 ist etwas größer als der Außendurchmesser der Spindelwelle 36. Die Hülse 44 ist mit ihrem die Spindelreibscheibe 40 aufnehmenden Ende dem Spindelstock 26 zugewandt auf die Spindelwelle 36 gesteckt und über eine Pressverbindung auf der Spindelwelle 36 befestigt. Die Spindelreibfläche 42 ist so rotationssymmetrisch zur
Spindeldrehachse. Außerdem sitzt die Spindelreibscheibe 40 nahe dem Förderorgan 18, was den Einfluss von horizontalen Kräften beispielsweise beim Anfahren oder Abstoppen des Förderorgans 18 auf sie minimiert.
Der dem Spindelstock 26 abgewandte Bereich der Spindelwelle 36 kann mit einer nicht dargestellten Gleichlauf- einrichtung entlang des Bewegungsweges geführt werden.
Das Fahrzeugrad 12 ist koaxial oben auf einem im Durchmesser vergrößerten Endbereich der Spindelwelle 36 angeordnet .
Um die Spindelwellen 36 und damit die Fahrzeugräder 12 zu drehen beziehungsweise eine Drehung derselben zu stoppen, weist der Förderer 10 eine Vielzahl von identischen Drehstationen 46 zweier Dreheinrichtungen 47a, 47b auf. Die Drehstationen 46 sind in zwei Gruppen beidseitig äquidis- tant entlang der Endloslaschenkette 16 angeordnet. Die
Teilung entspricht den Abständen der Spindeln 24 auf der Endloslaschenkette 16. In den Figuren und in der Beschreibung sind dort, wo es der besseren Unterscheidbar- keit der beiden Gruppen dient, die Drehstationen mit 46a beziehungsweise 46b bezeichnet. Im Aufbau sind sie jedoch identisch.
Jede Drehstation 46 ist mit einem L-förmigen Halteprofil 48 an dem Doppel-C-Profil 32 und der Kettenführung 22 der Endloslaschenkette 16 befestigt. Der lange Schenkel des "L" verläuft dabei vertikal neben der Endloslaschenkette 16 und umgreift mit seinem nach innen gebogenen oberen Rand das Doppel-C-Profil 32 flächig anliegend. Der kurze Schenkel verläuft horizontal unterhalb der Kettenführung 22 und liegt an dieser flächig an. Sein freier Rand ist nach oben gebogen .
Jede Drehstation 46 weist eine Antriebsreibscheibe 50 auf. Die Antriebsreibscheibe 50 hat die Form eines gera-
den flachen Kreiskegelstumpfes, dessen Mantelfläche (Antriebsreibfläche 52) ballig geformt, nämlich im Axialschnitt zu seiner Symmetrieachse hin betrachtet konvex und zur Symmetrieachse rotationssymmetrisch ist. Die kleine Stirnfläche des Kreiskegelstumpfes zeigt zu dem Förderorgan 18. Dies ist in den Figuren 6 und 7 gezeigt.
Die Antriebsreibscheibe 50 ist um ihre Symmetrieachse drehbar auf einem Achsstummel 54 gelagert. Ein Ende des Achsstummels 54 ist drehfest an dem vertikalen Schenkel des Halteprofils 48 etwa auf der Höhe des Doppel-C- Profils 32 befestigt. Die Achse des AchsstummeIs 54 und damit auch die Symmetrieachse der Antriebsreibfläche 52 verläuft senkrecht zur Spindeldrehachse und damit zur Symmetrieachse der Spindelreibfläche 42.
Der Achsstummel 54 befindet sich unterhalb der Spindelreibscheibe 40, so dass die Antriebsreibfläche 52 von schräg unten an der Spindelreibfläche 42 derjenigen Spin- del 24 angreift, die der Drehstation 46 gerade zugeordnet ist. Die Antriebsreibscheibe 50 ist so angeordnet, dass ihre Antriebsreibfläche 52 an der Spindelreibfläche 42 idealerweise an einem Berührungspunkt oder einer möglichst kleinen Berührungsfläche anliegt und unter Rei- bungskontakt an dieser abrollen kann.
Wenn sich die Spindeln 24 in Bereichen zwischen den Drehstationen 46 befinden, haben die Spindelreibflächen 42 und die Antriebsreibflächen 52 hingegen keinen Kontakt,
so dass dort keine Kräfte von den Drehstationen 46 auf die Spindeln 24 einwirken.
Auf dem Achsstummel 54 befindet sich ferner eine vorge- spannte Schraubenfeder 56, welche an einem Ende an dem Halteprofil 48 anliegt und an ihrem anderen Ende gegen eine Lagerhülse 58 drückt. Dies ist in der Figur 7 gezeigt .
Diese gegenüber dem Achsstummel 54 drehfeste Lagerhülse 58 reicht auf der dem Halteprofil 48 gegenüberliegenden Seite der Schraubenfeder 56 bis fast zum freien Ende des Achsstummels 54 (vgl. Figur 7). Die Antriebsreibscheibe 50 ist auf dem der Schraubenfeder 56 zugewandten Bereich der Lagerhülse 58 drehbar gelagert.
Der Achsstummel 54 weist im Bereich seines freien Endes ein Außengewinde auf, auf das eine Einstellmutter 60 aufgeschraubt ist. Die Einstellmutter 60 wirkt als Widerla- ger für die Lagerhülse 58. Durch Drehen der Einstellmutter 60 kann die Lagerhülse 58 und damit die Antriebsreibscheibe 50 auf dem Achsstummel 54 in axialer Richtung verschoben werden. Dabei wird die Lagerhülse 58 unter Spannung zwischen der Schraubenfeder 56 und der Einstell- mutter 60 gehalten. Durch Verändern der axialen Position der Antriebsreibscheibe 50 wird der Anpressdruck der Antriebsreibfläche 52 auf die Spindelreibfläche 42 verändert und kann so optimal eingestellt werden, um einen
Schlupf zu verhindern und Querkräfte auf die Spindel 24 und damit auf das Förderorgan 18 zu minimieren.
Auf der Lagerhülse 58 ist außerdem eine Riemenscheibe 62 eines Riemenantriebs gelagert, die drehfest mit der An- triebsreibscheibe 50 verbunden ist.
Auf zwei gegenüberliegenden Umfangsseiten der Riemenscheibe 62, in der Figur 7 oben und unten, liegen kraft- schlüssig die entsprechenden Trume eines Endlosantriebsriemens 64 in Form eines Zahnriemens an. Mit dem Endlosantriebsriemen 64 können die Riemenscheibe 62 und damit die Antriebsreibscheibe 50 angetrieben und angehalten werden .
Auf der Lagerhülse 58 ist darüber hinaus ein etwa U- förmiges Antriebsriemenführungsprofil 66 befestigt, das mit seiner offenen Seite zur Antriebsreibscheibe 50 zeigt und die Riemenscheibe 62 und den Endlosantriebsriemen 64 mit seinen Schenkeln, in Figur 7 oben und unten, umgreift .
Durch die Basisplatte auf der geschlossenen, vertikalen Seite des Antriebsriemenführungsprofils 66 führt mittig die Lagerhülse 58 hindurch, auf der das Antriebsriemenführungsprofil 66 drehfest fixiert und mit dieser auf dem Achsstummel 54 in axialer Richtung verschiebbar ist. Die Basisplatte des Antriebsriemenführungsprofils 66 befindet
sich zwischen der Riemenscheibe 62 und der Einstellmutter 60.
Bei der in Bewegungsrichtung 14 von oben betrachtet lin- ken Gruppe von Drehstationen 46a befindet sich in Bewegungsrichtung 14 vor der ersten Drehstation 46a eine in den Figuren 1 und 3 bis 6 gezeigte Antriebsscheibe 68 für den Endlosantriebsriemen 64. Die Antriebsscheibe 68 ist auf einer Antriebswelle 70 befestigt, deren Achse paral- IeI zu den Achsen der Achsstummel 54 verläuft.
Die Antriebswelle 70 ist Teil eines Antriebsmotors 72 für den Antriebsriemen 64. Der Antriebsmotor 72 befindet sich seitlich unterhalb des Weges, den die Spindelreibscheiben 40 nehmen. Er ist über ein nicht gezeigtes Gestell am Boden befestigt.
Hinter der in Bewegungsrichtung 14 letzten Drehstation 46a ist eine in Figur 1 gezeigte Umlenkscheibe 74 für den Endlosantriebsriemen 64 angeordnet, die ebenfalls um eine parallel zu den Achsen der Achsstummel 54 verlaufende Achse drehbar gelagert ist.
Die Riemenscheiben 62, die Antriebsscheibe 68 und die Um- lenkscheibe 74 haben den gleichen Durchmesser und ihre Achsen befinden sich auf der gleiche Höhe, so dass ihre Umfangsseiten in Bewegungsrichtung 14 betrachtet fluchten. Auf diese Weise verläuft der obere Trum des Endlosantriebsriemens 64 parallel zum unteren Trum und beide
Trums liegen gleichermaßen kraftschlüssig an allen Riemenscheiben 62 an.
Aufgrund dieses Aufbaus des Riemenantriebs können einzel- ne Drehstationen 46 einfach beispielsweise zu Wartungszwecken ausgebaut werden, ohne dass die Funktion der verbleibenden Drehstationen 46. dadurch beeinträchtigt wird.
Bei der in Bewegungsrichtung 14 betrachtet rechten Gruppe von Drehstationen 46b befindet sich der Antriebsmotor 72 mit der Antriebsscheibe 68 hinter der in Bewegungsrichtung 14 letzten Drehstation 46b. Die Umlenkscheibe 74 hingegen ist vor der ersten Drehstation 46b. Ansonsten sind die linke und die rechte Gruppe von Drehstationen 46 identisch aufgebaut.
Die Drehstationen 46 der beiden Gruppen sind abwechselnd gegeneinander versetzt entlang des Bewegungsweges ange- ordnet. Abwechselnd bedeutet, dass in Bewegungsrichtung 14 einer Drehstation 46a der linken Gruppe eine Drehstation 46b der rechten Gruppe und sodann wieder eine Drehstation 46a der linken Gruppe folgt und so weiter, wobei die Drehstationen 46a der einen Seite in Bewegungsrich- tung gesehen in der Mitte zwischen den Drehstationen 46b der anderen Seite liegen.
Alle Antriebsreibscheiben 50 aus einer Gruppe von Drehstationen 46 und mit ihnen die jeweiligen Spindelreib-
Scheiben 40, die Spindelwellen 36 und die Fahrzeugräder 12 werden über den entsprechenden Endlosantriebsriemen 64 mit dem Antriebsmotor 72 synchron im gleichen Drehsinn angetrieben.
Die linke Gruppe von Drehstationen 46a wird dabei so angetrieben, dass die entsprechenden Spindelwellen 36 von oben betrachtet im Uhrzeigersinn gedreht werden. Die Drehrichtung ist in den Figuren 1 bis 3 und 5 bis 8 durch Pfeile 75 angedeutet, die dort, wo es zur besseren Unterscheidung der Drehrichtungen sinnvoll ist, mit 75a beziehungsweise 75b bezeichnet sind.
Das Förderorgan 18 und die Dreheinrichtung 47 sind mit einer nicht gezeigten Abdeckung nach oben vor Schmutz, beispielsweise Lackpulver, geschützt, welche eine spalt- förmige öffnung mit einer Lamellendichtung für die Spindelwellen 36 aufweist, die sich parallel zur Endlosla- schenkette 16 erstreckt. Der beim Durchfahren einer Spin- delwelle 36 sich öffnende Bereich der Lamellendichtung wird dabei von der darunterliegenden Spindelreibscheibe 40 überlappt, die etwaigen durchfallenden Schmutz auffängt. Auf diese Weise werden die Spindelreibfläche 42 und die Antriebsreibfläche 52 der unterhalb der Spindel- reibscheibe 40 angeordneten Antriebsreibscheibe 50 vor Schmutz geschützt.
Im übrigen wird der Antrieb der Endloslaschenkette 16 mit einer nicht gezeigten Steuereinrichtung angesteuert. Die
Endloslaschenkette 16 läuft getaktet und bewegt die Spindeln 24 in Bewegungsrichtung 14 an den Drehstationen 46 entlang, wobei die Endloslaschenkette 16 nach jedem Fördertakt gestoppt wird, wenn die Spindelreibscheiben 40 an einer Antriebsreibscheibe 50 anliegen. Die während eines Fördertaktes zurückgelegte Strecke entspricht dem Abstand der Drehstationen 46.
Im Betrieb treiben die beiden Gruppen von Drehstationen 46 die Antriebsreibscheiben 50 über die Endlosantriebsriemen 64 und die Riemenscheiben 62 so an, dass sich die Antriebsreibscheiben 50 der beiden Gruppen die Spindelreibscheiben 40 und die Spindelwellen 36 der aufeinander folgenden Spindeln 24 abwechselnd in entgegengesetztem Drehsinn drehen. Auf diese Weise wird der Drehsinn jeder Spindel 24 bei jedem Taktstopp umgekehrt.
Statt für Fahrzeugräder 12 kann die Vorrichtung auch zur Behandlung von anderen Werkstücken eingesetzt werden. Auch ist ihr Einsatz nicht beschränkt auf Pulverlackie- rungen .
Die Drehstationen 46 können auch in anderer Weise, beispielsweise in unterschiedlichen Abständen und/oder nur auf einer Seite des Förderorgans 18 angeordnet sein.
Die Drehstationen 46 können auch in mehr oder weniger als zwei Gruppen untereinander verbunden sein. Sie können
beispielsweise separat angetrieben mit der Steuereinrichtung gesteuert werden.
Die Spindeln 24 aller Gruppen können auch im gleichen Drehsinn gedreht und/oder mit unterschiedlicher auch zeitlich variierender Drehzahlen gedreht werden.
Die Antriebsreibscheiben 50 können statt mit dem Riemenantrieb auch mit einem anderen Antriebsmittel angetrieben werden.
Die Spindelreibflächen 42 und/oder die Antriebsreibflächen 52 können statt aus Metall auch aus einem anderen verschleißfesten Material, insbesondere aus Holz, Leder, Gummi, Gewebe oder Kunststoff, sein, das geeignet ist, einen Kraftschluss zwischen den Spindelreibflächen 42 und den Antriebsreibflächen 52 herzustellen, der ein Drehen oder Anhalten der Spindeln 24 ermöglicht. Die Spindelreibflächen 42 und/oder die Antriebsreibflächen 52 können auch lediglich als Schicht aus einem der obigen Materialien auf einem Kern aufgebracht sein.
Die Spindelreibflächen 42 und/oder die Antriebsreibflächen 52 können statt ballig geformt auch im Axialschnitt gesehen gerade sein. Sie können auch eine andere rotationssymmetrische Form, beispielsweise die Oberfläche eines Torus oder eines Tonnenkörpers, haben.
Die Durchmesser der Spindelreibflächen 42 und der Antriebsreibflächen 52 und/oder deren Neigungen bezüglich ihrer jeweiligen Rotationssyiranetrieachsen können gleich oder unterschiedlich sein.
Die Antriebsreibscheiben 50 können statt von der dem Förderorgan 18 zugewandten Seite auch von der dem Förderorgan 18 abgewandten Stirnseite, also von oben an den Spindelreibscheiben 40 angreifen. In diesem Fall zeigen die kleinen Stirnseiten der Spindelreibscheiben 40 nach oben.
Die Achsen der Antriebsreibscheiben 50 können statt horizontal auch geneigt sein.
Die Spindelreibscheiben 40 können statt mit der Pressverbindung auch in anderer Weise drehschlüssig an beziehungsweise auf den Spindelwellen 16 befestigt sein.
Die Antriebsmotoren 72 können statt am Boden auch am Ge- stell 21 des Förderorgans 18 befestigt sein.
Die Drehstationen 46 können statt an dem Doppel-C-Profil 32 und der Kettenführung 22 am Boden oder am Gestell 21 des Förderorgans 18 befestigt sein.
Statt der Endloslaschenkette 16 kann auch ein andersartiges bewegliches Teil eines Förderorgans, beispielsweise ein Endlosband, vorgesehen sein.
Anstelle der Zahnriemen können auch andersartige Endlosantriebsriemen, beispielsweise flache Antriebsriemen, verwendet werden .
Die Elektromotoren 74 können innerhalb oder außerhalb einer Kabine, vorzugsweise in der Nähe des Eingangs beziehungsweise des Ausgangs, angeordnet sein, durch die das Förderorgan 18 führt. Bei der Verwendung des Förderers 10 in einem Explosions-geschützten Bereich werden die Elekt- romotoren 74 bevorzugt außerhalb des Explosionsgeschützten Bereichs angeordnet.
Die Antriebsmotoren 72 können statt im Dauerbetrieb auch bei jedem Fördertakt des Förderorgans 18 angehalten und bei jedem Taktstopp neu gestartet werden.
Das Förderorgan 18, insbesondere die Endloslaschenkette 16, kann statt horizontal auch zur Horizontalen geneigt verlaufen .
